Enttäuschung

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    • Enttäuschung

      Ich flehe, weine und bettel.
      Du hinterließt nicht mal nen Zettel.
      Du bist einfach so gegangen.
      seitdem fühl ich mich wie gefangen.

      Gefangen, mit den Gefühlen
      die mich immer wieder aufwühlen.
      Gedanken die mich verfolgen
      und mich immer wieder überrollten.

      Mit tausenden von Gegensätzen.
      Und ich kann ihnen nichts entgegensetzen.
      Ich bin in großer Trauer.
      Aber auch unglaublich Sauer.
      Du hast mich zutiefst enttäuscht
      und meine Gedanken an dich verseucht
      Ich flehe, weine und Bettel.
      Ich schlage, trete und rempel.

      Ich weine, aber versteh‘s nicht,
      vielleicht ist es auch egoistisch.
      Du hast was anderes beschwor’n.
      Auf dich nämlich, ruht mein ganzer Zorn.

      Für einen kurzen Augenblick,
      und ich schaue gern darauf zurück,
      dacht ich, uns könnt nichts mehr trennen.
      Doch in dir, fing was an zu brennen.

      Du hast mir nie etwas gesagt.
      Aber ich hab auch nie nachgehakt.
      Du hast mich im Stich gelassen.
      Oder hab ich dich sitzen lassen?

      Ich flehe, weine und bettel,
      War es meine Schuld, ich verrecke.
      Nein, es war deine Entscheidung.
      Und, ich hasse meine Enttäuschung

      Ich will, dass du zurückkommst.
      Du nicht denkst, es wär alles umsonst.
      Dass du dich bei mir entschuldigst.
      Mit deiner Tat mal auf uns Blickst.

      Ich will, dich wieder hier bei mir.
      Wieder alles meistern hier mit dir.
      „Ich will“, wie ein trotziges Kind,
      doch weiß genau, dass bitten nichts bringt

      Deswegen bitte ich nicht mehr,
      denn ich weiß, die Antwort bleibt leer.
      Ich flehe, weine und bettel.
      Vergebens, uns trennt ein Sargdeckel.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Etiam ()

    • Man, man @Etiam. Harter Stoff!

      Ich hoffe, da ist nicht viel von dir in dem Gedicht. Befürchte aber...
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Befürchte es auch...

      Ich starre den Text jetzt seit zehn Minuten an, scrolle immer wieder hoch, wenn ich unten angekommen bin und beginne noch einmal.
      Und weiß immer noch nicht, was ich dazu jetzt schreiben soll.
      Tut mir leid. Vielleicht finde ich irgendwann mal ein paar Worte.

      Edit:
      So, @Etiam, jetzt kriegst du dein Feedback.
      Das ist Frust pur. Vorwürfe, Verzweiflung, Wut, Trotz, Trauer und Selbstzweifel in stetem Wechsel. Sicher noch mehr.
      Das liest sich wirklich so, als hätte es der Verfasser selbst erlebt, würde es sogar noch erleben. Der letzte Satz zeigt keineswegs, dass das "Erlebte" schon bewältigt ist.
      Starke Worte, unabgeschlossene Sätze, halbfertige Gedanken wahllos aneinandergereiht, so, wie es einem gerade durch den Kopf schießt bei so einem Erlebnis.
      Super gemacht. Gänsehaut. Wünsch ich niemandem, sowas mal im RL fühlen zu müssen...
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • So oder so. Es hinterlässt einen tiefen Eindruck bei mir, ein Gefühlschaos, dass betroffen macht. Die paar Fehlerchen reißen den Leser nicht aus dem widerstrebenden, verzweifelten Aufbäumen, welches du hier zeichnest.
      Auch ich hoffe, dass hier nur der Künstler spricht. Die Wirkung bleibt.
      So oder so.
      Wortgefechte

      Ein Schwert und sein Held
    • Na und ich mach mir schon Sorgen ;) .
      Aber ist natürlich besser so.
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz