Show, don't tell it - Spiel

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    • Show, don't tell it - Spiel

      Ein kleines Spiel zum Üben und zum Füllen, wenn man Lust auf Schreiben hat, einem aber nichts einfällt oder man sich "warm schreiben" will :D

      Also eigentlich das Prinzip ganz einfach.
      Ich gebe einen Satz vor, in dem ich "telle".
      Der nächste greift diesen Satz auf und versucht ihn in ein "Show" umzuwandeln.
      Versucht es der Länge der Beiträge halber mit 100-150 zu schaffen :D
      (Hat auch den Vorteil, dass man sich abgewöhnt zu schwallen XD Neige ich auch gern zu)
      Am Ende darf man dem Nächsten ein Thema zum "shown" vorgeben ^^

      Ich fange einfach mal an. Dann wird das Prinzip schon klar :)

      EDIT: @Asni hatte den Vorschlag, dass man Beiträge auch kommentieren darf :)
      Ich bitte jeden, der kommentieren will, seine Beiträge in einen Spoiler zu packen und die kommentierte Person zu zitieren oder zu erwähnen, damit diese eine Benachrichtigung erhält.

      Allerdings möchte ich ungern, dass die Struktur des Spiels verloren geht, deswegen würde ich euch bitten, nach jedem Kommentar auch die nächste Aufgabe umzusetzen. Ist natürlich keine Pflicht, aber wenn 20 Spoiler vom eigentlich letzten Post trennen, dann wird es unübersichtlich ... :hmm:

      Tell: Ich hatte Angst, weil das Haus brannte.

      Show: Dichter Rauch biss mir in die Augen, bis sie tränten. Meine Lunge brannte bei jedem Atemzug schlimmer. Ich ging in die Hocke, umweniger davon einzuatmen, und versuchte mir einen Weg zum Fenster zu bahnen. ImRücken spürte ich die Hitze der Flammen, die das Stockwerk unter mir fastausgebrannt hatten. Sie leckten schon an der Holztreppe, die in mein Zimmer führte.
      Ich betete, dass das Haus nicht zusammenstürzen würde, bis ich einen Weg hinausgefunden hatte und dass jemand meine Hilferufe hören würde.
      (85 Wörter)

      Für den nächsten

      Tell: Die Landschaft war schön.
      Dreck auf Toast!
    • Coole Idee :)

      Ich versuch`s mal:

      Show:
      Die Akademie mit dem großen Haupthaus und den vielen kleinen Nebengebäuden, die über das gesamte Areal verstreut waren, glich einer Art Campus.
      So weit das Auge reichte, erstreckten sich weitläufige Rasenflächen über das parkähnlich angelegte Außengelände, das von kunstvoll geschnittenen Hecken und Sträuchern geziert wurde. An Bäumen, die so groß waren, wie dreistöckige Wohnhäuser, rankten fremdartige Pflanzen empor, die wunderschöne Blüten und ungewöhnliche Früchte trugen, während der süße Klang trällernder Vögel die Baumkronen mit ihrem Lied erfüllte. Eine Vielzahl an Sitzmöglichkeiten und überdachten Pavillons, mit Blick auf den großzügig angelegten Teich in der Mitte des Parks, luden zum Verweilen ein und die in Marmor gemeißelten Engelsstatuen sowie die verspielten Springbrunnen verstärkten den Eindruck, dass man sich an einem verträumten, fast schon paradiesischen Ort befand.

      (123 Wörter)

      Tell:
      Sie wehrt sich gegen einen übermächtigen Angreifer.
    • Show:

      Lyndaa spürte die Wand in Ihrem Rücken. Nun gab es keinen Ausweg mehr. Blut sickerte aus mehreren Wunden ihres schlanken Körpers. In den letzten Stunden focht sie einen fast aussichtslosen Kampf gegen Natross, den größten der Schwarzmagier. Immer wieder drang seine Magie durch ihre schützende Barriere hindurch. Ihre Magie ebbte langsam ab. Wenn sie jetzt nicht handelte, würde sie sterben. Das wusste sie. Doch sie hatte geschworen, nicht zu töten!
      Nicht, dass sie keine tödlichen Sprüche beherrschte. War es besser zu sterben als verbannt und geächtet weiter zu leben? Solcherlei Gedanken durchzuckten ihren schmerzenden Kopf. Sie hatte sich für den Ehrenkodex der Gilde entschieden und sah nun ihr Ende nahen…

      (110 Wörter)

      Tell: Alles war so klein

      Edit verbessert einige Fehler und meint dazu: Meine erste kleine Geschichte seit Jahrzehnten
      Life is too short to drink bad Whisky. (Unbekannt)
      Leben ist das Allerseltenste auf der Welt. Die meisten Menschen existieren nur. (Oscar Wilde)
    • Ach verdammt, jetzt war jemand schneller als ich ... Naja, jetzt hab ich es schon geschrieben, als poste ich es auch! Basta! :P

      Also zu Tell: Sie wehrt sich gegen einen übermächtigen Angreifer.

      Show:
      Erbarmungslos wirft sich der Schatten auf sie, raubt ihr die Luft zum Schreien und erfüllt sie mit lähmender Angst. Vergebens versucht sie ihre paralysierten Beine zum Weglaufen zu bewegen oder zumindest schützend die Arme zu heben, jedoch vergebens. Die gierigen Pranken ihres Jägers greifen nach ihrem zarten Körper, den bei der Berührung ein elektrischer Schock durchfährt. Doch damit erwacht auch ihr Kampfgeist zu neuem Leben. Noch will sie nicht aufgeben. Sie will Leben! Wild, scheinbar willkürlich schlägt sie mit zierlichen Fäusten nach ihrem Peiniger. Vergebens, denn er ist formlos und ewig. Tritte gleiten durch ihn hindurch, Hiebe lassen ihn kalt, Hilferufe verhallen unerhört in der Leere. Sie steht allein, ihr Kampfgeist schwindet, während sie stetig tiefer in der Finsternis der Einsamkeit versinkt.

      (122 Wörter)

      Tell: siehe Gwynaard (er war schließlich schneller)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Rebirz ()

    • Höhö ... :doofy:

      Show:
      Die Bäume ... die Steine ... alles war soooooo weit weg ...
      In dem kleinen Kopf, der sich unter dem Unkraut verbarg, das sich Haare schimpfte malmte es gewaltig und dann auch noch wortwörtlich! Das kleine Wesen fühlte sich, als hätte es seinen Schädel aus Versehen zwischen zwei mächtige Felsblöcke gesteckt, nur ohne die Schmerzen. Fast konnte man dieses sonderbare Gefühl schon angenehm nennen, auch wenn man sich urplötzlich ganz matschig vorkam. Irgendjemand musste seinen Kopf bis zum bersten gefüllt haben und zwar nicht gerade mit Wissen ...
      Die Kinnlade hing der kleinen koboldartigen Kreatur mittlerweile irgendwo auf Brusthöhe. Nicht weil es so erstaunt war, es fühlte sich schlichtweg zu schlapp, um sie wieder hochzuklappen. Warum auch? Es war doch alles einerlei! So weit weg wie die Dinge schienen und so merkwürdig klein ... Eventuell hätte es der Farbe dieser giftgrünen Pilze doch mehr Glauben schenken sollen ...
      (142 Wörter)

      Tell:
      AUTSCH! Was tat das weh!

      "Vem har trampat mina svampar ner?!"

      "Spem sine corpore amat, corpus putat esse, quod unda est." - Ovid, Metamorphosen
    • Xarrot schrieb:

      Tell:
      AUTSCH! Was tat das weh!
      Show:
      Ich sah die Tür bereits zufallen, aber meine Reflexe ließen mich wie schon so oft im Stich. Angeblich sollen ja normale Menschen Gefahren instinktiv meiden und dadurch länger leben. Ich bin anscheinend etwas Besonderes. Ein Knirschen quittierte das heftige Rendevous der Schranktür mit meinem kleinen Finger. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man den Kopf mit voller Wucht gegen die Wand hämmern möchte, weil dieser Schmerz schlicht besser zu ertragen wäre? Als ich am Ende meiner verbalen Entgleisung schließlich bemerkte, dass meine Mutter schon die ganze Zeit über in der Küchentür gestanden hatte, wäre ich fast noch röter angelaufen als sie. Sprache ist schon eine tolle Erfindung.
      (106 Wörter)

