Der Gott, der nicht sein sollte

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    • @Rainbow und @Sensenbach

      Ganz ehrlich ... das hatte ich nicht erwartet. :D

      Freut mich wirklich riesig, dass es euch so gut gefällt, aber erwartet hätte ich es wirklich beim besten Willen nicht xD

      Sensenbach schrieb:

      Ich sehe es schon in 3D auf der Leinwand vor mir. Und ich so: "Kenn den Autor, hab ihm ein bisschen geholfen. Hat schon Talent" (Weist was ich mein)
      Das ist das beste Kompliment, dass ich bisher bekommen habe. =O Danke, danke! :thumbsup:

      Allerdings macht mich das alles noch nervöser, hinsichtlich des nächsten Teils. Hoffe wirklich, dass der nicht enttäuscht :/

      Ich melde mich morgen noch mal. Sitze gerade eigentlich in der Kneipe und tippe mit dem Handy. :D
    • Wenn der nächste Teil scheisse ist, gibt es kloppe.

      Das ist klar ;)
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Hey,

      jetzt bloß nicht gleich abheben :) ...aber wo Lob angebracht ist, da muss man es loswerden...wir halten ja auch nicht mit Kritik hinterm Berg ;)

      Wo wir gerade dabei sind:

      Rebirz schrieb:

      Ich melde mich morgen noch mal. Sitze gerade eigentlich in der Kneipe und tippe mit dem Handy.
      Darf ich dich an deinen Vorsatz von letztem Wochenende erinnern?

      Rebirz schrieb:

      Guten Morgen / Nachmittag ... Gott, mir brummt der Schädel Ich sollte weniger trinken und mehr schreiben!
      ...also, wenn der nächste Teil scheiße wird, dann wissen wir warum :D ...vielleicht wird er aber auch gerade deshalb gut? :hmm: Man weiß es nicht...wir werden sehen...

      LG und noch einen schönen Abend,
      Rainbow
    • Morgäähn!

      So, wieder nüchtern und ausnahmsweise mal keinen schwere Kopf. :thumbsup:

      Sensenbach schrieb:

      Wenn der nächste Teil scheisse ist, gibt es kloppe.

      Rainbow schrieb:

      ...also, wenn der nächste Teil scheiße wird, dann wissen wir warum
      Never drink and write! :P Nur gut, dass ich ja schon alles fertig geschrieben habe und nur noch Korrekturen durchführe :P


      Sensenbach schrieb:

      PS: Yu ist doch ein Frauentyp. Was sagt er denn zu Lizzy. Soviel Zeit muss sein!
      Ich frag ihn mal. Vielleicht spuckt er ja noch ein paar Anmerkungen aus. :D


      Noch mal Danke für die Lobesworte. Das gibt einen echten Motivationsschub! Da schreib ich doch gleich wieder am aktuellen Teil weiter!

      Gruß
      Rebirz
    • Rebirz schrieb:

      Sämtliche Beleidigungen (komma) die mir einfallen (komma) werfe ich ihm an den Kopf und auch Yu hat wohl mittlerweile verstanden, was ich versuche zu erreichen.
      zwei schöne Teile. Jetzt hat es Marc also doch erwischt und das nicht zu knapp. :D
      Und der schweigende Junge war gar nicht so deplatziert und wehrlos, wie gedacht. Im Alleingang einen riesigen verbrannten Minotaurus besiegt. Nicht schlecht :rofl:
      Ich mag den Teil aus Yus Sicht. Sehr blumig beschrieben. Die ganze Umgebungsbeschreibung, sehr cool und nachvollziehbar gelungen! Jetzt bin ich mal gespannt, was Lizzy zu erzählen hat und ob Dimitri den guten Marc wieder auf die Beine bekommt. xD
      Diesmal nichts zu meckern. :P

      LG, Kyelia

      Für eine Welt, die mehr Einhörner braucht! #Vote4Jen!
    • Zu Kapitel 3.2

      Rebirz schrieb:

      Als einer der beiden von rechts in meine Reichweite kommt, reagiert etwas in mir, bevor ich überhaupt darüber nachdenken konnte.
      kann

      Rebirz schrieb:

      Ich mache zwei schnelle Schritte in Richtung des Ghuls, womit er definitiv nicht gerechnet hat und er stolpert überrascht zurück.
      Dieser Satz liest sich mMn nicht schön. Du hast den Ghul und doppelst ihn dann noch zweimal mit er. Das solltest du nochmal umstrukturieren.

      Rebirz schrieb:

      Der Mann bei der Ruine unterbricht unsere Unterhaltung. „Lizzy! Ein bisschen Hilfe wäre nett. Ich verblute hier!“
      So schlimm kann es nicht sein, wenn der Typ noch witze reißen kann xD

      Zu Kapitel 4.1

      Rebirz schrieb:

      Fakt ist: Der Bulle bedroht meinen Freund.
      Lösung: Der Bulle muss sterben!
      Simpel und praktisch. Ich mag, wie dein Prota denkt.

      Rebirz schrieb:

      Der Boden kommt bedrohlich schnell näher, doch glücklicherweise war meine Attacke nicht gänzlich ohne Effekt. Das Monstrum ist stehen geblieben, was mir eine zweite Chance gibt zuzustechen. Diesmal dringt die Klinge in seinen Rücken ein.
      Schonmal vom 10 Meter Brett gesprungen. Du bist so fix unten, da kannst du nicht wirklich viel tun. Wenn Marc also das Schwert beim ersten Mal nicht in die Haut des Minotaurus rammst, bekommt er definitiv keine Zweite Chance, sondern schlägt einfach unten auf und ist Brei.

      Rebirz schrieb:

      „Wir hatten ja schon etliche Tiefpunkte, aber das ist wirklich die Krönung unserer Beziehung, mein Freund. Das hier ist beschissener als meine Arbeit bei der Dixi-Putzkolonne!“
      Achja, Yu :thumbsup:


      Ich weiß an dieser Stelle nicht so ganz, was ich vom Charakter der Geschichte halten soll. Geht das jetzt in Richtung Parodie oder willst du hier ein spannendes Epos aufziehen? Bei den Dialogen vermute ich ersteres - zwei Freunde landen in einer Fantasywelt, in der alle mega ernst sind und gefährliche Schlachten kämpfen und die beiden blödeln rum (funktioniert ja), aber in den Kampfszenen liest es sich wieder, als wolltest du hier durchaus dann den epischen Kampf aufbauen. Beides zusammen kann sicherlich auch funktionieren - für mich als Leser läuft es gerade aber noch ziemlich konträr zueinander.

      Was ich von den Kämpfen halten soll, weiß ich auch noch nicht ganz. Wenn Marc mal eben so 5 von den Ghulen fertig macht und nicht verletzt wird + diesen Minotaurus, dann sind Menschen aus der realen Welt entweder sehr viel stärker, oder die Monster und die Legionäre sind ziemlich schwach x)

      Mal sehen, wie sich die Geschichte weiter entwickelt, das ist jetzt der Eindruck, den ich gerade im jetzigen Moment habe.

