Tanz der Herzen

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    • Tanz der Herzen

      Ich hab mal wieder ne Kleinigkeit geschrieben. Diesmal bin ich noch am Überlegen ob ich auch ne Fortsetzung schreibe. Feedback, wie immer gerne :saint:

      Tanz der Herzen

      Der Kampf begann und wir kreuzten unsere Klingen. Sie war unglaublich. Jeden meiner Schlägen konnte sie problemlos parieren, doch ich stand ihr in nichts nach. Ihr Schwert raste immer wieder auf mich zu, wurde jedoch schnell von meiner Klinge geblockt. Es war ein Duell auf Leben und Tot und so kämpften wir auch, wohl-wissend das jeder unserer Schläge der letzte für einen von uns sein könnte. Mit der Zeit fing ich an ihre Angriffe voraussehen zu können. Dies alleine hätte den Kampf in kürze beenden können, wäre sie nicht mindestens genau so gut wie ich.

      Je länger wir kämpften und unsere Schwerter kreuzten, umso mehr glich es einem Tanz. Wir tanzten umeinander, versuchten den anderen mit unseren Schlägen zu treffen, und blockten die Hiebe des anderen. Würde man von außen zusehen, hätte es wohl so ausgesehen, als wäre alles einstudiert gewesen.
      Mir wurde bewusst, dass ich, mit meinen normalen Kräften, nicht gegen sie gewinnen kann, genauso wenig wie sie gewinnen könnte.
      Doch ich war hier in Feindesgebiet, und wenn es den König gelüstet hätte, hätte er seinen Männern nur Befehlen müssen dem ein Ende zu bereiten und mich gefangen zu nehmen. Ich konnte das nicht zulassen, nicht jetzt so kurz vor unserem Sieg im Krieg.

      Es war die Zeit gekommen meine Kräfte einzusetzen und mit der Kraft des Windes das Tempo zu erhöhen. Meine Klinge, welche ich mit meiner Magie beschleunigte raste auf auf ihr makelloses Gesicht zu.

      Nie hätte ich damit gerechnet, dass sie diesen Schlag blocken könnte, doch sie schaffte es, wenn auch nur knapp, meine Klinge schnitt sie an ihrer glatten Wange.
      Der Schnitt war nicht tief, vermutlich würde nicht einmal eine Narbe bleiben, doch abgesehen davon hatte ich nun ein großes Problem. Nicht nur ich beherrschte die Macht der Winde. Und mit diesem Wissen wusste ich, dass ein Sieg über sie für mich nicht machbar war. Sie war mir ebenbürtig, so wie ich ihr.

      Ich sah ihr in die wunderschönen Augen, sie strahlten förmlich, und je länger ich sie so betrachtete, umso mehr fiel mir auf, dass sie Spaß an diesem Kampf hatte. Sie lächelte und ich konnte nicht anders als dieses Lächeln zu erwidern, denn auch ich habe lange auf einen fordernden Gegner gewartet.

      Hinter ihr sah ich einen brennenden Pfeil durch die Luft fliegen. Er kam von außerhalb der Burgmauern und war das Signal für mich zu verschwinden.
      "Ich freue mich suf unseren nächsten Tanz, Prinzessin. Doch ich muss nun gehen", sprach ich während ich sie ein letztes Mal anlächelte.
      "Was redete ihr da? Ihr werdet nirgend-"
      Doch sie konnte ihren Satz nicht beenden.
      Ich nahm meine letzte Kräfte zusammen, als sich unsere Klingen das nächste mal kreuzten. Ich blockte ihren Schlag, lies meine Klinge parallel zu ihrer gleiten und umgriff mit meiner linken Hand unsere beiden Klingen um sie von uns weg zu halten. Meine rechte Hand bewegte sich zu ihrer Wange und mit dem Daumen wischte ich ihr über die Wunde damit das Blut nicht über ihr wundervolles Gesicht ronn.
      Sie sah mich mit großen Augen an, ohne zu wissen was sie tun solle, als ich mit meiner Handfläche nun über die Wange strich, nach unten zu ihrem Kinn und sie an mich heranzog.
      Unsere Lippen berührten sich, doch sie wehrte sich nicht. Sie stand regungslos da und tat nichts.
      Als das Tor aufflog, und ich den Rammbock sah löste ich meine Lippen von den Ihren und lief in Richtung des Tores. Bevor ich ganz floh, schaute ich noch ein letztes Mal zurück und sah wie sie sich noch immer bewegungsunfähig dort stand, beide Klinge neben sich auf dem Boden liegend.

