Ein schreckliches Schreinachtsfest

  • Meine Wenigkeit hat sich hier mal an einer kleinen Weihnachtsgeschichte versucht. Ich muss gestehen, ich bin selbst zufrieden mit dem Ergebnis, aber mal sehen wie sie euch hier gefällt.
    Außerdem wollte ich auch mal den ganzen Leuten danken, die irgendwann mal in meine Geschichten reingeschneit sind und mir jede Menge Tipps gegeben haben. Ihr habt mir was das Schreiben angeht wirklich sehr weitergebracht und mir zu ganz neuer Motivation und Fortschritten verholfen. Ai Dankschä dafür! :heart::panik:


    Ein schreckliches Schreinachtsfest

    "Vem har trampat mina svampar ner?!"

    2 Mal editiert, zuletzt von Xarrot ()

  • OK, ich bin eigentlich kein Kurzgeschichten-Leser, aber ab und zu mal wieder in eine reinschauen, schadet ja nicht! :)
    Manchmal würde ich mir aber auch wünschen, dass meine Projekte sich nicht andauern verlängern würden ...



    Ich finde den Übergang der beiden Sätze etwas holprig. Vielleicht drehen? "Im Vergleich zum finsteren Forst, wahr diese jedoch ein wahrhaftig herrliches Örtchen."



    Mir ist die Wiederholung aufgefallen, die man umgehen könnte. Außer sie ist bewusst gesetzt. Könnte auch passen.



    Es müsste "Den" heißen.



    Hmm, normalerweise will ich nicht direkt etwas in einen Text hinzufügen, aber ich fand den Gedanken gerade so lustig, dass ich ihn dir trotzdem hierlassen will.
    "Für den Rest der potenziellen Beilagen war des deshalb schon fast wie eine Mahnung ..." :D Ist mir plötzlich durch den Kopf gegeistert.



    Gehört hier ein Komma rein? Bin mir nicht sicher. Bin aber auf jeden Fall kurz Stutzig geworden, also besser vermerkt. :)



    In deinem Ende ist noch irgendwie der (Lind)Wurm drin. :P
    Ich komme hier nicht drauf, wie der erste Teil (grün) zu lesen/betonen ist. Für mich sitzen hier Satzzeichen falsch. Vielleicht schaust du noch mal drüber.
    Ist der gelb markierte Teil quasi als Synonym für Gleichgültigkeit gedacht? Also ihnen ist egal, dass sie nicht vollkommen sind?
    Blau ist dein abschließender Satz. Mir gefällt, was du damit sagen willst, nur die Formulierung kommt mir nicht flüssig über die Zunge.



    Alles in Allem eine schön erzählte Geschichte, die für einige Schmunzler in der Stillen Zeit sorgt. Coole Idee! :thumbsup:


    Gruß
    Rebirz

    Da sitzen sie wieder alle und fressen Eis ... Als wüssten sie nicht, wie ein Bier aufgeht!

  • Hui, Danke @Rebirz da waren ja noch ein paar Fehlerchen drin, obwohl ich mir diesmal sogar extra viel Mühe gegeben hab, die auszumerzen, aber scheinbar sind das wohl Zombies ... :whistling:

    Hmm, normalerweise will ich nicht direkt etwas in einen Text hinzufügen, aber ich fand den Gedanken gerade so lustig, dass ich ihn dir trotzdem hierlassen will.
    "Für den Rest der potenziellen Beilagen war des deshalb schon fast wie eine Mahnung ..." Ist mir plötzlich durch den Kopf gegeistert.

    Das würde an dieser Stelle glaube ich nicht so ganz passen. Die Erinnerung soll ja eigentlich für die Bewohner des Moderwurzwaldes sein, da zum Beispiel die Dämmerbolde etwas vergesslich diesbezüglich sind.

    Ich komme hier nicht drauf, wie der erste Teil (grün) zu lesen/betonen ist. Für mich sitzen hier Satzzeichen falsch. Vielleicht schaust du noch mal drüber.

    Eventuell lag das daran, dass ich im Nebensatz aus Versehen die falsche Zeitform benutzt hab. Es sollte eigtl heißen:
    "Ohne jeglichen Trubel oder Wirbel, weil an diesem einen Abend alles ach so perfekt und gesittet zugehen musste, hatten es die verlausten Bewohner vom Moderwurzwald dennoch geschafft." -Sonst hast du schon recht, der Satz hier ist eine kleine Absonderlichkeit in der Formulierung, wobei mir das eigentlich sogar ganz gut so gefällt, Eventuell vereinfache ich ihn aber doch ein bisschen. :)

    Ist der gelb markierte Teil quasi als Synonym für Gleichgültigkeit gedacht? Also ihnen ist egal, dass sie nicht vollkommen sind?