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


      Besucht meinen Fuchsbau
    • hey @Alopex Lagopus

      Alopex schrieb:

      Ich weiß an dieser Stelle nicht so ganz, was ich vom Charakter der Geschichte halten soll. Geht das jetzt in Richtung Parodie oder willst du hier ein spannendes Epos aufziehen? Bei den Dialogen vermute ich ersteres - zwei Freunde landen in einer Fantasywelt, in der alle mega ernst sind und gefährliche Schlachten kämpfen und die beiden blödeln rum (funktioniert ja), aber in den Kampfszenen liest es sich wieder, als wolltest du hier durchaus dann den epischen Kampf aufbauen. Beides zusammen kann sicherlich auch funktionieren - für mich als Leser läuft es gerade aber noch ziemlich konträr zueinander.
      Dazu kann ich jetzt fast nichts sagen, ohne zu spoilern. Nur so viel: Es wird sich bald einiges erklären. Hinsichtlich der Tatsache, dass die beiden sehr stark sind, als auch wie der Verlauf der Geschichte sein wird. :)


      Alopex schrieb:

      Was ich von den Kämpfen halten soll, weiß ich auch noch nicht ganz. Wenn Marc mal eben so 5 von den Ghulen fertig macht und nicht verletzt wird + diesen Minotaurus, dann sind Menschen aus der realen Welt entweder sehr viel stärker, oder die Monster und die Legionäre sind ziemlich schwach x)
      Selbes Thema wie beim Letzten Kommentar. Erklärung folgt in den nächsten Kapiteln :)
      Vielleicht lasse ich ihn aber sogar noch ein paar Schrammen kassieren. Das lässt ihn jetzt nicht nennenswert schwächer erscheinen und sollte ein paar Zweifel beseitigen. :)

      Schönen Sonntag
      Rebirz
    • OK! Hier kommt also mein großes Sorgenkind. In diesem Kapitel erkläre ich viel über meine Welt. Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich das wirklich alles so hier auf einmal verpacken soll, aber es erschien mir zum einen unrealistisch, die Protas hier im Halbdunkeln zu lassen und auch finde ich, braucht der Leser dieses Wissen von nun an.
      Ich mach mich schon mal bereit für die Hiebe ... here we go!

      Kapitel 5.1

      Yuji Bennet

      Spoiler anzeigen

      Wir erreichen einen kreisrunden Raum, indem sich nur ein einziges Möbelstück befindet. Durch die mächtigen Götterstatuen, welche entlang der Wand aufgestellt sind, wirkt er trotzdem verdammt beeindruckend. Ich geselle mich zu Lizzy an den Tisch in der Mitte, dessen Form mich ein wenig an einen Roulettetisch erinnert. Er ist tief geformt und auf der Innenseite der Halbschale sind mysteriöse Gravuren eingearbeitet.
      „Ich kann an deinem Gesichtsausdruck erkennen, dass du mich am liebsten sofort mit tausenden Fragen bombardieren möchtest, aber bitte glaub mir: Auch wenn ich jede Einzelne absolut ehrlich und ausführlich beantworte, du würdest nur noch weniger verstehen als bisher. Um das ganze Bild begreifen zu können, musst du erst verstehen, was dieser Ort hier ist, welche Funktion er hat und viel wichtiger: Du musst verstehen, wer du selbst wirklich bist.“
      „Eigentlich würde es mir auch genügen, wenn du einfach nur damit rausrückst, wie Marc und ich schnellstmöglich von hier verschwinden können. Allerdings befürchte ich, dass es nicht ganz so leicht sein wird, richtig?“
      Lizzy schüttelt nur den Kopf. „Ihr beide könntet jederzeit weggehen. Niemand würde euch aufhalten. Aber sei ehrlich: Würde es dich nicht wahnsinnig machen, wenn du nicht wüsstest, was hier geschehen ist? Meinst du allen Ernstes, du könntest jemals wieder ruhig einschlafen, ohne dir vorher das Gehirn darüber zu zermartern: Was wäre gewesen wenn?“

      Mit vor der Brust verschränkten Armen blase ich die Backen auf und lasse die Luft langsam wieder entweichen, um den Eindruck zu erwecken, ich würde angestrengt über ihre Worte nachdenken. Aber die Wahrheit ist, dass es nichts zum Nachdenken gibt. Die Frau hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich würde mir das Hirn regelrecht zermalmen, wenn ich nicht herausfinde, was zur Hölle hier abgeht.
      Für einen Moment mustere ich sie und bemerke das erste Mal, wie hübsch sie eigentlich ist. Ihre langen, dunkelroten Haare, hat sie zu einem Zopf geflochten, der ihr über die linke Schulter hängt. Lizzy muss etwa 1,70 m groß sein. Also nicht ganz einen Kopf kleiner als ich. Die grüne Tarnhose steckt in Lederstiefeln, das schwarze Shirt liegt eng an ihrem sportlichen Körper an. Der Statur nach könnte sie eine Leichtathletin sein.
      „Wir hatten noch gar nicht die Gelegenheit, uns richtig vorzustellen. Mein Name ist Yuji Bennet. Meine Freunde nennen mich Yu“, breche ich das Schweigen und seit Langem bin es einmal nicht ich, der überrascht ist.
      „Ähm ... Ja. Stimmt. Entschuldige. Ich heiße Elizabeth Smith. Die meisten nennen mich einfach nur Lizzy“, antwortet sie und reicht mir die Hand über den Tisch.
      „Also gut, Elizabeth. Mein Ohr gehört ganz dir. Ich bin gewappnet für jede Menge verrückter Geschichten. Nur keine Hemmungen!“
      „Bitte nenn mich Lizzy.“
      „Dann biete ich dir hiermit auch das Yu an.“
      Sie atmet noch einmal tief durch und lässt dann ihre Hand über den Rouletttisch gleiten.
      Warum lacht nie jemand über dieses geniale Wortspiel?

      Die Gravuren schimmern plötzlich in einem matten Licht und lassen ein Hologramm der Erde erscheinen. Es schwebt zwischen uns in der Mulde des Tischs. Lizzy macht eine Bewegung mit beiden Händen, als würde sie mit einem Touchscreen arbeiten. Die Kugel wird etwas größer.
      „Das ist die Welt, wie die Menschen sie kennen. Es ist ihre Realität“, beginnt sie zu erzählen. „Ein kleiner Bruchteil der Weltbevölkerung ist jedoch dazu in der Lage, hinter den Vorhang des Offensichtlichen zu blicken. Ich möchte dir erklären, was sich dort verbirgt, Yu. Dafür muss ich allerdings weit ausholen und zum Anfang zurückgehen. Zum Anfang von allem. Zur Entstehung der Welt.“
      Schöpfungsgeschichte 2.0 ... Gerade wo ich dachte, dass es unmöglich noch verrückter werden kann.
      Erneut gestikuliert Lizzy mit den Händen. Das Licht wird gedimmt. Wie ein Projektor wirft die schimmernde Kugel Bilder überall in den Raum. In diesem Fall ein beinah vollständig Schwarzes. Es fühlt sich sogar fast so an, als würde ich in völliger Dunkelheit durch das Weltall schweben.
      „Am Anfang war Nichts. Nur Chaos“, beginnt Lizzy zu erzählen. „Hast du schon mal versucht, nichts zu erklären? Nichts zu beschreiben? Oder an nichts zu denken? Du musst zugeben, es ist unmöglich.“
      Ich zucke mit den Schultern. „Um ehrlich zu sein, denke ich selten über etwas Tiefgründigeres als das Mittagessen nach.“
      „Jetzt bin ich aber überrascht“, schmunzelt sie neckisch und fährt fort. „Wenn du Ordnung in ein Chaos gebracht hast, ist es für dich ordentlich, für irgendjemanden in der Welt jedoch weiterhin unordentlich. Einfach, weil er einen anderen Sinn für Ordnung hat. Es ist und bleibt Chaos. Warum ist das so?“
      „Soll ich das alles Kommentieren, oder wird das einer dieser langweiligen Monologe?“
      „Weil man einen Gott nicht erklären, beschreiben oder gar beherrschen kann“, antwortet sie selbst und ignoriert meinen Einwurf. „Am Anfang war etwas, dass wir heute eine Gottheit nennen. Ein Begriff, den der menschliche Verstand hervorgebracht hat, um es auf seine eigene Art und Weise begreifen zu können. Einen wirklichen Namen gibt es für ihn, sie oder es nicht. Wir können es eben nur mit diesen Worten beschreiben. Gottheit, Chaos oder das Nichts. Sein wahres Wesen zu verstehen, ist für unsereins unmöglich.“

