Die Reifeprüfung (Rework)

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    • @Alopex Lagopus

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      Wow... Krass.
      Da ist wohl eine Sicherung in Livian durchgebrannt. Scheint, als sollte man sich nicht mit ihm anlegen.
      Schade, ich mochte Senf irgendwie.

      Viel mehr habe ich gar nicht zu sagen. ^^
      War cool :thumbup:

      Off Topic :

      Alopex Lagopus schrieb:

      Schwalben-Willi
      Unser Schweinehändler heißt auch Willi und den nennen wir immer Schweine-Willi. :D
      Das fiel mir sofort ein, als ich das gelesen habe :whistling:



      LG :)
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-
    • Eieieieieiei o: Jetzt bekomme ich endlich einen Happen von dem, was ich die ganze Zeit von Livian wissen will: Wer oder was zum Geier ist er? xD Was soll das Pergament? Es scheint ihm ja geradezu heilig zu sein, schließlich gibt es ihm Anweisungen und Livian fühlt sich ohne sie völlig hilflos. Er ist also davon abhängig wie ein Kind von seinen Eltern. Um die Liebe von jemandem zu gewinnen, muss man aber zumindest etwas erwachsen werden. :hmm: Das scheint der grundsätzliche Konflikt bei Livian zu sein.
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      Alopex Lagopus schrieb:

      „Nein“, erwiderte der Attentäter, während er den Strick festzog, „Senfs Auftraggeber wollte die Leiche dieses Jungen. Also nutzt Senf die Gelegenheit, um noch ein wenig Spaß mit ihm zu haben.“
      Ha, sag ich doch! :D Die ungeschriebenen Gesetze retten Livian den Arsch, ich weiß nicht, ob es Gesetz Nummer 1 ist oder ein anderes :hmm:

      Alopex Lagopus schrieb:

      „Vielleicht hat er die Schwester von Senfs Auftraggebers gevögelt. Die reichen Säcke können sehr nachtragend sein. Jetzt hol dir deine Belohnung für das Herlocken des Burschens und dann verschwinde.“
      Shit, er redet von sich in der dritten Person. 8| So einem will ich nicht nachts auf der Straße begegnen!

      Alopex Lagopus schrieb:

      „Der Junge konnte meinen Vogel mit bloßem Auge verfolgen. Und das, obwohl der Himmel voll von ihnen ist.
      Das ist eine Sache, die ich bisher gar nicht bedacht habe, die aber eine Logiklücke hätte sein können! xD interessant, dass Livian das konnte. Vielleicht ist er eben doch kein richtiger Mensch, sondern etwas anderes. :hmm:

      Alopex Lagopus schrieb:

      Mit ihm zusammenzuarbeiten war eine Qual, aber auf alle Fälle, die geschmeidigste Lösung für seine Problematik.
      Das zweite Komma kommt mir komisch vor. Das kommt in meinem Verständnis weg

      Alopex Lagopus schrieb:

      Die Aussage verfehlte nicht an Wirkung. Sofort erstarb der Protest des Diebes und wich dem unterwürfigem Buckeln eines Dieners.
      Wenn, dann verliert etwas an Wirkung oder verfehlt seine Wirkung. Nur eins von beidem geht so richtig o:

      Alopex Lagopus schrieb:

      „Schon gut, ich mach ja nur Spaß.“
      Daran habe ich jetzt nicht direkt was auszusetzen. Es wirkt auf mich einfach ziemlich wurmig, in dem Sinne, dass mir Schwalben-Willi wie ein Wurm/Kriecher vorkommt. Ist vielleicht auch genau der Sinn. :hmm: Natürlich hat er überhaupt keinen Witz gerissen, da ist kein Spaß. Die Aussage wirkt irgendwie lappenhaft, keine Ahnung. xD Er könnte auch sowas sagen wie: "Schon gut, ich bin ja ruhig." Hätte eine etwas andere Wirkung, würde souveräner sein. Passt aber vielleicht nicht zu Willi.

      Alopex Lagopus schrieb:

      Hastig kramte er den neu erworbenen Besitz zusammen und dackelte zurück zu dem Tisch, auf dem die Kerze immer weiter herunterbrannte. „Vielleicht ist das Papier des Jungen ja irgendwas wert.“
      Oh, da arbeitet jemand unbewusst an den Interessen seines Auftraggebers vorbei :whistling:

      Alopex Lagopus schrieb:

      „Das ist merkwürdig“, murmelte Schwalben-Willi, der das Pergament im Kerzenschein begutachtete. „Ich könnte schwören, dass sich die Schriftzeichen gerade bewegt haben.“
      „Unsinn“, erwiderte Senf unwirsch, wandte den Blick jedoch von seinem Auftragsziel ab und gesellte sich neugierig zu dem Vogelzüchter. „Kannst du überhaupt lesen?“
      Hehehe, wenn Willi das Pergament so an sich genommen hätte und gegangen wäre, hätte ich das auch gefeiert. :D Logisch, dass die Charaktere das sagen, die Situation ist echt witzig.

      Alopex Lagopus schrieb:

      „Wer läuft denn mit so einer Notiz in seiner Tas...“ Schwalben-Willi brach abrupt ab und Überraschung in seinen Augen warnte Senf wie das Gebell eines Hausköters. Mit gezücktem Dolch in der Hand wirbelte er herum, gerade noch rechtzeitig, um das Grinsen des Jungen zu sehen, bevor das schnell heranrasende Eisenrohr seinen Blick schwarz färbte – für immer.
      Jemand hat den Senf ermordet! ;( Das dieser Satz mal Sinn ergeben würde!

      Alopex Lagopus schrieb:

      Er hatte die Kontrolle verloren, das Geschehen war ohne ihn weitergelaufen.
      Och, man, nicht schon wieder! *betrachtet die Leichen um sich herum* Man, und ich muss es wieder aufwischen! Diese Sauerei.
      Livian hatte das wohl nicht zum ersten Mal. :hmm: Wenn er in letzter Sekunde gerettet werden muss, wird er zum Badass.

      Alopex Lagopus schrieb:

      Nicht länger zögernd machte er sich an dem langen Drahtigen zu schaffen, dem ein falscher Schnauzer schief im Gesicht hing.
      Ein falscher Schnauzer :D Der Klassiker!

      Alopex Lagopus schrieb:

      In seinen Taschen waren Dolche, kleine Fläschchen, eine winzige gespannte Armbrust, eine Würgschlinge, ein klimperndes Säckchen, ein Dietrich und noch so manch anderer nutzloser Plunder.
      Die Aufzählung könnte mMn gern noch länger sein :D

      Alopex Lagopus schrieb:

      Livians Panik verflog, als er sah, was dieser krampfhaft in seiner erstarrten Hand hielt. Da war es! Sein Pergament.
      Der erschien mir irgendwie überflüssig o:

      Alopex Lagopus schrieb:

      Erleichterung durchflutete den Jungen und brach sich auditiv Bahn: Erst war es nur ein leichtes Kichern, doch dann schwoll es zu einem hysterischen Lachen an. Die Anspannung fiel ab und erschöpft ließ sich Livian auf den Stuhl fallen. Er war fertig hier! Es war vorbei! Diese Stadt mit diesen viel zu vielen Menschen; endlich konnte er sie verlassen und ...
      Abermals veränderten sich die Buchstaben und formten den Satz, der immer noch in seinem Gedächtnis ruhte: „Erlange die Liebe einer Frau.“
      Entäuscht ließ Livian die Schultern sacken. „Wie?“, fauchte er das Pergament an. „Wie soll das gehen! Hilf mir!“ Aber das Pergament verweigerte die Antwort - wie auch in den Tagen zuvor.
      „Lass mich nicht hängen!“, flehte Livian. „Sonst hilfst du mir doch auch! Wieso diesmal nicht? Sag mir was ich tun soll, sag es mir einfach!“
      Ja, Livian ist völlig abhängig. o: Das Papier ist wie eine Bezugsperson, ein Elternteil, das plötzlich nichts hilft. Das Kind fühlt sich verraten und im Stich gelassen. Und als Folge daraus entwickelt das Kind Wut auf die Bezugsperson. Was ist dieses Pergament nur? Dx

      Alopex Lagopus schrieb:

      Verbittert stopfte Livian das Pergament zurück in seine Tasche und erhob sich von seinem Platz. Seine Sicht verschwamm, als ihm unwillentlich Tränen aus den Augen liefen. Es tat so weh. Diese Unsicherheit. Diese verfluchte Unsicherheit!
      Ja, auf eigenen Beinen zu stehen tut weh :/

      Alopex Lagopus schrieb:

      Wütend trat er nach dem reglosen Körper des Drahtigen, an dessen Kopfende sich inzwischen eine rote Lache gebildet hatte.
      Autsch, das ist ganz schön brutal für den lieben Livian xD Ist wohl nicht ganz so lieb und empathisch

      Alopex Lagopus schrieb:

      Trat immer wieder zu bis Schmerzen in seinem Fuß entstanden und dann weiter, bis Erschöpfung sich hinzugesellte.
      "Entstanden" wirkt irgendwie nicht so bei mir. Es gibt bestimmt etwas Treffenderes, die Stimmung kommt da bei mir nicht auf. Grundsätzlich gefällt mir, was du in dem Absatz versuchst, aber es wirkt stellenweise nicht ganz stimmig für mich. :hmm:

      Alopex Lagopus schrieb:

      Erst als er einsah, dass er auf diese Weise der Erfüllung seiner Aufgabe nicht näherrückte, hörte er auf und versuchte sich zu konzentrieren.
      Hier auch, die Formulierung wirkt irgendwie umständlich für mich und nicht so dienlich für den Text.

      Alopex Lagopus schrieb:

      Einen Moment verharrte er so, dann streifte sein Blick die acht Guani und das Fernglas, welche immer noch auf den Tisch ihr Dasein fristeten.
      Hier das gleiche. :hmm: Wirkt etwas gestelzt für eine Sache, die in dem Moment gar nicht so sehr im Fokus steht. Es impliziert, dass die Sachen da schon sehr lange liegen würden, aber das ist ja gar nicht der Fall. Ich denke, dir fällt da schon etwas passenderes ein
      [Schlaue, tiefgreifende Lebensweisheit]

      Nachdem ich jetzt schon einige Jahre hier bin, kann ich ja auch mal meine Geschichte in die Signatur setzen, oder? :D Mit Geschichten bin ich dann doch geschickter als mit Signaturen.
      Himmelsjäger [Neufassung]
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      kalkwiese schrieb:

      Ha, sag ich doch! Die ungeschriebenen Gesetze retten Livian den Arsch, ich weiß nicht, ob es Gesetz Nummer 1 ist oder ein anderes
      Das ist Nummer 4, die Rettung in letzter Sekunde xD

      kalkwiese schrieb:

      Oh, da arbeitet jemand unbewusst an den Interessen seines Auftraggebers vorbei
      Shit happens x) Er wollte es nicht sagen, damit niemand weiß, worauf er es abgesehen hat - war halt ein Risiko ^^''

      kalkwiese schrieb:

      Die Aufzählung könnte mMn gern noch länger sein
      Mir fiel nur nichts mehr ein - schlag was vor xD

      Die anderen Sachen schreibe ich nochmal um, ich stimme dir da zu, das klingt irgendwie noch nicht ganz rund X/


      Überraschung hatte das Grinsen im Gesicht des Fahrer an der Spitze des Rennens abgelöst. Vermutlich, weil der im Dreck der Piste liegende Mann nicht unter den breiten Kartoffelstampferfüßen seines Renntieres zermalmt worden war, sondern nun auf dessen Rücken hockte. Die Panzerbestie brüllte erschrocken und schüttelte sich, doch Jim war es einerlei. Die Stacheln, die sich in einer Reihe über den Rücken des Ungetüms zogen, waren lang und stabil genug, um sich daran festzuhalten. Viel mehr Probleme schien der Mann auf dem Schlitten zu haben, der verzweifelt versuchte, sein Renntier unter Kontrolle zu halten.
      „Verschwinde!“, stopfte er seine Stimme durch den Fahrtlärm hindurch. „Ich kann die Fahrbahn nicht sehen!“
      Jim ignorierte ihn. Mit starrem Blick auf den Mann vor ihm, band er sich das Halstuch um die Stirn und zog den Knoten fest.
      „Wie lautet der Name meines unehrenvollen Feindes?“, fragte er stattdessen.
      „Keine Ahnung!“, brüllte der Mann und die dunklen Gläser auf seinen Augen reflektierten einen vereinzelten Sonnenstrahl, der sich durch die Wolken kämpfte. „Spring zurück auf deinen eigenen Schlitten! Wenn ich bei dieser Geschwindigkeit die Kontrolle verliere und einen Unfall baue, werden wir beide dabei draufgehen!“
      Jim zückte einen am Gürtel befestigten Dolch. „Also dann, Keine Ahnung, stirb durch die Hand von Ji-im, dem zehnten Schmerz!“
      Der Fahrer riss die Zügel herum.


