HEAVEN - (Band 1)

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    • Guten Morgen @Rainbow

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      Wow … Mach mal halblang Elias!

      Zuerst das Lob: Du hattest wieder einige tolle Beschreibungen drinnen, die mir sehr gut gefallen haben und mich eigentlich fast gezwungen haben, mir diese aufzuschreiben :D

      Aber: erinnerst du dich, was ich nach deinem ersten Elias- Zusatzkapitel gesagt habe? - Das drei womöglich zu viel werden? Genau den Gedanken hatte ich jetzt. Verstehe mich nicht falsch, denn es las sich super flüssig und hatte alles Hand und Fuß. Ich habe aber nicht damit gerechnet, dass Elias sooo krass eifersüchtig ist. Sicher, alles ist möglich. Für mich persönlich war das ein Eifersuchtskapitel zu viel X/

      Ich hoffe, du kannst mit meinem Kommentar etwas anfangen :)



      LG :)
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-

      Meine Geschichte
      Die Kriegerin von Catrellak
    • Danke @Thorsten und @LadyK für eure Rückmeldungen. :) Ihr habt ja beide quasi das Gleiche gesagt, was ich schon mal recht hilfreich finde. Und wenn man mir etwas so nett sagt und nicht belehrend den Zeigerfinger hebt, dann bin ich sogar in der Lage, das anzunehmen ....also keine Sorge, dass ich das falsch verstehe. Alles gut! ^^

      Wahrscheinlich habt ihr ja sogar recht. Auch mir kam dieser Teil zu lang vor, aber ich stelle fest, dass es mir wahnsinnig schwerfällt, mich kurzzuhalten. Ich habe eine Idee, und dann kommt das eine zum anderen und dann gerate ich in einen Schreibfluss...und dann kommt sowas dabei raus. Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum ich zuletzt Zweifel daran hatte, diese Kapitel überhaupt mit reinzunehmen, obwohl sie stellenweise aufschlussreich und amüsant geschrieben sind.

      Ich werde mir in den nächsten Wochen mal eine kleine Auszeit gönnen und schauen, wie ich das alles zurechtbasteln kann. Kann sein, dass ich dem einen oder anderen von euch ziwschendurch mal über die Konversation damit auf die Nerven gehen werde...also haltet euch bereit :D

      Dennoch freue ich mich natürlich über weitere Rückmeldungen. Vielleicht gibt es ja noch andere Meinungen dazu.

      LG,
      Rainbow
    • :gutenmorgen: @Rainbow
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      Also auf mich wirkt es derzeit so: Silas wird als schmieriger, falscher Typ vorgestellt (was jetzt nicht zwingend so da stehen muss), weil Elias ihn so sieht. Aber Silas scheint ganz vernünftig und nett zu sein. Elias kenne ich als eleganten, überaus netten Type mit ausgeprägten Beschützerinstinkt gegenüber Emilia. Aber durch seine krankhafte Eifersucht aus dem letzten Part blieb ein mulmiges Gefühl... eines das mir sagt, dass ich jetzt doch lieber Silas an Emilias Seite sehen wollen würde, statt Elias :pardon: , weil mit der ausgeprägten Eifersucht kann die Beziehung nur schief gehen, sofern die beiden mal zusammenkommen sollten... Zumal irgendwie sämtliche Spannungen von Elias kommen..., wenn ich mich da nicht irre :hmm:
      (Edit) am liebsten wär mir, wenn der letzte Part wieder weg kommt und seine anfangs verständliche Eifersucht so im Raume stehen bleibt, oder zumnidest nicht ganz so krass rüberkommt :pardon:
    • Hey Rainbow!

      Ich glaube, ich muss mich der allgemeinen Kürzungsfraktion anschliessen.
      Das Kapitel ist hübsch geschrieben und die Art, wie du Elias' Eifersucht darstellst, gefällt mir.
      Allerdings ist der Anlass doch etwas zu nichtig. Silas sollte da schon etwas aufdringlicher werden, um so geballte Gefühle zu provozieren.
      Ausserdem hat er tatsächlich noch nicht wirklich etwas getan, um Elias tiefe Abneigung und dessen Verdacht, er sei "böse" wirklich zu verdienen. Es handelt sich also da lediglich um Elias' Intuition. Und "Intuition" alleine ist mir etwas zu wenig. Kannst du es nicht etwas konkreter machen, es an etwas festmachen, das vielleicht nur Elias merkt?
      Die Frage ist: Ist das überhaupt nötig?
      Ich verstehe allerdings auch, warum du diesen Text nicht so gerne streichen willst. Er enthält ein paar sehr hübsche Stellen (irgendwie gefallen mir vor allem die Gewaltfantasien gegen Silas - weiss auch nicht warum) - aber ich meine trotzdem, hier könntest du dich etwas kürzer fassen.
      Meine Geschichte: Meermädchen
    • Ich kann jetzt nicht sagen, wie es vorher war. Allerdings finde ich es als Abschluss des Elias Kapitels in der jetzigen Form für ausreichend. Die wesentlichen Sachen wurden ja bereits in den Abschnitten vorher vermittelt. Auch die unterschiedlichen Betrachtungsweisen von Emilia und Elias sind insgesamt sehr witzig. Auch das übernatürliche in ihrer Bindung wird recht klar, was ihren sich entwickelnden Gefühlen ja keinen Abbruch tut. Die Eifersucht von Elias im Abschnitt davor hat mir auch gut gefallen, passt einfach gut zu seinem dargestellten Charakter und ist in seiner übertriebenen Form auch sehr unterhaltsam.

      Für mehr blümchenpflückende Orks, blutrünstige Elfen und vegetarische Drachen!
    • Danke @Kramurx, @Kirisha und @Alexander2213 für eure Einschätzung. Ich habe inzwischen ein paar Änderungen vorgenommen und zum Beispiel das letzte Kapitel "Eifersucht" stark gekürzt. Es endet jetzt unmittelbar nach dem zweiten Teil.

      Bezüglich der Kapitelabfolge habe ich mich nun auch entschieden. Es war nicht leicht, das zu entscheiden und es gibt immer Pro und Contra, aber ich habe nun folgende Variante gewählt:

      Kapitel 6 - Der persönliche Albtraumheld
      Kapitel 7 - Spaziergang im Park
      Kapitel 8 - Eifersucht
      kapitel 9 - Die drei Legionen
      Kapitel 10 - Kalter Entzug

      Das Kapitel 10 habe ich insofern auch etwas umschreiben müssen, weil der ganze Rückblick hier nun weggefallen ist.Außerdem habe ich den Fernsehbericht noch etwas ausgeschmückt.

      Und hier kommt dann jetzt endlich die Fortsetzung mit dem Kapitel 11 :)


      Kapitel 11
      Die Liebe und andere Katastrophen


      Die Akademie mit dem großen Haupthaus und den vielen kleinen Nebengebäuden, die über das gesamte Areal verstreut waren, glich einer Art Campus.
      So weit das Auge reichte, erstreckten sich weitläufige Rasenflächen über das parkähnlich angelegte Außengelände, das von kunstvoll geschnittenen Hecken und Sträuchern geziert wurde. An Bäumen, die so groß waren, wie dreistöckige Wohnhäuser, rankten fremdartige Pflanzen empor, die wunderschöne Blüten und ungewöhnliche Früchte trugen, während der süße Klang trällernder Vögel die Baumkronen mit ihrem Lied erfüllte.
      Eine Vielzahl an Sitzmöglichkeiten und überdachten Pavillons, mit Blick auf den großzügig angelegten Teich in der Mitte des Parks, luden zum Verweilen ein und die in Marmor gemeißelten Engelsstatuen sowie die verspielten Springbrunnen verstärkten den Eindruck, dass man sich an einem verträumten, fast schon paradiesischen Ort befand.
      Die Schönheit seiner Umgebung nahm Elias nur am Rande wahr. Er saß auf einer abgelegenen Bank, ein aufgeschlagenes Buch ruhte auf seinem Bein und sein Blick war starr auf den Text gerichtet. Doch so sehr er es auch versuchte, es war ihm beim besten Willen nicht möglich, sich auf den Inhalt der Worte zu konzentrieren, die vor ihm geschrieben standen. Seine Gedanken drifteten immer wieder ab und landeten ein ums andere Mal bei Emilia.
      Er durfte jetzt nicht schwach werden!
      Immerhin hatte er es jetzt schon ganze zwei Tage ausgehalten und es würde mit der Zeit bestimmt erträglicher werden.
      Seit der unfreiwilligen Verschmelzung mit ihrem Geist vor wenigen Wochen, glaubte er zwischen Licht und Schatten zu wandeln.
      Noch nie zuvor hatte er sich so sehr zu jemandem hingezogen gefühlt und solche inneren Kämpfe ausfechten müssen, um gegen dieses übermächtige Verlangen anzukommen. In ihrer Nähe fühlte er sich das erste Mal seit Anbeginn seiner Existenz vollständig, fast so, als habe vorher ein bedeutender Teil von ihm gefehlt.
      Seufzend sank er gegen die Lehne der Bank, den Blick hinauf in den strahlend blauen Himmel gerichtet. War es tatsächlich möglich, dass seine Gefühle und die Tatsache, dass er sich zu ihr hingezogen fühlte, ausschließlich auf das von Jesaja beschriebene Phänomen der Verschmelzung zurückzuführen waren? Und wenn es so war, bedeutete das nicht zuletzt, dass er zum Sklaven seiner eigenen Emotionen würde, die am Ende noch nicht einmal echten Ursprungs waren?
      Der Gedanke jagte einen Schauder durch seine feinstofflichen Glieder. Er konnte und wollte das nicht glauben. Die Vorstellung seine Selbstbestimmung an den Nagel zu hängen, um zu einem willenlosen Schatten seiner selbst zu werden forderte seinen Stolz heraus und ließ ihn rebellieren.
      Aber damit nicht genug, war er offensichtlich noch auf eine ganz andere Weise mit ihr verbunden. So spürte er jederzeit, auch wenn er nicht in ihrer unmittelbaren Nähe war, was in ihr vorging, als verfüge er über feine Antennen, die auf sie ausgerichtet waren.
      Manchmal, wenn er sich fokussierte und sich auf sie konzentrierte, war es ihm möglich, direkt in ihren Geist einzudringen, ihre Gedanken zu hören und sie an den seinen teilhaben zu lassen. Letzteres hatte er bisher nur ein einziges Mal zugelassen, nämlich als sie in der Notfallambulanz, körperlos und für alle anderen unsichtbar, unter der Decke des Krankenhauses geschwebt waren, am Grenzübergang zwischen dem Diesseits und dem Jenseits.
      Begleitet von einem resignierten Schnaufen schüttelte er mit dem Kopf.
      Es war ja so klar, dass das ausgerechnet ihm passieren musste. Wenn es stimmte, was man sich erzählte, dann ereignete sich diese Art ´spiritueller Vereinigung` zwischen himmlischen Wesen und Menschen nur äußerst selten und auch nur, wenn eine Aneinanderreihung ungünstiger Faktoren zusammenkam.
      Er musste sich dringend irgendjemandem anvertrauen, wenn er verhindern wollte, vollends den Verstand zu verlieren. Vielleicht fände sich eine Möglichkeit, diese Verbindung wieder rückgängig zu machen.
      Andernfalls würde ihm vielleicht jemand die Frage beantworten können, wie im Namen aller Erzengel er in Zukunft weitermachen sollte, wenn ein menschlicher Geist, wie ein siamesischer Zwilling, mit dem seinen verbunden war.
      Von Weitem erblickte er Jesaja in seinem hellen Gewandt, der den gewundenen Pfad zu ihm hinaufwanderte. Mit jedem Schritt, den er sich näherte, fragte Elias sich, ob er im Begriff war, das Richtige zu tun.
      „Hallo, mein Freund“, sagte der junge Engel freundlich, als er neben ihm auf der Parkbank Platz nahm und ihm zur Begrüßung die Hand auf die Schulter legte. „Es ist schön, dich zu sehen! In letzter Zeit haben sich nicht sehr viele Gelegenheiten ergeben. Wenn du nicht gerade in der Akademie warst, dann bist du ziemlich viel in der Welt der Irdischen unterwegs gewesen, was?“ Seine türkisfarbenen Augen musterten Elias neugierig aber wohlwollend.
      Keine Frage, er war ihm in der kurzen Zeit, die sie sich erst kannten bereits ans Herz gewachsen und seine offene, vertrauensvolle Art ermöglichte es Elias, sich nun einen Ruck zu geben.
      „Ja. Du hast recht! Ich bin wirklich nicht viel hier gewesen.“ Hörbar atmete er aus und fuhr sich nervös durch die Haare, die ihm offen auf die Schulter fielen. Dann wandte er sich Jesaja zu. „Hör zu, ich muss mit dir dringend über eine Sache sprechen. Kannst du etwas für dich behalten?“, fragte er halb im Flüsterton, obwohl das eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre, da weit und breit niemand anders zu sehen war.
      Jesajas Blick wurde ernster und auch er rückte nun seinerseits näher an Elias heran. „Wenn du mich darum bittest, werde ich verschwiegen sein, und wenn ich dir helfen kann, dann werde ich tun, was in meiner Macht steht. Also, um was geht`s?“
      „Was würdest du sagen, wenn ich dir erzähle, dass bei meinem ersten Einsatz in der Übergangsdimension … an dem Tag, als wir uns kennengelernt haben ... also … wenn ich dir sagen würde, dass bei dem Versuch, die Seele ins Jenseits zu überführen …“ stammelte er und brach schließlich ab, da ihm die richtigen Worte nicht einfallen wollten.
      „Jetzt sag` schon! Was ist denn passiert? Elias, du kannst mir vertrauen“, versuchte Jesaja ihn zum Weiterreden zu bewegen.
      Einen tiefen Atemzug nehmend wappnete sich Elias für das, was er als nächstes sagen würde. Dann schoss es aus ihm heraus.
      „Also, ich bin mir ziemlich sicher, dass in jener Nacht eine ´Verschmelzung` stattgefunden hat.“
      Kaum hatte er die Worte ausgesprochen hatte, fühlte er sich umgehend erleichtert, als würde eine schwere Last von ihm abfallen, die er jetzt schon seit Wochen mit sich herumgeschleppt hatte. Jesaja sah ihn aus seinen großen kristallklaren Augen an. Es war offensichtlich, dass es ihm für einen Moment die Sprache verschlagen hatte.
      „Hör zu, ich stehe kurz davor, den Verstand zu verlieren“, setzte Elias erneut an. „Ich hatte nie etwas mit den Menschen zu tun. Sie haben mich schlichtweg einfach nicht genügend interessiert, als dass ich mich hätte näher mit ihnen beschäftigen wollen. Und seit diesem Erlebnis ist es plötzlich so, als sei meine ganze Weltansicht, der Inhalt meiner bisherigen Existenz infrage gestellt. Alles, was mir vorher wichtig war, ist es nun nicht mehr. Ich weiß einfach nicht mehr, wer ich bin. Alles, was mich derzeit beschäftigt, ist sie. Und alles, was ich möchte, ist in ihrer Nähe zu sein. Ich spüre, dass es ihr nicht gut geht und es zerreißt mich fast. Jesaja, was soll ich denn machen?“ Die Verzweiflung war Elias ins Gesicht geschrieben und nachdem er allen Mut zusammen genommen hatte, sein Gefühlsleben zu offenbaren, sackte er sichtlich in sich zusammen.
      „Wer ist sie?“, fragte Jesja schließlich in ruhigem Ton, während er Elias von der Seite betrachtete.
      Sie heißt Emilia und … sie ist einfach unglaublich. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich das beschreiben soll. Sie ist wunderschön, auch wenn sie das selber nicht weiß. Sie ist wahnsinnig dickköpfig, eigensinnig und … unvernünftig. Andererseits ist sie sensibel, verletzlich und voller Gefühl. Sie bringt mich zum Lachen und schafft es gleichzeitig, mich zum Nachdenken zu bringen.“ Elias stockte, als ihm auffiel, dass er ohne Punkt und Komma redete und regelrecht ins Schwärmen gekommen war. Plötzlich war ihm seine eigene Ehrlichkeit unangenehm und er versuchte, an Jesajas Gesicht eine Reaktion ablesen zu können. Dieser bedachte ihn mit einem ernsten aber einfühlsamen Ausdruck, bis sich schließlich seine Miene aufhellte und er zu lächeln begann.


      Hier geht`s weiter:
      Kapitel 11.1
    • Guten Morgen @Rainbow

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      Ohhh. Elias ist verliebt :love:

      Scheint zumindest so und ich finde es süß. Jesajas Reaktion fand ich auch ziemlich süß. Die beiden scheinen sich gut zu verstehen. Schön zu wissen, dass Elias dort jemanden hat, dem er sich anvertrauen kann.

      Die Frage, die ich mir hier stelle: Gibt es Konsequenzen für solche Gefühle gegenüber Menschen? Oder versucht man, diese Verbindung zu lösen?
      Wäre jedenfalls interessant, zu sehen, wie Elias in einer solchen Situation reagieren würde. :huh:

      Ich musste auch so ein bisschen Schmunzeln. Die Engelfürsten haben ihn dorthin beordert um ein bisschen an sich selbst zu arbeiten und schwupp, rennt er in die nächste Katastrophe :D

      Mal sehen, was noch passiert :)



      LG :)
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    • Hey Rainbow,
      wieder ein schöner Text.
      Eigentlich könntest du den einfach so stehen lassen!
      Aber ich schreibe dir jetzt trotzdem mal meine unrelevanten Gedanken, die mir beim Lesen so durch den Kopf gingen.

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      Rainbow schrieb:

      Die Akademie mit dem großen Haupthaus und den vielen kleinen Nebengebäuden, die über das gesamte Areal verstreut waren, glich einer Art Campus.
      Uff. Was ist das denn für ein Campus? Park, paradiesische Bäume, Pavillons und ein Teich ... also der Campus in z.B. Frankfurt sieht doch deutlich prosaischer, um nicht zu sagen betonierter aus. Falls sie den nicht inzwischen aufgemotzt haben. Vielleicht meinst du als Bezugsgrösse eher den Campus von Harvard?
      (Ist nur Spass - lass es bitte so stehen, genauso soll ein himmlischer Campus aussehen.)


      Rainbow schrieb:

      fremdartige Pflanzen empor, die wunderschöne Blüten und ungewöhnliche Früchte
      Hier beschreibst du doch vermutlich am ehesten aus der Perspektive von Elias. Und der wird die Pflanzen sicherlich nicht fremdartig finden und die Früchte sind für ihn total gewöhnlich. Also vielleicht handelt es sich um eine Art Manna- oder Ambrosia-Pflanzen oder andere "engelhafte" Gewächse?


      Rainbow schrieb:

      fast schon paradiesischen Ort befand.
      Yes. Möglicherweise ist ja der Garten Eden auch gerade nebenan ... wär doch gar nicht so unplausibel?


      Rainbow schrieb:

      glaubte er zwischen Licht und Schatten zu wandeln.
      Der Vergleich trifft es glaube ich nicht ganz. Ich denke nicht, dass er das Gefühl hat, Emilia würde ihn in den Schatten ziehen.
      Aber vielleicht wandelt er "neben sich" oder ist aus seinem Leben herausgefallen oder haben sich seine Perspektiven umgedreht, sodass ihm die Erde plötzlich wie der Himmel vorkommt, jedenfalls in ihrer Nähe - oder so ähnlich?


      Rainbow schrieb:

      Jesaja sah in a
      Jesaja sah ihn

      +++

      Und an diesem Punkt brichst du einfach ab?
      Ich bin wirklich neugierig, was Jesaja dazu sagen wird. Das muss sich für ihn ja absolut eigenartig anhören.

      Sehr hübsche Geschichte!!!
      Meine Geschichte: Meermädchen
    • Danke @LadyK und @Kirisha für eure Rückmeldungen


      LadyK
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      LadyK schrieb:

      Die Frage, die ich mir hier stelle: Gibt es Konsequenzen für solche Gefühle gegenüber Menschen? Oder versucht man, diese Verbindung zu lösen?
      Ich schätze, die Situation, in die Elias hier hereingeraten ist, enstpricht nicht der Standardsituation. Für gewöhnlich würde man sicher versuchen, diese Verbindung zu trennen....in Elias` Fall wird das aber nicht so einfach sein ....Abwarten



      Kirisha
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      Kirisha schrieb:

      Eigentlich könntest du den einfach so stehen lassen!
      Aber ich schreibe dir jetzt trotzdem mal meine unrelevanten Gedanken, die mir beim Lesen so durch den Kopf gingen.
      Alle Gedanken sind willkommen ... und insofern sicher nicht "unrelevant".

      Die Sache mit der Perspektive war mir in dem Fall sogar klar.. Aber ich dachte mir....pfeif drauf! Wenn es irgendwie vertretbar ist, würde ich es erst mal so stehen lassen.

      Kirisha schrieb:

      er Vergleich trifft es glaube ich nicht ganz. Ich denke nicht, dass er das Gefühl hat, Emilia würde ihn in den Schatten ziehen.
      Aber vielleicht wandelt er "neben sich" oder ist aus seinem Leben herausgefallen oder haben sich seine Perspektiven umgedreht, sodass ihm die Erde plötzlich wie der Himmel vorkommt, jedenfalls in ihrer Nähe - oder so ähnlich?
      Ich fand das "Licht und Schatten" eigentlich sehr passend, da er seine Gefühle ja nicht wirklich genießen kann. Sie sind neu und fremd und stellen alles auf den Kopf für ihn. Wer kennt nicht diese Berg-und Talfahrt, wenn man verliebt ist, aber noch nicht so genau weiß, wie der andere denkt. Man deutet jede Geste und ist unsicher. Bei Elias stelle ich mir das noch 10x schlimmer vor, weil er überhaupt keine Ahnung hat, was da gerade mit ihm geschieht. Licht und Schatten spiegeln für mich diesen Zustand ganz gut wider.


      Kirisha schrieb:

      Und an diesem Punkt brichst du einfach ab?
      Ich bin wirklich neugierig, was Jesaja dazu sagen wird. Das muss sich für ihn ja absolut eigenartig anhören.
      Ich hasse es auch meistens, einen Cut zu setzen. Aber ich kann euch ja nicht immer mit so viel Text erschlagen :pardon:


      Kirisha schrieb:

      Sehr hübsche Geschichte!!!
      Danke




      Kapitel 11.1

      Elias stockte, als ihm auffiel, dass er ohne Punkt und Komma redete und regelrecht ins Schwärmen gekommen war. Plötzlich war ihm seine eigene Ehrlichkeit unangenehm und er versuchte, an Jesajas Gesicht eine Reaktion ablesen zu können. Dieser bedachte ihn mit einem ernsten aber einfühlsamen Ausdruck, bis sich schließlich seine Miene aufhellte und er zu lächeln begann.
      „Also, wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich ja sagen du bist verliebt, mein Freund.“
      „Was?“, brachte Elias erschrocken hervor. Die Aussicht, von einer übermächtigen Armee widerwärtiger Dämonen eingekesselt zu werden, stellte er sich nur unwesentlich schlimmer vor. Entsetzt sprang er von der Bank, während er wild gestikulierend vor Jesaja auf und ablief.
      „Ich kann nicht verliebt sein. Ich bin ein Krieger des himmlischen Heeres. Gefühle dieser Art kann ich mir nicht erlauben … das … das macht mich doch völlig angreifbar. Außerdem sind solche Empfindungen für Engel gar nicht möglich. Was stimmt also nicht mit mir?“
      „Ehrlich gesagt, weiß ich das auch nicht so genau. Ich habe allerdings eine Theorie“, sagte Jesaja und tippte sich mit dem Zeigefinger an die Lippen. Eine Geste, die verriet, dass er angestrengt nachdachte. „Willst du wissen, was ich glaube?“, frage er, ohne Elias` Antwort abzuwarten. „Ich glaube, dass du bei Gott kein gewöhnlicher Engel bist … das warst du noch nie und das weißt du auch. Nach dem, was ich von dir gehört habe, bist du schon vor dem Zusammentreffen mit Emilia in der Lage gewesen, ein breiteres Spektrum an Emotionen nachzuempfinden, als es für uns üblich ist. Nach der Verschmelzung mit einem menschlichen Wesen hat sich dieser Zustand um ein Vielfaches verstärkt. Wenn du mich fragst, bist du dadurch zu etwas absolut Besonderen und Einzigartigen geworden.“ Er hatte sich nun ebenfalls von der Bank erhoben und lächelte Elias aufmunternd an, während er ihm anerkennend auf die Schulter klopfte.
      „Soll ich jetzt Luftsprünge machen, oder was? Wie soll das denn bitteschön laufen? Ich bin verrückt nach ihr, kann aber nicht mit ihr zusammen sein? Wie um Himmels willen soll ich ihr erklären, was ich bin? Ein Engel und ein Mensch … das … das funktioniert einfach nicht. Ich werde für immer dazu verdammt sein, etwas haben zu wollen, das ich niemals besitzen kann.“ Kraftlos ließ er sich wieder auf die Bank sinken, stütze die Ellenbogen auf den Knien ab und legte sein Gesicht in die geöffneten Handflächen. „Außerdem weiß ich nicht, ob sie in derselben Weise für mich empfindet. Sie scheint sich bereits an einen Irdischen gebunden zu haben. Wahrscheinlich ist es das Beste, wenn ich nicht mehr länger in ihrem Leben herumpfusche und mich von ihr fernhalte.“ Erschöpft fuhr er sich durch die Haare und blickte Jesaja Hilfe suchend an.
      „Jesaja, sag` mir, lässt sich das irgendwie rückgängig machen? Ich halte das nicht mehr länger aus. Ich will endlich wieder ich sein.“
      „Na schön, pass auf. Ich habe mich mit diesem Thema bisher nicht ausführlich genug beschäftigt, als dass ich dir darauf eine Antwort geben könnte. Aber ich weiß, wo ich danach suchen muss. Ich werde versuchen, in den alten Schriften etwas darüber in Erfahrung zu bringen. Vielleicht gibt es einen Weg, euch wieder voneinander zu trennen. Womöglich ist das aber auch gar nicht notwendig“, antwortete Jesaja und blickte Elias vielsagend an. „Selbst, wenn es derzeit nicht den Anschein hat, dürfte die Verschmelzung auch bei ihr den Drang hervorrufen, sich in deiner Nähe aufzuhalten. Das ist für gewöhnlich keine einseitige Angelegenheit. Wie dem auch sei, wenn dir das Mädchen wirklich etwas bedeutet, solltest du in Zukunft besser ein Auge auf sie haben. Da du in den vergangenen Tagen abkömmlich warst, dürften dir einige wichtige Entwicklungen entgangen sein“, fügte Jesaja mit ernstem Gesichtsausdruck hinzu.
      „Wieso, was ist denn passiert?“, fragte Elias irritiert.
      „Nun, es wurden auf der Erde vermehrt dämonische Schwingungen wahrgenommen und es ist noch unklar, wie die von uns bewachten Übergänge überwunden werden konnten“, klärte Jesaja seinen Freund auf. „Außerdem sind die suizidalen Todesfälle in den vergangenen zwei Wochen weltweit um ein Fünffaches angestiegen, ohne offensichtlichen Grund. Die Menschen berichten über eine Zunahme von Schwarzer Magie praktizierenden Gruppierungen, die nicht mehr länger im Verborgenen agieren, sondern sich offenkundig zu ihrer Gesinnung bekennen und auf äußerst fanatische Weise versuchen, neue Gefolgsleute zu rekrutieren. Ein bisschen viel Zufall auf einmal, würde ich sagen.“
      Elias sah Jesaja ungläubig an. Wieso war das komplett an ihm vorbei gegangen? Als Anhänger des himmlischen Heeres wäre es seine Pflicht gewesen, in vorderster Reihe zu stehen, die Übergänge zu sichern und das Leck zu finden. Stattdessen hatte er sich hier in der dritten Sphäre ausschließlich mit sich selbst beschäftigt und sich dieser Gefühlsduselei hingegeben.
      „Bei Gott dem Allmächtigen“, stieß er aus. „Es ist so weit. Dagon eröffnet den Angriff. Dieser niederträchtige Verräter richtet sein dämonisches Heer zuerst gegen die Menschenwelt. Das sieht ihm ähnlich. Während unser Heer damit beschäftigt sein wird, die Irdischen vor der Ausrottung zu bewahren, wird Dagon die geschwächte Abwehr an den Übergängen ausnutzen, um seine Armee direkt gegen das himmlische Reich zu führen. Warum hat man mich nicht informiert? Ich muss umgehend in die zweite Sphäre zurück und meinen Dienst wieder antreten, anstatt hier untätig rumzusitzen.“ Außer sich vor Wut und Sorge war er aufgesprungen und hatte die Worte laut herausgeschrien. Sichtlich überfordert von dem unerwarteten Gefühlsausbruch seines Freundes wich Jesaja eine Schrittlänge zurück. Nur zögerlich näherte er sich ihm wieder und versuchte, ruhig und besänftigend auf ihn einzureden.
      „Beruhige dich, mein Freund! Es ist niemandem damit geholfen, wenn du jetzt die Nerven verlierst. Ich verstehe, dass du in Sorge bist und hier nicht nutzlos herumsitzen möchtest. Soweit ich aber mitbekommen habe, hat Rafael von höchster Stelle die Anordnung erhalten, dich nach wie vor hierzubehalten. Es hieß, das Urteil der Fürsten werde nicht aufgehoben und sei somit unwiderruflich.“
      Fassungslos schüttelte Elias mit dem Kopf und ließ sich resigniert auf die Bank sinken. Tausend Gedanken schossen ihm durch den Kopf. Er versuchte, eine Logik hinter all dem zu erkennen. Wollte man ihm nach wie vor einen Denkzettel verpassen und ihn wie ein ungezogenes Kind auf der Strafbank sitzen lassen, selbst wenn es im Zweifelsfall für das himmlische Reich von Nachteil war? So viel Naivität würde schon fast an Fahrlässigkeit grenzen. Oder gab es womöglich ein höheres Ziel, eine Strategie, die er noch nicht durchschaut hatte, weil ihm ein wichtiges Puzzleteil fehlte?
      „Elias, hör mir zu. Dein Verstand ist derzeit durch eine Übermacht an Emotionen vernebelt. Du kannst nicht mehr klar denken. Vertrau mir. Es wird das Beste sein, Ruhe zu bewahren und erst mal Informationen zu sammeln. Ich werde sehen, was ich für dich herausfinden kann und wir treffen uns morgen Abend in der Bibliothek. Bis dahin weiß ich hoffentlich mehr. Da es ohnehin im Moment deinem inneren Verlangen entsprechen dürfte, dich auf der Erde aufzuhalten, solltest du derweil auskundschaften, wie ernst die Lage vor Ort ist. Was sagst du?“
      Wie erstarrt fixierte Elias den Boden zu seinen Füßen, als sei hier die Lösung für sein Problem zu finden. Was sollte er jetzt tun? Seine Gedanken schwirrten durcheinander wie ein Bienenschwarm. Es war ihm nicht möglich, auch nur einen davon zu fassen zu bekommen.
      Mit einem Mal war es ihm, als lege sich ein Hebel um, der die Erkenntnis in seinen Geist eintreten ließ.
      „Du hast recht“, sagte er plötzlich entschlossen und erhob sich in einer schwungvollen Bewegung von der Bank. „Mit allem, was du gesagt hast. Ich sollte umgehend aufbrechen“, schob er hinterher und hielt Jesaja die ausgestreckte Hand entgegen.
      Jesajas Gesicht spiegelte die Erleichterung, die Elias` Worte in ihm auslösten, während er in dessen Hand einschlug. „Für mich bist und bleibst du ein Hoffnungsträger!“, sagte er und klopfte Elias aufmunternd auf die Schulter. „Auch, wenn du das anzweifelst. Es würde mich nicht wundern, wenn dir in diesem Krieg noch eine besondere Rolle zuteil wird. Also, pass auf dich auf!“
      Mit einem knappen Nicken wandte sich Elias ab. Er wusste nun, was er zu tun hatte.


      Hier geht`s weiter:
      Kapitel 12 (Venit)
    • Hallo Rainbow,
      wieder ein schöner Abschnitt, der auch gut die beiden Ebenen miteinander verbindet. Viel zu kritisieren gibt es nicht, ein paar Sachen die mir aufgefallen dann im Spoiler. Ich finde der Elias macht ganz gut klar woher der Begriff Leidenschaft ursprünglich kommt.... Kann einem ja fast Leid tun der Arme.

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      "Eine Vielzahl an Sitzmöglichkeiten und überdachten Pavillons, mit Blick auf den großzügig angelegten Teich in der Mitte des Parks, luden zum Verweilen ein und die in Marmor gemeißelten Engelsstatuen sowie die verspielten Springbrunnen verstärkten den Eindruck, dass man sich an einem verträumten, fast schon paradiesischen Ort befand."

      Deine längeren Sätze gefallen mir meist recht gut. Hier bin ich beim lesen aber doch kurz gestoplert, vielleicht doch lieber in zwei Sätze teilen?


      "Während unser Heer damit beschäftigt sein wird, die Irdischen vor der Ausrottung zu bewahren, wird Dagon die geschwächte Abwehr an den Übergängen ausnutzen, um seine Armee direkt gegen das himmlische Reich zu führen."

      Hier erkennt er mir die feindliche Strategie etwas zu schnell und beiläufig. Ist keine grundsätzliches Problem, er ist ja sicher ein guter Stratege. Kann also auch durchaus so stehen bleiben, aber für mich nicht ganz rund. Ich fände eine Gedankenreihenfolge die zu der Erkenntnis führt irgendwie besser (in Kurzform: Wir müssen die Menschen schützen, aber wenn wir unsere Verteidigung schwächen...., vielleicht ist das ja der eiegntliche Plan Dagons)


      "Wie erstarrt fixierte Elias den Boden zu seinen Füßen, als sei hier die Lösung für sein Problem zu finden. Was sollte er jetzt tun? Seine Gedanken schwirrten durcheinander wie ein Bienenschwarm."

      Sehr schön! Besonders auch der Vergleich mit dem Bienenschwarm hat mir gut gefallen. Ich mag einfach diese schönen Bilder in deinen Texten.


      Für mehr blümchenpflückende Orks, blutrünstige Elfen und vegetarische Drachen!
    • Ach Mensch Elias ^^

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      Geh wieder auf die Erde zurück und beschütze deine Herzensdame :D

      Ich bin echt gespannt, was Elias entdecken wird und ob Jesaja einen Weg findet, die Verbindung zu lösen. Ich hoffe doch, dass Elias es sich nochmal anders überlegt und bei Emilia bleibt. Dagon scheint ja mit allen Wassern gewaschen. Es würde mich auch nicht wundern, wenn man Emilia benutzen würde, um Elias irgendwie zu schaden oder so :huh:

      Ob die Engelfürsten ihre Meinung je ändern? Ich glaube eher zerfallen die alle zu Asche :D

      Rainbow schrieb:

      Sie scheint sich bereits an einen Irdischen gebunden zu haben.
      Dieser Ausdruck :D

      Ich habe nichts zu meckern :)



      LG :)
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-

      Meine Geschichte
      Die Kriegerin von Catrellak
    • Huhu, ich bin auch noch da xD

      Ich hab nur leider nicht viel zu sagen, weil es einfach nichts habe, dass ich ankreiden könnte. Was nicht heißen soll, dass ich mich nur melde, wenns was zu meckern gäbe... aber nur stumpf ein " toller Teil, weiter so!" will ich ja auch nicht einfach nur setzen xD
      Und groß auf die Handlung von Kapitel 11 kann ich nicht eingehen, weil für mich nicht sonderlich viel passiert :x
      Ich kann mich nur LadyK anschließen. Elias ist verliebt :love: :love: :love: und das bringt er auch überzeugend rüber.
    • Ich schließe mich gerne den allgemeinen Lobeshymnen an. Die "englische" Perspektive gefällt mir weiterhin sehr gut und Elias´ Gefühle kommen sehr gut und sehr nachvollziehbar rüber.
      Einziger Nachteil: Die Texte sind zu kurz! Ich würde am liebsten gleich weiterlesen!
      Da ich die Geschichte ja zu gewissen Teilen schon kenne, weiß ich zwar in etwa, was kommen könnte - aber es ist trotzdem sehr spannend und macht viel Spaß zu lesen.
      Ein Engel und ein Mensch, kann das funktionieren? Das ist eine gute Frage, und genau wie Elias denke ich mir, dass es wahrscheinlich auf Dauer nicht funktionieren kann, weil Elias eher an den Himmel und Emilia an die Erde gebunden ist. Gleichzeitig hoffe ich natürlich, dass Elias eine Lösung dafür findet. Das macht es wirklich sehr spannend. Noch dazu die Ränke von Dagon!


      Rainbow schrieb:

      Ein bisschen viel Zufall auf einmal, würde ich sagen.“
      Jesaja berichtet Elias von Ereignissen auf der Erde und Elias weiß sofort sämtliche Erklärungen dafür. Ich meine auch, dass das etwas schnell geht. Vielleicht würde es plausibler wirken, wenn Jesaja bereits den Hinweis gibt, dass die himmlischen Heerführer davon ausgehen, dass Dagon dahintersteckt. Denn es muss ja in seinen Sphären auch schon diskutiert worden sein, sodass er schon einige Deutungen und Spekulationen gehört haben sollte. Wenn Elias diese dann aus seiner Erfahrung ergänzt, wird es sicherlich schon viel runder klingen.

      Wann geht es weiter?
      Meine Geschichte: Meermädchen
    • Danke @Alexander2213, @LadyK, @Kramurx und @Kirisha für eure Kommentare :danke:
      Ich werde mir den Teil auf jeden Fall noch einmal vornehmen, weil mir beim 1865ten Lesen nun auch aufgefallen ist, dass die Erkenntnis bzgl. Dagons Plänen ein bisschen zu schnell bei Elias ´Klick` gemacht hat. Das könnte man sicher noch etwas schöner ausschmücken. Wobei der bevorstehende Angriff ja in nun auch kein großes Geheimnis ist im himmlischen Reich. Die Fürsten sind zutiefst alarmiert und das ist im Moment "das Thema" da oben. Insofern liegt es nahe, dass Elias sofort schaltet. Aber ich lasse mir da noch was Schönes einfallen. Danke auf jeden Fall für`s aufmerkame Lesen :thumbsup:

      Ich denke, dass ich euch morgen den nächsten Teil servieren kann. Kleinere Häppchen sind aber garantiert für alle angenehmer einzuteilen. Vor allem, da wir ja auch noch in anderen Geschichten mitlesen. Mir selber fällt es ebenfalls leichter, mich durch kürzere Passagen zu lesen, als direkt 8 Normseiten um die Ohren geballert zu bekommen. Deshalb Kirisha, wirst du dich einfach zwischendurch ein wenig gedulden müssen ^^

      Ansonsten freue ich mich wirklich total über euer Interesse und dass ihr mich so toll unterstützt. Ihr seid :super:

      LG,
      Rainbow
    • Alrighty! Dann ist heute mal die @Rainbow dran! Muahahaha! ... *hust* ich lese dann mal ein wenig...

      Spoiler anzeigen


      Post 114
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      Seine, bis fast auf die Schulter reichenden Haare, schimmerten in einem Blondton, den sie bislang bei noch niemandem gesehen hatte. Es hatte den Anschein, als bestünden sie aus einer Vielzahl goldglänzender Partikel, die bei jeder Bewegung eine andere Nuance annahmen und das Licht reflektierten. Aus dem Zopf, den er sich im Nacken zusammengebunden hatte, fielen ihm einzelne kürzere Strähnen lose ins Gesicht. Der unergründliche Drang, sie zur Seite streichen zu wollen, stieg in ihr hoch.

      Eine sehr schöne Wortwahl hier :thumbsup:

      So viele Emotionen in diesem Teil. Schön geschrieben! Ich hoffe aber dennoch darauf, dass bald etwas passiert, dass mich zum Grübeln bringt, wohin die Geschichte denn gehen wird. Aktuell haben wir einen Engel, der zu viel für das Himmelreich denkt, einen mysteriösen Hintermann, der irgendwas mit Elias plant und eine Verbindung zwischen einem Engel und einem Menschen. Aber was mach ich mit diesem Wissen? Ich hoffe ja, dass es bald drunter und drüber geht. Weniger Schmusen und mehr Action :P

      Post 170
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      „Du weißt schon … Sauerstoff … das ist das Zeug, das über die Lungen in die Blutbahn gelangt und dafür sorgt, dass alle lebensnotwenigen Körperfunktionen erhalten bleiben“, schob er als Erklärung hinterher, da sie ihn vermutlich anstarrte, wie ein begriffsstutziges dummes Schaf.

      :rofl: Das hat mich jetzt so zum lachen gebracht, dass ich es gleich noch mal laut und entsprechend betont lesen musste xD

      Ein weiterer Teil, der in meinen Augen top geschrieben ist, auch wenn mich der Inhalt selbst jetzt wenig fesselt. Aber gut, du musst ja erst die Geschichte aufbauen, also bleibe ich geduldig! :) Ich wundere mich nur, das Elias Anwesenheit kein Fragen bei den Ärzten aufwirft. Oder hat er da so eine magische Aura oder sowas, die ihn verbirgt? Weil ein Arzt oder Helfer ist er ja definitv nicht :D

      Post 178
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      Welchen Grund sollte er auch haben, sie auf diese Weise anzusehen?

      Möps... guter Charakter vielleicht? ... :P

      Spoiler anzeigen
      und kramte dabei eine Schachtel mit Zigaretten aus ihrer Manteltasche.
      Sehnsüchtig beobachtete Emilia, wie sie sich eine anzündete.

      Frauen mit Zigaretten... Ich halt jetzt generell nicht viel vom Qualmen, aber wenn ich eine hübsche Frau mit einem Glimmstängel sehe, dann seufze ich innerlich immer ganz tief :/ Ups, etwas abgedriftet! Zurück zur Geschichte! :P

      Ich hab die Stellen nicht alle angemerkt, weil ich noch mehr lesen wollte, aber du müsstest - sorry, solltest - dir deine Kommasetzung noch mal anschauen, wenn jemand angesprochen wird. Also z.B. „Meine Güte Lia!" Da gehört so: "Meine Güte, Lia!" Und dass ist immer so, wenn jemand angesprochen wird. Ich bin kein Lehrer und habe mir dass auch alles nur stumpf ins Hirn eingehämmert, daher kann ich dir keine exakte Regel dazu nennen, aber es gehört so xD Auch wenn es kein Namen ist, sondern z.B. "blabla, werter Herr Engel" oder "blabla, du Pappnase" oder "blabla, mein/e Herr/Dame"



      Wie soll ich dass den mit dem Kapitelguide verstehen? Irgendwo hab ich jetzt auch noch was von Zusatzkapitel gelesen ... Ich hab jetzt halt einfach immer am Ende eines Posts auf "hier gehts weiter" gedrückt. Verpasse ich so etwas?

      Gruß
      Rebirz
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ

      Der Gott, der nicht sein sollte (Urban Fantasy)
      Noetik (Sonstige Fantasy)
      Sonnengeboren (Sci-Fi-Fantasy)


      MEINE TO-DO-LISTE

      To do... To do... To do, to do, to do, to do, to doooo, dododododo


    • Liebe @Rainbow
      da ich bei den letzten Abschnitten nix zu meckern habe, Antworte ich mal auf @Rebirz

      Rebirz schrieb:

      Weniger Schmusen und mehr Action
      Ich fürchte Rainbow wird uns noch lange hinhalten bis es mit richtigem Schmusen losgeht. Erst im letzten Kapitel gibt es eine zarten Kuss. Oder so, befürchte ich.

      Rebirz schrieb:

      aber wenn ich eine hübsche Frau mit einem Glimmstängel sehe
      Das geht mir inzwischen auch so. War aber nicht immer so. Ich hab mal wegen einer Frau angefangen zu rauchen. Hat aber nichts geholfen und ich hatte dafür die Zigaretten für eine paare Jahre als Begleiter.

      OK.
      Rainbow. Ich finde deinen Schreibstil wirklich schön zu lesen, gefällt mir gut. Ich bin wirklich gespannt wohin du uns führst und ich werde es auch ertragen, wenn es ein wenig kitschig wird. Aber ich hoffe schon noch auf Leidenschaft und Kanonendonner :D
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Sensenbach schrieb:

      Ich fürchte Rainbow wird uns noch lange hinhalten bis es mit richtigem Schmusen losgeht. Erst im letzten Kapitel gibt es eine zarten Kuss. Oder so, befürchte ich.
      Du hast mich hier missverstanden. Ich meinte mit Action nicht etwa einen Kuss oder mehr, sondern mehr Action ala himmlische Heerschlachten, Dämonen, Intrigen etc. :D

      Sensenbach schrieb:

      Das geht mir inzwischen auch so. War aber nicht immer so. Ich hab mal wegen einer Frau angefangen zu rauchen. Hat aber nichts geholfen und ich hatte dafür die Zigaretten für eine paare Jahre als Begleiter.
      Naja, man einer kann wohl auch nicht verstehen, wie ich mir so viel Bier und Whiskey reinschütten kann xD Aber tja, so ist das Leben. Man findet immer irgendwas, dass einen widerspricht.
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    • Ein paar kurze Anmerkungen: (ja, ich hab' immer noch meine Probleme mit dem Himmel, aber da brauch' ich nicht jedes Mal drauf rumreiten :) )

      Rainbow schrieb:

      „Für mich bist und bleibst du ein Hoffnungsträger!“, sagte er und klopfte Elias aufmunternd auf die Schulter. „Auch, wenn du das anzweifelst. Es würde mich nicht wundern, wenn dir in diesem Krieg noch eine besondere Rolle zuteil wird.

      Ist das nicht ein bisschen starker Tobak?

      Ist das himmlische Reich (aka Jesaja hier) schon so verzweifelt dass sie einen Hoffnungstraeger brauchen? Bisher sind die Heerscharen ja ungeschlagen.

      Elias ist schon was besonderes in der Sphaere in die er versetzt wurde - aber ich hatte ihn jetzt im Heer als einen faehigen Elitesoldaten vor Augen, aber nicht als den strategischen Genius auf dem alle Hoffnungen ruhen.

      Worauf hofft Jesaja hier genau?


      Rainbow schrieb:

      Warum hat man mich nicht informiert? Ich muss umgehend in die zweite Sphäre zurück und meinen Dienst wieder antreten, anstatt hier untätig rumzusitzen

      Auf der anderen Seite glaubt Elias von sich selbst anscheinend auch, dass ohne ihn nichts geht und dass die anderen voellig unfaehig sind, den Angriff abzuwehren?


      Rainbow schrieb:

      . Da es ohnehin im Moment deinem inneren Verlangen entsprechen dürfte, dich auf der Erde aufzuhalten, solltest du derweil auskundschaften, wie ernst die Lage vor Ort ist

      Da bin ich versucht zu sagen - hat Elias denn nichts zu Arbeiten? Erst ist der die ganze Zeit bei Emilia, jetzt kann er mal eben zum Auskundschaften gehen.

      Das Himmelsreich scheint auf der einen Seite sehr straff organisiert zu sein, die Erzengel entscheiden bindend ueber Versetzungen, es gibt die Sphaeren wo jeder seine Aufgabe hat - aber an solchen Textstellen scheint es dann doch eher so zu sein dass jeder das macht wonach ihm eben grade ist.

      Da wuerde ich mir mehr Erklaerung dazu wuenschen warum.
    • @Rebirz und @Sensenbach, schön, dass ihr auch noch da seid :) Ja, ich finde, jeder sollte ein Laster haben...nachdem ich es nun fast 4 Monate ohne Zigaretten geschafft hatte, bin ich vor wenigen Tagen wieder rückfällig geworden ... außerdem zählen sowohl Rotwein, als auch Bier zu meinen Lieblingsgetränken :D Na ja, was soll`s? Man lebt nur einmal...Und jetzt schnell zum Inhaltlichen, bevor ihr noch einen falschen Eindruck von mir bekommt...

      Rebirz

      Spoiler anzeigen

      Rebirz schrieb:

      Wie soll ich dass den mit dem Kapitelguide verstehen? Irgendwo hab ich jetzt auch noch was von Zusatzkapitel gelesen ... Ich hab jetzt halt einfach immer am Ende eines Posts auf "hier gehts weiter" gedrückt. Verpasse ich so etwas?
      Zunächst mal hierzu: Unmittelbar nach dem Kennenlernen von Elias und Emilia im Krankenhaus (Der persönliche Albtraumheld) hat sich in meiner urpsürnglichen Fassung ein anderes Kapitel angeschlossen. Ich nenne es das "Dagon Kapitel" (oder Die drei Legionen), weil hier nämlich die andere Seite beleuchtet wird und man mehr über die ´Bösen` erfährt. Kurz darauf folgte ein Kapitel, in dem Emilia schon wieder zu Hause ist und sie erzählt hier quasi nur im Rückblick, was sich im Krankenhaus so zugetragen hat und schildert, ihre (für sie selber äußerst verwirrenden) Gefühle für Elias.

      Da das aber dem einen oder anderen zu schnell ging, habe ich an dieser Stelle ein Experiment gewagt. Ich wollte euch mal meine Zusatzkapitel zeigen, die ich vor einem Jahr ergänzend geschrieben habe und die die Zeit im Krankenhaus näher beleuchten sollten, um die Beziehung besser beschreiben zu können, die sich da zwischen ihnen aufbaut....Da fast einvernehmend zugestimmt wurde, diese Kapitel mit reinzunehmen, musste ich jetzt nachträglich etwas an der Kapitelreihenfolge feilen, da das etwas durcheinandergeraten war.

      Wenn du meinem Kapitelguide folgst, oder (wie du es gemacht hast) einfach dem Link am Ende jeden Teils, dann wirst du es so lesen, wie es jetzt neuerdings gedacht ist. (Du bist demnach mein erstes Versuchskaninchen und kannst dann eine Aussage dazu treffen, wie das rüberkommt). Der Nachteil an meiner neuen Fassung ist eindeutig der, dass sich der Plot an sich in der Zeit nicht wirklich weiterentwickelt...was du ja auch nun ein stückweit bemängelt hast. Das wäre sicher anders gewesen, wenn du jetzt von mir das Dagon-Kapitel vorgesetzt bekommen hättest....vielleicht liest du es jetzt erst mal so und gibst mir dann später mal eine Rückmeldung, ob du die Kapitel in der Reihenfolge lassen würdest. :hmm: Ich bin ja nach wie vor immer offen für eure Meinungen. ^^

      Ansonsten: Die Komma-Regel. ich weiß, du hast mir das schon mal gesagt. Eigentlich weiß ich das auch. Vielleicht rutschen mir trotzdem hier und da mal Fehler rein. Ich gehe noch einmal drüber ^^ Habe ich schon gesagt, dass ich mit Kommata auf Kriegsfuß stehe?

      Außerdem freue ich mich über dein Lob. :)



      Sensenbach
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      Sensenbach schrieb:

      da ich bei den letzten Abschnitten nix zu meckern habe, Antworte ich mal auf Rebirz
      Wie kann das sein? So ein aufmerksamer kritischer Leser findet nichts? Das kann ich mir gar nicht vorstellen ^^

      Sensenbach schrieb:

      Rainbow. Ich finde deinen Schreibstil wirklich schön zu lesen, gefällt mir gut. Ich bin wirklich gespannt wohin du uns führst und ich werde es auch ertragen, wenn es ein wenig kitschig wird. Aber ich hoffe schon noch auf Leidenschaft und Kanonendonner
      Mal sehen...mal sehen....Leidenschaft und Kanonendonner willst du also :) Ich weiß nicht, ob ich es schon mal gesagt habe, aber dieser erste Teil ist einfach noch nicht sonderlich actionlastig, weil es mir hier darum ging, die Hintergründe darzustellen und Emilia und Elias zusammenzubringen....(und damit meine ich jetzt keine wilde Knutscherei :D )...ich mag es gerne, wenn sich sowas langsam aufbaut. Ich könnte mir vorstellen, dass es vielleicht auch anders wirkt, wenn man es zusammenhängend liest. Sonst hat man immer das Gefühl, man liest jetzt schon seit 3,5 Monaten und es gab noch immer keine Schlacht :rofl: ... weißt du, was ich meine?




      Thorsten

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      Thorsten schrieb:

      Ist das himmlische Reich (aka Jesaja hier) schon so verzweifelt dass sie einen Hoffnungstraeger brauchen? Bisher sind die Heerscharen ja ungeschlagen.

      Elias ist schon was besonderes in der Sphaere in die er versetzt wurde - aber ich hatte ihn jetzt im Heer als einen faehigen Elitesoldaten vor Augen, aber nicht als den strategischen Genius auf dem alle Hoffnungen ruhen.

      Worauf hofft Jesaja hier genau?
      Mit Hoffnungsträger meint Jesaja nicht, dass Elias der alleinige Retter ist, der Dagons Angriff abwenden kann oder sowas. (zumindest noch nicht) Ich glaube, es geht ihm vielmehr darum, dass ein "Umdenken" erforderlich ist, weil viele der himmlischen Strukturen veraltet und überholungsbedürftig sind. Von Elias erhoffen sich einige, dass er aufgrund seiner Andersartigkeit dafür sorgen könnte, einen Wandel zu vollziehen. Aber du hast recht, die Worte von Jesaja am Ende diess Teils sind vielleicht etwas überzogen gewählt. Vielleicht werde ich das etwas abschwächen.

      Und ja. Elias ist ein fähiger Elitesoldat, was er im übrigen auch selber weiß. Er hat bereits Führungsverantwortung bewiesen und warum soll er nicht aus dieser Position heraus über die Fähigkeit verfügen, strategisch denken zu können? Es ist nun nicht sonderlich schwer, an dieser Stelle hier 1 und 1 zusammenzuzählen. :hmm: Aber wie Alexander bereits sagte, könnte man es noch etwas schöner verpacken, weshalb ich die Stelle noch etwas überarbeiten werde.


      Thorsten schrieb:

      Da bin ich versucht zu sagen - hat Elias denn nichts zu Arbeiten? Erst ist der die ganze Zeit bei Emilia, jetzt kann er mal eben zum Auskundschaften gehen.

      Das Himmelsreich scheint auf der einen Seite sehr straff organisiert zu sein, die Erzengel entscheiden bindend ueber Versetzungen, es gibt die Sphaeren wo jeder seine Aufgabe hat - aber an solchen Textstellen scheint es dann doch eher so zu sein dass jeder das macht wonach ihm eben grade ist.
      Vielleicht ist das bislang nicht deutlich geworden. Ich hatte mich bemüht, hier und da mal was einfließen zu lassen. (Zum Beispiel am Anfang des Eifersuchtskapitel). Während seiner Ausbildung /Einweisung an der Akademie der Schutzengel kann er sich relativ problemlos auf der Erde bewegen, weil dieser Austausch bzw. das Studium der Menschen ja gewollt und beabsichtigt ist. Er muss lediglich dafür sorgen, regelmäßig zu den Pflichtveranstaltungen zu erscheinen...was ihm ja schon schwer genug fällt :D




      Ansonsten mache ich mal weiter mit Kapitel 12 :) Es ist diesmal tatsächlich etwas mehr Text als sonst, weil ich nicht wusste, wie ich das Kapitel sinnvoll teilen soll. Ich hoffe, das ist okay. Danke wie immer für`s Lesen und Kommentieren.


      Kapitel 12
      ´Venit`

      „Ich verstehe das einfach nicht“, sagte Emilia, als sie mit Susan den Parkplatz des Krankenhauses überquerte. „Wie kann es sein, dass die Schwester sich nicht an Elias erinnert? Hast du eine Ahnung, wie blöd ich gerade da gestanden habe?“
      „Vielleicht ist er noch ganz neu und sie hatte bisher keine Gelegenheit, ihn kennenzulernen, weil sie die letzten Wochen im Urlaub war?“, antwortete Susan und betätigte die Zentralverriegelung, woraufhin die Scheinwerfer ihres Wagens kurz aufleuchteten.
      „Susan, ich kenne die Schwester doch!“, entgegnete Emilia und warf ihrer Freundin über das Autodach einen missbilligenden Blick zu. „Sie hatte definitiv keinen Urlaub in der Zeit, als ich da war.“ Kopfschüttelnd öffnete sie die Beifahrertüre, ließ sich auf den Sitz sinken und schnallte sich an, während Susan neben ihr Platz nahm.
      „Ich bin mir sicher, es gibt eine logische Erklärung dafür. Vielleicht ist das so eine Art interner ´Krankenhaus-Gag`, den wir nicht verstehen. Oder sie mag ihn nicht und will ihm eins auswischen. Vielleicht kann er sich aber auch unsichtbar machen“, spekulierte Susan weiter, während sie den Motor startete und langsam über den Parkplatz rollte. Sie bog auf die Hauptstraße ab, die zu dieser Zeit bereits gut befahren war und fädelte sich geschickt in den zähfließenden Verkehr ein.
      „Super Susan! Das ist ja mal eine wirklich logische Erklärung“, schnaufte Emilia während sie ihr Smartphone aus der Tasche herausfischte, um es nach dem Krankenhausbesuch wieder einzuschalten.
      Darum bemüht, sich ihre Enttäuschung nicht anmerken zu lassen, tippte sie den vierstelligen Zahlencode ein und starrte dann gedankenverloren auf das Display.
      Was war nur mit ihr los? Hatte sie nicht vorhin noch gesagt, es sei ihr egal, ob sie ihn heute sehen würde? Warum saß sie dann jetzt hier wie ein ausgesetztes Hundewelpen und fühlte diese schreckliche Leere in sich aufsteigen?
      Sie hatte ihn heute nicht angetroffen und allem Anschein nach hatte er sich in Luft aufgelöst, ebenso, wie die Chance, ihm jemals wieder zu begegnen. – Na und?
      Vielleicht war das ja sowas wie ein göttliches Zeichen; ein Wink des Schicksals, dass sie es einfach darauf beruhen lassen sollte! Mit ziemlicher Sicherheit war es das. Nur, warum tat es dann so abscheulich weh?
      Susan`s mitleidiger Blick haftete an ihr, wie klebriges Kaugummi und trug nicht wesentlich dazu bei, dass sie sich besser fühlte. Gnädigerweise blieben ihr aber weitere absurde Erklärungsversuche erspart, da Susans Pensum an bescheuerten Ideen offensichtlich für`s Erste ausgeschöpft war.
      Ein Pfeifton riss Emilia aus ihren Gedanken und signalisierte den Eingang einer neuen Nachricht, weshalb sie sich wieder ihrem Handy zuwendete.
      „Oh Shit, das hab` ich ja total vergessen“, entfuhr es ihr, während sie den Text überflog. „Heute findet unser Kollegenabend statt. Silas hat mir davon erzählt. Die wollen auf den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in der Innenstadt.“
      „Na, ich würde sagen, das trifft sich ja wohl ausgezeichnet. Wer braucht schon Elias, wenn er Silas haben kann?“ Susans Lächeln nahm einen verschmitzten Ausdruck an. „Du weißt, dass du noch eine Mission zu erfüllen hast, mh?“, schob sie auffordernd hinterher, während sie den Blinker setzte und um die Ecke bog.
      „Wie sollte ich das vergessen“, stöhnte Emilia und verdrehte die Augen bei dem Gedanken an die Wette, auf die sich eingelassen hatte. „Das letzte Mal, als ich ihn sah, habe ich keinen geraden Satz auf die Reihe bekommen. Er muss mich für den größten Trottel halten. Bevor der sich mit mir verabredet, gefriert die Hölle und der Teufel fährt im Tutu Schlittschuh.“
      „Ach, so ein Quatsch“, versuchte Susan sie aufzuheitern. „Du bist die hübscheste, cleverste, humorvollste Freundin, die man sich vorstellen kann. Er wäre ein Idiot, wenn er das nicht genauso sehen würde.“
      „Ja, genau!“ Seufzend ließ Emilia den Kopf gegen die Rückenlehne sinken und schloss die Augen.
      Schon immer hatte sie Susan für ihren unverwüstlichen Idealismus bewundert und die Eigenschaft, selbst hinter einer heruntergekommenen Bretterbude noch das schönste Märchenschloss erkennen zu können, das vor den Augen der anderen im Verborgenen blieb.
      Mit erhobener Braue sah sie tadelnd auf sich herab. Hatte sie sich gerade selber mit einer heruntergekommenen Bretterbude verglichen? Na toll!
      Ihre Stimmung erreichte soeben den Nullpunkt, als Susans unerwarteter Aufschrei sie zusammenfahren ließ.
      „Was ist los …?“, wollte sie ansetzen, da trat Susan auch schon die Bremse durch und brachte den Wagen mit quietschenden Reifen zum Stehen, sodass sich der Gurt über Emilias Brust spannte und sie im Sitz nach vorne geschleudert wurde.
      Erst jetzt registrierte sie die dunkle Silhouette, die wie aus dem Nichts aufgetaucht und vor das Fahrzeug gesprungen war.
      „Oh mein Gott“, stieß Susan neben ihr erschrocken hervor, schnallte sich ab und sprintete los, um nach dem Mann zu sehen, der sich mit beiden Händen auf der Motorhaube abstützte. Emilia beeilte sich, ihrer Freundin zu folgen.
      „Ist alles in Ordnung mit Ihnen? Es tut mir schrecklich leid. Ich habe Sie einfach zu spät gesehen“, sprudelte es aus Susan heraus. Langsam machte sie einen Schritt auf den Herrn zu und musterte ihn besorgt.
      Er trug keine Jacke und das Hemd flatterte lose um seinen Körper. Ohne Kenntnis davon zu nehmen, was um ihn herum geschah, starrte er weiterhin wie hypnotisiert auf die Frontseite des Autos. Dabei murmelte er etwas vor sich hin, das Emilia nicht verstehen konnte. Hatte er einen Schock? Wenn ja, mussten sie schleunigst einen Krankenwagen rufen.
      Als Susan ihn vorsichtig an der Schulter berührte, schnellte er zu ihr herum und Emilia konnte kurz einen Blick in sein kalkweißes Gesicht werfen. Die strähnigen Haare klebten an seiner schweißnassen Stirn und in seinen Augen loderte etwas, das sie im ersten Moment nicht zu deuten wusste. Seine Lippen verzogen sich kurz zu einem schiefen Grinsen, als er Susan ansah.
      „Geht`s Ihnen nicht gut? Brauchen sie einen Arzt?“, erkundigte sich Emilia, die sich nun von der anderen Seite näherte.
      Panisch wandte sich der Mann um, suchte mit gehetztem Blick die Umgebung ab und flüsterte dabei immer wieder dasselbe Wort, wie in einer Endlosschleife.
      „VenitVenitVenit… “, keuchte er und blinzelte verwirrt mit den Augen, als Emilia näher an ihn herantrat.
      „Was zum Teufel heißt ´Venit`?“, richtete sie sich an Susan, die daraufhin lediglich mit einem hilflosen Schulterzucken reagierte. „Wir verstehen Sie nicht! … Können wir Ihnen irgendwie helfen? “, versuchte Emilia erneut zu dem Mann durchzudringen, dessen Blick nun an ihr hängenblieb und für einen Moment klar wurde. Der beschwörende Klang seiner Stimme nahm zu und wurde zu einem monotonen und unheilverheißenden Sprechgesang, der Emilia eine Gänsehaut verursachte, denn das Wort, das er immer und immer wieder wiederholte blieb dasselbe.
      Mittlerweile hatte sich eine Menschentraube um sie herum gebildet und die vorbeilaufenden Passanten reckten neugierig ihre Köpfe, um zu sehen, was sich dort abspielte.
      Erste Rufe und Hupgeräusche ertönten aus der Schlange wartender Fahrzeuge, die durch den Vorfall am Weiterfahren gehindert wurden.
      „Kommen Sie, wir bringen sie hier weg!“, sagte Emilia und griff kurzerhand nach dem Arm des Mannes, um ihn von der Fahrbahn zu ziehen. Mit einer abwehrenden Bewegung entzog er sich aber ihrem Griff und hielt sie mit seinen ausgestreckten zitternden Händen auf Abstand. Erschrocken über seine unerwartet heftige Reaktion fuhr Emilia zurück und starrte entsetzt auf seine Finger. Die Nägel, so schien es, waren bis aufs Fleisch herunter gekaut, die Kuppen von eingetrocknetem Blut übersät. Schnittwunden zierten seine Hände, ergaben ein irrsinniges Muster blutiger Linien, die sich zu einem grausamen Kunstwerk zusammenformten.
      „Ach du Scheiße …!“, brachte sie hervor, den ungläubigen Blick nach wie vor auf die verstümmelten Hände des Mannes gerichtet, der sich im nächsten Moment umdrehte und davonrannte, ohne sich um den herannahenden Verkehr auf der Gegenfahrbahn zu scheren.
      Mit vor Schreck geweiteten Augen nahm Emilia den Transporter zur Kenntnis, der sich in rasantem Tempo näherte und keine Chance hatte, dem menschlichen Hindernis auszuweichen.
      „Achtung…!“, schrie sie gerade noch, als der Mann bereits von dem Fahrzeug erfasst wurde.
      Der Aufprall verursachte einen Knall, der sich mit den Schreien der umherstehenden Augenzeugen zu einer grauenvollen Geräuschkulisse verband. Begleitet vom ächzenden Stöhnen der Metallkarosserie und dem Bersten von splitterndem Glas geriet der Wagen ins Schleudern und kollidierte mit zwei weiteren Fahrzeugen, bevor er unter lautem Getöse ungebremst in die Schaufensterscheibe eines Drogeriemarktes raste. Hier kam er zum Stehen, während der Körper des Mannes, welcher den Unfall verursacht hatte, einige Meter abseits aufschlug.
      Wie gelähmt stand Emilia da. Das Taubheitsgefühl, das von ihr Besitz ergriff, fesselte sie an Ort und Stelle, machte jede weitere Bewegung unmöglich. Das hektische Treiben ringsum rückte in weite Ferne und die Geräusche drangen nur noch gedämpft zu ihr durch, als befände sie sich unter einer dicken Watteschicht.
      Langsam ließ sie den Blick über die mit Scherben und Wrackteilen übersäte Straße wandern und beobachtete die hektisch durcheinanderlaufenden Menschen. Während einige von ihnen sich um den reglos am Boden liegenden Mann scharten, halfen andere den Verletzten aus den Unfallfahrzeugen. Ein Teil der Schaulustigen besaß die Unverfrorenheit, die schrecklichen Bilder mit ihren Mobiltelefonen zu filmen.
      Emilia fröstelte es bei deren Gefühlskälte und der raue Wind, der unbarmherzig an ihrer Jacke zerrte, tat sein übriges, um auch die letzte Wärme aus ihrem Körper zu ziehen. Erst jetzt bemerkte sie, dass sie zitterte und die Arme um sich geschlungen hatte.
      „Lia …“, hörte sie Susan plötzlich, die mit ausdrucksloser Miene auf sie zuwankte und dabei ein ähnlich jämmerliches Bild abgab. „Alles okay bei dir?“
      Einen tiefen Atemzug nehmend, nickte Emilia ihr zu und schloss die Augen, als sie von ihrer Freundin in eine feste Umarmung gezogen wurde. Trotz der angenehmen Wärme, die von Susann ausging, hielt sie die eisige Kälte fest in ihren Klauen, fraß sich wie ein ausgehungertes Tier durch ihre Eingeweide.
      Das Gesicht des Mannes … seine blutverschmierten Hände … der furchtbare Aufprall … das Geräusch brechender Knochen … Eben noch hatte er direkt vor ihr gestanden … Oh mein Gott!
      „Wir … wir müssen sehen, wie es ihm geht …“, setzte sie an und wollte sich losmachen, doch wurde sie von Susan an der Schulter zurückgehalten.
      „Lia, nein! Es sind genug Leute da, die sich darum kümmern. Wir müssen uns nicht auch noch in die erste Reihe drängeln.“
      und uns seinem Anblick stellen … beendete Emilia den Satz in Gedanken und schauderte bei der Vorstellung daran, wie der Leib des Mannes durch die Luft geflogen und auf den Asphalt aufgeschlagen war. Das konnte er unmöglich überlebt haben.
      „Was für ein Scheiß-Tag!“, murmelte Susan begleitet von einem fassungslosen Kopfschütteln.


      Hier geht`s weiter:
      Kapitel 12.1
    • Hallu @Rainbow,

      Ein mysteriöser Part :huh:

      Spoiler anzeigen



      Rainbow schrieb:

      Wer braucht schon Elias, wenn er Silas haben kann?
      das "er" stört mich xD, ich kenn das eher unter "man"


      Rainbow schrieb:

      verstümmelten Hände
      ich hinterfrage, ob "verstümmelt" nicht vllt das falsche Wort ist ?( also von der Beschreibung her empfinde ich seine Hände nicht als verstümmelt... eher... abgenagt und verletzt, wobei ein stärkeres Wort als verletzt angebrachter wäre, mir aber im Moment nicht einfällt x.x


      Rainbow schrieb:

      ergaben ein irrsinniges Muster blutiger Linien, die sich zu einem grausamen Kunstwerk zusammenformten.
      Wenn ich das richtig verstehe, ist das ja Emilias Beobachtung. Also sie beschreibt ihn sogesehen indirekt, oder ?
      Bis irsinniges Muster geh ich noch mit, aber dass sie es als grausames Kunstwerk empfinden könnte, lässt sie in meinen Augen wie ein Psychopathin wirken, weil "Kunstwerk" :D

      Und endlich wird langsam angesprochen, wie Elias sich im Krankenhaus bewegen konnte 8o Auf die Erklärung bin ich nämlich nach wie vor gespannt :P



      lg Kramurx