      Eine weitere Handbewegung von Lizzy lässt über dem Tisch eine gewaltige, jedoch leicht transparente Erdkugel erscheinen. Umkreist wird sie von einigen dichten Wolken, in ihrem Inneren bewegt sich eine rot-schwarze, formlose Masse.
      Prompt zieht es mir die Mundwinkel nach oben. Sieht aus wie Götterspeise mit Kackerlakenbrei-Füllung.
      „Genau wie wir Menschen heute die unterschiedlichsten Dinge erschaffen, brachte auch das Chaos etwas hervor. Die ersten Urgottheiten erschuf es aus sich selbst. Aus dem Nichts.“
      „Huh, da lag ich ja gar nicht so falsch mit meinem Gedanken. Das ist also der Urgötterbrei?“, rutscht es mir heraus.
      Für einen kurzen Augenblick bewegen sich Lizzys Lippen wortlos, bevor sie kopfschüttelnd fortfährt. „Die Menschen haben viele Geschichten geschrieben und nicht selten spielten dabei göttliche Eingebungen eine tragende Rolle. Fehlerfrei deuten und festhalten konnte sie jedoch niemand. Der normale menschliche Verstand ist dafür schlichtweg nicht gemacht. Immer wieder gibt es Abweichungen und Ereignisse, die nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen oder gar vollkommen verloren gegangen sind.“
      Diesen Text hat sie sicherlich schon hunderte male runtergeleiert, so hochgestochen wie das klingt.
      „Die griechische Mythologie entspricht am ehesten der Realität, obwohl zum Beispiel die ägyptische Zivilisation wesentlich älter ist. Nachdem auch die Namen aus dieser Mythologie am geläufigsten sind, werde ich meine Geschichte zum besseren Verständnis auf dieser aufbauen.“
      Sie deutet mir an, den Blick nun nach oben gerichtet zu halten.

      „Demnach, entstand zuerst Gaia, die Göttin der Erde.“
      Ein grünlicher Energiepuls durchfährt das Hologramm der großen Erdkugel. Alles klar. Das ist also Mama Earth.
      „Mit ihr erschuf das Chaos auch Tartaros, den Gott der Unterwelt, sowie Eros, die personifizierte Liebe.“
      Der Puls huscht nur durch den roten Götterbrei, obwohl von zwei Göttern die Rede war. Gut so. Ich hätte die Präsentation vermutlich nicht mehr ernst nehmen können, wenn für den Pornogott symbolische Herzchen aufgestiegen wären.
      Skeptisch mustert Lizzy mich, als wüsste sie, was ich mir gerade gedacht habe. Falls ja, lässt sie es sich nicht anmerken.
      „Die Geschwister dieser drei sind Uranus und Nyx“, räuspert sie sich. „Letztere ist die Göttin der Nacht und Finsternis.“
      Diesmal leuchtet die schwarze Kakerlakenfüllung auf und zeigt mir damit, wo Nyx zuzuordnen ist. „Ok, dann schätze ich mal, dass die Wölkchen außen herum Uranus sein sollen?“, greife ich Lizzys vor.
      Sie nickt und mustert mich mit ihren grünen Augen. Marc hätte jetzt sicherlich schon etliche Dinge über sie herausgefunden, doch so gewieft im Lesen von anderen Personen bin ich nicht. Daher vermute ich auch nur, dass es Anerkennung ist, die ich da in ihrem Blick sehe.
      „Was sich nach der Schöpfung dieser Götter ereignete, ist einfach zu erklären: Uranos war ein Mann, Gaia eine Frau, es gab eine Meinungsverschiedenheit.“
      „Aha. Schon klar. Urgott mit dicken Ureiern versus ...“
      „Ihre Fehde ist der Grund, weshalb heute erneut zahllose Freunde zu Grabe getragen werden müssen!“, fällt mir Lizzy harsch ins Wort und ich schlucke den Rest des Spruches hinunter. Das war unerwartet, doch sie zupft sich peinlich berührt an der Nasenspitze. „Tut mir leid, Yu. Ich habe überreagiert. Lass mich bitte dennoch zu Ende erzählen.“
      Ich verschränke die Arme vor der Brust und gebe wortlos mein OK. Es ist offensichtlich, dass ihr das wichtig ist.

      „Wie gesagt eskalierte die Beziehung der beiden und es entfachte ein brutaler Krieg zwischen unsterblichen Wesen. Erbost über das Verhalten seiner Schöpfung schritt das Chaos ein und trennte die Streithähne voneinander. Die Welt der Menschen, umgeben von einem schützenden Spiegel, sollte seither als natürliche Grenze fungieren.“
      Vorsichtig wie ein schüchterner Schuljunge hebe ich die Hand. Lizzy erteilt mir das Wort. „Das übermächtige Chaos hat die Menschheit erschaffen und in einen Spiegel-Kokon gepackt, um zwei Urgötter zu trennen? Für mich klingt das ... ineffizient. Warum hat es die beiden nicht einfach wieder vernichtet?“
      Die Frage entlockt ihr einen traurigen Seufzer. „Darüber gibt es nur Theorien. Meiner persönlichen Meinung nach ist die Logischste, dass ein Gott sich nicht gerne Fehler eingesteht und seine Kreation deshalb bestehen ließ.“
      Das Hologramm über mir ist in der Zwischenzeit durch eine gläserne Barriere ergänzt worden. Zwischen Gaia und Uranus befindet sich nun ein kreisrunder Spiegel, auf dessen Oberfläche die mir geläufige Weltkarte zu erkennen ist.
      „Ok, dass Chaos ist also nicht die hellste Leuchte im Nichts.“

      „Du sprichst mir aus dem Herzen“, schmunzelt Lizzy. „Leider ist das nicht das Ende der großen Dummheiten gewesen. Was das Chaos zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Es hatte einen Fehler nur durch einen weiteren ersetzt. Die Menschheit sehnte sich nach einer Gottheit, die sie leitet und führt. Doch das Chaos konnte sich nicht selbst offenbaren. Es war zu mächtig, schlichtweg unbegreifbar für den schwachen Menschenverstand. Stattdessen gewährte es der Menschheit die Kraft der Fantasie, auf dass sie sich ihre Götter eigenhändig erschaffen sollten.“
      Die Kugel im Rouletttisch strahlt mit klarem Licht die unterschiedlichen Götterstatuen an den Wänden an. Ich erkenne keine Einzige davon, was mich jedoch wenig stört.
      „Seit dieser Zeit gebärt das Chaos aus jedem starken Glauben der Menschen, eine neue Gottheit aus sich selbst. Mit großer Macht, allerdings nicht genug, um den menschlichen Verstand zu zerstören. Über viele Generationen und Zivilisationen hinweg entstanden so sämtliche, derzeit bekannten Götter. Von den Ägyptern über die Olympier, welche schließlich von den Römern übernommen wurden, bis hin zur heutigen Zeit, in der unter anderen der christliche Glaube am stärksten verbreitet ist.“
      „Na wenn das mal der Papst erfährt“, schmunzle ich leise.

      „Doch bereits nach der Erschaffung der ersten Gottheiten, zeigten sich die Folgen dieser Entscheidung. Die Kräfte des Chaos reduzierten sich dramatisch und die Barriere, die es zwischen Gaia und Uranos platziert hatte, wurde schwächer. Die Monster, welche nach wie vor von den Urgöttern geboren wurden, begannen in die Menschenwelt einzudringen, um den Spiegel zu zerschlagen, ihre Eltern zu befreien und deren Krieg erneut zu entfachen.“
      Für einen Moment hält sie inne und starrt scheinbar ins Leere. Die Fäuste hast sie so stark geballt, dass ihre Muskeln sich nun deutlich auf ihren Armen abzeichnen. Es macht sie wütend, über dieses Thema zu sprechen.
      „Wie bereits erwähnt: Ein Gott gesteht sich keine Fehler ein. Das Chaos erschuf weiterhin Gottheiten aus den Glaubensrichtungen heraus und sorgte stattdessen dafür, dass die Gläubigsten unter den Menschen von diesen besondere Kräfte erlangten, um so die Ungeheuer bekämpfen zu können. Als Erste gaben ihnen die Griechen einen wirklichen Namen. Sie nannten sie Halbgötter.“


      Die Absätze sind diesmal rein zur besseren Übersicht gesetzt und existiere so nicht in der Originalversion, da es dort ja Einzüge gibt.

      Falls sehr korrekte Fans der unterschiedlichen Mythologien unter euch sein sollten:
      Ja, ich hab mir so ein paar Dinge zurecht gebogen, um Spielraum für Neues zu haben. Es gibt ja schon etliche Geschichten über die alten Götter, da muss man etwas an den Rädchen drehen, um nicht zu sehr in der Masse unterzugehen.

      Mit nervösen Grüßen :/
      Rebirz

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Rebirz ()

    • Spoiler anzeigen

      Rebirz schrieb:

      „Ab sofort bestelle ich meine Burger nicht mehr medium, sondern nur noch durch. Zweimal tot!“
      Yu lässt sich neben mich fallen. „Das wäre eigentlich ein dummer Spruch für mich gewesen“, lacht er.
      „Was soll ich sagen? Ich habe von dem Besten gelernt.“
      Tja, Yu, du warst wohl zu spät xD

      Rebirz schrieb:

      An Gott glauben ist und bleibt einfach etwas Unnütze
      Bezogen auf den Titel, denke ich, dass hier schon ein Gott seine Finger im Spiel hat - nur nicht Marcs Gott xD



      Die beiden haben es also geschafft. Aber gerade, wenn man denkt, man hat´s überstanden, kommt eine neue Fieslichkeit daher, ja, das kennen wir :D Dann mal hoffen, dass die beiden den Minotaurus jetzt nicht nochmal abschlachten müssen.

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


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    • Lieber @Rebirz
      Das ist jetzt Komplex. Ich kenne die griechischen Götter ein wenig, verstehe also ansatzweise, was du hier machen möchtest.
      Allerdings lässt du Lizzy in einem Rutsch erzählen, das ist anstrengend zu folgen. Lass Yu das Mädchen ab und an unterbrechen, um es aufzulockern. Es liest sich in dieser Form wie ein Handbuch zu deinem Universum.
      Möglicherweise wäre es besser, du filtrierst hier noch einmal heraus, was zum Verstehen der Geschichte für den Leser wirklich wichtig ist.

      Also: Es gibt parallele Welten, die durch den Spiegel verbunden sind. Die parallelen Welten sind aus einer Ursprungswelt entstanden und wurden getrennt, weil der Gott einen schlechten Tag erwischt hat.
      Dies und ein paar Kleinigkeiten mehr könnte Lizzy erzählen. Den Rest könnte man später nebenbei einfliessen lassen.

      Lizzy bleibt noch blass für mich. Lächelt sie mal, zeigt sie Unsicherheit etc?

      Spoiler anzeigen

      Rebirz schrieb:

      Ihr beide könntet jederzeit weggehen. Niemand würde euch aufhalten.
      Das ist mal neu. Bei anderen Geschichten gibt es immer kein Zurück, bevor das Monster getötet worden ist. ^^

      Rebirz schrieb:

      Also nicht ganz einen Kopf kleiner als ich. Sie hat einen schlanken, aber muskulösen Körperbau.
      Den Abschnitt fand ich zu konstruiert. Du könntest es nebenbei einfliessen lassen, wie das Mädchen aussieht.
      "Als er Lizzy folgte bemerkte er ihren elastischen Schritt. Das schlanke Mädchen hätte ein gute Leichtathletin abgegeben." etc

      Rebirz schrieb:

      gottesfürchtige Individuen
      Menschen statt Individuen

      Rebirz schrieb:

      ihre Gehirne in Matsch verwandeln
      Matsch? Du beschreibst hochkompliziert und beinahe technisch. Matsch kommt da sehr plötzlich. Auch da Lizzy bisher kein Anzeichen von Humor erkennen lässt. Es wirkt, als würde Spock auf einmal einen Witz machen.

      Rebirz schrieb:

      Ich heiße Elizabeth Smith.
      Echt jetzt!? Er reist durch Raum und Zeit und am anderen Ende wartet Frau Schmidt? :D

      Rebirz schrieb:

      Seit dieser Zeit gebärt das Chaos aus jedem starken Glauben der Menschen
      Das sagt Lizzy.
      Yu könnte jetzt sagen "Das heisst die Religionen und Gottheiten der Menschen sind reine Erfindungen weil dieser Chaos Gott es ihnen ins Gehirn gepflanzt hat?" (dies, als Beispiel wie man es auflockern könnte)


      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Hey @Sensenbach

      Genau eine solche Reaktion habe ich befürchtet. Ich weiß, dass es viel Info ist, aber irgendwie kann ich mich nicht entscheiden, was jetzt hier wirklich weg kann. Was glaubst du denn - jetzt als aktuell noch unwissender Leser - dass du jetzt nicht sofort bräuchtest? Bzw. kannst du Punkte / Absätze nenne, die dich beim lesen stolpern haben lassen bzw. dich direkt "überwältigten"?
      Vielleicht helfen mir ein paar Vorschläge, aber die angesprochenen Dinge sind halt einfach wichtig. :/

      Sensenbach schrieb:

      Lizzy bleibt noch blass für mich. Lächelt sie mal, zeigt sie Unsicherheit etc?
      Daran mache ich erst mal nichts und warte was ihr zum nächsten Abschnitt des Kapitels sagt. Es folgen noch ein paar Kleinigkeiten. Dann kann ich immer noch Feintunen.

      Sensenbach schrieb:

      Echt jetzt!? Er reist durch Raum und Zeit und am anderen Ende wartet Frau Schmidt?
      Ich bin schlecht mit Namen ... :whistling:

      Ich hoffe ich kann das Ding hier endlich in Ordnung bringen. Bin mal gespannt, was noch für Meinungen kommen. :rolleyes:

      Gruß
      Rebirz
    • Hey,

      ich packe dir mal meine Gedanken zu dem Text in einen Spoiler ;)
      Vorweg schon mal: Die Idee dahinter finde ich cool, wenn man sie einmal verstanden hat...

      Spoiler anzeigen


      ich erinnere mich daran, dass ich mal ein ähnliches Problem hatte und in einem Kapitel ziemlich viele Informationen loswerden musste. Mein erster Versuch sah in etwa so aus wie deiner...es war quasi sowas wie ein Lexikoneintrag...total langatmig und schwer zu verstehen.
      Ich habe mich dann von ein paar Informationen getrennt und versucht, die Kernaussagen in die Handlung mit einzubeziehen.
      In jedem Fall würde es die Sache schon bedeutend erleichtern, wenn du einen lebhaften Dialog zwischen Lizzy und Yu daraus machen würdest.
      Es ist ja nicht so, als wären die Informationen gänzlich uninteressant...aber stellenweise ist es einfach too much. Ich für meinen Teil schalte bei sowas zumindest schnell ab...das ist ein bisschen wie früher im einschläfernden Geschichtsunterricht, wo ich dann kopfüber auf meinem Pult lag und mir wünschte, es würde endlich klingeln :)

      Es fällt mir schwer, dir einen Rat zu geben, was du streichen solltest. Vor allem, weil ich ja auch nicht weiß, welche der Informationen für mich als Leser noch mal interessant werden. Vielleicht ist dieses ganze Detailwissen ja auch gar nicht notwendig. Du hast dich sicher ausgiebig mit dem Thema beschäftigt und für dich ist alles sonnenklar. Für mich ist das quasi Neuland, obwohl ich die griechische Mythologie eigentlich ganz cool finde, aber ich kenne eben auch nur die Klassiker: Zeus, Hades, Hera, Herkules, Paris... usw.
      Was mich hier bei dir irritirt hat, war die Tatsache, dass die Götter gleichzeitg auch Orte sind. (zumindest, wenn ich dich richtig verstanden habe) Hier an der Stelle bin ich zum Beispiel hängen geblieben:

      Rebirz schrieb:

      Stattdessen verbannte es die Kinder von Uranos und Gaia in den Tartaros, der inmitten von Gaia liegt.
      Vielleicht könnte man Yu auch an der einen oder anderen Stelle ein paar Zwischenfragen stellen lassen. Er scheint mir ohnehin niemand zu sein, der sich länger als drei Minuten still verhalten kann und an coolen Sprüchen harpert es bei ihm auch nicht. Es würde ganz gut passen, wenn er Lizzy zwischendruch mal ins Wort fällt und sagt: "Warte...warte..warte...heißt das etwa, dass.....?" oder "....Moment mal, jetzt noch mal für coole Typen mit begrenztem Auffassungsvermögen....habe ich das richtig verstanden, dass....?"

