HEAVEN - (Band 1)

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    • Hey @Rebirz,

      Mein Rechner ist abgeschmiert,weshalb ich im Moment nur auf dem Handy tippen kann :( Trotzdem wollte ich dir zumindest eine kurze Rückmeldung geben.
      Die Sache mit den -Iiels am Ende bei den Namen ist in Engelskreise so üblich. Ich habe das natürlich recherchiert und laut der Hierarchiebenene da oben sind es tatsächlich eben diese drei Engelsfürsten,die für die Rechtsprechung verantwortlich sein sollen. Vielleicht zeige ich euch demnächst mal dieses Hierarchie-System, an dem ich mich beim Schreiben meiner Geschichte orientiert habe...die Namen sind also von mir in den meisten Fällen nicht willkürlich ausgedacht. :)

      Ansonsten vielen Dank für deine Anmerkungen...dass du sogar fehlende Kommata anmerkst,finde ich sehr ambitioniert von dir :D Ich fürchte in der Richtung wirst du garantiert einige Fehler bei mir finden.

      LG,
      Rainbow
    • Rainbow schrieb:

      ch freue mich, wenn du noch mal mitliest, obwohl du die Geschichte schon kennst. Ein paar kleine Änderungen / Ergänzungen gibt es wohl...mal sehen, ob sie dir auffallen
      Na klar! Ich freu mich bis jetzt über jedes Detail, das mit auffällt! Ist total spannend zu sehen, wie sich die Geschichte weiter verändert :D
      Man sagt, die Liebe öffnet eine Tür
      von einem Herzen zum andern;
      Doch wo es keine Mauer gibt,
      wo soll dann eine Türe sein?
      Rumi
    • Rainbow schrieb:

      „Sei gegrüßt Elias, göttlicher Vertreter der zweiten Sphäre und Krieger des himmlischen Heeres“,
      Mmh. Ich mag sowas irgendwie nicht. Wenn der ganze Titel mit gesprochen wird. Das klingt immer so verkrampft. Ich weiß, dass das mittlerweile schon gängig ist, besonders bei den hohen Lordschaften... Ich muss trotzdem immer mit zusammengebissenen Zähnen da durch

      Rainbow schrieb:

      „Deine Rechtfertigung basiert ganz offensichtlich auf dem essenziellen Wort ICH! Interessanterweise wiederholst du es, wenn auch unbewusst, direkt zu Beginn deiner Ausführungen diverse Male. Eine passende Darstellung deiner Handlungsdevise, wie mir scheint!“
      Oha...
      Ja gut Elias... du hast es immer hin versucht. Wenn nach deinem gestotter schon solche Sätze kommen, dann lass es lieber gleich bleiben
      xD

      Rainbow schrieb:

      Stolz, Beharrlichkeit, Unbeugsamkeit, Ehrgefühl,
      Ich weiß nicht, ich fänd es irgendwie schöer wenn Unbeugsamkeit als letztes genannt werden würde.
      Das ist aber auch nur eine absolute Kleinigkeit.
      Aber gerade weil es hier um die Loyalität geht, fänd ich es ein bisschen Druckvoller.

      Rainbow schrieb:

      Wir müssen uneingeschränkt auf deine Loyalität zählen können und zum jetzigen Zeitpunkt ist das mehr als fraglich.“
      Bis hier hin, gefällt mir das Gespräch übrigens sehr gut.

      Rainbow schrieb:

      Straucheln
      Mhhät hier wanken oder so eingesetzt. Straucheln kam ja oben schon.

      Rainbow schrieb:

      wie ihr es nennt.
      Oh... ok, vergess was ich gesagt habe. Er geht damit auf ihren Satz ein... sry

      Rainbow schrieb:

      Was nicht bedeutet, dass er dich nicht wieder zurückführen wird,
      Uh, ich glaub ich find den Satz irgendwie voll schön wenn man aus "wird" das Wort "kann" macht. Das hat irgendwie diesen Flair von.. Prüfung und große Reise. Passt also voll zu Geschichte. Aber auch hier... Das ist wieder eine absolute Kleinigkeit.

      Rebirz schrieb:

      so viele ... iel's xD
      hahaha Ja, ich glaube das ist bei Engeln irgendwie so üblich. Das ist halt deren Slang^^

      Rebirz schrieb:

      Brrrr... Da läufts mir eiskalt den Rücken runter. Ich kann diese Art "göttliches" Geschwafel überhaupt nicht ab. Find das total überzogen. Wohl auch ein Grund, warum mich schon länger keine Kirche mehr gesehen hat
      Ja, dann bin ich damit ja nicht alleine

      Rainbow schrieb:

      Die Sache mit den -Iiels am Ende bei den Namen ist in Engelskreise so üblich.
      HA, wusst ich es doch^^

      Seh schöner Part.
      Ich hatte nur ein Problem, aber das ist eher ein persönliches.
      Ich lese die Texte immer laut vor mich hin... Keine Ahnung^^ Is halt so.
      Dabei versuche ich natürlich in die verschiedenen Rollen zu schlüpfen. Das gelingt mir hier sehr leicht. NUR in meinem Kopf, reden göttliche Wesen immer sehr langsam und erhaben... mit anderen Worten... Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich mit deinem Part ferig war xD
      Wenn von vier Leuten drei so langsam reden, dann dauert das haöt seine Zeit. Ich befürchte, dass mir das noch öfter bei deiner Geschichte passieren wird.^^*
      Naja, ich werde sehen.
    • Guten Morgen @Rainbow :)

      Ich habe mich jetzt auch mal bei dir eingeschlichen ^^ ... Wenn's denn Recht ist...

      Spoiler anzeigen


      Bisher gefällt mir dein Geschreibsel ganz gut. Viel lässt sich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht sagen und viel haben meine Vorredner ja schon erledigt :whistling:

      Ich mag Elias als Charakter, glaube ich. Anfangs dachte ich, dass er vielleicht schon zu übermächtig dargestellt wird, aber offensichtlich scheint er doch Schwächen zu besitzen. Sehr zum Leidwesen seiner Vorgesetzten. Naja, nun auch blöd für ihn selber. Ich bin gespannt, wie er sich in seiner neuen Rolle zurechtfinden wird :D

      Sobald neue Teile von dir auftauchen, werde ich versuchen, ausführlichere Kommentare zugeben. Irgendwo habe ich gelesen, dass dein PC die Gretsche gemacht. Mein Beileid, geht mir nämlich genauso :whistling:
      Ich hoffe, dass du das Problem bald lösen kannst, ich möchte wissen, wie es weitergeht :golly:



      LG und bis bald!! :)
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-
    • @Etiam
      @LadyK

      Danke für eure Rückmeldungen ...leider kann ich im Moment auf eure Kommentare nicht so ausführlich eingehen, wie ich das gerne möchte, weil ja-wie bereits erwähnt-mein PC hinüber ist.Ich hoffe sehr,dass ich noch was retten kann,weil ich nicht täglich mein Gescheibsel gesichert habe.Wenn ich Pech habe,ist deshalbmein schönes Kapitel,das ich gerade erst neu geschrieben hatte, futsch.Naja...ich kann euch nur raten,regelmäßig zu sichern,sonst kann es böse ausgehen.

      Ansonsten werde ich die vorgeschlagenen Änderungen übernehmen und hoffe für dich Etiam,dass nicht zu viel Zeit draufgeht, wenn du die Engeldialoge mitsprichst ...zu deiner Beruhigung kann ich aber schon jetzt sagen,dass der erste Teil meiner Geschichte mehr auf der Erde spielen wird...im zweiten Teil kommt es dann allerdings zu einer großen Versammlung der Engelsfürsten...dafür solltest du dann vielleicht etwas mehr Zeit einplanen :D

      Danke euch...und bis später...
    • So, ich habe jetzt meinen Arbeits-Laptop mit nach Hause geschleppt und kann so zumindest wieder aktiv werden. :)
      Für diejenigen unter euch, die schon mal weiter lesen wollen, kommt hier der letzte Teil des ersten Kapitels...viel Spaß damit!



      Kapitel 1.3



      Camael und Verchiel, hatten die ganze Zeit über regungslos dagestanden und das Gespräch verfolgt. Das Urteil schien die beiden nicht sonderlich aus der Bahn zu werfen, was Elias insgeheim verunsicherte und ihn zu dem Schluss kommen ließ, dass die Entscheidung für seine Versetzung bereits im Vorfeld bekannt gewesen und womöglich sogar gemeinsam beschlossen worden sein musste. Er fühlte sich verraten und hintergangen. Bislang war er davon überzeugt gewesen, aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten und seiner kämpferischen Qualitäten eine übergeordnete Stellung innerhalb des göttlichen Heeres einzunehmen und somit unersetzbar zu sein. Wie es schien, hatte er sich wohl gehörig getäuscht. Es war Camael, der sich nun als Erster an Elias wandte und ihm vertrauensvoll die Hand auf die Schulter legte.
      „Ich kann mir denken, wie dir zumute ist, Elias. Du bist zweifelsohne ein begnadeter Kämpfer und dein Potenzial ist bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Aber bei all deinen guten Eigenschaften musst du dennoch lernen, dich selbst zurückzunehmen, dich unterzuordnen und, wenn es darauf ankommt, auf die göttliche Stimme zu vertrauen und dich von ihr leiten zu lassen.“
      Die Worte drangen nur undeutlich zu ihm durch, als sei er plötzlich unter einer Trümmerschicht zerstörter Träume und Illusionen begraben worden. Mit versteinerter Miene schüttelte er Camaels Hand von seiner Schulter ab und blickte seinen ehemaligen Diensthaber voller Abscheu und Enttäuschung entgegen. Wie gerne hätte er durch die richtig gewählten Worte noch einen unvergesslichen Abgang hingelegt, doch sein Kopf war wie leer gefegt und außer wüster Beschimpfungen wollte ihm einfach nichts Sinnvolles einfallen.
      „Es wird der Tag kommen, an dem du verstehen wirst, warum wir so handeln mussten. Geh jetzt und melde dich bei Erzengel Rafael. Er wird in der dritten Sphäre dein Mentor sein und er erwartet dich bereits. Geh hin in Frieden, Elias.“ Camael kreuzte die Arme über der Brust und deutete eine Verbeugung an, wie es der Brauch war.
      Elias warf jedem der Anwesenden einen kurzen vernichtenden Blick zu, drehte sich auf dem Absatz um und verließ, die Hände zu Fäusten geballt, die große Herrschaftshalle. Der Weg zum Ausgang zog sich in die Länge und die Blicke der anderen hafteten spürbar auf seinem Rücken. Er kämpfte darum, das letzte Fünkchen Selbstbeherrschung aufrechtzuerhalten und wünschte sich nichts mehr, als umgehend diesen Ort verlassen zu können, an dem es ihm vor Falschheit und Machtgehabe schlecht wurde.
      Kaum hatte er die große Flügeltüre hinter sich mit einem lauten Knall ins Schloss fallen lassen, bewegten sich Terathel, Zachariel und Zadkiel von der Empore herunter und gesellten sich zu Camael und Verchiel, die am unteren Treppenabsatz warteten. Die bekümmerten Blicke, die sie miteinander austauschten, verrieten ihre Betroffenheit über das Resultat der Zusammenkunft.
      „Es ist der Wille des Herrn gewesen, das wisst Ihr! Dieser Beschluss war unausweichlich und von existenzieller Bedeutung für den Fortbestand des himmlischen Reiches“, sprach Terathel.
      Camael nickte beiläufig und signalisierte damit seine Zustimmung. Dann fasste er sich mit der Hand an die Stirn und verfiel in monotones Kopfschütteln. „Es ist unfassbar, wie ahnungslos er ist, was seine Fähigkeiten und seine besondere göttliche Gabe betrifft. Wie ein Kind tölpelt er umher und erkennt in seiner grenzenlosen Naivität sein eigenes Potenzial überhaupt nicht. Stattdessen stolziert er wie ein arroganter Gockel herum mit dem Feingefühl eines Wirbelsturms und stiftet, überall wo er auftaucht, nur Unruhe und Unfrieden.“
      „Die Erkenntnis wird kommen und dann wird sich die Prophezeiung des Herrn erfüllen. Elias wird über sich hinaus wachsen und im richtigen Moment das Richtige tun, davon bin ich überzeugt. Heute haben wir einen wichtigen Grundstein dafür gelegt. Nun können wir nicht mehr tun, als abzuwarten und den Dingen ihren Lauf lassen.“
      Es war, als spreche aus Terathel eine göttliche Weisheit, deren Überzeugungskraft es nicht zu hinterfragen galt. Ganz so, als sei der weitere Verlauf der zukünftigen Geschehnisse bereits unausweichlich vorbestimmt. Camaels Besorgnis ließ sich davon nicht vollends auslöschen. Elias war ihm während seiner Dienstzeit, trotz seiner Eigenarten, oder vielleicht auch gerade deshalb, ans Herz gewachsen und er sorgte sich in der Tat um seinen Schützling. „Ich frage mich nur, ob es gut ist, ihn im Ungewissen zu lassen. Wenn Dagon sich seiner besonderen Gabe und der daraus resultierenden Bedeutung für uns bewusst wird, dann schwebt er in höchster Gefahr und unser aller Existenz steht auf dem Spiel.“
      „Camael, deine Sorge ist verständlich aber unberechtigt. Sei dir gewiss, wir haben bereits Vorkehrungen getroffen und werden Elias im Auge behalten. Niemand, der böse Absichten verfolgt, wird nah genug an ihn herankommen. Dafür verbürge ich mich.“
      „Und was, wenn Dagon das Buch in die Finger bekommt?“, mischte sich nun Verchiel ein. „Wer sagt uns, dass er es nicht längst gefunden hat?“
      „Der Pentokrator ist nun schon seit mehreren tausend Jahren verschollen“, gab Terathel zurück und atmete hörbar aus. „Wenn Dagon ihn in seinen Besitz gebracht hätte, dann wären wir alle längst verloren!“
      Ein betretenes Schweigen breitete sich aus und Theratels Worte klangen auf unheilverheißende Weise nach. Niemand schien dem etwas hinzufügen zu wollen. Schließlich kreuzte Theratel die Hände vor der Brust und deutete eine Verbeugung an. Zadkiel und Zachariel folgten seinem Beispiel und ohne noch ein weiteres Wort zu verlieren, schwebten die erhabenen Lichtgestalten davon und ließen Camael und Verchiel alleine in der großen Halle zurück.


      Hier geht`s weiter:
      Kapitel 2.1

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rainbow ()

    • Hi Rainbow

      Eigentlich wollte ich ja mal klammheimlich und kommentarlos deinen nächsten Post lesen, aber ich kann nicht an mir halten :)
      Wunderbar, wie du den Gang von Elias durch die Halle beschreibst! So ein kruzer Weg mit so vielen Details und so rund geschrieben, dass du die Aufmerksamkeit deines Lesers bis zum Ende noch gefesselt hast! Jedenfalls ging es mir so :D
      Spoiler anzeigen

      Ich hoffe, ich wiederhole hier nicht, was andere schon gesagt haben:

      Rainbow schrieb:

      Die unsichtbare Macht, welche von diesem Ort ausging, wehte ihm entgegen, ließ ihm die schulterlangen blonden Haare ins Gesicht flattern und nahm ihm für einen kurzen Augenblick die Sicht.
      Das klingt ein bisschen seltsam. Ich stutzte, weil die Macht tatsächlich eine physische Wirkung hat (was natürlich nicht auszuschliessen ist! nur habe ich nicht damit gerechnet) und vor allem weil sie ihm die Sicht nimmt.
      Nehmen ihm nicht eher die Haare die Sicht?

      Rainbow schrieb:

      und gedanklich spulte er die gesammelten Missetaten der letzten Wochen vor seinem inneren Auge ab.
      aaah, ich lieb den Abschnitt und all die Kommentare, bei denen man sonst noch schmunzeln muss ^^

      Rainbow schrieb:

      noch nicht einmal der Widerhall von Schritten war auf dem Steinboden zu vernehmen.
      das klingt ein bisschen, als würde man in den Steinboden hineinlauschen, nicht? eher: noch nicht einmal der Widerhall von Schritten auf dem Steinboden war zu vernehmen. Oder irre ich mich jetzt?


      Cool, dass du deinen Arbeitspc mitbringen konntest!!!
      Ich freu mich aufs Weiterlesen :D
      Man sagt, die Liebe öffnet eine Tür
      von einem Herzen zum andern;
      Doch wo es keine Mauer gibt,
      wo soll dann eine Türe sein?
      Rumi
    • Hey RenLi,

      RenLi schrieb:

      Das klingt ein bisschen seltsam. Ich stutzte, weil die Macht tatsächlich eine physische Wirkung hat (was natürlich nicht auszuschliessen ist! nur habe ich nicht damit gerechnet) und vor allem weil sie ihm die Sicht nimmt.
      Nehmen ihm nicht eher die Haare die Sicht?
      Ja, @Sensenbach hat das auch schon angemerkt. Zuerst habe ich das etwas abgetan, weil ich nämlich tatsächlich das Bild vor Augen hatte, dass die Macht ihm in Form eines Luftzugs entgegenströmt, der ihm dann die Haare ins Gesicht weht. Das sollte ich dann nur auch so schreiben...ich meine, dass es die Haare sind, die ihm die Sicht nehmen und nicht die Macht selbst...gerade jetzt ist erst der Groschen gefallen. DANKE Leute! :D ... ich verändere das.

      RenLi schrieb:

      das klingt ein bisschen, als würde man in den Steinboden hineinlauschen, nicht? eher: noch nicht einmal der Widerhall von Schritten auf dem Steinboden war zu vernehmen. Oder irre ich mich jetzt?

      Das gleiche hatte @Rebirz bereits angemerkt. Die Tatsache, dass es gleich zwei Leute beanstanden, lässt mich zu dem Schluss kommen, dass ich Murks gemacht habe :) ... ich übernehme das also.

      Ich will die Veränderungen aber erst einbauen, wenn ich wieder auf meine Datei zugreifen kann, weil ich das am liebsten direkt in beiden Texten ändern möchte. Sonst komme ich später durcheinander...

      LG und danke für das Lob... ich genieße das jetzt einfach mal, denn es werden mit ziemlicher Sicherheit noch Textstellen kommen, wo es Kritik hageln wird ^^

      bis später...
    • Hey @Rainbow

      Spoiler anzeigen
      Die Worte drangen nur undeutlich zu ihm durch, als sei er plötzlich unter einer Trümmerschicht zerstörter Träume und Illusionen begraben worden.

      Schöne Beschreibung!

      Spoiler anzeigen
      „Die Erkenntnis wird kommen und dann wird sich die Prophezeiung des Herrn erfüllen. Elias wird über sich hinaus wachsen und im richtigen Moment das Richtige tun, davon bin ich überzeugt. Heute haben wir einen wichtigen Grundstein dafür gelegt. Nun können wir nicht mehr tun, als abzuwarten und den Dingen ihren Lauf lassen.“

      Immer wenn ich sowas lese, hoffe ich insgeheim endlich mal auf ein Bad-Ending, wo sich der Prota einfach mal sowas von gepflegt am Allerwertesten lecken lässt und einfach alles den Bach runtergehen lässt. So frei nach dem Motto: Ihr habt mich gefickt, jetzt fick ich euch alle! xD

      Spoiler anzeigen
      „Ich frage mich nur, ob es gut ist, ihn im Ungewissen zu lassen.

      Es ist IMMER scheiße, den Auserwählten im dunkeln zu lassen! Lest ihr keine Bücher, oder was?!? :P

      Spoiler anzeigen
      Niemand, der böse Absichten verfolgt, wird nah genug an ihn herankommen.

      Ja klar. Und sich in Horrorfilmen aufteilen funktioniert auch immer bestens :P

      Spoiler anzeigen
      Dafür verbürge ich mich.

      Na dann kann ja nix mehr schief gehen xD

      So, jetzt aber Schluss mit Blödeleien :P

      Noch mal etwas wegen der Namen:
      1. Warum heißen die alle ...iel aber Elias... Elias? Besonders in jeder Hinsicht oder wie? Es wirkt etwas komisch.
      2. Mit den ganzen ...iels verliere ich schon jetzt den Überblick. Der Unterhaltung kann ich zwar folgen, aber wer jetzt da redet... null Plan. Und das obwohl du so schöne Bilder beschrieben hast mit ihren Outfits und Erscheinungen. Die Namen sind für mich einfach nicht einprägsam. :(

      Ansonsten warte ich mal was jetzt dann passiert. Diesmal ist ja nicht so viel passiert. :)

      Gruß
      Rebirz
    • Rainbow schrieb:

      Ein typischer Engel-Fluch oder Ausdruck...so, wie die Zauberer zum Beispiel sagen: "Bei Merlins Bart.... " oder sowas...falls dir vorher ein Geistesblitz kommt, lass mich daran teilhaben
      Wie wäre es vielleicht mit "Was bei allen Himmeln?" oder "Beim Nephilim!" ? ... Oder: "Bei Luzifers versengtem Hintern!" :D

      Generell habe ich an Kapitel 1.1 fast nichts auszusetzen.
      Lediglich die paar Kleinigkeiten sind mir aufgefallen:

      "...war er einfach unschlagbar."
      "... ins Abseits katapultierte."
      "... in den Ausschnitt gekippt."

      Die Redewendungen kommen mir für die prikäre Situation und diesen ehrfurchtgebietenden Ort einen Hauch zu modern daher... es sei denn, das ist gewollt, weil diese Erzählperspektive in dieser Form dem Charakter selbst anhaftet. Quasi, ein Feature dieser Erzählstimme, wenn man so will. In dem Fall habe ich dann nichts gesagt.

      Jetzt aber das Allerwichtigste!
      Auch ich oute mich an dieser Stelle als Befürworter der Trompetenärmel. ^^
      "Wir sollten nicht immer nur am Guten Zweifeln,
      Zweifel funktioniert nicht nur in eine Richtung.
      Auch das Schlechte hat ein Recht darauf, angezweifelt zu werden."
    • @Rainbow, ich habe jetzt endlich auch die nächsten beiden Parts gelesen. So, wie das rüberkam, muss die Strafe wirklich schlimm sein, die Elias erhalten hat/wird. Viel ist noch nicht passiert, was nun auf den weiteren Verbleib Elias' hindeuten wird. Ich habe zwar schon eine Vorahnung (Noch von der alten Version), lasse mich aber trotzdem überraschen, was als nächsten passieren wird. Das mit den Namen und den "el" am Ende finde ich jetzt nicht so tragisch, dass ich es anmerken muss. Ich weiß, dass die Namen der Engel, Nephalim und Cerubin und wie die alle heißen ähnliche Endungen haben. Zu dem Namen "Elias" möchte ich jetzt nichts sagen, weil ich nicht möchte, dass es ein ungewollter Spoiler wird, falls dem so ist, wie ich das interpretiere.

      Rainbow schrieb:

      Camael und Verchiel, hatten die ganze Zeit über regungslos dagestanden und das Gespräch verfolgt.
      Ich glaube, das Komma muss weg. Denn man könnte ja auch schreiben "Camael hatte..."

      Rainbow schrieb:

      „Der Pentokrator ist nun schon seit mehreren tausend Jahren verschollen“
      Ich dachte zuerst, du meinst damit Dagon oder das Buch. Darum habe ich mal nach dem Wort gesucht. Es zeigte mir aber nur "Pantokrator" an. Ist das eine Sonderschreibweise? Leider habe ich keinen deutschen Artikel diesbezüglich gefunden. Darum weiß ich leider nicht genau, was dies nun sein soll. Kannst du mich kurz aufklären?

      Ansonsten freue ich mich auf den nächsten Part! :alien:
      Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.

      -Albert Einstein-
      ___________________
      Helios III (Arbeitstitel)
    • Neu

      Hey Leute,

      :danke: für eure Kommentare. Ich freue mich immer tierisch, sie zu lesen... hier kommen meine Anmerkungen dazu:


      Rebirz

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      Rebirz schrieb:

      Immer wenn ich sowas lese, hoffe ich insgeheim endlich mal auf ein Bad-Ending, wo sich der Prota einfach mal sowas von gepflegt am Allerwertesten lecken lässt und einfach alles den Bach runtergehen lässt. So frei nach dem Motto: Ihr habt mich gefickt, jetzt fick ich euch alle! xD
      Wart mal ab, wie Elias damit umgehen wird ^^

      Rebirz schrieb:

      Es ist IMMER scheiße, den Auserwählten im dunkeln zu lassen! Lest ihr keine Bücher, oder was?!?
      Ich glaube, die Herren (wenn man sie denn als solche bezeichnen darf) lesen derartige Literatur nicht...ansonsten wäre das sicher hilfreich :)

      Rebirz schrieb:

      Ja klar. Und sich in Horrorfilmen aufteilen funktioniert auch immer bestens
      Du weißt doch, das Opfer läuft immer die Treppe hinauf oder in die dunkle Sackgasse ;) ...

      Rebirz schrieb:

      1. Warum heißen die alle ...iel aber Elias... Elias? Besonders in jeder Hinsicht oder wie? Es wirkt etwas komisch.
      Also, du kannst dir im Internet ganze Listen in alphabetischer Reihenfolge mit sämtlichen Engelnamen anschauen. Nach allem, was ich bisher weiß, enden vor allem die höhergestellten Engel (z.B. die Erzengel) auf -iel. Also Uruiel, Gabriel, usw. Es gibt aber noch jede Menge anderer Namen. Ich habe mich für Elias entschieden, weil ich den Namen cool fand-ganz einfach ^^ Und nur, damit du beruhigt bist...es ist nicht erforderlich, sich die Namen der drei Engelsfürsten einzuprägen...sie spielen im Moment nur eine Nebenrolle...und im weiteren Verlauf werden die Namen etwas "normaler" klingen. Da gibt es dann einen Micah, eine Serafina, einen Maruth, einen Silas, einen Freddy, eine Emilia.... :)



      Ralath

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      Ralath schrieb:

      Die Redewendungen kommen mir für die prikäre Situation und diesen ehrfurchtgebietenden Ort einen Hauch zu modern daher... es sei denn, das ist gewollt, weil diese Erzählperspektive in dieser Form dem Charakter selbst anhaftet.
      Ich würde sagen, du hast deine Frage schon selbst beantwortet :) Diese Erzählperspektive ist gewollt so gewählt, weil ich diese Redewendungen in krassem Gegensatz zu dem gestelzten Geschwafel der Engelsfürsten setzen wollte. Elias ist halt nicht so...wahrscheinlich ist er mehr wie du und ich :D

      Ralath schrieb:

      Auch ich oute mich an dieser Stelle als Befürworter der Trompetenärmel.
      Ich werde versuchen, diese Wort für euch an der einen oder anderen Stelle einzubauen ;)




      Zarkaras Jade

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      Zarkaras Jade schrieb:

      Ich habe zwar schon eine Vorahnung (Noch von der alten Version), lasse mich aber trotzdem überraschen, was als nächsten passieren wird.
      Nur noch mal zur Erinnerung: Das, was du hier gelesen hast, war der Fortsetzungsteil...also Band II. Nun kommst du in den Genuss, die Geschichte von vorne zu lesen :)


      Zarkaras Jade schrieb:

      Ich dachte zuerst, du meinst damit Dagon oder das Buch. Darum habe ich mal nach dem Wort gesucht. Es zeigte mir aber nur "Pantokrator" an. Ist das eine Sonderschreibweise?
      Also, mit dem Pentokrator soll tatsächlich das Buch gemeint sein. Wenn du das Wort googelst, findest du einen Wikipedia-Eintrag dazu."Pentokrator" (griechisch) bedeutet All-oder Weltenherrscher.".....es ist ein ziemlich mächtiges Buch ^^ Ich dachte, es sei erlaubt, an der Stelle mal einen mystisch klingenden Begriff einzuwerfen, ohne meine Leserschaft völlig aus dem Konzept zu bringen... :hmm: ich hoffe, es verwirrt nicht zu sehr.



      LG,
      Rainbow
    • Neu

      Liebe Rainbow!

      Ein sehr schöner Text!
      Sicherlich reden die hohen Herren etwas geschraubt, aber ich finde, es passt zu den hohen Herrschaften und der gesamten Atmosphäre sehr gut.
      Ein paar kleine Anmerkungen habe ich auch:

      Rainbow schrieb:

      Nicht, dass Elias in diesem Moment auch nur ansatzweise das Bedürfnis verspürt hätte, das Gespräch zu eröffnen, doch hatte er, solange er sich erinnern konnte, eine abwehrende Haltung gegenüber diesem, wie er fand, konservativen Leitsatz eingenommen.
      Diesen Satz finde ich etwas verschachtelt. Klar ist er absolut verständlich, aber durch die vielen Kommata liest er sich nicht so flüssig. Deshalb würde ich vielleicht zwei oder drei Sätze daraus machen und es etwas umstellen, damit es leichter zu lesen ist.


      Rainbow schrieb:

      Dennoch kann ich nicht verleugnen, wer oder wie ich bin
      Diesen Satz würde ich streichen, denn es klingt, als würde er das vorher Gesagte damit wieder infrage stellen und das wäre nicht so klug für seine Verteidigung.


      Rainbow schrieb:

      Eine Trotzreaktion wie die, eines bockigen Kindes, wäre mit Sicherheit nicht die förderlichste Antwort, vor allem, wenn die Hoffnung auf eine positive Wendung noch nicht verloren war. Was sollte er tun?
      Ich glaube, diese Sätze würde ich auch streichen. Elias scheint mir ein besonnener Charakter zu sein und ich glaube nicht, dass er tatsächlich einen Moment dagegen ankämpfen muss, wie ein bockiges Kind zu reagieren (was wäre das wohl für eine Reaktion? Schreien, weinen?) Ich meine, das passt nicht zu ihm und sein innerer Schrecken ist auch ohne diese Ergänzung gut zu spüren. Die letzte Frage ist auch überflüssig, denn er stellt sie ja direkt seinen Peinigern.

      Rainbow schrieb:

      Jetzt war alles aus. Das schlimmste zu erwartende Urteil war soeben ausgesprochen worden und kam einer Degradierung gleich. Man nahm Elias das weg, was bisher für ihn der wichtigste Bestandteil seiner Existenz gewesen war. Der Dienst im Heer der Himmelsgewalten!
      „Das könnt ihr nicht machen! Ihr …. ihr könnt mich nicht einfach wegschicken und mir gleichzeitig alles nehmen, was mir wichtig ist. Was habe ich euch angetan, dass ich so eine Strafe verdient hätte?“, platze es jetzt voller Verzweiflung und Wut aus ihm heraus. Er hatte die Hände zu Fäusten geballt und merkte, wie er innerlich zu zittern begann.
      „Was bitte soll ich in der dritten Sphäre ausrichten? Soll ich jetzt Postbote spielen als Überbringer göttlicher Nachrichten oder Reisebegleiter für verlorene Seelen?“
      Dieses ist ein sehr schöner Abschnitt, aber er enthält doch einige Wiederholungen und ich würde ihn etwas kürzen und mehr auf den Punkt bringen, damit er noch besser wirkt.
      Darüber, dass er keine Strafe verdient hat, wurde früher schon gesprochen und einiges wiederholt sich innerhalb des Absatzes.

      z.B. (ich fantasiere jetzt mal)
      Elias schrak zusammen. Das war eine Degradierung! Eine Verbannung aus dem Himmel zu den profanen Wesen der Erde! Wollten die hohen Herren seine Existenz vernichten? Ihm alles nehmen, was ihm wichtig war?
      "Was bitte soll ich in der dritten Sphäre ausrichten?", keuchte er. "Soll ich jetzt Postbote spielen als Überbringer göttlicher Nachrichten oder Reisebegleiter für verlorene Seelen?"

      //Elias dürfte gern noch einen Satz hinzufügen, aus dem seine Verachtung für die Erde und die irdischen Wesen deutlich wird.


      Rainbow schrieb:

      Er konnte nicht mehr anders als diesen, in seinen Augen, erzwungenen und völlig überflüssigen Sphärenwechsel als Schikane zu betrachten und das ganze Getue – von wegen Menschenkontakt – ins Lächerliche zu ziehen. Es war ihm einfach zuwider. Aus seiner Sicht waren die Aufgaben, die in der dritten Sphäre verrichtet wurden zwar notwendig, doch hätte er niemals freiwillig seinen Platz in der Armee dafür aufgegeben.

      Hier betonst du mehrfach, dass diese Reaktion möglicherweise nicht die Richtige ist, aber für Elias aus seiner Sicht richtig erscheint.
      Das würde ich nicht machen.
      Wenn du aus Elias' Sicht schreibst, muss er sich nicht für seine Sicht der Dinge rechtfertigen.

      Also würde ich so schreiben: (ungefähr, es ist nur ein Vorschlag).

      Dieser erzwungene und völlig überflüssige Sphärenwechsel war doch reine Schikane. Und das angeblich so besorgte Getue seiner Vorgesetzten - von wegen Menschenkontakt - konnte er nicht anders als ins Lächerliche ziehen. Sicherlich hatten die Aufgaben der dritten Sphäre ihre Berechtigung und irgendjemand musste sie erledigen. Aber einen himmlischen Krieger von seinen Fähigkeiten zu solchen niederen Aufträgen zu schicken, war grober Unsinn. Sein Platz war in der Engelsarmee und er würde ihn niemals freiwillig verlassen.

      :)
    • Neu

      Kirisha

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      @Kirisha, danke für deine Anmerkungen. Für das Wochenende habe ich eine große Überarbeitungskation geplant...mal sehen, was ich von deinen Ideen so einbauen kann. Zu der Perspektive kann ich sagen, dass es hier durchaus zu Unstimmigkeiten kommen kann, weil ich mir ganz zu Anfang überhaupt noch nicht im Klaren darüber war, wie ich diese unterschiedlichen Erzählweisen voneinander abgrenzen kann. Manchmal klingt das Ganze dann vielleicht eher nach einem "allwissenden Erzähler", als nach einem "personalen Erzähler". Wenn dir so Stellen auffallen, lass es mich gerne wissen ^^ Danke für`s aufmerksame Lesen!



      So ihr Lieben. Wir verlassen den Himmel und lernen Emilia und ihren besten Freund Freddy kennen. Ein bisschen leichte Kost ohne komplizierte Namen oder Engelgeschwafel :)


      Kapitel 2
      Ängste, Macken und gute Freunde



      Nervös lief Emilia in ihrer Wohnung auf und ab, bevor sie sich kraftlos und begleitet von einem schwerfälligen Seufzen in ihren Schaukelstuhl sinken ließ. Ihre feuchten Hände gruben sich tief in das gepolsterte Sitzkissen, während sie versuchte, durch eine gezielte Atmung ihren viel zu schnellen Herzschlag in den Griff zu bekommen.
      Mein Gott Lia! Du bist nicht zum Tode verurteilt, hörte sie ihre eigene tadelnde Gedankenstimme.
      Natürlich wusste sie, dass das stimmte, doch wollte das ungute Gefühl einfach nicht weichen.
      Es sind nur zwanzig Minuten Lia. Das schaffst du!, sprach sie sich selber Mut zu und versuchte, sich in Erinnerung zu rufen, dass der Grund für die ganze Aufregung eigentlich ein schöner war.
      Nach ewigen Zeiten würde sie ihre Freundin Susan besuchen fahren. DVDs schauen, selbstgemixte Cocktails trinken und einfach nur quatschen. Darauf hatte sie sich schon seit Tagen gefreut, denn das letzte Treffen lag schon viel zu lange zurück.
      Getrübt wurde ihre Stimmung einzig durch die Tatsache, sich gleich bei Nieselregen und einsetzender Dämmerung ins Auto setzen zu müssen, um die knapp zehn Kilometer über die kurvige Landstraße durch das angrenzende Waldstück zurückzulegen. Obwohl sie bereits seit Jahren den Führerschein besaß, belief sich ihre Fahrpraxis auf wenige Fahrversuche mit geliehenen Autos. Die Vorzüge der motorisierten Fortbewegung wurden ihrer Meinung nach völlig überbewertet, da sie am Zielort meistens total angespannt und nass geschwitzt aus dem Wagen stieg.
      „Mit ein wenig mehr Übung wird das besser“, hatte ihr Vater neulich noch gesagt. „Nach einer Weile ist das wie das Öffnen der Kühlschranktüre – ganz normal und alltäglich.“
      Auf diesen Moment wartete sie noch immer und so stieg ihre Nervosität mit dem Vorrücken des Minutenzeigers, bis ein lautes Schellen sie zusammenzucken ließ. Durch die Haustür mit dem Milchglaseinsatz zeichneten sich die Umrisse eines großen jungen Mannes ab, der etwas in der Hand hielt und damit vor der Scheibe winkte.
      „Du bist zu früh“, sagte Emilia beim Öffnen der Tür und die Anspannung war in ihrer Stimme deutlich erkennbar.
      „Hey Lia, ich freue mich auch dich zu sehen! Das ist ja mal eine nette Begrüßung“, entgegnete der schlaksige junge Mann mit dem dunklen zerzausten Lockenkopf und drückte ihr freundschaftlich einen Kuss auf die Wange.
      “Ich dachte, ich erlöse dich schon etwas früher aus deiner Angststarre und kann dir bei der Gelegenheit noch eine kleine Einweisung geben“, fügte er ergänzend hinzu und wedelte mit dem Autoschlüssel vor ihrem Gesicht.
      Frederik Milano – oder Freddy, wie Emilia ihn nannte - war nicht nur ihr bester Freund, mit dem sie schon die Schulbank gedrückt hatte, sondern seit Neustem auch ihr Nachbar. Nachdem in dem gepflegten Mehrfamilienhaus direkt neben ihr ein Appartement frei geworden war, hatte er nicht lange überlegt und war von zu Hause ausgezogen. Eigentlich hatte Freddy keine große Not gehabt von dort weg zu müssen, da er über eine ´Vorzeigefamilie` verfügte, wie Emilia sie gerne nannte. Während die Mutter mit Begeisterung alle anfallenden Hausarbeiten – inklusive der Zimmerreinigung für Sohnemann – übernahm, sorgte der Vater, als Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei, vorbildlich für das finanzielle Auskommen der Familie. Seine Eltern unterstützten ihn wo sie nur konnten während seines Medizinstudiums. Doch obwohl Emilia Freddys Eltern wirklich gerne mochte und sie aufgrund ihrer italienischen Wurzeln den Inbegriff südländischer Herzlichkeit ausstrahlten, wusste sie auch, wie schwer es für Freddy war, ihrem Prestigedenken zu entkommen und ihren unerreichbar hohen Ansprüchen gerecht werden zu wollen.
      Das war auch einer der Gründe gewesen, warum sie ihm immer wieder ins Gewissen geredet und ihm geraten hatte, endlich auf eigenen Füßen zu stehen, da er – wie sie es unverblümt dargestellt hatte – sonst Gefahr laufe, sich komplett unterbuttern zu lassen und ein unselbstständiges ´Mamasöhnchen` zu werden.
      „Wirklich sehr witzig Milano!“, entgegnete sie ihm auf seine kleine Stichelei und griff nach dem Schlüsselbund, den er ihr entgegenhielt. Sie spürte, wie ihre Anspannung in der Anwesenheit ihres Freundes etwas nachließ.
      „Ach Lia, du bist echt krass mit deiner Fahrphobie! Schließlich hast du doch auch die Fahrprüfung irgendwie bestanden. Wovor hast du denn eigentlich Angst? Glaubst du, das Auto entwickelt plötzlich ein Eigenleben, übernimmt die Kontrolle und fährt mit dir vor den nächsten Baum?“ Sein Gesicht nahm den Ausdruck einer gruseligen Fratze an, während sich seine Hände zu Klauen formten und im Spaß nach Emilia griffen. Im nächsten Moment konnte er sich ein Schmunzeln nicht mehr verkneifen.
      Emilia hatte ihn schon oft damit aufgezogen, dass er zu der Gruppe von Menschen gehörte, die über ihre eigenen Witze lachen konnten, selbst wenn es kein anderer tat. Als Freddy nun merkte, dass sein dunkler Humor an dieser Stelle nicht sonderlich gut ankam und auch nicht eben förderlich war, forderte er sie mit einer einladenden Geste auf, sich in seinen Arm einzuhaken. „Komm, ich stelle dir mein Baby vor. Sie ist ganz zahm und ich bin mir sicher, ihr werdet euch blendend verstehen.“
      Emilia fiel es schwer, ihre schlechte Laune, welche eigentlich nur aus der Angst vorm Fahren resultierte, aufrechtzuerhalten und so ließ sie sich von ihm ins Treppenhaus ziehen. Nur wenige Augenblicke später standen sie vor einem alten, aber sehr gepflegten Audi 80, dessen Baujahr ziemlich nah an Freddys Geburtsjahr herankommen musste. Wahrscheinlich war gerade das der Grund, warum dieses Auto sein Ein und Alles war, dachte sie.
      Vielleicht entsprach es aber auch einfach einer natürlichen Gesetzmäßigkeit, dass man an dem ersten eigenen Wagen hing, ganz gleich, um was für eine Art Gefährt es sich auch handelte. Sie war sich im Klaren darüber, dass es Freddy einiges an Überwindung kosten musste, ihn zu verleihen, vor allem, da er um ihre mangelnde Fahrpraxis und um ihre Ängste wusste. Der Vertrauensbonus, den er ihr damit gewährte, verursachte in ihr ein gewisses Unbehagen, weshalb sie nun, mit einem mulmigen Gefühl im Magen, seiner angekündigten ´Einweisung` folgte, die im Übrigen darin bestand, ihr haarklein sämtliche Knöpfe und Schalter zu erklären, sowie detailliert auf die besonderen Eigenarten seiner ´alten Lady` einzugehen.
      Emilia brummte bereits der Schädel und sie fragte sich, ob es an ihrer Gehirnkapazität lag oder an Freddys beruhigender und einschläfernder Stimme, dass sie diese Informationen unmöglich alle verarbeiten konnte. Erst als er sie in herausforderndem Tonfall und mit arglistigem Grinsen über die Funktion der drei Pedale im Fußraum aufklären wollte, erwachte sie aus ihrer Starre.
      „Mann Freddy, hör auf mit dem Scheiß! Natürlich weiß ich, wofür die Pedale sind und stell dir vor, ich weiß auch, wo an diesem Auto vorne und hinten ist. Ich werde es schon irgendwie schaffen und du bekommst dein Baby unversehrt bis spätestens Mitternacht wieder zurück, okay?“, sagte sie genervt und verdrehte dabei die Augen, während sie sich eine ihrer langen blonden Haarsträhnen aus dem Gesicht pustete. Schmunzelnd stieg Freddy aus dem Wagen, zog sie an sich heran und nahm sie in seine Arme.
      „Sieh zu, dass du unversehrt wieder zurückkommst! Schließlich bist du mein Baby Nummer Zwei“, sagte er und ein schelmisches Grinsen huschte über sein Gesicht. Widerwillig löste sie sich aus seiner Umarmung, legte den Kopf in den Nacken und betrachtete ihn mit hochgezogener Augenbraue. „Es ist schön zu sehen, wie du deine Prioritäten setzt, Freddy. Wirklich sehr erbaulich!“, sagte sie gespielt beleidigt und verpasste ihm einen leichten Hieb gegen den Oberarm.
      „Hey, du weißt doch: Männer lieben es eben unkompliziert“, erwiderte er und zuckte entschuldigend mit den Schultern. „Keine Widerworte, bedingungslose Treue und keine Macke, die man nicht durch eine kleine Reparatur beseitigen könnte.“ Emilia wusste ganz genau, worauf er anspielte und es lag auf der Hand, dass sie zumindest zwei der genannten Kriterien sicher nicht erfüllte. Aber wer wollte schon unkompliziert sein?
      „Ja, schon klar“, schnaufte sie abfällig, doch mit einem Zucken um die Mundwinkel, und schob sich an ihm vorbei, um auf dem Fahrersitz Platz zu nehmen.
      „Pass auf dich auf!“, sagte Freddy, zwinkerte ihr zu und trat einen Schritt zur Seite, damit sie ungehindert ausparken konnte.
      „Mach ich“, erwiderte sie knapp und schloss die Tür hinter sich. Sie war heilfroh, als sie unter Freddys aufmerksamen Blick problemlos den Motor startete, atmete hörbar aus, als sie schließlich um die nächste Ecke bog und endlich außerhalb seiner Sichtweite war.


      Hier geht`s weiter:
      Kapitel 2.1

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Rainbow () aus folgendem Grund: Korrektur Anfang umgeschrieben

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      Rainbow schrieb:

      weil ich mir ganz zu Anfang überhaupt noch nicht im Klaren darüber war, wie ich diese unterschiedlichen Erzählweisen voneinander abgrenzen kann. Manchmal klingt das Ganze dann vielleicht eher nach einem "allwissenden Erzähler", als nach einem "personalen Erzähler".
      Hi Rainbow :) ich muss grad etwas lachen, denn ich habe den ersten Entwurf meiner Geschichte (ohne mir dessen bewusst zu sein) auktorial geschrieben und bin ständig nach Belieben in der Perspektive hin- und hergesprungen. Im Ergebnis waren diese Texte allerdings sehr schwach. Erst viel später bin ich zu dem Schluss gekommen, dass man viel näher an die Charaktere herankommt und dadurch auch die Spannung erhöht, wenn man streng personal schreibt und sich auktoriale Passagen möglichst verkneift. Oder sie eben personal umändert.
      Manchmal ist das knifflig, wenn man Ereignisse beschreiben will/muss, die die jeweilige Person nicht miterlebt haben kann oder die sie nicht berührt. Du schreibst ja bereits sehr stark personal, würde ich sagen, und das funktioniert auch sehr gut. Deshalb würde ich an deiner Stelle bei jeder auktorialen Passage überlegen, ob du die wirklich so brauchst oder ob du sie nicht personal umschreiben kannst.
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      Nun zu Kapitel 2

      Ich meine mich zu erinnern, dass die beiden ersten Kapitel in deiner Erstversion andersherum gestanden haben. Also du hattest damals mit Emilia und Freddy in Kapitel 1 begonnen und der Engel Elias kam erst in Kapitel 2, stimmt's? Sicherlich hast du lange überlegst, ob du es so lässt oder es änderst.
      Der Vorteil dieser Änderung ist natürlich, dass das 1. Kapitel dadurch viel spannender wird. Denn man fiebert doch gleich mit Elias mit und fragt sich, wie es ihm nach seiner Degradierung wohl ergehen wird und welche konkrete Aufgabe er denn bekommt.
      Der Nachteil ist der, dass der Leser bei Urban Fantasy doch ganz gerne im Hier und Jetzt abgeholt werden will und das wäre die Funktion von Emilia gewesen. Abgesehen davon ist Emilia auch die Hauptperson und auch aus diesem Grund würde sie eigentlich in Kapitel 1 gehören.
      Trotzdem würde ich es jetzt vom Aufbau her so lassen, wie du gewählt hast. Das Emilia-Kapitel ist sicherlich locker zu lesen, humorvoll und angenehm, aber so richtig Spannung kommt da noch nicht auf und am Anfang eines Buches ist es wichtig, möglichst schnell den Leser an den Haken zu bekommen (meine persönliche Meinung). Zweitens kommt Emilia ja schnell hinterher, sodass man die Grundstimmung der Geschichte dann auch schnell einnorden kann.

      Rainbow schrieb:

      wie schwer es für Freddy war, ihrem Prestigedenken zu entkommen und ihren unerreichbar hohen Ansprüchen gerecht zu werden.

      Dieser Satz scheint mir nicht ganz logisch. Unerreichbaren Ansprüchen kann man nicht gerecht werden - sonst wären sie ja erreichbar? Hm? :D
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      @Kirisha: Mit der Reihefolge der Kapitel liegst du richtig. Das hier ist meine Urfassung. Darin war es mal so vorgesehen, mit Elias und dem Tribunal zu beginnen. Der Wechsel in die Menschenwelt ist natürlich im direkten Vergleich ganz schön krass, aber ich hoffe, ihr verkraftet das ^^ Emilia ist für mich übrigens nicht die alleinige Hauptperson. Elias ist ihr absolut ebenbürtig, würde ich sagen.

      Ansonsten mach ich mal weiter mit Kapitel 2. Ich weiß, dass die meisten von euch wahrscheinlich den Elias-Szenen entgegenfiebern werden, weil man hier immer etwas Neues über die himmlische Welt erfährt und dadurch in diesen Teilen mehr Spannung aufkommt...Emilias Welt ist im direkten Vergleich ziemlich alltäglich...zumindest ist sie das am Anfang noch :D ... mal abwarten, ob das auch so bleibt.

      p.s.: Ich habe dieses Kapitel bereits ziemlich gekürzt. Am Angang war dieser Abend bei Susan noch länger und ausführlicher beschrieben.
      Keine Ahnung, vielleicht ist das Ganze immernoch zu lang, aber es war mir wichig, die Normalität ihres Alltags zu transportieren und die beiden auch ein bisschen vorzustellen.

      Über Rückmeldungen freue ich mich wie immer sehr :)


      Kapitel 2.1


      „Hey, ich hab schon auf dich gewartet und fing an mir Sorgen zu machen! Hat alles gut geklappt mit Freddys Auto?“ Vor dem Haus stand Susan Lambert – ein kleines, zierliches, elfenartiges Wesen mit kinnlangem blonden Lockenschopf – Emilias längste und beste Freundin. Sie war sichtlich erleichtert, als Emilia aus dem Wagen stieg.
      „Na, wie du siehst, bin ich doch hier, oder? Es gab auch nur einen ´Beinah-Unfall`, weil so ein Idiot mir die Vorfahrt genommen hat und dann ist mir die blöde Kiste auch noch abgesoffen.“ Mit einer stürmischen Umarmung begrüßte Emilia ihre Freundin und war heilfroh, zumindest die Anfahrt ohne größere Katastrophen bewältigt zu haben. Jetzt konnte einem schönen Abend nichts mehr im Wege stehen und den Gedanken an die bevorstehende Rückfahrt schob sie zur Seite.
      Gemeinsam betraten sie das dunkle Treppenhaus. Der Geruch, den viele Mietshäuser an sich haben, nach Putzmittel und schlecht gelüfteten Räumen, schlug ihnen entgegen. Emilia empfand das keineswegs als unangenehm. Im Gegenteil, es hatte etwas Vertrautes und Trost spendendes an sich.
      Susan wohnte schon seit fast vier Jahren in diesem Haus und bewohnte eine Zweizimmerwohnung in der zweiten Etage, welche mit fünfundfünfzig Quadratmetern zwar nicht übermäßig groß, aber dennoch äußerst gemütlich war.
      Da Susan direkt im Anschluss an das Abitur eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht hatte, war sie die Erste aus der Clique gewesen, die finanziell unabhängig gewesen war und somit den Absprung von zu Hause geschafft hatte. Diese Rückzugsmöglichkeit hatte Emilia immer genossen, vor allem, wenn es gerade mal wieder Stress zu Hause gab und sie sich bei ihrer Freundin ausheulen wollte.
      Bis vor Kurzem konnte sie Susan noch problemlos zu Fuß besuchen, da ihr eigenes Elternhaus gerade mal einen Katzensprung entfernt war. Nachdem sie aber vor knapp drei Monaten die Zusage vom St. Anna-Stift, einem Wohnheim für psychisch Kranke, erhalten hatte, war sie in das kleine Appartement in der Nähe ihres Arbeitgebers gezogen.
      „Ich habe uns Pizzabrötchen gemacht und wir können uns Caipirinha mixen, wenn du magst“, riss Susan sie aus ihren Gedanken, als sie die Wohnungstür öffnete. Kaum hatten sie die Diele betreten, da wanderte ihre Jacke bereits in hohem Bogen auf den Klamottenberg, der sich unterhalb der Garderobe auftürmte. Schmunzelnd blickte Emilia ihrer Freundin nach, die sich bereits schnurstracks auf den Weg in die Küche machte. „Ansonsten hätte ich noch Rotwein, Bier, Wasser oder Schorle im Angebot. Was darf`s sein?“ Mit einer einladenden Geste platzierte sie sich vor dem geöffneten Kühlschrank und präsentierte stolz das soeben aufgezählte Sortiment.
      „In Anbetracht der Tatsache, dass ich noch fahren muss, fällt ein Besäufnis heute leider aus“, stellte Emilia enttäuscht fest, während sie sich ihres Mantels entledigte. Zwar trank sie normalerweise nicht übermäßig viel, doch waren die Abende bei Susan in Verbindung mit Alkohol meistens sehr unterhaltsam.
      „Ach, ich denke, ein Glas Rotwein dürfte nicht schaden, oder?“, fragte sie mehr beiläufig und machte es sich auf der Eckcouch vor dem Fernseher gemütlich.
      „Das kommt darauf an, was du heute schon gegessen hast! Du siehst nicht so aus, als ob du derzeit regelmäßige Mahlzeiten zu dir nimmst!“, kam prompt die Antwort aus der Küche. „Seit dem letzten Mal hast du bestimmt wieder drei Kilo weniger drauf. Was hast du vor? Willst du zu einem Hungerhaken werden, oder sowas?“
      „Ich futtere wie ein Scheunendrescher, ehrlich“, antwortete Emilia mit einem betont gleichgültigen Schulterzucken und steckte sich provokativ eines der Pizzabrötchen in den Mund, welche Susan zusammen mit dem Glas Rotwein gerade vor ihr auf den Tisch stellte. „Ich weiß auch nicht, vielleicht liegt es ja am Sport und mein Stoffwechsel läuft im Moment auf Hochtouren“, schob sie nach, um ihrer Aussage mehr Glaubhaftigkeit zu verleihen.
      „Wer`s glaubt, wird selig, Lia“, antwortete Susan wenig überzeugt und ließ sich schwungvoll auf die Couch fallen.
      „Hey, ich hab `ne tolle Idee“, sagte Emilia, als hätte sie gerade einen Geistesblitz gehabt. „Vielleicht graben wir jetzt zur Abwechslung mal in deinem Keller und gucken, ob wir nicht noch ein paar modrige Leichen finden, wie wär`s?“
      „Also, wahrscheinlich würdest du bei dem Versuch, meinen Keller zu durchsuchen, selber zur Leiche werden, so wie es da drin aussieht. Dann hätte ich dich für alle Zeit als Poltergeist am Hals. Ich glaub, das lassen wir lieber“ entgegnete Susan und musste sich vor Lachen den Mund zuhalten, damit das Pizzabrötchen nicht wieder herauskam, welches sie sich zuvor geschoben hatte.
      „Ja, ich schätze du hast recht“, stimmte Emilia ihrer Freundin zu und probierte erstmals von dem Rotwein. Er schmeckte ausgezeichnet, doch versprach bereits der erste Schluck, dass er schon bald seine volle Wirkung entfalten würde.
      „Jetzt aber mal Spaß beiseite! Wie läuft`s denn so mit Nils?“, fragte sie und richtete sich insgeheim auf eine halbstündige Lobeshymne ein mit rosa Herzchen, die plötzlich durch die Luft fliegen würden und Geigenmusik als Untermalung. Umso überraschter war sie aber, als Susan plötzlich ungewöhnlich ernst wurde und für ihre Verhältnisse kurz und knapp antwortete:
      „Lia, ich weiß, das klingt jetzt total kitschig, aber ich glaube, ich habe meinen Traummann gefunden.“ Dabei strich sie sich verlegen durch die Haare und strahlte über beide Ohren.
      Mit einem Mal kam sich Emilia wegen ihrer vorangegangenen Gedanken schäbig vor und musste sich eingestehen, dass die ehrliche Liebesbekundung ihrer Freundin bei ihr eine Gänsehaut verursachte. Vor allem weil Susan nun wirklich kein Männer verschleißender Vamp war, der alle Nase lang einen neuen Typen im Bett hatte. Eher im Gegenteil. In den letzten zwei Jahren war nahezu gar nichts gelaufen, bis sie schließlich vor knapp vier Monaten Nils im Fitness-Studio kennengelernt hatte. Die beiden schienen einfach füreinander bestimmt zu sein, dachte Emilia. Es sah alles so einfach aus bei den beiden. Als ob sich zwei Hälften zusammenfügen würden. Da war keine Show, keiner schien sich zu verstellen, um dem anderen gefallen zu wollen – zumindest so weit sie das für ihre Freundin sagen konnte – und dennoch waren beide in der Gegenwart des anderen einfach nur glücklich. Obwohl es profan klang, wollte ihr kein anderes Wort dafür einfallen.
      „Stell dir vor, er hat mir einen Ring geschenkt.“ Susan hielt Emilia stolz ihren Finger entgegen, der von einem sehr schönen dezenten weißgoldenen Schmuckstück geziert wurde, in dessen Mitte in kleiner Stein funkelte. „Krass, oder? Was sagst du dazu? Sowas hat mir noch kein Mann geschenkt, schon gar nicht nach so kurzer Zeit.“ Noch immer fuchtelte sie aufgeregt mit ihrer Hand vor Emilias Nase herum, bis diese sie schließlich zu fassen bekam um den Ring aus der Nähe zu beäugen.
      „Der ist echt schön!“, sagte sie. „Es scheint so, als würde dein Traummann tatsächlich ernste Absichten verfolgen.“ Einen kurzen Moment hielt sie inne, dann fügte sie mit einem Schmunzeln hinzu: „Es sei denn, er ist nebenberuflich Goldschmied und produziert die Dinger in rauen Mengen, um sie dann in der Weltgeschichte zu verteilen.“ Susan verpasste ihr einen sanften Hieb gegen den Arm.
      „Also, solltest du noch Bedarf an einer Trauzeugin haben,…“, lenkte Emilia ein und die Vorfreude in ihrer Stimme war deutlich herauszuhören, „… ich würde mich ja zur Verfügung stellen.“
      „Ach, Lia. Wer hätte gedacht, dass sich so schnell alles ändern kann? Bis vor Kurzem dachte ich noch, mit mir stimmt irgendwas nicht, weil ich einfach immer nur Pech mit Typen hatte“, sagte Susan.
      „Also jetzt mal ehrlich“, platzte es aus Emilia heraus. „Die Typen, die du vorher hattest, hatten auch allesamt einen an der Klatsche!“ Begleitet von einem abfälligen Schnaufen schüttelte sie mit dem Kopf. Unweigerlich musste sie daran denken, wie oft sie sich in der Vergangenheit um Schadensbegrenzung bemüht hatte, wenn mal wieder eine von Susans Beziehungen in die Brüche gegangen war und auch die nächtelangen Telefonate und Heulorgien waren ihr noch allzu präsent.
      An sich war Susan eine taffe und selbstbewusste junge Frau, die rein optisch keinerlei Schwierigkeiten hatte, bei Männern zu landen. Und dennoch zog sie es vor, sich regelmäßig in irgendwelche Neandertaler zu verlieben. Zugegeben – war sie ehrlich zu sich selbst – konnte Emilia auch nicht gerade auf eine Vielzahl ideal verlaufener Beziehungen zurückblicken. Um genau zu sein, hatte sie seit Tom, welcher ihre einzige und große Liebe war, keine vergleichbare Beziehung mehr gehabt. Und das war mit 16 gewesen! Nachdem sie anfangs mit ihm zusammen auf Wolke sieben geschwebt war, hatte er ihr urplötzlich und ohne Vorwarnung ihr Teenagerherz aus der Brust herausgerissen und es in seinen Händen zu irreparablen kleinen Stückchen zerbröselt. Der emotionale Absturz, der darauf gefolgt war, hatte sie in ihre ganz persönliche Hölle verbannt.
      Obwohl das inzwischen Jahre zurücklag und sie heute kaum mehr einen Gedanken an den Tom von damals verschwendete, konnte sie sich noch zu gut daran erinnern, wie sie damals gelitten hatte. Alle weiteren Begegnungen mit dem männlichen Geschlecht waren im Anschluss entweder oberflächlich geblieben oder hatten in einem Desaster geendet.
      „Sag` mal …“, riss Susan sie aus ihren Gedanken und schnippte mit den Fingern, als sei ihr gerade brennend heiß etwas Wichtiges eingefallen. „Wie läuft es eigentlich mit deinen Verrückten? Du hast noch gar nichts erzählt.“ Erwartungsvoll beugte sie sich vor und fixierte Emilia mit hochgezogener Braue. „Und wie sind die Kollegen so? Ist da nicht irgendetwas Brauchbares für dich dabei?“, schob sie hinterher, als sei dies die eigentlich interessante Frage. Emilia verkrampfte innerlich. Woher nahm Susan immer dieses Gespür für ihr Innenleben? Das grenzte manchmal schon fast an hellseherische Fähigkeiten. Beste Freundinnen waren manchmal wie eine Plage! War nicht in der Bibel die Rede davon, dass es gleich sieben in der Art geben solle, die die Apokalypse einleiten würden? Die hier verkündeten Endzeitkatastrophen waren nichts im Vergleich zu Susan, wenn sie im ´Verkupplungs-Modus` war, weshalb sie mit ziemlicher Sicherheit eine ganz hervorragende achte Plage abgeben würde, dachte Emilia und bereitete sich innerlich darauf vor, was als Nächstes kommen würde.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rainbow () aus folgendem Grund: Korrektur

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      Liebe @Rainbow

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      Rainbow schrieb:

      p.s.: Ich habe dieses Kapitel bereits ziemlich gekürzt. Am Angang war dieser Abend bei Susan noch länger und ausführlicher beschrieben.
      Keine Ahnung, vielleicht ist das Ganze immernoch zu lang, aber es war mir wichig, die Normalität ihres Alltags zu transportieren und die beiden auch ein bisschen vorzustellen.
      Das hat gut funktioniert. Passiert natürlich nicht viel. Mädelsabend und Gespräche über Männer. Da kann ich nicht viel zu sagen.
      Ausser, dass es der vierte Kontrast ist. Also Abschnitte mir unterschiedlicher Stimmung und Schreibstil.
      1 Prolog
      2 Die Typen in Kasachstan
      3 Die Engel
      4 Die Mädels

      Hoffe es wird dadurch nicht zu unruhig.

      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
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      Hey @Rainbow

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      So viel dazu, dass ich ja ausführlichere Kommentare schreiben wollte X/
      Sorry, aber das ist wohl nach hinten los gegangen!

      Kapitel 1.3 war, wie ich es für einen Haufen Engel erwartet hatte. So viel komisches Gerede :S
      Ich bin wirklich gespannt, wie sich Elias in seiner neuen Aufgabe zurecht finden wird!
      Hat mir gut gefallen :thumbup:

      Kapitel 2 und 2.1
      Auch cool :thumbup:
      Im Gegensatz zu den vorherigen Parts, war der hier locker und ziemlich lässig geschrieben, beinahe schon modern. Bei einigen Szenen entlockte mir es sogar ein kleiner Schmunzler ^^

      Ich habe nicht gezielt nach Fehlern gesucht, aber über eine Sache bin ich gestolpert

      Rainbow schrieb:

      „Ja, ich schätze hier würde ich noch irgendwas einfügen. "damit?" hast du recht“, stimmte Emilia
      Oder du tauscht "du" und "hast" einmal. Sind nur Vorschläge, aber sonst hört sich das nicht richtig an :D



      LG :)
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-
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      Hallo @Rainbow ^^ Hier kommen meine Anmerkungen zu Kapitel 1.1, entschuldige, dass ich hinterher hinke. Die anderen Kommentare habe ich nicht alle gelesen, also falls sich etwas doppelt einfach ignorieren.

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      Rainbow schrieb:

      Das Tribunal


      „Was in Aller Herrgottsnamen Ich würde die beiden vorherigen Wörter kleinschreiben mache ich hier überhaupt?“, dachte Elias, als die schwere Flügeltüre vor ihm aufschwang und den Blick auf die dahinterliegenden Herrschaftsräume freigab.
      Die unsichtbare Macht, welche von diesem Ort ausging, wehte ihm entgegen, ließ ihm die schulterlangen blonden Haare ins Gesicht flattern und nahm ihm für einen kurzen Augenblick die Sicht. In meinem Kopf sieht es so aus als ob quasi eine Windböe aus dem Raum kommt, dann würden ihm die Haare aber eher aus dem Gesicht wehen als hinein :/

      Ohne Zweifel erinnerte dieses Bauwerk an eine Art Kathedrale, wie sie auch in der Welt der Irdischen zu finden gewesen wäre und die gesamte Atmosphäre war wie elektrisiert von der göttlichen Erhabenheit, die sich hier zu zentrieren schien.
      Schon einmal war ihm die Ehre zuteilgeworden, diese heilige Gebetsstätte betreten zu dürfen und obwohl das nun schon eine halbe Ewigkeit zurücklag, waren die Bilder in seinem Kopf noch so präsent, als sei es gerade erst gestern geschehen.
      Damals war die imposante Halle mit dem hohen säulengestützten Kuppeldach und den kunstvollen Mosaikfenstern festlich geschmückt gewesen, als er während einer glanzvollen und prächtigen Zeremonie die letzte Weihe erhalten hatte und in das himmlische Heer aufgenommen worden war.
      Obwohl menschliche Gemütszustände, wie Stolz oder Ehre von Engeln nicht in derselben Weise nachempfunden werden konnten, war es für Elias ein erhebender Augenblick gewesen, sich fortan den ´Gewalten` anzuschließen, um dafür Sorge zu tragen, dass die Welt, wie die Menschen sie kannte, im Gleichgewicht bliebe. Die Verteidigung des himmlischen Reiches und der damit einhergehende Kampf gegen die finsteren Mächte sollte von nun an seine Aufgabe sein.
      Schon früh war er zu der Überzeugung gelangt, dass es seine ureigene Bestimmung war zu kämpfen und dass Das könntest du weglassen, einmal "dass" reicht dies seine besondere göttliche Gabe sein musste.
      Zweifelsohne war er einer der besten Krieger, die sein Reich zu bieten hatte. Seine Kampftechniken waren ausgefeilt, an Schnelligkeit und Präzision konnte ihm niemand das Wasser reichen und im Umgang mit dem Engelsschwert war er einfach unschlagbar. Die unverfrorene Kritik, mit der er aber regelmäßig bestimmte Vorgehensweisen, Strategien und Manöver infrage stellte, brachte ihm bei den Befehlshabern den Ruf eines arroganten Querulanten ein. Obwohl seine Kameraden ihn schätzten und seinen Mut insgeheim bewunderten, bedauerten sie ihn jedoch aufgrund seiner Impulsivität, die ihn oft genug ins Abseits katapultierte.
      So, wie auch jetzt!
      Die Frage danach, mit welch neuerlichem Fehltritt er die heutige Anhörung heraufbeschworen haben musste, kreiste unaufhörlich in seinem Geist und gedanklich spulte er die gesammelten Missetaten der letzten Wochen vor seinem inneren Auge ab.
      Gut, er hatte den einen oder anderen Befehl verweigert, sich hier und da ein wenig respektlos verhalten und sich außerdem zu einer frevelhaften Äußerung über das Menschengeschlecht hinreißen lassen. Aber sonst? Es wollte ihm nichts einfallen, womit er den Groll der drei hohen Engelsfürsten auf sich gezogen haben mochte. Die Tatsache, dass er anders war, und sich in seinen charakteristischen Wesenszügen von den anderen Engeln unterschied, hatte sich schon längst herumgesprochen. Inzwischen versuchte er kaum mehr, das zu verbergen.
      Den Kopf in den Nacken gelegt, starrte er an die hohe Decke und ließ hörbar den Atem ausströmen, während er den langen Mittelgang entlang marschierte, der zu beiden Seiten mit lodernden Feuerkelchen geziert war.
      Der schwere Stoff seiner kuttenähnlichen Robe hinterließ ein beklemmendes Gefühl und kratzte bei jedem seiner Schritte, als habe man ihm eine Handvoll klein schreiben Schattenzungenkäfer klingt nach fiesen kleinen Dingern 8| in den Ausschnitt gekippt.
      Wie sehr er sich seine geliebte Kampfmontur herbeiwünschte und das beruhigende, leicht mitschwingende Gewicht seines Schwertes, das für gewöhnlich in einer Halterung auf seinem Rücken steckte. Nur widerwillig hatte er beides gegen diesen unförmigen Jutesack eingetauscht, der nur mit einer schlichten Kordel um seinen Bauch zusammengebunden war und mit dem man sich im Falle eines Kampfes unmöglich frei bewegen konnte. Immerhin erlaubte es die übergroße Kapuze sein Gesicht zu verbergen, während die trompetenförmig zulaufenden Ärmel genug Platz boten, um seine zur Untätigkeit verdammten Hände, die er vor der Brust gefaltet hatte, verschwinden zu lassen.
      Die beklemmende Stille hing wie eine unheilverheißende Vorahnung über ihm. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so unnatürlich ruhig war es in der Halle, die für gewöhnlich den Klang engelhafter Gesänge durch ihre Gänge trug und das gesamte Gebäude mit himmlischen Melodien erfüllte. Nun war es so still wie in einem Grab. Kein Räuspern war zu hören und noch nicht einmal der Widerhall von Schritten auf dem Steinboden war zu vernehmen.
      Elias wusste, dass der Anlass dieser Zusammenkunft für ihn nichts Gutes bedeutete. Dennoch ging er mit gestrafften Schultern geradewegs auf sein Schicksal zu und versuchte, sich die innere Unruhe, die in ihm kämpfte, nicht anmerken zu lassen. Zwar würde seinem Gegenüber ohnehin keine seiner Regungen verborgen bleiben, doch wollte er um nichts in der Welt sein Innerstes nach außen kehren.
      Hinter sich spürte er die Anwesenheit der beiden Engelsfürsten, Camael und Verchiel. In gleitenden, lautlosen Bewegungen führten sie ihn zum Ende der vielen Sitzreihen, geradewegs auf den Altarbereich zu. Als seine direkten Vorgesetzten waren sie ebenfalls zum heutigen Tribunal geladen worden. Gekleidet in ihre Festtagskutten lieferten sie einen Anblick, der sich nicht oft bot und der Elias`Benutzt man nicht dieses ' statt den schräg gestellten `? Unbehagen verstärkte.
      Das glänzende Licht, welches Elias und seine Begleiter aussandte, erhellte die Umgebung auf mystische Weise, während sie vor dem unteren Treppenabsatz einer höhergelegenen Empore zum Stehen kamen.
      Elias war gezwungen den Kopf zurückzulegen, um die drei nebeneinanderstehenden, prunkvoll verzierten Thronsessel zu erblicken, von deren Plätzen aus ihn die drei Wesen mit ihren starren Mienen erwartungsvoll ansahen Irgendwie ist mir "ansehen" zu sehen :hmm: Ich stelle mir eher vor, wie sie ihn mit Blicken durchbohren, schon versuchen etwas aus ihm zu lesen oder sonst etwas. Ansehen klingt so harmlos.
      Zadkiel, Zachariel und Terathel, die in der zweiten Sphäre regierenden Fürsten, waren ihm bekannt als Verantwortliche für die Rechtsprechung. Da sie in der Hierarchieebene über ihm standen, war ihre Leuchtkraft bedeutend intensiver als seine eigene und obwohl ihre Gesichtszüge nur undeutlich erkennbar waren, strahlten die scheinbar körperlosen Lichtgestalten eine majestätische Würde aus, die Elias ehrfurchtsvoll zusammenfahren ließ.
      Ihre wohlwollenden, wenn auch nicht minder Respekt einflößenden Blicke entfachten ein Feuer in seiner Brust, das ihn innerlich zu verbrennen drohte Mh, okay, sie scheinen wohl einfach noch freundlich zu gucken. Die Gewänder, die sich an ihre durchscheinenden Leiber anschmiegten, waren durch aufwendige Stickereien verziert und schimmerten in den verschiedensten Goldtönen, als sie sich schließlich von ihren Plätzen erhoben.
      Camael und Verchiel kreuzten die Arme vor der Brust, deuteten eine Verbeugung an und bezogen dann rechts und links von Elias Stellung.
      Hätte er ein menschliches Herz besessen, dann wäre es ihm jetzt mit ziemlicher Sicherheit aus der Brust gesprungen.


      Wieso der Spoiler anzeigen Knopf jetzt doppelt da ist, weiß ich leider auch nicht... ?(
      Ei tarvis jännittää ja sisintänsä selvittää kun ei sitä ymmärrä itsekään