HEAVEN - (Band I)

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    • Ja. Also. Ich noch mal.

      Rainbow schrieb:

      Ansonsten zeige ich euch aber schon mal den Anfang von Kapitel 13...Was ich an der Stelle gerne mal von euch wissen möchte ist: Wie wirkt Emilia auf euch? Ich habe ja mal angedeutet, dass sie ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt und viele ihrer Gedanken dadurch dominiert werden, was vielleicht manchmal etwas übertrieben destruktiv wirken könnte. Mich würde interessieren, ob das beim Lesen als störend (oder gar als nervend) empfunden wird oder ob man vielmehr hellhörig wird und dadurch ein gewisses Interesse geweckt wird, diesem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Je nachdem muss ich schauen, ob ich die Dosis herunterfahre, denn ich verrenne mich gerne in emotionalen Gemütszuständen
      Sie wirkt auf mich in dieser Hinsicht (in den aktuellen Kapiteln, abseits ihrer Sympathischen Charakterzüge, verschroben und hat ihre Prinzipien alle irgendwie nicht so richtig auf der Reihe. Verplant und durcheinander eben. Aber noch im Rahmen, sodass es (noch) nicht wirklich anstrengend oder nervig auf mich als Leser wirkt. Dass das jetzt auf ein übernatürliches Phänomen aka das dunkle Geheimnis (?) zurückzuführen ist, wäre mir im Traum nicht eingefallen.
      Ich glaube. ich habe mit ihr als Hauptcharakter soweit geklickt, dass ich ihr wirklich kein weiteres Dilemma in irgendeiner Form mehr zumuten möchte. Das spricht letztendlich dafür, dass du bisher deinen Job mit ihr und ihrer Entwicklung sehr gut gemacht hast.

      13

      Rainbow schrieb:

      Ihre Gedanken drifteten davon, wie ein Stück Treibholz, das vom Strom erfasst, und unaufhaltsam mitgerissen wurde, landeten sie erneut bei dem Geschehen des Vormittags
      Bei einem Entspannungszustand würde ich ein weniger starkes Verb benutzen, als "mitgerissen" ... vielleicht davongetragen?


      Das restliche Stück der ersten 13 war... uff.

      Boah... uff.

      UFF.

      Nein wirklich, soweit ich das als Kerl beurteilen kann, hast du das Gefühlschaos in deiner Protagonistin wirklich auf den Punkt genau getroffen und äußerst bildhaft und nachvollziehbar beschrieben. Wie sie das alles versucht zu ordnen und auf die Reihe zu kriegen und abzuwägen. Sogar ich bin da mitgekommen. Oft neigen ja solche "Reflexionsszenen" dazu, langweilig zu werden, weil wenig bis gar nichts passiert und man eben nur im stillen gedanklichen Zwiegespräch des aktiven Charakters unterwegs ist. Aber ich hab das gar nicht so empfunden und stattdessen da irgendwie voll angebissen. Gut gemacht, kriegst'n Fleißbienchen dafür :thumbsup:

      Und damit bekomme ich um 0:24 dann tatsächlich noch 'nen Cliffhanger vor die Nase gesetzt... bemerkenswert fies - und ein Grund, noch eine Szene dranzuhängen, bevor es ins Bett geht... danke auch!

      13.1

      Rainbow schrieb:

      Sie lukte um die Ecke ins Wohnzimmer,
      lugte

      Rainbow schrieb:

      Intuitiv griff sie nach dem Brotmesser, das sich in greifbarer Nähe
      Könnte man ändern, um es weniger redundant klingen zu lassen.

      Rainbow schrieb:

      Ich war mir zuletzt nicht mehr sicher, ob die Aktion mit den Küchenschränken und den Schubladen nicht vielleicht ein bisschen albern ist. Das erinnert ein wenig an die alten Poltergeist-Filme.
      Andererseits fand ich früher genau solche Situationen in meiner Vorstellung gruselig...vor allem, wenn man am Ende die eigene Zurechnungsfähigkeit in Frage stellt und einem keiner glaubt. Jetzt könnte man sich natürlich fragen, warum jemand so einen Eiertanz veranstalten sollte...es könnte ja auch einfach direkt zu einem handfesten Angriff oder sowas kommen....ich dachte allerdings, es wäre ganz sinnvoll, das noch ein wenig hinauszuzögern...manchmal ist ein bisschen Zermürbung am Anfang ja gar nicht so schlecht....und es soll ja Dämonen geben, die zehren von den Ängsten der Menschen Ich freue mich über eure Rückmeldungen/Einschätzungen.
      Ich fand die Dosierung genau richtig. Nicht zu dick aufgetragen, aber immer noch genug um ihren angeschlagenen Gemütszustand über die "Ich kriege echt einen an die Waffel"-Schwelle zu stoßen. Mich als Leser hat es in erster Linie neugierig gemacht und zwar mit so einer: "Huh... warte was... aber wie... waaarum? ...na das will ich jetzt aber auch genauer wissen"-Reaktion.
      Auch, weil immer noch so ein Hauch von Gefahr in der Luft hängt und weil der Kater ein zugegebener Maßen merkwürdiges Ziel für einen Angriff ist, der noch dazu so glimpflich ausgegangen ist. (Ist ja nur 'ne Katze. Grob gesagt reicht einmal kräftig drauftreten, und das war es dann - für einen Dämon (?) eben absolut kein Hindernis. Katze töten würde natürlich den Effekt des Zermürbens noch schwer steigern und wäre von dämonischer Seite ein Kinderspiel und eigentlich ein muss bei der Aktion.) Ich kann jedoch noch nicht einschätzen wie relevant die Details für den weiteren Plot sind.
      Alles in allem bin ich jetzt auf eine schlüssige Erklärung gespannt.
      Der Gedankensprung von "Dagon will die Menschen erst mürbe machen" zu dieser Aktion in der Küche ist bei mir ausgeblieben. Kann jetzt an meiner langen Lesepause liegen, aber da eine gedankliche Verbindung zu ziehen finde ich dem Leser etwas zu viel zugemutet, wäre mir also wohl auch so entgangen.
      Ein wenig fraglich fand ich dann noch, dass Emilia nicht noch beunruhigter gewesen ist, weil ja offensichtlich immer noch jemand in der Wohnung hätte sein müssen. Da geht noch ein Quäntchen mehr Schock um sie richtig in den Wahnsinn zu stoßen.

      14

      Nichts zu meckern. Gefällt und ist abgenommen.

      Nein! Halt! Da war noch irgendwo ein lukte (lugte) :D
      Halt !
      Stop !
      Zutritt nicht gestattet !
      Lesen verboten !

      ... obwohl, macht doch was ihr wollt. Ich bin eine Signatur, kein Cop.

      "Das Erbe der letzten Wächterin" - High Fantasy
      Der Preis eines Lebens - Kurzgeschichte
    • So, nach den letzten Wochen, in denen ich den Kopf mit anderen Dingen voll hatte, komme ich auch wieder ein wenig zum Forenleben zurück ^^ Das ist sozusagen die Entspannung, die ich mir zwischendurch mal gönne :D

      Ab Kapitel 21

      Rainbow schrieb:

      Seine Wangen fühlten sich so weich an, dass sich ihr die Frage aufdrängte, ob sich Engel wohl rasieren müssen und ob er das heute Morgen bereits in der Frühe erledigt hatte.
      Ein menschlicher Körper verhielt sich wahrscheinlich nicht weniger menschlich, nur weil ein überirdisches Wesen in ihn geschlüpft war, dachte sie sich. Schließlich hatte Elias auch mit ihnen gefrühstückt und schien es sichtlich genossen zu haben.
      Wie dem auch sei. Jetzt war eindeutig nicht der richtige Zeitpunkt, solche Fakten zu wälzen.
      Das ist mE so ein bisschen viel eingeschoben udn wirkt daher etwas unelegant. Es hätte, denke ich, gereicht zu schreiben "... ob sich Engel wohl rasieren müssen [und ob er das heute Morgen bereits in der Frühe erledigt hatte]." Dass diese Überlegung von ihr an der Stelle völlig deplatziert ist, kann der Leser sich schon denken, das muss ihm nicht vorgekaut werden ;)

      Rainbow schrieb:

      Diese Erinnerung war zweifelsohne nicht für sie bestimmt gewesen, dachte sie bei sich und nahm sich vor, besser keine waghalsigen Alleingänge mehr in Elias` Bewusstsein zu unternehmen.
      Die Beschreibung mit der Hölle (nehm ich an, dass es sowas ist) fand ich total klasse. Auch sprichst du mit diesem Satz ein Problem an, welches viele verdrängen, wenn es um das Lesen der Gedanken und Gefühle einer anderen Person geht. Ich habe so die Theorie, dass jemand, der das tatsächlich kann (und sich dabei nicht heraussuchen kann, welche er sehen möchte), schwer depressiv sein müsste...

      Rainbow schrieb:

      ich fand es unglaublich, dich in meinen Geist eindringen zu lassen
      Vielleicht hänge ich gedanklich gerade noch zu viel im "Beltainekönig", aber meine erste Assoziation bei dem Satz war, dass sowas für einen Engel wohl einem sexuellen Höhenpunkt gleichkommt :rofl:

      Der Rest wurde ja schon recht umfangreich kommentiert. Gröbere Schnitzer sind mir nicht aufgefallen, an sich schon stimmig, nur bei dem letzten Kapitel muss ich vielleicht noch etwas warten, wie es weitergeht. Ich muss mich auch der Meinung anschließen, dass du das Buch hier schlecht beenden kannst - für meinen Geschmack nimmt das alles gerade erst Fahrt auf!
      Film-Projekt: Clíodhna - die Hexe von Gleann an Phéine
      Für alle, die sich dafür interessieren, wie wir Filme machen: Ein neuer Film entsteht (Blog)
      Geschichte: Die Schwarze Göttin
    • So, jetzt komme ich auch endlich mal dazu, euch zu antworten. Zunächst mal ein riesengroßes Dankeschön für eure Meinungen zum Thema "Bandeinteilung." Das hilft mir sehr und ich bin echt froh, dass ich mich mit euch darüber austauschen kann.

      Dann freue ich mich natürlich tierisch darüber, dass @Ralath wieder dabei ist. Ich habe dich ja schon über die PM zugetextet, was bei mir sein muss, wenn ich keine Zeit finde, hier im Thread zu antworten :D

      Ebenfalls Danke an @Remoni und @Katharina für euer Feedback.... hier kommen meine Anmerkungen zu euren Anmerkungen:

      Spoiler anzeigen


      Rebirz



      Rebirz schrieb:

      Von dem was du so über den Inhalt deiner geplanten 3 Bände sagst, glaube ich fast, dass es besser wäre 1 Buch daraus zu machen. Die Sache ist halt, dass du mit Band 1 eigentlich hauptsächlich die Charaktere in den Vordergrund gerückt hast, der eigentliche Konflikt ist zwar episch eingeleitet worden, dann aber total im Geknuddel untergegangen.
      Ja, ich tendiere im Moment auch ein bisschen in diese Richtung. Oder zumindest dahin, den Cut an anderer Stelle zu machen. Aber grundsätzlich war es von mir gar nicht so geplant, dass nach Kapitel 22 Schluss sein soll. Ich habe das quasi im Fluss runtergeschrieben, weshalb es wahrscheinlich auch wenig Sinn macht, das Gesamtwerk jetzt zu zerstückeln. :hmm:

      Wenn ihr alle noch ein bisschen Puste habt, würde ich euch ja gerne einfach erst mal die Fortsetzung zeigen und dann kann man immer noch gemeinsam überlegen, was man aus der Entwicklung des Plots machen kann. ^^




      Sensenbach


      Sensenbach schrieb:

      Jeder Band sollte optimalerweise eine eigene Spannungskurve haben, die zumindest teilweise zum Abschluss gebracht wird, denke ich. Dabei sollte der Hauptstrang natürlich über die drei Bände gezogen werden.
      Ja,...in meinem jugendlichen Leichtsinn war ich damals wahrscheinlich davon ausgegangen, dass die reine Lovestory den ersten Teil tragen könnte. Ich muss allerdings gestehen, dass mein eigener Anspruch über die letzten Jahre ein bisschen gestiegen ist und so kam dann auch erst viel später die Idee mit dem Buch dazu. Das hat es nämlich anfänglich gar nicht gegeben, ebenso, wie es den Prolog nicht gab ^^

      Nun denn. Im nachfolgenden Kapitel wird das Treffen zwischen Emilia und Silas stattfinden, bei dem sie quasi die ganzen Hintergründe erfahren wird...da wird dann auch das Buch endlich Erwähnung finden und Silas wird in seiner Verzweiflung versuchen, Emilia davon zu überzeugen, dass sie sich ihm anschließen sollte....wenn überhaupt, würde sich eventuell dieses Kapitel noch für einen Cut eignen.

      Aber ich denke, ich zeige euch einfach mal, was ich noch so in der Schublade habe und dann können wir gemeinsam beratschlagen. Ich hoffe ja, ihr haltet noch ein bisschen durch ^^



      LadyK



      LadyK schrieb:

      Das sie verwirrt ist und noch keinen klaren Gedanken fassen kann, ist schon logisch, aber da passieren zu viele Sprünge auf einmal.
      Ja, ich sehe das auch so. Da wurde von mir zu viel herumgebastelt und nachträglich drangebaut. Insofern ist es gut, dass euch das aufgefallen ist und ihr mich an eurer ehrlichen Meinung habt teilhaben lassen ^^


      LadyK schrieb:

      Und ich weiß, du kannst das hundertmal besser schreiben! Das ist DEIN letztes Kapitel von Band I! - Da muss jedes Wort sitzen Und du bist so eine Schreiberin, der ich das durchaus zutraue, mich mit offenem Mund dasitzen zu lassen (und dafür würdest du nicht mal einen Epilog benötigen)

      Damit hast du mich total geflasht und meine Motivationskurve ist schlagartig durch die Decke gegangen :D .... Danke dafür! Es tut total gut zu wissen, dass es da draußen jemanden gibt, der an einen glaubt, wenn man es gerade selbst nicht tut. :danke:


      LadyK schrieb:

      Ich würde mal vorsichtig den Vorschlag unterbreiten, dieses Kapitel komplett neu zu schreiben und schauen, was dabei raus kommt. Immerhin hat sich dein Denken und deine Schreibfähigkeit sich in mehr als drei Jahren sicherlich stark verändert. Ich denke, das macht sich durchaus bemerkbar.
      Komplett neu schreiben habe ich mich bislang nicht getraut....zumindest nicht bei dem Anfang von Kapitel 22. Daran beiße ich mir ja gerade die Zähne aus. Aber ich denke, dass ich auf einem guten Weg bin. Was den Rest des Kapitels betrifft, könnte es aber durchaus sein, dass ich auf deinen Vorschlag zurückkomme...mal sehen ^^





      Ralath


      Ralath schrieb:

      Während ich mich von einer tückischen Sommer-(MÄNNER!)-Grippe zu erholen versuche (Mitleidsbekundungen werden wie immer gerne auch in Geldform entgegen genommen),
      Du kannst dir meiner Anteilnahme sicher sein ;) Anstelle von Geld....(habe mir sagen lassen, das macht ohnehin nicht glücklich) bekommst du hier bei mir, neben meiner "apokalyptischen Lovestory", auch noch jede Menge nette Gesellschaft geboten. Also, bedien dich am Kühlschrank.... Bier steht meistens ganz rechts (wenn @Rebirz nachgelegt hat) und den Rotwein findest du im wohltemperierten Weinkühlschrank auf der Anrichte (vorausgesetzt @Sensenbach hat noch was übrig gelassen) Für Softdrinks musst du in den Keller, die werden hier nicht so oft getrunken, aber man muss sie ja anbieten :D

      Ansonsten vielen Dank für dein Feedback. Es hat mir hier und da mal wieder ein Schmunzeln entlockt...vor allem der "bitchige" Elias...nur, weil er denkt, dass das ausgerechnet IHM passieren muss :rofl: Der Gedankengang könnte übrigens von mir sein, aber ich halte mich für kein "zeterndes maulendes Weibsbild"... :) Na ja, ansatzweise kann ich schon verstehen, was du meinst.

      Ansonsten freue ich mich sehr über dein Lob. Das kann ich im Moment wirklich gut gebrauchen. Und ich bin echt gespannt, wie du den weiteren Verlauf findest. (Vor allem hinsichtlich der nachträglichen Überarbeitungen) Deine Kritikpunkte werde ich mir in jedem Fall aber auch noch einmal genauer anschauen.




      Remoni

      Remoni schrieb:

      so ich habe auch mal wieder weitergelesen, bis Kapitel 8.
      Cool! Du bist auch noch dabei :thumbsup:


      Remoni schrieb:

      Kapitel 7 ist bis jetzt mein absolut Lieblingsteil.
      Hast du schonmal so etwas erlebt? weil ich finde du hast das so gut beschrieben, vor allem als sie dann aus ihrem Körper flog und alles sehen konnte und die Angst in ihr aufgekommen ist, war sehr nachvollziehbar und mitreißend.
      Ehm, nein!... bisher keinerlei Nahtoderfahrungen von denen ich etwas wüsste :D Aber ich habe viel darüber gelesen...vielleicht ist da was hängengeblieben...und ein bisschen eigene Fantasie bringe ich höchstwahrscheinlich auch noch mit :pardon:


      Remoni schrieb:

      Ich muss sagen ich habe nicht gemerkt das es Elias sein sollte, weil so gar nix typisches von seinem Verhalten vorkam, daher habe ich gedacht oke wird bestimmt irgendein Engel sein. Möchtest du das man es nicht sofort denkt das es Elias ist, wenn doch würde ich minimal seine menschlichen Züge einbauen. Er wirkte zu Elias untypisch und er hat doch noch gar keine Erfahrung was er da machen muss, kam mir zu professionell rüber.
      Witzig, dass du ihn als "professionell" empfunden hast. Na ja, er wird ja aus Emilias Sicht beschrieben und da sie noch nicht so wahnsinnig oft von einem Engel abgeholt worden sein dürfte, hat sie ja auch keinen Vergleich, weshalb ihr Elias Unsicherheit bestimmt nicht auf Anhieb aufgefallen ist. Ich habe mich aber bemüht, ihn hier und da ein bisschen seltsam zu zeichnen...seine Ungeduld...seine Irritation über ihre Reaktion....


      Remoni schrieb:

      So wie ich das verstanden habe, wird sie langsam vergessen das sie Elias begegnet ist oder?
      Ja, sie wird sich zunächst nicht daran erinnern können...zumindest nur ganz blass...


      Remoni schrieb:

      Du hattest ja geschrieben das Engel nicht so ein starkes emotionales Gefühlsleben haben wie die Menschen, oder? Denn Micah, reagiert sehr emotional, als er erfährt das Elias zu Rafaels Team muss.
      Ich weiß. Das ist noch eine Schwachstelle...Mal sehen, ob ich da noch mal drüber gehe. Danke auf jeden Fall für den Hinweis. Du bist nicht die Erste, die das feststellt ^^


      Remoni schrieb:

      ich muss deinen schönen Schreibstil erneut loben ich finde, du hast eine perfekte Mischung aus die Umgebung beschreiben, wie die Gefühlswelt deiner Charakter ist, ebenso ist es immer interessant die Dialoge zu lesen, da sie unterhaltsam sind und pepp haben
      Danke, das freut mich wirklich sehr :love:



      Katharina


      Schön, dass du langsam wieder etwas mehr Ruhe zum Lesen hast. Das war aber auch der Megstress mit dem Dreh eures aktuellen Films-zumindest nachdem, was ich so rausgehört habe. ^^


      Katharina schrieb:

      Das ist mE so ein bisschen viel eingeschoben udn wirkt daher etwas unelegant. Es hätte, denke ich, gereicht zu schreiben "... ob sich Engel wohl rasieren müssen [und ob er das heute Morgen bereits in der Frühe erledigt hatte]."
      Ich schaue es mir noch mal an ^^ Danke für den Hinweis...


      Katharina schrieb:

      Die Beschreibung mit der Hölle (nehm ich an, dass es sowas ist) fand ich total klasse.
      Danke :) Ja, ich dachte, das würde an der Stelle irgendwie dazugehören....


      Katharina schrieb:

      Vielleicht hänge ich gedanklich gerade noch zu viel im "Beltainekönig", aber meine erste Assoziation bei dem Satz war, dass sowas für einen Engel wohl einem sexuellen Höhenpunkt gleichkommt
      Tja, das Schwein sitzt immer im Ohr des Zuhörers :D Könnte aber sein, dass du sogar recht hast :rofl:

      Katharina schrieb:

      Der Rest wurde ja schon recht umfangreich kommentiert. Gröbere Schnitzer sind mir nicht aufgefallen, an sich schon stimmig, nur bei dem letzten Kapitel muss ich vielleicht noch etwas warten, wie es weitergeht. Ich muss mich auch der Meinung anschließen, dass du das Buch hier schlecht beenden kannst - für meinen Geschmack nimmt das alles gerade erst Fahrt auf!
      Ja, das letzte Kapitel ist im Moment mein Sorgenkind ^^ Aber ich bin dran und ich bin mir sicher, es wird gut werden...kann halt nur noch was dauern...Und bzgl. der Einteilung der Bände mache ich mir jetzt im Moment keinen Kopf mehr. Vorausgesetzt ihr haltet noch ein bisschen durch, würde ich euch ja gerne einfach erst mal meine Folgekapitel zeigen und dann kann man immer noch schauen, was man sinnvollerweise daraus machen kann.






      LG,
      Rainbow
    • Beim Thema Bandeinteilung würde ich mich schlicht Rebirz anschließen. Er hat es ganz gut auf den Punkt gebracht finde ich. Man hat das Gefühl am Anfang eines Abenteuers zu stehen, aber ein Ende, selbst im Sinne einer Fortsetzung fände ich an der Stelle zu früh. Bin aber schon gespannt auf die letzten Passagen des ersten Abschnitts. Das Treffen mit Silas wird sicher interessant.

      Die Dialoge sind witzig-spritig wie immer. Gibt einen dauerhaften :thumbup:

      Charakterentwicklungen sind wieder gut gelungen, auch gerade die realistische und gut zum Charakter passende Downphase von Emilia, nach der ja fast ekstatischen Erfahrung der Gedankenverschmelzung und der anschließenden euphorischen Unterhaltung. Überhaupt gibt es von Stil und Schreibweise nichts zu meckern. Allerdings kommt allmählich die Action bzw. Dramatik etwas zu kurz. Der Konflikt deutet sich die ganze Zeit an, aber bisher ist noch nicht viel passiert. Das wird aber nur besonders wichtig, wenn der 1. Band hier fast zuende ist, weil ich dann etwas das Gefühl habe, dass da noch etwas fehlt. Allerdings steht ja auch noch Silas vor der Tür, ich bin mal gespannt was uns da noch erwartet.

      Für mehr blümchenpflückende Orks, blutrünstige Elfen und vegetarische Drachen!
    • Hi Rainbow :)

      so die nächsten Teilchen :)

      Spoiler anzeigen

      Kapitel 9

      AHHW so ein tolles Kapitel, ich war anfangs überrascht, dass sie sich dann doch wieder so schnell trafen, aber war super happy damit,
      Elias schein ja schon voll hin und weg von ihr zu sein.

      Mir ist nichts aufgefallen das du verbessern könntest, tipp top :D

      Nur mal so eine Neugierde Frage gibt es bei dir so etwas wie Schutzengel? Elias ja eher wie ein Wegbegleiter in den Himmel gewirkt.

      „Oh, tut mir leid. Du hast völlig recht. Ich hätte mich vorstellen sollen, nur … war ich vorhin irgendwie mit anderen Dingen beschäftigt.“ Emilia verdrehte erneut die Augen, während er ihr seine ausgestreckten Finger entgegenhielt und hinzufügte: „Ich bin Elias.“ "

      ich wusste es :D das es bestimmt Elias sei.

      „Ähm, was soll das werden?“ Sein Gesichtsausdruck verriet, dass er sichtlich schockiert war über ihre gut gemeinte Hilfsbereitschaft. Entrüstet schüttelte er mit dem Kopf. „Vielleicht habe ich mich nicht klar ausgedrückt. Aber wenn ich wirsage, dann meine ich ausschließlich mich! Sag` mal, muss man dich eigentlich festbinden, wenn man sichergehen will, dass du im Bett bleibst?“

      So eine Dickköpfige Emilia :D ich Feier sein Kommentar dazu, da binde sie lieber fest.
      Ach ihr Wortgefecht ist einfach herrlich. Wenn solche Szenen öfter vorkommen, machst du mich als Leserin supi happy :love:

      „Ja, kann sein. Aber wenn`s dich beruhigt, ich bevorzuge ein eher partnerschaftliches Verhältnis zu meinen … ähm … Patienten“, antwortete er mit einem umwerfenden Lächeln, das wohl als Wiedergutmachung für den Inhalt seiner Worte herhalten sollte.


      ich weiß nicht, aber irgendwie fühlt sich das Wort Partnerschaftliches Verhältnis, etwas unpassend an, ich versteh darunter jetzt eine Partnerschaft wie zwischen Liebenden, vermutlich meinst du aber eher so wie zwei Polizisten Partnerschaftlich. Oder hast du es stehen lassen weil er eig. zu seinen Engelskollegen sagen wollte?

      Entgegen der anderen Krankenhausangestellten, die in weißer Hose und ebenfalls weißem kittelähnlichem Oberteil gekleidet waren, trug er normale Straßenkleidung: Bluejeans, weißes T-Shirt und Sneakers. Hatte er seinen Dienst vielleicht noch gar nicht offiziell angetreten? Aber was machte er dann hier? Emilia schob die offenen Fragen erst mal zur Seite und fuhr mit ihrer Beobachtung fort.

      Ich nehme zurück das er professionell wirkt :rofl:

      Wahrscheinlich war er der Gigolo des Krankenhauses und sie war gerade dabei, ihm auf den Leim zu gehen.

      Haha oh man Emilia versucht ja verzweifelt irgend einen Schwachpunkt an ihm auszumachen, der konnte ja nicht so perfekt sein wie er wirkt. Ein richtiges hin und her in ihr, hast du toll geschrieben. :heart:

      Kapitel 10

      die Beiden haben ja schon ein ziemlich inniges Verhältnis entwickelt, oke vielleicht eher einseitig zur Zeit XD

      „Sollte ich jemals wieder hören können, dann kannst du es mir ja beibringen“, erwiderte er mit schief gelegtem Kopf und schlug sich mit der flachen Hand gegen die Ohrmuschel.

      Haben Engel irgendwie ein besseres Gehör?

      „Das ist aber scheinbar nicht angekommen …“, erwiderte Elias, ohne Emilia dabei aus den Augen zu lassen. Der Vorwurf, der in seiner Stimme mitschwang weckte in ihr den Drang, sich ihm zu widersetzen. Obwohl ihr der abartige Geschmack des Tabaks inzwischen zuwider war, nahm sie einen weiteren Zug und blies Elias den Qualm so genussvoll wie möglich entgegen.

      Richtig so, soll sie mal schön rebellieren :) finde es toll und abwechslungsreich, das Emilia ziemlich viele Charakterzüge hat, einerseits Ängstlich, aber auch rebellisch :)

      Kapitel 12

      ich weiß nicht ob beabsichtigt aber Kapitel 12 kommt vor Kapitel 11 ????

      Und genau das schien sie perfektioniert zu haben! Der Versuch, sie von grobem Unfug abzuhalten, kam dem Vorhaben gleich, eine ausgebüxte Dämonenschar wieder einzufangen und sie im Zaum zu halten. Letzteres, so glaubte er, würde ihn wahrscheinlich vor eine weitaus geringere Herausforderung stellen.


      Haha der große Krieger überfordert mit einem Mädchen zu beschützen, finde diesen Vergleich super.
      Ebenso fand ich es gut das wir nun merken das Elias doch nicht so gelassen mit dem ganzen Sache umgeht, weil Emilia so bockig ist, aus ihrer Sicht wirkte er immer so kontrolliert, aber nun merken wir das er doch mit sich zu kämpfen hat.

      Das finde ich super an den Perspektivenwechseln :thumbsup:

      Oh irgendwie tut mir Elias voll leid er kann so gar nicht mit den Emotionen umgehen die ihn überrollen.
      Jetzt merkt man richtig das er solche Emotionen eig. nicht hat. Finde ich bringst du wirklich super rüber. ;)




      Ok ich mach erstmal ein Cut sonst wird's zu viel XD

      LG Remoni

      Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.
      Mahatma Gandhi
    • Alexander

      Alexander2213 schrieb:

      Beim Thema Bandeinteilung würde ich mich schlicht Rebirz anschließen. Er hat es ganz gut auf den Punkt gebracht finde ich. Man hat das Gefühl am Anfang eines Abenteuers zu stehen, aber ein Ende, selbst im Sinne einer Fortsetzung fände ich an der Stelle zu früh. Bin aber schon gespannt auf die letzten Passagen des ersten Abschnitts. Das Treffen mit Silas wird sicher interessant.
      Ja, ich denke, da sind sich inzwischen alle einig ^^ Nun wird euch also nichts anderes übrig bleiben, als noch ein bisschen am Ball zu bleiben...

      Alexander2213 schrieb:

      Die Dialoge sind witzig-spritig wie immer. Gibt einen dauerhaften :thumbup:
      Danke ... freut mich, dass du das sagst ^^

      Alexander2213 schrieb:

      Charakterentwicklungen sind wieder gut gelungen, auch gerade die realistische und gut zum Charakter passende Downphase von Emilia, nach der ja fast ekstatischen Erfahrung der Gedankenverschmelzung und der anschließenden euphorischen Unterhaltung
      Ich habe den Teil noch einmal überarbeitet, weil angemerkt wurde, dass zu viele Gefühlsschwankungen drin gewesen seien. Vielleicht hast du die Kommentare der anderen nicht verfolgt (ist ja auch manchmal ganz schön viel zu lesen ^^ )

      Alexander2213 schrieb:

      Allerdings kommt allmählich die Action bzw. Dramatik etwas zu kurz. Der Konflikt deutet sich die ganze Zeit an, aber bisher ist noch nicht viel passiert. Das wird aber nur besonders wichtig, wenn der 1. Band hier fast zuende ist, weil ich dann etwas das Gefühl habe, dass da noch etwas fehlt.
      Mh....ich weiß auch nicht, was mich damals geritten hat, den Cut an der Stelle zu machen. Im Grunde war das so gar nicht geplant. Ich habe mich da wohl ein bisschen zu sehr von meinem Mann bedrängen lassen, der mir irgendwann in den Ohren lag, ich solle doch endlich mal aus meinem Schreibkeller herauskommen und einfach den ersten Teil meines Buches veröffentlichen :dash: Und ich Trottel war so blöd und habe auf ihn gehört... dabei hatte er es zu dem Zeitpunkt noch nicht mal geslesen...grrr...




      Remoni



      Remoni schrieb:

      Kapitel 9

      AHHW so ein tolles Kapitel, ich war anfangs überrascht, dass sie sich dann doch wieder so schnell trafen, aber war super happy damit,
      Elias schein ja schon voll hin und weg von ihr zu sein.

      Mir ist nichts aufgefallen das du verbessern könntest, tipp top
      Juhu.... :panik: Es freut mich wirklich immer, wenn ich meine Leser einfach mal zufriedenstellen kann :thumbsup:


      Remoni schrieb:

      Nur mal so eine Neugierde Frage gibt es bei dir so etwas wie Schutzengel? Elias ja eher wie ein Wegbegleiter in den Himmel gewirkt.
      Aaaaalso: Wenn dich die Hierarchie-Ebenen interessieren, dann schau dir doch mal die Übersicht an. Den Link findest du unten im Startpost. Dann wirst du erkennen, dass es da oben unterschiedliche Engel mit unterschiedlichen Aufgaben gibt...Elias gehört dem himmlischen Heer an und ist somit Soldat...es gibt aber auch die Schutzenegel, die quasi für den Seelenabtransport zuständig sind aber auch den Menschen auf der Erde zur Seite stehen sollen...dazu hat man Elias ja jetzt verdonnert :D Damit er sich mehr mit den Menschen auseiandersetzt und seine Vorbehalte aufgibt...(so der Plan)


      Remoni schrieb:

      ich weiß nicht, aber irgendwie fühlt sich das Wort Partnerschaftliches Verhältnis, etwas unpassend an, ich versteh darunter jetzt eine Partnerschaft wie zwischen Liebenden, vermutlich meinst du aber eher so wie zwei Polizisten Partnerschaftlich. Oder hast du es stehen lassen weil er eig. zu seinen Engelskollegen sagen wollte?
      Ja, du hast recht. Das klingt irgendwie missverständlich...vielleicht eher "gleichberechtigt"? Also, es ging ja darum, dass er als hochdekorierter Soldat Truppenverantwortung hat...was bedeutet, dass die anderen auf seine Befehle zu hören haben.... allerdings sagt er von sich selbst, dass er einen eher freundschaftlichen Führungsstil hat...daher kam das Wort "partnerschaftlich" hier zustande. Vielleicht ist das nicht ganz treffend...aber Elias darf sich andererseits auch ein bisschen um Kopf und Kragen reden, findest du nicht? :D


      Remoni schrieb:

      Haben Engel irgendwie ein besseres Gehör?
      Ich glaube nicht, da er sich gerade in einem ganz normalen menschlichen Körper befindet ^^ Aber wenn jemand direkt neben deinem Ohr so einen Pfiff loslässt...das kann schon mal ganz schön wehtun.


      Remoni schrieb:

      ich weiß nicht ob beabsichtigt aber Kapitel 12 kommt vor Kapitel 11 ????
      Findest du das blöd? habe ich mir bisher keine Gedanken zu gemacht. Für mich war das so irgendwie logisch...im Grunde brauche ich ja auch den Aufhänger, dass sie sauer auf ihn ist und sich eben so rebelisch verhält, womit er wiederum nicht klar kommt...

      Ansonsten: Vielen Dank für dein reges Feedback. Das freut mich wirklich sehr :love:



      @Thorsten, @Katharina, @97dragonfly, @LadyK, @Alexander2213, @Sensenbach, @Rebirz, @Kirisha

      So Leute, ich habe mal die Überarbeitung vom letzten Teil hochgeladen. Er ist nun bedeutend kürzer geworden. Ich hoffe, es ist mir aber dennoch gelungen, die Gefühle von Emilia nun nachvollziehbarer zu gestalten. Vorher waren da ja ein paar Schwankungen drin. Außerdem habe ich die Erinnerung an das Treffen mit Silas an der Stelle rausgenommen...wer Lust hat, es sich noch einmal anzusehen-hier ist der Link: Kapitel 22 (Der Abschied)

      Über Rückmeldungen bzw. weitere Anmerkungen freue ich mich natürlich. Es wird nun ohnehin ein bisschen dauern, bis es hier weitergeht, weil ich den nächsten Teil noch mal überarbeiten möchte, bevor ich ihn euch zeige ^^

      Wie immer ein großes :danke: für eure Unterstützung.
    • @Rainbow

      Ich habe dir meine Gedanken zu der Überarbeitung ja schon mitgeteilt :D
      Mir gefällt die Szene jetzt viel besser, mich stört es auch nicht, dass sie deutlich kürzer geworden ist. Lias Gefühle sind jetzt verständlicher und viel weniger chaotisch. :love:
      Die Spiegelszene finde ich mega gut!

      Liebe Grüsse
      Fly
      "Ein Schloss ohne Gruft, das wäre wie, wie ein Einhorn ohne Horn!"

      Eigenes von Fly
      Schatten unter London
    • Ich durfte die Überarbeitung ja schon vorab sehen und wie ich dir schon sagte, das gefällt mir jetzt richtig gut. Du beschreibst jetzt ihre Gefühle klar und sehr gut nachvollziehbar und dadurch schaffst du eine gewisse Dramatik. Emilia fühlt sich allein, spürt das "Grauen", das ihr wahrscheinlich bevorsteht, noch ohne es richtig benennen zu können, und es kommt ihr so vor, als überschritte sie eine magische Schwelle.
      Da ich den Anfang von Teil 2 ja schon kenne, weiß ich, dass sie dieses Gefühl auch nicht täuschen wird ... :D
      Also ich finde es so perfekt herausgearbeitet und so richtig schaurig spannend!
      Meine Geschichte: Meermädchen
    • Danke @97dragonfly, @Kirisha und @LadyK für eure Unterstützung und dass ich euch vorab um Rat fragen durfte. Es freut mich, dass sich die Überarbeitung gelohnt hat.

      Nachdem ich nun noch ein bisschen gebastelt habe, ist es an der Zeit, dass ich euch den nächsten Teil präsentieren kann. Ich bin mir noch nicht zu 100% sicher, ob das alles so bleiben wird...oder ob es vielleicht zu lang oder zu ausführlich ist... na ja, mal sehen, wie ihr es findet. Los geht`s ^^

      Kurze Info (Stand 14.07.19):
      Ich habe diesen Teil noch einmal überarbeitet und die Sache mit den Fotos rausgenommen. Stattdessen erklärt Elias nun etwas ausführlicher, wie das mit diesem Schutzsegen funktioniert und mein Plan ist es nun, dass er Emilia im darauffolgenden Teil zeigt, wie er eine Art Lichtwesen schafft, das er zum Schutz ihrer Freunde/Verwandten einsetzen möchte.Mit anderen Worten: ich habe versucht, den "Fantasy-Anteil" etwas zu erhöhen ^^

      Kapitel 22.1


      Als sie das Wohnzimmer betrat, traute sie zunächst ihren Augen nicht. Um Platz zu schaffen, hatte Elias den Couchtisch zur Seite geschoben und auch ihr Schaukelstuhl sowie diverse Pflanzen hatten weichen müssen. Die zugezogenen Vorhänge schirmten die letzten Strahlen der bereits tiefstehenden Nachmittagssonne ab und sorgten dafür, dass der Raum in ein warmes Flackerlicht getaucht wurde.
      Einen Moment brauchte Emilia bis sie ausmachen konnte, wo die sonderbare Lichtquelle herrührte, die das Farbenspiel an den Wänden hervorrief. Es waren die Holzdielen ihres Fußbodens, auf denen jetzt fremdartige Zeichen aufloderten. Wie glühende Kohlen glommen die verschnörkelten Hieroglyphen auf und verblassten dann wieder, als folgten sie einem Rhythmus oder einer Melodie, welche für ihre Ohren jedoch im Verborgenen blieb.
      Erst auf den zweiten Blick erkannte sie, dass das brennende Lichtgebilde kreisförmig angeordnet war. Um keine Unruhe zu stiften, blieb sie in sicherer Entfernung stehen und lehnte sich an die hintere Wand, während sie Elias aufmerksam beobachtete. Er schien sehr geschäftig zu sein und arbeitete hoch konzentriert.
      Bedächtig schritt er den flackernden Kreis ab, hob und senkte dabei die Hände in fließenden Bewegungen, als dirigiere er die Symbole, die zu seinen Füßen aufflammten. Sie schienen ihm zu gehorchen und wiegten sich sanft in dem Takt, den er ihnen vorgab.
      Aus seinen Fingerspitzen sonderten sich funkenähnliche Blitze ab, die mit einem zischenden Geräusch über die Umrandung des Kreises hinwegtanzten. Dort fügten sie sich zu einem grell schimmernde Streifen zusammen, der sich wie eine Art Schutzschild über die Einfassung legte.
      Wie gebannt verfolgte Emilia das Geschehen und ließ sich davon gefangen nehmen. Den Blick auf Elias geheftet, sah sie, dass er die Lippen bewegte und leise etwas sprach, das sie aber nicht verstehen konnte. Angestrengt versuchte sie Wortfetzen herauszuhören, um sie irgendeiner Sprache zuordnen zu können. Latein, was sie zuerst vermutet hatte, war es definitiv nicht.
      In dem Moment, da er stehenblieb und den Kopf in ihre Richtung wandte, fühlte Emilia, wie sie ein warmer Schauer durchrieselte. Als habe sie bislang etwas daran gehindert, frei durchatmen zu können, fühlte sie mit einem Mal, wie sich ihre Lungen mit Sauerstoff füllten und sie wieder Luft bekam. So musste sich ein Fisch fühlen, der zurück ins Meer geworfen und von seinem Lebenselixier umspült wurde.
      „Bereit?“, unterbrach Elias ihren Gedankengang. Seine Augen leuchteten in dem Schein der vielen Lichter, während sein sanfter Blick auf ihr ruhte.
      „Ehm, bereit wofür?“, antwortete Emilia unsicher und räusperte sich.
      „Du bist jetzt dran. Komm her, ich erkläre es dir“, sagte er und winkte sie zu sich heran.
      Langsam bewegte sie sich auf ihn zu und griff nach der Hand, die er ihr entgegenstreckte. Obwohl sie darauf hätte vorbereitet sein müssen, hielt sie kurz den Atem an, als die Wärme seiner Berührung auf sie überging. Sofort spürte sie das vertraute Kribbeln, das sich über ihre Fingerspitzen den Arm hinauf und schließlich bis über den gesamten restlichen Körper verteilte. Sie fragte sich, ob sie sich jemals an dieses Gefühl gewöhnen oder es als selbstverständlich erachten könnte. Hätte sie jemandem erklären wollen, wie sich das anfühlte, so wäre es ihr nicht möglich gewesen.
      Die Nähe zu ihm sorgte dafür, dass alles um sie herum deutlichere Konturen annahm. Als hätte sie ihr bisheriges Leben hinter einer dicken Milchglasscheibe verbracht, die sie ihre Umwelt nur in tristen Grautönen wahrnehmen ließ, schärften sich mit einem Mal ihre Sinne und sämtliche Farben traten in intensivem Glanz hervor.
      Vergleichbar mit einem hell erleuchteten Haus in tiefschwarzer Nacht, strahlte Elias eine wärmende Freundlichkeit aus, welche die Kälte ringsum vertrieb und jegliche Angst in Luft auflöste.
      Wie sollte das Böse jemals eine Chance haben zu bestehen, wenn es Wesen wie ihn gab?
      Wahrscheinlich, weil du dir nicht ansatzweise ausmalen kannst, was das für Kreaturen sind, die das Böse verkörpern!, meldete sich ihre eigene Gedankenstimme zu Wort. Die ernüchternde Erkenntnis, wie wenig sie nach wie vor von Elias` Welt wusste, und wie sehr sie sich vor dem Augenblick fürchtete, da sich genau das ändern würde, verursachte ihr zum wiederholten Male an diesem Tag eine Gänsehaut.
      „Ich habe ein ´Pantheon` erschaffen“, zerstreute Elias ihre trüben Überlegungen, woraufhin Emilia versuchte, ihre Konzentration wieder auf das Geschehen zu lenken. „Du kannst es dir wie eine Art dimensionsübergreifendes Portal vorstellen, das durch seine Semipermeabilität wie ein Spannungsnetzwerk funktioniert, welches uns den Austausch transzendenter Energien ermöglicht“, fuhr er fort, bevor ihr fragender Gesichtsausdruck ihn dazu brachte innezuhalten. „Du verstehst kein Wort von dem, was ich sage, oder?“
      „Ehm … nein. Um ehrlich zu sein, habe ich nur ´Portal` verstanden“, gab sie ehrlicherweise zu und zuckte entschuldigend mit den Schultern. Sie war sich nicht sicher, ob ihre Begriffsstutzigkeit ein Umstand war, für den sie sich schämen musste-schließlich erhielt man ja nicht jeden Tag einen Crash-Kurs in himmlischen Riten und Gebräuchen.
      „Ich schätze, es ist nicht notwendig, dass du das alles bis ins Detail verstehst“, lenkte Elias schließlich ein. „Im Grunde reicht es, wenn du dir vorstellen kannst, dass das Pantheon wie eine einseitig durchlässige Membran funktioniert. Es ermöglicht, dass wir uns der Macht des himmlischen Feuers bedienen können, ohne dass negative Einflüsse der irdischen Sphäre die Schwelle passieren …“
      „Moment, heißt das, wir zapfen mithilfe dieses ´Dings` Gottes Energiereserven an?“, unterbrach Emilia ihn und deutete dabei ungläubig auf den mystischen Zirkel, dessen Zentrum inzwischen von einem hauchdünnen leuchtenden Film überzogen wurde.
      „In etwa“, antwortete Elias nach kurzer Abwägung, obwohl ihm Emilias profane Wortwahl offensichtlich nicht ganz zusagte.
      „Das ist echt abgefahren!“, entfuhr es ihr, während sie einen Schritt zurück machte und ihren staunenden Blick erneut über das Pantheon wandern ließ.
      „Hör zu, ich will ehrlich zu dir sein“, setzte Elias wieder an. Nervös fuhr er sich durch die Haare und atmete hörbar aus bevor er fortfuhr. „Diese Art von göttlichem Schutz zielt darauf ab, dich aus dem Blickfeld finsterer Mächte verschwinden zu lassen. Idealerweise werden sie also gar nicht auf dich aufmerksam und wenden sich im Zweifelsfall erst einmal leichterer Beute zu. Einer direkten Konfrontation hält die Protektion, je nach spiritueller Stärke des Angreifers, aber nicht für lange Zeit stand.“ Mit einer unmissverständlichen Bestimmtheit sah er sie an. „Verstehst du, was ich damit sagen will?“
      „Ja, ich denke schon“, antwortete Emilia und wandte sich ihm wieder zu. „Solange man sich unauffällig verhält und nicht gerade die Aufmerksamkeit eines Dämons auf sich zieht, hat man die Chance etwas länger zu überleben. Wenn man hingegen erwischt und direkt angegriffen wird, muss man improvisieren und hoffen, dass ein Wunder geschieht.“ Sie war erstaunt darüber, wie ruhig sie die Sachlage wiedergeben konnte. Ihr war klar, dass sie im Falle einer ´direkten Konfrontation` mit etwas, das sich ´Feuerdämon` nannte, bestimmt weitaus weniger gelassen reagieren würde, vor allem, wenn sie nicht mehr unter dem aufputschendem Einfluss von Elias` ´Engel-Mojo` stand.
      Mit einer Mischung aus Erstaunen und Skepsis sah dieser auf sie herab.
      „Aus deinem Mund klingt das irgendwie weniger erbaulich. Ich hätte es wahrscheinlich etwas anders formuliert, aber ich befürchte, du hast es exakt auf den Punkt gebracht.“
      Emilia hob eine Braue. „Das liegt daran, dass ich nichts davon halte, Schreckliches schön zu verpacken. Es ist mir lieber, du sprichst offen mit mir und versuchst nicht, mich zu schonen, okay? Damit ist mir nämlich nicht geholfen. Wenn du gleich fort bist … dann bin ich auf mich alleine gestellt, richtig? Ich denke, es ist das Beste, wenn wir die Dinge so benennen, wie sie sind.“
      Es war nur ein Sekundenbruchteil gewesen, und dennoch hatte Emilia deutlich den Schatten über Elias` Gesicht huschen sehen. Die Sorge um sie, schien ihn innerlich zerreißen zu wollen, doch versuchte er offensichtlich mit aller Macht, sich das nicht anmerken zu lassen. Sanft griff er nach ihrem Kinn und brachte sie dazu, ihm in die Augen zu sehen.
      „Es wird alles gut werden, das verspreche ich dir“, sagte er so eindringlich, als müsste er sich selbst davon überzeugen. „Du musst keine Angst haben. Ich werde so schnell wie möglich wieder hier sein und bis dahin wirst du sicher sein, wenn du dich an unsere Vereinbarung hältst.“
      „Keine Alleingänge bei Nacht und kein Alkohol“, rezitierte Emilia seine Worte von vorhin, konnte aber nicht umhin, dabei wie ein verstimmter Leierkasten zu klingen. Es lag auf der Hand, dass es sich hierbei um reine Vorsichtsmaßnahmen handelte, die sie im Falle des Falles nicht vor einem dämonischen Übergriff bewahren konnten. Doch war es im Moment für alle Beteiligten wahrscheinlich erträglicher, sich der naiven Illusion hinzugeben durch das Einhalten dieser einfachen Regeln ihren Schutz gewährleisten zu können.
      „Ganz genau“, bestätigte Elias in ernstem Ton und überspielte damit den Sarkasmus in ihrer Stimme, als habe er ihn nicht zur Kenntnis genommen. „Lass uns jetzt anfangen. Die Zeit läuft davon.“
      Erneut griff er nach ihrer Hand und deutete ihr an, sie möge nun den Symbolkreis betreten. Umgehend verkrampften sich Emilias Glieder. Skeptisch musterte sie die unnatürlich grellen Flammen, die aus den mystischen Zeichen emporzüngelten und bedrohlich aufloderten, je näher sie ihnen kam.
      Verdammt, Lia. Sei kein Feigling, wies sie sich selbst zurecht und gab sich einen Ruck, während sie mit Elias` Hilfe über die Umrandung stieg. Nachdem sie ihren Platz eingenommen hatte ließ er sie los und warf ihr einen letzten aufmunternden Blick zu, bevor er sich von ihr abwandte. Nervös sah Emilia sich um.
      Eine unheimliche Stille hing in der Luft. Nicht einmal die Flammen verursachten ein Knistern oder Knacken, wie es sich für ein offenes Feuer eigentlich gehört hätte. Die Ruhe im Raum war beinahe gespenstig und mit jeder Sekunde, die verging, glaubte Emilia ihr Herz einen Ticken lauter schlagen zu hören.
      Von innerer Unruhe getrieben, wischte sie ihre klammen Hände an ihrer Jeans ab, während sie Elias` Tun verfolgte, der mit der gleichen Prozedur begann, bei der sie ihn zuvor bereits beobachtet hatte.
      Langsam schritt er den Kreis ab und zeichnete mit den Fingern etwas in die Luft. Staunend verfolgte Emilia, wie sich an den Stellen Schriftzeichen bildeten, die förmlich aus ihm herausflossen, sich verselbstständigten und sich immer wieder neu formatierten. Es war faszinierend, dieses Schauspiel zu beobachten.
      Dabei sprach Elias in leisem Flüsterton einen sich wiederholenden Passus ohne, dass Emilia auch nur ein Wort verstehen konnte. Lediglich ihren Namen konnte sie aus dem ganzen Wirrwarr heraushören. Mehrere Male umkreiste er sie in dieser Weise und zwischendurch flackerten die Flammen um sie so stark, als sei ein Windstoß durchs Zimmer gegangen.
      Die sanften Böen fuhren ihm in die Haare und das magische Lichtspiel um ihn herum ließ ihn auf atemberaubende Weise erstrahlen. Er war wunderschön und selbst, wenn sie es gewollt hätte, wäre es ihr nicht möglich gewesen, den Blick von ihm abzuwenden.
      Die Luft vor ihren Augen begann zu flimmern, so wie Asphalt, wenn er im Sommer durch die Sonneneinstrahlung zu sehr erhitzt wurde, und die aufsteigende Wärme der Flammen ringsum sorgte dafür, dass ihr schummrig wurde. Dennoch empfand sie keinerlei Unbehagen. Es war vielmehr eine Art nervöse Vorfreude, die sich wie ein zarter aber undurchdringlicher Schleier über sie legte.
      Völlig unvermittelt blieb Elias plötzlich bei ihr stehen, reichte ihr die Hand und ließ sie über die Einfassung des Kreises steigen, dessen magisches Lodern schwächer wurde und schließlich erlosch.


      Hier geht`s weiter:
      Kapitel 22.2


    • Hallöchen @Rainbow
      Spoiler anzeigen

      Rainbow schrieb:

      Es waren die Holzdielen ihres Fußbodens, auf denen jetzt fremdartige Zeichen aufloderten. Wie glühende Kohlen glommen die verschnörkelten Hieroglyphen auf und verblassten dann wieder, als folgten sie einem Rhythmus oder einer Melodie, welche für ihre Ohren jedoch im Verborgenen blieb.
      Oh! Der Schutzzauber :grinstare:
      Ich mag es, dass du den Zeichen Leben eingehaucht hast, sie pulsieren und man ihre Macht spürt!

      Rainbow schrieb:

      Bedächtig schritt er den flackernden Kreis ab, hob und senkte dabei die Hände in fließenden Bewegungen, als dirigiere er die Symbole, die zu seinen Füßen aufflammten. Sie schienen ihm zu gehorchen und wiegten sich sanft in dem Takt, den er ihnen vorgab.
      Mich nimmt es mega wunder, wie und was Elias dafür tun muss ... allgemein würde ich gerne etwas mehr über seine Engelskräfte erfahren! Aber das werden wie Leser bestimmt noch! :love:

      Rainbow schrieb:

      „Ich habe die Menschen, die du ausgewählt hast, mit einem Schutzsegen versehen“,
      8| Ich fand die Aufgabe ja mega ... schwer! Klar, als erstes würde ich meine Familie mit dem Zauber belegen, aber es gibt noch sooo viele andere Leute, die Schutz verdient haben! Und genau das hat Lia ja auch gedacht ... der Weltuntergang ist scheiss! xD

      Rainbow schrieb:

      Die Luft vor ihren Augen begann zu flimmern, so wie Asphalt, wenn er im Sommer durch die Sonneneinstrahlung zu sehr erhitzt wurde, und die aufsteigende Wärme der Flammen ringsum sorgte dafür, dass ihr schummrig wurde. Dennoch empfand sie keinerlei Unbehagen. Es war vielmehr eine Art nervöse Vorfreude, die sich wie ein zarter aber undurchdringlicher Schleier über sie legte.
      Völlig unvermittelt blieb Elias plötzlich bei ihr stehen, reichte ihr die Hand und ließ sie über die Einfassung des Kreises steigen, dessen magisches Lodern schwächer wurde und schließlich erlosch.
      :rolleyes:

      Mir gefielen Lias humorvolle/trockene Einwürfe und natürlich waren die Dialogie wie immer spitze! Ich fand den Abschnitt ganz gut. :D
      Was würdest du dann daran ändern wollen?

      Soso ... der Engel macht bald ne Fliege und Lia trifft auf Dämonen, weil beide ja nicht soooo wirklich wissen, wie ernst die Lage ist. :whistling: :evil: Irgendwie kann ich mir richtig gut vorstellen, wie Elias, wenn er kapiert, wie brenzlig die Situation ist, zurück zu Lia eilt und die dann weg ist ... *hust hust* Silas! 8| 8| 8|

      Liebe Grüsse
      Fly
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    • @Rainbow

      Spoiler anzeigen


      Wieso bist du dir nicht sicher, ob das so bleiben soll?

      Ich fand den Part super. Deine detailverliebtheit hat sich hier bezahlt gemacht. Es liest sich sehr flüssig und den magischen Moment hast du mMn gut eingefangen :)

      Was mich ja noch interessieren würde: Spürt Emilia gar nichts während dieser Prozedur im Kreis? Also so eine Art spirituelles Kribbeln oder so? Du beschreibst zwar, was sie sieht (was übrigens sehr cool geschrieben ist), aber es würde mich wundern, wenn sie nichts spürt :rolleyes:

      Ich bin gespannt, ob das alles so klappt, wie die beiden sich das vorstellen. Ich denke eher nicht, aber warten wir mal ab :P



      LG
      „Spätestens wenn erneut ein solches Zeichen auftaucht, werden Fragen gestellt. Wir sollten in der Lage sein, sie zu beantworten.“
      - Meister Lukras -

      Meine Geschichte
      Die Kriegerin von Catrellak
    • Liebe @Rainbow
      Ich finde den letzten Abschnitt ganz gut. Das Einzige, was ich bekritteln würde ist, dass die Art wie Elias Magie wirkt so "Standart" ist. Magischer Kreis auf dem Boden, Vorhänge zu … Wenn du verstehst was ich meine.
      Wir sind bei deiner Geschichte schon auf einem hohem Niveau. Die magischen Elementen könnte man hier aber noch ausbauen. Möglicherweise gibt es etwas, was man bei den Katholiken abschauen kann. Weihrauch und Gesang ;)
      Gibt es auch Kreuze?

      Spoiler anzeigen

      Rainbow schrieb:

      Die zugezogenen Vorhänge schirmten die grellen Strahlen der Mittagssonne ab und sorgten dafür, dass der Raum stattdessen in ein warmes Flackerlicht getaucht wurde.
      Ok. Für die Atmosphäre ist das gut. Aber warum braucht Elias das zum "Zaubern"? Engel bräuchten doch eher Licht

      Rainbow schrieb:

      Erst auf den zweiten Blick erkannte sie, dass das brennende Lichtgebilde kreisförmig angeordnet war und sich im Zentrum die Fotos befanden, die sie Elias vorhin noch ausgehändigt hatte.
      Das ähnelt einem Pentagramm auf dem Boden. Wird oft von dunklen Zauberern genutzt!
      Aber ernsthaft. Warum braucht ein Engel Gottes profane Bilder, um seine Magie zu fokussieren? Alternativ könnte Emilia in den Kreis gebeten werden und dann ganz fest an die Personen denken, die beschützt werden sollen. Diese erscheinen dann als Projektion ihres Bewusstseins kurz im Nebel …

      Rainbow schrieb:

      Dort fügten sie sich zu einem grell schimmernde Streifen zusammen, der sich wie eine Art Schutzschild über die Fotografien legte.
      Das sind doch nur Photos!

      Rainbow schrieb:

      „Keine Alleingänge bei Nacht und kein Alkohol“
      Klingt wie meine Frau! ;)

      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Morgen :) ... und danke für eure Rückmeldungen... @97dragonfly, @LadyK und @Sensenbach

      Spoiler anzeigen

      97dragonfly schrieb:

      Mir gefielen Lias humorvolle/trockene Einwürfe und natürlich waren die Dialogie wie immer spitze! Ich fand den Abschnitt ganz gut.
      Was würdest du dann daran ändern wollen?

      LadyK schrieb:

      Wieso bist du dir nicht sicher, ob das so bleiben soll?

      Sensenbach schrieb:

      Das Einzige, was ich bekritteln würde ist, dass die Art wie Elias Magie wirkt so "Standart" ist.
      @Sensenbach hat meine Bedenken ganz gut auf den Punkt gebracht. Ich war mir bei dieser Foto-Sache nicht ganz sicher und die Art und Weise, wie ich das Ritual beschrieben habe, kam mir selber recht "klischeehaft" vor. Ihr müsstet allerdings mal mein Urfassung von damals lesen...ich traue mich fast nicht es zu sagen, aber da hat Elias allen Ernstes ein Kreuz aus Teelichtern nachgelegt und überall ringrum standen Schälchen mit Weihwasser :rofl: Oh Mann!...

      Na ja, dann habe ich also hin-und her überlegt und kam zu dem Schluss, dass es schon irgendwie etwas spektakulärer sein müsste. Bezüglich des Kreuzes war ich mir dann plötzlich auch nicht mehr sicher, weil ich nicht wusste, ob das nicht vielleicht ein von den Menschen erschaffenes Symbol ist, um ihren Glauben zu demonstrieren. Ich habe mich gefragt, ob dieses Symbol im Himmel den gleichen Stellenwert haben würde :hmm: Ähnlich verhielt es sich zuletzt mit dem Weihwasser...auch das erschien mir irgendwie so menschlich und erinnert mehr an einen Gottesdienst... und ich wollte Elias nicht wie einen Pfarrer darstellen ^^

      Das Feuer hingegen im Kombination mit den Symbolen erschien mir plausibel ... vor allem, da das "Himmlische Feuer" auch noch eine Rolle spielen wird...

      Keine Ahnung, vielleicht laufen meine Gedanken ja auch in die falsche Richtung. Deshalb finde ich eure Meinung zu dem Thema ganz interessant. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dieses Ritual noch cooler zu gestalten, weshalb ich für Ideen/ Vorschläge offen und dankbar bin.Ich weiß auch gar nicht, ob ich das mit der Auswahl der paar Leute für den Schutzsegen drin lassen soll...im Grunde ist es ja nur ein recht überflüssiges Detail... und die Sache mit den Fotos ist eventuell auch nicht die eleganteste Lösung- das gebe ich zu.

      Sensenbach schrieb:

      Ok. Für die Atmosphäre ist das gut. Aber warum braucht Elias das zum "Zaubern"? Engel bräuchten doch eher Licht
      Die zugezogenen Vorhänge fand ich einerseits ganz cool, weil es das Ganze natürlich noch ein bisschen besser wirken lässt...außerdem befürchtet Elias vielleicht auch neugierige Blicke von draußen (?)

      LadyK schrieb:

      Was mich ja noch interessieren würde: Spürt Emilia gar nichts während dieser Prozedur im Kreis? Also so eine Art spirituelles Kribbeln oder so? Du beschreibst zwar, was sie sieht (was übrigens sehr cool geschrieben ist), aber es würde mich wundern, wenn sie nichts spürt
      Witzig, dass du das fragst. Es war von mir tatsächlich beabsichtigt, dass sie nichts "spürt"... wenn du den Anfang vom nächsten Teil lesen wirst, dann wird das vielleicht deutlich ^^


      Sensenbach schrieb:

      Wir sind bei deiner Geschichte schon auf einem hohem Niveau.
      What? :rofl: .... sorry, es fällt mir jedes Mal auf`s Neue schwer ein derartiges Lob anzunehmen ... trotzdem danke :love:




      LG,
      Rainbow
    • Hallo Rainbow!
      Nun bekommt Emilia also einen kleinen, nicht besonders wirksamen Schutz vor Dämonen mit auf den Weg, bevor Elias sie alleine lässt.
      Tja, das lässt Böses ahnen. :huh: :D
      Mir hat die Szene sehr gut gefallen und wie immer konnte ich mir das sehr gut vorstellen!
      Sicherlich, das mit den Fotos der Freunde hat mich etwas schmunzeln lassen, es hat einen Touch von Voodoo, aber ich wüsste auch nicht, wie du das anders machen könntest. Ich meine, lass es einfach so stehen.
      Weglassen würde ich es nicht, denn ich finde es wichtig, dass Emilia auch ihre Familie und Freunde schützen will.
      Zum Thema Kreuz oder Weihwasser: Ich persönlich finde ein Kreuz ein hübsches Symbol und es würde mir auch bei der Zeremonie gefallen. Klar ist es ein ausschliesslich christliches und kein allgemein himmlisches Symbol - aber kommen nicht auch die Engel aus dem christlichen Symbolkreis? Das kannst du aber halten wie du willst. Ich meine, indem du das Kreuz weglässt, bekommt die Handlung einen mehr allgemeingültigen Charakter und ist nicht an eine bestimmte Religion gebunden. Ich denke, das ist wohl auch die Wirkung, die du damit erzielen wolltest.
      Und wie geht es nun weiter? Da bin ich wirklich neugierig!!! :love:
      Meine Geschichte: Meermädchen
    • Liebe @Rainbow

      Kommentar auf den Kommentar …
      Spoiler anzeigen

      Rainbow schrieb:

      Bezüglich des Kreuzes war ich mir dann plötzlich auch nicht mehr sicher, weil ich nicht wusste, ob das nicht vielleicht ein von den Menschen erschaffenes Symbol ist, um ihren Glauben zu demonstrieren. Ich habe mich gefragt, ob dieses Symbol im Himmel den gleichen Stellenwert haben würde Ähnlich verhielt es sich zuletzt mit dem Weihwasser...auch das erschien mir irgendwie so menschlich und erinnert mehr an einen Gottesdienst... und ich wollte Elias nicht wie einen Pfarrer darstellen
      Da hast du auch recht. Ein Kreuz und Weihwasser wäre sehr katholisch. Möglicherweise lohnt es sich mal auf die jüdischen Traditionen zu schauen, oder etwas allgemeiner akzeptiertes zu nehmen.
      Du könntest die Zauberei auch in den Abend verlegen. Dann müssen die Vorhänge zu, damit von aussen kein Licht gesehen wird. Elias könnte die Flamme des Lebens beschwören, die sich hell im Raum manifestiert …

      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • @Rainbow Wieder da...

      Also, ich denke wie viele andere schon gesagt hatten, die Frage ist, wie Elias' Magie denn so sein soll - alles andere passt schon, das ist gut und stimmungsvoll geschrieben.

      Ich haette die Sache so aufgebaut dass Elias als Engel schon irgendwie das Feuer Gottes in sich traegt und gar nicht so viel Bedarf an Symbolik und Invokation hat - aber wir wissen schon dass er nicht diese Art von Engel ist. :)

      Nachdem Du Dich mit deinen Hierarchien der Engel schon in die Kabbala begeben hast - kann man fortspinnen. Kabbalistische Magie orientiert sich um die Namen Gottes (jeder Sphaere sind nicht nur Engel und Erzengel sondern auch ein Name Gottes zugeordnet) - jeder Name ist, durch die Zahl und Symbolik seiner Buchstaben, gleichzeitig eine magische Formel.

      Die 'mystischen Symbole' die Emilia da sieht koennten dann eben die hebraeischen Buchstaben sein die die Namen schreiben die er invozieren will (wenn Dich das Thema interessiert, kann ich Dir eine kleine Einfuehrung in kabbalistische Symbolik (PDF-file) schicken...) - das braucht aber hier gar nicht so perfekt ausgearbeitet sein, weil Emilia das ja nicht versteht was er da genau tut.

      Die Idee dass er wenig 'Material' benoetigt sondern dass er einfach so Linien aus Licht zeichnen kann wuerde ich konsequent weiterverfolgen. Dass das Licht gruen ist, passt glaube ich eher weniger - das hat normalerweise eine eher fiese Assoziation.

      Das Kreuz wuerde ich dann auch vermeiden. :)
    • Feedback zum Feedback


      Kirisha
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      Kirisha schrieb:

      Sicherlich, das mit den Fotos der Freunde hat mich etwas schmunzeln lassen, es hat einen Touch von Voodoo, aber ich wüsste auch nicht, wie du das anders machen könntest. Ich meine, lass es einfach so stehen.
      Ja, das mit dem Voodoo ist gut :rofl: Mir kam zwischendurch mal der Vergleich mit der klassischen Geisterbeschwörung in den Sinn, die man früher im zarten Teenie-Alter schon mal praktiziert hat. Gehört wahrscheinlich in die Kategorie "Gläserrücken" :D In meiner ursprünglichen Fassung war das Ganze dann auch etwas humorvoller verpackt und Emilia lässt einen Spruch dazu ab....das war mir dann aber später irgendwie zu flapsig und ich habe versucht, es doch etwas ernsthafter und Respekt einflößender darzustellen...aber die Sache mit den Bildern ist nun noch so ein Überbleibsel aus der Urfassung. :pardon: Ich bin da noch nicht ganz sicher, ob es so bleiben wird. Na ja, mal sehen, ob es noch andere Meinungen dazu geben wird.

      Ansonsten wird das Kreuz und das Weihwasser für`s Erste wegbleiben... ^^ Ich überlege mir vielleicht noch was anderes...Cooleres :D

      Kirisha schrieb:

      Und wie geht es nun weiter? Da bin ich wirklich neugierig!!!
      Hinsichtlich des Wunsches einer gewissen Dame mit romantischer Veranlagung :grinstare: , tüftelt Rainbow gerade an einer Überarbeitung-wie du ja weißt. :) Wenn ich allerdings in dem bisherigen Tempo vorankomme, wird es hier frühstens in einigen Monaten weitergehen... es ist im Moment wirklich zum Verrückt werden... :panik: Ich finde kaum mehr ein paar zusammenhängende ruhige Stunden, um mich meinem Kram zuzuwenden. Wie soll man sich da bitteschön in eine Stimmung versetzen oder in einen Schreibfluss kommen?



      Sensenbach
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      Sensenbach schrieb:

      Möglicherweise lohnt es sich mal auf die jüdischen Traditionen zu schauen, oder etwas allgemeiner akzeptiertes zu nehmen.
      Ja, ich werde mich noch mal ein bisschen inspirieren lassen ^^

      Sensenbach schrieb:

      Du könntest die Zauberei auch in den Abend verlegen. Dann müssen die Vorhänge zu, damit von aussen kein Licht gesehen wird.
      Auch das wäre eine Möglichkeit. Da es ja Winter ist, wird es ohnehin früher dunkel. In Anbetracht der Tatsache, dass sie laut Radiowecker um halb zwölf wach geworden ist, dann die Unterhaltung mit Freddy und Elias in der Küche hatte und im Anschluss sofort in ihre Wohnung gegangen ist, war für mich klar, dass es gerade mal früher Nachmittag sein dürfte. Es könnte aber ja auch sein, dass der Gedankentransfer etwas länger gedauert hat und sie quasi danach feststellt, dass es bereits dunkel draußen geworden ist :hmm: Uahhh.... das wäre ja voll spooky... :)

      Sensenbach schrieb:

      Elias könnte die Flamme des Lebens beschwören, die sich hell im Raum manifestiert …
      Auch eine schöne Idee :thumbsup: Ich überlege mir noch was...vielleicht lässt sich ja auch was kombinieren...



      Thorsten

      Spoiler anzeigen


      Welcome back! :D
      Ich hoffe, du bist gut erholt und kannst ein Weilchen von deinem Urlaub zehren. Meistens verpufft die Entspannung ja viel zu schnell wieder.


      Thorsten schrieb:

      Ich haette die Sache so aufgebaut dass Elias als Engel schon irgendwie das Feuer Gottes in sich traegt
      Na ja, das eine schließt das andere ja nicht aus. Alleine die Tatsache, dass er die Schriftzeichen benutzt, die aus ihm herausfließen, heißt ja nicht, dass er nicht das göttliche Feuer in sich tragen kann...vielleicht bedient er sich ja dieser Energie....eventuell könnte ich ihn das Ganze ja auch noch etwas ausführlicher erklären lassen...aber ich weiß nicht, ob das hier an der Stelle nicht den Rahmen sprengen würde :hmm: Muss ich mir mal überlegen.


      Thorsten schrieb:

      (wenn Dich das Thema interessiert, kann ich Dir eine kleine Einfuehrung in kabbalistische Symbolik (PDF-file) schicken...)
      Aus reinem Interesse würde ich mir das schon gerne mal ansehen. Ich weiß zwar nicht, wie viel davon ich letztlich übernehmen und einbauen werde, aber man könnte es ja mal im Hinterkopf behalten. Also, immer her damit. :)


      Thorsten schrieb:

      Dass das Licht gruen ist, passt glaube ich eher weniger - das hat normalerweise eine eher fiese Assoziation.
      Na gut ^^ Ich ändere das.. hast recht. Das wirkt eine Spur zu bedrohlich.. obwohl es das in dem Moment für Emilia auch sein sollte...es sollte schon irgendwie Respekt einflößend aussehen und sie sollte sich schon ein bisschen überwinden müssen, um da mitzumachen. Aber dennoch muss es keine grüne Flamme sein...ich schaue mal, was ich draus mache.


      Thorsten schrieb:

      Das Kreuz wuerde ich dann auch vermeiden
      Jepp. Das Kreuz ist aus dem Rennen :)

      p.s.: Du hast dich nicht zu der Sache mit den Bildern geäußert. Findest du das albern oder zu sehr voodoo-mäßig? Ich überlege, ob ich das streichen soll...oder ob es vielleicht eine elegantere Lösung gibt, um das darzustellen.



    • Rainbow schrieb:

      p.s.: Du hast dich nicht zu der Sache mit den Bildern geäußert. Findest du das albern oder zu sehr voodoo-mäßig? Ich überlege, ob ich das streichen soll...oder ob es vielleicht eine elegantere Lösung gibt, um das darzustellen

      Naja, generell wuerde ich sagen, Bilder, Kreise, Symbole, Weihrauch oder was auch immer sind alles Hilfsmittel, das essentielle bei Magie passiert im Kopf (um Dolores Ashcroft Nowicki zu zitieren - 'Jeder Magier der sein geweihtes Salz wert ist sollte notfalls nackt in der Wueste arbeiten koennen', aka ohne jedes Hilfsmittel)

      Insofern... ich wuerde denken dass Elias einen sehr direkten Draht zur goettlichen Macht hat und den ganzen Zinnober eigentlich nur sehr wenig braucht. Die Bilder waeren mehr was, was ich einem menschlichen Magier (so es das in der Geschichte gibt...) zutrauen wuerde. Fuer einen Engel finde ich's eher schwach.

      Aber wie gesagt, Elias ist uns von Anfang an nicht als der Engel begegnet der Gottes Wort in sich spuert oder sonderlich spirituell ist - insofern ist das hier jetzt kein neuer Punkt :)

      Wg. PDF - kannst Du mir eine PN mit einer email von Dir schicken? Dann maile ich Dir das.
    • So,ich bin mittlerweile beim 17. Kapitel angekommen und habe relativ wenig zu maulen. Deshalb auch nur zwei Anmerkungen. Der Rest war meines Erachtens gewohnt tippi-toppi.

      Rainbow schrieb:

      „Du hältst mich ja offensichtlich für verrückt und glaubst mir kein Wort, von dem, was ich schon die ganze Zeit versuche, dir zu sagen. Das da drin …“, er deutete über seine Schulter zu Emilias Wohnung, „… das waren ziemlich eindeutig Kreaturen dämonischen Ursprungs und die reagieren üblicherweise so auf Wesen wie mich. Anscheinend habe ich sie überrascht, weshalb sie sich aus dem Staub gemacht haben. Ich kann deshalb nicht mit Sicherheit sagen, um welche Art Dämonen es sich gehandelt hat.“
      Da habe ich ein wenig gestutzt. Er scheint das ja ziemlich nüchtern aufzunehmen, dass die Höllendiener Emilia bereits bis in ihre Residenz verfolgt haben. Irgendwie hatte ich erwartet, dass er deutlich an Coolnes einbüßt, weil Dämonen, die seinem Schützling derart nahe gekommen sind, ja ein oberheftig schlechtes Omen bedeuten und für jemanden wie Emilia (gerade so jemanden wie Emilia) eine große Gefahr darstellen. Gerade weil Elias weiß, wie unbeholfen sie sein kann.

      Vielleicht habe ich auch einen Zusammenhang übersehen oder es kommt noch was erklärendes, dass die Reaktion aufschlüsselt, aber hier war ich von seiner Reaktion erstmal etwas... überrumpelt. Ich hatte einfach damit gerechnet, dass sein Beschützerinstinkt von dem Moment an komplett das Ruder übernimmt und weniger, dass besagter Instinkt weggetreten in der Mannschaftkajüte in einem Transportnetz pennt. ^^


      Und das andere:

      Emilia ist sicher nicht dumm, aber über etliche Zeilen lang ziemlich betüdelt. Trotzdem drückt sie sich relativ gewählt und annähernd Wortgewandt aus, auch wenn man ihrer Denkweise anmerkt, dass die Getränke vom Glühweinstand das Chaos in ihrem Kopf noch etwas gesteigert haben. Während wir dem Erzähler über die Schulter schauen, reflektiert sich die Betrunkenheit für meinen Geschmack etwas zu wenig in der Art und Weise, wie sie spricht.
      Die Wortwahl könnte ruhig noch etwas einfacher oder sogar roher (fluchiger?) ausfallen, vielleicht muss sie zwischen dem Hin und Her während der Gespräche auch mal nach einem Wort suchen - als müsste sie überhaupt eines finden, was nicht völlig sinnentfremdet ist, anstatt sich das Schönste aus 5 ähnlichen Optionen auszusuchen.
      Die körperlichen Auswirkungen des Alkohols hast du immer mal wieder aufgegriffen, das hat alle gepasst. Nur die Sprache war mir ein bisschen zu wenig beeinflusst, dafür, dass sie knapp 1-2 Stunden vorher noch vor der Kirche rumgetorkelt und auf jedem Schritt fast 3 mal gestürzt ist.
      Sicher mag es auch Leute geben, die in solchen Situationen immer noch 95% ihres Sprachschatzes abrufen können, aber authentischer fände ich es, sich an die Referenz der großen Masse zu halten.

      Weil... wer so prächtig einen sitzen hat, der spricht nicht mal eben geradeaus. #isso :D


      Das war's dann auch schon. Wie gesagt, der Rest war super und hat sich in gewohnter Manier flüssig und zügig weggelesen. Bin mal gespannt, wann Emilia die Pille endlich runterschluckt, dass sie einen Engel an den Fersen kleben hat 8)
      Halt !
      Stop !
      Zutritt nicht gestattet !
      Lesen verboten !

      ... obwohl, macht doch was ihr wollt. Ich bin eine Signatur, kein Cop.

      "Das Erbe der letzten Wächterin" - High Fantasy
      Der Preis eines Lebens - Kurzgeschichte
    • So! Ich bin zurück! :D

      Ich war glaube bei Kapitel 22 stehengeblieben. Dann schauen wir mal :)

      Im ersten Teil (Duschszene) fehlt es an nackter Haut ... äh stopp falscher Gedanke *räusper* da könnte man evtl. noch genauer darauf eingehen, wie es sich für sie anfühlt, wenn sie sich von Elias entfernt. Lässt sein Schutz mit jedem Schritt nach oder geht das schlagartig? Lässt es sie zögern? Langsamer gehen? Das wäre eine gute Gelegenheit, diesen "Schutzzauber" und seine Wirkung zu verdeutlichen, weil sie ja doch öfters sehr gefasst reagiert.

      Kapitel 22.1

      Rainbow schrieb:

      Einen Moment brauchte Emilia bis sie ausmachen konnte, wo die sonderbare Lichtquelle herrührte, die das Farbenspiel an den Wänden hervorrief. Es waren die Holzdielen ihres Fußbodens, auf denen jetzt fremdartige Zeichen aufloderten. Wie glühende Kohlen glommen die verschnörkelten Hieroglyphen auf und verblassten dann wieder, als folgten sie einem Rhythmus oder einer Melodie, welche für ihre Ohren jedoch im Verborgenen blieb.
      Solche Beschreibungen gefallen mir bei dir immer besonders gut :)

      Ich weiß jetzt nicht, ob du an dem Wirken des Schutzzaubers schon was nach den ganzen Kommis geändert hast, aber ich finde den Teil super. Er ist stimmungsvoll und auch die bildliche Darstellung gefällt mir. Das "Klischeehafte" (also Fenster zu etc) stört mich überhaupt nicht. Das ist halt so in deiner Geschichte und es ist schön dargestellt. Ganz ehrlich gesagt, fände ich sogar mehr "Wirkung" zum bisherigen Stand der Geschichte fast zu überzogen. So viel Magie haben wir noch nicht gesehen und dieser dezente Zauber gefällt mir in der menschlichen Welt. Das lässt auch noch Spielraum nach oben für später, wenn es dann vielleicht doch mal göttlich kracht. :)

      LG
      Rebirz
      Da sitzen sie wieder alle und fressen Eis ... Als wüssten sie nicht, wie ein Bier aufgeht!