      Tell: Juchhu! Ich bin ja sowas von überglücklich!
      Der Oger Magus

      "Wenn du ein Haustier wählen müsstest, hättest du dann lieber -"
      "KATZE!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von bigbadwolf ()

    • Show:
      Da stand er. Rot, glänzend, schnittig, einfach ein Traum. Jahre hatte ich gespart, um ihn mir leisten zu können. Bei allem, was ich mir kaufen wollte, überlegte ich immer zuerst: brauchst du es oder willst du es nur?
      IHN wollte ich. Unbedingt. Schon als ich ihn zum erstan Mal gesehen hatte. Ich wollte ihn so verzweifelt, dass alles andere unwichtig wurde. Ich zählte die Wochen bis zu dem Tag, an dem ich ihn holen konnte, am Schluss zählte ich nur noch Tage. Als der ersehnte Termin da war, konnte ich mich bei der Arbeit nicht konzentrieren. Am liebsten hätte ich es jedem, der mit begegnete, entgegengeschrien. Wie konnten die alle nur so ruhig sein? Es war schließlich der Tag, an dem ich mein neues Auto bekam! (126 Wörter)

      Tell:

      "Wie konntest du das nur tun?"
    • Show:
      So stehe ich nun hier, fühle mich entblößt, benutzt, dreckig und weiß nicht was ich denken soll? Hat er mich je geliebt? Bedeutete ich ihm etwas? Ich weiß es nicht. Ich kann es nicht sagen. Ich habe Angst. Wie wird er reagieren? Was wird er tun? Nimmt er mich in den Arm und weint oder wird er einfach zu Ihr gehen? Wie konntest du mich nur so schändlich verraten? Ich will nicht mehr. Nun gehe ich den letzten Schritt und bin frei von allem Zweifel der mich plagt. Ganz schnell wird es schwarz und ich bin frei vom Leben das keines mehr war. (103 Wörter)

      Tell:
      Ich habe keine Ahnung was hier gerade passiert.


      Ps.: Keine Ahnung ob ich das richtig verstanden hab, aber ich hoffe einfach mal schon
    • Show:
      Verwirrt sah ich mich um. Alle rannten durcheinander. Tische, Stühle und Bänke wurden getragen. Essen aufgetischt.
      Nutzlos herumstehend verfolgte ich das Treiben. Nicht, dass mich etwas zu Essen nicht freuen würde, aber eben hatte sich eine Gruppe Männer noch geprügelt und plötzlich veranstaltete das Gelage ein Fest. Die Bräuche des Nordens würde ich wohl nie ganz verstehen.
      (57 Wörter)

      Tell: Er war nervös.
      Dreck auf Toast!
    • Show:
      Zuerst bemerkte ich an seinem linken Augenlied. Immer wieder zuckte es schnell und unkontrolliert mehrmals hintereinander. Unwillkürlich dachte ich an eine der flatternden Fahnen unten am See. Ich fragte mich, ob er wohl krank war. Doch dann blickte ich auf seine Hände. Sonst lagen sie gelassen auf den Armlehnen des Thrones oder ruhten höflich gefaltet in seinem Schoß. Jetzt klammerten sie sich am alten, rissigen Holz fest. Beinahe schien es, als hätte seine unbändige Kraft das Holz zum Splittern gebracht. Die Knöchelchen stachen weiß unter der sich langsam rötenden Haut hervor. Auch an seinem Hals bemerkte ich nun dunkle Flecken, die sich langsam aus seinem Kragen heraus ausbreiteten. Er kaute auf seinen blassen Lippen herum, die sonst nur still und zurückhaltend lächelten.
      (122 Wörter)


