Die Reifeprüfung (Rework)

    • @McGolaresd :hi2: Freut mich, dich hier auch begrüßen zu dürfen ^^ Schön, dass dir der Stil gefällt, darauf lege ich bei dieser Geschichte auch den meisten Fokus :)

      @Rebirz Danke, hab es umformuliert. manchmal rutsche ich etwas in die Umgangssprache hinein ^^''


      Neuer Part, neuer Prota ^^




      Da sich unsere Augen nun allmählich an den etwas ... exotischen Anblick der Stadt Schwalbenkack gewöhnt haben, können wir noch einen Schritt weiter gehen und einen Blick in den abgelegenen Teil des Hafenbezirks werfen. Ein schmieriger Ort verfallener Baracken auf gammeligen Stegen, der anscheinend nur von betrunkenen Seemännern, Schmugglern und leichten Mädchen bevölkert wurde. Keine anständige Gegend.
      Zudem der einzige Bezirk, der inoffiziell von der Stadwache gemieden wurde. Das fußte darin, dass ihre Mitglieder die Ansicht vertraten, dass man Konflikten besser in der Überzahl gegenüber trat. Und eine solche könne man selbst mit der versammelten Truppe niemals in besagtem Bezirk erreichen, weswegen man ihn gerne Die überflutete Zone oder auch einfach nur Möwenschiss nannte.
      Genau dahin wollen wir uns jetzt begeben. Und weil der Anblick so furchtbar ist, halten wir sofort auf die erstbeste Kneipe zu, um ihn mit einer gepanschten Ladung Alkohol aus unserem Erinnerung zu brennen. Und wenn wir dann am nächsten Morgen in irgendeiner gammligen Ecke ausgeraubt und mit schmerzenden Gliedern in unserem eigenen Erbrochenen aufwachen, dann haben wir einen ungefähren Eindruck davon bekommen, wie es den Seemännern ergeht, die das erste Mal auf Landgang in Schwalbenkack sind.
      Ein ebensolcher Leichtmatrose betrat in genau dieser Absicht die Spelunke Zum fröhlichen Kapitän, wobei er vom letzten Teil dieser Tradition noch nichts ahnte. Der junge Mann namens Girome war wie viele andere zuvor von dem Namen der Kneipe angelockt worden, versprach sie doch eine Besserung zu dem Bild, welches sich ihm am Pier geboten hatte.
      Vernarbte und missgelaunte Gesichter drehten sich von ihren Plätzen zu ihm herum, als wäre sein Eintreten von einem unsichtbaren Türsteher angekündigt worden. Indirekt traf das sogar zu, nicht, weil jemand die ... nennen wir sie in Ermangelung besserer Worte einmal Gäste – auf sein Erscheinen hingewiesen hat, nein, diese Leute spürten bereits, wenn ein Neuling sich in ihr Revier begab.
      Die heitere Musik verstummte und Girome wurde sich immer deutlicher bewusst, dass er unwillentlich im Zentrum der Aufmerksamkeit stand. Schweiß brach ihm aus und er wollte bereits kehrt machen, als sich ein kräftiger Arm kumpelhaft um seine Schulter legte, begleitet von einer Stimme, die wie das Knarzen alter Bodendielen klang.
      „Ay! Endlich mal wieder eine unbeschriebene Visage in unserer Mitte. Bist wohl das erste Mal hier, was? Darauf müssen wir einen trinken!“
      Girome zuckte zusammen und sah einen Bart, der von einem Gesicht geziert wurde. Ein schiefes Grinsen und ein schäbiger Dreispitz vervollständigten den Fremden. Außerdem roch er nach Rum.
      Als wäre der Willkommensgruß des Mannes ein geheimes Zeichen, wandten die übrigen Gäste sich ihren Gesprächen zu und die Musik setzte wieder ein. Bevor der junge Girome wusste, wie ihm geschah, hatte der untersetzte Mann ihn bereits zur Theke bugsiert.
      „Ober, zwei Krüge von deinem besten Whiskey für mich und meinen Freund hier.“
      Wer nun glaubte, der bärtige Fremde würde sich um eine gehobene Ausdrucksweise bemühen, der liegt hier falsch. Der Wirt namens Oktavius Ober – scherzhaft auch Oktober genannt – gab ein dumpfes Knurren von sich, als Zeichen, dass er verstanden hatte.
      „Rostbart mein Name“, brummte der Fremde und tippte mit dem Zeigefinger gegen seinen Dreispitz. „Kapitän Rostbart. Genießt du deinen ersten Landgang in Schwalbenkack, Mister ...?“ Auffordernd wedelte er mit der Hand.
      Girome, dem die Situation bis hierhin noch nicht wirklich geheuer war, straffte seine Gestalt, während der Wirt zwei Gläser mit einer bernsteinfarbenen Flüssigkeit vor ihnen abstellte. Was war er eigentlich so unruhig? Er war Matrose und würde nun seine Heuer in Gesellschaft anderer Seemänner verprassen. Zwar durfte er sich erst seit wenigen Wochen Matrose nennen, aber die Einheimischen hier schienen ihn sofort als einen Mann der See akzeptiert zu haben.
      „Girome“, antwortete er.
      „Ah.“ Rostbart grinste und griff nach dem Whiskey. „Also dann, Girome, willkommen in Schwalbenkack.“
      Girome erwiderte die Geste und gemeinsam stießen sie die Gläser an – was sie besser unterlassen hätten. Durch die Erschütterung löste sich die Schmutzschicht am Rand des Gefäßes und fiel in den Whiskey, wo sie sofort mit einem Zischen verdampfte. Der junge Matrose merkte von alledem nichts. Genüsslich nahm er einen Schluck – und brach in krächzenden Husten aus.
      „Gar-harr-harr“, lachte Rostbart. „Bist du wohl nicht gewohnt, wie? Ja, wir haben hier stärkeres Zeug, als ihr Schlappschwänze aus Djarne.“
      Girome hustete ausgiebig, dann fragte er: „Woher weißt du, dass ich aus Djarne komme?“
      Rostbart grinste verschmitzt. „Ich bin viel herumgekommen. Habe viel gesehen. Und ich weiß, das Djarnier keinen Wind in den Segeln haben.“
      „Ach?“
      Herausgefordert setzte Girome das Glas an die Lippen und leerte es in einem Zug. Diesmal war er vorbereitet und keuchte nur ein wenig. Dennoch grinsten die beiden Kapitäne vor ihm noch immer. Wann hatte sich der andere eigentlich zu ihnen gesellt?
      „Dann erzähl mal, was führt dich und dein Schiff in diese idyllische Metropole?“
      „Handel“, gluckste Girome beschwingt.
      „So so.“
      „Ja, dass ischehr wichtisch.“
      „Verstehe. Mit was handelt ihr denn so?“
      „Wir? Mit Zarttüschern.“
      „Zarttücher? Nie gehört.“
      Girome griff erneut nach seinem Whiskeyglas, welches sich auf magische Weise wieder gefüllt hatte, während das von Rostbart leer war. „Dasch Beschte ausch Dscharne“, posaunte er. „Sowasch kennt ihr Banausen gar nisch. Man wischt sisch damit den Hintern ab.“
      „Ach?“
      Ohne Vorwarnung legte Rostbart ihm seine Hand auf den Hinterkopf, um die Stirn des Matrosen auf Kollisionskurs mit der Theke zu bringen. Ein paar Gäste drehten den Kopf, wandten sich aber desinteressiert ab, als sie sahen, dass es nur der Fremde war, der gerade von seinem Barhocker fiel.
      „Tücher zum Arsch abwischen“, brummte Rostbart. „Das kann auch nur den Djarniern einfallen. Schlappschwänze allesamt. Kippen schon nach einem Glas Whiskey aus den Latschen.“
      Eifrig beugte er sich hinab und durchsuchte den bewusstlosen Matrosen. Oktober warf ihm einen abschätzenden Seitenblick zu, während er die geleerten Gläser mit einem Lappen auswischte.
      „Dir ist bewusst, dass du auf diese Weise den Ruf meiner Kneipe in den Dreck ziehst und dieser junge Kunde vermutlich nie wieder kommen wird?“ Er hob eine Augenbraue.
      Stillschweigend legte Rostbart einen Teil der erbeuteten Heuer auf den Tresen, welcher schneller verschwand, als ein Seemann seinen Rum leeren konnte.
      „Selten großzügig heute, wie ich sehe“, sagte Oktober. „Dafür sag ich dir was, was dich interessieren dürfte: Der Donnernde Blitz ist tot. Ist das Thema Nummer eins heute.“
      Rostbart wäre beinahe vom Barhocker gefallen. „Und das erfahre ich jetzt!?“ Energisch knallte der Seemann ein paar Münzen auf den Thresen und verließ die Kneipe so schnell es seine stummeligen Beine zuließen.
      Oktober lächelte nur. Mehr zu sich selbst sagte er: „Sonst hättest du dich und meinen Geldbeutel hier wohl kaum erst volllaufen lassen.“

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








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      Besucht meinen Fuchsbau
    • Hey @Alopex Lagopus

      jetzt habe ich es endlich auch geschafft, den neuen Teil zu lesen. Bin die letzte Zeit einfach zu nichts gekommen ...

      Ich habe diesmal wirklich absolut nichts gefunden, dass ich verschlimmbessern würde. Auch Schreibfehler etc. sind mir nicht aufgefallen.
      Alles ist schön flüssig zu lesen und gewohnt witzig. Jetzt langsam möchte ich wirklich mal wissen, was so besonders am Donnernden Blitz ist. :)

      Hier noch ein paar Stellen, die mir besonders gefallen haben:

      Alopex schrieb:

      Ein schmieriger Ort verfallener Baracken auf gammeligen Stegen, der anscheinend nur von betrunkenen Seemännern, Schmugglern und leichten Mädchen bevölkert wurde. Keine anständige Gegend.
      Kurz, prägnant, allessagend. :thumbsup:

      Alopex schrieb:

      Zum fröhlichen Kapitän
      Wenn du die Kneipe jetzt auch noch "Zum scheißenden Kapitän" genannt hättest wär die Stadt absolut beschissen gewesen xD

      Alopex schrieb:

      Der Wirt namens Oktavius Ober – scherzhaft auch Oktober genannt – gab ein dumpfes Knurren von sich, als Zeichen, dass er verstanden hatte.
      Richtig geil. Als der Typ den Ober gerufen hatte, runzelte ich schon die Stirn und dann das :D

      Gruß
      Rebirz
    • Erfrischende Fortsetzung! ^^

      man muss sich nicht sehr bemühen, um sich in die Atmosphäre von Hafen und Kneipe...Spelunke, äh, Taverne hineinzuversetzen. Das klappt problemlos beim ersten Satz schon, und das Kopfkino schnurrt los. Super.
      Der arme Girome kann einem leidtun, aber so, wie du ihn beschrieben hast, war das vorhersehbar, und man musste förmlich an sich halten, um nicht den Bildschirm/das Handy anzuschreien: "Pass auf, du Blödmann! Die nehmen dich aus!"
      Tja, nu isses passiert. Und er wird wohl genauso erwachen, wie du es ein paar Zeilen weiter oben so anschaulich beschrieben hast. Mein Mitgefühl hat er ... :(

      Ich freu mich auf den nächsten Teil!!
      VG Tariq
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • Diesen Kneipenbesuch kann man sich sehr gut bildlich vorstellen! Fehlt nur noch etwas Möwengeschrei.

      Ich bin schon gespannt, wie du die verschiedenen Stränge zusammenführen wirst.

      Alopex Lagopus schrieb:

      und sah einen Bart, der von einem Gesicht geziert wurde
      So was mag ich!
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • @Sensenbach Die Stränge laufen am Anfang noch ziemlich lange einzeln, aber später führt es dann alles zusammen ^^


      Dieser Part hier ist komplett neu und soll etwas beleuchten, was Lyell für eine Person ist - ich bin nicht wirklich damit zufrieden, der Part ist stilistisch einfach kacke. Ich muss ins Schreiben erstmal wieder reinkommen.




      So sehr Lyell es auch versuchte, er brachte nicht mehr die nötige Konzentration für seine Arbeit auf. Sein Ausbruch von vorhin hatte Felia getroffen. Und diesmal brauchte er nicht seine Hunde dafür, um das zu erkennen. Was er noch weniger verstand, war, wieso ihm das jetzt keine Ruhe ließ.
      Lyell hasste Menschen. Allen voran seinen Vater. Menschen waren laut und nervig. Und jeder hatte seine eigenen Wünschen und Motive, persönliche Pläne, Verhaltensweisen und Abneigungen. Und keine davon stand ihnen auf die Stirn geschrieben. Bei Menschen konnte man nie wissen, was sie dachten und was sie wollten, meistens sagten sie ja das Gegenteil davon, weil es zur Konvention gehörte.
      Anders Maschinen. Maschinen waren einfach. Man konnte sie analysieren und verstehen. Sie reparieren oder wiederverwenden. Sie sogar verschrotten, ohne dass es sie störte. Man baute sie, und sie erfüllten ihren Zweck.
      Nur du selbst nicht, du wärst eine nutzlose Maschine, Ly!
      Lyell fluchte und warf seinen Schraubenschlüssel mit aller Kraft an die gegenüberliegende Wand als wäre er Schuld an seinem Denkvorgang. Der Donnernde Blitz ... tot. Und das ausgerechnet jetzt! Der Schlitten, den er konstruiert hatte, war ein absolutes Meisterwerk – selbst sein Blindfisch von einem Vater hätte das bemerkt. Nun musste er irgendetwas anderes finden, um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen. Sein Blick streifte den funktionslosen Zwergenkessel.
      Ein lautes Pochen an der Tür ließ ihn aufhorchen. Menschen, dachte Lyell. Noch nicht einmal ein Wir-haben-geschlossen-Schild können sie richtig verstehen! Er beschloss, den Störenfried zu ignorieren, als sich das Klopfen wiederholte, gefolgt von einer nervigen Stimme, die um Einlass begehrte. Genauer gesagt verlangte sie es sogar.
      Verärgert erhob sich Lyell vom Boden seiner Werkstatt. Vielleicht ergab sich hier ja die Gelegenheit, etwas Dampf abzulassen. Er hatte es gar nicht gerne, wenn man ihm sagen wollte, was er zu tun hat. Schnellen Schrittes durchquerte er die Werkstatt und betrat den vorderen Bereich, der als Laden genutzt wurde. Durch die Glasscheibe in der Tür konnte er keine Gestalt ausmachen. Wenn das also nur ein Jux von den hiesigen Halbstarken war, dann ...
      Schwungvoll riss er die Ladentür auf und sah sich mit einer kleinen Gruppe von Zwergen konfrontiert.
      „Na endlich!“, ereiferte sich der vorderste mit einer Stimme, die an einen tollwütigen Hirsch erinnerte. „Das wird aber auch Zeit!“
      „Wir haben geschlossen!“, sagte Lyell und deutete auf das Schild, welches gut sichtbar im Fenster der Tür baumelte. „Kommen Sie morgen früh wieder!“
      „Geschlossen, geschlossen!“, keifte der Zwerg weiter. „Wir haben im Gegensatz zu Ihnen keine Zeit, hier auf der faulen Haut zu liegen! Wir haben einen wichtigen Auftrag zu erledigen und benötigen dafür noch mehrere Kilo Bronze.“
      „Schön für Sie“, brummte Lyell. „Und ich benötige mehrere Stunden Ruhe von nervigen Kunden.“
      „Nervige ...!“ Der Zwerg schnappte empört nach Luft und seine Gesichtsfarbe wechselte zu einem dunklen Karminrot.
      „Wenn Sie Bronze brauchen, gehen sie den Leuten bei Krust – Metallwaren auf die Nerven, die sind dafür zuständig. Ich hab hier nur Altmetall.“
      „Wissen sie eigentlich ...!“, begann der Zwerg, dessen Hand schon gefährlich nahe am Griff seiner Axt ruhte, bevor er von seinem Nachbarn in den hinteren Teil der Menge gezerrt wurde.
      „Wir kommen gerade von dort“, versuchte dieser es in einem ruhigeren Ton. „Bronze war leider schon aus.“
      „Und da wir den Auftrag erst heute reinbekommen haben, konnte wir keine Bestellung aufgeben“, fügte ein anderer hinzu. „Also hat man uns hierher geschickt. Es tut auch alte Bronze, wir schmelzen sie einfach ein.“
      „Wir zahlen auch das doppelte!“, rief ein Zwerg, der seinem Gewicht nach zu urteilen Erfahrung mit dem Doppelten hatte.
      „Bedaure“, erwiderte Lyell und machte Anstalten, die Tür zu schließen.
      „Warten Sie!“, rief der nun vorderster Zwerg, bevor die Tür vor seiner Nase ins Schloss fiel.
      Draußen erhob sich wütendes Gezeter – in Lyells Ohren klang es jedoch wie eine liebliche Synphonie des blinden Star-Kompoisten Friedrich von Feldofen. Nichts entspannte so sehr, wie das Wissen, dass es anderen gerade genauso mies ging wie einen selbst.
      Mit einem engelsgleichen Lächeln im Gesicht, schwebte Lyell zurück in die Werkstatt. Nun würde er sich sicher besser konzentrieren können.

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








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    • Hey,

      zwei sehr schöne Teile...habe sie gerade bei meinem Sonntag-Morgen-Kaffee genossen :)
      Bin schon gespannt, wie es weitergeht...hier kommen ein paar Anmerkungen von mir:

      Spoiler anzeigen


      Zu Post 21

      Alopex Lagopus schrieb:

      Und weil der Anblick so furchtbar ist, halten wir sofort auf die erstbeste Kneipe zu, um ihn mit einer gepanschten Ladung Alkohol aus unserem Erinnerung zu brennen.
      unserer (?)


      Alopex Lagopus schrieb:

      Schweiß brach ihm aus und er wollte bereits kehrt machen,
      kehrtmachen

      Post 25

      Alopex Lagopus schrieb:

      Und da wir den Auftrag erst heute reinbekommen haben, konnte wir keine Bestellung aufgeben
      konnten


      Alopex Lagopus schrieb:

      Wir zahlen auch das doppelte!
      das Doppelte (?)


      Alopex Lagopus schrieb:

      „Warten Sie!“, rief der nun vorderster Zwerg,
      sollte das vielleicht heißen: ....rief nun der vorderste Zwerg,...(?) Andersrum geht`s auch, bin nur darüber gestolpert, weil es eine dann andere Bedeutung hat :hmm:


      Alopex Lagopus schrieb:

      in Lyells Ohren klang es jedoch wie eine liebliche Synphonie
      laut Duden entweder "Sinfonie" oder Symphonie"


      Alopex Lagopus schrieb:

      Nichts entspannte so sehr, wie das Wissen, dass es anderen gerade genauso mies ging wie einen selbst.
      einem selbst



      LG,
      Rainbow
    • @Alopex Lagopus

      Hallo Alo,
      schöne Fortsetzung, in der wir nun wieder zu dem grummeligen Lyell in die Werkstatt zurückkehren. Ich mag den Typen!!
      Bin ja mal gespannt, ob sich die Zwerge so einfach abspeisen lassen. Ich denke ja, wir werden ihnen noch einmal begegnen.

      Alopex Lagopus schrieb:

      „Wir zahlen auch das doppelte!“, rief ein Zwerg, der seinem Gewicht nach zu urteilen Erfahrung mit dem Doppelten hatte.
      Genial!! :rofl:
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
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    • Hey @Alopex Lagopus

      diesmal ein sehr kurzer Teil, daher gibt's auch recht wenig zu sagen. Vom Stil her finde ich ihn ebenfalls in Ordnung. Es muss ja nicht jeder Absatz mit Pauken und Trompeten vollgestopft sein. Ganz im Gegenteil. Manchmal ist es ganz entspannend, wenn es zwischendurch mal etwas leichter dahin geht. Auch ist Lyell hier ja mehr am wüten, als am philosophieren und wenn z.B. ich schimpfe dann ist das kurz knapp und dreckig :P

      Spoiler anzeigen

      Er beschloss, den Störenfried zu ignorieren, als sich das Klopfen wiederholte, gefolgt von einer nervigen Stimme, die um Einlass begehrte. Genauer gesagt verlangte sie es sogar.
      Verärgert erhob sich Lyell vom Boden seiner Werkstatt.

      Den Teil würde ich mir noch mal anschauen. Der erste Satz ist zu verschachtelt und generell geht das alles hier zu schnell.
      Er ignoriert, weil jemand klopft, steht dann aber direkt im nächsten Satz doch auf.

      Ansonsten hat Rainbow bereits alle anderen Fehlerchen gefunden, die mir auch aufgefallen sind, daher markiere ich sie nicht noch mal extra.

      Ich schätze mal, dass es hier noch ein wenig weiter geht, oder bleibt dieses Kapitel so kurz?

      Gruß
      Rebirz
    • Danke euch dreien für die Rückmeldung :)

      Rebirz schrieb:

      Ich schätze mal, dass es hier noch ein wenig weiter geht, oder bleibt dieses Kapitel so kurz?
      Nein, es bleibt tatsächlich kurz. Diese Geschichte erzähle ich in Szenen und manche davon sind eben nicht so lang (gibt auch längere, dann wird auch der Post länger ^^ ). Generell ist es so, dass eigentlich immer ein Charakterwechsel kommt, wenn bei dem einen Char kurzzeitig nichts passiert. Finde das irgendwie passend. Dadurch ergeben sich nicht wirklich Kapitel (Das einzige, wonach ich es noch einteilen könnte, wären Tage. Wir sind gerade bei Tag 1.)

      Da die nächsten zwei Szenen auch kurz sind, poste ich sie beide in eins. Ich hoffe, dass ist von der Länge in Ordnung ^^




      Energischen Schrittes bahnte sich Rostbart seinen Weg an der Promenade des Hafenbezirks entlang, wobei er so geübt wie es nur ein echter Einwohner Schwalbenkacks vermochte, den sporadisch vom Himmel fallenden Kotbomben auswich. Möwengekreisch erfüllte die Luft. Das war nicht verwunderlich. Legte man den Kopf in den Nacken, so war im eigenen Blickfeld der prozentuale Anteil der Seevögel deutlich größer als der des Himmels.
      Nur wenige Häuser entfernt bewegte sich eine geballte Möwenwolke am Steg entlang, in deren Zentrum sich vermutlich ein unglücklicher Fußgänger befand, der den Fehler gemacht hatte, mit einem Thunfischbrötchen in der Hand sein Heim zu verlassen.
      Rostbart scherte es nicht. Denn er hatte gute Laune. Und Pläne.
      Mit einer Beweglichkeit, die man seiner fassförmigen Statur nicht zutrauen würde, verließ er die Promenade und hielt auf den Pier zu, an dem sein Schiff vor Anker lag. Die Breite Berta war nicht gerade das, was man in Seemannskreisen eine stolze Schönheit genannt hätte, aber für ihr Alter ein ansehnliches Schiff. Das Geheimnis bestand darin, dass die Möwen es aufgrund Bertas natürlichen Geruchs nicht wagten, über sie hinweg zu fliegen, weswegen die Gute weitgehend frei von Schwalbenkacks berühmtesten Ziergut blieb.
      „Alle Mann an Deck!“, brüllte der Kapitän, noch während er sein Schiff über die Planke betrat. „Na los ihr faulen Regenwürmer, wird´s bald!?“
      Lautes Gepolter untermalt von einem herzhaftem Aufschrei drangen aus der Kajüte, kurz bevor der Verursacher ihnen hinterherstürmte. Bei dem hageren Mann, dessen Gesicht aussah, als benütze er einen Igel als Kopfkissen, handelte es sich um Zehnfinger Jim – und wie es den Anschein hatte –, den Smutje des Schiffes.
      „A-ay“, stammelte Jim und hob eine verbrühte Hand an seine durch ein Kopftuch verdeckte Stirn. „Maden, Kap´tn.“
      „Was brabbelst du da?“
      „Es heißt“, Jims Haltung straffte sich und seine Stimme entwickelte ungezähmten Bartwuchs, „Bewegt euch, ihr faulen Maden!“ Der Moment ging vorrüber. „Ähm ... ja, so heißt es. Nicht Regenwürmer.“
      Rostbart musterte seinen Leichtmatrosen, dessen linkes Augenlied krampfhaft zu zucken begonnen hatte.
      „Wo ist der Rest der Mannschaft?“
      „Amüsiert sich mit Froilein Sharleen drüben in der Kabeljau-Gasse.“
      „Waaas!? Etwa alle!?“
      „Nun“, sagte Jim und stieß nervös die Fingerspitzen aneinander. „Der Navigator ist noch da. U-und der zweite Maat auch! Schläft gerade seinen Rausch aus.“
      „Hol sie her, auf der Stelle! Der Kapitän hat wichtige Neuigkeiten.“
      „A-aber ich habe Essen auf dem Herd stehen.“
      „Mir egal.“ Rostbart schniefte und spuckte den Rotz in einen hohen Bogen über die Reling. „Was bereitest du zu, Jim?“
      „Möwen, Kap´tn.“
      „Schon wieder? Zisch lieber ab und trompete den Rest der Meute zusammen, bevor ich dich Kielholen lasse.“
      „Trommeln, Kap´tn.“
      „Wird´s bald!?“
      „Aber ich kann doch nicht einfach ...“
      „Ich sagte, wird´s bald!?“
      „S-sofort, Kap´tn.“
      Zufrieden beobachtete Rostbart, wie sein Smutje unbeholfen salutierte und dann mit der Anmut eines von der Gicht befallenen Känguruhs an ihm vorbeihüpfte. Brummend sah er ihm nach, bis er in den Gassen des Hafenbezirks verschwunden war.
      Rostbart schnupperte. Irgendetwas roch hier seltsam. Er drehte sich um und sah schwarzen Qualm aus der Kombüse hervorquellen.
      „Bei Okeanas Schwanzflosse! Die Möwen!“

      ***


      Filius bellte. Und bewahrte Felia davor, gegen eine der neumodischen Straßenlaternen zu laufen. Seit der Erfindung der Petroleumlampe standen die Dinger an allen wichtigen Plätzen in ganz Schwalbenkack, da die Stadtverwaltung sich um ein modernes Erscheinungsbild bemühte. Würde auch ein sauberes Erscheinungsbild auf der Agenda stehen, wäre sie sogar erfolgreich gewesen.
      Filius bellte erneut und die anderen drei Hunde stimmten mit ein.
      „Ist ja gut, ich geh ja schon“, versprach Felia, als der Husky mit der Stirn gegen ihren Oberschenkel stuppste.
      Sie waren bestimmt schon durch die halbe Stadt marschiert, aber die Hunde legten eine unglaubliche Energie an den Tag. Sie brauchten die Bewegung. Genau wie Felia.
      Selbst ein Blinder hätte nicht übersehen können, dass ihr Besuch nicht so harmonisch verlaufen war, wie sich das vorgestellt hatten. Ihre Fragen hatten Lyell gekränkt und sein Ausbruch über ihre Unwissenheit sie. Bemerkenswerterweise war ihm letzteres allerdings aufgefallen. Sie mit den Hunden raus zu schicken und sich was dazu zu verdienen war in ihrer Interpretation die stille Version einer Entschuldigung.
      Felia seufzte und abermals musste Filius bellen, um sie davor zu warnen, in einen Straßenhändler hineinzulaufen. Reflexartig änderte sie ihre Richtung, wodurch sie den Schnäppchen anpreisenden Mann zwar entging, stattdessen aber über eine seiner auf dem Boden liegenden Warenkisten stolperte. Taumelnd versuchte das Mädchen auf den Beinen zu bleiben – eine fehlerhafte Entscheidung, hätte ein Sturz ihrer unkoordinierten Bewegung doch ein sofortiges Ende bereitet. Aber gegen die eigenen Reflexe konnte sich das menschliche Gehirn schlecht durchsetzen und so machte Felia drei schwankende Schritte nach vorne, wodurch sie gegen den Rand des Zierbrunnens in der Mitte des Platzes stieß und haltlos ins Wasser fiel.
      Köpfe drehten sich und Gespräche setzten aus, um in ein Lachen über das tollpatschige Mädchen umzuschwenken, welches sich prustend im Brunnen aufsetzte. Zu allem Überfluss hatte den Vorfall ein übereifriger Stadtwächter gesehen, der nun direkt auf sie zuhielt. Mit einer Miene, die Ärger deutlicher ankündigte als der Zeitungsjunge die Schlagzeilen, baute er sich mit gezücktem Notizblock vor ihr auf. „Junge Frau, Sie wissen schon, dass das Baden im Stadtbrunnen untersagt ist?“
      Felia sah zu dem Wächter, der inzwischen einen Stift in der Hand hielt und ihr mit gehobener Augenbraue einen erwartungsvollen Seitenblick zuwarf.
      „Sehe ich aus, als würde ich ein Bad nehmen?“, fragte sie. „ich bin gestolpert und ...“
      „Ah-ah-ah, Sie meinen, Sie haben sich förmlich ins Wasser gestürzt. Leugnen Sie es nicht, ichhabsgesehn.“ Eilig kritzelte er einige Wörter auf seinen Notizblock.
      Filius kläffte. Im Grunde wusste Felia, dass es an unsagbarer Dummheit grenzte, sich mit einem Stadtwächter anzulegen, aber ihre Niedergeschlagenheit gepaart mit dem ärgerlichen Missgeschick ließen sie schneller sprechen als nachdenken.
      „Haben Sie nicht! Sie sind gerade erst um die Ecke gebogen!“
      Der Stift verharrte auf dem Papier. „Erschwerend hinzu kommt auch noch die Bezichtigung eines Wachmanns der Lüge, ichhabsgehört.“
      Filius bellte erneut, diesmal deutlicher.
      „Nein, so war das nicht gemeint“, widersprach Felia aufgeregt. „Ich wollte nur klarstellen, dass es sich hier um ein Missverständnis handelt und ...“
      „Ts-ts-ts.“ Der Wachmann schüttelte den Kopf. „Leugnen der Tat auch noch, ichhabsgehört.“
      „Nein, ich ...“
      Filius bellte und Felia schloss endlich den Mund, während der Wachmann aufmerksam zu ihr hinuntersah.
      „Was wollten Sie sagen, junge Frau?“
      „Gar nichts“, murmelte Felia, während sie sich im Stillen für ihre Dummheit verfluchte. Wieso mussten ihr immer solche Dinge passieren? Wieso war sie nur so tollpatschig? Wieso konnte sie nicht so klug und geschickt sein wie andere Mädchen? Wieso ausgerechnet sie?

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      ~ William Shakespeare








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    • @Alopex Lagopus

      Hm, Alo, also wenn ich ganz ehrlich bin - irgendwie konnte ich mit den beiden Teilen nicht viel anfangen. Du hast sehr viele Formulierungen drin, die mich gezwungen haben, manche Sätze noch einmal zu lesen, ganz einfach damit ich verstehe, was du sagen willst.
      Ich finde, hier hast du den Stil, in dem du deine Geschichte verfasst, ein wenig übertrieben. Beispiel?

      Alopex Lagopus schrieb:

      Lautes Gepolter untermalt von einem herzhaftem Aufschrei drangen aus der Kajüte, kurz bevor der Verursacher ihnen hinterherstürmte.
      Da hab ich erst gedacht, hier fehlt ein Stück. Wem hinterherstürmte? Dauerte eine Weile, bis ich merkte, dass Gepolter und Aufschrei gemeint waren.

      Alopex Lagopus schrieb:

      Jims Haltung straffte sich und seine Stimme entwickelte ungezähmten Bartwuchs,
      Hier versagt mein Vorstellungskraft völlig. Was meinst du damit bloß ...?

      Außerdem hast du in beiden Teilen ungewöhnlich viele Fehler drin, Interpunktion, Rechtschreibung, vergessene Wörter... Das erschwert das Lesen, außerdem kenn ich das von deinen anderen Geschichten gar nicht.
      Toll hingegen finde ich die Dialoge, besonders der auf dem Schiff. ein richtiges Ping-Pong-Spiel, was die Beiden da machen ^^

      Bin trotzdem gespannt, wie es weitergeht. Hol die Matrosen von Sharleen und das Mädel aus dem Brunnen und schreib fix weiter ^^
      VG Tariq
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • Hey @Alopex Lagopus

      Also mir ist es immer lieber, wenn ich gleich etwas mehr Text zu lesen habe. Zu viele Sprünge zwischen Szenen und Charakteren finde ich oft etwas störend. Wegen mir kannst du also gerne deine Posts vollknallen :)
      Ich bin wirklich gespannt, was du hier vor hast, da ich aktuell ja noch überhaupt keine Ahnung habe, was die ganzen Charaktere für eine Rolle spielen und was der Donnernde Blitz damit zu tun hat.

      Hier noch, was ich sonst gefunden habe:
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      „Na los [KOMMA] ihr faulen Regenwürmer, wird´s bald!?“


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      dann mit der Anmut eines von der Gicht befallenen Känguruhs an ihm vorbeihüpfte.

      :thumbsup:

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      „Bei Okeanas Schwanzflosse!

      Hast du hier bewusst die weibliche Version gewählt? Ich kenne nämlich nur Okeanos - also den männlichen Titan der Meere (falls du auf diesen anspielst)

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      Selbst ein Blinder hätte nicht [unmöglich] übersehen können, dass ihr Besuch nicht so harmonisch verlaufen war, wie [sie] sich das vorgestellt hatten.


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      Bemerkenswerterweise war ihm letzteres allerdings aufgefallen.

      Ich finde das Wort hier fehl am Platz. "Allerdings" was? Man kann sich denken, dass er es normalerweise nicht tut, aber dann kann man das Wort hier auch getrost rauslassen, weil der Effekt der selbe bleibt.

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      „Sehe ich aus, als würde ich ein Bad nehmen?“, fragte sie. „ich bin gestolpert und ...“

      Müsste die zweite wörtliche Rede nicht groß am Anfang beginnen? Der vorherige Satz ist ja mit einem Fragezeichen beendet.

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      ichhabsgesehn ... ichhabsgehört ... ichhabsgehört

      Wie muss ich mir das sprachlich vorstellen? Spricht er das so schnell aus, dass es zusammengeschrieben klingt?


      @Tariq
      Spoiler anzeigen
      Jims Haltung straffte sich und seine Stimme entwickelte ungezähmten Bartwuchs

      Ich würde sagen, es bedeutet, dass er quasi eine tiefe, raue, sehr männliche Stimme imitiert, die er normal nicht hat, um den darauffolgenden Spruch realistisch rüberbringen zu können (wie es eben sein Kapitän tun würde).


