Arania: Die Schwester der Königin

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    • Schreibfeder schrieb:

      Müsste das nicht "verrannte" heißen?
      Jetzt war ich auch kurz unsicher^^ Aber laut meinem Programm heißt es verrann ^^

      Schreibfeder schrieb:

      Beide Schwestern hatten sich verwandelt. Laut der Beschreibung geht dabei die Kleidung kaputt. Sind die jetzt nackt bis zum Lager gelaufen und dann ganz normal dadurch?
      Ne, nur Taheela hat sich verwandelt - und ja die ist dann nackt nach Hause gelaufen^^ Das ist da eben normal.. XD
      Wird auch erwähnt, dass sie sich in der Hütte da erst was überzieht. Ich glaub da muss man sich einfach dran gewöhnen^^

      Schreibfeder schrieb:

      Was ist mit den Waffen von Taheela? Sie hatte sie bei der Verwandlung dabei, sind die beschädigt?
      Sie hat den Köcher abgelegt vorher, hatte ich irgendwo geschrieben genauso wie ihre umhängetasche und so nen Bogen, naja den kann man fallen lassen.^^

      Schreibfeder schrieb:

      An Teil 5 kann ich mich gar nicht erinnern, ist das neu? Und eigentlich alle Kritikpunkte, die irgendwann aufgetaucht sind, hast du meines Eindrucks nach berücksichtigt.
      Ne Teil 5 ist sogar fast gar nicht geändert. Schön, dass dir die Überarbeitung ansonsten gefällt^^

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Hallo und guten Morgen @Rael und @Schreibfeder

      Rael schrieb:

      Innerlich schüttelte sie den Kopf über die Naivität ihrer Schwester, doch sie brachte es nicht übers Herz, ihr zu sagen, dass sie sich in etwas verrann, das keine Aussicht auf Erfolg hatte.
      Ich glaub, es geht um dieses "verrann" nicht wahr?
      Es kann sein, Rael, dass dein Programm nicht erkannt hat, dass du hier die Vergangenheitsform von "sich (in etwas) verrennen" haben wolltest und dir stattdessen die Vergangenheitsform von "verrinnen" angeboten hat.

      Der Duden gibt Schreibfeder recht: sich verrennen --> sie verrannte sich (in etwas)
      LG und schöne Woche :)
      Tariq
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • @Rael: Ich hätte es wohl etwas genauer lesen müssen, aber ich war so müde gestern. Stimmt. Nur eine Schwester hatte ich verwandelt (obwohl du nicht im Details schreibst wie das vonstattengeht ^^ ), Ausrüstung kann man ja ablegen und es steht auch dabei, dass sie wieder eingesammelt wurde. Jetzt hab ich es aber wieder. ^^

      Ich glaub bei "der weißen Magierin" schriebst du irgendwo ein paar Worte zur Mentalität der Arani bezüglich Körperkultur. Hier bei "der Schwester der Königin" nicht. Ist das noch geplant?

      Teil 5 ist alt? Ich hatte wohl beim letzten Mal bei Teil 4 aufgehört zu lesen. :huh:

      Passiert mir kein zweites Mal. ^^
    • Schreibfeder schrieb:

      Ich glaub bei "der weißen Magierin" schriebst du irgendwo ein paar Worte zur Mentalität der Arani bezüglich Körperkultur. Hier bei "der Schwester der Königin" nicht. Ist das noch geplant?
      Ich bin mir da ehrlich gesagt unsicher. Ich hatte gehofft, dass die Körperkultur der Arani aus dem Textfluss deutlich wird und deswegen hatte ich eigentlich nicht vor, das explizit zu erwähnen.
      In DWM war das was anderes, da wurde das aus der Sicht eines Preloners beleuchtet, die ja anders "ticken" (bzw. gerne Kleidung tragen XD)... Für die Arani ist Nacktheit normal. Also ka. Es ist eigentlich nur ein Nebensatz, wie schwer er wiegt - weiß ich nicht. Aber einbauen könnte ich das locker.


      Kapitel 6: Die Vokaii III

      »Jetzt sei doch vernünftig. Lavook will dir nur helfen«, sagte Loreen aufgebracht. Dann ergriff sie die Hand ihrer Schwester und drückte sie vorsichtig. »Wir wollen doch nur, dass dir nichts geschieht«, fügte sie sanft hinzu.
      Taheela atmete einmal tief durch. Sie verstanden es beide nicht, und genaugenommen erwartete sie dies auch nicht. Im Grunde war es auch völlig egal, was sie sagen würden, sie hatte ihre Entscheidung bereits getroffen.
      Ihr Blick ging zurück zu Lavook. Er bewegte seinen Kopf etwas nach vorne und wippte ihn dann zur Seite. Dabei ließ er sie keine Sekunde aus den Augen. Sie hasste es, wenn er das tat. Es war die gleiche Kopfbewegung, die seine Eule ständig machte. Begleitet von diesem durchdringenden Blick, bei dem sie sich jedes Mal ertappt fühlte. Selbst, wenn sie nichts getan hatte.
      Die meisten Vokaii achteten ihren Anführer. Auch ihre Mutter hielt viel von ihm. Sie sagte immer, dass er den Clan zusammenhalte und gute Entscheidungen traf. Taheela schnaubte verächtlich. Davon bekam sie nichts mit. Genau wie König Ruushan, unternahm auch er nichts gegen die Übergriffe der karutischen Krieger. Eigentlich saß er dauernd nur rum und beobachtete das Treiben im Lager, oder verteilte sinnlose Ratschläge. Und darüber hinaus versagte er ihr auch noch eine Wächterin zu werden. Sie wusste, dass sie bereit war. Sein Urteil war falsch, das würde sie ihm noch beweisen. Doch vermutlich war es aktuell klüger, ihn glauben zu lassen, er habe recht. Sonst würde er wohl noch Stunden auf sie einreden.
      »Na schön«, begann Taheela. »Ich werde darüber nachdenken.«
      »Du wirst nicht nach diesem Panther suchen?«
      »Nein.«
      »Gut, denn es wäre unerfreulich, wenn ich dir wieder die Wächter hinterher schicken müsste.« Als wenn die mich im Wald finden würden, dachte sie und musste schmunzeln.
      »Taheela?« Seine Stimme hatte einem drohenden Unterton, da ihm wohl ihr Lächeln nicht entgangen war.
      »Ich habe es verstanden!«, entgegnete sie trotzig und stand auf. »Kann ich jetzt gehen?«
      Lavook musterte sie kurz, doch dann nickte er knapp und Taheela verstand, dass sie entlassen war. Mit schnellen Schritten eilte sie davon.
      »Sie wird nicht auf mich hören, oder?«, wandte der Alte sich leise an Loreen.
      »Unwahrscheinlich«, entgegnete die Schwarzhaarige mit besorgten Blick. »Sie hat halt ihren eigenen Kopf.«

      Den restlichen Vormittag hatte Taheela mit der Vorbereitung des Mittagessens verbracht. Gemeinsam mit den anderen Frauen saß sie in der Nähe der großen Kochstelle, die sich in der Mitte des Lagers befand. Das große Feuer, eingezäunt von mehreren kleinen Steinen, brannte bereits.
      Die meisten Frauen unterhielten sich angeregt, während sie ihrer Arbeit nachgingen. Es waren belanglose Gespräche, denen Taheela keine Aufmerksamkeit schenkte. Am liebsten wäre sie jetzt ohnehin lieber im Wald, doch jedes Clanmitglied musste sich an den gemeinnützigen Arbeiten beteiligen, da bildete auch sie keine Ausnahme. Sie konzentrierte sich darauf, die Kräuter mit dem Mörser zu zerkleinern, und hing ihren Gedanken nach. Je schneller sie hier fertig war, desto besser.

