Die Geburtstagsparty

    • [Kurzgeschichte]

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    • Die Geburtstagsparty

      Hallo hallo, heute wage ich mal was ganz Neues: ich unternehme einen Ausflug in die Dark Fantasy. Bin gespannt, ob euch mein Machwerk gefällt!!


      Die Geburtstagsparty



      Ich liege im Bett, auf dem Rücken, mit hinter dem Kopf verschränkten Händen. Draußen tobt der Sturm, schüttelt die Baumkronen und lässt Blätter in wildem Tanz taumelnd über den Asphalt wirbeln. In der Ferne grummelt der Donner. Ab und zu huscht ein Schatten über meine Wand, wenn ein im Wind schwankender Ast den Lichtschein unterbricht, den die Straßenlaterne in mein Fenster wirft.
      Genießerisch schließe ich die Augen und atme tief ein. Ich liebe es, einem nächtlichen Gewitter zu lauschen. Es ist so herrlich bequem, dabei im Bett zu liegen und sich in Sicherheit zu wissen.
      Einen kurzen Gedanken nur habe ich übrig für die, die bei dem Wetter noch zu Fuß unterwegs sind, denn noch regnet es ja nicht.
      Als wäre das das Stichwort gewesen, lässt sich nun draußen ein leises Rauschen vernehmen, das immer mehr anschwillt und sich mischt mit dem trommelartigen Staccato, mit dem das Vordach unserer Haustür der Welt verkündet, dass es nicht nur regnet, sondern wie aus Eimern schüttet. Vorbeifahrende Autos lassen mit dem so typischen Geräusch erkennen, dass sich inzwischen große Pfützen gebildet haben.
      Noch immer höre ich es in der Ferne leise donnern. Blitze zucken noch keine durch den regenschweren Nachthimmel. Vielleicht zieht das Gewitter vorbei.
      Ich drehe mich auf die Seite und schiebe die Decke weg. Es ist heiß und stickig im Schlafzimmer, und noch hat die feuchte frische Luft draußen den Weg zu mir herein nicht gefunden. Morgen soll es auch heiß werden. Super, denn morgen habe ich Geburtstag, und die Party steigt im Garten. Ich freu mich!
      Eingelullt vom gleichmäßigen Rauschen des Regens treibt mein Geist in den Schlaf hinüber.
      Plötzlich reißt mich ein Donnerschlag aus dem Schlaf, so laut, dass ich erschrocken aufschreie. Mit einem Ruck reiße ich die Augen auf und sitze aufrecht im Bett. Das bemalte Glasbild, das an meiner Fensterscheibe hängt, klirrt noch leise, und mein Herz schlägt hart wie eine Trommel gegen meine Rippen.
      Himmel, das war bestimmt ganz nahe gewesen! Ob der Blitz irgendwo eingeschlagen hat?
      Ich schwinge die Beine aus dem Bett und gehe ans Fenster. Einen Moment runzle ich verwirrt die Stirn, weil ich merke, dass irgendetwas anders ist. Ich weiß nur nicht, was. Konzentriert lauschend stütze ich die Hände auf die Fensterbank und lehne mich hinaus. Außer diesem einen Donnerschlag eben ist nichts mehr zu hören.
      Und plötzlich weiß ich, was mich stutzen ließ.
      Es ist still.
      Es ist wirklich vollkommen still.
      Der Regen hat aufgehört. Das mag ja mal noch angehen. Aber auch der Wind ist völlig eingeschlafen. Ich hebe meinen Blick zur Straßenlaterne. Die Äste des Baumes neben ihr, die vorhin noch wild hin und herschaukelten, verharren nun in völliger Reglosigkeit. Kein Geräusch ist zu hören, kein Auto, kein Flugzeug, auch vom nahen Bahnhof dringt kein Laut herüber. Nicht mal das Geräusch tropfenden Wassers ist zu vernehmen, und dabei hat es doch eben noch geregnet.
      Es wirkt fast, als ob alles da draußen vor Angst erstarrt wäre. Über meine Arme kriecht trotz der Schwüle eine Gänsehaut.



      Weiter bin ich noch nicht, zumindest nicht mit tippen. Mal sehen was draus wird!
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Tariq ()

    • So, dann will ich mal. Folgendes sind natürlich alles nur Anmerkungen, Ratschläge und letztlich meine persönliche Sichtweise, also übernimm nur, was auch deiner Einschätzung nach gut ist.