      Gruß
      Rebirz
    • @Etiam Hey, freut mich, dass du auch in diese Geschichte reingelesen hast ^^

      @Rebirz Vielen Dank für die Verbesserungsvorschläge. Kann sie alle nachvollziehen und habe sie auf meinem Rechner so umgesetzt :thumbsup:
      Antworten

      Tariq schrieb:

      Hier versagt mein Vorstellungskraft völlig. Was meinst du damit bloß ...?

      Rebirz schrieb:

      Ich würde sagen, es bedeutet, dass er quasi eine tiefe, raue, sehr männliche Stimme imitiert, die er normal nicht hat, um den darauffolgenden Spruch realistisch rüberbringen zu können (wie es eben sein Kapitän tun würde).
      Genau das, was Rebirz hier schreibt :) Bartwuchs ist männlich, männlicher wird seine Stimme. Für das Bild muss man etwas um die Ecke denken, ja, aber gerade diesen Satz hab ich sehr gern :D


      Tariq schrieb:

      Da hab ich erst gedacht, hier fehlt ein Stück. Wem hinterherstürmte? Dauerte eine Weile, bis ich merkte, dass Gepolter und Aufschrei gemeint waren.
      Hmm, ich werde statt dem Verb "drang" dann hier "floh" schreiben. Wenn die Stimme aus dem Raum flieht und Rostbart ihr hinterherstürmt ist das Bild denke ich etwas klarer :) Danke für den Hinweis :)

      Tariq schrieb:

      Außerdem hast du in beiden Teilen ungewöhnlich viele Fehler drin, Interpunktion, Rechtschreibung, vergessene Wörter... Das erschwert das Lesen, außerdem kenn ich das von deinen anderen Geschichten gar nicht.
      Ich bin kurzsichtig und ziemlich Fehlerblind - das tut mir leid ^^ Es ist nicht so, als hätte ich da nicht schon 5 Mal rübergelesen ^^'' Manches sehe ich eben nicht x)

      Etiam schrieb:

      ziemlich gut. Denke der Wachmann könnte gut als wiederkehrender gag herhalten^^
      Ich wurde durchschaut :rofl:

      Rebirz schrieb:

      Hast du hier bewusst die weibliche Version gewählt? Ich kenne nämlich nur Okeanos - also den männlichen Titan der Meere (falls du auf diesen anspielst)
      Ja, das ist ganz bewusst. Meine Welt ist quasi eine Parallelwelt der unsrigen. Dadurch sind viele Begriffe Anspielungen auf unsere Welt (zum Beispiel der Komponist Friedrich von Feldofen = Ludvig van Beethoven). In dieser Geschichte sind sehr viele dieser "Seitenhiebe" versteckt, gerade bei den Namen :)

      Rebirz schrieb:

      Wie muss ich mir das sprachlich vorstellen? Spricht er das so schnell aus, dass es zusammengeschrieben klingt?
      So ungefähr, ja xD Das ist sein typischer Ausruf, den er wie eine Bandaufnahme immer wieder einfügt und dabei betont. Eigentlich verwende ich für die Betonung kursiv, fand das hier aber nicht so passend, weil es eben mehr eine Gewohnheit und ein Tick von ihm ist. Dem Leser steht es frei, das in seinem Kopfkino selbst zu interpretieren, das ist ja das schöne am geschriebenem Film ^^

      Rebirz schrieb:

      Zu viele Sprünge zwischen Szenen und Charakteren finde ich oft etwas störend. Wegen mir kannst du also gerne deine Posts vollknallen
      Okay, dann werde ich ganze Szenen nicht teilen und bei kurzen Szenen mehrere Posten :)

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


      Besucht meinen Fuchsbau
    • Mit diesem Part gehe ich dann mal in meinen wohlverdienten Urlaub nach Norwegen. Viel Spaß mit den beiden folgenden Szenen ^^






      „Was geht uns der Tod des Donnernden Blitzes an?“, knurrte Rostbarts erster Maat Argei und funkelte ihn über den Tisch in der Kapitänskajüte hinweg an. Er war wütend. Ein Umstand, der Rostbart nicht weniger interessieren könnte, denn Argei war immer wütend. Er gehörte zu jenen unzufriedenen Menschen, die stets einen Grund fanden, um sich über irgendetwas aufzuregen und sich dann, wenn man sie beruhigen wollte, einfach neue Zielscheiben ihres Unmuts schufen.

      Egal wie man es drehte und wendete, wie man auch versuchte, mit Argei umzugehen und einen Kompromiss zu finden, es war, als versuche man einem Pedanten den Begriff der Approximation zu erklären. Deswegen ließ Rostbart keine Gelegenheit aus, seinem ersten Maat das Leben zur Hölle zu machen. Denn nichts machte Argei glücklicher, als unzufrieden zu sein. Schließlich war es anstrengend, sich Dinge zu suchen, über die man sich aufregen konnte.
      „Was uns das angeht?“, fragte Rostbart und bedachte die beiden Männer vor ihm mit einem gefährlichen Grinsen. „Der Donnernde Blitz galt als unschlagbarer Schlittenraser im Schwalbenkackschen Schlittenrennen! In anderen Worten: Sein tragisches Ableben bedeutet, dass ein anderer dieses Jahr den Wettstreit gewinnt.“
      „Na und?“, meckerte Argei. „Dieser Wettstreit ist idiotisch. Schlimmer kann man seine Zeit gar nicht verschwenden.“
      „Ihr zwei werdet an diesem Rennen teilnehmen!“
      Argei blieb bei diesen Worten zunächst für ein paar Sekunden die Spucke weg. Die Pause nutzte der andere der beiden Männer. Es war Smutje Jim.
      „Ähm ... Kap´tn, ich habe noch nie an so einem Rennen teilgenommen. Ich weiß gar nicht, wie das überhaupt geht. Zumal wir gar keinen Schlitten haben.“
      Die Petroleumlampe auf dem Tisch flackerte.
      „Smutje!“, donnerte Rostbart. „Was machst du hier? Ich hab den zweiten Maat zur Besprechung verlangt.“
      Jim zuckte zusammen. „Tut mir leid, Kap´tn, der zweite Maat schläft gerade seinen Rausch aus und ...“
      „Dann räum das Chaos in der Küche auf und schick mir den Schiffsingenieur her!“
      Zehnfinger Jim salutierte gehorsam, bevor er regelrecht aus der Kajüte floh.
      „Der Smutje hat recht“, moserte Argei, als die Tür hinter Jim zufiel. „Wir sind Seemänner und keine Schlittenraser. Und ich habe auch nicht vor, einer zu werden.“
      „Du wirst aber“, provozierte ihn Rostbart, „denn ihr werdet teilnehmen und den ersten Platz gewinnen. Und somit auch das Preisgeld. Den Schatz!“
      Argei horchte auf. „Nun ... ich hasse den Wettstreit immer noch. Besonders, weil wir keinen Schlitten haben, um daran teilzunehmen und den Schatz einzusacken.“
      Im nächsten Moment öffnete sich erneut die Tür zur Kajüte und ein Mann trat ins Zimmer. Es war Zehnfinger Jim. Schlurfend bahnte er sich seinen Weg nach vorne bis an den imposanten Schreibtisch, auf dem neben der Petroleumlampe noch allerlei Karten, ein Tintenfass und eine Flasche Rum standen. Jim blieb stehen.
      „Der Smutje meinte, du wolltest mich sehen?“, fragte er abwartend.
      „Aye.“ Rostbart grinste.
      An dieser Stelle sei erwähnt, dass sich Rostbarts komplette Mannschaft derzeit in der Kapitänskajüte versammelte – zumindest physisch gesehen. Streng genommen bestand sie nämlich noch aus neun weiteren Personen, die sich allerdings allesamt in Jims Körper aufhielten. Ein Umstand, über den Rostbart nicht nachzugrübeln versuchte, schließlich war in Zehnfinger Jim nicht gerade viel Platz.
      „Ich möchte, dass du uns was Hübsches zusammenbastelst“, kam Rostbart sofort zum Punkt.
      „So?“, fragte Ingenieur Jim nicht besonders motiviert. „Aye, gib mir zwei Flaschen Rum und sechzehn Jahre Zeit, dann können wir das Mädchen von der Dirne abholen, die ich besoffen gemacht und geschwängert habe.“ Er grinste und entblößte gelbe Zähne.
      Rostbart unterdrückte ein entnervtes Seufzen. Das Reden mit seinem Schiffsmechaniker war immer etwas ... geduldsfordernd.
      „Nein, du hirngeräucherter Kabeljau, du sollst uns einen dieser Rennschlitten zusammenbasteln, die sie für den Wettstreit hier verwenden. Und zwar den besten und schnellsten, damit wir gewinnen.“
      „Hmm.“ Jim kratzte sich ausgiebig am Hinterkopf, ein Geräusch, welches Argei sichtlich aufregte. Bevor der erste Maat seinem Ärger jedoch Luft machen konnte, hielt Jims Hand inne. „Aye, nenn mir die verwendeten Zugtiere und besorge mir eine Bauanleitung, dann kann ich Auskunft über das benötigte Material geben.“
      „Zugtiere?“, grunzte Argei. „Ich hasse Tiere!“
      „Du bekommst das also hin?“, hakte Rostbart nach.
      Jim zuckte mit den Achseln. „Aye. Bring mir nur das Zeug.“
      „In Ordnung. Du kannst den Brummer machen.“
      „Ähm, es heißt ‚die Fliege machen‘, Kap´tn.“
      „Smutje!“, rief Rostbart. „Du bist ja immer noch hier. Hab ich dich nicht angewiesen, den Dreck in der Küche zu beseitigen? Los, zisch ab und schick den Navigator zu mir!“
      Smutje Jim zuckte zusammen, bevor er sich entschuldigend aus dem Raum zurückzog. Argei starrte ihn in seiner Standarthaltung – mit verschränkten Armen – hinterher.
      „Es kotzt mich so an, wenn er das tut!“, sagte er. „Wieso muss er dafür jetzt auf einmal rausgehen? Er lässt uns nur warten. Und ich hasse es, zu warten!“
      „Frag mich etwas Leichteres“, erwiderte Rostbart wenig interessiert. „Anscheinend muss er manchmal seine Personen irgendwoanders einsammeln.“
      Kaum hatte er die Worte ausgesprochen, klopfte es bereits an der Tür.
      „Hereinspaziert!“, rief Rostbart, der die Angewohnheit des Navigators kannte, vor dem Einstreten anzuklopfen. Die Tür öffnete sich und Jim zeigte einmal mehr sein Erscheinungsbild. Zielstrebig und mit durchgedrückten Rücken stakste er zu den beiden Seemännern hinüber. Er trug ein Monokel und dazu einen Blick, als würde er verschimmelten Käse riechen.
      „Sie wünschen, Sir?“, fragte er vornehm.
      Rostbart grinste. In Port Dacar, den Hafen, wo er Jim angeheuert hatte, war der Mann mit den tränenden Augen und dem Stoppelbart belächelt und verspottet worden. Er sei verrückt, hatte man ihm gesagt. Aber Rostbart wäre nicht Rostbart, wenn er verrückte Menschen nicht genau unter die Lupe nehmen würde wie angeblich normale. Denn in seinen Ohren klang das Wort „verrückt“ in etwa genauso wie das Wort „besonders“. Simple Gemüter erkannten die Schätze einfach nicht, die sich direkt vor ihren Augen befanden. Und Jim konnte als wahre Kostbarkeit bezeichnet werden.
      War der Umgang mit ihm zeitweise doch etwas verwirrend – besonders, weil alle seine ... Untermieter ... ebenfalls Jim hießen, so lohnte es sich allemal. Denn Jims Persönlichkeiten lieferten genug Vielfalt für eine komplette Crew. So musste er seine Beute nur noch mit zwei anderen teilen. Rostbart grinste schmutzig.
      „Du kennst dich doch ein wenig in der Stadt aus, nicht wahr? Nun, ich möchte, dass du deine bücherverliebte Nase ausstreckst und uns eine Bauanleitung für einen Rennschlitten besorgst. Oder noch besser!“, sprach Rostbart seine spontane Eingebung aus. „Du heuerst uns jemanden an, der in der Lage ist, solch einen Schlitten zu bauen. Ich traue dem Ingenieur nämlich nicht mehr, seit wir dieses beschissene Leck im Laderaum haben. Am besten holst du jemanden, den man in der Stadt nicht vermissen wird.“
      Navigator Jim hob eine Augenbraue. „Entführung unter dem Deckmantel eines gut bezahlten Broterwerbs? Dreckig, aber effektiv. Ich kenne da auch bereits die richtige Person.“
      „Tust du das? Gar-harr-harr, dann lass dich nicht aufhalten. Du hast freie Hand.“
      „Wie Sie wünschen, Sir.“
      Zehnfinger Jim deutete eine leichte Verbeugung an, bevor er kehrtmachte und die Kapitänskajüte verließ.
      „Guuuuut.“ Rostbart rieb sich die Hände. „Ich werde euch derweil für das Rennen einschreiben.“
      „Und was soll ich tun?“, fragte Argei.
      „Du kümmerst dich um die Zugtiere.“
      „Was!? Wieso ich? Ich hasse Tiere!“
      Rostbart lachte. „Genau deswegen!“