      »Wo bist du gestern gewesen?«, fragte eine Stimme, die sie nur zu gut kannte. Es war Fenriik. Der junge Vokaii war ebenfalls ein Wolfwandler und gehörte seit einem Jahr zu den Wächtern des Clans.
      »Im Wald«, entgegnete sie ohne aufzusehen.
      »Wo auch sonst«, sagte er mehr zu sich selbst und setzte sich neben sie. Als Taheela ihn anblickte bemerkte sie, dass sein Gesicht von einem Lächeln durchzogen war. Ein Lächeln, das sie nur zu gut kannte. Es war stets etwas verschmitzt, wenn nicht sogar schelmisch. Genaugenommen war es ansteckend und lud unweigerlich dazu ein, ebenfalls zu schmunzeln.
      Er schob eine lange braune Haarsträhne hinter sein Ohr und beugte sich etwas zu ihr herüber. »Brakuus war ziemlich wütend. Sie haben dich wohl stundenlang gesucht.«
      »Du warst nicht bei ihnen?«
      »Wäre ich das gewesen, wären sie wohl kaum ewig umher geirrt«, entgegnete er grinsend. »Ich weiß doch, wo du dich in der Regel herumtreibst. Aber ich glaube nicht, dass ich es ihnen sagen würde.«
      Taheela lächelte. »Manchmal vermisse ich die Zeiten, in denen wir beide gemeinsam durch den Wald gestreift sind.«
      »Meine Verpflichtungen als Wächter …«
      »Ich weiß«, unterbrach sie ihn, ergriff seine Hand und drückte sie sanft. Fenriik war zwei Jahre älter als sie und war im letzten Sommer zu den Wächtern gerufen worden. Ein Sommer, an den sie nicht gerne zurück dachte, hatte sie doch in jenen Tagen ihren Vater zu Grabe tragen müssen. Auf Fenriiks Beistand hatte sie damals nicht bauen können. Da er gerade erst den Wächtern beigetreten war, hatte er sich auf seine Ausbildung konzentrieren müssen. Brakuus war ihrem Vater als Anführer der Wächter gefolgt und nahm seine neue Aufgabe sehr ernst. Vermutlich lag das an den großen Fußstapfen, in die er getreten war. Taheela glaubte, dass er sich und dem Clan etwas beweisen wollte. Er ließ Fenriik und die anderen unaufhörlich trainieren und schickte sie auf Erkundungen aus. Daher hatte sie ihren besten Freund damals teilweise wochenlang nicht gesehen.
      »Dennoch überrascht es mich, dass Brakuus dir nicht befohlen hat, dich diesem kleinen Suchtrupp anzuschließen. Er weiß doch, dass du mich gut kennst.«
      »Das ging wohl schlecht«, begann Fenriik. »Ich war mit den anderen im nördlichen Grenzgebiet. Wir hatten die Aufgabe auszukundschaften, ob sich die Schlangen unserem Revier nähern.«
      Taheela riss die Augen auf und ließ ihren Mörser fallen. »Hast du die Schlangen gesehen? Habt ihr gegen sie gekämpft«, wollte sie aufgeregt wissen.
      Eine kleine rundliche Frau, die neben Taheela saß, warf ihr einen missbilligen Blick zu. Fenriik lächelte sie an und nickte ihr zu, woraufhin sie sich wieder ihrer Arbeit widmete. Dann schaute er zu seiner Freundin und sprach etwas leiser. »Ja, ein paar waren dort. Sie haben die Grenzen überschritten.« Er grinste. »Wir haben sie daran erinnert, warum dies das Gebiet der Vokaii ist.«
      Taheela seufzte. »Ich wäre so gerne dabei gewesen.« Sie schüttelte den Kopf. »Diese dreckigen Schlangen. Dieser verfluchte Clan! Eines Tages werden wir sie endgültig besiegen! Genau wie Karutien. Ich frage mich, wie lange Lavook sich das noch ansehen will. Im Norden werden wir durch die Schlangen bedroht, die unser Land wollen. Im Süden sind es die Karutier, die unsere Jünglinge versklaven wollen. Wir müssen etwas dagegen tun!«
      »Lavook wird bald den Befehl geben aufzubrechen. Wir ziehen weiter Richtung Osten, weg von der karutischen Grenze.«
      »Das löst das Problem nicht.«
      »Nein, aber es bringt uns vielleicht einen ruhigen Sommer. Er wartet nur noch auf die Rückkehr der Jünglinge. Fünfzehn sind noch auf der Suche, sobald sie wieder hier sind, brechen wir auf.«
      »Sechzehn!«, sagte Taheela entschlossen. »Wobei ich nicht erwarte, dass ihr auf mich wartet. Ich werde euch schon einholen.«
      Fenriik schaute sie unsicher, aber auch etwas interessiert an. »Was meinst du damit?«

      Taheela erzählte ihrem Freund von der Begegnung mit den karutischen Kriegern. Er hörte ihr aufmerksam zu und zog überrascht die Augenbraue hoch, als sie von dem Panther und ihrem Vorhaben berichtete.
      »Das mit den Karutiern überrascht mich wenig, aber bist du dir bei dieser Sache mit dem Panther wirklich sicher?«
      Sie nickte entschlossen. »Ja.«
      Er atmete einmal tief durch. »Und ich dachte bisher immer, dass du es nicht schaffst, mich zu überraschen.« Langsam fuhr er sich mit seiner Hand durchs Haar und schüttelte grinsend den Kopf. »Wie kann ich dir helfen?«
      Taheela schaute ihn skeptisch an. »Du bist der Erste, der nicht versucht mir das auszureden.«
      »Ich würde lügen, wenn ich behauptete, dass ich mir keine Sorgen um dich mache. Doch ich habe aufgegeben zu versuchen, dir überhaupt irgendetwas auszureden. Du machst ja ohnehin was du willst. Also, wenn ich irgendetwas tun kann, um dir zu helfen, dann lass es mich wissen. Mir gefällt der Gedanke nämlich nicht, dass du das völlig auf dich allein gestellt bewerkstelligen willst. Ich fühle mich besser, wenn ich weiß, dass ich … nun ja, dass ich irgendetwas dazu beigetragen habe, um deine Chancen zu erhöhen.«
      Die junge Jägerin grinste. Sie kannte diesen jungen Mann bereits seit Kindheitstagen. Nicht selten hatte Lavook sie früher zurecht gewiesen, weil sie irgendwelche Dummheiten angestellt hatten. Es war eine unbeschwerte und glückliche Zeit gewesen, an die sie gerne zurückdachte. Doch als er zu den Wächtern gegangen war, hatte sich etwas verändert. Taheela fand, dass er erwachsener und bedachter geworden war. Umso überraschender war es, dass er ihr jetzt seine Unterstützung anbot. Immerhin wusste er, dass Lavook es ihr untersagt hatte.
      »Danke«, sagte sie knapp.
      »Also? Wie hast du dir das genau vorgestellt?«, verlangte er zu erfahren.

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Hey @Rael,
      Wieder ein sehr schönes Kapitel ^^ Die Handlung wird ziemlich logisch fortgeführt und dein Schreibstil lädt mal wieder ein, mitzulesen und sich voll und ganz in deine Welt zu versetzen. Schön ist auch, dass du Mal einen kurzen Überblick über das Gesamtproblem gibst (Schlangen im Norden und die Karutier im Süden... Nebenbei ein etwas untätiger Häuptling und seine doch eher passive Politik). Zwar wird einem schnell bewusst, dass Lavook nur versucht seine Vokaii zu beschützen und jedwedem Konflikt deshalb aus dem Weg geht, aber so Etwas ist immer sehr, sehr kompliziert. Was mich ein wenig wundert, ist, dass Lavook nichts gegen Thaeela unternehmen möchte. Also wenn ich ein Anführer eines Stammes wäre und ich wüsste, dass ein Mitglied meines Volkes sich gegen meinen Befehl aufmachen möchte, dann würde ich versuchen sie davon abzuhalten... Wenngleich es ab einem gewissen Punkt vielleicht sogar mit Beschattungen oder Gefangennahmen nötig ist. Das heißt, ich finde, dass Lavook hier etwas zu gutgläubig an die Sache rangeht. Zwar kannst du diese "Beschattung" auch noch im nächsten Kapitel einbringen, aber an sich hätte mir das in diesem Kapitel auch schon ganz gut gefallen. Zumal Lavook hier ja wirklich auf die Leben seines Volkes aufpassen möchte... Die Wächter zu ihrer Suche losschicken (erneut) wäre ja wieder eine Gefahr noch mehr Leben zu verlieren und in einen Konflikt zu geraten. ?(
      Ansonsten ein super Kapitel und ich hoffe, es geht bald weiter ;)

      LG Lehaidin
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Du hast aber nicht vor die Handlung jetzt so weiterzubauen, dass ein (oder mehrere) Jünglinge des Wolfsclan gefangengenommen werden und Taheela sie mithilfe des Panthers befreit, oder? Das wäre etwas vorhersehbar.
      Aber da du bei DWM auf den "Rael, ich in dein Vater" verzichtet hast, halte ich diese Gefahr für gering. Vorhersehbarkeit war bislang nie ein Problem deiner Geschichten (sofern ich sie halt kenne). :) ^^
    • Irgendwie hatte ich die Geschichte hier überhaupt nicht auf dem Schirm... was so ein Off-Treffen alles verändern kann ^^
      Naja, ich hab mich mal am Stück durch alle bisherigen Teile gepflügt. Insgesamt gefällt mir die Story gut und auch dein Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen.
      Deine Welt finde ich ziemlich spannend. Die
      Tarun finde ich sehr cool. Die erinnern mich ein bisschen an Der Goldene
      Kompass mit den Daimonen (oder so, ist ewig her, das ich das gelesen
      habe). Ein paar detailliertere Anmerkungen habe ich noch in den Spoiler
      gepackt. Ich habe nicht geprüft, ob jemand schon vorher die gleiche
      Anmerkung gemacht hat, sorry :pardon:
      Part 1

      Rael schrieb:Zielstrebig hielt sie auf einen der Männer zu, der gerade versuchte, sein Schwert zu ziehen.
      [/quote]Wieso hat er noch kein Schwert in der Hand, wenn sie auf der Jagd sind und gerade eine Feindin gestellt haben? Oder wenigstens eine andere Waffe?

