Meermädchen

  • Okay, der aufmerksame Leser fragt sich - woher, unter all dem magischen Kleinkram - weiss Murissa dass diese Kugeln Wasser produzieren? Was ist die Chance das zufaellig ohne jede magische Begabung zu greifen?


    Aus irgend einem Grund kommt ihr das in der Situation gar nicht komisch vor dass sie sowas einfach riecht. Ist das Absicht?


    Irgendwie hat man doch das Gefuehl dass sie weiss was sie tut - obwohl sie nicht weiss dass sie es weiss.

  • Hi Kirisha


    Murissa Murissa Murissa ... du hast echt ein Händchen dafür dich in solche Situationen zu reiten! Wie sie da verzweifelt versucht den Kessel zu fühlen war echt gut geschrieben und mega witzig zu lesen!


    Zu den Murmeln. Wieso nimmt sie die? Vielleicht könntest du ja noch schreiben was für ein Gefühl sie im Bauch hat, um überhaupt auf den Gedanken mit den Murmeln zu kommen? Und schliesslich als das Wasser dann kommt, wie reagiert sie? In deinem Teil reagiert sie eigentlich überhaupt nicht ... fragt sie sich nicht was passiert ist?

    Ihre Gewissensbisse sind da und die stehen auch absolut im Fokus was nicht schlecht ist! Aber was ist mit ihrer Reaktion? Ihren Fragen ... die fehlen mir. Ansonsten war der Teil toll geschrieben!


    Liebe Grüsse

    Fly

  • Und ... wieder aktuell :D


    Ich finde, den Gewissenskonflikt von Murissa hast du sehr schön rübergebracht. Auch, dass sie sich mit Klymera und Turris gut verträgt. Sie die Frau sogar als Freundin betrachtet und deshalb allen die Wahrheit sagen möchte. Sehr realistisch meiner Meinung nach. Und ziemlich gut finde ich es aber auch, dass sie am Ende doch eher dazu tentiert, weiter bei ihrer Lügengeschichte zu bleiben, um damit ihrem alten Leben zu entgehen. Verständlich und gefällt mir. :)


    Hey, und am Ende ist ja nicht Hopfen und Malz verloren. Noch hat sie die Chance, von einer Göttin angehört zu werden. Also nicht aufgeben xD


    Schön auch, dass ihr immer schön die Zufälle in die Hände spielen. Diese Kügelchen mit Wasser, der Regen und das plötzliche Gewitter. :D Nur die richtigen Hexen glauben ihr immer noch nicht so recht. Ich bin mal mal neugierig, was sie sich noch alles ausdenkt, um ihre Geschichte aufrecht zu erhalten und ob ihr noch ein paar günstige Gelegenheiten in die Hände fallen. :hmm:

    Ich bezweifle ja immerhin noch etwas, dass es die richtige Entscheidung war, mit der Gruppe mitzureißen. Falsch, aber aufgrund ihres bisherigen Lebens und wie es ihr vorgelebt wurde, vollkommen nachvollziehbar.


    LG, Kyelia



    Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
    - Toni Morrison -


  • Erst mal danke für eure netten und für mich sehr hilfreichen Anmerkungen! Ich hoffe, ihr seid alle gut ins Neue Jahr gekommen!


    Thorsten


    Rainbow


    97dragonfly



    Kyelia


    Und hier geht es weiter:


    13.2 Höhlenzauber


    Was könnte ich Turris über mein Brunnenleben erzählen?

    Alle meine diesbezüglichen Vorstellungen beruhten auf Erzählungen meiner Mutter, welche wiederum den farbenfrohen Erfindungen ihrer Fantasie entsprungen waren. Das ganze noch ergänzt um meine eigenen reichhaltigen Erfahrungen als Brunnenbetrachterin. Wenn Turris selber in einem See gelebt hatte, wusste er über die Geheimnisse des Untermeeres – wie meine Mutter es nannte – deutlich mehr als ich und ich würde mich früher oder später bei diesem Ratespiel mächtig in die Nesseln setzen. Aber wie es aussah, hatte ich keine andere Wahl.

    „Ja klar bin ich ein Wasserkind“, versetzte ich gespielt fröhlich, „so wie du.“ Weiterfragen, dachte ich angespannt. Bring ihn zum Reden, damit er von sich erzählt und mich nicht in die Enge treibt. Also fragte ich schnell: „Warum bist du eigentlich nicht in dem See geblieben?“

    „Das habe nicht ich entschieden“, erklärte er stockend und zuckte die Achseln. „Aber meine ganze Familie lebt ja an Land, auch die Familien meiner Onkel und Tanten.“

    Familie, dachte ich voller Sehnsucht. Er hat eine richtige Familie. Wie gut er es hat.

    Unwillkürlich stellte ich mir ein großes heimeliges Haus mit vielen Kindern, lachenden Onkels und Omas und einer Mutter in der Mitte vor, die an alle frisches Brot verteilte. Turris rieb sich die Stirn und sein Blick verdüsterte sich. Offenbar hatte er ein anderes Bild vor Augen. Warum sprach er so ungern über seine eigenen Erfahrungen mit Wasser, wenn er doch gleichzeitig anscheinend genauso fasziniert davon war wie ich? Ich hätte was drum gegeben zu wissen, woran er gerade dachte. Die Art, wie er die Lippen zusammenkniff, zeigte mir jedoch, dass sich irgendetwas Hässliches ereignet haben musste, das er mir nicht verraten wollte. Aber er überspielte den Moment und wandte sich wieder mir zu. „Und du? Warum bist du nicht unter Wasser geblieben?“

    Schon war der Druck auf meiner Brust wieder da.

    Schnell, eine Antwort. Warum sollte jemand aus dem Wasser abhauen wollen? Vielleicht wegen der ekligen Wassergeister? Leider hatten auch meine drei Hexenkolleginnen ihre Ohren weit aufgesperrt und lauschten feixend auf meine Antwort, sicherlich um mich mit meinen eigenen Worten zu zerschreddern. Zugeben, dass ich mich vor Wassergeistern fürchtete – nein, das wäre nicht schlau. Also fabulierte ich ins Blaue: „Weil meine Mutter beim Meerkönig Falamusch in Ungnade gefallen ist und gezwungen war abzuhauen. Natürlich hat sie meinen Bruder und mich mitgenommen. Und weil der König große Macht hat, fühlte sie sich nur an Land sicher, wohin er nicht kommen konnte.“

    Äh. Eine dämliche Geschichte. Es war eine von denen, die mir meine Mutter mal erzählt hatte. Sie pflegte selbst die gröbsten Lügen im Brustton der Überzeugung herauszuschmettern und glaubte felsenfest jedes Wort. Das war für mich als Kind etwas verwirrend, weil ihre zahlreichen Geschichten einander häufig widersprachen und keinesfalls alle gleichzeitig stimmen konnten. Da weder meine Mutter, noch mein Bruder oder ich jemals einen Fuß in irgendein Gewässer gesetzt hatten und auch keiner von uns schwimmen konnte, zweifelte ich also ein wenig an der Existenz des sagenhaften Meereskönigs, ja eigentlich an dem gesamten Wahrheitsgehalt der Geschichte an sich. War aber egal. Hauptsache Turris fand sie glaubhaft. Er hing direkt an meinen Lippen.

