Blog - Neue Welt (mal wieder)

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    • @Dinoidenschulter: Da wir ja nur eine Entwicklung zu einem Humanoiden kennen, habe ich natürlich versucht diese irgendwie umzulegen auf einen Dinosaurier, angeblich wäre Troodon da ein heißer Kandidat. Anders als bei Primat hat er aber keine Arme und Gelenke zum Klettern (die sich also weit nach hinten und oben drehen lassen) sondern eher um nach vorne zu Greifen.
      Die Primatenschulter bzw. der komplett menschliche Körperbau wurde mit dem aufrechten Gang extrem zum Werfen optimiert. Ein Troodon könnte aber niemals etwas so werfen wie z.B. ein Schimpanse oder ein anderer Affe, ganz zu schweigen vom Mensch. Das würde also eine komplett andere Entwicklung bedeuten was wiederum vermutlich einen anderen Ausgang hätte und ... äh, keine Ahnung, ich werde das erst mal einfach ignorieren, vielleicht habe ich ja noch einen Geistesblitz. *g*


      @Stadt: Jup, die Überlegung ist nun, da das ja so steampunk sein soll, das sie Stadt unten natürlich auch Schmutzig, Dreckig und voller Abgase ist. Oben steht man drüber und wenn man sichs leisten kann. ^^
      Brauche ich nur noch eine interessante Gesellschaftsstruktur...
    • Konflikte

      Keine Welt ohne Konflikte, Krisen und Spannungen. Doch was macht in diesem Setting Sinn oder ließe sich vielleicht auch unerwartet einbauen?

      Konfliktpotenziale:

      - Rassen: Das offensichtlichste ist natürlich der Konflikt der unterschiedlichen Rassen. Die Dinoiden als "Herrenrasse" die technologisch und Kulturell weit über allen anderen stehen und sich entsprechend auch so verhalten.
      Die Stadt bewegt sich (dank der Unruhen) zwar in eine etwas fairere Richtung, aber es gibt ja immer "Gleichere".

      - Kultur/Religion: Andere Welt- und Glaubensvorstellungen sorgen immer für Konflikte, insbesondere wenn die Macht bei einer Kultur / Religion liegt, diese also ihre Werte den anderen aufzwingen können. Hier steht auf jeden Fall das absolut nicht auf Familien basierende Sozialwesen den sehr familiären Klans der Krappen gegenüber.

      - Macht und Reichtum: Reichtum und Macht gehen eigentlich immer Hand in Hand. Dinoiden sind als "Gründer" schon höher gestellt, erhalten bessere Ausbildung und somit ganz automatisch auch bessere Arbeitsmöglichkeiten. Einzelne sehr geschäftstüchtige Krappen können zwar ebenfalls Reichtum anhäufen, werden aber in der besseren Gesellschaft nicht gerne gesehen.
      Im "Mittelstand" sind die Vorurteile und Wiederstände zwar ebenfalls vorhanden, aber merklich weniger stark ausgeprägt, u.a. weil es hier natürlich auch mehrere und diversere Gruppen gibt.

      - Geschichte: Die ehemalige Kolonialisierung, Unterdrückung und Sklaverei der Krappen, die in anderen Teilen des Kontinents noch weiter geht, ist natürlich auch weiterhin ein heikles Thema. Die Dinoiden haben kein großes Interesse daran das aufzuarbeiten oder gar Ländereien und damit angehäuften Reichtum zurück zu geben. Die Krappen ihrerseits sehen da natürlich eine Ungerechtigkeit und möchten Entschädigt werden, auch wenn das teils Generationen zurück liegt und die betroffenen Völker damals ausgerottet wurden.



      Was heißt das nun für die Stadt? Mir scheint das es ganz interessant wäre zu versuchen, mehrere Gruppen zu definieren in denen die einzelnen Schichten zusammenleben:

      - Stadteltern: Da die Dinoiden keine so klar Geschlechtertrennung haben, entsprechen nicht Stadtväter. Die mächtigsten und einflußreichsten Familien der Stadt. Gründungsfamilien die nicht nur viel Land und Gebäude besitzen sondern auch wichtige Positionen in der Regierung belegen.
      Durch die (theoretische) Gleichstellung der Krappen haben sie einen Bürgerkrieg abgewandt, sehen sich und die Dinoiden aber eigentlich immer noch als Überlegen.

      - Reichen: Größtenteils Dinoiden, bewohnen die schwebenden Stadtteile da sie sich fast endlos viel Psychë leisten können.
      Die wenigen "neureichen" Krappen haben keine wirkliche Möglichkeit in den Kreisen akzeptiert zu werden und haben ihre eigenen Clubs und Gruppen gebildet, sie haben ihren Reichtum meist Psychë zu verdanken, welches sie von anderen Krappen mehr oder weniger legal gewinnen, entsprechend haben sie keinen besonders guten Ruf.

      - Magiaë: Die mächtigen Magiebenutzer genießen einen sehr luxuriösen Lebensstil, da sie niemand gegen sich aufbringen möchte. Ein Episode vor einigen Jahren hatte sehr unschöne Konsequenzen, auch für die ganz Mächtigen...
      Speziell die Krappen haben hier teils viel Potential, entsprechend ist das die diversestet GRuppe der Stadt

      - Mittelstand: Ebenfalls von Dinoiden dominiert, wohnen zwar am Stadtboden allerdings eher an den Rändern wo sich teils Industriebezogen, teils kulturelle Gruppen bilden. Krappen werden hier inzwischen geduldet bzw. sind relativ akzeptiert, auch wenn es hier ebenfalls etliche recht einheitliche Gruppe gibt. Die Krappen haben hier inzwischen auch die Möglichkeit sich oder ihre Kinder weiter zu bilden.

      - Arbeiter: Die Gruppe besteht fast nur aus Krappen, sie bewohnen den inneren Teil der Stadt, welche teils noch in ganz gutem Zustand ist, teils aber schon fast als Slums bezeichnet werden können. Kaum Aufstiegs- oder Bildungschancen. Weiterhin die größte Keimzelle für Unruhen.

      - Magicaë-Abhängige: In der Hoffnung zu den ganz großen zu gehören geraten viele in die Abhängigkeit, können sich ab einem gewissen Punkt aber nicht mehr leisten weiter aufzusteigen und besseres Magicaë zu kaufen. Größtenteils Krappen, auch der eine oder andere Dinoid ist hier zu finden. Leben auf der Straße oder in den übelsten Slums...


      - Widerstand: Krappen-Extremisten die die Dinoiden vom Kontinent fegen wollen. Stammen meist von anderen Kolonien wo die Krappen merklich schlechter behandelt werden, versuchen aber doch immer wieder Aufstände und Anschläge zu organisieren.

      - Eiserne Kralle: Das Dinoiden-Gegenstück zum Widerstand, Geheimorganisation die sich für die Herrenrasse hält und für eine strengere und grausamere Behandlung der "niederen" Rassen eintritt. Natürlich ebenfalls mit Gewalt und indem sie weniger gut situierte Dinoiden aufzuwiegeln versuchen.

      - Erlöser: religiöse Fanatiker der Krappen, eine Mischung der alten Religionen und neuer Einflüsse u.a. der traditionellen Dinoidischen Kirche. Wer sich im Leben richtig verhällt wird Erlösung und Glück im ewigen Leben finden.
      Gibt es in vielen Variationen, wird auch teils von den Dinoiden geglaubt. Einige Gruppierungen definieren "Richtig" natürlich so das alle andersgläubigen sterben müssen. Oder überzeugt werden müssen (bzw. so lange zugequatscht werden bis sie aufgeben oder den Freitot wählen ;) )


      Die Liste ist auf jeden Fall noch nicht komplett, aber zumindest mal ein Anfang...
    • Dionoiden

      Über den Körperbau und das Aussehen der Dionoiden mache ich mir schon länger Gedanken. Das Sozialsystem sollte sich ja ein bisschen von den Menschen unterscheiden, schon alleine deshalb weil sie Eier legen und das natürlich zu ganz anderen sozialen Strukturen führen kann.

      Nun wollte ich also das Aussehen nicht ebenfalls zu fremd machen, gleichzeitig sollten es natürlich keine Menschen mit komplett unterschiedlichen Dinosaurierköpfen werden. Das ist zwar irgendwie witzig, aber in keinster Weise sinnvoll oder glaubwürdig, und das ist halt weiterhin etwas das ich doch noch im Hinterkopf habe fürchte ich.

