Kalte Kästen

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    • Kalte Kästen

      Kalte Kästen

      Hi, Ihr lieben Leute :hi1:
      Nach dem internationalen Erfolg meines ersten Blogs „Unors Film und Serien Blog“ (kreativ, ich weiß), habe ich mich entschlossen, meiner zweiten Leidenschaft (neben Filmen) ebenfalls einen eigenen Blog zu widmen: Ungelöste Verbrechen. Cold Cases, bzw Kalte Kästen zu Deutsch :tada:
      Und für meinen ersten Post wähle ich auch sogleich den vielleicht berühmtesten ungelösten Mord aller Zeiten (der, wie wir lernen werden, vielleicht gar nicht so ungelöst ist). Ich spreche vom Mord an Elizabeth Short, besser bekannt als …


      The Black Dahlia




      Los Angeles, Kalifornien: Es ist der Morgen des 15 Januars 1947. Betty Bersinger ist gemeinsam mit ihrer dreijährigen Tochter auf dem Weg zum Schuster, als sie gegen 10:00 Uhr etwas auf einer Wiese entdeckt, das sie zunächst für eine Schaufensterpuppe hält. Tatsächlich, wie Betty bald feststellt, handelt es sich jedoch um den blutleeren Körper der zweiundzwanzigjährigen Elizabeth Short. Ihre Leiche ist grausam verstümmelt, an der Hüfte mit chirurgischer Präzision entzweigeschnitten. Schenkel, Scheide und eine Brust sind verstümmelt, teilweise fehlen ganze Fleischstücke. Shorts Gesicht ziert ein „Glasgow Smile“, d.h. die Mundwinkel wurden bis zu den Ohren aufgeschnitten, was den Eindruck eines blutigen Lächelns erweckt.
      Die Autopsie ergibt, dass Short zehn Stunden vor ihrem Auffinden verstorben ist. Als Todesursache werden Schläge auf Gesicht und Kopf genannt; die Verstümmelungen wurden also posthum vorgenommen. Eine Untersuchung der Analregion wirft den Verdacht auf, Short sei vergewaltigt worden, eine Suche nach Sperma bleibt jedoch erfolglos.

      Sechs Tage nach dem Fund der Leiche, erhält James Richardson – Herausgeber des „Los Angeles Examiner“ - einen Anruf von einem Mann, der behauptet, Short getötet zu haben. Dieser Unbekannte gratuliert Richardson für dessen Reportage über den Fall und verkündet, er wolle sich eventuell stellen. Außerdem sagt er zu Richard, dieser solle mit einigen „Souvenirs“ von Beth Short rechnen.
      Tatsächlich trifft drei Tage später ein Umschlag beim Examiner ein, auf den mit aus Zeitungen ausgeschnittenen Buchstaben geschrieben steht: „Los Angeles Examiner and other Los Angeles papers. Here ist Dahlia’s belongings. Letter to follow.“ (Los Angeles Examiner und andere Los Angeles Zeitungen. Hier sind Dahlias Sachen. Ein Brief wird folgen.)




      Tatsächlich enthält der Umschlag Shorts Geburtsurkunde, Visitenkarte, Fotos, die Namen von Menschen auf Papierfetzen geschrieben und ein Adressbuch mit dem Namen „Mark Hansen“ auf dem Cover. Am selben Tag werden in der Nähe des Fundorts der Leiche eine Handtasche und ein schwarzer Schuh abgestellt. All diese Dinge sind mit Benzin gereinigt worden, um Fingerabdrücke zu verwischen. Das Gleiche wurde auch mit Shorts Leiche gemacht, bevor sie von Bersinger gefunden wurde. Dies legt die Vermutung nahe, dass all die Gegenstände vom tatsächlichen Mörder geschickt wurden.


      Da es zu diesem Fall sehr viele Verdächtige gibt, werde ich über sie einen zweiten Post verfassen, um euch nicht mit Worten zu erschlagen.

