Die Fesseln der Finsternis

    • Krass! Aus dem kleinen, unscheinbaren und eingeschüchterten Mäuschen wird eine eiskalte und erbarmungslose Tötungsmaschine. KLingt zumindest ein bisschen danach, zumindest, wenn ich das Ende richtig deute. Es hat den Anschein, als schlummerten zwei Seelen in ihrer Brust, die sie offensichtlich nicht kontrollieren kann. Naja, in dem Fall war es sicher gut, dass sich Elena verteidigen konnte. Die Art und Weise, wie sie Kargan ins Jenseits befördert hat, lässt aber irgendwie erahnen, dass sie das entweder schon öfter gemacht oder es zumindest ansatzweise genossen hat. :hmm:

      Zur Form:

      Night Sky schrieb:

      »Das war nicht einfach dir aus dem Kampf zu folgen.«
      »
      Nach dem, der erste Angriff auf das Versorgungslager fehlgeschlagen ist, hätten wir dich in der Zelle einfach erschießen sollen.«, spricht Kargan ungehalten.
      Hier war ich erst irritiert, weil die wörtliche Rede nach dem ersten Satz eigentlich noch nicht zu Ende ist, du aber die Anführungszeichen so gesetzt hast. Die markierten sind meiner Meinung nach zu viel .

      Night Sky schrieb:

      »So wie du grade da hängst, werde ich mir vorher noch was gönnen, wird mir zwar niemand glauben, aber was solls.«, lacht er abwertend vor sichher.
      Blöde Frage: Hat er vor, sich noch zu vergewaltigen? Was heitß, es würde ihm niemand glauben in dem Zusammenhang? Hat er vor, damit hausieren zu gehen?

      Night Sky schrieb:

      »Na, so was! Das ging aber grade noch mal gut, hast dir ja jetzt genug Zeit gelassen.«
      »Die andere hätte gejammert,... oh nein, verlass mich nicht, ich kann dich vor ihm beschützen.«
      »Fakt ist Rezaahl, kriegt dich frü
      Wer bzw. wie viele Personen/Gedankenstimmen sprechen jetzt hier? Vielleicht liegt es an mir, weil ich manchmal auch ein Brett vorm Kopf habe, da du aber manchmal die Anführungszeichen falsch setzt, bin ich mir hier nicht sicher, wie es von dir beabsichtigt war.

      Es gibt nun also Elenas Gedanken, dann die Gedankenstimme, die sie vorher schon die ganze Zeit gewarnt hat, und nun ist auch noch eine neue dazugekommen, richtig? Es ist nicht leicht, das darzustellen, ohne den Leser zu verwirren.(schwierig, schwierig)

      Wenn du eine Fehlerkorrektur magst, schick mir den Teil mal rüber...wie gehabt :)

      LG,
      Rainbow
    • Rainbow schrieb:

      Wer bzw. wie viele Personen/Gedankenstimmen sprechen jetzt hier? Vielleicht liegt es an mir, weil ich manchmal auch ein Brett vorm Kopf habe, da du aber manchmal die Anführungszeichen falsch setzt, bin ich mir hier nicht sicher, wie es von dir beabsichtigt war.
      Ja du hast recht, für mich klang es logisch, Aber für andere vielleicht nicht so. Ich habe es jetzt zu einer wörtliche Rede gemacht, ist wirklich dann einfacher.
      Das habe ich auch bei Kargans ersten Satz so gemacht.

      Rainbow schrieb:

      Blöde Frage: Hat er vor, sich noch zu vergewaltigen? Was heitß, es würde ihm niemand glauben in dem Zusammenhang? Hat er vor, damit hausieren zu gehen?
      Ich habe es bewusst angedeutet, ich glaube das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Das es, ihm niemand glauben würde war eine kleine Anspielung auf den Verlauf der Geschichte. So kleine zwischen Details, die zum großen Ganzen gehören. So ähnlich wie es im nächsten Kapitel einen versteckten, beiläufigen Hinweis gibt, der Klarheit schafft warum er Elena, so hasst.

      Rainbow schrieb:

      Es gibt nun also Elenas Gedanken, dann die Gedankenstimme, die sie vorher schon die ganze Zeit gewarnt hat, und nun ist auch noch eine neue dazugekommen, richtig? Es ist nicht leicht, das darzustellen, ohne den Leser zu verwirren.(schwierig, schwierig)

      Das ist schon richtig das es schwierig ist, was aber zuerst nur so aussehen wird, im nächsten Kapitel, gehe ich auf diese neue Stimme ein, die auch einen Namen bekommt um eben etwas Verwirrung zu vermeiden. Das kann ich schon mal vorwegnehmen, die Stimmen haben schon eine tragende Rolle, die sich aber nur auf Elena selbst beziehen. D.h unter anderem, die Stimmen werden da sein aber ganz wichtig dabei, sie werfen nur ihre Kommentare ab. Elena wird darauf nicht mehr sonderlich eingehen. Die Elena verwirren oder auch helfen können. Das ist ein wesentlicher Punkt, den man wohl nur begreift, wenn die Geschichte weiter fortgeschritten ist oder eben an einem Stück lesen würde. Dass ich jetzt die Stimmen etwas genauer mit eingebracht habe, liegt nur daran um etwas, Hintergrund für die Stimmen zu schaffen. So wie die erste Stimme doch etwas fürsorglich ist und zu beschützen versucht, ist die andere wie angedeutet eben etwas fieser.
    • Ich wünsche allen einen schönen Tag,
      Wie immer ist jeder Willkommen für Verbesserungsvorschläge.
      Viel spass, beim Lesen.


      Kapitel 5
      Die Andere




      Elena, starrt auf das zerstörerische Schauspiel in der Stadt, aus der ein herausforderndes Brüllen durch die Straßen hindurch fegt. Ein Ruf, der sie locken soll, wie ihr scheint. Auf ihrer Haut pochen, die Arterien im Rhythmus des Herzens. Rasend schießt noch immer das Blut durch alle ihre Adern und Venen. Angestrengt reibt sie ihre Augen, die von dem überreizten Körper wie wild pulsieren. Tief gefangen in diesem Blutrausch, blitzen ihr beim Augenreiben, Bilder der jungen blonden Frau auf die sie im Traum zuvor gesehen hatte. »Oh oh, wie lange du das wohl aushältst?«, verspottet die Stimme Elena. Es erschreckt sie nicht, dass sie jemanden getötet hatte, es ist ihr sogar mehr oder weniger egal. Da sie doch das Verlangen danach spürte ihn zu töten. Elena hat keine Erklärung dafür, erst recht nicht für den Zorn, der dabei in ihr aufflackerte. Dieser Zorn, der dem Hass nahe steht, blieb bisher tief in ihr verborgen. Als ob sie selbst ihn tief in sich vergraben hätte, die nicht mal die Peitschenhiebe des Einäugigen wecken konnte. Was ihr aber angst macht, dass dieser Hass in ihr, sie auf einer befremdlichen Art wärmt. Umso tief greifender sie über die letzten Augenblicke nachdenkt, umso klarer erkennt sie, dass Kargan etwas in ihr frei gelassen hat.
      Elena, schaut auf ihre blutverschmierten Hände hinab, dessen Finger verkrampfen. Deutlich spürt sie das unaufhörliche Kribbeln in ihren Händen. Die rechte Hand schmerzt brennend, sie greift mit der linken fest um das Handgelenk der Rechten. Es bilden sich kleine Brandbläschen auf der Hand, die zu Kochen beginnen. Es setzt ihr zunehmend zu, mit der dampfenden Hand ringt es Elena auf die Knie. Immer stärker, schneller schlägt das Herz rasend in ihrer Brust. Die pulsierende Sicht wird quälender, zwischen ihren Fingern hindurch erkennt sie, wie die Glasscherben des Fensters im grellenweißen Licht aufleuchten. Wie die Leuchtstreifen zu jener Zeit in der Zelle.
      »Nun stell dich nicht so an!«, pöbelt die Stimme.
      »Was ist das mit mir?«, fragt Elena unter Schmerzen gekrümmt und kneift fest die Augen zusammen.«.
      »Das vergeht, dein Körper muss sich erst wieder daran gewöhnen.«, beschwichtigt die Stimme.
      »Was willst du von mir, woran gewöhnen?«, will Elena aufgebracht wissen.
      »Öffne die Augen, dann zeige ich es dir.«
      Zögerlich öffnet Elena ihre Augen, die blutunterlaufen sind. Ein einziger Tropfen Blut entweicht ihr aus einem Auge.
      »Jetzt lass deine Hand los, lass den Schmerz, Schmerz sein. Konzentriere dich auf die Scherben.«, weist die Stimme ungeduldig an. »Fokussiere sie!«, zwingt sie weiter.
      Die leuchtenden Scherben beginnen vor Elena auf dem Boden zu Vibrieren. Rüttelnd bewegen sie sich unkontrolliert umher, dabei zerspringen einige Scherben. Andere heben sich vom Boden in die Luft, sie bleiben auf Augenhöhe stehen. Für Elena ist das wie Magie die sie in einem Bann zieht, von dem sie sich nicht lösen kann.
      Schwebend umkreisen die Splitter Elena, um sie herum erleuchten sie, die kleine Terrasse auf der sie kniet.
      »Die Menschen nennen es Telekinese du kannst, dinge mit der Kraft deiner Gedanken bewegen.«, erklärt die Stimme. »Aber da ist noch mehr, das Licht! Das ist Spektrale Energie aus einer Zwischenwelt, nur Rezaahl kennt das Geheimnis von der Herkunft.«, geht die Stimme weiter darauf ein.
      In Elenas Erinnerungen blitzt immer wieder das Bild, der blonden jungen Frau auf, die sie in ihren Traum gesehen hat.
      »Lass dich nicht ablenken, strecke deine Hände aus und führe die Lichter zusammen.«
      Elena versucht sich auf die Lichter zu besinnen. Sie blendet die Bilder der jungen Frau aus. Mit ausgestreckten Händen konzentriert sich Elena auf die Lichter, die sich langsam von den Scherben und Splittern lösen. Lautlos gleiten sie funkelnd durch die Luft auf Elenas Hände zu, dort vereinen sie sich zu einer Lichtkugel aus purer Energie. Die auf ihrer Hand zu schweben beginnt. Die Kugel schlägt knallende Lichtbögen, die sich wie Blitze mit ihrer Handfläche verbinden. Elena lässt die gleißende Lichtkugel zwischen, ihren beiden Händen hin und her wandern. Sie schaff es sogar, sie von der einen zur anderen Hand fliegen zu lassen. So schön es auch aussieht, so ist es ihr schnell klar das von dieser Energie, eine Vernichtende kraft ausgehet.
      »Du kannst es formen, wie du willst.«, fügt die Stimme hinzu.
      Im Unterbewusstsein ist Elena noch bei der jungen Frau, die sie einfach nicht loslassen will. Instinktiv formt Elena die gleißende Kugel zu der Frau und verschafft sich ein genaueres Bild von ihr. In beiden Händen haltend, hält sie das Ebenbild der Frau vor sich. Elena geht mit dem Gesicht näher an sie heran. Im Hellenschein des Lichtes das ihr Gesicht erleuchtet, staunen Elenas Augen über diesen Zauber. Die spektrale Energie funkelt in kleinen glitzernden, Kügelchen um die Frau herum die so lebendig wirkt. Sie lächelt Elena an, ganz herzlich winkt sie Elena zu. Es entlockt Elena selbst ein Lächeln, dabei empfindet sie eine tiefe Verbundenheit zu der Frau, dessen Anblick sie so verzaubert. Die Erscheinung dieser Frau, lässt ihre Schmerzen in der Rechten Hand verschwinden.
      »Wirklich? Was Besseres ist dir nicht eingefallen?«, nörgelt es in Elenas Kopf.
      »Wer ist sie?«, Elena muss es wissen, sie wird darauf immer ungehaltener, damit zusammen regen sich in ihr große Schuldgefühle.
      »Sie ist deine Schwester, Rezaahl hält sie gefangen, er ist auch der Einzige, der dir sagen kann wer oder was du wirklich bist.«, antwortet ihr die Stimme.
      »Ich hab eine Schwester!«, erinnert sich Elena wieder. Gleichzeitig löst sich das Bild von ihr langsam auf. Es verteilt sich glitzernd in alle Richtungen zum Himmel hinauf, wo sie nach und nach ausleuchten, bis sie ganz verschwunden sind. Verwirrt mit unzähligen Fragen im Kopf, erhebt sich Elena vom Boden auf. Unbemerkt von ihr fallen die Scherben hinab. Besonders eine Frage brennt ihr auf dem Herzen. Was ist vor ihrer Gefangenschaft passiert, wie passt das zusammen das auch ihre Schwester gefangen ist.
      Sie erinnert sich an Kargans Worte über die Arche, die im Orbit schwebt. »Ob er sie dort festhält?«, spricht sie laut fragend vor sich her. Elena denkt auch daran zurück, dass Kargan gesagt hatte, dass sie gekommen sind um sie zu Töten. Nur Loren hatte sie davon abgehalten, weil sie sich versprach von ihr Informationen über die Arche zu bekommen. Elena dämmert es so langsam, die Arche und Rezaahl sind für das Leid der Menschen verantwortlich. Es erschließt sich ihr nicht, wie sie und ihre Schwester darein passen. Erst recht nicht wieso sie umgebracht werden sollte, da sie in der gewallt von Rezaahl war. Überfordert verschränkt Elena die Arme, sie blickt hinauf zu den Aschewolken, mit dem Gedanken. »Was mache ich nur?«
      »Also wenn du mich fragst, steckst du ganz schön in der Scheiße!«, lacht die Stimme laut los. »Du bist vor den Einzigen, die dir weiter helfen können davon gelaufen.«
      »Loren .... Aber sie wollten mich doch eigentlich umbringen.«, Elena ist irritiert. Das sie antworten haben könnten ist ihr schon klar, aber wieso sollten sie ihr jetzt vertrauen.
      »Jetzt sei nicht so feige, die andere Stimme wollte das du davon läufst, ich sage dir reiß dich zusammen und hole dir Antworten!«, mäkelt die Stimme zynisch. »Mein Vorschlag finde Loren und die anderen, lass dir von ihnen sagen was sie wissen, das wird dich zu deiner Schwester und zu dir selbst zurückführen.«, bringt die Stimme ein.
      Elena reibt sich mit den Händen schüttelt den Kopf, sie vermag nicht die Stimmen im Kopf zu Ordnen. Es bereitet ihr Kopfschmerzen zusammen mit der ungewissen Zukunft.
      »Nenn mich Liris«, hilft die Stimme weiter. »Mach schon, finde einen Weg, sei nicht dumm, der Raumhafen ... da könnten sie sein.«, ärgert sich Liris über Elena.
      Obwohl Elena im Geiste noch schwach ist, erholt sie sich zumindest von der körperlichen Anspannung. Ihr Herz schlägt wieder ruhiger, ihre Sicht normalisiert sich. Erst jetzt fällt ihr auf das ihre Hand mit hässlichen brandnarben übersät ist. Sie spürt aber noch die Wunden, die Kargan ihr zufügte. Sie ertastet die blutende Schnittwunde an ihrer Wange, die brennend schmerzt. »Hat dir wohl nicht gereicht, dass man deinen Körper so geschunden hat, da musste noch eine Narbe im Gesicht her, was?«, scherzt Liris gehässig. Elena ignoriert die gehässige Stimme von Liris, sie entscheidet sich Kargans Taschen, zu durchstöbern bevor sie sich auf die Suche nach Loren und den anderen macht. In der Hoffnung er könne was Hilfreiches dabei haben, wendet sie sich Kargans Leiche zu. »Er muss, was dabei haben was mir hilft.«, denkt sie laut drüber nach.
      Neben seiner Leiche sitzend, fängt sie an in seinen Taschen, zu kramen. »Den hast du, ganz schön zugerichtet.«, lacht Liris stimme schadenfroh.
      »Kannst du still sein, bitte!«, meckert Elena entnervt vor sich her. Weiter suchend findet sie unter seiner Weste in einem kleinen Fach, ein kleines Gerät was nicht größer ist als ein Daumen. Fasziniert davon, spielt sie daran herum und drückt auf die kleinen Knöpfe. Sie erwischt zufällig einen Knopf, der ein holografisches Bild projiziert.
      Es baut sich eine Videosequenz auf, indem Kargan zu sehen ist, wie er gut gelaunt ein Ball mit seinem Sohn hin und her wirft. Im Hintergrund des Videos hört sie, wie seine Frau die beiden anfeuert. Mit einer argwöhnische Miene ziehend, zerdrückt Elena das kleine Gerät zwischen zwei Fingern, das darauf qualmend winzige Funken versprüht. Unbeeindruckt davon wirft sie das zu schrott gewordene Gerät weg.
      »Ey, das war ein Logpot, darauf sind Dateien gespeichert.«, nörgelt Liris herum.
      »Ist mir egal, klappe jetzt!«, setzt Elena dagegen. Verärgert durchwühlt sie weiter die Taschen, enttäuscht muss sie aber feststellen, dass er nichts Brauchbares dabei hat.
      Zermürbt haucht Elena aus, sie legt ihre Hände ineinander und knibbelt an ihren Fingernägeln. Unsicher umherschauend fällt ihr Blick auf Lorens Armreif.
      »Loren, ich muss sie finden!«, Elena verschnauft sie ist sich jetzt sicher, dass es ein Fehler war wegzulaufen.
      »Los jetzt, steh auf! Heulen kannst du wann anders.«, treibt Liris Elena an.
      Entschlossen steht Elena auf, sie geht durch das Fenster hindurch, über die Terrasse den ausgetrockneten Fluss entgegen. Beim Durchqueren des Flussbettes tritt sie in einer übriggebliebende Pfütze. Sie geht in die Hocke und nimmt eine Handvoll Wasser um ihr Gesicht zumindest vom Blut sauber zu waschen. Über ihr donnern schallend die Blitze aus den Aschewolken hinweg, die das Flussbett kurz erhellen. In den sanften Wellen der Pfütze erkennt sie beim Aufleuchten der Blitze ihre Augen. Das Augenweiß ist zu einem Schwarz geworden, dass sich wie eine Flüssigkeit im Auge bewegt. Ihre Pupillen haben sich in ein Tiefes dunklesrot verfärbt, die einen leichten dunklen Violettstich haben. Elena ist wie erschlagen von dem Anblick ihrer Augen.
      »Was ist mit meinen Augen passiert? Geht das wieder weg?«, fragt Elena bestürzt. Liris freut sich darüber, sie lacht sogar.
      »Nein, aber du wirst es lieben lernen.«, verspricht Liris ihr.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Night Sky ()