      Spoiler anzeigen

      Tariq schrieb:

      Ich liege im Bett, auf dem Rücken, mit hinter dem Kopf verschränkten Händen. Draußen tobt der Sturm, schüttelt die Baumkronen und lässt Blätter in wildem Tanz taumelnd über den Asphalt wirbeln Schön beschrieben. In der Ferne grummelt der Donner. Ab und zu huscht ein Schatten über meine Wand, wenn ein vom starken Wind gebeutelter Ast hier allerdings fast ein wenig zu viel den Lichtschein unterbricht, den die Straßenlaterne in mein Fenster wirft.
      Genießerisch schließe ich die Augen und atme tief ein. Ich liebe es, einem nächtlichen Gewitter zu lauschen. Es ist so herrlich bequem, dabei im Bett zu liegen und sich in Sicherheit zu wissen.
      Einen kurzen Gedanken nur habe ich übrig für die, die bei dem Wetter noch zu Fuß unterwegs sind, denn noch regnet es ja nicht.
      Als wäre das das Stichwort gewesen, lässt sich nun draußen ein leises Rauschen vernehmen, das immer mehr anschwillt und sich mischt mit dem trommelartigen Staccato, mit dem das Vordach unserer Haustür der Welt verkündet, dass es regnet. Hier musst du nicht explizit schreiben, dass es regnet, denn das deutest du ausreichend in deinen Umschreibungen an. Was der Leser sowieso weiß, sollte man ihm nicht extra nochmals sagen. Vorbeifahrende Autos lassen mit dem so typischen Geräusch erkennen, dass sich inzwischen große Pfützen gebildet haben.
      Noch immer höre ich es in der Ferne leise donnern. Blitze zucken noch keine durch den regenschweren Nachthimmel. Vielleicht zieht das Gewitter vorbei.
      Ich drehe mich auf die Seite und schiebe die Decke weg. Es ist heiß und stickig im Schlafzimmer, und noch hat die feuchte frische Luft draußen den Weg zu mir herein nicht gefunden. Morgen soll es auch heiß werden. Super, denn morgen habe ich Geburtstag, und die Party steigt im Garten. Ich freu mich! Den Teil hätte man als inneren Monolog schreiben können, als Abwechslung zum Erzählerstil.

      Eingelullt vom gleichmäßigen Rauschen des Regens treibt mein Geist in den Schlaf hinüber. Gut!

      Plötzlich reißt mich ein Donnerschlag aus dem Schlaf, so laut, dass ich erschrocken aufschreie. Mit einem Ruck reiße ich die Augen auf und sitze aufrecht im Bett. Das bemalte Glasbild, das an meiner Fensterscheibe hängt Komma klirrt noch leise, kein Komma und mein Herz schlägt hart wie eine Trommel gegen meine Rippen.
      Himmel, das war bestimmt ganz nahe gewesen! Ob der Blitz irgendwo eingeschlagen hat?
      Ich schwinge die Beine aus dem Bett und gehe ans Fenster. Einen Moment runzle ich verwirrt die Stirn, weil ich merke, dass irgendetwas anders ist. Ich weiß nur nicht, was. Verwirrt stütze ich die Hände auf die Fensterbank und lehne mich hinaus. Außer dem einen Donnerschlag ist nichts mehr zu hören.
      Und da weiß ich, was mich stutzen ließ.
      Es ist still.
      Es ist wirklich vollkommen still.
      Der Regen hat aufgehört. Das mag ja mal noch angehen. Aber auch der Wind ist völlig eingeschlafen. Ich hebe meinen Blick zur Straßenlaterne. Die Äste des Baumes neben ihr, die vorhin noch wild hin und herschaukelten, verharren nun in völliger Reglosigkeit. Kein Geräusch ist zu hören, kein Auto, kein Flugzeug, auch vom nahen Bahnhof dringt kein Laut herüber. Nicht mal das Geräusch tropfenden Wassers ist zu vernehmen, und dabei hat es doch eben noch geregnet.
      Ich spüre eine Aura von Gefahr und Bedrohung, als ob alles da draußen vor Angst erstarrt wäre. Diesen Satz, so gut er auch an sich geschrieben ist, würde ich gänzlich weglassen, da du genau diese Aura bereits gut rüberbringst, insbesondere durch: Über meine Arme kriecht trotz der Schwüle eine Gänsehaut.


      Alles in allem ein guter Anfang mit ansprechenden Szenenmalerei und trotz weniger Information auch keiner Langeweile.
      Wortgefechte

      Ein Schwert und sein Held
    • Vielen lieben Dank!!

      Also, ich mach mal der Reihe nach:
      der "gebeutelte Ast" kann weg, ist okay.
      "dass es regnet" kann ich abändern.
      Einen inneren Monolog - wie hebe ich den im Textbild vom Rest des Textes ab?
      Die Kommasetzung ist so ein Ding. Ich habe noch gelernt, dass zwischen zwei Hauptsätzen ein Komma steht. Heut lässt man beide Regelungen gelten, ich hab mich extra kundig gemacht. Aber das erste Komma fehlt, da hast du natürlich Recht.
      Mit der letzten Anmerkung muss ich nochmal überlegen. Vielleicht kürze ich den Satz etwas.

      Ich freu mich, dass es dir gefällt. Danke für's Vorbeischauen!
      Hab nen schönen Abend noch!

      VG Tariq
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tariq ()

    • So, hier ist noch der zweite und letzte Teil. Wenn ihr ein wenig Herzklopfen und Gänsehaut beim Lesen bekommt, hab ich mein Ziel erreicht!!


      Die Luft scheint, als wäre sie flüssig, als könne man sie gar nicht atmen und müsse in ihr ertrinken.
      Ein unbekannter, strenger Geruch lässt mich die Nase kräuseln. Nicht verbrannt, nein... irgendwie... mir fällt kein Wort ein, was ihn treffend beschreiben könnte.
      Was ist da gerade geschehen?
      Es wirkt, als wäre die Atmosphäre im Schockzustand, als würde alles Leben den Atem anhalten, als würde die Zeit stillstehen. Ich bleibe noch einen Moment am offenen Fenster und lausche. So intensiv konzentriere ich mich aufs Hören, dass ich schließlich nichts anderes mehr wahrnehme als das Rauschen des Blutes in meinen Ohren.
      Es gibt keinen weiteren Donner. Das Gewitter ist vorbei. Eine Weile stehe ich noch, doch als sich die Kühle der Nacht unangenehm wie eine kalte Decke um meine Schultern schmiegt, schließe ich das Fenster und gehe zurück ins Bett. Das war ja mal ein seltsames Erlebnis gewesen.

      ---


      Am Morgen ist das bedrückende Gefühl verschwunden. Die Sonne lacht in mein Zimmer, als hätte es keine beängstigende Nacht gegeben. Ich schleudere die Decke von mir, springe aus dem Bett, reiße beide Fensterflügel weit auf und lache fröhlich dem erwachenden Tag ins Gesicht. Heute ist mein Geburtstag! Beglückt nehme ich ein, zwei tiefe Atemzüge und recke mich ausgiebig.
      Plötzlich stutze ich. Der seltsame Geruch - mir war eben, als hätte ich ihn erneut wahrgenommen. Noch einmal atme ich tief durch die Nase ein und analysiere, was ich rieche.
      Nein, ich muss mich getäuscht haben. Alles ist wie immer.
      Nach dem Frühstück gehe ich in den Garten. Hinten auf der Terrasse werden wir heute eine Megaparty haben. Bis in die Nacht will ich feiern mit meinen Freunden. Es wird einfach hammermäßig werden.
      Ein wenig kritisch betrachte ich die geräumige Sitzfläche. Mehr Stühle werden gebraucht, und die bereits vorhandenen müssen etwas enger zusammenrücken. Während ich sie versonnen mustere und in Gedanken verteile, bemerke ich etwas, was mich erstaunt die Augen aufreißen lässt.
      Die Kunststoffstühle sind an den Ecken verformt! Es sieht aus wie - angeschmolzen. Als ich vorsichtig und zaghaft daran schnuppere, dringt mir wieder dieser strenge Geruch in die Nase, den ich schon in der Nacht wahrgenommen habe.
      Und - das ist irgendwie seltsam - die angeschmolzenen Ecken der Gartenstühle scheinen alle nach einer Richtung hin zu liegen, einem Areal, in dem der Sonnenschirm das Zentrum bildet.
      Ich schaue ihn mir genauer an. Er ist groß, wirklich groß, sicher fast drei Meter im Durchmesser. Die einzelnen Streben reichen bis zum Boden, wenn er - so wie jetzt - zusammengeklappt ist. Er steckt in einem dicken eisernen Rohr, das tief im Boden der Terrasse eingelassen ist und etwa einen Meter darüber hinausragt. Fest verankert steht er da, wie eine deutsche Eiche. Diese Standhaftigkeit ist meinem Vater zu danken. Weil der riesige Schirm trotz starker Beschwerung einmal umgekippt ist, hat er weitere Malheure solcher Art auf diese Weise verhindert. Seitdem müssen allerdings die Sitzmöbel und der Tisch immer mit dem Schatten wandern, weil der Sonnenschirm unverrückbar steht.
      Bei genauerem Betrachten sehe ich jetzt verblüfft, dass auch er ziemlich beschädigt ist. Der ausgeblichene Stoff ist völlig versengt und hat Löcher, doch nicht außen an den Rändern, sondern nur an der Mitte, am höchsten... Punkt.
      Mir stockt der Atem.
      Dieser Donnerschlag heute Nacht, der mich aus dem Halbschlaf gerissen hat - ist dem etwa ein Blitz vorausgegangen, der hier auf unserer Terrasse eingeschlagen und die Sitzmöbel und den Schirm beschädigt hat?
      Wenn ja, dann ist der Schaden vergleichsweise gering. Die Stoffbespannung des Schirmes ist wundersamerweise lediglich versengt und nicht verbrannt. Und die Sitzmöbel sind nur an den Ecken angeschmolzen, die dem Schirm am nächsten liegen.
      Ich atme auf. Das hätte auch ganz anders ausgehen können. Nicht auszudenken, wenn ich heute Morgen vor einem Skelett aus Metallstreben gestanden hätte, behängt mit Resten von verbranntem Stoff und umgeben von einigen formlosen Gebilden aus geschmolzener Kunststoffmasse. Es ist Samstag, und heute Nachmittag soll die Party steigen!
      Noch einmal schnuppere ich am Stoff des Schirmes. Ungewöhnlich, aber nicht unerträglich. Außerdem bleiben noch einige Stunden, bis meine Gäste eintreffen werden. Und die angeschmolzenen Ecken - zum Kuckuck mit ihnen!
      Fröhlich pfeifend gehe ich wieder nach drinnen, um mich den letzten Vorbereitungen zu widmen.


      Als es gerade zwei Uhr schlägt, klingelt es. Ich hüpfe an die Tür (ja, ich weiß, ich bin jetzt siebzehn, aber erstens beobachtet es niemand und zweitens freue ich mich so). Die sich öffnende Tür lässt mich in Jasmins lächelndes Gesicht sehen. Sie fällt mir stürmisch um den Hals, und ich nehme einen Hauch ihres sündhaft teuren Parfüms wahr. 'Das ist doch mal was anderes als versengter Stoff und angeschmolzener Kunststoff', denke ich ein wenig neidisch, während ich sie hereinziehe in den Korridor und die Tür hinter ihr schließe.
      „Geh schon mal raus in den Garten!“, sage ich lächelnd und nehme ihr das kleine, hübsch verpackte Päckchen ab, das sie mir mit einem überschwänglichen Glückwunsch in die Hand drückt. „Ich hole uns noch etwas zu trinken.“
      Sie verschwindet durch den Hinterausgang, sie kennt sich ja aus bei mir. Ich biege ab in die Küche, lege mein Päckchen ab und nehme eine Flasche Orangensaft aus dem Kühlschrank.
      „Hast du heut Nacht das Gewitter gehört?“, frage ich neugierig, während ich um die Ecke biege und die zwei Stufen zur Terrasse hinaufsteige.
      Keine Antwort.
      Jasmin ist nicht da. Wo ist sie hingegangen? Suchend blicke ich mich im Garten um. Sie ist nirgendwo zu sehen. Ob sie nochmal ins Bad musste?
      Ich stelle den Saft und die Gläser ab und schlendere zurück ins Haus. Meine Mutter ist in der Küche und bereitet Kartoffelsalat zu.
      „Mom“, sage ich, während ich mich an den Türpfosten lehne, „hast du Jassy gesehen?“
      Sie lässt die Hände sinken, die eben noch emsig mit dem Schneiden von Wurstwürfeln beschäftigt waren, und sieht mich an. Ihr Gesicht ist etwas gerötet, und eine Haarsträhne hat sich aus dem strengen Pferdeschwanz gelöst.
      „Jasmin? Nein. Ist sie schon da?“
      Ich nicke. „Sie war im Garten, aber ich finde sie nicht.“
      „Ich weiß nicht, Schatz. Frag Papa. Er muss doch auch mit draußen sein.“
      „Dad? Den habe ich seit dem Mittagessen nicht gesehen. Der hat sich sicher verdrückt. So viele Frauenzimmer auf einem Haufen könne er nicht vertragen, hat er gestern Abend gesagt.“
      Mom, die schon damit begonnen hat, die Wurstwürfel in die Schüssel zu geben, wendet erneut den Kopf. Sie ist erstaunt.
      „Aber er wollte dir doch helfen. Du hast noch Stühle gebraucht, und er sollte den Schirm aufspannen. Wie sieht der denn eigentlich aus nach dem Blitz?“ Sie wirkt ein bisschen besorgt, denn das Riesenteil hat eine Menge Geld gekostet, und ich habe ihr von dem versengten Stoff erzählt.
      Die Stühle, richtig. Die stehen, das habe ich gesehen. Und der Schirm ist aufgespannt.
      „Ist verwendbar, keine Sorge.“
      Ich stehe einen Augenblick horchend an der Badtür, doch da drin herrscht Stille. Ratlos will ich gerade wieder in den Garten gehen, als es erneut klingelt.
      Die Begrüßung mit Meli fällt ähnlich stürmisch aus wie die mit Jassy. Wir gehen zusammen in den Garten, und Meli, die unbegreiflicherweise ein leidenschaftlicher Gärtner ist, bewundert die gepflegten Rabatten meiner Mom. Meine Augen wandern hingegen immer wieder zur hinteren Tür. Wo ist bloß Jassy abgeblieben? Ob sie doch im Bad ist? Möglicherweise ist ihr schlecht geworden? Vielleicht sollte ich mal nach ihr schauen...
      Schließlich halte ich es vor lauter Sorge nicht mehr aus. „Ich schau mal schnell, wo Jassy bleibt“, sage ich betont sorglos, während ich schon die beiden Stufen hinabhüpfe. Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie Meli eben kritisch den Schirm betrachtet. „Was ist denn mit dem passiert? Der hat ja Löcher hier im Stoff!“
      Na toll, denke ich. Sie sieht aber auch alles! „Erzähl ich dir gleich, Moment!“, rufe ich über die Schulter, während ich im Haus verschwinde.
      Doch Jassy ist nicht im Bad. Nach zweimaligem Klopfen und leisen Rufen ohne Antwort drücke ich die Klinke herunter. Die Tür gibt nach, und das Bad ist leer.
      Jetzt weiß ich wirklich nicht mehr, was ich davon halten soll. Ist sie wieder nach Hause gegangen? Aber dann wäre sie mir hier im Korridor begegnet, ich habe doch nur den Saft geholt.
      Noch einmal frage ich Mom in der Küche, erhalte aber nur dieselbe Antwort wie vorhin. Und auf ihre Gegenfrage, ob Dad im Garten sei, erhält sie dieselbe Antwort wie vorhin.
      Wir schauen uns an, zucken beide die Schultern, und lachen. Obwohl mein Lachen etwas gezwungen ist, denn ich kann mir Jassys Unauffindbarkeit nur so erklären, dass sie tatsächlich gegangen ist. Der werde ich morgen in der Schule was flüstern. Was hat die denn für ein Problem?!
      Mit wütenden Schritten stapfe ich wieder hinaus. Ich muss Dampf ablassen. Meli kommt mir da gerade recht, denn sie ist momentan auch nicht gut auf Jassy zu sprechen.
      Doch die Terrasse ist leer.
      Meli ist genauso unauffindbar wie Jassy.
      Ich stehe wie angewurzelt. Ich rufe nicht einmal nach ihr, denn irgendwie ist mir klar, dass ich keine Antwort erhalten werde.
      Während ich mich verwirrt frage, was um alles in der Welt hier abgeht, versuche ich, mit allen Sinnen meine Umwelt wahrzunehmen. Zu sehen ist nichts Auffälliges. Alles so, wie ich es eben verlassen habe. Garten, Blumenrabatten, Sitzmöbel, Saft, Schirm.
      Riechen? Wie jetzt - rieche ich da etwa tatsächlich wieder diesen komischen, strengen Geruch, den ich schon heute Nacht und auch am Morgen in der Nase hatte? Ich schließe die Augen, während ich weiterhin wie festgewachsen an der Hintertür stehe. Ja, unverwechselbar, es riecht leicht... versengt.
      Und ich merke noch etwas.
      Die Stille.
      Es ist dieselbe Stille wie nach dem nächtlichen Gewitter. Als der Regen aufgehört hat. Dieses absolute Fehlen jeglichen Geräusches. Man hört keine Grillen, keine Vögel, kein Summen von Bienen, nichts, rein gar nichts.
      Und plötzlich schlägt auch mein Herz wieder genauso wie heute Nacht. DAS höre ich in dieser nervenzerreißenden Stille umso lauter. Als hätte ich eine Trommel im Brustkorb.
      Einen Augenblick bin ich versucht, ins Haus zu Mom zu rennen. Doch das geht natürlich nicht. Ich bin siebzehn. Wie sieht das aus, wenn ich angerannt käme, mich hinter ihrem Rücken verstecken und angstvoll schreien würde: „Mom, draußen im Garten ist irgendwas komisch!!“
      Ich öffne die Augen und gehe über den kleinen Hof hinüber zu den beiden Stufen, die zur Terrasse hinaufführen. Mechanisch wie bei einer Aufziehpuppe erscheinen mir meine Schritte, und eigentlich will ich gar nicht gehen. Viel lieber würde ich wegrennen.
      Doch ich bin kein Feigling. Entschlossen balle ich die Hände zu Fäusten. Ich will wissen was hier passiert. Wo sind meine beiden Freundinnen? Und - jetzt erst frage ich mich ernsthaft: wo ist mein Dad?
      Die Stufen liegen hinter mir. Ich stehe zwischen den Gartenstühlen, halte mich am Tisch fest und starre auf die verwaisten Saftgläser, ohne sie überhaupt wahrzunehmen. Was ich überdeutlich wahrnehme, ist dieser Geruch, der hier noch intensiver spürbar ist.
      Fast gegen meinen Willen wende ich meinen Blick den Löchern im Dach des Sonnenschirms zu.
      Die Sonne schickt dünne Strahlenfinger hindurch, in denen Stäubchen tanzen. Irgendwie flimmert die Luft unter den dünnen Metallstreben. Und es summt im Schirm.
      Es summt?
      Was summt da?
      Mit zusammengezogenen Augenbrauen trete ich einen Schritt näher an den riesigen Schattenspender heran, neige mich zaghaft etwas nach vorn und lege mein Ohr an die Schirmstange.


      -- Epilog --
      Die Spinne, die in der Mitte ihres Netzes auf dem nahen Apfelbaum sitzt, ist das einzige Lebewesen, welches das Geschehen beobachtet. Würde man sie fragen, was sie gesehen hat, würde sie vielleicht erzählen, dass sich in dem Moment, in dem das Mädchen ihr Ohr an den Schirmständer gelegt hat, der Schirm blitzschnell wie eine Mausefalle geschlossen hat. Ein paar ruckartige Bewegungen sind unter dem angesengten, verblichenen, löchrigen Stoff noch erkennbar gewesen, die jedoch kurz darauf aufgehört haben. Nach ein paar Sekunden hat sich der Schirm lautlos von allein wieder geöffnet.
      Das Summen ist verschwunden gewesen.
      Und das Mädchen.
      Genauso wie der Mann und die beiden anderen Mädchen vorher.
      Aber keiner hat die Spinne gefragt. Sie hätte es auch keinem erzählt. Wer würde schon einer Spinne glauben?



      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Tariq ()

    • Hi Tariq :)

      Anbei ein paar Anmerkungen ^^
      Das sind aber echt nur Peanuts ^^

      Spoiler anzeigen

      Tariq schrieb:

      Draußen tobt der Sturm, schüttelt die Baumkronen und lässt Blätter in wildem Tanz taumelnd über den Asphalt wirbeln. In der Ferne grummelt der Donner.
      Das klingt als wäre es DER Sturm! DER eine. Als müsste man wisse, von welchem Sturm du redest XD Ich würde zu "ein" tendieren.
      Ist nur ein Gefühl, das sich beim Lesen eingestellt hat ^^

      Tariq schrieb:

      Ich liebe es, einem nächtlichen Gewitter zu lauschen.
      Hier bin ich mir dem Komma unsicher. Gefühlsmäßig würde ich es weglassen.

      Tariq schrieb:

      Es ist so herrlich bequem, dabei im Bett zu liegen und sich in Sicherheit zu wissen.
      Hier ebenso

      Tariq schrieb:

      Staccato
      mit kk

      Tariq schrieb:

      Einen Moment runzle ich verwirrt die Stirn, weil ich merke, dass irgendetwas anders ist. Ich weiß nur nicht, was. Verwirrt stütze ich die Hände auf die Fensterbank und lehne mich hinaus.
      Könntest das erste auch einfach weg lassen. Stirnrunzeln ist oft mit Skepsis/Vorsicht/Verwirrung verbunden. Im nächsten Satz sagst du ja außerdem, dass sie verwirrt ist ^^ Sprich, man müsste sich hier kleine Gedanken um ein neues, tolles Adjektiv machen XD
      #faul

      Tariq schrieb:

      Und da weiß ich, was mich stutzen ließ.
      Ich würde zu dann tendieren :hmm: Ist aber wieder nur ein subjektives Lesegefühl ^^

      Tariq schrieb:

      Es wirkt fast, als ob alles da draußen vor Angst erstarrt wäre. Über meine Arme kriecht trotz der Schwüle eine Gänsehaut.
      Tolle Stelle :thumbsup: Mag den Vergleich sehr gern. Kann es mir genau vorstellen.

      Tariq schrieb:

      Die Luft scheint, als wäre sie flüssig, als könne man sie gar nicht atmen und müsse in ihr ertrinken
      Hier auch :D

      Tariq schrieb:

      So intensiv konzentriere ich mich aufs Hören, dass ich schließlich nichts anderes mehr wahrnehme als das Rauschen des Blutes in meinen Ohren.
      Auch ne klasse Stelle :D

      Tariq schrieb:

      schließe ich das Fenster und gehe zurück ins Bett. Das war ja mal ein seltsames Erlebnis gewesen.
      Absatz

      Am Morgen ist das bedrückende Gefühl verschwunden.


      So zum Aufbau:

      Finde ich gut :D
      Hast eine Einleitung, baust Spannung auf und kommst zur Pointe.

      Stilistisch:

      Ich muss sagen, dass ich mich erst reinlesen musste.
      Allerdings hast du mich deinen schnörkelosen Sätzen und tollen Vergleichen gewonnen.
      Du hast nach ein paar Sätzen mühelos ein Bild in meinem Kopf erzeugt! :thumbsup:
      Sei mir nicht böse, wenn ich hier mal auf Vergleiche-Klau gehe :P
      (Wenn es dich tröstet: Ich schreibe im Moment eh nicht so viel XD)
      Die kurzen Sätze sind wohl berufsbedingt. Aber ich finde, du hast ein gutes Maß gefunden.
      Sie lesen sich unkompliziert, aber ohne den Leser zu hetzen! :thumbup:

      Zur Geschichte selbst:

      Hier muss ich ehrlich sagen, hast du mich nicht ganz überzeugt.
      Der Anfang war vielversprechend. Das Gewitter, die unheimliche Stille, der seltsame Geruch.
      Ich hab fieberhaft weitergelesen. Das Ende war dann aber eher so ... hm. Sie hat Angst, lauscht am Schirm und verschwindet.
      Ein menschenfressender Schirm xD Ich hätte etwas ... äh gruseligeres erwartet. Oder auch dramatischer.

      Dafür ist die Idee aus der Sicht einer Spinne zu erzählen am Ende wieder cool :)

      Anyway: Es hat mir trotzdem Spaß gemacht deine Geschichte zu lesen :D
      Menschen, die von sich behaupten, sie seien "positiv bekloppt", sind meistens einfach nur negativ grenzdebil.
      Patrick Salmen

      Jeder ist seines Glückes Schmied. Aber nicht jeder ist Schmied.
      Till Reiners
    • Hallo Miri,
      zuerst natürlich viiiiiiielen Dank für dein ausführliches Feedback!!! Dafür darfst du natürlich gern auf Vergleiche-Klau gehen, ich hab da keine Problem damit ;)

      Zu deinen Anmerkungen:
      Spoiler anzeigen

      Miri schrieb:

      Ich würde zu "ein" tendieren.
      Hm, der Sturm, der im allgemeinen mit einem Gewitter einhergeht, ist hier gemeint. Aber das Gewitter ist hier ja noch gar nicht erwähnt, also - okay, hast Recht. :)

      Miri schrieb:

      Hier bin ich mir dem Komma unsicher.
      Hier bin ich mir nun wieder ganz sicher, sorry. ^^ Trifft auch für die zweite Komma-Stelle zu. Hier mal ein Link, der dieses leidige Problem ziemlich leicht verständlich erklärt. Mir hat's geholfen. :thumbup:

      Tariq schrieb:

      trommelartigen Staccato
      Upps, hier ist mal wieder der Musiker durchgekommen. Ich kenn es nur so. Hab's aber mal nachgeschlagen, und der Duden erlaubt beides, yay! :thumbsup:

      Miri schrieb:

      Verwirrung
      Stimmt, da ist zu viel Verwirrung, ich nehm eines davon raus.
      Auch mit dem Absatz vor dem "Morgen" bin ich einverstanden, füg ich ein.
      <3 Danke auch nochmal für die drei extra gelobten Textstellen. <3


      Das mit den kurzen Sätzen hat mich ein wenig veriwrrt (lol, schon wieder Verwirrung ^^ ), denn bei meinen Guardians
      wurde mir noch geraten, die Sätze nicht so sehr zu verschachteln, damit man nicht den Faden verliert. :hmm:
      Da scheinen sich die beiden Werke doch beträchtlich zu unterscheiden....
      Erklär mir mal noch: Wie kommst du darauf, dass ich in meinem Beruf kurze Sätze verwende?? :schiefguck:

      Ein bisschen schade ist es, dass ich offenbar nicht geschafft habe, dem Leser zu vermitteln, dass der Blitzeinschlag den Schirm so "verwandelt" hat. Vielleicht muss ich es mir nochmal anschauen... Ansonsten wäre die Story vom Gewitter ja praktisch sinnlos vorher.
      Naja - ich schau nochmal drüber.

      Auf jeden Fall freu ich mich, dass ich dich (zumindest am Anfang :blush: ) fesseln konnte. Es ist erst meine zweite Geschichte überhaupt, und ich bin für jeden Tipp unheimlich dankbar.

      Ich wünsch dir einen schönen Tag noch!

      LG von Tariq

      (PS: Herzliche Grüße auch von der Spinne, sie fühlt sich geschmeichelt!)
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • Tariq schrieb:

      Das mit den kurzen Sätzen hat mich ein wenig veriwrrt (lol, schon wieder Verwirrung ), denn bei meinen Guardians
      wurde mir noch geraten, die Sätze nicht so sehr zu verschachteln, damit man nicht den Faden verliert.
      Das war auch keine Kritik.
      Ich mag kurze Sätze.
      Subjekt Prädikat Objekt XD
      Der Punkt als Satzzeichen ist super. Auch wenn ab und an ein Komma nicht schaden kann ^^
      Ich sag ja: Du hast bei der Länge ein gutes Maß gefunden, das toll zur Geschichte passt

      Tariq schrieb:

      Erklär mir mal noch: Wie kommst du darauf, dass ich in meinem Beruf kurze Sätze verwende??
      Nicht in deinem :rofl:
      In MEINEM XD Damit wollte ich eben sagen, dass ich kurze Sätze mag.
      Siehe was ich oben geschrieben hab XD
      Sorry, da haben wir voll aneinander vorbei geredet XD

      Tariq schrieb:

      Ein bisschen schade ist es, dass ich offenbar nicht geschafft habe, dem Leser zu vermitteln, dass der Blitzeinschlag den Schirm so "verwandelt" hat.
      Verstanden habe ich das schon :hmm:
      Mich hat nur das Bild eines Menschenfressenden Schirms nicht so aus den Socken gehauen ...
      Aber das mag an mir liegen ^^
      Also falsch gemacht hast du eigentlich nichts :D
      Menschen, die von sich behaupten, sie seien "positiv bekloppt", sind meistens einfach nur negativ grenzdebil.
      Patrick Salmen

      Jeder ist seines Glückes Schmied. Aber nicht jeder ist Schmied.
      Till Reiners
    • Okay, hab ich alles verstanden jetzt. :D

      Was meinst du, ist die Geschichte bei der Dark Fanatsy fehl am Platz? Wenn ja, wo würdest du sie einordnen? Kann man ein Thema überhaupt "verschieben"?
      Und jetzt muss ich dir nochmal sagen, dass du eine supertolle Art hast, deine Kritik und Vorschläge anzubringen und überhaupt Feedback zu geben. Das ist wirklich nicht jedem gegeben!!

