Feuer - Aus den Geschichten einer Hexe

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    • Feuer - Aus den Geschichten einer Hexe

      Prologos


      Die Hexe schwieg. Als die Bürger der Stadt Holz und Öl brachten. Als sie es zu einem Haufen um den Pfahl aufschichteten. Als die Meute schrie „Verbrennt die Hexe!“, die Männer, Frauen und Kinder, die Adligen und die Bauern, der Klerus und die Laien. Ihr Schweigen sollte die Schreie übertönen, die Schreie nach einem Opfer. Voller Wut waren sie, voller Hass, voller Enttäuschung.
      Schon als es zum Prozess gekommen war, als falsche Anschuldigungen vorgebracht worden waren, als falsche Zeugen ausgesagt hatten, hatte sie geschwiegen. Was hätte es genützt? Hätte eine Aussage das Urteil widerrufen? Hätten irgendwelche Worte die Richter umstimmen können, ihr Vorurteil zu verwerfen? Hätte sie die Meute umstimmen können, welche ihre Wut über Missernten, Krankheiten und Bürgerkrieg in ihre Anschuldigungen legte, ihren Hass auf den Adel in ihre Lügen hineinfließen lies, ihre Enttäuschung über den Klerus, welcher all die Nöte nicht verhindern konnte durch Gottes Gnaden, die vergifteten Worte formte. Doch irgendwie übertönte ihr Schweigen nicht die Meute, war nicht so dröhnend, wie sie erhofft hatte.
      Eine Möglichkeit gab es immer. Sie war eine Hexe. Sie hatte Kräfte, Fähigkeiten. Sie könnte diese einsetzen. Könnte die Meute ängstigen. Könnte das Feuer löschen. Könnte den Platz in ein Flammenmeer verwandeln, welches alle anderen verzehrte, aber nicht sie. Könnte…
      Aber sie schwieg. Was konnte sie anderes tun. Natürlich durfte niemand erfahren, dass sie eine Hexe war. Zu viel stand auf dem Spiel. Zu viel würde zerstört werden dabei. Niemand durfte Verdacht schöpfen. Wie immer. Sie musste die Verbrennung zulassen. So sehr es sie auch schmerzte.
      So schwieg sie, während das Feuer das mit Öl getränkte Holz hochleckte, es die Kleider in Brand steckte, die Haare in Flammen aufgingen. Und auch als die Todesschreie über den Platz fegten, schwieg sie.
      Die Hexe stand noch lange auf dem Platz, als die Meute sich zerstreut hatte. Nachdem von dem Scheiterhaufen und der Frau nicht mehr übriggeblieben war als ein Häufchen Asche. Nachdem Stille eingekehrt war. Totenstille. Erst nachdem der Wind und der Regen, die Asche davongetragen und schließlich die Reste weggewaschen hatte, streckte sie ihr Gesicht in den Regen. Es waren Regentropfen, die ihr die Wange runterliefen. Es mussten Regentropfen sein. Sie weinte nicht! Sie hatte seit vielen Jahren nicht mehr geweint. Aber sie schnaubte verächtlich: „Du dumme Frau!“ Dann schwieg sie wieder. Und wandte die Augen ab.
      黄昏よりも昏きもの
      血の流れより紅きもの
      時の流れに埋もれし
      偉大なる汝の名において
      我ここに 闇に誓わん
      我等が前に立ち塞がりし
      すべての愚かなるものに
      我と汝が力もて
      等しく滅びを与えんことを
      Tasogare yori mo kuraki mono
      Chi no nagare yori akaki mono
      Toki no nagare ni umoreshi
      Idainaru nanji no na ni oite
      Ware koko ni yami ni chikawan
      Warera ga mae ni tachi fusagarishi
      Subete no orokanaru mono ni
      Ware to nanji ga chikara mote
      Hitoshiku horobi o ataen koto o

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LinaInverse ()

    • Liber I

      Ihr Pferd hatte sie außerhalb der Stadt an einer Grünfläche zurückgelassen1. Natürlich hatte sie es nicht angebunden. Es wäre kein Pferd einer Hexe, wenn sie es hätte anbinden müssen. Solche Pferde lernten im Laufe der Zeit selbst ein bisschen Zauber, vor allem nach so langer Zeit. Antares, der Fuchs, beförderte sie schließlich nun schon seit 20 Jahren. Damals, lang lang war’s her, waren beide noch jung gewesen. Jetzt fühlte sie sich manchmal älter als Antares, zumindest an so einem Tag wie heute. Die wievielte Verbrennung war es schon diesen Monat in dieser Stadt? Die dritte? Die zuvielte für ihren Geschmack.
      In der Nähe des Fuchses entdeckte sie einen tiefen Abdruck im Gras, der wahrscheinlich von einem glücklosen Pferdedieb stammte. Irgendwie wusste sie immernoch nicht, wie er jene abschüttelte, es passierte ja immer in ihrer Abwesenheit. Andere Pferde bockten. Aber von wildem Buckeln war nie eine Spur, immer nur, wenn auf sichtbarem Untergrund, ein Abdruck. Oder ein ausgeschlagener Zahn. Und ihr Pferd ließ es sie nie wissen, welchen Trick es angewandt hatte. Es machte sie schon neugierig. Und irgendwann würde sie es von ihm erfahren. Aber nicht heute.
      „Na, alter Knabe! Schau mal, was ich dir vom Markt mitgebracht habe!“
      Sie hielt Ihm einen Apfel hin. Er schaute sie an. Sie hatte das Gefühl, dass er ein Augenlied ein Stück zukniff.
      „Verwöhnter Gaul…“
      Sie holte die Orange, die sie auf dem Markt gekauft hatte, aus ihrer Tasche, schälte sie sehr langsam und gab sie, Spalte für Spalte, ihrem Pferd, welches sie genüsslich schmatzend verspeiste. Woher es wusste, dass sie eine Orange gekauft hatte, war ihr ein Rätsel. Manchmal verstand sie ihr Pferd nicht. Aber wer wusste schon, was ein Pferd dachte. Die rothaarige Frau biss demonstrativ in den Apfel und schluckte das Apfelstück mitsamt des unglücklichen Wurms, der sich darin befand.
      „Du weißt gar nicht, was du verpasst. Ein guter Apfel!“
      Antares gab keinen Kommentar.
      „Wenn du dann fertig bist mit deinem schweineteuren Pferdefutter, könnten wir dann aufbrechen?“
      Er reagierte gelangweilt und drehte sich um, so dass sie aufsteigen konnte. Antares konnte sehr bockig werden, wenn sie aus einer Stadt kam und ihm nicht etwas zum Fressen mitgebracht hatte. Immerhin wusste Carolina, dass sie ihn mit Fressen rumbringen konnte. Bei ihrer Familie wusste sie nie, was sie ihnen als Souvenir mitbringen sollte. Geschenke zu finden war immer so anstrengend.
      Während sie zurückritt oder vielmehr Antares zurücklaufen ließ, denn er kannte den Weg, drängten sich ihr Bilder auf. Bilder und Geräusche und Gerüche. Sie ließen sich nicht vermeiden. Sie konnte sich nicht an eine Verbrennung gewöhnen.
      Sie verließ die Außenbereiche von München und war auf dem Weg nach Seligenthal. Die Mutter Oberin musste von dem unterrichtet werden, was Carolina erfahren hatte. Es würde ihr nicht gefallen. Oder doch?


      Er war auf Wache. Es war etwas, was er gut konnte. Wachen. Behüten. Er war ein immerhin Hütehund. Und er war ein guter. Sofern ein Hund Stolz erfahren konnte, hatte er Stolz. Der alte Schäfer hatte ihm befohlen, die Schafsherde zu bewachen. Die Alten und die Jungen, die Starken und die Schwachen. Und er hatte noch kein Schaf verloren. Nicht an einen Wolf, nicht an einen Bären, nicht an Unwetter. Er war gut darin, Schafe zu hüten. Doch einen hatte er verloren. Den Sohn des Schäfers.
      Es war eine stürmische Nacht gewesen. Die Winde heulten. Der Regen fiel wie eine Wand aus Wasser. Blitze schlugen ein wie der Zorn des Zeus. Eins der dummen Schafe war entkommen. Ein Lamm. Der Regen hatte den Geruch weggewaschen, ebenso die Spuren. In diesem Sturm hatte er nicht einmal das Schreien des Lammes gehört. Also war der Sohn ausgezogen. Und er war mit ihm gezogen. Am Ende fanden sie das Lamm. Hatten es zurückgebracht. Das Lamm lebte, der Sohn starb. Lungenentzündung. Das Lamm wurde bei der Beerdigung gereicht. Der Schäfer hatte den Tod seines einzigen Kindes nicht verkraftet und schlachtete das Lämmchen. Aus was? Rache? Menschen reagierten manchmal merkwürdig. Das war ihm als Hund fremd. Ebenso hatte er kein schlechtes Gewissen wegen des Sohns. Er war ausgezogen, hätte wissen müssen, was er tat. Man konnte nicht in einen Sturm ausziehen und hoffen, ungeschoren davon zu kommen. Weder Menschen, noch Schafe. Manchmal fragte er, Argo, sich, wie groß eigentlich der Unterschied zwischen Menschen und Schafen war. Wenigstens waren Schafe harmlos. Und simpel. Das mochte er an diesen. Menschen konnten so kompliziert sein, so unberechenbar. Das mochte er an jenen. Es sorgte dafür, dass er sich nicht langweilte.
      Momentan langweilte er sich allerdings. Seit Monaten war kein Bär oder Wolf mehr aufgetaucht. Schlechte Nachrichten wie Argo machten die Runde, auch im Tierreich. Die Vögel zwitscherten es sprichwörtlich von den Bäumen. Nicht, dass er sich beschweren wollte. Aber er tat es! Die Schafe trauten sich nicht einmal mehr, abzuhauen. Er hatte sie zu gut erzogen. Die Schafe grasten auf der Weide, die an einem sanft abfallenden Berghang lag. Hinunter ging es zum Hof und noch weiter unten zum Dorf; hinauf ging es zu einem Waldgebiet, welches die Kuppe des flachen Berges bedeckte. Weiter in der Ferne sah man ein riesiges Bergmassiv, die Alpen. Es war idyllisch. Im Grunde konnte man gar nicht anders, als darauf zu warten, dass ein Mädchen mit blonden Haaren den Berg raufgesprungen kam, laut „Großvater!“ rufend.
      Aber es war mal wieder Zeit für seine Runde. Es dämmerte schon und bald würde der Schäfer kommen. Und wehe, es fehlte doch eins der Schafe. Nicht, dass er sich darum zu sorgen brauchte…

      Der Ritt ging gemütlich vonstatten. Es war Frühling, das Wetter zur Abwechslung mal angenehm. Allerdings mochte Carolina es auch nicht, durch den Regen zu reiten und half lieber etwas nach. Die Dämmersonne tauchte den Wald in goldenes Licht, die Vögel zwitscherten, die ersten Bienen summten und im Gebüsch versteckte sich ein Räuber, der das gute Wetter ausnutzen wollte. Carolina seufzte. Als wäre der Tag nicht schon stressig genug gewesen.
      Antares blieb stehen, Carolina rief:
      „Du darfst rauskommen. Dein Versteck ist nicht das Beste und ich würde die Sache gerne hinter mich bringen.“
      „Ihr seid ganz schön vorlaut, für ein Frauenzimmer!“
      Ein Mann trat aus dem Gebüsch, groß, auf seine Weise stattlich, mit Schwert und Dolch bewaffnet und einem Kettenhemd angetan. Dazu ein keckes Grinsen im Gesicht. Einer der reisenden Ritter, die auch mal andere Reisende ausraubten, anstatt ihren ritterlichen Pflichten nachzukommen. Interessant.
      „Oh, Herr Ritter! Da bin ich froh, dass ich auf einen Edelmann getroffen bin. Ich dachte schon, Ihr seid einer dieser Wegelagerer, von denen man so viel hört! Wenn eine arme, wehrlose Frau auf so einen getroffen wäre, hätte sie nicht gewusst, was sie machen soll!“
      Das Grinsen wurde breiter und nicht gerade angenehmer. Braune Zähne kamen zum Vorschein. Nicht, dass das ungewöhnlich war. Carolina war nur froh, dass es auch für die Hygiene Mittel gab.
      Der Grinsende sprach: „Ja, eine arme, wehrlose Frau. In der Tat! Und mit einem schönen Ross noch dazu. Normalerweise erleichtere ich meine Opfer“, das Grinsen ging um das ganze Gesicht, „nur um ihr Geld oder ab und zu ihr Leben, aber ich bräuchte mal wieder ein Pferd und du bist nicht hässlich anzusehen. Wenn auch vielleicht etwas zu alt für meinen Geschmack und was obenrum angeht vielleicht nicht gerade gut ausgestattet…“
      Der Ritter landete auf dem Rücken ein paar Meter weiter, wie von einer unsichtbaren Kraft zurückgestoßen. Das Grinsen war merkwürdigerweise verflogen.
      Carolina ritt vor und merkte an: „Oh gut, wenn ich einer wehrlosen Frau begegne, werde ich diese vor Euch warnen!“
      Carolina benutzte das „Euch“ mit Absicht. Im Gegensatz zu diesem Kerl hatte sie noch immer Anstand. Aber wenn er noch ein bisschen weiterging, sah sie sich wirklich gezwungen, auf das „Dich“ zu wechseln. Und wenn das passierte, Gnade ihm Gott.
      „Du Hexe! Du hast dafür gesorgt, dass ich hinfalle! Das wirst du mir büßen, du Miststück, du fla…du Weibsbild…du…du Hexe!“
      Der Ritter wagte es aber nicht, aufzustehen. Auch hatte er das „flachbrüstig“ nicht ausgesprochen. Er wusste, dass er sein Glück nicht auf die Probe stellen durfte.
      „Unglaublich, das hast du ganz alleine herausgefunden, oder? Hast du fein gemacht! So und jetzt wo du weißt, was ich bin, was machen wir dann mit dir?“
      Carolina redete extra laut, als sie die Möglichkeiten für sich aufzählte: „Also es gäbe da die Möglichkeit, dich in eine Kröte zu verwandeln, ein Klassiker! Dich in Stein zu verwandeln, das hätte auch was, ich benötige dringend eine neue Statue für den Eingangsbereich. Hm, oder dir dein Gemächt abfaulen lassen und dich elendig daran sterben lassen?“
      „Oh nein, bitte bitte, nein! Ich schwöre bei Gott, ich werde von jetzt an ein guter Ritter sein, die Schwachen beschützen, die Bösen bestrafen! Bitte, ich habe Familie, Kinder, eine kranke Mutter! Ich bin ein Opfer der Umstände! Als ich noch ein Junge war, wurden meine Eltern von einem bösen Ritter getötet…“ Als ihm bewusst war, dass seine von einem Ritter getötete Mutter offensichtlich krank im Bett lag, schwieg er.
      Carolina antwortet: „Mein Gott, du ziehst wirklich alle Register! Sicher, dass deine Frau und Kinder nicht bei einem Feuer ums Leben kamen? Oder du als Kind ausgesetzt wurdest und die anderen Kinder im Waisenheim ganz, ganz böse waren?“
      Dem Blick des Ritters entnahm sie, dass dies wohl seine nächsten Möglichkeiten gewesen waren.
      „Also gut“, seufzte sie, „was machen wir nun mit dir? Oh…oh ja…ich weiß! Ich habe die perfekte Strafe für dich!“
      Nun war es an Carolina zu grinsen.

      Nicht, dass er sich darum zu sorgen brauchte, ob eines der Schafe fehlte, oder doch? Als er die Herde ablief, um sich davon zu überzeugen, dass wirklich kein Schaf abhanden gekommen war, überfiel ihn Panik. Denn es fehlte wirklich eins. Es war offensichtlich, denn genau dieses Schaf war eine Aue mit einer besonderen Musterung von schwarzer Farbe, sternförmig, auf der Flanke. Sie war außerdem ein sehr genügsames Tier, welches leicht im Zaum zu halten war und sogar eine beruhigende Wirkung auf die anderen Schafe ausübte. Er wäre sogar so weit gegangen zu meinen, dass sie ein gewisses Maß an Intelligenz besaß. Für ein Schaf. Und jetzt war sie weg. Es dämmerte bald und sie war verschwunden.
      Er konnte jedes Schaf am Geruch erkennen. Er umkreiste die Herde, die Schnauze am Boden, schnüffelnd, witternd. Da war die Spur. Sie führte, wie hätte es auch anders sein können, in den Wald. Ach komm schon! Was will ein Schaf im Wald. Sie musste sich alleine auf den Weg gemacht haben, er konnte nur eine Spur wittern. Kein Anzeichen von einem Bären, Wolf oder Menschen. Er folgte der Spur tiefer in den Wald und spitzte dabei die Lauscher. Leise vernahm er das Mähen eines Schafes. Ein Mähen? Nein, es waren zwei deutlich unterschiedliche Mäh-Laute zu vernehmen. Der andere klang wie der Schrei eines Bocks. Aber irgendwie…merkwürdig. Anders. Als hätte jemand die Schreie eines Bocks gehört und versuchte sie zu imitieren. Etwas stimmte nicht. Argo beschleunigte seine Schritte.
      Er näherte sich der Stelle, von der die Laute kamen. Er konnte nun genauere Laute voneinander unterscheiden. Der „Bock“ nutze dabei Töne, welche man als den Namen der Aue bezeichnen konnte. Menschen konnten diese Ton- und Vibrationsunterschiede nicht hören, welche Schafe zur Unterscheidung in ihrer Herde nutzten. Doch für das feine Gehör eines Hundes waren diese wahrnehmbar und unterscheidbar. Die Geräusche veränderten sich. Die Aue schrie nun. Argo benötigte nun seinen Geruchssinn nicht mehr und fing an, zu rennen. Die Todesschreie des Schafes leiteten ihn.
      Als er an einer Stelle angekommen war, an der die Bäume nicht ganz so zahlreich standen, erspähte er den übel zugerichteten Schafs-Kadaver. Er näherte sich diesem vorsichtig und alarmiert. Irgendjemand oder irgendetwas machte sich offensichtlich die Mühe, ein einzelnes Schaf zu beobachten und mittels dessen Namens aus der Herde zu locken. Und dabei selbst zu klingen wie ein Schaf. Um es dann zu reißen, liegen zu lassen und nicht einmal zu fressen. Er näherte sich dem Kadaver und schnüffelte. Es roch nach totem Schaf und nach etwas Anderem, Vertrauten: Wolf! Aber kein gewöhnlicher Wolf. Der Geruch war vertraut und gleichzeitig fremd. Als handele es sich um eine Art Wolf, die er nicht kannte. Aber Wölfe jagten nicht alleine. Und aus der Richtung, aus der er gekommen war, trug der Wind ihm nun Gerüche zu. Ein ganzes Rudel konnte er aus dieser Richtung wittern. Und ihre Schatten zwischen den Bäumen sehen. Diese Wölfe hatten ihn in eine Falle gelockt. Schlaue Biester.

