Der Oberbösewicht mit Stil

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    • Grund 37:

      Eine Frage des Vertrauens.

      Tja, wenn der Gutewicht es geschafft hat, das celestische, vierköpfige Einhorn zu zähmen und dann auch noch das legendäre Cheatah-Schwert schwingt, dann werden zumeist die Personen aus Grund 32 mit einer Botschaft losgeschickt, welche in etwa wie folgt aussieht:

      „Eure oberste Lordschaft! Der Feind ist zu stark! Das Schwadron der schwarzen Schwingen kann dem Ansturm nicht standhalten! Wir müssen –“

      Dieser prägnanten Aussage folgt nun entweder ein letztes »Argh!« oder die oberste Lordschaft kann ihr Temperament zügeln und schickt den Unheilsüberbringer lediglich fort. In beiden Fällen bleiben in der Regel nur der Bösewicht und vielleicht ein Berater zurück. Insofern Letzterer zu der weitaus wertvolleren Gattung aus Grund 17 zählt (und seinen Posten nicht beim imperialen Bingo-Abend gewonnen hat), wird er im Anschluss seine finale, faktisch gestützte Meinung kundtun. Etwa so:

      „Mein Herr! Der Bote hat/hatte in der Tat Recht. Wir haben nicht damit gerechnet, dass der Feind sich solch unfairer P2W-Items bemächtigt. Unsere Truppen sind chancenlos.“

      Sofern der Herrscher seinen Ratgeber nicht ebenfalls direkt nach der Anrede erschlagen hat, kann er nun alles Gesagte abwägen und daraus eine folgenschwere Entscheidung ableiten, welche, ganz im Stile einer psychologischen Fallstudie, in vollkommen unterschiedliche Richtungen führen kann.

      Fall 1: „Ihr, als mein treuester und bester Mann, habt wohl recht. Sammelt die Truppen in unserer Festung, wir brauchen einen neuen Plan.“

      Fall 2: „MEINE Truppen sind NICHT unterlegen! Kämpft! Deserteure werden verbrannt, ertränkt und gevierteilt! JA, in DIESER Reihenfolge!“

      Fall 3: „Muäääääh! Die Helden spielen sooooo unfair! Muäh, muäh! ICH will aber gewinnen!“

      Wortgefechte

      Ein Schwert und sein Held
    • für jene, die nicht wissen was gemeint ist:

      Pay to Win (P2W) ist ein beliebter Ausdruck für eine (immer mehr in Mode kommende) Methode um Abkürzungen in einem Spiel durch Zahlung echten Geldes zu erhalten. Oft sind dies extrem mächtige Gegenstände, die man sonst nur nach langen und ausdauernden Besuchen (und Besiegen!) irgendwelcher sauschwerer Gegner bekommen kann, meist auch noch zu einem recht geringen Prozentsatz Wahrscheinlichkeit.
      Gerade bei Voll(zeit)blutzockern sind solche Kauf-Items recht verpönt.
      Wie es aussieht, denken VollblutOBWe ganz ähnlich ...
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      Tom Stark
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      delectare et prodesse

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    • Grund 38:

      Die Erben der Rache

      »Jetzt hab ich Dich Schurke. Sechzehn Jahre habe ich auf diesen Moment gewartet. Nun nehme ich Rache für meinen Bruder …«
      »Moment. Bruder? Welcher Bruder?«
      »Meinen Bruder, den Du Lump gemeuchelt hast, im Wald von Melwyn!«
      »Äh … sorry, aber ich war niemals im Wald von Melwyn.«
      »Sicher?«
      »Doch, ziemlich. Ich hasse Wälder.«
      »Dann hast Du eben meinen Vater auf dem Gewissen, grauenhaft ermordet im Arglargl-Gebirge!«
      »Da war ich auch noch nie. Bist Du Dir auch sicher, dass Du den Richtigen hast?«
      »Du lügst doch!«
      »Muss ich nicht. Ich vertrage die Höhenluft gar nicht, da kannst Du jeden fragen. Das war auf jeden Fall ein Anderer.
      »Meine Tante, gehängt wegen Rebellion im Pfauenland?«
      »Nope, das war ich auch nicht.«
      »Aber … aber, genau, meinen Großonkel mütterlicherseits, den hast Du erdolcht, hinterrücks bei Schelms Klamm …?«
      »Ja, doch, das könnte ich sogar gewesen sein.«
      »Ha! Hab ich Dich letztlich doch erwischt, niederträchtiger Schuft. Niemand entgeht seiner gerechten Strafe für ewig …«

      Jaja, die Rache der Hinterbliebenen, quasi die Retourkutsche aus der Tiefe der Zeit, das letzte Lachen aus dem Grab, die späte Gerechtigkeit, Gottes Mühlen, die langsam aber gründlich malen. Hätte man sich aber auch gleich denken können, dass da noch was (wer) hinterherkommt, echt jetzt!



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      Tom Stark
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      delectare et prodesse

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    • Grund 39:

      Mutig stürmt dorthin, wo Engel furchtsam weichen.

      Ein Anführer muss ein Vorbild sein, am besten ein Leuchtendes, nunja, oder Finsteres, je nach Situation, aber auf jeden Fall muss es seine Leute inspirieren. Wer würde sich also besser als Leitfigur eignen, als der oberste Oberst der Bösewichte? Zudem umgeht man die langen Botenwege um die Generäle zu kontrollieren.