      Bis dann :hi1:



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    • Man sollte meinen, das LAPD (Los Angeles Police Departement) sei in Anbetracht des Medienrummels und der Grausamkeit der Tat besonders am Lösen des Falles interessiert gewesen, jedoch sind die Ermittlungen mit solcher Inkompetenz vorgenommen worden, dass manche sogar vermuten, die Polizei sei bestochen worden – hier sei erwähnt, dass das LAPD zu jener Zeit sehr korrupt war und fast alle Akten und Indizen zu dem Fall spurlos verschwunden sind.
      Nichtsdestotrotz gibt es haufenweise Verdächtige – genug, um eine ganze Wikipediaseite zu füllen (was auch gemacht wurde). Die Anschuldigungen reichen von plausibel zu aberwitzig. So wurde unter anderem der berühmte Filmregisseur Orson Welles verdächtigt. Grund hierfür ist eine nie bewiesene Affäre Wells‘ mit Short und die Tatsache, dass er das Land kurz nach dem Mord verließ, obwohl er mitten in den Dreharbeiten zu einem Film steckte. Seltsam ja, aber für mich nicht überzeugend genug, um näher darauf einzugehen.
      Die Ex-Liebhaber-Theorie an sich scheint mir jedoch plausibel, wenn man die Verstümmelungen an den Geschlechtsmerkmalen Shorts bedenkt. Außerdem muss es sich bei dem Mörder um einen intelligenten Mann gehandelt haben (oder um einen Glückspilz), hat er es doch geschafft, inmitten eines besiedelten Gebietes, die verstümmelte Leiche nicht nur abzulegen, sondern pervers in Szene zu setzten (so nahm er sich etwa die Zeit, die Beine Shorts zu spreizen und die Arme in fast perfekten rechten Winkeln anzuwinkeln). Der präzise Schnitt, mit dem Short zerteilt wurde, legt außerdem anatomische Kenntnisse beim Täter nahe.
      Aber kommen wir nun zu einigen Namen. Ich habe versucht, mich auf die meiner Meinung nach interessantesten Verdächtigen zu beschränken:

      Robert Manley:
      Robert Manley war in den ersten Tagen nach dem Mord der Hauptverdächtige, da er der letzte Mensch war, mit dem Short vor ihrem Tod gesehen wurde. Er setzte sie mit dem Auto in ihrem Hotel ab. Manley wurde zwei Lügendetektortests unterzogen, die er bestand (was mich nicht überzeigt, da ich der Meinung bin, dass Lügendetektoren Bullshit sind). Die Polizei ging aber noch weiter und verabreichte Manley Sodium Pentathol, was angeblich ein Wahrheitsserum sein soll (Ich wusste nicht, dass Professor Snape neben seiner Lehramtstätigkeit auch noch in der Mordermittlung tätig ist …).
      Manley war aus der Armee entlassen worden, auf Grund von psychischen Problemen und erlitt mehrere Nervenzusammenbrüche in seinem Leben. Letztendendes wurde er in eine Heilanstalt eingeliefert, da er behauptete, Stimmen zu hören.

      Joseph Dumais:
      Dumais war ein Offizier bei der Armee, der behauptete, sich einige Tage vor dem Mord mit Short betrunken zu haben. Tatsächlich glaubte er, Short getötet zu haben und gestand dies einige Wochen nach der Tat. Er wurde jedoch schnell wieder freigelassen, als herauskam, dass er am Tag der Tat in seiner Basis war.
      Dumais wurde noch weitere Male für andere Verbrechen verhaftet und behauptete bei jeder seiner Festnahmen, er sei der Mörder der Black Dahlia.

      Walter Bayley:
      Bayley war ein zum Zeitpunkt der Tat neunundsechzigjähriger Chirurg, der bis zur Scheidung von seiner Frau in der Nähe des Fundorts der Leiche gewohnt hatte. Er starb 1948 – ein Jahr nach der Tat – ohne je ein offizieller Verdächtiger gewesen zu sein. Seine Autopsie ergab, dass er an einer Hirnkrankheit gelitten hatte. Seine Exfrau behauptete nach seinem Ableben, dass seine Geliebte ein „schreckliches Geheimnis“ gehütet hätte und deshalb als Alleinerbin eingesetzt worden war (Dieser Aussage einer offensichtlich neidischen Ex schenke ich ehrlich gesagt wenig Glauben).
      Bayleys Tochter war außerdem die beste Freundin von Shorts Schwester Virginia. Jedoch gibt es keinen Beweis dafür, dass Bayley Short gekannt hatte.
      Als eventuelles Motiv wird genannt, dass Bayley sauer auf Short war, da diese oft behauptete einen Sohn gehabt zu haben, der verstorben war (was nicht stimmte). Bayley hatte tatsächlich einen Sohn gehabt, der mit elf Jahren tragisch in einem Autounfall verstorben war. Sein Geburtstag war der dreizehnte Januar. Shorts Leiche wurde an einem fünfzehnten gefunden und vermutlich am vierzehnten Januar umgebracht.
      Kritiker dieser Theorie werfen oft ein, dass Bayley aufgrund seines mentalen Zustandes und seines Alters nicht in der Lage gewesen sei, den Mord zu begehen, während andere die Tatsache, dass Shorts Körper in zwei Teile geschnitten wurde, als Beleg anführen, dass der Täter zu schwach oder alt gewesen war, um den ganzen Leichnam zu tragen.

      Dr. George Hodel:
      George Hodel war ein studierter Chirurg, der zum ersten Mal ins Blickfeld der Polizei geriet, als seine Tochter ihn der sexuellen Belästigung beschuldigte. Obwohl drei Zeugen aussagten, Hodel beim Sex mit seiner Tochter gesehen zu haben, wurde er freigesprochen.
      Hodel trieb sich öfter an dem Hotel herum, in dem Short offiziell zuletzt gesehen worden war. Er hatte außerdem einen Geheimraum in seinem Haus, den die Kinder nicht betreten durften und galt als hochintelligent. Wo wir gerade von Kindern sprechen: Hodels Sohn Steve – der zum Zeitpunkt der Tat fünf Jahre alt war – wurde später Polizist und ist seit seinem Ruhestand davon überzeugt, dass sein Vater der Mörder der Black Dahlia war.
      Steve Hodel fand in einem Fotoalbum seines Vaters Bilder einer Frau, die Short sehr ähnlich sehen. Ein Experte meinte jedoch, er sei zu 85% sicher, dass es nicht Short sei. 2014 wurden die Bilder noch einmal mit einer Gesichtserkennungssoftware überprüft, die sich zu 95% sicher war, dass in beiden Fotos Short abgebildet ist. Was meint ihr? Ist das dieselbe Frau wie im Bild oben?



      Die Polizei platzierte während der Ermittlungen Mikrofone in Hodels Haus, die unter anderem folgendes aufzeichneten:

      „Selbst wenn ich die Black Dahlia umgebracht hätte, jetzt können sie es nicht beweisen. Sie können nichtmehr mit meiner Sekretärin reden, denn die ist tot. Sie dachten da wäre was faul. Wie auch immer, jetzt könnten sie dahintergekommen sein. Sie getötet! Vielleicht habe ich meine Sekretärin getötet …“ (18. Februar 1950)

      Tatsächlich wurde Hodel verdächtig, etwas mit dem Tod seiner Sekretärin zu tun zu haben, die 1945 an einer Überdosis verstorben war.
      Steve Hodel machte außerdem eine alte Polizeiakte ausfindig, in der eine Zeugin behauptete, Short und George Hodel hätten einander gekannt. 2012 brachte Steve Hodel einen Polizeihund zum Haus seines Vaters, der im Fundament den Geruch von menschlichen Überresten entdeckte. Zwar wurde die Black Dahlia nicht begraben, es könnte jedoch ein Hinweis darauf sein, dass sie nicht Hodels erstes Opfer gewesen war.
      Hodel hat mehrere Anträge beim LAPD gestellt, diesen neuen Hinweisen zu folgen und er würde gerne Grabungen auf dem Privatgrundstück durchführen, was ihm aber immer wieder verweigert wird.
      Was mich zu diesen Worten George Hodels bringt, die ebenfalls von den Mikrofonen aufgezeichnet wurden:

      „Das ist die beste Bestechung, die ich je zwischen Strafverfolgungsorganisationen gesehen habe und ich würde gerne eine Verbindung zur Staatsanwaltschaft einrichten.“

      Ehrlich gesagt reicht das, um mich zu überzeugen. Was ist mit euch? Glaubt ihr, dass Dr. Hodel die Black Dahlia ermordet hat?
      100% Konsequent!
    • Vieles spricht dafür:
      - Sex mit der Tochter
      - ein geheimer Raum
      - mehrmaliger Aufenthalt in der Nähe de Hotels
      - der perfekt passende Zeitpunkt des Ablebens der Sekretärin
      - Fotos einer zumindest ähnlichen Frau (ich würde nicht mal mit Bestimmtheit sagen können, dass die beiden unteren Bilder überhaupt dieselbe Frau zeigen :hmm: )

      Zu den Tonaufnahmen - daraus kann ich jetzt nicht erkennen, dass er sich selbst damit in Schwierigkeiten bringt.

      Was aus deinem Text nicht ganz klar hervorgeht: Das Grundstück, auf dem George Hodels Haus steht gehört also nicht dessen Sohn, sonst wäre längst gegraben worden. Oder?

      Also mein Tipp:
      Ja, es war Dr. Hodel
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


      :cookie:

      ___________________
    • Der Somerton-Mann


      Es ist der dreißigste November 1948 in Adelaide, Australien. Ein unbekannter Mann taucht gegen Abend am Strand auf und wird von mehreren Zeugen beobachtet, wie er an einer Mauer sitzt, reglos. Ein Mann erwägt sogar kurz, ob der Mann tot sein könnte, hält es dann aber für wahrscheinlicher, dass er nur betrunken ist.
      Am nächsten Morgen gegen halb Sieben entdeckt ein Passant den leblosen Körper des Mannes an derselben Stelle, wo die anderen Zeugen ihn bereits gesehen hatten. Sein Kopf ruht an einer Mauer, sein Körper liegt ausgestreckt. Der Mann trägt einen feinen Anzug, der Wohlstand suggeriert und aus dem sämtliche Namensschilder professionell entfernt wurden. Die Schuhe des Mannes sind auffallend sauber und poliert. Er hat eine englische Zigarre bei sich, die in Australien nicht verkauft wird, ein Päckchen Streichhölzer, einen Kamm, einen benutzten Busfahrschein und ein nicht benutztes Zugticket für den nächsten Tag. Es finden sich keine Spuren von Gewalteinwirkung.



      Auch die Autopsie ergibt keine Ergebnisse, doch ein Forensiker äußert die Vermutung eines nicht nachweisbaren Giftes. Selbstmord oder ein natürlicher Tot werden jedoch nicht ausgeschlossen. Im Magen des Mannes werden Reste eines Gebäcks gefunden, dass jedoch nicht Träger des Giftes gewesen sein kann, da es schon zu lange im System des Mannes ist. Der Todeszeitpunt wird auf 2:00 Uhr morgens festgelegt.
      Die Hände des Mannes weisen keine Spuren von harter Arbeit auf und aufgrund der Fußform und dem allgemein guten körperlichen Zustand des Mannes, wird gemutmaßt, ob es sich um einen Tänzer oder Reiter handeln könnte.
      Fingerabdrücke werden von der Leiche genommen, doch können nicht identifiziert werden. Das Bild des Mannes wird in Nachrichtenprogrammen gezeigt, doch auch dies erbringt keine Ergebnisse. Schließlich werden die Fingerabdrücke mit Kriminaldatenbanken der gesamten englischsprachigen Welt abgeglichen, jedoch ohne Erfolg. Der Mann wurde bis zum heutigen Tag nicht identifiziert.

      Zwei Monate nach dem Fund der Leiche, entdecken die Ermittler bei einer näheren Untersuchung der Leiche eine eingenähte Geheimtasche in der Hose des Opfers. Darin befindet sich ein kleines Stück Papier, auf welchem die Worte „Tamam Shud“ geschrieben stehen. Zu Deutsch: „Es ist beendet.“
      Den Ermittlern gelingt es, das Buch zu bestimmen, aus welchem dieser Satz stammt. Es trägt den Titel „Der Rubaiyat“, doch die Suche nach einem Exemplar gestaltet sich schwierig. Schließlich wird ein Abdruck von dem Mann gemacht und er wird beerdigt.

      Eines Tages kommt ein Mann in eine Polizeistation mit einer Kopie des „Rubaiyat“. Er behauptet, diese auf dem Rücksitz seines Autos gefunden zu haben, welches zum Zeitpunkt des Todes am Strand geparkt war, sich jedoch zunächst nichts dabei gedacht zu haben. Aus eben diesem Buch war genau die Stelle herausgerissen, die sich in der Hose des Mannes befunden hatte. Auf der Rückseite des Buches stand eine Buchstabenabfolge, die die Polizei für einen Code hielt, der jedoch bis heute nicht geknackt werden konnte.



      Außerdem steht auf der Rückseite eine Telefonnummer. Es ist die Nummer einer Krankenschwester, die in der Nähe des Fundorts der Leiche wohnt und arbeitet. Sie behauptet, den Mann nicht zu kennen, es gibt jedoch Berichte, dass sie beim Anblick des Abdrucks seiner Leiche ohnmächtig wurde und während des Verhörs die ganze Zeit geweint hat. Es stellt sich heraus, dass die Frau (genannt „Jessica“) einst eine Kopie des Rubaiyat besessen hat, diese jedoch im Zweiten Weltkrieg einem Mann namens Alfred Boxall geschenkt hat. Dieser ist noch am Leben und besitzt auch seine Kopie des Buches noch. Schließlich werden Boxall und Jessica als mögliche Verdächtige verworfen, ebenso wie das Buch, da man davon ausgeht, dass es nichts mit dem Tod des Mannes zu tun hat.
      Später kommt heraus, dass Jessica einen Sohn hat (der Vater ist unbekannt) und einige Experten meinen, das dieser Sohn dem Somerton-Mann sehr ähnlich sieht, da er gewisse Zahn und Ohrstrukturen mit ihm teilt.



      Eine letzte Spur ergibt sich, als die Angestellten des örtlichen Bahnhofs einen Koffer an die Polizei übergeben, der angeblich vom Somerton-Mann in einem Schließfach abgestellt worden war. Darin befindet sich ein teurer Mantel aus Amerika, geschliffene Scheren, Rasierutensilien und eine Krawatte. Auf den Klamotten ist „T. Keane“ zu lesen. Die Suche nach einem Mann mit diesem Namen in der Gegend bleibt jedoch erfolglos.

      Tja, und das wars. Es wurden nie Verdächtige präsentiert. Man ist sich nicht einmal sicher, ob es überhaupt ein Mord war. Ich persönlich schließe Selbstmord aus, da der Mann für den nächsten Tag ein Zugticket gelöst hatte und ich glaube auch, dass Jessica etwas mit der Sache zu tun hat.
      Was meint ihr? Habt ihr Fragen? Theorien? Lasst es mich wissen. :D

      :hi1:


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    • Auch wieder ein sehr interessanter Fall :hmm:
      Bestand eigentlich damals die Möglichkeit, festzustellen ob der Tote der Vater des Kindes war?
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      GNU Terry Pratchett
    • @Korus Die Technologie für einen Vaterschaftstest war meines Wissens nach noch nicht vorhanden, aber es gab Experten, die auf die erwähnten Ähnlichkeiten der Ohr- und Zahnstrukturen hingewiesen haben. Es gibt eine Gruppe von Leuten, die fordern, dass der Körper des Mannes exhumiert werden soll (man hat ihn einbalsamiert, bevor er begraben wurde), aber die Gesetze in Australien erlauben das nur bei Soldaten, die identifiziert werden müssen oder bei Mordfällen. Da man aber nicht weiß, ob es Mod war, wurde bisher keine Erlaubnis erteilt. Sollte die irgendwann kommen, kann man die DNA des Mannes mit der der Nachfahren des Sohnes (der ist 2009 gestorben) abgleichen, die dazu auch bereit wären. Außerdem könnte man die DNA mit der internationalen Mitochondriendatenbank abgleichen und auf diese Weise die Herkunft und eventuell sogar den wahrscheinlichen Nachnamen des Mannes feststellen.
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    • Das wäre auch meine Frage gewesen. Vaterschaftstest war das Erste, was mir in den Sinn kam. Naja, das scheidet ja schon mal aus.
      Ich finde das Foto mit den offenen Augen etwas gruselig, man könnte meinen, er sei noch am Leben... :/

      Als ich die Google-Seite aus dem Quellen-Spoiler angegklickt habe, tauchten Fotos auf, die den Mann an einer (vermeintlich) anderen Stelle zeigten. Ein Wall aus großen Felsbrocken (Bild) ist hinter ihm, keine richtige Mauer.
      Das sieht ein bisschen anders aus als das Bild, was du im oberen Bereich deines Posts hast. Liegt es an der etwas minderwertigen Qualität und es ist derselbe Ort oder ist es ein anderer Platz? Das angestellte Bein würde ja passen...
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      ___________________
    • @Tariq Vielleicht hat man ihn ja noch etwas spazieren getragen :D :P

      Aber im Ernst, ist ein richtig spannender Fall. Was genau ist eigentlich der Rubaiyat? Auf Wikipedia steht nur, dass es der Plural von
      Rubāʿī einer persischen Gedichtsform sei. Ist das Buch ein Gedichtsband? Hatte irgendeiner der Beteiligten eine Verbindung in die Richtung?
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    • @Korus @Tariq

      Tariq, ich habe nochmal nachgesehen. In den Berichten steht, dass sein Kopf an einer Mauer gelehnt hat und die Position in meinem Bild stimmt der Markierung des Fundortes auf anderen Bildern überein.
      Korus, das Buch ist ein Gedichtsband ja. Es handelt sich um Übersetzungen von persischen Gedichten, soweit ich weiß. Jessica, die Frau deren Telefonnummer auf der Rückseite gestanden hatte, hat ja angegeben dieses Buch besessen zu haben. Da es relativ selten ist, glaub ich nicht, dass es Zufall war, dass der Somerton-Mann das Gleiche hatte. Meine Theorie ist, dass er tatsächlich der Vater des Kindes ist und dass diese Jessica die Bücher an ihre Liebhaber verschenkt hat. Alfred Boxall hat sie ja auch eines geschenkt.
      Außerdem glaube ich, dass der Code auf der Rückseite eine Art Merkhilfe war (d.h. jeder der Buchstaben steht für den ersten Buchstaben in einem Satz). Vielleicht hat der Mann ein eigenes Gedicht geschrieben oder versucht sich eines einzuprägen, dass er für seine ehemalige Geliebte vortragen wollte oder so.
      Ich habe gestern noch ein Youtube-Video gefunden, in dem jemand behauptet hat, Teile des Codes geknackt zu haben. Laut ihm heißen zwei Zeilen des Codes "Six times a year / the line is clear"
      Ich hab seine Erläuterung zu den Methoden, die er angewendet hat, nicht ganz verstanden, aber es ist dennoch interessant, da er sagt, der Code wäre in Usbekin geschrieben und es gibt Theorien, dass der Mann ein Spion aus den Ostblockstaaten war.
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    • Wow!
      Die Fälle sind ja interessant.
      Ich finde es immer faszinierend, wie man den einen Mord/Fall, den man zu der Zeit nicht lösen kann, ein paar Jahrzehnte später doch noch knacken kann.

      Acuh cool, wie viel Mühe du dir damit machts. Die Bilder dazu finde ich super informativ.


      Genesis: Sie ist Azathoth, das amorphe Chaos in der zentralen Leere
      Josh: Meine Prophetin!