      ***

      "Einen Strafzettel also?“ Aufmerksam musterte Fräulein Dorothea Manierlich das junge Mädchen, welches mit gesenktem Kopf und geröteten Wangen vor ihrem Schreibtisch stand – die Hände hinter dem Rücken verborgen.
      „Es war nicht meine Schuld ...“, startete Felia einen mageren Versuch sich zu rechtfertigen, den Fräulein Manierlich sofort im Keim erstickte.
      „Natürlich war es deine Schuld, du dummes Ding“, tadelte sie erregt. „Du bist ein Kind, ungebildet und unerfahren, also muss es deine Schuld sein!“
      Felia wollte protestieren, hielt es diesmal aber für besser zu schweigen. Das wäre auch bei der Begegnung mit dem Stadtwächter von Vorteil gewesen.Vielleicht ließ sich diese Strategie auf Fräulein Manierlich übertragen.
      Die beleibte Frau mit der Schneckenhaus ähnelnden Frisur war die Leiterin des Schwalbenkackschen Internats für aufgeweckte und lerneifrige Kinder und Kinderinnen. Ein Name, der vielleicht an der Kompetenz der angestellten Lehrkräfte und Erziehern zweifeln ließ, in Wahrheit aber nur ihre feministische Einstellung ausdrücken sollte.
      Auch wenn der Name des Internats für viele Leute abschreckend klang, so gab es doch genügend Ausnahmen. Felias Eltern zum Beispiel gehörten zu jenen Menschen, die die Ansicht vertraten, dass eine Wortflut intelligent wirkte. Und weil sie für ihre Tochter nur das Beste wollten, hatten sie einen Großteil ihres Geldes an Fräulein Manierlich weitergeleitet, damit diese ihr Bildung zuteil werden ließ. Denn Bildung, sagte ihr Vater immer, öffnete einem vielerlei Türen.
      Felia seufzte. Sie wusste nicht, was ihr Vater hiermit meinte. Ihrer Ansicht nach war es nämlich ein guter Dietrich, der eine Großzahl an Schlössern und somit nicht nur Türen öffnete. Ansonsten eignete sich auch ein Rammbock ... aber Bildung? Felia bezweifelte es stark.
      Fräulein Manierlich rückte die unkenfarbene Brosche am Kragen ihres Kleides zurecht. „Selbstverständlich werden deine Eltern die Kosten für diesen Vorfall zu tragen haben.“
      Bei diesen Worten zuckte Felia zusammen. Sie wusste, dass ihre Eltern kaum genug Geld hatten, um ihren Aufenthalt hier zu bezahlen. Sollten die Kosten weiter steigen, würden sie sie wohl oder übel wieder zu sich aufs Land holen, wo Felia ihre enttäuschten Blicke aushalten musste. Außerdem würde sie dann das Rennen nicht sehen können. Sie freute sich schon darauf, seit sie von diesem Volksfest erfahren hatte. Um nichts in der Welt wollte sie das verpassen. Zudem würde eine Rückkehr zu ihren Eltern bedeuten, dass sie Lyell und seine Huskys nie wiedersehen würde.
      „Ich glaube, das wird nicht nötig sein“, sagte Felia schnell und kramte in ihrer Hosentasche herum. Noch ein Umstand, der bei den anderen für schiefe Blicke sorgte. Hosen. Die anderen Mädchen trugen außerhalb des Internats bunte Kleider, um sich ins Zentrum aller Aufmerksamkeit zu rücken. Nicht so Felia. Sie empfand Röcke und hohe Schuhe als hinderlich beim Laufen. Sie fiel auch so schon oft genug.
      „Hier!“, sagte sie und legte eine Handvoll Münzen auf den Tisch. Auch wenn sie das Geld, welches sie fürs Gassigehen mit Lyells Hunden bekam, ungern auf diese Weise verlor ... es musste wohl sein.
      Fräulein Manierlich beugte sich über die Münzen wie ein Geier, der gerade ein Schlachtfeld erspäht hatte. „Wo hast du die her?“
      „Habe ich mir verdient!“, erwiderte Felia nicht ohne Stolz. „Ich habe auf Lyells Hunde aufgepasst.“
      „Du dummes Ding!“, fauchte die Lehrerin. „Wozu unterrichten wir dich eigentlich? Damit du auf Hunde aufpasst? Wofür hast du denn deine Bildung?“
      „Ich habe Geld verdient!“, hielt Felia fest.
      „Aber auf undamenhafte und gewöhnliche Weise“, sagte Fräulein Manierlich, was sie jedoch nicht davon abhielt, die Münzen in eine Schublade ihres Schreibtisches wandern zu lassen. „Damit du also nicht sobald erneute Schwierigkeiten verursachst und dir die Flausen aus dem Kopf getrieben werden, erhältst du bis auf weiteres Hausarrest.“
      „Aber ...!“
      „Nichts aber. Du warst unartig. Was passiert, wenn man unartig ist?“
      Felia murrte. „Man wird bestraft.“
      „Na also. Immerhin das weißt du.“

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


      Besucht meinen Fuchsbau
    • Hey,

      die beiden Teile haben mir gut gefallen...trotz zwischenzeitlicher Verwirrung :) Ziemlich verrückt, was du dir da hast einfallen lassen...
      Hier meine Gedanken beim Lesen:

      Spoiler anzeigen

      Alopex Lagopus schrieb:

      „Der Donnernde Blitz galt als unschlagbarer Schlittenraser im Schwalbenkackschen Schlittenrennen! In anderen Worten, sein tragisches Ableben bedeutet, dass ein anderer dieses Jahr den Wettstreit gewinnt.“
      Ich würde hier mit einem Doppelpunkt arbeiten und schreiben: ....In anderen Worten: Sein tragisches Ableben bedeutet, dass....
      ansonsten liest es sich etwas merkwürdig und man bleibt hängen...also, ich zumindest :)

      Alopex Lagopus schrieb:

      „Smutje!“, donnerte Rostbart. „Was machst du hier? Ich hab den zweiten Maat zur Besprechung verlangt.“
      Hier habe ich mich kurz gewundert, dass der Kapt`n das erst jetzt anspricht. Es hätte ihm eigentlich direkt beim Eintreten der beiden Männer auffallen müssen, dass der falsche mitgekommen ist... :hmm:

      Das war mein erster Gedanke beim Lesen :) Natürlich klärt sich das später, wenn man die Hintergründe zu Smutjes "Persönlichkeitsspaltung" kapiert hat :rofl: Eeeeecht abgedreht...

      Alopex Lagopus schrieb:

      Im nächsten Moment öffnete sich erneut die Tür zur Kajüte und ein Mann trat ins Zimmer. Es war Zehnfinger Jim. Schlurfend bahnte er sich seinen Weg nach vorne bis an den imposanten Schreibtisch, auf dem neben der Petroleumlampe noch allerlei Karten, ein Tintenfass und eine Flasche Rum standen. Jim blieb stehen.
      „Der Smutje meinte, du wolltest mich sehen?“, fragte er abwartend.
      Ooookay...an der Stelle dachte ich zuerst, ich hätte wieder unaufmerksam gelesen oder irgendwas nicht mitbekommen. ich dachte : Hä?, der Zehnfinger Jim alias Smutje ist doch eben erst weggeschickt worden, um den Schiffsingenieur holen...und dann kommt er aber selber wieder zurück und soll plötzlich eben dieser Schiffsingeniuer sein???
      Der nächste Abschnitt erklärt das natürlich...ziemlich abgedrehte Idee, dass sich in dieser einen Person die komplette Mannschaft aufhalten soll. Dann fragt man sich allerdings, warum er weggeschickt werden musste, um den anderen zu holen? Ich bin verwirrt...Die teilen sich alle den Körper von Zehnfinger Jim? Wie soll es funktionieren, ein Schiff zu segeln, wenn die komplette Mannschaft in nur einer Person steckt?
      Fragen über Fragen...


      Alopex Lagopus schrieb:

      „Ich möchte, dass du uns was Hübsches zusammenbastelst“, kam Rostbart sofort zum Punkt.
      „So?“, fragte Ingenieur Jim nicht besonders motiviert. „Aye, gib mir zwei Flaschen Rum und sechzehn Jahre Zeit, dann können wir das Mädchen von der Dirne abholen, die ich besoffen gemacht und geschwängert habe.“ Er grinste und entblößte gelbe Zähne.
      :rofl: Wirklich sehr amüsant...


      Alopex Lagopus schrieb:

      In Port Dacar, den Hafen, wo er Jim angeheuert hatte,
      dem

      Alopex Lagopus schrieb:

      Die beleibte Frau mit der Schneckenhaus ähnelnden Frisur war die Leiterin des Schwalbenkackschen Internats für aufgeweckte und lerneifrige Kinder und Kinderinnen. Ein Name, der vielleicht an der Kompetenz der angestellten Lehrkräfte und Erziehern zweifeln ließ,
      :rofl: ebenfalls sehr schön


      LG,
      Rainbow
    • Hey @Alopex Lagopus

      Jim is craaazy! :P Coole Idee, auch wenn man anfangs völlig verwirrt ist, was jetzt eigentlich los ist.

      Spoiler anzeigen

      „Was!? Wieso ich? Ich hasse Tiere!“
      Rostbart lachte. „Genau deswegen!“

      Hähä. So einen Kapitän wünscht sich doch jeder. :P

      Spoiler anzeigen
      Einen Strafzettel also?“

      Da fehlt am Anfang das Anführungszeichen.

      Spoiler anzeigen
      Die beleibte Frau mit der Schneckenhaus ähnelnden Frisur war die Leiterin des Schwalbenkackschen Internats für aufgeweckte und lerneifrige Kinder und Kinderinnen. Ein Name, der vielleicht an der Kompetenz der angestellten Lehrkräfte und Erziehern zweifeln ließ, in Wahrheit aber nur ihre feministische Einstellung ausdrücken sollte.