      Tell:
      Ankunft im Morgenrot

      @Miri: Dieses Spiel ist eine sehr gute Idee. Ich frage mich nur, ob jeder noch mehr lernen könnte, wenn andere die Texte auch kommentieren würden. Was mir an meiner eigenen Idee nicht gefällt ist, dass es dann sehr schnell sehr unübersichtlich werden kann. Im Moment schätze ich die Struktur (Vorgabe - Antwort mit Vorgabe - ...) ohne störende Kommentarposts zwischendurch. Vielleicht könnte man auch mit Spoilern und der Zitierfunktion arbeiten... :hmm:
      Eine Hand wäscht die andere.
    • Asni schrieb:

      @Miri: Dieses Spiel ist eine sehr gute Idee. Ich frage mich nur, ob jeder noch mehr lernen könnte, wenn andere die Texte auch kommentieren würden.
      Das habe ich mir auch schon überlegt. ich finde die Idee mit dem Spoiler gar nicht schlecht. Die hier zitierten oder erwähnten Mitglieder kriegen ja eine Benachrichtigung :)

      Also darf man hier auch kommentieren, aber bitte alles in einen Spoiler packen!
      Ich werde ich gleich auch oben in meinen Startpost schreiben ^^

      Show: Die Segel waren straff gebläht, sodass das Schiff mühelos auf den Hafen zuglitt. Das Licht der aufgehenden Sonne hinter mir warf lange Schatten, aber die Kämme der Wellen funkelten golden und das sonst türkisblaue Wasser erstrahlte in Rot-Orange. Der warme Wind fegte durch meine Haare. Es war ein perfekter Morgen, um in der Stadt meiner Träume anzulegen.
      (56 Wörter)

      Tell: Es war sehr heiß.
      Dreck auf Toast!
    • Show:
      Obwohl die Sonne noch nicht einmal im Zenit stand, versprach der Tag, dem müden Wanderer die gleiche Gluthitze zu bescheren wie schon gestern und am Tage vorher.
      Ein warmes Rinnsal rieselte an seinem veschwitzten Rücken hinab und wurde vom Hosenbund durstig aufgesogen. Ächzend blieb er stehen, zerrte ein schmutziges Tuch aus der Tasche, schob den Hut mit der schweißnassen Krempe ins Genick und trocknete sich die Stirn.
      Dann nahm er seine Wasserflasche vom Gürtel und trank gierig ein paar Schlucke. Während er sich mit dem Handrücken über den Mund wischte, schüttelte er die Flasche an wenig neben seinem Ohr. Das kaum hörbare Gluckern mahnte ihn, sich besser im Zaum zu halten, denn bis zur nächsten Wasserstelle war es noch weit... (120 Wörter)

      Tell:
      Irgendwo knarrte eine Tür.
    • Schon wieder zu langsam... einfach unglaublich ...

      Hier noch zu Show: Es war sehr heiß.

      Unangenehm legt sich die Hitze auf seine Haut, doch sie ist ihm vertraut. Nicht ein einziges mal ist er bisher seinem jährlich wiederkehrenden Spiel mit dem Feuer überdrüssig geworden. Es ist seine Sucht. Alles daran erfüllt ihn mit Genugtuung. Die lodernden Flammen, der Rauch, das Brennen in den Augen, sowie sein eigener Schweiß, der ihm von der Stirn bis hinunter zu den blanken Füßen läuft. Niemals lässt er es sich nehmen, vor Ort zu sein, wenn das Feuer übergreift und der Geruch von brennendem Fleisch an die Nasen der erwartungsvollen Zuschauer dringt. Fröhlich pfeifend geniest er oberkörperfrei die brechende Mittagssonne und wendet das von fett triefende Grillfleisch auf dem glühenden Gitterrost.

      (111 Wörter)

      Tell: siehe Tariq

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rebirz ()

    • @Miri
      Spoiler anzeigen
      Das Licht der aufgehenden Sonne hinter warf lange Schatten -- hinter "mir" meinst Du wahrscheinlich


      Show:


      Ich hastete durch den langen Korridor, nahm die erste Abzweigung nach links. Ein weiterer Raum zeigte sich mir. Wie lange war ich nun schon auf der Flucht vor meinen Häschern? Da ich jegliches Zeitgefühl verloren hatte, konnte ich es nicht sagen. Es müssen Stunden gewesen sein.
      Schnell wandte ich mich nach links, wieder links, die Treppehoch, rechts den Gang entlang und dann gleich wieder links. Ich versteckte mich hinter einem großen Wandteppich in einer Nische. Ich konnte die Schritte meiner Verfolger nicht mehr vernehmen.
      Plötzlich knarrte die Tür hinter mir. Mein Herzschlag setzte aus, doch es war mein Bruder, der mich in einen dunklen Raum zerrte. Ich war in Sicherheit.

      (111 Wörter)

      Tell: Nein, nicht schon wieder!
      Life is too short to drink bad Whisky. (Unbekannt)
      Leben ist das Allerseltenste auf der Welt. Die meisten Menschen existieren nur. (Oscar Wilde)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Gwynaard ()

    • Diesmal aber rechtzeitig! :D

      Show:
      Mit großen Schritten kommt er näher, dabei wäre es ihr lieber, er wäre nicht erneut vor ihr erschienen. Doch so ist er. Stetig wiederkehrend und mit neuen Freuden lockend, Teil eines langjährigen Kreislaufs, dessen Ende ihr bereits bekannt ist. Er gibt ihr viele Dinge, nimmt sich seine Belohnung dafür jedoch ungefragt und gnadenlos. Ein Lebensjahr nach dem anderen. Mit mehr Makeup über den Falten als letztes Jahr, starrt sie auf das eingekreiste Datum im Kalender. Lieber wäre es ihr, sie müsste nicht schon wieder ihren Geburtstag feiern.

      (87 Wörter)

      Tell: Gib mir Feuerschutz!

      Spoiler anzeigen
      @Miri Dieses Spiel hat's mir angetan! Es macht Spaß und ist eine tolle Übung! :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Rebirz ()

    • @Rebirz Und diesmal warst du sogar schnell genug :rofl:

      Show:
      Ich kauerte mich hinter ein großes Mauerstück der Ruine. Ein wahrer Hagel aus Kugeln ging auf mich nieder und obwohl ich in meinem Versteck sicher war, kauerte ich mich tief in den Staub. Wenn ich nur ein paar Sekunden hätte, könnte ich die Kleine retten, die verletzt und schutzlos, aber zum Glück unbeachtet, ein paar Meter weiter lag. Ich warf einen Blick nach rechts. Dort hockte mein Kamerad und kauerte sich hinter ein anderes Mauerstück, das nach der Explosion noch stehen geblieben war. Er blutete aus einer Wunde am Kopf, schien aber trotzdem fit zu sein.
      Unsere Blicke trafen sich. Ich gab ihm ein Zeichen mit der Hand. Er nickte. Gemeinsam warteten wir, bis die Schützen beschlossen hatten nicht weiter Munition zu verschwenden. Dann gab er seinerseits ein Zeichen, kam halb hinter seinem Versteck hervor und begann zu schießen.
      Die Schützen duckten sich. Ich rannte los, schnappte das verletzte Mädchen und brachte es in Sicherheit.
      (156 Wörter)

      Tell: Alles war sauber.
      Dreck auf Toast!
    • Show:
      Zufrieden blickte ich auf mein Werk hinab. Neben der Spüle stapelte sich ein Turm aus strahlend weißen Tellern, die noch feucht glänzten. Daneben reihten sich Kolonnen blitzblanker Gläser und Batallione von funkelndem Besteck. Wandte ich den Kopf, sah ich die Mauer aus mühevoll geschrubbten Töpfen und Pfannen.
      Aus dem Wohnzimmer dudelte leise Tanzmusik, und ich hörte meinen Mann mitsummen. Es war fast Mitternacht.
      Mein siegessicheres Lächeln galt dem Geschirrspüler.
      ‚Hast wohl gedacht, ich breche in Tränen aus, nur weil du beschlossen hast, ausgerechnet heut bei unserem Hochzeitsjubiläum den Geist aufzugeben? DICH schlag ich doch locker!‘, knurrte ich befriedigt und schenkte mir ein randvolles Glas Sekt ein. ‚Auf mein Wohl, du Wunderwerk der Technik!‘
      (113 Wörter)

