HEAVEN - (Band 1)

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      TacTrix
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      TacTrix schrieb:

      Feuerdämonen und Höllenhunde, die nur darauf "brennen"
      Wie geil! :rofl: Ich weiß nicht, wie oft ich da schon drübergelesen habe, aber dieses schöne Wortspiel ist mir bislang noch nicht aufgefallen...irgendwie scheine ich einen Hang dazu zu haben...irgendwann später wird sich Freddy auch noch eine Pizza "Diabolo" extra scharf bestellen...der Gag war mir auch erst viel später aufgefallen, nachdem RenLi mich darauf hingewiesen hat. Aber ich denke hier an der Stelle mit den Feuerdämonen werde ich es mal besser umformulieren...klingt sonst doch ein wenig albern ^^


      TacTrix schrieb:

      Muss man die wirklich "rekrutieren"? Das klingt hier sehr nach freiwilliger Wehrpflicht und das ist meiner Meinung nach ein sehr verwunderliches Konzept für dämonische Gefilde. Nicht im positiven Sinne "unerwartet", hier hätte ich eher mit unzähligen Horden eingesperrten Kreaturen und Wesen gerechnet, die extra nach gepeitscht und gefoltert werden, dass sie richtig schön steil gehen.
      Ich hab`s anders formuliert ^^

      TacTrix schrieb:

      Mag sein, dass ich aufgrund meiner Abneigung gegenüber Horrorfilmen hier auf der Leitung stehe, aber was bringt das nochmal genau? Zerstörung und Leid töten Menschen auf kurz oder lang, sind die dann alle mal weg, gibt keines Menschen mehr zum zerstören und Leiden lassen... was machen sie dann? Bzw. was haben sie von dem Verhalten?
      Naja, ich werde einen Teufel tun, dir jetzt hier an der Stelle Dagons Beweggründe offenzulegen. Da wirst du dich noch ein bisschen gedulden müssen :D Grundsätzlich finde ich, dass das Streben nach "Macht" oder "Rache" schon eine gewisse Motivation für ein solches Handeln darstellen könnte.

      TacTrix schrieb:

      Du rutscht für mich als Leser langsam in die Sparte der "Die Hölle kann tun und lassen was sie will, keiner kriegts mit und keiner will/kann was machen"-Kategorie ab.
      Vielleicht bin ich nicht so belesen, wie andere hier und es fehlt mir die Vergleichsliteratur. Aber mal ehrlich: Warum sollte es nicht möglich sein, dass das Böse (in welcher Form auch immer) tun und lassen kann, was es will? Im Moment planen sie eine feindliche Übernahme...nichts Besonderes...das tun sie ja schon seit dem Anbeginn der Zeit. Nur hat sich Dagon diesmal vielleicht einen Plan überlegt und geht nicht so kopflos an die Sache heran, wie es seine Vorgänger getan haben. Würde Gott in solchen Geschichten alles wissen und alles bereits im Ansatz verhindern können, bräuchte man so eine Geschichte gar nicht erst anfangen zu schreiben....denn dann wäre das Böse ja quasi von vorne herein chancenlos, oder nicht? :hmm: ... ich hatte ja auch schon angedeutet, dass Gott ebenfalls einen höheren Plan verfolgt und vieles von dem, was vielleicht fahrlässig erscheint, Bestandteil SEINES Plans sein könnte... (wieso habe ich ständig das Gefühl, dass ich zu früh zu viele Informationen preisgebe?)



      Night Sky
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      Night Sky schrieb:

      Ich hinke leider etwas hinterher, bin jetzt erst bei Kapitel 2.2.
      Herzlichen Glückwunsch :D Dann hast du den Mädelabend ja quasi schon erfolgreich hinter dich gebracht...


      Night Sky schrieb:

      Ich hätte nie gedacht, dass mir diese Art von Geschichte gefallen könnte. Das liegt wohl daran das du in sehr klaren Worten schreibst.
      Dadurch gerate ich einen stetigen Lesefluss und habe spaß dabei zu erfahren, wie es weiter geht.
      Es ist schön, das zu hören...ich hoffe, ich schaffe es noch ein Weilchen, dein Interesse aufrechtzuerhalten ^^ Wenn dir irgendwas auffällt, das ich optimieren könnte, lass es mich wissen...




      Thorsten
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      Thorsten schrieb:

      Also, hier stellt sich mit mit unterschiedlicher Dringlichkeit die Frage - warum sind die Boesen boese?
      Witzigerweise hat TacTrix etwas ganz ähnliches gefragt. Natürlich habe ich mir über diese Frage Gedanken gemacht. (habe ich dir ja auch schon über die PM geschrieben ^^ ) Die Hauptmotive sind für mich "mehr Macht" sowie "Rache". Natürlich hat jeder seine eigene Vergangenheit und bringt noch mal spezielle Beweggründe mit...aber die muss ich dem Leser hier an der Stelle doch wohl noch nicht auf`s Brot schmieren, oder? Reicht denn die alleinige Weltherrschaft nicht mehr aus, um so ein größenwahnsinniges Unterfangen zu erklären? :rofl:

      Thorsten schrieb:

      Dagon ist in der Bibel ein Gott der Philister - hier ein Daemonenfuerst. Sind Daemonen in Deiner Kosmologie einfach so boese, eine Konkurrenz fuer Gott? Oder steckt mehr dahinter?

      Als ich damals anfing, diese Geschichte zu schreiben, habe ich nach Namen gesucht und bin in einer Liste "Gefallener Engel" fündig geworden. Hier habe ich den Namen "Dagon" gefunden, der mir auf Anhieb gut gefallen hat....erst später fand ich heraus, dass dieser Name auch noch in anderen Zusammenhängen Verwendung findet...Zuletzt hat mich Alexander angesprochen, ob ich mich bei der Namensgebung durch das Computerspiel Lovecraft habe inspirieren lassen...dort spielt auch ein Dagon eine besondere Rolle, der hat aber auch nix mit MEINEM Dagon zu tun ^^

      Thorsten schrieb:

      Maruth finde ich hier schwierig - wir schauen ihm ja ueber die Schulter und sehen seinen Widerwillen gegen Cogan, und wie er Dagon als bedrohlich empfindet. Auf der anderen Seite hat er einen ganz guten Posten in den himmlischen Heerscharen - was um Himmels Willen treibt ihn denn dazu, das jetzt gegen solche Verbuendete einzutauschen? Was erhofft er sich von der ganzen Angelegenheit? Das ein bisschen zu skizzieren waere an der Stelle glaube ich nicht verkehrt.

      Dazu habe ich dir ja schon was geschrieben. Ich schätze, er wird hier an der Stelle von seinen Motiven her noch ein bisschen geheimnisvoll bleiben müssen, da ich mit ihm später noch was vorhabe. ^^ Keine Ahnung, ob dir das als Begründung reicht...

      Thorsten schrieb:

      Hier geht das fuer mich stilistisch ziemlich auseinander. Am Anfang bekommen wir eine schoen stimmungsvolle und bildhafte Beschreibung geboten - aber als die Daemonen auftauchen (also grade wenn es richtig unheimlich werden koennte) wechselt es auf eine eher saloppe Ebene.
      Ich schätze, das ist ein stilistisches Merkmal meiner Geschichte. Es ist eine Art "Stilmix", das habe ich auch schon herausgefunden. Sicher liegt das zum Teil daran, dass ich immer wieder Dinge überarbeitet und später eingefügt habe...und da macht sich dann bemerkbar, dass man heute vielleicht auf einem anderen Niveau schreibt, als noch vor drei Jahren. :) Eigentlich finde ich das aber auch gar nicht so verkehrt....diese Geschichte ist ein Spiegel meiner schriftstellerischen Entwicklung, wenn du so willst...

      Thorsten schrieb:

      Das ist jetzt die Beschreibung wie man sie im 'Handbuch der Daemonen - ein Fuehrer fuer himmlische Heerscharen' finden koennte Zu technisch und nuechtern. Mag ja sein dass die so sind, aber ich wuerde eher nahe dran bleiben was Maruth hier durch den Kopf geht und es unheimlich und bedrohlich wirken lassen.
      Muss ich noch auf mich wirken lassen... ^^


      Thorsten schrieb:

      Das Detail mit den Waffen in die Kiste legen (was dann bei Sirius wiederholt wird) finde ich eher unpassend - was das kommuniziert ist 'Dagon hat Schiss vor jemandem mit Schwert in seiner Naehe' Echt jetzt? Das ist voellig ueberkreuz mit seiner Beschreibung sonst in dem Abschnitt.
      Die Kiste habe ich herausgenommen ...dein Argument hat mich überzeugt :)





      Hier kommt der restliche Teil von Kapitel 7. Ich ahne schon jetzt, dass euch sämtliche Schwachstellen und Ungereimtheiten sofort ins Augen springen werden :) Ich habe hier und da schon ein bisschen gefeilt, aber garantiert ist es noch nicht zu 100% wasserdicht. Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Verbesserungsvorschläge sind wie immer willkommen....


      Kapitel 7.2

      „Nun sprich du, mein Freund! Was gibt es Neues aus dem Reich der Kriecher und Heuchler zu berichten? Ist deine Position als Heerführer weiterhin gesichert?“
      „Ja, Herr“, antwortete Maruth mit einem ehrfurchtsvollen Nicken. „Erzengel Michael ist bis auf Weiteres von seinem Posten freigestellt und ich habe nach wie vor die Befehlsgewalt. Ich kontrolliere die Zugänge zur Menschenwelt, verfüge über das gesamte himmlische Heer und genieße vollstes Vertrauen bei den oberen Engelsfürsten. Auf dem Wege konnte ich auch von den Neuigkeiten erfahren, die euch sehr interessieren dürften. Aus sicherer Quelle habe ich die Informationen erhalten, dass die Prophezeiung kurz vor ihrer Erfüllung steht. Wenn wir nicht handeln, könnte das unsere ganze Mission gefährden“, fuhr er fort.
      „Ah ja, die gute alte Geschichte von der Prophezeiung“, sagte Dagon mit süffisantem Unterton, als sei er kein bisschen überrascht. „Die ist mir wohl bekannt. Glaubt der Alte tatsächlich immer noch, eines seiner willenlosen Geschöpfe sei dazu auserkoren, den Untergang des himmlischen Reiches und die Vernichtung der Menschheit zu verhindern?“ Sichtlich amüsiert über diese Vorstellung grinste er in sich hinein. „Wäre man seine grenzenlose Überheblichkeit nicht schon gewohnt, könnte man es glatt als Beleidigung auffassen, wie sehr er uns unterschätzt.“ Kopfschüttelnd fuhr er sich mit beiden Händen durch seine zerzausten nachtschwarzen Haare. „Nun denn, der Moment der Erkenntnis wird kommen, nur wird es dann zu spät sein. Wie gerne würde ich dabei zusehen, wie ihm seine Arroganz und sein Hochmut aus dem Gesicht bröckeln, wenn er feststellt, dass sein Reich in Flammen aufgeht und sein liebstes Spielzeug sowie seine vollendete Schöpfung in meinen Besitz übergeht.“ Die Leidenschaft, mit der er diesen Wunsch äußerte, sprach überdeutlich aus seinen Worten.
      „Bei allem Respekt Herr, es klingt tatsächlich mehr als absurd anzunehmen, ein Einzelner könne für uns zur Gefahr werden“, äußerte sich Maruth vorsichtig. „Aber die Engelsfürsten scheinen tatsächlich überzeugt davon zu sein, den Auserwählten gefunden zu haben. Es gab eine Zusammenkunft des hohen Rates …“
      „Konntest du herausfinden, wer es ist?“, fuhr ihm Dagon ins Wort. Er stellte das Weinglas vor sich ab und beugte sich interessiert über den Tisch, während er Maruth mit zugekniffenen Augen abschätzend betrachtete.
      „Nein, Herr! Aber ich habe einen Verdacht“, antwortete Maruth.
      Entspannt ließ sich Dagon wieder gegen die Stuhllehne zurücksinken und legte lässig das eine Bein auf dem Knie des anderen ab, während er seine Finger ineinander verschränkte. Das seriöse Outfit in Verbindung mit seinem jungenhaften Auftreten wollte sich ganz und gar nicht mit dem Dämon in Verbindung bringen lassen, der in ihm schlummerte. Insgesamt gab Dagon ein Bild der Widersprüchlichkeiten ab. Wer ihn kannte, der wusste nur zu genau, wie schnell seine Laune von heiter und scherzhaft zu misslaunisch und gefährlich umschwenken konnte. Sein anziehendes Äußeres und die scheinbar sympathische Art war nur ein Trugbild, eine Art Tarnung, ähnlich wie die einer fleischfressenden Pflanze. Und wenn man nicht auf der Hut war, dann verschlang er einen mit Haut und Haaren, noch bevor man registrierte, was überhaupt vor sich ging.
      „Nun, dann lass uns doch bitte an deinen Erkenntnissen teilhaben“, sagte er herausfordernd und betrachtete Maruth mit erhobenen Brauen.
      „Laut der Fürsten, ist der himmlische Hoffnungsträger jemand, der ein geborener Anführer ist und gleichzeitig über einen ausgesprochen starken Willen verfügt“, setzte Maruth an. „Es muss es jemand sein, der in der Lage ist, ein Heer von unsagbarem Ausmaß zu mobilisieren und der dabei gleichzeitig eine Vermittlerrolle einnimmt. Mir fällt nur ein Engel ein, auf den diese Beschreibung zutreffen könnte und den hat man kürzlich von der zweiten in die dritte Sphäre strafversetzt.“
      Dagons Interesse schien geweckt. „Strafversetzt? Was sollte das für einen Sinn machen? Bist du dir sicher?“
      „Ja, Herr. Er gehörte dem himmlischen Heer an und stand unter meinem Kommando“, erwiderte Maruth.
      Einen tiefen Atemzug nehmend schüttelte Dagon scheinbar fassungslos mit dem Kopf.
      „Es sieht diesem arroganten verlogenen und machtbesessenen Heuchlerklub ähnlich, dass sie ihren Pseudo-Helden erst einmal der schlimmsten Demütigung aussetzen, indem sie ihn degradieren und in die dritte Sphäre schicken. Wirklich überaus hilfreich, um sich seiner bedingungslosen Loyalität zu versichern. Das muss ich schon sagen.“ Einen Moment hielt er inne und fixierte die rote Flüssigkeit in seinem Glas, bevor seine Mundwinkel zu zucken begannen und ein schalkhafter Ausdruck sich auf sein Gesicht legte. „Vielleicht sollten wir ihn fragen, ob er sich uns anschließen möchte.“
      „Das halte ich für keine gute Idee …“, schoss es aus Maruth hervor. „Er ist bekannt für seine Aufmüpfigkeit, und dafür Autoritäten nicht anzuerkennen. Ich denke, er ist nicht mehr als ein Querulant und Unruhestifter, was ihn aber nicht minder gefährlich für uns macht. Aufgrund seiner Andersartigkeit ist er ungewollt zu einer Art Leitfigur geworden und erfreut sich inzwischen eines überaus großen Kreises von Bewunderern. Ich schätze, es ist für uns von Vorteil, dass er nun in der dritten Sphäre sitzt, von wo aus er keinerlei Einfluss nehmen kann.“
      Bedächtig nahm Dagon einen Schluck von dem Rotwein, schloss für einen Moment die Augen und ließ den Geschmack des aromatischen Getränks sichtlich auf seiner Zunge zergehen, bevor er Maruth mit der gleichen Intensität wie zuvor betrachtete.
      „Nun, ich denke, wir sollten deinem Hinweis nachgehen und uns diesen ´Prophezeiten` mal etwas genauer ansehen. Wie hieß er noch gleich?"
      „Elias“, antwortete Maruth. „Und es gibt noch etwas: Wie es scheint, hat bei seinem ersten Einsatz in der Welt der Irdischen eine Verschmelzung mit einer Sterblichen stattgefunden, Herr.“
      Ein erfreuter Ausdruck legte sich auf Dagons Gesicht. Amüsiert zog er eine Augenbraue hoch.
      „Ah, welch schicksalhafte Fügung. Dann haben wir jetzt also ein junges Liebesglück, was? Wie überaus vorteilhaft für uns.“ Seine Miene verfinsterte sich und die eben noch durch Lachfältchen eingerahmten Augen nahmen wieder eine dunkle Ernsthaftigkeit an. Er wandte sich Sirius zu, der Maruths Beitrag mit großem Interesse verfolgt hatte.
      „Sirius, ich habe einen Auftrag für dich. Du wirst diesen Elias in der Menschenwelt ausfindig machen! Er dürfte sich in Zukunft vermehrt dort aufhalten. Finde heraus, wer die Irdische ist, an die er gebunden ist und lass sie nicht aus den Augen. Ich will über jeden Schritt der beiden informiert werden. Dieses Menschlein könnte für uns noch von Nutzen sein.“ Den durchdringenden Blick auf Sirius geheftet, wartete er dessen Zustimmung ab, bevor er den Kopf gegen die Stuhllehne sinken ließ und sich ein zufriedenes Lächeln um seine Mundwinkel legte.


      Hier geht`s weiter:
      Kapitel 8

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Rainbow () aus folgendem Grund: Korrektur

    • Hey @Rainbow
      Bevor ich auch bei dir hinterherhinke, gab es beide Teilkapitel in einem Rutsch 8)

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      Rainbow schrieb:

      „Ja Komma? Herr!“, antworte Sirius
      In 7.2 hast du einmal genau dieselbe Anrede und hast auch ein Komma gesetzt. Vom Gefühl her würde ich auch hier eines setzten. ^^

      Rainbow schrieb:

      „Jedem anderen, hätte ich die Augäpfel herausgerissen, wenn ihm ein so dummer Fehler passiert wäre … du aber hast von mir eine zweite Chance bekommen!“
      Also dieser Dagon schein ein echt netter Zeitgenosse zu sein. Mit dem ist bestimmt nicht gut Kirschen essen...

      Mein Gesamteindruck war recht positiv, auch wenn das Gespräch auf mich echt ein wenig gezwungen wirkte. Natürlich muss da ein seltsames Gefühl hochkriechen, weil wir immerhin mit einem Dämonen, einem Seelenfresser, einem abtrünnigen Engel und ... Sirius an einem Tisch sitzen. Trotzdem ging das Gespräch genau so in die Richtung, wo ich es erwartet hätte. Schlecht finde ich das nicht, denn ich denke, du hast dir was dabei gedacht und ich mecker jetzt nicht so viel herum.

      Sirius war zuerst in meinen Augen ein sehr interessanter Charakter. Allerdings hat sich das mit dem Gespräch gewandelt. Er scheint nicht wirklich freiwillig dort zu sein, obwohl Maruth ja was anderes glaubt. Entweder ist Sirius einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort oder er ist ein vollkommener Idiot... oder er meint es tatsächlich ernst. Ich bin gespannt, wie und ob er Elias und Emilia findet und wie es dann weitergeht.

      Cogan (wie bist du eigentlich auf diesen Namen gekommen xD) ist so ein richtiger Ich-mach-euch-allen-Angst-Typ. Als der zu Sprache kam, stellten sich meine Nackenhaare auf. Ich hoffe, er überlebt sie alle. Vote for Cogan :thumbsup:

      Maruth kann ich bis hierin gar nicht einschätzen. Er riskiert seinen gut bezahlten Job als Heerführer, um ... ja, was eigentlich? Das wurde mir aus dem Text noch nicht ganz klar. All die Sachen, die aufgezählt wurden, wären ein Indiz für sein Handeln. Aber eine so richtige Erklärung oder einen Gedankengang seitens Maruth kamen nicht. Entweder: Er macht einfach just for fun mit oder Dagon hat ihm das Blau vom Himmel versprochen oder Maruth will sein eigenes Ding machen und benutzt Dagons Pläne dazu (dann wäre er ja quasi ein Doppel- Abtrünniger xD)

      Alles in einem waren das wieder tolle und solide Teilkapitel, wo ich nichts auszusetzen habe. Ich freue mich auf die nächsten Kapitel ^^



      LG :)
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-
    • Hallo liebe Rainbow :) Habe ich schon erwähnt, dass ich diese Geschichte liebe?
      Ich komme nur zeitlich nicht schnell genug nach und hoffe, du verzeihst mir das.
      Ich mag Kapitel über Bösewichte und Dagon wird mir gerade schon richtig sympathisch :rolleyes:
      Auch deine sehr ausführliche Beschreibung der Örtlichkeiten gefällt mir gut.

      Hm, was soll ich denn überhaupt kritisieren? Eigentlich nur Kleinigkeiten.

      Rainbow schrieb:

      Glaubt der Alte tatsächlich immer noch, einer aus seinen Reihen ... eines seiner willenlosen Geschöpfe, sei dazu auserkoren, laut dieser mystischen Vorhersehung, die so alt ist, wie das Engelsgeschlecht selbst, den Aufstand einer übermächtigen Dämonenarmee abzuwehren und somit den Fortbestand des himmlischen Reiches sowie auch der Menschen zu sichern?
      Hier spricht Dagon so geschraubt, als ob er etwas aus einem Buch zitiert und ich finde den Satz auch etwas lang. Dass die Prophezeiung uralt ist, braucht eigentlich nicht erwähnt zu werden - das ist meistens so bei Prophezeiungen.
      Ich meine auch, Dagon persönlich geht es nicht um den Fortbestand des himmlischen Reiches, sondern um dessen Zerstörung und deshalb würde er das vielleicht andersherum formulieren: "... den Aufstand einer übermächtigen Dämonenarmee abzuwehren und somit die Zerstörung (vernichtung) des himmlischen Reiches und der Menschen zu verhindern?"
      Oder auch kürzer: "Glaubt der Alte tatsächlich, einer aus seinen Reihen ... eines seiner willenlosen Geschöpfe, könnte unseren Angriff abwehren und die Vernichtung des himmlischen Reiches und der Menschen verhindern?"


      Rainbow schrieb:

      seine vollendete Schöpfung
      Hält Dagon die Schöpfung wirklich für vollendet?
    • Liebe @Rainbow
      Jetzt gewinnt es an Fahrt. Ich muß sagen, die Schilderung der "Bösen" fand ich stimmiger als die Engel (die waren mir ja teilweise zu menschlich). Die Beschreibungen sind dir gut gelungen. Jetzt hast du die Fronten geklärt und der Kampf kann losgehen.

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      Rainbow schrieb:

      Vor der großen Flügeltür, welche zum Konferenzraum führte,
      "Konferenzraum" ist so neuzeitlich.

      Rainbow schrieb:

      hob er ein Glas Rotwein und
      Bruhaha!

      Rainbow schrieb:

      Diese, in ihrer Gestalt wandelbaren Wesen, tauchten für gewöhnlich selten alleine auf und besaßen die Macht,
      Keine bösen Frauen? So mit Oberweite und Echsenschwanz? Schade!

      Rainbow schrieb:

      „Nun sprich du, mein Freund! Was gibt es Neues aus dem Reich der Kriecher und Heuchler zu berichten? Ist deine Position als Heerführer weiterhin gesichert?“
      "Reich der Kriecher und Heuchler" Sehr gut!

      Rainbow schrieb:

      Ich kontrolliere die Zugänge zur Menschenwelt, bin autorisiert, über das gesamte himmlische Heer zu verfügen und genieße vollstes Vertrauen bei den oberen Engelsfürsten
      Satz könnte man vereinfachen: Ich kontrolliere die Zugänge zur Menschenwelt, verfüge über das gesamte himmlische Heer und genieße vollstes Vertrauen bei den oberen Engelsfürsten.

      Rainbow schrieb:

      der über Führungsqualitäten und einen ausgesprochen starken Willen verfügt“
      "Führungsqualitäten" finde ich auch zu neuzeitlich. "der ein geborener Anführer und ..."
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Hi RainbowHab gerade Kapitel 5 gelesen...
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      Hellole. Hoffe, dir geht's gut und bist noch immer munter am Schreiben! Wie geht's eigentlich deinem PC?
      nun halt dich fest, hier kommt mein Geschreibsel :)

      Rainbow schrieb:

      Seit Elias von seinem ersten Einsatz zurück war, ließen ihn die großen braunen Augen nicht mehr los und die Äußerung, die sich ihm ins Gedächtnis gebrannt hatte
      hier würd ich entweder diese grossen braunen Augen oder die grossen braunen Augen Emilias/ der Menschenfrau /.... schreiben

      Rainbow schrieb:

      Ein wirklich wahrer und ehrenhafter Vertreter des himmlischen Heeres, hochgelobt wegen seines Mutes und seines unbändigen Kampfgeistes, lässt sich von dem hysterischen Rumgeheule der erstbesten Sterblichen aus der Bahn werfen. Das schreit echt nach einer besonderen Auszeichnung.
      hihi, ich lieb solche Momente :D

      Rainbow schrieb:

      Wie jämmerlich doch die Menschen sind, kam es ihm in den Sinn. Klammern sich an ihr armseliges irdisches Dasein und betteln auch noch um einen Aufschub, wenn es zu Ende sein soll. Diese Art von Selbsterniedrigung widersprach in jeder Hinsicht dem Ehrencodex eines himmlischen Kriegers und war somit völlig inakzeptabel.
      süss

      Rainbow schrieb:

      An großen Tafeln, die sich in der Mitte des Saales befanden, konnte er einige Engel ausfindig machen, die mit routiniert gelangweilter Miene die Knöpfe eines blinkenden Bedienfeldes betätigten.
      haha, die haben sogar Technik in ihrer Sphäre :D

      Rainbow schrieb:

      Deine Ankunft hat sich wie ein Lauffeuer herumgesprochen u
      Vielleicht: Die Nachricht über deine Ankunft hat sich herumgesprochen?

      Rainbow schrieb:

      So, wie alle männlichen Vertreter seiner Art trug
      ohne Komma?

      Rainbow schrieb:

      Wegen unseres engen Kontaktes zu den Menschen glauben einige wohl, wir würden dadurch an ´göttlicher Herrlichkeit` einbüßen." Jesaja verdrehte die Augen und malte bei göttlicher Herrlichkeit zwei Gänsefüßchen in die Luft.
      Hihi, irgendwie bestätigt er durch seine Geste gleich was er gesagt hat ^^

      Rainbow schrieb:

      Alle marschieren im Gleichschritt und erfüllen die ihnen zugeteilten Aufgaben, ohne nach links oder rechts zu schauen. Unsere Arbeit ist zu einer Art Massenabfertigung geworden und hat jeden ursprünglichen Zauber verloren. O
      ooooo, das klingt sooo schrecklich. hmmm, fehlen hier irgendwo Anführungszeichen oder täusche ich mich? ?(

      Rainbow schrieb:

      etwas Zeit um einen neuen Weg zu ebnen und wir alle setzen große Hoffnungen in dich.
      das klingt, als würden sie eine Revolution planen. oder wie sehen sie das? wäre doch irgendwie cool, wenn die Engel der untersten Sphäre plötzlich streiken würden. obwohl, würden sich dann alle Menschenseelen verirren? hui, was für ein Chaos!

      Rainbow schrieb:

      hat sich Sphären übergreifend herumgesprochen.
      vielleicht: sphärenübergreifend ?

      Rainbow schrieb:

      Er wünschte, er könnte eines Tages Vergeltung einfordern und Maruth zur Rechenschaft ziehen.
      uiii, das klingt aber übel. Engel mit Rachegelüsten sind schon halb abtrünnig, nicht? Und dass Maruth selbst ein Arsch ist, ist schon klar. Dass Elias nicht denkt, dass der doch ein Abtrünniger sein könnte? Der verhält sich doch überhaupt nicht engelhaft. Sowas wie hinterhältig andere umbringen lassen ist doch sowas von übel böse. Entweder müsste Elias denken, dass er diese Hintergedanken Maruth nur andichtet, oder dass Maruth ein Abtrünniger ist, nicht?

      Rainbow schrieb:

      Elias Schweigen sprach Bände und Jesaja merkte, dass ihm dieses Thema unter die Haut gegangen war.
      Elias'

      Rainbow schrieb:

      Die Namensgebung für diesen Ort ist auch bei uns ein Dauerwitz, wenn es dich beruhigt. Es gibt aber auch durchaus zutreffendere Bezeichnungen. Zum Beispiel den ´Ort der Stille`.“
      Hier meint man, dass 'Ort der Stille' eine zutreffendere Bezeichnung für die Halle der ewigen Ruhe ist. Und nicht einen anderen Ort benennt. Verwirrend...

      Rainbow schrieb:

      Bestimmte Faktoren können aber dazu führen, dass es zu einer unfreiwilligen Gedankenvereinigung des menschlichen Geistes mit der spirituellen Kraft des Engels kommt.
      ich würde das Wort Gedanken streichen. also nur Vereinigung des menschlichen Geistes mit der spirituellen Kraft des Engels. Mit Gedankenvereinigung wird der Vorgang auf die Gedanken beschränkt und in der spirituellen Kraft des Engel seh ich keinen allzugrossen Gedankenanteil... Weisst du, was ich meine?

      Rainbow schrieb:

      Wie eine ungewollte Verschmelzung mit ihrem Geist. Das würde auch erklären, warum sie nun nicht mehr aus seinem Kopf ging und warum er die Verbindung zu ihr noch immer zu spüren glaubte.
      vielleicht könntest du das vorher schon mal andeuten. das hast du kruz auch getan, aber nicht, dass er etwas seltsames daran findet

      Rainbow schrieb:

      schon gar, wenn es sich darum handelte, in der Welt der Irdischen menschliche Gestalt anzunehmen.
      schon gar nicht?

      Rainbow schrieb:

      und täglich von unerfahrenen Grünschnäbeln umgeben sein,
      uiii, das wirft die Frage auf, wie die Engel kreiert werden. gibt es ständig neue Engel, die wieder Einweisungen brauchen? sterben Engel? ah, klar bei Einsätzen. aber auch durch Alter?
      ich seh sie schon aus Tanks kriechen

      Rainbow schrieb:

      Ständig gab es neue bevorstehende Katastrophen, die seine Anwesenheit erforderlich gemacht hatten. Umso erstaunter war er ja auch gewesen, dass man ihn urplötzlich hatte entbehren können. Darüber wollte er sich nun nicht mehr den Kopf zermartern. Sollten sich doch andere darum kümmern!
      hmmm, macht er sich keine Sorgen um seine Kollegen, die dabei vielleicht draufgehen?

      Sooo, das war's das ist alles was mir irgendwie aufgefallen ist :)

      Ich wünsche dir gutes Weiterschreiben!! Schreibst du eigentlich noch an der Fortsetzung weiter?
      Man sagt, die Liebe öffnet eine Tür
      von einem Herzen zum andern;
      Doch wo es keine Mauer gibt,
      wo soll dann eine Türe sein?
      Rumi
    • Danke euch allen für eure tollen Rückmeldungen :) Ich bin im Moment in einem richtigen "Überarbeitungsflow". Ganz viele Sachen habe ich schon angepasst, ergänzt, umgeschrieben....bei einigen Dingen (zum Beispiel der Rolle von Maruth) bin ich allerdings selber noch etwas unsicher. Ich bin aber zuversichtlich, dass das noch Formen annehmen wird...manchmal braucht es einfach etwas Zeit.

      Hier kommen erst mal meine Anmerkungen zu euren Anmerkungen:
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      Rebirz:

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      Rebirz schrieb:

      Spaß bei Seite: Woher weiß er wie es in einem Schnellrestaurant zu geht? Ich dachte er hatte bisher keinen Kontakt mit der Menschenwelt und sowas bei den Engeln kann ich mir nicht so recht vorstellen. Klar, du schreibst aus der Erzählerperspektive, aber ich finde, dass man schon irgendwo in dem Bereich des Möglichen bleiben sollte, dass es auch authentisch wirkt in deiner Welt.
      Ich hab`s umgeändert :) Alexander hatte das auch bereits angemerkt, aber ich merke, dass ich mit meiner Überarbeitung nicht so schnell nachkomme...Die Sache mit dem Fußballfeld habe ich übrigens auch gestrichen ... im Nachhinein ist es klar, dass solche Art von Vergleichen aus Sicht eines Engels völlig unpassend sind... blöder Anfängerfehler eigentlich, wenn ich`s mir so recht überlege :blush:

      Rebirz schrieb:

      Etwas seltsame Art, ein Gespräch zu beginnen, finde ich. Ich fände es realistischer, wenn sie erst fragt, ob sie den richten haben und sich dann vorstellen.
      Auch das habe ich geändert ^^ Sehr gut, dass dir das aufgefallen ist...

      Rebirz schrieb:

      Ich möchte an dieser Stelle mal anmerken, dass dein Schreibstil unglaublich "geschmeidig" ist. Man fliegt regelrecht über die Zeilen, ohne auf wirkliche Hindernisse zu stoßen. Klar, spielt da das fehlerfreie Schreiben - an was es mir mangelt xD - auch eine Rolle, aber deine Texte sind wirklich einfach abgerundet. Wirklich angenehm zu lesen
      Es freut mich, das zu hören... habe ich schon gesagt, dass ich das gleiche über deine Texte denke? :D




      LadyK
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      LadyK schrieb:

      Maruth kann ich bis hierin gar nicht einschätzen. Er riskiert seinen gut bezahlten Job als Heerführer, um ... ja, was eigentlich? Das wurde mir aus dem Text noch nicht ganz klar. All die Sachen, die aufgezählt wurden, wären ein Indiz für sein Handeln. Aber eine so richtige Erklärung oder einen Gedankengang seitens Maruth kamen nicht. Entweder: Er macht einfach just for fun mit oder Dagon hat ihm das Blau vom Himmel versprochen oder Maruth will sein eigenes Ding machen und benutzt Dagons Pläne dazu (dann wäre er ja quasi ein Doppel- Abtrünniger xD)
      Ja, Maruth macht mir ehrlich gesagt noch etwas zu schaffen. Thorsten und TacTrix haben das auch schon beanstandet...das Problem ist, dass ich mir selber noch nicht zu 100% sicher bin. Ich bin im Moment an einer Stelle in meinem Buch, die erst viel später kommen wird und da wird Maruth noch eine besondere Rolle spielen...welche genau, muss ich noch sehen. Tatsache ist, dass sich das je nachdem auch auf seine Beweggründe und Gedanken in diesem aktuellen ersten Teil auswirken wird ...am liebsten würde ich das deshalb noch ein bisschen offen lassen, bis ich für mich Gewissheit habe...so lange muss er halt erst mal ein bisschen schwammig bleiben.




      Kirisha:
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      Mach dir bloß keinen Stress, dass du hier immer auf den aktuellen Stand bist. manchmal macht es vielleicht sogar etwas Sinn, hinterherzuhinken, weil du dann in den genuss kommst, schon die überarbeitete Fassung zu lesen, in die die Anmerkungen der anderen schon eingeflossen sind :)

      Kirisha schrieb:

      Hier spricht Dagon so geschraubt, als ob er etwas aus einem Buch zitiert und ich finde den Satz auch etwas lang.
      Ja, das ändere ich ab. Kam mir auch immer schon ein bisschen lang vor der Satz ^^


      Kirisha schrieb:

      Hält Dagon die Schöpfung wirklich für vollendet?
      Ich glaube, das war "ironisch" gemeint ^^ ...Vielleicht sollte ich es in Anführungsstriche setzen :hmm:




      Sensenbach
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      Sensenbach schrieb:

      Jetzt gewinnt es an Fahrt. Ich muß sagen, die Schilderung der "Bösen" fand ich stimmiger als die Engel (die waren mir ja teilweise zu menschlich)
      Ja, ich arbeite daran ^^ Das Kapitel mit Jesaja und Seraphina steht im Moment noch ganz oben auf meiner Überarbeitungsliste.


      Sensenbach schrieb:

      "Konferenzraum" ist so neuzeitlich.
      stimmt...das ändere ich noch ^^


      Sensenbach schrieb:

      Keine bösen Frauen? So mit Oberweite und Echsenschwanz? Schade!
      Ich glaube, du bist in der falschen Geschichte gelandet ... @Rebirz Fantasiegestalten findest du zwei Türen weiter...gleich neben dem Gang mit den Sado-Maso-Kreaturen :D


      Sensenbach schrieb:

      Satz könnte man vereinfachen: Ich kontrolliere die Zugänge zur Menschenwelt, verfüge über das gesamte himmlische Heer und genieße vollstes Vertrauen bei den oberen Engelsfürsten.
      klingt gut-nehm ich :)


      Sensenbach schrieb:

      "Führungsqualitäten" finde ich auch zu neuzeitlich. "der ein geborener Anführer und ..."

      Na gut...heute bekommst du wirklich ein Fleißkärtchen :D



      RenLi
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      RenLi schrieb:

      uiii, das klingt aber übel. Engel mit Rachegelüsten sind schon halb abtrünnig, nicht? Und dass Maruth selbst ein Arsch ist, ist schon klar. Dass Elias nicht denkt, dass der doch ein Abtrünniger sein könnte? Der verhält sich doch überhaupt nicht engelhaft. Sowas wie hinterhältig andere umbringen lassen ist doch sowas von übel böse. Entweder müsste Elias denken, dass er diese Hintergedanken Maruth nur andichtet, oder dass Maruth ein Abtrünniger ist, nicht?
      Ja, die Sache mit Maruth war von mir wohl nicht so recht durchdacht. Ich werde sein Auftreten am Anfang etwas abschwächen müssen. Ich überlege gerade, die Sache mit diesem Racheakt komplett rauszunehmen. Also die Szene, wo er Elias zu diesem gefährlichen Einsatz schickt, in der Hoffnung, ihn so eliminieren zu können...das ist zu krass und wirft zu viele Fragen auf. Also, warum empfindet er als Engel solche Gefühle, wo das eigentlich hauptsächlich Elias zugesprochen werden sollte...abgesehen davon erhält der Leser schon zu früh einen Hinweis, dass Maruth ebenfalls einer von Dagons Leuten sein könnte...und man hinterfragt gleichzeitig die Führungscrew des Himmels....also, ich werde mich davon wahrscheinlich trenne müssen.... :hmm:


      RenLi schrieb:

      Hier meint man, dass 'Ort der Stille' eine zutreffendere Bezeichnung für die Halle der ewigen Ruhe ist. Und nicht einen anderen Ort benennt. Verwirrend...
      Hast recht. Ich schreibe das um ^^

      RenLi schrieb:

      Ich wünsche dir gutes Weiterschreiben!! Schreibst du eigentlich noch an der Fortsetzung weiter?
      Ich kann mich im Moment ehrlich nur auf diese Sache hier konzentieren und bin total froh und dankbar, dass ich mal wieder so viele Anregungen bekomme...ich habe im Moment voll Bock, mich meiner Überarbeitung zuzuwenden und ich freue mich, dass es immer runder und stimmiger wird...






      Für alle, die schon mal Lust haben, weiterzulesen...wir starten ein neues Kapitel und schauen mal, was Emilia so macht. Wer Lust hat, mir noch ein Schippchen auf meinen "Berarbeitungshaufen" zu laden....immer her damit :)

      Kapitel 8
      Kalter Entzug


      Schweißgebadet schreckte Emilia hoch und versuchte, sich in der Dunkelheit zu orientieren. Ihr Herz hämmerte wie wild gegen ihre Brust und sie glaubte, den Schmerz noch immer spüren zu können, der sie soeben aus ihrem Traum hatte aufschrecken lassen. Seit sie wieder zu Hause war, durchlebte sie fast jede Nacht aufs Neue ihren Unfall, nur dass er jedes Mal eine andere Wendung nahm.
      Gestern war der Wagen in Brand geraten, und während sie verzweifelt versucht hatte, sich aus dem Wrack zu befreien, war die sengende Hitze des Feuers unaufhaltsam nähergekommen. Erbarmungslos hatte sich der beißende Qualm in ihre Lungen gefressen, während das lodernde Meer wild züngelnder Flammen sie langsam und qualvoll bei lebendigem Leib verschlungen hatte.
      Heute war sie durch die zerbrochene Frontscheibe geschleudert worden und mit voller Wucht gegen einen nahestehenden Baum geprallt. Bewegungsunfähig, aber bei vollem Bewusstsein, war ihr blutverschmierter Körper daraufhin von ausgehungerten wilden Tieren angefressen worden, bis sie schließlich lauthals schreiend erwacht war.
      Noch immer glaubte sie, den schneebedeckten Waldboden unter sich spüren zu können, in den sie wenige Augenblicke zuvor ihre Hände gegraben hatte, als ihr, begleitet von einem grauenvollen Schmatzen, die Haut von den Knochen gerissen worden war.
      Die Arme fest um ihren Oberkörper geschlungen, lag sie da und horchte auf ihre eigene Atmung, die sich langsam beruhigte. Benommen tastete sie nach dem Schalter der Nachttischlampe und sah auf den Radiowecker: 4:32 Uhr.
      Na wunderbar!
      Obwohl sie sich wie gerädert fühlte, wusste sie, dass die Nacht für sie beendet war. Alleine die Vorstellung daran, die Augen zu schließen und erneut an diesen Ort abtauchen zu müssen, an dem ihre Ängste sich zu einer albtraumhaften Realität zusammenfügten, ließ den Wunsch nach Schlaf in weite Ferne rücken.
      Wahrscheinlich musste sie sich damit abfinden, dass die Nächte keine Erholung mehr brachten, die erdrückende Stille ringsherum sie gefangen nahm und sie den Abend ihres Unfalls wie in einer Endlosschleife immer und immer wieder durchgehen musste.
      Noch immer kreiste die Frage in ihrem Kopf, ob sie durch eine schnellere Reaktion, durch mehr Fahrpraxis oder ein anderes Zeitmanagement eine realistische Chance gehabt hätte, diesem schrecklichen Erlebnis zu entkommen. Es war müßig darüber nachzugrübeln, das wusste sie, und dennoch ließen sich die Gedanken einfach nicht abstellen.
      Laut gähnend rappelte sie sich auf und tappte schlaftrunken in die Küche, um sich etwas zu trinken zu holen. Der Schein der Nachttischlampe warf, wenn auch nicht viel, aber genug Licht in den angrenzenden Flur, um sich orientieren zu können, weshalb sie davon absah die grelle Deckenbeleuchtung einzuschalten.
      Zielsicher griff sie sich eine Flasche aus dem Wasserkasten in der Ecke, schraubte den Verschluss ab und lehnte sich an die Arbeitsplatte, während sie trank.
      Eine plötzliche und unerwartet sanfte Berührung an ihrem nackten Bein ließ sie vor Schreck zusammenfahren, weshalb sie sich prompt verschluckte und sich das verschüttete Wasser auf dem Boden zu einer Pfütze sammelte.
      „Milo verdammt. Musst du mich so erschrecken?“, stieß sie hervor, während sich der Kater nicht aus der Ruhe bringen ließ und weiterhin schnurrend um ihre Beine scharwenzelte. „Du bekommst jetzt nichts zu fressen. Es ist mitten in der Nacht, okay?“, sagte sie nun sanfter, hob ihn hoch und schmiegte ihn an sich, bevor sie ihn sacht herabließ und sich daran machte, die Fliesen mit einem Stück Küchenpapier trockenzuwischen.
      Dann schaltete sie die kleine Beleuchtung über dem Herd an, setzte Teewasser auf und kuschelte sich in ihre Fleecedecke gehüllt auf die Eckbank, welche zusammen mit einem kleinen Tisch den übersichtlichen aber gemütlichen Essplatz in ihrer Küche darstellte.
      Während sie so dasaß, den Blick aus dem Fenster in die noch tiefschwarze Nacht gerichtet, musste sie an die Zeit im Krankenhaus zurückdenken und ohne, dass sie etwas dagegen hätte unternehmen können, stahlen sich zwei leuchtend silbergraue Augen in ihren Geist, deren warmer Blick sie mit einer bisher unbekannten Sehnsucht fluteten.
      Elias!
      Der Versuch, nicht an ihn zu denken, stellte sich als sinnloses Unterfangen dar und die Bilder spulten sie wie von selbst vor ihrem inneren Auge ab:
      Elias, der sie, begraben unter einer Schicht von Decken durch den angrenzenden Krankenhauspark schob, während er sich zu ihr herunterbeugte, um sie zu fragen, ob ihr auch wirklich warm genug war; Elias, der sie stütze, als sie mit zitternden Beinen den Flur auf -und abmarschierte, stets darauf bedacht, sie aufzufangen, sollte sie ins Straucheln geraten; Elias, der mit verschränkten Armen tadelnd auf sie herabsah, weil sie das Krankenhausessen wieder einmal unangetastet hatte zurückgehen lassen.
      Schmunzelnd erinnerte sie sich daran, wie er ihr daraufhin das Angebot unterbreitet hatte, sie könne sich fortan durch jede restlos aufgegessene Mahlzeit eine kleine Überraschung verdienen, um etwas Abwechslung in den tristen und langweiligen Krankenhausalltag zu bringen.
      Nach einem kritischen Blick auf die Menükarte für die kommende Woche hatte sie sich gefragt, ob sie tatsächlich schon verzweifelt genug war, sich auf einen solchen Pakt einzulassen.
      All ihre Vorbehalte hatten sich dann aber schließlich in Luft aufgelöst, als er am nächsten Tag mit einer Sporttasche unterm Arm in ihr Zimmer spaziert war. Nachdem er diese feierlich auf ihrem Bett abgestellt und mit seinem charmanten Lächeln Stück für Stück den Reißverschluss geöffnet hatte, war ihr Kater zum Vorschein gekommen, der während ihres Krankenhausaufenthaltes eigentlich bei Susan untergebracht gewesen war. Die Tatsache, dass Elias mit ihrer Freundin gemeinsame Sache gemacht hatte, um sie zu überraschen, hatte sie derart gerührt, dass sie ihm mit einem lauten Freudenschrei stürmisch um den Hals gefallen war, woraufhin sie beinahe rücklings vom Bett gekippt wären.
      Die darauffolgenden Tage waren wie im Flug vergangen, nicht zuletzt deshalb, weil Emilia bereits morgens der Überraschung entgegenfieberte, die Elias für sie bereithalten würde. Es fiel ihm nicht schwer, sich immer wieder neue Dinge einfallen zu lassen, um ein Lächeln auf ihr Gesicht zu zaubern und sie für einen Augenblick vergessen zu lassen, dass sie krank und unfreiwillig an diesem Ort gefangen war.
      Nur einmal hätte sie ihn am liebsten zum Teufel geschert, als sie sich mit Susan in einem, wie sie geglaubt hatte, unbeobachteten Moment im Park eine Zigarette hatte anzünden wollen.
      Im Nachhinein wusste sie selber nicht, was in sie gefahren war, dieser Verlockung nachzugeben, hatte sie schließlich bereits vor Monaten geschworen, dieser schlechten Angewohnheit ein Ende zu bereiten. Sie kam zu dem Schluss, dass es das tollkühne Verlangen gewesen sein musste, sich gegen die überfürsorgliche Achtsamkeit aufzulehnen, die in den sterilen Wänden des Krankenhauses jeglicher Unvernunft Einhalt gebot.
      Der erhebende Moment rebellischen Triumphes hatte allerdings nicht lange angehalten, da Elias urplötzlich wie aus heiterem Himmel hinter ihr aufgetaucht war, um ihr den Glimmstengel mit einem strengen Kopfschütteln wieder abzunehmen, wobei er Susan obendrein mit einem vorwurfsvollen Blick bedacht hatte.
      Während ihre Freundin sich ein Schmunzeln nicht hatte verkneifen können, war sich Emilia wie ein entmündigtes Kind vorgekommen. Leider war ihr Vorhaben, ihn daraufhin für den Rest des Tages mit Nichtbeachtung zu strafen, kläglich gescheitert, da sie hatte feststellen müssen, dass es schier unmöglich war, ihm lange Zeit böse zu sein.
      Es fühlte sich nicht richtig an, beinahe, als versuche sie, gegen eine natürliche Gesetzmäßigkeit anzukämpfen.


      Hier geht`s weiter:
      Kapitel 8.1

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Rainbow () aus folgendem Grund: Korrektur

    • Hey @Rainbow

      Kapitel 5.2
      Spoiler anzeigen
      Oh tut mir leid, schon wieder so ein Wortspiel aus der Menschenwelt.“

      Ich wollte es schon fast ankreiden xD Gut, dass ich noch fix den Absatz zu Ende gelesen habe. :D

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      „Ach echt. Was genau bedeutet das?“, Elias horchte auf.

      Das "Ach echt?" ist auch schon eine Frage, daher ein Fragezeichen setzen.

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      „Nun ja. Die Menschen sind einzigartige Wesen, das wird oft vergessen. Ihr Verhalten lässt sich aufgrund der breiten Palette an Gefühlsregungen für uns nicht immer vorhersehen. In den meisten Fällen verläuft der Transfer zwar komplikationslos, doch kann es bei der Überschreitung der endlichen Erfahrungswelt zu einer Störung des transzendenten Gleichgewichtes kommen“, referierte Jesaja.

      Ich hatte mir schon überlegt ob ich hier das "hochgestochene" ankreiden soll, aber mit "referierte" hast du das perfekt gelöst :)

      Spoiler anzeigen
      Nur, dass er sich dort mit Dämonologie, Kampfkunst und Waffenkunde hatte auseinandersetzen müssen.

      Das klingt für mich so negativ, dabei war/ist Elias doch ein leidenschaftlicher Kämpfer, dem dieses Thema am Herzen liegt, oder?

      Spoiler anzeigen
      Kurz dachte Elias über Jesajas Worte nach und musste sich schließlich eingestehen, dass er sehr wahrscheinlich recht hatte!

      Warum das Ausrufezeichen? Ich höre hier keinen Ausruf, nur eine einfache Feststellung.

      Spoiler anzeigen
      Immerzu hatte das Kollektiv für ihn an erster Stelle gestanden und das Abwenden irgendeiner Bedrohung.

      Der Satz erscheint mir irgendwie verunglückt. Das Orange würde ich fast weglassen. Mit dem nächsten Satz würde dass dann eine Art Aufzählung werden und eigentlich in meinen Augen viel besser klingen.

      Spoiler anzeigen
      Und wenn sich die Gelegenheit schon mal bieten würde, dann könnte er sie auch nutzen, um sich nach dem Wohlergehen von Emilia zu erkundigen. Nur einmal wollte er sie noch sehen, um sich davon zu überzeugen, dass es ihr gut ging. Nur noch ein einziges Mal!

      Willst du das hier wirklich schon dermaßen euphorisch klingen lassen? Gerade dieser letzte markierte Satz weckt in mir diese Vorahnung einer stark im Vordergrund stehenden Liebesgeschichte. Ich weiß natürlich nicht ob das Buch wirklich den Schwerpunkt darauf liegen hat (für mich aktuell eigentlich nicht). Gefühlt würde es für mich besser passen, wenn Elias es hier noch etwas sachlicher hält und die Emotionen erst später in dieser Art "explodieren". Er ist ja jetzt noch nicht so richtig auf dem Dampfer mit den ganzen Gefühlen und so. Man könnte sich also etwas langsamer an das Thema herantasten.


      Generell wieder ein schön geschriebener Teil. Man merkt hier, dass die Engel in dieser Sphäre anders ticken als weiter oben. Sie passen eindeutig besser zu Elias Art. Ich sehe ja schon ein totales Durcheinander auf uns zukommen, wenn er wirklich durch die Menschenwelt marschiert xD

      Gruß
      Rebirz
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ

      Der Gott, der nicht sein sollte (Urban Fantasy)
      Noetik (Sonstige Fantasy)


      MEINE TO-DO-LISTE

      To do... To do... To do, to do, to do, to do, to doooo, dododododo


    • Es macht Spaß es zu lesen. Ich lasse das lange loben jetzt einfach mal, aber nur weil ich mich nicht wiederholen möchte. Weiterhin gefällt es mir sehr gut!

      Dagon mag ich als Charakter weiterhin sehr gut. Dieses charmant diabolisch kommt sehr gut rüber.

      Jetzt zur Kritik:

      Ganz leicht habe ich beim lesen das Gefühl, die Liebesgeschichte entwickelt sich einen Tick zu schnell (Prägung hin oder her). Tatsächlich ehr geringes Problem denke ich, da es sehr schön, frech und lustig erzählt ist.

      Zwei Fragezeichen sind mir beim lesen aufgetaucht.

      Wie schafft es Elias so problemlos als Pfleger zu arbeiten? Da wäre vielleicht ein klarer Erklärungsansatz ganz gut. Fällt ja doch auf wenn da einer plötzlich zusätzlich rumrennt, Leute spazieren führt etc. (gerade wenn es für einige Zeit ist und so klingt es ja jetzt). Ich habe Zivi im Krankenhaus gemacht und ich kannte auf meiner Station und den benachbarten eigentlich alle Leute die dort rumrannten.

      Wie holt er die Katze aus ihrer Wohnung. (Legal und ohne Engelskräfte) Kann eigentlich nur über Susan sein oder jemand anderen der einen Schlüssel für die Wohnung hat. Sollte dann aber vielleicht erwähnt werden, weil sich Emilia diese Frage sicher auch stellen würde. "Wie war er in meiner Wohnung. Oh mein Gott ein Psychopath?" Nicht unbedingt unbedingt sofort aber wohl doch recht schnell. Kann natürlich auch sein, dass Elias einen Fehler gemacht hat und sie mit seinen Fähigkeiten geholt hat, ohne darüber nachzudenken, aber dann sollte zumindest das Fragezeichen bei ihr auftauchen? (Ich muss Susan fragen, ob sie ihm den Schlüssel gegeben hat. Oh mein Gott, meine Wohnung war nicht aufgeräumt....)

      Für mehr blümchenpflückende Orks, blutrünstige Elfen und vegetarische Drachen!
    • So, AKTUELL!

      Also, kurzer Lagebericht.
      Die Geschichte an sich glaub ich wird mir gefallen, bis jetzt tut sie es. Ich hab nen Fabel für diesen ganzen götterkram. Warum sag ich "wird"? Naja, weil es gefühlt jetzt erst los geht.
      Dagegen spricht allerdings, dass die Gefühle von Elias und Emilia schon so krass geschildert werden. Die könnten gefühlt im nächsten Kapitel schon ein Paar sein. Das geht etwas zu schnell finde ich. Wobei ich ging auch davon aus, dass deren Geschichte, wie sie zueinander finden, der Hauptplot sein wird.

      Das drum herum gefällt mir da schon besser. Die Verschiedenheit der Engel. Jesaja zum Beispiel. Das war recht interessant. So wie mal die andere Seite rund um dagon zu sehen.
      Pluspunkt für cagon, der für Atmosphäre gesorgt hat. Ich denke ich Gründe da mal mit @LadyK nen Cogan Fanclub ... aber erst mal schauen wie er sich entwickelt ... *schielt mit einem Auge auf sirius* ...

      Ganz kurz noch. Ich war echt überrascht über deine Beschreibungen des Alptraums. Wo sie den Unfall wiedererlebt. Das hast du echt gut geschrieben, wie ich finde. Dieses können wird in späteren Kapiteln vielleicht noch nützlich sein ^^ weiß ja nicht wo sich das hier hinbewegt :D

      Ok, das wars dann erst mal ^^
    • Jetzt musst du mir noch erklären, ob man einen Engel überhaupt "zum Teufel schicken" kann ... :D

      Ansonsten kann ich mich bei meinen Kritikpunkten genau dem anschliessen, was Alexander2213 gesagt hat. Dass Elias so plötzlich als Pfleger auftaucht, lässt sich noch irgendwie zurechtschustern, aber wie kam er ohne zu wissen, wo Emilia wohnt und ohne Haustürschlüssel an die Katze? Beziehungsweise warum fragt sich Emilia nicht, wie er das geschafft hat? Mir wäre das ja schon direkt etwas unheimlich gewesen. Jemand, der keinen Zutritt zu meiner Wohnung hat, sollte, auch wenn ich ihn mag, nicht hineinkommen - oder?

      Davon abgesehen - die Story ist fesselnd genug, dass ein gewöhnlicher Leser (der nicht mit gespitztem Rotstift über deinem Text lauert) dir solche Kleinigkeiten verzeihen würde.
    • Ich danke euch wie immer vielmals für die ganzen netten Kommis und die Mühe, die ihr euch damit macht. Aus Erfahrung weiß ich ja, wie nervig es sein kann, sich durch die Texte zu wuseln, Stellen herauszusuchen, dann klappt es mit der Zitiererei plötzlich nicht....Naja, also...ich will damit sagen, dass ich das wirklich zu schätzen weiß. Deshalb noch einmal ein riesengroßes :danke: an euch alle.

      Da ihr zuletzt eigentlich alle das Gleiche angekreidet habt, möchte ich kurz was dazu schreiben. Damit es nicht zu unübersichtlich wird, packe ich das aber in den Spoiler.

      Für alle:
      Spoiler anzeigen

      1. Die Sache mit der Katze stimmt natürlich. Ich glaube, in meiner Urfassung gab es zumindest mal einen kurzen Hinweis darauf, dass Susan Elias dabeigeholfen hat...keine Ahnung, wo das Sätzchen hinverschwunden ist. Ich habe dieses Kapitel jetzt schon so oft überarbeitet, kann sein, dass das bei einer Löschorgie einfach abhanden gekommen ist. :hmm: Ich lasse mir also was einfallen und bastle da noch was rein, damit es nachvollziehbar wird.

      2. Zu der Frage, wie es Elias schafft, sich im Krankenhaus frei zu bewegen, ohne weiter aufzufallen. Zunächst einmal soll diese Frage noch im nächsten Kapitel aufgegriffen werden. Der Leser weiß im Moment also eigentlich nur genauso viel, wie auch Emilia weiß. Das war mir irgendwie ganz wichtig...die Frage, wie Elias es schafft, dort ein-und auszugehen, darf man sich als Leser ruhig stellen...im Moment ist er für Emilia ein Pfleger, weshalb SIE sich die Frage nicht stellt. Da die Kapitel aus IHRER Sicht geschrieben sind, finde ich es schwierig, darauf jetzt schon einzugehen. :hmm: Aber, um euch trotzdem an meinen Gedanken teilhaben zu lassen: Ich denke es mir so: zu Anfang war es von Elias gar nicht geplant, sich als Pfleger auszugeben. Er hat gespürt, dass etwas mit Emilia nicht stimmte und hat alles stehen und liegen lassen, um nach ihr zu sehen....so fand er sie auf dem Boden der Krankenhaustoilette...und erst SIE hat ihn dann darauf gebracht, sich als Pfleger auszugeben, weil sie ihn wie selbstverständlich für einen gehalten hat. In meiner Vorstellung kann er kommen und gehen, wie er will. Er kann den Menschen sogar im Nachhinein die Erinnerung daran nehmen, ihn überhaupt gesehen zu zu haben. Im Grunde wurde er deshalb wahrscheinlich wenn überhaupt nur als ein ganz normaler Besucher wahrgenommen, dem man aber nie besondere Beachtung geschenkt hat.

      3. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Emilia und Elias. Ich weiß, dass das wahrscheinlich zu schnell geht. Grundsätzlich war ich mal davon ausgegangen, dass es gerade diese spontane und für keinen der beiden wirklich nachvollziehbare Anziehungskraft sein soll, die diese beiden völlig unterschiedlichen Wesen aneinander bindet. Vor allem, weil sie beide ja so ihre Schwierigkeiten mit ihren Emotionen haben :) Für uns Menschen widerspricht das aber verständlicherweise unserer Vorstellung davon, wie sich so eine Beziehungskiste normalerweise entwickeln sollte....da muss man erst mal Zeit miteinander verbringen, zusammen ins Kino gehen, sich gegenseitig kleine Geschenke machen...was weiß ich...was man halt so macht, wenn man auf dem Wege ist, sich zu verlieben. Aber das ist ja HIER etwas komlett anderes. Und das wollte ich eigentlich verdeutlichen.

      ABER: Ich hatte diese Geschichte mal bei einem kostenlosen Lektorat bei Leselupe.de vorgelegt und die Lektorin dort hat etwas ganz ähnliches angekreidet. Sie hat gemeint, ich solle die Zeit im Krankenhaus näher beleuchten und noch ein paar Kapitel hinzufügen, die den Leser mitnehmen und ihn die zwei Wochen miterleben lassen, damit das Ganze nachvollziehbarer wird.
      Das habe ich dann auch schließlich versucht und mich daran begeben, zusätzliche Kapitel zu schreiben, was mir auch echt Spaß gemacht hat. Es hat mich in jedem Fall ein gutes Stück näher an meine beiden Protagonisten herangebracht und ich konnte sie viel besser kennenlernen.
      Leider-und das war der Grund, warum ich dann wieder davon abgekommen bin-hatte ich das Gefühl, dass ich mich dadurch viel zu weit von dem eigentlichen roten Faden meiner Geschichte entferne...

      Mein Vorschlag wäre aber folgender: Ich würde euch jetzt erst mal gerne meine Ur- Fassung zeigen. Das ist quasi der Film, den ich damals gefahren bin :D ... später könnte ich dann die zusätzlichen Kapitel als "Bonusmaterial" anhängen und wir könnten gemeinsam überlegen, ob es sinnvoll ist, das noch einzubinden. Vielleicht könnt ihr mir ja dabei helfen, eine Lösung für mein Problem zu finden...



      So, jetzt noch meine Anmerkungen zu euren aktuellen Anmerkungen :)
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      Rebirz
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      Rebirz schrieb:

      Willst du das hier wirklich schon dermaßen euphorisch klingen lassen? Gerade dieser letzte markierte Satz weckt in mir diese Vorahnung einer stark im Vordergrund stehenden Liebesgeschichte. Ich weiß natürlich nicht ob das Buch wirklich den Schwerpunkt darauf liegen hat (für mich aktuell eigentlich nicht). Gefühlt würde es für mich besser passen, wenn Elias es hier noch etwas sachlicher hält und die Emotionen erst später in dieser Art "explodieren". Er ist ja jetzt noch nicht so richtig auf dem Dampfer mit den ganzen Gefühlen und so. Man könnte sich also etwas langsamer an das Thema herantasten.

      Ja, die Entwicklung dieser Beziehungskiste verläuft insgesamt ein bisschen schnell. Als ich das damals geschrieben habe, war für mich ganz klar: Es gibt hier zwei unterschiedliche Wesen, die jeder für sich betrachtet seine ganz eigenen Probleme mit dem Umgang emotionaler Zustände hat...Dass nun ausgerechnet sie beide plötzlich so starke Gefühle füreinander entwickeln, ohne überhaupt zu wissen, woher das kommt, fand ich eine ganz interessante Sichtweise... Wenn du die Geschichte weiter vefolgst, wirst du merken, dass auch andere das schon angekreidet haben, was aber vielleicht auch ein Stück weit daran liegt, wie ich die Geschichte aufgezogen habe...Wahrscheinlich habe ich der Entwicklung dieser Beziehung zu wenig Zeit geschenkt. Die Zeit, die beide im Krankenhaus miteinander verbringen, habe ich überhaupt nicht detailliert geschildert. Der Leser erfährt nur bruchstückweise etwas aus Emilias Rückblicken ...ob das gut und sinnvoll war, weiß ich nicht. Da das Thema gerade aktuell diskutiert wird, schreibe ich dazu noch etwas für alle.

      Hier in dieser speziellen Situation, die du angesprochen hast mit dem "Nur noch ein einiziges Mal!"....fand ich es eigentlich noch gar nicht so übertrieben. :hmm: Kennst du das nicht, wenn du dir selber einreden willst, dass du etwas zum letzten Mal tun wirst, weil du nämlich vorhast, damit aufzuhören?....Also: Nur noch dieses eine Stück Schokolade...ab morgen verzichte ich dann darauf. Oder ich rauche nur noch diese eine Zigarette...ich weiß, es ist nicht gut für mich, aber es wird die Letzte sein, denn ab morgen bin ich ja Nichtraucher :)
      Das war es, das ich damit verdeutlichen wollte und außerdem fand ich das als Abschluss-Satz für dieses Kapitel so herrlich dramatisch :D ...Naja. wie bereits gesagt, für MICH ergibt das sowieso alles einen Sinn ^^ .... ich denke aber in jedem Fall über deine Anmerkung nach.


      Rebirz schrieb:

      Generell wieder ein schön geschriebener Teil. Man merkt hier, dass die Engel in dieser Sphäre anders ticken als weiter oben. Sie passen eindeutig besser zu Elias Art. Ich sehe ja schon ein totales Durcheinander auf uns zukommen, wenn er wirklich durch die Menschenwelt marschiert
      Die "Lockerheit" der Engel ist von einigen in diesem Teil kritisch hinterfragt worden, weil sie wenig "engelhaft" von mir beschrieben wurden. Mein Plan bestand eigentlich darin, dass man hier feststellt, dass die Engel unterschiedlicher Hierarchiebenen unterschiedlich ticken und es auch genau deshalb innerhalb dieser "himmlischen Ordnung" zu Konflikten bzw. Reibungen kommt...abgesehen davon hätte ich es niemals geschafft, die Engel, die uns durch die Geschichte begleiten werden, permanent nur so hochgestochen daherschwafeln zu lassen :)
      Es freut mich, dass meine Intention offensichtlich bei dir angekommen ist....und Ja, Elias wird es nicht immer leicht haben....genauso wenig wie Micah :D



      Alexander
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      Alexander2213 schrieb:

      Es macht Spaß es zu lesen. Ich lasse das lange loben jetzt einfach mal, aber nur weil ich mich nicht wiederholen möchte. Weiterhin gefällt es mir sehr gut!
      Das freut mich sehr :) Ich erlebe gerade ein Berg-und Talfahrt und schwanke zwischen Euphorie und Depression, was meine Geschichte betrifft. Einerseits ist der Input, den ich durch euch bekomme, total motivierend...doch andererseits bemerkt man erst, was alles nicht stimmig ist und plötzlich fängt man an, das Gesamtkonzept zu hinterfragen. Das ist gar nicht gut! Aber umso mehr brauche ich ab und an mal ein kleines "Kopftätscheln" und jemanden, der mir sagt, dass alles gar nicht so schlimm ist und vielleicht doch noch was zu retten ist ^^


      Da es einige angemerkt haben, schreibe ich noch was für alle zu denThemen, die du außerdem angesprochen hattest (Katze und Anwesenheit im KH) :)



      Etiam
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      Etiam schrieb:

      So, AKTUELL!

      Also, kurzer Lagebericht.
      Die Geschichte an sich glaub ich wird mir gefallen, bis jetzt tut sie es. Ich hab nen Fabel für diesen ganzen götterkram. Warum sag ich "wird"? Naja, weil es gefühlt jetzt erst los geht
      Wie cool! Du bist noch dabei :thumbsup: Ich hatte schon befürchtet, dich unterwegs verloren zu haben...Schön, dass du noch da bist und dass es dir gefällt.


      Etiam schrieb:

      Dagegen spricht allerdings, dass die Gefühle von Elias und Emilia schon so krass geschildert werden. Die könnten gefühlt im nächsten Kapitel schon ein Paar sein. Das geht etwas zu schnell finde ich. Wobei ich ging auch davon aus, dass deren Geschichte, wie sie zueinander finden, der Hauptplot sein wird.
      Das hat euch alle etwas irritiert, deshalb greife ich das auch noch einmal für alle auf...


      Etiam schrieb:

      Das drum herum gefällt mir da schon besser. Die Verschiedenheit der Engel. Jesaja zum Beispiel. Das war recht interessant. So wie mal die andere Seite rund um dagon zu sehen.
      Pluspunkt für cagon, der für Atmosphäre gesorgt hat. Ich denke ich Gründe da mal mit @LadyK nen Cogan Fanclub ... aber erst mal schauen wie er sich entwickelt ... *schielt mit einem Auge auf sirius* ...
      Witzig eigentlich. Meine Intention lag ganz zu Anfang darauf, eine außergewöhnliche Liebesgeschichte zu schreiben und das ganze Drumherum hat sich dann quasi nebenbei ergeben...Interessant, dass jetzt das "Drumherum" für den Leser eine viel größere Bedeutung bekommt...finde ich aber gar nicht verkehrt. Schließlich soll es ja nicht in Schnulz und Kitsch abgleiten. Du hättest mal meine Urfassung sehen sollen...das triefte schon an manchen Stellen :D ...und auch jetzt noch werdet ihr mich hier und da auf solche Stellen hinweisen müssen, wenn es Überhand nimmt.

      Etiam schrieb:

      Ganz kurz noch. Ich war echt überrascht über deine Beschreibungen des Alptraums. Wo sie den Unfall wiedererlebt. Das hast du echt gut geschrieben, wie ich finde.
      :danke:




      Kirisha
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      Kirisha schrieb:

      Jetzt musst du mir noch erklären, ob man einen Engel überhaupt "zum Teufel schicken" kann ...
      Ist es nicht geil, in dieser Geschichte mit solchen Wortspielen arbeiten zu können? :rofl:


      Kirisha schrieb:

      Dass Elias so plötzlich als Pfleger auftaucht, lässt sich noch irgendwie zurechtschustern, aber wie kam er ohne zu wissen, wo Emilia wohnt und ohne Haustürschlüssel an die Katze? Beziehungsweise warum fragt sich Emilia nicht, wie er das geschafft hat? Mir wäre das ja schon direkt etwas unheimlich gewesen. Jemand, der keinen Zutritt zu meiner Wohnung hat, sollte, auch wenn ich ihn mag, nicht hineinkommen - oder?

      Ihr habt es alle der Reihe nach angekreidet, deshalb schreibe ich jetzt auch für alle noch was dazu :)


      Kirisha schrieb:

      Davon abgesehen - die Story ist fesselnd genug, dass ein gewöhnlicher Leser (der nicht mit gespitztem Rotstift über deinem Text lauert) dir solche Kleinigkeiten verzeihen würde.

      Mag sein, aber lieber wäre es mir natürlich, wenn keine blöden Hintergedanken aufkämen. So nach dem Motto: Das hat sie aber jetzt irgendwie zurechtgeschustert....deshalb dürft ihr mich gerne immer wieder auf solche Sachen hinweisen. Manche Dinge lassen sich ja recht einfach durch einen kleinen Einschub erklären....mein Albtraum ist immer nur, wenn ich ganze Kapitel umschreiben muss und eine kleine Veränderung direkt wieder einen riesen Rattenschwanz nach sich zieht...da bekomme ich regelmäßig die Krise ^^




      LG,
      Rainbow

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    • Rainbow schrieb:

      Leider-und das war der Grund, warum ich dann wieder davon abgekommen bin-hatte ich das Gefühl, dass ich mich dadurch viel zu weit von dem eigentlichen roten Faden meiner Geschichte entferne...
      Ja, was moechtest Du uns denn erzaehlen?

      Der Klappentext akzentuiert die Romanze (aber auf Klappentexte geb' ich schon lange nichts mehr :D ) - der Prolog und die meisten Kapitel bisher akzentuieren eine Verschwoerung quer durch alle Sphaeren von Himmel und Hoelle und lassen mich einen Thriller erwarten der vielleicht von der besonderen Beziehung der Protagonisten lebt, aber wo das nicht zentral ist.

      Also - soweit wie wir das jetzt lesen konnten - nach der Geschichte mit Dagon muss sich der Plot verdichten, auf eine Entwicklung zusteuern - und noch viel Zeit im Krankenhaus faende ich da verkehrt, da stimme ich Dir zu dass das vom roten Faden (wie er bisher zu erkennen ist) weg geht.
    • Hey @Rainbow

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      Fand ich sehr schön den aktuellen Teil :)
      Die Ängste, Sorgen und Gedanken von Emilia hast du super beschrieben. Jeder, der schon mal einen Unfall hatte oder einen gesehen/ erlebt hat, weiß, wie sehr es einen danach noch quält :/

      Das mit der Katze solltest du noch einfügen, aber das wolltest du ja ohnehin machen. Hast du ja gesagt.

      Ich finde es ja echt ein bisschen witzig, wie väterlichen sich Elias ihr gegenüber verhält. Als ob sie ein kleines Kind wäre. :D

      Rainbow schrieb:

      Seit sie wieder zu Hause war, durchlebte sie fast jede Nacht aufs Neue ihren Unfall, nur dass er jedes Mal eine andere Wendung nahm.
      Vielleicht war das von die gewollt, aber ich habs dir trotzdem mal angemerkt :)

      Zu deiner Frage:

      Ich finde weitere Krankenhausparts auch nicht nutzbringend. Meiner Meinung nach ist die Geschwindigkeit der Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden angenehm. Die Frage ist natürlich, ob die Beziehung im Vordergrund der Geschichte steht oder der Kampf gegen Dagon ;)

      Außerdem gibt es keine Anleitung für so etwas. Es passiert, wann es passiert und das ist es, was ich daran schätze. Auch im wahren Leben können erstaunlich schnell Beziehungen entstehen ;)

      Ich würde es so lassen ^^



      LG :)
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-
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      @Thorsten: Dass der Klappentext überarbeitet werden muss, steht wohl außer Frage ^^ Ich schätze, es ist in der Tat so, dass die Verbindung zwischen Emilia und Elias eigentlich nur ein Teil dieser Geschichte darstellt, aber nicht das Hauptaugenmerk auf der Romantik liegt. Dafür ist diese Beziehung ja ohnehin viel zu speziell. Ich denke, ich habe mich damals nicht ohne Grund dafür entschieden, meine Geschichte genauso zu schreiben....die Szenen, die ich im Nachhinein ergänzend dazugeschrieben habe, könnte ich mir aber tatsächlich als eine Art "Bonusmaterial" vorstellen.

      @LadyK:

      LadyK schrieb:

      Ich finde es ja echt ein bisschen witzig, wie väterlichen sich Elias ihr gegenüber verhält. Als ob sie ein kleines Kind wäre.
      Ja, Engel können sehr überfürsorglich sein ^^ Für sie sind wir ja auch sehr zerbrechliche Wesen...

      Danke auch für deine Einschätzung bezüglich weiterer Kapitel, um die Beziehung näher zu beschreiben. Ich finde es gut, mal ein paar unabhängige Meinungen dazu zu hören.




      Wie immer wusste ich nicht, wie ich das Kapitel sinnvoll teilen soll. Der nächste Abschnitt ist vielleicht unspektakulär...aber ich kann euch ja nicht immer zehn Seiten um die Ohren ballern. ^^ Richtig wirken tut es wahrscheinlich ohnehin nur, wenn man die Teile zusammenhängend liest....


      Kapitel 8.1

      Einen tiefen Atemzug nehmend senkte Emilia ihre Stirn gegen die Fensterscheibe, schloss für einen Moment die Augen, bevor sie die Luft wieder ausströmen ließ. Ihr warmer Atem zeichnete einen undurchsichtigen Dunstfilm auf das kalte Glas, tauchte die dahinterliegende Dunkelheit in weißen Nebel.
      Sie hatte es ihm mit ihrer Art sicher nicht immer leicht gemacht und dennoch war seine Fürsorge kein einziges Mal ins Wanken geraten. Mehrfach hatte sie sich gefragt, woher er die Ruhe und die Gelassenheit nahm, mit der er ihrem ausgeprägten Dickschädel begegnet war, als könne ihn nichts auf der Welt davon abhalten sich um sie zu kümmern.
      Lia, er ist Pfleger! Er wird dafür bezahlt!, rief sie sich zum bestimmt hundertsten Mal in Erinnerung und spürte augenblicklich den stechenden Schmerz, den diese nüchterne Erkenntnis in ihr auslöste.
      Nie zuvor hatte ein männliches Wesen ihr ähnliche Gefühle entlockt und das Bedürfnis, sich in seiner Nähe aufhalten zu wollen, überstieg bei weitem jene oberflächliche Schwärmerei, von der sie bislang angenommen hatte, dass sie mit einer gewissen ´Verliebtheit` einherging.
      Verliebt. War sie in Elias verliebt?
      Dieses Wort schien ihr nicht ansatzweise geeignet, um auszudrücken, was sich in ihr abspielte, wenn er den Raum betrat. Es klang so alltäglich und abgenutzt, dass sie befürchtete, die ungewöhnliche Verbindung, die zwischen ihnen beiden entstanden war, zu entweihen, sollte sie sich eingestehen, einfach nur in ihn ´verliebt` zu sein.
      Betrachtete man die Sache rein analytisch, waren wahrscheinlich alle Faktoren erfüllt, die für eine derartig romantisch fundierte Anziehung sprachen.
      Die Tatsache zum Beispiel, dass er ihre Gedanken dominierte, oder das Kribbeln, das seine Berührungen auf ihrer Haut hinterließ. Das unangenehme Ziehen im Magen, wenn er sich verabschiedete…
      Wenn sie sein Äußeres mal außer Acht ließ, das alleine schon ausgereicht hätte, um ihre erhöhte Herzfrequenz zu erklären, dann blieb da aber noch so viel mehr, das Emilia nicht in Worte zu fassen vermochte.
      Hatte zuvor in ihrem Inneren tiefste Dunkelheit und abgrundtiefe Kälte geherrscht, sandte er eine freundliche Wärme aus, die sie anzog, wie das Licht eines hell erleuchteten Hauses, das sie einlud, einzutreten.
      Alles um sie herum nahm deutlichere Konturen an und die Farben erstrahlten plötzlich in intensiverem Glanz, als habe sie bislang ihre Umwelt nur in tristen Grautönen wahrgenommen. Es war, als sei sie nach Jahren endlich aus einem Traum erwacht, der sie die ganze Zeit über hinter einer dicken Glasscheibe gefangen gehalten und ihre Sinne betäubt hatte.
      Erschrocken darüber, zu welch stumpfsinnigen und kitschigen Vergleichen sie sich hatte hinreißen lassen, warf sie sich selbst einen tadelnden Blick zu.
      Lia, schmink` ihn dir ab, okay? Er ist nicht mehr da. Schluss. Aus. Feierabend!
      Das Unbehagen, das mit der Endgültigkeit dieser Worte einherging, ließ sie erschaudern. Dabei hatte sie gerade einmal zwei Tage nichts von ihm gehört.
      Zwei Tage! Verdammt, er ist nicht mit dir verheiratet!
      Ein abfälliges Schnaufen entfuhr ihr. Nein! Sie war nicht mit ihm verheiratet und sicher würde sich daran auch niemals etwas ändern, wenn sie sich weiterhin so anstellte, wie eine alte Jungfer.
      Warum konnte sie nicht einfach normal sein, so wie alle anderen jungen Frauen in ihrem Alter? Dieser Zustand innerer Zerrissenheit war nicht nur ermüdend, er zermürbte sie regelrecht und fraß sich wie Säure durch ihr Innerstes.
      Was würde sie dafür geben, ihre Ängste kontrollieren zu können und den Automatismen zu trotzen, die sich in Gang setzten, sobald sie sich ernsthaft für jemanden interessierte.
      Wie bitteschön sollte sie ihm erklären, dass sie Probleme mit Männern hatte, insbesondere mit solchen wie ihm? Wie könnte sie ihm jemals klarmachen, dass sie kaputt war? Ein Wrack. Von außen betrachtet in einwandfreiem Zustand, doch von innen … Ein einziger Totalschaden! Er würde es nicht verstehen. Und er würde auch nichts daran ändern können, insofern war es müßig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen.
      So, wie es im Moment aussah, würde sich die Sache ohnehin bald im Sande verlaufen, da sie weder seine Telefonnummer wusste, noch seine Adresse kannte.
      Stolz wie sie war, hatte sie bei der Verabschiedung im Krankenhaus darauf verzichtet, ihn danach zu fragen und ihre Hoffnung, dass er den ersten Schritt machen würde, war durch seine ungewohnt kühle Distanziertheit an besagtem Morgen auf ernüchternde Weise niedergemäht worden.
      Wahrscheinlich umsorgt er schon längst die nächste ´Jungfrau in Nöten`“, war Susan später unverblümt herausgerutscht. „Es gibt solche Männer!“, hatte sie voller Inbrunst der Überzeugung behauptet. „Die stehen auf den Typ hilflose Frauen und denen geht voll einer dabei ab, wenn sie den starken Macker spielen können. Vielleicht entsprichst du jetzt nicht mehr seinem Beuteschema.“
      Die Vorstellung tat weh, weshalb Emilia sich bemühte, so gut es ging, nicht darüber nachzudenken.
      Auf der verzweifelten Suche nach Zerstreuung rief sie sich in Erinnerung, dass sie schon bald Silas wiedersehen würde.
      An dem Tag vor ihrer Entlassung hatte er plötzlich in der Tür gestanden und Emilia im Namen der Kollegen einen riesengroßen Blumenstrauß mit einer Karte überreicht, die von allen unterzeichnet worden war.
      Dieses unerwartete Zusammentreffen hatte aus ihr, wie üblich in solchen Situationen, ein wandelndes Nervenbündel gemacht, weshalb sie keinen geraden Satz mehr hatte formulieren können und sich obendrein auch noch den heißen Inhalt ihres vollen Kaffeebechers hatte überkippen müssen.
      Elias, dem die Situation nicht entgangen war, hatte sie daraufhin nur mit einem fragenden Blick bedacht, eine Augenbraue hochgezogen und dann schließlich kopfschüttelnd den Raum verlassen, um ihr im Schwesternzimmer neues Bettzeug zu holen.
      Sollte er doch denken, was er wollte! Schließlich konnte sie nichts dafür, dass sie sich in solchen Momenten in ein kleines, graues, hirnamputiertes Mäuschen verwandelte. Das war nun mal so!


      Hier geht`s weiter:
      Kapitel 8.2

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    • @Rainbow

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      Wow! Was ist denn mit Emilia los? Steckt sie in einer Midlife Crises? :P

      Spaß bei Seite. Für mich persönlich war es etwas zu viel :mimimi:
      , aber durchaus nachvollziehbar. Wir kennen Emilia schon etwas und wissen deshalb, wie wenig sie sich zutraut und wie wenig Selbstbewusstsein sie hat.

      Aber jetzt kann sie auch gerne aufhören, sich in Selbsgmitleid zu baden und zum Krankhaus gehen und Elias anquatschen :beer: so er denn noch da ist und nicht schon wieder im himmlischen Reich ist :crazypilot:



      LG :)
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-
    • @LadyK
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      LadyK schrieb:

      Wow! Was ist denn mit Emilia los? Steckt sie in einer Midlife Crises?

      Spaß bei Seite. Für mich persönlich war es etwas zu viel
      Ich bin immer total froh und dankbar für solche Hinweise, weil ich dazu neige, vor allem hinsichtlich des Beschreibens von Emtionen, zu dick aufzutragen...Manchmal verrenne ich mich einfach in solchen Gemütszuständen und dann gehen irgendwie die Pferde mit mir durch :)
      Na ja...bezüglich dieser Szene hier muss ich dir ein bisschen recht geben. Zuerst sah sie etwas anders aus und die Dinge, die dich stören (gehe ich mal von aus) habe ich erst nachträglich eingefügt. Nämlich nachdem ich diese Krankenhauskapitel für mich selber geschrieben hatte....da war natürlich einiges geschehen, was diese Reaktion von ihr logisch und nachvollziehbar gemacht hat...ich könnte mir vorstellen, dass es ohne dieses Wissen für den Leser an der Stelle zu übertrieben rüberkommt. :hmm: Muss ich mir noch mal überlegen und abwarten, was die anderen so dazu sagen...

      Außerdem kommt noch eine weitere Sache hinzu. Ich weiß nicht, ob es vielleicht inzwischen durch die Zeilen hindurchgeblitzt ist, dass es einen dunklen Teil in Emilias Vergangenheit gibt, der nicht unwesentlich ihr Verhalten bzw. ihre Denkweise bestimmt. RenLi hatte ich damals eingweiht, weshalb sie als meine Testleserin dieses Hintergrundwissen bereits hatte...nun ist es spannend, zu sehen, wie der Text auf Leute wirkt, die darüber keine Kenntnis haben...insofern ist es umso wichtiger, dass man mir sagt, ob Emilias Verhalten total bescheuert rüberkommt oder ob sich vielleicht nach und nach beim Leser zumindest eine kleine Vorahnung einstellt...

      LadyK schrieb:

      Aber jetzt kann sie auch gerne aufhören, sich in Selbsgmitleid zu baden und zum Krankhaus gehen und Elias anquatschen so er denn noch da ist und nicht schon wieder im himmlischen Reich ist
      Abwarten :D ...und sehen, was kommt.

      :danke: für deine Rückmeldung




      LG,
      Rainbow
    • Ein paar Anmerkungen ab 7.1

      Spoiler anzeigen

      Rainbow schrieb:

      Sichtlich amüsiert über diese Vorstellung grinste er in sich hinein.
      Widerspricht bzw. doppel-moppelt sich das nicht sogar irgendwie? Weil... wenn er sichtlich amüsiert ist, muss er dann noch in sich hineingrinsen?

      Rainbow schrieb:

      Kopfschüttelnd fuhr er sich mit beiden Händen durch seine zerzausten nachtschwarzen Haare.
      Wenn das beides zur gleichen Zeit stattfindet, wäre das eine merkwürdige Bewegung. Versuch das mal nachzumachen :D ... zumindest wäre das keine Geste, die ich selber im Affekt oder so nebenbei machen könnte/würde.

      Eine Sache hat mich dann noch gewundert und schrittweise ein wenig irritiert. Natürlich hat die Hölle mit einem ranghohen Engel als Intriganten eine wunderbare Informationsquelle, doch dass sie so detailliert von der Verschmelzung wussten und noch dazu, mit wem, das kam mir etwas zu... einfach und ein bisschen forciert vor? Das ging zu schnell. Solltest du später noch darauf zurückkommen und näher darauf eingehen, dann wäre die Stelle für mich kein Problem. Andernfalls hatte ich hier ein kleines gedankliches Stutzen.*hmpf?*

      Ansonsten habe ich mich über den Brückenschlag zu dem gefundenen Buch am Anfang gefreut. Ich hab schon drauf gewartet, dass du den Faden wieder anknüpfst. Dass gerade Sirius, aka das "Weichei" in der Runde darauf angesetzt ist, hat mir sehr gefallen. Überhaupt finde ich die Mischung der Generäle sehr bunt und charakteristisch abwechslungsreich, da lässt sich sicher noch viel draus entwickeln.

      Rainbow schrieb:

      Bewegungsunfähig, aber bei vollem Bewusstsein, war ihr blutverschmierter Körper daraufhin von ausgehungerten wilden Tieren angefressen worden, bis sie schließlich lauthals schreiend erwacht war.
      Noch immer glaubte sie, den schneebedeckten Waldboden unter sich spüren zu können, in den sie wenige Augenblicke zuvor ihre Hände gegraben hatte, als ihr, begleitet von einem grauenvollen Schmatzen, die Haut von den Knochen gerissen worden war.
      In dem Fall ist sie dann nicht ganz bewegungsunfähig. Vielleicht doch eher ein kaputtes Rückgrat?

      Rainbow schrieb:

      Noch immer kreiste die Frage in ihrem Kopf, ob sie durch eine schnellere Reaktion, durch mehr Fahrpraxis oder ein anderes Zeitmanagement eine realistische Chance gehabt hätte, diesem schrecklichen Erlebnis zu entkommen.
      Als Gelegenheitsalkoholikerin scheint betrunken Autofahren kein naheliegender Unfallgrund zu sein :D

      Rainbow schrieb:

      Eine plötzliche und unerwartet sanfte Berührung an ihrem nackten Bein ließ sie vor Schreck zusammenfahren, weshalb sie sich prompt verschluckte und sich das verschüttete Wasser auf dem Boden zu einer Pfütze sammelte.
      Meine Gedankengänge:
      Elias, du alter Stalker! Was machst du denn da unten... halt. Stop. Die Hölle wollte ihr doch an den Kragen... Dagon, du alter Stalker! Was machst du denn da unt-
      Ach halt, war nur der blöde Kater... 8o

      Rainbow schrieb:

      Sie kam zu dem Schluss, dass es das tollkühne Verlangen gewesen sein musste, sich gegen die überfürsorgliche Achtsamkeit aufzulehnen, die in den sterilen Wänden des Krankenhauses jeglicher Unvernunft Einhalt gebot.
      Ui, sehr poetisch. Der Satz gefiel mir besonders.

      Rainbow schrieb:

      Von außen betrachtet in einwandfreiem Zustand, doch von innen … Ein einziger Totalschaden!
      Wenn man von den Autoufallblessuren mal absieht, die Karosserie von Freddys Auto war nicht die einzige, die ein paar Schrammen abgekriegt hat :D

      Ich finde, du hast die Selbstreflexion sehr gut getroffen, ihre innere Zerrissenheit war stimmig und gut nachvollziehbar. Gleichzeitig frage ich mich nun, wie ihr Wunderknabe ihr wohl das nächste Mal über den Weg läuft, oder ob die Hölle jetzt anfängt, um sie zu buhlen... ich meine Dagon scheint ja auch recht charmant sein zu können :popcorn:
      Halt !
      Stop !
      Zutritt nicht gestattet !
      Lesen verboten !

      ... obwohl, macht doch was ihr wollt. Ich bin eine Signatur, kein Cop.

      "Das Erbe der letzten Wächterin" - High Fantasy
      Der Preis eines Lebens - Kurzgeschichte
    • Wieder ein wunderschönes Kapitel. Die Beschreibung, was sie für Elias empfindet, hat mir supergut gefallen. Ehrlich gesagt, mag ich auch ihre übertrieben selbstkritische Haltung. Das gibt ihr eine individuelle Note. Eben kein Klischee, sondern ein eigener Charakter. Ich kann da gut mit ihr mitfühlen. Zumal ich mich in manchem auch wiedererkenne.

      Mir ist allerdings aufgefallen, dass du die ganze Schlusspassage im Plusquamperfekt geschrieben hast. Findest du das nötig? Ich setze eigentlich nur solche Handlungen in den Plusquamperfekt, die mir zu langweilig zum Erzählen sind oder die ich schnell überspringen will.
      Ich finde, es klingt immer irgendwie, als hätte ich als Leser etwas nicht mitgekriegt und du sagst mir dann: ach übrigens, das ist auch noch passiert.
      Auf der anderen Seite hast du es ja geschafft, alles trotz dem ekligen Plusquamperfekt noch witzig und spannend zu erzählen. Aber vielleicht könntest du doch das eine oder andere nicht in der Vorvergangenheit erzählen, sondern es zeitlich weiter nach vorne holen, damit man sich als Leser mehr "mittendrin" fühlt? So als ob es gerade jetzt passiert?
    • Dann will ich auch mal wieder :hi2:

      Spoiler anzeigen

      Rainbow schrieb:

      Erbarmungslos hatte sich der beißende Qualm in ihre Lungen gefressen, während das lodernde Meer wild züngelnder Flammen sie langsam und qualvoll bei lebendigem Leib verschlungen hatte.
      An und für sich eine durchaus plausible Darstellung einer typischen Posttraumatischen Belastungsstörung, was in dem Alter nach dem Ereignis durchaus denkbar ist. Allerdings wundert mich, woher all diese anderen Varianten kommen, da sie ja nie in einer dieser Gefahren war. Wie baut sie die dann in ihre Träume ein? Denkt sie tagsüber zu viel darüber nach, was hätte passieren können?

      Rainbow schrieb:

      Noch immer kreiste die Frage in ihrem Kopf, ob sie durch eine schnellere Reaktion, durch mehr Fahrpraxis oder ein anderes Zeitmanagement eine realistische Chance gehabt hätte, diesem schrecklichen Erlebnis zu entkommen.
      Auch schöner Einsatz des "Verhandelns" im Nachhinein um das eigene Gewissen zu beruhigen. Ich habe eigentlich die ganze Zeit noch auf ein "Jetzt steht für sie fest, dass sie sich nie wieder in ein Auto setzen wird." gewartet^^


      Rainbow schrieb:

      scharwenzelte
      Was ein schönes Wort, musste schmunzeln ^^

      Rainbow schrieb:

      Elias, der sie, begraben unter einer Schicht von Decken durch den angrenzenden Krankenhauspark schob
      Auch hier muss ich leider, wie vermutlich schon meine Vorgänger, intervenieren und fragen, wie Elias das mit seiner "Arbeit" Krankenhaus anstellt. Gehen wir mal davon aus, dass er dem normalen Personal weißmachen kann, er würde dazugehören. Umsorgt er da auch andere Patienten oder nur sie? Ärzte deligieren mit Vorliebe medizinische Maßnahmen an das Pflegepersonal, wie sieht es da aus, da er keinerlei Vorkenntnis besitzt? Muss er täglich die Erinnerungen daran löschen, dass er da war? Wenn ja, wie erklärt sich dann das Personal Emilias Versorgung? Muss ja alles dokumentiert werden. Oder manipuliert er gänzlich ihre Gedanken, das alles passt? Wäre das nicht ein wenig zu viel Macht für einen einfachen "Schutzengel", der sich seinem zu Schützenden sonst eigentlich gar nicht zeigt und aus dem Äther heraus aggiert. Bin gespannt, was hier rauskommt :grinstare:

      Rainbow schrieb:

      war ihr Kater zum Vorschein gekommen, den er mit Susans tatkräftiger Unterstützung auf diese Weise ins Krankenhaus geschmuggelt hatte.
      Wie kam er bitte bei ihr daheim rein? Also ja, Engel und ätherische Gestalt, aber wundert sie das gar nicht? Oder hat Susan wirklich einen Ersatzschlüssel, also die Freundin, die sie sie schon viel zu selten sieht und dazu noch weiter weg wohnt? Jetzt kommt mir gerade noch die Frage in den Sinn:

      Warum muss eigentlich die mit panischer Fahrphobie zu ihrer Freundin fahren, die weniger Probleme damit hat, anstatt sich von der besuchen zu lassen?

      Rainbow schrieb:

      Nur einmal hätte sie ihn am liebsten zum Teufel geschert,
      Ich weiß nicht, ob die Formulierung richtig ist, sie liest sich aber keinesfalls schön ?(

      Rainbow schrieb:

      schlechten Angewohnheit
      Jaja :grinstare:

      Rainbow schrieb:

      Es fühlte sich nicht richtig an, beinahe, als versuche sie, gegen eine natürliche Gesetzmäßigkeit anzukämpfen.
      Hier nun die Frage, die mich seit meiner letzten durch dich erbrachten Erleuchtung quält:

      Beeinflusst diese "Verschmelzung" beide Charaktere oder nur den Engel? Findet diese Situation immer zwischen Männlein und Weiblein statt? Wenn ja und das länger bekannt ist, warum wurden noch nie Maßnahmen dagegen ergriffen, da dies ja eindeutig nicht dem eigentlich Plan der Überführung entspricht. Wenn nichts dagegen getan werden kann, warum wird der Engel dann nicht von dem Fall abgezogen und ihm der Kontakt untersagt? Immerhin sind hier, wenn auch eher ungewollt, Gefühle im Spiel, die die nötige Objektivität im Umgang Mensch-Engel gefährden.

      Rainbow schrieb:

      Warum konnte sie nicht einfach normal sein, so wie alle anderen jungen Frauen in ihrem Alter?
      Junge Frau - Normal sein... :D Für die Sicht eines männlichen Lesers muss ich hier sagen, dass sie sich in ihren Selbstwidersprüchen, Zweifeln und Erklärungsversuchen dermaßen "normal weiblich" verhält, dass jede andere Reaktion eher unnatürlich wirken würde. Aber guter Schachzug, bisher war mir gar nicht bewusst, dass Frauen ihr für uns irrationales Verhalten ebenfalls manchmal als irrational empfinden :P Klarer Plusüunkt für den Emilia, sie wirkt ihrem Geschlecht entsprechend und nicht gekunstelt :thumbup: Kann aber sicher auch kein Mann so schreiben :D

      Rainbow schrieb:

      „Wahrscheinlich umsorgt er schon längst die nächste ´Jungfrau in Nöten`“, war Susan später unverblümt herausgerutscht. „Es gibt solche Männer!“, hatte sie voller Inbrunst der Überzeugung behauptet. „Die stehen auf den Typ hilflose Frauen und denen geht voll einer dabei ab, wenn sie den starken Macker spielen können. Vielleicht entsprichst du jetzt nicht mehr seinem Beuteschema.“
      Das ist ja mal ne gute Freundin... Schon mal was von Aufbauen gehört? Susan ist doch selbst glücklich vergeben, sie hat doch gar keinen Grund, hier einen fürsorglichen Kerl wieder in die "A******ch-Schublade" zu stecken. Klar gibt es diesen Zweig von Männern, erwarten die nicht aber hin und wieder wenigstens eine Gegenleistung? Den Gegenüber nur durch sein "normales Verhalten" scharf zu machen und dann ohne irgendwas zu verschwinden ist doch eigentlich mehr vom weiblichen Geschlecht her bekannt. "Ich seh dich mehr als großen Bruder" lässt grüßen :D Hier hätte mich eine wohlmeinende Ermunterung von Susans Seite wesentlich zufriedener gestimmt. Man könnte ja davon ausgehen, dass er vllt auch einfach nur etwas schüchtern ist :/ Minuspunkt für Susan.

      Rainbow schrieb:

      Sollte er doch denken, was er wollte! Es konnte ja nicht jeder über ein derart übersprudelndes Selbstbewusstsein verfügen und die Fähigkeit besitzen, sich permanent mit coolen Sprüchen ins rechte Licht rücken.
      Hier würde mich interessieren, woher er eben diese Verhalten nimmt. Es wirkt einfach zu "perfekt", beinah gescripted, wie als wüsste er alles schon 10 min vorher und könnte sich genau zurechtlegen, wie er mit ihr interagieren wird. Für jemanden, der zum ersten Mal wirklich mich Menschen zu tun hat und dann auch noch im ersten Einsatz... Ich vermisse hier Berührungsängste. Selbstzweifel auch von Elias' Seite, eine Art Vorsicht, die er im Erkunden seines neuen Berufsbildes noch walten lässt. Diese Art ihrer interspeziellen Kommunikation macht auf mich den Eindruck, als hätte er damit schon hunderte Frauen verführt und eingeschmolzen. Es fehlt einfach der "DAS IST SO NICHT RICHTIG!"-Passus. Das bewirkt dann gleichzeitig die Frage, wie Elias sein Fehlen im Dienst rechtfertigt, wenn er die ganze Zeit bei ihr rumhängt. Und dann arbeiten die Im Krankenhaus doch eigentlich auch nur 8-stunden-Schichten, ist er dann in der anderen Zeit wieder auf Transportmission? Wenn ja, wollen seinen himmlischen Chefs nicht auch mal wissen, warum er nur bei der Erdendame rumhängt? Und wenn er nicht da ist, wird sein Fehlen nicht irgendwann auffallen? Wie erklärt sich Emilia seine dauerhafte Anwesenheit über die Schichtwechsel hinaus?

      There is no place and no moment in history where i could stand and say:
      "Arithmetic begins here, now."

    • Neu

      Rainbow schrieb:

      .insofern ist es umso wichtiger, dass man mir sagt, ob Emilias Verhalten total bescheuert rüberkommt oder ob sich vielleicht nach und nach beim Leser zumindest eine kleine Vorahnung einstellt..
      Passt alles zu ihr wie wir sie bisher erlebt haben finde ich.

      Sie macht sich schon um die Autofahrt am Anfang ewig Gedanken, natuerlich macht sie sich um Beziehungskram noch viel mehr Gedanken. Dieses 'zu sich selbst hart bleiben und beim Abschied nicht nach der Nummer fragen' und dann spaeter so halb bereuen finde ich auch gut beobachtet - das ist im Prinzip ein Sieg ueber was in ihr von dem sie weiss dass es ihr nicht gut-tut, aber geniessen kann sie den Sieg auch nicht...

      (Im uebrigen sind solche Ueberlegungen und Zweifel kein Privileg von Frauen... Maenner koennen auch tagelang darueber nachsinnen ob 'sie' jetzt nur zufaellig gelaechelt hat oder nicht und ihren Freunden beim Bier mit dem Thema in den Ohren liegen...)

      Susan... kennt Emilia wahrscheinlich auch schon und mag sie da eher vor einer ueber-romantischen Vorstellung beschuetzen. Susan kennt ja (anders als wir) weder den Klappentext des Buches, noch weiss sie von der Verschmelzung der Seelen zwischen Engel und Mensch - nach allem was sie wissen kann hat Emilia sich in das halbwegs normale Verhalten eines Pflegers (er kuemmert sich halt) was reingesponnen, und wenn sie jetzt versucht Emilia den Kopf zurecht zu ruecken, dann glaubt sie im besten Interesse von Emilia zu handeln.

      (Anscheinend haben wir eine gescheiterte Beziehung in Emilia's Vergangenheit (?) - was die Sache dann noch verstaendlicher macht - aber auch ganz ohne schlechte Erfahrungen - es gibt genug Leute die in der Art an sich zweifeln).


      Rainbow schrieb:

      Gestern war der Wagen in Brand geraten, und während sie verzweifelt versucht hatte, sich aus dem Wrack zu befreien, war die sengende Hitze des Feuers unaufhaltsam nähergekommen. Erbarmungslos hatte sich der beißende Qualm in ihre Lungen gefressen, während das lodernde Meer wild züngelnder Flammen sie langsam und qualvoll bei lebendigem Leib verschlungen hatte.
      Heute war sie durch die zerbrochene Frontscheibe geschleudert worden

      ich bin jetzt kein absoluter Experte, aber ich finde die Variationen ein bisschen ungewoehnlich. Ich wuerde erwarten dass das Ereignis dass sich eingebrannt hat der Kontrollverlust, dann Aufprall war, und dass die Traume dann so ablaufen dass ein 'normaler' Traum eben irgendwann auf einen Kontrollverlust zusteuert der mit einem Aufprall und Aufwachen endet. Also dass sie z.B. in einem Haus ist, aber auf der Treppe zu rutschen beginnt, die sich in eine Eisbahn verwandelt und sie unten aufprallt und aufwacht.

      Das Unterbewusstsein funktioniert glaube ich eher nicht so dass es ein Thema 'Unfall mit Todesfolge' variieren kann - das ist eher so eine Kategorie die das Wach-Bewusstsein machen kann - Feuer ist ja vom Gefuehl her ganz anders als ein Aufprall, und diese Assoziation ist bei Traeumen wichtig.