HEAVEN - (Band 1)

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    • HEAVEN - (Band 1)

      Hey Leute,

      so, dann will ich nach einer etwas längeren Auszeit auch mal wieder was zum Besten geben. :)

      Vielleicht kurz zur Erklärung: An dieser Geschichte schreibe ich nun bereits seit drei Jahren. Sie ist mein erstes und quasi auch einziges Projekt.
      Als ich damals damit anfing, hatte ich noch keinen blassen Schimmer, worauf ich mich da einlassen würde. Eigentlich war es mehr eine Art Experiment, weil ich herausfinden wollte, ob ich es schaffe, einen Roman zu schreiben. Die Idee, erst mal mit einer Kurzgeschichte anzufangen, ist mir hierbei überhaupt nicht in den Sinn gekommen. Möglicherweise lag das aber auch daran, dass sich meine Ideen schnell verselbstständigt haben und alles immer größer und komplexer wurde. Ich hätte es niemals geschafft, das auf zehn Seiten zu reduzieren.

      Naja, was ich euch hier gerne zeigen möchte, ist auf jeden Fall der erste Teil einer geplanten Fortsetzungsreihe. Schreibtechnisch gesehen, bin ich bereits am Ende von Teil zwei angelangt, doch ergeben sich immer wieder neue Ideen und die Überarbeitung nimmt und nimmt einfach kein Ende.
      Ich fände es total cool, wenn ich mich mit anderen darüber austauschen könnte. Manchmal steht man einfach selber auf dem Schlauch und es braucht die Objektivität eines Außenstehenden, um an einer Stelle weiterzukommen. Gelegentlich sind auch schon ein paar motivierende Worte hilfreich.

      Nun denn. Ich packe euch mal das Cover, den Klappentext sowie den Prolog hier mit rein.
      Ich würde mich tierisch über Rückmeldungen freuen. Und vielleicht findet sich ja der eine oder andere, der Lust hat, die Story weiterzuverfolgen. Vorab muss ich allerdings sagen, dass die Geschichte nicht so „episch“ fortgesetzt wird, wie sie im Prolog beginnt ^^


      So, jetzt genug gelabert und los geht`s! Viel Spaß beim Lesen ….


      Cover




      Klappentext:

      HEAVEN - (Band 1)

      Die Frage danach, ob es Engel gibt, hatte sich Emilia zuletzt in ihrer Kindheit gestellt. Inzwischen ist sie erwachsen und verschwendet kaum mehr einen Gedanken an solch übersinnliche Phänomene. Das ändert sich schlagartig, als sie bei einem Autounfall lebensbedrohlich verletzt wird und auf der Schwelle des Todes Elias trifft – einen Engel, der ihre Seele ins Jenseits begleiten soll. Nachdem Emilia den Unfall knapp überlebt, fühlt sich Elias fortan auf unbeschreibliche Weise zu Emilia hingezogen und beschließt, ihr in menschlicher Gestalt gegenüberzutreten. Emilia hält den gut aussehenden und charismatischen jungen Mann, der ihr im Krankenhaus über den Weg läuft, zunächst für einen Pfleger und merkt schnell, dass sie sich seiner Anziehungskraft kaum entziehen kann.
      Beide ahnen nicht, dass ihnen eine besondere Rolle zuteil wird und sie Bestandteil einer göttlichen Inszenierung sind, die auf einer uralten Prophezeiung beruht …



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      Prolog


      Fest umklammerte er das dicke, in Leder gebundene Buch.
      Ein letztes Mal flammten die Schriftzeichen auf dem Einband auf, bevor er seine Beute mit wenigen Handgriffen unter dem langen Gewand verschwinden ließ.
      Hektisch blickte er sich um. Sie schienen jetzt von allen Seiten zu kommen.
      Das Donnern der herannahenden Heerscharen vermischte sich mit dem Schlachtruf seiner Gefolgsleute, die in erwartungsvoller Kampfhaltung neben ihm Stellung bezogen hatten.
      Wie ein flimmernder Teppich überzogen ihre hellen, durchscheinenden Gestalten das weitläufige Areal am Fuße des Gebirges Begamir.
      Aus der Ferne wurde der dumpfe Klang des Kriegshorns zu ihm herübergetragen. Er verschmolz mit den dröhnenden Schreien und dem lauten Getöse von Flügelschlägen zu einer unheilvollen Melodie. Der felsige Boden unter seinen Füßen erzitterte, übertrug die Vibration tausender Angreifer, die sich gleichzeitig in Bewegung gesetzt hatten und sich nun wie eine tosende Welle auf ihn zubewegten.
      Dunkle Wolkenberge türmten sich bedrohlich auf, verfinsterten den Himmel, als spiegle sich der vernichtende Zorn Gottes darin.
      Und dann sah er sie: Eine Wand aus purem Licht durchbrach das nachtschwarze Firmament, bäumte sich ungnädig vor ihm auf. Der Anblick ließ ihn für einen Moment ehrfurchtsvoll innehalten. Doch es gab kein Zurück mehr.
      Er hatte seine Wahl getroffen. Die Zeit der Sklaverei war vorbei, die Macht des Kollektivs abgelaufen. Einen tiefen Atemzug nehmend, sog er das berauschende Gefühl ein, das ihm seine neu gewonnene Freiheit bescherte und grenzenlose Wut riss jegliche Zurückhaltung entzwei. Sie weckte in ihm das unbändige Verlangen, Rache zu nehmen. Rache für die jahrelange Knechtschaft; Rache für die ungnädige Geißelung; Rache für den Betrug an seiner Art. Der heutige Tag würde alles entscheiden!
      Mit eisernem Griff umschloss er den Schaft seines Schwertes, suchte festen Stand und wappnete sich für den ersten Schlagabtausch. Voller Erwartung richtete er seinen Blick hinauf.
      Ein Bild, beeindruckend schön und vernichtend zugleich, zeichnete sich ab, als die Silhouetten der himmlischen Krieger aus dem blendenden Licht hervortraten.
      In perfekter Formation reihten sich die bronzefarbenen Kampfmonturen aneinander, hinter deren Rücken prächtige weiße Schwingen hervorstachen. Der monotone Rhythmus ihrer kraftvollen Flügelbewegungen erfüllte die Nacht und fegte mit der gnadenlosen Wucht eines ungebändigten Sturms über das Tal.
      Mit Mühe kämpfte er gegen die Gesteinsbrocken an, die ihm entgegenflogen, schirmte sein Gesicht von dem aufgewirbelten Staub ab, der ihn in kalten, undurchdringlichen Nebel hüllte.
      Dann trafen ihn die gleißenden Strahlen, die mit geballter Kraft auf ihn herabfuhren. Grell wie tausend Sonnen durchdrangen sie den düsteren Schatten, der sich über das Land gelegt hatte und brannten sich wie Säure durch seinen Körper.
      Mit kühler Faszination nahm er wahr, wie die Transformation begann, seine hell schimmernde Gestalt an Leuchtkraft verlor und ein feines Netz dunkler Adern unter seiner durchscheinenden Haut hervortrat. Er spürte, wie ein Teil von ihm zerbarst und auch das letzte warme Glühen in ihm erlosch. Es war, als würde er sterben und noch im selben Augenblick wiedergeboren.
      Als sei dies das Zeichen gewesen, stürzte von jetzt auf gleich der Himmel auf ihn nieder. Wie Kometen sausten die Lichtgestalten herab, zogen eine Feuerschneise hinter sich her, die den Himmel in ein flammendes Inferno tauchte.
      Blitze zuckten um ihn herum, überall dort, wo die Kämpfenden aufeinandertrafen. Das eisblaue Licht, das von ihren heiligen Klingen ausging, explodierte wie ein Funkenregen vor dem sternenlosen Horizont, verschmolz zu einem Meer aus Farben. Angetrieben durch blinde Euphorie tauchte er in das Kampfgeschehen ein, wehrte er Hieb um Hieb ab. Das Gemetzel berauschte ihn, riss ihn mit sich und die Aussicht auf den Sieg trieb ihn mit unbarmherziger Härte an.
      Doch Jerameel lag schwer in seiner Hand. Als verweigere ihm sein Schwert die Gefolgschaft, wurde der magische Schein der Waffe zunehmend schwächer, verloren seine Treffer an Präzision.
      Um ihn herum zeichnete sich das gleiche Bild ab. Wie vom Wind gepeinigte Kerzen flackerten die Lichter des Widerstands auf, bis sie nach und nach erloschen.
      Qualvolle Rufe hallten über das Schlachtfeld, formten sich zu einem grausamen Kanon und kündigten die bevorstehende Niederlage an. Mit einem Mal brach die Erde zu seinen Füßen auf. Ein breiter Spalt zog sich durch die kämpfende Menge, riss die ersten Unglückseligen hinab in den Feuer speienden Abgrund.
      Rasch sprang er zur Seite, tastete nach dem Buch. Es war noch da, doch schien es sein Gewicht vervielfacht zu haben. Als laste der Verrat wie ein Fluch auf ihm, zog es an ihm und ließ jeden seiner Schritte zu einem Kraftakt werden. Plötzlich traf ihn der niederschmetternde Schlag eines Geschosses. Er taumelte. Stürzte auf die Knie.
      Der nächste Treffer schlug direkt neben ihm ein, brachte den Untergrund zum Beben. Der Boden unter ihm sackte weg. Ein Loch, so schwarz, wie die ewige Verdammnis tat sich an der Stelle auf.
      Mit letzter Kraft versuchte er, gegen den Sog anzukämpfen, den irrsinnigen Stimmen zu widerstehen, die ihn zu sich riefen. Sie verwirrten ihn, raubten ihm den Verstand.
      Eine unsagbare Leere nahm von ihm Besitz, legte sich wie ein bleierner Mantel über seine prächtigen Schwingen, die nun ohne jede Spannung an ihm herunterhingen. Er verlor den Halt. Rutschte ab. Mit weit aufgerissenen Augen bäumte er sich noch einmal auf, warf einen letzten Blick hinauf in die unendlichen Weiten seines Reiches, bevor er fiel … und die Finsternis ihn verschlang.




      Kamtschatka Halbinsel, Russland(Juli, 2017)


      „Das Signal wird stärker. Es muss hier irgendwo sein.“
      Das pulsierende Geräusch,das aus dem Ortungsgerät dröhnte, wurde lauter. Wie der rhythmische Herzschlag eines Menschen drang es durch das finstere Gewölbe und hallte in Form eines Echos durch die langen Gänge wider.
      „Leuchte mal hier rüber! Ich glaube, da ist etwas.“
      Hektisch tanzte der Schein der Taschenlampe über die nackten Höhlenwände, bevor der Lichtkegel an der besagten Stelle hängenblieb.
      „Na, was haben wir denn hier?“ Mit seinen behandschuhten Fingern entfernte der Mann die obere Sandschicht. Eine Staubwolke erhob sich, legte sich wie feiner Nebel über den spärlich ausgeleuchteten Gang. Vorsichtig zog er den schweren unhandlichen Gegenstand aus der Felsspalte im Boden.
      „Das ist es!“, rief jemand von hinten. „Das muss es sein. Seht euch die Zeichnung an!“ Das vergilbte Pergament, welches er in Händen hielt, war bereits stark in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch waren auf der Skizze deutlich die runenartigen Symbole und die fremdartigen Zeichen zu erkennen, die sich auf dem Einband des Buches wiederfanden.
      Ein ehrfurchtsvolles Raunen ging durch die Gruppe.
      „Ich würde sagen, es ist Zahltag, Leute!“ Mit einem breiten Grinsen erhob sich der am Boden kniende Mann, während er den kostbaren Fund triumphierend in die Höhe hielt.


      Hier geht`s weiter:
      Kapitel 1

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von Rainbow () aus folgendem Grund: Korrekturen übernommen

    • Hallo @Rainbow,

      ich habe mich beim stöbern durchs Forum in deinen Thread verirrt und war überrascht eine neue Geschichte zu finden. Da musste ich doch direkt mal reinlesen ^^


      Rainbow schrieb:

      Vorab muss ich allerdings sagen, dass die Geschichte nicht so „episch“ fortgesetzt wird, wie sie im Prolog beginnt
      Ja, der Prolog ist auf jeden Fall sehr episch, aber so ist das nun mal mit Engeln. Wenn die keinen epischen Text verdient haben, wer dann?

      Der Text hat mir insgesamt gut gefallen und der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Ich werde auf jeden Fall, mal schauen, wie es hier so weitergehen wird.
      Eine Frage zum Prolog habe ich aber doch:

      Rainbow schrieb:

      Wie ein flimmernder Teppich überzogen ihre hellen, durchscheinenden Gestalten das weitläufige Areal am Fuße des Gebirges Begamir.

      Rainbow schrieb:

      Eine Wand aus purem Licht durchbrach das nachtschwarze Firmament, bäumte sich ungnädig vor ihm auf.
      So wie ich den ersten Satz interpretieren würde, laufen die Engel ihm auf dem Boden entgegen und sind am Horizont schon zu erahnen, da das Licht sie begleitet, aber den zweiten Satz würde ich so verstehen, dass die Engel durch die dunklen Wolken am Himmel geflogen kommen und danach erst den Boden betreten :hmm:

      Für größere inhaltliche Rückmeldung warte ich mal das erste Kapitel ab,

      Liebe Grüße,
      Nanook
      Ei tarvis jännittää ja sisintänsä selvittää kun ei sitä ymmärrä itsekään
    • Huch! Bin ich noch immer nicht ganz nüchtern, oder sehe ich da wirklich eine Geschichte von @Rainbow? :D

      Da muss ich doch gleich mal reinlesen!

      Klapptext
      Spoiler anzeigen
      Die Frage danach, ob es Engel gibt, hatte sich Emilia zuletzt in ihrer Kindheit gestellt. Inzwischen ist sie erwachsen und verschwendet kaum mehr einen Gedanken an solch übersinnliche Phänomene. Das ändert sich schlagartig, als sie bei einem Autounfall lebensbedrohlich verletzt wird und auf der Schwelle des Todes Elias trifft – einen Engel, der ihre Seele ins Jenseits begleiten soll. Nachdem Emilia den Unfall knapp überlebt, fühlt sich Elias fortan auf unbeschreibliche Weise zu Emilia hingezogen und beschließt, ihr in menschlicher Gestalt gegenüberzutreten. Emilia hält den gut aussehenden und charismatischen jungen Mann, der ihr im Krankenhaus über den Weg läuft, zunächst für einen Pfleger und merkt schnell, dass sie sich seiner Anziehungskraft kaum entziehen kann.
      Beide ahnen nicht, dass ihnen eine besondere Rolle zuteil wird und sie Bestandteil einer göttlichen Inszenierung sind, die auf einer uralten Prophezeiung beruht …

      Hmm, wird das ein Liebes-Fantasy-Roman? Da liegt nämlich für mich das Hauptaugenmerk in diesem Klapptext. Korrigier mich, wenn ich mich täusche! :)
      Hinsichtlich des Aufbaus, hast du hier beinahe schon eine Art Prolog geschrieben - halt in Kurzfassung. Also Unfall - Fast gestorben - Trifft Engel - Engel ist rattenscharf :P
      Ich weiß, dass sich da die Meinungen scheiden, aber wenn ich einen Klapptext lese, erfahre ich immer gerne mehr, dass ich entscheiden kann, ob mir die Geschichte zusagt. Wie gesagt war mein erster Eindruck hier "Liebesroman", was für mich bedeuten würde, dass ich das Buch unter normalen Umständen wieder zurück ins Regal gelegt hätte, weil das nicht meine Art Romane sind. Ich würde den Fantasy-Inhalt noch etwas verstärkt in den Vordergrund rücken, um wirklich alle potenziellen Leser anzusprechen.

      Prolog

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      Doch Jerameel lag schwer in seiner Hand. Als verweigere ihm sein Schwert die Gefolgschaft, wurde der magische Schein derWaffe zunehmend schwächer, verloren seine Treffer an Präzision.

      Fehlendes Leerzeichen

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      Qualvolle Rufe hallten über den Kampfplatz, formten sich zu einem grausamen Kanon und kündigten die bevorstehende Niederlage an.

      Warum nicht "Schlachtfeld"? Zum einen finde ich "Kampfplatz" ein seltsames Wort und zweitens fällt bereits situationsbedingt oft genug das Wort "Kampf". Hier könnte man es vermeiden.

      Wie du ja angekündigt hast, ein sehr epischer Prolog. Kräftige Worte und Bilder! Allerdings auch total überraschend, wenn man zuvor den Klapptext gelesen hat. Nicht das Intro, dass ich bei einem Liebes-Fantasy-Roman erwartet hätte. Für mich wäre das jetzt positiv, kann aber natürlich sein, dass ein Liebensroman-Fan die Stirn in Falten legt xD



      Zusatz
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      „Das Signal wird stärker. Es muss hier irgendwo sein.“
      Das pulsierende Geräusch,das aus dem Ortungsgerät dröhnte, wurde lauter. Wie der rhythmische Herzschlag eines Menschen drang es durch das finstere Gewölbe und hallte in Form eines Echos durch die langen Gänge wider.
      „Leuchte mal hier rüber! Ich glaube, da ist etwas.“
      Hektisch tanzte der Schein der Taschenlampe über die nackten Höhlenwände, bevor der Lichtkegel an der besagten Stelle hängenblieb.
      „Na, was haben wir denn hier?“ Mit seinen behandschuhten Fingern entfernte der Mann die obere Sandschicht. Eine Staubwolke erhob sich, legte sich wie feiner Nebel über den spärlich ausgeleuchteten Gang. Vorsichtig zog er den schweren unhandlichen Gegenstand aus der Felsspalte im Boden.
      „Das ist es!“, rief jemand von hinten. „Das muss es sein. Seht euch die Zeichnung an!“ Das vergilbte Pergament, welches er in Händen hielt, war bereits stark in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch waren auf der Skizze deutlich die runenartigen Symbole und die fremdartigen Zeichen zu erkennen, die sich auf dem Einband des Buches wiederfanden.
      Ein ehrfurchtsvolles Raunen ging durch die Gruppe.
      „Ich würde sagen, es ist Zahltag, Leute!“ Mit einem breiten Grinsen erhob sich der am Boden kniende Mann, während er den kostbaren Fund triumphierend in die Höhe hielt.

      Und jetzt also der Sprung in die heutige Zeit. Die Männer klingen so, als würden sie mit dem Buch nur Kohle machen wollen, aber ich vermute mal, jemand anderes hat gänzlich andere Pläne damit :)

      Gruß
      Rebirz
    • Liebe @Rainbow
      Epische Anfänge mag ich. Ich mag auch den Kontrast zwischen dem epischen Prolog und dem eher nüchternen Einstieg in die Geschichte. Ich stimme @Rebirz durchaus zu, dass der Stil de Klappentextes, des Prologs und des Anfangs durchaus unterschiedliche Erwartungen beim Leser wecken könnten. Eine reine Liebesgeschichte mit Engeln, wäre jetzt auch nicht so meine Wahl beim Buchkauf bei dem Fantasy Dealer meines Vertrauens. Schauen wir mal ;)

      Spoiler anzeigen

      Rainbow schrieb:

      Grell wie tausend Sonnen durchdrangen sie den düsteren Schatten, der sich über das Land gelegt hatte und brannten sich wie Säure durch seinen Körper.
      Sonnen, Schatten und dann Säure. Das passt für mich nicht recht zusammen. Vorschlag. glühendes Eisen oder glühende Lava

      Rainbow schrieb:

      Mit kühler Faszination nahm er wahr, wie die Transformation in Gang gesetzt wurde, seine hell schimmernde Gestalt an Leuchtkraft verlor und ein feines Netz dunkler Adern unter seiner durchscheinenden Haut hervortrat.
      Vorschlag: begann
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Ich hab dann auch mal reingelesen.

      Der Klapptext wäre mir im Buchladen etwas zu kuschelig und erinnert mich fast schon ein wenig an "Jesus liebt mich" von David Safier. Also vom reinen Klapptext her hätte ich es vermutlich wieder zurück gestellt, weil es für meinen Geschmack zu sehr nach Bonny-and-Clyde-wir-gegen-den-Rest-der-Welt-Lovestory anhört.

      Der Prolog hingegen..! Der Prolog hingegen hat dieses Quäntchen Epicness, dass ich mir von einer Einleitung wünsche. Dieses Reinwerfen ins Geschehen, nur Augenblicke bevor es richtig rund geht, hab ich sehr gern. Wenn man als Leser in dem Moment zugeschaltet wird, wenn der Protagonist gerade noch diesen einen winzigen Verschnaufer zugestanden bekommt, bevor das Chaos losbricht.
      Alles in allem liest es sich flüssig und bildgewaltig. Die einzelnen Stadien, in denen der Engel immer mehr zu kämpfen hat, finde ich auch gelungen, sowie das Thema "Rebellion gegen Gott" an sich.
      Mit einer guten, an die urchristlichen Bibelgeschichten angelehnten Story, kann man mich sowieso immer ködern.

      Und mit dem eigentlichen Anfang hast du einen guten, kontrastreichen Brückenschlag geschafft, der auch gleich neugierig macht. Höhle, mystisches Artefakt, Truppe von Männern, die Kohle machen wollen. Nice, check, Haken dran.

      *

      Hier dann ein paar Sachen, die mir aufgefallen sind:

      Spoiler anzeigen

      Rainbow schrieb:

      dass sie sich seiner Anziehungskraft kaum entziehen kann.
      Ist ein bisschen doppelt gemoppelt.

      Rainbow schrieb:

      Der felsige Boden unter seinen Füßen erzitterte, übertrug die Vibration tausender Angreifer, die sich gleichzeitig in Bewegung gesetzt hatten und sich nun wie eine tosende Welle auf ihn zubewegte.
      Vom Sprachgefühl her würde ich zu "zubewegteN" tendieren...
      Naja... gut, je nachdem, auf was man sich beziehen will... aber in meinen Ohren hört es sich so besser an.

      Rainbow schrieb:

      Einen tiefen Atemzug nehmend, sog er das berauschende Gefühl ein, das ihm seine neu gewonnene Freiheit bescherte und grenzenlose Wut riss jegliche Zurückhaltung entzwei.
      Sehr schöner, anschaulicher Satz!

      Rainbow schrieb:

      Schaft seines Schwertes
      Soweit ich weiß, sind Schäfte an Speeren, Hellebarden oder zum Beispiel Pfeilen zu finden, aber nicht an Schwertern. (Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber in dem Zusammenhang mit Schwertern hab ich das noch nie gehört)
      Bei Schwerten würde ich dieses Teil eher mit Heft oder Griff beschreiben.

      Rainbow schrieb:

      Der monotone Rhythmus ihrer kraftvollen Flügelbewegungen erfüllte die Nacht und fegte mit der gnadenlosen Wucht eines ungebändigten Sturms über das Tal.
      Hört sich ein bisschen gestelzt an. (Ist in diesem Fall aber Jammern auf wirklich hohem Niveau von mir)

      Rainbow schrieb:

      Dann trafen ihn die gleißenden Strahlen, die mit geballter Kraft auf ihn herabfuhren. Grell wie tausend Sonnen durchdrangen sie den düsteren Schatten, der sich über das Land gelegt hatte und brannten sich wie Säure durch seinen Körper.
      Mit kühler Faszination nahm er wahr, wie die Transformation in Gang gesetzt wurde, seine hell schimmernde Gestalt an Leuchtkraft verlor und ein feines Netz dunkler Adern unter seiner durchscheinenden Haut hervortrat.
      Über den Gegensatz bin ich kurz gestolpert und musste noch zweimal nachlesen. Einerseits wird er von dem Licht, das so unglaublich grell wie tausende Sonnen ist, und das sich wie Säure durch alles brennt getroffen, andererseits ruft das bei ihm nur kühle Faszination hervor.

      Rainbow schrieb:

      Wie Kometen sausten die Lichtgestalten herab, zogen eine Feuerschneise hinter sich her, die den Himmel in ein flammendes Inferno tauchte.
      Sausten hört sich sehr niedlich an :D ... ich glaube, wenn mir ein Komet entgegen saust, dann kriege ich eher einen Lachkrampf und schlage mal schnell meinen Ikea-Klappregenschirm auf, als dass ich Angst davor bekäme. Aber wenn mir jemand wie ein Komet entgegen stürzen würde, dann hätte ich da schon um einiges mehr Respekt.

      Rainbow schrieb:

      Angetrieben durch blinde Euphorie tauchte er in das Kampfgeschehen ein, wehrte er Hieb um Hieb ab.
      Das zweite er würde ich rauskürzen.

      Rainbow schrieb:

      Wie vom Wind gepeinigte Kerzen flackerten die Lichter des Widerstands auf, bis sie nach und nach erloschen.
      Na, das sind doch mal Sätze, die sich nach was anhören!

      Rainbow schrieb:

      Mal platzte die Erde zu seinen Füßen auf
      Vielleicht passt hier ein etwas... monumentalerer Begriff. Brach auf? Riss auf?

      Rainbow schrieb:

      Ein Loch, so schwarz, wie die ewige Verdammnis tat sich an der Stelle auf.
      Ist es gewollt, dass an anderen Stellen seine Gefolgsleute ins unterirdische Feuer fallen und er dagegen in ein tiefschwarzes Loch? Woraus resultiert der Unterschied?

      Rainbow schrieb:

      Vorsichtig zog er den schweren unhandlichen Gegenstand aus der Felsspalte im Boden.

      "..."
      Dennoch waren auf der Skizze deutlich die runenartigen Symbole und die fremdartigen Zeichen zu erkennen, die sich auf dem Einband des Buches wiederfanden.
      Da stellt sich mir gerade die Frage, warum denn das Buch so unhandlich ist. Selbst wenn es ein unheimlich schweres Buch ist, wenn der Mann es triumphierend hochhalten kann, kommt es mir nicht sooo unhandlich vor.


      Mich hast du jetzt auf jeden Fall an der Backe. :P
      "Wir sollten nicht immer nur am Guten Zweifeln,
      Zweifel funktioniert nicht nur in eine Richtung.
      Auch das Schlechte hat ein Recht darauf, angezweifelt zu werden."
    • Wow, Leute. Ehrlich gesagt hatte ich nicht auf die Schnelle mit dieser Resonanz gerechnet. Wo im Moment so viele coole Geschichten hier am Start sind, dachte ich, dass sich so schnell sicher niemand hierher verirren würde...also erst mal ein ganz großes :danke: an euch alle!
      Nanook

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      Nanook schrieb:

      ich habe mich beim stöbern durchs Forum in deinen Thread verirrt und war überrascht eine neue Geschichte zu finden. Da musste ich doch direkt mal reinlesen
      Ich freue mich sehr, dass du hierher gefunden hast :)

      Nanook schrieb:

      So wie ich den ersten Satz interpretieren würde, laufen die Engel ihm auf dem Boden entgegen und sind am Horizont schon zu erahnen, da das Licht sie begleitet, aber den zweiten Satz würde ich so verstehen, dass die Engel durch die dunklen Wolken am Himmel geflogen kommen und danach erst den Boden betreten
      Also eigentlich waren mit der ersten Formulierung (quasi dem flimmernden Teppich) ER und seine Gefolgsleute gemeint, die am Fuße des Berges stehen....die anderen kommen in der Tat von oben...soweit zumindest mein persönliches Kopfkino. Wenn das irgendwie undeutlich formuliert ist, muss ich wohl noch mal ran :hmm:

      Nanook schrieb:

      Für größere inhaltliche Rückmeldung warte ich mal das erste Kapitel ab
      kommt demnächst ^^



      Rebirz

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      Rebirz schrieb:

      Ich weiß, dass sich da die Meinungen scheiden, aber wenn ich einen Klapptext lese, erfahre ich immer gerne mehr, dass ich entscheiden kann, ob mir die Geschichte zusagt. Wie gesagt war mein erster Eindruck hier "Liebesroman", was für mich bedeuten würde, dass ich das Buch unter normalen Umständen wieder zurück ins Regal gelegt hätte, weil das nicht meine Art Romane sind. Ich würde den Fantasy-Inhalt noch etwas verstärkt in den Vordergrund rücken, um wirklich alle potenziellen Leser anzusprechen

      Ja, der Klappentext. Ich weiß...ich weiß! Wahrscheinlich merkt man an der Stelle, dass ich bereits drei Jahre an dieser Geschichte schreibe. Zuerst stand für mich in der Tat diese Lovestory im Vordergrund.Das war quasi so-Hausfrau und Mutti verschwindet mit Flasche Rotwein unterm Arm im Schreibkeller und gibt sich dort ihren Fantasien hin :rofl: .... Nach und nach hat sich dann aber mein eigener Anspruch ein wenig verändert (auch durch meine Aktivität hier im Forum) .... und so kam es, dass auch noch andere Aspekte für mich in den Vordergrund gerückt sind. Der Klappentext hinkt hinsichtlich dieser Entwicklung aber noch ein bisschen hinterher...Vielleicht fällt mir beizeiten nochmal was anderes ein...es ist einfach so scheiße schwer, einen Klappentext zu schreiben! Aber wem sag ich das? ^^

      Dennoch ist deine Befürchtung hinsichtlich der weitern Entwicklung dieser Geschichte nicht ganz unberechtigt. Ich prophezeie jetzt mal, dass ich euch nicht alle bei der Stange halten werden kann, weil die Geschichte weniger "actionlastig" ist und vor allem im ersten Teil stark auf die Beziehung zwischen Emilia und Elias ausgerichtet sein wird... aber wer weiß, vielleicht findest du es ja nicht ganz so schrecklich :D

      Rebirz schrieb:

      Die Männer klingen so, als würden sie mit dem Buch nur Kohle machen wollen, aber ich vermute mal, jemand anderes hat gänzlich andere Pläne damit
      Ich würde sagen, damit liegst du goldrichtig :thumbsup:



      Sensenbach

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      Danke dir noch mal ganz besonders, wo ich dich ja bereits im Vorfeld mit meinem Prolog überfallen durfte :)

      Sensenbach schrieb:

      Ich stimme @Rebirz durchaus zu, dass der Stil de Klappentextes, des Prologs und des Anfangs durchaus unterschiedliche Erwartungen beim Leser wecken könnten. Eine reine Liebesgeschichte mit Engeln, wäre jetzt auch nicht so meine Wahl beim Buchkauf bei dem Fantasy Dealer meines Vertrauens. Schauen wir mal
      Schau mal, was ich dazu bei Rebirz geschrieben habe...




      Ralath

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      Ralath schrieb:

      Der Klapptext wäre mir im Buchladen etwas zu kuschelig und erinnert mich fast schon ein wenig an "Jesus liebt mich" von David Safier. Also vom reinen Klapptext her hätte ich es vermutlich wieder zurück gestellt, weil es für meinen Geschmack zu sehr nach Bonny-and-Clyde-wir-gegen-den-Rest-der-Welt-Lovestory anhört.
      Mir war klar, dass das ein krasser Gegensatz wird zwischen Klappentext und Prolog und auch die Sache mit den unterschiedlichen Erwartungen, die geweckt werden. Irgendwie habe ich im Moment noch keine Lösung für das Problem (schau doch nebenbei mal, wa ich bei Rebirz geschrieben habe)...Ich habe keine Ahnung, ob man ein Buch über drei Jahre schreiben kann, ohne, dass die persönliche Entwicklung und die Veränderungen, die man so schriftstellerisch durchläuft mit einfließt...den Prolog habe ich zum Beispiel erst vor Kurzem geschrieben...viele andere Teile der Geschichte sind quasi noch uralt und stammen noch aus den Anfängen. Natürlich habe ich hier und da mal was ausgebessert und versucht, zu optimieren, aber manches lässt man einfach so, weil es nun mal den ursprünglichen Charakter deiner Geschichte komplett auseinandernehmen würde, wenn man es von Grund auf verändern würde- ist das irgendwie nachvollziehbar?

      Ralath schrieb:

      Der Prolog hingegen..! Der Prolog hingegen hat dieses Quäntchen Epicness, dass ich mir von einer Einleitung wünsche.
      Freut mich wirklich sehr, dass es dir gefallen hat und dass es mir gelungen ist, diese Atmosphäre einzufangen :)

      Ralath schrieb:

      Mit einer guten, an die urchristlichen Bibelgeschichten angelehnten Story, kann man mich sowieso immer ködern.
      Man glaubt gar nicht, wie viel Potenzial die Bibel in sich birgt, um coole Fantasygeschichten daraus zu machen....wenn man einmal anfängt, zu recherchieren, bekommt man so viele Anregungen, dass es gleich für mehrere Bücher reichen würde ^^


      Ralath schrieb:

      Über den Gegensatz bin ich kurz gestolpert und musste noch zweimal nachlesen. Einerseits wird er von dem Licht, das so unglaublich grell wie tausende Sonnen ist, und das sich wie Säure durch alles brennt getroffen, andererseits ruft das bei ihm nur kühle Faszination hervor.
      Die "kühle Faszination" sollte in dem Zusammenhang eigentlich zum Ausdruck bringen, dass er diese Transformation ohne jegliche emotionale Regung beobachtet...also, er ist nicht erschrocken darüber oder fürchtet sich...er nimmt es halt einfach zur Kenntnis...es ging insofern weniger um die Temperatur... wenn du verstehst, was ich meine ^^


      Ralath schrieb:

      st es gewollt, dass an anderen Stellen seine Gefolgsleute ins unterirdische Feuer fallen und er dagegen in ein tiefschwarzes Loch? Woraus resultiert der Unterschied?
      Was bist du doch für ein aufmerksamer Leser :D ... ehrlich gesagt, war mir das so gar nicht aufgefallen...Rainbow war im Schreibfluss :) .... aber ich könnte mir vorstellen, dass ihn vielleicht ein etwas anderes Schicksal erwartet, wo er ja schließlich das Buch mit sich führt. Ach, wie schön es ist, Fantasy zu schreiben. Man kann sich so ziemlich alles zurechtbiegen, wie man es braucht :rofl: ...vielleicht gehe ich aber auch noch mal drüber...




      LG,
      Rainbow
    • Das Cover ist Wunderschön nicht übertrieben, sondern es zeigt einfach das Thema.
      Und auch der Klappentext klang schon verlockend (I love Engels <3 )
      Der Prolog war schon gut, also bei einen Buch in der Buchhandlung hätte ich es gekauft.
      Als letzdes dieses Wort runenartig, ab da war ich voll dabei und ich hoffe bald weiter zu lesen.

      LG.Engel
    • Danke @Engel und Danke @Sabrina für eure Rückmeldungen :)

      Engel schrieb:

      Das Cover ist Wunderschön nicht übertrieben, sondern es zeigt einfach das Thema.
      Und auch der Klappentext klang schon verlockend (I love Engels )
      Der Prolog war schon gut, also bei einen Buch in der Buchhandlung hätte ich es gekauft.
      Als letzdes dieses Wort runenartig, ab da war ich voll dabei und ich hoffe bald weiter zu lesen.
      Es ist wirklich interessant, wie unterschiedlich doch die Geschmäcker sind. Alleine schon bei dem Cover und beim Klappentext gehen die Meinungen ziemlich weit auseinander... Das Cover habe ich mir von Anfang an so vorgestellt. Obwohl es nicht groß verschnörkelt ist oder den in den in diesem Genre erwarteten "Wow-Effekt" hat, wollte ich es genauso haben ^^

      Und Ja!-das Wort "runenartig" hat was ;)

      Sabrina schrieb:

      Auch mit mir kannst du rechnen, dass ich hier des Öfteren reinschaue und mein Feedback hinterlasse Rainbow. Super Start!
      Schön, dass es dir gefallen hat Sabrina. Ich freue mich in jedem Fall auf deine Rückmeldungen :thumbsup:

      LG,
      Rainbow
    • Na schön, dann will ich euch mal den Anfang vom ersten Kapitel zeigen. Wir lernen jetzt also Elias kennen .... :)


      (Da meine Kapitel üblicherweise mehr als 5-6 Normseiten umfassen, werde ich versuchen, geeignete Stellen zu finden, um einen Schnitt zu machen. Das wird mir garantiert nicht immer gelingen, aber ich will euch ja nicht mit zu viel Textmasse erschlagen. Das erste Kapitel besteht nun also aus drei Teilen)


      Viel Spaß!


      Kapitel 1

      Das Tribunal


      „Was in Aller Herrgottsnamen mache ich hier überhaupt?“, dachte Elias, als die schwere Flügeltüre vor ihm aufschwang und den Blick auf die dahinterliegenden Herrschaftsräume freigab.
      Die unsichtbare Macht, welche von diesem Ort ausging, wehte ihm entgegen, ließ ihm die schulterlangen blonden Haare ins Gesicht flattern und nahm ihm für einen kurzen Augenblick die Sicht.
      Ohne Zweifel erinnerte dieses Bauwerk an eine Art Kathedrale, wie sie auch in der Welt der Irdischen zu finden gewesen wäre und die gesamte Atmosphäre war wie elektrisiert von der göttlichen Erhabenheit, die sich hier zu zentrieren schien.
      Schon einmal war ihm die Ehre zuteilgeworden, diese heilige Gebetsstätte betreten zu dürfen und obwohl das nun schon eine halbe Ewigkeit zurücklag, waren die Bilder in seinem Kopf noch so präsent, als sei es gerade erst gestern geschehen.
      Damals war die imposante Halle mit dem hohen säulengestützten Kuppeldach und den kunstvollen Mosaikfenstern festlich geschmückt gewesen, als er während einer glanzvollen und prächtigen Zeremonie die letzte Weihe erhalten hatte und in das himmlische Heer aufgenommen worden war.
      Obwohl menschliche Gemütszustände, wie Stolz oder Ehre von Engeln nicht in derselben Weise nachempfunden werden konnten, war es für Elias ein erhebender Augenblick gewesen, sich fortan den ´Gewalten` anzuschließen, um dafür Sorge zu tragen, dass die Welt, wie die Menschen sie kannte, im Gleichgewicht bliebe. Die Verteidigung des himmlischen Reiches und der damit einhergehende Kampf gegen die finsteren Mächte sollte von nun an seine Aufgabe sein.
      Schon früh war er zu der Überzeugung gelangt, dass es seine ureigene Bestimmung war zu kämpfen und dass dies seine besondere göttliche Gabe sein musste.
      Zweifelsohne war er einer der besten Krieger, die sein Reich zu bieten hatte. Seine Kampftechniken waren ausgefeilt, an Schnelligkeit und Präzision konnte ihm niemand das Wasser reichen und im Umgang mit dem Engelsschwert war er einfach unschlagbar. Die unverfrorene Kritik, mit der er aber regelmäßig bestimmte Vorgehensweisen, Strategien und Manöver infrage stellte, brachte ihm bei den Befehlshabern den Ruf eines arroganten Querulanten ein. Obwohl seine Kameraden ihn schätzten und seinen Mut insgeheim bewunderten, bedauerten sie ihn jedoch aufgrund seiner Impulsivität, die ihn oft genug ins Abseits katapultierte.
      So, wie auch jetzt!
      Die Frage danach, mit welch neuerlichem Fehltritt er die heutige Anhörung heraufbeschworen haben musste, kreiste unaufhörlich in seinem Geist und gedanklich spulte er die gesammelten Missetaten der letzten Wochen vor seinem inneren Auge ab.
      Gut, er hatte den einen oder anderen Befehl verweigert, sich hier und da ein wenig respektlos verhalten und sich außerdem zu einer frevelhaften Äußerung über das Menschengeschlecht hinreißen lassen. Aber sonst? Es wollte ihm nichts einfallen, womit er den Groll der drei hohen Engelsfürsten auf sich gezogen haben mochte. Die Tatsache, dass er anders war, und sich in seinen charakteristischen Wesenszügen von den anderen Engeln unterschied, hatte sich schon längst herumgesprochen. Inzwischen versuchte er kaum mehr, das zu verbergen.
      Den Kopf in den Nacken gelegt, starrte er an die hohe Decke und ließ hörbar den Atem ausströmen, während er den langen Mittelgang entlang marschierte, der zu beiden Seiten mit lodernden Feuerkelchen geziert war.
      Der schwere Stoff seiner kuttenähnlichen Robe hinterließ ein beklemmendes Gefühl und kratzte bei jedem seiner Schritte, als habe man ihm eine Handvoll Schattenzungenkäfer in den Ausschnitt gekippt.
      Wie sehr er sich seine geliebte Kampfmontur herbeiwünschte und das beruhigende, leicht mitschwingende Gewicht seines Schwertes, das für gewöhnlich in einer Halterung auf seinem Rücken steckte. Nur widerwillig hatte er beides gegen diesen unförmigen Jutesack eingetauscht, der nur mit einer schlichten Kordel um seinen Bauch zusammengebunden war und mit dem man sich im Falle eines Kampfes unmöglich frei bewegen konnte. Immerhin erlaubte es die übergroße Kapuze sein Gesicht zu verbergen, während die trompetenförmig zulaufenden Ärmel genug Platz boten, um seine zur Untätigkeit verdammten Hände, die er vor der Brust gefaltet hatte, verschwinden zu lassen.
      Die beklemmende Stille hing wie eine unheilverheißende Vorahnung über ihm. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so unnatürlich ruhig war es in der Halle, die für gewöhnlich den Klang engelhafter Gesänge durch ihre Gänge trug und das gesamte Gebäude mit himmlischen Melodien erfüllte. Nun war es so still wie in einem Grab. Kein Räuspern war zu hören und noch nicht einmal der Widerhall von Schritten auf dem Steinboden war zu vernehmen.
      Elias wusste, dass der Anlass dieser Zusammenkunft für ihn nichts Gutes bedeutete. Dennoch ging er mit gestrafften Schultern geradewegs auf sein Schicksal zu und versuchte, sich die innere Unruhe, die in ihm kämpfte, nicht anmerken zu lassen. Zwar würde seinem Gegenüber ohnehin keine seiner Regungen verborgen bleiben, doch wollte er um nichts in der Welt sein Innerstes nach außen kehren.
      Hinter sich spürte er die Anwesenheit der beiden Engelsfürsten, Camael und Verchiel. In gleitenden, lautlosen Bewegungen führten sie ihn zum Ende der vielen Sitzreihen, geradewegs auf den Altarbereich zu. Als seine direkten Vorgesetzten waren sie ebenfalls zum heutigen Tribunal geladen worden. Gekleidet in ihre Festtagskutten lieferten sie einen Anblick, der sich nicht oft bot und der Elias` Unbehagen verstärkte.
      Das glänzende Licht, welches Elias und seine Begleiter aussandte, erhellte die Umgebung auf mystische Weise, während sie vor dem unteren Treppenabsatz einer höhergelegenen Empore zum Stehen kamen.
      Elias war gezwungen den Kopf zurückzulegen, um die drei nebeneinanderstehenden, prunkvoll verzierten Thronsessel zu erblicken, von deren Plätzen aus ihn die drei Wesen mit ihren starren Mienen erwartungsvoll ansahen.
      Zadkiel, Zachariel und Terathel, die in der zweiten Sphäre regierenden Fürsten, waren ihm bekannt als Verantwortliche für die Rechtsprechung. Da sie in der Hierarchieebene über ihm standen, war ihre Leuchtkraft bedeutend intensiver als seine eigene und obwohl ihre Gesichtszüge nur undeutlich erkennbar waren, strahlten die scheinbar körperlosen Lichtgestalten eine majestätische Würde aus, die Elias ehrfurchtsvoll zusammenfahren ließ.
      Ihre wohlwollenden, wenn auch nicht minder Respekt einflößenden Blicke entfachten ein Feuer in seiner Brust, das ihn innerlich zu verbrennen drohte. Die Gewänder, die sich an ihre durchscheinenden Leiber anschmiegten, waren durch aufwendige Stickereien verziert und schimmerten in den verschiedensten Goldtönen, als sie sich schließlich von ihren Plätzen erhoben.
      Camael und Verchiel kreuzten die Arme vor der Brust, deuteten eine Verbeugung an und bezogen dann rechts und links von Elias Stellung.
      Hätte er ein menschliches Herz besessen, dann wäre es ihm jetzt mit ziemlicher Sicherheit aus der Brust gesprungen.



      Hier geht`s weiter:
      Kapitel 1.1

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von Rainbow () aus folgendem Grund: Korrektur

    • Hallo Rainbow,
      wie du weisst, verfolge ich deine Geschichte schon länger und ich liebe sie. Deshalb will ich hier auch gerne mitlesen.
      Für meinen Geschmack hat die Geschichte alles, was ich gerne lese. Sie ist spannend, fantastisch, hat Humor, ein paar richtig schön gruselige Stellen und natürlich Romantik. Besonders die Engelwelt finde ich einfach faszinierend.
      Also eigentlich sollte ich überhaupt nicht an deiner Story herumkritisieren.
      Aber zum Thema Cover und Klappentext hätte ich doch was anzumerken. Damit beschäftige ich mich ja schon aus eigenem Interesse seit längerem.
      Also (und sei darüber nicht sauer): Das Cover ist nicht meins. Meiner Meinung nach ist es irreführend. Im Buchhandel hätte ich das Buch nicht in die Hand genommen. Ich hätte damit nämlich nicht "Fantasy" assoziiert, sondern Esoterik oder irgendwas Religiöses. Ich wäre also sicher nicht deine Leserin geworden.
      Es ist mir zu schlicht. Da fehlen "Schleier", "Nebel", "Schnörkel" oder sowas. Es fehlt ein klarer sichtbarer Hinweis auf Fantasy.
      Der Titel gefällt mir auch nicht! Der ist mir zu vage und sagt mir nichts. Wenn wenigstens eins der zwei Schlagworte "Heaven" oder "Desire" aus zwei Teilen bestehen würde, wäre es schon viel besser (z.B. "Engelkampf" oder so - das würde sofort ein Kopfkino in Gang setzen). "Heaven" weist zumindest ungefähr zum Thema hin, aber es ist zu allgemeingültig. Aber "Desire" klingt doch eher nach Erotik oder als ob es in erster Linie um die Romantik ginge. Also ich meine, es führt ein wenig in die falsche Richtung. Die Fantasiewelt spielt hier doch neben der Romantik eine grosse Rolle und das sollte aus dem Titel sofort herausklingen. Ich würde hier also ganz dringend noch was ändern.

      Der Klappentext ist schon recht gut, finde ich. Allerdings hat Elias darin eine zu kleine Rolle. Mir gefällt an der Geschichte ja gerade die ausführliche Beschreibung von Elias' Engelwelt und wenn du mich im Klappentext ansprechen wolltest, müsstest du mich damit locken, dass ich die Engelwelt betreten und alle ihre Geheimnisse erfahren werde... (oder sowas)

      Rainbow schrieb:

      Elias trifft – einen Engel, der ihre Seele ins Jenseits begleiten soll.
      Also vielleicht noch einen Extrasatz über Elias mit Hinweis auf seinen Hintergrund? Dass es hier eigentlich nicht primär um das Jenseits geht, sondern im Gegenteil um eine grossartige himmlische Welt, die viel grösser und spannender ist, als wir bisher dachten? :)
    • Juhujuhu.... @Kirisha liest mit! :panik: Schön, dass du dabei bist. Dein Feedback ist mir immer super wichtig gewesen und vor allem ist es in den meisten Fällen hilfreich. So, wie auch jetzt :) Die Sache mit dem Cover, dem Titel sowie dem Klappentext ist mir bewusst. Ich weiß, dass das noch nicht wirklich optimal ist. Obwohl ich sagen muss, dass das Cover, wenn man das gedruckte Buch in der Hand hält, schon ziemlich geil aussieht....aber das alleine ist ja nicht ausschlaggebend. Es sollte thematisch passen, wie du sagst. Natürlich hätte ich nichts dagegen, es aufzupeppen und mal ein bisschen herumzuexperimentieren...aber leider ist mein technisches Know-How in der Richtung... naja...sagen wir mal, etwas beschränkt ^^ ...Sollte sich jemand dazu befähigt sehen, mir in der Hinsicht unter die Arme zu greifen oder einfach nur ein paar Ideen anzubringen, bin ich dafür natürlich dankbar. Auch bezüglich des Titels kann man sicher noch was machen. Das hier ist halt meine absolute "Ur-Fassung". Irgendwie habe ich das damals intuitiv entschieden...und wie das so oft ist, trennt man sich im Nachhinein nur sehr schwer von solchen Dingen.

      Das ist aber auch genau der Grund, warum ich mich gerne mit euch austauschen möchte. Ich finde so ein Feedback total wichtig und manchmal brauche ich einfach einen kleinen Schups ;) ....also, das alles ist noch nicht in Stein gemeißelt und kann durchaus noch mal eine Änderung erfahren.

      Zunächst vielen Dank für deine ehrliche Meinung :danke: ...es ist schön, dich im Boot zu haben.
    • Hallo, @Rainbow. Ich habe auch mal (erneut) angefangen, deine Geschichte zu lesen. Ich kenne sie noch grob von der alten Version her, aber nicht mehr gut genug, um jetzt Vergleiche anstellen zu können. Das Cover fand ich, wie auch @Kirisha angedeutet hat, etwas zu minimalistisch. Ich hätte jetzt fast behauptet, da fehlt der Heiligenschein (Falls die Engel einen solchen bei dir besitzen). Kennst du die Diablo-Reihe von Blizzard-Entertainment? Besonders bezogen auf Diablo III. So ungefähr stelle ich mir die Welt der Engel vor. Abgesehen davon, dass die Engel dort nur Flügel aus Licht und Energie besitzen. Beschrieben hast du es sehr gut. Es wirkt alles so gewaltig und gigantisch!

      Rainbow schrieb:

      Schon einmal war ihm die Ehre zuteilgeworden, diese heilige Gebetsstätte betreten dürfen und obwohl das nun schon eine halbe Ewigkeit zurücklag, waren die Bilder in seinem Kopf noch so präsent, als sei es gerade erst gestern geschehen.
      Ich glaube, da muss noch ein "zu" rein. diese heilige Gebetsstätte betreten "zu" dürfen.

      Rainbow schrieb:

      Immerhin erlaubte es die übergroße Kapuze sein Gesicht zu verbergen, während die trompetenförmig zulaufenden Ärmel genug Platz boten, um seine zur Untätigkeit verdammten Hände, die er vor der Brust gefaltet hatte, verschwinden zu lassen.
      Irgendwie mochte ich diese Beschreibung. Vorallem das eingefärbte Wort erfreute mich immer mehr, je öfter ich es gelesen habe. :alien:
      Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.

      -Albert Einstein-
      ___________________
      Helios III (Arbeitstitel)
    • Hey @Rainbow
      Hübscher Abschnitt. Jetzt geht es los, bin gespannt was sein Vergehen ist.

      Spoiler anzeigen

      Rainbow schrieb:

      „Was in Aller Herrgottsnamen mache ich hier überhaupt?“, dachte Elias
      Würde ein Engel sich so einem profanen Spruch bedienen?

      Rainbow schrieb:

      Die unsichtbare Macht, welche von diesem Ort ausging, wehte ihm entgegen, ließ ihm die schulterlangen blonden Haare ins Gesicht flattern und nahm ihm für einen kurzen Augenblick die Sicht.
      Was du hier beschreibst könnten man auch Wind nennen.
      Vorschlag: Er spürte die unsichtbare Macht, welche von diesem Ort ausging mit jeder Faser seines Selbst. Es war ihm als könne er die Energie körperlich spüren (oder so)

      Rainbow schrieb:

      Die Verteidigung des himmlischen Reiches und der damit einhergehende Kampf gegen angreifende Dämonen sollte von nun an seine Aufgabe sein.
      Das ist mir zu lasch.
      .... gegen die Dämonen der Vernichtung, immer auf Neue von Satan ausgesandt wurden
      ... gegen die Armeen der Finsternis, deren Dämonen seit ewigen Zeiten versuchten Leid und Verderben....

      Rainbow schrieb:

      Ihre wohlwollenden, wenn auch nicht minder Respekt einflößenden Blicke entfachten ein Feuer in seiner Brust, das ihn innerlich zu verbrennen drohte.
      OK. Ein Student trifft seinen Professor. Oder ein Groupie seinen Star. Wenn die immer gleich innerlich verbrennen würden.
      Finde ich etwas übertrieben, den Ausdruck. Da bleibt dann ja keine Steigerung mehr.
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Hallo Rainbow. Ich finde deine Beschreibung sehr bildhaft. Sowohl die Halle/Kirche, als auch deine Beschreibung der anderen Beteiligten in diesem Teil. Wie Zarkaras schon sagte: deine Beschreibungen sind toll und passen in diese Atmosphäre. Elias Erinnerung an seine Weihe kommt mir dagegen etwas zu kurz. Dadurch würden die Leser auch mehr aus seiner Vergangenheit erfahren. Ansonsten bin ich gespannt was jetzt auf ihn zukommt. ;) :D
      Mehr von mir gibt es an diesen Stellen im Form. Gefangen im High Fantasy. . Im Dark Fantasy Schatten der Nacht oder Gefallen Ein spannender Krimi wartet im No Fantasy :Bis zum letzten Schrei. Viel Spass :D
    • So, @Rainbow
      Ich steig dann auch mal ein. Zu meinen Kommis. Generell kommentiere ich immer Live. Heißt ich schreibe DIREKT das was mir einfällt mit entsprechendem Zitat in die Kommentarbox. Am Anfang von Geschichten gestaltet sich sowas immer schwer, da ich erst mal reinkommen muss und mein Gehirn erstmal checken will was das überhaupt für eine Welt und Setting ist.

      Ich kann leider nicht versprechen zu jedem KKapitel nen Kommi zu schreiben. Da ich viele geschichten hier lese, führt das manchmal dazu dass ich nen Marathonsprint of Doom hinlegen mus um wieder aktuell zu sein. Dann werden sowohl die Kommis der anderen übersprungen (obwohl ich die eigentlich liebend gern mitlese) als auch meine eigenen bleiben aus.

      Rainbow schrieb:

      Rutschte ab. Mit weit aufgerissenen Augen bäumte er sich noch einmal auf, warf einen letzten Blick hinauf in die unendlichen Weiten seines Reiches, bevor er fiel … und die Finsternis ihn verschlang.
      So. Ich generell habe ein recht großes Problem mit Anfängen. Nur ganz wenige geschichten catchen mich mir ihren ersten Seiten. Deswegn gebe ich jeder Geschichte so ihre ersten 5 Posts oder so.
      Hier passiert sehr viel, aber ich kann die wichtigkeit dieser Schlacht nicht einschätzen. was ich hier jedoch sehe ist, dass du anscheinend schreiben kannst. Wenn diese schönen Sätze nachher noch in (für mich) spannenden Text gebraucht werden... dann hab ich schon mal ne solide Basis zum dran bleiben.

      Rainbow schrieb:

      „Das Signal wird stärker. Es muss hier irgendwo sein.“
      Das pulsierende Geräusch,das aus dem Ortungsgerät dröhnte, wurde lauter. Wie der rhythmische Herzschlag eines Menschen drang es durch das finstere Gewölbe und hallte in Form eines Echos durch die langen Gänge wider.
      „Leuchte mal hier rüber! Ich glaube, da ist etwas.“
      Hektisch tanzte der Schein der Taschenlampe über die nackten Höhlenwände, bevor der Lichtkegel an der besagten Stelle hängenblieb.
      „Na, was haben wir denn hier?“ Mit seinen behandschuhten Fingern entfernte der Mann die obere Sandschicht. Eine Staubwolke erhob sich, legte sich wie feiner Nebel über den spärlich ausgeleuchteten Gang. Vorsichtig zog er den schweren unhandlichen Gegenstand aus der Felsspalte im Boden.
      „Das ist es!“, rief jemand von hinten. „Das muss es sein. Seht euch die Zeichnung an!“ Das vergilbte Pergament, welches er in Händen hielt, war bereits stark in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch waren auf der Skizze deutlich die runenartigen Symbole und die fremdartigen Zeichen zu erkennen, die sich auf dem Einband des Buches wiederfanden.
      Ein ehrfurchtsvolles Raunen ging durch die Gruppe.
      „Ich würde sagen, es ist Zahltag, Leute!“ Mit einem breiten Grinsen erhob sich der am Boden kniende Mann, während er den kostbaren Fund triumphierend in die Höhe hielt.
      Harter Cut. Stört mich aber gar nicht. Haben ja viele Geschichten am Anfang son Stilmittel.
      Vom Himmel(?) also anch Kamtschakta. Wenn mich nicht alles täuscht ist das der östlichste Punkt Russlands? Mmh, was könnte man da finden? Ich lasse mich überraschen.

      Der Einstieg ist gemacht. Noch ganz kurz zu deinem Satz:

      Rainbow schrieb:

      Vorab muss ich allerdings sagen, dass die Geschichte nicht so „episch“ fortgesetzt wird, wie sie im Prolog beginnt
      Absolut nicht schlimm. Ich will erst mal wissen worum es geht. Deswegen ist mir das was jetzt kommt... wahrscheinlich lieber als die Fightingapocolypse Szene am Anfang.
    • Boah, was geht denn jetzt ab? Ich freue mich gerade total darüber, dass ich von euch so viele Rückmeldungen bekomme...wenn ihr wüsstet, wie schlecht ich geschlafen habe, die Nächte bevor ich mich zu diesem Post durchgerungen habe... :)

      Naja, hier kommen meine Amerkungen zu euren Anmerkungen :

      Sabrina

      Spoiler anzeigen


      Sabrina schrieb:

      Elias Erinnerung an seine Weihe kommt mir dagegen etwas zu kurz. Dadurch würden die Leser auch mehr aus seiner Vergangenheit erfahren.
      Ja, ich weiß ^^ Kirisha meinte auch mal zu mir, Elias sei das tragende Element dieser Story, weil man einfach mehr über ihn erfahren möchte und die Teile mit ihm besonders "fantastisch" sind. Glaub`mir, dass du im Verlauf der Geschichte noch mehr Einblicke bekommen wirst...ich wollte nur den Anfang nicht direkt total überladen.




      Zarkaras Jade

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      Zarkaras Jade schrieb:

      Kennst du die Diablo-Reihe von Blizzard-Entertainment? Besonders bezogen auf Diablo III. So ungefähr stelle ich mir die Welt der Engel vor.
      Ähm...ehrlich gesagt nein! Das liegt aber daran, dass ich mit Computerspielen grundsätzlich wenig am Hut habe ^^ Ich habe es aber mal gegoogelt und mir diese ganzen Bilder angeschaut...in erster Linie findet man hier Abbildungen von Dämonen und weniger von Engeln :hmm: (aber sehhhr beeindruckend :D )Naja...was mein Cover betrifft ist garantiert noch Luft nach oben! Mein Mann meinte mal, man könne zumindest zwischen diese Flügel noch ein paar flammende Augen machen, um die lauernde Gefahr darzustellen...(oder so) Für Anregungen bin ich, wie gesagt, immer offen.

      Zarkaras Jade schrieb:

      Irgendwie mochte ich diese Beschreibung. Vorallem das eingefärbte Wort erfreute mich immer mehr, je öfter ich es gelesen habe. :alien:
      Ich musste mir dieses blöde Wort jetzt hundertmal durchlesen, weil ich dachte, ich hätte da irgendeinen Fehler eingebaut, der dich belustigt hat :rofl: ... vielleicht erklärst du mir bei Gelegenheit mal, was genau dich daran amüsiert hat ^^

      Ich freue mich auf jeden Fall darüber, dass du mitlesen magst. Sehr cool! :thumbsup:



      Sensenbach

      Spoiler anzeigen



      Sensenbach schrieb:

      Würde ein Engel sich so einem profanen Spruch bedienen?
      Mh, die Frage habe ich mir im Vorfeld natürlich selber bereits gestellt....aber ich fand es eigentlich ganz witzig...Vielleicht fällt mir beizeiten aber noch was "Spezielleres" ein. Ein typischer Engel-Fluch oder Ausdruck...so, wie die Zauberer zum Beispiel sagen: "Bei Merlins Bart.... " oder sowas...falls dir vorher ein Geistesblitz kommt, lass mich daran teilhaben :)


      Sensenbach schrieb:

      Was du hier beschreibst könnten man auch Wind nennen.
      In der Tat habe ich es mir genauso vorgestellt. Du kennst das sicher auch, wenn du schreibst. Du hast manchmal direkt ein Bild vor Augen und in diesem Fall habe ich Elias gesehen, wie er diese Flügeltüren öffnet und ihm tatsächlich ein leichter Wind entgegenfährt, der die Macht dieses Ortes in sich trägt...(irgendwie so ^^ )

      Sensenbach schrieb:

      Das ist mir zu lasch.
      .... gegen die Dämonen der Vernichtung, immer auf Neue von Satan ausgesandt wurden
      ... gegen die Armeen der Finsternis, deren Dämonen seit ewigen Zeiten versuchten Leid und Verderben....
      Armee der Finsternis ist geil! :thumbsup: ... Schade nur, dass ich hierbei direkt an diesen Film denken muss-du weißt schon, dieser Kultfilm aus den 90ern. Aber du hast recht! "Angreifende Dämonen" klingt ein bisschen lasch... Naja,... ich überleg mir noch was.

      Und über das Feuer in der Brust muss ich nochmal nachdenken... :)




      Etiam:

      Spoiler anzeigen

      Etiam schrieb:

      Ich steig dann auch mal ein.
      Krass. Gibt es noch eine Geschichte, in der du nicht anzutreffen bist??? :) Ich freue mich natürlich, wenn du mitliest, aber ich weiß auch, wie zeitaufwendig das ist. Vor allem, wenn man nebenbei versucht, auch noch geistreiche Kommentare abzugeben... Also DANKE!!!....aber mach dir bloß keinen Stress. Es soll ja in erster Linie eigentlich Spaß machen und nicht in Arbeit ausarten...

      Etiam schrieb:

      was ich hier jedoch sehe ist, dass du anscheinend schreiben kannst.
      Das ist das Schönste, das jemand seit Langem zu mir gesagt hat :blush: Nein Quatsch...Danke. Es freut mich, das zu hören :)


      Etiam schrieb:

      Kamtschakta. Wenn mich nicht alles täuscht ist das der östlichste Punkt Russlands?
      Ich habe nach den entlegendsten Orten dieser Welt gegoogelt. Kamtschatka war dann mit dabei ...




      :danke: ... an euch alle.
    • Hallo hallo
      Echt cool, wie sich der Prolog entwickelt hat!! Die vielen kleineren und grösseren Details machen das Ganze lebendiger! Wie beispielsweise der Name des Schwertes und die Tatsache, dass die Schwerter erlischen und den Trägern zur Last werden! Echt super!! Werde weiterlesen, sobald ich Zeit habe :)

      Ganz liebe Grüsse
      RenLi
      Man sagt, die Liebe öffnet eine Tür
      von einem Herzen zum andern;
      Doch wo es keine Mauer gibt,
      wo soll dann eine Türe sein?
      Rumi
    • @RenLi: Vielen Dank. Das habe ich ja mitunter auch dir zu verdanken. Wenn du dich erinnerst, wie meine erste Fassung ausgesehen hat ... :) Also, danke dass du im Vorfeld schon mal drübergeschaut und mir noch ein paar Tipps gegeben hast.
      Ich freue mich, wenn du noch mal mitliest, obwohl du die Geschichte schon kennst. Ein paar kleine Änderungen / Ergänzungen gibt es wohl...mal sehen, ob sie dir auffallen ^^


      und hier geht`s weiter mit der Fortsetzung von Kapitel 1




      Kapitel 1.1

      Der Verhaltenskodex bei Begegnungen mit standeshöheren Engelwesen besagte, dass der jeweils Rangniedere in Demut und abwartender Haltung aufzutreten habe, bis ihm schließlich das Wort erteilt wurde. Nicht, dass Elias in diesem Moment auch nur ansatzweise das Bedürfnis verspürt hätte, das Gespräch zu eröffnen, doch hatte er, solange er sich erinnern konnte, eine abwehrende Haltung gegenüber diesem, wie er fand, konservativen Leitsatz eingenommen.
      Die charakteristischen Wesenszüge seiner Art bestanden aber nun einmal darin, jederzeit das große Ganze in den Mittelpunkt der Betrachtung zu stellen und waren durch das kollektive Bestreben gekennzeichnet, den göttlichen Willen umzusetzen. Der Erhalt von Traditionen und das kompromisslose Befolgen der himmlischen Ordnung hatten hierbei prinzipiell Priorität und gehörten zu den elementarsten Gesetzen, derer sich ein jeder unterzuordnen hatte.
      Seine Andersartigkeit war Elias schon früh aufgefallen, weil er oft aneckte und, wie man ihm vorwarf, zu Aufmüpfigkeit neigte. Zuletzt war das Wort ´Abtrünniger` in Zusammenhang mit seinem Namen gefallen, was ihm einen tiefen Stich versetzt hatte.
      Nun stand er hier und wünschte, seine innere Abwehr niederkämpfen und den rebellischen Trieb zumindest für diesen Moment abschalten zu können, als Zadkiel schließlich die Stille durchbrach und sich als Erster an Elias wandte.
      „Sei gegrüßt Elias, göttlicher Vertreter der zweiten Sphäre und Krieger des himmlischen Heeres“, sprach er mit einer außerordentlich sanften und ruhigen Stimme, die für das menschliche Gehör wie feine Musik geklungen hätte.
      Elias schob die Kapuze zurück. Dann senkte er den Kopf noch etwas tiefer – wobei die langen goldglänzenden Haare sein wunderschönes makelloses Gesicht verdeckten – und zeigte damit die gewünschte Unterwürfigkeit.
      Mit fester Stimme antwortete er: „Seid gegrüßt, Zadkiel, Zachariel und Terathel, regierende Fürsten der Herrschaften und von Gott auserkorene barmherzige Hüter über das heilige Gesetz und die himmlische Ordnung.“
      „Sprich, Elias! Bist du dir im Klaren darüber, aus welchem Anlass man dich hat zu uns bringen lassen?“ Terathel, der die glanzvollste und leuchtendste Erscheinung der hier Anwesenden hatte, signalisierte ihm mit einer Handbewegung, er möge nun eine bequeme Haltung einnehmen und dürfe seinen Kopf erheben.
      „Ehrwürdige Fürsten“, begann Elias und versuchte krampfhaft, die richtigen Worte zu wählen. „In der Vergangenheit habe ich einige Dinge getan und gesagt, die sicher nicht immer den Erwartungen entsprachen, die an mich gestellt wurden“, fuhr er vorsichtig fort und erhoffte sich insgeheim eine erste Reaktion, anhand der er hätte abschätzen können, ob seine Antwort auf Wohlwollen stieß oder ob er gerade dabei war, seine eigene Existenz aufs Spiel zu setzen.
      Die Blicke, die noch immer erwartungsvoll auf ihn gerichtet waren, gaben noch keine Entwarnung. Also tastete er sich vorsichtig weiter, darauf bedacht, keine Bemerkung fallen zu lassen, die unausweichlich den Unmut der drei mächtigen Engelswesen ausgelöst hätte. Die Folgen eines nicht erfolgreichen Gesprächsverlaufs wollte er sich zum jetzigen Zeitpunkt wirklich nicht ausmalen müssen.
      „Ich … ehm ich … ich verspüre beizeiten den unermesslichen Drang in mir … gewisse Dinge zu hinterfragen und …“, stotterte er und fragte sich bereits zum wiederholten Male, wieso er nicht über die göttliche Gabe der Wortgewandtheit verfügte. Stattdessen hatte ihm der Herr in seiner unerschöpflichen Güte eine andere Gabe mitgegeben, die ihm an dieser Stelle allerdings keinen großen Nutzen brachte.
      „Ich weiß, dass es anmaßend ist und es mir in meiner Position nicht zusteht, meine Meinung zu äußern …“, fuhr er fort.
      Zachariel unterbrach schließlich Elias` Erklärungsversuche auf ernüchternde Weise.
      „Deine Rechtfertigung basiert ganz offensichtlich auf dem essenziellen Wort ICH! Interessanterweise wiederholst du es, wenn auch unbewusst, direkt zu Beginn deiner Ausführungen diverse Male. Eine passende Darstellung deiner Handlungsdevise, wie mir scheint!“
      Elias zuckte innerlich zusammen. Das Gespräch verlief eindeutig in die falsche Richtung und das war eine Wendung, wie er sie eigentlich vermeiden wollte. Bevor er etwas zu seiner Verteidigung hätte anmerken können, war es Terathel, der weiter sprach.
      „Dass du anders bist Elias, ist uns schon länger bekannt. Du trägst viele menschliche Eigenschaften in dir. Weitaus mehr, als wir es bei irgendjemand anders deinesgleichen bisher vorgefunden haben. Stolz, Beharrlichkeit, Ehrgefühl, Unbeugsamkeit, um nur die wesentlichsten zu nennen. Mit Sicherheit sind dies nicht die schlechtesten Wesenszüge, wenn sie auch für uns Gottgesandten eher ungewöhnlich sind. Es schlummert eine antreibende Kraft darin, Unbeschreibliches auf sich zu nehmen und große Taten zu vollbringen. Das ist zweifelsohne eine Form von Macht.“
      Zadkiel, welcher sich bislang zurückgehalten hatte, sah das als Stichwort. „Macht, die aber auch eine zerstörerische Kraft in sich trägt, wenn sie sich mit Hochmut, Überheblichkeit und Eitelkeit vermischt. Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass die Entscheidung für Gut oder Böse auf einem sehr schmalen Grat zwischen eben diesen genannten Wesenszügen getroffen wird. Diese Erkenntnis wirft bei uns folgende Frage auf: Für welche Seite wirst du dich entscheiden, wenn Dagon seine Drohung wahr macht und seine, immer größer werdende Anhängerschaft von Dämonen in die Schlacht gegen das himmlische Reich führen wird? Wirst du standhalten Elias oder wirst du ins Straucheln geraten? Wir müssen uneingeschränkt auf deine Loyalität zählen können und zum jetzigen Zeitpunkt ist das mehr als fraglich.“
      Elias fühlte sich bereits jetzt, als habe das Böse von ihm Besitz ergriffen. Zumindest stellte er es sich so vor. Ihm war, als beginne alles um ihn herum sich zu drehen und er war sich nicht sicher, ob man tatsächlich noch von ihm sprach oder ob vielleicht zwischenzeitlich das Thema gewechselt worden war und man nun über einen Fremden sprach, der ihn überhaupt nichts anging. Die abwartenden Gesichter, die ihn eindringlich musterten, holten ihn in die Realität zurück und bestätigten die Befürchtung, dass man sehr wohl eine Antwort von ihm erwartete. Umso erstaunter war er über den Mut, der ihn überkam und die Worte, die plötzlich aus ihm heraussprudelten.
      "Verzeiht mir, wenn ich so offen spreche, aber ist es nicht ungerecht, jemanden aufgrund bestimmter Merkmale oder seiner Andersartigkeit unter Generalverdacht zu stellen und zu verurteilen, noch bevor er überhaupt etwas getan hat? Ich bin mir nicht bewusst darüber, in der Vergangenheit jemals jemandem Schaden zugefügt zu haben. Und wenn, dann wäre das niemals meine Absicht gewesen. Ich weiß, auf welcher Seite ich stehe und ich habe nicht vor ins Straucheln zu geraten, wie Ihr es nennt."
      Terathel richtete sich auf und schien die nächsten Worte ebenfalls mit Bedacht zu wählen.
      "Elias, wir haben nicht vor, dich zu verurteilen. Wir möchten dir lediglich die Gelegenheit geben, in dich zu gehen, Antworten auf deine Fragen zu finden und mit dir selbst ins Reine zu kommen. Ein verwirrter Geist ist anfällig und stellt zuletzt eine Bedrohung für uns dar. Du wirst verstehen, dass wir gezwungen sind zu handeln."
      Elias verstand überhaupt nichts, spürte aber, wie ihm der Boden unter den Füßen weggezogen wurde und er in die Tiefe fiel. Es war ein langer Fall und er erwartete jeden Moment den Aufprall. Wie sehr er dieses Ohnmachtsgefühl hasste, diese Hilflosigkeit, resultierend aus der Tatsache, einer Übermacht ausgeliefert zu sein und nichts dagegen unternehmen zu können. Die Fassade, die er bislang krampfhaft aufrechtzuhalten versucht hatte, begann zu bröckeln und er wusste nicht, wie lange er sich noch würde zurückhalten können.
      „Wie gedenkt Ihr nun vorzugehen, da ich anscheinend eine tickende Zeitbombe bin und eine lauernde Bedrohung für das komplette himmlische Reich darstelle?“ Ein gewisser Sarkasmus ließ sich nicht mehr unterdrücken und nach kurzer Überlegung erschien es ihm am sinnvollsten, nicht mehr länger herumzureden, sondern sich mit den zu erwartenden und wahrscheinlich schon längst beschlossenen Strafmaßnahmen auseinanderzusetzen.
      Terathel nahm den Anflug von Auflehnung in Elias` Worten wahr, ließ sich jedoch keinerlei emotionale Regung anmerken. Mit fester Stimme und unmissverständlicher Deutlichkeit verkündete er schließlich das Urteil.
      „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es das Beste sein wird, wenn du für eine Weile deinen Dienst als Krieger der Gewalten in der zweiten Sphäre aussetzt und dich anderen Aufgaben zuwendest. Du wirst mit sofortiger Wirkung der dritten Sphäre zugeteilt und fortan den Fürstentümern, den Erzengeln und den Engeln der letzten Ordnung zur Verfügung stehen. Wir sind der festen Überzeugung, dass dir die Auseinandersetzung mit menschlichen Attributen wichtige Erkenntnisse liefern wird und dir das Studieren ihrer Natur und, der ihr innewohnenden, Eigenarten deine mentale Reifung wesentlich vorantreiben wird. Du hast dich in der Vergangenheit geschickt von der Menschenwelt ferngehalten und deine Abneigung gegen irdische Einsätze ist uns wohl bekannt. Es ist an der Zeit, deine ablehnende Haltung gegenüber unserer himmlischen Ordnung endlich abzulegen und deine Stellung in unseren Reihen zu beziehen.“
      Jetzt war alles aus. Das schlimmste zu erwartende Urteil war soeben ausgesprochen worden und kam einer Degradierung gleich. Man nahm Elias das weg, was bisher für ihn der wichtigste Bestandteil seiner Existenz gewesen war. Der Dienst im Heer der Himmelsgewalten!
      „Das könnt ihr nicht machen! Ihr …. ihr könnt mich nicht einfach wegschicken und mir gleichzeitig alles nehmen, was mir wichtig ist. Was habe ich euch angetan, dass ich so eine Strafe verdient hätte?“, platze es jetzt voller Verzweiflung und Wut aus ihm heraus. Er hatte die Hände zu Fäusten geballt und merkte, wie er innerlich zu zittern begann.
      „Was bitte soll ich in der dritten Sphäre ausrichten? Soll ich jetzt Postbote spielen als Überbringer göttlicher Nachrichten oder Reisebegleiter für verlorene Seelen?“
      Er konnte nicht mehr anders als diesen erzwungenen und völlig überflüssigen Sphärenwechsel als Schikane zu betrachten. Natürlich waren die Aufgaben, die in der dritten Sphäre verrichtet werden mussten notwendig, doch gab es schließlich genügend andere Engel, die sich darum kümmern konnten. Warum ausgerechnet er? Er war ein Krieger! Dafür gemacht, die Ausgeburten Satans zurück in die Hölle zu schicken und ganz sicher nicht, um ein Kaffekränzchen auf der Erde abzuhalten.
      Terathel versuchte, mit beruhigenden Worten auf ihn einzureden. „Es ist zu deinem Besten, Elias. Glaube uns, wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, doch sind wir davon überzeugt, dass dies der Weg ist, den du jetzt gehen musst. Was nicht bedeutet, dass er dich nicht wieder zurückführen kann, wenn die Zeit reif dafür ist. Ich möchte dir nur einen guten Rat mitgeben, Elias. Lasse dich darauf ein und verweigere dich nicht. Nur dann wirst du davon profitieren können, etwas über dich selbst erfahren und herausfinden, wer du wirklich bist und wo dein Platz ist.“
      Mit diesen abschließenden Worten verbeugten sich die drei Lichtwesen zeitgleich in einer anmutig fließenden Bewegung, signalisierten somit das Ende der Anhörung und besiegelten das Urteil.


      Hier geht`s weiter:
      Kapitel 1.2

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Rainbow () aus folgendem Grund: Korrektur

    • Hey @Rainbow

      Kapitel 1.1
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      Der schwere Stoff seiner kuttenähnlichen Robe hinterließ ein beklemmendes Gefühl und kratzte bei jedem seiner Schritte, als habe man ihm eine Handvoll Schattenzungenkäfer in den Ausschnitt gekippt.

      Schattenzungenkäfer... Mir ist gerade so ein lustiges Bild durch den Kopf geschossen xD Hoffentlich beschreibst du die Viecher irgendwann noch, damit ich weiß, wie sie für dich aussehen :D

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      Kein Räuspern war zu hören und noch nicht einmal der Widerhall von Schritten war auf dem Steinboden [war] zu vernehmen.

      Ich denke das gehört umgestellt wie ich es eingesetzt habe. Der Widerhall ist ja nicht auf dem Steinboden zu vernehmen.

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      Das glänzende Licht, welches Elias und seine Begleiter aussandte,

      Ist das hier richtig? Zum einen klingt das Wort etwas komisch für mich und dann ist da noch die Frage mit der Zeitform. (Darum schreibe ich im Präsens! xD)

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      Zadkiel, Zachariel und Terathel

      so viele ... iel's xD


      Kapitel 1.2
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      „Sei gegrüßt Elias, göttlicher Vertreter der zweiten Sphäre und Krieger des himmlischen Heeres“,

      Komma fehlt

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      „Seid gegrüßt, Zadkiel, Zachariel und Terathel, regierende Fürsten der Herrschaften und von Gott auserkorene barmherzige Hüter über das heilige Gesetz und die himmlische Ordnung.“

      Brrrr... Da läufts mir eiskalt den Rücken runter. Ich kann diese Art "göttliches" Geschwafel überhaupt nicht ab. Find das total überzogen. Wohl auch ein Grund, warum mich schon länger keine Kirche mehr gesehen hat :)

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      „Dass du anders bist Elias, ist uns schon länger bekannt.

      Komma fehlt

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      Weitaus mehr, als wir es bei irgendjemand anders deinesgleichen bisher vorgefunden haben.

      Der markierte Teil wirkt irgendwie komisch auf mich. Ich denke zu kompliziert. Vielleicht denkst du noch mal drüber nach.

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      Ich weiß, auf welcher Seite ich stehe und ich habe nicht vor ins Straucheln zu geraten, wie ihr es nennt.

      Ansprachen groß schreiben

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      Nun, wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es das Beste sein wird, wenn du für eine Weile deinen Dienst als Krieger der Gewalten in der zweiten Sphäre aussetzt und dich anderen Aufgaben zuwendest.

      Das würde ich weglassen. Die Big Bosse sprechen bisher "absolut". Ein "nun" lässt sie unentschlossen klingen.

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      Du hast dich in der Vergangenheit geschickt von der Menschenwelt ferngehalten und deine Abneigung gegen irdische Einsätze ist uns wohl bekannt. Es ist an der Zeit, deine ablehnende Haltung gegenüber unserer himmlischen Ordnung endlich abzulegen und deine Stellung in unseren Reihen zu beziehen.

      Hmm vielleicht etwas kleinkariert, aber es ist mir aufgefallen, dass es recht ähnlich klingt.


      Mit einem direkten Kommi zum Inhalt halte ich mich noch zurück bis ich mehr gelesen habe, aber ich kann schon mal sagen, dass ich mit Elias fühle. Er muss plötzlich etwas aufgeben, in dem er gut ist und irgendetwas tun, dass andere für ihn als wichtig erachten ... vielleicht mag ich aber auch nur einfach keine übermächtigen Engel :P
      Die Sprache war bis hier her sehr bildlich und man konnte sich schöne Bilder im Kopf malen. Man merkt an den Konversationen, wie anders Elias ist, was denke ich so gewollt ist.

      Ich warte dann mal auf mehr.

      Gruß
      Rebirz