      Der Kopf wird also keine menschliche Nase erhalten, dafür wird das Gesicht nicht komplett flach sein sondern sich in der Mitte etwas wölben, grob in diese Richtung, nur nicht so glupschäugig und mit nicht so großer "Schnauze":
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      Ja, ich bin nicht der erste mit der Idee, das ist klar. ;)


      Im Unterschied zum Bild oben werden die Dinoiden aber gefiedert sein. Nicht so extrem wie ein Vogel sonder auch wieder eher wie die Haare eines Menschen: Der Körper ist mit einer ganz feinen Federnschicht bedeckt.
      Ein Federnkamm am Kopf der in den Nacken und teils auch den Rücken runter läuft, ggf noch ein bisschen an den Schultern.

      Die Farben könnten in einigen Gesellschaften für eine Klassenteilung gesorgt haben, das ist aber noch nicht ganz klar.


      Geschlechtsunterschiede: Die Weibchen sind größer und sehniger, sie waren ursprünglich die schnellen Jäger. Die Männchen sind etwas kleiner und kräftiger und haben die Jungen versorgt und verteidigt.
      Die Zuständigkeiten und Arbeitsteilungen verschieben sich natürlich durch Entwicklungen immer wieder einmal, eine klare Dominanz eines Geschlechts über alle Kulturen hinweg gibt es aber nicht, da die Weibchen die Eier relativ früh legen, diese also nicht so lange austragen und natürlich danach auch nicht säugen, somit sind sie nicht automatisch dafür verantwortlich und ans Haus gebunden.


      Aussehen: Wie schon erwähnt sind die Dinoiden natürlich keine Säugetiere, Weibchen haben entsprechend also keine "Oberweiten" da das nicht viel Sinn machen würde, es haben sich hier eher unterschiedlich auffällige Federnkämme herausgebildet.

      Körperbau: Die Dinoiden habe je nur 4 Finger (einer davon ein Daumen) und 4 Zehen, die ebenfalls zu einem Fuß zusammen gewachsen sind.
      Der größte Unterschiede zum Menschen ist das zusätzlich Gelenk das bei uns sie Ferse ausmacht, dieses ist merklich weiter nach oben gewandert und entspricht eigentlich eher einem rückwärts gewandten Knie. Ähnlich wie beim Strauß ist das eigentliche Knie-gelenk dadurch ebenfalls merklich weiter oben.
      Spoiler anzeigen
      Den Bericht habe ich leider noch nicht gesehen, die Beine des "optimalen" Menschen geben aber eine ganz gute Vorstellung davon wie das etwa aussehen könnte:
      Link zu einen Twittereintrag

      https://twitter.com/theAliceRoberts/status/1005720287739039744
      *rumspiel* Twitteranbindung ist wohl nicht aktiviert wenn ich das richtig sehe....

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Alcarinque ()

    • Nachdem das Projekt lange auf Eis gelegen ist, grabe ich es mal wieder aus, grad scheine ich wieder etwas mehr Motivation zu haben, und das muss ich nutzen, eine Karte der Stadt und besonders der Umgebung wäre eigentlich mal nicht blöd...
      Und, ein paar Bilder der Wesen würde sicher auch nicht schaden, da hätte ich dann schon mal ein etwas größeres Ziel. XD

      Für die "Venediger" fehlt mir immer noch ein griffiger Name, allerdings ist mir inzwischen klar, das es eine Unterart der Dinoiden sein wird, die auf dem neuen Kontinent (Mist, hier fehlt mir auch noch ein Name!) mit den Krappen coexistiert haben bzw. ihre eigenen Lebensräume hatten.

      Beim Problem mit dem Schultergelenk bin ich mir noch nicht sicher, wenn ich denen genauso baumbewohnende Ahnen gebe, ist das sogar mir etwas zu ähnlich, vielleicht eine gewisse ehemalige Flugfähigkeit, die dann durch das wachsende Gehirn aufgegeben wurde? Allerdings müssten die dann entweder extrem große Flugmonster gewesen sein oder einen recht großen Wachstumssprung hinter sich haben...
      Wobei das erklären könnte wieso die "Venediger" kleiner sind, diese sind (vielleicht wegen der Konkurrenz mit den Krappen? Anderen Lebensräumen?) ja noch merklich kleiner.
      Die "modernen" Dinoiden (auch hier fehlt mir noch ein Name! *drama*) hatten auf dem neuen Kontinent optimalere Bedingungen und sind dadurch in wenigen 100.000 Jahren merklich größer geworden. :hmm:

      Ich merke grad, das ich mal wieder der Versuchung erliege Alles drumherum zu basteln, und die Stadtdetails zu ignorieren.
      Vielleicht wäre es an der Zeit eine Karte zu machen um mal ein grobes Gefühl für sinnvolle Dimensionen zu bekommen...
    • Religionen

      Bevor ist eine Stadt planen und zusammenbauen kann, sollten neben den Völkern und Machtverhältnissen natürlich auch ein bisschen die Glaubenswelt erforscht werden, da diese auch einen sehr großen Einfluss haben kann...
      Leider ein sehr großes und absurd komplexes Thema, wo anfangen und womit?

      Völker auf einem niedrigeren Entwicklunglevel haben meist recht direkte Götter die für diverse Naturerscheinungen, Lebewesen, Jagt, Geburt etc. zuständig sind. Hier lässt sich recht schnell eine sehr "menschlicher" Götterhimmel schaffen, die einfach für bestimmte Bereiche zuständig sind.

      Fänggen: Gleich mal mit einer Ausnahme anfangen ist natürlich super. Hier glaube ich tatsächlich das es Sinnvoller ist vom üblichen polytheistischen Götterhimmel abzuweichen und eher in eine Gaia-Richtung zu gehen. Also eine Art Schöfpergeist, Schöpferkraft, Lebensenergie in deren Mittelpunkt zu setzen und gar keine Personifizierung von Unterelementen anzustreben.

      Krappen: Die klassischen "Wilden" die sich natürlich sehr gut für den fantasy-typischen Polytheistischen Götterhimmel eigenen, auch wenn ich versuchen werde, den etwas mehr an realen Götterhimmel anzulehnen, was bedeutet das die Zuständigkeiten auf den ersten Blick vielleicht seltsam scheinen und es nicht nur 8 Götter sondern ein ganzer Götterhimmel ist und es natürlich auch geografisch massive Unterschiede gibt. Auch fehlt bei polytheistischen Religionen meist der Missionierungstrieb, im Gegenteil, anderen Religionen gegenüber ist man oft so aufgeschlossen das man den einen oder anderen Gott auch mal adoptiert. ^^
      Also wenn auch Krappen aus unterschiedlichen Ecken zusammenkommen werden Religionsunterschiede eher kein Problem sein...

      Dionoiden: Jetzt wird es spannender, als das "moderne" Volk haben sie natürlich auch eine etwas abstrahierter Religion welche wohl auch mit Superlativen und Allmachtsansprüchen nicht geizt. Da sie natürlich die Wahrheit für sich gepachtet haben, wollen sie damit natürlich auch die Heiden beglücken. Konvertierte Krappen sorgen also für weit mehr Probleme als diejenigen die noch den alten Religionen anhängen.
      Allerdings werden die Dinoiden natürlich auch Machtstrukturen gebaut haben, die den Konvertierten merkliche Vorteile in der Stadt verschaffen. Seien das bestimmte Handelsgüter, Handelspartner oder auch nur die Akzeptanz in "höheren" Kreisen.

      Vielleicht ist hier auch eine Verbinung mit Magicaë und Psychë denkbar? Ein Religionsmonopol, zumindest anfangs, bis es irgendwie "öffentlich" wird. Ähnlich wie China und Seide oder so...
      Würde eigentlich auch ein spannender Stoff für eine Geschichte... :hmm:


      Konflikte: Die Dinoiden sind natürlich auch nicht nur ein Volk, wenn auch die Stadt primär von einem gegründet wurde, entsprechend gibt es auch nicht nur eine Religion. Zum einen gibt es in der Religion verschiedene Gruppierungen, oft im Selben Kulturkreis, welche sich aber genau so heftig bekämpfen/hassen wie andere (Dinoiden-) Religion von einem anderen Teil von deren Kontinent.

      Dies wird natürlich auch in die neue Welt getragen, seit die Stadt frei und unabhängig ist, treffen auch immer öfters Dioniden anderer Kulturkreise und Religionen ein. Es gibt keine offenen Konflikte, aber unter der Oberfläche köchelt es schon ein bisschen...
      Auch gibt es natürlich Missionare die von der Stadt aus gerne in der Land der Wilden aufbrechen, um ihnen die Wahrheit zu bringen. Die meisten werde nie mehr gesehen. Außer vielleicht in Form von Psychë. :evil:
    • Nochmals zu den Religionen, allein der Versuch sie auch nur im Ansatzweise zu definieren führt natürlich dazu das ich wieder viel mehr nach außen muss und einen viel größeren Blick auf die Welt brauche als ich ihn in der Stadt haben kann, was dann natürlich das von innen nach außen basteln recht stark torpediert, u.a. bei Religionen kommt man um einen größeren Blick nicht herum fürchte ich. :hmm:

      Überlegungen zur Dinoidenreligion haben ich mir schon einige gemacht, eine klassische monotheistische Religion will ich eigentlich vermeiden. Also eine Duale? Das klingt dann natürlich wieder sehr nach einem langweiligen Gut-Böse Konzept...

      Exskurs:
      Mein Welt sollte ja, keine Ahnung ob ich das schon mal erwähnt habe, so angelegt sein, das es keine Nacht gibt und die Sonne immer im Zenit steht. Was das für Auswirkungen für alle Lebewesen hat und wie das die Welt doch um einiges "anders" macht als Unsere habe ich dahingehend noch immer nicht befriedend ausführlich verfolgt, das sollte dann langsam mal als nächstes kommen... (und wieder was Übergreifendes XD)
      Durch die Struktur der Welt kann das aber auch gleichzeitig dazu führen, das es relativ viele Höhlen gibt, man also der Dauersonne relativ leicht entfliehen kann.
      Speziell bei den gar nicht so seltenen Hochplateaus ist es ganz normal das sie von teils gigantischen Höhlensystemen durchzogen sind. Die Stadt befindet sich am Rande eines solchen Plateau, sie wird sich also auch noch teils unterirdisch fortsetzen. Das ist grad ein neues element das ich bisher noch gar nicht so auf der Rechnung hatte... Mit Psychë ließen sich große Räume dann auch recht einfach erhellen ohne das es zu einem düsteren und verrußten Loch werden müsste...


      Zurück zur Religion: Wenn diese Religion also Dual sein sollte, Licht und Schatten, sollte das natürlich auch etwas differenzierter gehandhabt werden als Gut und Böse. Das Licht steht für Wärme, Helligkeit und Pflanzen, aber auch für Trockenheit und Tod, der Schatten steht für Kühle, Wasser, Schutz und Leben, aber auch für Enge und Verlust. Das eine kommt nicht ohne das andre aus und niemand wird nur zu einem der beiden beten. Macht das irgendwie Sinn?
      Ich bin mir noch nicht sicher ob und wie sich das personifizieren lässt, Stellvertreter im Form von "Engeln" oder "Heiligen" oder so braucht es auf jeden Fall auch noch, nur wie lassen sich die da einbringen... und wie lässt sich das ganze noch verdrehen um es für Machtspielchen zu gebrauchen? :hmm:
    • Ich hab jetzt vor allem deine Beiträge zum Thema Religion gelesen - und ein zwei Gedanken dazu:

      Wie steht es mit der Geschichte? Fast alle Weltreligionen unserer Realität haben einen Religionsstiffter - Jesus, Mohammed, Mose, Siddharta etc - Und wie die Religion gelebt wird, hat viel damit zu tun, was diese von ihrem Gott/Göttern/Philosophien gelernt und den anderen Menschen gebracht haben.
      Um also eine Religion für ein Fantasyvolk zu entwickeln, wäre es vielleicht eine interessante Überlegung, wer der Religionsstifter war, was er warum sagte, wie das damals aufgefasst wurde und wie es heute interpretiert wird (wurde es ggf sogar verändert?) Ob die Duale Gottheit in deinem letzten Post "real" ist oder nicht existiert, ist da eine andere Überlegung :)

      Vielleicht ist dieser Religionsstifter in der Gegenwart deiner Welt nicht mehr bekannt, aber kann dennoch hilfreich sein, die Geschichte zu verstehen? :hmm: Dies kann auch Erklärungen dafür bieten, wie die Religion von Machthabern genutzt wird, um das Volk zu unterdrücken. Und gibt es vielleicht auch religiöse "Befreier" wie Martin Luther, der eine üble Bresche in das Katholische Monopol schlug. Und was DAS dann für Auswirkungen haben könnte :hmm:

      Jedenfalls find ich deinen Thread super interessant! Du gibst mir so viele Gedankenanstösse für mein eigenes Projekt xD

      "You know what the big problem is in telling fantasy and reality apart? They're both ridiculous."

      - Twelve

    • Oh! Super Hinweis, danke! :D
      Ich war da so in den möglichen Grundlagen, "Tempeln", Konflikten etc drin, das ich den Religionsgründer tatsächlich komplett ausgeblendet hatte, aber den braucht es auf jeden Fall... oder vielleicht ein Gruppe, die in der Überlieferung zu einer einzigen Personen werden? :hmm:

      Das Erlösungs-element ist ja in den Weltreligionen (im Gegensatz zu den wesentlich düsterreren Vorgängern) relativ weit verbreitet. Vielleicht etwas "Graues" was beide Seiten wieder vereinigt... Hm, das würde dann zu einem Schöpfungsmythos führen, in dem Hell und Dunkel voneinander getrennt wurden, was dazu führte das es dem Himmel und die Erde, Licht und Dunkel gibt... nur was bedeutet das für die Dinoiden? Da sind die Geschlechter viel weniger krass getrennt wie bei den Menschen, ein männlich-weiblich Konzept würde da also weniger Sinn machen... was rassistisches, in Bezug auf die Federnfarbe oder so? :hmm:
      Nur scheint mir eine Endzeit dann ja auch etwas sehr christlich/jüdisch beeinflusst, da muss ich mal schauen wie andere großen Religionen das so sehen... (beim Germanischen steht auch die Frage im Raum, ob die Idee von Ragnarök erst durch den Einfluss des Christentums entstanden ist)

      (Gewaltsame)Konflikte und verschieden Gruppen/Abspaltungen wird es aber auf jeden Fall geben müssen!

      Was wenn ich die Technologie von Psychë merklich weiter in die Vergangenheit packe und der Entdecker damit Licht in die Höhle und irgendwie Dunkelheit und Kühle in die Sonne gebracht hat? Das alles garniert mit vielen Mythen um die Entdeckung... oder ist das zu technokratisch für eine Religionsgrundlage bzw. kann ich das Konzept irgendwie primitiver machen? Hm, ich glaub da muss ich erst mal drüber schlafen, das könnte aber eine spannende Richtung sein...
      Nur worauf basierend? Ggf. einen Götterhimmel der schon recht klar zwischen Licht und Dunkelheit-Göttern unterscheidet?

      Boah, ich brauche andere Begriffe dafür, sowohl Hell und Dunkel als auch Licht und Schatten klingt immer gleich so wertend, speziell im Fantasybereich...
      Oben und Unten? Luft und Erde? Aether und Gaia? Das ist dann schon wieder zu sehr "entlehnt" ... XD


      Klimbim schrieb:


      Jedenfalls find ich deinen Thread super interessant! Du gibst mir so viele Gedankenanstösse für mein eigenes Projekt xD
      Das Freut mich sehr zu lesen! :D
    • @Alcarinque Was hälst du davon, dich etwas vom Manichäismus de.wikipedia.org/wiki/Manich%C3%A4ismus inspirieren zu lassen? Es war eine spätantike Weltreligion mit Dualistischem Weltbild (Materie vs Geist). Vielleicht sind auch antike Mytserienkulte de.wikipedia.org/wiki/Mysterienkult eine Inspirationsquelle für dich. 08/15 Fantasy-Monotheismen sind das zumindest nicht. Wobei Ngai, die EIngottheit der Massai und anderer afrikanischer Stämme oder Tengri (Tengrismus), Eingott der Mongolen zur Zeit Dschingis Khans Monotheismen inspirieren können, die wenig mit den üblichen Abklätschen der abrahamitischen Religionen zu tun haben. Schließlich fällt mir noch der alte Buddhismus Sri Lankas ein. Dort konnte nur eine elitäre Klasse von Mönchen das Nirvana erreichen, die schon in einer oberen Klasse der Gesellschaft geboren worden waren. Die allermeisten Menschen konnten nur versuchen, durch gute Werke (wie Mönche durchfüttern ;) ) versuchen, als Mönch wiedergeboren zu werden, also im nächsten Leben Erlösung zu erlangen. Kombiniere das mit den Kulten und dem Manichäismus, und du bekommst eine super Klassen-Religion, in der es Erlösung und Wissen (Geheimnisse, also Mysterien) nur für höhere Klassen gibt. Gut, eigentlich ähnlich dem Hinduismus, in dem die Brahmanen, die Priesterkaste, als einzige das Recht hatten, Sanskrit, die heilige Sprache der heiligen Schriften, überhaupt zu erlernen und asketische Praktiken zu betreiben, die zur Erlösung führten - andere hatten gar keine Chance. War im Christentum des Mittelalters aber übrigens gar nicht so viel anders: Lange Zeit war es nur Klerikern erlaubt, Bibeln zu besitzen und wer doch eine erhaschte, musste erstmal Latein lernen...

      Das kann in der Geschichte in seiner scharfen Hierarchie (zu Deutsch übrigens wörtlich "Heilige Herrschaft") aber freilich mittleierweilen aufgeweicht sein. Die Mysterien sind zum Pöbel nach und nach durchgesickert, ein Dinoluther hat eine Reformation losgestoßen und die Schriften übersetzt... Was alten Machteliten natürlich gar nicht schmeckt.
    • Der Manichäismus liest sich ja wie ein Fantasy-Fanprojekt von Christentum und Zoroatismus, sehr spannend war mir noch gar nicht bekannt, danke für den Hinweis! :D

      Speziell die Idee das das "Licht" im Körper von Lebewesen gefangen ist und befreit werden muss, ohne ihnen zu schade, finde ich sehr spannend und ließe sich ggf. mit meiner Idee von Psychë verbinden... das wäre dann tatsächlich Materie gewordenes "Licht".

      Bei einem zu strengen Kastensystem sehe ich das Problem, das die Gesellschaft zu starr wird, um sich groß weiter zu entwickeln, solche Gesellschaften stagnieren und werden dann gerne von anderen die sich (meist Waffentechnisch) weiterentwickelt haben, überrannt...
      Wobei natürlich auch eine überrannte Kultur noch Einfluss haben kann. Vielleicht eine Kombination dieser alten Dualen Religion und der polytheistischen Religion der Eroberer welche hier erst sesshaft wurden und es zu einer neuen Blütezeit dieser neuen Kultur kam. :hmm:

      Oder sich weicht einfach durch den Wandel der Gesellschaft auf, wie es im Spätmittelalter der Fall war...

      Ein Mysterienkult klingt für mich auf den Ersten Blick zu ... antik? Aber wissen wir mit Sicherheit das es in der kath. Kirche nicht auch geheimes Wissen gibt, das nur der Papst du die Kardinäle kennen? *g*



      Einen massiven Konflikt, losgetreten durch neue Technologien, um die neuauslegung der Schrift, wird es auf jeden Fall geben, ggf. ist "die Stadt" auch so ein bisschen eine Auffangbecken und Fluchtort für eine der dadurch entstehenden Minderheiten.



      Und jetzt habe ich Lust mir Karten mit Macht- und Religionsbereichen über die Jahrhunderte von Dionidistan anzulegen. Soviel zu "von innen nach außen". ^^
    • Namen


      Namen von Dinoiden sind im "zivilisierten" Osten* so aufgebaut das sie von links gelesen nach rechts individueller werden. Normalerweise sind sie zweiteilig wobei der eigentliche Name ganz rechts steht und links davon der "Brutort"

      Dor - Gunar

      wäre also Gunar aus der Dor-Brutstätte. Je nach Kulturkeis kann die Brutstätte nun das Dorf oder den Stadtbezirkt bezeichnen, aber auch die Kaste, die Gilde oder gar den Adelsstand (diese habe teilweise getrennte Brutstätten).
      Außerhalb der eigenen Region, würde dann die Region noch davor gestellt und davor käme dann nochmals das Land:

      Lack - Dus - Dor - Gunar
      Könnte also der korrekte vollständige Name sein, wenn Gunar aus der Dor- Brutstätte, der Bezirks Dus des Landes Lack kommt. Verwendet wird das meist nur von Adeligen, auch wenn es inzwischen auch bei Händlern und sonstigen Reisenden immer beliebter wird.


      Die barbarischen Dinoiden im Süden* sind da wesentlich einfacher, meist Leben und Brüten sie in Klans sodass ihre Namen nur aus ihrem eigenen und dem des Klans besteht, die Reihenfolge scheint aber komplett egal zu sein...


      Die Fänggen der neuen Welt übernehmen bereitwillig die Namensvorgaben der "zivilisierten" Dinoiden, ersetzen die Brutstätte aber meist durch das Heimatdorf bzw. das der Eltern wenn sie in dinoidische Siedlungen ziehen.



      *Osten, Süden: Da es naürlich Himmelsrichtungen in dem Sinne gibt, bin ich mir da noch nicht sicher wie ich das genau lösen will, verwende da einfach mal unsere Himmelsrichtungen als Platzhalter

    • Gebäude

      Spontane Inspiration, da ich eh schon in diese Richtung am planen war:

      Traditionelle Dinoidische Gebäude der Kultur die in dieser Küstenstadt (Name!) leben, sind rund, leicht konisch und mindestens 2 Stockwerke hoch. Aus Stein gebaut, der Eingang befinden sich eigentlich immer im 1.Stock. Fenster gibt es auch immer erst ab dem 1.

      Meist gibt es einen Lichtschacht im Zentrum, welcher entsprechender der Gebäudegröße dann entsprechend größer ist und am Fuß einen "Pool" oder Brunnen enthält.
      Größere Gebäude, Tempel, Villen und mehrstöckige Mietshäuser haben um diesen Lichtschacht herum eine (Säulen)Galerie.

      Bei landwirtschaftlichen Gebäuden (speziell natürlich Viehwirtschaft) ist das Erdgeschoss normalerweise leer und nimmt speziell im Winter die Fäkalien des Viehs auf. Dieses befindet sich im 1. Stock, währen die Wohnräume sich direkt darüber befinden um die Wärme zu nutzen (Wenn das Klima das nötig macht).

      Entstanden ist diese Architektur im Flachland des sehr großen Überflutungsgebiets des größten bekannten Flußes. Da sich diese jährlichen Überschwemmungen über riesige Flächen der Ebene ausbreiten können.
      Da es abseits der Ebene, speziell in unsicheren Regionen auch eine gute Verteidigung und Schutz bietet, wurde es auch außerhalb der Ebene übernommen. Kleinere Dörfer und Städte haben keine klassische Stadtmauer sondern bestehen nur aus aus solchen Turmhäusern die nahe genug stehen um Angreifer an den anderen Turmhäuser mit Pfeilen o.ä. anzugreifen.


      Ich glaub ich brauch noch einen eigenen Begriff für Turmhäuser, dazu brauche ich aber entweder eine Sprache oder zumindest einen gewisse Sprachlogik für die Benennung. Irgendwas mit viel Zischellauten, da es ja Echsen sind, scheint mir zu klischeehaft, da müsste unsere Sprache ja primär Brüll- und Kreisch-laute in der Sprache haben. XD
      :hmm:


      Andere Überlegung: Das klingt ja alles nach Frühkultur, gar Antike. Ggf. hat dieser Stil zwar in den Randregionen überlegt und war immer ein Zeichen für Rückständigkeit, wurde erst im Zuge einer Renaissance wieder aufgegriffen und an die neuen Bedingungen angepasst? :hmm:
      Und was bedeutet das überhaupt für die Stadt? in einer größeren Stadt sind runde Gebäude ja alles andere als Optimal... oder sind die dann so groß das sie einem ganzen Häuserblock entsprechen? :hmm:
      Das würde eine Stadt natürlich ganz anders ausschauen lassen. In den großen Zwischenplätzen könnten dann dann neben Plätzen oder gar Grünbereichen (Gärten?) auch Marktbereiche, Slums, Brunnen o.ä. befinden.
      Eigentlich ließen sich damit auch große Städte ohne Stadtmauer bauen lassen, die zudem den Vorteil hat, beliebig wachsen zu können. :hmm:
      (Ich glaub ich hab endlich wieder ein Zeichenmotiv! Wenn ich es schaffe das zu zeichnen ohne die Perspektive komplett zu verkacken. XD)


      Edit: Ich such grad den (großen)Hacken an der Sache, das wirkt grad etwas zu stimmig. :hmm:
      Vermutlich der Aufwand, immerhin kann man das ja nicht mit einfachen Lehmziegeln machen? :hmm: