Magische Welten Band 1, Gerechtigkeit

    • Hi @Etiam

      ich hab auch mal mit deiner Geschichte angefangen und bis hierher aufgeholt.
      Mir gefällt dein Protagonist. Er ist ein ziemlich gerader Charakter, ohne Ecken und Kanten (zumindest bisher, weiß ja nicht, was du noch für ihn planst ;) ). Die Dialoge kommen gut, und die Beschreibungen von Gefühlen und Dingen sind sehr anschaulich.
      Ein bisschen hat mich die Sache mit dem Geldbeutel grinsen lassen. Da du es so explizit erwähnt hast, dass er ihn im Wirtshaus auf den Tisch gelegt hat, war fast zu erwarten, dass ihn jemand klaut.
      Ein sehr sympathischer Charakter ist auch der Captain. Ich nehme mal an, dass er und Daisuke sich nicht zum letzten Mal begegnet sind. ^^

      Alles in allem - ich bin dabei. Gespannt auf den nächsten Part, kann ich nur sagen: schreib fix weiter!! :stick:

      VG
      Tariq
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


      :cookie:

      ___________________
    • Wui, aktuelles Kapitel.

      An sich hatte ich dieses Mal wirklich Spaß beim Lesen. Es las sich flüssig, das kleine Gespräch zwischen den beiden fand ich erfrischend. Von daher - nichts zu meckern.
      Einzig bei der Tatsache, als die beiden allein sich dem Hinterhalt zuwenden ... Da weiß ich noch nicht recht, was meine Logik von halten mag, aber da hast du noch Zeit, das im nächsten Teil zu beweisen, was dir so vorschwebt. Also halte ich noch die Finger still.

      Noch kleine Korrekturen im Spoiler.

      Spoiler anzeigen

      Etiam schrieb:

      Als Tadashi und Daisuke durch den Wald streiften, waren sie ständig auf der Hut, keinem dieser Torks zu begegnen.

      Etiam schrieb:

      Oder sind alle Auftraggeber im Münzland so wie er?“.
      Punkt weg.

      Etiam schrieb:

      Er ist ein guter Freund und hat mir geholfen, als ich das erste Mal im Münzland war.

      Etiam schrieb:

      Also habe ich ihn solange genervt, bis er nachgegeben hat.

      Etiam schrieb:

      Die beiden überquerten einen kleinen Bach, und als sie an der gegenüber_liegenden Seite ankamen, hielt Tadashi seinen Arm vor Daisuke und zwang ihn so zum Stehenbleiben.

      Etiam schrieb:

      Plötzlich hielt er an und drehte sich zu Daisuke um.

      Etiam schrieb:

      Also, was für Zaubertricks hast du drauf?“, Tadashi wackelte mit seinem Kopf und bewegte dabei seine Finger so, als ob er sich über Zauberei lustig machen wolle.
      Kein Komma.

      Etiam schrieb:

      „Ne laufende Laterne also …
      Nebenbei: tihihi. Die Vorstellung in meinem Kopf. :D

      Etiam schrieb:

      Du weißt schon … mit dem Schatten verschmelzen, enorme Geschwindigkeiten … so[LZ]was halt.

      Etiam schrieb:

      Doch er bekam nur ein
      „Pscht!“, von Tadashi zu hören.
      Kein Komma.

      Etiam schrieb:

      „Dort, am Lagerfeuer, siehst du sie?“.
      Kein Punkt.

      Etiam schrieb:

      Zähl du bis hundert, und überrasche den Ersten.

      Etiam schrieb:

      Während er noch darüber überlegte, ob sie denn nun so viel ‚stärker‘ aussahen als die Banditen, fing Daisuke langsam an zu zählen.
      nachdachte

      Etiam schrieb:

      „98 … 99 … 100.

      Etiam schrieb:

      Der Kampf ist erst beendet, wenn der Sieger ihn für beendet entscheidet.
      Auch wenn es 'ne allgemeingültige Funktion hat, würde ich den Satz dennoch in die Vergangenheit setzen.

      Etiam schrieb:

      In Daisukes Kopf arbeitete es gehörig, während er sich selbst klar zu werden versuchte, was hier eigentlich geschah.

      Etiam schrieb:

      Das in seiner Hand, ist keine Attrappe.
      Kein Komma.

      Etiam schrieb:

      Das hier, ist echt[LZ]…"
      Kein Komma.

      Etiam schrieb:

      Ich hoffe mal das wird sich durch vermehrtes Lesen bald ändern...
      Wird es auf jeden Fall. ;]

      Etiam schrieb:

      Sorry, aber hier häng ich ein bisschen. Du schreibst das du hier stockst, aber bei beiden Setzen ist ein 'OK' gegeben von dir
      Sieh dir bitte meine Beispiele genauer an und schau, was ich verändert habe.
      Anders:
      "Blablabla", schnauzte Trude und sprang mit geschmeidigen Bewegungen vom Fass.

      Der Satz hinter der direkten Rede ist eine Ergänzung, eine Umschreibung des Gesagten.

      "Blablabla", Tutti musterte Beo verdattert. => falsch; richtig: "Blablabla." Tutti musterte Beo verdattert.

      Der Satz hier ist keine Umschreibung des Gesagten. Es ist eine Handlung, sie beschreibt aber nicht, wie etwas gesagt wird. Deswegen kann hier kein Komma folgen, sondern die wörtliche Rede muss in den Anführungszeichen enden (ob jetzt mit Punkt, Ausrufezeichen oder Fragezeichen hängt von anderen Dingen ab).
      Seregil: I can’t tell you, talí, because I’d only have to lie.
      - half a page later -
      Alec: What does talí mean? Is it Aurënfaie?
      Seregil: Talí? Yes, it’s an Aurënfaie term of endearment, rather old-fashioned, like beloved. Where’d you pick that up?

      Lynn Flewelling - Stalking Darkness
    • Tariq schrieb:

      Mir gefällt dein Protagonist. Er ist ein ziemlich gerader Charakter, ohne Ecken und Kanten (zumindest bisher, weiß ja nicht, was du noch für ihn planst ).
      Nobody is perfect ;)

      Tariq schrieb:

      Alles in allem - ich bin dabei. Gespannt auf den nächsten Part, kann ich nur sagen: schreib fix weiter!!
      Alles klar, danke^^
      ist in Arbeit...

      Kitsune schrieb:

      An sich hatte ich dieses Mal wirklich Spaß beim Lesen.
      yey, freut mich

      Kitsune schrieb:

      "Blablabla", schnauzte Trude und sprang mit geschmeidigen Bewegungen vom Fass.

      Der Satz hinter der direkten Rede ist eine Ergänzung, eine Umschreibung des Gesagten.

      "Blablabla", Tutti musterte Beo verdattert. => falsch; richtig: "Blablabla." Tutti musterte Beo verdattert.
      Achso, ich dachte du meintest hier die Wortwahl... Ok, jetzt hab ich es verstanden
    • Magische Welten Band 1, Gerechtigkeit

      Kapitel 8, Der Kampf

      Spoiler anzeigen


      Immer noch im Münzland, Torkwald
      Daisukes Augen waren weit aufgerissen. Vor ihm lag der Bandit, den er eben noch mit seinem Schwert niedergestreckt hatte, und stöhnte vor Schmerzen. Alles um ihn herum bewegte sich wie in Zeitlupe. Die übrigen vier Räuber standen auf und drehten sich zu ihm. Einer von ihnen schrie etwas in seine Richtung, doch Daisuke nahm es nicht wirklich war. Er schaute ihn zwar an, doch doch alles drang wie in Trance nur gedämpft an seine Ohren. Er hielt das Schwert so fest, dass seine Finger schon schmerzten und seine Arme verkrampften. Sein Blick flog von einem Banditen zum nächsten und er sah, wie sie ihre Waffen zogen.
      Einer von ihnen rannte nun am Lagerfeuer vorbei und schreiend auf den Jungen zu. Eher aus Reflex als aus bewusstem Abwehrverhalten hielt er sein Schwert gegen die Klinge des Angreifers. Erst das laute Klirren der aufeinanderschlagenden Waffen weckte ihn aus seiner Starre. Auf einmal ging alles sehr schnell.
      Daisuke parierte die zornigen Angriffe, die nun wie Donnerschläge auf ihn niederprasselten.
      Die anderen Banditen setzten sich in Bewegung, um ihrem Kamerad zu helfen. Doch dann kam Tadashi aus dem Unterholz von hinten auf die Gruppe zu.
      Seine schnellen Schritte waren leise, und während er seine zwei Messer zog, blieb er von allen unbemerkt. Er holte aus und schlitzte jeweils eine Kniekehle von zwei Banditen durch.
      Sowohl Daisuke als auch der mit ihm kämpfende Schurke schauten nun zu ihm rüber. Während die zwei Banditen mit blutenden Beinen wegklappten, rannte der letzte Räuber auf den in schwarz gekleideten Mann zu.
      Daisuke erkannte, dass von den beiden Messern seines Freundes jeweils eine dünne Schnur ins Innere seiner Jacke führte. Eines dieser Messer warf er nun in Richtung des anstürmenden Räubers. Als es ihn in der Brust traf, fiel dieser sofort nach hinten weg und blieb regungslos liegen. Es war kurz ruhig. Der nun verbliebene Räuber schien sich seiner Lage bewusst zu werden und schaute sich das Gemetzel an seinen Leuten an. Vier seiner Leute lagen auf dem Boden und waren kampfunfähig. Einer wahrscheinlich tot. Und nun war er in der Unterzahl. Sein Gesicht verzog sich vor Hass, und er begann stotternd die zwei Jungs anzuschreien. „I- i- ihr Narren habt Garrs Blut an den Händen. Da- dafür wird er euch umbringen, ihr Sch- schweine!“ Er drehte sich um und rannte, so schnell er konnte.
      Daisuke schaute ihm nach, wie er zwischen den Bäumen das Weite suchte, mit der Hand auf einer Wunde, die ihm Daisuke noch im Kampf zugefügt hatte.
      Sofort eilte Tadashi an seine Seite und hielt sein letztes Messer wurfbereit. Doch so, wie der Flüchtige zwischen den Bäumen vor ihnen davonlief, gab der schwarzgekleidete Dieb den Versuch schnell auf, ihn doch noch zu erwischen. „Du hättest ihn nicht laufen lassen dürfen“, sagte er nur und schritt zurück ans Lagerfeuer. Auf dem Weg dorthin zog er kurz an einer Schlaufe, die unten an seiner Jacke befestigt war. Daraufhin bewegte sich das Messer in der Brust des Banditen und flog surrend in Tadashis Hand zurück.
      Auch wenn Daisuke nicht mehr gelähmt war, so brachte er doch keinen Ton heraus. Wie Tadashi da zwischen den leise jammernden Banditen umherstapfte, um sich zu vergewissern, ob sie nun auch die richtigen Schwerter gefunden hatten, bot ihm einen bizarren Anblick.
      Tadashi griff nach einem der Schwerter und zog es aus dessen Scheide.
      "Ha, siehst du? Hier! Das Symbol von Talor. Der arrogante Sack markiert jedes seiner Schwerter mit seinem Wappen.“ Dabei deutete er auf einen kleinen Hammer, der von einer runden Flamme umgeben wurde. Dieses Symbol des Schmieds war kurz über der Parierstange eingraviert. Tadashi überprüfte so mehrere Schwerter. Und als er vier Stück beisammenhatte und sich diese umlegte, trottete er wieder zu Daisuke rüber.
      "So, ich hoffe das sind alle. Lass uns aber nun am besten schnell von hier verschwinden. Ich habe keine Lust, dass der Feigling da Verstärkung holt.“ Zuletzt klopfte er Daisuke noch auf die Schulter. „Du hast dich aber gut geschlagen. Der Typ hier hatte ja gar keine Chance, als du durch seinen Rücken gepflügt bist…“
      langsam schaute Daisuke auf seine Tat, während Tadashi an einen Baum ging und etwas Blut entdeckte. „Und wie ich sehe, hast du unserem Angsthasen auch gut zugesetzt… siehst du, deswegen trage ich bei solchen Unterfangen Handschuhe.“
      Sofort schaute Daisuke auf seine Hände. Und als er das ganze Blut bemerkte, ließ er sein Schwert fallen. Er konnte seinen Blick nicht davon abwenden und Entsetzen machte sich in ihm breit.
      „Hey, alles in Ordnung?“, wollte sich Tadashi vergewissern, erhielt aber nur einen kurzen Blick von seinem Partner, ehe dieser plötzlich los rannte.
      „Halt, stopp!“, rief er Daisuke noch hinterher, doch das hörte dieser schon gar nicht mehr. Er wollte nur das Blut abwaschen, als könnte es das eben Geschehene vergessen machen. Daisuke stolperte durch den Wald und versuchte sich zu erinnern, wo dieser verdammte Bach war, den sie gemeinsam überquert hatten. Äste schlugen ihm ins Gesicht und eine Wurzel brachte ihn zu Fall. Mit den blutverschmierten Händen im Dreck stützte er sich ab. Doch dann hörte er es plätschern. Als er aufschaute, konnte er ihn sehen. Den Bach. Schnell stand er auf und rannte darauf zu. Auf einmal ertönte ein lautes Surren und es schien, als ob sich unter Daisuke der Boden wegbewegen würde. Der ganze Wald begann, sich vor ihm zu drehen, bis er plötzlich auf dem Kopf stand. Es war zu hören, dass etwas schweres zu Boden fiel, begleitet vom Windspiel umherwirbelnder Glöckchen. Ehe Daisuke seine neue Lage realisierte, krachte er nochmal mit dem Baum zusammen und baumelte nun hin und her. Nicht der Wald stand Kopf, sondern er selbst. „Die Banditenfalle“, erinnerte sich Daisuke. Angestrengt schaute er nach oben. Sein rechtes Bein hatte sich in den Maschen des Fangnetzes verfangen, in das er getreten war. So hing er nun da.
      Was war nur los mit ihm? So kannte er sich selbst gar nicht. Würde man zuhause in Anzem die Leute fragen, die mit ihm zu tun hatten, dann würde man ihn ohne Zweifel als aufgeweckt und beherrscht beschreiben, als zielstrebig und auch fähig, seine Ziele zu erreichen. Doch leider konnte er im Moment keinen dieser Begriffe mit sich in Verbindung bringen.
      Seit dem er im Münzland war, lief alles anders als geplant. Er ließ sich seine Geldtasche klauen…
      Bemerkte die Falle, in der er nun drinsteckte, schon beim ersten Mal nicht…
      Und nun schlug ihn der Kampf mit den Banditen völlig aus der Bahn…
      Was hatte er denn gedacht? Dass er hier einfach so durchkommen würde? Im Münzland? Er hatte sich doch über die Banditen erkundigt. Er wusste, dass es schwer werden würde. Und selbst wenn, wie hatte er sich den Gefängnisausbruch vorgestellt? Dass er da so einfach reinspaziert, seinen Vater mitnimmt und ohne Probleme wieder rausgelangen würde? Nein, hatte er nicht! Er hatte sich informiert, und einen Plan gehabt! Er hatte sich monatelang bei Majiku vorbereitet. Und der Entschluss, die Sache anzugehen, stand schon um einiges länger. Das Problem war nur, dass er nicht mehr dieser Junge war, der diese Entscheidung damals traf…
      Daisuke ballte die Fäuste.
      Aber das würde sich jetzt ändern. Er schaute nach oben. Wenn er das Netz zu packen bekommt, in dem sich sein Fuß verhakt hatte, könnte er an diesem hochklettern und sich oben auf den Ast setzen. Dort würde er sich dann befreien können.
      Als er seinen Körper nun nach oben hievte, hielt er sich mit seinen Händen an seinem eigenen Bein fest. Dabei sah er wieder das Blut, das auf diesen klebte. Er kniff die Augen zusammen und schüttelte kurz den Kopf. „Nein, das hält mich nicht auf, dich da rauszuholen, Vater.“ Er biss die Zähne zusammen, und mit dem nächsten Kraftakt bekam er das Netz zu packen. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht. „Ich bin wieder der, dem sie damals versucht haben, mich über dich im Dunkeln zu lassen, wieder der, den sie angelogen haben, wieder der, der Tage und Nächte damit verbracht hat, dass diese Ungerechtigkeit ein Ende findet. Ab jetzt wird mich nichts mehr aufhalten, das verspreche ich dir.“
      Doch gerade, als Daisuke mit der zweiten Hand die Maschen der Falle greifen wollte, hörte er ein lautes Stampfen. Und es wiederholte sich. Daisuke konnte nichts sehen, da er gegen den Baum guckte, an dem er hing. Er versuchte, sich nicht zu bewegen, um keinen Laut von sich zugeben. Doch als das bedrohliche Beben gefährlich nahe aufhörte, ahnte er bereits, dass diese Idee, wohl nicht von Erfolg gekrönt sein würde.
      Ein Schnauben ertönte direkt hinter ihm, und ein warmer Wind blies ihm über den Nacken und ließ kurz seine Kleidung und Haare flattern. Als er langsam den Kopf drehte, sah er in große schwarze Augen, die ihn böse anstarrten. In Augen, die so dunkel waren wie die Nacht und von einem blauen Gesicht umgeben waren. Mit stockendem Atem blickte er in die Augen eines Torks.



      IN DIESEM SPOILER IST EIN BILD VON KAHIKO TAZANU, CAPTAIN DER GRANZWACHE

      NUR ANSCHAUEN, WENN IHR EUCH NOCH KEIN BILD VON IHM GEMACHT HABT

      Spoiler anzeigen


      Leider wollte die Kamera das rot in seinen Haaren nicht richtig aufnehmen, wieso es hier eher orange wirkt.
      Aber es soll ein knalliges rot sein, danke.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Etiam ()

    • Hui, der Kleine gerät ja richtig in Selbstzweifel und hinterfragt sich. Eine echte Mission ist eben doch etwas anderes, als ein "Training". Hier lässt du ihn erkennen, wie naiv er doch war, das so leicht zu nehmen, und all die Warnungen abzuwinken.
      Auch dass ihn das Resultat des Kampfes (das Blut an seinen Händen) ihn so aus der Bahn wirft, zeigt uns, dass er doch nicht so der "coole Hecht" ist, für den er sich selbst präsentiert hat ^^
      Inhaltlich wieder super.

      Formell aber doch ein paar Anmerkungen.
      Spoiler anzeigen


      Etiam schrieb:

      Vor ihm lag der Bandit, den er eben noch mit seinem Schwert bearbeitet hatte, und stöhnte vor Schmerzen.
      "mit seinem Schwert bearbeitet hatte" klingt etwas komisch. Vielleicht eine andere Formulierung?
      Als Anregung: "Vor ihm lag der Bandit, mit dem er sich eben noch duelliert hatte (oder: den er gerade niedergstreckt hatte) und vor Schmerzen stöhnte"


      Etiam schrieb:

      Einer von ihnen schrie irgendwas in seine Richtung, doch Daisuke nahm es nicht wirklich war.
      Einer von ihnen schrie irgendwas (weglassen, oder durch etwas ersetzen) in seine Richtung, doch Daisuke nahm es nicht wirklich war.


      Etiam schrieb:

      Sein Gesicht verzog sich vor Hass, und er begann stotternd unsere Helden anzuschreien: „Ihr Narren habt Garrs Blut an den Händen. Dafür wird er euch umbringen, ihr Schweine!“
      "unsere Helden"? :hmm: Hier haut's mein Hirn gerade aus dem Film rüber zu einer Erzähler-Perspektive. Versteht man was ich meine? xD
      Sinngemäß: Du guckst einen Film. Total tolle Handlung, echt spannend und Actionreich und aufeinmal wird der Bildschirm schwarz und neben dir auf der Couch sitzt ein weißbärtiger Mann mit einem Buch in der Hand, der von jetzt an vorliest.

      Vielleicht hier die zwei Jungs anders Umschreiben. Meine Meinung, können andere wieder anders sehen :)

      Achja - und den Doppelpunkt kannste da weg lassen, der muss da nicht unbedingt sein. Ein einfacher Punkt reicht :)


      Etiam schrieb:

      Daisuke schaute ihm nach, wie er zwischen den Bäumen das Weite suchte, mit der Hand auf einer Wunde, die ihm Daisuke noch im Kampf zufügen konnte.
      (...), die ihm Daisuke zugefügt hatte.


      Etiam schrieb:

      dorthin zog er kurz an einer Schlaufe, die unten an seiner Jacke befestigt war. Daraufhin bewegte sich das Messer in der Brust des Banditen und flog, gezogen von der dünnen Schnur,
      Das zweite brauchst du nicht, ergibt sich ja vom ersten Mal ^^


      Etiam schrieb:

      Als Außenstehende hätten sie genauso wie die Räuber ausgesehen, die sie vorhin noch besiegt hatten.
      Uhm... hä? Versteh' den Satz nicht xD



      Etiam schrieb:


      Sofort schaute Daisuke auf seine Hände. Der Junge ließ sein Schwert fallen, als er bemerkte, dass Blut an ihnen klebte. Er konnte seinen Blick nicht davon abwenden und Entsetzen machte sich in ihm breit.
      „Hey, alles in Ordnung?“, wollte sich Tadashi vergewissern, doch schenkte man ihm nur einen kurzen Blick und dann rannte der Junge auch schon los.

      Musste ich zweimal lesen, um zu verstehen, dass mit "der Junge" Daisuke gemeint ist.

      Vorschlag: Sofort schaute Daisuke auf seine Hände. Und als er das ganze Blut an ihnen bemerkte, ließ er sein Schwert fallen.

      "man" gehört da nicht rein. Es würde passen, wenn 20 Leute dort wären. So ist es aber nur Daisuke, der ihm einen Blick zuwerfen kann.
      Vorschlag: Hey, alles in Ordnung“, fragte Tadashi, erhielt aber nur einen kurzen Blick von Daisuke[seinem Freund/seinem Partner], bevor/ehe dieser [unerwartet/plötzlich] los rannte.


      Etiam schrieb:

      „Halt, stopp!“, rief er Daisuke noch hinterher, doch das hörte der schon gar nicht mehr.
      Zwei Vorschläge:
      1) „Halt, stopp!“, rief er Daisuke noch hinterher, doch das hörte dieser schon gar nicht mehr.
      2) „Halt, stopp!“, rief er noch hinterher, doch das hörte Daisuke schon gar nicht mehr.


      Etiam schrieb:

      Daisuke stolperte durch den Wald und versuchte sich zu erinnern, wo dieser verdammte Bach war, den sie gemeinsam überquerten
      überquert hatten.


      Etiam schrieb:

      Man hörte, wie etwas Schweres zu Boden fiel und kurz ein paar Glöckchen ertönten wie bei einem Windspiel, das heftig umherwirbelte.
      Es war zu hören - sieht schöner aus.

      Auch hier hätte ich Vorschläge um den Satz - der eine schöne Vorstellung bereitet - schöner lesen lässt.

      1) Es war zu hören, dass etwas schweres zu Boden fiel, und das Windspiel von umherwirbelnden Glöckchen ertönte.
      oder
      2) Es war zu hören, dass etwas schweres zu Boden fiel, begleitet vom Windspiel umherwirbelnden Glöckchen.



      Etiam schrieb:

      Er kannte sich selber gar nicht so
      selbst. So kannte er sich selbst nicht.


      Etiam schrieb:

      "Ab jetzt wird mich nichts mehr aufhalten, das schwöre ich dir.“
      Das verspreche ich dir. Schwören klingt so nach einer Drohung.


      Achja, meine Vorschläge müssen natürlich nicht (1:1) übernommen werden, sie sollen nur der Anregung dienen :)



      So, und jetzt warte ich, was der Tork jetzt mit ihm macht... oder er mit dem Tork :hmm: :D
      The tiger and the lion may be more powerful...
      ... but the Wolf does not perform in the circus.
    • Lieber @Etiam
      Das gefällt mir inhaltlich sehr gut. Daisukes Begegnung mit der Realität hast du gut beschrieben, das gibt seinem Charakter tiefe.

      @Ruka hat schon einiges an Fehlern rausgefischt.