      Tell:
      Nicht mit mir!!
    • Show:
      Das Feuerchen flackerte herrlich vor sich hin, während es im Kessel darüber lustig blubberte. Der breit gebaute Koch konnte es gar nicht erwarten, dass sein Eintopf endlich fertig wurde und tunkte von Zeit zu Zeit seinen Finger hinein. Zuletzt zog er allerdings eine Schnute. Da fehlte noch eine ganz besondere Zutat!
      "Ik brauch do noch was zum würze!", brummelte der gewaltige Kerl in seinen zotteligen Bart, während er seinen Finger an der ohnehin schon mit Flecken übersäten Schürze abwischte.
      "Aber doch nicht mit mir, Herr Troll!", rief da der Wanderer entsetzt, der armselig und gefesselt in der Ecke lag.
      (98 Wörter)

      Tell:
      Es stank zum Himmel.

      EDIT: @Miri @Asni es könnte doch jeder, wenn er sein Show verfasst, nochmal kurz etwas zum Post darüber sagen. Dann würde das nicht unübersichtlich und das Spiel würde einfach nur etwas erweitert.

      "Vem har trampat mina svampar ner?!"

      "Spem sine corpore amat, corpus putat esse, quod unda est." - Ovid, Metamorphosen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Xarrot ()

    • Neu

      Show:
      Es sollte unsere größte Kreation werden. Gemeinsam zeichneten wir die ersten Pläne, um unsere kleine Gedankenspinnerei Wirklichkeit werden zu lassen. Bereits am zweiten Tag entstanden die ersten, groben Grundrisse. Er erschuf alles Materielle, ich feilte hinter den Kulissen. Tagelang fügten wir mehr und mehr Teile zusammen, das Projekt arbeitete schon fast von selbst. So dachte ich zumindest. Am sechsten Tag musste ich schmerzlich feststellen, dass mein Freund mich verraten hatte. Er wollte sich als alleiniger Schöpfer unseres Werkes darstellen. Seine Veränderungen am Schöpfungsplan, ließen keinen Platz mehr für meine lieblichen Details. Doch ich zog nicht einfach so den Schwanz ein. Als er am siebten Tag faul auf der Haut lag, fügte ich eine kleine, unscheinbare Hintertüre in Form eines Apfels in sein System ein. Irgendwann wird sie geöffnet werden und dann werde ich seine leeren Puppen mit wahrem Leben erfüllen. Bis es so weit ist, werde ich geduldig warten und ihn ertragen. Den widerwärtigen Gestank des Verrats, der bis hinauf zum Himmel, zu meinem ehemals besten Freund reicht.

      (168 Wörter)

      Schöpfungsgeschichte mal anders. Ich hoffe, es fühlt sich niemand auf die Füße getreten. :saint:
      Die 150 Wörter Grenze habe ich auch überschritten ... Bitte hiermit um Vergebung! :P

      Tell: Ein angenehmer Schauer durchfuhr ihren Körper.
    • Neu

      Rebirz schrieb:

      Tell: Ein angenehmer Schauer durchfuhr ihren Körper.

      Show:
      Ohne darüber nachzudenken, überbrückte sie das letzte Stück, beugte sich zu ihm und schloss die Augen, als sie mit ihren Lippen ganz sanft die seinen streifte. Es war nur der Hauch einer Berührung und doch war sie von solcher Intensität, dass ein Prickeln wie von tausend Brausebläschen ihren ganzen Körper überzog, dafür sorgte, dass sich sämtliche Härchen auf ihrer Haut aufstellten und ihr Herz wie wild zu klopfen begann.
      Für diesen Augenblick stand die Zeit still, war alles um sie herum vergessen. Die Welt löste sich auf, verschwamm zu einer Traumlandschaft, fernab von jeglicher Realität.
      So zart, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings, glitten seine Fingerspitzen über ihre Wange, als sei sie sein kostbarster und zugleich zerbrechlichster Besitz. Sein warmer Atem durchströmte sie, als er vorsichtig ihren Kuss erwiderte. (128 Wörter)


      Er fällt über Board und ertrinkt.