      Ich war ihr verfallen, doch das machte mir nichts, den ich wusste ich würde sie wiedersehen und dann würden wir wieder miteinander Tanzen, dann vielleicht wirklich bis einer von uns stirbt. Aber alleine ihr markelloses Gesicht erneut zu sehen, würde mir genügen um friedvoll aus dieser Welt zu Scheiden.


      PS.: Ich bin noch nicht ganz zufrieden mit diesem Teil und werde ihn wahrscheinlich auch noch mal überarbeiten ^^
      Nur Verrückte Hier
      Komm Einhorn wir gehen

      :jennagorn:

    • Süße Geschichte :)
      Da könnte man gut mehr draus machen.
      Ich finde es schön, dass sie miteinander kämpfen und sich dann küssen- erinnert mich irgendwie an den Film Mr. ans Mrs. Smith, wenn du das kennst.
      Deine Geschichte hat irgendwie so eine Harmonie, ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll, die mich fesselt.

      Ein paar Kleinigkeiten sind mir aufgefallen- aber die kreide ich dir erst an, wenn ich in meine Wohnung gefahren bin :D
      Hab jetzt zu wenig Zeit dazu^^

      LG,
      Blue
      Chaos sagt, Halvars dunkle Seite sei harmlos gegen mich...
















    • Gefällt mir gut. Man sieht die Beiden förmlich vor sich, wie sie sich umkreisen und angreifen und parieren. Auch diese Spannung,den anderen beobachten zu müssen, um ihn einschätzen zu können, kommt gut rüber!
      Der Kampf ist ausführlich beschrieben, und dieser Kuss am Ende ist die Krönung der ganzen Szene.
      Mir sind auch ein paar kleine Sachen aufgefallen, aber nur Kleinigkeiten. Und da du sowieso wahrscheinlich nochmal drüberschaust, lass ich es mal, die hier anzuführen.

      Falls du weiterschreibst, wäre ich wieder dabei! Schließlich ist das Tor jetzt offen, und der eigentliche Kampf beginnt erst. :paladin:

      VG
      Tariq
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


      :cookie:

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    • So kurz und doch so fesselnd.
      Ich muss sagen, ich bin wirklich beeindruckt. Mir gefällt die Vorstellung, wie die beiden sich einen Kampf um Leben und Tod liefern und sie einander doch so sehr verfallen sind. Eine wahrlich romantische Hassliebe :3
      Ich würde es durchaus begrüßen, wenn daraus mehr als nur eine Kurzgeschichte entstehen würde.

      Liebe Grüße :3

      Laelia
    • Hey, @Schaffe von Drag, schöne Geschichte! Gefällt mir gut. Kurz, knackig, mit Action und einem Hauch von Romantik... spannend bis zuletzt. Man fragt sich unweigerlich: Wer ist die schöne Schwertkämpferin / Prinzessin und wer ist "Ich" - Mann, Frau, ein Elf, etwas anderes?

      Ich fände es cool, wenn du in dem Stil und der Länge die Geschichte noch etwas weiterführen würdest.
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
    • Uh, das war doch eine Kurzgeschichte nach meinem Geschmack @Schaffe von Drag :thumbsup:
      Der Kampf war toll gemacht und der Kuss hat super für den "wow" Moment gepasst... :thumbup:

      Solltest du das noch weiter führen wollen, bin ich auf jeden Fall dabei :thumbsup:

      Schaffe von Drag schrieb:

      Danke an alle, ich bin ja auch am überlegen ob ich das irgendwie in meine Hauptgeschichte einbaue, hab da auch schon ne gute idee wohin
      Oder so.... :D

      LG
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-