Arania: Die Schwester der Königin

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    • Arania: Die Schwester der Königin

      Hiho habe mich dazu entschlossen, diese Geschichte wieder zu posten. Habe sie etwas überarbeitet und auch schon über den Punkt hinweg weiter geschrieben, den manche vielleicht noch kennen. Diese Story ist mein Sorgenkind, weil ich sie längst schon fertig haben wollte es aber immer und immer wieder hapert. Ich erhoffe mir also hier den ein oder anderen Arschtritt, damit ich das diesmal wirklich durchziehe... ^^

      Kritik und Feedback ist erwünscht, ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen :)^^

      Jetzt viel Spaß ;)


      Kapitel 1: Eine einsame Jägerin

      Seit Stunden verfolgte sie die Männer bereits durch den dichten Wald. Sie hatten keine Ahnung, dass sie beobachtet wurden. Geschweige denn, dass ihnen eine Jägerin im Nacken saß, die nur auf den entscheidenden Moment wartete, sie umzubringen. Es war ironisch, denn immerhin waren diese Krieger selbst auf der Jagd. Doch es ging ihnen nicht darum Tiere zu erlegen, nicht direkt zumindest. Sie jagten Arani, um sie in ihr Königreich zu verschleppen und dort zu versklaven.
      Karutier. Taheela spuckte verächtlich auf den Boden. Sie hasste sie. Sie waren feige. Niemals griffen sie die Stämme Aranias direkt an. Das würde das Friedensabkommen gefährden und die anderen Reiche Perdosiens alarmieren. Ein Risiko, dass sie nicht eingehen würden. Doch dieses verabscheuungswürdige Königreich lebte von der Sklaverei und sie hatten es sich zu Nutzen gemacht, dass junge Arani ihren Clan oft für Wochen verließen und einsam in der Natur nach ihrem tierischen Gefährten, ihrem Tarun, suchten. Diese Jünglinge, wie man sie im Aranischen Volk nannte, hatten keine Chance gegen Karutische Soldaten. Sie waren ja noch nicht in der Lage, die Gestalt ihres Taruns anzunehmen, um sich in Sicherheit zu bringen.
      König Rushan unternahm nichts dagegen. Nur ein weiterer Grund, weswegen Taheela den König der Arani verabscheute. Er wusste, dass Karutien entlang ihrer Grenzen Jünglinge entführte, doch er ignorierte es einfach.

      Taheela fixierte die Männer mit einem eisigen Blick. Es waren nicht die Ersten und es würden nicht die Letzten sein, die sie töten würde. Doch sie musste vorsichtig vorgehen. Unter ihnen war ein Magier, das konnte sie an seiner dunklen langen Robe erkennen. Die anderen Männer trugen Rüstungen und Schwerter. Es waren acht Gegner und sie war allein.
      Doch sie war eine Arani und obwohl sie erst sechszehn Sommer zählte, gehörte sie zu den Besten ihres Clans. Eine Tatsache, die sie ihrem Vater zu verdanken hatte. Er hatte sie das Jagen gelehrt. Das Wichtigste war Geduld. Wenn man nicht auf den richtigen Moment warten konnte, dann war man selbst zum Tode verurteilt. Das zweit Wichtigste war Effizienz. Gib deinem Gegner niemals die Gelegenheit auf deinen Angriff reagieren zu können, hatte er stets gesagt. Wenn du angreifst, wenn du einen Pfeil schießt, dann musste dieser bereits tödlich sein. Und darüber hinaus hatte er sie nie vergessen lassen, dass eine Entscheidung endgültig war. Man traf sie niemals leichtfertig, sondern stets im Angesicht aller Konsequenzen. Vor allem, wenn es um das Leben eines Menschen ging. Es gab niemals ein zurück. Kämpfe bis zum Ende.

      Taheela hockte sich hin und beobachtete die Männer aus sicherer Entfernung. Sie waren stehen geblieben und diskutierten heftig miteinander. Sie konnte zwar nicht verstehen, worüber sie sich unterhielten, doch offensichtlich war ihr Magier nicht zufrieden. Ein Streit? Sie schmunzelte. Langsam zog sie ihren Bogen hervor und ließ die Männer dabei keine Sekunde aus den Augen. Sie hatten keine Ahnung, was sie erwartete. Freude und Aufregung stieg in ihr auf.
      Die Aranischen Wälder waren gefährlich. Eine Tatsache, die sie diesem Abschaum in Kürze demonstrieren würde. Sie war hier aufgewachsen und kannte die Gefahren. Neben den Tieren, die hier lebten, musste man auch stets mit einem Übergriff eines anderen Clans rechnen. Doch Taheela wusste, dass der nächste Clan mindestens zwei Tagesreisen entfernt war. Außer diesen Kriegern gab es also niemanden, auf den sie ein Auge haben musste.
      Die Männer diskutierten noch eine Weile und die Jägerin wartete geduldig ab. Schließlich gingen zwei von ihnen tiefer in den Wald hinein und ließen ihre Gefährten zurück. Das war ihre Gelegenheit. Vermutlich waren sie nur auf der Suche nach Brennholz, immerhin würde die göttliche Scheibe bald zur Nachtruhe gehen, doch das war ihr gleich. Zwei Gegner waren einfach zu besiegen und getrennt von den anderen, würde sie sich noch nicht einmal allen gleichzeitig stellen müssen. Das war die Gelegenheit, auf die sie gewartet hatte.
      Langsam huschte sie durch das Unterholz und folgte den beiden Männern mit reichlich Abstand. Hinter einer großen Eiche kam sie zum Stehen und beobachtete die beiden Krieger, wie sie sich langsam durch den Wald bewegten.
      Wenn sie schnell war, würde sie zwei Pfeile schießen können, ohne, dass einer von ihnen um Hilfe rief.
      Sie spannte ihren Bogen, legte den Pfeil auf die Sehne und zielte auf einen der Krieger.
      Geduld. Effizienz. Endgültigkeit, sagte sie in Gedanken die Worte ihres Vaters auf, die sie wie ein Mantra begleiteten. Ihre Atmung ging ruhig. Ihr Blick war auf den Mann gerichtet. Das Ziel war sein Herz.
      Plötzlich erregte ein kleines Knacksen ihre Aufmerksamkeit. Irgendetwas, oder irgendjemand befand sich hinter ihr.

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Liebe @Rael
      Du hast einen schönen direkten Schreibstil. Ich mag ja mehr Ausschmückungen, aber das ist Geschmacksache.
      Was mich hier noch zögernd macht, ist die Darstellung des 16 jährigen Mädchens, das mal eben auf acht Krieger losgeht. Warum kann sie das? Die Gegner sind doch auch ausgebildet!
      Wenn sie einfach zwei Gegner platt macht und dann verschwindet (hit and run), das wäre einleuchtend. Aber sie will sich ja dem Gegner stellen.
      Wenn sie jetzt schon so gut ist, gibt es ja gar keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr.

      Entschuldige wenn ich schon beim ersten Post so kritisch bin, möglicherweise klärt es sich ja gleich schon auf. Ich hab mal geschrieben was mir in den Sinn kam.

      Spoiler anzeigen

      Mit Ausschmücken meine ich.....

      Rael schrieb:

      durch das Unterholz

      Rael schrieb:

      Hinter einer großen Eiche kam sie zum Stehen
      Beispiel: durch das Unterholz aus Holunderbüschen und jungen Buchen
      die Eiche, hinter der sie sich versteckte, hatte schon viele Jahre gesehen und gab ihr mehr als genug Deckung

      Rael schrieb:

      Diese Jünglinge, wie man sie im Aranischen Volk nannte, hatten keine Chance gegen Karutische Soldaten.
      Also diese jungen Leute aus Arania haben keine Chance

      Rael schrieb:

      obwohl sie erst sechszehn Sommer zählte
      Aber diese junge Frau aus Arania macht 8 Leute platt?

      Rael schrieb:

      zielte auf einen der Krieger.
      Ist nicht der Magier am gefährlichsten?
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Sensenbach schrieb:

      Was mich hier noch zögernd macht, ist die Darstellung des 16 jährigen Mädchens, das mal eben auf acht Krieger losgeht. Warum kann sie das? Die Gegner sind doch auch ausgebildet!
      Tjoa, warum kann sie das^^ Das wirst du wohl herausfinden müssen :)
      Aber vielleicht leidet sie ja auch unter grenzenloser Selbstüberschätzung?^^

      Sensenbach schrieb:

      Aber diese junge Frau aus Arania macht 8 Leute platt?
      Noch hat sie gar keinen Platt gemacht XD Aber ja, die Jünglinge sind sehr viel schwächer als sie. (Erklär ich alles noch)

      Sensenbach schrieb:

      Ist nicht der Magier am gefährlichsten?
      Jop^^

      Sensenbach schrieb:

      Entschuldige wenn ich schon beim ersten Post so kritisch bin, möglicherweise klärt es sich ja gleich schon auf. Ich hab mal geschrieben was mir in den Sinn kam.
      Alles gut :) Ich kann ja nicht alles im ersten Post erklären, aber frag nur gerne weiter. Manchmal vergisst man ja auch essentielles^^

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Hallo Rael,

      ich hab mal angefangen mit deiner Geschichte, und alles was ich dazu sagen kann ist: WANN GIBT ES MEHR???

      Toller, flüssiger Schreibstil, gute Beschreibungen, nachvollziehbare Verhaltensweisen und eine mMn noch sehr viel Potenzial bietende Protagonistin.
      Lesezeichen gesetzt, jetzt warte ich.....

      LG Tariq
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • So, du fängst also hier im Forum noch mal bei Null an. Wenn das so ist, bin ich auch nochmal dabei. Ich will zu gern wissen, die die ganze Sache weitergeht. Wenn ich mich recht erinnere, hast du damals ja an einer recht spannenden Stelle aufgehört :rofl:
      Ich freue mich jedenfalls, die Geschichte um Taheela nochmals lesen zu dürfen. :)

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
    • Hey @Rael

      Schöner Anfang ohne Hektik, etwas Information und leichter Spannung. Gerne mehr.

      Ein paar Kleinigkeiten hätte ich trotzdem zum anmerken:

      Rael schrieb:

      Karutier. Taheela spuckte verächtlich auf den Boden.
      Einige Sätze später kommt zwar die "Aufklärung" das eben das Königreich Karutien heißt, aber zu diesem Zeitpunkt, wurde ich von dem allein stehenden "Karutier" etwas überrascht. Zuerst dachte ich, es wäre eine Art Ausruf wie Scheiße in einer Fantasie-Sprache.
      Vielleicht: Bei den Gedanken an die Karutier spuckte Taheela verächtlich auf den Boden.

      Rael schrieb:

      Eine Tatsache, die sie diesen Kriegern in Kürze demonstrieren würde. Sie war hier aufgewachsen und kannte die Gefahren. Neben den Tieren, die hier lebten, musste man auch stets mit einem Übergriff eines anderen Clans rechnen. Doch Taheela wusste, dass der nächste Clan mindestens zwei Tagesreisen entfernt war. Außer diesen Kriegern gab es also niemanden, auf den sie ein Auge haben musste.
      Beim ersten mal vielleicht ihre Gefühle ausnutzen? Dann könnte man z.B. schreiben: Eine Tatsache, die sie diesem Abschaum in Kürze demonstrieren würde.

      Gruß
      Rebirz
    • Tariq schrieb:

      ich hab mal angefangen mit deiner Geschichte, und alles was ich dazu sagen kann ist: WANN GIBT ES MEHR???
      Hi Tariq, herzlich willkommen hier. Ich denke nächste kommt in kürze. Heute, morgen oder am so :)

      Kyelia schrieb:

      So, du fängst also hier im Forum noch mal bei Null an. Wenn das so ist, bin ich auch nochmal dabei. Ich will zu gern wissen, die die ganze Sache weitergeht. Wenn ich mich recht erinnere, hast du damals ja an einer recht spannenden Stelle aufgehört
      Ich freue mich jedenfalls, die Geschichte um Taheela nochmals lesen zu dürfen.
      Ja, ich machs nochmal. Auch weil hier nicht jeder DWM kennt und sie somit einige Spoiler nicht haben. Dann kann ich testen, ob diese Szenen wirklich spannend sind - so meine Gedanken XD. Du kennst ja das Ende eigentlich schon, nur die Details nicht und auch nicht, wie ich da hinkomme :) Aber so nen paar Ecken für dich sollten auch noch so "oha" sein^^ Mal gucken :)

      Rebirz schrieb:

      Einige Sätze später kommt zwar die "Aufklärung" das eben das Königreich Karutien heißt, aber zu diesem Zeitpunkt, wurde ich von dem allein stehenden "Karutier" etwas überrascht. Zuerst dachte ich, es wäre eine Art Ausruf wie Scheiße in einer Fantasie-Sprache.
      Vielleicht: Bei den Gedanken an die Karutier spuckte Taheela verächtlich auf den Boden.
      Deine Anmerkung ist wirklich gut und du hast recht, dass es den Leser etwas raushaut, weil er meine Welt noch nicht kennt. Ist schwierig das zu dosieren^^
      Hier gings mir um die aktive Handlunge. Sie denkt das und spukt dann auf den Boden. Dein Vorschlag ist sehr gut, aber ich versuche momentan mehr aktiv in Handlungen zu schreiben, als mich in passiven Beschreibungen zu verlieren. Weil mir das immer vorgworfen wurde^^ Ich denke trotzdem drüber nach und baue es vl. auf Grund der Leserfreundlichkeit um :) Danke

      Rebirz schrieb:

      Beim ersten mal vielleicht ihre Gefühle ausnutzen? Dann könnte man z.B. schreiben: Eine Tatsache, die sie diesem Abschaum in Kürze demonstrieren würde.
      Finde ich ne sehr gute Idee, weil es ihre Gefühle nochmal supported. Du hast recht. Danke für deine Idee, ich habe es eingebaut. :)

      Cheers
      Rael

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Na dann liebste @Rael,
      Widme ich mich doch mal deiner Geschichte hier. ;) Ich schließe mich vorweg mal den Meinungen der vorigen Kommentare an, dein Schreibstil ist wirklich schön. Ich fühlte mich schon sehr gut in der Situation gefangen und außerdem wollte ich am Ende deines ersten Kapitels wirklich, dass es direkt weitergeht. :| Auch die Handlung und die Problematik der Sklaverei, die ja scheinbar in deinem Setting angesiedelt ist, ist wirklich interessant. Fehler habe ich jetzt auch keine entdeckt (Muss gestehen, dass ich aber auch nie nach welchen suche ;) ) und nur kleinere Punkte könnte ich dir vielleicht aus meiner persönlichen Warte aus empfehlen.
      Ähm, mkir ist gelegentlich aufgefallen, dass deine Sätze häufig relativ kurz bleiben und das Setting bei dir auch eher schlicht gehalten wird. Das, was ich dir jetzt empfehle ist natürlich extrem umfangreich und betrifft schließlich auch deinen Schreibstil, aber hast du schon Mal daran gedacht, vielleicht etwas ausgeschmückter zu schreiben? Deiner Szenerie mehr Bedeutung einzuverleiben? Metaphern, Vergleiche und stimmungsgebende Wörter zu verwenden, die deinem Setting noch mehr Atmosphäre verleihen?
      Ich weiß, dass ist ein sehr prägnanter Punkt, aber vielleicht kannst du ja etwas damit anfangen. Ein wenig mehr Szenerie würde deiner Geschichte vielleicht noch das Kribbeln über dem Rücken erzeugen, dass der Leser so gerne hat.
      Ein Kribbeln ausgelöst durch den Vollmond, welcher beinahe hypnotisierend die kühle Nacht erhellte und silbrige Lichtpunkte durch das dichte Blätterdach auf den laubigen Waldboden warf. ;)
      Naja, war nur so ein kleiner privater Tipp, der mir persönlich natürlich sehr gut gefallen würde. Das wars auch schon ^^ Gefällt mir trotzdem noch sehr gut und diese Geschichte werde ich selbstverständlich weiter verfolgen :rolleyes:

      LG Lehaidin
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Lehaidin schrieb:

      Ähm, mkir ist gelegentlich aufgefallen, dass deine Sätze häufig relativ kurz bleiben und das Setting bei dir auch eher schlicht gehalten wird.
      Jop, ich mag kurze Sätze :) Das gehört wohl zu meinem Stil.
      Zum Thema Setting... ähm. Da muss ich dir leider widersprechen, aber das kannst du ja auf Grund eines Postes auch nicht wissen. Das Setting der Welt ist riesig und wir kratzen hier in der Story nur an der Oberfläche.
      Zum Szenensetting, jap da gebe ich dir recht. Ich fokussier mich gerne auf das Wesentliche :)

      Lehaidin schrieb:

      Das, was ich dir jetzt empfehle ist natürlich extrem umfangreich und betrifft schließlich auch deinen Schreibstil, aber hast du schon Mal daran gedacht, vielleicht etwas ausgeschmückter zu schreiben? Deiner Szenerie mehr Bedeutung einzuverleiben? Metaphern, Vergleiche und stimmungsgebende Wörter zu verwenden, die deinem Setting noch mehr Atmosphäre verleihen?
      Da sprichst du meine größte Schwäche an. Ich bin ein sehr analytischer denkender Mensch, was sich auch in meinem Schreibstil wiederfindet. Blumige Beschreibungen, Vergleiche oder Metaphern sucht man bei mir vergeblich. Du wirst das also in jedem noch folgenden Kapitel ab jetzt anprangern können. :)
      Was nicht heißt, dass ich das nicht will. Manchmal gelingt es mir sogar und dann freu ich mich immer riesig, das ich das auch mal geschafft habe :D Aber du kannst dir sicher sein, dass ich an einem solchen Satz dann echt ewig sitze. Dafür habe ich aber keine Probleme mit Komplexität oder Storyplots... naja - nobody is perfect :)

      Ach und ich habe ganz vergessen, dass ich hier gepostet hatte. Neue Kapi kommt morgen abend, denke ich^^ ups

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Rael schrieb:

      Das zweit Wichtigste war Effizienz. Gib deinem Gegner niemals die Gelegenheit auf deinen Angriff reagieren zu können, hatte er stets gesagt.
      Der Duden empfiehlt das zusammenzuschreiben. ^^
      (Hab tatsächlich einen Fehler gefunden. ^^ )

      Jo, beim ersten Mal habe ich mich auch gefragt, warum sie den Magier nicht als ersten umbringt. Aber wenn du den Inhalt nicht geändert hast (was mich sehr überraschen würde) weiß ich noch warum und wie es weiterging. ^^
    • Schreibfeder schrieb:

      (Hab tatsächlich einen Fehler gefunden.)
      Oh nein XD ^^ Danke ich werds ausbessern^^

      Schreibfeder schrieb:

      Jo, beim ersten Mal habe ich mich auch gefragt, warum sie den Magier nicht als ersten umbringt. Aber wenn du den Inhalt nicht geändert hast (was mich sehr überraschen würde) weiß ich noch warum und wie es weiterging.
      Inhaltlich habe ich nichts geändert. Nur bissl die Abfolge und die Szenen ansich. Besonders was die Komplexität und das stückweise erklären der Kultur des Nordens betrifft. ^^

      So sry. Ich habe bissl rumgegammelt daher halt erst jetzt das neue Kapitel :) Viel Spaß und wie immer sind Kritik, Feedback und Verbesserungsvorschläge gerne gesehen. Aber sagt mir auch gerne, was euch gefallen hat. :)



      Kapitel 2: Das Tier in mir

      Taheelas Herz hämmerte wie verrückt. Sie umgriff den Bogen etwas fester und versuchte ihre Atmung ruhig zu halten. Dann drehte sie sich ruckartig um, ging in die Hocke und richtete ihren Bogen auf die Stelle, aus der sie das Geräusch vernommen hatte.
      »Nicht!«, schrie eine junge dunkelhaarige Frau, die erschrocken die Hände hob.
      Taheela ließ ihre Waffe sinken und atmete erleichtert durch, als sie ihre Schwester erkannte.
      »Nicht so laut!«, flüsterte sie und sah sich sofort nach den beiden Männern um. Natürlich war ihnen der Schrei nicht entgangen. Sie zeigten in ihre Richtung und riefen nach ihren Gefährten.
      »Loreen, verdammt!«, fluchte Taheela. Die stundenlange Hatz war vollkommen umsonst gewesen. Jetzt wussten die Karutier, dass jemand in den Wäldern war und sie beobachtete. Sie musste die Krieger aufhalten, bevor sie sich versammelten und sie angriffen.
      Sie stand auf, spannte ihren Bogen erneut und zögerte keine weitere Sekunde. Der Pfeil surrte durch den Wald und traf einen der Männer direkt ins Herz. Seine, mit Mettallringen verzierte Kleidung, hatte ihm augenscheinlich nicht den Schutz geboten, den er sich davon erhofft haben mochte. Mit geübten Bewegungen zog sie einen weiteren Pfeil aus ihrem Köcher, legte ihn auf die Sehne und zielte erneut. Der andere Krieger versuchte Deckung zu finden, doch die Jägerin war zu schnell. Der tödliche Schuss durchschlug seinen Hals und ließ ihn auf immer verstummen. Er sank auf den Waldboden nieder und teilte das Schicksal seines Gefährten.

      Taheela schaute zu Loreen. »Was zum Teufel machst du hier? Diese Gegend ist viel zu gefährlich«, herrschte sie ihre Schwester an.
      »Ich habe mir Sorgen gemacht. Du bist schon seit Stunden fort«, sagte Loreen leise. Dann schaute sie auf die beiden Männer hinab. »Sind das karutische Krieger?«, fragte sie erstaunt.
      »Es waren karutische Krieger«, berichtigte Taheela sie. »Und da draußen sind noch mehr.«
      »Mutter sagt, du sollst sie nicht jagen. Es ist viel zu gefährlich. Wenn sie erfährt, dass du … «
      »Was Mutter sagt, ist mir gleich«, unterbrach Taheela sie barsch. »Diese Männer haben nichts anderes verdient. Und wenn du nicht gekommen wärst, wären sie vielleicht alle schon tot.«
      Rufe hallten durch den Wald und lenkten die Aufmerksamkeit der jungen Jägerin wieder auf ihre Gegner. Die anderen Männer waren eingetroffen und während zwei von ihnen sofort ihre gefallenen Gefährten untersuchten, zogen die anderen ihre Waffen und spähten in den Wald hinein. Es waren immer noch fünf Krieger und ein Magier übrig.
      Taheela hatte nur einen kurzen Blick riskiert, bevor sie sich wieder hinter der großen Eiche versteckt hatte. Doch auch, wenn sie sie nicht direkt sehen konnten, musste sie schleunigst hier verschwinden. Einen offenen Kampf würden sie auf keinen Fall gewinnen können.

      »Wir sollten abhauen«, stellte Loreen fest, der die gleichen Gedanken durch den Kopf gehen mussten.
      »Du wirst verschwinden! Ich werde das hier zu Ende bringen«, sagte Taheela entschlossen und bemühte sich dabei so leise wie möglich zu sprechen.
      »Was? Ich kann dich doch nicht alleine lassen.«
      Die blonde Jägerin zeigte auf den Kurzbogen, den ihre Schwester in den Händen hielt. »Du kannst damit ja nicht einmal vernünftig umgehen. Du wärst mir nur im Weg.« Sie schaute wieder zu den Männern. Sie schienen sich dazu entschlossen zu haben gemeinsam in den Wald vorzustoßen und sie kamen jetzt direkt auf sie zu.
      »Wir haben keine Zeit für Diskussionen. Lauf zum kleinen Tümpel, südöstlich von hier und versteck dich dort.« Erneut blickte Taheela zu den Karutiern und erkannte, dass sie weiter in den Wald vorstießen. »Geh jetzt!«, flüsterte sie ihrer Schwester energisch zu, welche endlich ihrer Aufforderung folgte.

      Taheela rannte in die andere Richtung. Innerlich fluchte sie noch immer. Loreen hatte diese ganze Sache unnötig schwerer gemacht. Ihre Schwester war zwei Jahre jünger als sie und interessierte sich überhaupt nicht für die Jagd. Was sich auch in ihrem Tarun widerspiegelte. Vor einem Jahr war sie einen Bund mit ihrem ersten tierischen Begleiter eingegangen. Ein Reh. Taheela hatte damals schon schmunzeln müssen. Es waren zwar zweifelsohne wunderschöne Tiere, doch im Kampf absolut nutzlos. Manche behaupteten, dass die Tarun der Spiegel der Seele seien und es kein Zufall war, welches Tier einen Arani begleiten würde. Taheela glaubte an diese Theorie. Ihr Tarun gab ihr Mut und Entschlossenheit. Eigenschaften, die sie jetzt benötigen würde.

      Sie rannte einen großen Bogen um die Krieger herum. Die einzige Möglichkeit diesen Kampf zu bestehen, lag darin, sie auf Abstand zu halten. Gleichzeitig musste sie ihnen weiter zusetzen. Nur so konnte sie ihre Reihen schwächen. Sie eilte hinter einen großen, mit Mos besetzten Stein und versuchte ihre Atmung zu beruhigen. Dann riskierte sie einen kurzen Blick auf ihre Gegner, die in gebückter Haltung langsam durch den Wald gingen. Sie schlichen von einem Baum zum anderen und erhofften sich dadurch vermutlich eine Art Deckung, doch sie hatten keine Ahnung, wo sie war und demnach war ihr erhoffter Schutz keiner. Taheela legte erneut einen Pfeil auf die Sehne und ließ ihn kurz darauf frei. Der Schuss war perfekt. Der Krieger ging sofort zu Boden.

      Erneut huschte sie durchs Unterholz und ignorierte dabei die Sträucher, die teils scharfe Dornen hatten und rote Striemen auf ihrer Haut hinterließen, während sie diese passierte. Denn das Adrenalin in ihrem Körper war präsenter als der Schmerz und wenn sie siegreich war, war eine aufgeschürfte Haut ein geringer Preis für ihren Erfolg. Sie hatte nur Augen für ihre Feinde und versuchte ihre Position so oft zu wechseln, wie es ihr möglich war. Vielleicht konnte sie sie glauben lassen, dass es mehr als ein Bogenschütze war, der sie angriff.
      Hinter einem kniehohen Strauch hielt sie inne und suchte Deckung im Schutz des Laubes, welches überall auf dem Boden lag. Sie trug nur einen einfachen braunen Lendenschurz sowie ein knappes Oberteil in gleicher Farbe. Ihre, von der Sonne gebräunte Haut, harmonierte mit den Farben des Waldes und ließ zu, dass sie mit diesen verschmolz. Regungslos blieb die Jägerin liegen und lauschte in den Wald hinein. Sie vernahm Stimmen in der Ferne, die wie ein leises Unheil vom Wind zu ihr getragen wurden.
      Dann sah sie ihn. Es war einer der Männer, der an ihr vorbei schlich und hinter einer Eiche Schutz suchte, welche sich nur wenige Meter entfernt, direkt gegenüber von ihr befand. Sie lächelte, denn er hatte keine Ahnung, wo sie war. Doch noch nutzte sie die Situation nicht aus, denn sie wusste nicht wo die anderen waren. Also beobachtete sie den Mann weiter, den sie auf gerade mal zwanzig Sommer schätzte. Er wirkte unsicher und blickte sich dauernd um. Vermutlich war er nur dem Befehl seines Fürsten gefolgt, als er die Wälder Aranias betreten hatte. Doch Taheela empfand kein Mitleid mit ihm. Sie konzentrierte sich darauf ihren Puls zu regulieren, was ihr gar nicht gelang. Ihr Herz hämmerte so laut gegen ihre Brust, dass sie glaubte, er könnte es hören.
      Der junge Krieger bewegte sich gleichfalls nicht. Er lauschte in die Stille des Waldes hinein und schien abzuwarten. Ihr entging nicht, dass seine Hand, mit der er beinahe krampfhaft sein Schwert umklammerte, zitterte.
      Sie lächelte und griff vorsichtig nach einem kleinen Stein. Ohne zu Zögern warf sie ihn auf die andere Seite. Von dem Geräusch aufgeschreckt, drehte der Krieger sich um, so dass er ihr den Rücken zuwendete. Taheela sprang aus ihrer Deckung, zog einen Dolch hervor und machte kurzen Prozess mit dem jungen Karutier. Sie durchschnitt seine Kehle und ließ ihn zu Boden sinken. Er hatte sie nicht rechtzeitig kommen sehen und zahlte den Preis dafür mit seinem Leben. Sie widmete ihm nicht mehr Aufmerksamkeit als notwendig und suchte sofort wieder Deckung im Schutz der kleinen Sträucher.
      Zu einfach, dachte sie und schmunzelte.

      Plötzlich hörte sie einen gellenden Schrei durch den Wald hallen. Ihr Herz blieb für eine Sekunde stehen, denn sie wusste, wem diese Stimme gehörte. Loreen.
      Sofort rannte sie los.
      Hatten die Krieger sie erwischt? Sie sollte sich doch verstecken! Panik stieg in ihr auf. Was, wenn sie ihr etwas angetan hatten? Wenn sie … Bilder tauchten in ihrem Kopf auf, die sie sofort beiseite wischte. Nein, sie lebte noch, sagte sie zu sich selbst.
      Taheela eilte weiter durch den Wald. Als sie um einen großen Baum bog, sah sie ihre Schwester.
      Sie kniete auf dem Boden, das Gesicht vor Schmerzen verzerrt und doch konnte sie keine offensichtlichen Wunden erkennen. Der Magier und drei der Krieger standen bei ihr.
      Hektisch zog sie ihren Bogen hervor.
      Es war leicht, einen ruhigen und gezielten Schuss aus einer Deckung abzufeuern. Doch sie war wie verrückt gerannt, und atmete heftig. Beim Anblick ihrer Schwester gelang es ihr auch nicht, das Zittern ihrer Hände unter Kontrolle zu bringen.
      Der Pfeil, den sie schoss, streifte den Magier nur an der Schulter. Doch es genügte, dass er von Loreen abließ. Er schrie auf und hielt sich den Arm. Seine von Hass erfüllten Augen durchbohrten sie geradezu. Doch das war ihr gleich.
      Sie ließ ihren Bogen fallen. Er würde ihr jetzt nichts mehr nützen. Im Laufen streifte sie den Köcher ab und ließ gleichfalls ihre Umhängetasche zu Boden sinken. Der Kampf, dem sie sich jetzt stellen würde, war im Grunde ausweglos. Doch sie würde ihre Schwester nicht diesen Männern überlassen.
      Sie rief nach ihrem Tarun und kurz darauf erwachte der Wolf in ihr.

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Atemberaubend! Wow, wie spannend... Abohaken setzen, ach nein, sitzt ja schon. :)
      Gefällt mir sehr gut. Man kann kaum so schnell lesen, wie man möchte!

      Ich bleib auf jeden Fall dran.
      VG Tariq
      Spoiler anzeigen

      Rael schrieb:

      Sie musste die Krieger aufhalten, bevor sie sich versammelten und sie angriffen.
      Sie stand auf,
      Wiederholung im Satzbeginn

      Rael schrieb:

      Seine, kein Komma mit Mettallringen Metallringen verzierte Kleidung, kein Komma hatte ihm augenscheinlich nicht den Schutz geboten

      Rael schrieb:

      »Du wirst verschwinden! Ich werde das hier zu Ende bringen«, sagte Taheela entschlossen und bemühte sich dabei Komma so leise wie möglich zu sprechen.

      Rael schrieb:

      Sie schienen sich dazu entschlossen zu haben Komma gemeinsam in den Wald vorzustoßen

      Rael schrieb:

      Lauf zum kleinen Tümpel, kein Komma südöstlich von hier und versteck dich dort.

      Rael schrieb:

      Sie eilte hinter einen großen, mit Mos Moos besetzten Stein und versuchte ihre Atmung zu beruhigen.

      Rael schrieb:

      Sie kniete auf dem Boden, das Gesicht vor Schmerzen verzerrt Komma und doch konnte sie keine offensichtlichen Wunden erkennen.
      das "sie" bezieht sich hier auf zwei verschieden Personen (zuerst Loreen, dann Taheela). Eines davon solltest du vielleicht mit dem jeweiligen Namen ersetzen. :)
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • @Rael
      Sehr cool, schönes Tempo. Das liest sich schön flüssig. Als sie ihre Schwester weggeschickt hat, haben bei mir schon die Alarmglocken geklingelt. War es leichtsinnig das "Reh" wegzuschicken?

      Spoiler anzeigen

      @Tariq war schneller, mehr hab ich auch nicht gesehen.
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Oh nein, die Schwester! Stimmt, da war ja etwas. :popcorn:
      Ein spannender Teil, der schnell an Fahrt aufnimmt und einen unruhig auf dem Stuhl hin und her rutschen lässt (und das, obwohl ich schon weiß, wie es weitergeht xD) Ich mag deine Sprache immer wieder ein Stückchen mehr, je mehr ich von deinen Sachen lese und wenn ich sie doppelt lese :D *schmiert Rael Honig um den Mund*
      So, und nun will ich wissen, wie es weitergeht! Sie soll diesen Typen ordentlich in den Hintern treten! :chainsaw:

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
    • Hey @Rael

      wir erklimmen also langsam den Spannungsbogen :)
      Wie der letzte Teil schreibst du auch hier sehr schön und flüssig.

      Nur ein paar Kleinigkeiten:
      Spoiler anzeigen

      Rael schrieb:

      Taheelas Herz hämmerte wie verrückt. Sie umgriff den Bogen etwas fester und versuchte ihre Atmung ruhig zu halten. Dann drehte sie sich ruckartig um, ging in die Hocke und richtete ihren Bogen auf die Stelle, aus der sie das Geräusch vernommen hatte.
      Zum einen doppelt sich das hier und richtet sie nicht sowieso eher die Pfeilspitze auf das Geräusch?

      Rael schrieb:

      Sie musste die Krieger aufhalten, bevor sie sich versammelten und sie angriffen.
      Vorschlag: Sie musste die Krieger aufhalten, bevor sie sich sammeln konnten und gemeinsam angriffen.
      Irgendwie störe ich mich hier an dem "versammeln". Außerdem würdest du zumindest eines der drei "sie" in diesem Satz raus bringen.

      Rael schrieb:

      Sie stand auf, spannte ihren Bogen erneut und zögerte keine weitere Sekunde. Der Pfeil surrte durch den Wald und traf einen der Männer direkt ins Herz. Seine, mit Mettallringen verzierte Kleidung, hatte ihm augenscheinlich nicht den Schutz geboten, den er sich davon erhofft haben mochte. Mit geübten Bewegungen zog sie einen weiteren [den nächsten] Pfeil aus ihrem Köcher, legte ihn auf die Sehne und zielte erneut.
      - Metallringen (Nur ein R)

      Rael schrieb:

      Sie rannte einen großen [weiten] Bogen um die Krieger herum. Die einzige Möglichkeit diesen Kampf zu bestehen, lag darin, sie auf Abstand zu halten. Gleichzeitig musste sie ihnen weiter zusetzen. Nur so konnte sie ihre Reihen schwächen. Sie eilte hinter einen großen, mit Mos besetzten Stein und versuchte ihre Atmung zu beruhigen.

      Rael schrieb:

      Sie rief nach ihrem Tarun und kurz darauf erwachte der Wolf in ihr.
      Ich denke mal, sie ruft in Gedanken nach ihm? Oder wie sieht dieser Prozess aus? Vielleicht kommt ja im nächsten Teil gleich die Erklärung, aber jetzt kann ich mir gerade nichts dazu vorstellen. Es scheint mir ja etwas sehr wichtiges zu sein, einen Tarun zu haben, daher interessiert mich das nun natürlich auch besonders. :)



      Gruß
      Rebirz

    • Tariq schrieb:

      Hallo @Rael, ich will ja nicht drängeln, aber ... wann schreibst du weiter????
      UPS !!! Habe ganz vergessen, dass ich die Geschichte hier am laufen habe.. *räusper* Tschuldigung. :D Bin manchmal - ok eher oft^^ ziemlich verpeilt. Aaaaber jetzt das neue Kapitel. Und nein du drängelst nicht. Bitte mich immer gerne in den Arsch treten - ich brauch das :D

      @all anderen hier.
      Danke für eure Kommis und Korrekturen. Bitte seid nicht enttäuscht, wenn ich sie nicht sofort einbaue. Ich mache sowas meist wenn ich generell in Überarbeitungsphasen stecke und dann auch häufig erstmal nur lokal in meinen Dateien. Also bitte nicht wundern, wenn ich hier nicht sofort wild rumeditiere. Das liegt einfach an meiner Arbeitsweise.

      So genug bla bla... jetzt gehts weiter :D


      Kapitel 3: Der Jäger der Tiere

      Ihr Körper veränderte sich, während ihre Kleidung wie in Fetzen von ihr flog. Im Bruchteil einer Sekunde hatte sie die Gestalt ihres Tarun angenommen. Ihre Sinne schärften sich und die Entschlossenheit, die sie in diesem Moment verspürte, glich der eines Tieres, das bereit war, für den Schutz eines Jungtieres alles zu tun.

      Die graue Wölfin rannte auf die Männer zu, die noch gar nicht begriffen hatten, was hier gerade passierte. Aber sie würde ihnen auch keine Gelegenheit geben, sich auf ihren Angriff vorzubereiten. Zielstrebig hielt sie auf einen der Männer zu, der gerade versuchte, sein Schwert zu ziehen. Zu spät. Taheela sprang ihn an, warf ihn zu Boden und verbiss sich in seinem Hals. Er schrie. Es war ihr egal. Seine Laute klangen wie die Musik der Siegreichen in ihren Ohren und sie würde das hier zu Ende bringen. Der Mann hatte keine Chance. Ihr Angriff war auf eine empfindliche Stelle ausgerichtet gewesen, die nicht durch Leder oder Metall geschützt war. Mit einem erstickenden Röcheln verstummte der Krieger und sein Körper erschlaffte.
      Taheela blickte auf. Ihr Maul war blutgetränkt. Langsam ließ sie das Stück Fleisch, das sie dem Krieger aus dem Hals gerissen hatte, zu Boden fallen und fixierte den Magier mit ihren Augen. Er sollte ihr nächstes Ziel sein. Knurrend und mit fletschenden Zähnen eilte sie vorwärts. Dann setzte sie erneut zum Sprung an. Doch sie sollte ihn nicht erreichen. Ein höllischer Schmerz durchfuhr ihren ganzen Körper und mit einem ohrenbetäubenden Jaulen sackte sie zusammen.

      Die Schmerzen waren so stark, dass sie nicht in der Lage war, ihre tierische Gestalt aufrecht zu halten. Taheela verwandelte sich zurück und lag nackt auf dem kargen Waldboden. Sie spürte jeden einzelnen Muskel und wie er unter dem Einfluss dieser fremden Magie vibrierte. Es hinterließ ein Gefühl der Pein, das kaum auszuhalten war. Natürlich wusste sie, dass karutische Magier über besondere Fähigkeiten verfügten, das wusste jeder. Doch die Geschichten, die man sich erzählte, waren häufig von Übertreibungen durchzogen - so dachte sie. Alles, was sie wusste, war dass die karutischen Magier den prelonischen weit unterlegen waren. Sie zweifelte in diesem Moment daran, dass das tatsächlich stimmte. Was sollte schlimmer sein, als dieser Schmerz, der so stark war, dass er den ganzen Körper lähmte? Und wie sollte man jemanden besiegen, der zu so etwas fähig war?
      In diesem Moment erkannte sie ihren Fehler. Sie hätte sich von Anfang an auf den Magier konzentrieren sollen. Einem erfahrenen Jäger wäre das nicht passiert. Doch diese Erkenntnis kam zu spät.

      »Tötet diese hier! Wolfwandler eignen sich nicht als Sklaven!«, befahl der dunkelhaarige Magier kühl, der seine Hand auf Taheela gerichtet ließ. »Die andere nehmen wir mit.«
      Loreen schaute besorgt zu ihrer Schwester. Sie lag winselnd auf dem Waldboden und zuckte krampfhaft unter den Schmerzen zusammen. Unfähig sich zu bewegen, erwartete sie einfach ihr Schicksal, das in den Händen dieser Männer lag. Ein Krieger zog sein Schwert und ging langsam auf die junge Jägerin zu. Er warf nur einen scheuen Blick zu seinem Kumpanen, dessen Blut bereits den Waldboden tränkte. Er schluckte kurz, und sie bildete sich ein, so etwas wie Wut in seinen Augen lesen zu können, trotzdem näherte er sich Taheela bedacht, wenn nicht sogar vorsichtig. Ganz so als erwartete er, dass diese in der nächsten Sekunde aufsprang und auch ihn anfallen würde.
      Doch Taheelas Schmerzensschreie sprachen für sich. Sie war nicht in der Lage sich zu wehren. Den Mann zu bekämpfen. Dem tödlichen Hieb auszuweichen.



      Tränen standen in Loreens Augen. Sie wären niemals in dieser Situation, wenn sie Taheela nicht gefolgt wäre. Sie war nicht schnell genug gewesen, sich zu verstecken, und nun sollte ihre Schwester den Preis dafür zahlen.
      Hilflos schaute sie zu dem Magier auf, vor dem sie noch immer kniete.
      »Tötet sie nicht«, flehte sie den Karutier an, doch er ignorierte ihr Begehren.
      Loreen war weder eine Jägerin noch eine Kämpferin. Und mit Sicherheit nicht in der Lage, sich einem Magier zu widersetzen. Verzweifelt wiederholte sie ihre Worte und flehte erneut, um das Leben ihrer Schwester, doch nichts als Kaltherzigkeit war in den Augen das Magiers zu lesen.

      Die junge Frau musste zusehen, wie der Mann dem Befehl des Magiers folgte. Der blanke Stahl seines Schwertes fing den Schein der Abendsonne auf und glänzte, als er seine Waffe erhob, um den letzten Streich zu führen. Dann hielt er plötzlich inne und lächelte absonderlich. »Es wäre doch im Grunde eine Schande«, sagte er schmunzelnd und betrachtete ihren nackten zierlichen Körper eindringlich.
      »Sie ist nicht so harmlos, wie sie aussieht!«, stellte der Magier entschieden fest.
      »Ich weiß«, entgegnete der Krieger nur, und warf einen kurzen Blick auf seinen gefallenen Gefährten. Dann seufzte er und erhob sein Schwert erneut. »Es ist trotzdem eine Verschwendung.«

      Ein lautes Brüllen hallte von den Bäumen wider. Der unheilverkündende Laut jagte Loreen einen Schauer über den Rücken. Es gab etwas in diesem Wald, das weit bedrohlicher, als ein aranischer Jäger oder karutische Soldaten war. Das wusste sie – das wusste jeder Arani. Hektisch blickte sie sich um. Auch die Karutier schauten verwirrt umher.
      Äste knisterten über ihr. Und noch bevor sie Gelegenheit erhielt, hinauf zu schauen, sprang plötzlich ein schwarzes Geschöpf auf den Magier hinab und riss ihn zu Boden. Loreen riss vor Erstaunen die Augen auf. Es war ein Panther. Seine Schulterhöhe betrug mindestens einen Meter. Es war die größte Raubkatze, die sie je gesehen hatte.
      Die schwarzen Panther waren die Meister unter den Jägern des südlichen Waldes und kein Arani war dumm genug, sich mit ihnen anzulegen. Sie griffen stets aus dem Hinterhalt an und töteten ihre Opfer schnell und kompromisslos.
      Es war ein Geschenk der Göttin, dass dieses Tier ihnen zur Hilfe geeilt war. Wobei sie stark bezweifelte, dass er ihnen tatsächlich half. Vermutlich sah er nur die Beute, die er erlegen konnte. Schließlich war dies sein Jagdgebiet.
      Wie auch immer, das war eigentlich auch egal. Dann war es eben bloßes Glück.

      Der Magier schrie nur kurz auf, als der Panther seine Klauen in ihn trieb. Es war ein schneller Tod. Doch sein Todesschrei ließ die karutischen Krieger aus ihrer Starre entfliehen. Mit erhobenen Waffen wendeten sich die verbliebenen zwei Karutier der großen Raubkatze zu.
      Loreen ergriff die Chance. Hastig stand sie auf und eilte zu ihrer Schwester. Neben ihr sank sie auf die Knie und drehte ihren Kopf behutsam, so dass sie ihr in die Augen sehen konnte.
      »Taheela, geht es dir gut?«, fragte sie besorgt.
      Ihre Schwester öffnete langsam die Augen. »Ja«, sagte diese so leise, dass es in den Schreien der Männer beinahe unterging. Loreen ergriff sie am Arm und zerrte sie auf die Füße. »Komm, wir müssen von hier verschwinden!«

      Taheela ließ sich von ihr auf die Füße helfen. Das Atmen fiel ihr noch etwas schwer, weil der Druck der Magie nur langsam nachließ. Aber soweit sie es einschätzen konnte, war sie unverletzt. Die beiden Frauen wandten sich ab und wollten in den Wald entschwinden, als eine plötzliche Stille, sie innehalten ließ.

      Die Kampfgeräusche waren verklungen. Nur das Fletschen von Zähnen und ein leises Knurren war zu hören. Die Schwestern drehten sich langsam um. Die Männer waren alle tot. Der Panther stand vor ihnen und beobachtete sie. Er machte keine Anstalten sie anzugreifen, und doch verriet seine Körperhaltung, dass er jederzeit zum Sprung bereit war.
      »Lass uns gehen!« Angst schwang Loreens Worten mit und sie umklammerte Taheelas Arm etwas fester.

      Taheela schaute den Panther, dessen schwarzes Fell leicht in der Abendsonne schimmerte, fasziniert an. Vor Anmut und Kraft strotzend, wirkte er keine Sekunde bedrohlich auf sie. Ganz im Gegenteil. Sie fand, dass er ein wunderschönes Geschöpf des Waldes war. Stolz und majestätisch baute er sich vor ihnen auf. Er war sich seiner eigenen Stärke bewusst und strahlte ein Selbstbewusstsein aus, das Taheela in seinen Bann zog. Er wusste, dass es nicht viel bedurfte, um auch die beiden Frauen zu töten. Ihr Leben lag in seinen Händen.
      Noch nie zuvor hatte sie einen Panther aus der Nähe gesehen. Doch sie fühlte sich zu ihm hingezogen auf eine Weise, die sie nicht erklären konnte. Eigentlich hätte sie Angst haben müssen, zumindest Respekt. Doch sie verspürte nichts dergleichen. Nur Neugier.
      Er war ein Jäger, genau wie sie auch. Er hatte die Macht, über Leben und Tod zu entscheiden. Die Effizienz, die Entschlossenheit und die Geduld, die das Jagen mit sich brachte, konnte sie in seinen Augen lesen.
      Die junge Frau lächelte. »Nein,« sagte sie knapp und schüttelte den Arm ihrer Schwester ab. Die Gefahr ignorierend, schritt sie langsam auf das Tier zu.
      »Bist du verrückt geworden? Was machst du da?« Loreen tapste ungeduldig von einem Bein auf das andere und schaute nervös umher. »Er wird uns töten!«
      »Das hätte er bereits getan, wenn er es gewollt hätte«, entgegnete Taheela bloß.
      Sie stand nicht einmal einen Meter von der Katze entfernt und musterte sie interessiert.
      »Du hast uns gerettet«, wendete sie sich an das Tier. Die große Katze ging unruhig vor ihr hin und her, ließ sie dabei aber keine Sekunde aus den Augen.
      In diesem Moment bemerkte sie, dass er verletzt war. An seiner rechten Schulter konnte sie eine große Schnittwunde erkennen. Zweifelsohne, war ihm diese von einem der Krieger zugefügt worden.
      »Du bist verletzt«, sagte sie leise, streckte ihm die Hand entgegen und beugte sich vor. »Lass mich dir helfen.«

      Plötzlich fauchte er und schlug mit seiner Pranke nach der jungen Frau. Taheela konnte durch einen beherzten Sprung nach hinten gerade noch verhindern, dass Schlimmeres passierte. Trotzdem hatte der Panther sie erwischt. Die Krallen hatten das Fleisch an ihrem Arm zerschnitten und drei klaffende Wunden zurückgelassen. Erschrocken ging sie weiter rückwärts und brachte so mehr Abstand zwischen sich und dem Jäger der Tiere.
      »Bist du verletzt?«, rief Loreen erschrocken aus.
      Die junge Jägerin hielt sich den Arm. »Es geht schon«, log sie. Denn im Grunde schmerzten die Wunden mehr, als sie zuzugeben bereit war.
      »Komm!«, sagte Loreen ängstlich und ergriff abermals ihren Arm. »Wir sollten nach Hause gehen.«
      Taheela nickte knapp und ließ den Panther nicht aus den Augen, während sie langsam rückwärts schritt. Noch immer ging er unruhig hin und her. Ganz so, als ob er sich nicht sicher war, ob er angreifen wollte oder nicht. Sie sammelte eilig ihre Sachen ein und machte sich mit ihrer Schwester auf den Weg zu ihrem Lager.

      :!: Fantasy, weil sich die unglaublichste aller Welten in unserem Kopf befindet... :!:
    • Jawoll! Das Warten hat sich gelohnt! Was lange währt, das wird dann auch gut. :thumbup:
      Ein spannender Teil mit ungewöhnlichem Ende. Ich vermute mal, dass die beiden den Panther nicht zum letzten Mal gesehen haben :hmm:
      Vielleicht ist es auch ein Tarun? Obwohl -dann hätte er Taheela nicht verletzt, nehm ich zumindest an.
      Danke für den neuen Post, @Rael . ^^
      Korrektur gibt's diesmal keine. Das Wetter ist zu schön, ich bin zu faul und am Handy macht dich das eh doof. :D
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • Ich habe leider völlig aus den Augen verloren, ob es auch in der ersten Version schon so ablief, aber ich meine mich zu erinnern, dass es zumindest so ähnlich war. Die Szene mit dem Panther jedenfalls kommt mir sehr bekannt vor *höhö* Und ja, wir haben ihn nicht das letzte Mal gesehen. xD
      Schön finde ich an der Stelle wirklich, dass Taheela an den Soldaten und dem Magier scheitert. Das wäre zwar beinahe schief ausgegangen, aber es war nur realistisch. ^^
      Ich bin gespannt, wie es weitergeht xD

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

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