    • Hey,

      nachdem der Anfang wieder ein bisschen verworren war, ist der Text nach und nach besser geworden. Ich finde, vor allem den Teil, in dem Elena aus den Scherben diese Lichtkugel formt und das Bild ihrer Schwester vor ihren Augen entsteht, hast du gut dargestellt. Der Abschnitt war gut sortiert geschrieben, wie ich finde. Es ist dieser hier:


      Night Sky schrieb:

      Die leuchtenden Scherben beginnen vor Elena auf dem Boden zu Vibrieren. Rüttelnd bewegen sie sich unkontrolliert umher, dabei zerspringen einige Scherben. Andere heben sich vom Boden in die Luft, sie bleiben auf Augenhöhe stehen. Für Elena ist das wie Magie die sie in einem Bann zieht, von dem sie sich nicht lösen kann.
      Schwebend umkreisen die Splitter Elena, um sie herum erleuchten sie, die kleine Terrasse auf der sie kniet.
      »Die Menschen nennen es Telekinese du kannst, dinge mit der Kraft deiner Gedanken bewegen.«, erklärt die Stimme. »Aber da ist noch mehr, das Licht! Das ist Spektrale Energie aus einer Zwischenwelt, nur Rezaahl kennt das Geheimnis von der Herkunft.«, geht die Stimme weiter darauf ein.
      In Elenas Erinnerungen blitzt immer wieder das Bild, der blonden jungen Frau auf, die sie in ihren Traum gesehen hat.
      »Lass dich nicht ablenken, strecke deine Hände aus und führe die Lichter zus Elena versucht sich auf die Lichter zu besinnen. Sie blendet die Bilder der jungen Frau aus. Mit ausgestreckten Händen konzentriert sich Elena auf die Lichter, die sich langsam von den Scherben und Splittern lösen. Lautlos gleiten sie funkelnd durch die Luft auf Elenas Hände zu, dort vereinen sie sich zu einer Lichtkugel aus purer Energie. Die auf ihrer Hand zu schweben beginnt. Die Kugel schlägt knallende Lichtbögen, die
      sich wie Blitze mit ihrer Handfläche verbinden. Elena lässt die gleißende Lichtkugel zwischen, ihren beiden Händen hin und her wandern. Sie schaff es sogar, sie von der einen zur anderen Hand fliegen zu lassen. So schön es auch aussieht, so ist es ihr schnell klar das von dieser Energie, eine Vernichtende kraft ausgehet.
      »Du kannst es formen, wie du willst.«, fügt die Stimme hinzu.
      Im Unterbewusstsein ist Elena noch bei der jungen Frau, die sie einfach nicht loslassen will. Instinktiv formt Elena die gleißende Kugel zu der Frau und verschafft sich ein genaueres Bild von ihr. In beiden Händen haltend, hält sie das Ebenbild der Frau vor sich. Elena geht mit dem Gesicht näher an sie heran. Im Hellenschein des Lichtes das ihr Gesicht erleuchtet, staunen Elenas Augen über diesen Zauber. Die spektrale Energie funkelt in kleinen glitzernden, Kügelchen um die Frau herum die so lebendig wirkt. Sie lächelt Elena an, ganz herzlich winkt sie Elena zu. Es entlockt Elena selbst ein Lächeln, dabei empfindet sie eine tiefe Verbundenheit zu der Frau, dessen Anblick sie so verzaubert. Die Erscheinung dieser Frau, lässt ihre Schmerzen in der Rechten Hand verschwinden.
      Kann es sein, dass du immer eine Weile brauchst, um irgendwie in einen Schreibfluss zu kommen? Mir ist das nun schon öfter aufgefallen, dass sich der Text ungefähr ab der Mitte besser lesen lässt. Vielleicht irre ich mich auch...ist so ein Gefühl.

      Ansonsten finde ich die Entwicklung deiner Geschichte ganz interessant...Jetzt hat Elena also ein Ziel vor Augen...eine Mission! Sie will ihre Schwester finden und muss zurück zu den anderen, denen sie aber eigentlich auch nicht wirklich trauen kann. Das verspricht, spannend zu werden. Dabei muss sie sich auch noch mit dieser Stimme herumschlagen, wie furchtbar! Bin schon gespannt, wie es weitergeht :)

      Viele Grüße,
      Rainbow
    • Night Sky schrieb:

      Die pulsierende Sicht wird quälender, zwischen ihren Fingern hindurch erkennt sie, wie die Glasscherben des Fensters im grellenweißen Licht aufleuchten. Wie die Leuchtstreifen zu jener Zeit in der Zelle.
      »Nun stell dich nicht so an!«, pöbelt die Stimme.
      »Was ist das mit mir?«, fragt Elena unter Schmerzen gekrümmt und kneift fest die Augen zusammen.«.
      »Das vergeht, dein Körper muss sich erst wieder daran gewöhnen.«, beschwichtigt die Stimme.
      »Was willst du von mir, woran gewöhnen?«, will Elena aufgebracht wissen.
      »Öffne die Augen, dann zeige ich es dir.«
      Zögerlich öffnet Elena ihre Augen, die blutunterlaufen sind. Ein einziger Tropfen Blut entweicht ihr aus einem Auge.
      »Jetzt lass deine Hand los, lass den Schmerz, Schmerz sein. Konzentriere dich auf die Scherben.«, weist die Stimme ungeduldig an. »Fokussiere sie!«, zwingt sie weiter.
      Die leuchtenden Scherben beginnen vor Elena auf dem Boden zu Vibrieren. Rüttelnd bewegen sie sich unkontrolliert umher, dabei zerspringen einige Scherben. Andere heben sich vom Boden in die Luft, sie bleiben auf Augenhöhe stehen. Für Elena ist das wie Magie die sie in einem Bann zieht, von dem sie sich nicht lösen kann.
      Schwebend umkreisen die Splitter Elena, um sie herum erleuchten sie, die kleine Terrasse auf der sie kniet.
      »Die Menschen nennen es Telekinese du kannst, dinge mit der Kraft deiner Gedanken bewegen.«, erklärt die Stimme. »Aber da ist noch mehr, das Licht! Das ist Spektrale Energie aus einer Zwischenwelt, nur Rezaahl kennt das Geheimnis von der Herkunft.«, geht die Stimme weiter darauf ein.
      In Elenas Erinnerungen blitzt immer wieder das Bild, der blonden jungen Frau auf, die sie in ihren Traum gesehen hat.
      »Lass dich nicht ablenken, strecke deine Hände aus und führe die Lichter zusammen.«
      Elena versucht sich auf die Lichter zu besinnen. Sie blendet die Bilder der jungen Frau aus. Mit ausgestreckten Händen konzentriert sich Elena auf die Lichter, die sich langsam von den Scherben und Splittern lösen. Lautlos gleiten sie funkelnd durch die Luft auf Elenas Hände zu, dort vereinen sie sich zu einer Lichtkugel aus purer Energie. Die auf ihrer Hand zu schweben beginnt. Die Kugel schlägt knallende Lichtbögen, die sich wie Blitze mit ihrer Handfläche verbinden. Elena lässt die gleißende Lichtkugel zwischen, ihren beiden Händen hin und her wandern. Sie schaff es sogar, sie von der einen zur anderen Hand fliegen zu lassen. So schön es auch aussieht, so ist es ihr schnell klar das von dieser Energie, eine Vernichtende kraft ausgehet.
      »Du kannst es formen, wie du willst.«, fügt die Stimme hinzu.
      Im Unterbewusstsein ist Elena noch bei der jungen Frau, die sie einfach nicht loslassen will. Instinktiv formt Elena die gleißende Kugel zu der Frau und verschafft sich ein genaueres Bild von ihr. In beiden Händen haltend, hält sie das Ebenbild der Frau vor sich. Elena geht mit dem Gesicht näher an sie heran. Im Hellenschein des Lichtes das ihr Gesicht erleuchtet, staunen Elenas Augen über diesen Zauber. Die spektrale Energie funkelt in kleinen glitzernden, Kügelchen um die Frau herum die so lebendig wirkt. Sie lächelt Elena an, ganz herzlich winkt sie Elena zu.
      Ich fand, dass besonders dieser Part die Szene sehr gut visualisiert hat. Besonders so Kleinigkeiten, dass sie die Scherben schon zwischen ihren Finger sieht oder das die Frau (Schwester)ihr zu winkt.

      Liris ist auch ein interessanter Charakter. Könnte vieleicht sogar meine lieblings Figur werden... kann man das zu einer Stimme sagen? lieblings "Figur"...?
    • Rainbow schrieb:

      Kann es sein, dass du immer eine Weile brauchst, um irgendwie in einen Schreibfluss zu kommen? Mir ist das nun schon öfter aufgefallen, dass sich der Text ungefähr ab der Mitte besser lesen lässt. Vielleicht irre ich mich auch...ist so ein Gefühl.
      Ja ich habe auch oft das Gefühl, das mir anfangs schwerfällt. Zum Ende hin, habe ich das aber auch. Ich denke da zwinge ich mich einfach zu sehr, anstatt mal eine Pause zu machen.
      Interessant aber das es auffällt.

      Rainbow schrieb:

      Das verspricht, spannend zu werden. Dabei muss sie sich auch noch mit dieser Stimme herumschlagen, wie furchtbar! Bin schon gespannt, wie es weitergeht
      Ja es wird tatsächlich sehr spannend, ich hoffe nur das ich es auch so rüber bringen kann.

      Etiam schrieb:

      Liris ist auch ein interessanter Charakter. Könnte vieleicht sogar meine lieblings Figur werden... kann man das zu einer Stimme sagen? lieblings "Figur"...?
      Ein toller Punkt den du da ansprichst, ich bin schon echt gespannt. Wann der/die erste dahinter kommt.
    • Guten Tag an alle,
      So erst einmal habe ich beschlossen, Kapitel 5 als ein kürzeres Kapitel zu machen und somit auf Kapitel 6 überzugehen.
      Es macht einfach keinen Sinn, ein langes Kapitel über eine Stimme zu schreiben, deren Charakteristik von vorneherein klar ist.
      Des Weiteren fühlte ich mich angespornt, es durchzuziehen.
      Meine persönliche Einschätzung ist, dass es mir ganz gut gelungen ist. Aber gut man kann sich auch schnell mal irren.
      Was mich besonders an dem Kapitel hier interessiert, ob der Dialog am Ende verständlich ist.



      Kapitel 6
      Erinnerungen

      Teil 1



      Ein beben lässt den Boden zu Füßen Elenas erzittern. Aus der Ferne bahnt sich das Grollen des Vulkans durch die Lüfte zu Elena hin. Ein kurzer Blick in die Richtung von wo das Grollen herkommt genügt ihr, um zu verstehen das nicht mehr viel Zeit auf Maaran bleibt. Der mächtige Vulkan speit sein Feuer in den Himmel, zusammen mit Felsbrocken und anderem Geröll. Er schleudert seine Asche bis weit hinauf in die Atmosphäre. An der Seite fließen unaufhaltsam die Lavaströme hinab, fressen sich dabei langsam durch das massive Gestein des bebenden Berges. Die hochenergetischen geladene roten Blitze, tauchen mit dem Feuer des erzürnten Berges in ein surreales wunderschönes Farbenspiel. Über Elena verdichten sich die Aschewolken noch weiter, dabei lassen sie einen Ascheregen nieder gehen, der immer stärker wird. Vereinzelt komprimieren sich die Ascheflocken in der Atmosphäre und fallen zwischen der Asche als kleinere Steine auf die Erde. Aber es ist nur einer der vielen Vulkane auf Maaran, die den Himmel verdunkeln und die Sicht auf die Sterne in dieser Nacht raubt.
      Die kleinen Steine, die vorbeifallend an der nachdenklichen Elena auf dem Boden prasseln, lösen ihre Sinne aus. Sie verraten ihr, dass es mit den Vulkanen kein Zufall ist oder nur eine Folge der Kämpfe. Viel mehr nimmt sie es als eine Erinnerung wahr.
      »Dir bleibt nicht mehr viel Zeit, Rezaahl fordert Maaran ein!«, haucht Liris stimme in Elena ehrfürchtig vor Rezaahl aus.
      Ihre Situation einschätzend senkt Elena bedenklich den Kopf, mit dem Fuß treibt sie in Gedanken eine Furche in den Boden.
      »Ich muss weiter!«
      Weiter durch das Flussbett hindurch, kämpft sich Elena die Uferböschung hoch. Oben angekommen erreicht sie die Äußerenbereiche der Innenstadt. Sie geht an zwischen zwei, in die Höhe ragende Hochhäuser vorbei. Die mit Ruß bedeckte Außenfassade ist ein stiller Zeuge eines verehrenden Brandes. Komplett ausgebrannt klaffen riesige Löcher in den Gebäuden, von denen die Bausubstanz hinunter auf die Straße bröckelt. Unsichtbar fürs Auge bewegen sich die instabilen Strukturen der Gebäude im Wind, dabei reiben sich die metallischen Pfeiler und tragende Elemente der Etagen aneinander. Das Geräusch von sich verziehenden Metall, die langsam unter dem Druck der Etagen brechen, erklingt wie eine schaurige Melodie. Mit jedem weiterem laut eines Bruches in dem Metall entsteht ein Echo der, durch die Häuserschluchten wandert.
      Es sind wie Mahnmale einer von Kämpfen zerstörten Stadt, die wie ein Tor ins innere der Stadt führen. Eine Bestie wie Varn es noch nannte.

      Unter dem Druck der immer weniger werdende Zeit, eilt Elena im schnellen Gang durch die Straßen der einst so imposanten Stadt. Rauchend verstreut liegende Trümmer, überziehen die Fahrbahnen zwischen den Gebäuden. Von der eleganten gestalteten Architektur der Gebäude, ist nicht mehr viel zu erkennen. Nun mehr sind es nur noch staubige Skelette an denen einzelne Bruchstücke vom kahlen Gerippe, beim kleinsten Beben abplatzen. Als Schotter verteilen sich die Bruchstücke auf den Gehwegen oder auf den vielen aneinandergereihten Antigra-Farzeugen, die nur noch rostige Wracks sind. Einst waren sie für viele Menschen, für viele Familien in der Stadt Velocarin das Fortbewegungsmittel. An ihnen vorbei gehend fällt es Elena immer wieder auf, dass in vielen dieser Wracks skelettierte Leichen sitzen. Besonders eindrücklich sind die kleineren Skelette auf den hinteren Sitzen. Erschaudernd, verdeutlicht es Elena das die gewallt die von Rezaahl aus geht vor nichts und niemanden halt macht.
      An einer Kreuzung wo ein Antigra-Laster in das Schaufenster eines Geschäfts gefahren ist, kommt Elena zum Stehen. Durch die Reste des verschmutzen Schaufensters pfeift aus dem dunklen Inneren der Wind, der im Durchzug das ganze Gebäude durchwandert. Papierfetzen die sich an den Scharfen enden der gebrochenen Scheibe verfangen haben, flattern dabei im Wind. Irgendwas hier treibt Elena den kalten Schweiß auf die Stirn. Weiter unsicher umherschauend, schaut sie zum gigantischen Bürokomplex auf der anderen Straßenseite hinauf. Auch da sind nahe zu alle Fenster geborsten, aus denen einzelne Feuer hinaus Flammen. Der schwarzer Rauch der Flammen steigt weiter zur oberen hälfte des Bauwerkes hoch, das eingeknickt ist. Vermutlich haben die lodernde Brandherde im inneren die einst so stabile Struktur aufgeweicht. Aus dieser schrägen Front fallen noch immer kleinere Gegenstände hinaus, begleitet von durch die Luft segelndes brennendes Papier. Schlagartig fällt ihr Augenmerk zurück auf das zerstörte Schaufenster, das zischende Geräusch des Windes verändert sich.
      Auch die kleinen Gegenstände die aus dem Bürokomplex fallen, werden immer lauter.
      Panisch dreht sich Elena umher, nicht wissend was vor sich geht. Sie reagiert immer empfindlicher auf die Lauter werdenden Geräusche, dabei gerät ihr Herz ins Stocken.
      Langsam verzerrt sich der Klang des pfeifenden Windes in Menschenschreie, die hinabfallenden Gegenstände werden zu Explosionen. Es wird immer ohrenbetäubender, die schreie immer verstörender. Verschreckt hält sich Elena die Ohren zu, aber es wird nur intensiver. Mit geöffneten Augen in der Schockstarre ändert sich das Antlitz der Stadt.

      Es wird von einer Sekunde zur anderen taghell, in den Gebäuden schlagen grade erst die Geschosse ein. Im tosenden Lärm der Explosionen fliehen Tausende angsterfüllte, schreiende Menschen durch die Stadt. Sie streifen oder rempeln Elena an, die wie in der Schockstarre sich nicht rühren kann. Ein Stück vor ihr, schlägt inmitten der fliehenden Menschenmenge eine Impulsgranate ein. Sie reißt dabei Hunderte in den Tod, den Krater den der Einschlag hinterlässt ist tief und füllt sich mit Wasser aus den Untergrundleitungen. Das viele Wasser vermischt sich mit dem Blut der zerfetzten Körper. Um dem Krater herum liegen nur noch blutige Körperteile der Menschen, von den meisten aber blieb nichts mehr übrig. Aus dem angeschmolzenen, schwelenden Gestein der aufgesprengten Straße, qualmt ein dichter Rauch. Durch den beißenden Geruch im Rauch, irren blutüberströmte Menschen umher. Elenas Wahrnehmung ändert sich darauf drastisch und sie nimmt es, wie in Zeitlupe wahr. Im Kopf hat sie ein betäubendes Piepen von der Explosion. Zugleich bekommt sie es mit der blanken Panik zutun. Immer noch die Ohrenzuhaltend geht sie keuchend und schweiß gebadet in die Hocke. Der Aufschrei der Menschen wird nochmals lauter, bis ins markerschüttert kreischen sie. Die Richtung der fliehende Masse ändert sich wieder zurück. Dadurch geraten sie in ein erdrückendes Gedränge, aus dem es kein vor und kein Zurück mehr gibt. Ein feuriger Energiestrahl, schneidet eine Schneise durch die Menschen. Viele sind vom Strahl direkt durchbohrt worden, dabei sind sie in Flammen aufgegangen. Die meisten aber wurden von dem sich bewegenden Strahl zerteilt. Menschen, die von einem direkten Treffer verschont blieben, sind dafür einen langen qualvollen Feuertod ausgesetzt. Ein zweiter feuriger Energiestrahl jagt durch die Menschen, dieser aber geht knapp an Elena vorbei. Die vernichtende, alles zerschneidende Hitze stößt mit einer Schockwelle Elena zur Seite. Keuchend und verstört rappelt sich Elena auf, zitternd stützt sie sich zwischen toten Menschen auf. Mit der Hand dabei in einer Blutlache fassend, rutscht sie ab und landet auf dem Bauchliegend zwischen den noch warmen blutverschmierten Leblosenkörpern. Sich beschwerlich daraus grabend schafft sie es wieder auf die Beine. Doch hat sich ihr rechter Fuß zwischen den vielen Toten verfangen und kann sich nicht mehr rühren. Hinter ihr spürt sie eine sich unnatürliche entwickelnde Hitze. Jemand legt seine Hand auf ihre Schultern, gleichzeitig wird sie zurückgezogen dabei dringt etwas kochend in ihren Rücken ein. Es lässt ihre Haut regelrecht schmelzen, unter unerträglichen Schmerzen bohrt es sich weiter durch ihren Körper. Elena schafft es nicht mal mehr zu schreien, ohne Luft zu bekommen greift sie an die glühende Klinge, die sie durchbohrt. Ihre Hand fängt sofort an zu brennen, der Geruch des verbrannten Fleisches steigt dabei auf. Das Blut, das aus ihrer Brust fließt, verdampft augenblicklich unter der Hitze. Elena hustet ein Schwall blut aus dem Mund, das genauso auf einem schlag verdunstet. Etwas das wie glühendes Magma aussieht tropft heiß dampfend von der Klinge ab. Auf dem Boden brennen sich die Tropfen zischend im Qualm, durch den harten Steinboden. Die Hitze die von der Klinge ausgeht verbrennt Elenas Gesicht und lässt ihre Haare in Flammen aufgehen, darauf verbrennt ihre Kleidung und setzt ihren Körper vollständig in Brand.

      Im Tode schreckt Elena wieder auf, desorientiert und unter schock, findet sie sich auf der Kreuzung wieder. Sie ist wieder Zurück unter den dunklen Aschewolken, in der zerstörten Stadt. Hektisch atmend vernimmt sie wieder das Pfeifen des Windes sowie das Aufschlagen herabfallender Gegenstände. Ihr fällt auf, dass sie die ganze Zeit über berge von Knochen hinweggelaufen ist. Sie muss es zuvor ausgeblendet haben, denn jetzt sitzt der Schreck tief.
      »Gibt zu! Du warst schon mal hier!«, keift Liris in ihr.
      Mit einer Hand hält sich Elena die Augen zu, dabei reibt sie mit dem Daumen über die Schläfe. Mit der Hand fährt sie weiter runter über ihren Mund. Entsetzt schnauft sie in die Hand, den tränen nahe schüttelt sie mit dem Kopf.
      »Ich erinnere mich nicht!«
      »Doch tust du, kommt nur darauf an was du glauben willst!«, setzt Liris nach.
      »Hey, jetzt lass sie in ruhe!«, mischt sich wie aus dem nichts, Elenas altbekannte freundlich klingende Stimme ein.
      »Oh nein! Jetzt ist die, wieder da! Die jene die nicht mal ihren Namen verraten hat!«, beschwert sich Liris.
      Versuchend die Fassung zu bewahren, atmet Elena tief durch den Mund ein und lässt sie wieder angestrengt durch die Nase ausströmen. Derweil suchen ihre Augen zuckend nach einem festen Punkt an den Ruinen, um nicht die Menschlichenübereste in der sie steht sehen zu müssen. Dabei hält sie erneut zitternd die Hand vor dem Mund und wischt sich dabei eine Träne mit dem Zeigefinger aus dem Gesicht.
      »Ich bin Scarie, es tut mir leid, das ich erst so spät meinen Namen verrate.«, entschuldigt sich Elenas liebevolle, freundliche Stimme.
      »Bitte, verschone uns mit deiner Anwesenheit, ist doch überhaupt erst alles deine Schuld!«, wirft Liris, Scarie vor.
      Beide Stimmen in Elena fangen an wild miteinander zu diskutieren, sich dabei gegenseitig die Schuld für alles mögliche zu geben. Während Elena weiter auf der Kreuzung auf den Überresten Tausender Menschen steht. Wandelt sich ihre anfängliche Schockstarre, in Resignation und Wut um.
      »Lasst mich in Ruhe! Alle beide!«, meckert Elena aufgebracht. »Ich brauch euch beide nicht!«, stellt sie deutlich mit einem tritt gegen einen verkohlten Menschlichenschädel klar.
      »Jetzt ist sie sauer!«, hält Scarie, Liris vor. Liris aber lacht nur hämisch darüber.
    • Ein cooler Teil. Ich konnte mir diese Ruinenstadt total gut vorstellen, dann noch dieser Vulkan mit dem Ascheregen...du baust eine wirklich trostlose und zugleich bedrohliche Stimmung auf. Der Rückblick oder Traum, den Elena durchlebt, indem sie die Ursache für dieses Schlachtfeld sieht, hast du ebenfalls ziemlich gut beschrieben, wie ich finde. Und der Dialog der beiden Stimmen zum Schluss in ihrem Kopf hat mir dann doch ein kleines Schmunzeln entlockt. "Jetzt ist sie sauer!" fand ich besonders komisch :rofl:

      Rechtschreibung und Satzbau sind in diesem Teil wieder besser. Dennoch sind ein paar übriggebliebene Rechtschreibfehler drin und, was mir noch aufgefallen ist, ist folgendes:


      Night Sky schrieb:

      Ihre Situation einschätzend senkt Elena bedenklich den Kopf,......An ihnen vorbei gehend fällt es Elena immer wieder auf, dass....Immer noch die Ohrenzuhaltend geht sie keuchend....Mit der Hand dabei in einer Blutlache fassend, rutscht sie ab....Versuchend die Fassung zu bewahren, atmet Elena tief durch

      Du liebst offensichtlich diese Form der Formulierung, denn du verwendest das sehr viel. Ich weiß gar nicht, ob es dafür eine gramatikalische Bezeichnung gibt...ich weiß eigentlich noch nicht mal, ob das überhaupt eine gängige Formulierung ist, weil das für meine Ohren so befremdlich und stellenweise sehr umständlich klingt. Du versuchst hier immer zwei Dinge in einem Satz miteinander zu verbinden, also Zum beispiel: Sie schätzt ihre Situation ein und sie senkt den Kopf, Elena geht an ihnen vorbei und dabei fällt ihr auf..., Elena hält die Ohren zu und geht keuchend in die Knie, Elena fasst in die Blutlache und rutscht dabei ab....

      ich glaube, ich fände es besser, wenn du es dann auch genauso schreiben würdest...(hey, nur mein Gefühl-wenn das deinem persönlichen Stil entspricht, dann habe ich nix gesagt :) ...wollte dir sagen, was mir so aufgefallen ist.)

      Night Sky schrieb:

      Mit geöffneten Augen in der Schockstarre ändert sich das Antlitz der Stadt.

      Es wird von einer Sekunde zur anderen taghell, in den Gebäuden schlagen grade erst die Geschosse ein. Im tosenden Lärm der Explosionen fliehen Tausende angsterfüllte, schreiende Menschen durch die Stadt. Sie streifen oder rempeln Elena an, die wie in der Schockstarre sich nicht rühren kann. Ein Stück vor ihr, schlägt inmitten der fliehenden Menschenmenge eine Impulsgranate e
      2 x Schockstarre. ich würde, glaube ich das erste ersetzen. Mit geöffneten Augen erstarrt sie... (zum Beispiel)

      Night Sky schrieb:

      Rauchend verstreut liegende Trümmer, überziehen die Fahrbahnen zwischen den Gebäuden. Vo
      Das "rauchend vertreut" liest sich irgendwie komisch...Vielleicht "überall vertreut liegen rauchende Trümmer,..." (?)

      So, wieder genug geklugscheißert :D ... freue mich auf die Fortsetzung.

      Viele Grüße,
      Rainbow
    • Night Sky schrieb:

      Sie geht an zwischen zwei, in die Höhe ragende Hochhäuser vorbei. Die mit Ruß bedeckte Außenfassade ist ein stiller Zeuge eines verehrenden Brandes. Komplett ausgebrannt klaffen riesige Löcher in den Gebäuden, von denen die Bausubstanz hinunter auf die Straße bröckelt. Unsichtbar fürs Auge bewegen sich die instabilen Strukturen der Gebäude im Wind, dabei reiben sich die metallischen Pfeiler und tragende Elemente der Etagen aneinander. Das Geräusch von sich verziehenden Metall, die langsam unter dem Druck der Etagen brechen, erklingt wie eine schaurige Melodie. Mit jedem weiterem laut eines Bruches in dem Metall entsteht ein Echo der, durch die Häuserschluchten wandert.
      Es sind wie Mahnmale einer von Kämpfen zerstörten Stadt, die wie ein Tor ins innere der Stadt führen. Eine Bestie wie Varn es noch nannte.

      Unter dem Druck der immer weniger werdende Zeit, eilt Elena im schnellen Gang durch die Straßen der einst so imposanten Stadt. Rauchend verstreut liegende Trümmer, überziehen die Fahrbahnen zwischen den Gebäuden. Von der eleganten gestalteten Architektur der Gebäude, ist nicht mehr viel zu erkennen. Nun mehr sind es nur noch staubige Skelette an denen einzelne Bruchstücke vom kahlen Gerippe, beim kleinsten Beben abplatzen. Als Schotter verteilen sich die Bruchstücke auf den Gehwegen oder auf den vielen aneinandergereihten Antigra-Farzeugen, die nur noch rostige Wracks sind. Einst waren sie für viele Menschen, für viele Familien in der Stadt Velocarin das Fortbewegungsmittel. An ihnen vorbei gehend fällt es Elena immer wieder auf, dass in vielen dieser Wracks skelettierte Leichen sitzen. Besonders eindrücklich sind die kleineren Skelette auf den hinteren Sitzen. Erschaudernd, verdeutlicht es Elena das die gewallt die von Rezaahl aus geht vor nichts und niemanden halt macht.
      An einer Kreuzung wo ein Antigra-Laster in das Schaufenster eines Geschäfts gefahren ist, kommt Elena zum Stehen. Durch die Reste des verschmutzen Schaufensters pfeift aus dem dunklen Inneren der Wind, der im Durchzug das ganze Gebäude durchwandert. Papierfetzen die sich an den Scharfen enden der gebrochenen Scheibe verfangen haben, flattern dabei im Wind. Irgendwas hier treibt Elena den kalten Schweiß auf die Stirn. Weiter unsicher umherschauend, schaut sie zum gigantischen Bürokomplex auf der anderen Straßenseite hinauf. Auch da sind nahe zu alle Fenster geborsten, aus denen einzelne Feuer hinaus Flammen. Der schwarzer Rauch der Flammen steigt weiter zur oberen hälfte des Bauwerkes hoch, das eingeknickt ist. Vermutlich haben die lodernde Brandherde im inneren die einst so stabile Struktur aufgeweicht. Aus dieser schrägen Front fallen noch immer kleinere Gegenstände hinaus, begleitet von durch die Luft segelndes brennendes Papier.
      Ich weiss mega großes Zitat, aber mir gefällt diese Beschreibung mega gut. Wocei ich sagen muss, ich liebe post_Apokalyptische Szenerien. Das hier ist ja noch recht frisch (es brennt hier und da und es fallen immer noch Sachen aus den Häusern) Momentan hab ich irgendwie Lust diese Szenerie zu malen. Wie sie vor dem Schaufenster steht. Wenn ich mal Zeit habe, wer weiss... Das einzige was dem Bild leider fehlen würde ist das lebendige. Auch wenn die Stadt tod scheint, fand ich den Kontrast mit dem lebenden Vulkan sehr cool. Wobei ich glaube ich mehr an den beschriebenen Geräuschen der zwei Hochhäuser hängen geblieben bin. Da ging mein Herz für zerstörung auf^^ klingt das komisch? Aber das heulen des Stahls unter der immensen Last klingt einfach irgendwie cool.

      Ich sollte aufhören vor dem schlafen gehen diese eukalyptus-Bonbons zu naschen *skeptisch die Beschreibung der Packung prüf*
    • Du warst produktiv, schön! Deine Geschichte ist sehr düster. Das machst du wirklich gut. Selbst vor Elena habe ich etwas Angst - sein Leben verteidigen ist eine Sache, aber diese Brutalität... Da ist eine große, aber finstere Macht in ihr, wie mir scheint, repräsentiert durch die Stimme. Furchtbar ist, dass sie scheinbar niemandem vertrauen kann, nicht einmal sich selbst. Hoffentlich schafft sie es aus diesem Alptraum raus, sie ist ja wirklich vom Regen in die Traufe geraten...
      Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
      -Mutter Teresa
    • So jetzt kann euch endlich antworten,
      Freut mich sehr das es euch gefallen hat.



      Rainbow schrieb:

      Und der Dialog der beiden Stimmen zum Schluss in ihrem Kopf hat mir dann doch ein kleines Schmunzeln entlockt. "Jetzt ist sie sauer!" fand ich besonders komisch
      Ja die beiden, geraten noch öfter aneinander. :D Wo du es erwähnt hast, musste ich auch etwas lachen.

      Rainbow schrieb:

      Du liebst offensichtlich diese Form der Formulierung, denn du verwendest das sehr viel. Ich weiß gar nicht, ob es dafür eine gramatikalische Bezeichnung gibt...ich weiß eigentlich noch nicht mal, ob das überhaupt eine gängige Formulierung ist, weil das für meine Ohren so befremdlich und stellenweise sehr umständlich klingt. Du versuchst hier immer zwei Dinge in einem Satz miteinander zu verbinden, also Zum beispiel: Sie schätzt ihre Situation ein und sie senkt den Kopf, Elena geht an ihnen vorbei und dabei fällt ihr auf..., Elena hält die Ohren zu und geht keuchend in die Knie, Elena fasst in die Blutlache und rutscht dabei ab....

      ich glaube, ich fände es besser, wenn du es dann auch genauso schreiben würdest...(hey, nur mein Gefühl-wenn das deinem persönlichen Stil entspricht, dann habe ich nix gesagt ...wollte dir sagen, was mir so aufgefallen ist.)
      Ähm, da weiß ich ehrlich gesagt nicht was ich dazu sagen soll. Ich versuche es eigentlich nur flüssig klingen zu lassen. Beim Vorlesen klingt das auch meist gut, aber ich weiss natürlich nicht wie das für andere klingt. Eine interessante Anmerkung ich werde mal versuchen darauf zu achten.
      Ich könnte jetzt nicht behaupten, dass es ein Stil wäre, zumal mein Kopf Stilformen gar nicht begreift. Ich habe jetzt schon oft versucht, bei anderen eine Stilform herauszulesen. Für mich ist das alles irgendwie dasselbe. Auch mit Anmerkungen dazu und Erklärungen, schaffe ich das irgendwie nicht wahrzunehmen. Also das liegt Mitsicherheit an mir und nicht bei den vielen fleißigen Autoren hier.
      Aber gut das du es erwähnt hast.

      Rainbow schrieb:

      2 x Schockstarre. ich würde, glaube ich das erste ersetzen. Mit geöffneten Augen erstarrt sie... (zum Beispiel)
      AHHHH... Danach Habe ich gesucht und nicht mehr wieder gefunden.... Ich hatte es erstmal stehen lassen, weil ich mich daran nicht aufhalten wollte.

      Etiam schrieb:

      Das einzige was dem Bild leider fehlen würde ist das lebendige. Auch wenn die Stadt tod scheint
      In Kapitel 4. Das Monster sah es noch etwas anders aus in der Stadt, aber es ändert sich was dort. Worauf ich im 2. Teil des Kapitel etwas eingehen werde.
      Du liebst Zerstörung? Gut, sind die nächsten Kapitel auf jedenfall was für dich.

      Etiam schrieb:

      Momentan hab ich irgendwie Lust diese Szenerie zu malen. Wie sie vor dem Schaufenster steht
      Ja wäre sicherlich schön ein Bild davon zusehen. Auch nur wenn du lust und vor allem grade Spaß daran hast.

      Windweber schrieb:

      Du warst produktiv, schön! Deine Geschichte ist sehr düster. Das machst du wirklich gut.

      Danke für das Lob. Freut mich auch sehr das, ich ein eindrückliches Bild vermitteln konnte.
      Ich hoffe, dass ich dran bleiben kann.
    • Hallo zusammen,
      Ich hab hier den 2. Teil des Kapitels, da ich schon viel vorgeschrieben habe wird das nächste Kapitel auch nicht lange auf sich warten lassen.
      Wie immer wünsche ich viel spaß beim Lesen.



      Erinnerungen

      Teil 2


      Während die Stimmen in Elenas Kopf weiter miteinander Streiten. Sich dabei im Flüsterton verlieren und leicht verzerren, wandern die Stimmen wie ein Pendel im Nachhall von Ohr zu Ohr. Dies steigert Elenas Stresssituation mehr, überhastet mit rasenden Herzschlag zieht sie ein Fuß nach dem anderen aus den Knochigen Hügel. Mit jedem Schritt vorwärts wühlt sie die Gebeine durcheinander die dabei klappern. Manche brechen sogar unter ihren Füßen, mit einem lauten Knack durch.
      Die Stimmen reagieren auf Elenas verursachten Geräusche, die über die Kreuzung hallen. Liris Stimme wird lauter und eindringlicher. »Stop! Leise, hör hin!«, taucht Liris Stimme wieder leise im Nachhall ab.
      »Irgendwas ist anders.«, zieht Scarie flüsternd durch Elenas Kopf.
      Aufmerksam hält Elena inne, sie schaut über die bräunlichen Knochen hinweg. Lautlos wie Schnee fällt die Asche und legt sich dabei sanft über die Gebeine. Geradezu gespenstisch gleitet die Asche hinab, überall wo die Asche herunter kommt, setzt es sich wie graues weiches Pulver ab. Langsam füllen die gräulichen Flocken die Augenhöhlen der vielen Schädel sowie die Kerben an den Knochen, die von Verletzungen stammen. Zwischen der Asche fallen immer noch die kleinen Steine vom Himmel. Beim Aufprall auf den Knochen fallen sie zusammen mit der Asche in die vielen Lücken und füllen sie allmählich aus. Dabei ticken die Steine umher, was den Eindruck vermittelt das, dass hügelige Gebilde aus Skeletten innerlich rasselt. Das ist das einzige Geräusch was Elena zusammen mit den herabfallenden Gegenständen aus dem Bürokomplex noch hören kann.
      Die anfänglichen schießerein die Elena noch aus dem kleinen Haus sehen und hören konnte, sind alle verstummt.
      »Es ist etwas passiert.«, wispert die Stimme von Scarie in Elenas Gedanken umher.

      Elena kann spüren das etwas in der Nähe ist. Durch eine kleine Nebenstraße zu Elenas Rücken hinter der Kreuzung, flackert ein Lichtschein auf. Es breitet sich langsam und unheimlich auf der großen Straße aus, die zur Kreuzung führt. Eine sehr große Kreatur wirft einen langen Schatten auf die Straße, dabei stampft es in der Asche auf die Hauptstraße zu. Noch unentdeckt wühlt sich Elena mit den Füßen, gehetzt von der Kreatur hastig aus den Knochen. Sie ist sehr laut dabei und unvorsichtig. Das Klappern der vielen skelettierten Körperteile hallt dabei über die Kreuzung. Davon aufmerksam geworden gibt die Kreatur ein röhrendes Knurren von sich. Liris Stimme zuckt wie aus dem nichts in Elenas Gedanken auf.
      »Das ist er, ein Kriegsherr Rezaahls. Er hat ihn nach dir geschickt!«
      Raus gekämpft aus den Gerippen, schafft Elena es wieder auf die Straße. Mit der Kreatur im Rücken rennt sie weiter die Fahrbahn entlang.
      Ihr fällt aber auf, dass sie spuren in der weichen Asche hinterlässt. Sie bleibt kurz stehen und überlegt sich eilig, wie sie jetzt davon kommen kann.
      »Versteck dich! Versteck dich«, schreien die Stimmen im hellen aufgebrachten Klang in Elena abwechselnd.

      Eine zusammengefallende Ruine neben ihr, sticht ihr ins Auge. Ohne weitere Gedanken zu verschwenden, springt sie mit einem gewaltigen Satz im hohen Bogen von der Mitte der Straße in die Ruine. Dort gelandet verliert sie sofort den halt unter ihren Füßen und fällt rückwärts in das Geröll.
      Während die Kreatur beim Vorwärtsgehen durch das hügelige Gerippe, die Knochen unter seinen Füßen zerschmettert und sich der Ruine nährt. Schafft es Elena zur selben Zeit sich auf den Bauch umzudrehen, sie kriecht dabei auf zwei große lose Gesteinstrümmer zu. Sie macht sich dabei so klein wie möglich, dabei scharrt sie die kleineren Trümmer mit ihren Händen beiseite. Im Hintergrund wird das Stampfen und Knurren der Kreatur lauter. Grade rechtzeitig schafft Elena es, die großen Gesteinstrümmer zu erreichen. Sie kann dort dazwischen hinein krabbeln und zwängt sich tief in die Spalte.
      Inzwischen stampft die Kreatur mit gedämpften schweren Schritten, auf der Asche bedeckten Straße an Elena heran. Das tiefe Grummeln der Kreatur verdeutlicht Elena, dass es den Spuren gefolgt ist, die sie hinterlassen hat. Sie kann hören, wie es sich in der Asche umher bewegt, offenbar schaut es sich um wo sie sich versteckt haben könnte. Sie drängt sich weiter in die Lücke hinein, dabei bröckeln kleinere Bruchstücke des Trümmerteils ab. Ein größeres Fragment fällt auf ihre Schulter und prallt von dort ab, auf dem Boden gelandet rollt es in unüberhörbaren klängen aus der Spalte. Elena vernimmt, wie die Kreatur aufgeschreckt knurrt, zielgerichtet steuert er seine Schritte auf sie zu. Ein markantes ertönendes fiepen, zieht in Elena alles zusammen. Das Geräusch wird immer schriller, bis es mit einem Knall im monotonen Surren endet. Das verdrängte Geräusch lässt sie angstverzerrt erstarren. Panisch fängt sie an nach Luft zu schnappen, sie versucht immer tiefer in den engen Zwischenraum der Gesteinstrümmer zu rutschen.
      Die anrückende Kreatur manifestiert sich in Elenas Gedanken als der Einäugige, darauf ändert sich ihre Wahrnehmung in der engen Lücke der Gesteinstrümmer zunehmend. Ein gerieselter Schatten breitet sich um sie herum aus, die aufkommende Dunkelheit taucht Elena zurück in die beklemmende Zelle. »Sie hat Angst.«, flüstert Scarie in Elena vor Sorge, von einem Ohr zu dem anderen. Zugleich wird die Stimme von Liris immer lauter. »Tu was! Ich will hier nicht sterben!«, fordert sie im widerhallenden Klang.
      Mit ihren unkontrollierten zittern im ganzen Körper, hält Elena die Hände vor ihr Gesicht. Dabei schwingt der surrende Ton durch die Luft, doch die Kreatur wird durch ein immer lauter werdendes brummen eines Antigra-Fahrzeuges abgelenkt. Gleichzeitig fallen laute Schüsse, die durch die Straßen flirren. Eilig mit schweren Schritten rennt die aufgebrachte Kreatur dem Fahrzeug hinterher. So schnell wie das Fahrzeug gekommen ist, wird das Brummen des Antriebes wieder leiser. Noch nicht wieder ganz bei sich und ungläubig hört sie das erzürnte Brüllen der Kreatur, wie es dem Fahrzeug weiter folgt.
      Ein altes, fast vergessenes Verlangen steigt in Elena auf. Sie zieht ihr Hosenbein hoch und versucht mit ihren Fingern in den Schuh zu rutschen, da dieser aber eng an ihrem Fußgelenk sitzt, hat sie große Mühe dabei. Im Wahn will sie den Schuh hektisch öffnen.
      Unvorbereitet erhellt sich das kleine Versteck, eine Hand umgeben von einer hell leuchtenden weißen Aura, streckt sich hinein. Dem folgt ein, einblickendes Gesicht mit sanften Zügen. Die strahlenden blauen Augen der blonden Frau funkeln Elena anmutig an, mit einem gefühlvollen Lächeln bietet sie ihre Hilfe an.
      »Komm heraus, du musst keine Angst haben.«, sagt sie sanftmütig.
      Dabei staunen die Stimmen in Elena ehrfürchtig auf. »Ist sie das? Das ist sie doch oder?«, kreisen die Stimmen in Elena wispernd umher.
      Elena die von der magisch Wirkende gestallt vereinnahmt ist, realisiert das es ihre Schwester ist. Sie zögert nicht nach der warmen Hand zu greifen, um sich raus helfenzulassen. Wieder draußen unter den dunklen Wolken, zwischen den grauen Ruinen steht Elena im Ascheregen ihrer Schwester gegenüber. Der ganze Körper ihrer Schwester ist in der hellen weißen Aura gehüllt, dabei flimmern bläuliche Lichtperlen um sie herum.
      Sie ist in ein anschmiegsames langes Kleid gewandet. Das weiß strahlende Gewand mit dem langen Rock bewegt sich leicht gewellt im lauen Wind.
      Noch immer Elenas Hand haltend wippt ihre Schwester mit den nackten Füßen fröhlich, aufgeregt auf und ab. Elena kann die tiefe Verbundenheit zu ihrer Schwester fühlen, zugleich weckt es in Elena das Vertrauen zu ihr. Sie spürt, wie sie sich bei ihrer Schwester fallen lassen kann. Im Gefühlschaos verloren kämpft Elena mit den Tränen, es gibt so viel was sie von ihrer Schwester erfahren möchte. So viel möchte sie ihrer Schwester erzählen, doch weiß sie nicht wie sie anfangen soll. Zum ersten Mal, seit dem sie in der Zelle zu sich kam, laufen Elena haltlos die Tränen über ihre Wangen. Mit tiefen Schmerzen in ihrer Seele, zittern ihre Lippen, aufgelöst lässt sie die Luft zwischen ihnen ausströmen.
      »Was ist mit uns passiert? Warum erinnere ich mich an nichts?«, Elena schaut dabei mit ihren weinenden Augen, beschämt an ihrer Schwester vorbei. Ihr Blick verfängt sich dabei auf den Boden.
      Ihre Schwester kommt Elena rücksichtsvoll nahe, still legt sie ihre Hand auf Elenas Wange und richtet ihren Blick wieder zu sich. Auch der Ausdruck in Elenas Schwester verwandelt sich in ein trauriges lächeln. Zugleich lässt sie von Elenas Wange ab und greift nach ihrer anderen Hand. Sie führt Elenas Hände zusammen, dabei umschließt sie die kalten Hände Elenas mit ihren. Mit den zusammengehaltenen Händen stehen sie eng aneinander. Zögerlich in bitteren Tränen verfallen, berührt Elena mit ihrer Stirn, die Stirn ihrer Schwester. Elena schluckt schwer in ihrer Trauer, gleichzeitig erinnert sie sich mit der Berührung ihrer Schwester an ihrem Namen.
      »Christien.«, lächelt Elena angestrengt mit geschlossenen Augen. Dabei laufen ihre warmen Tränen über ihre Lippen und tropfen, auf die Hände der beiden.
      »Christien, ich brauche deine Hilfe. Ich weiß nicht mehr was real ist und was nicht.«, weiter gesteht sie. »Zwischendurch habe ich das Gefühl eine andere Welt zu betreten, es verzerrt sich alles und vermischt sich.«
      Besorgt geht Christien mit dem Kopf zurück, sie schaut Elena tief in ihre veränderten Augen. »Ich weiß, der Kampf den du mit dir selbst austrägst hat seine Spuren hinterlassen.«, dabei löst sie eine Hand von Elena. Mit ihrer freien Hand streicht sie Elena behutsam durch ihr schwarzes Haar. »Du warst mal Blond, so wie ich.«, haucht Christien traurig aus. Sie führt ihre Hand zur Wange hin, mit dem Daumen streicht sie eine Träne von Elenas Wange. »Deine Augen ... sie so zu sehen tut mir weh.«, bedrückt es Christien sehr.
      »Es tut mir leid, mir ist so als würde ich mich stückchenweise verlieren.«, Elena legt ihren Kopf dabei in die Hand von Christien ab und lässt sich von ihr stützen.
      »Was tut dir leid?«, möchte Christien gerne Wissen. Hoffnungsvoll presst sie ihre Lippen zusammen, sie wippt wieder aufgeregt auf und ab, mit erwartungsvollen großen Augen schaut sie Elena an.
      Elena aber lässt von ihrer Schwester ab, sie geht einen Schritt rückwärts und dreht sich mit dem Rücken zu ihrer Schwester. Fest kneift Elena die Augen zu, versucht dabei ihre Tränen zu stoppen. In ihrer Erinnerung blitzen schreckliche Bilder auf, die sofort wieder in ein tiefes Loch verschwinden. Vor Anspannung ballt sie ihre Hände zu Fäusten. »Ich will das nicht wissen!«, faucht Elena unter tränen aus.
      »Du kannst vor deinen Erinnerungen nicht davon laufen, schon gar nicht wenn du dir selbst verzeihen willst.«, führt Christien in achtsamen Worten aus.
      Elena schluckt darauf schwer, sogleich dreht sie sich mit ihrem trauer verzerrten Blick, wortlos wieder zu ihrer Schwester.
      »Die Möglichkeit dir selbst verzeihen zu können, begleitet dich auf deinen Weg zu deinen Erinnerungen.«, setzt Christien an, weiter geht sie auf Elena zu. »Du wolltest Loren wieder finden, das ist gut. Sie kann dir Helfen.«, sie drückt Elena fest an sich und nimmt sie tröstend in den Arm.
      »Und wie kann ich dich finden?«, fragt Elena und lässt sich in Christiens Arme fallen. Dabei umarmt sie ihre Schwester, unwillig sie jemals wieder loszulassen.
      Ein plötzlich aufkommendes Erdbeben unterbricht die beiden, in der ferne hallt eine weitere mächtige Eruption des Vulkans. Überall um sie herum, bricht das Gestein der Trümmer, an den Ruinenwänden platzen Risse auf. Die erde unter den Füßen der Geschwister erzittert haltlos, sodass Elena den halt verliert und aus den Armen von Christien fällt. Mit ihrer Hand versucht sie noch sich an Christien festzuhalten, aber gleitet mit der Hand durch die verschwimmende Erscheinung ihrer Schwester.
      »Wir werden uns wiedersehen, ich weiß das du mich finden wirst.«, verspricht Christien gefühlvoll, dabei schaut sie Elena bedachtsam an.
      Vom bebenden Boden aus muss Elena zusehen wie die anmutige gestallt ihrer Schwester, sich in der weißen hellen Aura auflöst. Zusammen mit den bläulich schimmernden Lichtperlen glimmen die letzten Partikelchen ihrer Aura noch mal auf. Bevor sie hinaufsteigen und in der Luft langsam ausleuchten. »Nein bitte bleib hier, ich brauche dich!«, fleht Elena im tief sitzenden Kummer.
      So plötzlich wie das Beben kam, beruhigt sich der Erdboden wieder, davon unbeeindruckt und von ihren Gefühlen überwältigt schaut Elena den letzten Lichtern hinterher. Während der Horizont vom feuerspeienden Vulkan zu brennen scheint, stützt sich Elena vom Boden auf und geht zwei schnelle Schritte, in die Richtung wo Christien zuletzt war. Den Kopf in den Nacken gelegt, noch mit Tränen in den Augen richtet sie einen starren nachdenklichen Blick in den Himmel.
      »Wie hat Elena das gemacht?«, horcht Liris auf. »Spektrale Energie?«, flüstert Scarie, Liris zu.
      »Du musst anfangen dich zu beherrschen.«, mahnt Liris im verzerrten hellen Ton an. »Fordere sie nicht so, wir müssen das vorsichtig machen.«, mischt Scarie dazwischen.

      »Psst. Leise, ich muss nachdenken.«, schüttelt Elena mit dem Kopf und wischt sich mit der Handfläche ihre Tränen aus dem Gesicht. Im Versuch sich zusammenzureißen schaut Elena durch das herabrieseln der Ascheflocken hindurch, auf die im grau versunkene Trümmerlandschaft. In Elena kommt eine verzweifelte Entschlossenheit hoch, wenn sie ihre Schwester finden will und für sich antworten bekommen will, muss sie sich ihren Ängsten stellen. Wehmütig atmet Elena aus, sie macht jetzt den ersten endgültigen Schritt vorwärts in Richtung ihrer Wahrheit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Night Sky ()

    • Ich bin mal gespannt warum Liris und Scarie so ehrfürchtig sind

      Night Sky schrieb:

      Dabei staunen die Stimmen in Elena ehrfürchtig auf. »Ist sie das? Das ist sie doch oder?«, kreisen die Stimmen in Elena wispernd umher.
      Auch interessant ist, dass sie während dem zusammentreffen der Schwestern nicht einmal was gesagt haben, während sie sich doch sonst immer einmischen. Die Stimmen wirkten in diesem Part auch nicht so gegensätzlich wie sonst. Allerdings wird in diesem Part auch nicht wirklich auf die beiden eingegangen. Aber aufgefallen ist mir das auch wieder als Christien auftauchte. Da waren nämlich beide sogar recht ähnlich.
    • Hey,

      ein toller Teil. Da war alles drin: Action, große Emotionen und etwas Geheimnisvolles, das wieder neue Fragen aufwirft.

      Elena muss ja wirklich was ganz schön Schlimmes passiert sein :hmm: ... Bin schon gespannt, was sich hinter dem allen verbirgt.
      Hier nur ein paar Anmerkungen:

      Spoiler anzeigen

      Night Sky schrieb:

      sie kriecht dabei auf zwei große lose Gesteinstrümmer zu. Sie macht sich dabei so klein wie möglich, dabei scharrt sie die kleineren Trümmer mit ihren Händen beiseite. Im Hintergrund wird das Stampfen und Knurren der Kreatur lauter. Grade rechtzeitig schafft Elena es, die großen Gesteinstrümmer zu erreichen. Sie kann dort dazwischen hinein krabbeln und zwängt sich tief in die Spalte.
      Inzwischen stampft die Kreatur mit gedämpften schweren Schritten, auf der Asche bedeckten Straße an Elena heran. Das tiefe Grummeln der Kreatur verdeutlicht Elena, dass es den Spuren gefolgt ist, die sie hinterlassen hat. Sie kann hören, wie es sich in der Asche umher bewegt, offenbar schaut es sich um wo sie sich versteckt haben könnte. Sie drängt sich weiter in die Lücke hinein, dabei bröckeln kleinere Bruchstücke des Trümmerteils ab. Ein größeres Fragment fällt auf ihre Schulter und prallt von dort ab, auf dem Boden gelandet rollt es in unüberhörbaren klängen aus der Spalte. Elena vernimmt, wie die Kreatur aufgeschreckt knurrt, zielgerichtet steuert er seine Schritte auf sie zu. Ein markantes ertönendes fiepen, zieht in Elena alles zusammen. Das Geräusch wird immer schriller,bis es mit einem Knall im monotonen Surren endet. Das verdrängte Geräusch lässt sie angstverzerrt erstarren. Panisch fängt sie an nach Luft zu schnappen, sie versucht immer tiefer in den engen Zwischenraum der Gesteinstrümmer zu rutschen.
      Die anrückende Kreatur manifestiert sich in Elenas Gedanken als der Einäugige, darauf ändert sich ihre Wahrnehmung in der engen Lücke der Gesteinstrümmer zunehmend. Ein
      Ich würde mir ein Synonym für "Gesteinstrümmer" einfallen lassen...Vielleicht Geröllberg...oder sowas (?) Das Gleiche gilt für das wunderschöne Wort "Kreatur"...vielleicht "grausames Wesen" oder "das übergroße Monster" ...

      Night Sky schrieb:

      Sie führt Elenas Hände zusammen, dabei umschließt sie die kalten Hände Elenas mit ihren. Mit den zusammengehaltenen Händen stehen sie eng aneinander. Zögerlich in bitteren Tränen verfallen, berührt Elena mit ihrer Stirn, die Stirn ihrer Schwest
      hier noch ein Beispiel einer solchen Wortwiederholung...Das zweite Hände könntest du vielleicht weg lassen und einfach schreiben "...Sie führt Elenas kalte Hände zusammen, umschließt sie mit den ihren,..." (0der so)

      Night Sky schrieb:

      Die anrückende Kreatur manifestiert sich in Elenas Gedanken als der Einäugige, ..... darauf ändert sich ihre Wahrnehmung in der engen Lücke der Gesteinstrümmer zunehmend.
      ich glaube, hier fehlt irgendwas in der Mitte des Satzes (?)...als der Einäugige was???



      LG,
      Rainbow
    • Hey freut mich das es euch gefallen hat,




      Etiam schrieb:

      Auch interessant ist, dass sie während dem zusammentreffen der Schwestern nicht einmal was gesagt haben, während sie sich doch sonst immer einmischen. Die Stimmen wirkten in diesem Part auch nicht so gegensätzlich wie sonst. Allerdings wird in diesem Part auch nicht wirklich auf die beiden eingegangen. Aber aufgefallen ist mir das auch wieder als Christien auftauchte. Da waren nämlich beide sogar recht ähnlich.

      Freut mich das es dir aufgefallen ist,
      Die Fragen um die Stimmen ist etwas, was erst gegen Ende der Geschichte aufgelöst wird, es muss halt richtig erklärt werden.
      Für Menschen, die um 1000 ecken denken können habe ich eine Antwort dazu geschrieben, warum die Stimmen nicht so reagiert haben.
      Aber auch jenen die das verstehen, wird sich nicht komplett alles erschließen.



      Ich glaube das nächste Kapitel, wird dir besonders gut gefallen. (Hab ich so im Gefühl.)
      Danke für das Aufzeigen der Wiederholungen, das notiere ich mich gleich für die Endfassung. Ich hatte bei dem Part auch echt damit zu kämpfen, das muss ich zugeben. Besonders mit dem Wort »Spalte« Da musste ich echt darauf aufpassen keinen Mist zu schreiben. Genauso wie mit den Händen ... da habe ich mir aber auch was augesucht. :D

      Rainbow schrieb:

      ich glaube, hier fehlt irgendwas in der Mitte des Satzes (?)...als der Einäugige was???

      Also tatsächlich fehlt da für mich nichts. Da ich davon ausgegangen bin, was mit dem Einäugigen gemeint ist und wie Elena noch zuder Zeit in der Zelle auf die Peitsche reagierte.
      Aber vielleicht habe ich da auch storytechnisch einen Fehler gemacht, das man ihn vergessen hat? Ich weiß nicht, so recht grade, vielleicht kannst mir es genauer erklären was da fehlen würde?
    • Night Sky schrieb:

      Also tatsächlich fehlt da für mich nichts. Da ich davon ausgegangen bin, was mit dem Einäugigen gemeint ist und wie Elena noch zuder Zeit in der Zelle auf die Peitsche reagierte.
      Okay, mein Fehler! Habe mir den Satz noch mal angesehen und jetzt ist alles klar. Zumindest verstehe ich jetzt, was du damit sagen wolltest. Dass nämlich die Kreatur sich quasi verwandelt und zu dem Einäugigen wird...ABER: würde man dann nicht sagen "Die anrückende Kreatur manifestiert sich in Elenas Gedanken zu dem Einäugigen,..." :hmm: Klingt auch komisch, oder?
      Jetzt bin verwirrt. Außerdem bin ich eindeutig zu müde, um der Frage jetzt weiter nachzugehen...Ich schlafe noch mal drüber :)
    • Neu

      So Kapitel 7 ist da, es fällt dieses mal länger aus, ich wollte es nicht in 2 teilen da es sinniger ist, es an einem Stück zu lesen.


      Kapitel 7
      Zweifelhafte Wünsche


      Sich dazu fest entschieden, setzt sie ihre Suche nach dem Raumhafen fort. Dieses mal bleibt sie aber zwischen den Ruinen, um möglichst unentdeckt zu bleiben. Der direkte Weg durch die Ruinen ist beschwerlicher und langsamer. Sie muss durch zerklüftete Krater, besonders bange wird ihr wenn sie ihren Weg durch dunkle zerstörte Häuser sucht. In den Häusern wo einst Familien lebten, bröckelt jetzt nach und nach die Decke ab. Unter der last der vielen Asche ächzen die Dächer, selbst der dreckige Fußboden knarzt hohl bei jedem Schritt. Was von den Plünderungen in den Häusern verschont blieb, ist jetzt mit einer dicken Staubschicht bedeckt. Oft muss Elena die Reste der Fensterscheiben vorsichtig einschlagen oder zumindest die Splitter bei Seite schieben, wenn sie das Haus durch ein Fenster verlassen muss. Es ist keine Option für sie durch die Haustür zu gehen, da sie meist direkt auf die Straße führt. Ihre Suche führt sie durch einen verrotteten Garten, der durch eine Mauer eingegrenzt ist. Nur noch staubige, vertrocknete Sträucher auf einem grauen verdorrten Boden gestallten diesen trostlosen Garten. Dazwischen liegt noch das zurückgelassene Spielzeug von Kindern, dabei steigt ihr ein beißender Geruch in die Nase. Mit den Augen sucht sie nach der Quelle des Geruches und ihr Augenmerk fällt auf ein, in die Höhe ragender Pfahl, der oben mit einem Balken gekreuzt ist. An dem Querbalken der leicht nach rechts runter geneigt ist, hängen im Wind rasselnde Ketten runter, diese wurden mit skelettierten Körperteilen von Menschen geschmückt. Aus der qualmenden Grube davor in der noch ein Feuer schwelt, dringt ein widerwärtiger Geruch bei dem sich Elenas Magen umdreht. Obwohl sie es ahnt geht sie zur Grube vor, um ein Blick hineinzuwerfen. In dem Loch glühen noch immer die Überreste verbrannter Menschen, angewidert davon dreht Elena mit geschlossenen Augen den Kopf weg.
      »Rezaahls Anhänger errichten Götzen.«, klärt Scarie leise Elena auf. »Er hält sich für einen Gott!«, erwidert Liris argwöhnisch. Beide Stimmen in Elena drehen sich hallend in ihren Gedanken umher, dabei wechseln sie die Lautstärke bis Elena davon ein schmerzliches ziehen im Kopf bekommt. »Er hat die Macht, leben wiederauferstehen zu lassen. Oder Elena?«, will sich Liris weiter durchsetzten. Paralysiert von den Stimmen, gebietet Elena ihnen einhalt.
      »Hört auf! Verschwindet endlich!«, Elena schaut durch den Garten, um eine Ablenkung von den Stimmen zu finden, dabei nimmt Ihr Gehör das Brüllen der Kreatur aus der Ferne wahr. »Sie ist wohl doch nicht unentdeckt geblieben. Es folgt ihr wieder.«, drängt sich Liris zurück. Ein Bruch in der Mauer lenkt Elena von Liris ab. Die Bruchstelle ist nicht sehr breit, aber mit ihrer zierlichen Erscheinung schafft sie es sich da durchzuzwängen.
      Ratlos stellt sie fest das sie, offen auf der Straße steht. Im schnellen Gang rennt sie eilig über die Fahrbahn und bleibt nah an der Häuserwand auf dem Gehweg. Da sie keinen geeigneten Weg in die Häuserruine findet, geht sie weiter. Eine auffällige breite Straße, lässt Elena überrascht stoppen. Die Straße die sich als einen großen Platz herausstellt, führt weiter durch einen Torbogen zu einem Arazai Tempel. Davon beeindruck riskiert Elena, sich etwas genauer umzuschauen. Durch den Torbogen hindurch führt eine breit angelegte Treppe hinauf zum Gebäude, an dessen Seiten und der Mitte große Statuen von Frauen sind. Diese Architektur unterscheidet sich sehr von den üblichen Bauweisen auf Maaran und Aurelia. Nahtlose aneinander gefügte große Steinquader in dessen Fugen kein Blatt mehr passt, bilden ein überwältigendes Bauwerk. Das Vordach des Gebäudes ist rundherum mit massiven Säulen gestützt, zu fuße der Säulen führt eine schmale Terrasse um den Tempel. Das ganze Gebäude ist nahezu unbeschädigt, nur die Fensterscheiben sind geborsten. An den Resten der Scheiben ist noch die reich verzierte und bunte Musterung der Fenster zu erkennen. An den Kanten des spitz zulaufenden flachen Daches reihen sich Statuen von Frauen aneinander, manche von ihnen sind in einem lockeren Gewand gekleidet und halten Bücher. Die anderen sind in der Rüstung ihrer Kriegerinnen gekleidet und tragen einen auffälligen Speer in der Hand, während an dem anderen Arm ihr Schild abgebildet ist. Ein Schild wie Elena ihn von Loren bekommen hat.
      Elenas Neugierde ist groß, vielleicht kann sie hier was über die Beweggründe von Loren erfahren oder zumindest ein Hinweis, wo sich der Raumhafen befinden könnte. Unter dem tosenden Donner aus den Aschewolken, der von dem Grollen des Vulkans begleitet wird, steigt Elena die Stufen des breiten Treppenaufganges hinauf, die von den drei imposanten Statuen gesäumt ist. Die Blicke der Statuen richten sich allesamt auf die Treppe, als solle man wissen das, dass hinaufsteigen zur Tür über die Treppe seinen Respekt vor den Arazai fordert. Die Statuen selbst sind nicht nur von imposanter Natur, sie gewähren einen Einblick in den Orden. Am auffälligsten für Elena ist die Kriegerinn in der Mitte, sie steht unerschütterlich mit ihrem Speer und Schild wache. Die charakteristische Waffe, hat eine lange geschwungene Klinge, doch auf dem Kopfende auf dem Stab, sitzt ein eingefasster spitzer Kristall. Die Art der Fassung erinnert Elena stark daran, wie der grüne Stein auf ihrem Armreif eingefasst ist. Sie ist sich sicher das dieser Speer mehr kann, als nur zustechen. Von der Mitte, ab den markanten Griff ist der Stab bis zum Knauf leicht gebogen. Auf der glatten Oberfläche des Natursteins ist ihre Rüstung, wie Loren sie trägt gut zu erkennen. Aber diese hier hat eine gegliederte Schulterpanzerung, an der ein Umhang gebunden ist. Dazu trägt sie einen Helm, auf der eine Bürste mit feinen Fasern sitzt, nach hinten fällt die Bürste in einem langen Schweif ab. Ihre abgebildeten schulterlangen Haare kommen unter dem Helm hervor, dabei wehen sie angedeutet im Wind. Weiter hinaufsteigend kommt Elena an dem Bildnis einer Frau vorbei, die offenbar dem Wissen zugeneigt ist. Sie hält in den Armen fest umschlossen ein Buch das sie zu schützen weis, sie ist zwar mit eine Art Tunika angezogen, doch trägt sie in einem Oberschenkelholster eine Pistole. Gegenüber von ihr auf der anderen Seite der Treppe beugt sich eine Frau vor, die in ihrer Robe spirituelle Wege zu gehen scheint. Mit einem ausgestreckten Arm bietet sie hilfsbereit ihre Hand an. Sie zeichnet sich besonders durch ihre fürsorgliche Mimik aus. Oben auf der schmalen Terrasse angekommen, steht sie vor einer massiven Doppeltür aus Holz. In ihr sind verschnörkelte Muster eingearbeitet, die mit einer goldenen Farbe hervorgehoben werden. Zwischen den Mustern tauchen immer wieder Runen artige Symbole auf, die Elena nicht deuten kann. Sie streckt ihre Arme aus und stemmt sich mit ihren Händen gegen die Tür, sie drück die Tür auf dabei knackt es an den Scharnieren, da diese Tür schon lange nicht mehr bewegt worden ist. Beim öffnen weht ein Ascheflug herein dabei breitet sich vor ihr, im inneren eine völlige Dunkelheit aus. Für einen Wimpernschlag erhellen donnernde Blitze von außen das innere des Gebäudes, während sie vorsichtig eintritt, dabei hallen ihre Schritte auf den Steinboden durch den Raum.
      Elena will sich von der Dunkelheit nicht beirren lassen, sie will das Gelernte von den Stimmen für sich nutzen und öffnet dazu ihrer Hand.
      Sie atmen tief ein und langsam durch die Nase wieder aus, dabei konzentriert sie sich auf die Energie die sie fühlen kann und sie umgibt.
      Vereinzelt blitzen kleine Lichtfragmente in dem Raum auf, während diese anfangen hellweiß zu glimmen, entstehen neue. Alle zusammen gleiten in der Dunkelheit, wie leuchtende Splitter auf Elenas geöffnete Hand zu. Auf der Hand schwebend fangen sie an sich um einander in einem Wirbel aus funkelnden kristallen zu drehen, immer schneller bis sie sich zu einer festen hell erstrahlende Kugel formen. Die spektrale Lichtkugel, die auf Elenas Hand schwebt knistert vor Energie, dabei beleuchtet sie den Bereich um Elena im weißstrahlenden Licht. Doch Elena geht noch etwas weiter, sie erinnert sich über Liris aussage über Telekinese. Abermals setzt Elena alle Gedanken auf die Lichtkugel und lässt diese aufsteigen, sie fängt an um Elena herumzuschwirren. Mit der Lichtkugel, die wie ein Stern ihre bahnen um Elena zieht, sieht Elena genug um weiter gehen zu können. Aus dem großen dunklen Raum zeichnen sich langsam im Lichtschein weitere Säulen ab. Beleuchtet von der Lichtquelle um Elena erkennt sie das, die Säulen einen Gang durch die Mitte des Raumes bilden. Diese Säulen tragen wie an der Tür Inschriften aus Runen, auch sind dort Bildnisse von Frauen der Arazai kunstvoll eingearbeitet. In der Mitte der Halle kommt sie an einem, kreisrunden abgegrenzten Bereich an. Hinter dieser Absperrung aus einem blauen geflochtenen Seil, ist die Statue einer jungen Frau zu sehen. Sie steht auf einem breiten Podest, in ihrem abgebildeten prachtvollen Kleid blickt sie mit gefalteten Händen andächtig auf Elena hinab. Vor der Absperrung ist auf einem steinernen Pult eine Steintafel, die Elena sich gerne genauer anschauen möchte. Die Steintafel enthält eine kurze Inschrift die Elena lesen kann, zaghaft und unsicher beim Lesen hallen Elenas Worte durch die Halle. »Reigina Elvaroum, erste Kaiserin.«, von der Künstlerischen Fähigkeiten der Arazai beeindruckt tritt Elena zwei Schritte zurück, sogleich fällt ihr von der Seite noch etwas auf. Zwischen den Säulen hindurch zur Wand hin, entdeckt Elena ein unregelmäßiges Muster an der Wand. Neugierig darauf zu gehend, entpuppt sich das unregelmäßige Muster, als ein fein detailliertes Wandrelief. Mit der Lichtkugel leuchtet sie dieses Bild aus, um einen genauen Blick darauf zu werfen. Im Spiel aus Licht und Schatten zeigen sich wieder drei Frauen, jedoch sind diese spärlich bekleidet. Eine die nach links gerichtet ist, streckt ihre Hand aus als wolle sie was stoppen. Eine andere ist zu ihren Füßen am Boden und hält einen Mann in ihrem Armen, der offensichtlich dem Tode nahe ist. Eine dritte Frau die, nach rechts schaut deutet selbstbewusst auf eine Schriftrolle, die sie in ihrer Hand trägt. Dem Wandrelief weiter folgend offenbart sich Elena, das diese Frauen von waffenstarrenden Männern umringt sind. Sie machen aber nicht den Eindruck als wollen sie, diesen Frauen ein Leid zufügen, da viele von ihnen Verletzungen aufzeigen und manche von ihnen sogar erschüttert weinen. Weiter betrachtend erklärt sich Elana langsam dieses Bild. Diese Frauen gebieten den Männern einhalt, dazu ist über dem Relief eine Textstelle aus Runen. Doch unter dem Relief scheint eine Übersetzung davon zu sein. Langsam folgt sie mit zwei Fingern den Text, etwas stotternd liest Elena es leise vor.
      »Im Leid und Verlust, gebieten wir dem entfesselten Hund des Krieges einhalt. Brüder sollt ihr sein, wachset aus dem verbrannten Boden zu einer Familie Aurelias heran.«
      Elena ist so berührt von diesem Bildnis, das sie einen Schritt zurückgeht. Im Schein der Lichtkugel hält Elena kurz inne, sie wagt es das Licht noch heller erstrahlen zu lassen um das ganze Bild an der Wand zu beleuchten. Jetzt wo alles deutlich zu sehen ist, muss Elena an Loren denken. Ihr wird klar das Loren sie verschonte, weil sie an das Leben glaubt. Sie hat Elena eine Chance geboten.
      »Sollte ich ihr dann nicht auch eine Chance bieten?«, denkt Elena noch mal über die Worte ihrer Schwester nach. Nachdenklich dämmt Elena wieder das Licht, fragend haucht Elena dabei aus. Sie geht weiter an der Wand entlang, während ihre Schritte den großen offenen Raum beschallen, erreicht sie ein Durchgang der in ein kleines Zimmer führt. Das Licht was von der Kugel ausgeht, beleuchtet das Zimmer vollständig. In der hinteren Ecke steht ein kunstvoll gefertigtes Bett aus Holz mit aufgeschlagener Bettdecke und eingedrücktem Kissen. Mit etwas Abstand davon steht ein Kleiderschrank aus Holz, der mit goldenen schnörkeligen Mustern verziert ist, ähnlich wie die große Eingangstür. Elena kann nicht anders und muss sich auf das Bett setzten. Hat sie doch sonst immer angekettet auf einem harten Fußboden schlafen müssen. Zurückhaltend lächelt Elena, als sie auf der weichen Matratze auf und ab wippt. Es kommt ihr ein unschöner Moment dabei auf, sie würde sich gerne mit dem Kopf in das weiche Kopfkissen legen. »Einfach warten bis alles vorbei ist.«, sie streicht dabei mit ihren Händen über den warmen Stoff der Bettdecke. Mit dem Blick auf das Kopfkissen schnauf Elena mit aufkommenden Zweifel aus. Schnell streicht sie wieder den Gedanken daran. »Meine Schwester verlässt sich auf mich, das könnte ich ihr nicht antun.«, darüber wieder im klaren was ihre Aufgabe ist steht sie vom Bett auf. Sie geht auf dem gegenüberliegenden Tisch zu, wie alles andere bei den Arazai ist er sehr künstlerisch und elegant gefertigt. Jedoch weht durch das zerbrochene Fenster vor dem Tisch, die Asche herein und bedeckt diesen damit. Daneben steht ein großer Spiegel, in dem sich Elena klar und deutlich sehen kann. Sie schüttelt sich die Asche ab und streicht sie aus ihren Haaren.
      Sie begutachtet die Schnittverletzung an ihrer Wange. Das Blut ist mittlerweile getrocknet und die Wunde selbst, fängt an zu heilen. Ihr fallen ihre Augen auf, die sehr befremdlich auf sie wirken. Das schwarz gewordene Augenweiß, das sich wie eine Flüssigkeit um ihre dunkelroten Pupillen mit dem Violettstich fließt. Lässt in ihr die Frage aufkommen, ob sie überhaupt sie selbst ist. Vor der Frage fliehend wendet sie sich dem Tisch zu. Auf ihm blinkt unter der Asche ein grünes Licht auf, zudem blinkt neben dem Schrank eine metallene Kiste rot.
      »Das ist merkwürdig.«, neugierig pustet Elena die Asche auf dem grünen Licht beiseite. Es zeigt sich ihr ein silbernes Gestell, dessen Knopf Grün aufblinkt. Unbedacht drückt sie ihn, darauf strahlen Lichter aus den kleinen Rillen des Gestells, das wie ein Logpot ein holografisches Bild aufbaut. Es ist aber kein Video zu sehen stattdessen sind viele Dateien abgebildet. Eine davon fällt ihr besonders ins Auge, da sie immer wieder markiert aufleuchtet. Mit dem Zeigefinger drückt sie auf das holografische angezeigte Zeichen der Datei. Damit öffnet sie eine Nachricht und die Kiste neben dem Schrank, piept kurz auf und wechselt das rote Licht zum grünen.
      In ihrer Neugierde geweckt ließt sie sich noch immer unsicher beim Lesen, die Nachricht durch.


      »Liebste Tochter,
      Ich hoffe sehr, dass dich unsere Nachricht noch erreicht. Wir waren so Stolz auf dich als wir erfahren haben, dass dir in deinen jungen Jahren die Ehre zuteil wurde, als Hohepriesterin den Andacht Tempel auf Maaran zu leiten. Hier Zuhause auf Aurelia, ist noch alles ganz friedlich. Auch wenn die zwei Schlachtschiffe der Solaris Klasse über der Kaiserinnenstadt Cera, ein beunruhigendes Gefühl vermitteln. Dadurch das man die Agrarfelder auf Maaran so früh aufgeben musste, fehlt es jetzt auf Aurelia an frischen Nahrungsmitteln. Immer mehr greifen die Menschen auf synthetisch hergestellte Nahrung zurück. Aber mach dir bitte keine Sorgen wir sind gut versorgt. Die Kaiserin hat entschieden ein weiteres Heer nach Rohdan zu entsenden, Zweihunderttausend Mann und eine Kohorte der Kriegerinnenkaste deines Arazai Ordens sind aufgebrochen um den Mond über dir zu schützen. Als wir davon hörten, stieg in uns die Sorge das es dich in die Kämpfe verwickelt. Wir wissen natürlich das die Priesterinnen nicht Kämpfen. Aber bitte gestehe uns die Sorge zu, da Maaran evakuiert wird und kurz vor dem Fall steht. Wir hoffen hier alle sehr, dass du noch rechtzeitig da wegkommst. Als wir davon Kunde bekommen haben das die Kämpfe an Velocarin immer näher heranrücken, haben wir eine Rüstung für dich fertigen lassen. Aus dem seltensten und dem härtesten Metall Granavi wurden Fasern gemacht, damit es zu einer leichten flexiblen Rüstung weiter verarbeitet werden konnte. Auch haben wir schwerenherzens noch eine Waffe für dich in Auftrag gegeben, diese kommt aus den Arazaischmieden. Ich glaube, die aus den alten Relikten der unbekannten Zivilisation gefertigte Pistole, liegt dir gut und soll dich verteidigen. Wir beten inständig zu unseren Ahnen, dass sie dich sicher und unversehrt zu uns nach Hause führen werden. Bis dahin lass bitte regelmäßig von dir hören, damit wir wissen ob es dir gut geht. Wir denken immer an dich.
      In Liebe,
      Deine Eltern.«


      Diese Nachricht hat die Priesterin nie erreicht, sie stellt aber deutlich klar wie weit der Arm Rezaahls reicht. Elena muss sich der Tatsache stellen, wenn sie es schaffen würde Maaran zu verlassen, dass sie den Wahnsinn den Rezaahl verbreitet folgen muss.
      Angesichts dessen schaut sie nach der Kiste, die jetzt leicht geöffnet ist. Sie überlegt es sich ganz genau ob sie es für sich nutzen soll, obwohl vieles dafür spricht. »Hier ist sowieso niemand mehr, der jungen Frau die es gehört ist vermutlich längst tot.«, denkt Elena laut. Noch etwas zögerlich geht Elena zu der Kiste und setzt sich auf Knien davor. Langsam hebt sie den Deckel an und öffnet diese Kiste komplett.
      Eine feinsäuberliches, zusammengelegtes schwarzes Kleidungsstück zeigt sich ihr. Feine Fasern aus Metall hat man zu einer Rüstung gewebt. Darauf liegt ein Holster, darin steckt eine ebenfalls schwarze Pistole. Elena öffnet die Lasche an dem Holster der, den Pistolengriff umschließt. Sie zieht die leichte Waffe aus dem Holster heraus.
      »Ist die Schön!«, staunt Liris in Elena auf.
      Mit der Pistole in ihrer Hand, schaut Elena sie genau an. Sie legt den Lauf der Waffe, auf ihrer anderen Hand ab. Dabei dreht und wendet sie die Waffe umher um sie besser sehen zu können. In dem Hellenlicht, der spektralen Kugel glänzt das Schwarz der Pistole auf. Mit zweifingern streicht Elena über die glatte Oberfläche der Waffe vom Lauf bis zum Abzug. Über dem Abzug ist auf beiden Seiten der Waffe ein in die Länge gezogener grauer Balken. Elena fällt den kleinen Schalter über dem Ring des Abzuges auf, er ist gut mit dem Zeigefinger zu erreichen. Sie geht davon aus, dass es die Sicherung ist und drückt diesen Schalter aus Neugier. Stattdessen fällt für sie überraschend, aus dem Griff der Waffe ein grün aufleuchtendes Magazin heraus und landet zwischen ihren Beinen. Vorsichtig hebt es Elena wieder auf, es hat dasselbe Schimmern wie der Stein auf dem Armreif, den sie von Loren bekommen hat. Sie schaut sich das Magazin nicht länger an und steckt es wieder sorgfältig zurück in den Griff, dabei gibt es ein kurzes Klicken von sich. Jetzt ist klar das, dass Magazin fest eingeladen ist. Elena ertastet mit dem Daumen über dem Griff, da wo bei Projektilwaffen der Schlagbolzen sitzt einen ähnlichen Schalter. Dieser ragt etwas heraus und ist nach oben gerichtet, Elena drückt den Schalter mit dem Daumen nach unten und sofort springt die Waffe mit einem aufladenden Fiepen an. Der Abzug spannt sich nun, dabei kann Elena die Spannung des Abzuges mit dem Zeigefinger erfühlen. Oben kurz bevor der Lauf anfängt, klappt sich ein Visier heraus. Das fein geschliffene Glas des Visieres, ist grün aufgehellt und ein roter Punkt ist in der Mitte gut erkennbar. Der graue Balken über dem Abzug leuchtet jetzt in demselben Grün auf wie es das Magazin hat, allem Anschein nach stellt es die Ladung der Waffe dar. Durch kleine diagonale rillen an der Mündung, glüht es Rot auf. Die Waffe ist bereit zum Feuern, bereit um jemanden oder etwas zu Töten.
      Elena gibt sich doch sehr unentschlossen über die Waffe und steckt sie wieder zurück in den Holster.
      Die Stimme in Elena hat einen tiefen Klang. »Nimm es, nimm es!«, fordert Liris aggressiv, sie verzerrt sich dabei zurück ins Schweigen.
      Mit der Waffe zurück im Holster, nimmt Elena das ganze heraus. Der Holster wird mit Schnüren um den Oberschenkel gebunden, verbunden ist er an einem Gürtel, der noch kleinere Taschen hat. In denen ist nichts zu finden, nur in einer sind drei weitere Magazine. Sie verschließt den Holster wieder um den Pistolengriff, beiseitegelegt schaut sie nach der Rüstung. Behutsam fasst sie mit beiden Händen an den Kragen und hebt die Rüstung ein Stück heraus. Dabei steht sie auf und hält es vor sich. Es stellt sich als ein schlichtes, aussehendes einteiliges Kleidungsstück heraus, von dem man nicht glauben würde, das es eine Rüstung sein soll. Von der Hüfte bis zum Kragen ist ein unauffälliger Reißverschluss eingearbeitet. Obwohl es ein Metall ist, fühlt es sich an wie weicher Stoff. Die feinen Fasern sind für Elena gutzuerkennen, an den Ärmeln am Unterarm ist es etwas dünner gewebt, stellenweise kann man sogar hindurch schauen. Elena hat aber nicht das Gefühl, als würde es den Schutz beeinträchtigen. Mit der leichten Rüstung geht Elena rüber zum Bett und legt es dort ausgebreitet ab, vom Tisch holt sie den Holster, den sie dazu legt. Sie wirft noch einen Blick in die Kiste, dort sind noch Schuhe mit flachen Absätzen und Handschuhe. Beim heraus nehmen der eleganten Schuhe fällt ihr auf, das sie aus demselben Metall sind wie die Rüstung und wie die Pistole, haben sie eine glatte Oberfläche. Die Handschuhe kommen Elena besonders gelegen, mit ihnen kann sie zumindest die unschönen Brandnarben auf ihrer Hand verdecken. Alles zusammen legt sie auf das Bett mit ab, die Schuhe stellt sie vordem Bett auf den Boden. Obwohl Elena alleine ist, ziert sie sich auszuziehen. Sie empfindet sich selbst als entstellt und vermeidet einen weiteren Blick in den Spiegel. Oft kann sie noch die Schläge mit der Peitsche spüren, die ihren Rücken so vernarbt haben. Besonders jetzt wo der Einäugige, allem Anschein nach wieder von den Toten auferstanden ist. Zumindest trägt jemand dieselbe Waffe, da ist Elena sich ganz sicher.
      »Er wird dich kriegen und Rezaahl sowieso, was machst du dann? Weglaufen?«, meldet sich Liris flüsternd in Elenas Gedanken. »Wie willst du zu deiner Schwester gelangen, wenn du davon läufst?«, führt Liris weiter aus.
      »Du kannst nicht erwarten das sie Kämpfen geht, Rezaahl würde es dann leicht fallen, sie zu bekommen.«, gibt Scarie zu bedenken.
      »Ich muss aufhören davonzulaufen, wenn sie mich wollen dann bitte schön! Aber nur tot, in einer Zelle bekommt mich niemand mehr!«, kommt Elena in Gedanken zu dem Entschluss. Sie legt den Armreif ab und legt diesen auf das Bett, weiter beugt sie sich runter und öffnet die Schuhe, die ihr ohnehin zu groß sind. Zaghaft steigt sie mit ihren Wundgelaufenden Füßen aus ihnen raus. Dabei schaut sie auf ihre Kratzspuren am Fußgelenk. »Damit ist jetzt auch Schluss!«, mit ihren nackten Füßen schiebt sie die alten Schuhe beiseite. Sie widersetzt sich gegen ihrer Schüchternheit, aufgeregt zieht sie am Reißverschluss. Sogleich rutscht der Overall über ihre Schultern, ihre Haare fallen dabei über ihnen und legen sich sanft ab. Erst nimmt sie den rechten Arm aus dem Ärmel, sie dreht ihre Hüfte leicht nach links, um anschließend mit dem linken Arm besser rauszukommen. Mit Daumen und Zeigefinger greift sie an den Hosenbund, sie schiebt die Hose ein wenig tiefer. Eine leichte Bewegung aus dem Becken heraus sorgt dafür, dass die Hose mit dem ganzen Overall zusammen an ihren Beinen hinunter gleitet. Sie zieht ihre Füße aus dem Wäschestück heraus, mit gestreckten Fuße schiebt sie auch diesen zur Seite. Einwenig nervös geworden, haucht sie leise aus, sie lässt die Lichtkugel etwas heller aufleuchten, dabei wirft ihre Weiblichkeit einen Schatten auf den Boden. Auch wenn sie ihre Schüchternheit ignoriert, so fühlt sie sich in ihrer Blöße verwundbar. Mit den Armen überkreuzt auf ihrer Brust, den Händen auf den Schultern abgelegt, bedeckt sie ihre weiblichen Rundungen. Elena senkt ihren Kopf, leicht zur Seite geneigt. Sie will doch einen Blick über ihre Schultern werfen um im Spiegel, ihren Rücken sehen zu können. Zögerlich dreht sie ihren Kopf ein Stück in Richtung des Spiegels. Im Schein des Lichtes und zusammen mit den Schatten, wirf die Spektrale Kugel ein blau angehauchtes Licht auf Elena. Vor ihrem geistigen Auge zuckt die Peitsche, beim Anblick ihrer Narben auf dem Rücken. Aus allen Richtungen kamen die Hiebe, jetzt ziehen sich die Narben wie Rotestreben die sich überschneiden, über ihren gesamten Rücken. Tief in ihrem Unterbewusstsein an einem Ort den sie fest verschlossen hält, entweicht ihr ein leiser Wunsch nach Rache. Das Bedürfnis danach breitet sich wie ein Fluch aus, der sich durch ihren Verstand frisst. Angetrieben davon, dreht sie sich zielbewusst wieder um. Energisch greift sie nach der Rüstung, sie öffnet diese und schlüpft unvermittelt mit den Füßen zuerst rein. An den Beinen entlang zieht sie die einteilige Rüstung hoch, dabei legt sie den Hosenbund der gut und bequem sitzt über ihre Hüfte. Ohne an irgendwas zu denken steigt sie mit dem Armen in die Ärmel, so werden ihre Schultern wieder bedeckt. Jetzt kann sie den Reißverschluss von unten nach oben wiederzuziehen. Bevor sie ihn ganz zumacht, holt sie ihre Haare raus, die beim Schließen unter der Kleidung geblieben sind, anschließend schließt sie den Reißverschluss bis zum Kragen zu. Sie setzt sich auf das Bett und beugt sich dabei zu den Schuhen runter. Elena hält den Schlupfriemen offen, so kann sie mühelos in den Schuh hineingleiten. Ohne Probleme bekommt sie auch den anderen Schuh an. Die Schuhe die bis über die Fußgelenke gehen, sitzen gut und weich. Elena steht wieder auf und wendet sich dem Gürtel zu. Sie legt ihn über ihre Hüfte und richtet ihn einwenig aus, vorne kann sie ihn mit einer Schnalle verschließen. Den rechten Fuß hebt sie auf das Bett, so kann sie den Holster in der die Waffe steckt, an ihrem Oberschenkel anlegen und ihn mit den Schnüren um das Bein herum Fixieren.
      Es fehlen nur noch die Handschuhe, die sie über ihre Hände streift. Besonders die rechte Hand ist ihr ein Dorn im Auge, mit dem Handschuh darüber bringt es ihr ein Stück Seelenfrieden. Um ein kleines Detail muss sich Elena noch kümmern, dazu nimmt Lorens goldenen Armreif vom Bett auf legt ihn wieder um ihr linkes Handgelenk an.
      Grade als sie den Armreif verschließt, taucht in Elena eine bedrohliche Vorahnung auf.
      Etwas nährt sich, unfähig sich dagegen zu wehren regt sich in Elena wieder dasselbe Gefühl, wie das bevor sie auf Kargan losging. »Elena ... Elena, bitte behalte uns bei dir!«, schreien die Stimmen panisch. Elenas Stimmen werden von einer, alles verzehrende dunklen Präsenz verdrängt. Sie spürt wie Rezzhal nach ihr verlangt, nach ihr ruft und ihre Hingebung fordert. Er frisst sich durch ihre Gedanken und will sie wissen lassen, dass er ganz nahe ist. Es breitet sich dabei eine unnatürliche Kälte in dem kleinen Zimmer aus. Sie umgibt Elena vollständig, während sie sich zum Spiegel dreht. Auf dem Steinfußboden setzt sich eine frostige weiße Schicht ab, dessen eisige Kristalle aufglitzern. Der Boden gefriert so stark, dass Nebelschwaden aufsteigen. Doch Elena spürt diese Kälte nicht, von der sie berührt wird. Beim Ausatmen flirrt ihre gefrorene Atemluft dem Spiegel entgegen. Mit der pulsierenden Sicht und dem rasenden Herzen, schaut sie in den Spiegel, der vom Frost beschlägt. Im Spiegelbild erkennt sie ihren hasserfüllten Ausdruck, aus ihrem tiefsten Inneren winden sich qualvolle unbedachte Worte aus dem Mund. »Die Menschen werden für das was sie mir genommen haben bezahlen!«, dabei bekommt der Spiegel splitternde Sprünge.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Night Sky ()

    • Neu

      Hey,

      wirklich seeehhhhhr geil :thumbsup: Ich bin zutiefst beeindruckt. Gut, dass du den Teil an einem Stück gepostet hast.
      Also, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich finde deine Beschreibungen der Umgebung mal wieder ziemlich eindrücklich. Die Grube mit den verbrannten Menschen, dieser alte verlassene Tempel mit diesen Stauen und dann die Waffe mit der Rüstung, die sie findet. Ich hatte das Gefühl, direkt neben Elena zu stehen und das alles gemeinsam mit ihr zu erleben. Richtig cool! Bin schon echt gespannt, wie es weitergeht!!!

      Hier nur ein paar Dinge im Spoiler:

      Spoiler anzeigen

      Night Sky schrieb:

      Sich dazu fest entschieden, setzt sie ihre Suche nach dem Raumhafen fort.
      Diese Formulierung klingt für mich merkwürdig. Warum nicht einfach:"Fest entschlossen, setzt sie ihre Suche nach dem Raumhafen fort"...(?)


      Night Sky schrieb:

      Eine die nach links gerichtet ist, streckt ihre Hand aus als wolle sie was stoppen.
      das klingt für mich etwas umgangssprachlich...zumindest im Vergleich zu deiner sonst so schönen bildhaften Sprache. Vielleicht" ...als wolle sie etwas aufhalten..." (?)

      Night Sky schrieb:

      das diese Frauen von waffenstarrenden Männern umringt sind.
      meintest du vielleicht "waffentragenden" (?)


      Night Sky schrieb:

      Darauf liegt ein Holster, darin steckt eine ebenfalls schwarze Pistole. Elena öffnet die Lasche an dem Holster der, den Pistolengriff umschließt. Sie und zieht die leichte Waffe aus dem Holster heraus.
      so könnte man die Wortwiederholung vermeiden



      Night Sky schrieb:

      Elena gibt sich doch sehr unentschlossen über die Waffe und steckt sie wieder zurück in den Holster.
      Die Stimme in Elena hat einen tiefen Klang. »Nimm es, nimm es!«, fordert Liris aggressiv, sie verzerrt sich dabei zurück ins Schweigen.
      Mit der Waffe zurück im Holster, nimmt Elena das ganze heraus. Der Holster wird mit Schnüren um den Oberschenkel gebunden, verbunden ist er an einem Gürtel, der noch kleinere Taschen hat. In denen ist nichts zu finden, nur in einer sind drei weitere Magazine. Sie verschließt den Holster wieder um den Pistolengriff
      dein neues Lieblingswort ? :)



      LG,
      Rainbow
    • Neu

      Ich kann @Rainbow nur zustimmen - du bietest hier ein tolles Kopfkino und einen schönen Spaziergang durch die Ruinenstadt. Du schaffst es, schier endlose Beschreibungen zu liefern, ohne dass es langweilig wird oder die Geschichte ihre Bewegung verliert - ganz große Kunst! ^^ Auch dieses Aus- und Anziehen - so detailliert! Wahnsinn. Und am Ende nimmst du plötzlich wieder Fahrt auf und weckst große Erwartungen an den nächsten Teil...

      Night Sky schrieb:

      Speer und Schild wache. Die charakteristische Waffe, hat eine lange geschwungene Klinge, doch auf dem Kopfende auf dem Stab
      Der "Stab" eines Speeres heißt Schaft, aber das sei nur so am Rande bemerkt. An irgendwas muss ich ja meckern. :D
      Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
      -Mutter Teresa