      Antares lief in gemütlichem Schritt-Tempo die Straße entlang. Allerdings zu gemütlich nach seinem Geschmack und für den Umstand, dass es nun dunkel war. Seine Ungeduld und sein Ärger schwappten auf Carolina über.
      „Antares, es tut mir leid. Was hätte ich denn Anderes tun sollen? Du weißt, wir konnten ihn nicht einfach laufen lassen. Stell dir vor, er würde rumerzählen, dass eine rothaarige Frau mit einem stattlichen Fuchs…“
      Wenn Antares reden würde, wäre ihm nun der Satz „Denkst du, dass Schmeicheleien die Situation besser machen?“ über die Pferdelippen gekommen, aber er schwieg.
      „…eine buchstäbliche Hexe mit Zauberkräften sei. Die Probleme, die entstehen würden. Und was die Mutter Oberin dann sagen würde, brauche ich dir nicht zu erzählen. Dann würde sie wieder sarkastisch werden. Und du weißt genau, wohin das führt!“
      Antares blickte zurück. Im Mondschein konnte er die Konturen des Ritters erblicken, welcher mit einem Seil, wie ein Päckchen fest zugeschnürt, an Antares‘ Sattel befestigt war. Antares musste Schritt laufen, da sonst der Gefangene nicht mitkam. Allerdings legte Antares gelegentlich einen schnelleren Gang ein und der Ritter machte plumps. Pferde hatten einen sehr einfachen Humor.
      „Ich kann nicht einfach jemanden angreifen, der sich ergibt. Soldatenehre. Und du weißt, was meine Schwester dazu sagen würde, wenn ich jemanden umbringe, nur weil ich keine Zeugen brauche. Das klingt schon wie in den Geschichten, wenn ein Bösewicht spricht.“ Der Fuchs ließ durchblicken, dass seine menschliche Gefährtin einem Bösewicht, wie man ihn aus den Geschichten kennt, gelegentlich sehr nahekam. Carolina fügte hinzu: „Außerdem habe ich heute schon genug verbranntes Menschenfleisch gerochen.“
      Antares ließ es dabei bewenden. Er verstand sie. Verbranntes Menschenfleisch verursachte auch ihm Unbehagen. Es erinnerte ihn an verbrannte Gehöfte. Verzweifelte Menschen. Eingeschlossene Pferde. Schreie. Von Mensch und Tier. Rauch und Flammen überall. Ein verbarrikadiertes Tor, welches endlich geöffnet wurde. Die überlebenden Pferde konnten raus. Der Mann ging rein, um nach weiteren Pferden zu suchen. Der Mann mit den sanften Händen, der immer den Punkt gefunden hatte, an dem es am meisten gejuckt hatte. Er war reingegangen, die Scheune war zusammengestürzt. Und der Geruch verbrannten Fleisches lag in der Luft. Er verstand sie und war froh, dass er nicht bei den Hexenverbrennungen mit dabei sein musste.
      Als es gen Mitternacht ging, kamen sie an der Abtei der Zisterzienserinnen an. Das Kloster lag in der Stille der Dunkelheit, schließlich gingen die Nonnen nach der Komplet zu Bett. Nur aus dem Haupthause drangen vereinzelt Lichter, natürlich auch aus dem Arbeitszimmer der Mutter Oberin. Sie arbeitete auch nachts und Carolina konnte sich nicht entsinnen, sie jemals schlafend erlebt zu haben. Aber Nonnen waren auch zähe Zeitgenossinnen und niemand war zäher als eine Mutter Oberin. Trotzdem lag eine tiefe Ruhe über der Abtei. Carolina hoffte, dass sich das bei ihrem Bericht bei der Oberin nicht ändern würde.
      Da allen, die um Hilfe und Obdach ersuchten, dieses zu allen Zeiten gewährt wurde, hatte immer eine der Nonnen die Nachtwache, was sie natürlich nicht davon entband, die Laudes zu beten. Des Weiteren garantierte es, dass spezielle Leute wie Carolina auch zu später Stunde ohne Probleme einkehren konnte. Carolina klopfte an der Pforte und es wurde ihr aufgetan.

      Argo saß in der Falle. Irgendwie hatte ein Rudel Wölfe es geschafft, eines seiner Schafe hierher zu locken, dann dasselbe mit ihm zu tun und ihn nun zu umzingeln. Wölfe waren klug und im Rudel dachten sie auch taktisch, aber das? Das war kein normales Verhalten.
      Es war nun fast vollständig dunkel. Argo konnte die leuchtenden Augen und dunklen Schatten sehen, ihren Geruch wittern. Aber sie umkreisten ihn nur und griffen nicht an. Worauf warteten sie? Ein Zeichen der Schwäche? Warum hatten sie ihn nicht angegriffen, sobald sie die Chance hatten. Warum hatten sie ihn überhaupt hierhergelockt? Irgendetwas stimmte nicht, er musste…
      Plötzlich fing das Rudel an zu heulen, ein Lärm erfüllte den ganzen Wald und in Argos sensiblen Ohren klingelte es. Doch nicht nur seine konventionellen Sinne waren ausgeprägt, er spürte, dass etwas nicht stimmte. Dass es einen Grund gab, ihn hier festzuhalten, weg von der Herde und dem Schäfer, der diese sicher inzwischen zum Hof trieb. Und das Rudel so laut heulte, dass er nichts hören konnte.
      Argo sprang nach vorne, Richtung Schafsweide. Die Wölfe waren zu überrascht, als er durch ihre Reihen brach. Sie konnten es nicht verhindern, doch sie folgten ihm. Und sie waren schnell. Jetzt rächte sich, dass er zu oft auf dem faulen Pelz lag. Sie schlossen auf. Er konnte ihre leuchtenden Augen neben ihm sehen. Ihr Hecheln hören. Sie kamen näher. Sie knurrten, wollten zubeißen. Einer der Wölfe schaute ihn an, war bereit zum Sprung. Und raste in einen Baum, den er übersehen hatte. Vielleicht doch nicht die Intelligentesten.
      Er passierte die letzten Bäume. Er kam auf die Weide und blickte zurück. Das Rudel hatte den Angriff abgebrochen und war im Wald geblieben. Die leuchtenden Augenpaare verschwanden eins nach dem anderen. Entweder wollten sie die Sicherheit des Waldes nicht verlassen. Oder es war zu spät.
      Als er sich der Herde näherte, war diese verstreut. Die Schafe liefen aufgeregt und kopflos durcheinander. Argo näherte sich der Stelle, die alle Schafe mieden. Der Geruch von Blut schlug ihm entgegen. Obwohl es nun fast vollständig dunkel war, konnte er auf dem Boden die Silhouette des Schäfers sehen. Seine Nase ergänzte das Bild, das seine Augen nur dunkel wahrnahmen. Dem Schäfer war die Kehle herausgerissen worden. Sonst roch er keine Wunde. Ein gezielter Biss hatte ihn…was? Ermordet? Mordeten Wölfe? Keins der Schafe war gerissen worden, sah man von dem Köder im Wald ab. Auch der Schäfer war nicht gefressen worden, nur getötet. Ein Wolf würde niemals einen Menschen töten, wenn es Schaf zu fressen gab. Und sicher würde er demjenigen nicht die Kehle rausreißen und dann ihn zum verbluten liegen lassen. Und schon gar nicht würde er den Hütehund weglocken, um das tun zu können. Er musste der Sache auf den Grund gehen. Aber erst musste er zum Hof. Der Schäfer konnte hier nicht so liegen bleiben. Und er wollte nicht als Monsterhund gesucht werden, der seinem Schäfer die Kehle herausgerissen hatte. Doch dann musste er der Spur folgen, bevor diese erkaltete. Es war dieselbe Spur, die er bei der Aue gerochen hatte. Und es war kein normaler Wolf gewesen.



