LadyK's Kurzgeschichtensammlung

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    • Hallo erstmal @Miri und @Asni vielen Dank für eure Worte. :) freut mich, dass ihr noch am Bord seid :D

      Die Schreibfehler und so werden bestimmt bald korrigiert, zwischendurch hab ich schon was geändert, aber nicht weiter der Rede wert ^^

      Asni schrieb:

      Ich sehe hier zwei gute Möglichkeiten, die Stimmung noch mehr herauszuarbeiten. a) der Arrogante wirkt richtig arrogant und selbstsicher / überlegen, dann könnte er erst einmal das Gewehr locker lässig auf seine Schulter legen. Das würde unterstreichen, dass er vor Lya überhaupt keine Angst hat. (In dem Fall müsste er später natürlich das Gewehr wieder auf sie anlegen) b) Ganz andersherum könnte er damit kämpfen, seine Selbstsicherheit zu behalten. Dann würde er das Gewehr weiterhin auf sie richten und du könntest z.B. seine Stimme leicht unsicher wirken lassen.
      Schei.... Ich finde beide Varianten cool :panik:

      Asni schrieb:

      Trotzdem eine Idee: Wie wäre es, wenn der Graf seinem Diener (?) einen Wink gibt und der ihn vorstellt?
      Hm... Ich habe eigentlich gedacht, dadurch das der Graf so herrisch ist, kommt das so vielleicht besser. Ich denke über diesen Vorschlag mal nach ;)

      Asni schrieb:

      Sagst du das so? Ich fände "Wie heißt du?" naheliegender, aber das kann je nach Region völlig anders sein.
      Jup, ich sag das so :D

      Asni schrieb:

      Bei ihrer "Flucht" in den Wald am Ende könnte sie auch noch "erleichtert" den Bäumen (oder Ästen oder dem Wald) dafür danken, dass sie die Kugeln aufgefangen haben.
      Das schaue ich mir nochmal an. Vielleicht fällt mir ja was ein 8o :thumbsup:

      Miri schrieb:

      Ob der Graf sie jetzt ernst nimmt, nachdem er gesehen hat, dass der Wald sie beschützt?
      Oder ob es immer noch auf die leichte Schulter nimmt
      Ich hoffe ja auch Zweiteres, weil ich wirklich gespannt bin, welches Leben Lya wählen wird
      Was glaubst du denn.... Hm? Ich liebe Theorien :thumbsup:

      LG
    • Finale....ich konnte heute abend nicht anders, als zu schreiben, daher gibt es den Rest jetzt in einem Schwung :D

      #4.3 (Lya)

      Spoiler anzeigen

      Es endete bereits der zweite Tag, aber Graf Phillip kam nicht um das geforderte Leben zu bringen.
      Während Lya auf der Wiese einer Lichtung saß, überlegte sie, ob sie dieses Leben überhaupt einfordern sollte.
      Es waren unschuldige Menschenleben, die nicht für die Taten des Grafen verantwortlich gemacht werden konnten.
      Doch das Gesetz des Waldes wollte es so.
      Wenn ein Tier ein anderes Tier tötete, so geschah es, wenn der Wald es für nötig hielt. Aber nahm ein Mensch das Leben eines Waldbewohners, dann handelte dieser eigenmächtig und musste dafür bezahlen.
      Aber war es falsch so zu handeln?
      Einige Jahre hatte Lya nach diesem System gearbeitet und unzählige Familien unglücklich gemacht.
      Zweifel überkamen sie, als Lya an den unschuldigen Begleiter des Grafen dachte. Er war nur sein Handlanger gewesen, ohne dass er selber das Tier töten wollte. Lya wusste, dass er nichts mit der Jagd zu tun haben wollte.
      Und solch ein Leben sollte Lya nehmen? Einen völlig Unbeteiligten aus seiner Umgebung reißen, einer Familie das Kind nehmen oder einem Ehemann die Frau?
      Lya seufzte und strich mit spitzen Fingern über den Hut eines Steinpilzes. Er vibrierte unter ihrer Berührung.
      Sie sah über die Lichtung hinweg und der Schein der untergehenden Sonne blendete Lya.
      So ließ sie den zweiten Tag verstreichen und der dritte Tag folgte.

      An diesem Tag war der Wald schlechter Dinge. Auch Lyas Bemühungen, ihn ruhig zu stellen, scheiterten. Es regnete ununterbrochen, Blitze zuckten über den nachtdunklen Himmel und der Sturm suchte sich einen Weg durch die dichten Baumkronen und fegte über den nassen Boden.
      Oder war es nicht der Wald, der dieses Unwetter beherrschte? War es vielleicht auch Lya selber, die sich ihrer Gefühle nicht bewusst war?
      Vom Inneren ihres Unterschlupfes, einem alten Wolfsbau, schaute sie sich um.
      Der Wald ahnte scheinbar, dass Lya nicht wusste, ob sie das Richtige tat.

      Der Tag ging zu Ende, als der Mond sich zeigte und Lyas innere Uhr Mitternacht schlug.
      Sie huschte aus ihrem Bau heraus und kämpfte sich durch den starken Regen, stemmte sich gegen die Böen de Windes und rannte aus dem Wald hinaus.
      Blätter fielen von den Bäumen und flogen in eine Richtung. Sie wiesen ihr den Weg, den sie gehen musste. Ungewiss, was auf Lya zukommen würde, folgte sie der Spur bis hin zu einer stattlich wirkenden Burg. Sämtliche Lichter waren gelöscht und einzig am Tor standen zwei Männer mit Speeren in den Händen.
      Lya suchte entlang der Mauer einen Weg um dort hinein zu gelangen. Sie fand eine schon recht angeschlagene Ecke, an der sich scheinbar keiner um die wild wachsenden Büsche und Sträucher kümmerte.
      Lya bat leise und im Gedanken um Hilfe, die sie sofort bekam.
      Die Gewächse streckten ihre Äste aus und formten daraus eine Leiter, über die Lya leicht auf die andere Seite der Mauer gelangte.
      Sachte ließen die Zweige sie auf den Boden nieder und Lya strich ihnen dankbar über die Blüten.
      Im Laufschritt folgte sie weiter der Spur der Blätter, die an einer Tür endete. Sie schob diese auf, verwundert darüber, dass sie nicht abgeschlossen war und huschte hindurch ins Innere der Burg.
      Es war still. Das ganze Gebäude schlief und Lya bemühte sich darum, dass es auch so blieb.
      Hier übernahmen die Blätter wieder die Führung, die Lya eine Treppe hinaufführten. Dort wirbelten sie eine Weile vor einer weiteren Tür herum, bis sie in alle Richtungen verschwanden.
      Also war Lya am Ziel angekommen.
      Vor der Tür atmete sie kurz durch und drückte sie auf. Dahinter lag ein Raum, an dessen Ende ein Bett stand.
      Ein junges Mädchen lag darin und schlief. Ihre Haare waren von dem tiefsten Schwarz, welches Lya je gesehen hatte und das Mädchen sah so friedlich aus. Vor ihrem Bett blieb Lya stehen und schaute die Schlafende an. Lange hätte sie so stehen bleiben können, aber dann öffnete das Mädchen die Augen.
      "Vater?", fragte sie nuschelnd.
      Sie rieb sich das Gesicht und starrte Lya dann aus funkelnden Blicken an.
      "Wer bist du?", das Mädchen schaute sie neugierig an und kam näher, "bist du ein Waldgeist?"
      Lya nickte nur und hielt dem Mädchen eine Hand hin. Es kostete Lya alle Mühe, ihren Willen zu beeinflussen. Aber es gelang ihr und die Kleine griff nach der angebotenen Hand.
      "Wie heißt du?", fragte Lya ihrerseits.
      "Alandra." Sie antwortete ohne zu zögern.
      Lya lächelte sie an.
      "Wir brauchen einen stärkeren Namen für dich", meinte sie und überlegte kurz. "Ala?"
      Begeistert nickte Alandra- Ala und folgte Lya hinaus aus der Burg und in den Wald. So war es schon dutzende Male gewesen.
      Und so war es auch damals bei Lya vorgefallen, als sie noch Lyanna hieß.
    • Was mir gut gefällt sind die anfänglichen Zweifel Lyas an ihrem geplanten Handeln. Allerdings fehlt mir, dass sie irgendwann mal eine Entscheidung trifft oder dass sie während des letzten Abschnitts vielleicht doch noch Zweifel hat oder diese bewusst beiseite schiebt. Aber ansonsten finde ich das eine gute Geschichte.


      Spoiler anzeigen

      LadyK schrieb:

      Vom Inneren ihres Unterschlupfes, einem alten Wolfsbau, schaute sie sich um.
      Meines Wissens graben Wölfe keine Höhlen und nutzen auch eher selten Höhlen. Daher ist ein Wolfsbau... naja, Fantasie ^^

      LadyK schrieb:

      Sie rieb sich das Gesicht und starrte Lya dann aus funkelnden Blicken an.
      "Wer bist du?", das Mädchen schaute sie neugierig an und kam näher, "bist du ein Waldgeist?"
      "Funkelnde Blicke" assoziiere ich eher mit Gefühlen wie Hass, Abneigung, Widerborstigkeit, Bosheit etc. Dazu passt meinem Gefühl nach "neugierig" nicht so gut. Das allerdings gefällt mir sehr gut, daher wäre eine Idee vielleicht "starrte Lya dann aus verschlafenen Augen an". Ach da fällt mir noch auf: "aus Blicken anstarren" klingt für mich ungebräuchlich, auch das Starren an sich passt nicht so ganz zur Neugierde im nächsten Satz :hmm: Ich bin zu kritisch, oder? :pardon:


      Ich finde es vor allem schön, dass die Geschichte ohne Gewalt am Ende auskommt. :thumbup:
      Eine Hand wäscht die andere.
    • Hallo LadyK,

      das ist eine wirklich schöne Geschichte gewesen. Du hast es super geschafft, mit deinen Worten Stimmungen zu erzeugen. Besonders als du den dritten Tag beschrieben hast. Auch das Über-die-Mauer-steigen und Den-Blättern-folgen - tolle Idee!! :thumbsup:
      Ich war gespannt auf das Ende, und ich war ja auch nicht die Einzige, die sich gefragt hat, ob Lya dann ein anderes (unschuldiges) Leben dafür fordert. Da hattest du wirklich mehrere Lösungsvarianten.
      Du hast gewählt, dass der Graf nicht kommt und sie sich dieses Leben selber holt. Das hatte ich fast erwartet. Dass sie seine Tochter holt, hat mich aber überrascht. Ich dachte, sie nimmt ihn selbst. ;)

      Was mir auffiel

      LadyK schrieb:

      Einige Jahre hatte Lya nach diesem System gearbeitet und unzählige Familien unglücklich gemacht.
      Das "nach System gearbeitet" klingt ein bisschen, als wäre sie bei der Wohlfahrt oder der Weihnachtsmann. :D Ich verstehe, was du meinst, aber vielleicht kannst du das ein kleines bisschen posievoller schreiben? :)

      LadyK schrieb:

      Ein junges Mädchen lag darin und schlief.

      LadyK schrieb:

      Aber es gelang ihr und die Kleine griff nach der angebotenen Hand.
      Und die beiden Sätze haben mich ein bisschen verwirrt, denn nun weiß ich nicht, wie alt Ala in etwa ist. Mir persönlich würde sie als "die Kleine" besser gefallen als als junges Mädchen. Aber du bist der Autor :)


      Alles in allem - toll gemacht, gerne mehr davon!
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tariq ()

    • es geht hier weiter mit

      #5.1 Bill Blake

      Spoiler anzeigen


      Als ich aufwachte, war es bereits dunkel und der Mond schob sich bereits über die Bäume und gab der Gegend ein bisschen Licht.
      Ich lag mit dem Kopf auf dem Lenkrad meines Autos und meine Arme hingen wie leblos an meinen Seiten herab. Der Zündschlüssel steckte noch, ich konnte mich aber nicht mehr daran erinnern, dass ich stehen geblieben war. Und auch nicht, dass ich das Auto ausgemacht hatte, geschweige denn, dass ich mich hineingesetzt hatte.
      Und warum tat mir de Schädel so weh? Hatte ich einen Unfall?
      Ich hob langsam den Kopf, doch vor mir befand sich nichts, gegen das ich hätte gefahren sein könnte. Dort war nur eine Wiese, soweit ich das erkannte.
      Ich fasste mir mit beiden Händen an den Kopf und versuchte den Schmerz wegzudrücken. Als es nicht besser wurde, stieg ich aus, um ein wenig Luft zu schnappen und meine Gedanken zu ordnen. Meine Beine zitterten vor Erschöpfung und ich drohte das Bewusstsein zu verlieren.
      Ich lehnte mich gegen meinen Wagen und stieß die Luft aus.
      Was war nur passiert?
      Der Versuch einen Schritt zu machen, scheiterte als sich ein unerträgliches Pochen in meinem Kopf breit machte.
      Doch meine Sinnen ließen mich aufhören, als Rufe vor mir lauter wurden. Ich sah das Leuchten von Taschenlampen und vier Gestalten, die auf mich zukamen. Einer der vier Personen lief los und blieb kurz vor mir stehen.
      "Bill?", hörte ich ihn fragen, "scheiße, was ist passiert?"
      Ich wollte antworten, doch brachte ich nur ein gequältes Krächzen hervor. Mein Gegenüber sah mich an und ich ihn. Aber ich erinnerte mich nicht daran, ihn zu kennen.
      Mittlerweile waren auch die anderen drei bei ihnen und sahen mich verwundert aber auch besorgt an.
      "Er ist verletzt!", rief eine junge Frau aus.
      Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und begutachtete meinen Kopf.
      "Das blutet ganz schön stark", sagte sie nachdenklich, "wir sollten ins Krankenhaus fahren"
      Ich starrte auf meine Hände und da war Blut.
      Ist das von meinem Kopf?
      "Bill?", fragte der Mann vor mir, "ich bin's Alex. Wir fahren dich ins Krankenhaus, okay?"
      Ich runzelte die Stirn. Ich wusste, dass ich Alex, der eigentlich Alexander hieß, kannte, aber ich hatte keine Ahnung mehr woher. Auch die anderen Gesichter kamen mir bekannt vor, doch auch hier befand sich in meinen Gedanken nur ein schwarzes Loch.
      Ich nickte nur.
      "Auf den Rücksitz mit ihm", wies Alex an, der sich selber hinter das Steuer setzte.
      Ich ließ mich in das Auto hinein fallen, während die Frau auf dem Beifahrersitz einstieg, aber die beiden anderen Männer blieben draußen.
      "Ihr schaut, ob ihr irgendwas finden könnt", sagte Alex befehlend. Er schien der Anführer oder so etwas zu sein.
      Ich lehnte mich zurück und schloss die Augen, während Alex den Motor startete. Er fuhr ein kleines Stück rückwärts, lenkte stark ein und wendete den Wagen geschickt. Doch bereits da stieg mir die Galle hoch. Ich schluckte ein paar Mal, bis es wenigstens halbwegs besser war.
      Das Auto wurde schneller und Alex betätigte den Ganghebel wie ein Irrer.
      "Was sagen wir, wenn sie fragen, was passiert ist?", hörte ich die Frau fragen. Ich öffnete die Augen um das Gespräch besser verfolgen zu können.
      Alex rammte den sechsten Gang rein und stieß den Atem langsam aus. Sein Zeigefinger trommelte auf dem Lenkrad herum.
      "Wir sagen die Wahrheit", meinte er dann. Die Frau sah den Anführer von der Seite an.
      "Alex, dann wird es zur Staatsangelegenheit"
      Der Angesprochene bog nach rechts ab und nahm wieder an Schnelligkeit auf.
      Das war zu viel für mich.
      "Halt!" presste ich vor zusammen gebissenen Zähnen hervor und Alex reagiert sofort.
      Er bremste stark ab und betätigte einen Knopf. Vermutlich das Warnblinklicht, doch es interessierte mich in diesem Moment herzlich wenig.
      Ich drückte meine Tür auf, hängte mich raus und übergab mich auf die Straße.
      Alles drehte sich um mich und wieder kämpfte ich darum, nicht das Bewusstsein zu verlieren.
      Wieder halbwegs bei klaren Verstand warf ich mich wieder nach hinten. Die Frau reichte mir ein Taschentuch, welches ich dankend annahm und mir damit das Erbrochene aus den Mundwinkeln zu wischen.
      "Kann weiter gehen", meinte ich nur trocken.
      Was auch immer mit mir passiert war, es war heftig gewesen. Erst jetzt bemerkte ich, dass mich nicht nur Kopfschmerzen plagten, sondern auch noch einen Ziehen in der rechten Seite und Druck in meinem rechten Oberschenkel. Solche Schmerzen hatte ich schon lange nicht mehr.
      Mühsam zog ich mir mein schwarzes Shirt hoch und begutachtete meinen Oberkörper. In diesem Moment drehte sich die Frau zu mir herum.
      "Oh mein Gott!" entfuhr es ihr und ich hätte es nicht treffender formulieren können.
      Mein Oberkörper war übersäht von Hämatomen, Schrammen und Schnittverletzungen. Verwundert sah ich mir dieses Farbenspiel aus roten, grünen und blauen Flecken an.
      Woher hatte ich das.
      Als nächstes versuchte ich das linke Bein auszustrecken und tastete mit den Händen meinen Oberschenkel ab. Etwas Glitschiges presste sich an meinem Fingern vorbei.
      Blut.
      Wieder überkamen mich Übelkeit und Schwindel. Ich bemerkte wie ich zur Seite kippte.
      "Alex!", rief die Frau und einmal mehr bremste der Fahrer ab.
      Ich verlor nun tatsächlich das Bewusstsein.



      ^^ LG

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von LadyK () aus folgendem Grund: Änderungen, Titel eingefügt

    • Oha, da geht ja richtig die Post ab, @LadyK. :newspaper: Rasanter Start einer vielversprechenden Geschichte! :thumbup: Kannst dich gleich wieder hinsetzen und weiterschreiben bitte! :D

      Spoiler anzeigen
      Ein "normaler" Unfall war das ja sicher schon mal nicht, und die hilfsbereiten Personen sind auch sehr geheimnisvoll, besonders wenn sie das Wort "Staatsangelegenheit" verwenden. :ninja:
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


      :cookie:

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    • Ich muss kurz nachfragen: Ist das der Anfang einer neuen Geschichte? Weil ich mich irgendwie an nichts erinnern kann... und dann waren da plötzlich diese vier Personen... xD Irgendwie sagt mir deine Geschichte was :D
      Spaß beiseite, ich finde die Geschichte ordentlich geschrieben, inhaltlich zwar nichts außergewöhnliches, aber durchaus gut lesbar und spannend. Im Spoiler ein paar sprachliche Anmerkungen.

      Spoiler anzeigen

      LadyK schrieb:

      Als ich aufwachte, war es bereits spät und der Mond erleuchtete die sonst dunkle Gegend.
      An sich finde ich den ersten Satz gar nicht schlecht, aber wenn ich so darüber nachdenke, dann kommt mir "der Mond erleuchtete die sonst dunkle Gegend" seltsam widersinnig vor - also so rein logisch betrachtet xD Ich finde das nicht schlimm, wollte aber trotzdem darauf hinweisen.

      LadyK schrieb:

      Ich wollte antworten, doch brachte ich nur ein gequältes Krächzen.
      Fehlt hier ein "heraus" oder "hervor" am Ende?

      LadyK schrieb:

      Ich starrte auf meine Hände und auch da war Blut.
      Aus der Situation heraus sieht doch erst einmal nur die junge Frau das Blut an seinem Kopf, er selbst nicht. Daher würde ich das "auch" im Zitat hier weglassen, weil es eher ausdrückt, dass die Hände die zweite Stelle sind, an der er Blut sieht. Ist aber vielleicht auch nicht nötig, ich bin nur gerade sehr kritisch :pardon:

      LadyK schrieb:

      Doch bereits da stieg mir die Galle hoch. Ich schluckte ein paar mal, bis es wenigstens halbwegs besser war.
      "...ein paar Mal" groß, oder?

      LadyK schrieb:

      Ich drückte meine Tür auf, hängte mich raus und übergab mich auf der Straße.
      Ich hätte hier gesagt: "übergab mich auf die Straße"

      LadyK schrieb:

      Wieder halbwegs bei klaren Verstand warf ich mich wieder nach hinten. Die Frau reichte mir ein Taschentuch nach hinten, welches ich dankend annahm und mir damit das Erbrochene aus den Mundwinkeln zu wischen.
      Wortwiederholung. Lass doch das zweite "nach hinten" einfach weg.
      Eine Hand wäscht die andere.
    • Hallöchen @Tariq und @Asni :) schön das ihr wieder rein geschaut habt :D

      Tariq schrieb:

      Kannst dich gleich wieder hinsetzen und weiterschreiben bitte!
      :rofl: mal schauen, wann der nächste Teil fertig ist ;)

      Asni schrieb:

      Ich muss kurz nachfragen: Ist das der Anfang einer neuen Geschichte? Weil ich mich irgendwie an nichts erinnern kann... und dann waren da plötzlich diese vier Personen... xD Irgendwie sagt mir deine Geschichte was
      8|
      ... Ich weiß, worauf du hinaus willst, aber beabsichtigt war das nicht... :whistling:

      Spoiler anzeigen


      Asni schrieb:

      An sich finde ich den ersten Satz gar nicht schlecht, aber wenn ich so darüber nachdenke, dann kommt mir "der Mond erleuchtete die sonst dunkle Gegend" seltsam widersinnig vor - also so rein logisch betrachtet xD Ich finde das nicht schlimm, wollte aber trotzdem darauf hinweisen.
      Vielleicht nehme ich einfach Straßenlaternen... Die sollte es ja fast überall geben ?( aber irgendwie passt das auch nicht... Ich weiß noch nicht, was ich da mache

      Asni schrieb:

      ich bin nur gerade sehr kritisch
      ;) alles gut. :thumbup:

      Den Rest werde ich überarbeiten. War ja diesmal nicht ganz so viel... Noch :whistling:



      Schön, dass euch mein Zeug gefällt ^^ da geht mir immer mein kleines Herzchen auf :love:

      LG

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von LadyK () aus folgendem Grund: Zusatz, Schreibfehler

    • LadyK schrieb:

      Vielleicht nehme ich einfach Straßenlaternen...
      Neeeeeeeiiiiin! ^^ So war das nicht gemeint. Ich meinte nur, dass es eigentlich unlogisch ist, dass der Mond eine dunkle Gegend erleuchtet. Denn wenn er sie erleuchtet, dann ist sie nicht mehr dunkel... :ugly:

      LadyK schrieb:

      Als ich aufwachte, war es bereits spät und der Mond erleuchtete die sonst dunkle Gegend.
      Vielleicht wäre: "Als ich aufwachte, war es bereits dunkel und der Mond kletterte hinter einem Wald hervor." Damit oder etwas ähnlichen kannst du noch etwas besser das Setting der Geschichte andeuten. Ich weiß gerade nicht genau warum, aber in meinem Kopf spielt die Geschichte auf einer Wiese in einem Wald oder zumindest einer bewaldeten Landschaft. Dagegen könnte sie ja genauso gut in einer Stadt oder sehr nahe an einem Dorf spielen. Je nachdem könntest du den Mond auf etwas anderes herabscheinen lassen oder eben die Beschreibung variieren...
      "und der Mond schimmerte auf der Spitze eines Kirchturmes" (eher Dorf; zumindest für mich)
      "und der Mond stand blass am von den Tausend Laternen der Stadt erhellten Nachthimmel" (Stadt)
      "und der Mond kletterte zwischen zwei Hochhäusern hinauf in den Himmel" (eher Stadt)

      Natürlich könntest du den Mond auch weglassen und durch Laternen ersetzen.
      "und Laternen tauchten alles in ein schummriges Licht."
      "und eine einsame Laterne leuchtete irgendwo aus der Dunkelheit vor mir."
      ...
      Ich denke, es gibt sehr viele Möglichkeiten, wie du den ersten Satz schreiben könntest. Irgendwo bilde ich mir ein mal gelesen zu haben, dass in Kurzgeschichten der erste Satz besonders wichtig ist. Und da muss ich sagen, dass du doch eigentlich einen recht starken Anfang gemacht hast. "Als ich aufwachte (--> suggeriert erstmal, dass es morgens spielt), war es bereits spät (--> ne, doch nicht, oder dieser Ich hat lang geschlafen) und der Mond erleuchtete die sonst dunkle Gegend (oh, viel später als erwartet... Was ist da los?)"
      Eine Idee wäre noch, durch ein Adjektiv über den Mond oder irgendetwas aus der Gegend noch einen zweiten Aspekt mit hineinzubringen, der nichts mit der Tageszeit zu tun hat.
      "und der Mond tauchte alles in einen sanften Schein unheilvoller Kälte"
      "und der Mond blickte mit kalten Augen auf die schlafende Stadt herab."
      "und eine kaputte Laterne flackerte in ihrem eigenen Rhythmus."
      "und das kalte Licht einer flackernden Laterne schlug wie ein gebrochenes Herz in seinem eigenen, ungleichmäßigen Rhythmus." Das gefällt mir gut, passt aber irgendwie gar nicht zu deiner Geschichte xD
      Naja, aber ich denke, du weißt, was ich meine. Vielleicht fällt dir ja was passendes ein. Wenn nicht, dann lass den ersten Satz einfach so.
      Eine Hand wäscht die andere.
    • Also wenn ich mich mal kurz einmischen darf, @Asni und @LadyK,

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      dann hatte ich mir auch eine Wiese vorgestellt, ein kleines Stück abseits von der Straße irgendwo im Nirgendwo. Mein Kopfkino zeigte mir ein Auto, dass von der Straße abgekommen war und dann in diese Wiese gebrettert ist, bis es stehenblieb. Wald drum herum? Ja, Passt auch.
      Von daher hatte ich keine großen Schwierigkeiten mit dem Mond-Satz, denn dort ist es sonst ja dunkel, weil - keine Laternen laut Kopfkino.

      Ich bin eher über die Formulierung "war es bereits spät" gestolpert. Da kommt einer nach tiefer Bewusstlosigkeit zu sich und stellt fest, dass es spät ist. Wie wenn er zu lange am PC-Spiel gesessen hat und nun aus der Fantasy-Welt des Spiels auftaucht.
      Hat er auf die Armbanduhr geschaut? Als allererstes nach dem Augenöffnen? DAS eschien mir unwirklicher. Wenn er feststellt, dass es dunkel ist und daraus dann - etwas benebelt vielleicht - schließt, dass es spät sein muss, oder Nacht, dann wäre das aus meiner Sicht etwas logischer. Und wenn du jetzt den Satz tatsächlich so abändern solltest, dass es "dunkel" ist anstatt "spät", dann kann auch die Satzhälfte mit dem Mond angepasst werden. Nur - bitte keine Straßenlaternen, die krieg ich nicht in meinem Kopfkino unter. :rofl:
      Aber wie immer am Schluss - DU bist der Autor, LadyK, und du sagst, was richtig ist. :)
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


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    • Ne, die Straßenlaternen sind wieder abgehakt :P ich belasse es beim Mond. @Asni hat mir ja einige Möglichkeiten aufgezeigt. Aber so richtig passen will davon noch nichts irgendwie. Ich lass mir was einfallen ^^ den Rest habe ich bereits verbessert :D

      Asni schrieb:

      Ich meinte nur, dass es eigentlich unlogisch ist, dass der Mond eine dunkle Gegend erleuchtet. Denn wenn er sie erleuchtet, dann ist sie nicht mehr dunkel...
      :D ja, das hab ich mir als nächstes gedacht, aber irgendwie kam ich davon ab, es in meinem Kommentar zu schreiben :whistling:

      @Tariq jetzt wo du es sagst, stört mich das auch X/
    • es gut kurz und knapp weiter, sonst wird ein Teil zu lang :)

      # 5.2 Bill Blake

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      Mein Körper machte es sich zur schlechten Angewohnheit mich zu wecken indem mein Kopf hämmerte, als würde immer wieder jemand mit voller Wucht dagegen treten. Ich fühlte mich benommen und kraftlos.
      Obwohl ich die Augen öffnen wollte, gelang es mir nicht.
      Die Stille, die mich umgab, wurde unterbrochen von monotonen Pieptönen und dem gelegentlichen Zuschlagen von... Türen? Ich war mir nicht sicher, ob ich tatsächlich den Geruch von Desinfektionsmittel in der Nase hatte.
      Irgendwie schaffte ich es die Augen aufzuschlagen, doch konnte ich meine Umgebung nur wie durch einen milchigen Schleier erkennen.
      Ich wollte mich aufsetzten, allerdings wurde ich von etlichen Kabeln und Schläuchen daran gehindert. Außerdem fühlte ich mich noch viel zu Kraftlos, um überhaupt ein Wasserglas halten zu können.
      Verwundert betrachtete ich das Zeug an meinem Körper. Auf meinem Oberkörper, an den Handgelenken und auf meinem rechten Knöchel klebten Kabel und auf meinem rechten Handrücken befand sich eine Kanüle. Ich vermutete eine Infusion oder so etwas in der Art. Ich spürte, dass ich in der Nase ebenfalls einen Schlauch hatte. Da ich mich nicht mit Medizin auskannte, konnte ich nur Behauptungen anstellen, aber ich glaubte, dass ich mich auf einer Intensivstation befand. Das bedeute höchstwahrscheinlich Dauerüberwachung.
      Ungeduldig reckte ich mich nach der Notfallklingel, allerdings hing sie viel zu hoch.
      Dachten die etwa, ich würde nicht mehr aufwachen?
      Fast wütend riss ich mir die Sauerstoffzufuhr vom Kopf und setzte mich auf. Tatsächlich wusste ich gar nicht, woher ich plötzlich diese Kraft nahm, aber ich schaffte es.
      Ich schlug die Decke beiseite und zog das Pflaster, mit dem die Kabel auf meiner Brust befestigt waren, ab. Aus dem monotonen Piepen wurde ein unerträgliches Piepkonzert.
      Das hinderte mich allerdings nicht daran, mich an meinen Bein zu schaffen zu machen. Als ich auch hier versuchte das Plaster vorsichtig zu lösen, bemerkte ich meinen verbundenen linken Oberschenkel und stockte in meinem Tun.
      Plötzlich riss jemand die Tür zu meinem Zimmer auf. Eine Frau mittleren Alters kam auf mich zu, doch schien sie nur Augen für das Überwachungsgerät zu haben.
      Sie betätigte ein paar Knöpfe und wandte sich dann mir zu.
      "Was wird das Herr Blake?",fragte die Stationsschwester, "egal, was Sie vor haben, ich hindere Sie daran."
      Sie drückte mich zurück auf die Liege, klebte mir die Kabel wieder auf die Brust und überprüfte noch kurz die Flüssigkeit in dem Plastikbeutel.
      "Wie fühlen Sie sich?", fragte sie mich.
      Ich zuckte mit den Schultern.
      "Gut", sagte ich plump, was mir das ungläubige Hochziehen der Augenbrauen der Schwester einbrachte.
      "Es sieht erstmal alles gut aus, aber der Arzt wird gleich noch einmal nach Ihnen sehen", begann sie, "in der Zwischenzeit möchte jemand mit Ihnen reden. Ist das in Ordnung?"
      Ich nickte, als ich bemerkte, dass die Frage an mich gerichtet war.
      Die Frau huschte schnell aus dem Zimmer und wurde durch eine andere Frau ersetzt.
      Das Klacken der Stöckelschuhe begleitete ihre Schritte, das enge Kostüm wirkte, als könne sie darin kaum atmen und ihr Blick war düster wie eine Gewitterwolke.
      Kurz vor meinem Bett blieb sie stehen und holte von irgendwo einen Ausweis heraus.
      "Agent Blake", sagte sie, " ich bin Alice Lorenzo von der Behörde für öffentliche Angelegenheiten und Dienstaufsicht für Angestellte im Staatsdienst."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LadyK () aus folgendem Grund: Änderungen

    • Interessante Fortsetzung, @LadyK ^!

      Der arme Bill. Wacht also im Krankenhaus auf und kriegt gleich Besuch von der Dienstaufsicht. Sowas braucht man, wenn man Kopfschmerzen hat. :rofl: Weiter, weiter. ^^

      Im Spoiler bisschen Futzelkram

      Kleinkrambox


      LadyK schrieb:

      ..., während mein Kopf hämmert hämmerte, als würde jemand ...


      ... unterbrochen von monotonen Pieptönen und das gelegentliche dem gelegentlichen Zuschlagen von... Türen?

      ..., auf meinem Oberkörper, an den Händen (Handgelenken) und auf meinem linken Bein (Knöchel) kleben klebten Kabel und auf meinem rechten Handrücken befand sich eine ein Zugang.

      ... Da ich mich nicht mit Medizin auskennen auskannte, konnte ich nur Behauptungen anstellen, aber ich glaubte, dass ich mich auf einer Intensivstation befand.

      ... Dachten die etwa, ich würde nicht mehr aufwachen. Fragezeichen



      ... Ich schlug die Decke beiseite und zog das Pflaster, mit dem das Kabeln die Kabel auf meiner Brust befestigt war waren, ab. Aus dem monotonem monotonen Piepen wurde ein unerträgliches Piepkonzert.

      ... Dann bemerkte ich aber mein meinen verbundenen linken Oberschenkel und stockte in meiner Arbeit (meinem Tun?).


      ... "Was wird das, Agent Blake?",fragte die Stationsschwester, "egalKomma was Sie vor haben, ich hindere Sie daran."
      Sie drückte mich zurück auf die Liege und klebte mir das die Kabel wieder auf die Brust,Kein Komma wenn "und" sie (eher "und" sonst Doppel-"sie") überprüfte noch kurz die Flüssigkeit in dem Plastikbeutel.

      ... "Gut.kein Punkt", sagte ich plump, was mir das unglaubwürdige (eher "ungläubige") Hochziehen der Augenbrauen der Schwester einbrachte.


      ... Ich nickte, als ich bemerkte, dass die Frage an mich ging (eher "gerichtet war").
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


      :cookie:

      ___________________
    • So gefällt mir das, kurz und knackig. Allerdings sind mir diesmal ein paar mehr Stellen ins Auge gesprungen, an denen du arbeiten könntest.

      Spoiler anzeigen

      LadyK schrieb:

      Mein Körper machte es sich zur schlechten Angewohnheit mich zu wecken, während mein Kopf hämmert, als würde jemand mit voller Wucht immer wieder (?) dagegen treten.
      Das "während" würde ich durch "indem" oder so ersetzen. Sonst wirkt es so, als wären Körper und Kopf zwei verschiedene Dinge.

      LadyK schrieb:

      Irgendwie schaffte ich es die Augen aufzuschlagen, doch konnte ich meine Umgebung nur verschleiert erkennen.
      Hier könntest du etwas Farbe ins Spiel bringen. "doch nahm ich meine Umgebung nur wie durch einen grauen / weißen Schleier wahr."

      LadyK schrieb:

      Ich wollte mich aufsetzten, allerdings wurde ich von etlichen Kabeln und Schläuchen daran gehindert.
      Würde hier erstmal nicht besser passen, dass er sich noch zu schwach fühlt?

      LadyK schrieb:

      Verwundert betrachtete ich das Zeug. In der Nase hatte ich einen Schlauch, der mir zusätzlich Sauerstoff zuführte, auf meinem Oberkörper, an den Händen und auf meinem linken Bein kleben Kabel und auf meinem rechten Handrücken befand sich eine ein Zugang (hier vielleicht "Kanüle"). Ich vermutete eine Infusion oder so etwas in der Art. Da ich mich nicht mit Medizin auskennen, konnte ich nur Behauptungen anstellen, aber ich glaubte, dass ich mich auf einer Intensivstation befand. Das bedeute höchstwahrscheinlich Dauerüberwachung der Vitalwerte.
      Diese Passage finde ich noch nicht so gut. Wenn er etwas betrachtet, dann muss es in seinem Gesichtsfeld sein. "In der Nase" wirkt für mich wie eine Beschreibung von außen. Passender fände ich, wenn er z.B. spürt, dass er etwas in der Nase hat und dann einen Schlauch ertastet.
      Dass er sofort weiß (und nicht vermutet), dass der Schlauch ihm Sauerstoff zuführt, obwohl er sich nicht mit Medizin auskennt, ist ein bisschen widersprüchlich.
      Sprachlich vermischt du ein bisschen die Stilebenen: einerseits denkt Bill umgangssprachlich ("das Zeug" und nächstes Zitat). Das ist völlig in Ordnung für diesen Erzählstil. Aber dass er dann auch an "Vitalwerte" denkt finde ich persönlich nicht so ganz passend.

      LadyK schrieb:

      Dachten die etwa, ich würde nicht mehr aufwachen. ?
      Fragezeichen am Ende.

      LadyK schrieb:

      Das hinderte mich allerdings nicht daran, mich an meinem Bein zu schaffen zu machen.
      Das finde ich sehr unspezifisch. Macht er die Kabel vorsichtig weg, weil die Klebestreifen ihm Haare ausreißen?

      LadyK schrieb:

      Ich zuckte nur mit den Schultern.
      "Gut.", sagte ich plump,
      Kein Punkt nach "Gut". Ich würde vielleicht noch ein Wörtchen einfügen, das ausdrückt, dass er doch noch antwortet bzw. dass er das nach dem Schulterzucken (oder währenddessen? --> dann aber ohne "nur") und ggf. einer kurzen Pause tut.

      LadyK schrieb:

      was mir das unglaubwürdige Hochziehen der Augenbrauen der Schwester einbrachte.
      "Es sieht erstmal alles gut aus, aber der Arzt wird gleich noch einmal nach Ihnen sehen", begann sie, "indes möchte jemand mit Ihnen reden. Ist das in Ordnung?"
      Meinst du hier, dass das Hochziehen der Augenbraue unglaubwürdig, d.h. vermutlich gespielt ist? Oder dass die Schwester ihm nicht glaubt? Dann wäre es eher "zweifelndes" oder "ungläubiges" (wobei das auch nicht passt) Hochziehen. :hmm:
      "indes" finde ich vom Stilniveau nicht so passend. Das wirkt für mich schon etwas altmodisch, vielleicht weil ich es selbst so gut wie nie verwende.
      Bei "der Arzt" dachte ich mir, dass das seltsam unpersönlich ist, was in einem "normalen Krankenhaus" sicherlich super passt. Ich fand nur dass es hier nicht passt, da die Schwester Bill nicht mit seinem Namen, sondern auch mit seinem Titel bzw. seiner Berufsbezeichnung oder Rang anspricht.

      Zu guter Letzt würde mich natürlich die Frau interessieren, die da die Schwester "ersetzt". Du beschreibst ja eher ihre Kleidung, aber nicht sie. Hast du dafür einen bestimmten Grund?

      Eine Hand wäscht die andere.
    • @Asni danke das du dir auch wieder Zeit genommen hast :) mir persönlich gefiel der Part auch noch nicht sooo gut, deswegen habe ich ihn so hoch geladen. Ich wollte mal schauen, ob ihr mir gute Tipps geben könnt :thumbsup: und habt ihr ja.

      Asni schrieb:

      Diese Passage finde ich noch nicht so gut. Wenn er etwas betrachtet, dann muss es in seinem Gesichtsfeld sein. "In der Nase" wirkt für mich wie eine Beschreibung von außen. Passender fände ich, wenn er z.B. spürt, dass er etwas in der Nase hat und dann einen Schlauch ertastet.
      Dass er sofort weiß (und nicht vermutet), dass der Schlauch ihm Sauerstoff zuführt, obwohl er sich nicht mit Medizin auskennt, ist ein bisschen widersprüchlich.
      Sprachlich vermischt du ein bisschen die Stilebenen: einerseits denkt Bill umgangssprachlich ("das Zeug" und nächstes Zitat). Das ist völlig in Ordnung für diesen Erzählstil. Aber dass er dann auch an "Vitalwerte" denkt finde ich persönlich nicht so ganz passend.
      Ja, da hast du recht ?(

      Asni schrieb:

      Meinst du hier, dass das Hochziehen der Augenbraue unglaubwürdig, d.h. vermutlich gespielt ist? Oder dass die Schwester ihm nicht glaubt? Dann wäre es eher "zweifelndes" oder "ungläubiges" (wobei das auch nicht passt) Hochziehen.
      Ich meine damit, dass durch das Hochziehen der Augenbrauen deutlich wird, dass sie ihm nicht glaubt. Ich bau den Satz einfach komplett um :thumbsup:

      Asni schrieb:

      "indes" finde ich vom Stilniveau nicht so passend. Das wirkt für mich schon etwas altmodisch, vielleicht weil ich es selbst so gut wie nie verwende.
      Hmm, vielleicht "in der Zwischenzeit" :whistling:

      Asni schrieb:

      Bei "der Arzt" dachte ich mir, dass das seltsam unpersönlich ist, was in einem "normalen Krankenhaus" sicherlich super passt. Ich fand nur dass es hier nicht passt, da die Schwester Bill nicht mit seinem Namen, sondern auch mit seinem Titel bzw. seiner Berufsbezeichnung oder Rang anspricht.
      Meinst du damit, dass sie ihn (den Arzt) nicht namentlich benennt?

      Asni schrieb:

      Zu guter Letzt würde mich natürlich die Frau interessieren, die da die Schwester "ersetzt". Du beschreibst ja eher ihre Kleidung, aber nicht sie. Hast du dafür einen bestimmten Grund?
      Das kommt im nächsten Abschnitt :D ich hoffe, du hast noch Geduld mit mir ;(

      Tariq schrieb:

      Das kenn ich auch: Geschichten, die sich ein wenig verselbständigen und die Protas gleich mitmachen lassen.
      Ich hab das dumpfe Gefühl, dass das länger wird :huh:

      LG
    • LadyK schrieb:

      Meinst du damit, dass sie ihn (den Arzt) nicht namentlich benennt?
      Da weiß ich nicht so genau, was geschickter ist. Aber offensichtlich ist es in der Intensivstation kein Geheimnis, was Bill ist. Daher könnte ich mir gut vorstellen, dass es ein besonderes Krankenhaus ist und auch der Arzt irgendwie zum Geheimdienst (oä) gehört und daher so wie Q bei James Bond eine in der Geschichte besondere und wichtige Person ist (und nicht bloß ein Arzt, weil ein Krankenhaus auch einen Arzt braucht; wenn du verstehst, was ich meine). Alternativ würde ich die Schwester statt "Agent..." eher "Herr..." sagen lassen.

      LadyK schrieb:

      Hmm, vielleicht "in der Zwischenzeit"
      Ja, oder "bis dahin" oder "im Augenblick ist hier eine Dame, die mit Ihnen sprechen möchte".

      LadyK schrieb:

      Das kommt im nächsten Abschnitt ich hoffe, du hast noch Geduld mit mir
      Natürlich habe ich Geduld ^^ . Es würde nur gut passen, das Aussehen zuerst zu beschreiben, weil es das erste ist, was er von ihr sieht.
      Eine Hand wäscht die andere.