      Hab nen schönen Tag!
      LG Tariq
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Tariq ()

    • Tariq schrieb:

      Genießerisch schließe ich die Augen und atme tief ein. Ich liebe es, einem nächtlichen Gewitter zu lauschen. Es ist so herrlich bequem, dabei im Bett zu liegen und sich in Sicherheit zu wissen.
      Mich hattest du nach dem ersten Sätzen und dem Zitat hier. Da konnte ich mich richtig reinfühlen. Dein Spannungsaufbau war super! Deine Vergleiche sehr gut gewählt. Ab und an war mal nen Satz zu lang, aber das ist jetzt Kindergarten.

      Das Ende fand ich etwas lustig^^ Ich habe was anderes erwartet, etwas, das die gruselige Stimmung vom Anfang her untermauert hätte. Die Spannung hast du dafür lange hochgehalten. Aber okay, die Schirmsache fand ich dann eher komisch^^ Auch die Idee die Spinne da am Ende zu bringen, schiebt das ganze eher wieder in die lustige Ecke. Was nicht schlecht sein muss, ich habs nur nicht erwartet.

      Ich finds gelungen :)

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Also ich schließe mich meinen Vorrednern an. Auch ich finde die Geschichte gelungen und auch spannend geschrieben. Mir gefällt der Anfang sehr gut, mit dem Gewitter und der plötzlichen Ruhe. Ich liebe Gewitter und die gruselige Stimmung, die diese verbreiten. Das hast du meiner Meinung nach gut vermittelt und beschrieben. Die gruselige Stimmung geht für mich zum Ende etwas verloren, weil die Stimmung nicht mehr so gut eingefangen wir, meiner Ansicht nach. Da fehlt mir irgendwie etwas die "Panik".
      Einzige Stelle, die mich verwirrt hat: Sie will bis spät in die Nacht ihren Geburtstag feiern, an einem Sonntag, wenn sie am nächsten tag wieder in die Schule muss, mit 17... entweder bin ich nur zu langweilig und die einzige Person, die sich zweimal überlegen würde, ob sie das dann an einem Sonntag feiert und nicht lieber die Woche wartet und den Samstag nutzt, oder ich weiß auch nicht :D

      Als Gruselgeschichte jedenfalls würde ich das aber nicht unbedingt betrachten. Sie hatte nicht diesen Gänsehautfaktor aber dafür den Schmunzelfaktor. Das mit dem Schirm fand ich tatsächlich witzig. Wer rechnet damit, dass ausgerechnet der Schirm alles verputzt, was ihm in die Quere kommt. Der muss nach dem Blitzeinschlag ziemlich frustriert gewesen sein. :rofl:
      Ich finde die Geschichte aber durchaus interessant zu lesen und für zwischendurch sehr unterhaltsam. xD

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
    • Hallo @Rael und @Kyelia

      Zuerst natürlich vielen lieben Dank für euer hilfreiches Feedback!!! :danke:
      Die langen Sätze sind wohl irgendwie ein besonderes Kennzeichen von mir. :/ Ich gelobe Besserung!!
      @Kyelia Natürlich ist der Sonntag blöde, ist mit gar nicht aufgefallen. Das wird geändert, sie hat am Samstag Geburtstag.

      Rael schrieb:

      Das Ende fand ich etwas lustig^^ Ich habe was anderes erwartet, etwas, das die gruselige Stimmung vom Anfang her untermauert hätte.

      Kyelia schrieb:

      Sie hatte nicht diesen Gänsehautfaktor aber dafür den Schmunzelfaktor. Das mit dem Schirm fand ich tatsächlich witzig.
      Hier find ich toll, dass ihr euch einig seid. Eine Gruselgeschichte war nicht wirklich das Ziel. Ein bisschen Grusel für das Lesen, am Anfang und vielleicht auch während der Story noch. Aber ich hatte die Geschichte auch mit einem Augenzwinkern geschrieben. Die Spannung sollte gehalten werden bis zum Schluss und das Ende für den Leser verblüffend sein. Er sollte sich fragen: "Hä? Wie jetzt!"
      Mehrere Enden waren in meinem Kopf. Der grölend hinter der Gartenlaube hervortrampelnde Troll wurde gleich aussortiert. Und dass das Geburtsagskind suchend durch den Garten irrt, während der Sonnenschirm leise rülpst und die Spinne "Mahlzeit" sagt, fand ich etwas übertrieben.
      Gibt es eine Rubrik, in die so eine Geschichte besser passen würde? Ich weiß, dass es keine Gruselgeschichte ist, aber hab die Beschreibungen für die unterschiedlichen Fantasy-Gruppen gelesen, und mir schien nichts so richtig passend... ?(

      Kyelia schrieb:

      durchaus interessant zu lesen und für zwischendurch sehr unterhaltsam
      Dann hat die Geschichte ihren Zweck erfüllt! ^^
      Nocheinmal Viiiiiielen Dank euch beiden!!

      LG Tariq
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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