HEAVEN - (Band 1)

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    • Hallo, @Rainbow! Bin auch wieder am Start. Hatte ja heute genug Zeit auf Arbeit, alles aufzuholen.
      Die beiden Parts mit Emilia gefallen mir sehr gut!
      Es würde mich nicht wundern, wenn ihr bester Freund auch ihr fester Freund werden möchte. Immerhin necken sie sich schon liebherzig und veralbern sich gegenseitig mit viel Spaß und wenig Ernst. Sie kommen mir beide auch sehr zurückhaltend und bodenständig vor, was Beziehungen angeht. In meinem Kopf hatte ich schnell ein Bild von ihr als graues Mäuschen und von ihm als Öko-Freigeist mit Korksandalen. :alien:

      Rainbow schrieb:

      Ich habe dieses Kapitel bereits ziemlich gekürzt. Am Angang war dieser Abend bei Susan noch länger und ausführlicher beschrieben.
      Keine Ahnung, vielleicht ist das Ganze immernoch zu lang, aber es war mir wichig, die Normalität ihres Alltags zu transportieren und die beiden auch ein bisschen vorzustellen.
      Also ich fand den Teil kurz genug. Wenn ich an meine Geschichte Helios III denke, wo gefühlt 75% Konversation und Zwischenmenschliches ist, fand ich diesen Mädelsabend wirklich amüsant und kurzweilig. Ich lege ohnehin viel Wert auf Beziehungsquark und unterschwellige Andeutungen. Vielleicht versucht Susan auch Emilia mit Freddy zu verkuppeln? :alien: Mich würde es freuen! :alien:
      Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.

      -Albert Einstein-
      ___________________
      Helios III (Arbeitstitel)
    • So, dann schauen wir mal in die Menschenwelt

      Rainbow schrieb:

      Mein Gott
      Du hast gesagt, hier kommt erstmal nichts himmliches... ^^*

      Rainbow schrieb:

      war nicht nur ihr bester Freund, mit dem sie schon die Schulbank gedrückt hatte, sondern seit Neustem auch ihr Nachbar.
      Das ist nice. Hätte ich auch gern so gehabt.

      Rainbow schrieb:

      Seine Eltern unterstützten ihn wo sie nur konnten während seines Medizinstudiums
      Ach, so einer ist das... ||

      Rainbow schrieb:

      wie schwer es für Freddy war, ihrem Prestigedenken zu entkommen und ihren unerreichbar hohen Ansprüchen gerecht werden zu wollen.
      Gut, das ist dann natürlich die Kehrseite des Ganzen.

      Rainbow schrieb:

      Sie war sich im Klaren darüber, dass es Freddy einiges an Überwindung kosten musste, ihn zu verleihen, vor allem, da er um ihre mangelnde Fahrpraxis und um ihre Ängste wusste.
      Oh ja, das kann ich mir gut vorstellen. Wenn er schon soweit geht ... dann würde er ihr auch sein Leben vertrauen :D

      Rainbow schrieb:

      Der Vertrauensbonus, den er ihr damit gewährte, verursachte in ihr ein gewisses Unbehagen,
      Oh nein, ein Teufelskreis =O

      Rainbow schrieb:

      „Es ist schön zu sehen, wie du deine Prioritäten setzt, Freddy. Wirklich sehr erbaulich!“
      Ach, ich fands ganz lustig^^

      Also, ich finde auch besser, das Elias zuerst dran kommt. Das hat ja diesen Prolog Charakter. Auch finde ich den Emilia-Part nicht langweilig, weil Spannung gefehlt hat. Ist halt ein normaler Part. Locker geschrieben. N bisschen Smalltalk, der aber nicht überflüssig schien und natürlich wirkte. Fand den Part Tip Top. Ich sehne jetzt nicht Elias herbei... sind ja auch gerade erst am Anfang^^
    • Hallo liebe @Rainbow,
      Ich habe Mal meine ungelesenen Beiträge durchgeschaut und bin auf deine Geschichte gestoßen. Da ich eigentlich schon mehrere Geschichten lese, wollte ich eigentlich nur Mal kurz gucken.
      Aber durch das Cover, welches mir sehr gut gefällt, wurde mein Interesse geweckt, weswegen ich einfach Mal rein lesen musste.
      Zum Prolog
      Einfach nur wow, du kannst wirklich gut mit Worten umgehen. Du kannst einen von Anfang an festhalten, deine klauen in einen schlagen, sodass man gar nicht aufhören will zu lesen. Deine Beschreibungen sind so bildhaft, das man direkt die Szenerie vor Augen hat. Der Prolog hat mich gerade so gefesselt, das ich einfach weiter lesen musste
      Zu Kapitel 1
      Elias ist mir jetzt schon Sympatisch und auch seine ehemaligen Vorgesetzten, wirken wie eine Familie auf einen. Auch hier schaffst du es, dass man einfach weiter lesen muss. Es hat sich wunderbar flüssig lesen lassen und du bringst das wirklich super rüber, sodass man jetzt bereits am Anfang die Protagonisten sehr gut versteht und lieb gewinnt. Man empfindet Mitgefühl für Elias, da er seiner Aufgabe entrissen wird und einer für ihn niedrigeren Aufgabe zugeteilt wird.

      Zu Kapitel 2.
      Emilia... Ich kann mich total gut in sie hinein versetzten, was das Auto fahren angeht. Ich bin da genauso. Trotz bestandener Prüfung und Leuten die mir sagten ich schaffe das, bin ich seit mehreren Jahren nicht mehr gefahren. Auto fahren ist nicht meins. Auch hier hast du wieder einen mit deinen beschreibungen in die Tiefe der Geschichte gezogen
      . Du hast wirklich ein sehr hohes Talent und weißt, wie man die Leute bei Stange hält.
      Ich werde dran bleiben und weiter lesen
      LG Kathamaus

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kathamaus ()

    • Hey @Rainbow

      Du postet in schönen kleinen Häppchen, die ich mit meiner begrenzten Zeit doch gut durcharbeiten kann :)

      Kapitel 2

      Spoiler anzeigen

      Spoiler anzeigen
      Ängste, Macken und gute Freunde

      Cooler Titel :D

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      Mein Gott [KOMMA] Lia!
      Es sind nur zwanzig Minuten [i][KOMMA] Lia.[/i]
      „Hey [i][KOMMA][/i] Lia, ich freue mich auch dich zu sehen!

      Also hier nur mal drei Korrekturen dieser Sorte. Den Rest findest du denke ich selber. Einfach immer bei jeder Ansprache setzen. Sei es nun ein Name oder auch etwas wie "Hey, Schätzchen" oder "schreib dir das hinter die Ohren, du Strolch" :)

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      Nur wenige Augenblicke später standen sie vor einem alten, aber sehr gepflegten Audi 80, dessen Baujahr ziemlich nah an Freddys Geburtsjahr herankommen musste. Wahrscheinlich war gerade das der Grund, warum dieses Auto sein Ein und Alles war, dachte sie.

      Wo stehen die denn? Ich denke es regnet? Kein Schirm oder sowas?

      Spoiler anzeigen
      „Keine Widerworte, bedingungslose Treue und keine Macke, die man nicht durch eine kleine Reparatur beseitigen könnte.“

      Joah... was soll ich da nach hinzufügen? :P

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      Sie war heilfroh, als sie unter Freddys aufmerksamen Blick problemlos den Motor startete, atmete hörbar aus, als sie schließlich um die nächste Ecke bog und endlich außerhalb seiner Sichtweite war.

      Der Satz ist komisch. Entweder ist er mir zu kompliziert und ich verstehe nicht, wie ich ihn wo betonen muss, oder er ist falsch aufgebaut :S

      Schöne Unterhaltung hier, wie ich finde. Sehr alltäglich. Klingt schön "echt".
      Weiter im Text, weil ich sonst hier nix weiß xD



      Kapitel 2.1

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      Im Gegenteil, es hatte etwas Vertrautes und Trost spendendes an sich.

      Ernsthaft? Mir kommt immer das Kotzen, wenn ich sowas rieche...

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      Da Susan direkt im Anschluss an das Abitur eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht hatte, war sie die Erste aus der Clique gewesen, die finanziell unabhängig gewesen war und somit den Absprung von zu Hause geschafft hatte.

      Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber ich würde "zuhause" schreiben... Bin aber nicht gut in sowas xD

      Spoiler anzeigen
      „Ich habe uns Pizzabrötchen gemacht und wir können uns Caipirinha mixen, wenn du magst“,

      :rofl: Oh Gott, das ist offenbar ein Klischee, weil ich kann mich genau an diese Kombi erinnern, als meine Schwester noch solche Abende gehalten hat xD

      Hmmm, ganz ehrlich? Gut das das Kapitel vorbei ist, weil bei Beziehungsgeplapper haut es mir die Sicherungen durch und mein Hirn schaltet ab xD Sorry, da kann ich nicht aus meiner Haut. Da bin ich raus :pardon: Ist auch immer ganz schlimm für mich, sowas selbst zu schreiben, wenn es nötig ist für die Geschichte xD
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ

      Der Gott, der nicht sein sollte (Urban Fantasy)
      Noetik (Sonstige Fantasy)


      MEINE TO-DO-LISTE

      To do... To do... To do, to do, to do, to do, to doooo, dododododo


    • Guten Morgen :) Danke, Danke, Danke für die vielen tollen Kommentare ... ich mach mich mal dran auf eure ganzen Anmerkungen einzugehen:

      Sensenbach
      Spoiler anzeigen

      Sensenbach schrieb:

      Das hat gut funktioniert. Passiert natürlich nicht viel. Mädelsabend und Gespräche über Männer. Da kann ich nicht viel zu sagen.
      Ausser, dass es der vierte Kontrast ist. Also Abschnitte mir unterschiedlicher Stimmung und Schreibstil.
      1 Prolog
      2 Die Typen in Kasachstan
      3 Die Engel
      4 Die Mädels
      Ja, der Eindruck ist bestimmt durch den Prolog verstärkt worden.In meiner Ur-Fassung ging es nur um die Abgrenzung von Tribunal und Mädelabend. Da war dieser Kontrast von mir ja sogar beabsichtigt. Dadurch, dass ich jetzt nachträglich noch diesen episch anklingenden Prolog vorgeschoben habe, sind es jetzt immerhin schon mal drei verschiedene Stile. Die Typen auf der Halbinsel Kamtschatka würde ich jetzt nicht unbedingt als eigenständigen Teil betrachten...aber ich hoffe, dass der Leser sich davon nicht allzu sehr irritieren lässt. Es wird auch ab sofort etwas mehr Ruhe einkehren.-Versprochen! ^^
      Danke, dass du weiter mitliest...ich denke mir, dass die Herren der Schöpfung mit dem "Mädelabend" sicher so ihre Probleme haben. Da verdreht man vielleicht eher die Augen, als dass man große Lust hätte, weiterzulesen...(es ist auch nur noch ein kleiner Teil, dann ist es durchgestanden :D )



      Nanook

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      In meinem Kopf sieht es so aus als ob quasi eine Windböe aus dem Raum kommt, dann würden ihm die Haare aber eher aus dem Gesicht wehen als hinein

      Ich weiß nicht, wie lang deine Haare sind...aber wenn der Wind da richtig reinweht, kann es schon mal passieren, dass man kurzzeitig nichts mehr sicht, weil dieses zottelige Zeug einem wirklich überall hinweht....Aber vom Grundgedanken hast du natürlich recht. Ich denk mal drüber nach :)

      Das könntest du weglassen, einmal "dass" reicht


      Stimmt! Sehr gut aufgepasst. Danke ^^

      Benutzt man nicht dieses ' statt den schräg gestellten `

      Keine Ahnung, ob ich dich hier richtig verstehe, aber bei Namen, die auf "s" enden macht man dieses komische kleine Apostroph, wenn ein Bezug zu etwas hergestellt werden soll. Bei anderen Namen würdest du schreiben Susans Haare wehten... oder Freddys Laune sank....das geht ja nicht, wenn der Name mit "s" aufhört. Deshalb das Apostroph am Ende. (soweit ich weiß ^^ )

      Ansonsten vielen Dank für deine Rückmeldung...schön, dass du noch dabei bist. Ich dachte, ich hätte dich schon verloren ^^



      Zarkaras Jade
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      Zarkaras Jade schrieb:

      Also ich fand den Teil kurz genug. Wenn ich an meine Geschichte Helios III denke, wo gefühlt 75% Konversation und Zwischenmenschliches ist, fand ich diesen Mädelsabend wirklich amüsant und kurzweilig. Ich lege ohnehin viel Wert auf Beziehungsquark und unterschwellige Andeutungen. Vielleicht versucht Susan auch Emilia mit Freddy zu verkuppeln? Mich würde es freuen!
      Ich glaube, wir werden uns blendend verstehen :) Ich habe immer Angst, dass meine Geschichte zu "beziehungslastig" ist. Aber andererseits sind das auch genau die Dinge, die ich gerne beleuchten möchte. Hinsichtlich dieses Kapitels mit dem Mädelabend hatte ich ganz schöne Bauchschmerzen, es euch zu zeigen...es ist halt kein klassisches "Fantasy-Kapitel"...da verlieren viele schon mal die Lust, weiterzulesen. Es kommt auch nur noch ein letzter Teil, dann wenden wir uns wieder Elias zu ^^

      Was ist eigentlich mit deiner Helios-Geschichte. Bist du da noch dran???



      Etiam
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      Etiam schrieb:

      Oh ja, das kann ich mir gut vorstellen. Wenn er schon soweit geht ... dann würde er ihr auch sein Leben vertrauen
      Interessanter Gedanke...vielleicht muss er das ja sogar irgendwann :D

      Etiam schrieb:

      Fand den Part Tip Top. Ich sehne jetzt nicht Elias herbei... sind ja auch gerade erst am Anfang^^
      Gott sei Dank ^^ Ich war mir nicht sicher, wie ihr diesen Teil auffassen würdet ... vor allem die Herren in dieser Runde. Ich kann mir vorstellen, man verdreht schon mal die Augen und sehnt sich insgeheim nach einer schönen Schlacht mit Blutgespraddel :D ... aber wie du ja bereits festgestellt hast...das hier ist erst der Anfang. Ich mag Geschichten, die sich langsam aufbauen und da stellen die Hintergründe zu den Charakteren und deren Beziehungen zueinander eine wichtige Rolle für mich dar. Nun kommt nur noch ein klitzekleiner Emilia-Susan-Teil, dann geht`s auch direkt mit Elias weiter :)




      Kathamaus
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      Kathamaus schrieb:

      Aber durch das Cover, welches mir sehr gut gefällt, wurde mein Interesse geweckt, weswegen ich einfach Mal rein lesen musste.
      Ja, zu dem Cover gibt es unterschiedliche Meinungen. Aber es freut mich, dass es dich angesprochen und zum Weiterlesen animiert hat. :)

      Kathamaus schrieb:

      Einfach nur wow, du kannst wirklich gut mit Worten umgehen. Du kannst einen von Anfang an festhalten, deine klauen in einen schlafen, sodass man gar nicht aufhören will zu lesen. Deine Beschreibungen sind so bildhaft, das man direkt die Szenerie vor Augen hat. Der Prolog hat mich so gefesselt gerade, das ich einfach weiter lesen musste
      Ich glaube, ich werde deinen Kommentar ausdrucken und ihn in einen schönen Rahmen stecken. Dann hänge ich mir das Ganze über meinen Schreibtisch, falls ich demnächst mal wieder alles anzweifle und mich schreibtechnisch für den größten Versager halte :D Ein ganz großes Dankeschön für deine motivierenden Worte. Es freut mich total, das zu hören!

      Kathamaus schrieb:

      Trotz bestandener Prüfung und Leuten die mir sagten ich schaffe das, bin ich seit mehreren Jahren nicht mehr gefahren. Auto fahren ist nicht meins
      Das Problem hatte ich selber auch ^^ Leider Gottes steckt viel zu viel von mir selber in Emilia...aber dadurch wirkt es vielleicht auch authentisch. Die Angst mit dem Autofahren habe ich inzwischen überwunden...das geht! Man muss sich nur ganz schön überwinden...und mit einem eigenen Auto geht das besser, als mit geliehenen. Ich dachte immer, wenn ich mein eigenes Auto (damals bereist ein uralter Ford Fiesta) in einen Schrotthaufen verwandle, dann ist es nicht so schlimm :D ...das hat extrem geholfen.) Achja,...und er hat noch fast 10 Jahre gehalten, bevor ich ihn mit schwerem Herzen an den Schrotthändler übergeben musste.

      Kathamaus schrieb:

      Ich werde dran bleiben und weiter lesen
      Das würde mich wirklich sehr freuen :)



      Rebirz


      Spoiler anzeigen



      Rebirz schrieb:

      Cooler Titel
      Echt jetzt? Ich war nicht sicher, wie ihr das auffassen würdet ...


      Rebirz schrieb:

      Einfach immer bei jeder Ansprache setzen. Sei es nun ein Name oder auch etwas wie "Hey, Schätzchen" oder "schreib dir das hinter die Ohren, du Strolch"

      Ja, diese sch... Kommata. Ich arbeite daran, versprochen! ^^ Sonst darfst du mich gerne tadeln, Rebirz :D



      Rebirz schrieb:

      Wo stehen die denn? Ich denke es regnet? Kein Schirm oder sowas?
      Ist nur Nieselregen...hey, das sind junge Leute...da nimmt man doch keinen Schirm mit :)


      Rebirz schrieb:

      Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber ich würde "zuhause" schreiben...
      Laut Duden geht beides. Empfohlen wird aber "zu Hause" ;)

      Rebirz schrieb:

      Oh Gott, das ist offenbar ein Klischee, weil ich kann mich genau an diese Kombi erinnern, als meine Schwester noch solche Abende gehalten hat xD
      Ein paar Klischees müssen schon sein, oder? Gut, bei den Mädelsabenden, auf denen ich früher war, wurde hauptsächlich Bier getrunken...aber das hat irgndwie immer sowas Prolliges...und so wollte ich Emilia irgendwie nicht darstellen. (sie muss ja nicht zu viel mit mir gemeinsam haben :rofl: )

      Rebirz schrieb:

      Gut das das Kapitel vorbei ist, weil bei Beziehungsgeplapper haut es mir die Sicherungen durch und mein Hirn schaltet ab xD Sorry, da kann ich nicht aus meiner Haut. Da bin ich raus
      Ich weiß es zu schätzen, dass du dich durch diesen Part kämpfst. Mit ziemlicher Sicherheit bist du nicht der einzige Kerl, der damit so seine Probleme hat. Hoffentlich schockiert es dich nicht allzu sehr, wenn ich dir sage, das noch ein klitzekleiner Emilia-Susan-Teil folgen wird, bevor wir uns wieder Elias zuwenden können...ich hoffe, deine Synapsen nehmen keinen Schaden :D



      @LadyK

      Spoiler anzeigen

      Danke auch dir noch einmal für deine Rückmeldung :) Mach dir keinen Stress von wegen "ausführlichen Kommentaren" oder sowas. Ich freue mich über jeden, der mitlesen mag und wenn du ab und an mal deinen Senf dazu geben magst, freut mich das umso mehr.
      Cool, dass dir Kapitel 2 bisher gefällt...




      LG,

      Rainbow

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rainbow ()

    • Hey @Rainbow,
      Meiner Meinung nach musst du gar nicht an dir oder deiner Geschichte zweifeln. Und bloß nicht aufhören weiter zu schreiben. Also wenn dir mein vorheriger Kommentar zum weiter schrieben anregt und dafür sorgt, das du nicht aufhörst, dann solltest du ihn auf jedenfall aufhängen und immer wieder drauf gucken. Ich bin schon ziemlich neidisch auf dich, ich wünschte ich könnte so gut mit Worten umgehen wie du.
      Also von mir nochmal ein großes und ehrlich gemeintes Lob :love:

      LG Kathamaus
    • @Kathamaus wenn du so weitermachst, werde ich bald meine ganze Wand mit Kommentaren von dir gepflastert haben :) Vielen Dank!
      Und hier kommt dann auch der letzte Teil des zweiten Kapitels, bevor wir uns wieder Elias zuwenden werden...


      Kapitel 2.2


      „Schieß los – ich will alles wissen“, kam prompt die Reaktion von Susan. „Name, Alter, Körpergröße, Haarfarbe, Augenfarbe, Klamottenstil, Hobbys, Beziehungsstatus und so weiter.“ Sie zählte die einzelnen Punkte mit den Fingern auf.
      Emilia stöhnte auf. Sie hatte es gewusst. Sobald Susan einmal die Witterung aufgenommen hatte, würde sie nicht mehr klein beigeben. Anscheinend hatte sie trotz diverser gescheiterter Versuche, die Hoffnung noch nicht aufgegeben, Emilia doch noch an den Mann bringen zu können.
      Kurzzeitig fragte sie sich, ob es klug war, ihre Schwärmerei für Silas schon jetzt im Detail vor Susan auszubreiten.
      Zweifelsohne fand sie ihn mehr als attraktiv und in den letzten Wochen hatte sie die Gelegenheit genutzt, sich in der Mittagspause am Kollegentisch aus sicherer Entfernung ein Bild von ihm zu machen. Er schien sehr humorvoll und natürlich zu sein, was ihr gut gefiel. Keiner dieser Typen also, der sich seiner umwerfenden Ausstrahlung bewusst war und total überheblich und arrogant rüberkam. Das einzige Problem war, dass sie, sobald sie für jemanden schwärmte, jegliches Selbstvertrauen verlor und sich gegenüber der besagten Person einfach nicht mehr natürlich verhalten konnte.
      Wenn Silas ihr auf dem Flur entgegenkam, wusste sie nicht, wo sie hinsehen sollte, ihr Herz begann wie verrückt zu hämmern und neulich war sie tatsächlich gegen eine aufschwingende Tür gelaufen, was nicht gerade vorteilhaft ausgesehen hatte. Wie sollte sie ihm jemals näherkommen können, wenn sie in seiner Nähe nicht sie selber sein konnte?
      „Okay, ich merke, ich bin nicht wirklich vorbereitet“, entgegnete sie schließlich ihrer Freundin. „Vielleicht hätte ich ihn vorher einen Steckbrief ausfüllen lassen sollen, damit er die Vorauswahl fürs Partnerschafts-Eignungs-Casting durch meine beste Freundin absolvieren kann. Ich bin sicher, das hätte ihn bestimmt beeindruckt und überhaupt nicht abgeschreckt.“ Lachend schüttelte sie mit dem Kopf.
      „Jetzt rede schon! Sonst sehe ich mich gezwungen, dir morgen in der Mittagspause mal einen Besuch abzustatten und mir ein eigenes Bild zu machen.“ Provozierend hob Susan eine Braue und versuchte, dabei ein ernstes Gesicht zu machen.
      „Oh nein. Das wirst du schön sein lassen“, antwortete Emilia. „Du würdest es fertigbringen und mich bis auf die Knochen blamieren. Ich meine, nicht, dass ich das nicht auch ohne deine Hilfe schaffen würde, aber ich bevorzuge es, mich selbst verschuldet lächerlich zu machen, okay?“
      „Na gut. Deal: Du erzählst mir alles von Mr. Psycho und ich werde davon absehen, dich zu überfallen und, wie du sagst, in eine unangenehme Situation zu bringen.“ Bei den letzten Worten malte Susan Gänsefüßchen in die Luft und mit einem gespielt heimtückischen Lächeln streckte sie Emilia die Hand zum Einschlagen entgegen.
      „Warum hört sich das für mich nach Erpressung an?“, fragte diese mehr zu sich selbst als an Susan gerichtet und schlug ein. „Also gut. Er heißt Silas … Ist, soweit ich weiß, Single ….“
      Sofort wurde sie von Susan unterbrochen, die wie wild in die Hände klatschte und in hysterischem Tonfall sagte: „Gut. Das ist schon mal sehr gut. Wunderbar. Okay weiter, wie sieht er denn aus? “ Genervt verdrehte Emilia die Augen und fuhr fort.
      „Du machst mich wahnsinnig, weißt du das? Also, er ist achtundzwanzig Jahre alt, Psychologe, hat braune Haare, wunderschöne haselnussbraune Augen, trägt gerne legere Kleidung, in seiner Freizeit spielt er Tennis und geht regelmäßig joggen, …“
      „Na schön“, unterbrach Susan sie, als hätte sie bereits genug gehört. „Wie ist also der Plan?“
      „Plan? Was denn für ein Plan? Keine Ahnung“, stammelte Emilia. Sie hatte es geahnt. Der Verkupplungstrieb ihrer Freundin war geweckt und nun womöglich nicht mehr zu stoppen, bis sie entweder ebenfalls einen Ring am Finger oder Silas das Weite gesucht hatte.
      „Hör mal, Susan“, sagte sie schließlich ganz ruhig. „Ich denke, ich werde ihn erst mal noch ein Weilchen aus der Ferne anschmachten, mir dann in Ruhe überlegen, welche Strategie ich anwenden möchte und dann vielleicht zur Umsetzung schreiten.“
      „Also wahrscheinlich nie, so wie sich das anhört.“ Susans Enthusiasmus schien kurzzeitig ausgebremst. „Pass auf! Ich habe eine Idee. Irgendwie müssen wir für dich den Anreiz erhöhen tatsächlich aktiv zu werden, sonst wird das nichts“, sprudelte es plötzlich aus ihr heraus. „Wie wär`s mit einer Frist? Du müsstest ihn zum Beispiel zum Essen einladen oder ihn fragen, ob er mit dir ins Kino gehen will. Wenn du die Frist verstreichen lässt, ohne aktiv geworden zu sein, dann … dann … müsstest du irgendwas machen, was dir wirklich zuwider ist. Zum Beispiel Nils und mich ein Wochenende mit dem Auto chauffieren, ganz egal wohin.“ Susan war sichtlich begeistert von ihrer eigenen Idee, während Emilia sich die Hände vors Gesicht schlug und sich wünschte, sie hätte dieses Thema nie angesprochen. Wie hatte sie nur so naiv sein können?
      „Gibt es für mich noch eine Möglichkeit, aus der Nummer raus zu kommen?“, fragte sie hilflos.
      „Äh NEIN!“, antwortete Susan knapp. „Du darfst aber die Frist festlegen, wie wär das?“ Vorsichtig spinkste Emilia zwischen ihren Fingern hervor, die noch immer auf ihrem Gesicht lagen.
      „Dann werde ich ihn fragen, ob er mit mir zum Jubiläumskonzert von Ed Sheeran geht, anlässlich seines 75. Geburtstags … und natürlich kurzfristig, weil so lange plant ja kein Mensch im Voraus.“ Sie dachte, der Versuch das Ganze ins Lächerliche zu ziehen, könnte vielleicht zu einem Ablenkungsmanöver werden, um dann auf ein anderes Thema zu kommen. Da kannte sie aber Susan schlecht.
      „Meine Güte, was bist du nur für ein Angsthase! Was soll denn schief gehen? Du wirst dich in den nächsten Tagen an ihn herantasten, deine Chancen checken und im günstigen Augenblick fragst du ihn nach einem Date. Wenn er nein sagt, ist das zwar schade, aber dann hast du es wenigstens versucht.“ Scheinbar wollte Susan ihr ernsthaft Mut machen, verstand aber ganz offensichtlich nicht, wo das Problem lag. Wie sollte sie auch? Manchmal verstand Emilia sich ja selber nicht.
      Schon oft hatte sie gehört, dass sie hübsch sei, doch konnte sie ihrem Spiegelbild beim besten Willen keine große Bewunderung entgegenbringen. Selbst die langen blonden Haare, die ihr wie eine Löwenmähne ungebändigt über die Schultern fielen oder die rehbraunen Augen, die auf einzigartige Weise durch goldene Sprenkler durchzogen waren, vermochten daran nichts zu ändern. Ihr Selbstbewusstsein dümpelte irgendwo am Nullpunkt.
      „Pass auf, ich werde es mir durch den Kopf gehen lassen. Mehr kann ich im Moment nicht dazu sagen“, seufzte sie und guckte gleichzeitig auf ihre Armbanduhr. „Also, wenn wir noch einen Film gucken wollen, dann jetzt, denn sonst wird es zu spät.“
      Wenn auch nur widerwillig, so gab sich Susan zumindest für`s Erste geschlagen und nachdem sich beide endlich auf eine der unzähligen Romanzen geeinigt hatten, die zur Auswahl standen, wurde es richtig gemütlich. Susan entzündete ungefähr einhundert Teelichter, dimmte das Licht und kuschelte sich neben Emilia auf die Couch.


      Hier geht`s weiter:
      Kapitel 3

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Rainbow () aus folgendem Grund: Korrektur

    • Hey @Rainbow,

      Genau so eine Freundin wie Susan hatte ich auch, leider ging die Freundschaft in die Brüche, wegen dem ganzen verkrampft verkupeln. Hatte Ausmaße angenommen, die das Wasser zum uberkochen gebracht hat.

      Aber bei deiner Geschichte ist das ja eher lieb gemeint von ihr. Die Dialoge finde ich wirklich gut gelungen zwischen den beiden. Ich tue mir ja leider etwas schwerer damit.
      In Emilia sehe ich mich wieder. Ich hab auch nicht wirklich Selbstbewusstsein und auch wenn man mir sagt das ich hübsch bin, sobald ich in einen Spiegel sehe, naja ich finde mich halt nicht hübsch. Ich kann Emilia jetzt schon gut leiden
      Schönes Kapitel und ich freue mich auf das nächste mit Elias.
      Ist es Absicht das beide mit E beginnen?

      LG kathamaus
    • Rainbow schrieb:

      Was ist eigentlich mit deiner Helios-Geschichte. Bist du da noch dran???
      Habe sie erstmal auf Eis gelegt. Sie ist ja auch schon recht lang und ich merkte einfach, dass mir die Ideen augegangen waren. Vielleicht kommt irgendwann wieder genug Lust auf, ein weiteres Kapitel zu schreiben.

      Rainbow schrieb:

      „Du machst mich wahnsinnig, weißt du das? Also, er ist 28 Jahre alt, Psychologe, hat braune Haare, wunderschöne haselnussbraune Augen, trägt gerne legere Kleidung, in seiner Freizeit spielt er Tennis und geht regelmäßig joggen, …“
      Zahlen in der wörtlichen Rede IMMER (ABSOLUT IMMER) ausschreiben! Auch wenn die Zahl Dreihundertachtundvierzigtausendneunhundertsechsundsiebzig sein sollte. Es sieht zwar scheiße aus, aber man kann keine Zahlen als Zahlen sprechen, nur als Worte. :alien:

      Rainbow schrieb:

      „Dann werde ich ihn fragen, ob er mit mir zum Jubiläumskonzert von Ed Sheeran geht, anlässlich seines 75. Geburtstags … und natürlich kurzfristig, weil so lange plant ja kein Mensch im Voraus.“
      Zuerst war ich hart am Zweifeln, ob ich was mit den Augen hätte, weil er auf mich nicht älter als 30 wirkte. Erst im Anschluss hatte ich begriffen, dass sie es sarkastisch meinte. :alien:

      Ich stimme @Kathamaus zu. Auch mir gefiel dieser Teil sehr gut. Mir gefallen solche Konversationen. Ich persönlich finde auch, dass man dadurch die Charaktere gut kennenlernen kann. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. :alien:
      Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.

      -Albert Einstein-
      ___________________
      Helios III (Arbeitstitel)
    • Ich habe mich dann auch mal durch die "Neuzeit"-Kapitel gearbeitet.

      Alles in allem kann ich eigentlich nichts kritisieren. Liegt vielleicht auch daran, dass ich aufgrund meiner biologischen Veranlagung nicht all zu viel zu diesen Mädelsabenden sagen kann :D

      Als sie sich das Auto geliehen hat und du im Text auf die Fahrangst eingegangen bist, habe ich direkt gedacht: Emilia kommt nicht an, das nächste Kapitel findet wohl oder übel im Krankenhaus statt. Gut, dass es nicht so passiert ist, das pushed die Erwartungshaltung. Bisher finde ich die Personen allesamt authentisch und lebendig, die sozialen Beziehungen finden mit ordentlich Frotzeleien ihren Weg durch die Zeilen, das lässt auf eine gewisse Nähe zwischen den Charakteren schließen und lässt sie nicht fad wirken.

      Der Mädelsabend findet insgesamt für mich so statt, wie ich mir als Kerl einen Mädelsabend vorstelle. Hier ein Sektchen oder Weinchen, da was zu knabbern und zwischendrin Beziehungsgeplapper und die richtig harten Kernthemen der weiblichen Hälfte der Menschheit :P und das alles verpackt in dem Motto "Reich und schön, wir gönnen uns".

      Und wegen Kapiteln, die sich zeitlich und inhaltlich so stark unterscheiden:
      An dieser Stelle will ich noch mal erwähnen, dass mir persönlich dieser "Stilbruch", wie manch einer ihn vielleicht nennen würde, sogar ganz gut gefällt. Kontrast und Abwechslung auf diese Weise, würzen meiner Meinung nach eine Geschichte, deswegen finde ich es durchaus vertretbar, ca. 3 Handlungsstränge oder aufeinanderfolgende Kapitel zu haben, die einen sehr individuellen Erzähler besitzen und sich dadurch zusätzlich voneinander abgrenzen.
      Je größer diese Kluft ist, desto mehr frage ich mich als Leser, wie der Autor die Stränge dann nachvollziehbar zusammenführt. Das schürt aber natürlich auch eine gewisse Erwartung, die erfüllt und befriedigt werden will und bietet damit auch das Potenzial, die Sache im schlimmsten Fall zu verhauen.

      So far, nächstes Kapitel. Bitte. Danke. :D
      Halt !
      Stop !
      Zutritt nicht gestattet !
      Lesen verboten !

      ... obwohl, macht doch was ihr wollt. Ich bin eine Signatur, kein Cop.

      "Das Erbe der letzten Wächterin" - High Fantasy
      Der Preis eines Lebens - Kurzgeschichte
    • @Rainbow :)

      Spoiler anzeigen


      Jetzt haben wir Emilia und Susan besser kennen gelernt ^^
      Die sind mir beide sehr sympathisch und ergänzen sich auch gut. Die eine eher ruhig und zurückhaltend, die andere quirlig und aufgeweckt... Hey! Hast du mich und meine Freundin beobachtet??? :ninja:
      Spaß ;)

      Viel passiert ja noch nicht. Ist halt ein gemütlicher Mädelsabend, mit dem üblichen Gerede :D sehr authentisch und glaubwürdig beschrieben

      Zarkaras Jade schrieb:

      Zahlen in der wörtlichen Rede IMMER (ABSOLUT IMMER) ausschreiben! Auch wenn die Zahl Dreihundertachtundvierzigtausendneunhundertsechsundsiebzig sein sollte. Es sieht zwar scheiße aus, aber man kann keine Zahlen als Zahlen sprechen, nur als Worte.

      Jap. Sehe ich absolut genauso. Das soll ja kein Sachtext werden :rolleyes:
      Ich finde, wenn so zwischendrinn einfach mal ne Zahl steht (als Zahl), reißt mich das als Leser immer völlig raus 8|



      LG :)
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-
    • Spoiler anzeigen

      @Kathamaus: Ja, Susan kann ganz schön nerven :) Aber wie du schon richtig gesagt hast, meint sie es gut und ich glaube, Emilia braucht machmal einen kleinen Schups. Und zu der Sache mit dem Selbstbewusstsein...mag sein, dass ich mich irre, aber die Erfahrung hat es mich gelehrt, dass es oftmals genau diejenigen mit dem schwachen Selbstbewusstsein sind, die bei anderen umso besser ankommen. Sie unterschätzen sich halt selber einfach maßlos.
      Dass die Namen beide mir "E" beginnen hat keine besondere Bewandnis. Ich hoffe, es stört beim Lesen nicht allzu sehr. Mir haben die Namen einfach gut gefallen :hmm:

      @Zarkaras Jade: Ehm...ja. Die Sache mit den Zahlen....stimmt! Was für ein blöder Anfängerfehler ^^ Danke für den Hinweis. Und zu dem Sarkasmus: Manchmal ist es nicht leicht, bei Geschriebenem den richtigen Ton zu treffen, sodass es richtig rüberkommt. Ich hoffe aber, dass man es an der Stelle dennoch irgendwie kapiert.

      @Ralath: Naja, so hatten die Herren wenigstens mal die Gelegenheit, Mäuschen zu spielen und einem "Mädelabend" beizuwohnen ^^ Ich hoffe, ich habe euch damit nicht zu sehr überstrapaziert. Und zu der Erwartungshaltung: Es wäre blöd, wenn die nicht da wäre, oder? Bin gespannt, ob es mir gelingt, sie zu erfüllen.

      @LadyK: Ich schätze mal, dass sich gute Freundschaften dadurch auszeichnen, dass man sich ergänzt. Da darf man ruhig ein wenig gegensätzlich sein...das macht die Sache ja auch viel spannender und interessanter. :)




      Vielen Dank für eure Rückmeldungen :) ... Wie vesprochen, wechseln wir nun wieder in Elias`Welt und schauen mal, was er nach dem Tribunal so treibt...

      p.s.: Ich hoffe, ich erschlage euch nicht, wenn ich alle drei Tage einen neuen Teil poste. (?)



      Kapitel 3
      Die Ruhe vor dem Sturm


      Elias wusste nicht mehr, wie lange er schon umherlief. Nachdem er die Herrschaftsräume verlassen hatte, war er zunächst völlig orientierungslos und ohne festes Ziel vor Augen durch die Gegend geirrt, bis er schließlich zu dem Ort gekommen war, den er früher schon aufgesucht hatte, wenn er Ruhe zum Nachdenken brauchte. Weit weg vom Trubel auf dem großen Herrschaftsplatz, mit den prunkvollen Bauten und der wunderschönen riesengroßen Gartenanlage, gab es einen Aussichtspunkt, von dem aus man einen freien Blick auf die Wolkendecke hatte, die sich wie ein weißer Teppich ins Unendliche erstreckte.
      Elias setze sich auf einen Felsvorsprung, von dem der größte Teil in Wolken gehüllt war, und ließ die Beine in die Tiefe baumeln. Am Horizont zeichneten sich die Strahlen der untergehenden Sonne ab, die alles in ein orange-rotes Licht tauchten. Eine kühle Brise wehte ihm ins Gesicht und wäre er in der Lage gewesen, Kälte als solche wahrzunehmen, dann hätte es ihn vielleicht gefröstelt.
      Seine feinstoffliche nichtmaterielle Daseinsform erlaubte es ihm nicht, körperliche Empfindungen zu spüren. Menschliche Bedürfnisse, wie Hunger, Durst, Schlaf oder der Wunsch nach körperlicher Zuwendung, waren für ihn nie nachvollziehbar gewesen und bislang hatte es auch keinen Grund gegeben, etwas daran ändern zu müssen. Ihm war nicht wohl zumute bei dem Gedanken, eine menschliche Gestalt anzunehmen und sich an diesen Ort zu begeben, wo man sich aufgrund von Machtstreben und Habgier ohne jegliches Mitgefühl oder Gnade gegenseitig auslöscht.
      Elias wusste, dass es laut der himmlischen Ordnung höchstes Gesetz war, den Menschen mit Respekt und Hochachtung zu begegnen und dass er uneingeschränkt für deren Schutz verantwortlich war. Dennoch hatte er sich in der Vergangenheit mehrfach gefragt, warum Gott sich so schwer damit tat, seinen Fehler einzugestehen und dem ganzen Leiden auf der Erde nicht einfach ein Ende bereitete.
      Gedanken wie diese laut auszusprechen, hätte an Hochverrat gegrenzt, und was dieses Thema betraf, war man hier oben in höchster Alarmbereitschaft. Denn das Böse schlich umher und machte auch vor den Reihen der Engel nicht halt. Infiziert durch die Verlockungen, die eine selbstbestimmte Existenz mit sich brachte, gerieten viele Himmelswächter ins Schwanken, weshalb die finstere Seite zunehmend an Macht gewann und die Rekrutierung neuer Gefolgsleute nicht abriss.
      Die Anhängerschaft derer, die gegen das Reich Gottes kämpften und die himmlische Ordnung, in der Form, wie sie bereits seit Anbeginn der Zeit bestand, zerstören wollten, war so in der Vergangenheit immer größer und bedrohlicher geworden.
      Das bekannteste und zugleich verheerendste Vorkommnis in der Geschichte seines Reiches, war der Fall des mächtigen Engelsfürsten ´Luzifer` gewesen, der sich Gott hatte gleich machen wollen und nach einem erbitterten Kampf von Erzengel Michael in die tiefsten Abgründe der Verdammnis verbannt worden war. Eine Vielzahl von Irrgläubigen hatte es ihm daraufhin gleichgetan und war ihm nach der sagenumwobenen ´Schlacht des Höllensturzes` in die ewige Finsternis gefolgt, wo sie zu abartigen dämonischen Kreaturen verkommen waren. Blind vor Zorn, dem Wahnsinn verfallen und angetrieben von grausamen Rachegelüsten, fieberten sie dort dem Tag der Abrechnung entgegen. Immer wieder formierten sie sich zu neuen Armeen, die bislang einzig aus dem Grunde gescheitert waren, weil es Unstimmigkeiten darüber gab, wer zuletzt den hart umkämpften Thron Gottes besteigen und die alleinige Herrschaft über das Universum erlangen dürfte.
      Die Wachsamkeit der Engelsfürsten und das besondere Augenmerk, welches auf Engel gelegt wurde, die sich nicht regelkonform verhielten, war vor diesem Hintergrund durchaus nachvollziehbar.
      Und dennoch konnte Elias nicht verstehen, warum man ihn ausgerechnet jetzt fortschickte, da die jüngsten Friedensverhandlungen gescheitert und die Delegation von Abgesandten mit einer unmissverständlichen Botschaft zurückgekehrt waren. Die Tatsache, dass man hier in anderen zeitlichen Dimensionen dachte und zwischen dem Eingang einer Kriegserklärung und dem Ertönen des Kampfhorns schon mal mehrere tausend Jahre vergehen konnten, beruhigte ihn nicht wirklich. Und wer vermochte schon zu sagen, was dieser Dagon im Schilde führte und ob er eine reale Bedrohung darstellte.
      Dass man einen seiner kampftauglichsten Krieger wegen einer Lappalie zu einer Disziplinarstrafe verdonnerte, rührte nicht gerade von besonderer Weitsicht, wie Elias fand und konnte von ihm ihn keinster Weise gutgeheißen werden.
      Aber was sollte er tun? An dem Urteil der Fürsten war nicht zu rütteln und auch, wenn er weit entfernt davon war, sich mit diesen verräterischen Abtrünnigen zu vergleichen, so hatte er es dennoch nie geschafft, seine Ablehnung gegen das menschliche Geschlecht zu verbergen, was ihm letztlich zum Verhängnis geworden war.
      Dabei war er sich durchaus darüber im Klaren, dass die Menschen nicht nur schlecht und gottverlassen waren. Gelegentlich traf er auf Engel der dritten Sphäre, die als Schutzengel, als Boten oder als Seelenbegleiter auf der Erde eingesetzt waren und von ihren Erlebnissen im Austausch mit den Menschen berichteten. So war Elias die Geschichte einer jungen Mutter zugetragen worden, die sich inmitten eines Kriegsgebietes, nur mit einem Stock in der Hand, schützend vor ihr Kind geworfen hatte, um dieses vor den schwer bewaffneten Soldaten zu beschützen, die gerade das Dorf hatten stürmen wollen. Mutterliebe in dieser Ausprägung zählte eindeutig zu den positiven Eigenschaften, die man den Menschen anrechnen musste, wie Elias anerkennend zugeben musste. Ebenso beeindruckt war er von den Widerstandsgruppen gewesen, die sich in Kriegszeiten zusammengeschlossen, und sich, allen Gefahren zum Trotz, aus dem Untergrund heraus gegen die Übermacht eines ganzen politischen Regimes aufgelehnt hatten. Die Form von Nächstenliebe, bei der normale Zivilisten den Mut aufbrachten, politisch verfolgte Menschen bei sich zu verstecken und somit das eigene Leben und das ihrer ganzen Familie aufs Spiel zu setzen, hatte ihm schwer imponiert. Die menschliche Fähigkeit eine Art romantischer Liebe für einen ausgewählten Partner zu empfinden und einen lebenslangen Bund mit ihm einzugehen, war für ihn zwar am schwierigsten nachvollziehbar, dadurch jedoch nicht minder interessant. Trotz allem konnte er sich aber nicht des Eindrucks erwehren, dass das Böse in vielfältigen Formen und Erscheinungen zunehmend die Oberhand gewann und die Menschen, wie sie Gott einst geschaffen hatte, mit ihren guten Eigenschaften, vom Aussterben bedroht waren.
      Elias hatte sich seinen Gedanken hingegeben und nicht bemerkt, wie spät es schon geworden war. Die Sonne war bereits untergegangen und der schwarze Nachthimmel von Millionen leuchtender Sterne übersät.
      Erstaunlich, dass sich den Menschen, wenn auch aus einer anderen Perspektive, ein ganz ähnliches Bild zeigte, wenn sie spät abends den Blick nach oben richteten, kam es ihm in den Sinn. Lediglich die Dimension war eine andere. Er genoss die Stille und den Blick in die unendliche Weite. Das musste die vielfach benannte Ruhe vor dem Sturm sein, dachte er bei sich. Plötzlich fiel ihm ein, dass er eine Sache noch dringend erledigen musste, bevor er sich bei Erzengel Rafael melden würde, um seinen neuen Dienst anzutreten. Bei einer Person musste er sich in jedem Fall noch verabschieden. Micah.


      Hier geht`s weiter:
      Kapitel 3.1

      Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von Rainbow () aus folgendem Grund: Korrektur

    • Ich mag Elias :)

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      Er scheint doch ein ganz netter Typ zu sein... Pardon... Engel ^^

      Ich stelle es mir nicht so erfüllen vor, ohne jegliche Gefühle zu leben. Obwohl man ja bedenken muss, dass er es gar nicht anders kennt :huh:
      Wie er mit sich hadert und welche Gedanken er sich macht, gefällt mir sehr gut. Hier kommt deutlich zum Vorschein, dass er nicht ganz so ist, wie man sich einen Engeln vorstellt... Obwohl. Wenn ich genau darüber nachdenke, wüsste ich gar nicht, wie ich ihn mir vorstellen sollte. Er scheint zumindest anders zu sein, als seine Artgenossen.

      Rainbow schrieb:

      Elias setze sich auf einen Felsvorsprung, von dem der größte Teil in Wolken gehüllt war, und ließ die Beine in die Tiefe baumeln. Am Horizont zeichneten sich die Strahlen der untergehenden Sonne ab, die alles in ein orange-rotes Licht hüllten.
      Sind zwei ziemlich ähnliche Wörter. Da ich die erste Beschreibung einfach klasse und gelungen finde, würde ich eventuell das zweite "hüllte" ersetzen. Vorschlag : tauchten oder ähnliches. Ich bin mir sicher, dass dir was einfällt.

      Und dann ist mir aufgefallen, dass du in diesem Abschnitt sehr viele längere Sätze geschrieben hast, die du irgendwie immer mal wieder mit Kommas getrennt hast. Ich geb dir mal ein Beispiel

      Rainbow schrieb:

      Blind vor Zorn, dem Wahnsinn verfallen und angetrieben von grausamen Rachegelüsten, fieberten sie dort dem Tag der Abrechnung entgegen und formatierten sich zu immer wieder neuen Armeen, die bislang einzig aus dem Grunde gescheitert waren, weil es Unstimmigkeiten darüber gab, wer zuletzt den hart umkämpften Thron Gottes besteigen und die alleinige Herrschaft über das Universum erlangen dürfte.
      An diesem Satz ist alles in Ordnung, so wie bei den restlichen auch. Allerdings finde ich den viel zu lang und umständlich. Davon hast du in dem Absatz recht viele versteckt, was grundsätzlich ja nicht schlimm ist. Trotzdem wollte ich das anmerken, weil es für mich so etwas schwer zu lesen war X/

      Vorschlag für dieses Beispiel :

      Blind vor Zorn, dem Wahnsinn verfallen und angetrieben von grausamen Rachegelüsten, fieberten sie dort dem Tag der Abrechnung entgegen. Immer wieder formatierten sie sich zu neuen Armeen, die bislang einzig aus dem Grunde gescheitert waren, weil es Unstimmigkeiten darüber gab, wer zuletzt den hart umkämpften Thron Gottes besteigen und die alleinige Herrschaft über das Universum erlangen dürfte.

      Ich habe ihn jetzt nur einmal geteilt. Aber ich finde, dass es den Lesefluss wieder etwas entspannt. Weißt du, was ich meine?

      Ansonsten: ich mochte wieder den harten stilistischen Bruch zwischen modern und eher altertümlichen Geschreibsel. Ich finde das echt cool und bemerkenswert, wie dir das gelingt :thumbup:

      Edit: und wer ist Micah!???



      LG :)
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-
    • Hey @LadyK,

      danke für deine Rückmeldung zum aktuellen Teil :)

      LadyK schrieb:

      Ich mag Elias
      Ich auch ^^

      LadyK schrieb:

      Ich stelle es mir nicht so erfüllen vor, ohne jegliche Gefühle zu leben.
      Naja, es ist nicht so, dass er keine Gefühle empfinden kann. Im Prinzip ist das genau der Punkt, an dem er sich von den anderen Engeln unterscheidet. Ich hatte gehofft, dass das während des Tribunals deutlich geworden ist. :hmm:
      In diesem aktuellen Teil wollte ich nur beschreiben, dass er aufgrund seiner "feinstofflichen Daseinsform" zum Beispiel keine Wärme oder Kälte empfinden kann...er hat keinen Hunger und auch kein Bedürfnis nach Schlaf...das hat aber nicht direkt etwas mit der Gefühlsbene zu tun.
      Hoffentlich ist das irgendwie rübergekommen, sonst muss ich das vielleicht noch mal genauer beschreiben.

      LadyK schrieb:

      An diesem Satz ist alles in Ordnung, so wie bei den restlichen auch. Allerdings finde ich den viel zu lang und umständlich.
      Stimmt! Der Satz ist mir wirklich irgendwie entgleist ^^ ...ich mach ihn kürzer.

      LadyK schrieb:

      Ansonsten: ich mochte wieder den harten stilistischen Bruch zwischen modern und eher altertümlichen Geschreibsel. Ich finde das echt cool und bemerkenswert, wie dir das gelingt
      Freut mich, dass es dir gefällt. Bestimmt ist das auch ein bisschen Geschmacksache ...

      LadyK schrieb:

      Edit: und wer ist Micah!???
      Abwarten... :D

      LG,
      Rainbow
    • Rainbow schrieb:

      Naja, es ist nicht so, dass er keine Gefühle empfinden kann. Im Prinzip ist das genau der Punkt, an dem er sich von den anderen Engeln unterscheidet. Ich hatte gehofft, dass das während des Tribunals deutlich geworden ist.
      In diesem aktuellen Teil wollte ich nur beschreiben, dass er aufgrund seiner "feinstofflichen Daseinsform" zum Beispiel keine Wärme oder Kälte empfinden kann...er hat keinen Hunger und auch kein Bedürfnis nach Schlaf...das hat aber nicht direkt etwas mit der Gefühlsbene zu tun.
      Hoffentlich ist das irgendwie rübergekommen, sonst muss ich das vielleicht noch mal genauer beschreiben.
      Genau das meinte ich auch. Hunger oder Schlaf ist auf eine Art ja auch nur ein Gefühl.
      Das Elias anders ist, machst du gut während des Tribunals deutlich. Daran brauchst du nichts zu ändern. Ich meinte das eher auf die ja, dinglichen Gefühle bezogen. Ich kann es mir nicht vorstellen, plötzlich nichts mehr zu essen :D

      Meine Schuld, ich hätte mich etwas deutlicher ausdrücken müssen :whistling:

      LG :)
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-
    • Rainbow schrieb:

      Naja, es ist nicht so, dass er keine Gefühle empfinden kann. Im Prinzip ist das genau der Punkt, an dem er sich von den anderen Engeln unterscheidet. Ich hatte gehofft, dass das während des Tribunals deutlich geworden ist.
      In diesem aktuellen Teil wollte ich nur beschreiben, dass er aufgrund seiner "feinstofflichen Daseinsform" zum Beispiel keine Wärme oder Kälte empfinden kann...er hat keinen Hunger und auch kein Bedürfnis nach Schlaf...das hat aber nicht direkt etwas mit der Gefühlsbene zu tun.
      Hoffentlich ist das irgendwie rübergekommen, sonst muss ich das vielleicht noch mal genauer beschreiben.
      Also ist das sein Alleinstellungsmerkmal unter den Engeln? Dass er als einziger diese erweiterte Gefühlsebene hat, die er in den Menschen so faszinierend findet?
      Dass Elias anders ist, als die bisher beschriebenen Engel, ist im vorherigen Teil klar geworden. Allerdings kam mir das eher wie ein, ich nenne es mal "Generationenkonflikt" vor. Ich dachte, diese unterschiedlichen Einstellungen zwischen den Mitgliedern des Tribunals und ihm rühren von den verschiedenen Ständen/Stellungen her oder sind schlicht Charaktersache. Wenn ihn dieses spezielle Empfinden also auch vom Otto-Normal-Engel abgrenzt, sollte das vielleicht noch irgendwo Erwähnung finden.

      Um mich mal kurz in die Sache mit der Definition von Gefühlen einzuklinken:

      Nach meinem persönlichen Verständnis würde ich das vielleicht so unterscheiden:

      Gefühle sind sowohl Gefühle wie Hunger, Durst, Temperaturempfinden, Erschöpfung und dergleichen (also auch körperliche Bedürfnisse), als auch Emotionen wie Sehnsucht, Mitgefühl, Liebe und Hass -, als auch die Kernsinnesempfindungen wie zb. das Ertasten und Spüren von Gegenständen.
      Emotionen sind also eine Unterkategorie von dem Oberbegriff der Gefühle und beziehen sich eher auf die geistigen/seelischen Empfindungen.

      *

      Elias scheint ja recht genau mitzubekommen, was auf der Erde so alles schief läuft. Dass er sich trotz der scheinbar verdorbenen Menschheit Gedanken darüber macht, dass es auch Ausnahmen von der Regel gibt, lässt ihn sympathisch wirken.
      Mir gefällt übrigens auch die leise Andeutung eines himmlischen Bürokratieproblems mit einer Spur Lethargie/Langsamkeit, weil Kriegserklärungen und Attacke auch gerne mal ein Millenium auf sich warten lassen. Scheint im krassen Gegensatz zu unserem hektischen Alltag zu stehen.

      Ach, und ja: Who the fuck is Micah? :D
      Halt !
      Stop !
      Zutritt nicht gestattet !
      Lesen verboten !

      ... obwohl, macht doch was ihr wollt. Ich bin eine Signatur, kein Cop.

      "Das Erbe der letzten Wächterin" - High Fantasy
      Der Preis eines Lebens - Kurzgeschichte
    • Hey @Rainbow schönes neues Kapitel und ich bin immer noch baff wie gut du mit Wörtern umgehen kannst.
      Ich finde Elias Gedankengänge echt beeindruckend. Dafür das engel eigentlich keine eigenen Empfindungen haben, wenn ich das richtig verstanden habe, setzt er sich mit den Empfindungen der Menschen ziemlich lange und ausführlich auseinander. Ich find es gut. Und natürlich würde ich jetzt auch gerne wissen, wer micah ist.
      Ich finde deinen alle drei Tage Kapitel posten gar nicht so schlimm. Klar kann man eventuell nicht gleich lesen, aber wenn man dann halt zwei Teile gleich hat, geht das ja auch noch.

      Also los weiterschreiben.

      LG kathamaus
    • @Rainbow

      Kapitel 2.2
      Spoiler anzeigen
      „Dann werde ich ihn fragen, ob er mit mir zum Jubiläumskonzert von Ed Sheeran geht, anlässlich seines 75. Geburtstags … und natürlich kurzfristig, weil so lange plant ja kein Mensch im Voraus.“

      Ok, wir befinden uns also in der Zukunft :D

      Ist jetzt endlich vorbei mit Beziehungs-Tratsch? :P


      Kapitel 3
      Spoiler anzeigen
      Eine Vielzahl von Irrgläubigen hatte es ihm daraufhin gleichgetan und war ihm nach der sagenumwobenen ´Schlacht des Höllensturzes` in die ewige Finsternis gefolgt, wo sie zu abartigen dämonischen Kreaturen verkommen waren.

      Das müsste "hatten" und "waren" heißen

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      Immer wieder formatierten sie sich zu neuen Armeen, die bislang einzig aus dem Grunde gescheitert waren, weil es Unstimmigkeiten darüber gab, wer zuletzt den hart umkämpften Thron Gottes besteigen und die alleinige Herrschaft über das Universum erlangen dürfte.

      Also ich bin mir ziemlich sicher, dass Dämonen sich nicht "formatieren" xD Das machen nur Computer :P

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      Ebenso beeindruckt war er von den Widerstandsgruppen gewesen, die sich in Kriegszeiten formatiert, und sich, allen Gefahren zum Trotz, aus dem Untergrund heraus gegen die Übermacht eines ganzen politischen Regimes aufgelehnt hatten.

      Nein, auch Widerstandgruppen "formatieren" sich nicht xD :P

      Interessante und nachvollziehbare hat Elias da. Ich bin auf seine erste Reaktion beim Treffen mit Menschen gespannt. Ich stells mir lustig vor :D
      Ansonsten weiß ich aktuell nichts. Kann weiter gehen. :)
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ

      Der Gott, der nicht sein sollte (Urban Fantasy)
      Noetik (Sonstige Fantasy)


      MEINE TO-DO-LISTE

      To do... To do... To do, to do, to do, to do, to doooo, dododododo


    • Danke, dass ihr noch mitlest und nach wie vor euren Senf zu meinem Geschreibsel abgebt. Es ist interessant, aber man bekommt tatsächlich selber nochmal eine ganz andere Sicht auf die Dinge und den eigenen Text, wenn man sich darüber austauscht....das hilft mir wirklich sehr.

      So, jetzt mal gucken, ob das mit meinen ganzen Spoilern wieder funktioniert....

      Spoiler anzeigen


      Ralath
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      Ralath schrieb:

      Dass Elias anders ist, als die bisher beschriebenen Engel, ist im vorherigen Teil klar geworden. Allerdings kam mir das eher wie ein, ich nenne es mal "Generationenkonflikt" vor. Ich dachte, diese unterschiedlichen Einstellungen zwischen den Mitgliedern des Tribunals und ihm rühren von den verschiedenen Ständen/Stellungen her oder sind schlicht Charaktersache. Wenn ihn dieses spezielle Empfinden also auch vom Otto-Normal-Engel abgrenzt, sollte das vielleicht noch irgendwo Erwähnung finden.
      Ja, es war in der Tat so gemeint, dass Elias anders ist und aufgrund seiner besonderen Art aneckt bzw. zuletzt ja sogar das Wort "Abtrünniger" im Zusammenhang mit seinem Namen gefallen war. Das wird aber, denke ich, noch deutlicher werden...ich meine, dass er speziell ist und sich von den anderen Engeln unterscheidet. Ein reiner Generationenkonflikt ist es definitiv nicht und es hat auch nichts mit der Stellung innerhalb der Hierarchieebene zu tun. Ich befürchte, du wirst weiterlesen müssen...dann klärt sich das hoffentlich noch ^^

      Ralath schrieb:

      Gefühle sind sowohl Gefühle wie Hunger, Durst, Temperaturempfinden, Erschöpfung und dergleichen (also auch körperliche Bedürfnisse), als auch Emotionen wie Sehnsucht, Mitgefühl, Liebe und Hass -, als auch die Kernsinnesempfindungen wie zb. das Ertasten und Spüren von Gegenständen.
      Emotionen sind also eine Unterkategorie von dem Oberbegriff der Gefühle und beziehen sich eher auf die geistigen/seelischen Empfindungen.
      Ja, man spricht ja auch von einem Hungergefühl-insofern würde ich dir da zustimmen. Mir war es nur wichtig,das ein Stück weit voneinander abzugrenzen, weil diese Bedürfnisse (Hunger, Durst, Schlaf) und zum Beispiel das Empfinden von Wärme/Kälte bei Elias genauso ausgeprägt sind, wie bei allen anderen Engeln. Das heißt, hier unterscheidet er sich nicht von ihnen. Seine Andersartigkeit basiert eher auf der emotionalen Ebene, wie zum Beispiel der von dir beschrieben Sehnsucht, dem Mitgefühl, der Liebe, dem Hass...natürlich ist das bei ihm nicht so krass augeprägt, wie bei einem Menschen, aber er fällt schon alleine dadurch auf, dass er bestimmte Dinge hinterfragt und einen eigenen Willen hat, den er oft genug auf unverblümte und auch emotionale Weise kundtut. :)

      Ralath schrieb:

      Ach, und ja: Who the fuck is Micah?
      Ein bisschen Geduld... er kommt im nächsten Teil an die Reihe :D



      Kathamaus
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      Kathamaus schrieb:

      Ich finde Elias Gedankengänge echt beeindruckend. Dafür das engel eigentlich keine eigenen Empfindungen haben, wenn ich das richtig verstanden habe, setzt er sich mit den Empfindungen der Menschen ziemlich lange und ausführlich auseinander. Ich find es gut. Und natürlich würde ich jetzt auch gerne wissen, wer micah ist.
      Vielleicht tut er ja auch nur so, dass sie ihn gar nicht interessieren...ich denke, dass er die Menschen und ihre Eigenarten insgeheim ganz spannend findet...vielleicht auch gerade deshalb, weil er ihnen gar nicht so unähnlich ist...aber das würde er wahrscheinlich niemals öffentlich zugeben ;) Und MICAH...yääähhh....du wirst ihn schon bald kennenlernen :D



      Rebirz
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      Rebirz schrieb:

      Ist jetzt endlich vorbei mit Beziehungs-Tratsch?
      Für`s Erste ja. Ich bin wirklich seeehhhr stolz auf dich, dass du dich dadurch gekämpft hast :)

      Rebirz schrieb:

      Das müsste "hatten" und "waren" heißen

      Ich bin mir hier nicht ganz sicher. Eigentlich dachte ich, dass sich das "hatte" und das "war" auf die "Anzahl" an Irrgläubigen bezieht. Also: Die Anzahl war immer größer geworden und hatte dafür gesorgt, dass....(kapierst du, was ich meine?) Ich bin da jetzt ehrlich überfragt, wie das grammatisch korrekt gehandhabt wird. Aber das kann man sicher herausfinden ^^ Gut ist, dass du es angemerkt hast...


      Rebirz schrieb:

      Also ich bin mir ziemlich sicher, dass Dämonen sich nicht "formatieren" xD Das machen nur Computer
      Scheiße, du hast natürlich recht! :rofl: Und dann schreib ich den Mist auch gleich noch zweimal...wie geil...DANKE für den dezenten Hinweis.

      Rebirz schrieb:

      Ich bin auf seine erste Reaktion beim Treffen mit Menschen gespannt. Ich stells mir lustig vor
      Oh ja :D





      LG,
      Rainbow
    • So, dann will ich euch mal Micah vorstellen :) ....es geht weiter mit dem zweiten Teil von Kapitel 3...Tut mir leid, wenn der Abschnitt etwas länger geworden ist, aber ich hatte keine Ahnung, wo ich ihn trennen sollte. Wie immer freue ich mich über eure Rückmeldungen...


      Kapitel 3.1


      Elias betrat das imposante Bauwerk, das mit seinen hohen Mauern aus weißem Sandstein, den verspielten Türmen und Erkern wie eine Festung aussah. Verstärkt wurde der Eindruck durch den massiven Rundbogen, welchen man durchqueren musste, um in das Innere des Gebäudes zu gelangen.
      Für gewöhnlich stand dieser offen, doch konnte er im Falle einer Bedrohung durch eine gewaltige Pforte verschlossen werden, die aus purem Gold gefertigt und mit aufwendigen Verzierungen versehen war.
      Der beeindruckende Eingangsbereich verfügte über eine immens hohe Decke und bodentiefe Fenster, die den Blick auf den Innenhof freilegten. Edle Malereien zierten die Wände, die durch den flammenden Schein der vielen Kerzen in dem übergroßen Kronleuchter förmlich zum Leben erwachten. Die eine Wandseite bestand fast ausschließlich aus einer in die Mauer eingelassene Feuerstelle, vor der diverse Sitzmöglichkeiten arrangiert waren. Eine breite massive Steintreppe, die mit karminrotem Teppich belegt war, befand sich am gegenüberliegenden Ende der großen Halle und führte in die oberen Etagen.
      Innerhalb dieses Gebäudes, das man aufgrund seiner Größe schon fast als Areal hätte bezeichnen können, waren die Unterkünfte der Engel, welche der zweiten Sphäre angehörten.
      Elias ließ die Halle hinter sich, schritt die Treppe hinauf und begab sich zu dem Trakt, welcher den ´Gewalten` bestimmt war und somit ausschließlich Engeln Quartier bot, die dem himmlischen Heer dienten. Hier hatte er sich unendlich lange Zeit zu Hause gefühlt, kannte jeden Winkel und jedes Gesicht war ihm vertraut.
      Als er den langen Flur entlangging, auf dem auch sein Zimmer lag, überkam ihn das erste Mal, seit er die Anhörung vor dem Tribunal der Engelsfürsten verlassen hatte, das ernüchternde Gefühl Abschied nehmen zu müssen.
      Eine Welle von Trauer, Wut und Enttäuschung stürzte über ihn herein und er fühlte, wie ihm übel wurde. Er musste sich an der Wand abstützen, sonst hätte ihm die unerwartete Intensität dieser Gefühlsregungen den Boden unter den Füßen weggezogen. Empfindungen dieser Art waren ihm zwar nicht völlig neu, doch erinnerte er sich nicht daran, sie jemals in dieser Intensität erlebt zu haben. Was war nur plötzlich in ihn gefahren?
      Er erkannte sich selbst nicht wieder und musste dringend versuchen, das Gefühlschaos, das in ihm tobte, unter Kontrolle zu bringen. Plötzlich spürte er eine Berührung an der Schulter. Er hatte niemanden kommen hören. Das war an diesem Ort nichts Ungewöhnliches, da man sich hier aufgrund der anmutigen, fast schwebenden Fortbewegung nahezu lautlos nähern konnte. Manchmal gab es allerdings Situationen, in denen man sich wünschte, der andere würde über sein Gewandt stolpern oder auf andere Art und Weise auf sich aufmerksam machen.
      Elias nahm ein vertrautes Gesicht neben sich wahr, das ihn aus besorgten Augen anblickte. Micah.
      „Eli, Bruder. Was ist los mit dir? Ist alles in Ordnung?“, fragte dieser beunruhigt. Er trug die gleiche weiße Kutte wie auch Elias und hatte die Kapuze nach hinten geschoben. Seine jugendliche Erscheinung leuchtete in einem hellen Licht und die bis auf die Schultern fallenden goldblonden Locken bestätigten jedes Klischee engelhafter Erscheinungen.
      „Geht schon wieder. Heute ist einfach nicht mein Tag“, antwortete Elias mit einem gequälten Lächeln und stemmte sich von der Wand ab. „Hast du einen Moment Zeit für mich oder musst du zum Dienst?“
      „Ich muss erst später los und so wie du aussiehst, sollte ich mir wohl die Zeit für dich nehmen. Komm mit. Wir gehen zu mir.“ Micah öffnete die Tür zu seinem Zimmer, welches nur wenige Schritte von Elias` Kammer entfernt war. Dunkelheit schlug ihnen entgegen, als sie die Schwelle passierten.
      „Illumináre“, sagte Micah mit fester Stimme, woraufhin sich der Leuchter unter der Decke wie von selbst entzündete. Schlagartig wurde der Raum in ein warmes und flackerndes Licht getaucht.
      Die Innenausstattung war eher zweckmäßig und weniger gemütlich: Ein Schreibtisch, diverse gut bestückte Bücherregale ringsherum, eine Sitzecke bestehend aus einem Tisch und vier Stühlen, eine offene Feuerstelle sowie ein abgetrennter Bereich, welcher für Gebets- oder Meditationszwecke diente. Durch das schmale Fenster konnte man in den Innenhof hinunter sehen, in dessen Zentrum ein riesengroßer Baum stand, der wunderschöne weiße Blüten trug. Jetzt, da die Nacht hereinbrach, wurden im gesamten Außenbereich Laternen entzündet, die eine wohlige Atmosphäre verbreiteten.
      „Was ist denn passiert? Wir haben dich eben bei der Übung vermisst. Keiner wusste, wo du steckst.“ Micah bot Elias einen Stuhl an und rückte sich seinen ebenfalls zurecht.
      „Micah, ich bin gekommen, um mich zu verabschieden", brachte Elias mühsam hervor. „Ich gehöre ab heute nicht mehr dem himmlischen Heer an und ich werde ab sofort Erzengel Rafael unterstellt sein.“ Es fiel ihm ohnehin schon schwer, diese Worte herauszubringen, doch verkrampfte er sich noch mehr, als die Information bei Micah ankam und sich dessen Gesichtszüge verfinsterten.
      „Was?“, entfuhr es ihm. „Das kann doch nicht wahr sein. Sag mir, dass das nicht wahr ist und du nur wieder einen deiner blöden Scherze machst!“ Micah war aufgesprungen und der Stuhl polterte voller Getöse über den Boden.
      Den Blick stur auf den Tisch gerichtet, blieb Elias sitzen und atmete hörbar aus. „Nein. Diesmal ist es kein Scherz. Es ist mir völlig ernst und glaub` mir, ich wünschte mir nichts sehnlicher, als dass ich mich gleich ausschütten könnte vor Lachen, weil du mir mal wieder auf den Leim gegangen bist.“
      „Warum? Ich meine, was um Himmels willen hast du angestellt, dass man dich in die dritte Sphäre schickt. Jetzt mal ehrlich. Geht`s noch schlimmer?“ Ungläubig mit dem Kopf schüttelnd, lief Micah durch den Raum und fuhr sich mit den Fingern durch die lockigen Haare.
      „Danke. Du bist mir wirklich eine große Hilfe. Das ist genau die Art von Trost, die ich jetzt gebraucht habe“, entgegnete Elias, beugte sich über den Tisch und vergrub sein Gesicht in den geöffneten Handflächen. .
      „Sag mal, gibt es irgendetwas, das du mir sagen musst? Ich meine, verschweigst du mir vielleicht ein wesentliches kleines Detail? Bist du vielleicht beim Feiern einer schwarzen Messe erwischt worden oder hast du dich mit Luzifer persönlich eingelassen?“ Hektisch rieb sich Micah über die Stirn. Ein Zeichen dafür, dass er angestrengt nachdachte.
      „Hör zu, ich bin mindestens genauso überrascht über dieses Urteil, wie du es bist.“ Elias war nun ebenfalls aufgesprungen, bewegte sich auf seinen Freund zu und legte ihm die Hände auf die Schulter, sodass er ihm in die Augen blicken konnte. „Du kennst mich so gut wie niemand anders in dieser Sphäre. Es gibt keine andere verborgene Seite an mir und ich habe auch keine dunklen Geheimnisse. Ich bin wie ich bin und genau das ist das Problem. Weil ich anders bin, empfindet man mich als unbequem und, wenn ich das richtig einschätze, obendrein als Bedrohung. Deshalb schickt man mich an den Ort, wo ich, zumindest in deren Augen, am wenigsten anrichten kann.“ Er wandte sich von Micah ab, ging auf die Wand zu und lehnte sich rücklings dagegen.
      „Vielleicht hast du es in letzter Zeit einfach übertrieben. Ich meine, mit deiner offenen Kritik an den Lehrmethoden des Heerführers zum Beispiel. Ich meine, jeder weiß, dass der Posten mit Maruth fehlbesetzt ist, aber du hättest in dem Wortgefecht vor versammelter Mannschaft nicht so offen deine Überlegenheit demonstrieren müssen. Du hast Maruth ziemlich bloß gestellt und damit seine Autorität ganz schön ins Schwanken gebracht. Das ist bei den Fürsten nicht wirklich gut angekommen, könnte ich mir vorstellen. Ebenso, wie deine letzte offene Meinungsäußerung zum Thema ´irdische Geschehnisse`, als du die Menschheit mit einer Art Krankheit verglichen hast, die die Erde befallen habe. Ich erinnere mich noch daran, wie urplötzlich alles um uns herum still wurde und du von bösen Blicken durchbohrt wurdest.“ Ein kurzes Schmunzeln huschte über sein Gesicht, das sofort erstarb, als er in Elias verzweifelte Miene blickte.
      „Wirst du wieder zurückkommen?“, fragte er ihn jetzt wieder ernsthafter und mit traurigem Unterton.
      „Man hat mir gesagt, dass es einen Weg gebe zurückzukehren, wenn ich mich auf meine neue Aufgabe einlasse, durch die Auseinandersetzung mit den Menschen meinen spirituellen Horizont erweitere und wenn ich mich dann schließlich irgendwann selbst gefunden habe … Was auch immer das heißen mag.“ Elias verdrehte die Augen und der Unterton in seiner Stimme machte nur zu deutlich, was er von dem allen hielt.
      „Na dann ist das wohl ein Abschied für immer. Tut mir echt leid, Bruder.“ Micahs resignierter Blick verursachte in Elias ein Unbehagen. Ganz offensichtlich setzte sein Freund keine besonders großen Hoffnungen in ihn und konnte sich nicht vorstellen, dass er innerhalb kürzester Zeit seine Bedenken gegenüber dem menschlichen Geschlecht ablegen würde. Im Grunde konnte Elias es ihm nicht verübeln. Letztlich glaubte er selber nicht daran.
      Plötzlich hellte Micahs Miene sich wieder auf. „Pass auf, du spielst das Ganze jetzt erst mal mit und verhältst dich ruhig!“, versuchte er Elias aufzumuntern. „Versuch es wenigstens! Mal ganz nebenbei, könnte es dir wirklich nicht schaden, dich zur Abwechslung in der Praxis mit den Menschen zu beschäftigen, anstatt sie immer nur als wissenschaftliche Objekte zu betrachten. Ich weiß, dass du dich für ihre Wesenszüge und Verhaltensweisen interessierst und jetzt sag mir nicht, dass das nicht stimmt. Also, vielleicht kommst du ja tatsächlich zu neuen Erkenntnissen.“
      Elias verzog das Gesicht. Dass ihm die Vorstellung daran missfiel, war gelinde ausgedrückt, und dennoch hatte Micah den Nagel auf den Kopf getroffen. Er besaß als einer der wenigen die Fähigkeit, ihm ins Gewissen zu reden. Wahrscheinlich, weil er sich nicht so leicht von seiner aufbrausender Art einschüchtern ließ und irgendwie in sich selber ruhte. Letzteres war eine sehr beneidenswerte Eigenschaft, wie Elias fand.
      „Nicht mehr lange, dann feiern wir das Lichterfest. Da sind ausdrücklich Vertreter aller Sphären eingeladen. Solltest du vorher keine Gelegenheit haben, mich zu kontaktieren, dann werden wir uns spätestens dort treffen, okay?“, schlug Micah vor.
      Elias spürte, wie die Anspannung langsam von ihm abfiel. Er schöpfte tatsächlich Hoffnung, dass es vielleicht doch noch eine positive Wendung geben könnte. Das Lichterfest sollte von nun an der Punkt in weiter Ferne sein, auf den er zusteuern wollte. Sein persönlicher Anker, der ihn fixieren und davon abhalten sollte, dass er abtrieb. Mit einem Ruck stieß er sich von der Wand ab, an der er noch immer lehnte und ging auf seinen Freund zu.
      "Das ist ein guter Plan. Zumindest habe ich im Moment auch keinen besseren. Ich weiß nur, dass ich jetzt gehen muss. Es ist schon spät und ich wette, man wartet bereits auf mich. Bestimmt glauben die schon, ich sei untergetaucht oder so was.“ Elias war kein Freund tränenreicher Verabschiedungen und von Gefühlsduselei. Emotionale Schwächen dieser Art sollten lieber den Menschen vorbehalten bleiben, wie er fand. Die Hand von sich gestreckt, wartete er darauf, dass Micah einschlug. Mit einer raschen Bewegung zog dieser ihn an sich.
      „Pass auf dich auf und mach keinen Unsinn“, sagte er.
      „Ich versuch`s. Es wird mir schwerfallen, wie du weißt.“ Schnell löste sich Elias aus der Umarmung, drehte sich um und näherte sich dem Ausgang. Er verharrte einen kurzen Moment, bevor er rausging. „Wir sehen uns“, sagte er, und dann verschwand er durch die Tür.


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      Kapitel 4

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