      Und nicht zuletzt, wer würde nicht an der Spitze einer gefürchteten überlegen Streitmacht auftreten? Das stärkt das Selbstvertrauen und hebt das Selbstwertgefühl und man ist selbst eben … ganz selbst! Der Top of the Pops, der ultimative Leader, das Gesicht des Grauens, der Commander des Chaos, der Teufel des Terrors, das Maul der Bestie …

      Natürlich birgt eine solch exponierte Stellung gewisse Risiken:
      Ein verirrter Schuss kann einen treffen. Töten? Niemals. Wer hätte schon gehört, dass ein OWB einfach durch ein verirrtes Geschoss getötet wurde.
      Beim Rückzug wäre man der Letzte. Ja, schon, aber Rückzug ist doch nur für Weicheier.
      Man könnte vom gegnerischen Anführer zu Duell gefordert werden, typischerweise ein Bäckerlehrling, der aus unerklärlichen Gründen der legitime Thronerbe des verschollenen Legendenkönig ist. Also, mal ehrlich: Welcher Tyrann aller Tyrannen hat Angst vor einem Bäcker-Azubi?!

      Nein, ganz klar. Der Platz eines echten Schurkenleaders gehört an die Spitze seiner Truppen.



      .


      ..





      ….


      Das hat doch nicht wirklich einer geglaubt, oder?

      Im Ernst?!

      Muahahahaha!



      Nix gelernt aus Saurons verlorenem Finger, den ihm Isildur abschnippelte?
      Nix gerafft, wie es dem ollen Imperator Pappeltrine (oder so ähnlich) erging, als er auf (die beiden) Skywalker traf?
      Oder Hans Gruber, als er mit einem Yippie-Ya-Yeah, Schweinebacke, von McClane abserviert wurde?

      Die Liste der tragischen Endkämpfe ist endlos.
      Wenn man als Oberbösewicht WIRKLICH eines auf jeden Fall NICHT tun sollte, ist es das, sich selbst die Hände, oder die Weste (Blut geht echt sauschwer raus!) oder sonst irgend einen Körperteil schmutzig zu machen, oder auch nur näher als auf Megafonreichweite an einen Kampf heranzukommen.
      Mag sein, dass der Weg an die Spitze des Bösens eine Geschichte voller blutiger Missverständnisse war, aber einmal dort angekommen, hat man seine Lakaien. Und erst, wenn auch der Letzte für einen gestorben ist, dann … nein, nicht einmal dann.
      Dann läuft man um sein Leben, sucht einen guten Schönheitschirurgen, besorgt sie neue Papiere, hält 7 Jahre die Füße still und DANN KOMMT MAN WIEDER. (... und terminiert nach Herzenslust die überraschte Heldenbrut!)

      Genau, liebe Freunde der Boshaftigkeit. So wird’s gemacht. Keine albernen Duelle. Keine Blödsinnigen Paraden mit mir an der Spitze. Ich sitze sicher in meinem geheimen (also echt WIRKLICH GEHEIMEN) Versteck und lasse meine Untergeben die Drecksarbeit machen. Dazu sind sie da und auch wenn wir alle die Bösesten der Bösen sind, so fies sind wir auch nicht, ihnen das Recht zu verwehren, sich für unser körperliches Wohl (und auch Unterhaltung) aufzuopfern! Nein, SO fies sind wir nicht!


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      Tom Stark
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      delectare et prodesse

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    • Grund 40:

      BÄM!

      Oh nein, hat da etwa wieder mal jemand den Krieg verloren, weil er seine Superwaffe erst ganz zum Schluss einsetzen wollte und dann merken musste, dass er fürs Kabel einen Adapter gebraucht hätte? Tja, und deshalb kauft eure Todesstrahlgewehre nicht bei Appel ...
      Aber vor allem solltest du alle deine Waffen schon vorher ordentlich austesten! Ach, was red ich! Scheiß auf diese ganzen Waffen! Wer braucht denn noch Lasergewehre, Schwerter und sonstwas, wenn er nur nen Knopf drücken muss, um mit seiner Ultramaschine alles platt zu machen?!
      Aber, aber Spannnungsbogen? Aber, aber großes Finale? Aber, aber aufsteigende Handlung?
      Ach, halt doch die Schnauze! Was brauch ich denn so einen Mist, wenn ich stattdessen schon alles gleich im Prolog pulverisieren kann? Obendrein verbraucht das auch noch weniger Papier und ist somit umweltfreundlich! Jaja, da glotzen die Ökos! Aber net lange, denn ... BÄM! Alle weg geballert! Und dieser Typ da, der immer meinen Parkplatz belegt ... BÄM! Und die Oma, die immer drei Jahre mit dem Verkäufer bei Penny schwatzt ... BÄM! BÄM! BÄÄÄÄÄÄM!

      Wo war ich?
      Waffen ... achso ja.
      Dieser Thread steht schließlich für Stil und Elleganz. Und was ist denn bitteschön elleganter und stilvoller, als binnen einer Sekunde, vom Klo aus, während man beim schönsten Morgenschiss gerade die Zeitung liest, die Stadt seines Erzfeindes komplett wegzuböllern?
      Aber nein ... Wir wollen ja Bücher verkaufen und weil der Leser so ne Memme ist, die gleich rumheult, wenn man einmal den Held auf der ersten Seite in Stücke fetzt, darf man seine schwersten Geschütze auch erst am Ende auffahren ... Kack Kommerz! Ich sag euch ja, DAS sind die waren Bösewichte! Ja gut, eventuell hab ich damals ein ganzes Dorf von irren Killer-Kannibalen-Kanninchen ausrotten lassen. Aber die Schweine haben Kenny getötet- äh ich meine, die haben Weihnachten auf dem Gewissen! IHR SCHWEINE!


      "Vem har trampat mina svampar ner?!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Xarrot ()

    • @Xarrot Dein Part gefällt mir ausnehmend gut. FÜR KENNY!!! :thumbsup: Es war mir zu schade, um es einfach wieder zu löschen, deshalb...