    „Der Meerkönig Falamusch?“, wiederholte er den Namen, den ich ihm zugeworfen hatte und ich merkte, dass er versuchte, danach in seiner Erinnerung zu kramen.

    Zuquasseln, befahl mir eine innere Stimme. Wenn dein Zuhörer anfängt, am Wahrheitsgehalt deiner Worte zu zweifeln, rede darüber hinweg, bis er vergisst, was ihm komisch vorkam.

    „Ja, genau der alte Tyrann“, ergänzte ich also, während ich innerlich bebte und spürte, wie meine Hände eiskalt wurden. „Meine Mutter packte meinen Bruder und mich in unsere Muschelbetten, klemmte sie sich auf den Rücken und schwamm mit uns an die Wasseroberfläche.“

    Er fuhr hoch. „Muschelbetten? Wie? Ich dachte, in den Muscheln wachsen die Perlen?“

    Welche Perlen?

    „Ach was“, erwiderte ich schnell und mit pochendem Herzen. „Wer hat dir das denn erzählt. Magische Perlen bindet man den Kindern in die Haare, um sie vor Raubfischen zu schützen. Wenn die Kinder unruhig schlafen, passiert es aber oft, dass sie ihre Perlen verlieren und dann bleiben die eben in den Muscheln.“

    Er starrte mich an. Ganz sicher schien er seiner Erinnerungen nicht mehr zu sein. Sodass die verblassenden Bilder in seinem Kopf sich hoffentlich mit meinen frisch erfundenen Fantasien decken könnten. Ich spürte, dass sein Glaube an mich auf der Kippe stand und verwünschte meinen Hang zu Übertreibungen. Wieso konnte ich ihm nicht endlich die Wahrheit sagen? Das konnte doch auf Dauer überhaupt nicht gut gehen! Irgendwann würde mein gesamtes Lügengespinst zusammenbrechen und dann würde er mich sehen wie ich war, als absolut verdorbene und nichtswürdige Lügnerin – und nie wieder etwas mit mir zu tun haben wollen.

    Aber wenn ich ihm die Wahrheit erzählte? Dass ich ein Niemand war und keine Ahnung vom Wasser hatte – geschweige denn von Magie?

    Die Chance, dass er sich damit ohne zu zucken zufriedengab oder mir gar verzieh – die gab es nicht, das sah ich jetzt.

    Wenn ich aufhörte zu erfinden, würde ich schneller aus diesem Märchen rausfliegen als der Blitz vor ein paar Tagen in Klymeras Hand gerast war.

    Ich würde Turris verlieren. Das war so klar wie die Sonne. Und allein der Gedanke ihn wieder zu verlieren fuhr mir wie ein Stachel tief ins Herz. Nein. Bis jetzt hatte alles irgendwie geklappt. Hoffentlich ging es auch noch weiter. Hoffentlich nahm das Märchen nie ein Ende!

    Ich lächelte Turris aufmunternd zu und versuchte krampfhaft, die gehässigen Blicke von Wisha und Eszella zu ignorieren.

    „Wie weit ist es denn noch?“, unterbrach uns Wisha laut und ahnte wahrscheinlich nicht, wie erleichtert ich war über diese willkommene Ablenkung. „Eszella meint, wir würden morgen am Dämonenberg ankommen.“

    Ich schluckte. Dämonenberg. Davon redeten sie heute schon den ganzen Tag. Ich wusste immer noch nicht, warum die Gegend so einen widerlichen Namen führte. Turris hatte mir erklärt, das sei lediglich ein großer Basar und ich sollte mich nicht fürchten. Ich weiß auch nicht, warum ich mich trotzdem fürchtete. Vielleicht, weil wir auf dem Weg schon eine Menge Ritter und schwer bewaffnete Kerle getroffen hatten. Brauchte man Schwerter, um einen völlig ungefährlichen Basar zu besuchen?


  • Hey Kirisha,



    LG,

    Rainbow

  • Wieder ein schoener Teil bei dem Murissa ins Fabulieren kommt. Auch schoen wie wir erfahren dass sie das anscheinend von ihrer Mutter hat (die damit offenbar auch leidlich Erfolg hatte...)


    Was ich noch nicht ganz rund finde ist der Uebergang am Ende. Die Situation ist eigentlich ja die

    Leider hatten auch meine drei Hexenkolleginnen ihre Ohren weit aufgesperrt und lauschten feixend auf meine Antwort


    Murissa erzaehlt dann ihr Ding ueber die Perlen, Turris schaut sie misstrauisch an - das ist jetzt eigentlich der Moment auf den die Hexen gewartet haben, die Unterhaltung beginnt bei der Murissa sich immer mehr verheddert - und dann....


    „Wie weit ist es denn noch?“, unterbrach uns Wisha laut und ahnte wahrscheinlich nicht, wie erleichtert ich war über diese willkommene Ablenkung


    ... hilft ihr Wisha aus der Klemme. Warum tut sie das hier?

  • Immer wieder schön zu lesen, wie sich Murissa mir jedem Wort, das aus ihrem Mund kommt, weiter in den Misthaufen redet und sie trotz des schlechten Gewissens weitermacht. Und mittlerweile glaube ich auch, dass sie an einem Punkt angekommen ist, an dem sie es entweder durchziehen sollte, oder auflösen. Heraus kommt es am Ende sicherlich so oder so. Aber auf sehr viel Verständnis wird sie glaube ich mittlerweile nicht mehr stoßen. Dann lieber auf die lieben Zufälle warten, die bisher immer winkend um die Ecke kamen, wenn sie in der Klemme steckte und auf das beste hoffen.


    Na mal sehen was genau dieser "Basar" am "Dämonenberg" ist. In dem Punkt stimme ich Murissa zu. Das klingt weder aufbauend, noch als wöllte man sich dort länger als es unbedingt notwendig wäre aufhalten. :rofl:


    LG, Kyelia



    Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
    - Toni Morrison -


  • Hallo ihr Lieben :)


    Rainbow

    Thorsten


    Kyelia


    Und hier geht es weiter (ich hoffe, es wird euch nicht zu langatmig, aber ich möchte diese Szene gerne bis zum Ende führen, bevor ich wieder zu Penthesilea umschalte.


    13.3 Höhlenzauber


    „Wir sind schon nah“, bestätigte Turris, „Vielleicht können wir es bis morgen Mittag schaffen.“

    „Und wozu reiten wir an dem Basar vorbei?“, fragte Eszella. „Ich meine, wir wollen doch angeblich zum Nebelmeer an der Landesgrenze. Da sollten wir uns unterwegs nicht durch Zerstreuungen ablenken.“

    „Wir wollen nicht angeblich, sondern tatsächlich zum Nebelmeer“, korrigierte Turris verärgert. „Das habe ich euch doch allen am Anfang genau erklärt! Und zu diesem Basar reiten wir deshalb, damit wir uns noch das notwendige Zubehör besorgen. An unserem Ziel muss es irgendein magisches Hindernis geben, das das Hinüberkommen erschwert. Vielleicht eine hohe Mauer oder so etwas. Ich möchte, dass sich jede von euch Zauberinnen ein gutes magisches Gerät besorgt, das Hindernisse zerstört oder durchlässig macht. Jede von euch bekommt zwanzig Bronzetaler dafür.“

    Eszella rollte mit den Augen. „Werter Turris, weißt du, wie viele verschiedene magische Hindernisse es gibt? Wenn du nicht wenigstens ungefähr beschreiben kannst, woraus es besteht und wie es funktioniert, wird das schwierig.“

    Turris sah die Hexen eine nach der anderen eindringlich an.

    „Das wusste weder meine Auftraggeberin noch alle anderen Leute, die ich fragte. Anscheinend ist schon seit Ewigkeiten niemand mehr am Nebelmeer gewesen und es gibt keine Berichte von Leuten, die das Hindernis überwunden hätten. Ich meine aber, wenn jede von euch sich nach ihren Begabungen ausrüstet, haben wir wohl eine Chance, etwas Passendes mitzubringen.“

    Ein Hindernis am Nebelmeer. Noch nie von jemandem überwunden worden. Das hörte sich vortrefflich an! Ich hoffte, es lag vor dem Meer. Dann würde meine kleine Angeberei bezüglich des Meermädchens auch nicht herauskommen.

    „Jetzt sag uns doch die Wahrheit, Turris“, warf Eszella ein. „Was bei allen Dämonen der Unterwelt sollen wir an diesem Nebelmeer, wo nie jemand hinreitet? Ist dsa wirklich dein Ziel? Weißt du, was wir glauben? Wir reiten deshalb zum Dämonenberg, weil du den Königsring ergattern willst.“

    Ich erschrak. Dass er diesen mysteriösen Ring holen wollte, hatte er den anderen ja anscheinend gar nicht verraten. Wie kamen sie jetzt darauf? Und wie würde er sich herauslügen? Er musste ja einen Grund haben, warum er das für sich behalten wollte.

    Langsam tunkte er sein Brot in die Suppe. Während er von dem dampfenden Happen abbiss, musterte er die Hexen eine nach der anderen.

    „Kann es sein, dass ihr selber scharf auf den Ring seid?“, fragte Turris langsam.

    „Welche Zauberin würde den wohl nicht ergattern wollen, wenn man bedenkt, welche enorme Macht man dadurch erringen würde“, erklärte Wisha lässig.

    „Exakt.“ Eszella nickte. „Das einzige Problem sind die verfluchten Dämonen. Aber du kennst wohl einen Weg daran vorbei, nicht wahr, Turris?“

    „Jetzt hört auf zu fantasieren“, fuhr Turris ihr über den Mund. „Wir werden zum Nebelmeer reiten, genau wie ich euch sagte. Der Basar liegt auf dem Weg, deshalb besuchen wir ihn, außerdem brauchen wir die Hilfsmittel, um die ich euch bat. Aber um den Königsring scheren wir uns nicht. Ich bitte darum, dass ihr eure Kräfte und euer Leben nicht darauf verschwendet, auf eigene Faust nach einem Ring zu spüren, der euch nur verderben würde! Verstehen wir uns?“

    Sofort dämpfte sich die Aufregung etwas. Wisha und Eszella wechselten Blicke.

    „Und die Wassergeister?“, brummte Wisha nach einer Weile. „Sollten wir nicht auch einen Schutz vor diesen Viechern besorgen? Das Nebelmeer ist doch anscheinend voll davon.“

    „Ich dachte, die wird Murissa erledigen“, warf Eszella trocken ein und grinste mir überlegen zu.

    Wisha pfiff durch die Zähne. „Daran glaubst du doch selber nicht. Nicht mal die Tempelpriesterinnen in den Städten werden mit ihnen fertig. Fräulein Regenmacherin wird sich schon etwas anstrengen müssen, damit wir von dem Geisterheer nicht zerrissen werden.“

    „Das ist kein Problem“, konterte ich, denn so viel Spott konnte ich vor versammelter Mannschaft nicht auf mir sitzen lassen. „Die richtig üblen Viecher hast du noch gar nicht gesehen. Im See von Aravenna wohnen welche, die sind riesig wie Wale und einer hat mal eine halbe Kutsche gefressen, die nach einem Achsenbruch hineinfiel. Ich konnte gerade noch die Pferde retten, als ich hinzukam. Natürlich würde ich auch noch mehr retten können – mit dem richtigen Gerät.“

    Ich biss mir schnell auf die Zunge. Nicht dass ich so weiter quasselte und mich damit noch um Kopf und Kragen redete. Richtiges Gerät – was für ein Gesäusel. So etwas gab es gar nicht, sondern nur halbwegs taugliche erbärmliche Hilfsmittel. Ich hatte schon unsere Priesterin persönlich am Brunnen schwitzen sehen, die drei mordgierige Babygeister mit einem spinnenartigen Pendel zu kontrollieren versuchte und fast dabei unter die Fluten geraten wäre.

    „Keine Sorge. Der Basar am Dämonenberg ist der größte des Landes!“ Turris lehnte sich an die Grottenwand zurück, blickte mich aufmunternd an und berührte dabei meine Schulter. Mich durchfuhr ein Strom von Hitze. „Da finden wir alles Material, was wir brauchen.“

    Er holte seinen Weinschlauch und schenkte allen etwas ein. Wir stießen auf den morgigen Tag an, auf den Basar und auf unseren Erfolg. Langsam lockerte sich die Stimmung und die Bootsbauer fingen an, Geschichten von Hindernissen zu erzählen, die sie überwunden hatten.

    Ich beugte mich nah an Turris´ linkes Ohr und damit er nicht wieder anfing vom Wasser zu reden, flüsterte ich ihm zu:

    „Pass auf Wisha und Eszella auf. Ich würde ihnen nicht trauen.“

    Unerwartet stand er auf und zog mich mit sich.

    „Komm. Wir müssen reden.“

  • Wäre sicher plausibler, wenn Klymera sie "rettet"?

    Im Prinzip koennte das einer der nicht-magischen Begleiter tun der da die Frage hat. Die laufen sonst eh' nur mit und tun nix.


    Den neuen Abschnitt finde ich schoen - ich wuerde aber vorschlagen so eine Szene wie den Daemonenberg von laengerer Hand vorzubereiten - Murissa kann frueh in der Geschichte ja schon mal Info-Fetzen davon gehoert haben, oder mal in der Karawane jemanden darueber reden - Dein Aufbau ist ein bisschen dass Du es einfuehrst, und dann sind wir aber auch gleich da - das wirkt ein bisschen bemueht, aka 'jetzt gebe ich euch Lesern mal noch ein bisschen Info, weil wir die gleich brauchen'


    Ist jetzt keine Katastrophe, aber wie gesagt ich denke das koennte man eleganter loesen :)

  • Kirisha


    Ich finde die Teile mit Murissa eigentlich immer sehr kurzweilig, weil sie doch meist recht amüsant sind.


    Auf ihr loses Mundwerk ist halt immer Verlass und auch hier schafft sie es wieder, sich um ein Haar um Kopf und Kragen zu reden, als sie mit dem Angriff der Wassergeister anfängt und davon, wie sie die Pferde gerettet hat:rofl:Ich finde es echt immer wieder erstaunlich, wie blumig sie diese erfundenen Sachen ausschmückt und welche Fantasie sie dabei an den Tag legt.


    Also, alles supi! Ich find’s gut.

  • Danke ihr Lieben für eure Kommentare!


    Thorsten


    Rainbow

    Noch eine kurze Frage zu dem Basar an alle, die sich noch an meine alte Version davon erinnern. Ich bekomme so langsam das Gefühl, dass die ganze Zeit zu wenig Gefährliches passiert. Es wird viel geplaudert, aber echte Gefahren sind weit weg. Auch auf dem Basar habe ich ja (jedenfalls im ersten Teil, den ich früher ja schon gepostet hatte) nur eine gewöhnliche Marktbummelei mit ein paar netten Dialogen und Enthüllungen und den typischen Murissa-Mauscheleien geplant. ist das nicht zu langweilig? Sollte da nicht eine richtige Aktion rein?

    Bin gerade am Überlegen, ob ich da schon eine kleine Kampfszene einbauen sollte, aber dann müsste ich doch einiges umstellen. / Eine kurze Antwort ja oder nein wäre schon hilfreich für mich.

  • Es wird viel geplaudert, aber echte Gefahren sind weit weg.

    Ja, das passt aber ganz gut. Ich fand die Szene klasse wo Murissa sich alle moeglichen Gefahren ausgemalt hat und dann in einem friedlichen Wald aufgewacht ist.


    Der Teil mit Murissa ist halt grade heiter, er zieht seinen Witz daraus dass sie sich immer mehr in die Sch%%$£% quasselt, und da wuerde ein echter Kampf meiner Meinung nach eher stoeren.


    Bei Penthesilea koennte mal gekaempft werden:dwarf:

  • Thorsten



    Und hier kommt nun das krönende Finale der Höhlenszene.

    Diese Szene hat leider etwas Überlänge, aber die sollte man doch am Stück lesen, meine ich.


    14. Nachtmärchen

    Murissa

    Während ich Turris folgte, spürte ich das Blut in meinen Wangen pochen und meine Beine merkwürdig weich werden. Wir stapften an den anderen vorbei durch die Höhlengänge bis zum Vorraum, der noch immer voller Pfützen war. Der magische Vorhang warf ein phosphoreszierendes lila Licht auf Turris´ Gesicht, wodurch er wie ein geheimnisvoller Fürst der Nacht aussah. Auch seine buschige Pferdemähne leuchtete in der Dunkelheit unserer Grotte und in seinen Augen blinkte ein milder Schein.

    „Du ahnst nicht, wie froh ich bin, dich dabei zu haben. Wenigstens eine, auf die ich mich verlassen kann“, flüsterte er mir leise zu.

    „Warum hast du diese Hexen angeheuert?“, fragte ich. „Wisha und Eszella sind gefährlich und du kannst sie nicht kontrollieren.“

    „Das stimmt“, bestätigte er nachdenklich. „Leider bin ich auf sie angewiesen. Der Weg zum Nebelmeer ist gefährlich und das magische Hindernis hat noch nie jemand geknackt. Ich brauche euch alle für diese Aufgabe.“

    Er strich mir eine vorwitzige Haarsträhne aus der Stirn.

    „Übrigens solltest du dir klar machen, dass auch Klymera gefährlich ist. Mach nicht den Fehler, sie als deine Freundin zu betrachten, egal wie nett sie sich gibt. Sei vor ihr auf der Hut, Murissa.“

    „Sie könnte auch ganz nett sein, glaube ich“, erklärte ich. „Obwohl sie eine Skeff ist.“

    „Vorsicht, Murissa. Es gibt keine netten Hexen. Alle Priesterinnen und alle wirklich mächtigen Zauberinnen gehorchen nur einer einzigen Macht, nämlich ihrer Göttin. Und wenn diese Macht befiehlt Opfer zu bringen, dann töten sie.“

    Ich schluckte.

    Also doch...?

    „Das glaube ich nicht“, widersetzte ich mich. „Bei uns in Aravenna habe ich so etwas jedenfalls nie erlebt.“

    Seine Augen weiteten sich. „Tatsächlich? Ich hörte davon reden, dass man in Aravenna nicht opfert, aber ich konnte es nicht glauben. Auch die Priesterin von Aravenna muss doch ihre Göttin gnädig stimmen und ihre Kraft aus irgendeiner Quelle schöpfen. Wie macht sie das, wenn nicht durch Opferungen?“

    Ich zuckte die Achseln.

    „Das weiß ich nicht. Aber wir haben in Aravenna einen sehr berühmten Fürsten, Silvrin, von dem du bestimmt gehört hast, denn es gibt viele Legenden über ihn. Sogar die Hohepriesterin geht vor ihm in die Knie. Er würde nie irgendein Unrecht erlauben und hält die Stadt in Ordnung.“

    Turris schüttelte den Kopf.

    „Jaja, die Legenden aus Aravenna, wer kennt die nicht. Was daran wahr ist, hat sich schon mancher gefragt. Wieso bist du von dort weggelaufen? Wer verlässt freiwillig eine Stadt, in der er nicht fürchten muss, jederzeit Opfer der herrschenden Göttin werden zu können oder Familie oder Freunde an sie zu verlieren?“

    Eine leichte Rötung begann mir den Hals hinauf zu kriechen.

    „Oh, das war nicht so ganz freiwillig – und so viel Familie habe ich nicht zu verlieren. Genaugenommen waren es meine eigenen Leute, die mich herausgeschmissen haben. Weil ihnen das bisschen Zauberei, was ich kann, schon Angst gemacht hat. Turris, aber ich bringe keine Leute dafür um, das musst du mir glauben!“

    Er lachte wie über einen guten Witz und legte mir vertraulich einen Arm auf die Schulter.

    „Das weiß ich. Ich habe es dir gleich angesehen. Du hast nicht dieses grenzenlose Selbstvertrauen wie diese Mörderinnen, die wissen, dass sie uns zermalmen könnten, wenn sie wollten. Ich bin sehr froh, dass du dich auf kleine Hexereien beschränkst, für die man keine Verbrechen vollbringen muss.“

    Kleine Hexereien? Welche kleinen Hexereien meinte er denn?

    Wohl nicht die Glasmurmeln?

    Seine vertrauliche Geste erwärmte mich und ließ mein Herz Bocksprünge machen. Ich fühlte mich ihm plötzlich sehr nahe und wünschte, er möchte seinen Arm gerne die ganze Nacht auf meiner Schulter ruhen lassen.

    Inzwischen waren wir am Eingang der Höhle angekommen. Mit seiner freien Hand schob Turris die magische Schutzgirlande ein wenig auseinander. Draußen klatschte unverändert der Regen in dicken Tropfen auf den Boden.

    „Findest du nicht, wir hatten für heute schon genug Regen?“, fragte er mich lächelnd – da ich mich unterwegs mehrfach als Verursacherin der diversen Güsse und Schauer ausgegeben hatte, die uns heimsuchten. Wahrscheinlich ahnte er nicht, wie sehr mich diese Frage unter Druck setzte.

    „Vielleicht.“ Ich schluckte. Hoffentlich kam er jetzt nicht auf die Idee, ich könnte den Regen stoppen! „Ich finde es eigentlich ganz lustig, wenn es so vor sich hin tröpfelt.“

    Seine Blicke fingen immer stärker an zu funkeln, während er mich ganz eigenartig betrachtete. So als hätte ich irgendwas Spannendes an mir, das mir selber noch gar nicht aufgefallen war.

    „Warum siehst du mich so an?“, fragte ich unsicher.

    Er senkte den Blick.

    „Ich wollte dir etwas erzählen, das mir schon mein ganzes Leben lang auf der Seele liegt und du kannst mir vielleicht die Antwort geben, nach der ich schon so lange suche.“ Nervös rieb er seine rechte Hand an seiner Hose. Er holte tief Luft. „Weißt du, meine Mutter ... sie starb, als ich noch klein war. Sie hat sich in einem See ertränkt."

    Erschrocken riss ich die Augen auf.

    „Du Armer!“, entfuhr es mir, „das tut mir so leid! Und ich überfalle dich noch mit hundert Geschichten über Wasser. Das hätte ich nicht machen sollen. Was für ein Unglück!“

    Ich fasste mir ein Herz. Jetzt. Wir waren unter uns, niemand würde uns hören. Diese Einleitung war eigentlich gar nicht schlecht für meine Eröffnung, alle meine Wassergeschichten seien Lügen. Vielleicht – wenn das unter uns bliebe – hatte ich ja doch noch eine Chance mich zu retten. Wenn ich ihm jetzt nicht reinen Wein einschenkte, würde ich es wohl nie schaffen. „Weißt du, Turris, diese Geschichten, die ich dir erzählt habe...“

    „Eben drum muss ich ja mit dir reden. Stell dir vor, mein Vater behauptet, Mutter wäre überhaupt nicht ertrunken“, ereiferte sich Turris. „Sie wäre eigentlich ein Mädchen, das tief unten in dem See wohnt! Und deshalb wäre sie eines Tages einfach wieder in dem See verschwunden, aus dem sie kam. Und aus irgendeinem Grund, den mir niemand sagen kann, kehrte sie von dort nie wieder zurück. Jahrelang ging mein Vater jeden Morgen an den See und wartete darauf, sie könnte wieder auftauchen. Mein Vater ist verrückt, Murissa. Ständig redet er vom Wasser, von Welten unter der Oberfläche, von sprechenden Fischen – von diesem Mädchen, das eines Tages aus dem Wasser zu ihm gekommen ist und dann wieder verschwand – Wieso ist er so besessen?“

    Heftig atmend fuhr er sich durch die Haare. „Mein ganzes Leben lang war ich davon überzeugt, dass mein Vater spinnt. Dass er den Tod meiner Mutter einfach nicht verwinden konnte und darum diese Fantasien entwickelt hat. Aber jetzt ... jetzt kommst du daher und wenn das alles stimmt, was du erzählst ... dann sagt er etwa die Wahrheit? Gibt es eine Welt unter Wasser und leben dort Wesen wie wir? Und... könnte dann meine Mutter vielleicht tatsächlich noch leben?“

    Mir lief eine Gänsehaut über den Rücken.

    O Himmel.

    Was sollte ich jetzt machen? Sein Weltbild wieder in Schutt und Asche legen?

    Deine Mutter ist tot, dein Vater spinnt, es gibt keine Wasserwelten?

    Plötzlich hatte ich das Gefühl, als zöge mich etwas in einen Strudel, aus dem ich nicht entrinnen konnte. Ab jetzt ging es nur noch darum, wie schnell der mich in eine bodenlose, unendliche Tiefe herunterziehen würde.

    „Es gibt diese Welten unter Wasser, Turris“, wisperte ich und hörte den Klang meiner eigenen Worte verzerrt in der Höhle widerhallen, wie von einem bösen Geist gesprochen, der über mein baldiges Verderben lachte.

    „Himmel – o Himmel – o Himmel”, keuchte er und starrte mit weit aufgerissenen Augen in die Dunkelheit der Nacht. Plötzlich fing er an wie närrisch zu lachen und drehte sich zu mir.

    „Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie sie ausgesehen haben könnte... und wie du wohl als Meermädchen aussiehst!“, flüsterte er übermütig. „Ich kann es einfach nicht fassen... Willst du mir dich beschreiben?“

    Uh. Ein heftiger Druck klemmte mir das Herz zusammen. Wieso hatte ich diese Meeresgeschichte nicht beendet, so lange noch Zeit war? Nun war ich gezwungen, mein Netz aus Lügen immer weiter zu spinnen. Bis ich mich irgendwann ganz schrecklich darin verfangen würde. Ich fühlte schon jetzt die klebrigen Fesseln meine Gelenke umzurren, die mich irgendwann zu Fall bringen mussten.

    Weitersprechen. Sag ihm, was er hören will.

    „Ich habe grüne Flossen“, begann ich draufloszufantasieren. „Und meine Haut wird dann auch ziemlich schuppig, und grün, von den Schultern über den Rücken bis ganz zu den Füßen herunter. Besser gesagt bis zu den Schwanzflossen, also.“

    „Bis zu den Schwanzflossen? Hast du denn mehrere?“ Er hatte die Augen weit aufgerissen und ich begriff, dass er das Bild dieses Meermädchens, das ich angeblich werden könnte, in seiner Vorstellung sehr genau sehen konnte.

    Mehrere Schwanzflossen. Mist. Könnte ich mehrere haben?

    Ja, wieso denn nicht.

    „Zwei“, flunkerte ich. „Also ich hab ja auch zwei Beine. Die verwandeln sich dann jedes in eine Flosse. Meistens halte ich sie eng zusammen, dann sieht es so aus, als wäre es eine einzige dicke Fischflosse. Aber es sind zwei und manchmal bewege ich sie auch abwechselnd. Ich bin unglaublich schnell unter Wasser, das solltest du mal sehen.“

    Innerlich wurde mir flau im Magen. War ich ganz bescheuert, so viele Details zu erfinden? Wie sollte ich diese Geschichte jemals beweisen? Aber bis zum Nebelmeer war es weit. Hoffentlich sehr, sehr weit.

  • Das ist ein schoener und sehr stimmungsvoll erzaehlter Abschnitt - wie die Situation da fuer Murissa abermals kippt - das finde ich toll eingefangen :thumbup:


    Und endlich erfahren wir auch ueber Turris was (auch wenn mir das alles immer noch komisch vorkommt - wuerde mich nicht wundern wenn er auch einfach so Geschichten erfindet...):D

  • Hey,


    sorry, hab`gepennt :) ... gar nicht mitbekommen, dass es hier weitergeht.


    Also, ich finde den Teil super! Sehr schön geschrieben, da passt für mich alles! Das neuerliche Dilemma, in welches Murissa rutscht, als sie vor der Entscheidung steht, ihm ausgerechnet jetzt die Wahrheit zu sagen. Das hast du geschickt eingefädelt....auch finde ich es ganz interessant, etwas über Turris zu erfahren. Thorstens Theorie finde ich ganz witzig. Wenn Turris ebenso erfindungsreich wäre und seinerseits versuchen müsste, Murissa den größten Humbug aufzutischen, um seine Geschichte plausibel zu machen oder sich bei ihr einzuschmeicheln.


    Der coolste Abschnitt in diesem Teil:

    Was sollte ich jetzt machen? Sein Weltbild wieder in Schutt und Asche legen?

    Deine Mutter ist tot, dein Vater spinnt, es gibt keine Wasserwelten?

    Oh Yes! Das wäre dann wohl der Jackpot! :rofl:

  • Hallo ihr Lieben :)

    Dass euch dieser Part gefallen würde, hatte ich ehrlich gesagt doch sehr gehofft. Tja mal sehen, was ihr nun zu Penthesilea sagen werdet. Übrigens habe ich auch am Basar noch gebastelt und mehr Spannung hineingebracht - aber das kommt später.


    Thorsten

    Rainbow



    Und hier geht es nun weiter:


    15. Ankunft in Grahamaar

    Penthesilea

    Wir sind gelandet.

    Der Kontinent Grahamaar zeigt sich uns schroff und felsenreich. Inmitten der hohen Klippen haben wir eine Bucht ausgesucht, wo unsere Schiffe vor Anker gehen sollen. Arixes hält Ausschau nach möglichen Gefahren.

    Aufmerksam und vorsichtig schippern wir auf die Bucht zu. Schon bald sehen wir überall auf den aus dem Wasser ragenden Felsen und auch auf den Klippen am Ufer seltsame kleine Wesen sitzen. Sie ähneln Seepferdchen, haben einen gebogenen S-förmigen Körper mit grünlicher Lederhaut und ein dünnes, sehr weit nach vorn ragendes Mäulchen. Ihre langen Schwänze ringeln sie um den jeweiligen Felsen, auf dem sie sitzen oder von dem sie herunterhängen, während sie von an den Steinen klebenden Muscheln naschen. Als unsere Schiffe näher kommen, ergreifen sie in Scharen die Flucht. Meine Schwimmergenerälin Arixes hat unterdessen auch die Unterwasserregion durchleuchtet.

    „Hier ist keine Gefahr“, urteilt sie und nickt mir zu. „Sichert das Gebiet!“

    Sofort springen mehrere Schwimmerinnen, ausgerüstet mit Tintenbüchsen, ins Meer und versprühen rings um unsere Bucht so viel dunkelblaue Wasserwolken, bis das gesamte Gebiet damit umzäunt ist. Das sollte eventuelle unfreundliche Bewohner dieser Region lange genug fernhalten, bis wir alle unbeschadet ausgestiegen sind.

    Kurz darauf stapfen wir bereits über das sandige Ufer. Vom Strand aus führt ein kleiner Pfad durch eine felsige Schlucht bis auf eine karge Anhöhe, auf der trotz des steinigen Bodens einige Sträucher und wenige niedrige, windschiefe Bäume wachsen. Ein stetiger Wind bläst uns um die Nase. Laut unserer Karten ist diese Gegend unbewohnt und sollte ungefährlich sein. Die Information scheint nicht zu stimmen, denn auf halber Höhe der Anhöhe sehe ich eine Gruppe von etwa dreißig dieser kleinen Seepferdchen, die wir vorher auch schon im Wasser sahen. Sie haben vermutlich ebenfalls vorgehabt zu fliehen, als sie uns kommen sahen, kamen aber nicht schnell genug von dem Hügel herunter. Beine haben sie nämlich keine, sondern robben sich mit ihren langen Rollschwänzen und der Hilfe ihrer dünnen Ärmchen vorwärts. Gerade sehe ich ein paar erwachsene Tiere sich schützend vor den jüngeren aufrichten. Sie haben sich schnell mit herumliegenden Steinen und Ästen bewaffnet und brüllen uns laut und drohend an. Es klingt wie: „Pikasiii, piksiii!“

    Anscheinend sind es doch eher Menschwesen als Tiere.

    „Schaut euch diese Pixies an“, ruft Protoe begeistert. „Sind sie nicht drollig? Davon bringe ich meinen Töchtern welche mit.“

    Ich werfe ihr einen tadelnden Blick zu, der sie zum Schweigen bringt. „Bevor wir über Mitbringsel nachdenken, sollten wir unsere Aufgabe erledigen“, korrigiere ich sie. „Brynea, du bist unsere Sprachkundige. Versuch zu verstehen, was diese Wesen sagen und höre bitte heraus, ob sie wirklich so ungefährlich sind, wie sie aussehen oder wir sie vorsichtshalber töten sollten.“

    Brynea, eine der Nachtalbinnen, die ebenso wie Naftare ihr Leben hauptsächlich in unserer Bibliothek verbringt, liebt fremde Sprachen und ist talentiert darin, schnell fremde Worte zu assimilieren und sich mit allen möglichen Wesen zu verständigen. Ich lasse sie vorsichtshalber von einer Gruppe Orkas begleiten, die sie verteidigen könnten, sollte eines dieser Ringelwesen – die uns nur knapp über die Hüfte reichen - sie angreifen.

    Während wir noch auf den Schiffen warten, schwimmen Brynea und ihre Orkas an Land und klettern auf die Anhöhen, wo sich die Pixies verschanzt haben und ihre Verteidiger immer noch mit Ästen und Steinen in unsere Richtung drohen. Als Brynea näher kommt, fangen sie auch noch an zu rufen.

    „Kii kii, anahii, pikasii, piksii!“, klingt es zu uns hoch, laut und schrill.

    „Die könnte man als Sirenen einstellen“, raunt mir Goplea ins Ohr und ich muss an mich halten um nicht zu lachen.

    Brynea braucht eine Weile, bis sie die verschiedenen Kiiis und Piiis auseinanderhalten kann, aber ich sehe nicht ohne eine gewisse Faszination, wie sie sich schnell hereinhört und plötzlich selbst anfängt zu kiiken und zu ziiken. Die erwachsenen Pixies lassen ihre erhobenen Hände sinken, ihre Mienen entspannen sich und schließlich geben sie ihren Kindern Zeichen und alle gleichzeitig gleiten von dem Hügel herunter, zum Strand hin, winken uns ein wenig schüchtern aber sehr ehrerbietig zu und tauchen dann ins Wasser ein, wo sie in kürzester Zeit verschwinden. Ein wenig Angst vor uns haben sie wohl immer noch.

    Brynea dreht sich zu uns um.

    „Das sind harmlose, aber sehr kultivierte Wesen!“, ruft sie uns zu. „Vor ihnen haben wir nichts zu befürchten, im Gegenteil könnten wir sie vielleicht zu uns einladen, um mehr über ihre Sitten zu erfahren!“

    Das versucht Brynea immer. Schon mehr als einmal habe ich versucht ihr zu erklären, dass uns auf unseren Reisen nur ein einziges Volk interessiert, nämlich jenes des Ziellandes. Alles andere würde uns nur ablenken oder sogar gefährden. Wenigstens bin ich froh, dass die Luft rein ist.

    Wir werfen Anker und steigen von Bord. Ich beauftrage gleich eine der Nachtalbinnen damit, rings um unser geplantes Lager oben auf der Anhöhe einen magischen Bann zu legen. Während die Orkas die Schiffe entladen und kistenweise unser Material und den Proviant nach oben tragen, wobei sie die schwersten Ladungen mit magischer Hilfe den Berg hinaufwerfen, errichten die Nachtalbinnen mit der gemischten Truppe auf der Anhöhe die Zeltstadt, in der wir die heutige Nacht verbringen werden. Die Schwimmerinnen lassen unterdessen die Reitechsen aus den Laderäumen der Schiffe hinaus, die sofort ins Meer tauchen und auf die Jagd nach Fischen gehen. Rings um unsere Schiffe verursachen sie hohe, unruhige Wellen. Ich kehre zu den Schiffen zurück, überwache das Entladen und setze zuletzt mit einem Floß an Land über, gemeinsam mit Malaxes, einer der Novizinnen, die ich damit beauftragt habe, die Heilige Schale zu tragen. Etwas nervös springt die Schwimmerin von den Brettern in den Sand der Bucht und blickt immer wieder zu mir hin. Die „Heilige Schale“ zu tragen ist eine große Ehre und ich habe sie diesmal der scheuesten Anfängerin gegeben, um ihr Mut zu machen.

    Nun steige ich auch selbst an Land. Ich bleibe noch einen Augenblick stehen, denn ich muss die Schiffe sichern. Schließlich sollen sie hier mehrere Monde auf uns warten und am besten auch noch unversehrt sein, wenn wir zurückkehren wollen. Zu diesem Zweck pflege ich sie ein wenig zu behexen. Ich sammele magische Energie in meinen Händen, bis es darin zu kribbeln und zu glühen beginnt. Dann lasse ich die Strahlung hinausfliegen und fange damit Luftkräfte ein, die ich wie ein riesiges Netz ausdehne und dann über alle drei Schiffe hinweg lege. Die Luftpartikel in dem magischen Netz bewirken, dass alles Darunterliegende verdeckt wird und deshalb sieht es jetzt aus, als lösten sich unsere Fahrzeuge vor meinen Augen in Luft auf. Nun binde ich den magischen Faden, der mein Netz festhält, an der Stange der Heiligen Schale fest. Diese werden wir bei unserem Aufbruch hier irgendwo verstecken, um bei unserer Rückkehr mit ihrer Hilfe die Schiffe wieder sicht- und nutzbar zu machen.

  • Der neue Teil gefällt mir auch richtig gut.

    Du baust viele schöne Details ein, wie zum Beispiel diese Seepferdchen-Wesen. Die seltsamen Laute, die sie machen, konnte ich mir gut vorstellen und auch, wie die Sprachengelehrte versucht, Kontakt zu ihnen aufzunehmen. Das hast du wunderbar geschrieben.

    Cool ist auch die Idee, die Schiffe mithilfe dieser magischen Schale verschwinden zu lassen. Wobei ich mir wünschen würde, da noch ein bisschen mehr drüber zu erfahren, was es mit dieser Schale auf sich hat. Wofür brauchen sie das Teil? Stellt es die Verbindung zur göttlichen Energie her und hält sie deshalb aufrecht, selbst wenn Penthesilea schon längst nicht mehr da ist? Eine kurze Erklärung fände ich hier ganz gut.

    Außerdem habe ich mich gefragt, ob du die Route vorher bekannt gegeben hast. Sie haben offenbar vor, ihre Schiffe zurückzulassen und auf anderem Wege ( an Land? -wohl kaum :hmm:) weiterzureisen. Wie gesagt, ich weiß es nicht mehr genau.

    Die Frage ist, was besser ist: Den Leser die bereits bekannten Punkte ansteuern lassen oder ihn zu überraschen und quasi als eine Art blinden Passagier einfach mitzunehmen, der nie weiß wohin es als nächstes geht.

    Also, ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht :gamer:


    LG,

    Rainbow

  • Schon bald sehen wir überall auf den aus dem Wasser ragenden Felsen und auch auf den Klippen am Ufer seltsame kleine Wesen sitzen. Sie ähneln Seepferdchen, haben einen gebogenen S-förmigen Körper mit grünlicher Lederhaut und ein dünnes, sehr weit nach vorn ragendes Mäulchen. Ihre langen Schwänze ringeln sie um den jeweiligen Felsen, auf dem sie sitzen oder von dem sie herunterhängen, während sie von an den Steinen klebenden Muscheln naschen.

    Das finde ich ein sehr schoenes Detail! Gerne ab und an mehr davon in der Geschichte!

    ob sie wirklich so ungefährlich sind, wie sie aussehen oder wir sie vorsichtshalber töten sollten

    Penthesilea geht ja zur Sache... Ja, so richtig nett ist sie nicht.:diablo:


    Insgesamt finde ich den Abschnitt schoen geschildert - das ist eine recht plausible Landungsoperation die da gemacht wird, das wirkt professionell und Penthesilea kommt als kompetente Anfuehrerin rueber.

    Außerdem habe ich mich gefragt, ob du die Route vorher bekannt gegeben hast.

    Das schliess' ich mich an - ich war jetzt etwas ueberrascht dass sie noch einen Weg ueber Land haben, ich dachte sie fahren auf See ins Zielgebiet und springen dann ins Wasser. Oder so.

  • Erstmal danke für eure interessanten Rückmeldungen!

    Irgendwie war ich überrascht...:)ich wollte den Einschub mit den PIxies eigentlich schon streichen, weil die ja im Prinzip nur Dekoration sind. Aber wenn euch das gefällt, lasse ich sie also drin.


    Rainbow


    Thorsten


    Hier geht es weiter: (an den Abschnitt erinnert ihr euch vielleicht noch)


    15.1 Ankunft in Grahamaar

    Nun steigen Malaxes und ich den kleinen Pfad bis zu unserem Lager hinauf. An dem lauten Platschen und Lachen hinter uns höre ich, dass auch die Schwimmerinnen bald nachkommen werden.

    Nach kurzer Zeit bin ich im Lager angekommen und betrachte zufrieden, wie meine Kriegerinnen unsere Unterkünfte exakt plangemäß aufstellen, wie eine wandernde Stadt, die an jedem neuen Ort nach dem gleichen Muster wieder neu entsteht. Im nördlichen Lager errichten die Nachtalbinnen die Lehmhügel, in denen sie am liebsten übernachten, im westlichen stehen die Zelte der gemischten Truppe, im südlichen Lagerteil die der Schwimmerinnen und im Osten wohnen die Orkas.

    Langsam durchschreite ich das Lager und folge dabei Malaxes, der Schalenträgerin. Da auch sie eine Schwimmerin ist, muss sie ihre flossenartigen Füße bei jedem Schritt hoch heben, um nicht darüber zu stolpern. Gleichzeitig die schwere Schale auf der Eisenstange über ihrem Kopf zu balancieren ist sicherlich nicht so leicht. Ich sehe aber an den stolzen Mienen der anderen Schwimmerinnen, dass sie zufrieden sind mit meiner Wahl. Sie verziehen diesmal nicht ihre leicht vorstehenden, schnabelartigen Münder so wie in den letzten Jahren, in denen ich meistens Orkas mit dieser Ehre betraut habe.

    Während wir das Lager durchschreiten, wenden sich alle Blicke zu uns, die Kriegerinnen halten in ihrer Arbeit inne und folgen uns.