      Rael schrieb:

      In diesem Moment erkannte sie ihren Fehler. Sie hätte sich von Anfang an auf den Magier konzentrieren sollen. Einem erfahrenen Jäger wäre das nicht passiert. Doch diese Erkenntnis kam zu spät.
      Das fand ich auch seltsam von ihr, aber so wie du es erklärst, finde ich das gut: sie ist zwar eine gute, aber noch keine (so) erfahrene Jägerin.

      Rael schrieb:

      Ihr Leben lag in seinen Händen.
      Tatzen? Wobei es vielleicht auch egal ist. Es klingt nur komisch, wenn man daran denkt, dass es sich um einen Panther handelt. Als Metapher ist es ja eigentlich völlig in Ordnung.

      Part 2

      Vielleicht habe ich nicht genau genug gelesen oder wieder etwas vergessen, aber mir kam es etwas unlogisch vor, das bei der Rückkunft ins Dorf / Lager die Wunde durch den Panther keine große Rolle spielt. Ich habe mich auch gefragt, ob Taheela nackt zurückkehrt. Wenn das für die Arani keine große Rolle spielt, ist es ja ok. Nur für einen Leser, der in deine Welt jetzt erst einsteigt, ist es eine Frage, die er sich stellt. So wie ich gerade ^^ .

      Rael schrieb:

      Mehrere Hütten verteilten sich über die Waldebene, einige befanden sich sogar auf den Bäumen. Treppen und Brücken aus Holz verbanden diese Behausungen, die vorrangig von Arani bewohnt wurden, dessen Tarun ebenfalls auf Bäumen lebten.
      "deren"

      Rael schrieb:

      »Es war meine Schuld, Mutter«, sagte Loreen leise und unterbrach damit die Standpredigt abrupt.
      Heißt das nicht eher "Standpauke" oder "Moralpredigt"?

      Part 3

      Rael schrieb:

      Die Sonnenstrahlen, die sich durch das Blattwerk kämpften, Komma umgaben sie wie eine wärmende und wohlig warme Decke.

      Rael schrieb:

      Innerlich schüttelte sie den Kopf über die Naivität ihrer Schwester, doch sie brachte es nicht übers Herz, ihr zu sagen, dass sie sich in etwas verrann, das keine Aussicht auf Erfolg hatte.
      Das müsste "verrannte" heißen, weil es von rennen kommt und nicht von verrinnen / zerrinnen :hmm:

      Rael schrieb:

      »Manchmal muss man eben etwas riskieren«, sagte sie trotzig.
      »Manchmal? Bei dir erscheint mir das eher, als sei es dein Lebensmotto.« Sie seufzte. »Versuchs nicht«, sagte sie etwas sanfter.
      :D Sehr coole Stelle! "Versuch's nicht" würde ich mit Apostroph schreiben, bin mir da aber nicht sicher.

      Ich bin gespannt, wie es weitergeht und werde mitlesen und wohl auch fleißig kommentieren ^^
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
    • Wieder ein super Teil. ^^
      Taheela wird nicht locker lassen, so dickköpfig wie sie nun mal ist. Da ist es ganz gut, dass sie Unterstützung bekommt, bzw. ein Auge, dass wachsam darauf achtet, dass sie nichts überstürzt. Ein Plan ist sicher keine völlig bescheuerte Idee und ich denke nicht, dass das alles so leicht wird, wie Taheela es sich vorstellt. Dank der weißen Magierin wissen wir ja, wie es endet, aber den Panther sehen ja nicht umsonst alle als gefährlich an. XD

      Ich glaube, nun folgen nun langsam auch die Teile, die wir nicht mehr kennen, oder? :hmm:

      Ich bin gespannt, wie es weitergeht ^^

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
      Síchestja - Das Erbe einer Vergangenheit
    • Danke für eure Kommentare :) und das liebe Feedback :love:

      Lehaidin schrieb:

      Was mich ein wenig wundert, ist, dass Lavook nichts gegen Thaeela unternehmen möchte. Also wenn ich ein Anführer eines Stammes wäre und ich wüsste, dass ein Mitglied meines Volkes sich gegen meinen Befehl aufmachen möchte, dann würde ich versuchen sie davon abzuhalten...
      Jeppa, was Lavook macht wird später deutlich. Hatte hier für mich keinen Platz in der Szene.

      Schreibfeder schrieb:

      Du hast aber nicht vor die Handlung jetzt so weiterzubauen, dass ein (oder mehrere) Jünglinge des Wolfsclan gefangengenommen werden und Taheela sie mithilfe des Panthers befreit, oder? Das wäre etwas vorhersehbar.
      Aber da du bei DWM auf den "Rael, ich in dein Vater" verzichtet hast, halte ich diese Gefahr für gering. Vorhersehbarkeit war bislang nie ein Problem deiner Geschichten (sofern ich sie halt kenne).
      Da du DwM kennst, bist du ja ohnehin schon gespoilert ^^ . Wie vorhersehbar das ganze wird, werden wir sehen (Ich geb mir Mühe^^)

      Asni schrieb:

      Vielleicht habe ich nicht genau genug gelesen oder wieder etwas vergessen, aber mir kam es etwas unlogisch vor, das bei der Rückkunft ins Dorf / Lager die Wunde durch den Panther keine große Rolle spielt. Ich habe mich auch gefragt, ob Taheela nackt zurückkehrt. Wenn das für die Arani keine große Rolle spielt, ist es ja ok. Nur für einen Leser, der in deine Welt jetzt erst einsteigt, ist es eine Frage, die er sich stellt. So wie ich gerade .
      Das mit der Wunde habe ich tatsächlich vergessen zu erwähnen, wurde vorher schonmal erwähnt^^ Muss ich noch einbauen.

      Bezüglich der Nacktheit - Jap. Sie kehrt nackt heim. Schreibfeder hat es auch schon angemerkt, eigentlich wollte ich das nicht so im Detail erklären von der Kultur her, sondern einfach wirken lassen. Sieht aber so aus, als wenn ich da dochnochmal erklären muss, wenn es jetzt schon von 2 Leuten kommt :). Ich lass mir was einfallen. Merci.

      Asni schrieb:

      Heißt das nicht eher "Standpauke" oder "Moralpredigt"?
      Jap - Ich habe da einfach ein neues Wort erfunden :rofl:

      Kyelia schrieb:

      Ich glaube, nun folgen nun langsam auch die Teile, die wir nicht mehr kennen, oder?
      Ich glaube, die Waldszene kennt ihr noch, aber die Szenen danach nicht mehr. Gibt da aber auch neue Sachen drin :)

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Hallöchen :hi1:
      Ich habe hier dann auch mal reingeschaut, bzw. gelesen und habe auf Korrekturen einmal verzichtet, bei sechs Kapiteln (hab auch nur Kleinigkeiten gesehen, die nem geübten Leser nur auffallen, also nichts schlimmes). Ansonsten kann ich eigentlich nur sagen, da ich ja die beiden Hauptstorys dazu kenne, dass du hier genauso gut weiter machst wie in den anderen beiden Geschichten und ich mich persönlich sehr darüber freue die Hintergrund Geschichte von Tahleea zu erfahren, weil ich sie in der ersten Geschichte einen sehr starken und faszinierenden Charakter fand, der einen definitiv neugierig gemacht hat und zum weiter lesen animierte :D
      Also freue ich mich natürlich wenn du hier weiter schreibst und uns in eine neue Geschichte entführst die uns in das undurchsichtige und komplizierte Leben der Preloner, Karutier und Aranis mitnimmst. Ich freue mich schon auf die kommenden Intrigen, die waren immer das beste, neben den Kampfszenen und den paar Momenten der Romantik, die deiner Feder dann doch entwischt sind ;)
      Ich freue mich auf mehr :D
      Ich lebe in einer Welt voller Fantasy, und Ihr?
    • Kapitel 7: Abschied

      Taheela schlich sich im Schutz der Dunkelheit aus ihrer Hütte hinaus. Sie hatte sich mit Fenriik in der Nähe eines kleinen Tümpels verabredet, der nur ein paar hundert Meter von ihrem Dorf entfernt war. Es sollte nicht sonderlich schwer sein, ungesehen dorthin zu gelangen, zumindest nicht für sie. Schließlich war es nicht das erste Mal, dass sie sich davonstahl.
      Vorfreude stieg in ihr auf, als sie um die Ecke lugte, um zu prüfen, ob der Weg frei war.

      »Wo willst du hin?«
      Sie erstarrte in ihrer Bewegung. Verdammt, fluchte sie innerlich. Vorsichtig drehte die junge Jägerin sich um und blickte in die haselnussbraunen Augen ihrer Schwester.
      »Sei leise!«, fuhr Taheela sie an und schaute sich hektisch um, um herauszufinden ob jemand sie gehört hatte. Doch im Lager blieb es ruhig. Mit Ausnahme der Wächter, die im Wald patrouillierten, waren die Meisten sicherlich längst am Schlafen.
      »Du hast vor diesen Panther zu suchen, nicht wahr?« Loreen ging ein paar Schritte auf sie zu und legte ihrer Schwester beide Hände auf die Schultern. »Du wirst Vater auf diesem Weg nicht zurückholen«, flüsterte sie und schaute ihre Schwester besorgt an.
      »Es geht hierbei nicht um ihn«, entgegnete Taheela genervt und rollte mit den Augen.
      »Wirklich nicht? Du hast keine einzige Träne vergossen, als er im Ayjnak unterlag. Du musst dir erlauben zu trauern«, sagte sie sanft.
      Taheela befreite sich aus ihrer Umarmung und funkelte sie zornig an. »Du glaubst ich, trauere nicht um ihn? Doch das tue ich! Ich habe mir an jenem Tag das Gesicht jedes einzelnen Arani eingeprägt, der bei dem Ayjnak anwesend war. Es ist unwichtig, dass ich die Namen derer nicht kenne, die lauthals lachten, als ein Vokaii den König zum Zweikampf herausforderte. Ich weiß, wie sie aussehen.«
      »Das ist keine Trauer. Das ist Rache, von der du da sprichst.«
      »Und wenn schon! Das ist immer noch besser, als untätig zuzusehen, wie unsere Feinde uns allmählich vernichten«, sagte Taheela zornig. »Die Karutier versklaven unsere Jünglinge wie es ihnen beliebt und im Norden bedrohen die Schlangen unser Land. Lavook schaut nur zu und lässt es geschehen, genau wie König Ruushan. Vater wusste das. Er wollte etwas dagegen unternehmen. Nur deswegen stellte er sich dem Ayjnak.«
      »Also geht es bei dieser Sache mit dem Panther doch um Vater«, stellte Loreen ernüchternd fest.
      Taheela schnaubte verächtlich und schüttelte den Kopf. »Es geht um das, an was er glaubte, begreifst du das nicht?«
      »Nein, das begreife ich nicht«, begann Loreen verzweifelt. »Ich begreife auch nicht, warum du so verbissen bist. Es bringt niemandem etwas, wenn du wie eine Wahnsinnige versuchst ihm nachzueifern. Du wirst sein Schicksal teilen und …« Ihre Stimme brach ab. Sie schluckte und atmete einmal tief durch. »Ich will dich nicht auch noch verlieren«, fügte sie sehr viel leiser hinzu.
      Taheela entging nicht, dass ihre Schwester gegen die Tränen ankämpfte, die sie zu überkommen drohten. Kurzer Hand schloss sie sie in die Arme, um sie zu trösten. Ihre Wut war vollständig verraucht. Sie wusste, dass Loreen sich lediglich um sie sorgte. In diesem Punkt unterschieden sich die sonst so gegensätzlichen Schwestern nicht. Ihnen beiden war die Familie das Wichtigste. Eine Weile standen die beiden jungen Frauen einfach so da und sagten kein Wort.
      »Ich weiß«, flüsterte Taheela schließlich und küsste sanft ihre Stirn. Als das Schluchzen ihrer Schwester allmählich verebbte, schob sie sie etwas von sich. »Und doch bin ich jetzt diejenige, die auf die Familie achten muss. Der Panther wird mir die Stärke geben euch zu beschützen. Dich, Gaara und Mutter.« Sie lächelte gezwungen. »Und wer weiß, vielleicht hilft er mir auch dabei, unsere Grenzen zu verteidigen.«
      »Taheela...«
      »Nein«, unterbrach sie ihre Schwester sanft. »Ich will nicht mehr miterleben, wie ein einziger Vokaii in die Sklaverei verschleppt wird. Ich will nicht mehr nach Hause kommen und erfahren, wie viele Wächter wir im Kampf verloren haben. Es muss enden.«
      Loreen schniefte und wischte sich eine Träne von der Wange. Sie hatte ihren Blick zu Boden gesenkt und wirkte für einen kurzen Moment in sich gekehrt. Dann schaute sie Taheela direkt in die Augen. »Nimm Rika mit«, brachte sie brüchig hervor.
      Taheela lächelte kaum merklich, als sie realisierte, dass ihre Schwester aufgegeben hatte, ihr die Sache mit dem Panther auszureden. »Nein, Rika soll auf euch aufpassen. Ich werde nicht lange fort sein«, antwortete sie.
      »Taheela, bitte«, begann Loreen beinahe flehend. »Nimm deine Wölfin mit. Ich fühle mich wohler, wenn ich weiß, dass sie an deiner Seite ist, wenn du dich dem Panther stellst.«
      Taheela seufzte. Ihr entging nicht, dass ihre Schwester krampfhaft versuchte das Zittern ihrer Hände unter Kontrolle zu bekommen. Vorsichtig ergriff sie diese und drückte sie sanft. Sie kannte Loreen gut genug, um zu wissen, dass sie nicht locker lassen würde, bis sie zustimmte. »Na schön«, begann sie und lächelte ihrer Schwester aufmunternd zu. »Aber du wirst im Lager bleiben, bis ich zurück bin. Versprich es.«
      Loreen nickte eifrig, und Taheela umarmte ihre Schwester erneut. »Sag Mutter nichts. Sie würde sich nur unnötig Sorgen machen«, flüsterte sie ihr zu. Erneut küsste Taheela ihre Schwester sanft auf die Stirn, bevor sie sich von ihr löste. Mit einem leisen Pfeifton rief sie ihren Tarun herbei und diese ließ nicht lange auf sich warten. Die graue Wölfin eilte aus der Dunkelheit auf sie zu und begrüßte sie freudig.
      »Pass auf dich auf«, sagte Loreen leise.
      »Das werde ich«, gab Taheela knapp wieder, bevor sie und Rikaaja in der Dunkelheit verschwanden.

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Endlich!!! :D
      Zwei Monate hast du uns warten lassen, @Rael
      Nein, ich weiß ja, dass du eine Menge um die Ohren hast. Und das Haus kostet Kraft und Nerven. Also lass dich nicht stressen von ungeduldigen Lesern. ^^

      Spoiler anzeigen

      Ich musste den letzten Post nochmal lesen, um den Anschluss wiederzufinden. Aber jetzt bin ich wieder drin. Das ist bei deiner Geschichte überhaupt nicht schwer, mich gedanklich an Ort und Stelle des Geschehens zu versetzten. Man könnte fast meinen, man steht als Dritter unbemerkt dabei, wenn sich die beiden Schwestern unterhalten, und fühlt sich fast wie ein Stalker. :rofl:
      Ich mag sie beide, Taheela mit ihrer inneren Unruhe und Rastlosigkeit, der schwer zu bezähmenden Rebellion und dem starken Willen, etwas zu verändern an der für sie untragbaren Situation.
      Und im Vergleich dazu die häusliche Loreen, der die Sorge um die Familie, speziell aber um die Schwester, die Luft zum Atmen nimmt und die an ihrer Hilflosigkeit, Taheela umzustimmen, fast verzweifelt.
      Fenriik ist ein spannender Charakter, von dem ich hoffe noch öfter zu hören. So, wie er mit Taheela umgeht, könnte da durchaus mehr draus werden. :hmm:
      Und Lavook - nun ja. Seine Führungsqualitäten kenne wir ja bisher nur aus Taheelas Sicht, und die hält nicht viel davon. Bin gespannt, welche Rolle du ihm noch zugedacht hast.
      Freu mich schon auf den nächsten Teil.

      Rael schrieb:

      Als das Schluchzen ihrer Schwester allmählich verebbte, schob sie sie etwas von sich.
      Sie hat vorher laut Text das Weinen und die Tränen zurückgedrängt. Vielleicht könnte da noch ein Satz rein, dass sie den kampf verloren hat, bevor Taheela sie in die Arme nimmt?
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


      :cookie:

      ___________________
    • Hallo @Rael',
      Endlich geht es hier weiter und natürlich gefällt mir das Kapitel gut ^^ Hab auch eigentlich wenig anzumerken, da nicht sonderlich viel passiert, aber das macht nix. Was mir natürlich gut gefällt, ist, dass Loreen ihr jetzt hier ihren Segen erteilt, dass bringt irgendwie ein wenig den geschwisterlichen Zusammenhalt zum Vorschein und man kann sehen, dass Loreen und Taheela sich eigentlich immer versuchen zu unterstützen. Auch super finde ich die Tatsache, dass ich jetzt Rika wieder an Taheelas Seite sehe :love: Ich liebe Wölfe einfach... :D
      Naja, ansonsten war es das auch schon wieder von mir! Gutes Kapitel und eine schöne Fortführung. Lass nächstes Mal nicht so lange darauf warten ;)

      LG Lehaidin
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • So, so. Die Arani haben in ihrem Namen immer einen Doppelbuchstaben? Oder ist das Zufall? Neee, bei dir ist nix Zufall.... ^^

      Ich finde den Namen Taheela im Übrigen ziemlich cool.