      Diese Feministen

      Gruß
      Rebirz
    • @Rainbow & @Rebirz vielen Dank für die Anmerkungen und Korrekturen, hab´s verbessert :thumbup:
      Antworten zu Kommis

      Rainbow schrieb:

      Dann fragt man sich allerdings, warum er weggeschickt werden musste, um den anderen zu holen? Ich bin verwirrt...Die teilen sich alle den Körper von Zehnfinger Jim? Wie soll es funktionieren, ein Schiff zu segeln, wenn die komplette Mannschaft in nur einer Person steckt?
      Fragen über Fragen...
      Das klärt sich alles noch xD Jim hat viele Talente, aber klar, dass es mit nur drei "physisch" anwesenden nicht ausreichen wird, ein Schiff zu segeln XD

      Rebirz schrieb:

      Da fehlt am Anfang das Anführungszeichen.
      Tatsächlich fehlte es nicht, ich Flachpfeife hab´s nur nicht mit copy pasted :rofl: Trotzdem danke für den Hinweis, hab´s auch im Post editiert ^^

      Rebirz schrieb:

      Coole Idee, auch wenn man anfangs völlig verwirrt ist, was jetzt eigentlich los ist.
      Das war diesmal beabsichtigt :D




      So, weiter geht´s mit Lyell :D





      Ein zaghaftes Klopfen störte Lyell bei seiner Arbeit.
      „Wir haben geschlossen!“, fauchte er, was den spätabendlichen Kunden nicht von seiner Tätigkeit abbrachte. Das Klopfen an der Ladentür war nicht laut, aber genauso nervtötend wie ein tropfender Wasserhahn.
      Brummend legte Lyell den Schraubenschlüssel beiseite und betrat den vorderen Teil seiner kleinen Lagehalle. „Ja doch“, rief er missmutig. „Ich bin doch schon da!“
      Grimmig riss er die Tür auf und sah sich mit einem hageren Mann konfrontiert. Dieser trug abgewetzte und viel zu weite Hosen und ein gestreiftes Shirt – im krassen Gegensatz dazu stand das Monokel in seinem Gesicht.
      „Lyell Carenz?“, fragte der Störenfried.
      „Und Sie sind?“, fragte der genervte Mechaniker.
      Der Fremde hüstelte und rückte sein Monokel zurecht. „Jimesse de Diedoah.“
      „Klingt djarnesisch.“
      „Wirklich? Gut.“
      „Sie lassen sich dazu herab, eine andere Sprache als ihre eigene zu sprechen?“
      „Es tut mir auch in der Seele weh.“
      Lyells Augen verschmälerten sich zu Schlitzen. „Da ich nun weiß, wer mich bei der Arbeit stört ... was führt Sie zu mir?“
      „Ich habe ein Stellenangebot für Sie.“
      „Ach?“
      „Ich weiß aus zuverlässiger Quelle, dass Sie neben dem Verkauf von ... ausrangierter Metallware für ein wichtiges Unternehmen ... ein paar Dinge zusammenschrauben. Darunter auch Rennschlitten.“
      „Und?“
      „Ich möchte, dass Sie einen solchen Schlitten für uns zusammenbauen.“
      „Vergessen Sie´s.“
      Der Fremde musste neu in dieser Stadt sein. Andernfalls wüsste er, dass die Fahrer anderer Nationen oder Städte beim Rennen untereinander arg verfeindet waren. Sonst würde man ja wohl kaum von einem Freundschaftsspiel sprechen. Hier half niemand seinem Konkurrenten. Noch nicht einmal für ...
      „Ich biete Ihnen fünftausend Guani für Ihre Dienste.“
      Lyell horchte auf. „Das ist das gesamte Preisgeld!“
      Misstrauisch begutachtete er den Fremden, der nicht gerade aussah, als könne er eine solche Menge Geld mal eben aus dem Ärmel schütteln. De Diedoah lächelte.
      „Sagen wir, mein Auftraggeber ist mehr an dem Sieg an sich interessiert. Sie erhalten das Geld natürlich auch, wenn wir nicht gewinnen. Sie sollen bloß den Schlitten bauen. Also, wie sieht es aus, sind Sie dabei?“
      Lyell schlug ihm die Tür vor der Nase zu. Schon wieder so einer! Hatte der Donnernde Blitz etwa vor seinem Ableben die Abmachung gebrochen und erzählt, wer seine Schlitten baut? Er war doch nicht das Zarttuch für einen djarnesischen Emporkömmling! Würde noch fehlen, wenn einer von diesen Froschfressern das hiesige Volkfest gewänne!
      Wütend stapfte er zurück in die Werkstatt. Was war denn heute nur los? Erst Felia, dann die Gruppe Vorgartendeko und jetzt dieser sprachvergewaltigende Monsiör. Wer kommt als nächstes? Ein elbischer Heimwerker, dem die Nägel ausgegangen sind?
      Seine Schritte verharrten vor dem Zwergenkessel. Für heute gab es keinen Fortschritt zu verzeichnen. Das verdankte er nur diesen ganzen Störungen! Frustriert versetzte er seinem Projekt einen Tritt, nur um festzustellen, dass ihm Schmerzen in seinem Fuß auch nicht weiterhalfen.
      Scharniere quietschen und abermals verschaffte sich heute ein Besucher Eintritt in Lord Krusts Schrottlager. Hundegebell begleitete den älteren Mann, der in gebückter Haltung in den Raum schlurfte. Er schaffte keine zwei Schritte, bevor die Huskys sich losrissen und auf Lyell zustürmten. So viel Freude und Liebe konnte sich selbst ein Misanthrop wie der junge Bastler nicht erwehren – vielleicht, weil sie von Tieren kam.
      „Na, hattet ihr einen schönen Spaziergang? Wo habt ihr Felia gelassen?“
      „Also, so wie ich das mitbekommen hab, ich will jetzt nichts Falsches sagen“, begann der ältere Mann und schob seine Brille zurecht.
      „Sag es einfach, Clements“, seufzte Lyell, der das Spiel des Alten schon kannte.
      „Aber ich kann es nicht mit Sicherheit sagen, schließlich habe ich nichts gesehen, auch wenn ich erst eine neue Brille gekauft hab, aber ihr wisst schon, ich war nicht da und ...“
      „Clements!“
      Der Alte nahm seinen Hut ab und drehte ihn unsicher in den Händen. „Sie ist wohl mit Wachtmeister Piepenköhl aneinander geraten. Ich traf ihn, als er die Huskys zurückbringen wollte.“
      „Ah“, machte Lyell nur. „Naja, das passiert jedem früher oder später einmal, der hier lebt. Weshalb bist du hier, Clements? Ich habe den Laden im Griff.“
      „Ihr Vater will Sie sehen.“
      Ein Schwarzes Loch öffnete sich in Lyells Mimik und sog unnachgiebig jeden Ausdruck von Freude ein.
      „Er war gerade persönlich im Hauptlager.“
      „Verstehe“, knurrte Lyell und erinnerte damit an einen seiner Huskys. „Wie lautet heute meine Ausrede?“
      „Eine Besprechung mit einem der Kapitäne der heute eingetroffenen Handelsschiffe. Ihr steht kurz vor Abschluss eines Handelsvertrags. Der Name des Mannes lautet Furges Furgeson.“
      „Danke Clements.“
      Ohne ein weiteres Wort zu verschwenden streichelte Lyell seinen Hunden einmal zum Abschied über den Kopf, bevor er das Lager durch die Hintertür verließ. Draußen dämmerte es bereits, perfekt. Umsichtig warf er sich die Kapuze seiner Arbeitskleidung über, vergewisserte sich kurz, dass die Straße zu beiden Seiten frei war und sprang dann über den Zaun des Grundstücks. Wie ein Kater auf nächtlichem Streifzug huschte er durch die verwinkelten Gassen des Hafenbezirks. Je weiter er kam, desto breiter wurden die Straßen und umso sauberer die Häuser.Auf ein vergleichsweise Kleines steuerte er zu und betrat das kleines Grundstück dahinter durch die schmiedeseiserne Pforte. Mit einem Schlüssel öffnete er die Tür zu einem schmalen Schuppen.
      Der Mann, der das Grundstück keine zwei Minuten später verließ hatte kaum Ähnlichkeit mit dem verschrobenen Schrotthändler. Stattdessen stand ein vornehm gekleideter Jüngling auf der Straße und rückte sein purpunes Halstuch zurecht. Vier Huskys warteten auf ihn.
      Der junge Mann lächelte.
      „Perfektes Timing, Jungs“, lobte er, bevor er sich wieder in Bewegung setzte.
      Sein Fußweg dauerte nicht allzulang, denn schon nach wenigen Häusern sah er die große Villa aufragen. Ohne den beiden Bediensteten am Eingang des Tores auch nur eines Blickes zu würdigen bog er auf das Grundstück ein und folgte der von Ziergewächsen gesäumten Allee bis zu den Stufen, die auf das Gebäude zuführten.
      Er hatte kaum die Schwelle passiert, als auch schon ein Bediensteter auf ihn zueilte.
      „Gut, dass Ihr hier seit, Sir, Ihr Vater erwartet Sie bereits im Salon.“
      „Schön für ihn“, erwiderte Lyell wenig erfreut und schmiss dem Mann seinen blauen Umhang entgegen. „Bringt das auf mein Zimmer und versorgt die Hunde.“
      Der Diener machte einen Katzenbuckel. „Sehr wohl.“
      Lyell beachtete ihn nicht weiter, sondern durchquerte die Eingangshalle bis zur breiten Treppe an deren Ende. Widerwillig brachte er die mit blauem Teppich belegten Stufen hinter sich und folgte den Korridor zu seiner Rechten. Die hölzerne Doppeltür, die zum Salon führte, war nur angelehnt. Ein Zeichen, dass sein Vater ihn bereits erwartete.
      Lyell atmete noch einmal tief durch, dann trat er ein. Drinnen empfing ihn Zigarrenrauch verhangene Luft. Angewidert verzog er das Gesicht, sagte aber nichts. Durch die Schlieren sah er weiteren Qualm hinter dem großen Ohrensessel aufsteigen, der ihm den Rücken zugewandt zu seiner Linken stand.
      „Clements berichtete mir, dass ihr mich sehen wolltet, Vater“, eröffnete der junge Mann das Gespräch. Besser, er brachte dies so schnell wie möglich hinter sich.
      „Du bist spät“, drängelte sich Lord Krusts Stimme durch den Qualm.
      „Ich hatte noch ein Gespräch mit Kapitän Furges Furgeson. Wir sind gerade dabei, die Details eines Vertrags auszuhandeln, aber es sieht gut aus.“
      „So, sieht es das?“ Der Sessel schwang herum und entblößte die glänzende Pracht des Stahlfürsten - der Lord hatte darauf verzichtet, seinen Zylinder aufzusetzen. In seinem Mundwinkel erlitt eine Zigarre Höllenqualen seitens seiner wild mahlenden Kiefermaschinerie. Dabei wippte sein schwarzer Zwurbelschnauzer auf und ab, als wollte er Lyell hämisch zuwinken.
      „Vielleicht magst du mir erklären, wieso du mit irgendeinem unbedeutenden Kapitän Handelspläne ausarbeitest, während unsere Hauptkundschaft einen Vertrag nach dem anderen zurücknimmt.“
      Lyell hob die Augenbrauen. Davon hatte Clements ihm nichts gesagt.
      „Ich glaube, ich verstehe nicht ganz, Vater.“
      „Dann lass mich dir auf die Sprünge helfen“, brummte Lord Krust und in seinen Augen blitze es. „Vor drei Tagen verstarb der amtierende Zwergenkönig in den großen Hallen des Geröllbrock. Traditionsgemäß wird ein Nachfolger binnen zweier Wochen gekrönt. Zu dieser Zeremonie gehört eine feierliche Prozession bei der die Zwerge bronzene Rüstungen und Waffen präsentieren.“
      Lyell verkniff es sich, die Arme vor der Brust zu verschränken und ungeduldig mit der Fußspitze auf dem Boden herumzutrommeln. Was interessierten ihn die Bräuche der Zwerge?
      „Die entsprechenden Erzvorkommen am Geröllbrock sind wie bekannt seit langem erschöpft. Somit ist nicht jeder Zwerg im Besitz einer solchen feierlichen Rüstung. Wenn er seiner Familie also keine Schande machen und nicht in Eisen und Stahl gehüllt erscheinen will, muss er jetzt handeln. Das heißt, manche Zwerge sind derzeit bereit, jeden Preis für Bronze zu bezahlen – auch ihre Verwandten in den Menschenstädten, die natürlich ihren Beitrag zum Gelingen der Zeremonie beitragen und ihre Familien unterstützen wollen.“
      Ganz vage erinnerte sich Lyell, dass heute tatsächlich Zwerge irgendetwas von ihm gewollt hatten – wenn er es recht bedachte schienen sie tatsächlich sehr verzweifelt gewesen zu sein. Ein unangenehmes Drücken breitete sich in seinem Magen aus, als Lyell dämmerte, welche Folgen sein Handeln nun ziehen würde.
      „Wir konnten tatsächlich etwas Bronze liefern, aber wahrlich nicht genug, schließlich sind wir auf Stahl spezialisiert. Dennoch lagert in einem gewissen Schrottladen meines Wissens nach eine Wahre Goldgrube an bronzenen Gegenständen. Der Betreiber dieses Ladens hielt es alledings nicht für nötig, seine Pflicht zu tun. Als Folge davon haben die örtlichen Zwerge alle Verbindungen zu uns abgebrochen! Ich muss dir hoffentlich nicht erklären, dass das unser finanzieller Ruin ist!“
      Das Drücken wurde stärker und schleifte Übelkeit heran.
      „Können wir die Zwerge nicht beruhigen, indem wir den entsprechenden Mitarbeiter sofort entlassen und ihnen die Bronze schenken?“
      Lord Krust biss die Zähne zusammen, wodurch das glimmende Ende seiner Zigarre im Mundwinkel einiges an Asche auf Sessel und Teppich verstreute. „Das war auch mein erster Gedanke gewesen. Ich habe diesen Vorschlag bereits unterbreitet.“
      Lyell atmete auf. Vermutlich würde das den echten Händler, den er einfach bei bleibenden Gehalt und mit einem Schweigeversprechen nach Hause geschickt hatte, einige Probleme bereiten. Naja, selber Schuld, wenn er auf einen solch dubiosen Handel einging.
      „Aber weißt du, was die Zwerge mir geantwortet haben, willst du es wissen?“
      Nein, das wollte Lyell nicht.
      „Sie meinten, ich müsse schon meinen eigenen Sohn von einer Klippe stürzen, der die Unverfrorenheit besaß, ihr Hilfegesuch abzulehnen.“
      Oh ver...!, war alles, was sich in Lyells Kopf noch abspielte.
      Wütend erhob sein Vater sich aus seinem Sessel und zerquetschte den Rest der Zigarre im bereitliegenden Aschenbecher. „Ly Elliot Krust!“, polterte er und schwarze Rauchwolken stoben aus seinem Mund hervor wie aus dem Maul eines feuerspeienden Drachen. „Was nimmst du dir heraus, dich in meines hohen Großvaters Schrottladen als Verkäufer deinen Pflichten zu entziehen? Deine Pflicht als mein Sohn ist es, wichtige Geschäfte am Laufen zu halten, wenn du eines Tages unser Familienerbe antreten willst! Aber was muss ich hören? Du übergibst diese ehrenvolle Aufgabe einem niederen Diener wie dem alten Clements, der in deinem Namen handelt, wie es ihm beliebt? Willst du unsere Familie ruinieren!?“
      „Ich habe mehrmals betont, dass wir so viel mehr als nur Stahl ...!“
      „Genug von diesem Unsinn!“, schrie Lord Krust so laut, dass eine nahe gelegene Dekovase gefährliche zu vibrieren begann. „Am liebsten würde ich den Forderungen der Zwerge einfach nachgeben und dich hochkant vor die Türe setzen! Du bist eine Schande für die ganze Familie, ein Unglück schlimmer als die Pest, der Mückenstich an der Stelle, an der man sich nicht kratzen kann, die Kotschicht auf dem Dach, die sich nicht abkratzen lässt!“
      Lyell biss sich auf die Zunge, um den alten Ziegenbock ähnliches Lob zurückzugeben, hielt sich jedoch zurück. Auch er, der seine Probleme mit Menschen hatte, konnte erkennen, dass diese Situation schlimmer war, als alle vorangehenden. Sehr viel schlimmer. Erstmals mischte sich Angst unter seine Wut. Angst, was sein Vater sich nun für eine Gemeinheit ausdenken würde.
      Lord Krust war derweil etwas zur Ruhe gekommen. Man erkannte es daran, dass sein Gesicht langsam wieder eine menschliche Farbe annahm und nicht mehr versuchte, eines der zahlreichen Verbotsschilder auf den Straßen nachzuahmen.
      „Auch wenn es mich in den Fingern juckt, diese Plage von Sohn endlich loszuwerden“, sagte er mit den letzten glimmenden Kohlen seiner Wut, „glaube ich kaum, dass sich der angerichtete Schaden beheben lässt. Zwerge sind in solchen Beziehungen sehr stur. Da ich aufgrund des Stadt- und Arbeiterrechts auch nicht rund siebzig Prozent meiner Angestellten einfach auf die Straße setzen kann, um die folgenden Verluste irgendwie aufzufangen, muss eine andere Lösung her. Und für diese kannst du tatsächlich von Nutzen sein.“ Ein Grinsen breitete sich auf Lord Krusts Gesicht aus, welches in Sachen Gutmütigkeit einer Streckbank in nichts nachstand.
      „Herzlichen Glückwunsch, Ly! Du wirst heiraten!“

