Elementery_ Das Feuer des Phönix

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    • Elementery_ Das Feuer des Phönix

      Elementery

      Das Feuer des Phönix


      Der Prolog



      Die Sonne strahlte durch die hohen Fenster des Tempelganges und warf lange Schatten auf dem mit blauen Kreisen bedeckten Boden. Auf diesem schritt ein Mann in langen weißen Umhang dahin. Der Mann trug eine weiße Kapuze und sein Umhang war mit goldenen Federn bestickt. Der Rand wies mehrere weise Federn auf.
      „Vater!“ , rief ein junges Mädchen mit blondem Haar und rannte auf dem Mann zu.
      Freudestrahlend warf sie sich in dessen Arme und wurde hoch gehoben.
      „Meine kleine Lehari, ich muss nur nach dem rechten sehen.“, sagte der Mann.
      „Lord Leonor!“ rief eine weitere Stimme und eine Mann in gelber Kleidung und einem weisen Umhang kam in den Gang gelaufen.
      „Eine Nachricht von den Krieger der Elemente.“, teilte der Mann dem Luftlord mit.
      Lehari sah ihren Vater nachdenklich an, als er die Schriftrolle entgegen nahm.
      Leonor rollte sie auf und begann zu lesen.
      Das Mädchen bemerkte, wie ihr Vater zu erst die Augen aufriss und dann leise einen Namen vor sich hin murmelte.
      „Kronor!“, flüsterte Leonor mit zitternder Stimme und sah den Boten an.
      „Mein Lord! Die Elekar stehen euch auch im Krieg bei. Das ist das mindeste, was wir tun konnen um dem Freund unseres Gründers zu dienen.“ , sagte der Mann und verbeugte isch tief.
      „Gehe zum den Luftreitern und sage ihnen, dass sie die anderen Reiche Elementerys warnen sollen. Sie sollen im Wasserreich beginnen.“, bat Leonor den Boten.
      „Wie ihr wünscht, Lord Leonor!“, sagte dieser und rannte in die richtung aus der er kam.

      Lehari griff ihren Vater am Arm und versuchte die Schriftrolle zu packen, doch Leonor hielt sie sofort aus der Reichweite seiner Tochter. Doch die Neunjährige erhaschte einen Blick auf die ersten Zeilen.
      „Mein Vater ist gestorben und mein Bruder Kronor hat den Thron ansich gerissen. Er hat mich dem Gebrauch von Schattenbeherschung bezichtigt und mich ins Gefängnis geworfen. Doch ich plane bereits mit den Elekar meinen Ausbruch. Er hat Vaterspläne zur befreien des Elementarthrons gefunden. Er wird Krieg über alle bringen.Er hat vor Euch gegenseitig aufhetzten. Doch dazu brauch er etwas von dir. Er weiß, dass Elanar es nach dem Verschwinden des Elementars zu euch brachte.“, laß Lehari leise.
      „Tochter!“, rügte sie ihr Vater und rollte das Pergamentblatt zusammen und steckte es in seine Tasche.
      „Wer ist Kronor?“, fragte die kleine Lehari.
      „Jetzt wohl der Feuerlord, meine kleine Feder.“ , antwortete Leonor und ging den Gang entlang.
      Lehari sah ihm einige Minuten hinterher und folgte ihm dann.

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    • Der Prolog

      Vom Bruder Kronors und die Nebelwächter





      Das kleine Mädchen sah sich den Gang währenddessen an und entdeckte ihr unbekannte Bilder von Menschen mit mächtigen großen Federflügeln. Sie wusste, das es ihr Volk war.
      „Vater, was ist das?“, fragte sie und sah auf einen Drachen und mehrere orange Männer, die gegen ihr Volk kämpfte und versuchte den Drachen zu schützten.
      Das Bild zog sich über die ganze rechte Wand des Ganges.
      „Dies, meine Tochter, ist der Rat der Elekar. Die Elekar wurden von Lord Kronors Vater zum Schutz seines erstgeborenen Sohnes ins Leben gerufen. Es gab einst eine schweren Kampf zwischen uns und dem Feuerreich. Mein Vater forderte das Phönixfeuer für sich. Er wollte Feuer und Flügel wieder vereinen. Ich war erst sieben Jahre alt. Wir könnten das Feuer stehlen und Kronors Vater schwor Rache. Die Feuerbeherrscher überfielen uns und ich wurde von den Prinzen verschleppt. Offenbar wollte man mich gegen das Feuer eintauschen.
      Kronor hatte damals einen unglaublichen Hass auf andere Völker. Er wollte mich einfach töten und foltern. Doch sein älterer Bruder lies das nicht zu. Die beiden Brüder kämpften und der Kronprinz besiegte Kronor. Seitdem ist ein unglaublich schwieriges Verhältnis zwischen ihnen entstanden.
      Kronors Bruder beschützte mich danach und schließlich lieferte er mich sogar an Vater aus und verhinderte das der Feuerlord an das Phönixfeuer kam. Seit her bin ich mit ihm befreundet und stehe in seiner Schuld.“ , erklärte Leonor.
      „Stammt der Brief von Kronors Bruder?“, fragte Lehari.
      Der Luftlord nickte und ging dann weiter.
      Seine Tochter folgte ihm und musterte den Drachen. Eine großer Kreis, wessen ein silbernes Kreuz in der Mitte hatte, war auf dessen Stirn gemalt. So teilte sich der Kreis in vier Teile, die jeweils mit der Farbe rot, weiß, blau und grün gefüllt waren. Es waren die Farben der Elemente.
      „Ist dieser Kronprinz ein Drache?“, fragte Lehari, „Ich sehe keinen Reiter auf dem Drachen.“
      „Nein, kleine Feder! Die Feuerelems sind Menschen, wie wir. Aber der Kronprinz benutzte damals die Macht des Gleichgewichts. Er wurde von der Göttin in einen Drachen verwandelt.“, erklärte der Lord und ging zum Ende des Ganges.
      Lehari folgte ihm rasch und kehrte dem Bild den Rücken zu.

      Leonor und Lehari betraten eine große Halle, sie war riesig und kleine weiße Fledermäuse schwirrten unter der Decke umher.
      Leonor blieb stehen und hielt seine Tochter mit dem Arm zurück.
      Lehari sah die Fledermäuse an und fand sie gruselig.
      Das kleine Mädchen betrachtete das graue Fell und die schneeweißen Flügel mit langen gebogenen Krallen. Die silbernen Augen der Tiere schienen tief in ihr Herz zu blicken.
      Lehari zitterte und fand diese Wesen schrecklich.
      Ihr Vater nahm ihre Hand und sah sie an. Sie erwiderte seinen Blick beschämt und versuchte ihr klopfendes Herz zu beruhigen.
      „Hab keine Angst, mein Kind!“, sagte der Luftlord und ging in die Knie. Er nahm die winzigen zarten Hände seiner Tochter.
      „Irgendwann, wenn du bereit bist, werden diese Hände die Luft beherrschen. Dann kann dir keiner mehr was. Luft ist stark und mächtig. Sie ist überall, ein Vorteil den ansonsten nur die Erdbeherrscher besitzen. Aber selbst sie können der Erde entzogen werden. Aber Luft verlässt uns niemals. Es gibt nur Luft oder Tot, meine Tochter. Ein Vakuum wurde uns töten. Es gibt also keine Möglichkeit uns unserer Macht zu berauben, ohne uns zu töten.“, erklärte Leonor und sah in die blauen Augen seiner Tochter.
      Er verdrängte den Gedanken an Leharis Mutter, die ebenfalls diese Augen gehabt hatten und stand dann wieder auf.
      „Wann werde ich die Beherrschung lernen, Vater?“, fragte Lehari.
      „Bald, Lehari! Nun komm und hab keine Angst. Solltest du jemals, ohne mich, diesen Weg beschreiten, darfst du keine Angst haben. Die Nebelwächter reagieren auf Angst. Sie fressen Menschenfleisch und werden von Angst angezogen. Ihre Beute jagen, sie in dem sie diese in Nebel hüllen. Ich bin bei dir und werde dich beschützten. Habe keine Angst, kleine Feder!“, erklärte Leonor und legte seinen Arm um das kleine Mädchen und schob sie Langsam in die Halle.
      Lehari atmete tief durch und die Nebelwächter über ihr begannen zu kreischen und einer flog auf die beiden Luftelems zu.
      Lehari schrie auf und zitterte am ganzen Körper.
      „Zügele deine Angst!“, schrie ihr Vater und presste sie an sich, während er den Arm hob.
      Lehari versuchte durch Atmen die Panik zu vertreiben, doch es klappte nicht. Die Nebelwächter kamen immer näher und dann hatte sie der erste erreicht. Doch Leonor wedelte einmal kurz mit seiner Hand und eine Sicher aus Luft stieß den Nebelwächter davon. Dann drehte der Luftbeherrscher seine Hand im Kreis und eine Art Tunnel fing die Nebelwächter ein und ein Luftstrom stieß sie immer weiter von dem Lord und seiner Tochter fort.
      Dann hob Leonor seine Tochter hoch und rannte mit ihr durch die Halle.
      Lehari sah auf der anderen Seite eine Nebelwand aufragen und gerade noch rechtzeitig tauchten sie in den Nebel ein und die Wächter blieben in der Halle zurück.
      „Ich kann nichts sehen, Vater!“, schrie Lehari und spürte wie Leonor sie herunter setzte. Panisch klammerte sie sich um seine Hüfte und starrte durch die dicke Nebelwand um sie herum.

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    • Kapitel 2

      Der Wasserlord



      Der Wind blies über die weite Steppe und wirbelte Grashalme auf. Eine lange Strecke legte der Wind zurück, biss er auf einen kleinen Jungen und seinen Vater traf. Der siebenjährige Junge ritt auf einem braunen Feuerpony an der Seite der schwarzen Stute seines Vaters. Der Junge hatte schwarze Haare und sah aus orangen Augen seinen Vater an. Er hielt die Zügel nun etwas fester und lächelte seinen Vater stolz an.
      Lass uns voraus reiten, Zokkan!“, rief der Junge. Das Pony beschleunigte und er nahm das Schnauben der Nüstern war. Die roten Flammen, die die Mähne bildeten, flackerten im Wind. Auch triefte das braune Fell des Ponys vor Schweiß.
      Kenji, warte!“, rief der Vater ihm hinter her und seine Hände wichen der Flammenmähne seiner Stute aus. Doch sein Sohn hörte ihn nicht.
      Zokkan trug Kenji immer weiter über die Steppe, biss sie zu einer Mauer kamen. Die Mauer war riesig und erstreckte sich über den ganzen Horizont. Kenji hielt Zokkan an und stieg vom Rücken des Ponys. Er stapfte durch das hohe Gras biss hin zur Mauer und musterte die riesigen Berge hinter der Mauer. Es war ein Gebirge, das Ewtripoes Gebirge, wessen die Grenze des Landes Feuer I'Fepoes zum Luft I'Fepoes bildete. Kenji bemerkte einen Stein, der aus der Mauer heraus stand. Er ging zu dieser Stelle und sah sich den Stein an. Er war heller als die anderen Mauersteine. Er sah auch aus, als ob er immer wieder angefasst wurde. Kenji streckte gerade die Hand aus, als er eine Bewegung am Himmel wahrnahm. Über der Mauer kreisten Menschen mit Flügeln. Kenji konnte nicht viel erkennen, aber er sah eindeutig sechs Männer mit Flügeln am Himmel. Es mussten Luft-Elems sein. Er starrte in den Himmel und winkte den Männern. Doch sie nahmen keine Notiz von ihm. Also widmete sich Kenji wieder dem Stein und umfasste ihn. Fast aus einem Instinkt heraus nahm er den Stein fester und zog ihn aus der Mauer. Es tat sich ein großes Loch in der Form von dem viereckigen Mauerstein auf und der kleine Junge steckte seine Hand hinein.
      Kenji! Nicht!“, rief die Stimme von seinem Vater. Der Junge nahm Hufe war und dann ein ratschen, wie als ob etwas über Erde geschliffen wurde. Kenji´s Finger spürten Etwas papierartiges und er umschloss es fest. Dann zog er seine Hand, samt dem Etwas heraus und spürte im selben Moment eine Hand auf seiner Schulter.
      Was hast du da, Kenji?“, fragte sein Vater Dragoon. Kenji sah sich die Rolle an und fand eine klitzekleine Handschrift, die die Wörter „an Lonji“ bildete. Dragoon sah seinen Sohn erschrocken an. Er wollte die Rolle Kenji aus der Hand reißen, aber in dem Moment traf die Beiden ein heftiger Windstoß. Beide wurden von den Füßen gerissen und rutschten über den grasbedeckten Boden. Kenji blieb weit von seinem Vater entfernt auf dem Gras liegen. Er versuchte sich zu erheben, doch seine Arme waren aufgescharrt und er blieb vor Schmerz wimmernd liegen. Kenji beobachtete seinen Vater der sich mit Feuerstößen gegen seine Angreifer wehrte. Doch zwei Luftelems kreisten über Dragoon und schlugen mit ihren Flügeln Windböen ihm entgegen. Drei weitere Luftkrieger hatten seinen Vater umstellt und griffen ihn mit scharfen Luftsicheln an. Dragoon legte seine Handflächen nach innen und hob seine Hände. Ein Kreis aus Feuer entstand um ihn herum. Kenji staunte über diese Präzise Beherrschung des Elements Feuer, die sein Vater, der Sohn des Feuerlords, besaß. Der Prinz von Feuer I'Fepoes feuerte aus diesem Flammenkreis Feuerbälle auf seine Angreifer. Kenji konnte nur fünf der Luftkrieger sehen. Doch wo war der Sechste?
      Plötzlich hörte Kenji einen dumpfen Aufschlag neben sich. Er wurde von einer Windbrise in eine stehende Haltung gezwungen. Seltsamerweise kühlte die Luft seine aufgerissene Haut.
      Doch dann schlang sich ein Arm um ihn. Kenji wollte Schreien, doch in diesem Moment legte sich eine Hand auf seinen Mund.
      Schscht! Ich tue euch nichts, Prinzensohn.“ , flüsterte eine Stimme in sein Ohr. Kenji versuchte zu schreien, doch die Hand auf seinen Lippen erstickte den Schrei.
      Wehrt euch nicht! Sonst lasse ich euch fallen, dann schwebt ihr der Erde entgegen. Also haltet still, wenn euch eurer Leben lieb ist, kleiner O'Ferileri!“, sagte der Luftkrieger und dann sprang er in die Luft und riss Kenji mit sich. Kenji schrie unter der Hand hervor und strampelte mit den Füßen. Er würde von seinem Angreifer durch die Luft getragen und spürte den Luftzug der Flügel, wenn sie sich bewegten. Aus lauter Angst, dass sein Entführer ihn los lies und er hinunter fiel, bewegte er sich nicht mehr. Er blickte nach unten und sah seinen Vater in eine rote Kugel gehüllt da sitzen. Zwei der Luftkrieger lagen Tod am Boden und die anderen drei versuchten das Schutzschild, dass Dragoon um sich geschaffen hatte, zu durchbrechen.
      Ich kann sie nicht besiegen! Helf mir, Drag!“, trug der Wind Dragoons Worte zu Kenji.
      Endlich Xatar, Endlich bin ich wieder frei! Wir werden unseren Sohn retten.“, sagte eine Stimme. Sie klang zwar so wie die von Kenjis Vater, aber sie war viel aggressiver.
      Dragoon erhob sich. Seine Augen schimmerten voller Hass und Schmerz. Er hob die Hände und mit nur einer einzigen Fingerbewegung, explodierte das Schutzschild um Kenjis Vater. Als der Rauch sich verzogen hatte, lagen die drei Luftkrieger völlig verbrannt am Boden. Sie waren tot. Kenji sah, dass der Blick von Dragoon auf ihn gerichtet war. Der Prinz stieg in die Höhe und unter seinen Füßen entstanden Flammen, die ihn trugen. Auch aus seinen Händen sprossen Flammen, mit denen der Prinz lenkte.
      Kenjis Entführer beschleunigte und der junge Prinzensohn wäre fast aus seinen Armen gerutscht. Doch der Luftkrieger konnte ihn noch festhalten. Dann erreichte Kenji und der Luftelem die Berge des Ewitrepoes Gebirges. Der geflügelte Elem setzte auf einer Steinplattform auf und warf den Jungen auf dem Boden. Kenji sah seinen Entführer nun zum ersten Mal. Es war ein Mann, mit einem weißen Umhang, weisem Hemd und weißer Hose. Auf seinem Hemd war ein Adler abgebildet, das Wappentier der Luftlords. Sein Haare waren blond und er lächelte Kenji an.
      Wer seit ihr?“, fragte Kenji.
      Gebt mir die Schriftrolle!“, befahl der Luftbeherrscher.
      Warum sollte ich!“, fauchte Kenji zurück.
      Eure Hoheit, ihr solltet mich nicht provozieren!“, fauchte der Mann und Kenji spürte wie der Wind um ihn herum stärker wurde.
      Sagt ihr mir wer ihr seit?“, fragte Kenji. Er war schon immer mutig gewesen.
      Ich bin Leanaro, Sohn von Luftlord Leonor und Enkel des Großen Federflüglers Laras. Außerdem bin ich nicht nur Hauptmann der Grenzwächter meines Landes, sondern auch ein Elekarkrieger. Die Schriftrolle hat der Herr der Elekar dort versteckt und ich bin für ihren Schutz verantwortlich.“ , erklärte der Luftkrieger. Er hielt eine goldene Brosche, wie zum Beweis hoch. Die Brosche trug ein Wappen, dass folgendermaßen aussah: zwei Schwerter, die sich kreuzten und um sie herum war ein Adler, ein Phönix, ein Delphin und ein Hirsch zu sehen. Das alles wurde von einem goldene Kreis umschlossen.
      Warum? Was ist an dieser Schriftrolle so wichtig?“, fragte ich.
      Das weiß ich selbst nicht.“, gab Leonaro zu. Plötzlich erschien ein lilanes seltsames Tor und ein Mann in Gold kam daraus hervor.
      Mein Großneffe kann sie behalten. Bei ihm ist das Geheimnis meiner Lonji in Sicherheit.“, sagte der Mann und verschwand wieder durch das Tor.
      Kenji! Kenji! Wach Auf!“, hörte der Siebenjährige eine Stimme. Jemand rüttelte ihn an der Schulter.

      Kenji O'Ferileri, Sohn von Prinz Dragoon und Prinzessin Araya Zigo, öffnete die Augen und sah in das Gesicht seines Zwillingsbruders. Der Vierzehnjährige Kaitho lächelte ihn an.
      „Ist es schon so spät?“, brummte Kenji und zog sich die rote Decke über den Kopf.
      „Nein, aber ich wollte mich von dir verabschieden. Ich werde gleich abgeholt. Die rote Stunde setzt gleich ein. Man kann schon die rote Linie sehen.“, antwortete sein Bruder.
      Kenji setzte sich auf und sah zum Fenster. Tatsächlich zog sich bereits über den Himmel eine rote Linie und die Nacht wich dem rötlichen Licht der sogenannten roten Stunde, die Tageszeit der Liebe. Der Junge warf seine Decke von sich und schwang seine Beine aus dem Bett.
      „ Nicht so schnell Bruder! Du kannst noch schlafen! Wir haben gerade mal eine Stunde vor Sonnenaufgang.“, meinte Kaitho. Doch Kenji stand einfach auf und ging zum Schrank und zog sich sein rotes Nachtgewand aus Satin über den Kopf. Er stand nun nur in Unterhose vor seinen Zwilling. Kenji nahm aus seinem Schrank schwarze Kleidung heraus und sein Blick fiel auf das Familienfoto, dass am Schrank hing.
      Das Foto zeigte eine kleine Famillie, Kenjis Familie. Als erstes stand da ein noch schwarzhaariger Mann mit einem langen Bart. An Kleidung trugen alle auf dem Bild einen roten Anzug mit einen Drachen auf der Brust. Der Mann mit Bart hatte gelbe Augen. Es war Kenjis Großvater, Feuerlord Kronor O'Ferileri. Neben Kronor, stand Lady Dragia, Kenjis Großmutter und Kronors Frau. Sie trug lange braune Haare und ihr Gesicht war gut geformt und ihre grünen Augen zeigten Jedem, dass sie anders war. „ Die Frau ohne Erinnerungen!“, murmelte Kenji. Er wusste, das Kronor sie an einem der Vulkane völlig entkräftet und verletzt fand, als er 33 gewesen war. Sie konnte sich an nichts erinnern und Kronor hatte ihr den Namen Dragia, Drachenfrau, gegeben. Sie war vor 15 Jahren einfach gegangen und hatte ein Haus in der Stadt unter falschem Namen gekauft. Man hatte ihnen nur gesagt, das Großmutter und Großvater sich getrennt hatten und das Meinungsverschiedenheiten bezüglich Kenjis Vater dies ausgelöste hatte. Kenji wusste, dass es noch vor seiner Geburt gewesen war. Seine Mutter Araya hatte ihm erzählt, dass Dragoon zu dieser Zeit krank geworden war.
      Vor Kronor und Dragia standen die Söhne der Beiden. Rechts war Prinz Kento O'Ferileri. Er trug lange schwarze Haare und ein Lächeln untermalte seine grünen Augen. Kento war sehr jung. Er war schließlich ganze vier Jahre jünger als sein Bruder. Kento war jetzt 40 und da auf dem Bild musste er 26 sein, da Kenji wusste, das sein Onkel seinen Sohn mit 19 bekommen hatte und vor Kento ein siebenjähriger Junge stand. Kenjis Cousin Lenlu sah seinem Vater unglaublich ähnlich. Er trug kurze schwarze Haare und eine bräunlicher Haut als der Rest der Familie.Dies zeichnete ihn äußerlich als der Sohn seiner Mutter Lenlani aus. Die Frau neben Kento trug ein langes rotes Kleid und an ihrem Hals hing eine Kette mit einem goldenen Phönix. Sie hatte lange rote Haare und ihre Augen schimmerten leicht rötlich, obwohl ihre Iris eindeutig hellblau war. Kenji hatte Lenlani nie kennlernen können, da sie vor seiner Geburt bereits Kento verließ.
      Neben Kento war ein großes Loch, was nur die die Schrankwand zeigte. In einem Wutanfall hatte Kenji alle Bilder von seinem Vater unkenntlich gemacht. Dragoon war nicht gerade der Vater den man sich wünschte.

      Der Traum mit dem Ausritt lag nun drei Jahre zurück und danach hatte alles angefangen. Er konnte sich noch daran erinnern, wie sein Großvater Dragoon bei einen Treffen der Lords von Elementery beschimpft hatte und ihn Xatar genannt hatte. Dragoon hatte geantwortet, dass dieser schon lange weg war und dass er, Dragoon, Drachensohn, jetzt der eigentlich rechtmäßige Kronprinz war. Kenjis Mutter hatte ihren Kindern erklärt, dass die Krankheit ihres Vaters zurückgekommen war und der Feuerlord selbst, hatte seinen Erstgeborenen für einen Monat im Kerker eingesperrt. Doch dann kam Dragoon wieder frei und er war verändert. Er verachtete Kenji und Kaitho. Doch der Feuerlord verbrachte nun mehr Zeit mit seinem Sohn und mit der Zeit wurde Kenjis Vaters der Liebling seines Vaters.
      Kenji musterte seine Mutter. Sie hatte lange rote Haare und war wunderschön. Ihre blauen Augen strahlten selbst auf diesem Bild diese Ruhe aus, die sie inne hatte. In ihren Armen lag Kenji selbst, mit seinem Bruder Kaitho.
      Kenji sah auf sein eigenes winziges Gesicht und musste Lächeln. Seine Mutter hatte immer von dieser Zeit geschwärmt. Sie war Glücklich über ihre Söhne gewesen und war dies heute noch. Araya behandelte Kento und Kaitho mehr liebevoll als ihre jüngere Tochter Saraya.

      Kenji wandte sich vom Schrank ab und ging zum Bett. Er legte seine schwarze Reithose mit dem schwarzen Oberteil, wessen leichte Panzerung im Stoff versteckt hatte und seine Reithandschuhe auf das Bett.
      „Keni, warum ziehst du das an? Ich muss die Zeremonie und den Weg zum Kloster alleine Meistern. In den nächsten zwei Jahren bist du dran. Du kannst nicht mit kommen. Das würde unsere Lehrerin nicht erlauben.“, erklärte Kaitho. Der Spitzname Keni, der noch aus der Zeit wo sie Kleinkinder gewesen waren und Kaitho das J noch nicht aussprechen konnte, stammte, aus seinem Mund zu hören zauberte ein Grinsen auf Kenjis Gesicht.
      „Ich will nicht mit dir mit. Ich besuche meinen Hengst Tariko und mache einen kleinen Ausritt.“, erklärte Kenji seinem Zwilling.
      „Wenn du erwischt wirst! Wir dürfen ohne Begleitung das Schloss nicht verlassen!“, rief Kaitho empört.
      „Ich verlasse das Schloss nicht! Ich reite lediglich dorthin wo ich das hier fand.“, fauchte Kenji und zog die Matratze seines Bettes hervor und holte die Schriftrolle aus ihrem Versteck. Er entfaltete sie und sah auf die drei Blätter Pergament. Das erste war ein Brief. Kenji las ihn.

      Lieber Kratani,

      Ich bin untröstlich, aber unser Vater hat dir extra den Angriff auf die Kaserne To na ko übertragen um dich aus dem Schloss zu wissen. Ich glaube er ahnt, dass da mehr zwischen uns ist. Ich habe Angst, was Tiron tun wird, wenn er das mit uns erfährt. Ich musste mich heute verloben. Vater hat Zujoki Rata, Sohn von General Maarad Rata ausgewählt. Nach dem ich meinen zukünftigen Ehemann getroffen habe, hat mich Kronor abgefangen. Er sagte, dass er nicht zulassen wird, dass ich unbefleckt in die Ehe gehe. Er hat seinen Freund aus den Sklaven auf mich gehetzt. Faro hat sich an mir vergangen. Ich brauche dich mein Liebster! Wir treffen uns sobald du zurück bist an der Mauer.