      Jetzt, wo ich DWM doch noch lesen konnte und Taheela dort kennengelernt habe, finde ich diese Geschichte hier tatsächlich sogar ein ganzes Stück interessanter (nicht, dass sie es vorher nicht war - das war sie!). Denn hier kann man sie noch besser kennenlernen... vor allem auch eine andere Seite, und lernt zu verstehen, warum sie zwanzig Jahre später so ist wie sie ist.
      Außerdem finde ich ja Völker, die der Natur so nah sind schön, und gerade darum geföllt es mir, dass du uns dieses Volk näher bringst und uns bei ihnen sein lässt :)

      Whatever: Lasset die Reise/das Spiel beginnen :D
      The tiger and the lion may be more powerful...
      ... but the Wolf does not perform in the circus.
    • Danke euch allen für euren lieben Kommentare :love:
      Spoiler anzeigen

      Tariq schrieb:

      Endlich!!!
      Zwei Monate hast du uns warten lassen, @Rael
      Nein, ich weiß ja, dass du eine Menge um die Ohren hast. Und das Haus kostet Kraft und Nerven. Also lass dich nicht stressen von ungeduldigen Lesern.
      Hihi :) Kein Problem. Gerne nerven, ich brauch manchmal nen Arschtritt XD

      Lehaidin schrieb:

      Auch super finde ich die Tatsache, dass ich jetzt Rika wieder an Taheelas Seite sehe Ich liebe Wölfe einfach...
      Was habt ihr alle mit Wölfen XD ?!?!

      Ruka schrieb:

      So, so. Die Arani haben in ihrem Namen immer einen Doppelbuchstaben? Oder ist das Zufall? Neee, bei dir ist nix Zufall....
      Nein, das ist kein Zufall. Jeder aranische Name hat nen Doppelvokal. Das hat was mit der Sprache ansich zu tun, und bestimmt auch die Aussprache des Namens. Ist in meinem Weltenbauthread (Perdosien) erklärt.

      Ruka schrieb:

      Denn hier kann man sie noch besser kennenlernen... vor allem auch eine andere Seite, und lernt zu verstehen, warum sie zwanzig Jahre später so ist wie sie ist.
      Ja und bis dahin gibts noch viel Lehrgeld...


      Ruka schrieb:

      Whatever: Lasset die Reise/das Spiel beginnen
      So sehe ich das auch, also lets go XD


      Kapitel 8: Im Bann der Gefühle

      Taheela schlich vorsichtig durchs Unterholz, stetig darauf bedacht, den Wächtern aus dem Weg zu gehen. Bis zum Tümpel war es nicht mehr weit. Trotzdem harrte sie oft minutenlang in der Dunkelheit aus, um sicherzugehen, dass niemand in der Nähe war, bevor sie weiterging. Normalerweise hätte sie den Ort, an dem sie sich mit Fenriik verabredet hatte, in wenigen Minuten erreicht. So dauerte es sehr viel länger, aber es war auch sicherer. Rikaaja schien zu spüren, dass sie nicht entdeckt werden wollte. Die graue Wölfin verhielt sich ruhig und folgte ihr leise durch den Wald.

      Es kam Taheela wie eine Ewigkeit vor, als sie endlich die kleine Wasserstelle erreichten. Es war eine sternenklare Nacht und der Mond spendete ihr das nötige Licht, um die Umgebung zu erkennen. Sie hockte sich hin und beobachtete den Tümpel aus sicherer Entfernung. Ob Fenriik wohl schon hier war? Langsam ließ sie ihren Blick über den kleinen See schweifen. Der Wald war zwar nicht sonderlich dicht, dennoch befanden sich hier viele Büsche, die die Umgebung auf den ersten Blick nicht leicht einsehbar machten. Ihr Blick fiel auf die großen, dicken Wurzeln einer Eiche, die sich auf der anderen Seite befand. Sie ragten aus dem Erdreich empor und waren groß genug, dass man dahinter Deckung finden konnte. Dort hatte sie sich mit Fenriik verabredet.
      Als sie sich sicher war, dass es ruhig blieb, verließ sie den Schutz des Baumes, hinter dem sie gestanden hatte und eilte beinahe lautlos auf die andere Seite.

      Plötzlich nahm sie ein Knurren wahr und drehte sich langsam um. Sie starrte in die dunklen Augen einer braunen Wölfin, die sie nur zu gut kannte. Ihre Zähne waren gefletscht und sie schritt langsam auf Taheela zu. Den Kopf etwas geduckt, machte sie den Eindruck, als würde sie sie jeden Moment anspringen wollen.
      »Verschwinde!«, fuhr Taheela das Tier an und konnte Rikaaja gerade noch zurückhalten, den anderen Wolf anzugreifen. Natürlich würde ihre Wölfin sie beschützen. Doch das würde nicht nötig sein, denn sie wusste, wessen Tarun dieser Wolf war.
      »Neera, lass den Blödsinn«, erklang eine bekannte Stimme. Kurz darauf trat Fenriik hinter einem Baum hervor. Die braune Wölfin eilte sofort an seine Seite und ließ sich von ihm streicheln.
      »Sie konnte mich noch nie wirklich leiden«, sagte Taheela.
      »Sie ist nur eifersüchtig«, erwiderte Fenriik, der seinem Tarun noch immer sanft durchs Fell streichelte und sie dadurch beruhigte.
      »Dazu hat sie keinen Grund.«
      Der junge Arani schmunzelte und ging auf die Blondine zu. Kurz vor ihr blieb er stehen.
      »Hat sie nicht?«, fragte er fordernd und ließ sein Lächeln dabei nicht ersterben. »Sie kennt mich sehr gut, weißt du?«
      »Natürlich tut sie das, sie ist dein Tarun. Sie kennt dich besser, als jeder andere«, gab Taheela gleichgültig zurück und ignorierte damit Fenriiks Anspielung. Stattdessen widmete sie ihre Aufmerksamkeit dem Inhalt ihrer kleinen Ledertasche. »Wir werden zwischendurch jagen müssen. Das wenige Fleisch, das ich dabei habe, ist für den Panther. Aber ich habe uns noch ein paar Früchte stehlen können.« Sie blickte wieder zu ihm. »Rika wird für uns spähen. Ich schlage vor, dass wir an der Stelle beginnen, an welcher ich den Panther getroffen habe. Wenn wir Glück haben, dann finden wir noch Spuren.« Sie warf sich den Lederriemen ihrer Tasche über die Schulter. »Wir sollten nicht allzu viel Zeit verlieren. Ich glaube zwar nicht, dass meine Schwester mich verraten wird, aber Lavook wird es irgendwann herausfinden. Im schlechtesten Fall bleiben uns nur wenige Stunden, bis sie uns nachsetzen. Und das werden sie, wenn sie herausfinden ... was?« Taheela unterbrach sich selbst, als sie Fenriiks Gesichtsausdruck sah. Er hatte die Augenbrauen zusammengezogen und wirkte irgendwie unzufrieden.
      »Was ist?«, fragte sie erneut.
      Er senkte den Blick und wirkte für einen Moment in sich gekehrt. »Warum tust du das?«, flüsterte er kaum merklich. »Warum weichst du mir aus und tust so, als sei es nie geschehen?«
      Taheela atmete einmal laut hörbar aus. Sie hatte nicht wirklich Lust sich mit Fenriik über dieses Thema zu unterhalten und ihr erschloss sich auch nicht, warum er es ausgerechnet jetzt ansprechen musste. Immerhin war seitdem mehr als ein Jahr vergangen.
      »Weil es nie geschehen ist!«, antwortete sie etwas barscher, als sie es eigentlich beabsichtigt hatte. »Du hast dich entschieden und ich mich auch, also tun wir uns doch den Gefallen und vergessen es einfach.«
      Er schüttelte den Kopf. »Ich kann es nicht vergessen.«
      Taheela verdrehte die Augen und schnaubte. »Hast du deswegen ein Jahr gebraucht, um mich darauf anzusprechen, weil du es nicht vergessen kannst?« Sie schüttelte ungläubig den Kopf. »Es war nur ein Kuss, Fenriik. Bedeutungslos hinsichtlich der Aufgaben für die wir uns entschieden haben. Ich weiß, dass du genauso denkst, also erspar mir das jetzt bitte.« Sie wendete sich ab, doch er ergriff ihren Arm und zog sie zu sich. Erschrocken über seine heftige Reaktion blickte sie überrascht zu ihm auf.
      »Glaubst du das wirklich? Glaubst du, ich würde mich für irgendjemanden nachts aus dem Lager schleichen und mich Lavooks Befehlen widersetzen? Glaubst du wirklich, es sei bloße Freundschaft, die mich die Nähe zu dir suchen lässt?«
      Taheela fand ihre Fassung schnell wieder. »Ja, das glaube ich«, spie sie ihm entgegen und riss sich von ihm los. »Du hast ein ganzes Jahr kaum ein Wort mit mir gesprochen, nachdem du den Wächtern beigetreten bist. Und wenn, dann hast du so getan, als wäre alles in Ordnung. Ich hätte dich gebraucht, nachdem mein Vater ... nachdem er..« Ihre Stimme brach ab. »Nein.« Sie schüttelte den Kopf. »Wir brauchen einander nicht zu erklären. Also belass es dabei!« Es war unfair, ihm das vorzuhalten, denn sie wusste, dass seine Verpflichtungen als Wächter ihn einschränkten. Doch ihre selbstsüchtigen Gedanken ignorierten diese Tatsache. Nichts hatte sie sich sehnlicher gewünscht, als ihn bei sich zu haben. Aber er war nicht da gewesen, als sie ihn am dringendsten gebraucht hatte, und sie hatte es dennoch überlebt – irgendwie. Also brauchte sie ihn jetzt auch nicht.
      »Das stimmt nicht«, versuchte Fenriik sich zu erklären. »Du warst verschlossen, hast jeden abgewiesen, der dir helfen wollte. Manchmal bist du einfach tagelang in den Wäldern verschwunden. Verdammt, Taheela!«, fluchte er. »Du warst schon immer gut darin, die Menschen, die dich lieben von dir zu stoßen.« Er schüttelte ungläubig den Kopf und schluckte schwer. Ihr entging nicht, dass seine Stimme brüchig klang. »Du merkst das nicht einmal, oder? ... Du merkst nicht, wie schwer es ist, dich zu lieben«, fügte er flüsternd hinzu.
      Taheela funkelte ihn wütend an. »Ach? Jetzt ist es also meine Schuld?«
      »Deine Schwester und deine Mutter sorgen sich um dich. Sie wollen dich beschützen, doch du trittst ihre Gefühle mit Füßen, indem du dich permanent in Gefahr begibst«, fuhr Fenriik unbeirrt fort. »Und meine auch.«
      »Jemand muss auf sie achten«, begann Taheela entrüstet. »Vater hätte ...«
      »Er ist tot!«, schrie Fenriik sie an. »Akzeptier das endlich und lass ihn los!«
      Die Vehemenz, die in seiner Stimme lag, ließ sie zurückweichen. Sie schüttelte den Kopf, hob abwehrend die Hände und versuchte den pochenden Schmerz in ihrer Brust zu ignorieren, den seine Aussage verursacht hatte. Feuchtigkeit sammelte sich in ihren Augen. »Du verstehst das nicht«, sagte sie in einem Flüsterton. »Sie haben nur noch mich. Er hätte nicht aufgegeben ... Er hätte ... «
      Fenriik warf die Arme verzweifelt nach oben. »Verdammt noch mal, Taheela. Hör endlich auf die Starke zu spielen. Vor mir brauchst du das nicht!« Er schritt eilig auf sie zu und packte sie bei den Schultern. »Dein Vater war ein großer Mann, doch er ist tot und er wird nicht mehr zurückkommen. Je eher du das akzeptierst, desto besser ist es.«
      Taheela schüttelte erneut den Kopf und kämpfte gegen die Tränen an, während sie seinem Blick auswich. Ohne, dass sie etwas dagegen tun konnte, erschienen die Bilder in ihrem Kopf.
      Blutüberströmt hatte der tote Männerkörper im Staub gelegen. Das Lachen der anderen hallte in ihren Gedanken wider. Sie erinnerte sich noch, wie Lavook sie zurückgehalten hatte, als sie zu ihm eilen wollte. Sie hatte geschrien. All den Schmerz und die Fassungslosigkeit herausgeschrien. Doch es hatte nichts gebracht. Er war für immer fort. Ihr Vater war ein stolzer Mann gewesen. Ein Vokaii, der den König zum Ayjnak herausgefordert hatte - zum Kampf um die Krone des Nordens. Wie ein Wolf hatte er für seine Überzeugung gekämpft, doch er hatte versagt.
      Ihre Knie zitterten und gaben nach. Langsam sank sie zu Boden und hatte längst nicht mehr die Kontrolle über die Tränen, die ihre Wange hinab liefen. Zum ersten Mal, seit dem Tod ihres Vaters weinte sie und ließ den Schmerz zu, den sie seither in sich trug.
      »Endlich«, sprach Fenriik behutsam zu ihr, der sich ebenfalls hingekniet hatte.
      »Lass mich los...«, brachte sie brüchig hervor und versuchte sich von ihm zu befreien. Es war ihr mehr als unangenehm, dass er sie so sah.
      »Nein!«, gab er entschlossen wieder. »Ich hätte dich damals nicht loslassen sollen, und ich werde nicht so dumm sein, und den Fehler wiederholen!« Obwohl er mit gedämpfter Stimme sprach, wurden seine Worte von einer Entschlossenheit begleitet, die Taheela keine Sekunde an dessen Wahrheit zweifeln ließ. Eine Gänsehaut fuhr über ihre Haut, die nichts mit der abendlichen Kühle zu tun hatte. Fassungslos schaute sie ihn an und entspannte sich. So sehr hatte sie sich gewünscht, diese Worte aus seinem Mund zu hören, dass es ihr beinahe unwirklich erschien.
      »Es tut mir leid«, begann Fenriik leise. »Es tut mir leid, dass ich nicht beim Ayjnak war. Es tut mir leid, dass ich nicht da war, als du mich gebraucht hast, und dass du das alles durchmachen musstest.«
      Der junge Arani zog sie auf seinen Schoß und schlang seine Arme um sie. Sie wehrte sich nicht. Seine Nähe und Wärme ließen ein wohliges Gefühl in ihr aufsteigen, doch sie schluchzte unaufhörlich und versuchte krampfhaft das Zittern ihrer Hände unter Kontrolle zu bekommen. Das Fenriik sie mit dem Tod ihres Vaters und seinen Gefühlen konfrontierte, war einfach zu viel. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass er irgendetwas für sie empfand, nicht nachdem er keine Bemühungen in dieser Richtung unternommen hatte. Sich zurückzuziehen und sich einzureden, dass er ihr gleichfalls nichts bedeutet hatte, war ihre Art gewesen damit umzugehen. Doch sie hatte die Wunde, die damals entstanden war niemals ganz schließen können. Und jetzt riss sie wieder auf.
      Es war alles da. Sie erinnerte sich an jeden einzelnen Gedanken und den Schmerz. Als ihr Vater gestorben war, hatte sie sich nicht sehnlicher gewünscht, als dass Fenriik bei ihr gewesen wäre. Nur einmal wollte sie sich von jemandem auffangen lassen, so wie sie es sonst für andere tat. Aber diese Schwäche hatte sie sich nicht erlauben können. Nicht seit ihr Vater sie allein gelassen hatte.
      »Doch jetzt bin ich hier.« Fenriik streichelte ihr sanft durchs Haar. »Und ich werde nicht wieder gehen, wenn du es nicht von mir verlangst.«
      »Dann bleib«, gab sie flüsternd zurück.
      Fenriik lächelte und strich ihr eine Träne von der Wange. Taheela schloss die Augen und genoss seine Berührung. Es war, als stünde die Zeit still und all ihre Probleme und Sorgen waren für einen Augenblick verschwunden. Sie schlang die Arme um seinen Hals und lehnte ihren Kopf gegen seine Schulter. Eine Weile sagte sie nichts, bis ein leises Winseln zu ihrer linken, sie die Augen öffnen ließ. Rikaaja lag auf dem Waldboden und beobachtete die beiden Arani eindringlich. Sie wirkte traurig und unsicher. Sie konnte Taheelas Gefühle spüren und wusste ganz offensichtlich nicht, wie sie das alles zu deuten hatte.
      »Es ist alles gut, Rika«, beruhigte Taheela ihre Wölfin mit einem Lächeln. Sofort sprang diese auf und eilte zu ihr. Taheela streichelte ihr sanft durchs Fell, während Rikaaja sich neben sie setzte.
      »Neera wird das vermutlich weniger gefallen«, bemerkte Fenriik mit einem knappen Blick über seine Schulter. Seine Wölfin saß in reichlichem Abstand zu ihnen. Statt den beiden Arani ihre Aufmerksamkeit zu widmen, ließ sie ihren Blick über den dunklen Wald schweifen und ignorierte sie.
      »Das ist dein Problem«, sagte Taheela mit einem Lächeln auf den Lippen. Doch im Grunde war es kein wirkliches Problem. Neera würde niemals etwas tun, was Fenriik nicht wollte. Ein Arani ging eine Art Symbiose mit seinem Tarun ein. Es war ein tiefer Verbund voller Vertrauen und gegenseitiger Aufopferung, den nur der Tod wieder brechen konnte.
      Ihre Gedanken schnellten zu dem Panther und ihr Blick wurde ernst. Es war nicht vielen Arani gelungen einen Bund mit dem Jäger der Tiere einzugehen. Doch noch immer zweifelte sie keine Sekunde daran, dass es ihr gelingen würde. Es musste einfach. Entweder das, oder sie würde bei dem Versuch sterben, aber dann hatte sie es wenigstens versucht.
      »Fenriik, ich muss ...«
      »Ich weiß«, unterbrach er sie sanft. »Ich weiß, dass du nicht von deinem Weg abweichen wirst. Doch versprich mir, dass du es nicht tust, weil du deinem Vater nacheifern willst.«
      »Ich tue es für meine Familie und für den Clan der Vokaii!«
      Fenriik seufzte. »Das hatte ich befürchtet.« Er lehnte seine Stirn gegen ihre, umfasste ihr Gesicht mit beiden Händen und schloss die Augen. »Dann werden wir das gemeinsam schaffen!«

