Meermädchen

  • Hey Kirisha :)



    LG,

    Rainbow

  • Hallo ihr Lieben und danke euch, dass ihr so treu bei der Stange bleibt!:danke:


    Rainbow




    Thorsten


    Und hier geht es weiter:


    15.2 Ankunft in Grahamaar

    „Erhabene Kamamé“, flüstere ich ihr zu in einem privaten Gebet, das die anderen nicht hören werden. „Sorge dich nicht. Es gibt keine Aufgabe, die ich nicht löse. Ich bringe unser Heer unversehrt zurück – und reiche Beute dazu.“

    Sie wirkt noch immer umwölkt. „Dem Wasserelement seid ihr offensichtlich nicht gewachsen. Wir können es uns nicht leisten, wieder ein Heer zu verlieren.“

    „Großmächtige Göttin“, wiederhole ich, jetzt lauter und leidenschaftlicher. „Verlass dich ganz auf mich. Ich würde mir eher eine Hand abhacken als eine Kriegerin zu verlieren. Und ich würde mich lieber selbst zerhacken lassen als diesen Feldzug zu verlieren! Ich schwöre, bei meiner Ehre, bei meinem Leben und meiner Seele, dass wir Ruhm und Reichtum heimbringen werden.“

    Ihr Gesicht hellt sich auf. Genau das wollte sie hören. „Sehr gut!“

    Mein Blick fällt auf die drei etwas abseits stehenden Spiritistinnen in ihren silbrigen Umhängen. Ich kann diese Gestalten und ihre heimlichen Zauber nicht ausstehen - dieses miese Zermatschen von Seelen aus dem Hinterhalt. Vermutlich beruht das auf Gegenseitigkeit, denn es sind auch keine netten Blicke, die sie mir zuwerfen. Das sind leider die Kröten, die ich schlucken muss, auch diese Zauberinnen erweisen der Göttin einen Dienst, für den ich sie respektieren und sogar beschützen muss. Die erhabene Kamamé sieht mich bereits freundlicher an, deshalb verberge ich meine Gefühle.

    Es wird alles gut gehen. Dafür sorge ich schon.

    GEWINNEN. Das muss mein Fokus sein.

    Die Erscheinung der Göttin verlöscht und der Himmel über unserem Kopf wird wieder blau und klar. Langsam kommen meine Kriegerinnen wieder zu sich und ich sehe ihnen an, wie sie sich in ihrer neu gewonnenen Energie sonnen.

    Goplea neben mir scheint die einzige zu sein, die der Auftritt unserer Göttin nicht überwältigt hat. Verstohlen dreht sie sich zu mir.

    „Die Jugend von heute“, knurrt sie und sieht mich mit einem Blick an, als wäre sie nicht sicher, ob sie mich mit meinen inzwischen achtundzwanzig Jahren noch zur Jugend dazurechnen soll oder nicht. „Sie begreifen mal wieder nicht, dass die Göttin uns nur deshalb so großzügig beschenkt, weil wir es anscheinend nötig haben werden.“ Sie fährt sich mit ihrer ledrigen Hand durch das Silberhaar. „Dieser Feldzug scheint ja etwas extrem zu werden, weil sie uns ausgerechnet in dieses Wasserland schicken.“ Sie mustert mich herausfordernd. „Oder hast du etwa Lust, im Wasser zu kämpfen, Penthesilea?“

    „Genau so große wie du, Goplea“, sage ich grinsend.

    Ich weiß, dass die Kletterin Wasser in jeder Form verabscheut. Auch aus ihrer Truppe, in der Kriegerinnen aus dreizehn verschiedenen Jahrgängen dienen, ist wohl keine begeistert von unserem diesjährigen Ziel. Ich bin sowieso überrascht, dass so viele der Gemischten die Musterung für diesen Kriegszug bestanden haben und also doch bessere Wasserfähigkeiten besitzen als ich dachte.

    Ich nicke ihr aufmunternd zu. In den nächsten Tagen werde ich mit den Generälinnen diskutieren, wie wir am besten vorgehen, um das Wasservolk aus dem Nassen herauszutreiben. Einige Pläne habe ich da schon parat. Heute will ich aber zur Einführung noch ein paar Grundsätze erläutern, damit mir die Novizinnen kein Unglück herausfordern. Ich weiß ja nicht, ob Arixes bei ihrem Schnellkurs daran gedacht hat, ihnen auch wirklich alle relevanten Regeln einzutrichtern. Deshalb trete ich nun noch einmal vor meine Leute. Die meisten Kriegerinnen stehen noch immer verzückt, wie in Trance, und betasten vorsichtig die neue Strahlung, die nun um ihre Haut flimmert.

    „Die Göttin hat uns gesegnet, und wir danken ihr dafür!“, sage ich laut in die Runde. Langsam wendet sich die Aufmerksamkeit wieder zu mir. „Nun kann der Kriegszug beginnen. Ab morgen reiten wir in das Landesinnere und werden in Kontakt mit den Bewohnern dieses Kontinents kommen. Deshalb möchte ich euch alle an das Zweite Amazonische Gesetz erinnern, das sogenannte Erzeugergesetz.“

    Ich mache eine kleine Pause, um meine Worte wirken zu lassen. „Natürlich kennt ihr alle dieses Gesetz, aber da wir so viele Novizinnen bei uns haben, die Amazonia zum ersten Mal verlassen, möchte ich daran erinnern. Während des Kriegszuges werden wir Länder durchqueren, in denen Erzeuger leben. Wir sind nicht daran gewöhnt, sie in so großer Zahl frei herumlaufen zu sehen, darum werden vielleicht einige von euch neugierig werden, sich möglicherweise gefesselt fühlen oder ihnen nachlaufen wollen. Das sind aber falsche und schädliche Gefühle. Vergesst nicht, dass diese Geschöpfe vom Antigott Bozar gezeugt wurden, dass sie eure Zauberkraft vernichten und euch krank oder besessen machen können. Deshalb ist höchste Vorsicht geboten. Wir halten uns von diesen Gestalten fern. Niemand spricht mit ihnen außer wenn wir wichtige Informationen von ihnen benötigen. In dem Fall muss sie aber erst Erlaubnis bei einer der Generälinnen einholen. Niemand kommt ihnen nahe, außer wenn eine Notsituation es gebietet oder wir gegen sie kämpfen! Verstanden?“

    Arixes sieht mich genervt an. „Das musstest du nicht wiederholen. Jede Amazone kennt die Gebote und ich habe sie während der Ausbildung täglich aufsagen lassen.“

    „Eine Auffrischung kann nicht schaden.“ Aufmerksam blicke ich durch die Reihen. „Kameradinnen! Wie ihr alle wisst, ziehen wir dieses Jahr gegen ein Wasservolk. Diese Aufgabe kam wohl für uns alle etwas überraschend und wir sind noch nicht genügend vorbereitet. Deshalb werden wir auf unserer Reise so viele Übungen machen wie möglich. Diese sind ernst zu nehmen und wer die notwendigen Techniken nach vier Wochen nicht beherrscht, nimmt nicht an den Kämpfen teil.“

    Ich mustere die Gesichter meiner Kriegerinnen eins nach dem anderen. „Und da unsere Zeit begrenzt ist, fangen wir gleich an. Abmarsch in die Bucht! Beginnen wir mit der ersten Übung!“




  • Hey Kirisha :)



    LG,

    Rainbow

  • Und wieder aufgeholt. Gemein, dass es nun einen Szenenwechsel gab. Ich habe mich mittlerweile ziemlich an die Murissa Parts gewöhnt und empfinde ich momentan auch als sehr viel interessanter als die von Penthesilea. :rofl:

    Aber gut. :D Die Kriegerinnen sind nun also ihrem Ziel ein gutes Stück näher gekommen und schlagen ihr Nachtlager auf.


    Über zwei Stellen bin ich in den Parts gestolpert:

    Kurz darauf stapfen wir bereits über das sandige Ufer. Vom Strand aus führt ein kleiner Pfad durch eine felsige Schlucht bis auf eine karge Anhöhe, auf der trotz des steinigen Bodens einige Sträucher und wenige niedrige, windschiefe Bäume wachsen.

    Sie betreten das Ufer?

    Wir werfen Anker und steigen von Bord.

    Und zwei drei Absätze später steigen sie erst von Bord.


    Ich glaube, sie betreten das Land wirklich erst an dieser Stelle. Du schreibst auch vorher, dass die kleine Gruppe erstmal vor schwimmt und mit den Pixies spricht. :hmm: Oder habe ich was überlesen/falsch verstanden? ?(

    „Natürlich kennt ihr alle dieses Gesetz, aber da wir so viele Novizinnen bei uns haben, die Amazonia zum ersten Mal verlassen, möchte ich daran erinnern. Während des Kriegszuges werden wir Länder durchqueren, in denen Erzeuger leben. Wir sind nicht daran gewöhnt, sie in so großer Zahl frei herumlaufen zu sehen, darum werden vielleicht einige von euch neugierig werden, sich möglicherweise gefesselt fühlen oder ihnen nachlaufen wollen. Das sind aber falsche und schädliche Gefühle. Vergesst nicht, dass diese Geschöpfe vom Antigott Bozar gezeugt wurden, dass sie eure Zauberkraft vernichten und euch krank oder besessen machen können. Deshalb ist höchste Vorsicht geboten. Wir halten uns von diesen Gestalten fern. Niemand spricht mit ihnen außer wenn wir wichtige Informationen von ihnen benötigen. In dem Fall muss sie aber erst Erlaubnis bei einer der Generälinnen einholen. Niemand kommt ihnen nahe, außer wenn eine Notsituation es gebietet oder wir gegen sie kämpfen! Verstanden?“

    Ich weiß nicht so recht, was ich von dieser Belehrung halten soll. Es ist gut, dass man als Leser nochmal darauf hingewiesen wird. Aber irgendwie hat es sich etwas angefühlt, wie mit dem Baseballschläger direkt ins Gesicht. :dwarf:Es wirkt irgendwie als wäre es viel mehr eine Erklärung für den Leser als für die Kriegerinnen/Novizinnen. Weil wie wir ja im Absatz darauf erfahren, diese das schon eingetrichtert bekommen haben. Eventuell hätte man die vollständige Erklärung an einer anderen Stelle etwas unauffälliger einbringen können. Zum Beispiel erst, wenn es so weit ist und sie den "Erzeugern" gegenüberstehen, oder eine der Novizinnen sogar kurz davor ist, so einen Fehler zu begehen. :sack:


    Ansonsten fand ich die drei Teile sehr schön geschildert. Gerade die Beschreibungen der Umgebung und auch der neuen Wesen auf die die Kriegerinnen treffen, hast du sehr schön beschrieben. Man hatte tatsächlich das Gefühl ähnlich wie die Truppe auf einem neuen Kontinent zu landen, der neue Wesen und neue Umgebungen bereithält. :thumbsup:


    LG, Kyelia



    Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
    - Toni Morrison -

  • Hallo ihr Lieben,

    erst mal vielen Dank für eure netten Rückmeldungen!


    Ich bin ins Überlegen gekommen wie ich das machen soll mit dem Erklären der amazonischen Geschichte. Vielleicht erinnert ihr euch noch, dass ich schon mal einen Anlauf gemacht hatte das Gesetz der amazonischen Göttin zu erklären (auf dem Schiff), was aber einige künstlich gefunden haben und deshalb werde ich es dort wohl wieder streichen. In diesem neuen Text habe ich nun weitergemacht mit dem Erzeugergesetz. Dieses spielt für die Geschichte eine bedeutende Rolle, weshalb ich es möglichst früh bringen wollte. Natürlich will ich es auch noch aus einem anderen Grund möglichst früh bringen - um neugierig zu machen. Das scheint für Rainbow zu funktionieren, für Kyelia wirkt es an dieser Stelle eher künstlich, weil es keinen greifbaren Anlass dafür gibt, das Gesetz jetzt zu erklären.

    Ich selber bin eine ungeduldige Leserin und mag lange Erklärungen und historische Hintergründe "gar nicht" bzw. langweilen sie mich schnell. Darum versuche ich auch, sie nur häppchenweise und in die Handlung eingebunden zu servieren, am besten so, dass man gar nicht merken soll "hier wird jetzt Hintergrund erklärt" - (hat offenbar in dieser Szene nicht geklappt). Allerdings benötigt diese Story doch eine ganze Menge Hintergrund und wird nicht richtig funktionieren, wenn ich nicht so nach und nach auch durchblicken lasse, wie die ticken und warum sie so ticken. Naja, ich denke nochmal darüber nach, wie ich das rüberbringe.


    Rainbow


    Kyelia


  • Da hab' ich doch glatt einen neuen Abschnitt uebersehen...


    Also, das bringt die Szene die das letzte Mal aufgebaut wurde ganz gut zu Ende. Ich hab' nur ein bisschen Kleinkram:


    „Dem Wasserelement seid ihr offensichtlich nicht gewachsen. Wir können es uns nicht leisten, wieder ein Heer zu verlieren.“


    Ist die Goettin nicht dafuer verantwortlich wo die hingeschickt werden? Oder erinnere ich mich da falsch? Wenn ja, warum hat sie das dann getan?


    Ich würde mir eher eine Hand abhacken als eine Kriegerin zu verlieren.

    Da muesste Penthesilea drueber raus sein als erfahrene Kommandantin. So eine Einstellung schraenkt sie nur unnoetig ein, wenn sie die Moeglichkeit hat einen Spaehtrupp von 10 zu opfern und eine Falle zu stellen um den Feldzug dann mit einem Handstreich zu beenden, dann ist das eine gute Taktik.


    Insofern sollte sie auch wissen dass sie bereit sein muss die eine oder andere Kriegerin bewusst zu opfern, das gehoert bei einem guten Anfuehrer im Krieg dazu, und neu ist sie ja nicht auf ihrem Posten.

    Das scheint für Rainbow zu funktionieren, für Kyelia wirkt es an dieser Stelle eher künstlich, weil es keinen greifbaren Anlass dafür gibt, das Gesetz jetzt zu erklären.


    Da geh' ich mit Rainbow - das ist das Militaer, das ist ganz einfach Drill, da wird nicht gefragt ob die das vielleicht schon vorher gehoert haben und sich noch dran erinnern, sondern da passieren auch Dinge die man von aussen als sinnlos einstuft, da braucht man keinen griefbaren Anlass um der Truppe was reinzureiben .:D

  • Das scheint für Rainbow zu funktionieren, für Kyelia wirkt es an dieser Stelle eher künstlich, weil es keinen greifbaren Anlass dafür gibt, das Gesetz jetzt zu erklären.


    Da geh' ich mit Rainbow - das ist das Militaer, das ist ganz einfach Drill, da wird nicht gefragt ob die das vielleicht schon vorher gehoert haben und sich noch dran erinnern, sondern da passieren auch Dinge die man von aussen als sinnlos einstuft, da braucht man keinen griefbaren Anlass um der Truppe was reinzureiben .:D

    Für mich liest es sich jetzt weniger wie militärischer Drill. Ich war nie beim Militär, deshalb weiß ich auch nicht wie ausführlich da Dinge nochmal erklärt werden. Aber ich wäre der Ansicht gewesen, dass das dann eher kurz und knackig wäre, statt ein erklärender Monolog. Hätte ich persönlich an der Stelle stimmiger und "kriegerischer" gefunden, hätte es Penthesilea kompakter formuliert. Auf mich hat es so eher erklärend für den Leser gewirkt.

    Soviel dazu.

    Am Ende ist es auch nur meine Meinung. Wenn ich damit allein dastehe, stehe ich damit eben allein da. :rofl:



    Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
    - Toni Morrison -

  • Aber ich wäre der Ansicht gewesen, dass das dann eher kurz und knackig wäre, statt ein erklärender Monolog. Hätte ich persönlich an der Stelle stimmiger und "kriegerischer" gefunden, hätte es Penthesilea kompakter formuliert.

    Ja, da hast Du schon recht - ich finde dass generell (nicht nur hier) Penthesilea oft mehr wie eine grosse Schwester auf ihre Kriegerinnen zugeht als wie eine Anfuehrerin. So ein bisschen zackiger koennte ich mir das schon gut vorstellen (hatte ich glaube ich mal angemerkt).


    Insofern ist sie hier halt auch nur wie sonst eher 'grosse Schwester' fuer ihre Maedels.:D

  • Thorsten



    Kyelia


    Tja, und nun zum Thema

    Insofern ist sie hier halt auch nur wie sonst eher 'grosse Schwester' fuer ihre Maedels


    Im Grunde war das wohl, wie mir jetzt klar wird, auch meine Absicht, eine gewisse Vertraulichkeit zwischen ihr und ihrer Truppe zu zeigen.

    Dass es sie gleichzeitig auch unprofessioneller macht, wollte ich ganz sicher nicht erreichen.

    Vermutlich ist der Punkt, dass ich auch Sympathie erzeugen will und das wäre etwas schwierig, wenn ich sie als knallharte Kommandeurin zeigen würde.

    Darüber denke ich noch nach.


    ___


    Und hier geht es weiter:



    16. Magischer Basar


    Murissa


    In der Nacht konnte ich nicht schlafen. Turris hatte mich nach unserer Unterhaltung wie ein Kavalier wieder in die Höhle zurückgeführt und dort schliefen wir mit allen Gefährten auf dem harten Fels, mit unseren Matten und den Fellen als Unterlage, die Turris auf dem Basar verkaufen wollte, und mit unseren Leinendecken zugedeckt. Also, die anderen schliefen, ich nicht. Ich starrte in der Schwärze der Nacht auf die Grottenwände, deren feuchte Kälte sich klamm um meine Glieder legte, und konnte noch immer die Stelle an meiner Schulter fühlen, wo Turris´ Hand gelegen hatte. Und diese Blicke! Wahrscheinlich würde er sich rasend in mich verlieben, wenn ich bloß das werden könnte, was ich ihm vorgelogen hatte! Ein Meermädchen, herrje. Könnte er sich nicht mit einer Regenmacherin zufriedengeben? Oder sogar einfach bloß mit mir, Murissa, einer komplett-unbegabten-Hexe-aber-Meisterlügnerin?

    Ich seufzte innerlich. Gerade lag er neben mir, nahe genug, dass ich ihn hätte berühren können. Wenn ich es nur wagte. Sein Gesicht konnte ich leider nicht sehen. Aber er schlief wohl auch nicht. Ab und zu bewegte er sich und er atmete unregelmäßig. Am liebsten hätte ich ihn gefragt, was er fühlte. Warum er wach lag. Doch weil wir nicht alleine waren, brachte ich die Worte nicht heraus. Ich hoffte sehr, wir würden morgen noch Gelegenheit dazu haben.

    Siedendheiß fiel mir dann ein, dass Wisha morgen früh ihren durchgeschnittenen Taschenhenkel und die fehlenden zwei weichen Murmeln entdecken könnte. Ob ich ihr glaubhaft machen könnte, es seien Ratten gewesen? Aber auch die vier leeren Wasserflaschen könnten ihre Eigentümer misstrauisch machen. Ich klaubte mich also leise aus meiner Decke, schlich zum Vorraum und stellte die Wasserbehälter in den Regen. Auch wenn ich nicht viel Flüssigkeit hineinbekam, sahen sie mit etwas Inhalt nicht mehr so verdächtig aus. Wishas Tasche unauffällig zu reparieren gelang mir dagegen nicht. Ich konnte sie ja nicht zunähen, ohne dass die Hexe sich sehr wundern würde. Es waren allerdings wirklich viele kleine Kugeln darin. Vielleicht hatte ich Glück und sie hatte sie nicht gezählt. Und würde morgen meine Rattengeschichte glauben.


    Der neue Tag begrüßte uns regenfrei, aber stürmisch. Ich nutzte die Gelegenheit zu behaupten, noch mehr Regen hielte ich nicht für nötig. Unser Weg führte verschlungene Bergpfade hinauf. Windige Böen fegten uns um die Ohren. Die Bäume waren noch kahl, nur ein paar kleine Blümchen hier und da kündigten den Frühling an. Turris wollte möglichst schnell den Basar erreichen und ritt deshalb in flottem Tempo mit den beiden Wegkundigen vorneweg. Meine Hoffnungen auf weitere anregende Gespräche schrumpften in sich zusammen und mein Magen begann zu schmerzen. Die Hufen unserer Pferde klopften einen gnadenlosen Rhythmus: Er liebt mich, er liebt mich nicht...

    Wisha und Eszella ritten vor mir her.

    „Hast du gehört?“, tönte gerade Eszella. „Der Basar ist nur eine Zwischenstation und wir bleiben nicht lange.“

    „Das hoffe ich aber doch“, protestierte Wisha, „denn abgesehen von dem Krempel, den wir für Turris besorgen sollen, habe ich einiges zu verkaufen und will auch neue Ware erwerben für meinen Laden in Rheskali. Ich habe gehört, sie haben extravagante Neuheiten im Angebot.“

    „So? Was denn zum Beispiel?“

    Wisha ritt näher an ihre Kameradin heran und senkte ihre Stimme, sodass ich nichts mehr verstehen konnte. Das war schlecht, denn wenn ich an diesem Nebelmeer nicht ganz untergehen wollte, sollte ich meine mageren Kenntnisse in dem Bereich schnellstmöglich aufpolieren. Die einzigen magischen Mittel jedoch, mit denen ich mich ein wenig auskannte, waren Schönheitstränke und Verjüngungssalben, nach denen meine Mutter ganz verrückt war. Nicht besonders hilfreich für meine jetzige Mission. Unerbittlich klopften die Hufe unserer Pferde ihren Rhythmus auf den felsigen Weg. Das klappt nie... das klappt nie ...

    Turris ritt weit vorne und sah sich nicht ein einziges Mal nach mir um. Okay, er hatte eine Aufgabe. Vielleicht hatte er Angst, sein Ziel nicht zu erreichen, wenn er es nicht mit allen Kräften verfolgte. Vielleicht war es auch besser, wenn er mich nicht zu weiteren Lügenmärchen zwang. Ich erstickte ja schon fast an allen bisherigen. Wenn ich mich doch nur befreien, ihn von seiner Wasserobsession abbringen könnte...

    „Na?“

    Ich fuhr herum. Klymera war an mich herangeritten und grinste mich freundschaftlich an. Sie folgte meinen Blicken mit den Augen.

    „Den Typen solltest du sofort vergessen“, knurrte sie so leise, dass nur ich es hörte, wobei sie in Turris´ Richtung nickte. „Der hat irgendein dunkles Geheimnis – sieh dich vor.“

    „Klymera!“, protestierte ich entrüstet.

    „Und zweitens, bildest du dir ein, er steht auf dich?“ Sie schnaubte. „Vergiss es. Wenn er was von dir wollte, wäre er gestern mit dir direkt in den hintersten Höhlenwinkel verschwunden, hätte dir die Kleider vom Leib gerissen und ich schwör dir, selbst auf dem härtesten Felsen wäre es dir vorgekommen als ob du fliegst.“ Ihre Augen fingen an zu funkeln und ihre Hand schwebte plötzlich ruckartig auf und ab, während ihr Atem immer schwerer wurde und sie offensichtlich anregenden Erinnerungen nachhing.

    „Oh“, murmelte ich verlegen. „Du hast wohl so einen Geliebten?“

    Sie zuckte zusammen, als wäre sie eben aus einem Traum erwacht, und ihre Züge verfinsterten sich. „Ich hatte so einen Geliebten. Und ich war Vorsteherin in dem mächtigsten Tempel des Landes. Alles Dinge, von denen du nicht mal träumst. Und jetzt stehe ich auf einer Stufe mit zwei dämlichen Waldhexen, die nie einen Tempel von innen gesehen haben und nicht einmal ahnen, was höhere Weihen sind. Und – tja, mit dir.“

    Mit mir, der gröbsten Versagerin von allen, vervollständigte ich die Aufzählung in Gedanken. Laut sagte ich: „Es tut mir leid für dich.“

    „Muss es nicht.“ Sie warf mir ein schiefes Lächeln zu.

    „Wie ist es, in einem Tempel zu leben?“, fragte ich neugierig.

    „Prächtig. So einen Magiepool hast du noch nicht gesehen. Du bekommst Kräfte wie eine Halbgöttin. Ich hatte eine eigene Feuerhalle zur Verfügung.“ Klymeras reckte ihre ledernen Fledermausflügel und schüttelte sie. „Da nimmt man dann auch die geschmacklosen Dekorationen in Kauf – Skelettknochen als Zaungitter oder Schädel als Laternen.“

    „Warum hast du den Tempel verlassen?“, fragte ich scheu.

    Sie schnaubte. „Die Priesterin hat mich erwischt. Mein Geliebter ist dummerweise auch ihr Verbündeter. Sie sprang wie eine Furie auf mich los und wenn ich nicht abgehauen wäre, hätte sie mir wohl alle Eingeweide aus dem Leib geschlitzt. So viel Eifersucht hatte ich von ihr gar nicht erwartet. Normalerweise ist sie kälter als Eis.“ Sie knirschte heftig mit den Zähnen. „Aber wenn sie sich einbildet, ich würde mich geschlagen geben, dann kennt sie mich nicht. Die alte Schlange spiele ich noch an die Wand.“


    Wir waren nicht die einzigen Reisenden auf der Handelsstraße. Immer wieder überholten uns Reiter mit Wagen oder Händler mit voll beladenen Packpferden. Dazwischen ritten waffenklirrende Soldatentrupps und einzelne muskelbepackte Krieger in voller Rüstung, mit Schwertern und Wappenschilden. Ich wurde unruhig. So langsam realisierte ich, dass alle Passanten auf diesem Weg bewaffnet waren, auch die Handelsmänner. Alle außer uns… Was war auf diesem Berg eigentlich los, den wir gerade hinaufritten? Dass wir wirklich Dämonen antreffen würden, glaubte ich eigentlich nicht. Diese Wesen sind derartig tödlich, dass sie wohl kaum so eine Menge Leute anlocken würden. Aber was sonst könnte da oben sein? Gewalttätige Händler? Monster? Als ich Klymera von meinen Bedenken erzählte, lachte sie und sagte, ich sollte mir nicht ins Hemd machen und auf meine Habseligkeiten aufpassen. Keine Angst, die würde ich schon verteidigen. Notfalls mit den Zähnen. Vielleicht sollte ich mir gleich als erstes ein gutes Versteck suchen und mich irgendwo verkriechen.

  • Hey Kirisha :)


    LG,

    Rainbow

  • Ja, mir gefaellt auch gut wie Murissa sich Gedanken macht, wie sie ihre Spuren verwischen kann :)


    An dieser Stelle waere fuer Dich eigentlich eine gute Gelegenheit, Murissa nach dem Basar/Berg fragen zu lassen und auf diese Weise ein paar Geruechte/Hintergrundinfos loszuwerden - ich wuerde drueber nachdenken, denn es ist eigentlich plausiblel dass Murissa sowas im Vorfeld wissen will (oder auch dass Turris das erklaert damit spaeter keine Probleme auftreten - was weiss ich auf was fuer Ideen seine Leute sonst kommen...).


    Mal so als Vorschlag in den Raum gestellt (ich steh' auf Hintergrundinfos - besonders wenn sie elegant eingeflochten sind).

  • Hallo ihr Lieben,

    danke für Eure Anmerkungen!


    Den letzten Teil könnte man vielleicht noch ein bisschen in die Handlung einbinden.

    Okay, ich schau mal.




    Murissa nach dem Basar/Berg fragen zu lassen und auf diese Weise ein paar Geruechte/Hintergrundinfos loszuwerden

    Stimmt... ein paar Infos im Vorfeld können sicher nicht schaden.



    Hier geht es weiter:


    16.1 Magischer Basar


    Natürlich war es nett, an Klymeras Seite diesen Berg hinauf zu reiten. Dabei wäre ich viel lieber an der Seite von jemand anders geritten – der aber leider immer noch wie gehetzt in einem Heidentempo voranpreschte.

    Wir waren schon weit bergauf geritten, als sich der Weg verbreiterte und eine erste Bude auftauchte. In dem kleinen aus abgestorbenen Ästen zusammengezimmerten Stand stapelten sich Glasgeräte aller Art. Kleine durchsichtige Kugeln, Sichtgläser, Augengläser, Fernrohre und richtig große Kaleidoskope. Eszella blieb fasziniert vor der Bude stehen und wollte absteigen, aber Wisha winkte ihr zu, dass sie weiterreiten sollte.

    „Nicht hier! Es kommen noch bessere.“

    Der Weg wurde immer breiter, vergrößerte sich zu einem Platz. Dieser war so vollgestopft mit Menschen, Kutschen, Wagen und Pferden, dass wir überhaupt nicht mehr richtig vorwärts kamen. Uniformierte Wächter hielten uns an und wiesen uns eine Stelle an einem langgestreckten Wassertrog zu, wo wir unsere Pferde abstellen sollten. Dann musterten sie unsere Gruppe argwöhnisch und fragten, was wir auf dem Basar wollten.

    „Felle verkaufen“, erklärte Turris und zeigte auf eines unserer Packpferde, auf dem er unsere Felle bereits vorher so ausgebreitet und zurechtgelegt hatte, dass sie verlockend in der Sonne glänzten. „Wir sind Händler.“

    Die Wachtposten warfen einen oberflächlichen Blick auf seine Waren und schüttelten ihre Köpfe.

    „Mehr als zwanzig Felle habt ihr nicht dabei? Dann seid ihr kein Händler, sondern Ritter mit Gefolge und habt infolgedessen die Auflagen für Ritter zu erfüllen.“

    Turris zog die Augenbrauen zusammen.

    „Seit wann denn das? Ihr seht doch, dass ich keine Waffen trage.“

    „Befehl des Fürsten Wukur von Darghessa.“

    Turris zögerte ein wenig, bevor er ergänzte, was er freiwillig sicher nicht gesagt hätte: „Also gut. Die Zelte auf diesen Pferden verkaufe ich auch.“

    Weitere Wächter kamen hinzu. „Als Händler gelten nur Personen mit mindestens zwei Wagen voller Warengüter. Ihr habt nicht mal einen einzigen. Folglich seid Ihr ein Ritter. Da wird die Ritterpauschale fällig und die Turniergebühr.“

    Turris fuhr sich erregt mit der Hand durch die Haare.

    „Götter im Himmel! Dann lasst mich als gewöhnlichen Marktbesucher eintreten!“

    „Gewöhnliches Volk hat keine Waren im Gepäck. – Aber wir diskutieren hier herum und Eure Leute blockieren den Weg. Wie groß ist Euer Gefolge? Zehn Personen, wie ich sehe. Tretet ein, tretet ein! Erfreut euch schon an dem Basar, bis euer Herr die Eintrittsformalitäten geregelt hat!“

    Wisha und Eszella, denen Turris´ Probleme sichtlich gleichgültig waren, klatschten in die Hände und stürmten durch das hohe, von Efeu überrankte Tor am Eingang, als gäbe es drinnen etwas umsonst. Turris nickte auch uns anderen zu.

    „Ich regele das hier. Geht ihr schon auf den Basar und haltet Ausschau nach unseren Geräten, so wie besprochen.“

    Mit diesen Worten drückte er jedem von uns Münzen in die Hand. Zwanzig ganze Bronzehellonen landeten in meiner. Solch einen Reichtum hatte ich noch nie besessen.

    Ehe ich es mich versah, hatte Klymera mich schon mit demselben Enthusiasmus wie ihre Kolleginnen durch das Eingangstor gezerrt und da schlenderten wir auch schon mitten durch das Getümmel. Ich sah mich nach Turris um, der aber bald aus meinem Blickfeld verschwand. Hoffentlich konnte er seinen Eintritt tatsächlich „regeln“ und saß da vorne nicht fest. Klymera zerredete meine Bedenken. Das Geschwätz der Wächter diente ihrer Meinung nach nur dem Zweck, unseren Eintrittspreis maximal zu erhöhen.

    So einen Markt hatte ich noch nie gesehen. Hier konnte man kein Gemüse und auch keine Küken kaufen, aber dafür Dinge, die es in keinem städtischen Laden gab. In einem hohen, mit einem Bärenfell überzogenen Zelt bot eine Seherin ihre Dienste an. Eine Zaubertrankmischerin verkaufte Liebes- und Kampftränke. Auch Amulette oder verhexte Schwerter schienen begehrt zu sein. Die Preise waren gigantisch. Eszella und Klymera blieben vor einem Stand mit Ferngläsern stehen und begutachteten die guten Stücke eingehend. Dafür hatten wir ja wohl keine Verwendung, oder? Wisha präsentierte in einem Bauchladen die Inhalte der diversen Beutel an ihrem Pferd. Sie verkaufte in erster Linie dutzende Kräuter, kleine magische Kügelchen und Salben – alles für die Gesundheit. Bald war sie umlagert von Interessenten.

    Ich selber war ziemlich überfordert mit der Überlegung, was für einen Apparat ich denn eigentlich für die Überwindung unseres Hindernisses am Nebelmeer besorgen sollte. Wie hieß so ein Teil und wie sollte ich erkennen, ob es auch funktionierte? Vor meinem geistigen Auge stellte ich mir eine Leiter vor, die bis ins Unendliche hochfahren könnte. Leider konnte ich so eine nicht entdecken.

    Noch unmöglicher, gleichzeitig aber umso dringender musste ich einen Wassergeister-Verscheucher finden. Meine einzige Idee: Ich müsste einen Stand mit Wassermagie finden und dort auf mein Glück hoffen. Auf den Märkten daheim in Aravenna war es leicht gewesen, Zauberware ausfindig zu machen, denn es verirrte sich nur selten welche in gutbürgerliche Oasen. Hier dagegen flimmerte es von allen Ständen geradezu um die Wette. Angestrengt ließ ich meinen Blick über die hunderte von Stände gleiten und versuchte, unter dem Strahlengewitter die richtige Sorte auszumachen. Die Energiewirbel kollidierten jedoch noch mit den Auren von Hexen, die an mir vorbei wanderten und selbst auf der Suche nach Ware waren. Längst nicht alle Artikel leuchteten. Wie üblich befanden sich auch hier scharenweise Scharlatane, die dem magieblinden Teil ihrer Kundschaft Berge von zwar meist hübschen, aber völlig nutzlosen Fälschungen verkauften.

    Ein hellblauer ungewöhnlich weicher Strahl zu meiner linken Seite, dem leichter Regengeruch anhaftete, weckte mein Interesse. Eilig umrundete ich mehrere Tische, auf denen sich Schutzwesten und Amulette stapelten, bahnte mir einen Weg durch das Gewühl und erreichte schließlich mein Ziel: Eine Bude, von deren Dach Dutzende glänzende Flussfische herunterhingen, um die herum es hellblau flimmerte.

  • Aha, da sind wir also jetzt auf dem Basar angekommen:) Die Szene wie die Wachen versuchen aus Turris mehr Geld rauszuholen ist immer noch ziemlich gut:nummer1:


    Ansonsten - das mag jetzt mein Geschmack sein, aber: Ich stell' mir so vor dass Murissa voellig erschlagen ist was es da alles um sie herum gibt und hunderte von Eindruecken hat. Das kann der Text auch so rueberbringen - Du schreibst relativ neutral darueber was sie da alles sieht (die Seherin, Trankmischerin, Zauberschwerter,...) - aber das ist schon interpretiert.


    Ich glaube es koennte reizvoller sein einfach die ganzen Sinneseindruecke die sie hat zu beschreiben - die Flut von Geraeuschen und Geruechen, einzelne Bilder, kurze Szenen - und dann allmaehlich als Murissa das so ein bisschen fuer sich sortiert im Text auch mehr interpretieren was sie sieht.


    Verstehst Du was ich zu sagen versuche?


    Ein bisschen Kleinkram:



    Wir waren schon weit bergauf geritten, als sich der Weg verbreiterte und eine erste Bude auftauchte.

    Ungefaehr da waere eine ganz kurze Beschreibung der Landschaft aussenrum mal wieder hilfreich um sich das alles vorzustellen.:)

    Geht ihr schon auf den Basar und haltet Ausschau nach unseren Geräten, so wie besprochen.“

    Mit diesen Worten drückte er jedem von uns Münzen in die Hand. Zwanzig ganze Bronzehellonen landeten in meiner.

    Aber er hatte doch gar nichts genaues mit Murissa besprochen - sollte ihr das nicht komisch vorkommen?

    Auf den Märkten daheim in Aravenna war es leicht gewesen, Zauberware ausfindig zu machen, denn es verirrte sich nur selten welche in gutbürgerliche Oasen.

    Hier faellt mir wieder auf - Murissa scheint kein Problem damit zu haben, magischen Kram zu erkennen. Aber das ist nicht normal, oder? Andere koennen das nicht so ohne weiteres? Sonst haetten die Scharlatane ein schwieriges Geschaeft. Weiss sie das, dass sie da besonders ist?

  • Hey Kirisha,


    ich finde, die Basar-Szene schön eingefangen. Vor allem die Diskussion mit den Wachen am Eingang machen das Ganze so herrlich authentisch. Wär ja auch zu einfach gewesen, wenn die da so ohne weiteres hätten reinspazieren dürfen.


    Was ich mich aber auch gefragt habe war, woher weiß Murissa, nach was sie suchen soll? Ich kann mich nicht erinnern, dass Turris dazu eine Ansprache gehalten hat...(vielleicht habe ich das aber auch mal wieder vergessen :hmm:)


    Ebenfalls habe ich mich gefragt, wie es sein kann, dass SIE offenbar die Scharlatane von den wahren Magiebewanderten unterscheiden kann.

    Wie selbstverständlich kann sie Wassergeister sehen, erschnupperte intuitiv die Wasserkugeln in der Tasche der Hexe und nun erfahren wir, dass sie sich auch auf dem Markt orientieren kann.... hattest du das irgendwann mal erklärt, WARUM sie sich von anderen in der Hinsicht unterscheidet?


    LG,

    Rainbow

  • Thorsten


    Rainbow

  • Ist das in der Zwischenzeit wieder untergegangen, oder nicht genau genug?

    Das ist vermutlich wegen der Art im Forum zu lesen untergegangen - der Abschnitt den Du gepostet hast schaut schon gut aus - vielleicht kann Murissa nochmal in Gedanken irgendwas wie Irgendwas was Hindernisse durchlaessig macht... Kann Turris nicht genauer sagen was er will? wiederholen, und dann ist eigentlich alles klar.



    Ich habe ja ganz am Anfang (im ersten Kapitel) schon etwas darüber geschrieben, dass sie sich in der Beziehung von anderen unterscheidet und sich dessen auch bewusst ist.


    War mehr Allgemein meine Ueberlegung - ich hatte mir ueberlegt ob Turris sie vielleicht deswegen anheuern wollte weil so ein Talent selten ist - irgendwie hat sie ja ein Haendchen fuer magische Gegenstaende.


    Ich denke das 'Problem' ist weniger mit dieser Stelle, sondern dass mir allgemein etwas neblig ist wie Magie denn nun funktioniert, wer was so kann,... Wir wissen dass sie teilweise von den Goettern kommt (die Hexen sagen so was, und Penthesilea zeigt es), wir wissen auch von den Amazonen dass jede Menge magischer Kram fabriziert wird, aber ob diese zweite Art jetzt nur mit Hilfe der Goetter geht oder was ganz anderes ist, wie haeufig das Zeug ist, wer da Auren lesen kann... allgemein welchen Kontext Magie in der Welt eigentlich hat - darueber wissen wir recht wenig.


    Murissa tut ja in ihren Ueberlegungen gerne so als waere sie eine Schwindlerin, aber anscheinend hat sie ja tatsaechlich Talent zumindest Magie zu spueren, also so ganz die Betruegerin ist sie auch nicht - und auch die 'richtigen' Hexen werden ja angehalten Gegenstaende zu kaufen um mit dem Hindernis zu helfen.


    Insofern weiss ich halt nur so ungefaehr was eigentlich Murissa's Problem ist, was sie denkt dass Turris erwartet - der Grundkonflikt ist schon klar, aber die Details sind immer noch vage.


    (Ich hab' jetzt, ohne den ganzen Band zu kennen, auch keine Patentloesung wie viel Info wir denn brauchen wuerden und wo das gut untergebracht ist... ich wollte es einfach mal als 'zum drueber Nachdenken' in den Raum stellen.

  • Zwei schöne Teile. ^^

    Murissa schwelgt immer noch in ihrer Traumwelt und blendet fröhlich alles andere erstmal aus. Und Klymera gibt etwas mehr über sich selbst Preis. Irgendwie ist sie mir sympathisch :rofl:


    Nun ist die Gruppe also auf dem Bassar angekommen und Murissa muss etwas finden, was ihr und der Gruppe auf der Reise helfen wird. Na ich hoffe, dass ihr Instinkt und ihr bisheriges Glück sie an dieser Stelle nicht im Stich lassen und sie irgendwas finden wird, was ihr doch noch aus der Patsche hilft und vielleicht sogar ihre Lügen weiter unterstützt :D


    Was ich etwas vermisst habe, war nun die Reaktion auf die kaputte Tasche und das "fehlende" Wasser seitens Wisha. Kann zwar sein,dass das noch kommt. Aber nachdem sich Murissa am Abend noch die Gedanken gemacht hat, frage ich mich, ob ihr Tun Erfolg hatte :D


    Ansonsten bleibt abzuwarten, ob Murissa etwas Nützliches findet :D


    LG, Kyelia



    Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
    - Toni Morrison -

  • Thorsten


    Rainbow


    Kyelia


    :danke:an euch alle!



    Hier geht es nun weiter (jetzt geht es so langsam ans Eingemachte):


    17. Bucht der Smolter

    Penthesilea

    In Reih und Glied stehen meine Kriegerinnen in ihren eng anliegenden Wasseruniformen am Strand – bereit zum Appell. Ich rufe die Truppen aus drei Regimentern einzeln auf. Keine fehlt, mit Ausnahme der Schwimmerinnen aus dem vierten Regiment, die mit Lungen und Kiemen geboren sind und dieses Training nicht nötig haben. Einige von ihnen überwachen die Bucht, der Rest soll unter Arixes´ Führung mit Schwert und Wurfspeeren an Land üben – es wäre nicht Platz für alle im Wasser.


    Unsere Bucht ist weitläufig genug, dass ich hundert Kriegerinnen gleichzeitig ins Wasser schicken kann, ohne dass sie sich gegenseitig stören. Zu den Seiten führen rechts und links Felsen in das Meer hinein, sodass sich eine U-Form ergibt. Nach etwa hundert Pferdelängen Entfernung erheben sich schroffe Felsenreihen aus dem Meer, welche uns vor der Sicht fremder Schiffe verbergen. Die tintenblaue Einzäunung, welche die Umrahmung der Bucht und jene äußeren Felsen verbindet, ist noch intakt, sodass diese uns bei der Übung auch Schutz vor Haien oder anderen Raubfischen aus dem Meer bietet.


    Ich überlege, ob es sinnvoll ist, das Gelände noch auf Feuerquallen, Stachelrochen oder andere Gift absondernde Wasserbewohner abzusuchen. Aber darauf können wir wohl verzichten. Solche lästigen Quälgeister hätten wir bereits beim Entladen der Schiffe bemerkt, kämen sie hier in relevanter Menge vor. Außerdem werden wir später in der Hitze einer Schlacht auch keine Zeit für solche Untersuchungen haben. Daher scheint es mir besser, die Kameradinnen schon jetzt daran zu gewöhnen stets die Augen offen zu halten.


    Goplea bringt die Ständer mit dem magischen Zubehör und baut sie nahe dem Ufer auf. Zu unserer Wasser-Ausrüstung gehören zwei verschiedene Hilfsmittel: Auf großen schuppigen Pfählen, welche die Form eines umgedrehten Fischschwanzes haben, bei dem die Flossen in die Luft zeigen, hängen zahlreiche magisch leuchtende Lederbänder. Dann gibt es noch ein langes Brett, auf dem silberne Kettchen ausgelegt sind.


    Goplea will gerade damit beginnen, die Funktion der verschiedenen Geräte noch einmal zu erklären – da sehe ich genau in der Einfahrt zu unserer Bucht drei kleine Fischerboote hereinschippern. Offensichlich Angler, wie ich aufgrund der langen geschnürten Stöcke und den daran gebundenen Schnüren vermute. Männliche Angler, na klar. Wer weiß, wo dieses Volk seine Frauen ankettet.


    Verwünscht. Das kann ich jetzt gar nicht gebrauchen. Was soll ich machen – einen Sturmwind erzeugen und sie wieder aufs weite Meer hinausblasen? Aber sie halten das vermutlich für einen vorübergehenden Wind und werden wiederkommen. Jetzt sind sie ohnehin neugierig geworden, weil sie uns gesehen haben. In einem Boot steht jemand auf und ruft uns etwas zu. Die Worte kann ich nicht verstehen, die Sprache ist mir gänzlich unbekannt. Es ist ein bärtiger Mann mit einem langen Hut. Ich sehe, wie sich alle meine Kriegerinnen zu den Fischern drehen und sie anstarren wie exotische Tiere im Zoo.

    „Augen zu mir!“, brülle ich sie an. „Wir sind hier bei einer Übung!“

    Rasch überfliege ich meine direkte Nachbarschaft. „Brynea und Malaxes, ihr dirigiert diese Boote unter die Felshöhlen dort drüben und schließt sie dort ein!“

    Brynea erhebt knapp eine Hand. „Jawohl, Königin.“

    Die beiden laufen ins Wasser, springen hinein und schwimmen zu den fremden Booten hinaus. Ich gebiete meinen anderen Kriegerinnen abzuwarten, bis sich die fremden Boote wie von Geisterhand zu den Felshöhlen zurück schieben, die sich über dem Meer erheben.

    Goplea nimmt eines der Lederbänder von dem Flossenständer und fängt an zu erläutern, wie wir dieses handhaben sollen, um unsere Füße alternativ entweder in zwei effektive Flossen zu verlängern oder aber gleich die gesamten Beine in einen kräftigen Fischschwanz zu verwandeln. Die silbernen Kettchen sollen Kiemenschlitze erzeugen und das Atmen unter Wasser ermöglichen.


    Das nochmal zu erklären, wäre wohl nicht nötig gewesen. Goplea hat gute Arbeit geleistet, wir haben in den letzten Tagen in Amazonia bereits von früh bis spät damit trainiert und ich war imponiert – Schwimmen bekommt auf diese Weise eine ganz neue Dimension.



    Die Kriegerinnen nicken zum Zeichen, dass alle verstanden haben und ich sehe, wie die Orkas schon vor Ungeduld mit den Füßen im Sand scharren.


    „Erste Übung“, rufe ich laut. „Nehmt euch von der Ausrüstung und sammelt euch zu Einheiten von jeweils 100 Kriegerinnen. Es soll immer eine Einheit zu den Felsen da hinten schwimmen, sich tief unter Wasser verschanzen und eine zweite Gruppe dann die erste angreifen. Versucht Gefangene zu machen. Wer eine andere überwältigen und fesseln kann, bekommt einen Siegstreifen für ihre Uniform.“


    Ich muss laut rufen, um das Geheule des Windes und das Gekreisch der Möwen über unseren Köpfen zu übertönen.


    „Seid ihr alle bereit? Und ... los!“


    Erwartungsgemäss kommt es zu einem wilden Gerangel um die Stangen mit den Bändern und Ketten. Die Panzerträgerinnen und die Gehörnten aus der gemischten Truppe sind als Erste im Wasser. Es dauert nicht lange, bis die ersten schimmernde Flossen entwickeln und die gesamte Bucht von unseren Fischkriegerinnen durchpflügt wird. Kurz darauf stürmen die Nachtalbinnen hinterher, verwandeln sich in silbrige, schlangenähnliche Geschöpfe und nehmen die Verfolgung auf.


    Die Bucht verwandelt sich in eine Kampfarena. Das sonst so stille Wasser türmt sich zu hohen Wellen auf, unnatürliche Strudel und Fontänen zischen in die Luft. Überall hier und dort flitschen Flossen und Fischleiber aus dem Wasser. Delfinartige Gestalten springen meterhoch aus den Fluten, von denen einige dunkle Tentakel auswerfen. Alles schäumt und spritzt und es bildet sich eine Gischtwolke, die bis weit über unsere Köpfe aufsteigt, ähnlich wie daheim über dem Wasserfall. Alles sieht recht spektakulär aus – aber ob sie ihre Gegner damit überlisten können, ist von hier nicht zu überblicken. Die meisten Kämpfe dürften unter Wasser ablaufen.


    „Kannst du sehen, wie effektiv sie sind?“, fragt Naftare neben mir, die mit halb zusammengekniffenen Augen in die Ferne starrt.


    Wahrscheinlich gefällt es ihr ebenso wenig wie mir, hier zu stehen und nichts als das wilde Spiel der Wellen und die aufspritzende Wolke aus Gischt und Wasserdampf zu betrachten. Genau wie in jenen Nächten daheim in Amazonia, als ich mit der Generälin Chelimea genau diese Übung trainierte, habe ich das Gefühl, als bewegte ich mich immer einen Schritt zu weit auf unbekanntem Terrain. Es gefällt mir nicht, dass ich die Übung im Grunde gar nicht überwachen kann. Das Wasser ist viel zu aufgewühlt, um darin überhaupt etwas zu erkennen.


    „Hast du eine Idee, wie wir die Sicht verbessern?“, frage ich meine Generälin. „Sollen wir das Meer ausleuchten? Wäre wohl unklug, weil uns der Feind dann nur umso besser sieht. Oder willst du auf den Grund des Meeres tauchen? Ich denke nicht, dass wir dadurch den Überblick bekämen, den wir brauchen.“


    „Vielleicht fliegen wir“, schlägt Naftare vor. „Wir kreisen mit unseren Flugpferden über den Wellen. Da würden wir schon mehr überblicken als von hier.“


    „Klingt gut.“ Ich greife nach meinem Streithorn, um die Flugwächterinnen zu rufen.


    Doch die Mädchen aus dem Wasser sind schneller. Schon gleiten die ersten drei Fischkörper graziös über die Wellen dahin, jede mit einer Gefangenen im Schlepp, die sie in eine tentakelähnliche Verlängerung ihrer Arme eingewickelt haben. Kurz darauf folgen die nächsten Siegerinnen. Lächelnd erwarte ich sie am Strand und überreiche jeder Gewinnerin einen kleinen Streifen, den sie an ihre Uniform klebt. Wer fünfzig Streifen errungen hat, darf sie gegen einen Zacken tauschen und zehn Zacken geben einen Stern. An diesen Zeichen unterscheide ich auch im Getümmel einer Schlacht schnell erfolgreiche von schlechteren Kriegerinnen, was hilfreich ist, wenn ich Entscheidungen darüber treffen muss, wen ich in vorderster Front stürmen lasse und wer kompliziertere Aufgaben bekommt.

    Nach und nach stapfen immer mehr Kriegerinnen ans Ufer, wobei einige ihre Gefangenen derartig gelähmt haben, dass diese kaum Kraft haben über den Sand zu kriechen. Der Wellengang wird ruhiger und der Himmel über uns wieder klar. Die zweite Riege meiner Kriegerinnen tritt bereits vor und wartet auf mein Startzeichen.

    Ein lautes Knallen lässt mich herumfahren. Es kommt von hinten, nahe jenen Felsen am Rande der Bucht. Genau an der Stelle schießt eine rote Harpune in die Luft, die mit grellbuntem Feuerwerk auseinander platzt.

    Alarm! Eine Kriegerin ist in Lebensgefahr!

    Schon saust ein zweiter roter Strang gen Himmel. Ein dritter. Weitere Lichtexplosionen. Sie krachen wie Ohrfeigen auf mich nieder. Was ist los? Haie? Feuerquallen?

    Warnschüsse von den Felsen im Meer, wo ich Wächterinnen positioniert habe, Geschrei von allen Seiten. Eine Luftbotin auf einem Flugpferd schreit zu uns herunter:

    „Sie ertrinken! Vier Kriegerinnen trudeln komisch in der Tiefe, da hinten!“

    Sie zeigt mit der Hand Richtung Meeresfelsen, dorthin, wo der Alarm geleuchtet hat.

    Ich glaube nicht richtig gehört zu haben. Ertrinken? Das kann doch gar nicht...? Ist das ein Unglück – oder mehr? Dass es gleich vier Leute trifft, kann Schlimmeres bedeuten. Jetzt gilt schnelles Handeln. Ich merke, wie ich mich in eine automatisierte Maschine transformiere. Notfallplan. Retten, was geht.

    Ich blicke nach oben.

    „Heilerinnen an den Strand! Und ruft Arixes mit ihrer Garde!“, brülle ich der Luftbotin zu. Dann zu Goplea:

    „Du holst die Kriegerinnen vom Uferbereich weg und schaffst ein Spalier, damit Arixes unbehindert an den Strand gelangt.“

    Naftare sieht mich erwartungsvoll an. Sie ist keine gute Kämpferin, dafür aber meine beste Strategin.

    „Du überwachst den Gesamtplan. Nimm einen Flieger. Hab Überblick über Wasser und Land und schick Hilfe, wo es nötig ist.“

    Chep packt ihre Harpune. Ihre Augen glitzern vor Kampfgeist.

    „Und ich?“

    „Folge mir. Vielleicht sind Steinfische da unten. Aber lass deinen Speer hier, nimm lieber Tentakelseile, damit wir die Mädchen herausholen können.“

    Wir nicken uns zu. Ich sehe Chep dabei zu, wie sie ein an ihren Gürtel gebundenes Seil behext, das sich wie Schlangenarme über ihren Körper und bis auf den Rücken windet, während ich dasselbe mit meinem Seil mache. Gleichzeitig reißen Chep und ich uns die Ledersandalen von den Füßen, die beim Schwimmen hinderlich wären. Der Sand ist nicht so heiß wie ich erwartete – daheim kann man sich darauf die Füße verbrennen.

    Chep rennt unter heftigem Geplatsche in das Wasser hinein und stürzt sich kopfüber ins Meer, gefolgt von sieben Orka-Führerinnen, die in unserer Nähe standen. Ich muss mir erst noch meine Ausrüstung holen, deshalb haste ich zu den Ständern, auf denen die diversen schimmernden Bänder hängen, greife geschwind nach den Fußreifen, streife mir eines um den rechten und ein anderes um den linken Knöchel und packe im Vorbeirennen noch zwei Kiemenketten. Chep hat schon gute zwanzig Meter Vorsprung – sie erzeugt mit ihren breiten Flossen solchen Druck, dass Wasserwirbel entstehen, dort wo sie taucht. Das Unfallgebiet habe ich im Auge, noch immer dampfen darüber rote Rauchschwaden.

    Meine Geschichte: Meermädchen

    Einmal editiert, zuletzt von Kirisha ()

  • in ihren eng anliegenden Wasseruniformen

    Davon hab' ich jetzt vermutlich das gaanz falsche Bild im Kopf (unwillkuerlich geht das gegen Baywatch:patsch:)

    da sehe ich genau in der Einfahrt zu unserer Bucht drei kleine Fischerboote hereinschippern.

    Mut haben sie ja...


    Ein interessanter Abschnitt, so allmaehlich wird klar wie die Amazonen ihren Kriegszug so geplant haben. Und dass anscheinend noch einiges in der Uebungsphase fehlt...


    ich bin (wie Penthesilea) ueberrascht dass die Truppe so wenig in Schuss ist - aber anscheinend waren sie dann doch ein bisschen unter Zeitdruck. Interessant wird jetzt, wie Penthesilea damit umgeht dass die Dinge nicht so laufen wie sie sollen:D