    Mein rundes, geräumiges Besprechungszelt erwartet uns auf einer kleinen Erhöhung, sodass mich alle sehen und auch ich alle meine Leute im Blick habe. Vor dem Eingang hat sich bereits Goplea postiert, die Kletterin mit der Eidechsenhaut und Generälin der gemischten Truppe. Aus der Menge tritt Naftare hinzu, die Führerin der Nachtalbinnen, deren blassgraues Gesicht fast vollkommen unter einem Hut mit breitem Rand verschwindet. Ihr folgt Arixes, die die Schwimmerinnen leitet. Fehlt nur noch Chelimea, die stämmige Befehlshaberin der Orkas, die sich gerade aus der Menge schält. Wie immer starre ich verstohlen auf die sieben Warzen in ihrem Gesicht, die sich schnurgerade in einer Reihe von ihrer linken Wange über die Nase bis zur Stirn hin erstrecken, als hätte es einen Sinn, dass sie dort wachsen. Und auf ihre mächtigen Hände, mit denen sie wahrscheinlich jeden ihrer Feinde in den Erdboden hineinschlagen könnte.

    Langsam füllt sich der Platz um uns her. Ich warte noch etwas ab, bis alle Kriegerinnen sich versammelt haben, damit keine die Zeremonie verpasst. Dann gebe ich Malaxes ein Zeichen, sie rammt die eiserne Stange mit der Heiligen Schale in den Boden. Zwei der Orkas helfen ihr dabei, die Stange tief genug in die Erde zu drücken, dass sie von allein stehenbleibt.

    „Meine Schwestern!“, ergreife ich das Wort und lasse meine Blicke über alle Kriegerinnen schweifen, die ich aus meiner Position sehen kann. „Hier stehen wir, am Beginn des zehnten Feldzuges, den ich führe. Ein Kampf, der uns in unbekanntes Gebiet führen wird und in ein Element, in dem wir noch nie vorher gekämpft haben – nämlich im Wasser. Aber wir haben schon vieles gemeistert, wir meistern auch dies. Viele sehe ich unter euch, die schon große Kämpfe mit mir gefochten, unser Land zu neuer Blüte gebracht und unserer Heiligen Göttin neue Kräfte erobert haben – ich grüße euch! Aber ich begrüße auch die fünfzig Novizinnen vom Volk der Schwimmerinnen, die sich für den speziellen Auftrag gemeldet haben, den wir in diesem Jahr bekamen. Ich freue mich, dass ihr dabei seid und möge die Göttin euch den Ruhm bringen, nach dem ihr euch sehnt!“

    Ich erhebe mein Gesicht und beide Hände zum Himmel und stimme die amazonische Nationalhymne an, die gleichzeitig auch eine Anrufung unserer Göttin ist, jedoch diesmal die zweite Strophe, die wir niemals zuhause, sondern nur während des Kriegszuges singen:

    „Heute sind wir angekommen

    Haben deinen Ruf vernommen

    Auf geht es ins Abenteuer

    Dass wir unser Blut erneuern!

    Schenk uns Sieg in diesem Krieg - Heilige, heilige Kamamé!

    Schenk uns Sieg in diesem Krieg - Heilige, heilige Kamamé!“

    In den Refrain fallen alle meine Kriegerinnen ein. Sie jubeln, sie schmettern ihn in den Himmel – und als ich gerade die nächste Strophe beginnen will, wird es über uns gleißend hell. Die Silhouette einer wolkenhaften Reiterin wird über uns sichtbar. Nach und nach bilden sich die Konturen unserer Göttin Kamamé heraus, die uns mit ihrem Hörnerhelm auf einem riesenhaften Flugpferd erscheint. Ihr Gesicht, wechselhaft wie das Wetter, ähnelt heute dem rundlichen Antlitz der heldenhaften Königin Liesalea, freundlich und mit übergroßen, leicht vorquellenden grauen Augen schaut sie auf uns nieder. Ihr Reittier hat seine gefiederten Schwingen weit ausgebreitet, sein Körper ist ebenso schmal wie die unserer eigenen Flieger und es hat ebenso spitze Zähne. Kamamé sieht in ihrer Rüstung und mit ihrer geballten Faust kriegerisch aus und erwartet, so wie ich sie kenne, eine deutliche Steigerung unserer Beute, das sagt mir schon ihr auffordernder Blick. Ich nicke ihr zu zum Zeichen, dass ich das bereits eingeplant habe. Laut sage ich:

    „Danke, dass du uns mit deinem Besuch beehrst, erhabene Göttin! Hier stehen wir dir treu zu Diensten. Wir bitten dich um Kraft und um deinen Segen für diesen Feldzug!“

    Kamamé lächelt uns zu und schickt einen kleinen Feuerstrahl zu uns nieder, mit dem sie das magische Feuer in der Heiligen Schale entzündet. Es beginnt hellgelb zu lodern und angenehme Wärme zu spenden. Einer seiner Feuerstrahlen flackert bis zu der Göttin in den Himmel zurück. Sie breitet ihre Hände aus und ein goldgelber Regen aus Energie prasselt über uns nieder. Das Entzücken ist nicht zu beschreiben, das mich überkommt, als diese Strahlendusche auf meine Haut klatscht und in meinen Körper hineinzuströmen beginnt. Schon nach kurzer Zeit fühle ich mich wie ein Energiebündel, das von all der gesammelten Kraft explodieren könnte, die sich jetzt in mir sammelt. Die jüngeren Kriegerinnen, die an diesen Segen noch nicht gewöhnt sind, juchzen und kreischen vor Wonne. Arixes stimmt noch einmal unsere Hymne an und bald singen wir alle, können gar nicht aufhören, unsere Göttin zu lobpreisen. Ich glaube, so großzügig hat Kamamé uns noch nie beschenkt vor einem Feldzug. Sie muss Großes von uns erwarten. Ich werde sie nicht enttäuschen.

    Das Gesicht der Göttin hat sich schon wieder verändert. Welche Königin ahmt sie diesmal nach? Diese riesigen Augen mit dem abwesenden Ausdruck darin, die überlangen Lippen ... Sah nicht Königin Semantha so aus, die den Kriegszug nach Napapur anführte, acht Jahre bevor ich an die Macht kam? Aber das war einer der Katastrophenfeldzüge. Niemand kehrte von dort zurück. Auch nicht die Königin. Ein plötzlicher Schrecken fährt mir in die Glieder. Ist das eine Warnung? Glaubt sie, wir wären dem Wasserelement nicht gewachsen?

    Ich meine jetzt auch in ihrem Blick eine gewisse Trauer zu sehen. Ja, wirklich. Als ob sie etwas fürchtet, was auch ich zu fürchten hätte.

  • Eine sehr schoene Szene mit dem Besuch der Goettin bei der Truppe - das ist wunderbar beschrieben, weiter so!


    Da macht sich also eine Bande von religioesen Fanatikerinnen zu ihrem Kreuzzug auf - und man findet das alles so sympathisch, das ist gut.


    Ich freue mich, dass ihr dabei seid

    Finde ich hier zu... schwach. Das ist doch eine sehr pathetische Ansprache, da darf sie ruhig in die volle Trickkiste gehen und uebertreiben.


    a erkläre ich auch, dass sie das gelobte Land nicht gleich an der Küste finden sondern noch landeinwärts müssen. Ich weiss, das ist Monate her und da ich es nur einmal kurz angerissen habe und es damals noch nicht wirklich eine Rolle spielte, vergisst man das vermutlich.

    Ja, lass mal so wie's ist - wir vergessen das weil wir ueber Monate haeppchenweise lesen, aber ich denke wenn man die Geschichte am Stueck liest ist das viel klarer, da war das grade mal 20 Minuten her.:)