      Etiam schrieb:

      Daisuke parierte die Angriffe des in Raserei verfallenen, die nun wie Donnerschläge auf ihn niederprasselten.
      In diesem Satz fehlt etwas. des in Raserei verfallenen Räubers?
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Hallo @Etiam,

      ich find den neuen Teil gut!!
      Wie @Ruka schon sagte - wir lernen hier mal einen anderen Daisuke kennen, sozusagen ein Blick hinter die coole Maske, die er da immer zu Schau trägt.
      Ich finde aber, dass das sehr gut ist.Weiter oben hab ich ja schon mal gesagt, dass ich deinen Prota mag, eben WEIL er Ecken und Kanten hat. Bin gespannt, wie er mit dem Tork fertigwird!
      Weiter so!! :thumbsup:
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • Ruka schrieb:

      Inhaltlich wieder super.
      Vielen dank an der Stelle. Sowas ist gut zu hören.

      Ruka schrieb:

      Hier haut's mein Hirn gerade aus dem Film rüber zu einer Erzähler-Perspektive. Versteht man was ich meine? xD
      Sinngemäß: Du guckst einen Film. Total tolle Handlung, echt spannend und Actionreich und aufeinmal wird der Bildschirm schwarz und neben dir auf der Couch sitzt ein weißbärtiger Mann mit einem Buch in der Hand, der von jetzt an vorliest.
      Hahahaha ok, cool. Ne, hast recht. Werde ich morgen überarbeiten. Aber das Kopfkino fand ich mega lustig danke^^

      Ruka schrieb:

      So, und jetzt warte ich, was der Tork jetzt mit ihm macht... oder er mit dem Tork
      Wir werden sehen...
      Aber danke für deine ganzen Vorschläge. Die sind wirklich hilfreich.


      Sensenbach schrieb:

      Daisukes Begegnung mit der Realität
      uh, schön gesagt. Aber so ist es nun mal.

      Tariq schrieb:

      Weiter oben hab ich ja schon mal gesagt, dass ich deinen Prota mag, eben WEIL er Ecken und Kanten hat.
      Damit hat er wohl selbst nicht gerechnet. Aber wie schon gesagt...

      Etiam schrieb:

      Nobody is perfect
      Nach diesem Prinzip, entwerfe ich gerne Charaktere^^

      Danke Leute für diese Positive Kritik. Ich werde versuchen das Niveau beizubehalten
    • Jaja, mein lieber @Etiam,
      Sehr schönes achtes Kapitel deiner Geschichte, welches mir besonders durch, das in @Rukas Kommentar erwähnte, Problem so gut gefällt. Dein Held ist menschlich... :thumbsup: Sehr schön, du gibst Daisuke hier mal eine etwas andere charakterliche Tiefe und zeigst, dass ein Held nicht einfach alles so ohne Probleme wegstecken kann. Das macht Daisuke wirklich sehr transparent und mir fällt oder fiel es direkt leichter sich mit deinem Protagonisten auseinanderzusetzen.
      Eine kleine Frage hätte ich aber doch noch: Wie funktioniert denn dieses Wurfmessersystem von Tadashi? Für mich klingt das eher nach so einem Idealfall, dass das hier so hervorragend funktioniert. Schnüre, die an der Jacke angebracht sind wären doch im Kampf ziemlich hinderlich. Die Armfreiheit ist eingeschränkt, der Körperschwerpunkt wird je nach Gewicht, welches an den Schnüren zieht, beeinflusst. (u.s.w.)
      Auch die "Einfachheit" mit der sich die Messer wieder einziehen lassen ist etwas verwunderlich. Ist die Schnur irgendwie elastisch? Ein einfaches ziehen an einer Schlaufe wird ja nicht ein drei Meter entferntes Messer aus dem Körper eine Leiche ziehen. Zumal man hierfür etwas Kraft braucht, je nach Einschlagswinkel des Messers kann es sogar sein, dass das Messer vielleicht nur mit der Kraft von zwei Händen aus dem Körper gezogen werden kann.
      Das ist für mich einfach alles ein bisschen zu "ideal" und "einfach". Oder wie siehst du das? :|

      Ansonsten ein wirklich gelungenes Kapitel.
      LG Lehaidin ^^
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • So, sorry das so lange nichts von mir zu hören war.
      Bei mir war die letzte Woche Karneval und das hat ziemlich viel Zeit eingnommen.

      Aber jetzt kann ich auch mal auf deinen Kommentar eingehen @Lehaidin

      Also, die "Gerätschaft" die sich dahinter verbirgt, wird in den nächsten (vielleicht sogar im nächsten) Kapitel erwähnt und mehr oder weniger erklärt. Allerdings nur sehr grob.
      Es wird eher erklärt was es ist, warum es das gibt und woher er es hat. Nicht wie es funktioniert.
      Ich kann dir aber in den Spoiler packen wie mein Gehirn sich das gedacht hat.

      Spoiler anzeigen

      Also, das 'System' wie du es nennst, befindet sich in der Jacke. Es sind zwei spulen in der Jacke auf denen die Schnüre liegen. Die Schnur lässt sich ohne wiederstand abrollen und beim ziehen der jeweiligen Schlaufe (eine fr rechte- eine für linke Spule) dreht diese den Faden wieder auf. Und zwar soweit, dass das Messer etwas mehr als eine Armlänge Schnur hat, bis es die Spule berühren würde. Durch diese fixierte länge, hat Tadashi auch nie mit wiederstand der Spule im Nahkampf zu rechnen. In der Tat, hängen die Schnüre aus der Jacke und könnten ihn beim Kampf behindern, so hat er aber gelernt damit umzugehen und sie auch zu seinem Vorteil nutzen zu können (Würgeschlinge, Stolperdraht usw.)
      Man stellt sich natürlich darauf ein anders zu Kämpfen. So sind seine Aktionen meist direkt und ohne viel rumgefuchtel oder flippen der Messer, da diese sonst verhädern könnten oder ähnliches.
      Das ziehen an der Schlaufe aktiviert einen Mechanismus. Das bedeutet er muss nicht drei Meter an der Schlaufe ziehen um ein drei Meter entferntes Messer zuholen. Ein zug an der Schlaufe und die Spule zieht das Messer bis zum fixierten Abstand zu sich.
      Und, ja, die Spule hat Kraft. In dem Kapitel hab ich das zwar nicht beschrieben, aber ich stelle mir schon vor das Tadashi sich gegen den Zug der Spule stellen muss als er es aus der Brust des Banditen zurück ordert. Immerhin fliegt das Messer ja nun auch auf ihn zu und er fängt es in der Luft. Es schleift also nicht lasch über dem Boden. (Anmerkung, auch hierfür sollte man üben. Fängt man das Messer nicht, könnte das blöd ausgehen... Tadashi trägt nicht umsonst Handschuhe.)
      Zum Thema Idealität:
      Joa, man kann sagen das dies ein Idealfall war. Gerade weil es ein perfektes Beispiel ist für die Einführung dieses Systems. Die Technik wird nicht übermäßig vorkommen und auch keine überwältigenden Vorteile im Kampf liefern. Falsch eingesetzt, oder vom Gegner durchschaut, kann sie sogar gegen ihn verwendet werden.