      In Liebe
      deine Lonji


      'Großvater hatte dieser Frau etwas angetan? Wer waren Kratani und Lonji?', grübelte Kenji. Sein Bruder fragte ihn nach dem Blättern und Kenji rollte sie wieder zusammen und steckte sie ein.
      „ Das ist nichts. Ich will dich da nicht mit reinziehen. Ich habe sie vor drei Jahren gefunden und wurde deshalb sogar von Luftelems angegriffen. Ich will dich da wirklich nicht mit reinziehen. Oder weißt du zufällig wer Kratani ist? Vielleicht ein Freund von Großvater?“, erklärte Kenji Kaitho.
      „ Ich habe gehört wie Kento über einen Kratani gesprochen hat. Er sagte Onkel Kratani, habe ihn in die Elekar-Gilde aufgenommen. Er hat da mit Lenlu gesprochen.“, sagte Kaitho.
      „Onkel? Das heißt, dass müsste der Bruder seines Vaters und damit Kronors Bruder sein, oder? Aber warum hab ich dann noch nie von einem Kratani gehört?“, sagte Kenji verwirrt.
      „ Frag doch Vater oder Kento einfach! Großvater direkt würde ich nicht darauf ansprechen. Du weißt wie Sturkopf Kro ist.“ , sagte Kaitho und lachte über Kenjis erschrockenes Gesicht.
      „ Es stehen Wachen draußen! Du darfst Kronor nicht „ Sturkopf Kro“ nennen, wenn jemand zuhören kann. Du weißt, was passiert ist als du beim Essen seinen ersten Spitznamen losgelassen hast. Wir haben uns danach geschworen das Wort Drachenspucker nie wieder zu sagen.“, sagte Kenji wütend.
      „ Wie könnte ich meine erste Erfahrung mit der Kältezelle vergessen. Ich bin fast gestorben. Entschuldige, du brauchst keine Angst um mich zu haben.“, sagte Kaitho und sein Bruder ging zu ihm und drückte ihn an sich.
      „ Viel Glück, beim Besteigen des Vulkans!“, sagte Kenji.
      „ Lass dich bei deinem Ausritt nicht erwischen.“, antwortete Kaitho. Dann lösten sich die Brüder von einander und Kenji zog sich seine Reitkleidung an. Dann klopfte es Plötzlich.
      „ Eure Hoheit! Ich soll euch zum Aufbruch zum Tempel des Maroordens abholen! Darf ich rein kommen, Prinzensohn Kaitho?“, ertönte eine Stimme an der Tür.
      „ Schnell zieh dich an und leg dich dann ins Bett. Tu so als ob du schläfst.“, flüsterte Kaitho mir zu und begann sich ebenfalls anzuziehen.
      „Ich bin noch nicht fertig, und ich glaube nicht, dass es euch gestattet ist ein Mitglied der Lordfamilie nackt zu sehen!“, rief Kaitho zur Tür.
      Kenjis Bruder warf sich allerdings nur cremefarbene Unterkleidung und einen roten Morgenmantel an. Er musste spezielle zeremonielle Kleidung anziehen, die er noch bekommen würde.
      „ Nein, natürlich nicht, Eure Hoheit! Ich warte, biss ihr fertig seit, Prinz... ah Prinzensohn, Entschuldigt!“, stotterte der Diener.
      Die beiden Brüder musste sich das Lachen verkneifen.
      Kenji zog die Reithose hoch und warf sich die Handschuhe über. Dann kletterte er in sein Bett und bedeckte sich mit seiner Decke. Er tat so als ob er schlafen wurde.
      „ Eure Hoheit! Darf ich jetzt rein kommen?“, ertönte die Stimme des Dieners sehr unsicher hinter der Tür hervor.
      Kenji hörte wie Kaitho die Tür öffnete und sagte, dass er bereit wäre. Dann ging die Tür wieder zu und Kenji sprang aus dem Bett. Er legte mehrere seiner Kissen unter seine Decke, so dass es aussah als würde er immer noch im Bett liegen und verließ dann das Gemach seines Bruders.

      ~~~~

      Kenji betrat den Gang, lief ein Stück und blieb vor dem Gemach seiner Eltern stehen. Er seufzte und fragte sich, ob er klopfen sollte. Ehe er zu einer Antwort gelangte, fiel ihm auf, dass die Tür seines Gemaches offen stand. Er ging zur Tür und schluckte. Er hatte irgendwie Angst. Niemand außer Kaitho konnte in sein Gemach. Kenji sah in das Zimmer und entdeckte ein junges Mädchen auf seinem Bett sitzen. Sie trug lange schwarze Haare und eine silberne Krone,wessen die Form von Schneeflocken hatte, lag auf ihrem Kopf. Sie blickte auf als Kenji sein Gemach betrat und sprang vom Bett und drängte sich in eine Ecke.
      „Til li tu! Til li tu!“, rief sie ängstlich. Kenji erkannte die Sprache der Wasser-Elems. Er zeigte dem kleinen Mädchen, dass er unbewaffnet war. Der Prinzensohn trat näher und plötzlich wurden die Augen des Kindes weiß und eine schneeweiße Katze tauchte vor ihr auf.
      „Mein Herrin, Prinzessin Kalala, ist eurer Sprache nicht mächtig, Kenji. Ich bin Muala, der Kanzengeist des Wassers. Kalala ist meine Trägerin. Sie wollte euer Gemach nicht schänden, euer Hoheit. Sie hat euren Bruder gestohlen. Sie war schon immer zu neugierig.“, erklärte die Katze.
      Kenji bemerkte nun den Säugling in den Armen des Mädchens. Er erkannte seinen Bruder, der vorgestern Nacht zur Welt gekommen war. Er war tot. Also hatte es wieder nicht geklappt.

      Kenji trat nun auf Kalala zu und das Mädchen sah ihn mit ihren lilanen Augen an.
      „ Gib ihn mir?“, flüsterte er. In diesem Moment ertönten Schritte im Gang. Kenji hechtete zu seinen Vorhängen am Fenster und versteckte sich. Er wusste, wenn man ihn fand, konnte er seinen Reitausflug abschreiben. Er sah noch wie die Schneekatze verschwand und dann betrat ein Mann das Gemach. Er trug eine rote Rüstung und ein schwarzes Cape. Seine braunen Haare waren zu einem Pferdeschwanz zurückgebunden.
      „Prinzessin, gebt mir den Leichnam, Sofort!“, schrie der General. Dass er ein General war, sah man an dem schwarzen Cape.
      „Tato!“, schrie das Mädchen und zitterte vor Angst. Kenji war wütend über den General. Wie konnte er das arme Mädchen so anschreien. Doch da er wusste, dass es sich um einen der fiesen Generäle handelte, griff er nicht ein. Denn Kenji hatte selbst einmal die Feuerpeitsche des Generals spüren müssen.
      Der General holte eine Peitsche heraus und lies diese durch seine Hand gleiten. Die Schnur, die bereits durch seine geschlossene Faust gewandert war, fing Feuer. Als er die brennende Peitsche gerade heben wollte, wurde er von Wasser umschlossen und es gefror augenblicklich.
      „ Wie könnt ihr es wagen! Und dann auch noch so wie euer Lord, meine Arakila ermordete!“, schrie die Stimme eines Lords. Kenji schluckte und spürte die eiserne Kälte, die in sein Gemach trat als Lord Karatin den Raum betrat. Der Wasserlord, der noch am Abend zu vor so ausgelassen gewirkt hatte, bedachte den eingefrorenen Feuerelem mit einem hasserfüllten Blick. Er blickte sich um. Sein Gewand war dunkelblau und ein Muster aus Wellen lag auf diesem. Seine Schuhe waren aus Holz und seine Zehen lagen offen auf der Sohle. Zwischen ihnen konnte man Schwimmhäute schimmern sehen. Das Muster auf seinem Gewand bewegte sich als wäre der Stoff das Meer und die Wellen schlugen an dem Saum, wie an einen Strand. Lord Karatins Haare waren so silbern wie der Mond und sein schwarzer Bart glitzerte, von tausend Wassertropfen begleitet, in der Sonne. Die Lordkrone des Wasserreichs war lediglich eine Haarspange in der Form einer Schneeflocke, die auf einen kleinen Dutt auf seinen Kopf saß. Der Rest seiner silbernen Haare wallte biss zu seinem Po, an seinem Rücken herunter. Seine lilanen Augen mit der weißen Pupille strahlten zwar im Augenblick Zorn aus, aber waren sie doch das ungewöhnlichste, was Kenji je gesehen hatte. Kein anderer Elem hatte eine weiße Iris. Die wurde ebenso an den nächsten Wasserlord vergeben wie die Lordkrone.
    • Kapitel 3

      Eine wässrige Drohung
      und
      die zwei Seiten eines Feuerprinzen




      „Lelocko!“, rief Kalala und rannte auf Lord Karatin zu. Dieser nahm seine Enkelin in den Arm und wirbelte sie um sich, eher er sie fest an sich drückte. „Ich werde nie zu lassen, dass dir etwas passiert. Du bist das einzige was von meine geliebten Arakila übrig geblieben ist.“ , flüsterte er und strich dem Mädchen durchs Haar.
      „Leleus Karatin!“, hörte Kenji das Fewaerlu, der gemeinsamen Sprache der alten Tage, aus dem Gang schallen. Schritte rannten zu seinem Gemach und er sah seinen Onkel Kento auf sein Gemach zu rennen. Kento blieb keuchend stehen und beruhigte seinen Atem.
      „My Lord! Prinzessin Kalala wird nicht für das entwenden meines verstorbenen Neffen bestraft. Ich bin sicher, dass mein Vater dies zwar tun würde. Doch werde ich ihn davon überzeugen, keine Strafe zu fordern.“ , sagte Kento im Feuri, der Sprache meines Volkes. Es wurde eisig Kalt im Zimmer und der Wasserlord drehte sich zu Kento um. Karatins Blick war nun vor Kenji verdeckt. Aber Kento machte große Augen und keuchte auf. Dann sah Kenji wie der Boden unter Lord Karatin gefror und wusste, das dies meist unbewusst passierte. Sein Lehrer hatte ihm beigebracht, dass sich die Wut eines Wasserelems meistens dadurch entlud, dass er seine unmittelbare Umgebung einfror. Kenji hatte von Lenlu erfahren, das Lord Karatin das gesamte Schlachtfeld der „ Schlacht des Wasserdampfs“ vor 29 Jahren eingefroren hatte, als Kenjis Großvater Kronor Lord Karatins Bruder umgebracht hatte und seine Tochter Arakila gefangen nehmen lies.

      „Ihr wagt es, den Mörder meiner einzigen Tochter in meiner Gegenwart zu nennen! Ich bin nur her gekommen, weil Kronor nicht mehr auf dem Thron sitzt. Auch dem Waffenstillstand habe ich nur zum Wohle meines Volkes zu gestimmt. Ich verbiete euch weiter in meiner Gegenwart über euren Vater zu sprechen, oder ich werde dem Feuerlord ein schnelles Ende bereiten. Wenn die Natur sein Leben nimmt, könnt ihr den anderen Lords nicht beweisen, dass er durch mich gestorben ist. Und ich glaube nicht, dass ihr den Krieg noch einmal über Elementery wüten sehen wollt, Nicht wahr Prinz?“, fauchte der Wasserlord und das Eis unter ihm zog sich biss zu Kenjis Onkel über den Boden.
      Kento atmete tief durch und sagte dann höflich: „Ich werde meinen Vater nicht mehr erwähnen, Karatin. Aber bitte ich euch mir meinen Neffen zu geben und den General der Wachen der Grabstätten wieder aufzutauen. Ich werde ihn angemessen für den Versuch eurer Enkelin weh zu tun bestrafen lassen.“
      Karatin trat auf Kento zu. Der Prinzregent wich nicht zurück und sah den Wasserlord herausfordernd an. Karatin blieb vor Kento stehen und packte ihn am Kragen seines Gewandes.
      „ Wäre euer Neffe nicht schon tot, würde ich ihn töten. Erst wenn ich mich an Kronor gerächt habe, werde ich euch als Prinzregent anerkennen. Mit Rache meine ich, dass selbe was der Feuerlord mir antat. Doch da euer Tot, Lord Tekar dem II. und Lord Leonor gegen mich richten würde, da sie euch schätzen. Werde ich einfach in eurer Linie weiter gehen. Sollte eurer Sohn Admiral Lenlu, jemals das Wasserreich betreten, ist er für euch verloren.“, zischte Karatin und lies Kento los. Kenjis Onkel zitterte vor Zorn. Eine Flamme entstand vor ihm. Doch sie erlosch wieder.
      „ Schön, dass ihr euch Unterkontrolle habt. Da kann Lady Dragia, eure Mutter, stolz auf euch sein.“, meinte der Wasserlord grinsend und fügte mit einem Blick auf den immer noch eingefrorenen General, hinzu: „Ich werde den General mitnehmen und ihn selbst für sein Vergehen bestrafen. Ist dies in Ordnung, Kronprinz?“.
      Kento nickte und wandte sich um.
      „ Euer Neffe!“, rief der Wasserlord und Kento wandte sich wieder zu ihm und nahm den toten Säugling in den Arm. Kenjis Onkel ging nun schnellen Schrittes aus dem Gemach. Kenji vermutete, dass sein Onkel lieber gegangen war, als zu riskieren seine Selbstbeherrschung zu verlieren und den Wasserlord anzugreifen.

      Als Kento verschwunden war sah Karatin seine siebenjährige Enkelin an und strich ihr durchs Haar. „ Hier ist ein Junge, Großvater? Er wollte das Baby!“, sagte die kleine Kalala, „ Ich wollte das Baby doch nur retten. Ich wollte versuchen den Mondstrahlenzauber anzuwenden.“
      „ Tatsächlich!“, murmelte der Wasserlord und sah sich um. Kenji schluckte und zitterte vor Angst. Immerhin hatte dieser Mann gerade damit gedroht seinem Cousin wer weiß was an zu tun. Was würde passieren, wenn Karatin ihn fand? Die Kälte im Raum wurde intensiver und Kenji wurde das Gefühl nicht los, das diese Kälte nach etwas suchte.
      Dann keuchte er plötzlich auf als sich Wasser um seine Hände schloss. In Panik wand sich Kenji und biss sich auf die Zunge um nicht zu schreien. Seine Wasserfesseln führten seine Hände auf seinen Rücken zusammen und gefroren danach zu Eis. Erleichtert atmete Kenji aus. Er trat nun hinter dem Vorhang heraus und verbeugte sich. Lord Karatins Blick wurde misstrauisch.
      „Mein Name ist Kenji O'Ferileri, Sohn von Prinz Dragoon.“, stellte sich Kenji vor.
      „ Ah... ich sah euch beim Essen gestern Abend. Hat nicht eurem Zwilling unser Eis so gut geschmeckt, dass er es in einem Stück runter geschlungen hat und dadurch einen Kälteschock erlitten hat.“, meinte Karatin freundlich.
      „Ja dies stimmt, mein Lord..... Meinem Bruder Kaitho geht es heute schon Besser, ….My Lord!“, stammelte Kenji verlegen.
      „Ist dies euer Gemach, eure Feurigkeit?“, fragte der Wasserlord.
      „ Ja, my Lord!“, gab Kenji zähneklappernd zur Antwort. Das Eis an seinen Händen war sehr kalt und seine Hände fühlten sich taub an.
      „ Oh, entschuldigt! Ich hielt euch für einen von Kronors Privatsoldaten, der mich umbringen soll. Es tut mir leid!“, sagte Karatin und Kenjis Fesseln schmolzen und er rieb seine tauben Handgelenke.
      „ Warum sollte Großvater euch umbringen wollen?“, rutschte es Kenji heraus.
      „Ich und Kronor sind im Rat von Elementery nicht einer Meinung. Und leider haben wir auch persönliche Differenzen.“, erklärte mir der Wasserlord.
      „ Die Ermordung eurer Tochter?“, hakte Kenji nach.
      „Ihr wart die ganze Zeit hinter dem Vorhang oder?“, fragte Karatin. Der Prinzensohn nickte und ging zum Ausgang.
      „Ihr seht aus, als ob ihr reiten wollt. Ist dies nicht für euch, ohne Begleitung, verboten?“, fragte der Wasserlord.
      „ Ja ist es, my Lord! Bitte verratet meinen Onkel nichts davon.“, flehte Kenji und sah Lord Karatin bittend an.
      „Ich werde schweigen, kleiner Prinz! Auch ich war in meiner Kindheit nicht immer brav.“, grinste der Wasserlord. Kenji sah auf den Gang und drehte sich noch einmal um. Er sah, dass das Eis unter Karatin sich verdichtete und dann schmolz, so dass er in einer Pfütze stand.
      „My Lord! Werdet ihr meinem Cousin wirklich weh tun?“, fragte Kenji.
      „Ich würde es gerne, Kenji! Alles in mir schreit nach Rache. Aber ich weiß, dass es meine Tochter nicht zurück bringen würde. Ich denke, dass Kronor, wie sein Vater, Tiron Aracan, kein Gewissen hat. Als ich so jung, wie ihr jetzt seit, war, habe ich gesehen zu was Rache meinen Vater Lord Matako gemacht hat. Ihr wisst sicherlich von dem Kindermassakern, oder? Tiron hat meine Geschwister abschlachten lassen. Meine Mutter ist bei dem Versuch gestorben mich zu beschützten. Dies hat meinem Vater das Herz zerrissen und Jahre später, hat er eine Invasion auf diesen Palast hier geleitet. Es war meine Erste Schlacht im Krieg der Elemente, Kenji. Ich sah wie mein Vater und Tiron gegeneinander Kämpften. Dein Großvater war noch ein Baby. Vater wollte Lady Amni töten. Doch Tiron war schneller, er brachte meinen Vater um und so wurde ich Wasserlord und lies das Herr sich zurückziehen. Rache tut nur eins Kenji, sie fordert unschuldige Leben.“, erzählte Lord Karatin.
      „ Warum seit ihr dann wütend geworden? Ihr habt Kento mit Lenlu gedroht!“, sagte Kenji.
      „Weißt du, Kleiner! Ich habe so viel an die O'Ferileris verloren. Das hat Narben hinterlassen. Jedes mal wenn ich hier bin, und ich Kronor sehe, reißen diese Narben wieder auf. Ich hätte Kento nicht so bedrohen sollen, dass weiß ich. Aber es ist für uns Wasserelems noch schwieriger unsere Gefühle zu kontrollieren, als bei euch. Das Wasser handelt nach seinen eigenen Gefühlen und den Gesetzten der Natur. Wenn sich ein Sturm zusammenbraut gibt es nichts, was diesen Sturm verhindert. Erst wenn er sich entladen hat kehrt wieder Frieden ein. So ähnlich ist das auch mit den Gefühlen meines Volkes.“ , erklärte Karatin und ging dann an mir vorbei aus meinem Gemach. Der eingefrorene General erhob sich in die Luft und schwebte Karatin hinter her.
      „ Großvater warte!“, rief die kleine Kalala und rannte dem Wasserlord hinter her. Kenji seufzte und beobachtete, wie das Eis verschwand. 'Kronor hatte so vielen Leid zu gefügt. Warum hatte sein Großvater das getan? Auch wenn es im Krieg passiert war, konnte er doch immer noch entscheiden was er tat. Bereute er jetzt all dies und hatte deshalb den Waffenstillstand ausgerufen?', dachte Kenji nach. Dann verließ er sein Gemach und lächelte. Er mochte Lord Karatin. Er war nicht so mürrisch wie der Luftlord und auch nicht so arrogant wie der Erdlord.


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      Kenji verließ sein Gemach und stutzte vor der Tür. Er sah eine Frau mit langen roten Haaren und ein in schwarz gehüllter Mann aus dem Gemach seiner Eltern treten. Die beiden rannten förmlich den Gang entlang. Dann sah Kenji den Anhänger der um den Hals der Frau hing. Es war ein Phönix. „Lenlani!“, murmelte der Prinzensohn und wollte den Beiden folgen, als er den Schrei seiner Mutter hörte: „BITTE NICHT! NEEEEEIIN“. Kenji ging rasch zur Tür des Gemaches und überlegte. Sein Vater wollte nicht, dass er die Tür überhaupt jemals berührte. Auch war der kleine Junge noch nie im Gemach seiner Eltern gewesen. Aber Dragoon würde sicher sauer sein, wenn er nicht nachsah, wenn seine Mutter schrie. Vielleicht hatte sich Karatin doch anders entschieden. Aber diesen Gedanken verwarf Kenji wieder, denn er glaubte nicht, dass der Wasserlord seiner Mutter, Prinzessin Araya, etwas antun würde. Seine Wut galt immerhin Lord Kronor und Araya war nicht einmal eine geborene O'Ferileri. Also musste es wahrscheinlich ein Attentäter sein.
      „Nein! Dragoon, du hast was du wolltest! Du wirst mich nicht einmal anrühren. Du musst zur Verabschiedung von Lord Karatin.“, hörte Kenji seine Mutter.

      Konnte das wahr sein? War sein Vater, der Grund für den Schrei? Er klopfte an die Tür und wartete. Als keine Reaktion kam schrie er: „ Mama? Mama? Mach auf!“.
      Er hörte es zischen, wie wen Feuer entstand und dann ein weiterer Schrei seiner Mutter, der augenblicklich erstarb. Er hörte es knacken und dann das Schnaufen seines Vaters. Dann ging eine Tür zu und wenig später öffnete sich die Tür des Gemaches.
      „Kenji! Was tust du hier?“, knurrte sein Vater.
      „ Was ist los? Wo ist Mutter? Ich hab sie schreien hören!“, sagte Kenji besorgt.
      „ Araya hatte einen Albtraum. Sie hat sich im Bad eingeschlossen. Ich werde mich um sie kümmern. Geh wieder schlafen.“, sagte Dragoon ruhig.
      „Warum? Was für einen Albtraum? Es klang eher als wölltest du ihr was antun.“, sagte Kenji.
      In bruchteil einer Sekunde klaschte die Hand von Dragoon gegen Kenjis Wange. Der Junge wich erschrocken zurück und tränen sammelten sich vor Schmerz in seinen Augen. Er rieb sich die rote Wange.
      Dann sah er wie Dragoon seinen rechten Arm festhielt und er zitterte am ganzen Körper.
      Sein Mund öffnete sich und er sagte offenbahr unter schmerzen: „Kenji, ich kann ihn nicht lange aufhalten. Geh! Araya kommt schon klar. Ich bin dein echter Vater. Dragoon ist nicht das was du glaubst. Ahhhh!“. Die gelben Augen von Dragoon wurden orang und sein Blick wechselte von Böse zu quallvoll. Immerwieder fand dieser wechsel statt. Kenji wich vor Angst zurück und verstand nicht, was mit seinem Vater los war. „ Das machst nicht noch einmal, Xatar!“, knurrte Dragoon.
      „ Kenji, geh zu Kento. Er kann es dir erklären. NEINNN! Ahhh!“, kam aus Dragoons Mund und dann lächte Kenjis Vaters.
      „Verschwinde zurück in deinen Käfig, oder ich werde Araya brennen lassen.“, murmelte Dragoon, doch Kenji hörte es trotzdem.
      „Geh! ke...Uhhh!“, flüsterte Dragoon dann mit einer schmerzverzerrten Stimme.
      Die Augen von Dragoon wurden rot und dann löstze sich die Hand, die den rechten Arm festgehalten hatte. Dragoon schnaubte, wie als hätte er gerade Körperliche Anstrengung hinter sich.
      „Papa? Was war das? Wer ist Xatar?“, fragte Kenji. Er war verwirrt und wusste was er da gesehen hatte.
      „Niemand, mein Sohn! Geh wieder schlafen!“, antwortete Kenjis Vater und knallte die Tür seines Gemaches zu.
      „ Araya! Dein Geliebter hat eben versucht sich Kenji zu offenbaren. Was habt ihr mit einander besprochen als Xatar mich eingesperrt hat? Sag es mir!“, knurrte sein Vater. Dann schlug in den Gemächern eine Tür zu und Kenji hörte noch einen leisen geknebelten Schrei, bevor alles Still war.

      „Ist er wieder krank?“, flüsterte Kenji leise und drehte sich um. Er ging den Gang entlang Richtung den Stallungen. Doch die Worte seines Vaters, dass er Kento nach einem Xatar fragen sollte, gingen ihm nicht aus dem Kopf. Was hatte sein Vater?
    • Hi Meph,

      ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht, wie ich anfangen soll.

      Zum einen ist mir aufgefallen, dass du extrem viele Geschichten hier im Forum parallel laufen hast. Blickst du da selbst noch durch?
      Also mich persönlich überfordert das, denn es ist schwierig die Geschichten zuzuordnen, oder gar zu folgen. Man wird ja quasi von einer Welle überschwemmt und verliert ein wenig die Orientierung.
      Wäre es für dich denn keine Option erstmal nur EINE, maximal zwei zu posten?
      Noch dazu wäre es auch für dich erheblich leichter, wenn du dich nur um eine kümmern würdest. Denn dann könntest du viel mehr aus deinen Geschichten/Ideen herausholen.

      Was mir nämlich aufgefallen ist: Deine Geschichten sind sehr Dialogstark. Du führst deinen Leser weder in die Welt, noch an die Personen heran. Die Geschichte um diese Welt/Protas beschreibst du kaum, bis gar nicht. Alleine hier im ersten Post hatte ich so viele Fragen und saß nur mit einem großen "Hä?" da.

      Man merkt durchaus, dass du dir Gedanken um deine Protas machst, dass du viele Ideen im Kopf hast. Aber füge doch die einzelnen Teile erstmal für dich zusammen.
      Bau die Welt, bau die Völker, bau deren Geschichte, bau die Protas, wie sie darein passen sollen.
      Und dann ZEIGE uns deine Welt mit ihren Völkern, deren Geschichte und was die Protas zu tun haben. Was deren Aufgabe, oder deren Weg ist. Beschreibe es, stell sie uns vor. Nur dann kann der Leser auch die Dialoge zweier Charaktere verstehen.

      Aktuell wirfst du jeden Leser einfach in eine Szene... in einen Dialog.... Wir erfahren NIX... nur das, was sie zueinander sagen, ohne Kenntnis darüber zu haben, worum es überhaupt geht.

      Daher nochmal mein Ratschlag an dich, wenn du willst, dass deine Geschichte/n hier wirklich gelesen werden, kümmere dich erstmal nur um EINE Geschichte. Beschäftige dich intensiv mit ihr und deren Protas. Mach sie lebendig.

      Den Rest: Zeitfehler, Rechtschreibung, ja auch Logikfehler kann man dann immer noch korrigieren. Aber wenn deine Geschichte einen Faden hat, an dem sich der Leser entlanghangeln kann, dann bleibt er auch da, dann liest er richtig und überfliegt nicht nur den Textblock an Dialogen, zu dem er gar nichts anderes sagen kann außer: "Äh...worum geht's da?"

      Es gibt so viele schöne Threads hier im Forum, die wunderbare Anleitungen sind/geben.
      So richtig klasse finde ich den von @Rael -> Wie schreibe ich eine Geschichte - Von der Planung bis zur Umsetzung

      Du musst eigentlich nur noch das, was sie dort schreibt durch deine Bilder, die du im Kopf hast, umsetzen.
      Besser geht eigentlich schon gar nicht mehr.

      Ich würde deine Geschichten tatsächlich lesen, würde ich verstehen, worum es geht.
      Ich vermute einfach, dass du alles im Kopf vor deinen Augen siehst und es für dich daher logisch erscheint, aber wir können diese Bilder und Gedanken nicht sehen/hören, du musst sie uns zeigen und erklären. Und das fehlt leider, und zwar in all deinen Geschichten, in die ich bisher hinein gelubscht habe.

      Meine Kritik hier heißt nicht, dass du schlecht bist. Du hast viele Ideen, viel Fantasie, das ist super. Aber die Umsetzung ist echt nicht gerade glücklich.
      Zeig uns, dass du es ernst meinst, und setze dich auf deinen Hosenboden und befasse dich INTENSIV mit deiner Geschichte. Bau sie step by step auf.
      Und wie gesagt: Bleib erstmal nur bei einer (max. zwei). Nicht nur für dich, auch für die Leser.
      The tiger and the lion may be more powerful...
      ... but the Wolf does not perform in the circus.