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


      Besucht meinen Fuchsbau
    • Oh, schon ZWEI neue Teile! Da ist mir wohl eine Benachrichtigung durchgerutscht...

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      Also die Szene im Schiff find ich ja super :D So ein All-in-one-Matrose ist doch eine Spitzenkraft! Unbezahlbar, oder besser gesagt nur einmal zu bezahlen. Die Unterhaltung ist herrlich, man kann das Schmunzeln nicht zurückhalten. Und dieser kleine Gag, dass Jim zum Persönlichkeitswechsel den Raum verlassen muss, genial.

      Alopex Lagopus schrieb:

      „Wie lautet die Ausrede?“
      „Eine Besprechung mit einem der Kapitäne der heute eingetroffenen Handelsschiffe. Ihr steht kurz vor Abschluss eines Handelsvertrags. Der Name des Mannes lautet Furges Furgeson.“
      An der Stelle bin ich kurz raus gewesen. Was für eine Ausrede? Wessen Ausrede? Erst im Nachhinein hat es dann Klick gemacht. Wäre vielleicht leichter zu verstehen, wenn du Lyell fragen ließest: "Wie lautet meine Ausrede (diesmal)?" Denn es scheint, als würde dieses Gespräch zwischen Clements und ihm nicht zum ersten Mal stattfinden. Das würdest du mit dem "diesmal" deutlich machen.

      Auch hab ich nicht ganz verstanden, wo die vier Huskys plötzlich herkamen. ich war der Meinung, Lyell ging allein nach Hause. Oder ist Clements mit den Hunden mitgekommen? Oder gibt es noch mehr Hunde als die in der Werkstatt? ?(

      Alopex Lagopus schrieb:

      Ohne den die beiden Bediensteten am Eingang des Tores auch nur eines Blickes zu würdigen
      Ein wenig hat mich gewundert, dass Lyell im Gespräch mit seinem Vater so begriffsstutzig ist. ^^ Schon bei der ersten Erwähnung des Wortes "Zwerge" in unmittelbarem Zusammenhang mit "Bronze" hätten bei mir alle Alarmglocken geklingelt (zumindest haben sie es bei mir als Leser :D ). Er braucht recht lange, um zu begreifen, was Phase ist, der Gute. Andereseits - wenn er gleich begriffen hätte - wären wir LEser um den Spaß gekommen, dieser interessanten Unterhaltung beiwohnen zu können. :rofl:


      Gefällt mir alles seshr gut!! Bin gespannt, wie es weitergeht.
      LG Tariq
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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      Tariq schrieb:

      An der Stelle bin ich kurz raus gewesen. Was für eine Ausrede? Wessen Ausrede? Erst im Nachhinein hat es dann Klick gemacht. Wäre vielleicht leichter zu verstehen, wenn du Lyell fragen ließest: "Wie lautet meine Ausrede (diesmal)?" Denn es scheint, als würde dieses Gespräch zwischen Clements und ihm nicht zum ersten Mal stattfinden. Das würdest du mit dem "diesmal" deutlich machen.
      Yup, stimme ich zu, setze ich so um, danke :)

      Tariq schrieb:

      Auch hab ich nicht ganz verstanden, wo die vier Huskys plötzlich herkamen. ich war der Meinung, Lyell ging allein nach Hause. Oder ist Clements mit den Hunden mitgekommen? Oder gibt es noch mehr Hunde als die in der Werkstatt?
      Lyell ging sich erst umziehen, während die Huskys direkt zum Anwesen liefen und dort warteten. Ich hab den Absatz nochmal gelesen und es stimmt, das hab ich blöd formuliert. So wie ich es schrieb, deutet es eher daraufhin, dass er sie in der Werkstatt lässt x) Ich verbessere das.

      Tariq schrieb:

      Ein wenig hat mich gewundert, dass Lyell im Gespräch mit seinem Vater so begriffsstutzig ist. Schon bei der ersten Erwähnung des Wortes "Zwerge" in unmittelbarem Zusammenhang mit "Bronze" hätten bei mir alle Alarmglocken geklingelt (zumindest haben sie es bei mir als Leser ). Er braucht recht lange, um zu begreifen, was Phase ist, der Gute. Andereseits - wenn er gleich begriffen hätte - wären wir LEser um den Spaß gekommen, dieser interessanten Unterhaltung beiwohnen zu können.
      Jaaaa ... ich kenne das ja auch, dass ich es hasse, wenn der Prota etwas nicht kapiert, was man sofort durchblickt hat, mich ärgert das als Leser auch. Ich schaue da gerade nochmal drüber, finde es jetzt aber gar nicht so schlimm. Beim ersten Satz rallt er es nicht - das soll aber betonen, wie wenig Lyell den Zwergen eigentlich zugehört hat und wie wenig ihn ihr Anliegen interessiert hat (seine leicht rassistischen Züge sollten schon deutlich geworden sein, oder? ^^''). Nach dem zweiten Absatz hat er es ja gerafft, ich finde das noch in Ordnung.