      ***


      „Sieht aus, als hätte der von der Tarantel gestochene Jaguar einige Probleme an der Spitze“, schallte die Stimme des Kommentators über die Dächer, um auch die Zuschauer auf dem Laufenden zu halten, denen ein Blick auf das Spektakel im Moment verwehrt war. Einzig die auf dem Celestis Plateau versammelte Gesellschaft war nicht auf seine Worte angewiesen.
      „Ist das erlaubt?“, fragte Lord Darak-Udûr zweifelnd, als Jim auf das Reittier sprang.
      Vaunír schnaubte nur. „Sie haben das Regelwerk nicht gelesen, habe ich recht?“
      Der Zwerg schmunzelte. „Natürlich nicht! Lesen ist was für euch Elben! Ich schaue mir das Spektakel lieber an, anstatt langweilige Regelwerke zu lesen, denn ...“
      „Dann lassen Sie mich Ihnen etwas von meiner Weisheit zuteil werden“, frotzelte Vaunír selbstgefällig. „Der Mann verstößt keineswegs gegen die Regeln. Solange er das Reittier des Mannes nicht verletzt ist alles in bester Ordnung.“
      „... denn es findet sich immer irgendein Besserwisser, der es nicht lassen kann, irgendwelche Sachen zu erklären, um sich toll und erhaben zu fühlen“, beendete der Zwerg seinen angefangenen Satz. „So höre ich die Dinge nicht zweimal.“


      ***

      Mit dem Elan einer pflichtbewussten Putzfrau legte sich der Schlitten das Jaguars in die Kurve und fegte die aus Strohballen und Holzkästen bestehende Fahrbahnbegrenzung effizient von der Strecke. Nur der Zentrifugalkraft dieses Manövers war es zu verdanken, dass der Dolch einen Punkt neben dem Kopf des Fahres im Holz des Schlittens fand.
      Brüllend stolperte die Panzerbestie und Jim sprang gerade noch von ihrem Rücken ab, bevor ihn ein zersplitterter Holzbalken unfreiwillig hinunter befördern würde. Geschickt sprang er an die Fassade eines nahe an der Farbahn stehenden Hauses, stieß sich ab und landete auf dem Kutschbock eines in diesem Moment durch die Kurve fahrenden Schlittens.
      „Anhalten!“, befahl Jim dem Mann hinter den Zügeln, der seinen verwirrten Blick abwechselnd zu ihm und auf die Fahrbahn richtete. „Ich muss meinen Feind töten, bevor er einen weiteren hinterhältigen Angriff auf mich starten kann.“
      „Das kommt nicht infrage!“, rief ihm der Fahrer zu. „Ich warte schon die ganze Zeit auf eine Gelegenheit, dieses Monstrum von einem Zugtier zu überholen, ohne dabei zwischen ihm und der Fahrbahnbegrenzung zermalmt zu werden. Ich werde die Führung jetzt nicht an den da abgeben!“
      Mit „den da“ meinte er einen zweiten Rennschlitten, gezogen von sechs wilden Ebern, der etwas zur Linken versetzt fuhr und gefährlich schnell aufholte. Hinter ihm nahm auch die Panzerbestie wieder die Verfolgung auf, angetrieben von den wütenden Rufen seines Feindes.
      Jim wandte sich seinem unfreiwilligen Mitfahrer zu. „Habt Ihr Frau und Kinder?“
      „Ähm, nein, ich lebe allein ...“
      Jim lächelte. „Gut. Ich bin immer dafür, wenn man Menschen zusammenbringen kann.“ Und mit diesen Worten griff er nach dem Zügel in der linken Hand des Mannes und zog.

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


      Besucht meinen Fuchsbau
    • Hey @Alopex Lagopus

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      Jaaaaa. Hm. Also.
      ich hatte ziemliche Probleme mit diesem Abschnitt. Aber zuerst wird gelobt. ^^
      Rasant. Das ist wohl das Wort, was am besten zutreffen würde, wenn man den Teil mit einem einzelne Wort beschreiben müsste. Die teils doch echt akrobatischen Einlagen von Jim sind zwar für den normalbeweglichen Leser nicht immer leicht vorstellbar, aber irgendwie scheint er es doch unverletzt bis hierher geschafft zu haben. :D
      Es liest sich flüssig, man vergisst fast das Atmen, so schnell folgt hier Aktion auf Aktion.
      Und da sind wir auch schon bei meinen Problemen angekommen. Ich pack dir mal in den Spoiler, was mir auffiel.

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      Alopex Lagopus schrieb:

      Überraschung hatte das Grinsen im Gesicht des Fahrer Fahrers an der Spitze des Rennens abgelöst.

      Alopex Lagopus schrieb:

      Überraschung hatte das Grinsen im Gesicht des Fahrer an der Spitze des Rennens abgelöst. Vermutlich, weil der im Dreck der Piste liegende Mann nicht unter den breiten Kartoffelstampferfüßen seines Renntieres zermalmt worden war, sondern nun auf dessen Rücken hockte.
      Hier war mir nicht klar,

      1. ob der im Dreck der Piste liegende Mann nun auf dem Rücken des überraschten Fahrers hockte (lies mal, der Gedanke ist nicht so abwegig)

      2. ob der im Dreck der Piste liegende Mann der überraschte Fahrer selbst ist, der vielleicht von seinem Schlitten gefallen ist (auch das kann man aus den beiden Sätzen herauslesen, zumal es um SEIN Renntier geht)


      Erst nach zweimaligem Lesen hab ich erkannt, dass es sich bei dem im Dreck der Piste liegenden Mann um Jim handeln muss. Aber wie gesagt, ich glaubte zuerst, dass er nun auf dem Rücken des anderen Fahrers sitzt. (Was nicht allzu abwegig wäre, so, wie das Rennen hier abläuft) :rofl:

      Alopex Lagopus schrieb:

      Jim ignorierte ihn. Mit starrem Blick auf den Mann vor ihm, band er sich das Halstuch um die Stirn und zog den Knoten fest.
      Welcher Mann ist jetzt noch VOR Jim? Ich denke er sitzt auf dem Reittier des Führungsgespannes?

      Alopex Lagopus schrieb:

      Jim zückte einen am Gürtel befestigten Dolch. „Also dann, Keine Ahnung, stirb durch die Hand von Ji-im, dem zehnten Schmerz!“
      Der Fahrer riss die Zügel herum.
      :hmm: Der zehnte Schmerz? Wurde darauf schon mal eingegangen? Muss ich überlesen haben, ich kann damit gar nix anfangen. :pardon:
      Und warum will Jim den Fahrer töten?

      Alopex Lagopus schrieb:

      „Dann lassen Sie mich Ihnen etwas von meiner Weisheit zuteil werden“, frotzelte Vaunír selbstgefällig.
      "zuteilwerden lassen" ist doch passiv. Etwas, was dem Zwerg geschieht. So passt es nicht.

      „Dann lassen Sie mich will ich Ihnen etwas von meiner Weisheit zuteil werden lassen wäre mMn besser. Aber du bist der Chef. ^^

      Alopex Lagopus schrieb:

      Solange er das Reittier des Mannes nicht verletztKomma ist alles in bester Ordnung.

      Alopex Lagopus schrieb:

      „Anhalten!“, befahl Jim dem Mann hinter den Zügeln, der seinen verwirrten Blick abwechselnd zu ihm und auf die Fahrbahn richtete.
      Wieso anhalten? Sein erklärter Feind ist doch vor ihm oder? Du hast irgendwo geschrieben, dass der zweite dessen Schlitten überholt hat oder dass der gar aus dem rennen ausgeschieden ist (wegen eines Sturzes o. ä.) Wäre anhalten da nicht dumm?

      Vielleicht bin ich auch einfach nur zu vernagelt für diesen Part. Oder ich denke zu tief rein. Soll ja vorkommen, hat Xarrot mir bescheinigt. Aber ich habe irgendwie dein Eindruck, dass die Pferdchen, die bei dir für überdrehte und komplizierte Formulierungen zuständig sind, hier ein bisschen mit dir durchgegangen sind. :D

      Nichts für ungut!! Ich freu mich schon auf den nächsten Part. Wenn dir meine Meckerei zu viel wird, sag's ruhig. Dann zieh ich die Zügel ein bisschen an *hust*

      LG Tariq
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


      :cookie:

      ___________________
    • Hey @Alopex Lagopus :)

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      Ich wiederhole mal @Tariqs Worte: Rasant! Mir fällt dazu einfach nichts anderes ein :D

      Momentan kann ich irgendwie nicht ganz nachvollziehen, warum Jim den Fahrer unbedingt töten will :huh:
      Liegt es daran, dass er auf Jim zugerast kam? Jedenfalls scheint der Gute ziemlich sportlich zu sein. Ich hätte mir mindestens schon ein Bein gebrochen :D

      Ich habe ansonsten nichts weiter hinzuzufügen ^^



      LG :)
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-
    • Ui das Rennen geht rasant weiter! Und Livian erledigt mal eben fix seinen "Mörder". Ich weiß nicht, ob ich für ihn oder gegen ihn sein soll. Ich mag Senf :rofl: Aber gut, der hat es wohl hinter sich. Wird Vauír nur nicht gefallen, wenn er erfährt, dass sein Auftragskiller von einem kleinen Jungen mit einer Eisenstange erschlagen wurde. :rofl:
      Ich frage mich immer noch, wie die ganzen Handlungen und Charaktere zusammenhängen und was genau Livian eigentlich mit dem Pergament zu schaffen hat :D
      Jim und Argei sind und bleiben aber auch spitze. Echt, ich glaube, bisher gab es in der Geschichte noch keinen Charakter, den ich nicht leiden konnte, sogar die vermeintlich Bösen waren/sind bisher mit ihrer doch recht schrulligen Art einfach nur liebenswert XD

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
      Síchestja - Das Erbe einer Vergangenheit
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      Tariq schrieb:

      Der zehnte Schmerz? Wurde darauf schon mal eingegangen? Muss ich überlesen haben, ich kann damit gar nix anfangen.
      Und warum will Jim den Fahrer töten

      LadyK schrieb:

      Momentan kann ich irgendwie nicht ganz nachvollziehen, warum Jim den Fahrer unbedingt töten will
      Liegt es daran, dass er auf Jim zugerast kam? Jedenfalls scheint der Gute ziemlich sportlich zu sein. Ich hätte mir mindestens schon ein Bein gebrochen
      Jim hat zehn Persönlichkeiten und die Situation, in der er sich gerade befindet, holt eine neue hervor. Die Erklärungen folgen noch, vielleicht hätte ich das alles in einem großen Part posten sollen ^^''

      Tariq schrieb:

      "zuteilwerden lassen" ist doch passiv. Etwas, was dem Zwerg geschieht. So passt es nicht.

      „Dann lassen Sie mich will ich Ihnen etwas von meiner Weisheit zuteil werden lassen“ wäre mMn besser. Aber du bist der Chef.
      Danke für das Detail ^^ Das werde ich so übernehmen. Es stimmt, das klingt besser :danke:

      Tariq schrieb:

      Wieso anhalten? Sein erklärter Feind ist doch vor ihm oder? Du hast irgendwo geschrieben, dass der zweite dessen Schlitten überholt hat oder dass der gar aus dem rennen ausgeschieden ist (wegen eines Sturzes o. ä.) Wäre anhalten da nicht dumm?
      Nein, sein erklärter Feind ist geradewegs in die Absperrung gedonnert (also nicht voll frontal, nur so von der seite, dass es aber ordentlich kracht und er tempo verliert), während Jim auf einen vorbeifahrenden Schlitten sprang. Sein "Feind" liegt nun hinter ihm. Ich sehe gerade nochmal drüber und ja ... das ist schlecht beschrieben, das muss ich nochmal ändern, danke.


      Ich schaue da nochmal in Ruhe drüber, scheint noch nicht ganz ausgereift zu sein die Szene. Vielen Dank für die Anmerkungen ^^


      Jetzt aber weiter im Text:




      Geschickt sauste Lyells Schlitten durch die engen Kurven von Schwalbenkacks Innenstadt. Dieser Abschnitt der Strecke war der, in dem er am meisten punkten konnte. Andere Schlitten verloren hier an Geschwindigkeit, da die Kurven in sehr ungünstigen Winkeln verliefen. Nicht so seine Konstruktion, da er sich auf einen wendigen und leichten Bau und vier Huskys beschränkte. Die Tiere kannten die Strecke, Felia war sie immer aus Spaß mit ihnen abgelaufen, sie kannten das Gewicht des Schlittens und sie passten ihr Tempo perfekt an.
      „Gut so! Ihr macht das großartig, Mutschattschos!“, rief der Maskierte seinen Hunden zu, als sie sich zusammen in die nächste Kurve lehnten und dabei einen konkurrierenden Fahrer überholten, dessen weiße Wallache nun keine so gute Figur mehr machten wie noch zur Eröffnungsparade. Der Maskierte erinnerte sich nicht an den Namen des Fahrers, nur dass er irgendein schnöseliger Sohn aus gutem Hause war, der hier etwas zu beweisen versuchte. Seinem panischen Wimmern nach zu urteilen, war das Rennen wohl doch nicht so ganz nach seinem Geschmack.
      Er lachte vor Freude, als er die Ziellinie überquerte und in die zweite Runde eintrat. Er fühlte sich so lebendig wie selten zuvor in seinem Leben. Dieser feurige Rausch, der wie Lava durch seine Venen floss und sein Herz zum Glühen brachte, dieses ungehemmte Gefühl von Freiheit! Jubel brandete ihm von den Zuschauerplätzen entgegen, als sich sein Gefährt in die erste Kurve lehnte und er ließ es sich nicht nehmen, einer Gruppe junger Damen zuzuwinken, die das Spektakel von einem Balkon aus unter ihren Schwalbenschirmen beobachteten.
      Seine Ausgelassenheit erfuhr einen herben Dämpfer, als er eine böse Vorahnung verspürte. Ohne das Gefühl zu hinterfragen zog er an den Zügeln, um das Tempo seiner Schlittenhunde zu verlangsamen.
      Schon sauste sein gerade überholter Konkurrent an ihm vorbei. Der junge Schnösel ließ es sich nicht nehme, trotz seiner angespannten Haltung ein „Wohl doch nicht so schnell, was?“ loszuwerden, bevor er sich in die nächste Kurve lehnte. Er war nicht der einzige. Auch der bullige Schmied namens Veit Donnerkufe zog lachend an ihm vorbei.
      „Wraff!“, meldete sich Filius zu Wort, weil sie bereits zwei Plätze verloren hatten.
      „Pazienza, amico, pazienza“, erwiderte der Maskierte und legte sein Gewicht in die Kurve.


      ***


      Mit einer Mischung aus Argwohn und Bewunderung beobachtete Tia Handlung das Geschehen, welches sich gerade in der zweiten Kurve hinter der Ziellinie abspielte. Jim war es nicht nur gelungen, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, nein, er krempelte im wahrsten Sinne des Wortes das ganze Rennen um. Durch sein Eingreifen lenkte er den Schlitten des Fahrer PleaseDontFlameMe in die Spur von Mister Speed, wodurch diese mit lautem Krawall zusammenstießen. Als auch noch die Panzerbestie des Jaguars in das Chaos hineinstieß, war die Krambolage komplett.
      „Ihr Jim ist der wahre Emmwiepie des Rennens“, sagte sie andächtig.
      Rostbart wandte ihr sein struppiges Gesicht zu. „Der M wie was?“
      „Emmwiepie“, verdeutlichte die Ingenieurin ungeduldig. „Das sagt man drüben in Teatown zu Menschen, die im Mannschaftssport die beste Einzelleistung erbracht haben.“
      „M wie π“, wiederholte Rostbart das ungewöhnliche Fremdwort.
      Tia schüttelte nur den Kopf. „Eure Aussprache ist fürchterlich! Ihr sprecht es zu sehr wie ein Karlheimer aus.“ Ihre Augen folgten Jim, der sich vor dem Zusammenstoß mit einem Rückwärtssalto auf einer Straßenlaterne in Sicherheit gebracht hatte. „Viel wichtiger ... welche seiner Persönlichkeiten hält gerade das Steuer in der Hand?“
      Rostbarts Mundwinkel verzogen sich zu einem breiten Grinsen. „Haben Sie schon mal von dem Inselreich Nekosoya gehört?“
      Fräulein Handlung hob eine Braue. „Das wird doch hoffentlich jetzt nicht so ein Seemannsgarn wie das, was Sie da auf der Bühne von sich gegeben haben?“ Zweifelnd verschränkte sie die Arme vor ihrer nicht gerade flachen Brust.
      „Garr-harr-harr“, lachte Rostbart amüsiert. „Ob es existiert oder nicht spielt hier keine Rolle. Man sagt, auf Nekosoya gibt es legendäre Krieger. Meister der Tarnung, der Aufklärung und des gemeinen Meuchelmordes, den sogenannten Shinobi!“
      „Und diese Persönlichkeit glaubt, ein solcher Shinobi zu sein?“, reimte sich Tia den Rest der Geschichte zusammen.
      „Aye“, bestätigte Rostbart ihre Vermutung. „Normalerweise zeigt sie sich nicht – schließlich ist sie ein Shinobi, ein Meister der Tarnung, jemand der lieber im Verborgenen bleibt. Es ist zu schade. Wir wären nicht in diesem Kaff vor Anker, hätten wir freien Zugriff auf diese Persönlichkeit.“
      Fräulein Handlungs Blick verfinsterte sich. „Sie haben Jim absichtlich in diese Situation gebracht, um den Shinobi hervorzuholen!“
      Rostbart erwiderte nichts, doch die junge Frau meinte, ein verschlagenes Funkeln in seinen Augen zu sehen, bevor er sich wieder dem Geschehen auf der Fahrbahn zuwandte.
      Just in diesem Moment bog ein weiterer Schlitten um die Kurve. Die weißen Wallache des Fahrers scheuten und versuchten unkoordiniert zum Stillstand zu kommen, doch der rutschige Untergrund verspottete ihre Mühen. Mit einem leidvollen Krachen stieß er mit den anderen zusammen.
      „Wie heißt es so schön?“, kommentierte Wörlghast der Staubige an Tias Seite. „Immer langsam mit den jungen Pferden! Ahahaha ... ha ... ha ...“ Sein Niesen vereitelte einen Lachanfall.
      Tia Handlung ignorierte ihn und lenkte den Blick zurück auf die Fahrbahn. Der dem jungen Mann folgende Fahrer besaß bessere Reflexe und zudem einen kühlen Kopf. Gerade noch rechtzeitig schaffte er es, seine Zugtiere in ein Ausweichmanöver zu lenken. Doch die Geschwindigkeit ließ ihn dennoch mit einer Seite das auf der Fahrbahn liegende Chaos streifen. Fluchend verlor er die Kontrolle und kippte in die Strohbarrikade der nächsten Kurve. Er verlor an Geschwindigkeit, blieb aber im Rennen ... an zweiter Stelle!
      Hinter ihm passierte der nächste den Unfallort. Im Gegensatz zu den anderen fuhr er jedoch mit moderater Geschwindigkeit, wodurch er das Hindernis geschickt umfahren und grazil an die Spitze rauschen konnte.
      „Wahnsinn!“, konnte sie den Kommentator in sein Plärrhorn plärren hören. „Auch wenn Donnerkufe es gerade noch so geschafft hat, Der Maskierte hat die Situation gemeistert, als wäre es ein Kinderspiel! Mit seinen Schlittenhunden übernimmt er die Führung!“


      ***


      Felia merkte, wie sie die gegen ihren Willen angehaltenen Luft, erleichtert aus ihren Lungen strömen ließ. Noch etwas länger und sie wäre sicherlich ohnmächtig vom Dach gekippt – darauf deuteten die ersten Muskelkrämpfe in ihrer Brust hin.
      Auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollte – sie hatte vorhin wirklich Angst um Lyell gehabt. Als sie gesehen hatte, wie die Schlitten in der Kurve zusammengekracht waren und die Tiere in Schmerz und Panik aufschrien, als der Kommentator seine Scherze über ein paar bleibende „blaue Flecke“ bei den Fahrern machte, da war etwas von dem Glanz des Schlittenrennens in den sprichwörtlichen Kot der eigenen Fahrbahn gefallen. Solange die Fahrer irgendwelche Menschen waren, konnte man sich hier echt amüsieren; sobald man einen der Fahrer aber persönlich kannte, wurde die ganze Angelegenheit plötzlich delikat.
      Klar ... sie war sauer auf Lyell. Aber die Aussicht, dass er bei diesem Rennen tatsächlich sterben könnte gefiel ihr überhaupt nicht. Trotz allem mochte sie den Bastler.
      Ein Geräusch hinter ihr lenkte sie von dem Geschehen auf der Fahrbahn ab.
      „Livian!“, erkannte sie den Jungen, der sich mühselig über den Rand des Daches zog. „Da bist du ja wieder. Auf der Strecke ist gerade echt was Schlimmes ...“ Sie unterbrach sich, als sie bemerkte, in welcher Kondition ihr Freund war. Eilig robbte sie in seine Richtung und reichte ihm die Hand, um ihn das letztes Stück nach oben zu ziehen.
      Keuchend blieb der Junge sitzen. „Ich hab das Fernglas“, sagte er, jedoch ohne die Spur eines Lächelns im Gesicht.
      „Vergiss das Fernglas!“ Besorgt legte sie ihm eine Hand auf die Stirn – sie glühte wie eine versehentlich angelassene Herdplatte. „Geht es dir gut? Was ist passiert?“
      Livian antwortete nicht sofort. Aus blinden Fenstern starrte er vor sich in die Leere hinein. Langsam schüttelte er den Kopf.
      Dabei fielen Felia die roten Würgemale an seinem Hals auf.
      „Bei Telduns Gnade!“, rief sie erschrocken. „Du bist doch nicht angegriffen worden? Livian, was ist passiert?“
      Endlich drehte der Junge den Kopf in ihre Richtung und sein Blick zentrierte sich wieder. „Ich ... ich weiß es nicht“, fanden die Worte langsam den Weg von seinem Kopf über die Zunge ins Freie.
      „Kannst du laufen?“
      Livian nickte vorsichtig.
      Auffordernd zog Felia an seinem Arm. „Dann komm mit! Ich bringe dich zu einem der Knochenflicker, die sie hier am Rand der Piste positioniert haben.“
      „Aber was ist mit dem Rennen?“
      „Ach, scheiß auf das Rennen! Deine Gesundheit steht jetzt an erster Stelle.“

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


      Besucht meinen Fuchsbau
    • Hey @Alopex Lagopus :)

      Spoiler anzeigen


      Es geht genauso rasant weiter, wie es aufgehört hat. Ein paar kaputte Schlitten, verletzte Fahrer... Lyell an der Spitze! Aber schön, dass Felia sich lieber um Livian kümmern möchte, als den Rennen beizuwohnen ^^

      Nach dem Gespräch zwischen Fräulein Handlung und Rostbart bin ich bezüglich Jim nun einiges schlauer :thumbsup:

      Alopex Lagopus schrieb:

      Der junge Schnösel ließ es sich nicht nehme, trotz seiner angespannten Haltung ein
      Da fehlt ein "n"

      Alopex Lagopus schrieb:

      Aus blinden Fenstern starrte er vor sich in die Leere hinein.
      Irgendwie gefällt mir die Formulierung :)

      Alopex Lagopus schrieb:

      Ich bringe dich zu einem der Knochenflicker, die sie hier am Rand der Piste positioniert haben.
      Knochenflicker??? 8|
      Ernsthaft? Also wenn sie genauso arbeiten, wie sie genannt werden, dann sollte Felia den guten Livian besser woanders hinbringen :fie:

      Kann weiter gehen. Ich bin echt gespannt, wie chaotisch das noch weitergehen wird :D



      LG :)
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-
    • Knochenflicker :rofl: Sehr gut.

      Und Lyell ist echt super, gerade noch rechtzeitig den richtigen Riecher gehabt, ehe er ebenfalls in diesen Berg aus Knochen, Schreien, Tieren und Schlittenschrott gerauscht ist. Da hat er aber echt Schwein gehabt. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass er nicht von einem Ponwon über den Haufen gefegt wird. :D
      Ein schöner Teil. Gerade der Abschnitt mit Rostbart und Tia Handlung hat mir gefallen. Hat der alte Pirat das echt geplant, oder war es Zufall? Im Falle, dass er es geplant hat, ist er intelligenter, als er zuerst den Anschein gemacht hat. Ich mag ihn immer mehr :rofl:

      So, mal schauen, wie es weitergeht. :D

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
      Síchestja - Das Erbe einer Vergangenheit
    • @LadyK und @Kyelia vielen lieben Dank für eure Kommentare und Anmerkungen :)

      Kyelia schrieb:

      Ein schöner Teil. Gerade der Abschnitt mit Rostbart und Tia Handlung hat mir gefallen. Hat der alte Pirat das echt geplant, oder war es Zufall? Im Falle, dass er es geplant hat, ist er intelligenter, als er zuerst den Anschein gemacht hat. Ich mag ihn immer mehr
      Er hat das tatsächlich geplant ^^ Er ist vielleicht nicht der gebildeste, aber das heißt nicht, dass er nicht schlau wäre :spiteful:

      Gibt mal wieder einen neuen Teil. Ich weiß, hier geht´s gerade nur stockend weiter, dass ist der Arbeit an meiner Masterarbeit zuschulden, Gomenasai !



      Inzwischen überquerte auch Rostbarts Schlitten, gezogen von Wuschel, die Startlinie. Zu Argeis Glück schien der Ponwon selbst zu wissen, wo es langging, denn der Seemann stand immer noch unter den Auswirkungen der Purzeltour. Trotzdem war es einerlei, denn Wuschel hatte bisher noch auf keines von Argeis Kommandos reagiert.
      Jubel brandete ihm entgegen und der Kommentator rief seine Position durch. Argei erwachte aus seinem Delirium.
      „Waaaas!? Achter Platz?“, schrie er. „Ich hasse den achten Platz!“
      Ein Schatten löste sich und beinahe lautlos landete etwas auf dem zusätzlichen Paar Kufen des Schlittens.
      „Jim!“, rief Argei, als er den Leichtmatrosen erkannte. „Was hat das solange gedauert? Dank dir sind wir nur auf dem achten Platz! Jetzt komm da runter und hilf mir, diesen Schlitten anzuhalten!“
      „Das Rennen ist noch nicht vorbei. Es ist immer noch Zeit, aufzuholen.“
      „Schön“, rief Argei. „Aber nicht, wenn du wieder runterfällst. Jetzt schwing dein Sitzfleisch hier runter!“
      Jim reagierte nicht und erst jetzt bemerkte Argei den Unterschied in seiner Haltung. „Weiter nach rechts“, delegierte er ihn von oben über die Fahrbahn. „Zieh etwas rüber und überhole die Rikscha. Bring mich näher an meinen Erzfeind.“
      Argei verschluckte sich beinahe an seiner Zunge. Die Worte „Rikscha“ und „Erzfeind“ gaben genug Auskunft darüber, welcher Jim gerade in der Kapitänskajüte seines Kopfes das Sagen hatte. Wortlos umklammerte der erste Maat die Zügel und versuchte Wuschel nach rechts zu lenken. Mit Ji-im legte er sich nicht an. Auf gar keinen Fall!
      Glücklicherweise verstand der Ponwon den Wink und lenkte ein. Also zum Glück für den vor ihm fahrenden Fahrer. Argei zweifelte nicht daran, dass der Ponwon eventuell auf sein Gefährt gesprungen wäre. Sowieso schien das faule Zugtier allmählich Spaß an seinem Auslauf gefunden zu haben. Darauf deuteten jedenfalls seine freudigen Fiepser hin.
      Auch die Menge feierte Wuschel. Argei verstand es nicht genau, aber er meinte sie immer wieder im Chor rufen zu hören: „Rumkanone, Rumkanone, Rumkanone!“
      Jim war es, dem die Rufe irritierten.
      „Meinen die damit uns?“, fragte er.
      Argei brummte konzentriert. „Nur indirekt. Eigentlich meinen sie den Käpt´n. Der hat sich diesen ...“
      „Rostbart-dono!?“, erwiderte Jim und Zornesröte stieg in seinem Gesicht empor.
      Argei erkannte seinen Fehler sofort. „Nein, das ist in Ordnung, er ...“
      „Niemand nennt den ehrenwerten Rostbart-dono ungestraft eine Rumkanone!“
      „Jim, er ...“ Argei brach ab, da sein Untergebener bereits von den Kufen abgesprungen war. Ein Blick über seine Schulter bestätigte ihm nur, dass Jim bereits in der Menge untergetaucht war. Fluchend wandte er sich wieder der Fahrbahn zu. Das konnte nur Ärger bedeuten.


      ***


      Beim alljährlichen Schlittenrennen Schwalbenkacks stellten Unfälle keine Absonderheit dar. Im Gegenteil. Das Publikum erwartete dass man nachher irgendwo einen Fahrer von der Piste schaben musste. Was wäre es schließlich für ein Wettbewerb, wenn keine Verletzungsgefahr bestünde? Es hätte überhaupt keinen Wert mehr, sich Rennfahrer zu nennen.
      Dennoch bemühte sich die Organisation und die Stadt darum, die Sterberate gering zu halten. Auf der anderen Seite wäre es schließlich kaum lukrativ, wenn einem irgendwann die Rennfahrer ausgingen. Aus diesem Grund schloss die Stadt einen Vertrag mit Karlreich, in dem um eine verstärkte Präsenz von medizinischen Hilfskräften gebeten wurde, die man entlang der Strecke patroullieren ließ. In Schwalbenkack nannte man sie liebevoll die Knochenflicker. In Karlreich nannte man sie Medizinstudenten. Und das alljährliche Schlittenrennen war ihre Abschlussprüfung. Wieso auch eine gute Gelegenheit verschwenden? Dies sollte genügen, um ein ungefähres Bild von den Handelsbeziehungen zwischen dem Stadtstaat und dem angrenzenden Kaiserreich zu erhalten.
      Eine dieser Knochenflickerinnen besah sich gerade Livians Verletzung mit einem nervösen Blick. Hinter ihr stand ein älterer Mann, der kritisch über ihren Rücken äugte.
      Felia entging die Unsicherheit der jungen Frau, zählte für sie doch gerade nur, dass überhaupt jemand von den Knochenflicker sich ihres Freundes annehmen konnte. Gerade nach der Massenkarambolage an der Startlinie waren die meisten von ihnen in ähnlicher Stimmung wie ein Rudel Wölfe, welches die schmackhafte Beute gewittert hatte.
      „Es sieht aus, als sei er stranguliert worden“, stellte die Knochenflickerin fest. Hinter ihr kratzte der Stift des Mannes auf dem Klemmbrett herum, wodurch die Frau einen unruhigen Blick über ihre Schulter warf.
      Livian regte sich nicht. Mit leerem Blick starrte er an ihr vorbei in die Menge.
      „Wer hat ihm das angetan?“, fragte Felia besorgt. „Wird er wieder gesund? Geht es ihm gut?“
      Die junge Frau riskierte einmal mehr einen nervösen Schulterblick. „Für das wer ist meines Wissens nach die Wache verantwortlich. Soweit ich das beurteilen kann, hat er keine schwereren Schäden davon getragen. Gegen die Verletzung am Hals kann ich dir eine Wundsalbe geben.“ Ein Griff in ihre Tasche brachte eine flache Dose zum Vorschein. „Mehr kann ich nicht für ihn tun. Aber für ihn besteht keine Gefahr.“
      Felia atmete auf. Sie hatte schon Schlimmeres befürchtet. Sie nahm die Salbe entgegen und bedankte sich bei der Knochenflickerin für ihre Hilfe, bevor sie mit Livian im Schlepptau an einen etwas unbelebterem Ort verschwand.

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


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    • Hallo @Alopex Lagopus

      hab jetzt beide Teile aufgeholt. Rasant geht es immer noch zu, und nach wie vor will ich mal keine Prognose wagen, wer das Rennen nun gewinnt. Aber es fliegen ja buchstäblich die Fetzen. Liest sich wunderbar flüssig und immer wieder muss man über's ganze Gesicht grinsen. Besonders Rostbarts Truppe ist der Spaßgarant.

      Spoiler anzeigen

      Alopex Lagopus schrieb:

      „Gut so! Ihr macht das großartig, Mutschattschos!“ :rofl:

      Er fühlte sich so lebendig wie selten zuvor in seinem Leben. Dieser feurige Rausch, der wie Lava durch seine Venen floss und sein Herz zum Glühen brachte, dieses ungehemmte Gefühl von Freiheit! Super Beschreibung!! :thumbsup:
      „M wie π“, wiederholte Rostbart das ungewöhnliche Fremdwort. Rostbart ist einfach unschlagbar. Garant für den Lacher des Tages!

      Rostbart erwiderte nichts, doch die junge Frau meinte, ein verschlagenes Funkeln in seinen Augen zu sehen, bevor er sich wieder dem Geschehen auf der Fahrbahn zuwandte. Dieser alte Fuchs! :fox:

      ..., da war etwas von dem Glanz des Schlittenrennens in den sprichwörtlichen Kot der eigenen Fahrbahn gefallen. Schöne bildhafte Sprache :rolleyes:

      „Ach, scheiß auf das Rennen! Deine Gesundheit steht jetzt an erster Stelle.“ ;( Oweh. Der Ärmste. Ein Knochenflicker ...

      Argei verschluckte sich beinahe an seiner Zunge. Die Worte „Rikscha“ und „Erzfeind“ gaben genug Auskunft darüber, welcher Jim gerade in der Kapitänskajüte seines Kopfes das Sagen hatte. Wortlos umklammerte der erste Maat die Zügel und versuchte Wuschel nach rechts zu lenken. Mit Ji-im legte er sich nicht an. Auf gar keinen Fall! Also kennt Argei den Shinobi auch ...

      Ein Blick über seine Schulter bestätigte ihm nur, dass Jim bereits in der Menge untergetaucht war. Fluchend wandte er sich wieder der Fahrbahn zu. Das konnte nur Ärger bedeuten. Was Jim wohl jetzt vorhat? :hmm: Die Ehre seines Dono retten? :hmm:

      Dennoch bemühte sich die Organisation und die Stadt darum, die Sterberate gering zu halten. :rofl:

      „Für das wer ist meines Wissens nach die Wache verantwortlich. Hm, wenn die beiden Leichen gefunden werden, könnte es Ärger bedeuten für Livian. :huh:

      Kann weitergehen!! :thumbsup:
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


      :cookie:

      ___________________
    • Irgendwie habe ich das Gefühl, das Argei gerade irgendwen in Gefahr gebracht hat, nur, weil er Rostbart erwähnt hat. Die Frage stellt sich nur; wen! Wen hat er in Gefahr gebracht? Das ganze Publikum, die ja die ganze Zeit anfeuern, oder den Kommentator, der das ja sicherlich auch mindestens einmal erwähnt hat. :rofl: "Niemand nennt ihn eine Rumkanone" ich schmeiß' mich weg! :rofl:
      Und wenn selbst Argei sich nicht mit diesem Jim anlegen will, scheint er ja echt eine Gefahr zu sein. Ich bin gespannt!

      Und Livian geht es gut. Mehr oder weniger. Ich frage mich immer noch, was seine Rolle in dieser Geschichte ist, bzw. was es genau mit diesem blöden Pergament auf sich hat, das ihm ständig Befehle gibt und für das er sogar mordet. Eigentlich eine ziemlich zwielichtige Type dieser Livian :hmm: / :rofl:

      LG, Kyelia

      Außer Betrieb - Geduldsfaden ist gerissen

      Der, der das Licht stahl
      Síchestja - Das Erbe einer Vergangenheit
    • Hey @Alopex Lagopus :)

      Spoiler anzeigen


      Immer hänge ich hinterher, was den Kommentar bei deiner Geschichte betrifft. Womöglich, weil ich stets so hart am lachen bin, das ich es glatt vergesse. Gut, das es Lesezeichen gibt :thumbsup:

      Zu deiner Geschichte: den ersten Abschnitt fand ich erste Sahne! Ich bin echt gespannt, was Jim jetzt vor hat. Und wenn schon Argei Bedenken hatte, dann kann das nicht gut enden... Fragt sich nur für wen :whistling:

      Der zweite Abschnitt war dann die Kirsche auf der Sahne. Die arme Knochenflickerin. Jetzt tun die mir ja doch ein bisschen leid. Da gerät die Sorge um Livian doch ein bisschen in den Hintergrund :rofl: der steckt das bestimmt ohne weitere Komplikationen weg! Fragt sich nur, was passiert, wenn die Wache auf der Suche nach dem "wer war das" geht. Denke, die finden zwei Leichen nicht so cool. Schließlich wollen sie ja die Sterberate gering halten.... So viel zu beachten :dash:

      Kann weiter gehen :popcorn:



      LG :)
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-