      Hoffe ich konnte das ganze so ein bisschen erläutern.
      Falls nicht, frag einfach
    • Magische Welten Band 1, Gerechtigkeit

      Kapitel 9, Der Tork

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      Münzland, Torkwald

      „Vater… In den letzten Tage war ich nicht ich selbst. Ich habe mein Ziel aus den Augen verloren… Und mein Handeln wurde durch eine Selbstverständlichkeit gelenkt, die sich in den Jahren so gebildet hat. Ich war am Taumeln, doch ich bin nicht gefallen. Nun steh ich fester als je zuvor. Vater… Ich bin Daisuke Kagayaki“
      Er öffnete die Augen und schaute direkt in die des miesgelaunten Torks, der ihn nun aus voller Kehle anbrüllte. Dabei entblößte er viele seiner gelben, dreckigen Zähne. Gerade als Daisuke das Netz weiter hochklettern wollte, griff das fünfzehn Fuß große Monster das Seil, an dem das Netz hing. Seine vier Finger hielten es in festem Griff und zogen es rasch zu sich heran, und der Tork öffnete schon sein stinkendes Maul.
      Im letzten Moment hielt ihm Daisuke seine Handfläche entgegen, die nun anfing zu leuchten. „Heute nicht!“ Ein kurzer und unglaublich greller Lichtblitz entfuhr seiner Hand und blendete das Ungetüm sofort. Von dem gleißenden Strahl getroffen, schleuderte es den Jungen samt Netz gegen den Baum und hielt sich die großen Pranken auf die Augen, während es wütend zu brüllen begann.
      Als Daisuke gegen den Baum schlug, löste sich sein Fuß aus der Masche des Netzes und er fiel zu Boden. Etwas benommen von dem tiefen Sturz und dem aufgewirbelten Staub sah er, wie die große blaue Bestie nach hinten torkelte und mit einem Fuß schon im Bach war. Daisuke schaute direkt in die andere Richtung, aus der er gekommen war. „Tadashi…“ Er rappelte sich auf. „Ich muss ihn finden.“ Daisuke rannte wieder in die Richtung des Lagerfeuers. Doch schon nach wenigen Metern musste er erschrocken haltmachen. Drei riesige blaue Finger legten sich um die dunkle Rinde eines Baumes.
      Daisuke konnte gerade noch so bremsen, als sich hinter dem großen Baum ein weiterer Tork hervortat. Mit seinen vielleicht neun Fuß war er zwar weniger groß als der erste, aber nicht weniger bedrohlich. Als das Monster an dem Baum vorbei auf Daisuke zu kam, ritzte eins seiner mehreren schwarzen Hörner die Rinde des Baumes auf. Vorsichtig ging der Junge einige Schritte zurück und seine Hand suchte schon den Griff seines Schwertes, ehe er schmerzlich feststellen musste, dass er es am Lagerfeuer fallengelassen hatte. Für jeden Schritt, den der Tork näherkam, ging Daisuke zwei zurück. Einen weiteren Lichtblitz würde er in so kurzer Zeit nicht nochmal schaffen. Dennoch hielt er ihm seine linke Handfläche entgegen. Als ob es ihm was nützen würde. Dann bäumte sich die Bestie zu seiner vollen Größe auf und wollte gerade auf Daisuke zustürmen, als Tadashi von einem der Bäume auf das Monster herabsprang und dabei mit Daisukes Schwert den Rücken des Torks aufschlitzte. Auf den Boden angekommen, zog er die Klinge schnell aus dem Tork heraus und warf sie Daisuke zu.
      „Beeil dich, da sind bestimmt mehr im Anmarsch“, sagte er nur, während er an Daisuke vorbeirannte.
      Dieser sah, wie sich der Tork vor Schmerzen krümmte. Schnell rannte er Tadashi nach. „Nicht zum Bach da ist-“, dem Jungen fehlten die Worte, als er Tadashi eingeholt hatte. Wie angewurzelt blieb der schwarz gekleidete Dieb einfach stehen. Daisuke tat es ihm gleich.
      „Was zu Hölle?“ Mehr brachte Tadashi nicht über die Lippen, als er vor einem Tork stand, der ganz und gar eingefroren schien. Eine Eisschicht umhüllte den Körper des Biests und eine kleine Eisspur führte zum Bach hinter ihm, der immer noch fröhlich vor sich hinplätscherte. Tadashi ging langsam auf die gefrorene Skulptur zu und klopfte vorsichtig gegen das erstarrte Bein. „Pures Eis“, stellte dieser fest. „Ein bisschen früh für diese Jahreszeit, findest du nicht?“
      Daisuke schenkte ihm nur ein kurzes Schmunzeln, ehe er sich zu der Eisspur hinter dem Tork begab. „Ich habe doch gesagt wir werden verfolgt…“.
      „Hö- ?“ Tadashi war immer noch zu fasziniert von dem Tork, als dass er Daisuke zuhören konnte.
      Erst der erneute Schrei eines Torks, der ganz in der Nähe sein musste, riss ihn aus seinem Staunen.
      „Öhm ja, wir sollten dann.“
      Daisuke nickte und zusammen liefen sie in die Richtung, aus der sie ursprünglich gekommen waren.

      Nachdem sie es endlich geschafft hatten, den Wald unbeschadet zu verlassen, machten sie sich auf den Weg zurück nach Tenzen. Während sie unter der prallen Mittagssonne den Weg zurück zum Schmied folgten, fing Tadashi an zu quengeln.
      „Boah, du könntest mir die Schwerter ruhig mal abnehmen. Ob du es glaubst oder nicht, es ist nicht gerade sehr angenehm, vier Schwerter umgebunden zu haben.“ Mit einem Ruck seiner Schulter brachte er die Schwerter wieder in eine angenehmere Trageposition.
      „Die Banditen haben sich die Mühe bestimmt auch aufgeteilt… apropos, grad eben, nach dem Kampf… Warum bist du da wie von der Tarantel gestochen weggelaufen?“
      Doch er bekam keine Antwort von Daisuke. Dieser schien völlig in Gedanken versunken.
      „Hallo? Bist du noch da oder schlafwandelst du?“ Erst als ihm Tadashi gegen den Kopf schnippte, bekam er die Aufmerksamkeit des Jungen. „Hey, was ist los? Warum bist du so still?“
      „Der gefrorene Tork… Es muss ein Magier gewesen sein? Es war bestimmt die Person, die uns verfolgt hat“, meinte Daisuke während er mit seinen Fingern seine Unterlippe knetete.
      „Du machst mir einen paranoiden Eindruck, mein kleiner Freund“, schüttelte Tadashi nur den Kopf.
      „Die Frage ist nur, wie lang ist er dann schon hinter uns her? Und überhaupt, hinter mir oder hinter dir?“ Daisuke schaute nun Tadashi direkt an.
      Dieser hob schützend die Hände vor sich. „Hinter mir? Wieso das denn? Mich verfolgt keiner!“
      „Sicher, dass du nicht noch jemanden um sein Geld erleichtert hast und der sich das nun zurückholen will?“, stellte Daisuke anklagend in den Raum.
      „Pff, das ist doch lächerlich. Ich mein, daran würde ich mich doch erinnern. Außerdem war der letzte ein Gerki. Der würde den weiten Weg aus der Wüste wohl kaum auf sich nehmen für zweihundert Eru“, lächelte Tadashi die Anschuldigung weg.
      Doch Daisuke ließ nicht locker. „Naja, vielleicht liegt es auch an deiner Verbindung zu den Kuro… Auf die ist immerhin ein hohes Kopfgeld ausgesetzt.“
      „Ach was, da gibt es keine Verbindung“, sagte er, während er mit der Hand auch diese Bemerkung ins Nichts zu scheuchen schien.
      „Schade“, meinte Daisuke nur, als sein Blick wieder zu Boden ging.
      „So, nun aber zu dir“. Tadashi stieß ihm mit dem Zeigefinger auf die Brust „Vielleicht ist man ja auch hinter dir her, Mister Oberdetektiv“
      „Hinter mir?“, fragte er und hob belustigt die Augenbrauen. „Was soll man denn von mir wollen?“
      Tadashi ging nun einige Schritte vor und drehte sich zu seinem Partner um, während er rückwärts weiterlief. „Na, sag du es mir. Schließlich bist du hier der mit der geheimen Mission. Verlässt auf einmal die Mauern deines wohlbehüteten Anzems und kommst ins Münzland, um irgendwen in einer Geisterstadt zu treffen.“
      „Ich habe nie gesagt, dass meine Mission geheim ist“, sagte Daisuke ködernt.
      „Ach nein?“, biss Tadashi an. „Na, wen willst du denn dann in Tukajashi treffen?“
      „So genau weiß ich das selber noch nicht. Ich weiß nur, dass es einer von den Kuro ist.“
      „Warte, was?“, stieß Tadashi noch hervor, ehe er über einen Stein hinter sich stolperte und zu Boden fiel. Er starrte Daisuke an, als dieser ihm die Hand reichte. „Welchen Kuro, kennst du seinen Namen?“
      „Nein, leider nicht. Aber was würde dir der Name denn nützen? Du hast doch eh nichts mit denen zu tun“, sagte Daisuke grinsend, während er seinem Partner hochhalf.
      „Ja, stimmt auch. Also nicht direkt“, stammelte der Dieb vor sich hin.
      „Im Wald hast du doch erzählt, dass du dich mit deren Techniken vertraut gemacht hast… und dieses Wurfmesserschnur-Teil da in deiner Jacke…“
      Tadashi hob seine Jacke rechts an und gewährte so einen Blick ins Innere. Hinter seinem Rücken konnte man eine Spule entdecken, von der eine Schnur zu einem der beiden Dolche führte
      „Das hier?“, fragte er. „Das hat nichts mit den Kuro zu tun. Das ist eine Erfindung von Gazos Insel. Habe es von einer Lieferung… ehm… bekommen.“
      Daisuke schlug sich die Hand vor den Kopf. „Du hast Gazo bestohlen? Na ich denke, dann wissen wir ja, wem wir unseren Verfolger zu verdanken haben.“
      „Was? Nein, das ist schon Jahre her. Außerdem waren auf dem Wagen, soviele von den Dingern, da fällt eins mehr oder weniger nicht auf“, stellte Tadashi fest. „Und jetzt hör auf mit deinem Verhör. Du machst mich ja auch schon ganz paranoid. Wir gehen jetzt zu Talor, und der schifft uns dann rüber. Dann sind wir deinem Verfolger, falls er denn überhaupt existiert, eh los.“
      „Mmh, wahrscheinlich hast du recht“, gab Daisuke missmutig zu.
      „Ach, und jetzt trägst du mal diese Schwerter“, jammerte Tadashi.



      HIER FOLGT EIN BILD VON EINEM TORK...



      Noch mal vielen Dank an Tariq, die sich bei den letzten Parts die Mühe gemacht hat, nochmal vor veröffentlichung drüber zuschauen und sämtliche Fehler anzumarkern
      Vielen Dank, Tariq^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Etiam ()

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      Etiam schrieb:

      Er schaute ihn zwar an, doch schien er in Trance und vernahm nur gedämpfte Klänge.
      "Gedämpfte Klänge" klingt hier doch etwas zu sanft, um der Situation gerecht zu werden. Ich würde außerdem den Teil mit der Trance noch ein wenig umstellen und statt zwei nur einen einzigen Nebensatz daraus machen. So zB: "Er schaute ihn zwar an, doch alles drang wie in Trance nur gedämpft an seine Ohren."

      Etiam schrieb:

      Erst das laute Klirren, der aufeinanderschlagenden Waffen schien ihn wohl aus dieser Starre rauszuholen. Auf einmal ging alles sehr schnell.
      Du scheinst scheinbar neuerdings Freude am unscheinbaren Wörtchen scheinen gefunden zu haben. Trotzdem würde ich seine Verwendung ein wenig zurückschrauben und einfach nur schreiben: "Erst das Klirren der aufeinanderschlagenden Waffen weckte ihn aus seiner Starre ..."

      Etiam schrieb:

      Daisukes Partner schlich sich hinter zwei der Banditen und ging in die Hocke. Er holte aus und schlitzte beim Wiederhochkommen jeweils eine Kniekehle der zwei Banditen durch.
      An der Stelle kam mein, sonst ziemlich gut laufendes Kopfkino etwas ins Stolpern. Zuvor beschreibst du, wie sich alle Banditen auf Daisuke stürzen und nun kommt Kahiko seelenruhig von hinten und nimmt sich sogar noch die Zeit, sich erst einmal hinzuknien. Dein Kampf verliert an dieser Stelle etwas seine Dynamik, denn in der Vorstellung des Leser stehen die beiden Banditen auf einmal nur noch dusselig in der Gegend rum.
      Ich würde Kahiko vielleicht einfach lautlos von hinten kommen lassen, damit er dann beiden sein Messer in die Nieren o.ä. rammt. Scheinbar will er sie ja nicht direkt töten, sonst hätte er ihnen nicht die Kniekehlen durchgeschnitten.

      Etiam schrieb:

      Eines dieser Messer warf er nun in Richtung des auf ihn zustürmenden Räubers.

      Etiam schrieb:

      Daisuke parierte die Angriffe des in Raserei verfallenen
      Die Beschreibungen fallen hier beide etwas sehr lang und umständlich aus. Im ersten Fall könnte man einfach scheiben "... in Richtung des anstürmenden Räubers." und beim zweiten lediglich "Daisuke parierte die zornigen Angriffe". Allgemein würde ich solche Formulierungen wie "der in Raserei Verfallene" als Ersatz für eine Person eher vermeiden. Es klingt meist ziemlich altbacken und erzwungen, wobei es freilich wie bei allem auch Situationen gibt, in denen es passen kann.

      Etiam schrieb:

      Sein Gesicht verzog sich vor Hass, und er begann stotternd die zwei Jungs anzuschreien. „Ihr Narren habt Garrs Blut an den Händen. Dafür wird er euch umbringen, ihr Schweine!“
      Ich würde den Banditen in seiner wötlichen Rede dann auch tatsächlich etwas stottern lassen, da es an dieser Stelle sehr gut passt. ("I- i- ihr Narren habt Garrs Blut an den Händen. Da- dafür wird er euch umbringen, ihr Schweine!") :)

      Etiam schrieb:

      Sofort eilte Tadashi an seine Seite und hielt sein letztes Messer wurfbereit. Doch so, wie der Flüchtige zwischen den Bäumen vor ihnen davonlief, gab Tadashi den Versuch schnell auf, ihn doch noch zu erwischen.
      Du könntest einmal über Alternative Bezeichungen für Tadashi und Daisuke nachdenken. Oftmals schreibst du ziemlich dicht hintereinander entweder "er" oder ihre Namen, sodass es ein wenig eintönig wirkt.

      Etiam schrieb:

      Als er aufschaute, konnte er ihn sehen. Den Bach. Schnell stand er auf und rannte auf diesen zu.
      "Dieser/ diese/ dieses" würde ich in solchen Situation ebenfalls eher vermeiden. Es klingt sonst immer ungewollt geschwollen. Stattdessen könntest du einfach "... und rannte darauf zu." schreiben.

      Etiam schrieb:

      Er versuchte, sich nicht zu bewegen, um keinen Laut von sich zugeben und so nicht bemerkt zu werden.
      Den letzten Teil kann man eigentlich streichen, das erschließt sich aus dem Kontext.

      Was dir aber sehr gut gelingt ist Daisukes Schock über sein eigenes Tun. :D Man sieht hier richtig schön den jungen Burschen, der zuvor wohl nicht so viel mit Mord und Todschlag am Hut hatte.

      "Vem har trampat mina svampar ner?!"

      "Spem sine corpore amat, corpus putat esse, quod unda est." - Ovid, Metamorphosen
    • Hey @Etiam,
      Konnte nun Kapitel 9 auch von meiner "To-Do-Liste" streichen und an sich... gefällt mir auch dieses Kapitel mal wieder ziemlich gut. Zwar ist es wieder etwas länger, aber es ist durchaus angenehm lesbar. ;)
      Zu den Inhalten:
      Also an sich wirklich schön geschilderte Kampfszenen mit den Torks und die "Vereisung" hat bei mir doch tatsächlich ziemlich viel Interesse geweckt. Auch die Leichtigkeit und Fröhlichkeit von Tadashi im Vergleich zu Daisukes Vorsicht und Unbehagen bringen dem Kapitel eine ziemlich angenehme Dynamik. 8)
      Rechtschreibfehler und Fehler in der Kommasetzung bemängel ich ja so gut wie nie, aber nebenbei sind mir hier auch kaum Fehlerchen bewusst geworden. Ein Mal musste ich etwas stutzen... und zwar bei dem Begriff "Detektiv". Für mich persönlich, ist "Detektiv" ein ziemlich moderner Begriff, der hier irgendwie deiner Fantasywelt so einen Seitenhieb aus unserer Gegenwart verpasst. Keine Ahnung, wie du das siehst, aber ich finde, dass dieser Begriff hier nicht so rein passt. ||
      Ansonsten war das ein schönes Kapitel. Auch die Schuldzuweisungen am Ende, wer an ihrem Verfolger schuld sei, bringen ein klein wenig Humor mit ins Spiel. Interessant ist natürlich die Verbindung zu den Kuro, die sowohl Daisuke, als auch Tadashi erwähnen.
      Ich freue mich darauf, dass es weiter geht ^^

      LG Lehaidin
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Neu

      Xarrot schrieb:

      und nun kommt Kahiko seelenruhig von hinten und nimmt sich sogar noch die Zeit, sich erst einmal hinzuknien.
      Ehm, ok. Aalso ich hab da jetzt abgeändert. Aber es war eigentlich schon geplant, dass das alles in einem Lauf passiert.

      PS. Das hier ist nicht Kahiko (Captain der Grenzwache), sondern Tadashi (Dieb aus dem Gasthaus)^^

      Xarrot schrieb:

      "I- i- ihr Narren habt Garrs Blut an den Händen. Da- dafür wird er euch umbringen, ihr Schweine!")
      Hat ich am anfang auch so vor. Nur wusste ich nicht ob man das nun auch wirklich s schreibt oder ob die erwähnung reicht. So finde ich es aber auch schöner

      Xarrot schrieb:

      Du könntest einmal über Alternative Bezeichungen für Tadashi und Daisuke nachdenken. Oftmals schreibst du ziemlich dicht hintereinander entweder "er" oder ihre Namen, sodass es ein wenig eintönig wirkt.
      Ja, damit habe ich es im moment echt schwer. Ich weiß einfach nicht wie ich die noch benennen kann. Sie haben leider keinen Titel wie zum Beispiel Majiku oder Kahiko.

      Lehaidin schrieb:

      Zwar ist es wieder etwas länger,
      Ja, lag daran dass ich zwei Seiten (wie empfohlen) geschrieben habe. ABER mein Gehirn war anscheinend AFK und so hab ich vergessen Absätze zu machen in der ersten Hälfte... Das war dann natürlich alles etwas gequetscht. und als mir das auffiel, war das Kapitel schon fertig.

      Lehaidin schrieb:

      Also an sich wirklich schön geschilderte Kampfszenen mit den Torks und die "Vereisung" hat bei mir doch tatsächlich ziemlich viel Interesse geweckt. Auch die Leichtigkeit und Fröhlichkeit von Tadashi im Vergleich zu Daisukes Vorsicht und Unbehagen bringen dem Kapitel eine ziemlich angenehme Dynamik
      Dynamik und Spannung!? Cool. Mehr will ich im Moment auch nicht erzeugen^^ Gut zu wissen das es zu funktionieren scheint. :thumbsup:

      Lehaidin schrieb:

      Ein Mal musste ich etwas stutzen... und zwar bei dem Begriff "Detektiv". Für mich persönlich, ist "Detektiv" ein ziemlich moderner Begriff, der hier irgendwie deiner Fantasywelt so einen Seitenhieb aus unserer Gegenwart verpasst.
      Das ist so eine Sache. ich weiß selber nicht in welche Richtung ich da in der Zukunft gehen will. Entweder ich verbanne solche Wörter oder ich versuche dem ganzen wirklich einen moderneren flair zu geben. Keine Ahnung. Ich hab das Wort jetzt noch drinn, liegt aber eher daran, dass mir momentan kein anderes Wort einfällt das mir auch vom Klang her gefällt.

      Lehaidin schrieb:

      Interessant ist natürlich die Verbindung zu den Kuro, die sowohl Daisuke, als auch Tadashi erwähnen.
      Sehr schön, ich versuche über all Verbindungen zu irgendwas zu ziehen^^ (Natürlich alles relevant). Am Anfang hat man natürlich noch nicht so viel, aber so langsam bildet sich die Welt doch etwas. Aber wir sind noch weit entfernt vom großen ganzen. (Als jemand der sich die Welt von Tolkien vorgenommen hat, weißt du ja wie groß sowas sein kann^^)
    • Neu

      Magische Welten Band 1, Grechtigkeit

      Kapitel 10 Besprechung

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      In Anzem, Hauptstadt Barlick
      Genauer, im Schloss der Königin.

      Es war ein großer Tisch, an dem die lediglich vier Beteiligten Platz nahmen. Dennoch blieb ein Stuhl frei. Der Saal, in dem sie sich befanden, war nicht wirklich groß. So reichten lediglich zwei hohe Fenster aus, um den weißen Raum noch heller wirken zu lassen. Wie der Tisch selbst, war das Zimmer rund und besaß gleich mehrere Türen, an denen jeweils ein Gardist von Anzem seinen Dienst tat. An jeder Ecke, ob nun an den Wänden oder den wenigen Möbeln im Raum, konnte man das vierteilige Schild, das Wappen von Anzem erkennen. So war es auch kaum verwunderlich, dass es den großen Besprechungstisch zierte. Genau auf diesen stützte sich ein Mann nach vorne, als er sich an sein Gegenüber wandte.
      „Zum letzten Mal, wir fordern, dass Sie die Aufrüstung ihrer neuesten Länderei dringlichst unterlassen. Das führt nur zu weiteren unnötigen Spannungen in dieser prekären Situation.“
      Es war Gareth Loan, der diese Worte aussprach, besser bekannt als der Minister. Er war schon damals engster Vertrauter des Alt-Königs Barlick Anzem gewesen. Und nun stand er auch Königin Niva Anzem mit Rat und Tat zur Seite. Selbstverständlich also, dass er auch an dieser Konferenz beteiligt war.
      Der Mann ihm gegenüber war nicht von minderer Priorität. Padon war der abgesandte Kiridus, Hauptstadt Sirans, und hier um der Beilegung dieses Streits beizupflichten.
      Während der Minister versuchte, sich zu beruhigen und dabei seine langen Haare wieder hinter die Ohren streifte, blieb Padon die Ruhe selbst. Mit übereinandergeschlagenen Beinen saß er zurückgelehnt in dem großen Stuhl und hörte sich alle Worte an, die der Minister ihm zu sagen hatte. Sichtlich gelangweilt schaute er dabei immer wieder hinüber zu der Königin Anzems, die ihn keine Sekunde aus den Augen ließ. Während der Minister ihm keine Angst zu machen schien, konnte er der Königin nicht lange in die Augen schauen, ohne ein gewisses Unbehagen zu spüren. Er strich sich mit seinen behandschuhten Fingern immer wieder über die Unterlippe, bis Loan mit seinem Vortrag endlich fertig war. Nun fuhr er sich mit der Hand kurz über die Glatze und dann durchs Gesicht, ehe er tief einatmete, um dem Minister zu antworten.
      „Ehrenwerter Minister, ich sagte Ihnen doch bereits, das hat nichts mit Ihnen zu tun“
      Gott, wie Niva diese Stimme hasste. Die Überheblichkeit, die darin lag, brachte ihr immer eine gewisse Übelkeit mit. Zum Glück unterbrach Loan den Mann in seinem lächerlichen Kittel, ehe er weiterreden konnte.
      „Es herrscht Kriegsgefahr. Und Sie wollen mir sagen, dass das vermehrte Stationieren Ihrer Soldaten nichts damit zu tun hat? Sie sind vor einer Woche erst zum Bürgermeister dieses Dorfes ernannt worden. Und die erste Amtshandlung von ihnen war ‚mehr Militär‘“
      „Herr Minister. Ich will Ihre kombinatorischen Fähigkeiten ja keinesfalls in Frage stellen. Aber Tanaka liegt nun einmal im Münzland. Da ist es doch selbstverständlich, dass ich die Verteidigungsanlagen hochfahre. Die Banditen heutzutage sind viel besser ausgerüstet als noch vor ein paar Jahren. Dazu kommt noch dieser lächerliche Söldner, der mit seiner Kindertruppe meine Arbeiter umbringt. Anzem hat schließlich seine Grenzmauer, um sich vor diesen Barbaren zu schützen… Auch wenn sie eher einer Pappwand gleichkommt.“
      Der Minister schnaubte nur über die Bemerkungen, die er zu überhören versuchte. „Welch eine Respektlosigkeit sie hier an den Tag legen. Ich habe keine Ahnung, wie sie es geschafft haben, in so vielen Dörfern das Amt des Bürgermeisters zu bekleiden. Sie haben keinerlei Erfahrung mit Politik, wie es mir scheint. Es ist mir weiterhin schleierhaft, wie Königin Aiu ‚Sie‘ als ihren Abgesandten ernennen konnte!“
      Padon schien von dieser Äußerung sichtlich getroffen. Er verließ seine gemütliche Sitzposition und rückte nun näher an den Tisch heran. „Ich habe den Ärztestab gegründet, wie ihnen sicher nicht entgangen ist. Die Führung über eine so große Organisation ist pure Politik!“, entgegnete er den Vorwürfen des Beraters und sprach das Wort ‚Politik‘ dabei überdeutlich aus. Nachdem Padon dies klargestellt hatte, lehnte er sich zurück und setzte wieder sein gespielt gut gelauntes Grinsen auf. Dabei wirkte sein Gesicht recht unsymmetrisch was an einer Narbe auf seiner linken Wange liegen konnte.
      „Außerdem, Eure Majestät, liegt Tanaka nicht einmal an der Grenze zu Eurem Königreich. Wozu also die Aufregung?“
      Auch wenn er auf die Worte der Königin wartete, so war es erneut Loan, der für sie sprach. „Sie liegt aber genau an der Flussmündung zu Gazos Insel. Wobei ich auch bei einer meiner zahlreichen Fragen angekommen bin: Wieso haben Sie Gazo zu diesem Gespräch eingeladen?“
      Bevor Padon auf irgendeine Weise antworten konnte, räusperte sich der Vierte am Tisch. Er war sehr klein und konnte geradeso über die Tischkante blicken. Das hellgrüne Wesen, dass dort saß, war ein Dinori. Doch anders als seine Artgenossen, beeindruckte er nicht mit stattlicher Höhe. Womit er ihnen aber in nichts nachstand, war das korpulente Erscheinungsbild. Kombiniert mit seiner mickrigen Größe, war er nicht gerade als dünn zu bezeichnen. Nichtsdestotrotz passte ihm sein Anzug makellos. Auch schienen mehrere Ringe sowie zwei eigens für ihn angereiste Leibwachen von Wohlstand zu zeugen. Er lauschte dem Gespräch bis hierhin aufmerksam. Nun wo sein Name gefallen war, meldete er sich mit seiner krächzenden Stimme selbst zu Wort. „Damit sie verstehen, Frau Majestät. Schließlich bin ich es, der sich Sorgen machen müsste. Aber ich versichere ihnen, dass dieser Mann nichts Ungewöhnliches im Schilde führt. Ich denke, dass mein Wort als größter neutraler Händler ein gewisses Gewicht hat, nicht? Ich sehe hier nur einen Mann, der das Beste für sein Dorf will.“
      „Wir haben erfahren, dass ihre Kriegsmaschinerie in Tanaka gesichtet wurde, Gazo“, führte der Minister den Zweifel an.
      Padon lachte nur gespielt. „Hören sie das, Gazo? Jetzt werden wir auch noch ausspioniert. Wie sie vielleicht wissen, ist Gazo, wie bereits erwähnt wurde, ein äußerst ehrbarer Geschäftsmann. Ich habe seine Erfindungen ehrlich erworben. Diese Möglichkeit steht ihnen auch offen.“ Selbstsicher nickte er Gazo zu.
      „Schluss mit den Spielchen!“, sprach die Königin machtvoll aus. Padon, der diese imposante Stimme schon kannte schien wenig überrascht. Gazo jedoch zuckte kurz zusammen. Er hatte die junge Königin zuvor noch nie getroffen. Generell verließ der Geschäftsmann nur selten seine Insel.
      „Vor kurzem kam einer ihrer Bürger vor unsere Tore“, zischte sie Padon an. „Flehte um Einlass und berichtete von etwas Großem, an dem in Tanaka gebaut wird.“
      „Lediglich ein paar Palisaden“, sagte Padon und schüttelte den Kopf
      „Für ein paar Palisaden wird man nicht umgebracht. Ein Schütze hat aus dem Wald auf ihn geschossen. Und sein Bolzen war leider schneller als unsere Männer am Tor.“ Die Königin wurde nun zunehmend ruhiger. Aber auch Padon ließ sich nichts anmerken.
      „Und? Habt ihr den bösen Buben erwischt?“, sein aufgesetztes besorgtes Gesicht war schlecht geschauspielert und man merkte, dass es auch genau so gewollt war. Es stockte aber, als er Nivas Antwort zu hören bekam.
      „In der Tat. Ein Lob an unsere treffsichere Einheit auf der Pappmauer.“ Ihre Miene verzog sich kein bisschen. Gazo sah wie Padon schluckte, und lehnte sich breit grinsend zurück. Der Minister wühlte in seiner Tasche und warf dann ein blaues Tuch auf den Tisch. Der Glatzkopf sah es nur kurz an, als er schließlich seine gelangweilte Antwort dazu gab. „Ich denke, jeder darf ein blaues Tuch bei sich haben. Das beweist gar nichts.“
      Der Minister genoss diesen Moment. „Oh, entschuldigt bitte.“ Er drehte das Tuch um, und zu sehen war eine eingestickte silberne Taube. „Das Symbol Sirans“, offenbarte der Minister.
      Padons Blick wurde direkt düsterer, das erkannte auch Gazo, der nun von seinem Stuhl sprang. Einer seiner Gefolgsleute eilte direkt zu ihm, um seinem Herrn einen Mantel umzulegen.
      „Wie ich das sehe“, begann Gazo. „Haben die beiden sie am Sack.“ Er lachte scheußlich.
      „Ich gebe zu“, begann Padon nun, „dass dieses Tuch, das Sie hier gefunden haben, in Siran als eine Art Auszeichnung verwendet wird. Aber hier liegt ein Missverständnis vor. Es muss einem unserer Männer abhandengekommen sein. Der Mörder, den ihre Männer da erwischt haben, ist höchstwahrscheinlich nur ein räudiger Bandit.“
      Der Minister stand nun auf und kam um den Tisch herum. „Leider häufen sich solche Missverständnisse in letzter Zeit.“ Er kam näher zu Padon, der sich seinerseits nun auch erhob. „Und diese Zufälle in ihrem Land… bewegen sich erschreckend oft in eine aggressive Richtung. Regeln sie das!“ Padon ging nun nahe an den Minister heran und schaute ihm direkt in die blauen Augen. „Was auf unserem Land und Boden geschieht… ehrenwerter Minister… hat sie einen Dreck anzugehen.“
      Padon schaute hinüber zur Königin. „Mir scheint es, als ob die Paranoia Eures Vaters auf sein Königreich abgefärbt hat.“
      Niva funkelte Padon böse an.
      Doch Letzt endlich war es Loan der Padon am Kragen packte. „Wagen sie es nicht Alt-König Barlick zu beleidigen!“ Loan knirschte mit den Zähnen während er den Kittel Padons in festem Griff hielt.
      „Er war krank. Das ist keine Beleidigung. Lediglich ein Fakt“, sagte Padon und bemühte sich ruhig zu bleiben.
      „Und trotzdem schaffte er es ein Land zu regieren. Er hat es geschafft die Übernahme der Arasi abzuwenden, dem euer Königreich nun untergeben ist.“
      Gazo schaute der Szenerie amüsiert zu als Padon zum verbalen Gegenschlag ausholte.
      „Nichts hat er geschafft! Er hat den Stolz der Menschheit, die Einigkeit, zerstört und das Königreich geteilt. Es herrscht immer Kriegsgefahr. Ihr lächerlicher Alt-König war auf dem besten Wege alles zu zerstören. Und seine Tochter-“, verächtlich schaute er Niva bei diesen Worten an. „rennt diesem Narren blind hinterher.“ Padon sah wie das Gesicht des Ministers zornig rot wurde. „Wütend Minister? Wütend zu erkennen, dass ihre Mutter umsonst gestorben ist?“
      Loan wollte gerade zum Schlag ausholen, da zog einer von der mitgereisten Leibwache Gazos schon ein Schwert. Padon gab jedoch mit seiner linken den Haltbefehl. Vorsichtig legten die Wachen im Raum schon ihre Finger um das Heft ihrer Klingen. „Wenn ich sie wäre ehrenwerter Minister, würde ich jetzt keine ruckartigen Bewegungen machen.“ Mit seinen Augen deutete er auf die zweite Leibgarde. Sie hielt ein komisches Teil in der Hand. Für Loan sah es aus wie ein Spielzeug, dass auf ihn gerichtet wurde.



      HIER FOLGT EIN BILD VON GAZO...