      Grund 40:

      Die langweiligste Waffe der Welt.

      Man stelle sich ein Finalspiel der örtlichen Fußballkreisliga vor. Der FC Bolzhausen führt gegen Rot-Weiß-Fritte mit 1:0, es ist die 22. Spielminute und der ehrenamtliche Trainer und hauptberufliche Obstverkäufer Schmidt, welcher seine Jungs von der Bank aus anfeuert, fiebert dem fast greifbaren Sieg entgegen.

      Minute 24: Der gegnerische Trainer wechselt den allenfalls passablen Stürmer Leon, 13 Jahre, aus. Auftritt des Neuzugangs Helmut Rahn. HELMUT. RAHN. Ok, vielleicht nicht das Original von 1954, aber den Fähigkeiten nach mindestens eine täuschend echte Inkarnation.

      Minute 39: Beim Stand von 1:4 beginnt Trainer Schmidt mit rhythmischer Präzision seinen Kopf gegen den Trainerunterstand zu hämmern.


      Übertragen wir dieses Beispiel auf die althergebrachte Gut-Böse-Fehde, stellt sich die Frage nach der Redlichkeit, ja, dem Anstand eines solchen Spielzuges. Sollte man als Bösewicht derart unaufhaltsame Superwaffen wirklich einsetzen und damit jeglichen Nervenkitzel ausmerzen?

      Ja. Natürlich. Und zwar frühestmöglich. Wir sind ja nicht beim Schach. Und selbst wenn: Als Bad Boy setzen wir einfach fünfzehn Damen neben unseren König – und Ende Gelände.

      Wie heißt es doch: Wenn’s am schönsten ist, sollte man… den Sack zubinden. Oder so.
      Wortgefechte

      Ein Schwert und sein Held

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von bigbadwolf ()

    • Grund 41:

      Oh tempora, oh mores! (oh Zeiten, oh Sitten!)

      Stop, I wont allow that to happen!
      Who are you?!
      I am the Doctor, of course.
      Doctor ... who?
      Exactly!
      (sorry, der Dialog gibt nur im Original wirklich Sinn)

      Wenn man endlich die Weltherrschaft an sich gerissen, alle lebende Feinde und deren lebende Nachkommen über den Jordan verfrachtet hat und man sich gemütlich zurücklehnen will, um mit seinem Lieblingsschwein eine Tasse Imperator-Tee zu trinken, denkt man eigentlich, dass die Arbeit getan ist.

      Zeit, um die Früchte zu genießen.
      Zeit, der würdigen Feinde zu gedenken.
      Zeit, ja Zeit. Man hat endlich Zeit.

      Doch genau hier liegt das Problem:
      Egal wie weit die Pläne fortgeschritten sind, egal wie lange man schon am Ziel seiner finsteren Träume ist, traurige Tatsache ist und bleibt, dass immer noch genug Zeit für gewisse Leute ist, den Tag zu retten bzw. zu ruinieren.
      Die Rede ist von Zeitreisenden.
      Von gewissenlosen Leuten, denen völlig egal ist, wie viel Zeit und Tränen (hauptsächlich die anderer!) in dem durchgeführten Plan steckt, der nun mal für eine Welt mit streng linearer Zeit gedacht ist. Linear, das bedeutet, eines passiert nach dem anderen. Gut, manchmal auch gleichzeitig.
      Aber wenn die Welt erobert ist, ist sie erobert. Punkt! Darüber kann man jammern, aber geschafft ist geschafft, oder?

      Leider, leider ist das nicht immer so. Allzu oft kommt es vor, dass später, oft mal viel später, seltener auch einmal viel, viel später, jemand auf die Idee kommt, dass irgendwelche zurückliegenden Ereignisse SO NIEMALS hätten stattfinden dürfen! Und anstatt den Status Quo wie anständige Schurken und/oder Helden im Hier und Jetzt anfangen zu verändern, hüpfen sie einfach in eine Kiste, oft ausgestattet mit bunten Lichtern, vielen Hebeln und einem unheilvollen Wummern als Geräuschkulisse und gehen in der Zeit zurück - wie unfair!

      Bewahren den armen Jungen auf dem Schulhof vielleicht vor der Prügel seines Lebens und beenden damit eine vielversprechende rachedurstige und menschenverachtende Bösewicht-Karriere, bevor sie begann. Stattdessen wird aus dem OBW to come ein prämierter Kleintierzüchter! Oder ein geschätzter Mitarbeiter in der Arbeiter-Unfallversicherungs-Anstalt, der aber irgendwie spürt, dass er zu Größerem berufen wäre und daher verstörende Literatur wie der Prozess, das Urteil oder gar die Verwandlung verfassen muss, um das zu verarbeiten.

      Oder sie verhindern, dass sich die Eltern des zukünftigen Herrschers der Welten überhaupt erst treffen.
      Zum Glück führen dererlei Anstrengungen oft genug, zu anderen, noch bedeutenderen Oberschurken.
      Wie sagte schon Jeff Goldblum im jurassischen Dino-Park: Das Böse findet immer seinen Weg!
      Aber das kann den betroffenen Schurken wenig trösten.

      Allerdings …
      … wenn es ihn nie gibt/gab/geben wird, dann kann es ihn gar nicht stören und man muss ihn auch nicht trösten, könnte es nicht mal, selbst wenn man wollte.
      Es sei denn, man hat selbst eine Zeitmaschine und geht zurück, bevor der andere Zeitreisende eingreift … eingegriffen hat ... eingegriffen haben wird gehabt haben …

      Kopfschmerzen! Schlimme Kopfschmerzen!




      (Dr.Who mit der Tardis, seinem Zeitschiff)
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      Tom Stark
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      delectare et prodesse

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    • Grund 42:

      Ein braver Junge ...


      Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Woran man mal wieder erkennt, dass diese Kreaturen, die unser Held ständig beschützen will, das absolute Böse sind. Ich mein, Hunde?! Jeder OBW weiß doch, Katzen sind der Shit! Und zwar der Gute!
      Woher ich das weiß? Weil Katzen keine so tollen Kunststückchen lernen, wie zum Beispiel der Trick, bei dem du den Helden eigentlich gerade fertig verschnürt gehn Tod schicken wolltest und plötzlich bemerken musst, dass dir dieser DRECKSKÖTER DAS KABEL FÜR DIE RAKETE DURCHGEFRESSEN HAT!!!*

      *nachgestellte Szene, keinerlei Tiere wurden bei den Schreibarbeiten- WIRST DU WOHL AUFHÖREN AUF DEM ROUTER HERUMZUKAUEN?! Ist das etwa immernoch Teil von diesem verdammten Kunststück?!
      Erst versaut man mir die Weltherrschaft und dann will man auch noch verhindern, dass ich der nachkommenden Generation von Bösewichten besseres lehre? WER DENKT SICH DENN SO EINEN SCHE*SS AUS?!
      Was starrst du mich jetzt so an, du blöder Köter? Ey, bleib aus der Küche draußen! Nein, nein, aus! Omg! Der Hund hat ein Messer?! Wieso hat der Hund ein Messer?! Dieser Autor hat doch einen an der KlatAAAARGH!


      Wahahahahawau! Ich war es, die ganze Zeit. Ich, der Hund, bin in Wahrheit der Held! Und nun, da ich dich finstre Brut gefesselt habe, werde ich dich mit meinem magischen Feuerzauber lvl 34- WER HAT AUF MEIN ZAUBERBUCH GEPISST?! AAARHG! ICH HASSE KATZEN!

      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Grund 43:

      Und ewig lockt das Weib.

      »Du bist so schön, Du bist so toll, beinah‘ ein Anton aus Tirol …«

      Wer will nicht solche Komplimente hören, wer möchte nicht aus dem Mund der Schönen diese Worte hören, so Balsam für die einsame Seele des Oberbösewichts, und machen wir uns nichts vor, es ist einsam, da oben, an der Spitze.
      *WELTSCHMERZSEUFZER*
      Umso wunderbarer, wenn diese Worte von einer scheinbar unversöhnlichen geschworenen Feindin kommen. Man hat gar ihren Vater oder ihren Bruder oder gar ihr ganzes Dorf ausgelöscht, und dennoch wird sie angezogen, wie eine Motte vom Licht, von der magischen Anziehungskraft der Macht.

      Andererseits sind wir nicht irgendwer. Wir wissen, wie man Leute betrügt, hintergeht und aufs Kreuz legt – ja, manchmal auch indem man sie flach legt. Also falls wir wirklich beschließen der bezaubernden Dame ihren Zauber abzukaufen, und falls sie es tatsächlich ehrlich meint, auch wenn die Chancen dafür 1: 1000000 stehen, dann wird es doch Mittel und Wege geben, die Schöne so lange auf Eis zu legen, bis sie für unsre Pläne keine Gefahr mehr darstellt. Ein Dornröschentrank wäre da eine Idee, oder ein Stasis-Tank, wenn man es moderner will, oder einen ganzen Haufen beruhigungsfördernder Mittel, welcher Art auf immer.

      Natürlich kann man auch auf Nummer sicher gehen. Nur der Tod hält die Liebe schließlich ewig.
      Wozu ist man ein OBW, wenn man sich nicht gerade an einer so tragisch kurzen gemeinsamen Zeit, dafür ewigen durchweg positiven Erinnerungen erfreuen kann?

      Und der Sex?
      Mal ehrlich, was für ein OBW sind Sie eigentlich, wenn sie dafür nicht an jedem Finger mindesten eine Willige haben, deren Rache Sie nicht befürchten müssen?


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      Tom Stark
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      delectare et prodesse
    • Grund 44:

      Motivation der Freiberufler.

      »Du bis in meiner Gewalt, [Heldenname bitte einfügen], aber das war viel zu leicht, Ich werde Dir eine Chance geben, damit es eine spannende Jagd wird.«
      »Chance? Du lässt mich laufen?«
      »Und dazu bekommst Du 2 Tage Vorsprung, ich werde eine Augenbinde tragen, eine Hand auf den Rücken binden und nur rückwärtsgehen, während ich Dich verfolge.«
      »Wow, danke.«
      »Danke mir nicht, Narr. Auch so hast Du kaum eine Chance …«

      Das hat man nun davon. Man stellt den Besten der Besten der Besten aller Kopfgeldjäger an, dessen Ruf schon so legendär ist, dass man sich Gedanken um die eigene Sicherheit machen würde, wäre man nicht der Oberschurke und es ein Naturgesetz, dass Helden niemals Kopfgeld auf den Oberschurken aussetzen, sondern immer umgekehrt.
      Und dann sowas? Es ist ihm zu einfach? Zu einfach?!! Hat man so etwas schon einmal gehört? Ein Kopfgeldjäger, der sich über einfach verdientes Geld ärgert?

      »Hast Du sie noch alle? Warum hast Du [Heldenname bitte einfügen] laufen lassen?« ,fragt man ihn.
      »Die Jagd muss spannend sein«, meint er.
      »Eine Jagd muss ein Kräftemessen zwischen Jäger und Beute sein«, sagt er.
      »Nur eine gute Jagd macht mein Leben lebenswert«, mimimiet er.
      »HÜHNERKACKE !«, ruft man ziemlich sauer und zwar mit Recht.
      ZACK. WUSCH. BRIZEL.
      »Argel … waruuuuuummm?« , wimmert er nun wieder.
      »Weil Du ein Vollidiot bist und ich vermeiden will, dass mein Nachfolger ebenso auf Dich oder Deine Brut mit diesem seltsamen Ehrenkodex hereinfällt. Ich zahle, Ihr liefert. Pronto, Subito, Avanti und am Besten schon gestern. Ich hoffe, das ist den anderen Kopfgeld jagenden Herrschaften nun ein für alle Mal klar. Wenn ich Spannung, Spiel und Schokolade haben will, kaufe ich mir …, Spannung, Spiel und Schokolade. Und jetzt schwingt Eure Hufe und bringt mir [Heldenname bitte einfügen], bevor ich beschließe, den Kopfgeldjäger auf die Liste der bedrohten Berufsarten zu setzen!«


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      Tom Stark
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    • Okay, @Tom Stark, bisher hab ich alles gelesen und gegrinst, weil alles super leicht verständlich war (und natürlich herrlich sarkastisch). :D
      Aber hier hatte ich erstmals Probleme. Erst als ich den Spoiler geöffnet und die Bildunterschrift gelesen hatte, wurde mir klar, worum es in dem Part ging.

      Es ist für mich auf den ersten Blick nicht klar ersichtlich, wer zum Helden spricht im ersten Teil. Ich dachte erst, es ist der OBW selbst.

      Den nicht kursiven Teil konnte ich auch erst in der zweiten Zeile dem OBW zuordnen.

      Der dritte Teil war dann beim ersten Lesen wieder etwas konfus für mich. Wieviele Leute sprechen da? Nochmal lesen! Okay, wahrscheinlich nur einer, der Argumente ins Feld führt. Aber wer sagt dann HÜHNERKACKE und warum wird dann gebrizzelt? Ah, wohl der OBW, weil er sauer ist.
      Okay, ich hab's jetzt verstanden. Vielleicht bin ich ja auch nur ein bisschen schwer von Kapee. Man möge es mir verzeihen. :pardon:

      Tom Stark schrieb:

      bevor ich beschließe, den Kopfgeldjäger auf die Liste der bedrohten Berufsarten zu setzen!«
      :rofl:
      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


      :cookie:

      ___________________
    • Grund 45:

      Immer diese Zuständigkeitsfragen.

      Oder: Wer ist schuld an der Misere?

      Im Leben, insbesondere im Wirken jedes Oberbösewicht kommt unweigerlich den Moment, wo die Dinge beginnen schief zu laufen. Machen wir uns nichts vor, liebe Mitschurken, dieser Augenblick ist ein Wenn, kein Falls-Szenario. In der Regel werden die genialen Pläne durch die Inkompetenz der Untergebenen weit eher durchkreuzt, als es die kühnsten Coups der Heldenfraktion es je könnten.
      Und falls es – eigentlich völlig unmöglich – doch an einem Fehler im Masterplan liegen sollte, ist es eminent wichtig, um nicht zu sagen evident, einen anderen Schuldigen als sich selbst dafür bluten zu lassen. Wo käme man denn da hin, wenn der zukünftige Beherrscher der Welten sich selbst für ein Versagen gleich welcher Art verantworten müsste. Wozu macht man denn die ganze OBW-Chose überhaupt, wenn man nicht anderen die Schuld zuschieben kann?
      Doch genau deshalb ist es so wichtig, zu wissen, was genau in wessen Verantwortungsbereich fällt.
      Bestraft man den Koch für das Versagen des Flottencapitäns, ruft das außer Irritationen beim restlichen Führungsstab, auch noch den Unmut der Mannschaften hervor. Niemand mag Notrationen, und darum sollte man niemand vorschnell hinrichten, der Boeuf Stroganoff ganz ohne Boeuf und sogar ohne Stroganoff hinbekommt.
      Natürlich ist ein Akt willkürlicher Grausamkeit mitunter von Nöten, damit die werten Untergebenen immer ihren Tropfen Angst-Pippi in der Hose haben, wenn man vorbeikommt, aber nur wenn die Bestrafung für Versagen auch nachvollziehbare Personen ereilt, hat es den erhofften Lerneffekt auf die übrigen Versager unter dem Kommando.

      Also nochmal: Verbockt es der Captain, den Captain umlegen, als Lehre für den Nachfolger-Captain.
      Sollte natürlich der Koch das Essen versalzen, Kopf ab!

      Außer der Koch heißt Casey Ryback

      … oder Chuck Norris.

      Dann schluck' das Essen und lächle huldvoll!


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      Tom Stark
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    • Grund 46:

      Die Ein-Mann-Armee.

      Natürlich macht es Spaß, einem so offensichtlich unterlegenen Widersacher beim Herumstolpern zuzusehen. Man selbst hat eine Legion hervorragend ausgebildeter No-Names, Waffen ohne Ende, einen Kriegschuldentilgungsplan für die Zeit nach der Eroberung und der einzige Konkurrent – der EINZIGE Konkurrent – ist ein Depp. Jeder Bösewicht genießt die Minuten der freudvollen Zerstreuung, wenn ihm seine Spione die kläglichen Versuche des alleinstehenden Helden darlegen, der mittlerweile der dritten Fake-Info hinterherrennt.

      Aber das Grauen liegt stets auf der Lauer. Sollte besagter Einzelkämpfer doch einmal urplötzlich vom Radar verschwinden, tja, dann geht das Suchen los. Dann werden solche Sprüche wie „You had ONE JOB!“ oder „Alles muss man selber machen!“ plötzlich inflationär genutzt und das Stimmungsbarometer erweitert sich um Armeslänge nach unten.

      Denn es gibt noch einen weiteren Aspekt, der wirklich jedem Bösewicht klar sein sollte:

      Wer sich selbst der einzige Verbündete ist, braucht im Kampf auf niemanden Rücksicht zu nehmen. Das heißt im magischen Genre: Schutzschild beschwören, gigantischen Feuer-/Säure-/Schneesturm beschwören, Epilog.
      Im Sci-Fi-Genre eliminiert der Fall des Solokämpfers die Möglichkeit versehentlicher Kollateralschäden, was ebenfalls die Hemmschwelle deutlich herabsetzt. Also warum den eingeschleusten Sprengsatz so bemessen, dass nur das Hauptquartier des bösen Wichts zerbröselt?
      Pah!
      Weg mit der ganzen Hauptstadt, dem ganzen Imperium, dem Planeten – ok, aber Letzteres bitte nur, wenn man nicht selbst dort wohnt. Wobei: Was hat man davon bei bester Gesundheit zu sein, wenn man ganz allein ist? Naja, da muss jeder Einzelkämpfer auf sein persönliches Ruhebedürfnis hören. Alleine feiern macht auch keinen Spaß
      ...
      Wortgefechte

      Ein Schwert und sein Held
    • Grund 47:

      Der Rachedrang derer, die nachfolgen.

      »Herr, wir haben erfahren, dass ein Jüngling, ein gewisser Legoklaas Wunderelb, anfängt bei einem alten abgehalfterten Söldner zu trainieren, um Euch eines fernen Tages, wenn er erwachsen ist, die Stirn bieten zu können.«
      »Wow, der hat ja was vor. Wie alt ist der Knabe denn?«
      »Er ist zarte 99 Lenze alt.«
      »Das nennst Du zart?«
      »Nunja, Herr, es ist ein Elb. Die werden erst mit 200 erwachsen.«
      »Also ist der erst in 100 Jahren zu erwarten? Dann wäre ich 154. Ich glaube nicht, dass es mich dann im Grab noch interessiert. Vergesst den Jungen. Soll er doch machen, was ihn glücklich macht. Jeder braucht einen Antrieb.«
      »Sehr wohl, mein Gebieter. Dann wäre da noch diese angehende Schildmaid Alicehilde.«
      »Müsste ich die kennen?«
      »Nein, Herr, aber unsre Regenschirmkooperative hat ihr übel mitgespielt und nun sinnt sie auf Rache.«
      »Achso? Hm. Wo lebt denn besagte Maid derzeit?«
      »Oh, mitten in unsrem Zombie-Versuchsgebiet.«
      »Kommt sie da überhaupt so schnell her zu uns?«
      »Nunja, Herr, unsre Analysten haben herausgefunden, dass es mindestens 7, wenn nicht gar 8 komplette Kampagnen von ihr erfordert, auch nur in unsre Nähe zu gelangen.«
      »Warten wir mal 6 davon ab, bis wir Maßnahmen ergreifen. Das könnte lustig werden.«
      »Verstanden Herr. Und dann wäre da noch der Junge, dessen DNA mit der einer Fliege vermischt wurde.«
      »Und daran sind wir schuld?«
      »Nicht beim ersten Mal, aber beim zweiten Mal wollte die Forschungsabteilung das Ergebnis reproduzieren, zum Zwecke einen fliegenden Supersoldaten zu erschaffen.«
      »Hrhr, wir sind schon fiese Schweine, nicht wahr?«
      »Ja, Herr, das sind wir …haha.«
      »Ok, und der Fliegenjunge ist eine Gefahr?«
      »Nicht wenn wir Anti-Mückenspray bereithalten, wenn er anrückt, Herr.«
      »Gut, Nummer Eins, machen Sie es so. Noch etwas?«
      »Erinnert Ihr Euch an den Vorfall mit Dr. Jones Senior und Dr. Jones Junior und dem heiligen Gral?«
      »Die Sache, die so furchtbar aus die Ruder lief? Wie könnte ich das vergessen! Ich wusste, der Mist fällt uns eines Tages noch einmal vor die Füße. Aber halt. Selbst der junge Jones müsste inzwischen bald 80 Jahre alt sein?«
      »76, um genau zu sein, Herr.«
      »Und der Opa will MIR JETZT noch ans Bein pinkeln?«
      »Oh, nein Herr. Oder, nunja, er will vielleicht schon, aber das ist nicht das Problem.«
      »Und wo liegt denn das Problem, mein Gutester?«
      »Herr, er hat einen Sohn. Ich fürchte genauso ein widerspenstiger Geist, wie sein Vater und sein Großvater.«
      SEUFZ »Gut, welche Optionen schlägst vor, Nummer Eins?«
      »Wir schicken einen Profi, der das schnell und sauber erledigt.«
      »Du weißt, dass das nie klappt, oder? Ich meine, ehrlich, das weißt du doch?«
      »Ja, Herr. Aber es ist nun einmal Tradition, es zumindest in Erwägung zu ziehen.«
      »Schön, erwogen und verworfen. Nächste Option?«
      »Wir haben diese Zeitmaschine von diesem Doktor erbeutet ...«
      »Bist du wahnsinnig, ich bin meine Kopfschmerzen vom letzten Zeitparadoxon erst seit einem Monat wieder los. Abgelehnt, nächste Option.«
      »Dann wäre noch dieser Höllenzauber, der eine ganze Stadt ausradiert?«
      »Höre ich da ein Aber zwischen den Zeilen?«
      »Ja, Herr. Der Zauber erfordert das Opfer von 101 niedlichen Dalmatinerwelpen.«
      »Und wo liegt das Problem?«
      »Unsre Zuständige vor Ort, Miss Cruella de Vil, hatte beim letzten Versuch, die Welpenbande einzufangen, einen Nervenzusammenbruch und hat sich gerade erst wieder einigermaßen eingekriegt, Herr.«
      »Pah, mein Seelenfrieden, oder ihr Nervenkostüm, was gibt es da zu überlegen? Schick die Gute auf die Mission. Hm, versüßen wir ihr den Auftrag aber etwas.«
      »Herr?«
      »Schick ihr eine Schachtel Pralinen zusammen mit meinem Befehl. Ich will schließlich glückliche Angestellte. Und dann los mit dem Höllenzauber. Wir gehen diesmal kein Risiko ein. Gar keines!«
      »Es ist uns allen stets eine Freude einem so gütigen, gerechten und edlen Herrscher zu di …«
      »Nummer Eins ...«
      »Mein Gebieter?«
      »Übertreib’s nicht und verschwinde, solange ich noch gute Laune habe. Achja, wisch‘ die Schleimspur noch auf, die du gerade hinterlassen hast. Ist ja eklig …«



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      Tom Stark
      zum Lesen geeignet

      delectare et prodesse
    • Grund 48:

      Schon Aretha Franklin wollte ihn.

      Rehe sind durch ihren natürlichen Lebensraum selten entspannt und faul genug, um sich eine ordentliche Wampe anzufressen. Deshalb ist er unter Liebhabern so heiß begehrt: der Rehspeck.
      Rehs… Resp… *googlet den Originaltext*
      Oh!
      *entscheidet sich dazu, den Anfang dennoch als irritierend-humoristischen Einstieg beizubehalten, lässt die Fingerknöchel knacken und legt los*





      *ihm fällt nichts ein*



      *liest die vorangegangenen Beiträge durch*

      *!*

      Der Ton macht die Musik. Geschrei und Quälerei belasten die Beziehung und führen im Fall der endgültigen Zerrüttung gelegentlich zu gesundheitsschädlichen Rachegelüsten. Dabei ist es doch so einfach. Alles, was eine gute Beziehung braucht, ist ein bisschen RESPECKT.

      *starrt das Wort an und googlet erneut*

      Respect ist grundlegend f

      *hat sich daran erinnert, dass er einen deutschsprachigen Text schreibt*

      Respekt ist grundlegend für ein gutes Miteinander, sowohl unter Menschen als auch bei der Haustierhaltung. Ja, auch das große, hässliche, heldenmampfende Monster hat Gefühle – und ein Erinnerungsvermögen. Man sollte die Sicherheitsverwahrung aus Grund 28 zwar ernst nehmen, aber zumindest täglich sauberes Einstreu im Käfig, ordentliches Nassfutter und eine Kuscheldecke sollte das Budget doch wohl hergeben. Wie ärgerlich wäre es doch, wenn man zwar 13,99€ spart, aber letztlich selbst zum Nassfutter umdeklariert wird.
      Wortgefechte

      Ein Schwert und sein Held

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    • Grund 49:

      Das Ding mit dem einen Ring/Schwert/Zauberstab.

      »Herr, wir haben Kenntnis erlangt über ein Artefakt, was Eurer Herrschaft gefährlich werden könnte.«
      »Tatsache? Komm etwas näher, keine Angst, ich bin nicht wütend. Aber es muss doch auch nicht gleich der ganze Palast wissen. Also, um was geht es denn?«
      »Es ist dieses Schwert von Elo, welches am Ring von Hero hängt und das sich in den Zauberstab Evil-Slayer verwandeln lässt.«
      »Oh, das klingt wirklich ernst. Wissen wir, wo das Ding gerade ist?«
      »Ja, Herr. Es wird auf Markt von Nabra angeboten, wo es jeder erwerben kann. Soll ich unsre Truppen entsenden. um Nabra einzunehmen?«
      »Hm, langsam. Weiß sonst noch jemand davon?«
      »Bislang nicht, Herr.«
      »Gut, dann machen wir Folgendes: Lass überall verkünden, dass ich die Zauberkugel des ewigen Nichts-Lichts suche und lass durchblicken, dass ich deswegen schon beinahe einen Rappel bekomme, weil ich das Ding noch nicht habe. Zu diesem Zwecke entsenden wir die 5. und 11 . Legion nach Kokolores.«
      »Aber in Kokolores gibt es nur Sumpf, unwegsame Pässe und die Leute dort hassen jeden Fremden.«
      »Genau. Deswegen ist es ja dort so perfekt!«
      »Ich verstehe nicht, mein Gebieter.«
      »Deswegen bist Du auch nur mein Lakai und ich der Chef. Aber mach Dir nichts draus. Für Dich habe ich eine besondere Aufgabe.«
      »Herr …?«
      »Ja, schnapp dir eine kleine Leibgarde und eine handvoll Assassinen für den Notfall. Ihr reißt unauffällig nach Nabra und besorgt das Artefakt. Unauffällig. Klar? Ihr zahlt, was man dort verlangt und macht kein Aufsehen darum. Nur falls es nötig wird, wendet ihr Gewalt an. Am besten rein und raus, ohne dass jemand etwas merkt.«
      »Und unsre Legionen?«
      »Ach die! Die sind nur ein Täuschungsmanöver.«
      »Aber zwei ganze Legionen?«
      »Ach komm, wir haben doch 12 davon. Schick einfach die zwei, die wir am liebsten loswerden würden. Ich wette irgendeine Heldenschar wird uns recht schnell das Loswerden abnehmen.

      Natürlich könnte man auch die Nazghul schicken, oder Sturmtruppen. Geflügelte Affen könnten versuchen den Helden zuvorzukommen, wenn man es übertreiben will, wäre da sicher auch noch ein Drache verfügbar. Man könnte auch selbst an der Spitze der Truppen ausziehen.
      Aber mal ehrlich: Wir wissen alle, wie das endet.
      Nein, nein. Diesmal regeln wir das unter Hand und lassen die doofen Helden in den Sümpfen von Kokolores ihren eigenen Schwanz jagen.
      Das wird lustig!


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      Tom Stark
      zum Lesen geeignet

      delectare et prodesse
    • Grund 50:

      Strg + Alt + Entf


      Als Steve Jobs seinen Obstkonzern gründete, gab es die zweite Taste noch nicht einmal. Daraus ergibt sich die Frage, welche Kombination man früher beim Auftreten eines gewissen blauen Bildschirms eigentlich benutzt hätte…? Sei’s drum. Seitdem ist die technische Entwicklung glücklicherweise vorangeschritten: die Rechner sind schneller geworden, die Grafiken hübscher, die Tasten haben Nachwuchs bekommen und – ja, den Ausnahmefehler gibt es immer noch. Anscheinend haben die Nullen und Einsen nur in beschränktem Maße dazugelernt.

      Halten wir kurz inne und stellen uns folgende Frage:

      Geht es den Kwerulaniern auf Zetla, in der 7. Galaxie hinter PN3701X genauso? Also wirklich exakt genauso?

      Im Sci-Fi-Genre treffen des öfteren Zivilisationen aufeinander, welche im elektronischen Segment einen vergleichbaren oder doch zumindest kompatiblen Technikpark haben. Kompatibel… kompatibel? Also passt Heinz Lehmanns USB-Stick in den Supercomputer auf Zetla?! Also bitte!

      Dass die Systeme sich halbwegs ähneln, mag ja noch angehen; nicht zuletzt, weil das Binärsystem einen regelrecht anspringt und anbettelt, dafür verwendet zu werden. Aber wie wahrscheinlich ist es denn, dass sich jemand in das digitale System einer völlig fremden Kultur einhacken kann, sofern das Passwort nicht »Hallo12345« lautet? In der Regel scheint an diesem Punkt die »Fiction« die »Science« in den Schwitzkasten zu nehmen, bis sie wimmernd nachgibt und sich die »Fiction« mit dem Drehbuch ein High-Five gönnt. Sollte dies der Fall sein, sind die persönlichen (Eroberungs-)Daten in Gefahr! Datenschützer aufgepasst! Am Ende schleust das nostalgische Heldengesocks noch Viren ein, die dann eine gewisse blaue Farbe auf alle imperialen Bildschirme zaubern. Bleibt zu hoffen, dass es auf Zetla dafür eine Tastenkombination gibt...

      Der obergalaktische Bösewicht sollte also entweder auf echte Steampunk-Raumschiffe umsteigen oder dringend ein paar Dinge beherzigen:


      Nix Firewall. Nix Antivirenprogramm. Nix technische Kundenbetreuung.

      Bau-es-dir-selbst ist angesagt. Am besten klobig, unhandlich und vor allem ohne WLAN.
      Wortgefechte

      Ein Schwert und sein Held

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    • Grund 51:

      Finger weg! Das ist meine Frau- äh Gefangene!

      Wir waren mal wieder ein feiner Oberbösewicht und haben ganz im Sinne von Regel 26 die schöne Frau in den tiefsten Kerker, der gerade zur Verfüfgung stand gesperrt. Gleich neben der Zelle mit den feuerspeienden Zombies und dem sabbernden Drachen. Oder war`s andersrum? Ach keine Ahnung, irgendwo, wo`s dunkel ist halt!
      Um außerdem zu verhindern, dass so ein heldenhafter Haufen einfach so vorbei tingelt und mal eben die holde Maid befreit, steht vor ihrer Zelle noch unser treuster und mächtigster Untergebener Kaaaarl! wache.

      Ob ich neidisch auf Kaaaarl! bin? Niemals! Ich mein, was will ich schon mit der Prinzessin? Mit ihren seidigen, blonden Haar, den vollen Lippen, ihren zarten blauen Augen ... und diesem geilen Ar- äh Adamsapfel! Ich meine, pah, was ne Nutte!
      Was soll das heißen, Kaaaarl! hat ihr seine Nummer gegeben?! Seit wann kann ein Lama überhaupt ein Handy bedienen? ER HAT IHR WOHIN GESPUCKT?!
      Okay, jetzt reichts! Sklave, mein Mobiltelefon! Jetzt schreib ich dieser B*tch mal richtig Tacheless!
      So ... okay, sie ist online ... sie hat`s gelesen und ... wag dich! ANTWORTE MIR GEFÄLLIGST! ICH SEH DOCH DIE BEIDEN BLAUEN HAKEN!!!
      Warte mal ... Woher hat die da unten überhaupt W-LAN und ein Handy?!

      "Sir, Kaaaarl! ist übergelaufen und hat dem Helden geholfen die Prinzessin zu befreien!"
      "Hetzt die feuerspeienden Zombies auf sie!"
      "Die haben ebenfalls die Seiten gewechselt ..."
      "Und der sabbernde Drache?"
      "Jap, der auch."
      "JETZT REICHTS! Meine Soldaten sollen ausrücken, sofort!"
      "Aja, deswegen noch Boss ..."
      "Sag einfach nichts ..."
      "Eine Sache wäre da noch ..."
      "Was denn?"
      "Ich auch."
      "WAS?! JÜRGEN, WIE KONNTEST DU NUR?!"
      "Es liegt nicht an euch Herr ... es liegt an ihr ..."
      "Was hat sie denn, was ich nicht habe?! Sag es mir, Jürgen!"
      "Titten, Boss. Titten."


      "Vem har trampat mina svampar ner?!"