HEAVEN - (Band 1)

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    • Moikka @Rainbow

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      Ich hab die Kommentare der anderen sowie deine Antworten jetzt mal nur überflogen und wollte dir nur noch mitteilen, was ich von dem neuen Teil halte:

      Ich kenne natürlich @Thorstens Meinung sehr genau (die musste er mir nach meiner Spätschicht gestern noch unbedingt mitteilen) und bin daher jetzt ein wenig voreingenommen an den Teil herangegangen :D Dennoch glaube ich, sehe ich das ganze nicht ganz so negativ ^^

      Also ja, in der Regel finde ich, Schurken sollten immer einen Grund dafür haben, Schurken zu sein, aber ich muss sagen, dass ich bei dem Setting hier kein großes Problem damit habe, dass eine Seite einfach nur um des Böseseins willen böse ist. Immerhin haben wir's hier mit Dämönen vs. Engeln zu tun, das geht irgendwie schon (auch wenn du definitiv bessere Szenen hattest).

      Das einzige, was mich wirklich ein bisschen stört, ist, was auch @aval.b.bado schon angemerkt hat: es driftet hier irgendwie zu sehr ins Hollywood-Setting... wir kriegen den Bösen vorgesetzt und dem ist auch gleich aufgrund seiner fiesen Lache anzusehen, dass er böse ist, während der Scherge sich zitternd an Boden windet. Die Szene ist irgendwie ein bisschen zu klischeebehaftet, denn die gibt's in jedem zeiten Disney-Film (wo netterweise der Böse auch noch böse aussieht und ein bestimmtes Farbschema aufweist). Ich hätte es irgendwie cooler gefunden, wenn Sirius mehr "subtil böse" ist, Silas also vielleicht eher unterschwellig droht oder so :hmm: Du kannst sonst so schön Stimmungen zeichnen, hier erschlägst du uns irgendwie mit der Botschaft "Sirius ist BÖSE - kapiert es endlich!!! Und Silas hat SCHISS!!!" Man will damit ja erreichen, dass der Leser auch ein bsischen Schiss kriegt, aber diese Überspitzung hat irgendwie den gegenteiligen Effekt, denn ich habe hier nur Karikaturen vor mir und kann mich mit keiner von beiden identifizieren, noch fühle ich mich von einer bedroht. Weiß nicht, ob dir das jetzt viel hilft... Ich wollte nur noch mal festhalten, dass ich die Szene an sich jetzt nicht schlecht fand, nur der Umgang der beiden könnte mMn mehr Spannung erzeugen, auch wenn ich gerade nicht konkret weiß, wie man das am besten machen sollte.

      Ach ja, mich hat auch irgendwie gestört, dass immer von dem "Mädchen" die Rede war. Klingt irgendwie auch nach Disney-Film ^^ Ich hatte mir Emilia jetzt auch nicht sonderlich klein, gebrechlich und mädchenhaft vorgestellt und hatte sie so auf an die 30 geschätzt... vielleicht sagen das die Bösen ja einfach so, aber ich hätte jetzt vermutlich auch Sirius (der ja ansonsten ein normaler Mensch zu sein scheint) einfach "Frau" sagen lassen. Oder, wenn er sie herabwürdigen will, vielleicht irgendeinen herabwürdigenden Ausdruck für Frau, aber Mädchen klingt so unschuldig :hmm:

      Rainbow schrieb:

      Welchen Grund sollte sie haben, sich Dagon anzuschließen? Mit welchen Argumenten würde er sie locken können? Sie hatte ja keine Ahnung, wie mächtig die Gegenseite war.
      Joo, welchen Grund könnte sie haben? Welchen hat den Silas (der macht das wohl auch nicht gern)? Erfahren wir das noch ^^
      Film-Projekt: Clíodhna - die Hexe von Gleann an Phéine
      Für alle, die sich dafür interessieren, wie wir Filme machen: Ein neuer Film entsteht (Blog)
      Geschichte: Die Schwarze Göttin
    • Liebe @Rainbow
      Ich fand den Abschnitt sehr gelungen. Gerade der Anfang ist atmosphärisch sehr schön. Zur Handlungsweise der Bösen ist ja schon einiges gesagt worden. Im Moment finde ich es für mich noch etwas früh in der Geschichte dazu etwas abschließendes zu sagen. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

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      Rainbow schrieb:

      Silas schlug den Mantelkragen hoch und versenkte seine Hände tief in den Taschen. Der eisige Wind pfiff ihm entgegen, als er in die Gasse einbog, die zu den leerstehenden Lagerhallen dieses (des?) Industriegebietes führte. Vor einem großen, mit Graffiti besprühten Rolltor machte er halt und betätigte die Gegensprechanlage, die sich an der Hauswand befand.
      „Hier ist Silas! Ich bitte um Einlass“, sagte er in bestimmendem Tonfall. Umgehend schwenkte die Kamera, die sich oberhalb des Tores befand, in seine Richtung und er sah hinauf, um den Blick auf sein Gesicht freizugeben.
      Wenige Augenblicke später fuhr das Rolltor unter lautem Getöse zur Seite und eröffnete den Weg, der in das Innere des Gebäudes führte. Als er eintrat war er wieder einmal erstaunt darüber, was für ein Ambiente diese überdimensionierte Halle ausstrahlte. Von außen betrachtet, erwartete man von dem eingefallenen Fabrikgelände nicht mehr als ein zugiges Drecksloch, in dem Ratten hausten und Penner (Hier hätte ich Obdachlose geschrieben, außer du willst die negative Betonung von Penner ) gelegentlich einen Unterschlupf suchten. Von innen eröffnete sich aber ein riesiger Raum mit meterhohen Decken, der durch Stützfeiler und Trennwände in mehrere Bereiche unterteilt wurde.
      Der rustikale Dielenboden harmonisierte hervorragend mit der Holzvertäfelung, die bis zu einer Höhe von circa zwei Metern vor den Fenstern angebracht war, um neugierige Blicke von außen abzuwehren. Und dennoch drang durch den oberen Spalt noch genug Sonnenlicht von außen ein, um für optimale Lichtverhältnisse zu sorgen.
      Sehr gelungener Abschnitt.
      Wenn ich es geschrieben hätte, dann würde der Böse in einem großen Bankturm wohnen und wäre der Vorstandsvorsitzende eines respektierten weltumspannenden Konzerns und würde immer seine Katze streicheln… (Das Böse ist unter uns)
      Aber so geht es auch. ;)

      Rainbow schrieb:

      In dem Nachbarzimmer herrschte reges Treiben. An bestimmt fünfzig Schreibtischen saßen Leute mit Headsets vor ihren Laptops und tippten oder telefonierten in emsiger Geschäftigkeit.
      Das Böse hat den Charm eines Callcenters. Könnte man noch etwas eindrucksvoller gestalten.

      Rainbow schrieb:

      Nichtsdestotrotz, sollte jeder unserer treuen und loyalen Verbündeten, die Chance bekommen, jene Personen zu retten, die ihnen am Herzen liegen. Vorausgesetzt natürlich, sie unterwerfen sich der neuen Ordnung und schwören unserem Gebieter die Treue.“
      Das ist mir erstmal Motivation für Silas genug. Sich selbst retten und die Personen, die ihm am Herzen liegen.

      Zudem finde ich, dass es genug Beispiele gibt, wo Menschen böses tun weil sie in einer Hierarchie gefangen waren. Das ist bei Kriegen so und auch im Berufsleben. Ich habe auch schon gesehen, das Leute jahrelang einem offensichtlich mißbräuchlichen Chef gedient haben. Obwohl sie eigentlich jederzeit hätten gehen könnten. Es gibt da eigenartige psychologische Abhängigkeiten.

      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Hey @Rainbow

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      Jetzt komme ich nach meinem ereignisreichen Wochenende auch mal dazu, ein paar Worte zu deinem aktuellen Abschnitt zu sagen:

      Was mir richtig gut gefallen hat, war die Atmosphäre, die du am Anfang geschildert hast. Auch die Gedanken, die Silas hatte, waren sehr schön in den Text eingeflochten.

      Die anderen Kommentare habe ich jetzt nur überflogen, aber ich kann für mich sagen, dass ich an dieser Stelle noch gar nicht mehr Info brauche, warum das Böse denn eigentlich Böse ist. Das es bei Silas mehr oder weniger persönliche Gründe hat, konnte man gut herauslesen. Und immerhin war es auch das zweite Kapitel, wo wir die Gegenpartei kennen lernen durften, wohingegen uns alle anderen schon seit Beginn der Geschichte verfolgen (hier könnte meiner Meinung nach etwas mehr gegeben werden).

      Außerdem: Hä? Wer würde sich nicht wegen der alleinigen Weltherrschaft auf die dunkle Seite stellen :evil:

      Sensenbach schrieb:

      Zudem finde ich, dass es genug Beispiele gibt, wo Menschen böses tun weil sie in einer Hierarchie gefangen waren. Das ist bei Kriegen so und auch im Berufsleben. Ich habe auch schon gesehen, das Leute jahrelang einem offensichtlich mißbräuchlichen Chef gedient haben. Obwohl sie eigentlich jederzeit hätten gehen könnten. Es gibt da eigenartige psychologische Abhängigkeiten.
      Oder das, was Sensenbach sagt :D

      Ich warte hier einfach mal ab und trinke so lange Kaffee ohne Ende :D



      LG :)
      Die Welt war voller Wunder - Man musste sie nur sehen wollen...
      -Im Tal des Falken-

      Meine Geschichte
      Die Kriegerin von Catrellak
    • :danke: @Katharina, @Sensenbach und @LadyK für euer Feedback :) Ich werde mich in den nächsten Tagen kopfüber in die Bearbeitung dieses Kapitels stürzen und ich bin ehrlich froh und dankbar für die ganzen Rückmeldungen, die ich von euch allen dazu bekommen habe. Vielleicht mögt ihr es euch dann demnächst noch einmal anschauen, wenn ich damit fertig bin.

      Das Kapitel 18.2 habe ich im Übrigen nun auch noch einmal überarbeitet, weil ja angemerkt worden war, dass das hier alles zu schnell gehen würde und ich das Tempo etwas rausnehmen sollte. Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist... wer Lust hat, der kann ja zwecks Zeitvertreib mal einen Blick darauf werfen ^^ ( Kapitel 18.2 )

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      Katharina
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      Katharina schrieb:

      Ich kenne natürlich @Thorstens Meinung sehr genau (die musste er mir nach meiner Spätschicht gestern noch unbedingt mitteilen) und bin daher jetzt ein wenig voreingenommen an den Teil herangegangen
      Du Arme :D ... was für eine verrückte Vorstellung, dass meine Story dich bis nach Hause verfolgt und du dich nach deiner Spätschicht noch mit Thorstens Gedanken dazu auseinandersetzen musst :rofl: Das tut mir echt leid und du hast mein vollstes Mitgefühl ^^



      Katharina schrieb:

      Dennoch glaube ich, sehe ich das ganze nicht ganz so negativ
      Puh, Gott sei Dank :)

      Katharina schrieb:

      Ich hätte es irgendwie cooler gefunden, wenn Sirius mehr "subtil böse" ist, Silas also vielleicht eher unterschwellig droht oder so
      Sirius ist einfach ein Arsch und ich befürchte, das wird er auch bleiben. :pardon: Ich stelle ihn mir genauso vor...wie einen, der nach oben "kriecht" und nach unten "tritt" sozusagen. Aber ich sehe ein, dass ich ihn hier zu überspitzt dargestellt habe. Ich werde das abschwächen...


      Katharina schrieb:

      Ich wollte nur noch mal festhalten, dass ich die Szene an sich jetzt nicht schlecht fand, nur der Umgang der beiden könnte mMn mehr Spannung erzeugen, auch wenn ich gerade nicht konkret weiß, wie man das am besten machen sollte.
      Ich habe schon ein paar Ideen entwickelt und freue mich schon voll darauf, das umzusetzen...ob es danach besser ist, als vorher wird sich zeigen. Manchmal "verschlimmbessert" man ja auch ^^


      Katharina schrieb:

      Ich hatte mir Emilia jetzt auch nicht sonderlich klein, gebrechlich und mädchenhaft vorgestellt und hatte sie so auf an die 30 geschätzt...
      Emilia ist ziemlich exakt 24...sie hat ihr Studium ja gerade erst vor wenigen Monaten abgeschlossen...ja, das mit dem Mädchen klingt klischeehaft... sollte es an der Stelle vielleicht auch :hmm: Ich schaue mal, ob ich das in die Überarbeitung einfüge oder was anderes wähle.. ich hab`s auf jeden Fall auf dem Schirm :)


      Katharina schrieb:

      Joo, welchen Grund könnte sie haben? Welchen hat den Silas (der macht das wohl auch nicht gern)? Erfahren wir das noch
      Silas Hintergundgeschichte wollte ich ja eigentlich erst ein paar Kapitel später offenlegen...aber ich sehe ein, dass es Sinn macht, seinen Standpunkt oder seine Gedanken hier zumindest anzudeuten.... ihn die ganze Zeit über nur zittern zu lassen, ist vielleicht wirklich ein bisschen wenig ^^



      Sensenbach

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      Sensenbach schrieb:

      Ich fand den Abschnitt sehr gelungen. Gerade der Anfang ist atmosphärisch sehr schön.
      Danke :)


      Zu den Pennern: Da es aus Silas Perspektive geschrieben ist, dachte ich, man könne das Wort "Penner" verwenden...also den umgangssprachlichen Begriff. Dadurch wird vielleicht auch noch ein bisschen das heruntergekommene Ambiente dieser Gegend herausgekehrt.... Obdachlose klingt mir in dem Zusammenhang fast ein bisschen zu gehoben :hmm: .... die anderen Sachen habe ich schon abgeändert ^^

      Sensenbach schrieb:

      Wenn ich es geschrieben hätte, dann würde der Böse in einem großen Bankturm wohnen und wäre der Vorstandsvorsitzende eines respektierten weltumspannenden Konzerns und würde immer seine Katze streicheln… (Das Böse ist unter uns)
      Warum muss ich gerade an "Dr. Evil" denken? :rofl: Austin Powers- hast du den gesehen? So geil!!! Dr. Evil trägt doch auch ständig diese Katze mit sich herum, die später ihr Fell verliert... Mr. Biggelsworth...


      Sensenbach schrieb:

      Das Böse hat den Charm eines Callcenters. Könnte man noch etwas eindrucksvoller gestalten.
      Das werde ich bei meiner Überarbeitung sicher berücksichtigen :)


      Sensenbach schrieb:

      Das ist mir erstmal Motivation für Silas genug. Sich selbst retten und die Personen, die ihm am Herzen liegen.

      Zudem finde ich, dass es genug Beispiele gibt, wo Menschen böses tun weil sie in einer Hierarchie gefangen waren. Das ist bei Kriegen so und auch im Berufsleben. Ich habe auch schon gesehen, das Leute jahrelang einem offensichtlich mißbräuchlichen Chef gedient haben. Obwohl sie eigentlich jederzeit hätten gehen könnten. Es gibt da eigenartige psychologische Abhängigkeiten.
      Ja, so dachte ich mir das auch... aber es kann ja nicht schaden, Silas` Beweggründe an der Stelle noch ein bisschen herauszuarbeiten... ^^




      LadyK

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      LadyK schrieb:

      Was mir richtig gut gefallen hat, war die Atmosphäre, die du am Anfang geschildert hast. Auch die Gedanken, die Silas hatte, waren sehr schön in den Text eingeflochten.
      Danke :love: Ein bisschen Lob tut auch mal gut ^^


      LadyK schrieb:

      Das es bei Silas mehr oder weniger persönliche Gründe hat, konnte man gut herauslesen. Und immerhin war es auch das zweite Kapitel, wo wir die Gegenpartei kennen lernen durften, wohingegen uns alle anderen schon seit Beginn der Geschichte verfolgen (hier könnte meiner Meinung nach etwas mehr gegeben werden).
      Ja, ich war auch der Ansicht, dass Silas`Motive eigentlich deutlich werden müssten... aber es mag sein, dass das so vielleicht arg viele Fragen aufwirft. Eben weil man noch viel zu wenig weiß von der Gegenseite...Natürlich habe ich das alles in meinem Kopf, aber ich habe es hier an der Stelle vielleicht zu wenig gezeigt. In meiner Überarbeitung werde ich deshalb Silas Beweggründe zumindest noch ein bisschen besser herausarbeiten ^^


      LadyK schrieb:

      Außerdem: Hä? Wer würde sich nicht wegen der alleinigen Weltherrschaft auf die dunkle Seite stellen
      Ja, entweder das-oder ganz einfach die nackte Angst. Aber ich habe inzwischen auch kapiert, dass man das noch etwas detaillierter darstellen kann....so ein paar Nuancen hier und da sind sicher nicht verkehrt, um bestimmte Dinge nachvollziehbarer zu machen... ^^


      LadyK schrieb:

      Ich warte hier einfach mal ab und trinke so lange Kaffee ohne Ende
      Und ich dachte immer, ich sei ein Kaffeejunkie. Aber ich weiß ja inzwischen, dass du das locker toppen kannst :D





      LG,
      Rainbow
    • Rainbow schrieb:

      Ja, vielleicht muss ich das am Anfang irgendwie deutlicher rausarbeiten...aber ich wollte eigentlich, dass Silas bis dahin eher unauffällig bleibt... und wenn ich mich recht erinnere, hatte der eine oder andere ja bereits die Vermutung, dass er ein komisches Spiel spielt und eventuell nicht ganz ehrlich ist.
      Ja, und dafuer darfst Du Dir jetzt auch mal auf die Schulter klopfen, weil das ist eigentlich genial dass man schon frueh bei ihm so ein Unbehagen hat ohne dass man das genau an irgendwas festmachen kann.
    • Gefällt mir gut, dass endlich die andere Seite mal wieder stärker zum Zuge kommt.

      Die Farbikhalle und überhaupt das ganze Setting finde ich Klasse (alt und modern kombiniert in der Zentrale des Bösen...). Gibt mal wieder Bonuspunkte für Atmosphäre.

      Silas ist sehr interessant. Mit seinem Dilemma, hat er das Potential zu einem tragischen Schurken. Er kommt als Charakter gut rüber und man merkt, wie er mit sich kämpft. Ich bin auch schon gespannt, wie er versuchen will sie zu überzeugen. Hoffe er schafft es sie zumindest kurzfristig zum Zweifeln zu bringen.

      Sirius ist da etwas blasser. Er ist recht gradlinig böse, was aber bei deiner Geschichte nur begrenzt ein Problem ist. Er wirkt aber tatsächlich etwas mehr wie ein Dämon, als ein korrumpierter Mensch. Allerdings wird die Motivation für die Dämonen zu arbeiten, doch recht deutlich: die Hoffnung den Weltuntergang zu überleben. Es ist eine simple aber doch recht effektive Motivation. Was mir bei ihm aber gut gefällt sind so die kleinen Boshaftigkeiten.

      "„Was verleiht mir die Ehre Eures Besuches?“, fragte er eine Spur zu freundlich und blickte Silas tiefgründig an, während er sich hinter dem mächtigen Schreibtisch erhob."

      Für mehr blümchenpflückende Orks, blutrünstige Elfen und vegetarische Drachen!
    • @Katharina, @Thorsten, @Kirisha, @Alexander2213, @Rebirz, @Sensenbach, @97dragonfly, @LadyK, @aval.b.bado

      Okay Leute... ich melde mich mal zurück :) Ich habe jetzt meine Überarbeitung von Kapitel 19 hochgeladen. Es ist etwas ausführlicher geworden, denn ich habe versucht, mehr auf Silas und seine Vergangenheit einzugehen. Ebenfalls habe ich deutlicher herausgearbeitet, warum Sirius ihn dermaßen einschüchtert, obwohl ich ihn jetzt ein klitzekleines bisschen entschärft habe.

      Wer mag, kann es sich gerne noch einmal anschauen. Sicher ist es noch nicht 100%ig rund, aber ich muss es jetzt erst mal etwas sacken lassen, bevor ich daran weiterfeile. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an meine "Auserwählten", die so nett waren, mir bereits im Vorfeld ein Feedback zu geben. :danke:

      Bis es weitergeht, wird es nun erst wieder ein Weilchen dauern, weil der kommende Teil noch nicht "forentauglich" ist. ^^ So bekommt ihr wenigstens mal eine kleine Auszeit von mir... ach, was waren das noch für Zeiten, als ich euch alle zwei bis drei Tage einen neuen Teil um die Ohren geballert habe :D Na ja...erholt euch ein bisschen ;)

      LG,
      Rainbow
    • @Rainbow

      Du weisst ja schon, was ich von der Überarbeitung halte!
      Hihi, sie ist echt super! :love:
      Mir gefällt, dass Silas jetzt etwas tiefer geht, man kann in seine Gedanken sehen, seine Bewegründe besser nachvollziehen und aus Sirius ist einfach schleimig.
      Puh, ich hasse den Typ einfach.
      Eine absolut bösartige Persönlichkeit und ein Menschlein, dass einem bösartigen Dämon folgt. Was wohl in seinem Leben schief gelaufen war, dass er auf der Bösen Seite steht. :stick:
      Mich interessiert Silas Gedankenwelt sehr, ich freue mich mehr von ihm zu erfahren, und auch wie er mit Lia umspringt, interessiert mich sehr ...

      Liebe Grüsse
      Fly
      "Ein Schloss ohne Gruft, das wäre wie, wie ein Einhorn ohne Horn!"

      Eigenes von Fly
      Schatten unter London
    • Ja, so spuert man Silas schon deutlich besser in dieser Szene :thumbup:

      Stilistisch vielleicht noch mal drueberschauen (ich glaube es verkrampft sich an mehreren Stellen was in ihm, da ist ein bisschen Abwechslung von Vorteil?) - aber inhaltlich passt das jetzt viel besser.

      Und wie @97dragonfly schon angemerkt hatte - seine Gedankenwelt ist so einfach interessant. Er gibt so einen ambivalenten Gegenspieler her. Gefaellt mir vom Konzept. War die Muehe der Ueberarbeitung wert. :)
    • Wurde alles schon gesagt :thumbup:
      Ich muss allerdings zugeben, jetzt hat mich die Story sogar richtig gepackt (ob das nur an Silas liegen kann? :hmm: ). Jetzt kommt die ganze Ausweglosigkeit Silas' so richtig zur Geltung und man hat das Gefühl, da sei ein entscheidender Wendepunkt direkt voraus...
      Film-Projekt: Clíodhna - die Hexe von Gleann an Phéine
      Für alle, die sich dafür interessieren, wie wir Filme machen: Ein neuer Film entsteht (Blog)
      Geschichte: Die Schwarze Göttin
    • Hallo Rainbow,

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      Nun habe ich mir das überarbeitete Silas-Kapitel mal durchgelesen. Du hast ein paar sehr gute Neuerungen eingeführt, wie den Eid mit Blut und die verkaufte Seele. Finde ich sehr stilvoll :evil: Natürlich hätte ich jetzt auch gern gewusst, warum er seine Seele verkauft hat, aber das musst du noch nicht gleich jetzt erklären, sondern kannst deine Leser gerne damit noch schmoren lassen.
      Nun zu dem Teil, in welchem Silas Emilia auf die Seite der Bösen ziehen soll.
      Von der Logik her: Ist es nicht völlig egal, ob ihm das gelingt oder nicht? So oder so wird sie den Bösen als Lockvogel für Elias dienen. Insofern spielt es eigentlich nicht so eine grosse Rolle, ob Silas sie überreden kann oder nicht.
      Ich sehe jetzt auch überhaupt keinen Grund, warum Emilia auf die Seite der Bösen gehen sollte. Irgendeine Verlockung dazu scheint es nicht zu geben. Oder bietet er ihr etwas an? Reichtum, Schönheit ... keine Ahnung? Oder soll Silas sie als Freundin gewinnen und sie dadurch indirekt zwingen? Aber auch das scheint, nachdem sie von der Verschmelzung wissen, nicht erfolgversprechend.
      Silas' Auftrag scheint mir also nicht darin zu bestehen, dass er sie wirklich überreden soll, sondern eigentlich soll er sie entführen und als Geisel nehmen. Nur das bringt wirklich etwas und wird Elias nötigen, ihr zur Hilfe zu eilen und dann in die bis dahin vorbereitete Falle zu tappen. Daher würde ich den Auftrag vielleicht nochmal umformulieren.

      Ich bin übrigens auch gerade mal wieder dabei, meinen Text generalzuüberholen.
      Mach weiter so, du bist auf einem sehr guten Weg!
      Meine Geschichte: Meermädchen
    • @97dragonfly, @Thorsten, @Katharina, @Kirisha

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      Danke für eure Rückmeldungen. Ich bin erleichtert, dass es euch so besser gefällt. Witzigerweise sind mir beim Schreiben selber noch ein paar Dinge klar geworden. Manchmal ist es wirklich gut, sich mit einer speziellen Szene noch mal etwas genauer zu befassen. ^^
      Dass das Ganze hier noch ein paar Fragen offen lässt, ist mir natürlich klar. Ich bin aber jetzt schon den mega Kompromiss eingegangen, indem ich ja das eine der andere nun angedeutet habe...alles weiter möchte ich gerne erst nach und nach ausplaudern... (eigentlich völlig entgegen meiner Art immer SOFORT alles laut auszusprechen, was mir so in den Sinn kommt :D ).... aber ich versuch`s trotzdem.

      Kirisha: Zu der Sache mit dem Überzeugen von Emilia. - Ich dachte es mir so, dass Emilia die Chance bekommen soll, die Seiten zu wechseln und sich Dagon anzuschließen. Wenn sie das aus freien Stücken täte und sich letztlich gegen Elias stellen würde, dann hätte sie nichts weiter zu befürchten. Das Zusamentreffen mit dem Seelenfresser ginge in jedem Fall an ihr vorbei, wenn sie kooperieren würde. Na ja,... und was man ihr sonst noch in Aussicht stellen wird, das zeigt sich noch... Es folgt ja noch ein Dialog zwischen ihr und Silas, in dem das vielleicht deutlich wird.

      Dass Silas hier an der Stelle weiter mitspielt resultiert aus seiner grenzenlosen Angst. Und ich schätze, er denkt in seiner Hilflosigkeit nach wie vor, dass er Emilia irgendwie beschützen kann. Wenn sie schon "entführt" werden soll, dann lieber von ihm, als von jemand anders. :pardon:



      LG,
      Rainbow
    • Ich mach mal weiter mit dem nächsten Teil ... viel habe ich jetzt gar nicht abgeändert. Ich habe mich dazu entschlossen, es euch einfach so zu zeigen, wie ich es mir ursprünglich mal dachte. Zwar sehe ich schon den einen oder anderen Kritikpunkt kommen, aber das hier war halt der Film, den ich damals gefahren bin :pardon:

      Im Grunde würde mich eine Sache interessieren: Wirkt es aufgesetzt oder fehlplatziert, dass die beiden sich jetzt zunächst in "Geplänkel" verlieren, statt sich sofort ans Eingemachte zu begeben und die herannahende Katastrophe bzw. die Hintergründe zu Elias Herkunft zu beleuchten. Das wird natürlich noch kommen, aber ich wollte hier an der Stelle eigentlich erst mal etwas vom Gas gehen und die beiden einander ein bisschen austaxieren lassen...(im Zweifelsfall kann ich aber sicher noch was zusammenstreichen)

      Na ja,...lasst mich einfach ma an euren Gedanken teilhaben, wenn ihr mögt :) Leider ist dieser Teil hier etwas länger geraten...dafür wird der nächste aber wesentlich kürzer.


      Kapitel 20
      Die ´Niederträchtigkeitsskala`

      Mit einem mulmigen Gefühl im Magen öffnete Emilia die Tür zu ihrer Wohnung und warf Elias einen unsicheren Blick über die Schulter zu, bevor sie endgültig in den kleinen Flur eintrat.
      Gestern noch hatte sie sich geschworen, keinen Fuß mehr hier hereinzusetzen. Sie fragte sich, was in Dreiteufelsnamen sie dazu veranlasst hatte, mit ihrem Vorsatz zu brechen.
      Ach ja, richtig! Ein paar silberne Augen, deren euphorischer Glanz sie mit einem schier grenzenlosen Optimismus geflutet hatte und sie außerdem hatte glauben lassen, dass ihr nichts und niemand auf dieser Welt jemals etwas würde anhaben können.
      Es graute ihr schon vor dem Moment, da die beruhigende Wirkung nachlassen und die unbeschönigte Wahrheit erbarmungslos über ihr zusammenbrechen würde.
      Als ob Elias ihre Nervosität hätte spüren können, legte er von hinten die Hand auf ihre Schulter und nickte ihr ermutigend zu.
      „Es ist alles okay. Es wird nichts passieren, glaub` mir.“
      „Dein Wort in Gottes Ohr“, antwortete Emilia wenig überzeugt und musste über diese Redewendung innerlich schmunzeln, die sie für gewöhnlich eigentlich nie verwendete. „Bekomme ich noch eine kleine Einweisung für den Fall, dass mir einer dieser Feuerdämonen über den Weg läuft?“, fragte sie in der festen Absicht, es scherzhaft und weniger beunruhigt klingen zu lassen.
      „Emilia, es wird keiner nah genug an dich herankommen, als dass du dir darüber Sorgen machen bräuchtest. Ich passe schon auf dich auf“, war die Antwort, die von hinten kam.
      Kurz versuchte Emilia, sich die völlig verquere Sachlage in Erinnerung zu rufen, dass sie es mit einem Engel zu tun hatte, der wahrscheinlich alle Nase lang auf Dämonen traf und für den es allem Anschein nach nichts Besonderes darstellte, einen Kampf mit jenen Wesen auszutragen, die sie selber nur aus Filmen kannte. Doch trotz der Gelassenheit, die er ausstrahlte, wollte sich bei ihr keine Erleichterung einstellen, weshalb sie schließlich hörbar ausatmete und sich zu ihm umdrehte.
      „Hör zu Elias, es wäre mir ganz einfach wohler, wenn ich wüsste, womit ich es hier zu tun habe und … wie ich mich im Notfall verteidigen kann. Ich möchte nicht, dass mein Plan ausschließlich darin besteht, mich hinter deinem Rücken verstecken zu müssen.“
      Elias` Verwunderung stand ihm ins Gesicht geschrieben. Mit großen Augen und halboffenem Mund s
      tarrte er Emilia an.
      „Du hast vor, gegen einen Dämon zu kämpfen?“, schnaufte er ungläubig. „Nimm es mir nicht übel, aber alleine bei der Vorstellung verlässt mich jede himmlische Zuversicht … und das will schon was heißen.“
      „Na danke auch …“, kommentierte sie seine ernüchternde Ehrlichkeit und stieß dabei die Luft zwischen den Zähnen aus.
      „Emilia, entschuldige …“, setzte Elias nach, noch bevor sie aussprechen konnte, was ihr sonst noch auf der Zunge lag. „Das war doch nicht persönlich gemeint. Aber … es ist nun mal nicht von der Hand zu weisen, dass weder du noch irgendein anderes menschliches Wesen eine realistische Chance hat, sich gegen den Angriff einer solchen Kreatur zur Wehr zu setzen.“
      „Sag mal, kann es sein, dass du keine besonders hohe Meinung von den Menschen hast?“, fragte Emilia nun provokativ und verschränkte dabei die Arme vor der Brust. „Wir sind durchaus dazu in der Lage, über uns hinauszuwachsen … vor allem, wenn es etwas gibt, wofür es sich zu kämpfen lohnt! – Schon vergessen?“
      Kurz legte sich ein missbilligender Ausdruck auf Elias` Gesicht, als ärgere er sich darüber, dass sie seine eigenen Worte nun gegen ihn verwendete. Dann senkte er den Blick und fasste sich an die Stirn. Scheinbar versuchte er, seine Gedanken zu sortieren.
      „Okay, wir machen es folgendermaßen …“, seufzte er schließlich, als müsste er die Kapitulation bei einer bedeutungsschweren Verhandlung einreichen. „Ich werde jetzt gleich die Macht der ´Seradiel` heraufbeschwören. Wenn das letzte Siegel gebrochen und der Geist des himmlischen Feuers auf dich niedergegangen ist …“ Elias stockte, als er ihre Verwirrung wahrnahm. „Das ist ein ´Schutzsegen`. Er wird dich in meiner Abwesenheit davor bewahren, ins Visier dieser niederträchtigen Geschöpfe zu geraten“, fügte er hinzu und die Art und Weise wie er das sagte, erinnerte Emilia unweigerlich an jemanden, der versucht einem Kind etwas vermeintlich Offensichtliches zu erklären. „Danach …“, setzte er erneut an und holte tief Luft, bevor er den Satz schließlich beendete, „verrate ich dir die Schwachstellen eines Feuerdämons, womit wir deine Überlebenschancen im Falle eines Kampfes voraussichtlich von null auf zehn Prozent erhöhen werden.“
      Die Überwindung, die ihn dieses Zugeständnis kostete, stand ihm deutlich ins Gesicht geschrieben und es war mehr als deutlich, dass er nicht vorhatte, ihre Erfolgsaussichten schönzureden.
      Abschätzend betrachtete Emilia ihn mit schiefgelegtem Kopf und fragte sich, ob sie diese Unterhaltung gerade allen Ernstes mit ihm führte.
      ´Schutzzauber` und ´Maßnahmen zur Dämonenbekämpfung` … Das klang so dermaßen abgedreht, dass sie Elias` Berechnung hinsichtlich ihrer kläglichen Überlebenschancen kurzerhand beiseiteschob. Stattdessen überlegte sie vielmehr, ob sie heute Morgen vielleicht doch im falschen Film aufgewacht war. Womöglich schlief sie ja noch und das hier war nichts anderes als ein ziemlich realer Traum …
      „In Ordnung?“, hörte sie Elias schließlich fragen, nachdem sie ihn sekundenlang angestarrt haben musste.
      „Na gut!“, überwand sie sich zu einer Antwort, bevor ihr ein ganz anderer Gedanke kam. „Aber sag mal, … diesen Schutzsegen, kann man den auch noch auf andere Leute ausweiten?“
      „Das Ritual wirkt umso stärker, wenn die betroffene Person ihm persönlich beiwohnt“, belehrte Elias sie und die Tatsache, dass er sich mit diesem Thema wieder auf seinem Terrain bewegte, schien dafür zu sorgen, dass er in seine gewohnte Rolle zurückfand. „Ansonsten gibt es die Möglichkeit, einen Segensspruch anzuwenden, der die Menschen auch auf eine größere Entfernung hin einbinden kann. Dafür wären persönliche Gegenstände, ein Bild beziehungsweise der Name hilfreich. Um einen adäquaten Schutz zu gewährleisten, würde ich diese Gruppe aber so gering wie möglich halten. Du müsstest eine Auswahl treffen von, sagen wir mal, maximal fünf bis sechs Personen.“
      Emilia fühlte einen Stich in ihrer Brust. Fünf bis sechs Personen. Das waren nicht wirklich viele. In Windeseile überschlug sie die Namen in ihrem Kopf. Das wären ihre Eltern, ihre beiden Schwestern sowie Freddy und Susan. Das war`s. Es zog ihr die Kehle zu, bei der Vorstellung, dass sie durch ihre Auswahl darüber entscheiden sollte, wem der Schutz zuteil werden sollte und wem nicht.
      Elias schien zu ahnen, was sich in ihr abspielte. Tröstend strich er ihr über die Wange.
      „Hör zu, das ist erst mal eine Art Notlösung, bis das himmlische Heer hier eintreffen und sich dem Rest der Menschheit annehmen wird. Wenn … wenn ich Unterstützung hätte, könnte man versuchen, den Schutz auf die komplette Weltbevölkerung auszuweiten. Dazu reicht aber meine Kraft bei Weitem nicht aus. Ehrlich gesagt bin ich mir noch nicht mal sicher, ob sich die Feuerdämonen dadurch lange aufhalten lassen werden.“
      Emilia glaubte, etwas in seinen Augen aufblitzen zu sehen und fragte sich, ob Engel dazu in der Lage waren, die Unwahrheit zu sprechen. Sie wurde das Gefühl nicht los, dass er sie nur beruhigen wollte und es letztendlich gar keinen echten Schutz gab, wenn man nicht gerade das Glück einer 1:1-Betreuung durch einen persönlichen Schutzengel hatte.
      Sie entschied sich dazu, es für`s Erste dabei zu belassen und nicht weiter nachzufragen. Mit einem knappen Nicken signalisierte sie ihm deshalb, dass sie verstanden hatte und schob sich wortlos an ihm vorbei. Sie hängte den Schlüssel, den sie noch immer in der Hand hielt, ans Schlüsselbrett und ging weiter Richtung Küche.
      Alles sah noch genauso aus, wie sie es am Tag zuvor verlassen hatte. Das heruntergefallene Tablett mit den Scherben hatte Freddy gestern noch beseitigt, ebenso wie er die Blutflecken auf dem Boden weggewischt hatte, als Emilia gerade dabei gewesen war, ihre Sachen zusammenzupacken.
      Der Blick ins Wohnzimmer verriet, dass hier ebenfalls alles unverändert war. Das Gleiche traf auf das Schlafzimmer und das Badezimmer zu. Es gab keinerlei Hinweise, die Rückschlüsse auf die Geschehnisse des gestrigen Nachmittags zugelassen hätten.
      Als sie sich nach Elias umdrehte, bemerkte sie, dass er ihr nicht gefolgt war. Er stand nach wie vor im Flur und war vor einem großen gerahmten Bild stehengeblieben. Gedankenverloren betrachtete er die Collage, die Emilia aus einer Vielzahl von Fotos erstellt hatte.
      Eines zeigte sie als Sechsjährige mit zwei langen Zöpfen und Schultüte vor dem großen Eingangsbereich ihrer alten Grundschule. Auf einem anderen war sie zusammen mit ihren Geschwistern abgelichtet. Sie waren auf den großen Apfelbaum geklettert, der hinter dem Haus ihrer Eltern stand und die drei winkten gut gelaunt und mit Zahnlücken in die Kamera.
      Am Rand steckte eine Bilderserie lose im Rahmen, die in einem dieser Fotoautomaten aufgenommen worden war. Emilia war hier zusammen mit Susan in den verrücktesten Posen zu sehen und es war mehr als deutlich erkennbar, wie viel Spaß sie an diesem Shooting gehabt hatten. Ein weiteres Bild war am See entstanden und zeigte Freddy, wie er Emilia huckepack trug, während er Susan auf den Armen balancierte. Es war bereits abzusehen, dass die drei im nächsten Augenblick gemeinsam ins Wasser fallen würden.
      Elias studierte die Aufnahmen sorgfältig, schmunzelte dabei und fuhr mit den Fingern über das Glas des Rahmens.
      „Am Tag deiner Einschulung sahst du nicht besonders glücklich aus. Du wirkst irgendwie traurig. Man möchte dich am liebsten in den Arm nehmen und trösten, so wie du da ausschaust.“ Er wandte sich Emilia zu, die im Türrahmen stehengeblieben war, und bedachte sie mit einem fragenden Blick.
      „Ich glaube, ich hatte zu dem Zeitpunkt, als dieses Foto aufgenommen wurde nur schon den kompletten Inhalt meiner Schultüte verdrückt und mir war ziemlich schlecht, wenn ich mich recht erinnere.“ Langsam kam sie auf ihn zu, lehnte sich an die Wand neben das Bild. Eigentlich hätte das als Erklärung völlig ausgereicht, doch verspürte sie den unerklärlichen Drang, ihre Gefühle von damals näher zu beschreiben.
      „Meine Erwartungen an diesen Tag waren nicht besonders groß, weißt du. Meine Schwestern haben die Messlatte ziemlich hoch gehängt. Beides absolute Überflieger…“ Emilias Gesicht nahm den gleichen Ausdruck an, wie auf dem Foto. Sie konnte nichts dafür, dass sie die Traurigkeit von damals wieder überkam. Der Schmerz saß einfach zu tief und hatte sich über all die Jahre immer weiter in sie hineingefressen.
      „Und was war mit dir?“, wollte Elias jetzt wissen.
      „Keine Ahnung …“, entgegnete Emilia mit einem Schulterzucken und betrachtete gedankenverloren den Laminatboden im Flur, als könne sie hier die Antwort auf Elias` Frage finden.
      „Im Nachhinein bin ich mir nicht sicher, ob ich wirklich blöder war als die beiden oder ob ich mich vielleicht absichtlich anders verhalten habe, um mich von ihnen abzuheben.“ Mit einem schwerfälligen Seufzen wandte sie sich Elias wieder zu. Er sagte kein Wort. Stand einfach nur da und fixierte sie mit seinem ruhigen Blick.
      „Ich erinnere mich nur daran, dass meine Mutter ständig in der Schule antanzen musste, weil ich leistungsmäßig ein Versager war und ich mich obendrein auch noch mit meinen Mitschülern angelegt habe…“, sprudelten die Worte ungebremst aus ihr heraus. „Und weißt du, was dann irgendwann passiert ist?“ Kaum merklich schüttelte Elias mit dem Kopf.
      „Nachdem ich einmal als ´schwierig` abgestempelt war, habe ich mich genauso verhalten, wie man es von mir erwartet hat. Und so wurde ich zu dem schwarzen Schaf unserer Familie. – Määäh!“
      Sie versuchte ein Lächeln, doch gelang es ihr nicht wirklich und Elias` skeptische Miene verriet, dass er direkt hinter ihre Fassade blicken konnte. Langsam beugte er sich zu ihr herunter und berührte sie sanft an der Schulter.
      „Das tut mir leid“, sagte er voller Mitgefühl. „Das war bestimmt eine schwere Zeit für dich. Ich wünschte, ich könnte es ungeschehen machen.“
      „Ach Elias. Das Leben ist kein Ponyhof …“, schnaufte Emilia, als ihr klar wurde, dass er mit dem Vergleich nicht viel würde anfangen können. „Es läuft nun mal nicht immer alles so, wie man es sich wünscht“, … schob sie erklärend hinterher, „aber diese ganzen Erfahrungen machen uns Menschen zu dem, wer wir sind. Das sollte man übrigens immer im Auge behalten, wenn man über jemanden urteilt.“
      Elias` Blick veränderte sich. Beinahe kam es Emilia so vor, als sähe sie so etwas wie Schuldbewusstsein über seine feinen Züge huschen.
      „Du hast recht“, sagte er schließlich. „Ich habe in der Vergangenheit sicher zu schnell über die Irdischen geurteilt. Das war anmaßend von mir. Es ist sehr hilfreich für mich, dass du mir so viele Einblicke in dein Gefühlsleben gewährst. Das macht es mir leichter, eure Beweggründe nachzuvollziehen.“
      Emilia wurde hellhörig. „Apropos mein Gefühlsleben … Dabei fällt mir gerade etwas ein“, sagte sie, während eine unangenehme Vorahnung in ihr hochkroch. „Kann es sein, dass du mich dazu bringst, dir Dinge anzuvertrauen, die ich dir eigentlich gar nicht sagen möchte?“
      Ihre Miene verfinsterte sich und als ahne Elias bereits, dass er auf der Hut sein musste, schüttelte er vehement mit dem Kopf.
      „Hey, es würde mir niemals einfallen, dich gegen deinen Willen dazu zu bringen, mir irgendwelche persönlichen Dinge zu erzählen. Das … das wäre ja niederträchtig, oder?“
      „Stimmt!“, antwortete Emilia knapp, während sie ihn misstrauisch ansah.
      „Emilia, ich bin ein Engel, okay? Daran kann ich nichts ändern“, verteidigte er sich mit einem Anflug von schlechtem Gewissen, als handele es sich hierbei um eine Unzulänglichkeit, die es zu entschuldigen galt. „Aber, wenn du es genau wissen willst, dann lass` dir gesagt sein, dass es mir nicht möglich ist, dich dazu zu bringen, mir irgendetwas zu erzählen, was du nicht möchtest. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass du aufgrund meiner Herkunft ein tiefes Vertrauen zu mir empfindest. Und was sollte daran bitte schlimm sein, dass du dich in meiner Gegenwart wohlfühlst und dich mir gegenüber öffnen möchtest? Warum lässt du das nicht einfach zu? Bisher hast du mir noch nichts erzählt, was mich abgeschreckt hätte …“ Einen kurzen Moment herrschte Schweigen, bevor seine Mundwinkel verdächtig zu zucken begannen. „ … Außer vielleicht die Sache mit diesem ´Dosen shooten`. Das hat mich schon ein wenig schockiert“, schob er hinterher und hob, ihre Reaktion vorausahnend seine Hände, um ihren Faustschlag abzuwehren, der schneller kam, als erwartet und ihn in Brusthöhe traf.


      Hier geht`s weiter:
      Kapitel 20.1
    • Hi @Rainbow
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      Rainbow schrieb:

      Es graute ihr schon vor dem Moment, da die beruhigende Wirkung nachlassen und die unbeschönigte Wahrheit erbarmungslos über ihr zusammenbrechen würde.
      Ja ... liebe Emila, der Moment kommt noch.

      Rainbow schrieb:

      „Emilia, es wird keiner nah genug an dich herankommen, als dass du dir darüber Sorgen machen bräuchtest. Ich passe schon auf dich auf“, war die Antwort, die von hinten kam.
      Aha. Er ist sich seiner Sache wirklich sicher.

      Rainbow schrieb:

      „Elias, ich weiß mittlerweile, dass du leichte Machozüge an dir hast und manchmal, finde ich dein veraltetes Rollenverständnis echt süß, aber jetzt gerade wäre mir wesentlich wohler zumute, wenn ich wüsste, wie ich mich gegen so einen Dämon verteidigen kann. Ich möchte nicht, dass mein Plan im Notfall darin besteht, mich hinter deinem Rücken verstecken zu müssen. Kannst du das nicht verstehen?“
      Gefällt mir die Frau. Fähig zur Selbstverteidigung zu sein ist wichtig!

      Rainbow schrieb:

      „Du hast vor, gegen einen Dämon zu kämpfen?“, schnaufte er ungläubig. „Nimm es mir nicht übel, aber alleine bei der Vorstellung verlässt mich jede himmlische Zuversicht … und das will schon was heißen.“
      „Na danke auch …“, kommentierte sie seine ernüchternde Ehrlichkeit und stieß dabei die Luft zwischen den Zähnen aus.
      :rofl: wie nett.

      Rainbow schrieb:

      „Das war doch nicht persönlich gemeint. Aber … es ist nun mal nicht von der Hand zu weisen, dass weder du noch irgendein anderes menschliches Wesen eine realistische Chance hat, sich gegen den Angriff einer solchen Kreatur zur Wehr zu setzen.“
      Irgendwie sind die Menschen ziemlich ******** wenn da dann plötzlich die ganzen Dämonen auftauchen.

      Rainbow schrieb:

      „Ich werde dich gleich mit einem Schutzsegen versehen, der dich in meiner Abwesenheit davor bewahren soll, ins Visier dieser niederträchtigen Geschöpfe zu geraten. Und danach erkläre ich dir, wie du einen Feuerdämon mit … nennen wir es einmal ´begrenzten Mitteln` zurück in die Hölle schicken kannst.“
      Ein Schutzsegen :stick: ob das wirklich so hilft?

      Rainbow schrieb:

      Das wären ihre Eltern, ihre beiden Schwestern sowie Freddy und Susan. Das war`s. Es zog ihr die Kehle zu, bei der Vorstellung, dass sie durch ihre Auswahl darüber entscheiden sollte, wem der Schutz zuteil werden sollte und wem nicht.
      :panik: Irgendwie echt hart zu bestimmen für wen man Schutz einfordert.

      Also bis hier hin, hat es gepasst und mir auch gefallen. Ab da kommt die Szene bei der du dir wahrscheinlich etwas unsicher bist, nicht? Die Sache mit dem Foto, der Einschuldung und allem.
      Also ich verstehe warum du dies gewählt hast. Denn wenn ich nervös bin, plappere ich einfach darauf los :rolleyes: und Lia ist wahrschinlich ziemlich nervös
      a) die Sache mit Elias, der ja ein himmlisches Wesen ist und
      b) die Dämonen, die vor haben die Welt zu versklaven und das übliche ewige Dunkelheit blablabla.
      Daher ja, sie quatschen, versuchen sich irgendwie abzulenken. Vollkommen legitim. Aber da werden sicher einige Kritiker kommen. Denn ja, irgendwie passt es nicht ganz in die Szene. Hier sind diese bösen Dämone irgendwo versteckt, bereit zu zu schlagen. Elias noch immer die Ruhe in Person und sich vollkommen sicher, dass er Lia beschützen kann.
      Aber hat er dann keine Angst um sie? Macht er sich nicht mehr Sorgen? Klar er ist ein Krieger und hat wahrschienlich schon mehr gesehen, als gut für ihn war. Doch wo ist eigentlich seine Panik? Nicht die Art von ja ich renne davon sondern die a la ok, ich muss jetzt dringens was tun. Und zwar sofort dies und jenes! Irgendwie habe ich dass noch nicht gesehen. Auch will er Lia jetzt alleine lassen? Was hat die Verschmelzung denn noch alles mit ihnen gemacht? Wie stehen sie in Verbindung miteinander...

      Ja sie sind nervös und ihr Gespräch ist wie gesagt, finde ich daher legitim. Aber ist gibt da halt noch so ein paar Dinge und Sachen, die dann doch wichtiger sind. :whistling:

      Ansonsten war es super schön geschrieben wie immer! :love:
      Aber du weisst ja schon von vorherigen Kommentaren, dass ich irgendwie auf diese Reaktion von Elias warte ... Er hat ja mehr Menschlichkeit als andere Engel in sich.

      Ehm .. verstehst du was ich meine? Oder habe ich hier gerade so viel quatsch gequasselt, dass man die Essenz dahinter nicht versteht? :rolleyes:

      Liebe Grüsse
      Fly

      "Ein Schloss ohne Gruft, das wäre wie, wie ein Einhorn ohne Horn!"

      Eigenes von Fly
      Schatten unter London
    • Hey Fly,

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      97dragonfly schrieb:

      Also bis hier hin, hat es gepasst und mir auch gefallen. Ab da kommt die Szene bei der du dir wahrscheinlich etwas unsicher bist, nicht? Die Sache mit dem Foto, der Einschuldung und allem.
      Exakt! Ab hier war ich mir zuletzt nicht mehr ganz sicher, ob das so passt. Ich habe das eigentlich gewählt, weil sich darauf der weitere Dialog aufbaut. Sie plappert drauf los und fragt sich schießlich selber warum sie das tut. Er spricht von einer Art Urvertrauen und dass SIE ihm Einblicke in ihr Gefühlsleben ermöglicht...dann klingeln ihre Alrmglocken und sie fragt sich, zu was er überhaupt alles imstande ist...Gedanken lesen? Sie manipulieren?... sie merkt ja, dass sie in seiner Anwesenheit ruhiger ist, als es in der Situation eigentlich angebracht wäre...dieses ganze Gespäch baut irgendwie aufeinander auf und wird letztlich darin enden, dass er IHR im Gegenzug Einblicke in SEIN Innerstes gewähren wird ....

      Tja, und ich glaube Elias hat einfach noch nicht gecheckt, dass man gezielt nach Emilia sucht. Er selber weiß ja nichts von dieser Auserwählten-Geschichte...insofern denkt er, dass dieser Schutzsegen ausreichen wird, um sie für`s Erste aus dem Blickfeld der Dämonen verschwinden zu lassen. Wie genau das funktioniert, erklärt er übrigens noch. Und dass er sich Sorgen macht, dürfte eigentlich bereits deutlich geworden sein...denke ich. Nur ist er nicht der Typ, der die Nerven verliert oder Emilia noch mehr verrückt macht, als sie ohenhin schon sein dürfte...

      Aber ich glaube, ich weiß, was du meinst. Durch dieses Gespräch erhält man das Gefühl, dass es keine Dringlichkeit gibt, weil alles entschleunigend wird :hmm: Im Grunde sind diese zwei oder drei abschließenden Kapitel am Ende aber für mich wichtig gewesen, um eben genau die Verbindung zwischen den beiden näher zu beschreiben...wenn er sie jetzt sofort überstürzt verlassen würde, gäbe es keine Gelegenheit mehr dazu. Na ja,..und mitnehmen kann er sie ja schließlich nicht :pardon: Ein klassiches Dilemma, würde ich sagen. ^^

      Aber ich schaue mal...vielleicht muss ich das auch komplett anders aufziehen. Ich warte mal, ab, was die anderen so sagen.

      Vielen Dank auf jeden Fall für dein schnelles Feedback.



      LG,
      Rainbow
    • Liebe @Rainbow
      Der letzte Abschnitt ist gut geschrieben. Aber irgendwie… Ich kann nicht klar machen, was mich stört. Ich fühlte mich unmittelbar in eine Folge von Beverly Hills dingsda oder Buffy Vampire Slayer (Wobei ich Buffy ganz lustig fand) zurückversetzt. Ich denk nochmal drüber nach woran es liegt.

      Spoiler anzeigen

      Teenyhaft oder teeniesk kam es mir vor. Jetzt hab ich es!

      Rainbow schrieb:

      Mit einem mulmigen Gefühl im Magen öffnete Emilia die Tür zu ihrer Wohnung und warf Elias über die Schulter einen unsicheren Blick zu, bevor sie endgültig in den kleinen Flur eintrat.
      Vorschlag: Mit einem mulmigen Gefühl im Magen öffnete Emilia die Tür zu ihrer Wohnung und warf Elias einen unsicheren Blick über die Schulter zu, bevor sie endgültig in den kleinen Flur eintrat. Umgestellt.

      Rainbow schrieb:

      „Elias, ich weiß mittlerweile, dass du leichte Machozüge an dir hast und manchmal, finde ich dein veraltetes Rollenverständnis echt süß, aber jetzt gerade wäre mir wesentlich wohler zumute,
      Machozüge? Begreife ich nicht, wie sie darauf kommt. Er ist ein Kampfengel und sie ein schwaches Mädchen. Klar beschützt er sie. Wie kommt sie auf machohaft? Wenn ein US Marine ein Frau im Kampfgebiet beschützt, ist er doch kein Macho. Er macht seinen Job. Vorher bibbert sie ja auch vor Angst in die Wohnung zu gehen. Hmm

      Rainbow schrieb:

      Und danach erkläre ich dir, wie du einen Feuerdämon mit … nennen wir es einmal ´begrenzten Mitteln` zurück in die Hölle schicken kannst.“
      Also geht es doch, als Normalo Dämonen in die Hölle zu schicken? Da widerspricht sich Elias selbst.

      Rainbow schrieb:

      „Das war bestimmt eine schwere Zeit für dich. Ich wünschte, ich könnte es ungeschehen machen.“
      Warum wünscht er das? Er trägt doch keine Verantwortung dafür. "Ich wünschte, dir wäre es besser ergangen" erschien mir logischer, oder steckt da etwas tieferes hinter?

      Rainbow schrieb:

      Das hat mich schon ein wenig schockiert“, schob er hinterher und hob, ihre Reaktion vorausahnend seine Hände, um ihren Faustschlag abzuwehren, der schneller kam, als erwartet und ihn in Brusthöhe traf.
      Wie jetzt. Warum haut sie ihn. Verstehe ich garnicht. Warum erwartet er diese Reaktion? Weil es ein Witz war? Aber sie gehen doch gerade in eine potenziell Dämonenverseuchte Wohnung… Da wurd ich erst mal schauen, ob da etwas unter dem Bett lauert und dann Witze machen.

      Irgendwie verhalten sich die Personen nicht 100% ig nachvollziehbar (Für mich). Daher möglicherweise mein Unwohlsein bei dem Abschnitt.
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Hey Sensenbach,
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      Sensenbach schrieb:

      Der letzte Abschnitt ist gut geschrieben. Aber irgendwie… Ich kann nicht klar machen, was machst stört. Ich fühlte mich unmittelbar in eine Folge von Beverly Hills dingsda oder Buffy Vampire Slayer (Wobei ich Buffy ganz lustig fand) zurückversetzt. Ich denk nochmal drüber nach woran es liegt.
      Ja,...das iegt wahrscheinlich daran, dass ich es damals auch so geschrieben habe :whistling: Ich weiß also absolut was du meinst. Das Problem ist, dass ich das früher offenbar super fand...und wenn ich es heute lese, dann bin ich selber nicht mehr 100%ig überzeugt.

      Ich bin im Moment nur noch nicht so ganz schlüssig, was ich machen soll...den ganzen Kram in meine Nachttischschublade packen und als "Meine erste Geschichte" mit dem Nostalgiestempel versehen...oder alles komplett neu aufrollen, an die Substanz gehen, um dem ganzen mehr Tiefe zu geben... was letztlich eine komplett andere Geschichte daraus machen würde. :hmm:

      Ich weiß, dass mir keiner von euch die Entscheidung abnehmen kann. Ihr könnt ja nicht mehr tun, als mir eure ehrliche Meinung mitzuteilen. Und dafür bin ich echt dankbar.

      Vielleicht werde ich auch einfach mal eine etwas längere Pause einlegen und mir darüber klar werden, in welche Richtung das hier alles gehen wird...Mal sehen ^^

      Danke dir auf jeden Fall für`s Lesen und deine Einschätzung ...




      LG,
      Rainbow
    • Rainbow schrieb:

      Im Grunde würde mich eine Sache interessieren: Wirkt es aufgesetzt oder fehlplatziert, dass die beiden sich jetzt zunächst in "Geplänkel" verlieren, statt sich sofort ans Eingemachte zu begeben und die herannahende Katastrophe bzw. die Hintergründe zu Elias Herkunft zu beleuchten

      Nein.

      Im Gegenteil, das ist eigentlich gut beobachtet, dass man einem grossen Thema das im Raum steht erst mal aus dem Weg geht um noch eine Atempause vor dem Eingemachten zu haben.

      Eventuell koenntest Du dieses Ausweichen vom Eigentlichen noch durch einen oder zwei Halbsaetze schaefer rausstellen.

      Rainbow schrieb:

      „Ich werde dich gleich mit einem Schutzsegen versehen, der dich in meiner Abwesenheit davor bewahren soll, ins Visier dieser niederträchtigen Geschöpfe zu geraten. Und danach erkläre ich dir, wie du einen Feuerdämon mit … nennen wir es einmal ´begrenzten Mitteln` zurück in die Hölle schicken kannst.“

      Hier wuerde ich mir wuenschen dass Du nochmal in Deine Dokumente zu den Engeln und Himmlischen Sphaeren schaust und Elias etwas spezielleres sagen laesst - vielleicht sowas wie

      'Ich werde dich gleich mit einem tav segnen, dass die Flammen der Ishim ueber dich bringen wird.' Auf ihren verstaendnislosen Blick hin setzte er hinzu: 'Das ist sowas wie ein Schutzsegen.'

      Elias ist ja 'vom Fach' was die Abwehr von Daemonen angeht - das darf man hier auch ruhig merken finde ich. Das kann das Setting auch ein bisschen geheimnisvoller und weniger technisch machen.

      Rainbow schrieb:

      „Ich erinnere mich nur daran, dass meine Mutter ständig in der Schule antanzen musste, weil ich leistungsmäßig ein Versager war und ich mich obendrein auch noch mit meinen Mitschülern angelegt habe…“, sprudelten die Worte ungebremst aus ihr heraus. „Und weißt du, was dann irgendwann passiert ist?“ Kaum merklich schüttelte Elias mit dem Kopf.
      „Nachdem ich einmal als ´schwierig` abgestempelt war, habe ich mich genauso verhalten, wie man es von mir erwartet hat. Und so wurde ich zu dem schwarzen Schaf unserer Familie. – Määäh!“

      Ja, das ist schoen. :) Emiias Vergangenheit wird da ganz gut skizziert - da bin ich jetzt gespannt, weil die Schul-Emilia wirkt hier irgendwie wild, die erwachsene eher ein bisschen schuechtern und unsicher - irgendwas ist dazwischen anscheinend passiert (das gleiche was Du vorher auch schon mal angedeutet hattest?)
    • Na! @Rainbow

      Kein Grund die Geschichte in die Schublade zu legen. Ich sehe es eher so: Du hast dein Buch fertig geschrieben und es ist erstmal gut so wie es ist. Jetzt bist du in der Bearbeitungsphase und das auf einem Niveau, dass du es hinterher locker bei einem Verlag einreichen kannst. Das ist doch super!
      Klar wirst du in zwei Jahren denken, dass du das Eine oder Andere anders hättest schreiben können. Ich denke, das ist immer so.
      Wenn ich sage "Es klingt so wie bei Buffy", dann ist das auch eine eher unproduktive Bemerkung von mir. "Buffy" hatte ein Millionen Publikum. Es spricht also nichts dagegen es genauso oder ähnlich zu machen.

      Wo ich immer etwas drüber stolper ist das Elias so "jung" handelt. Er ist immerhin ein tausende von Jahren alter Engel. Dies muß man als Leser deiner Geschichte aber akzeptieren, dann hat man seinen Spaß beim Lesen. ;)

      PS: Vielleicht könnte Gott sich überlegt haben mal ein paar "frische" Engel zu erschaffen und Elias wäre einer von ihnen. Dann wäre seine Aussenseiterrolle im Himmel auch gut erklärlich. (Aber jetzt pfusche ich wieder in andere Leute Geschichten rum. Sorry!)
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Liebe @Rainbow :)

      Spoiler anzeigen
      Es kommt vielleicht nicht ganz so überraschend, dass @Thorsten und ich einen ähnlichen Geschmack und Anspruch an Geschichten haben (immerhin diskutieren wir auch untereinander viel derartige Fragen), aber manchmal finde ich es fast peinlich und es wirkt wie nachgeplappert, wenn ich sage, dass ich beim Lesen den selben Eindruck hatte wie er :whistling: Also ich fand auch, dass das so irgendwie passte... Von daher, alles gut :)

      Damit ich aber nicht dastehe wie jemand, der keine eigene Meinung hat, hier noch etwas, was mich ein wenig gestört hat ^^ (ich will ja nicht unproduktiv sein):

      Rainbow schrieb:

      „Emilia, ich bin ein Engel, okay? Daran kann ich nichts ändern“, verteidigte er sich mit einem Anflug von schlechtem Gewissen, als handele es sich hierbei um eine Unzulänglichkeit, die es zu entschuldigen galt. „Aber, wenn du es genau wissen willst, dann lass` dir gesagt sein, dass es mir nicht möglich ist, dich dazu zu bringen, mir irgendetwas zu erzählen, was du nicht möchtest. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass du aufgrund meiner Herkunft ein tiefes Vertrauen zu mir empfindest. Und was sollte daran bitte schlimm sein, dass du dich in meiner Gegenwart wohlfühlst und dich mir gegenüber öffnen möchtest? Warum lässt du das nicht einfach zu? Bisher hast du mir noch nichts erzählt, was mich abgeschreckt hätte …“ Einen kurzen Moment herrschte Schweigen, bevor seine Mundwinkel verdächtig zu zucken begannen. „ … Außer vielleicht die Sache mit diesem ´Dosen shooten`. Das hat mich schon ein wenig schockiert“, schob er hinterher und hob, ihre Reaktion vorausahnend seine Hände, um ihren Faustschlag abzuwehren, der schneller kam, als erwartet und ihn in Brusthöhe traf.
      Das fand ich fast ein wenig zu ausführlich. Für mich hätte es gereicht, nach "...dass es mir nicht möglich ist, dich dazu zu bringen, mir irgendetwas zu erzählen, was du nicht möchtest." Alles andere kann der Leser sich irgendwie denken, bzw. es ist schön, darüber spekulieren zu können und ein bisschen können wir uns zur Engel-Psychologie ja auch denken. Wenn es mit diesem Satz aufhört, kann man sich fragen Warum erzählt sie dann solche Sachen? Ist es, weil er ein Engel ist? Manipuliert er sie auf andere Art? Ist es, weil sie nervös ist? Ist es, weil sie verliebt ist? Hat sie ihm schon irgendwann etwas erzählt, was sie nicht hat sagen wollen? ...? Stattdessen kriegen wir dann von Elias eine psychologische Analyse auf Grundschulniveau vorgelegt, das macht es irgendwie ein bisschen kaputt, verstehst du, was ich meine? :) Ich verstehe, dass du damit irgendwie auf den Gag am Ende hinauswillst, aber vielleicht kommt man da ja auch anders hin :hmm:
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