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Oi,.... da geht es ja Gefühlsmäßig direkt los.

      So, hat er ihr erstmal den Kopf wieder gerade gerückt - dann dürfte dieser nun frei für ihre Mission sein :D

      "Fenriik" - ich lese die ganze Zeit "Frederik"... es tut mir leid :rofl:

      Bzgl. dem Ayjnak: ich gehe davon aus, dass du das noch genauer erklärst, wie genau da der Ablauf ist? Kämpft man da direkt gegen den König, oder schickt dieser seine Handlanger vor? Wie läuft das ab? Wie ein Wettbewerb in einer Arena (So Gladiatorenmäßig - mehrere Gegener nacheinander oder gleichzeitig)? Eine Schlacht auf einem Feld? ^^
      The tiger and the lion may be more powerful...
      ... but the Wolf does not perform in the circus.
    • So, das war dann mal ein Teil, den ich noch nicht gelesen habe. Ich nehme deshalb mal an, dass nun die neuen beginnen? (oder ich habe es nur nicht mehr auf dem Schirm xD)
      jedenfalls ein sehr schöner und gefühlvoller Teil. Und bei so viel Glück und Liebe und Freundschaft und Aufopferung warte ich ab jetzt nur auf den Moment, wo du all das aufs Grausamste in der Luft zerfetzen wirst :rofl:
      Und ich drücke die Daumen, dass Taheela den Panther findet und sich wirklich mit ihm "verbünden" kann ( *hust* tut so, als wüsste sie nicht, wie es ausgeht *hust*) Und wenn sie es geschafft hat, tritt sie diesen ganzen Säcken hoffentlich so richtig in den Hintern!

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
      Síchestja - Das Erbe einer Vergangenheit
    • Ruka schrieb:

      Bzgl. dem Ayjnak: ich gehe davon aus, dass du das noch genauer erklärst, wie genau da der Ablauf ist? Kämpft man da direkt gegen den König, oder schickt dieser seine Handlanger vor? Wie läuft das ab? Wie ein Wettbewerb in einer Arena (So Gladiatorenmäßig - mehrere Gegener nacheinander oder gleichzeitig)? Eine Schlacht auf einem Feld?
      Das erkläre ich noch.

      Kyelia schrieb:

      So, das war dann mal ein Teil, den ich noch nicht gelesen habe. Ich nehme deshalb mal an, dass nun die neuen beginnen?
      Jap, jetzt kommen die neuen.

      Kyelia schrieb:

      jedenfalls ein sehr schöner und gefühlvoller Teil. Und bei so viel Glück und Liebe und Freundschaft und Aufopferung warte ich ab jetzt nur auf den Moment, wo du all das aufs Grausamste in der Luft zerfetzen wirst
      Oh man... ich habe echt einen miserablen Ruf... XD

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Sorry Leute. Ich stecke mitten im Forum Award und lese mir hier grad viereckige Augen zurecht. Da ist mir heute aufgefallen, dass ich hier lange nich geupdated habe. Das möchte ich hiermit nachholen und bitte um Verzeihung^^ Zuviel zu tun - trotzdem viel Spaß^^




      Kapitel 9: Die Jagd beginnt I

      Die beiden jungen Arani streiften durch die Wälder. Der Mond stand hoch am Himmel und leuchtete ihnen den Weg. Doch selbst ohne den fahlen Mondschein, der durch das Blattwerk schien, hätten sie sich im Wald zurechtgefunden. Zu oft hatten sie ihn selbst in finsterster Dunkelheit durchstreift. Zu gut kannten sie ihn.

      Taheela führte Fenriik an den Ort, an dem sie auf den Panther getroffen waren. Die Leichen der karutischen Soldaten lagen noch immer dort. Doch ihre Körper waren angefressen und teilweise zerfleddert. Ihr Blut hatte den Waldboden getränkt und erzählte nicht mehr nur von dem Angriff auf die beiden Schwestern, sondern auch von der Rache des Waldes. Denn etliche Waldgeschöpfe hatten sich bereits an den Kadavern gelabt. Dabei waren die Maden, die sich in den offenen Fleischwunden befanden offensichtlich mit ihrer Mahlzeit noch nicht fertig. Taheela hielt sich eine Hand vor die Nase, um dem penetranten Gestank zu entgehen. Es funktionierte nur mäßig.
      Fenriik hingegen schritt unbeeindruckt an den Leichen vorbei und begann sogleich die Spuren auf dem Waldboden zu untersuchen. Er wischte Blätter beiseite und legte eine Hand auf den Boden.
      »Er ist in den Süden gegangen.«
      »Dann lass uns keine Zeit verlieren«, sagte Taheela und schritt eilig voran. Nicht nur, weil sie den Panther finden wollte, sondern auch, um diesem Gestank zu entgehen.

      Die beiden Arani folgten den Spuren des Panthers und Fenriik blieb immer wieder stehen, um sich zu vergewissern, dass sie noch immer auf dem richtigen Pfad waren. Schließlich erreichten sie einen kleinen Tümpel, der von mehreren Büschen und hohen Gräsern umschlossen war. Die Spuren endeten vor einem Baum, der am Rand des kleinen Sees stand.
      Fenriik seufzte. »Er muss auf den Baum geklettert sein. Wir sollten die nähere Umgebung absuchen. Vielleicht ist er ja irgendwo wieder herunter gekommen.«
      Taheela nickte und sogleich machten die beiden sich auf die Suche. Es kam ihr wie Stunden vor, in denen sie den Waldboden absuchten. Erfolglos.
      Erschöpft sank Taheela an einem Baum nieder. Sie merkte, wie die in ihr aufkeimende Müdigkeit von ihr Besitz ergreifen wollte. Sie waren bei Nacht stundenlang durch den Wald geeilt und hatten sich keine Pause gegönnt. Die Farbe des Himmels, in die sich langsam ein warmes Orange mischte, verriet ihr, dass die göttliche Scheibe bald aufgehen würde. Ein ganzer Tag und eine Nacht ohne Schlaf zollten ihren Tribut. Ihre Füße taten weh und am liebsten würde sie jetzt einfach nur schlafen.
      »Etwas gefunden?«
      »Nein«, sagte sie leise und versuchte die Müdigkeit aus ihren Augen zu reiben.
      »Alles in Ordnung?«, fragte Fenriik, der nun vor ihr stand.
      »Bin nur etwas müde.«
      »Dann lass uns ruhen. Vielleicht finden wir bei Tageslicht die Spuren etwas leichter«, schlug er vor.
      Taheela nickte und legte ihre Umhängetasche ab.

