Mitternachtsleben Halloween (2018)

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    • Mitternachtsleben Halloween (2018)


      Mitternachtsleben

      Halloween

      Part 1

      Es enthält Lieder aus Tanz der Vampire



      Ich sah aus dem Fenster und betrachtete die vielen Berge am Horizont. Es war wirklich sehr schön außerhalb Roms. Ich hatte mein Lebenlang nur in der Dichte der Stadt gelebt. Dies war auch der Grund warum ich Gärtner geworden war. Ich wollte das Grün nicht verlieren. Als kleiner Römischer Junge hatte ich die Ausflüge zum Hof meiner Großmama geliebt. Sie hatte mich in ihrem Kräutergarten mit helfen lassen. Dies waren die ersten Schritte zu meinem Beruf geworden. Ich praktizierte seit 20 Jahren in einer angesehenen Gärtnerei. Mehr als meine Schere , ein Busch , Verpflegung und einen Schlafplatz brauchte ich nicht um Glücklich zu sein.

      Selbst die Annocen der Tochter meines Arbeitgebers ignorierte ich. Signore Pachelli schätzte mich sehr und bedauerte meine Zurückweisung seiner Bella gegenüber. Doch ich hatte kein liebsames oder männliches Interesse an irgendeiner Signora Italiens. Meine Liebe galt allein den Pflanzen. Um den Frust und der Enttäuschung Pachellis zu entkommen, hatte ich den neuen Auftrag angenommen.

      Uns hatte vor Acht Tagen ein Brief von einem Schloss nahe Roms erreicht. Es hieß Immortalitàund gehörte einem reichen Landgraf um dem sich viele Gerüchte rankten. Er sei vor 80 Jahren aus Rumänien hier her gezogen. Keiner der früheren Arbeiter die Immortalità für ihn erbauten war noch am leben. Der Graf hatte bereits 2 Generationen in diesem Schloss überdauert. Jene die ihn zu Gesicht bekamen, staunten über sein junges Alter. Mehrere Male war sich gefragt worden, ob Vladimir Dracula, nicht der Sohn oder Enkel des Grafen aus Rumänien war. Aber man hatte nie von einem Kind gehört. Es gab zwar eine Gräfin, Mary Dracula, wohl ein Findelkind. Aber diese schien kein Kind gebären zu können. Dennoch lebten vier Männer auf dem Schloss, die Vladimir Vater nannten. Man hatte sie adoptierte, wie der Graf einem Bäcker erzählte der jeden Morgen sein Brot brachte.

      Ein Ruckeln fuhr durch die Kutsche. Ich riss mich von meinem Grübeln los und sah das Schloss an.
      Es war wunderschön. Die Steine leuchteten rot und es sah in der Sonne aus, als sei es mit Blut übergossen worden. Es trug sechs Türme, die wie Zähne in den Himmel ragten. Die Kutsche steuerte auf das Schloss zu und erklomm den Berg Diavolo.

      Dann blieb die Kutsche stehen. „Signore! Der Wald ist zu dicht und außerdem sagen die Menschen von Salvatore, dem Dorf unterhalb des Diavolo, dass in diesem Wald Leute verschwinden. Wer einmal nicht ausdrücklich vom Grafen gebeten wurde zu kommen und den Wald trotzdem betritt, der kehrt nie wieder.“, sagte der Kutscher mit bebender Stimme.

      „Ihr glaubt wohl an Schauermärchen?“, hakte ich belustigt nach und öffnete die Kutschentür. Ich stieg aus und hob meinen Koffer mit meinem Gartenwerkzeug vom Gepäckhalter. „Ihr müsst den Erde Sack tragen.“ , sagte ich dem Kutscher. Dieser starrte mich kalkweiß an. „Ich...Ich...sssoll mit, Signore?“, stotterte der Mann. „Natürlich! Alleine bekomme ich mein Gepäck nicht den Berg hoch. Ich bezahle auch das doppelte.“, legte ich rasch ein. Dem leuchten der Augen des Kutschers zu urteilen, hatte ich ihn überredet. Eigentlich hatte ich gar nicht soviel um den Doppelten zu Bezahlen. Doch vielleicht lies sich der Kutscher biss Ende meines neuen Auftrags vertrösten.

      Er nahm mit unglaublicher Motivation den Sack und ging zum Wald. Von seiner vorherigen Angst, war nichts mehr zu sehen. Was Geld mit einem Menschen machen konnte? Das Gefühl von Gier war mir gänzlich fremd.

      Ich schulterte nun meinen Rucksack mit meiner Samensammlung und nahm meine Tasche mit meinem armseligen Hab und Gut. In die rechte Hand kam mein Werkzeugkoffer. Dann stapfte ich los. Der Kutscher tauchte vor mir in den Wald ein.

      Sofort wurde das Tageslicht verschluckt und es so dunkel, dass ich gerade noch den Schemen meines Erdsackes ausmachen konnte. In völliger Dunkelheit stapften wir einen kaum sichtbaren Pfad entlang. Unsere einzige Orientierung waren die Türme des Schlosses. Wir gingen in gerader Linie darauf zu. Ich hatte das Gefühl, dass wir beobachtet wurden.

      „Wie heißen Sie eigentlich?“, fragte ich den Kutscher. „Marco! Und sie?“, antwortete Dieser.

      „Angelo ist mein Name.“, sagte ich. Wir gingen schweigend weiter.

      Plötzlich hörten wir Stimmen. Sie schienen aus der Dunkelheit der Bäume zu kommen.
      Die Stimmen sangen Etwas.

      Ich verstand den Text nur sehr undeutlich.

      Dann wurde es lauter und ich hörte:




      Folg mir nach, vertrau der Nacht!
      Sie nur kann deine Seele retten.
      Fluch dem Tag und seiner Macht!
      Lös die Sehnsucht von allen Ketten.
      Folg mir nach, komm, fühl die Nacht!
      Wirklich ist nur, woran wir glauben.
      Flieh vor dem, was dich bewacht.
      Lass dir nicht deine Träume rauben.
      Über Gräber und Ruinen
      werden Todesglocken hall'n.
      Und alle Teufel steigen hinauf,
      und alle Engel müssen fall'n.
      Wir sind hungrig auf Verbrechen.
      Wir sehnen uns nach Blut.
      Wir leben nur für uns're Gier
      und näh'rn mit Gift uns're Brut.




      ( Aus Carpe Noctem)
    • Hi :) Ich find deine Geschichte sehr spannend und sehr passend zum Thema HALLOWEEN. Ich war nur sehr überrascht das die Geschichte in Rom spielt ist aber trotzdem ein guter Anfang :thumbsup:
      Ich bin kein guter Mensch. Bin es nie gewesen. Zu oberflächlich, zu egoistisch, zu frustriert und zerstört vom Leben. Menschen wie ich werden nicht zu Helden dieser Welt, Menschen wie ich werden zu ihrem Untergang.— Jenseits des Kreises 1
    • Hallo @Engel

      Vielen Dank für deinen netten Kommentar. Die Geschichte spielt in Rom, weil sie aus meinem Universum Mitternachtsleben ist. Da ist Dracula ein italienischer Graf mit Wurzeln in Transsylvanien.

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      Raus gelöscht und editiert wegen Hinweis auf P18 Inhalte.

      Lg und danke für dein Kommentar.

      Meph

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mephistoria ()

    • hi Meph., ich schon wieder!
      meinst du wirklich Annoncen, oder doch Avancen, einen Erde Sack o. einen Sack Erde? Bevor ich mich von dir verabschiede, rate ich dir: eine gute Geschichte ist wie ein Blumenbeet, in dem jede einzelne Blume sorgfältig gepflegt werden muss. Schau dir deine Sätze, bevor du sie postest, noch einmal genau an, begieße sich mit den Regeln der Rechtschreibung und dünge sie mit dem Elexier der Logik. Dann werden sie blühen und gedeihen.
      Lgr
      wunderkind