      Dann würde ich mich als Leser auch nicht so deppert fühlen, weil ich es auf Anhieb nicht verstehe, weißt du? :rofl: Und du könntest das von Lizzy gesagte "Kauderwelsch" von Yu nochmal in eine leicht verständliche Sprache übersetzen lassen...er könnte Lizzy damit auch ein bisschen aus dem Konzept bringen, womit sie dann auch etwas mehr Reaktionsspielraum hätte...(nur so ne Idee)

      Ich weiß, dass das keine leichte Aufgabe ist. Ich bin mir aber sicher, dass du sie meistern wirst. Also ich freue mich schon jetzt auf deine überarbeitete Fassung und schaue sie mir gerne noch mal an... :D

      Achja, hier noch was:

      Rebirz schrieb:

      Wir erreichen einen kreisrunden Raum, indem sich nur ein einziges Möbelstück befindet.
      in dem (?)



      LG,
      Rainbow
    • @Sensenbach und @Rainbow

      Es ist vollbracht! Nach etlichen Stunden, zahllosen wüsten Flüchen und einem Fast-Herzstillstand (Programm ist abgestürzt...), habe ich eine überarbeitete Version zu Papier gebracht. Ich habe ein paar Dinge raus genommen, die mir nicht wichtig erschienen (z.B. war das mit den Titanen mehr Geplauder, um die "normale" Geschichte der Mythologie mehr einzubeziehen).
      Auch hoffe ich, dass Lizzy nun genügend hervorgehoben ist und Yu ... habe ich mehr Yu sein lassen. :D

      Würde mich freuen, wenn ihr mir noch mal Feedback zu dieser Lösung geben könntet!

      Ich habe mir auch überlegt, ob man den letzten Absatz, also die erneute kurze Zusammenfassung des Weltenaufbaus, weglassen könnte.
      Was meint ihr dazu? Hilft euch das es besser zu verstehen oder ist es mehr störend und lästige Wiederholung?

      Und Rainbow:

      Rainbow schrieb:

      Moment mal, jetzt noch mal für coole Typen mit begrenztem Auffassungsvermögen
      Ich hab es jetzt hier nicht untergebracht, aber das muss ich mir merken! :thumbsup:


      So. Rebirz müde. Rebirz muss schlafen ...

      Gute Nacht!
    • Hey,

      so, zweiter Anlauf :)
      Zunächst mal muss ich dir sagen, dass du mich ein bisschen an mich selbst erinnerst. Wenn ich ein Kapitel hier online hatte und wusste, dass es nicht so war, wie es sein sollte, habe ich mich verrückt gemacht und musste sofort loslegen, um es irgendwie zu optimieren. Inzwischen weiß ich aber auch, dass manchmal ein bisschen Abstand gar nicht schlecht ist und man die Kommentare erst ein wenig sacken lassen sollte, bevor man sich in blindem Aktionismus kopfüber reinstürzt.
      Was ich dir eigentlich damit sagen will: Mach dich nicht verrückt und lass dir Zeit mit deiner Überarbeitung. Es wird sich lohnen...

      Hier kommen also noch ein paar Gedanken von mir zu deiner neuen Fassung:

      Spoiler anzeigen



      ist zwar jetzt ein ganz anderes Thema...aber das hier ist mir direkt aufgefallen...

      Rebirz schrieb:

      Also nicht ganz einen Kopf kleiner als ich. Die grüne Tarnhose steckt in Lederstiefeln, das schwarze Shirt liegt eng an ihrem sportlichen Körper an. Der Statur nach könnte sie eine Leichtathletin sein.
      ich habe gestern überlegt, ob ich es ansprechen soll, da hier vorher irgendwas von ...keine Ahnung...toller Figur oder sowas stand. Da wollte ich dir eigentlich sagen, dass ich es immer schöner finde, wenn solche Beschreibungen nicht so plump rüber kommen, sondern etwas netter verpackt werden. Das hier gefällt mir eindeutig besser...auch, wenn ich es eine Unverschämtheit finde, dass sie 1,70m ist. Ich schätze, es gibt in solchen Geschichten keinen Platz für kleinwüchsige Frauen so um die 1,60m? :rofl:

      Ansonsten finde ich es immer schön, wenn ich neben der Haarfarbe, der Körpergröße und der Satatur auch etwas über die Gesichtszüge erfahre. Sind sie fein geschnitten, hat sie vielleicht Sommersprossen, ausdrucksstarke Augen? (nur so nebenbei)


      Rebirz schrieb:

      Mit einer kreisenden Handbewegung deute ich ihr an, sich mit ihrer Geschichte nach Herzenslust anzutoben.
      du meintest sicher "auszutoben"


      Rebirz schrieb:

      „Am Anfang war Nichts. Nur Chaos“, beginnt Lizzy zu erzählen. „Hast du schon mal versucht, nichts zu erklären? Nichts zu beschreiben? Oder an nichts zu denken? Du musst zugeben, es ist unmöglich. Wenn du Ordnung in ein Chaos gebracht hast, ist es für dich ordentlich, für irgendjemanden in der Welt jedoch weiterhin unordentlich. Einfach, weil er einen anderen Sinn für Ordnung hat. Es ist und bleibt Chaos.
      Warum ist das so?

      Um den Monolog am Anfang vielleicht schon etwas zu entzerren, könnte Lizzy die Frage am Ende dieses Abschnitts ernsthaft an Yu richten. Warum ist das so?....Darauf könnte er sich denken: keine Ahnung...ich bin jetzt schon hoffnungslos damit überfordert dieser Frau zu folgen....dann zuckt er mit den Schultern...oder was weiß ich....irgendwas, um dem Leser das Gefühl zu geben...jetzt kommt was kompliziertes...ist aber nicht so schlimm, wenn du nicht folgen kannst, denn Yu hat auch so seine Probleme ...danach fährt Lizzy dann einfach weiter fort im Text und löst die Frage auf....weil man eine Gottheit nicht erklären kann! Yu könnte sich dann wieder denken...Ja, klar, warum bin ich nicht selbst darauf gekommen...warum fühlte er sich gerade wie im Geschichtsunterricht der 6. Klasse bei Frau Meier, da hatte er auch immer nur bahnhof verstanden.... was weiß ich. (nur so ne Idee)


      Rebirz schrieb:

      „Huh, da lag ich ja gar nicht so falsch mit meinem Gedanken. Das ist also der Urgötterbrei?“, rutscht es mir heraus. Für einen kurzen Augenblick bewegen sich Lizzys Lippen wortlos, bevor sie kopfschüttelnd fortfährt.
      Könnte sie ihm nicht wenigstens noch einen tadelnden Blick zuwerfen? ich meine, weil ihm irgendwie die notwendige Ernsthaftigkeit fehlt?


      Rebirz schrieb:

      Wir hier kennen jedoch die ganze Wahrheit, die ich dir nun offenbaren möchte.
      Ich weiß, das stand so auch schon in der ersten Fassung...und auch da bin ich schon drüber gestolpert, weil es sich für mich so förmlich anhört. ich glaube nicht, dass Lizzy das im Gespräch so sagen würde. Ich glaube eher, sie würde sagen: "Nur wir kennen die ganze Wahrheit!". Das mit dem "offenbaren" würde ich weglassen, denn das Wort klingt eher hochgestochen und sie muss das nicht mehr ankündigen, denn sie ist doch schon mittendrin in ihrer "Offenbarung". (finde ich)

      Rebirz schrieb:

      Nyx personifiziert zwei Dinge, nicht jedoch laut den Menschen. Angeblich gab es einen Gott Namens Erebos, welche(r) die Finsternis darstellen sollte. Das ist falsch. Nyx ist Nacht und Finsternis zugleich.“

      Nur mal so für kleine ahnungslose Rainbows...warum musst du den Leser damit verwirren, was man fälschlicherweise gedacht hat? warum filtert Lizzy das nicht raus und präsentiert sofort die richtige unverfälschte Information. Das stört nämlich immens den Lesefluss und verwirrt Leute wie mich ...verstehst du, was ich meine???...und es müsste hier "welcher" heißen....

      Noch mal gleiches Zitat...jetzt hast du es geschafft und ich bin endgültig verwirrt.

      Rebirz schrieb:

      Angeblich gab es einen Gott Namens Erebos, welche die Finsternis darstellen sollte. Das ist falsch. Nyx ist Nacht und Finsternis zugleich.“
      Diesmal leuchtet die Kakerlakenfüllung auf und zeigt mir damit, wo ich diese Göttin
      Nyx ist eine Göttin? Also weiblich? Das leitet sich aus diesen exotischen Namen nämlich nicht direkt ab. Da du zuvor von einem Gott sprichst (Erebos), war ich wie selbstverständlich davon ausgegangen, das Nyx auch ein Gott ist. Dann schreibst du aber weiter unten....wo ich diese Göttin zuzuordnen habe....da du an dem "Welche" das "r" vergessen hast, war ich zusätzlich irritiert, weil das welche eher weiblich gewesen wäre....Mist! verstehst du überhaupt noch, was ich dir sagen will?


      Rebirz schrieb:

      Sie nickt. „Er wurde ebenfalls ganz am Anfang erschaffen, nicht wie oft fälschlicherweise behauptet im späteren Verlauf der Mythologie.

      hier beziehst du dich schon wieder darauf, was man fälschlicherweise mal agenommen hatte-meiner Meinung nach eine überflüssige Information.

      Rebirz schrieb:

      „Aha. Schon klar. Urgott mit dicken Ureiern versus ...“
      „Ihre Fehde ist der Grund, weshalb heute erneut zahllose Freunde zu Grabe getragen werden müssen!“, fällt mir Lizzy harsch ins Wort und ich schlucke den Rest des Spruches hinunter. Sie zupft sich jedoch peinlich berührt an der Nasenspitze. „Tut mir leid, Yu. Ich habe überreagiert. Lass mich bitte dennoch zu E
      Ein richtig cooler Yu-Spruch :thumbsup: ...auch ihre Reaktion finde ich gut...sie darf ruhig mal ein bisschen aus der Haut fahren und Emotionen zeigen. Für meinen Geschmack hätte sie sich nicht so schnell wieder beruhigen müssen...eigentlich ist sie noch fast zu beherrscht.

      Insgesamt würde ich sagen, dass du schon auf dem richtigen Weg bist...aber kompliziert ist es noch immer. Und der Dialog zwischen den beiden kommt mir noch ein bisschen unstimmig vor...das sind aber nur ganz feien Nuancen ...in erster Linie ist es Lizzy, die ich noch nicht so richtig charakterisieren kann... :hmm: ...obwohl es in dieser Fassung schon besser ist, als in der vorherigen.





      LG,
      Rainbow



    • Hi @Rainbow

      Rainbow schrieb:

      Inzwischen weiß ich aber auch, dass manchmal ein bisschen Abstand gar nicht schlecht ist und man die Kommentare erst ein wenig sacken lassen sollte, bevor man sich in blindem Aktionismus kopfüber reinstürzt.
      Ich habe festgestellt, dass die besten Ergebnisse entstehen, wenn ich stetig dran bleibe. Gerade wenn ich eigentlich ja schon ganz wo anders schreibe, verliere ich oft schnell den Bezug zu einer alten Stelle die ich noch verbessern möchte. Sicher werde ich noch etwas drehen, aber ich muss immer etwas verändern, dass ich mir dann anschaue und weiter verbessern kann. Das ich diesmal schon etwas geposted habe, hängt damit zusammen, dass mich eure Einschätzung interessiert, ob es nun schon locker genug ist, oder noch mehr gemacht werden muss.

      Rainbow schrieb:

      Das hier gefällt mir eindeutig besser...auch, wenn ich es eine Unverschämtheit finde, dass sie 1,70m ist. Ich schätze, es gibt in solchen Geschichten keinen Platz für kleinwüchsige Frauen so um die 1,60m?
      Pfff, ihr Frauen ... eine meiner Leserinnen ganz am Anfang hatte sich beklagt, dass lauter kleine Frauen vorkamen. Was denn nun?!?! :P

      Rainbow schrieb:

      Um den Monolog am Anfang vielleicht schon etwas zu entzerren, könnte Lizzy die Frage am Ende dieses Abschnitts ernsthaft an Yu richten. Warum ist das so?....Darauf könnte er sich denken: keine Ahnung...ich bin jetzt schon hoffnungslos damit überfordert dieser Frau zu folgen....dann zuckt er mit den Schultern...
      Genau das meinte ich, warum ich direkt noch mal mit einer Version nachgelegt habe. Sowas möchte ich wissen, weil mir selbst gefällt der Wall of Text von Lizzy nämlich. Was allerdings wenig nützt, wenn sich die Leser daran stören und bei einer wichtigen Information wie dieser bereits am Anfang abschalten. :)

      Rainbow schrieb:

      Mist! verstehst du überhaupt noch, was ich dir sagen will?
      Ich denke schon ... :D

      Rainbow schrieb:

      hier beziehst du dich schon wieder darauf, was man fälschlicherweise mal agenommen hatte-meiner Meinung nach eine überflüssige Information.
      Sorry, dass muss in irgendeiner Form bleiben. :rolleyes:


      Danke schon mal fürs schnelle Feedback und die nächste Korrektur kommt dann auch erst etwas später. Will euch ja nicht 10x den selben Teil vorsetzen :)

      Gruß
      Rebirz
    • Lieber @Rebirz
      ich finde die neue Version schon deutlich besser. Allerdings stimme ich auch @Rainbow in allen Punkten zu.
      Leider weiss ich auch nicht so recht, was man im kleinen Massstab ändern sollte. Ich neige hier beinahe dazu, ein radikale Lösung zu wählen, mit weniger Götternamen und nur einer Erklärung des Prinzips der korrelierenden Welten. Ich habe den Eindruck, dass deine ganze Geschichte von dem Verstehen dieses Abschnitts abhängt. Oder?
      Im Moment ist es von ausserhalb auch schwer zu beurteilen, welche Information unbedingt jetzt schon benötigt wird. Da hast du die bessere Übersicht. Ich denke aber trotzdem, dass du an diesen Teil nochmal ran musst, bevor es in den Buchhandel geht ;)

      Mein Vorschlag wäre, diesen Abschnitt erstmal sacken zu lassen und weiter zu machen. Ich bin gerne bereit, zu einem späteren Zeitpunkt hierher zurück zu kommen und zu schauen, wie es insgesamt passt.
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Hi Leute,

      ich habe jetzt die letzten Tage genutzt und mich intensiv mit einigen Stellen beschäftigt, die später passieren und habe denke ich eine Lösung gefunden, wie ich alle nötigen Infos anbringe und dieses aktuelle Kapitel etwas entzerre.
      Kapitel 5.1 ist also erneut überarbeitet. Ich bin jetzt eigentlich ziemlich glücklich damit und so fern ihr nicht sagt, dass man sich die Welt nun überhaupt nicht vorstellen kann, werde ich es so lassen. :D --> LINK ZUM KAPITEL

      Auch poste ich hier den Rest des Kapitels, dass die Sache dann auch mal abgerundet ist:

      Kapitel 5.2

      Yuji Bennet

      Spoiler anzeigen
      Kaum hat Lizzy ihre Geschichte beendet, kehrt das Licht in den Raum zurück und das große Hologramm verblasst. Sie sieht mich an, als würde sie erwarten, dass ich gleich lauthals loslache. Ich muss zugeben, dass ich es mir überlegt habe. Allerdings verrät mir ihr Blick, dass sie jedes Wort absolut ernst meinte.
      Wenn Marc mit einer Situation überfordert ist, nimmt er sich stets einen Moment Zeit, um eine Handvoll Punkte zusammenzusuchen, die ihm auf Anhieb am wichtigsten erscheinen. Ich gebe es ja nicht gern zu, aber er ist eindeutig das hellere Köpfchen von uns beiden. Trotzdem kenne ich ihn jetzt lange genug und die eine oder andere seiner Angewohnheiten sind mir unbewusst in Fleisch und Blut übergegangen.
      „Wenn ich also in Betracht ziehe, dass ich heute schon mehrmals von zerbrechenden Spiegeln gehört habe und durch irgendein unnatürliches Loch gefallen bin, gehe ich davon aus, dass wir uns ein einer art Spiegelwelt befinden?“
      „100 Punkte. Diese Welt befindet sich innerhalb des Götterspiegels, also zwischen der Menschenwelt und den Urgöttern.“
      „Die Heimat von Halbgöttern ... wie du?“
      „Ich bin eine Tochter von Artemis. Die griechische Göttin der Jagd. Mein Vater war ein Mensch.“
      Die nächste Frage formuliere ich mir erst in Gedanken vor, um sie nicht allzu negativ klingen zu lassen. „Gibt es hier auch gewöhnliche Menschen?“
      „Nein.“
      „Das bedeutet für mich ...“
      „Jeder, der diese Welt betreten kann, hat göttliche Fähigkeiten. Göttliches Blut. Dies ist eine Welt nur für Götter und ihrer Anhänger. So wie du einer bist, Yu.“
      Das gibt mir nun endgültig den Rest und gehe schwer atmend in die Hocke.
      Lizzy kommt um den Tisch herum. „Zu viel Information auf einmal? Mach dir keine Gedanken. Du hast außerordentlich lange durchgehalten. Die meisten Frischlinge laufen schon panisch davon, wenn sie die Wendeltreppen nach oben gehen. Ist immer ein riesiges Problem sie wieder einzufangen.“
      „Weißt du, was das Schlimmste ist?“, frage ich, worauf sie mich nur fragend anblickt. „Ich glaube dir diesen ganzen Mist. Verdammt noch mal, es macht einfach Sinn! So sehr ich auch versuche, es nicht zu glauben, dich für verrückt zu erklären und deinen Karnevalsverein hier als Ausgeburt meiner Fantasie abzutun, umso mehr glaube ich daran.“ Ich tippe mir gegen die Stirn. „Irgendwie weiß ich, dass es richtig ist.“
      Lizzy ringt mit sich selbst, nicht in Gelächter auszubrechen. „Du bist ein merkwürdiger Kerl, Yuji Bennet“, kichert sie. „Weißt du, kaum jemand nimmt diese Geschichte gut auf. Ich werde regelmäßig für verrückt erklärt. Nicht selten wollen die Leute die Wahrheit auch einfach nicht akzeptieren. Manche schotten sich sogar völlig von der Welt ab. Die Psychiatrien sind vollgestopft mit unserer Art. Du hingegen sitzt nur da und sagst mir, du kannst nicht anders, als mir zu glauben? Das ist wirklich mal neu!“
      Ihr Lachen wirkt ansteckend und ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. „Meine Eltern haben mir beigebracht, immer nach vorne zu blicken. Die Dinge so zu nehmen, wie sie sind und nicht künstlich schön zu reden. Wenn dir ein Hindernis im Weg liegt, arbeite so lange daran, bis du eine Möglichkeit findest, es aus dem Weg zu räumen, hat mein Vater mal gesagt.“
      „Ein guter Ratschlag, wie ich anmerken möchte“, erwidert Lizzy. „Dein Vater muss ein interessanter Mann sein.“
      Ich möchte ihr gutes Bild von meinen Eltern nicht ruinieren, wenn schon ich keines habe, also erzähle ich ihr nichts von der schlechten Beziehung, die wir haben ... Und das ich sie nun schon seit über zwei Jahren nicht mehr gesehen, geschweige denn mit ihnen gesprochen habe.
      „Wie auch immer. Was ist der nächste Schritt? Mit welchem Gott muss ich mich für den Rest meines Lebens herumschlagen?“
      Lizzy springt auf die Beine und reicht mir ihre Hand. „Dazu kommen wir, wenn Marc wieder gesund ist. Komm, lass uns nach unten gehen und sehen, wie weit seine Genesung fortgeschritten ist.“
      Durch die ganze Geschichte von Göttern und Monstern habe ich doch tatsächlich vergessen, dass mein bester Freund noch immer verletzt im Krankenhaus liegt. Marc wird sich Bauchkrämpfe lachen, wenn ich ihm erzähle, was ich gerade gelernt habe. Was für ein verrückter Tag.
      Das Hologramms erlischt, als wir den Raum verlassen. Die Wendeltreppe hinterlässt erneut ein flaues Gefühl in der Magengegend, was meinen allgemeinen Wohlfühlzustand nicht unbedingt in den siebten Himmel katapultiert. Kaum setze ich den ersten Schritt zurück ins Erdgeschoss, höre ich sofort das schmerzhafte Stöhnen, welches mir aus dem halb geöffneten Tor zum Krankenhaus entgegen hallt.
      Die steinerne Schlange zischt zornig, als ich Hals über Kopf hineinstürme. Marc ist noch immer an sein Bett gefesselt, dessen Eindruck einer Folterbank auch beim zweiten Betrachten nicht verloren gegangen ist. Seine Fäuste fest geballt und jeden Muskel im Körper angespannt, kämpft er erfolglos gegen seine Fesseln an, versucht sich loszureißen. Die Augen hat er weit aufgerissen, doch sein Blick ist nicht bei uns. Das Bewusstsein hat er also noch nicht wiedererlangt. Wenn ich sehe, unter welchen Schmerzen er zu leiden hat, danke ich Gott, oder meinetwegen auch den Göttern dafür, dass er es nicht ist.
      Dimitri hat seine Hand zu einer regelrechten Kralle angespannt und presst sie auf Marcs Rücken. Genau auf die Stelle, an der ihn der Stein getroffen hat. Mir ist egal, dass ihn Lizzy einen Heiler schimpft und es geht mir absolut am Arsch vorbei, dass er hier angeblich zu den Besten gehören soll! Das, was er da betreibt, ist keine Heilung. Das ist Folter!
      Der Russe hat einen unglaublich muskulösen Körperbau, aber als ich zuschlage, kann ich spüren, dass meine Faust ihre Wirkung an seiner Niere nicht verfehlt hat. Er röchelt, ich setze nach und sein Schädel kracht gegen den harten Marmorboden, sodass sein Blick für einen Moment verschwimmt.
      „Wenn du ihn noch einmal anfasst, wird dir kein Gott auf dieser Welt mehr helfen können! Alles, was ihnen dann noch bleibt, ist deine Einzelteile überall in deinem lächerlichen Krankenhaus aufsammeln! Ich bringe ihn jetzt zu einem richtigen Arzt!“ Noch im selben Atemzug habe ich den Riemen, welcher Marcs rechten Arm fesselt, geöffnet.
      „Nein!“, brüllt Dimitri entsetzt.
      Es folgt ein lautes Knacken, das zuerst meinen Magen verknotet und dann ein abstoßendes Gefühl durch jede Faser meines Körpers schickt. Diesmal bin ich es, der einstecken muss. Mit seinen kräftigen Oberarmen stößt mich Dimitri zur Seite und befördert mich mühelos über einen Tisch voller seltsamer OP-Werkzeuge.
      „Haltet ihn fest! Er darf sich nicht mehr bewegen!“
      Es kracht und scheppert. Benommen rapple ich mich auf und sehe gerade noch, wie Marc wild mit den Armen fuchtelt und dabei die Helfer aus Dimitris Reihen durch die Luft schleudert. Einer landet in einem Glasschrank, der in tausende Scherben zerberstet. Es benötigt all sein Körpergewicht und Kraft, damit Dimitri Marc alleine fixieren kann, doch er schafft es tatsächlich, den Riemen zu schließen. Sofort presst er wieder die Hand auf seinen Rücken. Dieses Mal bemerke ich das matte Glühen unter den Fingerspitzen. Es breitet sich in Form von hauchdünnen, aderähnlichen Fäden unter Marcs Haut aus. Er schreit kurz auf, beruhigt sich jedoch schnell und sein Widerstand lässt nach, bis er völlig regungslos liegen bleibt.
      „Was hast du getan?“, brülle ich Dimitri an.
      Er wirbelt herum und ehe ich mich versehe, baumeln meine Füße in der Luft. Die Umarmung eines Bären wäre angenehmer.
      „Ich habe gerettet, was du beinahe vollkommen zerstört hättest, du Narr!“
      „Du hast es nur noch schlimmer gemacht hat!“, röchle ich.
      „Es war fast vollbracht! Ich war kurz davor sein Rückgrat wieder komplett herzustellen und jetzt ist es noch komplizierter als zuvor! Bist du zufrieden? Ist es das, was du wolltest? Deinem Freund noch mehr Schmerzen bereiten?“
      Ich antworte nicht. Durch meinen Kopf hallt das Knacken, welches eindeutig von Marcs Rücken stammte.
      Was habe ich getan? Um Himmels Willen, was habe ich getan? Marc!
      Dimitri befördert mich erneut über den Tisch.
      „Auch wenn Ambrosianebel nur eine extrem verdünnte Form des Originals ist, stärkt es dennoch den Gott, der in unserem Innern schlummert und gibt uns damit Kräfte, die wir normalerweise niemals nutzen könnten. Das ist es, was mit deinem Freund passiert ist. Welcher Gott auch immer in ihm steckt, hat auf das Ambrosia reagiert und seinen Kreislauf durcheinandergebracht. Es ist eine lästige Nebenwirkung, aber ich benötige das Ambrosia für den Heilungsprozess.“
      „Es tut mir leid.“ Ich stolpere über die Werkzeuge, die ich mit zu Boden gerissen habe und rapple mich wieder auf. „Es tut mir leid! Bitte hilf ihm! Ich tue alles, was du sagst, aber hilf ihm! Bitte! Ich flehe dich an!“
      „Raus hier! Verschwindet! Alle zusammen!“
      „Nein, ich muss bei ihm ...“
      „Raus!“
      Lizzy zerrt mich mit sich und hinter uns versiegelt die steinerne Schlange das Steintor.
      „Diese Tür öffnet sich erst wieder, wenn ich es sage! Lasst mich meine Arbeit machen!“, donnert Dimitri und die Schlange stimmt ihm giftig zischend zu.


      Einen schönen Sonntag wünsche ich noch!

      Gruß
      Rebirz
    • Schöner Abschnitt.
      Yu hat sich echt nicht im Griff, ich hab ihm beinahe zurufen wollen "Finger weg!"

      Die Korrekturen des vorletzten Teils haben mir sehr gut gefallen. Es ist jetzt sehr viel besser und fällt nicht negativ gegenüber den anderen Abschnitten ab.

      Rebirz schrieb:

      ies ist eine Welt nur für Götter und ihrer Anhänger. So wie du einer bist, Yu.“
      Also ist Yu ein Gott oder einer ihrer Anhänger?
      Hier ist mir dann zu wenig Info. Wenn mir jemand sagen würde ich bin der Sohn eines Gottes, oder ein Gott, würde ich sofort wissen wollen: welcher? was? wieso? Hab ich Superkräfte? Yu liesse sich doch nicht so schnell abspeisen, oder? Möglicherweise ist ihm sein Freund hier auch erstmal wichtiger. Das könntest du noch ausarbeiten.

      Rebirz schrieb:

      nd deinen Karnevalsverein hier als Ausgeburt meiner Fantasie abzutun
      Super :D
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Hey,

      ich habe mir das vorherige Kapitel noch einmal angeschaut und muss sagen, dass es mir im Vergleich zu der ursprünglichen Fassung jetzt deutlich besser gefällt. :thumbsup:

      Die Fortsetzung hat mir ebenfalls gefallen. Auch, wenn ich Yu`s Ausraster am Ende irgendwie nicht so ganz nachvollziehen konnte...war er nicht schon mal auf den armen Dimitri losgegangen? Eigentlich hatte er sich vorgenommen, ihm zu vertrauen...naja, kann man wahrscheinlich unter "Kurzschlussreaktion" verbuchen...
      Also, ich fand den Teil gut.

      Meine Anmerkungen packe ich in den Spoiler:

      Spoiler anzeigen


      Rebirz schrieb:

      Das gibt mir nun endgültig den Rest und ... gehe schwer atmend in die Hocke.
      hier an der Stelle fehlt ein "ich"....oder du schreibst: ... und schwer atmend gehe ich in die Hocke. Aber ein "ich" fehlt auf jeden Fall ^^

      Rebirz schrieb:

      Die Augen hat er weit aufgerissen, doch sein Blick ist nicht bei uns. Das Bewusstsein hat er also noch nicht wiedererlangt. Wenn ich sehe, unter welchen Schmerzen er zu leiden hat, danke ich Gott, oder meinetwegen auch den Göttern dafür, dass er es nicht ist.
      Kann man von Bewusstlosigkeit sprechen, wenn er die Augen weit aufgerissen hat? Ich habe da echt keine Ahnung von...ich kann mir schon vorstellen, dass man vielleicht aufgrund der Schmerzen sein Umfeld nicht wahrnehmen kann und sein Blick ins Leere läuft...aber dann ist er nicht wirklich bewusstlos, oder? Bei einer Bewusstlosigkeit gehe ich davon aus, dass man komplett weggetreten ist-quasi mit "Augen zu". Man müsste mal einen Mediziner dazu befragen :hmm: Im Zweifelsfall würde ich es einfach anders formulieren...


      Rebirz schrieb:

      Es kracht und scheppert. Benommen rapple ich mich auf und sehe gerade noch, wie Marc wild mit den Armen fuchtelt und dabei die Helfer aus Dimitris Reihen durch die Luft schleudert.
      Yu hat doch nur einen Riemen gelockert und zwar den der rechten Hand...wie kann er plötzlich mit beiden Armen fuchteln? Hat er sich so schnell selbst befreit?


      Rebirz schrieb:

      Es benötigt all sein Körpergewicht und ... Kraft, damit Dimitri Marc alleine fixieren kann, doch er schafft es ta
      es bleibt dir hier nicht erspart "seine Kraft" zu schreiben....denn sein Kraft gibt es nicht ^^ ...wahrscheinlich würde ich eine Sache weg lassen und schreiben: es benötigte all seine Kraft,....



      LG,
      Rainbow
    • Kapitel 4.2

      Rebirz schrieb:

      Zuerst sieht es so aus, als würde unser Monster Pingpong tatsächlich funktionieren.
      Monster Pingpong - herrlich :thumbsup: Diese Stellen funktionieren für mcih vom Humor her, das läuft gut zur Story.
      Würde es aber mit Bindestrich oder direkt zusammen schreiben.

      Rebirz schrieb:

      Yu urplötzlich eine solche Kraft? Er ist zwar nicht der Schwächste, aber ein Muskelpaket mit der Masse von Dimitri, liegt definitiv nicht in seiner Gewichtsklasse.
      Das mit den übermenschlichen Kräften hab ich ja schon geahnt, aber hier wird es jetzt sehr deutlich ^^


      Terra, Tartarus, Minotaurus? Das klingt alles so schön nach griechischer Mythologie, finde ich super :D Gut, dass da noch ein Gewitterjunge (auch super) war, der hat Marc gerade den Arsch gerettet.
      Tja, übermenschliche Kraft 0 : 1 Steine
      Yu und Marc scheinen zumindest nicht unverwundbar geworden zu sein.

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


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