    Ja, genau so meinte ich das, hab da ein klein wenig was ausgebessert, damit das deutlicher wird


    EDIT: @Rebirz Natürlich füg ich auch die überarbeitete Version hier ein, allerdings nicht als extra Post sondern einfach anstelle der Geschichte am Anfang.

    "Vem har trampat mina svampar ner?!"

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  • Zitat von Xarrot

    Das würde an dieser Stelle glaube ich nicht so ganz passen. Die Erinnerung soll ja eigentlich für die Bewohner des Moderwurzwaldes sein, da zum Beispiel die Dämmerbolde etwas vergesslich diesbezüglich sind.

    Ach so! Dann habe ich das missverstanden. Ich dachte anders, weil du geschrieben hast:
    "Für den Rest war es deshalb schon fast wie eine Mahnung ..."
    Eine Mahnung habe ich irgendwie ganz automatisch mit Feinden bzw. in dem Fall halt "Opfern" in Verbindung gebracht.



    Zitat von Xarrot

    Sonst hast du schon recht, der Satz hier ist eine kleine Absonderlichkeit in der Formulierung, wobei mir das eigentlich sogar ganz gut so gefällt, Eventuell vereinfache ich ihn aber doch ein bisschen.

    Ganz klein wenig absonderlich, ja. :D Auch mit der richtigen Zeitform sticht er doch sehr stark von restlichen Text hervor. Ich würde ihn persönlich wirklich vereinfachen. Es ist ja im Ganzen eine lustige Geschichte, keine High Fantasy mit Hochelfen etc. :)


    Edit: Fügst du deine überarbeitete Version dann auch hier ein? Würde mich schon Interessieren, wie du dann deine Lösungen umgesetzt hast! :D

    Da sitzen sie wieder alle und fressen Eis ... Als wüssten sie nicht, wie ein Bier aufgeht!

  • Doch nicht nur die kleinen Gnolle packten dazu mit an. So sorgte zum Beispiel der Lindwurm, in seiner Höhle am Fuße der Berge wie jedes Jahr für das leibliche Wohl. Ziegen, Schafe, Kühe, übermütige Ritter, Jungfrauen und etwas weniger junge Frauen, alles wurde mit kräftigem Schnauben angebraten, mit Soße übergossen und mit Gemüse serviert. Für Ritter und Frauen gab es außerdem noch ein wenig Rosmarin, um ihnen während dem Kochen mit irgendetwas die Mäuler zu stopfen.

    "Na?! Wie geht`s den Kindern?", lautete meist die erste Frage ihrerseits.

    :rofl::rofl::rofl:
    Mega! Einfach herrlich! Bis auf ganz kleine Fehlerchen ist das ein echtes Meisterwerk von einer Kurzgeschichte! Seit langem habe ich wieder einmal Tränen gelacht und musste kurz aufhören zu lesen...
    Der Rattenfänger als Schreinachtsmusiker? Das würzige Ertrunkenenbier? Schädelschmuck? Da ist echt an alles gedacht!


    Um zumindest noch eine kleine Anmerkung zu machen: Wer ist für Geschenke zuständig? Oder gibts die beim Schreinachtsfest gar nicht?


    Nochmals: Absolut ganz großes Kino!

  • Um zumindest noch eine kleine Anmerkung zu machen: Wer ist für Geschenke zuständig? Oder gibts die beim Schreinachtsfest gar nicht?

    Die Geschenke sind quasi die Mithilfe an den Festvorbereitungen. Außerdem geht es den Bewohnern vom Moderwurzwald gar nicht mal so sehr um Geschenke und den ganzen Kram, sondern mehr um die wilde Feier. :lol:

    "Vem har trampat mina svampar ner?!"

  • Außerdem geht es den Bewohnern vom Moderwurzwald gar nicht mal so sehr um Geschenke und den ganzen Kram, sondern mehr um die wilde Feier.

    Ah, der wahre gute Kern des Schreinachtsfestes ist hier noch zu finden, im Moderwurzwald.


    Ein schöne Studie aus dem Dschungel. Wie so ein Jägerdings wohl schmeckt? Möglicherweise überdeckt die Sosse den Eigengeschmack!

    Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.


    Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz

  • Sehr unterhaltsame (Anti-)Weihnachtsgeschichte!
    Die skurrilen, bisweilen brutalen, aber dennoch liebenswürdigen, Bewohner des Waldes und ihre seltsamen bis absurden Gebräuche - wunderbar stimmige Welt, die du da aufgebaut und mit der richtigen Prise Humor gewürzt hast.


    Und lese ich da etwa auch noch eine leichte Konsum- und Gesellschaftskritik raus? ;)


    Achja, was mir noch aufgefallen wäre:


    Was allerdings die hutzelige Hexe mit ihrem Buckel so in ihrer Höhle im alten Hügelgrab so anstellte, wusste eigentlich keiner so genau.

    3x "so" in einem Satz? Das ist mindestens mal eines zuviel.


    LG
    Rika

  • Wie so ein Jägerdings wohl schmeckt? Möglicherweise überdeckt die Sosse den Eigengeschmack!

    Na ich hoffe doch! Die schmecken scheußlich! 8|

    Und lese ich da etwa auch noch eine leichte Konsum- und Gesellschaftskritik raus?

    Keine geplante, aber tatsächlich! Wobei das vermutlich ziemlich leicht geschieht, wenn man mal ein wenig mit dem heutigen Weihnachtsklischee spielt und es noch dazu verdreht.

    3x "so" in einem Satz? Das ist mindestens mal eines zuviel.

    So ein ... so geplant hatte ich das nicht, aber wenn es eben so kommt wie es so halt kommt, finden sich die Fehler noch so schnell ein, dass man so als normaler Mensch gar nicht mitbekommt, wo die so überall hocken ... also sowas aber auch wirklich! Danke. :doofy:

    "Vem har trampat mina svampar ner?!"

  • Hi Xarrot, ich dachte, ich lese mal in eine deiner Geschichten rein und lasse einen Kommi da.



    Im großen und ganzen hat mir dein Schreinachtsfest sehr gut gefallen :thumbsup: Die Idee ist gut und der Text hat mich wunderbar unterhalten ^^ Da es das erste Mal ist, dass ich einen deiner Texte lese, schreib ich dir was mir so aufgefallen ist.


    Kritikpunkte sehe ich vom stilistischen nur in der häufigen Verwendung dieser Aber-Konjunktionen und Füllwörtern. Letztere sind hier teils aber ganz okay, da sie den etwas locker fröhlichen Erzählstil unterstreichen - es sollte nur nicht überhand nehmen.
    Zweite Sache, die mir auffiel, war die Verbfaulheit. Vielleicht ist mein Blick inzwischen zu überkritisch (weil Verbfaulheit zu meinen eigenen Achillesfersen gehört und ich umso stärker hinsehe), aber du beshreibst viele Zustände durch "war". Da gibt es oftmals kreativere Verben, gäbe also die Möglichkeit, den Text noch etwas bunter zu machen.


    Toll ist natürlich dein Humor :D Es ist alles so schön trocken - ich bin ganz ehrlich, ich hab nur in die Geschichte reingelesen, weil ich hier im Forum in Kommentaren ständig solche Brüller von dir lese :D Sehr gelungen finde ich auch, wie du mit der Sprache spielst. Du hast echt eine gute Wortvielfalt im Text und schlägst ein paar schöne Brücken zwischen Kontexten wie zum Beispiel beim morschem Rücken der Oma :D


    Hoffe, das ist irgendwo hilfreich.


    Gruß Alopex :fox:

  • Vielleicht ist mein Blick inzwischen zu überkritisch (weil Verbfaulheit zu meinen eigenen Achillesfersen gehört und ich umso stärker hinsehe), aber du beshreibst viele Zustände durch "war". Da gibt es oftmals kreativere Verben, gäbe also die Möglichkeit, den Text noch etwas bunter zu machen.

    Da hast du etwas beim Namen genannt, was mich auch schon beim Schreiben etwas gestört hat. Irgendwie wusste ich nie, was es nun genau ist, aber tatsächlich, in die Richtung lässt sich arbeiten! Danke dir vielmals :)


    Wegen den Füllwörtern stimm ich dir an einigen Stellen zu, an anderen gefallen sie mir dagegen eigentlich ganz gut :hmm: Ich denke, da kann man sich aber auch wieder gut drüber streiten. Dennoch ein großes Dankeschön für deine Tipps. Vor allem mit der Verbfaulheit hast du mir wirklich weitergeholfen. :D

    "Vem har trampat mina svampar ner?!"

  • Zitat von Xarrot

    Wegen den Füllwörtern stimm ich dir an einigen Stellen zu, an anderen gefallen sie mir dagegen eigentlich ganz gut Ich denke, da kann man sich aber auch wieder gut drüber streiten. Dennoch ein großes Dankeschön für deine Tipps. Vor allem mit der Verbfaulheit hast du mir wirklich weitergeholfen.

    Kann ich zustimmen. Ich kann nur sagen, wo sie mich stören. Hab auch nur die angestrichen, die ich wirklich fragwürdig fand. Manche Dinge sind letztendlich Geschmack. Ich schreibe es trotzdem, manchmal denkt man über einige Stellen beim Schreiben nicht genauer nach, so kenne ich das von mir.
    Freut mich jedenfalls, dass ich helfen konnte ^^