      1Sie hatte es quasi dort geparkt.
      黄昏よりも昏きもの
      血の流れより紅きもの
      時の流れに埋もれし
      偉大なる汝の名において
      我ここに 闇に誓わん
      我等が前に立ち塞がりし
      すべての愚かなるものに
      我と汝が力もて
      等しく滅びを与えんことを
      Tasogare yori mo kuraki mono
      Chi no nagare yori akaki mono
      Toki no nagare ni umoreshi
      Idainaru nanji no na ni oite
      Ware koko ni yami ni chikawan
      Warera ga mae ni tachi fusagarishi
      Subete no orokanaru mono ni
      Ware to nanji ga chikara mote
      Hitoshiku horobi o ataen koto o

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von LinaInverse ()

    • Hallöchen @LinaInverse :D
      Geschichten mit Hexen mag ich gern und deine hat was. Was ich an deinem Schreibstil bemerksenwert finde, sind die teils doch recht kurzen Sätze. Normalerweise mag ich sowas gar nicht, aber du bekommst es trotzdem hin, dem Text damit farbe und Lebhaftigkeit zu verleihen. Vor allem die Abschnitte mit dem Hund lesen sich wunderbar und passen auch zum Charakter, aus dessen Sicht beschrieben wird.

      Spoiler anzeigen

      LinaInverse schrieb:

      Schon als es zum Prozess gekommen war, als falsche Anschuldigungen vorgebracht worden waren, als falsche Zeugen ausgesagt hatten, hatte sie geschwiegen.
      Wo ich allerdings was zum mäkeln hätte, ist eine gewisse Verbfaulheit. Du benutzt sehr oft "hatten" oder "war/ waren/ etc.". Das lässt die Sätze manchmal etwas gleich und unkreativ wirken.
      An der Stelle könnte man sie z.Bsp. so umeghen: "Schon während des Prozesses, als falsche Anschuldigungen ertönten, als falsche Zeuge aussagten, hatte sie geschwiegen." Wie man sieht hab ich mich etwas um die Vorvergangenheit herum geschummelt, weil mit der ist es echt schwer.

      Dafür hast du im Prolog ziemlich gut mit der Erwartung des Lesers gespielt. Ich bin natürlich zu Beginn davon ausgegangen, dass die hexe selbst auf dem Scheiterhaufen steht und gleich verbrannt wird. Vor allem diese Formulierung hat mir gefallen:

      LinaInverse schrieb:

      Und auch als die Todesschreie über den Platz fegten, schwieg sie.

      LinaInverse schrieb:

      Antares, der Fuchs,
      Hat die Namensgebung eigentlich etwas zu bedeuten? Mich interessiert sowas in Geschichten immer und in diesem Fall kam beim googeln ein Stern im Bild Skorpion bei heraus, dessen Name man aus dem griechischen mit "gegen Mars" übersetzt. :whistling:

      LinaInverse schrieb:

      Allerdings hatte Antares gelegentlich einen schnelleren Gang eingelegt und der Ritter war hingefallen. Pferde hatten einen sehr einfachen Humor.
      Hier wieder so ein Satz, wo die Verbfaulheit besonders hervorsticht. In den Abschnitten mit dem Hund war das deutlich besser und die verwendeten Verben abwechslungsreich. Liegt vermutlich auch daran, dass dein Schreibstil da etwas anders ist.
      Ich würde hier einfach auch wieder die Vorvergangenheit meiden, da sie ja nach wie vor am Reiten sind.


      Das war`s auch schon. Ich werde auf jeden Fall versuchen dran zu bleiben. Allein schon weil mir die Charaktere und auch dein Screibstil super gefallen. :)
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Xarrot ()

    • Hey Xarrot, danke für die Kritik. Da du selbst einen so guten Schreibstil hast, ist mir deine Kritik besonders wichtig!
      Antares ist eins der Pferde aus "Ben Hur".
      Nur eine kleine Kritik an deiner Kritik: Die Verbfaulheit kommt aus dem hier absichtlich angewendeten Plusquamperfekt, welches mit einer Form von "hatten" oder "waren" + Partizip II gebildet wird. Deine Verbesserungen sind Präteritum, die ich aus dem Grund der Vorzeitigkeit nicht anwenden möchte. Aber ja, ich weiß, dass es blöd klingt.
      黄昏よりも昏きもの
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von LinaInverse ()

    • LinaInverse schrieb:

      Deine Verbesserungen sind Präteritum, die ich aus dem Grund der Vorzeitigkeit nicht anwenden möchte. Aber ja, ich weiß, dass es blöd klingt.
      Ja, das war ja, was ich meinte xD
      Diese ganzen Formen von "war" und "hatte" sind in der Vorvergangenheit, also Plusquamperfekt, eigentlich unumgänglich. Deshalb war mein Tipp auch, diese Zeitform auf längere Strecken eher zu meiden oder zu umgehen, sonst kommt man auch selbst beim Schreiben (ich kenn das ja auch zur Genüge) ziemlich in die Bredouille. Gerade an solchen Stellen, wie während dem Reiten geht das eigentlich ganz gut, weil sie ja immer noch reiten. Da stört es nicht, wenn man das ganze im Präteritum schreibt.
      Aber du hast schon recht, Verbfaulheit war hier das falsche Wort für. Sry dafür :whistling:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Ich gebe zu ich schreibe Plusquamperfekt schon automatisch, wenn etwas vor dem eigentlichen Erzählstrang passierte. Latein mit seinem "Nachdem Galien erobert worden war, ging Caesar..." hat sich halt doch ausgewirkt :D

      Aber ich schau mal, wo das Plusquamperfekt nicht notwendig ist und ersetze es.
      黄昏よりも昏きもの
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    • Grüß dich @Linalnverse, :hi1:

      Du hast wirklich einen sehr knappen Schreibstil, aber größtenteils gefällt er mir, genau wie @Xarrot sehr gut. Ein paar sinnvolle Anmerkungen sind vielleicht dabei ;)

      LinaInverse schrieb:

      Die Hexe schwieg. Als die Bürger der Stadt Holz und Öl brachten.Diese beiden Sätze könntest du ganz einfach verbinden, dann hört es sich nicht abgehakt an, aber passt auch so.
      Als sie es zu einem Haufen um den Pfahl aufschichteten. Als Dreimal nacheinander "als" für Satzanfänge benutzen, finde ich, hört sich komisch an.

      die Meute schrie „Verbrennt die Hexe!“, die Männer, Frauen und Kinder, die Adligen und die Bauern, der Klerus und die Laien. Ihr Schweigen sollte die Schreie übertönen, die Schreie nach einem Opfer. Voller Wut waren sie, voller Hass, voller Enttäuschung.
      Schon als es zum Prozess gekommen war, als falsche Anschuldigungen vorgebracht worden waren, als falsche Zeugen ausgesagt hatten, hatte sie geschwiegen.Hier sind wieder einige "als", ist das irgendwie dein Lieblingswort? Mich stört das in meinem Lesefluss.
      Was hätte es genützt? Hätte eine Aussage das Urteil widerrufen? Hätten irgendwelche Worte die Richter umstimmen können, ihr Vorurteil zu verwerfen? Hätte sie die Meute umstimmen können, welche ihre Wut über Missernten, Krankheiten und Bürgerkrieg in ihre Anschuldigungen legte, ihren Hass auf den Adel in ihre Lügen hineinfließen lies, ihre Enttäuschung über den Klerus, welcher all die Nöte nicht verhindern konnte durch Gottes Gnaden, die vergifteten Worte formte Ist es hier nicht "ergiftete Worte"formte ??
      Meute, war nicht so dröhnend, wie sie erhofft hatte.
      Eine Möglichkeit gab es immer. Sie war eine Hexe. Sie hatte Kräfte, Fähigkeiten. Sie könnte diese einsetzen.Hier wieder dreimal nacheinander das gleiche Wort als Satzanfang benutzt, dass könntest du ganz leicht verbessern, außer du willst es so.
      Aber sie schwieg. Was konnte sie anderes tun. Natürlich durfte niemand erfahren, dass sie eine Hexe war. Zu viel stand auf dem Spiel. Zu viel würde zerstört werden dabei. Hier fände ich es besser, wenn es " Zu viel würde dabei zerstört werden" heißen würde.
      So schwieg sie, während das Feuer das mit Öl getränkte Holz hochleckte, es die Kleider in Brand steckte, die Haare in Flammen aufgingen. Und auch als die Todesschreie über den Platz fegten, schwieg sie.
      Die Hexe stand noch lange auf dem Platz, als die Meute sich zerstreut hatte. Nachdem von dem Scheiterhaufen und der Frau nicht mehr übriggeblieben war als ein Häufchen Asche. Nachdem Stille eingekehrt war. Totenstille. Erst nachdem der Wind und der Regen, die Asche davongetragen und schließlich die Reste weggewaschen hatte, streckte sie ihr Gesicht in den Regen. Es waren Regentropfen, die ihr die Wange runterliefen. Es mussten Regentropfen sein. Sie weinte nicht! Sie hatte seit vielen Jahren nicht mehr geweint. Aber sie schnaubte verächtlich: „Du dumme Frau!“ Dann schwieg sie wieder. Und wandte die Augen ab.
      Den Teil finde ich insgesamt jedoch trotzdem recht annehmbar. Spannung wird schon aufgebaut, man stellt sich Fragen et cetera.

      LinaInverse schrieb:

      Es wäre kein Pferd einer Hexe, wenn sie es hätte anbinden müssen.
      Sehe ich auch so

      LinaInverse schrieb:

      Antares, der Fuchs, beförderte sie schließlich nun schon seit 20 Jahren.
      Könntest noch schreiben, dass er in seinen besten Jahren ist, da ein Pferd 30-40 Jahre alt wird. Nur ein Vorschlag :)

      LinaInverse schrieb:

      „Wenn du dann fertig bist mit deinem schweineteuren Pferdefutter, könnten wir dann aufbrechen?“
      Gefällt mir sehr, wenn du solche Wörter benutzt (schweineteuer) Verleiht irgendwie einen besonderen Eindruck denke ich :)

      LinaInverse schrieb:

      Es würde ihr nicht gefallen. Oder doch?
      Es würde ihr nicht gefallen, oder etwa doch ? Warum nicht einfach so ? Aber natürlich deine Sache wenn du es so magst, dann ignorier diese Anmerkung einfach...

      LinaInverse schrieb:

      Er war ein immerhin Hütehund.
      Er war immerhin ein Hütehund.



      LinaInverse schrieb:

      Sofern ein Hund Stolz erfahren konnte, hatte er Stolz.
      Das hört sich für mich relativ wage an, wie wäre es mit "Sofern ein Hund Stolz besitzen konnte, besaß er diesen." ??



      LinaInverse schrieb:

      Es war eine stürmische Nacht gewesen. Die Winde heulten.
      Wie wäre es mit "Die Winde hatten laut aufgeheult" ? Für mich hört sich "Die Winde heulten", nicht so gut an, wegen dem Satz davor.


      LinaInverse schrieb:

      Blitze schlugen ein wie der Zorn des Zeus.
      Schöner Vergleich :thumbsup:

      LinaInverse schrieb:

      Eins der dummen Schafe war entkommen. Ein Lamm.
      Eines !? "Eins" hört sich für mich ein bisschen abgeschnitten an


      LinaInverse schrieb:

      Das mochte er an diesen. Menschen konnten so kompliziert sein, so unberechenbar. Das mochte er an jenen.
      Magst du auch Schafe ?

      LinaInverse schrieb:

      Im Grunde konnte man gar nicht anders, als darauf zu warten, dass ein Mädchen mit blonden Haaren den Berg raufgesprungen kam, laut „Großvater!“, muss hier nicht ein Komma hin ?

      LinaInverse schrieb:

      Normalerweise erleichtere ich meine Opfer“, das Grinsen ging um das ganze Gesicht, „nur um ihr Geld oder ab und zu ihr Leben, aber ich bräuchte mal wieder ein Pferd und du bist nicht hässlich anzusehen. Wenn auch vielleicht etwas zu alt für meinen Geschmack und was obenrum angeht vielleicht nicht gerade gut ausgestattet…“ Nur drei Punkte … !

      LinaInverse schrieb:

      Nicht, dass er sich darum zu sorgen brauchte, ob eines der Schafe fehlte, oder doch? Als er die Herde ablief, um sich davon zu überzeugen, dass wirklich kein Schaf abhanden gekommen war, überfiel ihn Panik. Denn es fehlte wirklich eins.
      "eines" würde mir mehr gefallen, wie ich schon erwähnte.

      LinaInverse schrieb:

      Sie führte, wie hätte es auch anders sein können, in den Wald. Ach komm schon!
      Gefällt mir hier gut mit dem Kommentar "Ach komm schon" , unterstützt nochmal das Denken des Lesers finde ich.

      LinaInverse schrieb:

      Antares blickte zurück.
      Der Name gefällt mir, genauso wie ich den Charakter der Hexe feier.

      LinaInverse schrieb:

      Einer der Wölfe schaute ihn an, war bereit zum Sprung. Und raste in einen Baum, den er übersehen hatte. Vielleicht doch nicht die Intelligentesten.
      Das war einen Lacher wert Haha!

      LinaInverse schrieb:

      Es war dieselbe Spur, die er bei der Aue gerochen hatte. Und es war kein normaler Wolf gewesen.
      SCHREIB WEITER!!! Will wissen was es ist!
      Den Text könnte man an manchen Stellen, fast mit einem spannenden Buch vergleichen

      Mfg Kleiner Liki :hi1: