Arbeitstitel: Der Letzte Krieger

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    • Arbeitstitel: Der Letzte Krieger

      So, ich werde hier mal Teile meiner Geschichte presentieren.

      Vorallem den Anfang finde ich etwas schwermütig, weiss aber nicht, woran es genau liegt, finde respektiv nicht den richtigen Weg, dass zu beheben.

      Ansonsten hoffe ich, dass es Euch gefällt und Kritik ist herzlich wilkommen. :)

      Viel Spass beim Lesen.

      Kapitel 1

      Avanor betrachtete das Bierglas vor sich auf dem Tisch. Genau wie die ganze Kneipe sah es alt und schmutzig aus. Der Inhalt schmeckte auch so, was ihn aber nicht weiter störte. Aus den Augenwinkeln sah er, wie er beobachtet wurde. Er wusste um seine Erscheinung. Etwas über sechs Fuss gross, Statur wie ein Bär, das mürrische Gesicht umrahmt von schwarzen Haaren, sowohl im Gesicht, wie auch auf dem Kopf, wild und zerzaust.
      Mit seinen stahlblauen Augen betrachtete er den Raum. Die fünf Personen, die sich darin befanden, sahen ärmlich aus. Stillschweigend assen sie Suppe. Einzig das etwas mollige Schankmädchen lächelte beim Bedienen.
      In seine Gedanken versunken vergass Avanor das Bier und als er nun daran nippte, schmeckte es noch schrecklicher als zuvor. Er warf einen Silberling auf den Tisch, nahm seine Waffe und ging, ohne ein Wort zu sagen.
      Er zog Richtung Norden. Man hatte ihn vor einigen Tagen in einem kleinen Dorf als Söldner angeheuert und er sollte sich bis zum Abend am Rande eines Waldstückes mit einigen anderen treffen, dort würden sie alles Weitere erfahren.
      Am Mittag war er dort. Ein junger Mann, etwa im gleichen Alter wie Avanor, sass an eine Buche gelehnt im Gras und schien zu dösen. Der Krieger tat es ihm gleich und setzte sich in einiger Entfernung ebenfalls ins Grüne und wartete.
      Bis zum Abend schienen alle anwesend zu sein. Avanor hatte sich in der Zwischenzeit auf einen Stein gesetzt und betrachtete seine Mitstreiter. Er zählte einundzwanzig Mann. Zwei befanden sich vor ihm auf den Hügeln und spähten zum Herrenhaus in der nächsten Senke. Allesamt waren sie Söldner, angeheuert, um irgendeinen Gutsherren niederzumachen, der irgendjemanden verärgert hatte.
      Avanor war noch nicht lange Söldner, da auch erst zwanzig Jahre alt. Als Kind lebte er bei seiner Mutter, seinen Vater hatte er nie kennengelernt. Sie verstarb an der Schwindsucht, als er noch sehr jung war, danach musste er, da sie weder Verwandte noch Freunde hatten, auf der Strasse leben. Irgendwann wurde er von einem alten Mann aufgenommen, der ihn das Schmieden lehrte. Doch als auch dieser starb, hielt Avanor nichts mehr in Ersev und so zog er weg. Er hatte sich das Nötigste aus der dürftigen Schmiede seines Lehrers genommen und war gegangen. Wegen seiner Erscheinung wurde er unterwegs von einem hageren Akyrer angesprochen, ob er nicht gegen Entgelt Waren eintreiben könne. So wurde er Söldner. Bald stellte sich fest, dass er das Kämpfen mochte und so leicht an Geld kam.
      Lant, der Mann, der ihn angeheuert hatte, stand bei etwa einem Dutzend Kämpfern und schien einen Plan zu erarbeiten. Avanor gesellte sich dazu.
      Während er zu ihnen lief, kamen die beiden Späher zurück und berichteten ihre Erkenntnisse.
      „Zwei Wachen am Tor, zwölf Mann auf der Mauer, zwei mit Pfeil und Bogen. Um das Gut patrouillieren zehn Mann. Ich schätze die Gesamtzahl auf etwa fünfzig Mann.“
      „Zwei für jeden“, lachte ein Mann hinter dem Späher.
      Lant drehte sich zu seinen Männern um. „Nach Einbruch der Nacht greifen wir an. Pilar und Kulis, ihr geht voraus, erklimmt die Mauern und schaltet die Bogenschützen aus. Sobald wir euer Zeichen sehen, stossen wir dazu. Der Rest verhält sich ruhig.“
      Es würde noch eine Weile dauern, bis es dunkel war und so legte sich Avanor noch einmal hin und döste.
      Ein kräftiger Fusstritt weckte ihn auf. Es war dunkel. Die meisten Söldner waren schon bereit und hatten ihre Waffen im Anschlag. Avanor griff nach seiner Axt und erhob sich.
      Es war eine warme Nacht, wie es zu dieser Jahreszeit üblich war. Auf das Handzeichen von Lant bewegte sich der Trupp in Richtung Gut, bis sie bei einer kleinen Baumgruppe ankamen, wo sie auf das Zeichen von Pilar und Kulis warteten. Es war bewölkt und der Mond nicht zu sehen, die Gruppe war fast vollkommen unsichtbar. Avanor blickte zum Gut. Kaum eine Fackel war zu sehen, nur vor dem Tor und auf der Mauer. Alle Häuser waren dunkel, die Bewohner schienen zu schlafen. Sein Blick schweifte weiter über die Mauer. Sie war kaum höher als ein Mann.
      Auf einmal sah er eine Fackel, die in langen Zügen hin und her geschwenkt wurde. Lant hatte das Signal ebenfalls gesehen. Wie zuvor besprochen, teilten sie sich in zwei Gruppen auf und schlichen durch die einzelnen Häuser vor der Mauer. Als sich Avanors Trupp dem Tor näherte, suchte dieser die beiden Wachposten. Sie standen in seltsamer Haltung an die Mauer gelehnt, als ob es sich um Puppen handeln würde, die Arme schlaff herabhängend und die Köpfe leicht schief. Er dachte, dass sie schliefen. Lant beachtete die beiden nicht einmal und schritt auf das geöffnete Tor zu.
      Als sie näherkamen, konnte man aus jedem Körper einen Pfeil ragen sehen, welcher diesen an die Mauer genagelt hatte. Beiden waren die Kehlen durchschossen worden. Der Anblick liess den jungen Mann stocken. Nicht, dass er schockiert gewesen wäre, die Art wie die beiden Toten dort hingen und vor allem wie sie getötet worden waren, liess ihn innehalten. Zwei perfekte Schüsse.
      Avanor merkte plötzlich, dass er als Einziger noch draussen war. Rufe und Waffenklirren weckten ihn wieder auf und er eilte durch das Tor, die Axt bereits erhoben. Lant und die meisten seiner Männer waren bereits ins Gefecht verwickelt. Kulis lag in einiger Entfernung daneben, der linke Arm am Ellbogen abgetrennt, einen Speer in der Brust.
      Ein Held. Ein Beschützer ganzer Völker. Geehrt und Bejubelt. Und trotzdem alleine.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von LirayLegend ()

    • Das ist ein recht vielversprechender Anfang!
      Du stellst uns einen interessanten Prota vor, lässt uns mal kurz in seine Vergangenheit reinschnuppern und nimmst dann zielgerichtet das aufs Korn, was für ihn momentan das Tagewerk ist - das Dasein eines Söldners.

      Mir gefällt der melancholische Einstieg. Deine Beschreibungen lassen ein ziemlich gutes Bild der Gaststube vor dem inneren Auge des lesers entstehen.
      Ein paar Formulierungen würde ich ändern, sind aber nur Vorschläge. Ich stecke sie mal in den Spoiler.
      Spoiler anzeigen

      LirayLegend schrieb:

      Avanor betrachtete das Bierglas vor sich auf dem Tisch. Genau wie die ganze Kneipe sah es alt und schmutzig aus. Es schmeckte auch so, was ihn aber nicht weiter störte.
      ich bin sicher, du meinst hier das Bier, das alt und schmutzig schmeckte, ja?

      LirayLegend schrieb:

      Ein junger Mann, etwa im gleichen Alter wie Avanor
      Upps, nach der Beschreibung vom Anfang hätte ich ihn älter geschätzt, so mit schwarzem Rauschebart... :hmm:

      LirayLegend schrieb:

      Es waren einundzwanzig Mann zu sehen. Zwei waren vor ihm auf den Hügeln und spähten zum Herrenhaus in der nächsten Senke. Allesamt waren sie Söldner
      Versuch, das Wort "waren" nicht zu oft zu verwenden, Wortwiederholungen langweilen...

      LirayLegend schrieb:

      Ich schätze die Gesamtzahlauf auf etwa fünfzig Mann.

      LirayLegend schrieb:

      Avanor war noch nicht lange Söldner, da auch erst zwanzig Jahre alt
      das passt irgendwie nicht. Eventuell "Avanor war noch nicht lange Söldner. Er war auch erst zwanzig Jahre alt." ?

      LirayLegend schrieb:

      der ihn das Schmieden lernte lehrte.

      LirayLegend schrieb:

      Unterwegs wurde er von einem hageren Akyrer wegen seines Auftretens angesprochen, ob er nicht gegen Entgelt Waren eintreiben könne.
      "Wegen seines Auftretens wurde er unterwegs von einem hageren Akyrer angesprochen, ob er nicht gegen Entgelt Waren eintreiben könne."
      Hier würde ich ein bisschen beschreiben. Was war es, das den anderen auf ihn aufmerksam werden ließ? Was meinst du mit 'wegen seines Auftretens'?

      LirayLegend schrieb:

      Bald stellte sich für Avanor fest, dass er das Kämpfen mochte und er so leicht an Geld kam.
      Bald stellte sich für Avanor fest heraus, dass er das Kämpfen mochte und er so leicht an Geld kam.

      LirayLegend schrieb:

      Avanor griff zu seiner Axt und erhob sich.
      griff "nach" seiner Axt oder "griff (sich) seine Axt

      LirayLegend schrieb:

      Ein starker Fusstritt weckte ihn auf.
      Vielleicht eher "ein kräftiger Fußtritt" ?

      LirayLegend schrieb:

      Es war bewölkt und der Mond nicht zu sehen, die Gruppe war vollkommen unsichtbar. Avanor blickte zum Gut. Kaum eine Fackel war zu sehen,
      Wiederholung

      LirayLegend schrieb:

      Alle Häuser schienen waren dunkel, die Bewohner schienen zu schlafen.

      LirayLegend schrieb:

      welche sie an die Mauer genagelt hatten
      Ähm... Pfeile, die Köpfe an die Mauer nageln? Eisenpfeile? :hmm:

      LirayLegend schrieb:

      Beiden waren (außerdem) die Kehlen durchschossen worden.

      LirayLegend schrieb:

      Nicht dass er schockiert gewesen wäre, die Art wie die beiden Toten dort hingen und vor allem wie sie getötet worden sind waren, liess ihn innehalten.
      Ich würde hier zwei Sätze draus machen. Nach "wäre" ist der erste beendet.

      Formsachen: Die großen Absätze, die beim Einfügen von kopierten Texten entstehen, kannst du verhindern, indem du vorher in der Leiste ganz oben links auf das kleine Kästchen klickst (wird dann schwarz) und nach dem Einfügen des Textes nochmal klickst (wird wieder weiß). So wird nur der Text übernommen.
      Und du scheinst eine Abneigung gegen das "ß" zu haben, weil du die Worte alle mit "ss" schreibst, die es eigentlich erfordern. ^^


      Wie gesagt, interessant. Lass uns sehen, was daraus wird! :thumbup:
      VG Tariq
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


      :cookie:

      ___________________
    • Vielen Dank für die tolle Kritik, es ist genau so, wie ich mir erhofft hatte, die Sätze, die mir selbst nicht passten, kann ich nun konstruktiv überarbeiten, danke :)

      Spoiler anzeigen
      Habe versucht auf die Wortwiederholung zu achten, ist mir aber alles nicht aufgefallen^^

      Ja, das mit dem "ss", in der Schweiz haben wir nur das, das andere hab ich noch nicht einmal in meiner Tastatur xD

      Sein Äusseres wird kurze Zeit später noch genauer beschrieben, da wollte ich noch nicht darauf eingehen.

      Und zu den Pfeilen: Eben dies liess ihn stocken, wie können die Pfeile in der Mauer stecken, die ganze Szenerie kommt ihm komisch vor.

      Den Rest werde ich überarbeiten :)
      Ein Held. Ein Beschützer ganzer Völker. Geehrt und Bejubelt. Und trotzdem alleine.

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    • Hallihallo!

      :hi1:

      @Tariq hat Dir ja schon ne Menge erzählt, vielleicht noch ein, zwei kleine Dinge aus meiner Sicht, ja?

      Erster Absatz, Du schreibst:

      LirayLegend schrieb:

      Aus den Augenwinkeln sah er, wie er beobachtet wurde.
      Das hier wäre eine ideale Gelegenheit für ein "Show, don't tell"... Wir erfahren später, dass er Söldner ist. Hier schon könntest Du durchblicken lassen, dass er es ist, ohne es zu benennen. Er ist Söldner, fühlt er sich nicht unwohl, beobachtet zu werden? Wer von den fünf Suppelöfflern beobachtet ihn? Ist der eine Gefahr? Oder mustert ihn der Wirt? Die Schankmaid? Ein "echter Söldner" checkt das ziemlich gründlich ab, egal, wie melancholisch er grade ist, das liegt ihm im Blut... Ist nurn Gedanke, okay?


      Das zweite, was mir aufgefallen ist, sind Deine.. ich nenn es mal "Irdizismen". Ich weiß nicht, wie Fantasy Deine Welt werden wird, vielleicht spielt das ganze ja doch auf der irdischen Erde... dann kannst Du das so lassen.
      Ansonsten wäre es vielleicht zu überdenken:

      LirayLegend schrieb:

      Statur wie ein Bär

      LirayLegend schrieb:

      sass an eine Buche gelehnt
      ...ob Du nicht eine andere Formulierung finden kannst...



      LirayLegend schrieb:

      Es war eine warme Nacht, wie es zu dieser Jahreszeit üblich war.
      Das passt irgendwie nicht in den Lesefluß dieses Absatzes... es ist mE etwas irrelevant, was nächtens da temperaturmäßig üblich ist... eine Erwähnung wäre es wert gewesen, wenn es eben unüblich ist oder noch eine Rolle spielt... tut es das?



      Und als letztes:

      LirayLegend schrieb:

      Auf das Handzeichen von Lant bewegte sich der Trupp in Richtung Gut, bis sie bei einer kleinen Baumgruppe ankamen, wo sie auf das Zeichen von Pilar und Kulis warteten. Es war bewölkt und der Mond nicht zu sehen, die Gruppe war vollkommen unsichtbar.
      (Hervorhebung von mir)
      Wenn es so stockenduster ist, dass die Truppe vollkommen unsichtbar ist, dann kann keiner von ihnen Lants Handzeichen sehen...
      Ein FAST vor dem Vollkommen würde die Situation entschärfen, find ich...


      So, genug gelabert, lass schauen, wie es weitergeht (bitte!) :hi1:
      Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
      -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?
    • Danke :)

      Die Welt, in der sich die Geschicht abspielt, ist der unseren wirklich sehr ähnlich, Tiere und Pflanzen sind grossteils gleich.

      Die Wärme/Jahreszeit wird später wirklich noch zum Thema. :)

      Ja das mit der Dunkelheit ist wahr xD
      Ein Held. Ein Beschützer ganzer Völker. Geehrt und Bejubelt. Und trotzdem alleine.
    • Das hier wäre der zweite Teil. Er gehört auch noch zum Aufbau der Geschichte, oben erwähnte Elemente, werden erst nach diesem Teil wieder tragend. :)



      Ein Feind rannte mit erhobenem Schwert auf Avanor zu. Geistesgegenwärtig hob er die Axt, um das Schwert mit dem Stiel abzulenken und führte es mit einer geschickten Bewegung an sich vorbei. Der Gegner stolperte und Avanor hieb ihm mit der vollendeten Drehung um seine Achse die Axt in den Nacken.
      Er schaute sich um. Es hatte für ihn den Anschein, dass es wesentlich mehr als fünfzig Mann waren. Doch waren es eher bewaffnete Bauern statt richtiger Krieger. Mit Leichtigkeit erkämpfte er sich den Weg zum Herrenhaus, Lant dicht hinter ihm. Der Feind warf sich ihnen furchtlos entgegen, doch sie wurden alle niedergemacht. Mit einem gewaltigen Schlag durchbrach Avanors Axt den Brustpanzer eines Mannes, blieb jedoch tief in den geborstenen Knochen stecken. Blut spuckend und mit ungläubig aufgerissenen Augen starb dieser. Aus den Augenwinkeln sah er schon den nächsten Bauern angreifen. Mit aller Kraft griff er die Axt, riss und zerrte an ihr, doch der unbarmherzige Griff der Rippen liess sie nicht los. So hob er die Axt mitsamt dem baumelnden Körper und nutzte diesen als Schild. Die gegnerische Lanze blieb einen halben Fuss vor Avanors Gesicht stecken. Den Leichnam beiseite werfend versuchte er, seinen Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen. Dieser hatte die Lanze jedoch schon losgelassen, ein Messer ergriffen und stürmte erneut auf Avanor zu. Der liess die Axt fallen. Mit dem linken Unterarm schlug er auf die Hand ein und ergriff mit der rechten Hand die Kehle des Angreifers. Der Riese hob den Mann in die Luft, wobei er den Hals mit aller Kraft zerquetschte. Die Finger gruben sich tief in das Fleisch. Röcheln und Quietschen untermalten die letzten Augenblicke seines Leidens.
      Auf der Treppe zum Herrenhaus rang Lant mit gleich zwei Kriegern in voller Rüstung. Sein Bein blutete stark und auf der Stirn klaffte eine breite Wunde. Avanor stellte einen Fuss auf den Toten, dessen Brust noch immer die Axt hielt. Erneut riss er an ihr, bis er sie knackend und blutspritzend befreit hatte, sprang auf die Krieger zu und liess dabei einen lauten Schrei ertönen. Kaum hatten sie ihn bemerkt, donnerte die Axt durch den Helm des ihm Nächsten. Diese Ablenkung reichte Lant, um unter der Deckung des Zweiten durchzuschlüpfen und sein Schwert in dessen Kehle zu versenken. Mit einem gurgelnden Geräusch sackte dieser in sich zusammen.
      Hinter ihnen wurden gerade die letzten Widersacher niedergestreckt. Avanor hatte schon wieder mit der Befreiung seiner Waffe zu kämpfen. Mit leichtem Grinsen wurde er vom Anführer dabei beobachtet. Als es endlich geschafft war, durchschritten sie die angelehnte Tür des Herrenhauses. Drinnen stand nur noch ein Mann. Er war mit einem Nachthemd bekleidet und hatte zittrig einen riesigen Zweihänder umklammert.
      „Ihr Bastarde! ich rechne mit jedem einzelnen von euch ab! Wie könnt ihr es wagen…“ Ein Pfeil in seinem Auge unterbrach ihn jäh.
      Pilar grinste unter dem Türbogen „Ups“.
      Erneute grinste Lant vor sich hin.
      Sie begaben sich wieder nach draussen. Der ganze Innenhof war übersät mit Leichen. Einzeln bemerkte man noch leichte Bewegungen, wobei es auch der Schattenwurf der Fackeln sein konnte. Ein Mann am Boden gab ein schmerzverzerrtes Stöhnen von sich, worauf einer der Söldner zu ihm ging und ohne zu zögern das Schwert in dessen Oberkörper stiess. Bis auf Lant, Pilar und Avanor standen nur noch vier Mann. Lant wandte sich an Avanor.
      „Danke, Junge, ich glaube, du hast mir das Leben gerettet. Unser Auftraggeber wollte nur den Tod des Herren, so dürfen wir nehmen, was wir wollen, geh als Erster und nimm, was du tragen kannst.“ Avanor nickte und betrat erneut das Haus.
      Eine Magd, die er vorhin noch nicht wahrgenommen hatte, stand zitternd in einer Ecke. Sie interessierte ihn nicht. Das Gebäude war gross, jedoch karg. Überall hingen Fackeln in Halterungen an den Wänden und er ergriff sich eine davon. Ohne zu wissen, was er suchen sollte, durchschritt er das Haus, betrat dort eine Tür, bestieg da eine Treppe. Nirgends fand er Dinge, die sein Interesse auch nur im Mindesten geweckt hätten.
      Nach geraumer Zeit kam der Hüne zu einer massiven Holztür, hinter der sich erneut eine Treppe befand. Es war eine enge Wendeltreppe, die nach unten führte. Mit eingezogenem Kopf ging er vorsichtig die schlecht gearbeiteten Stufen hinunter.
      Nach einer gefühlten Ewigkeit fand er sich in einem kühlen Korridor wieder. Seine Fackel warf tanzende Schatten auf die feuchten Steinwände. Schnell durchschritt er den Gang zur einzigen Tür, die sich darin befand. Die alte Holztür war verschlossen. Aus Erfahrung wusste er, dass verschlossene Türen immer ein gutes Zeichen waren. Nach zwei mächtigen Schlägen mit der Axt sprang die Tür auf.
      Dahinter trat er in einen nicht allzu grossen Raum. Mit der Fackel versuchte er, diesen zu erleuchten.
      An der Wand zu seiner Linken stapelte sich Porzellan, zu seiner Rechten standen Bücherregale. Es roch modrig und war feucht. „Der perfekte Ort für Bücher“, schoss es ihm durch den Kopf. Nicht, dass er lesen konnte, aber man hatte ihm einmal erklärt, dass es für fast alles schlecht war, an kalten und vor allem feuchten Orten aufbewahrt zu werden. Sein Blick glitt weiter durch den Raum. An der gegenüberliegenden Wand fand er endlich etwas Interessantes. Auf einem Gestell stand die mächtigste Axt, die Avanor je gesehen hatte. Es war eine Doppelaxt, beide Klingen schon fast so massiv, dass es an einen Kriegshammer erinnerte. Die beiden Schneiden wiesen jeweils drei Zacken auf, gemacht um Rüstungen zu brechen. Die Klingen hatten zudem Öffnungen im Blatt, um das Gewicht zu reduzieren. Zwischen ihnen erkannte man einen gehörnten Schädel. Das Seltsamste war jedoch weiter unten am Schaft. Zwei weitere Klingen befanden sich schwungvoll geformt nach unten zeigend in einigem Abstand zu den Oberen. Auch sie hatten Öffnungen im Blatt, waren jedoch eher dolchförmig. Der Schaft war schneeweiss, wahrscheinlich aus Knochen. Am oberen Ende verjüngte er sich zu einem Spitz, der mit den Enden der Axtklingen fluchtete.
      Avanor trat näher und schaute sich die Axt noch genauer an. Über dem mit Leder eingebundenen Griff waren einige Runen eingebrannt, die jedoch keinen Sinn für ihn gaben, er hatte solche Zeichen noch nie gesehen. Die Waffe war fast so lang, wie ein kleiner Mann gross war und massiv, und so staunte Avanor nicht schlecht über ihre Leichtigkeit, als er sie in die Hand nahm. Schnell vollführte er einige Drehungen mit der Axt, schwang sie und wog sie in den Händen. Alle Klingen waren wie frisch gewetzt und sie war perfekt ausbalanciert. Zufrieden legte er seine alte Axt beiseite. Auf dem Gestell befanden sich weiter eine Axtscheide, die man sich über die Schulter legen konnte und so die Axt auf dem Rücken hatte und ein Armschutz für den linken Arm, der von der Schulter bis zum Unterarm alles bedecken würde. Ohne lange zu überlegen probierte er ihn an und stellte fest, dass der Schutz passte.
      Als sich Avanor umdrehte, erblickte er Pilar im Türrahmen.
      „Ah, ist der grosse Krieger fündig geworden. Steht dir gut. Hm, und wahrscheinlich bist du auch der einzige Mensch, der eine solche Waffe führen kann. Ja, das ist ein wirklich interessantes Stück.“
      Pilar trat näher und betrachtete die Axt, wie zuvor Avanor es getan hatte. „Sieht alt aus. Könnte vielleicht sogar aus der Blütezeit der Osnortid sein. Und scharf ist sie auch noch, verdammt!“ Er steckte sich den blutenden Daumen in den Mund.
      Avanor lachte und schlug ihm die Hand auf die Schulter. „Du gefällst mir, kleiner Mann, aber sag mir, was tust du hier? Siehst nicht aus wie ein Söldner.“
      „Meinst du, wegen den parfümierten Haaren oder der kostspieligen Wolle? Stell dir vor, dieses Zeug ist teuer! Aber ja, du hast Recht, normalerweise verdinge ich mich nicht zu solch kleinen Abenteuern, da hat mich wohl der Reiz des schnellen Geldes geritten. Du musst wissen, ich habe letzthin etwas Pech im Spiel gehabt und so war ich ziemlich pleite. Also habe ich Lant zugesagt. Aber jetzt, da ich wieder flüssig bin, reise ich nach Atos. Der Ruf der Stadt und der Frauen lockt mich und ich brauche mal wieder ein bisschen Abwechslung. Warst du schon einmal in Atos?“
      Avanor verneinte mit einer Kopfbewegung.
      „Glaube mir, es würde dir da gefallen. Die Stadt liegt direkt am Meer, die Bevölkerung gütig und zuvorkommend, wunderschöne Paläste, die besten Stoffe weit und breit, herrlicher Wein und die Frauen erst. Ich sage dir, die Frauen von Atos.“
      Einen kurzen Moment schien er gedankenversunken weggetreten zu sein. Fast unmerklich schüttelte er sich, um in die Gegenwart zurückzufinden. „Ich finde, du solltest mich begleiten. Ein bisschen Kultur kann dir bestimmt nicht schaden, ich glaube, du hast noch nicht viel davon genossen. Zudem könnte ich dich und deine Axt gut gebrauchen, es soll schon mal vorgekommen sein, dass unbescholtene und harmlose Reisende wie ich überfallen worden sind. Und ich denke, allfällige Räuber würden alleine beim Anblick von dir und deinem neuen Freund das Weite suchen.“
      Pilars Lächeln verblasste leicht, als er den sich verfinsternden Blick Avanors bemerkte. „Na, na, jetzt sei doch nicht so, es war nur ein Witz. Und als Zeichen meines guten Willens, werde ich den Reiseproviant bezahlen. Und, was meinst du?“ Voller Erwartung schaute er zu Avanor.
      „Na gut, aber geh mir nicht auf die Nerven“, brummte der unter seinem Bart hervor.
      „Ha“, lachte Pilar über beide Ohren und ging voraus, um das Gut zu verlassen.
      Sie fanden bis zum nächsten Morgen ein nahegelegenes Dorf, in dem sie sich erst einmal ausruhten und einen Tag später ihre Reise zu planen begannen.
      Ein Held. Ein Beschützer ganzer Völker. Geehrt und Bejubelt. Und trotzdem alleine.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LirayLegend ()

    • Hallöchen @LirayLegend

      bevor ich mich wieder durch 20 Kapitel jagen muss, steige ich bei dir mal direkt am Anfang ein ^^

      Du beschreibst den Prota interessant, so dass man aufjedenfall mehr von ihm wissen/erfahren möchte. Auch der Einstieg mit der "Spelunke", die du so wunderbar alt, modrig und und heruntergekommen beschreibst, malt ein richtiges Bild vor meinen Augen.

      In den zwei Kapiteln sind mir aber auch einige Dinge aufgefallen... ich gehe sie mal kurz durch.
      Spoiler anzeigen

      LirayLegend schrieb:

      Der Krieger tat es ihm gleich und setzte sich in einiger Entfernung ebenfalls ins Grüne und wartete.

      LirayLegend schrieb:

      Avanor sass auf einem Stein
      Eben saß er noch auf der Wiese und dann, schwubs, auf einem Stein. Ich weiß, da hat ein Zeitwechsel stattgefunden. Aber der ging mir persönlich zu...sprunghaft.


      LirayLegend schrieb:

      Irgendwann wurde er von einem alten Mann aufgenommen, der ihn das Schmieden lehrte.
      ihm


      LirayLegend schrieb:

      Er nahm sich das Nötigste aus der dürftigen Schmiede seines Lehrers und ging
      Da es hier eine Erinnerung, und somit eine vollendete Vergangenheit ist: Er hatte sich das Nötigste aus der dürftigen Schmiede seines Lehrers genommen und war gegangen.


      LirayLegend schrieb:

      Lant, der Mann der ihn angeheuert hatte, stand bei etwa einem Dutzend Kämpfern und schien einen Plan zu erarbeiten. Avanor gesellte sich dazu.
      Die beiden Späher kamen zurück.
      Auch hier wieder so leere Zeitsprünge. Würde das ein bisschen mehr ausschmücken, damit es nicht so abgehackt wird.


      LirayLegend schrieb:

      „Zwei Wachen am Tor, zwei Mann auf der Mauer mit Pfeil und Bogen. Um das Gut patrouillieren zehn Mann und auf der Mauer ebenfalls zehn.
      Zwei Mann auf der Mauer mit Pfeil und Bogen (...) auf der Mauer ebenfalls Zehn.

      Zwei Mann oder zehn? Oder gar zwölf? ;) Würde ich etwas umformulieren. In etwa "Zwölf Mann auf der Mauer, zwei davon mit Pfeil und Bogen bewaffnet" (nur als Idee!)


      LirayLegend schrieb:

      Es würde noch eine Weile dauern, bis es dunkel war und so legte sich Avanor noch einmal hin und döste.
      Ein kräftiger Fusstritt weckte ihn auf. Es war dunkel.
      Wieder zu sprunghafter Zeitwechsel.


      LirayLegend schrieb:

      Sein Blick schweifte weiter über die Mauer. Sie war kaum grösser als ein Mann.
      größer? Du meinst sicherlich höher, oder?


      LirayLegend schrieb:

      Mit Leichtigkeit erkämpfter er sich den Weg zum Herrenhaus

      LirayLegend schrieb:

      Mit einem gewaltigen Schlag durchbrach Avanors Axt den Brustpanzer eines nun toten Mannes, blieb jedoch tief in den geborstenen Knochen stecken.
      (...)
      Mit aller Kraft griff er die Axt, riss und zerrte an ihr, doch der unbarmherzige Griff der Rippen liessen sie nicht los. So hob er die Axt mitsamt dem baumelnden Körper und nutzte diesen als Schild.
      "eines nun toten Mannes" würde ICH persönlich anders umschreiben. (...)durchbrach Avanors Axt den Brustpanzer eines Mannes, und blieb tief in den geborstenen Knochen stecken. [Und hier jetzt eventuell den Zustand des Mannes beschreiben -tot niedersinken, blutspuckend o.ä.)

      und dann: Was zum Henker ist das für ein Körper, in der eine Axt zu fest stecken bleibt, dass er den gesamten Körper mitschwingen muss? oO War der Mann ein Baum?

      LirayLegend schrieb:

      dieser hatte die Lanze jedoch schon losgelassen und ein Messer ergriffen und stürmte erneut auf Avanor zu.
      ersetze das erste und durch ein Komma.


      LirayLegend schrieb:

      durchschritt er das Haus, nahm dort eine Tür, betrat dort eine Treppe.
      Ich weiß was du meinst, aber.... xD
      (...) betrat dort eine Tür, bestieg dort eine Treppe.

      wobei ich dort, dort jetzt nicht so schön finde :hmm: da vielleicht zu einer Alternative greifen.


      LirayLegend schrieb:

      Nach geraumer Zeit kam der Hühne zu einer massiven Holztür
      Hüne


      LirayLegend schrieb:

      Die Klingen hatten zudem Öffnungen im Blatt, um das Gewicht zu reduzieren. Zwischen ihnen erkannte man einen gehörnten Schädel.
      Am oberen Ende verjüngte er sich zu einem Spitz, der mit den Enden der Axtklingen fluchtete.
      Mir ist deine sonderbare Ausdrucksweise (vor allem in Dialogen) aufgefallen. Mag vermutlich auch an deiner Landessprache liegen. Aber hier habe ich echt ein Problem damit, mir die Axt bildlich vorzustellen.


      LirayLegend schrieb:

      Ohne lange zu überlegen probiert er ihn an

      LirayLegend schrieb:

      „Na, na, jetzt sein doch nicht so,(...)"

      probierte
      sei



      LirayLegend schrieb:

      „Na gut, aber geh mir nicht auf die Nerven“, brummte er unter seinem Bart hervor. „Ha“, lachte Pilar über beide Ohren und ging beiden voraus um das Gut zu verlassen.
      Im Dialog Absatz beachten.
      „Na gut, aber geh mir nicht auf die Nerven“, brummte er unter seinem Bart hervor.
      „Ha“, lachte Pilar über beide Ohren und ging beiden voraus um das Gut zu verlassen.



      LirayLegend schrieb:

      Sie fanden bis zum nächsten Morgen ein nahe gelegenes Dorf, in dem sie sich erst einmal ausruhten und einen Tag später ihre Reise zu planen begannen.
      Der letzte Satz stört mich irgendwie :hmm: 1) wieder so ein Zeitsprung 2) überlege ich, ob er nicht besser in den Anfang des nächsten Kapitels passt (kommt natürlich drauf an, wie dieser anfängt xD). 3) (...)und einen Tag später ihre Reise planen würden

      Aufjedenfall ein Interessanter und Actionreicher Einstieg, der vieles verspricht und neugierig macht. Ich bleibe am Ball ;)
      The tiger and the lion may be more powerful...
      ... but the Wolf does not perform in the circus.




      Die Wächter von Armargon - Teil 1: Rache
    • Hey, @LirayLegend,

      eigentlich wollte ich nur mal kurz sehen, was du so schreibst, aber irgendwie bin ich dann bei meinem Morgenkaffee in der Geschichte hängen geblieben ^^ .
      Punkt 1: Aus sprachlicher sich schreibst sauber und gut. Das gefällt mir. Dein Stil ist sehr erzählerisch, was völlig in Ordnung ist, also ich meine, du erzählst, was passiert und das erzählst du im Großen und Ganzen ganz gut. Das Erzählen (an sich) hat allerdings die Schattenseite, dass mMn nur wenig Emotionen rüberkommen. Gerade im Kampf wirkt Avanor, obwohl erst um die 20 und, wenn ich das richtig verstanden habe, keine ausgebildeter Kämpfer, völlig ruhig und den "Feinden" überlegen. Das darf natürlich so sein, weil es deine Geschichte ist, aber es könnte auch anders sein. Das nur als Hinweis. Falls du eine Leseempfehlung brauchst, geh mal in ne Buchhandlung und suche im Fantasy-Regal nach Joe Abercrombie und lies mal eine Kampfszene von ihm. Nur so zur Inspiration ^^

      Spoiler anzeigen

      LirayLegend schrieb:

      Am Mittag war er dort. Ein junger Mann, etwa im gleichen Alter wie Avanor, sass an eine Buche gelehnt im Gras und schien zu dösen. Der Krieger tat es ihm gleich und setzte sich in einiger Entfernung ebenfalls ins Grüne und wartete.
      Hier fand ich es merkwürdig, dass die beiden nicht zumindest eine Begrüßung austauschen und sich versicher, dass sie am richtigen Ort bei der richtigen Gruppe sind. :hmm:

      LirayLegend schrieb:

      und er eilte durch das Tor, die Axt bereits erhoben.
      Wenn ich mich richtig erinnere, dann taucht hier zum ersten Mal auf, dass Avanor eine Axt hat. Aber ich könnte falsch liegen... Ich würde das weiter vorn schon mal nennen.

      LirayLegend schrieb:

      Ein Feind rannte mit erhobenem Schwert auf Avanor zu. Geistesgegenwärtig stellte er die Axt um das Schwert auf zu nehmen und führte es mit einer Drehung um seine eigene Achse an sich vorbei. Der Gegner stolperte und Avanor hieb ihm mit der vollendeten Drehung die Waffe in den Nacken.
      Gute Beschreibung, auch wenn ich mich beim ersten Lesen gefragt habe, woher Avanor das so gut kann.

      LirayLegend schrieb:

      Der Riese hob den Mann in die Luft und brach mit einer raschen Drehung des Handgelenks dessen Genick.
      Geht das so einfach? Selbst für einen sehr starken Mann scheint es mir unlogisch, dass das menschliche Genick nicht etwas mehr aushält.

      LirayLegend schrieb:

      Über dem mit Leder eingebundenen Griff waren einige Runen eingebrannt, die jedoch keinen Sinn für ihn gaben.
      Vorher schreibst du mal, dass Avanor eh nicht lesen kann, da frage ich mich, warum Runen überhaupt für ihn Sinn ergeben sollten. Runen sind ja auch nichts anderes als Schrift.

      LirayLegend schrieb:

      Schnell vollführte er einige Drehungen mit der Axt, schwang sie und wog sie in den Händen.
      Bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher, aber war das nicht ein eher enger Kellerraum? Viel Platz zum Ausholen ist da ja nicht, wenn die Axt die Größe eines kleinen Mannes hat :hmm:


      Fazit: Deine Geschichte / ihr Anfang gefällt mir gut! Der Hauptcharakter ist bisher nicht außergewöhnlich (für Fantasy), aber irgendwie interessant. Pilar finde ich allerdings auch sehr interessant, auch wenn er nur so am Rande angesprochen wird.
      Weiter so! :thumbup:
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
    • Hallihallo!

      Ein schöner zweiter Absatz, der wieder einlädt, auf die Fortsetzung zu warten...

      Ein paar Anmerkungen hab ich Dir mal zusammengetragen, bitte sieh sie als Hinweise, nicht als eherne Regeln. Ich bin (glaub ich, nein weiß ich) auch nicht das Non-plus-ultra der Leserschaft... ^^

      Außerdem solltest Du Dir mal Zeit nehmen, Rechtschreibung und Grammatik zu überfliegen... :crazypilot:


      LirayLegend schrieb:

      Ein Feind rannte mit erhobenem Schwert auf Avanor zu. Geistesgegenwärtig stellte er die Axt um das Schwert auf zu nehmen und führte es mit einer Drehung um seine eigene Achse an sich vorbei. Der Gegner stolperte und Avanor hieb ihm mit der vollendeten Drehung die Waffe in den Nacken.
      Warte mal kurz... Er nimmt die Axt, um reinzugehen und bei der erstewn Gelegenheit kämpft er dann doch lieber mit dem Schwert? Und verliert kostbare Augenblicke, um die Axt abzusetzen? Klingt etwas holprig und passt nicht zur "Geschmeidigkeit" des Kampfes, wie Du ihn danach beschreibst.

      Er schaute sich um. Es hatte für ihn den Anschein, dass es wesentlich mehr als fünfzig Mann waren. Doch waren es eher bewaffnete Bauern statt richtigen Kriegern. (statt bedingt den Genitiv (statt dessen) - statt richtiger Krieger)

      ......

      Der Riese hob den Mann in die Luft und brach mit einer raschen Drehung des Handgelenks dessen Genick.
      Es ist etwas verwirrend: Wer ist der Riese, Avanor oder der Angreifer? Du beschreibst zwar im Kapitel 1 die Größe Avanors mit einer Maßangabe, gibst aber nur an, dass das ungewöhnlich sei. Das kann auch "ungewöhnlich klein" bedeuten. Da vielleicht nochmal nachschauen.

      Auf der Treppe zum Herrenhaus rang Lant mit gleich zwei Kriegern in voller Rüstung. Sein Bein blutete stark und auf der Stirn klaffte eine tiefe Wunde.
      Eine "tiefe Wunde" auf der Stirn ist sehr unwahrscheinlich. Die Stirn ist nur Haut über dem Schädelknochen, was da "tief" geht, trifft bereits das Gehirn... Wäre eine stark blutende großflächige Platzwunde nicht ebenso wirkungsvoll?

      ..........................


      Pilar grinste unter dem Türbogen „Ups“. Erneute grinste Lant vor sich hin.

      (Hier ein Absatz mit Leerzeile käme ganz gut für den Lesefluß.)

      Sie begaben sich wieder nach d.....

      .....

      zu seiner Rechten standen Bücherregale. Es roch modrig und war feucht. Der perfekte Ort für Bücher schoss es ihm durch den Kopf.
      Ich weiß nicht: Ich mach mir nur selten Gedanken um Dinge, die mich nicht interessieren, Er kann nicht lesen, also sind ihm Bücher doch eigentlich egal... Ich wundere mich nur, warum er dem Porzellan keinen weiteren Blick schenkt: DAS könnte doch durchaus kostbar sein (entweder als Objekt für sich, oder in einer der Kannen steckt Gold oder Schmuck)...

      .........


      Der Schaft war schneeweiss, wahrscheinlich aus Knochen.
      Die Axt ist sehr "liebevoll" genau beschrieben, daran erkennt man, dass er wirklich weiß, was er da gefunden hat. Allerdings (das ist jetzt mein bescheidenes Unwissen): Bist Du sicher, dass der Schaft aus Knochen sein sollte? Knochen wird sehr spröde, wenn er nicht mehr in einem Körper "ernährt" wird. Kann dieses Material wirklich die Kraft einer derart mächtigen Axt aushalten?

      ........

      „Du gefällst mir kleiner Mann, aber sag mir, was tust du hier? Siehst nicht wirklich aus wie ein Söldner. Auch wenn ich nicht an deinen Fähigkeiten zweifle, so glaube ich nicht, dass du wirklich einer bist.“
      Hm, auf einmal wird Avanor gesprächig? Wirkt (für mich jetzt) etwas unmotiviert. Er kam vorher sehr introvertiert und zurückhaltend rüber.

      .........

      Und als Zeichen meines guten Willens, werde ich den Reiseproviant bezahlen. Und was meinst du?“
      Wovon? Avanor hatte das Haus durchsucht und nichts gefunden! Wenn Pilar vorher pleite war, wird er es jetzt nicht weniger sein... Oder hat Avanor (der im ersten Kapitel beschrieben wurde mit "und er so leicht an Geld kam" es etwa übersehen? Oder gar mit Absicht liegengelassen?

      :panik: Ui uiui! Schon wieder soviel rot! :panik:

      Darf ich trotzdem weiterlesen?
      Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
      -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?
    • Hallo, @LirayLegend,

      ich hab jetzt auch deinen zweiten Teil gelesen und will meinen Senf dazugeben. :D
      Eine weiterhin starke Story, mit sehr vielen Bildern, die dem Kopfkino richtig gut auf die Sprünge helfen. Dein Held wirkt auf mich ein bisschen ... äh ... vielleicht ist linkisch das richtige Wort, weiß nicht. Schwerfällig auch, obwohl er in der Kampfszene bewiesen hat, dass er fix sein kann. (Das Kopfkino tat sich ein bisschen schwer, als er die Leiche an der Axt hochhob, um sie als Schild zu verwenden. Der Kerl muss groß sein wie ein Troll...)

      Ich finde, du würdest deinen Lesern einen großen Gefallen tun, wenn du mehr Absätze in deinen Text einfügen könntest. Anbieten würde sich ein Absatz immer dann, wenn
      Spoiler anzeigen

      a) man beim Vorlesen eine Pause machen würde ^^
      b) der Hauptakteur/Sprecher wechselt
      c) die Handlung wechselt, so wie hier:

      LirayLegend schrieb:

      Am oberen Ende verjüngte er sich zu einem Spitz, der mit den Enden der Axtklingen fluchtete. ABSATZ Avanor trat näher und schaute sich die Axt noch genauer an.
      Der erste Satz ist Beschreibung der Axt, also das, was Avanor SIEHT. Der nächste Satz bezieht sich auf das, was Avanor TUT. Deshalb Absatz.


      Ein bisschen Kleinkram hab ich noch in den Spoiler getan, nachdem @Asni und @Cory Thain dir schon ein paar Dinge genannt haben. Sie haben sich mehr auf Formulierungen konzentriert. Also würd ich mich mal der Rechtschreibung und Interpunktion annehmen, wenn's okay ist. :pardon:
      Spoiler anzeigen

      LirayLegend schrieb:

      Geistesgegenwärtig stellte er die Axt Komma um das Schwert auf zu nehmen aufzunehmen Komma und führte es

      LirayLegend schrieb:

      Mit Leichtigkeit erkämpfter er sich den Weg zum Herrenhaus,

      LirayLegend schrieb:

      doch der unbarmherzige Griff der Rippen liessen liess sie nicht los.

      LirayLegend schrieb:

      Den Leichnam beiseite werfend beiseitewerfend Komma versuchte er Komma seinen Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen, Punkt (empfehle Teilung des Satzes hier) dieser hatte die Lanze jedoch schon losgelassen und ein Messer ergriffen und stürmte erneut auf Avanor zu.

      LirayLegend schrieb:

      und stürmte erneut auf Avanor zu. Er Der liess die Axt fallen, Punkt (empfehle Teilung des Satzes hier) mit dem linken Unterarm schlug er auf die Hand ein und ergriff mit der rechten Hand die Kehle des Angreifers.

      LirayLegend schrieb:

      Avanor riss erneut an der Axt Komma bis sie sich er sie knackend und blutspritzend aus der Brust des Toten befreite befreit hatte, (weil: das tut sie nicht selbst ^^ )

      LirayLegend schrieb:

      Diese Ablenkung reichte Lant Komma um unter der Deckung des Zweiten durch zu schlüpfen durchzuschlüpfen und

      LirayLegend schrieb:

      Als es endlich geschafft war, durschritten durchschritten sie die angelehnte Tür des Herrenhauses.

      LirayLegend schrieb:

      Ein Pfeil in seinem Auge unterbrach ihn je jäh.

      LirayLegend schrieb:

      Der ganze Innenhof war übersäht übersät mit Leichen.

      LirayLegend schrieb:

      Einzeln vernahm man noch leichte Bewegungen, wobei es auch der Schattenwurf der Fackeln sein konnte.
      "vernahm" hat was mit Hören zu tun. Das lass ich bei "Bewegungen" gelten, aber "Schattenwurf" ist definitv nicht zu hören. Vielleicht ersetzt du es mit "erkannte" oder "entdeckte" oder "glaubte er ... zu sehen"?

      LirayLegend schrieb:

      „Danke Komma Junge, ich glaube, du hast mir das Leben gerettet.

      LirayLegend schrieb:

      Unser Auftraggeber wollte nur den Tod des Herren, so dürfen wir nehmen Komma was wir wollen, Punkt (empfehle Teilung ...) geh als Erster und nimm Komma was du tragen kannst.

      LirayLegend schrieb:

      Ohne zu wissen Komma was er suchen sollte,

      LirayLegend schrieb:

      Mit Nach zwei mächtigen Schlägen mit der Axt sprang die Tür auf.

      LirayLegend schrieb:

      Mit der Fackel versuchte er Komma diesen zu erleuchten.

      LirayLegend schrieb:

      Der perfekte Ort für Bücher schoss es ihm durch den Kopf.
      'Der perfekte Ort für Bücher', schoss es ihm durch den Kopf.

      LirayLegend schrieb:

      Das Seltsamste war jedoch weiter den Schaft hinunter.
      Vorschlag: "Das Seltsamste war jedoch weiter unten am Schaft." ?

      LirayLegend schrieb:

      Die Waffe war fast so lang Komma wie ein kleiner Mann gross war Komma und massiv,
      Komma deshalb, weil ein Vergleich nach "wie" folgt, der sich auf das mit "so" beschriebene Wort bezieht

      LirayLegend schrieb:

      Du gefällst mir Komma kleiner Mann, aber sag mir, was tust du hier?

      LirayLegend schrieb:

      Meinst du Komma wegen den parfümierten Haaren der parfümierten Haare oder der kostspieligen Wolle?
      "wegen" verlangt Genitiv

      LirayLegend schrieb:

      Aber ja, du hast Recht, normalerweise verdinge ich mich nicht zu solchen, kleinen Abenteuern,
      vielleicht eher "zu solch kleinen Abenteuern" ?

      LirayLegend schrieb:

      Aber jetzt, wie da ich wieder flüssig bin, reise ich nach Atos, Punkt (empfehle Teilung ...) der Ruf der Stadt und der Frauen lockt mich und ich brauche mal wieder ein bisschen Abwechslung.

      LirayLegend schrieb:

      Die Stadt liegt direkt am Meer, die Bevölkerung gütig und zuvorkommend, wunderschöne Paläste, die Besten besten Stoffe weit und breit, herrlicher Wein und die Frauen erst.
      Hm. So passt es nicht. Entweder du
      a) fügst ein "hat" ein vor "wunderschöne" und änderst in "herrlichen Wein" um oder
      b) du machst nach "zuvorkommend" einen Punkt.

      LirayLegend schrieb:

      Fast unmerklich schüttelte er sich, um in die Gegenwart zurück zu finden zurückzufinden.

      LirayLegend schrieb:

      Ein bisschen Kultur kann dir bestimmt nicht schaden, ich glaube Komma du hast noch nicht viel davon genossen.

      LirayLegend schrieb:

      Und ich denke, allfällige Räuber würden alleine beim Anblick von dir und deinem neuen Freund das Weite suchen.
      Dieses Wort musste ich googeln. Es ist laut Duden sehr nationalitätenbezogen (A, CH) und in Deutschland weitesgehend unbekannt (korrigiert mich, ihr Deutschen wenn ich falsch liege ^^ ). Vielleicht findest du ein anderes...?

      LirayLegend schrieb:

      Pilars lächeln Lächeln geriet leicht ins Stocken, als er den sich verfinsternden Blick Avanors bemerkte. „Na, na, jetzt sein sei doch nicht so, es war nur ein Witz. Und als Zeichen meines guten Willens, kein Komma werde ich den Reiseproviant bezahlen. Und Komma was meinst du?“
      "geriet leicht ins Stocken" könntest du mit "verblasste" oder "fror ein" ersetzen, weil es doch eher zu Sprechen oder Gehen oder einer anderen Tätigkeit passt. Aber nur ein Vorschlag. :)

      LirayLegend schrieb:

      „Ha“, lachte Pilar über beide Ohren und ging beiden voraus um das Gut zu verlassen.
      "beiden" finde ich hier überflüssig, es passt ohne das Wort

      Tut mir leid, ist doch ganz schön viel geworden. Wenn du nicht so viel Wert drauf legst, die kleinen Dinge angemerkt zu bekommen, sag mir bitte Bescheid. So ein Kommi ist ganz schön zeitaufwändig, und ich möchte ihn eigentlich nur für solche User machen, die Wert darauf legen, wenn du verstehst, was ich meine. :pardon:


      Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Die beiden ungleichen Männer bilden sicher ein interessantes Duo, wenn sie ab jetzt gemeinsam unterwegs sind. :D

      VG Tariq
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


      :cookie:

      ___________________
    • Also als Erstes: Ein riesen Dankeschön an euch, finde es mega hammer, wie Ihr euch Zeit nehmd, und mir wirklich gute Tipps und Verbesserungsvorschläge macht, das finde ich echt toll :D :D :D

      Ich werde alle angesprochenen Punkte versuchen zu behandelen, braucht natürlich eine geraume Zeit :)

      Spoiler anzeigen
      Was alle anscheinend etwas komisch finden, ist die stecken gebliebene Axt xD Wenn man sich überlegt, das ein Brustpanzer, Leder, Haut und Knochen durchdringt wurden, scheint mir die Vorstellung, sie könnte stecken bleiben, gar nicht so abwägig. Einige Knochen verkannten sich, der Körper erzeugt ein Vakuum, Eisen und Leder sind sowieso zäh^^

      @Ruka Die sprunghaften Handlungen habe ich extra so eingebaut, stören sie denn so fest?

      @Asni Du hast recht, es den Kampf muss ich noch ein bisschen überarbeiten, wobei die Absicht, ihn als sehr talentiert und kräftig darzustellen, der ohne grosse Mühe einfaches Fussvolk besiegen kann, schon da war.

      Szene Am Abend auf der Wiede: Eine Begrüssung erscheint mir in dieser Situation unnötig, sie sind weit draussen im Nirgendwo und sind sich bewusst, aus dem gleichen Grund dort zu sein. Ich werde aber wohl noch "sich kreuzende Blicke" o.ä einbauen.

      Der Genickbruch wird evt. zu einer zerquetschten Kehle, die den Angreifer keuchend/röchelnd zu grunde gehen liess.

      @Cory Thain "Das Schwert aufnehmen" meine ich hier so, das er den Schwerthieb mit der Axt parriert, aber nicht in einem steilen Winkel, eher in einem Flachen. Wenn du einen Ball aus der Luft mit der Hand fängst: Hand gestreckt, sobald du ihn hast bewegst du die Hand mit der Kraft-Wirkungslinie des Balles, um die Energie geregelt auf zu nehmen. Das selbe macht Avanor mit dem Schwerthieb: Pariert in flachem Winkel, bewegt die Axt mit dem Schwert auf dem Schaft um sich herum, um so die Energie des Schlages an sich vorbei zu führen. Sein Gegner stolpert wegen der unerwartete Beschleunigung und Avanor nutz die Fliehkraft der Verteidigung um sie in einen Angriff um zu wandeln.

      Die Bücherregale sind ihm in der Tat vollkommen egal, er bemerkt sie einfach. Das Porzellan ist für ihn ebenfalls sehr uninteressant. Er hätte keine Lust es zu transportieren oder es gar mühsam zu verkaufen, auf die Idee, dass darin etwas versteckt sein könnte, kommt er nicht.

      Auf die Axt will ich in diesem Moment noch nicht eingehen. :)

      Das Gespräch wird wohl auch noch gekürzt, macht wirklich nich viel Sinn, so viel zu reden xD

      Das Geld kommt vom Auftraggeber, da es sich um Söldner handelt, bekommt jeder seinen Sold. (Randnotiz, nicht im Buch: Der Konflikt von zwei Brüdern, der Eine reich, ein guter Geschäftsmann, der Andere eher arm (im Verhältniss zum Bruder), bekam dafür als Erstgeborener alle Ländereien. Es gipfelte darin, das der Gutsherr/Ärmere Bruder die Tochter (Die Magd im Haus) entführte. Der Reiche wollte darauf hin dessen Tod, jedoch fühlte er nichts mehr zur Tochter, weil sie in seinen Augen entehrt war und so wollte er sie auch nicht zurück.) Lange Rede kurzer Sinn - Alle Überlebenden wurden stattlich entlohnt.

      @Tariq Komme noch nicht ganz klar mit der Formatierung hier, in meinen Dokumenten sieht das vollkommen anders aus :)

      Für meine Rechtschreibung schäme ich mich gerad ein Bisschen, obwohl ich immer und immer wieder durchlese, fällt es mir einfach nicht auf :( haben meine Lehrer schon immer gern darauf hin gewiesen xD

      Meine schweizer Ausdrucksweise scheint wirklich etwas komisch zu sein xD Aber ich muss leider gestehen, dass sie mir gefällt^^ Brauch ja auch ein Wiedererkennungsmerkmal :D

      Braucht Pilars Aufzählung bezüglich den Vorteilen von Atos wirklich noch ein Verb oder Adjektiv? Ich dachte mir, dass er ins sinnieren gerät. Mit der einfachen Aufzählung wollte ich einen Rythmus der leichten Euphorie erzeugen, ich habe das Gefühl, ein weiteres Wort würde den stören?

      Ich finde es soooo toll, wie viel Zeit Ihr alle euch genommen habt, und bin soooo froh, hier zu sein. Ich glaube, ich wurde noch nie so gerne kritisiert, denn (fast) jeden Punkt sehe ich auch so. Es hilft mir mich, mein Schreiben und vorallem meine Geschichte zu verbessern und zu entwickeln.
      Ein Held. Ein Beschützer ganzer Völker. Geehrt und Bejubelt. Und trotzdem alleine.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LirayLegend ()

    • LirayLegend schrieb:

      Ein Feind rannte mit erhobenem Schwert auf Avanor zu. Geistesgegenwärtig stellte er die Axt um das Schwert auf zu nehmen und führte es mit einer Drehung um seine eigene Achse an sich vorbei. Der Gegner stolperte und Avanor hieb ihm mit der vollendeten Drehung die Waffe in den Nacken.

      Cory Thain schrieb:

      Warte mal kurz... Er nimmt die Axt, um

      reinzugehen und bei der erstewn Gelegenheit kämpft er dann doch lieber
      mit dem Schwert? Und verliert kostbare Augenblicke, um die Axt
      abzusetzen? Klingt etwas holprig und passt nicht zur "Geschmeidigkeit"
      des Kampfes, wie Du ihn danach beschreibst.
      Die Stelle hatte ich auch zuerst nicht verstanden, dachte mir dann aber, dass Avanor mit der Axt das Schwert des Gegners abfängt, es an sich vorbei ablenkt und dem vorbeistolpernden Gegner nach einer (eigenen) Körperdrehung die Axt in den Nacken hackt.
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
    • Hallo @LirayLegend
      Spoiler anzeigen

      zwei Dinge als Vorschlag:
      1. Wenn du antwortest auf Kommis, dann pack das einfach in Spoiler. Deine armen Leser scrollen sich sonst Blasen an den Zeigefinger. :D Ist auch dann viel leichter, die eigentliche Textteile (die man ja lesen will) besser zu finden.

      2. Wenn du dich in deiner Antwort auf irgendeinen Teil eines Kommis beziehst, arbeite doch mit Zitaten. Ich hab nämlich momentan keinen richtigen Plan, was du meinst bei den Dingen, auf die du mir geantwortet hast (z.B Formatierung). Außerdem ersparst du mit dem Zitat auch hier das lästige Scrollen.

      Deine schweizerische Ausdrucksweise kannst du selbstverständlich gerne beibehalten. Ich hatte doch nur das eine Wort nicht "übersetzen" können. :D

      Die Formatierung deiner Dokumente kannst du nur beibehalten, wenn du VOR DEM EINFÜGEN oben links auf "BBCode" klickst (Kästchen wird dann schwarz) und NACH DEM EINFÜGEN wieder klickst (Kästchen wieder transparent).
      Aber Vorsicht bei den Änderungen danach: jede Eingabe mit ENTER macht dir einen Riesenabsatz in den Text!! Kannst du umgehen, indem du die Umschalttaste dazu drückst.
      Spoiler anzeigen

      LirayLegend schrieb:

      Braucht Pilars Aufzählung bezüglich den Vorteilen von Atos wirklich noch ein Verb oder Adjektiv? Ich dachte mir, dass er ins sinnieren gerät. Mit der einfachen Aufzählung wollte ich einen Rythmus der leichten Euphorie erzeugen, ich habe das Gefühl, ein weiteres Wort würde den stören?
      Hier weiß ich nicht, was du meinst. Ich habe kein zusätzliches Adjektiv oder Verb verlangt, nur gedacht, dass der Satz so nicht ganz passt und dir Möglichkeiten zum Umstellen genannt.

      Tariq schrieb:

      Hm. So passt es nicht. Entweder du
      a) fügst ein "hat" ein vor "wunderschöne" und änderst in "herrlichen Wein" um oder
      b) du machst nach "zuvorkommend" einen Punkt.

      LirayLegend schrieb:

      Die Stadt liegt direkt am Meer, die Bevölkerung gütig und zuvorkommend, wunderschöne Paläste, die Besten Stoffe weit und breit, herrlicher Wein und die Frauen erst. Ich sage dir, die Frauen von Atos.
      Meine Vorschläge wären dann:

      1."Die Stadt liegt direkt am Meer, die Bevölkerung gütig und zuvorkommend, hat wunderschöne Paläste, die besten Stoffe weit und breit, herrlichen Wein und die Frauen erst. Ich sage dir, die Frauen von Atos.

      2.Die Stadt liegt direkt am Meer, die Bevölkerung gütig und zuvorkommend. Wunderschöne Paläste, die besten Stoffe weit und breit, herrlicher Wein und die Frauen erst. Ich sage dir, die Frauen von Atos.

      Das war der Gedanke dahinter. Ich wollte die Aussage selbst keineswegs ändern. ^^ Sorry, wenn's falsch rüberkam. :pardon:


      Ich hoffe, ich hab mich bei meinen Erklärungen verständlich ausdrücken können. :)

      VG Tariq
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


      :cookie:

      ___________________
    • LirayLegend schrieb:

      Was alle anscheinend etwas komisch finden, ist die stecken gebliebene Axt xD Wenn man sich überlegt, das ein Brustpanzer, Leder, Haut und Knochen durchdringt wurden, scheint mir die Vorstellung, sie könnte stecken bleiben, gar nicht so abwägig. Einige Knochen verkannten sich, der Körper erzeugt ein Vakuum, Eisen und Leder sind sowieso zäh^^
      Ich nicht ^^ . Nur dass er den ganzen Menschen daran hochhebt... :hmm:

      LirayLegend schrieb:

      Du hast recht, es den Kampf muss ich noch ein bisschen überarbeiten, wobei die Absicht, ihn als sehr talentiert und kräftig darzustellen, der ohne grosse Mühe einfaches Fussvolk besiegen kann, schon da war.
      Das ist ja auch völlig in Ordnung. Ohne dass ich jetzt selbst irgendeine Erfahrung mit Kämpfen hätte, würde ich aber einschätzen, dass ein trainierter Schwertkämpfer jeden noch so talentierten und kräftigen Anfänger besiegt. Gut, du hast ja geschrieben, dass die Verteidiger eher bewaffnete Bauern sind. Verstehe es einfach als Hinweis, darauf zu achten. Evtl. willst Avanor ja auch besser werden lassen und bevor du in die Superhelden-Gigantomanie-Falle tapst (keine Ahnung, ob es das so gibt, aber auf mich wirkt es oft so, dass jeder Gegner für einen Helden, der stärker wird, immer noch stärker wird und das, obwohl der erste Gegner bereits als DIE ULTIMATIVE WELTZERSTÖRENDE BEDROHUNG dargestellt wurde - ist jetzt übertrieben, ich weiß ^^ ).
      Eine Idee noch: Du könntest auch erwähnen, dass die Verteidiger im Hof wie ein aufgeschrecktes Bienenvolk oder so durch die Gegend wuseln, anstatt sich richtig zu organisieren. Also einen Gegensatz in der Beschreibung darzustellen: Sölder - diszipliniert, ruhig(er), organisiert, systematisch; Verteidiger - undiszipliniert, aufgeschreckt, hektisch, planlos, etc.

      LirayLegend schrieb:

      Szene Am Abend auf der Wiede: Eine Begrüssung erscheint mir in dieser Situation unnötig, sie sind weit draussen im Nirgendwo und sind sich bewusst, aus dem gleichen Grund dort zu sein. Ich werde aber wohl noch "sich kreuzende Blicke" o.ä einbauen.
      Ich denke, dass es hier ganz viele Möglichkeiten gibt, wie du das gestalten kannst. Vielleicht ist es auch nicht die schlechteste, das einfach ungefähr so zu lassen. Im Moment erzählst du ja relativ schnell, was passiert. D.h. du kannst mit relativ wenig Text viel vergehende Zeit abdecken. Beim Kampf machst du eher das Gegenteil, weil das für deine Geschichte spannender ist. Überleg dir also, wie viel Raum die Zusammenkunft in der Erzählung braucht und was du erzählen möchtest. Meiner Meinung nach gibt es da kein gut oder schlecht, sondern eher zielorientierte Entscheidungen darüber, was du insgesamt und in den einzelnen Teilen erreichen willst.
      Z.B. könntest du schon in der Szene 1) die Bekanntschaft von Avanor und Pilar beginnen lassen. Wenn Pilar der andere ist und sie sich hier das erste Mal unterhalten, dann brauchst du mehr Raum und müsstest auch Pilar genauer beschreiben (Kleidung, Körperhaltung & grundsätzliches Auftreten, kurz den ersten Eindruck...). 2) Wenn der andere "egal" ist, dann könntest du den Satz auch ganz weglassen. 3) Wenn du hier darstellen möchtest, wie Söldner mit "ihresgleichen" umgehen, dann bräuchtest du auch etwas mehr Raum, den du aber mit einem anderen Fokus füllst als in 1); dann wäre z.B. ein besonderer Gruß oder eine bestimmte Gesprächsthematik interessant.

      LirayLegend schrieb:

      Meine schweizer Ausdrucksweise scheint wirklich etwas komisch zu sein xD
      Finde ich ehrlich gesagt nicht. Zumindest ist mir das jetzt nicht bewusst aufgefallen :hmm: :pardon:
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
    • Teil 3 :)

      Wie immer werden Anregungen und Ideen gerne entgegen genommen, viel Spass :D


      Ilias war nervös. Er lag wach im Bett und konnte nicht schlafen. In wenigen Stunden musste er mit einem Wagen von Numtor aus nach Atos aufbrechen. Sein Vater war ein angesehener Stoffhändler, doch war er zu krank, um selbst zu gehen und so war es an ihm, dem ältesten Sohn, sich auf den Weg zu machen.
      Der Handelsmann war gerade einmal siebzehn Jahre alt und war noch nicht sonderlich gut im Feilschen, nicht so wie sein Vater. Oft hatte er ihn dabei beobachtet, das Hin und Her. Sein Vater hatte ihm immer gesagt, dass es ein Spiel sei. „Du kennst den Wert deiner Waren, doch du willst Profit machen. Wenn wir jetzt dieses Tuch nehmen, es wird etwa fünf Silberlinge wert sein. Ein Interessent kommt, was sagst du ihm? Du sagst ihm, es wäre zehn Silberlinge wert. Darauf wird er entrüstet sein, etwas fluchen und drei Silberlinge anbieten. Du wiederum erzürnst, weist auf die Qualität und die Herkunft aus den besten Webereien Numtors hin und gehst mit dem Preis auf acht Silberlinge. Und so geht es weiter, bis ihr beide euch einig seid, oder eben auch nicht. Gehe nie unter den dir gesetzten Wert! Da draussen wimmelt es von Betrügern und Halsabschneidern!“
      Sein Vater liebte solche Ansprachen. Am liebsten vor breitem Publikum und mit möglichst viel Aufsehen.
      Ilias war da ganz anders, er war schüchtern und wollte nicht im Mittelpunkt stehen. Als der Junge seinen Vater zum letzten Mal gesehen hatte, meinte dieser zu ihm, dass er es schon packen würde, Ilias wäre ja schliesslich sein Sohn und das Handeln läge ihnen im Blut. Am meisten Sorgen machte er sich jedoch über die Reise an sich. Immer wieder hörte man von Überfällen auf Handelsgruppen, oft mit Mord und Totschlag. Zur Sicherheit hatte sein Vater eine eigene Leibwache, welche nun mit Ilias den Weg bestreiten würde.
      Am frühen Morgen war es dann soweit, die Reise konnte beginnen. Bei der Verabschiedung hatte die Mutter Tränen in den Augen und schluchzte sogar ein bisschen bei der Umarmung. Er seinerseits verkniff sich eine einzelne Träne, stieg auf sein Pferd und ritt mit seinem Geleit davon.

      Avanor und Pilar waren nun schon seit einigen Tagen unterwegs. Die weiten Ebenen zwischen Numtor und Niriima brachten nur wenig Abwechslung. Hohes Gras, das mit jedem Windstoss Wellen schlug und kleinere Wäldchen, die kaum Schatten boten, säumten alles, was man mit dem Auge erfassen konnte. Dazu kam die Hitze des Sommers, die höhnisch auf sie herabstrahlte. Einzig die Fallenden Wasser, eine hohe Berggruppe in der Mitte des Landes Swirae, erhoben sich majestätisch im Südwesten. Aus ihnen entstammten die grossen Flüsse des Landes. Pilar zufolge war es ein sehr mystischer Ort, voller Geschichten und Legenden. Wie er sagte, sollten dort sogar noch die Geister der Osnortid leben und über das Land wachen. Je nach Sonnenstand glitzerte es durch die vielen Wasserfälle herrlich von den Bergen, was das restliche Land zu dieser Jahreszeit nur noch mehr verhöhnte.
      Pilar nutzte die ereignislose Zeit, um Avanor alles über sein Leben zu erzählen. Kurz gesagt, Pilar, Sohn eines Schmuckhändlers, war um die dreissig Jahre alt. Sein langes, blondes Haar trug er meist zusammengebunden. Er liebte jeglichen Luxus und hatte eine Schwäche für Frauen, die ihn schon des Öfteren in brenzlige Situationen gebracht hatte. Ausserdem war er dem Spiel verfallen, er liebte den Nervenkitzel. Bewaffnet war er mit einem Kurzschwert, einem Dolch, Bogen und Pfeilen.
      „ …als ich dann so neben ihr lag, leergesaugt und an nichts Böses denkend, hörten wir auf einmal, wie die Haustüre geöffnet wurde. Erschrocken blickte ich zum Fenster hinaus und stellte fest, dass die Sonne schon sehr tief stand.
      Der Eingetretene schrie 'Weib, wo bist du? Warum hast du nicht gekocht? Warum in Enginns Namen bist du nicht hier, um mich zu empfangen? Verdammtes Weibsstück!'
      'Ich bin oben und habe eine Überraschung für dich mein Liebster.'
      Ich starrte sie panisch an, du kannst dir vorstellen, wie erpicht ich auf die Begegnung mit ihrem „Liebsten“ in dieser Situation war. Doch sie sagte, ich soll meine Sachen nehmen und mich im Schrank verstecken. Gesagt, getan, im gleichen Moment, in dem ich den Schrank schloss, polterte ihr Mann herein. 'Ho, ho, ho, was seh ich da! Kannst mich ja kaum erwarten! Bist ja schon ganz feucht!'
      So musste ich aus einem Schlitz im Schrank bei seinem Akt zusehen. Der hat gegrunzt, kann ich dir sagen. Geschnauft und gegrunzt. Und gestöhnt!
      Nur kurze Zeit später war es dann auch schon vorbei, mit lautem Stöhnen und Getöse kam er in ihr, wälzte sich zur Seite und schlief ein. Sobald sein Schnarchen den Raum erfüllte, öffnete ich die Schranktür und zog mich an. Verschmitzt lächelte sie mir zu, als ich aus dem Zimmer ging. Das war ein gutes Weib! Kann mich aber nicht mehr an ihren Namen erinnern. Irgendetwas Kurzes, Anna oder so… Ah da fällt mir eine Andere ein, Millira, bei der war das so… “ Und so ging es den ganzen Tag.
      Die meiste Zeit hörte Avanor nur halbherzig zu. Er war froh, nicht selber reden zu müssen. Pilar schien dies zwar hie und da zu bemerken, störte sich aber nicht weiter daran.
      Nach einiger Zeit erblickten sie eine Baumgruppe um einen Teich, bei der eine Reisegruppe rastete. Es würde zwar schon bald Abend werden, doch noch immer war es heiss und die Aussicht auf kühles Wasser war zu schön, und so liefen sie in deren Richtung.
      Die Gruppe hatte sie wohl schon erspäht und einen Kreis um ihren Wagen gebildet. Als sich Pilar und Avanor näherten, hörte man, wie ein Schwert gezückt wurde. Instinktiv hob Avanor die Hand über die Schulter und wollte seine Axt ergreifen.
      „Man muss nicht immer kämpfen“, flüsterte sein Gefährte ihm zu, während er die Hand auf seinen Unterarm legte. Mit lauter Stimme wandte er sich der Gruppe zu.
      „Wir sind keineswegs eine Bedrohung. Gönnt uns nur eine kurze Verschnaufpause am Wasser und wir werden bald weiterziehen.“
      Ein Junge, kaum im Mannesalter, schob sich durch die Bewaffneten. Bei Avanors Anblick wurden seine Augen gross.
      Zu Pilar gewandt sagte er, „Ich… Ich bin Ilias, Sohn des Bert, eines bekannten und hoch angesehenen Stoffhändlers. Gerne dürft ihr euch ein wenig ausruhen. Kommt, wir wollten gerade speisen. Wenn ihr wollt, dürft ihr Euch zu uns setzen.“ Sein Blick huschte noch immer nervös zu Avanor.
      „Welch ein Segen! Wie habe ich Kultur vermisst. Nichts gegen meinen Weggefährten, doch einer hohen Unterhaltung ist er nicht wohlgesonnen, geschweige denn der Kunst oder der Mode.“ Mit seinem breiten Grinsen schritt Pilar zum Jungen hinüber.
      Die Männer lösten den Kreis auf und gingen bis auf zwei Wachen weg vom Wagen.
      Avanor war gar nicht nach Gesellschaft zumute, und so folgte er nur mürrisch. Die zwei Wachen musterten ihn aufmerksam, besonders seine auf dem Rücken festgemachte Axt.
      Das Lager bestand nur aus zwei kleinen Feuern. Insgesamt ein Dutzend Männer waren versammelt. Sich kurz umschauend, suchte der Axtträger seinen Begleiter, doch Pilar war bereits tief in ein Gespräch mit dem Jungen verwickelt. So setzte er sich, an einen Baum gelehnt, auf den Boden.
      Ein Held. Ein Beschützer ganzer Völker. Geehrt und Bejubelt. Und trotzdem alleine.

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    • Ich spoilere auch mal, okay? Damit niemand sieht, ob und wieviel rot ich verwende (Kann man Rotstifte von der Steuer absetzen?)



      Spoiler anzeigen

      Ilias war nervös. In wenigen Stunden musste er mit einer Karawane von
      Numtor aus nach Atos reisen.

      Dieser Satz impliziert, dass er die Strecke in wenigen Stunden bewältigen soll,

      nicht, dass es in wenigen Stunden losgeht, deshalb besser:
      ... nach Atos aufbrechen.


      ...weist auf die Qualität und die Herkunft aus den besten Schneidereien Numtors...
      Tuche werden in Webereien, Wirkereien hergestellt, nicht in Schneidereien,

      dort werden sie "nur" verarbeitet.


      ..............


      Am Nachmittag war es dann soweit, die Reise konnte beginnen.
      Es ist eher unüblich, eine so weite Reise erst an einem Nachmittag zu beginnen,
      meist wird früh aufgebrochen, um im aufsteigenden Tageslicht viel Strecke zu
      schaffen. Ist ja keine Wandertour zu den Schönheiten Numtors, nicht wahr? ^^



      HIER eine Kapitelüberschrift vielleicht? Oder zumindest ein eindeutiger
      Kapitelwechsel mit zwei bis drei Leerzeilen.

      Avanor und Pilar waren nun schon seit einigen Tagen unterwegs. Die
      weiten Ebenen zwischen Numtor und Niriima brachten nur wenig
      Abwechslung. Hohes Gras, das mit jedem Windstoss Wellen schlug und
      kleinere Wäldchen, die kaum Schatten boten, säumten alles, was man mit
      dem Auge erfassen konnte. Dazu kam die Hitze des Sommers, die höhnisch
      auf sie herabstrahlte. Einzig die Fallenden Wasser, eine hohe Berggruppe
      in der Mitte des Landes Swirae, erhoben sich majestätisch im Südwesten.
      Aus ihnen entstammten die grossen Flüsse des Landes. Pilar zufolge war
      es ein sehr mystischer Ort, voller Geschichten und Legenden. Wie er
      sagte, sollten dort sogar noch die Geister der Osnortid leben und über
      das Land wachen. Je nach Sonnenstand glitzerte es durch die vielen
      Wasserfälle herrlich von den Bergen, was das restliche Land zu dieser
      Jahreszeit nur noch mehr verhöhnte.

      Schöne Beschreibung!


      Pilar nutzte die ereignislose Zeit, um Avanor alles über sein Leben zu
      erzählen. Kurz gesagt, Pilar, Sohn eines Schmuckhändlers, war um die
      dreissig Jahre alt. Sein langes, blondes Haar trug er meist
      zusammengebunden. Er liebte jeglichen Luxus und hatte eine Schwäche für
      Frauen, die ihn schon des Öfteren in brenzlige Situationen gebracht
      hatte. Ausserdem war er dem Spiel verfallen, er liebte den Nervenkitzel.
      Bewaffnet war er mit einem Kurzschwert, einem Dolch, Bogen und Pfeilen.
      „ …als ich dann so neben ihr lag, leergesaugt und an nichts Böses
      denkend, hörten wir auf einmal, wie die Haustüre geöffnet wurde.
      Erschrocken blickte ich zum Fenster hinaus und stellte fest, dass die
      Sonne schon sehr tief stand.
      Der Eingetretene schrie 'Weib, wo bist du? Warum hast du nicht gekocht?
      Warum in Enginns Namen bist du nicht hier, um mich zu empfangen?
      Verdammtes Weibsstück!'
      'Ich bin oben und habe eine Überraschung für dich mein Liebster.'
      Ich starrte sie panisch an, du kannst dir vorstellen, wie erpicht ich
      auf die Begegnung mit ihrem „Liebsten“ in dieser Situation war. Doch sie
      sagte, ich soll meine Sachen nehmen und mich im Schrank verstecken.
      Gesagt, getan, im gleichen Moment, in dem ich den Schrank schloss,
      polterte ihr Mann herein. 'Ho, ho, ho, was seh ich da! Kannst mich ja
      kaum erwarten! Bist ja schon ganz feucht!'
      So musste ich aus einem Schlitz im Schrank bei seinem Akt zusehen. Der
      hat gegrunzt, kann ich dir sagen. Geschnauft und gegrunzt. Und gestöhnt!
      Nur kurze Zeit später war es dann auch schon vorbei, mit lautem Stöhnen
      und Getöse kam er in ihr, wälzte sich zur Seite und schlief ein. Sobald
      sein Schnarchen den Raum erfüllte, öffnete ich die Schranktür und zog
      mich an. Verschmitzt lächelte sie mir zu, als ich aus dem Zimmer ging.
      Das war ein gutes Weib! Kann mich aber nicht mehr an ihren Namen
      erinnern. Irgendetwas Kurzes, Anna oder so… Ah da fällt mir eine Andere
      ein, Millira, bei der war das so… “ Und so ging es den ganzen Tag.
      Die meiste Zeit hörte Avanor nur halbherzig zu. Er war froh, nicht
      selber reden zu müssen. Pilar schien dies zwar hie und da zu bemerken,
      störte sich aber nicht weiter daran.
      Ich weiß, ich lehne mich hier ein bißchen aus dem Sprichwörtlichen Fenster,

      aber ich glaube, "Männer unter sich" reden sehr viel derber. Da ist gewißlich

      nicht von einem "Akt" die Rede und ob das Mädel echt "n gutes Weib" war,

      oder nicht doch ne "raffinierte Stute", ist auch fraglich.


      ABSATZ

      Nach einiger Zeit erblickten sie eine Baumgruppe um einen Teich, bei der
      eine Karawane rastete. Es würde zwar schon bald Abend werden, doch noch
      immer war es heiss und die Aussicht auf kühles Wasser war zu schön, und
      so liefen sie in deren Richtung.
      Die Gruppe hatte sie wohl schon erspäht und einen Kreis um den Wagen
      Eine Karawane und dann nur ein Wagen? Ernsthaft oder Schreibfehler?

      Da passt ja grad mal der Proviant drauf... 8|

      gebildet. Als sich Pilar und Avanor näherten, hörte man, wie ein Schwert
      gezückt wurde. Instinktiv hob Avanor die Hand über die Schulter und
      wollte seine Axt ergreifen.
      „Man muss nicht immer kämpfen“, flüsterte sein Gefährte ihm zu, während
      er die Hand auf seinen Unterarm legte. Mit lauter Stimme wandte er sich
      der Gruppe zu.
      „Wir sind keineswegs eine Bedrohung. Gönnt uns nur eine kurze Verschnaufpause
      am Wasser und wir werden bald weiterziehen.“
      Ein Junge, kaum im Mannesalter, schob sich durch die Bewaffneten. Bei Avanors
      Anblick wurden seine Augen gross.
      Zu Pilar gewandt sagte er, „Ich… Ich bin Ilias, Sohn des Bert, eines
      bekannten und hoch angesehenen Stoffhändlers. Gerne dürft ihr euch ein
      wenig ausruhen. Kommt, wir wollten gerade speisen. Wenn ihr wollt, dürft
      ihr Euch zu uns setzen.“ Sein Blick huschte noch immer nervös zu
      Avanor.
      „Welch ein Segen! Wie habe ich Kultur vermisst. Nichts gegen meinen
      Weggefährten, doch einer hohen Unterhaltung ist er nicht wohlgesonnen,
      geschweige denn der Kunst oder der Mode.“ Mit seinem breiten Grinsen
      schritt Pilar zum Jungen hinüber.
      Die Männer lösten den Kreis auf und gingen bis auf zwei Wachen weg vom Wagen.
      Avanor war gar nicht nach Gesellschaft zumute, und so folgte er nur
      mürrisch. Die zwei Wachen musterten ihn aufmerksam, besonders seine auf
      dem Rücken festgemachte Axt.
      Das Lager bestand nur aus zwei kleinen Feuern. Insgesamt ein Dutzend
      Männer waren versammelt. Sich kurz umschauend, suchte der Axtträger
      seinen Begleiter, doch Pilar war bereits tief in ein Gespräch mit dem
      Jungen verwickelt. So setzte er sich, an einen Baum gelehnt, auf den
      Boden.


      Soviel Rot isses heut gar nicht... :D Wir werden besser, hm? :thumbsup:
      Der Unterschied zwischen dem, was Du bist und dem, was Du sein möchtest, liegt in dem, was Du tust.
      -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?
    • Guten Morgen,
      ich geb auch mal wieder meinen Senf dazu.

      Spoiler anzeigen

      LirayLegend schrieb:

      Am Nachmittag war es dann soweit, die Reise konnte beginnen. Bei der Verabschiedung hatte die Mutter Tränen in den Augen und schluchzte sogar ein bisschen bei der Umarmung. Er seinerseits verkniff sich eine einzelne Träne, stieg auf sein Pferd und ritt mit seinem Geleit davon.
      Hier frage ich mich mehrere Dinge: Warum beginnt die Reise erst am Nachmittag? Gibt es einen besonderen Grund dafür? In vielen Texten wird immer darauf hingewiesen, dass Karawanen, Reisende, Armeen, etc. beim ersten Tageslicht aufbrechen, um möglichst den ganzen Tag Licht zur Orientierung zu haben.
      Die Formulierung "eine einzelne Träne verkniff" verstehe ich so (aber ich mag falsch liegen :pardon: :( "sich etwas verkneifen" kenne ich in der Bedeutung "etw. unterdrücken, nicht machen, nicht zeigen". Dass er sich nur eine Träne verkneifft, könnte heißen, dass es ihn nicht stört, von zu Hause weg zu kommen (das fände ich seiner Beschreibung nach allerdings bisher noch nicht überzeugend).
      Insgesamt hättest du an der Stelle die Chance, mehr über Ilias, seine Familie, seinen Wohnort, die Karawane und ihre Mitglieder zu erzählen bzw. auch einfach im Sinne der Show-Technik (wenn man das so nennt) darzustellen. Wenn du dazu Fragen hast, stehe ich dir gerne zur Verfügung :)

      LirayLegend schrieb:

      Pilar nutzte die ereignislose Zeit, um Avanor alles über sein Leben zu erzählen. Kurz gesagt, Pilar, Sohn eines Schmuckhändlers, war um die dreissig Jahre alt. Sein langes, blondes Haar trug er meist zusammengebunden. Er liebte jeglichen Luxus und hatte eine Schwäche für Frauen, die ihn schon des Öfteren in brenzlige Situationen gebracht hatte. Ausserdem war er dem Spiel verfallen, er liebte den Nervenkitzel. Bewaffnet war er mit einem Kurzschwert, einem Dolch, Bogen und Pfeilen.
      „ …als ich dann so neben ihr lag, leergesaugt und an nichts Böses denkend, hörten wir auf einmal, wie die Haustüre geöffnet wurde. Erschrocken blickte ich zum Fenster hinaus und stellte fest, dass die Sonne schon sehr tief stand.
      Ich hab hier mal ein bisschen mit dem Farbkasten gespielt. Jede Farbe steht für ein "eigenes Thema", das du hier ansprichst. Was ich damit zeigen möchte ist, dass das Grüne und das Dunkelblaue das Thema "Schwäche für Frauen" mit dem Unterthema "brenzlige Situationen" (die Einteilung ist zugegeben etwas willkürlich und gar nicht so wichtig) trennen, ohne dass das nötig wäre. Du könntest hier die Reihenfolge einfach etwas umstellen und z.B. Herkunft, Alter, Aussehen, "liebt Luxus" --> daran könntest du gut "Bewaffnung" anschließen, entweder dadurch, dass er gute und reich verzierte Waffen hat oder diese im Gegensatz zu "liebt Luxus" schlicht, einfach, solide, funktional... sind. Danach folgt noch seine Spielsucht, seine Liebe für Nervenkitzel und als Höhepunkt seine Schwäche für Frauen. Und dazu bringst du dann das Beispiel. Das finde ich ziemlich gut!

      LirayLegend schrieb:

      So musste ich aus einem Schlitz im Schrank bei seinem Akt zusehen. Der hat gegrunzt, kann ich dir sagen. Geschnauft und gegrunzt. Und gestöhnt!
      Hier könntest du noch etwas bildhaftere Sprache verwenden, ich denke, das würde gut zu Pilar passen, aber das musst du entscheiden ^^

      Cory Thain schrieb:

      ch weiß, ich lehne mich hier ein bißchen aus dem Sprichwörtlichen Fenster,

      aber ich glaube, "Männer unter sich" reden sehr viel derber.
      Das kann man so allgemein natürlich nicht sagen ^^ Aber ich stimme dir insofern zu, dass es gut zu einem erfahrenen, lebenslustigen Mann passt, wenn er sehr locker und offen über seine Abenteuer spricht. Pilar macht das ja an sich schon, d.h. es würde mMn gut passen, in anzüglichen Bildern zu reden.

      LirayLegend schrieb:

      Pilars Wortwahl ist bewusst 'nett', da er sich selbst als kultiviert ansieht.
      Das finde ich eine gute Einstellung bzw. Charakterzug für Pilar. Allerdings kam das bei mir noch nicht so ganz an. Spontan fällt mir dazu ein, dass Pilar anekdotisch auch über seine Einstellung reden könnte, also im Sinne von:
      "Die Kunst der Verführung ist ein Spiel, das Fingerspitzengefühl verlangt. Natürlich würde ich nie das Angebot einer Schankmaid ablehnen, kurz nach draußen zu gehen und es ih hinter dem Haus schnell zu besorgen. Aber das ist schon plump und irgendwie langweilig. Viel aufregender ist es doch, eine verheiratete Frau nach allen Regeln der Kunst zu verführen. Ja, ja, ich weiß, was du jetzt denkst. Unehrenhaft, Ehebruch, blablabla. Es ist doch dieses heimliche Spiel, das Austauschen von begehrlichen Blicken, das Fallenlassen weniger, aber wohlgewählter Worte, mit denen sie ihm zeigt, dass sie nicht abgeneigt ist, und das anschließende Umwerben mit allerlei kleinen Komplimenten und lieben Sticheleien. Allesamt schönen Lügen versteht sich, aber kultivierte Lügen! Das ist das, was uns Menschen von den Tieren unterscheidet, die Kunst zur Lüge."

      Oje... jetzt hat mich wieder das Formulierungsfieber gepackt. :( Ich hoffe, ich erschlag und demotiviere dich dich damit nicht. Ich finde deine Geschichte hat viel Potenzial, das du noch nicht ganz ausschöpfst. Vielleicht helfen dir meine Kommentare dabei. Wenn nicht, dann vergiss sie einfach ^^


      Insgesamt ein eher ruhiger, aber gerade durch Pilars Anekdote auch witziger Part.
      „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]
    • @Asni
      Spoiler anzeigen

      Asni schrieb:

      "Die Kunst der Verführung ist ein Spiel, das Fingerspitzengefühl verlangt. Natürlich würde ich nie das Angebot einer Schankmaid ablehnen, kurz nach draußen zu gehen und es ih hinter dem Haus schnell zu besorgen. Aber das ist schon plump und irgendwie langweilig. Viel aufregender ist es doch, eine verheiratete Frau nach allen Regeln der Kunst zu verführen. Ja, ja, ich weiß, was du jetzt denkst. Unehrenhaft, Ehebruch, blablabla. Es ist doch dieses heimliche Spiel, das Austauschen von begehrlichen Blicken, das Fallenlassen weniger, aber wohlgewählter Worte, mit denen sie ihm zeigt, dass sie nicht abgeneigt ist, und das anschließende Umwerben mit allerlei kleinen Komplimenten und lieben Sticheleien. Allesamt schönen Lügen versteht sich, aber kultivierte Lügen! Das ist das, was uns Menschen von den Tieren unterscheidet, die Kunst zur Lüge."
      Ich glaube, ich du solltest eine Geschichte schreiben, in der es genau darum geht. Klingt, als würdest du da dem Leser ordentlich was ieten können. ^^ (Aber du hast ja momentan gar keine Zeit, wie schade... ;) )
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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