      Es folgt eine meiner persönlichen Lieblingsszenen :fox:





      Arthur Fuhrwerk brummelte unzufrieden. Eigentlich hatte er das Büro gerade verlassen und sich seinem wohlverdienten Feierabend widmen wollen, aber die Arbeit ging wie immer einmal vor. In diesem Falle bestand sie aus einem Kunden, der mal wieder auf den allerletzen Drücker ankam.
      Seufzend legte er seine bereits gepackte Acktentasche zurück auf den Tisch.
      „Ja, bitte“, sagte er um einen freundlichen Ton bemüht.
      Die Tür schwang auf und herein trat eine gedrungene Gestalt, die oberhalb ihres Mantels und unterhalb des auf dem Kopf sitzenden Dreispitzes nur aus Bart zu bestehen schien. Begleitet wurde das Eintreten des Fremden von einer nach Rum riechenden Dunstwolke. Missbilligend rümpfte Arthur Fuhrwerk die Nase.
      „Ahoi!“, grüßte der Fremde und marschierte zielstrebig auf seinen Schreibtisch zu. „Kapitän Rostbart mein Name. Die liebliche junge Dame am Eingang meinte, ich solle mich bezüglich des Schlittenrennens an Sie wenden. Bei den Brüsten aller jungfräulichen Meerjungfrauen, das ist ja ein wahrer Palast den ihr Jungs hier habt!“ Rostbart schniefte und rotzte anschließend in den Topf von Arthurs Zimmerpflanze.
      „Das ist korrekt“, sagte dieser resigniert. „Was kann ich für Sie tun, Kapitän?“
      „Ah“, Rostbart trat näher und der Geruch von Rum intensivierte sich. „Sie sollen mich und meine Mannschaft für das Rennen eintragen.“
      Arthur seufzte innerlich. Hätte der Fremde dafür nicht morgen vorbeischauen können? „Sehr gern“, sagte er mit der speziellen Form aufgesetzter Freundlichkeit, die man nur im Umgang mit Kunden lernte. „Wie lautet der Name für die Anmeldung?“ Routiniert griff er nach seiner Feder und tunkte sie in sein Tintefass.
      „Sagen Sie, haben Ihre Drüsen zu viel Ohrenschmalz produziert?“, erwiderte der Bärtige verärgert. „Kapitän Rostbart ist mein Name!“
      Die Feder verharrte in ihrer Bewegung. „Das habe ich durchaus mitbekommen“, sagte Arthur und sah den Mann über den Rand seiner Brille hinweg an. „Es geht hier um den Namen für das Rennen. Den Nick-Namen, wenn Sie so wollen.“
      „Ich heiße nicht Nick, sondern Rostbart.“
      Arthur suchte nach Geduld in seinem Inneren. Er fand nur das Gegenteil. „Darum geht es nicht, Kapitän!“, schärfte sein Wetzstein namens Zunge die Worte. „Sie können nicht einfach unter den Namen ‚Rostbart‘ antreten! Das ist lahm, das interessiert die Zuschau...“
      Seine Erklärung wurde jäh von dem Ton unterbrochen, den Rostbarts Säbel verursachte, als die Spitze intimen Kontakt mit der Oberfläche seines Schreibtisch suchte.
      „Wie war das bitte? Was haben Sie über meinen Namen gesagt?“
      Arthur erholte sich von dem Schock. „Ich sagte, es ist ein wundervoller Name, ganz ohne Frage“, korrigierte er sich. „Sie dürfen ihn auch gerne verwenden, ich wollte nur vorschlagen, dass Sie ihn vorher noch mehr aufpeppen, damit er noch großartiger wird!“
      „Sprechen Sie weiter.“
      „Nun“, sagte Arthur bedacht und stellte die Feder zurück ins Tintenfass. „Niemand tritt hier mit seinem wirklichen Namen an. Die Fahrer wollen herausstechen, auf sich aufmerksam machen! Nehmen Sie Veit Schmidt. Er nennt sich im Rennen Veit Donnerkufe! Verstehen Sie, Donnerkufe! Er peppt seinen Namen auf! Es klingt viel besser, denn damit verbinden die Zuschauer ein Bild, das Bild von mächtigen Schlittenkufen, die beim Rennen wie der leibhaftige Zorn der Götter über die Fahrbahn poltern! Das ist Show, das ist Glamour, das ist Marketing! Verstehen Sie, was ich sagen will, Kapitän?“
      Rostbart kratzte sich nachdenklich am Kinn, wodurch einige Krümel aus seinem Gesichtshaar rieselten. Arthur wollte sich nicht vorstellen, wovon sie stammen mochten. Irgendwie bezweifelte er, dass seine Rede bei dem Besucher Eindruck hinterlassen hatte.
      „Aye“, knurrte Rostbart schließlich. „Das macht Sinn. Also schreiben Sie folgendes:“
      Arthur griff nach seiner Feder.
      „Schreiben Sie ‚Rostbart Superschlittenfahrer‘!“
      Die Feder stockte kurz vor dem Papier.
      „Kapitän, so geht das nicht!“, sagte er genervt.
      „Aber damit verbinden die Menschen einen eindeutigen Sieger“, hielt Rostbart fest.
      „Nein, sie verbinden damit Fantasielosigkeit“, versuchte Arthur den Kunden zu belehren. „Was glauben sie, wie viele sich schon mit diesem Namen anmelden wollten?“
      Rostbart überlegte. „Ich wollte es.“
      „Und 34 andere!“
      „Dann schreiben Sie ‚Rostbart Superschlittenfahrer 35‘!“
      Arthur widerstand dem Drang, seine Stirn auf den Schreibtisch zu schlagen. „Nennen Sie sich doch gleich ‚Rostbart die Rumkanone‘! Damit gewinnen Sie vielleicht ein paar Trinker!“, ließ er nun seiner Ironie freien Lauf.
      „Das ist es!“, rief Rostbart euphorisch. „Beim Daklautdermann! Sie verstehen wirklich was von ihrem Handwerk! Schreiben Sie das auf, schnell, bevor Sie es vergessen! Das ist gut, es beinhaltet das Bild einer Kanone, davon hab ich reichlich auf meinem Schiff! Meine Feinde wissen, wie schnell so eine Kugel sein kann!“
      „Also lieber Rostbart die Rumkugel?“, fragte Arthur resigniert, da der Fremde immun gegen seine Ironie zu sein schien.
      „Oder das!“, rief Rostbart aus und richtete seinen Zeigefinger auf ihn.
      Arthur wäre der Säbel lieber gewesen. Der schien wenigstens sauber zu sein.
      „Aber machen sie es wilder, gefährlicher!“
      „Rostbart die unrasierte Rumkugel?“, mutmaßte Arthur nicht wirklich bei der Sache.
      „Ha! Ja, jetzt weiß ich was sie mit Bildern meinen! Schreiben Sie, schreiben Sie!“
      Arthur setzte die Feder an. Inzwischen war es ihm egal. Solche Verrückten kamen immer mal vorbei. Die meisten hatten nur keinen Säbel dabei. Hauptsache, der Kapitän war zufrieden und zog danach endlich ab und ließ ihn Feierabend machen.
      „Ich schreibe ja schon. Wie ich sehe, verstehen Sie das Prinzip nun. Der Name beschreibt ihre Figur vortrefflich.“
      Das Leuchten in Rostbarts Augen erlosch, als hätte jemand das Feuer hinter seiner Stirn ausgeblasen. „Wirst du jetzt unverschämt, du aufgebrühte Landratte?“ Wütend beuge er sich nach vorne, und Arthur verfluchte sich für sein loses Mundwerk. „Streich das wieder! Wir bleiben bei Rostbart, die Rumkanone. Los, schreib das!“
      „Sehr wohl“, ergab sich Arthur der Laune des Kapitäns. „Jetzt brauche ich noch Ihre Adresse oder eine andere Kontaktmöglichkeit, damit wir Ihnen die Informationen für Fahrer zukommen lassen und Sie über die bevorstehende Präsentation der Fahrer informieren können. Außerdem werden wir Ihren Schlitten und ihre Zugtiere inspezieren, bevor wir Sie offiziell zum Rennen eintragen können.“
      „Am Pier 44“, erwiderte Rostbart grienend, während Arthur seine Worte niederschrieb.
      „Für welche Nation, Stadt, Kuhdorf, fahren Sie?“
      „Natürlich für Schwalbenkack, ich bin Landsmann!“
      „Oh, sehr sympathisch“, erwiderte Arthur ohne alle Ironie aus der Stimme verbannen zu können. „Eine Gottheit, die sie stolz machen wollen?“
      „Ha!“, rief Rosbart und und sein Bauch schwappte bei der Kontraktion seines Zwerchfells. „Okeana natürlich! Mögen die Bildhauer noch lange ihre Brüste unverhüllt darstellen!“
      Arthur beschloss den Rest des Satzes zu überhören.
      „War das dann alles?“, fragte Rostbart.
      „Nicht ganz“, erwiderte Arthur und schob Rostbart das von ihm bekrakelte Dokument entgegen. „Es fehlt jetzt noch die Einverständniserklärung.“
      „Wofür das denn?“
      „Für unsere finanzielle Sicherheit“, erklärte Arthur ruhig. „Dass Sie auf eigene Gefahr am Rennen teilnehmen und wir nicht für Ihre Verletzungen haften. Steht alles in dem Absatz hier unten.“
      Der Fremde beugte sich vor und begutachtete die Textpassage, auf die Arthur mit seinem Finger deutete. Er beschloss, dass damit alles in bester Ordnung war, denn im nächsten Atemzug nahm er Arthurs Feder aus dem Tintenfass.
      „Moment, das ist meine. Für Besucher haben wir hier ...“
      „So“, meinte Rostbart und reichte ihm das unterschriebene Dokument. „Zufrieden?“
      „Fast.“ Arthur prüfte den Schriftzug – wenn er eine solche Bezeichnung denn verdiente. Rostbarts Geschreibsel sah eher aus als wäre eine betrunkene Spinne durch eine Tintenpfütze getorkelt. „Haben Sie eine Fahrerversicherung?“
      „Eine was?“
      Arthur schob ihm ein weiteres Dokument vor die Nase. „Diese hier. Wenn Sie während des Rennens Stadteigentum beschädigen, zahlen wir die Schäden für Sie.“
      Rostbart griente. „Ay, das klingt gut, die nehme ich mit!“
      „Oh, nicht so hastig“, hielt Arthur ihn zurück. „Ohne meine Unterschrift ist die nicht gültig. Bevor ich Ihnen eine Versicherung ausstellen kann, müssen Sie einen Geldwert von Zweihundert Guani bei uns hinterlassen.“
      „Zweihundert Guani!?“, spie Rostbart. „Da kann ich die Schäden ja gleich bezahlen!“
      „Und wenn die Schäden, die Sie anrichten, viel kostspieliger werden, hmm?“ Arthur lächelte und der Fremde schien zu verstehen.
      „Es ist also die bürokratische Form eine Wette“, grinste er.
      „So können Sie es betrachten.“ Arthur hielt ihm die sehr viel kleinere und schmucklosere Feder hin, mit denen Besucher unterzeichnen durften.
      Der Kapitän schlug sie ihm aus der Hand. „Dann schämen Sie sich! Glücksspiele sind illegal!“ Die Züge in seinem Gesicht – sofern sie unter dem Bart zu erkennen waren – wurden wieder weicher. „Außerdem bin ich generell ein sehr glücklicher Mensch. Ich lasse es drauf ankommen. Brauchen Sie sonst noch etwas?“
      „Nein“, sagte Arthur erfreut, endlich Feierabend machen zu dürfen. „Das war alles. Sie hören von uns, Kapitän.“
      „Aye!“, bestätigte der neue Rennanwärter mit einem breiten Grinsen und zog den Säbel aus Arthurs Schreibtisch. Sichtlich zufrieden steckte er ihn zurück in die Scheide. Im Gehen wandte er sich allerdings noch einmal um.
      „Übrigends, Sie sollten sich einen Regenschirmständer anschaffen. Die eignen sich auch, um Säbel abzulegen. Bekommt Ihren Schreibtisch auf lange Sicht bestimmt auch besser.“

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


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