      »Weißt du, was ich merkwürdig finde?«, begann Fenriik fragend. »Der Panther war nicht auf Jagd, als er euch geholfen hat.«
      »Was meinst du damit?«, fragte Taheela mit einem beiläufigen Unterton, während sie ihrer Wölfin etwas zu essen reichte.
      »Die Kadaver. Er hat sie gar nicht angerührt. Nicht einer von ihnen sah so aus, als hätte eine Raubkatze seinen Hunger gestillt.«
      Taheela lächelte. »Und zu welchem Schluss führt dich das?«
      »Es macht keinen Sinn, aber vielleicht hast du recht. Vielleicht hat er euch wirklich nur geholfen.«
      Taheela setzte einen Blick auf, der so viel sagte, wie ‚ich habe es dir doch gesagt‘, was Fenriik nur ein Augenrollen entlockte.
      »Aber du musst zugeben, dass es merkwürdig ist.«
      »Nein«, widersprach sie ihm. »Ich glaube, dass wir uns irren, wenn wir sagen, dass wir unser Tarun suchen. Ich glaube, dass das Tarun uns sucht.«
      »Das ist doch etwas weit hergeholt.«
      »Glaubst du das wirklich?«, sagte Taheela und streckte ihre müden Glieder von sich. »Sag mir, wie hast du Neera gefunden?«
      Ein Leuchten ging über Fenriiks Gesicht, welches der jungen Jägerin ein Lächeln entlockte. Sie sah ihm förmlich an, wie er in Gedanken zu jener Zeit zurückging, in der er sein Tarun gefunden hatte.
      »Ich weiß nicht mehr genau. Es war irgendwie komisch«, begann er leise. »Ich traf auf ein ganzes Rudel Wölfe, während ich alleine durch den Wald streifte. Ich dachte ehrlich, das wars. Sie umzingelten mich und wenn sie mich angreifen würden, hätte ich keine Chance gehabt. Mit gefletschten Zähnen kamen sie langsam auf mich zu, doch dann sah ich sie. Neera. Eine junge braune Wölfin. Sie löste sich aus der Gruppe und ließ mich keine Sekunde aus den Augen. Sie setzte sich vor mich und mehr aus einen Instinkt heraus streichelte ich ihr Fell. Ich hatte erwartet, dass sie mich anfallen würde, nicht aber, dass sie zuließ, dass ich sie berührte. Zu meiner Verwunderung, machte keiner der Wölfe Anstalten mich anzugreifen. Aber ich hatte ohnehin längst keinen Blick mehr für diese Bedrohung. Es war ... Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Es fühlte sich einfach gut an. So vertraut. Und als sie mir in die Augen blickte, war es, als würden wir uns seit Ewigkeiten kennen. Dann hörte ich sie. Die leise aber feine Stimme in meinem Kopf, die mir ihren Namen zuflüsterte. Neera.« Fenriik streichelte seiner braunen Wölfin liebevoll über den Rücken, während er Taheela die Geschichte seines Taruns erzählte. »Ich hatte gar nicht mitbekommen, wie die anderen Wölfe sich zurückgezogen hatten. Ich war einfach nur gefangen von der Situation und aus einem Reflex heraus sagte ich ihr auch meinen Namen. Sie schmiegte sich an mich und zeigte mir ihre Zuneigung. Das Gefühl war berauschend, denn ich fühlte, was sie fühlte. Befreiung, Sehnsucht und Liebe. Ich hatte nicht erwartet, so etwas bei einem Wolf zu spüren. Doch Neera zeigte es mir und ich verstand, dass ich meinen Tarun gefunden hatte. Also nahm ich meinen Dolch und tat den Schwur.«
      »Ich glaube, dass Neera dich gefunden hat«, stellte Taheela fest. »Ich glaube nicht, dass uns Arani frei gestellt ist, welches Tarun wir empfangen. Sie finden uns, so wie dieser Panther mich gefunden hat.«
      »Vielleicht hast du recht«, sagte Fenriik, doch sofort schlich sich ein schelmisches Grinsen über sein Gesicht. »Doch vielleicht, rennen wir beide auch ins Verderben, weil du größenwahnsinnig genug bist, dir einen Panther als Tarun zu wünschen.«
      »Hey!«, begann Taheela empört und warf Fenriik einen Apfel an den Kopf, den sie aus ihrer Umhängetasche hervorgeholt hatte. »Ich bin nicht größenwahnsinnig!«
      »Autsch!«, entfuhr es dem jungen Wächter. »Kannst du mal aufhören, mir Obst an den Kopf zu werfen?«
      »Nein«, entgegnete sie grinsend und holte einen weiteren Apfel hervor. Doch sie kam nicht dazu diesen zu werfen. Fenriik war aufgestanden, hatte sie blitzschnell gepackt und ohne zu zögern in den kleinen Tümpel geworfen.
      Taheela hustete lauthals, nachdem sie aufgetaucht war, und rief Fenriik wüste Beschimpfungen entgegen, die dem jungen Wächter jedoch nur ein Schmunzeln entlockten. »Das passiert eben, wenn du frech bist«, brachte er unter Lachen hervor.
      Taheela hingegen fand das gar nicht witzig. Eilig schwamm sie zum Ufer und wollte wieder an Land gehen, als Fenriik sie einfach wieder ins Wasser zurückstieß. »O nein, so einfach kommst du mir nicht davon«, sagte er.
      Mit hektischen Armbewegungen, die ihrer Wut geschuldet waren, hielt die Jägerin sich über Wasser, während sie Fenriik finster anfunkelte. Langsam stieg dieser in das seichte Wasser am Ufer des Tümpels. »Du kannst doch nicht erwarten, dass du mich ungestraft so behandelst.«
      »Doch eigentlich war genau das mein Plan!«
      »Dann ist er gehörig schief gegangen«, sagte Fenriik grinsend und schwamm auf sie zu.
      »Denkst du!«, entgegnete Taheela nur und versuchte an ihm vorbeizuschwimmen und das Ufer zu erreichen, doch Fenriik war schneller. Er packte sie an der Hüfte und zog sie zu sich. Taheela versuchte sich aus seinem Griff zu befreien, doch der Arani war stärker als sie.
      »Du bleibst hier!«
      »Das kannst du verges...« Taheela verstummte, als Fenriik plötzlich seine Lippen auf ihre presste. Sie spürte sein Verlangen und die Sehnsucht, die er dem Kuss beimischte und all ihr Widerstand verstummte, als ein wohlig warmes Gefühl in ihr aufstieg. Wie Wellen schoss es durch ihren Körper und erfasste jede einzelne Faser. Sie erwiderte seinen Kuss und schlang die Arme um seinen Hals. Ihr Herz begann wild zu pochen, als Fenriik sie noch näher zu sich zog und den Kuss intensivierte. Es fühlte sich an wie ein Befreiungsschlag. Sie vergaß ihre Umgebung, ihr Ziel und warum sie eigentlich an diesem Ort waren. Das alles war jetzt nicht wichtig. Nur der Moment zählte.
      Ein Farbenspiel aus orange, gelb und rot spiegelte sich auf der Oberfläche des kleinen Tümpels wider und kündigte den Morgen an. Während die göttliche Scheibe langsam am Horizont erschien und den Wald in einen mystischen Glanz hauchte, verschwanden allmählich die Nebelschwaden der Nacht.
      Die beiden Arani hatten keinen Blick für diesen schönen Moment, den man nur für wenige Minuten einmal am Tag bewundern konnte, denn sie waren auf sich konzentriert.
      Fenriik löste sich von ihr und atmete schwer, ganz so als wäre er stundenlang gerannt. Verträumt blickte er zu ihr hinab und strich ihr eine nasse Haarsträhne aus dem Gesicht. »Ich liebe dich, Taheela«, sagte er leise. »Seit einer Ewigkeit.«
      So sehr hatte sie gehofft diese Worte einmal aus seinem Mund zu hören, und es berührte sie auf eine Weise, dass sie keine Kraft aufbringen konnte, sie zu erwidern. Dabei wollte sie es doch. Sie wollte ihm sagen, dass sie genauso fühlte. Sich nichts sehnlicher wünschte, als bei ihm zu sein, aber die Worte kamen einfach nicht über ihren Mund. Zu gebannt war sie von dem Moment und der Zweisamkeit, in der sie sich befanden. Die junge Jägerin lächelte und vergrub ihre Hände in seinem nassen Haar. Stürmisch küsste sie ihn erneut und gab sich der in ihr aufkeimenden Leidenschaft hin.
      Abseits der alten Pfade und weit entfernt vom nächsten Clan, liebten sie sich in den Morgenstunden des aufkommenden Tages. Nur ein gelbes Augenpaar beobachtete die Zweisamkeit der beiden aufmerksam und war ein einsamer Zeuge der Geschehnisse ...

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Das war ein schöner Teil, @Rael! Die Schilderung, wie Fenriik sein Tarun - upps, also wie Neera Fenriik gefunden hat, hat mir sehr gefallen. Auch die Szene im Tümpel, schön gefühlvoll, ohne klischeehaft schmalzig zu werden.
      Der Panther ist also in der Nähe und beobachtet die beiden. Scheint mir, als wäre an Taheelas Theorie etwas dran. Denn das, was Fenriik erzählt hat, hat sie ja auch nicht widerlegen können.

      Kleinkram

      Rael schrieb:

      Nicht einer von ihnen sah so aus, als hätte eine Raubkatze seinen Hunger gestillt.«
      ihren - weil DIE Katze

      Rael schrieb:

      Sie umzingelten mich und wenn sie mich angreifen würden, hätte ich keine Chance gehabt.
      Hier bist du in die falsche Zeit gerutscht. Möglich wäre "... und wenn sie mich angegriffen hätten, wäre ich chancenlos gewesen." so vermeidest du 2x hätte.

      Rael schrieb:

      aber die Worte kamen einfach nicht über ihren Mund.
      über ihre Lippen? :hmm:

      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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