Meermädchen

  • Hey Kirisha,


    ich finde, du hast hier eine Szene, die noch super viel Potenzial in sich birgt. ich würde versuchen, das noch weiter herauszukitzeln.

    Hier meine Anmerkungen / Ideen dazu:



    LG,

    Rainbow

  • Danke dir, Rainbow



    Und hier der Schluss des Kapitels:


    26.4 Unter Dämonen

    Turris´ Aufmerksamkeit hatte sich längst einer anderen dunklen Gestalt zugewandt, die gerade nicht weit hinter mir versuchte, sich davonzuschleichen. Mit einem mächtigen Satz hechtete er auf sie zu.

    „Und wie war dein Part der Meuterei?“, höhnte er, während er sich abnorm schnell an ihre Fersen heftete. Jeden Moment musste er sie packen. Doch die Erdherrscherin war nicht so leicht zu erwischen. Sie sog Gesteinsbrocken vom Boden auf. Der Boden unter unseren Füßen begann zu beben. Eine meterbreite Spalte brach auf, durch welche sich die Erdzauberin hohnlachend in die Tiefe transportierte. Brüllend sprengte sich das Loch weiter und weiter vorwärts. Es gab ein markerschütterndes Poltern und unter mir tanzte das Gestein von Neuem. Ich hielt mir vor Schreck die Hände über den Kopf und duckte mich eng nach unten. Noch mehr Donnern, Krachen, ich sah zwischen den Fingern den nächstgelegenen Felsen ein Stück heruntersacken und die Spalte bis zu mir hin aufreißen. Hektisch rutschte ich nach hinten weg, robbte und rollte, bis ich gegen etwas Hartes stieß, das mich aufhielt. Irgendwo aus der Tiefe hörte ich einen dumpfen Schrei, während die Spalte unaufhaltsam auf mich zu kroch. Drei Handbreit vor mir stoppte sie.

    Aber zum Aufatmen war es eindeutig zu früh, denn nun hörte ich ein neues Geräusch, das ich nicht zuordnen konnte. Es klang wie ein Schlürfen. Ich lauschte und versuchte verzweifelt zu verstehen, was hier passierte, alle meine Sinne bis zum Zerreißen gespannt, während mir der Angstschweiß von der Stirn rann.

    Turris marschierte bis zum Rand der neu entstandenen Schlucht.

    „Hör auf mit dem Theater und komm raus“, knurrte er und beugte sich vor, wobei die grausigen schwarzen Strahlen in die Tiefe jagten und ich Eszella dumpf jammern und japsen hörte.

    „Ich komm ja, ich komme, verdammt! Was hat dir unser Ausflug denn geschadet? Au, au! Himmel, was tust du, lass das!“ Der höhnische Tonfall in ihrer Stimme schlug um in ein unterwürfiges Betteln. „Es tut mir leid! Bitte um Verzeihung!“

    Wieder dieses Schlürfen. Diesmal kam noch ein Gurgeln hinzu. Es schien aus der Tiefe unter mir zu kommen. Nun roch ich es auch.

    Wasser. Aus irgendeinem Grund gab mir das ein klein wenig Sicherheit.

    Von unten hörte ich Eszella husten. Zeternd und durchnässt kroch sie aus der Spalte heraus, wo Turris sie erwischte und ihr sofort Wolken scharfer Geschosse entgegenflogen.

    „Siehst du das hier? Murissa ist an allem Schuld!“, stammelte sie. „Die wollte uns ertränken. Das ganze Erdloch läuft voll Wasser!“

    „Wir sprechen uns noch“, knurrte Turris. „Jetzt geht nach draußen, bringt euch in Sicherheit und kümmert euch um Wisha, sie ist verletzt.“ Eszella nickte übereifrig und rannte in solcher Eile durch die Dunkelheit davon, dass sie mehrfach stolperte.

    Mehrere Augenblicke stand er still und schien zu überlegen, was er tun sollte.

    „Murissa!“, rief er dann. Laut. Und sogar ein wenig besorgt. Ich war einem Herzstillstand nahe. Wagte nicht zu atmen.

    Sollte ich mich zu erkennen geben? Was würde dann passieren?

    Er ging suchend von einem Fleck zum nächsten. Besonders viel Raum gab es hier nicht. Irgendwann würde er mich finden.

    Da kam er schon um die Ecke und stand direkt über mir.

    Ich erkannte undeutlich seine Silhouette im Dunkeln und seine buschige Mähne. Die stechenden Strahlen jagten um ihn herum, strömten von seiner Brust her auf mich ein, stachen mich hundertfach, überallhin. Ich wollte aufschreien, aber nur ein heiseres Röcheln entrang sich meiner Brust. Schnell presste ich mein Gesicht auf den Boden.

    Turris – ein Dämon? Ein Diener der Unterwelt?

    Bitte nicht, fing ich innerlich an zu flehen und wusste doch im selben Augenblick, dass alles Flehen und Betteln mir nichts nützen würde.

    Klymera hatte nicht gelogen.

    Irgendwas war faul.

    Ganz. Schrecklich. Faul.

    Die ganze Welt schwankte um mich her. Gleich würde sie über mir zusammenbrechen.

    Meine Geschichte: Meermädchen

    Einmal editiert, zuletzt von Kirisha ()

  • Wow - jetzt geht's aber wirklich zur Sache. Turris ein Daemon - oder auch nicht - jedenfalls genauso ein Luegner wie Muru? Sehr schoen!


    Vom Konzept und dem ganzen Konflikt gefaellt mir das richtig gut - da ist Feuer drin! Aber ich gebe Rainbow recht - da ist auch Luft nach oben:)


    Also... das ist eine recht lange Unterhaltung - die irgendwie stattfindet waehrend die drei Hexen da noch ihr Inferno entfesseln? Grade war Murissa in Todesgefahr - aber jetzt ist alles ruhig und sie kann seelenruhig mit Turris reden? Was machen die waehrenddessen? Besteht keine Gefahr mehr? Ich wuerde mir ueberlegen die Unterhaltung auf einen ruhigeren Moment zu verschieben wenn das moeglich ist.


    Dann - das Nadelkissen und das

    Und unsere Strahlen sind unsere wirksamste Waffe.


    geht's mir wie Rainbow , das empfinde ich als Antiklimax - so ein schleimiges, klebriges Gefuehl oder so koennte ich mir gut vorstellen, irgendwas das einfach 'falsch' ist - die Szene sollte eigentlich unheimlich wirken, so bekommen wir ihren Schrecken dass Turris daemonisch ist eigentlich gar nicht mit, Strahlen und Nadeln sind viel zu 'nett'.


    Genau wie das

    Turris, ein Böser!

    da musste ich dann schon laecheln...


    Die Szene wuerde so richtig toll wirken wenn sie sich erst entspannt und dann nach und nach merkt dass mit Turris was falsch ist, das erst nich wahrhaben will, und dann aber mehr und mehr passiert...


    Wird irgendwie erklaert dass sie wirklich sicher ist im Erkennen von magischen Auren/Strahlung/...? Und warum sie vorher bei Turris nichts mitbekommen hat?


    Und irgendwie wird kein Wort darueber verloren dass Muru und die drei Hexen hier eine Rebellion angezettelt haben - sollte sie nicht mindestens ein schlechtes Gewissen vor Turris haben?


    Ich denke die Szene an sich mit den ganzen Luegengeschichten die da aufgetischt wurden passt schon, aber Timing und Kontext sind vielleicht nicht ganz die richtigen...:)

  • Hey Kirisha ,


    ich würde mich Thorsten `s Meinung anschließen und dafür plädieren, dass diese Unterhaltung zwischen Murissa und Turris auf später verschoben werde sollte. Hier in dieser Höhle, bzw. auf dem Weg nach draußen, passt es meiner Meinung nach nicht so gut.


    Ich würde hier mehr den Fokus darauf legen, dass Murissa es wirklich mit der Angst zu tun bekommt...außerdem würde ich die Frage klären, wo die Hexen hin sind, was da überhaupt passiert ist und wie Turris auf den Verrat reagiert. Sonst verläuft sich das alles so...:hmm:


    Im Zweifelsfall, wenn du einen Notausgang aus dieser Situation suchst, kannst du Murissa immer noch das Bewusstsein verlieren lassen ... Turris könnte sie aus der Höhle tragen und sie erwacht Stunden später am Lagerfeuer liegend blabla...und die beiden kommen zu ihrer Aussprache....was weiß ich. Ist jetzt nur so herumgesponnen. Aber hier in dieser Situation kommt mir das etwas fehlplatziert vor.


    Alle deine Ausführungen sind relevant und ich sehe ein, dass ich über die ganze Szene nochmal komplett drüber gehen muss. Ich dachte, das mache ich mal eben, aber bis jetzt habe ich noch nichts Gescheites zustande gebracht. Das kommt aber noch. Vielen Dank für deine Mühe, du hast lauter wichtige Stellen herausgearbeitet.

    Es freut mich, wenn du was damit anfangen konntest. Du kannst mir gerne deine Überarbeitung zeigen, wenn du soweit bist :) Bin schon sehr gespannt, was du draus machst...


    LG,

    Rainbow

  • Also, ihr Lieben.

    Danke erstmal wirklich sehr für eure Anmerkungen.

    Die Szene wuerde so richtig toll wirken wenn sie sich erst entspannt und dann nach und nach merkt dass mit Turris was falsch ist, das erst nich wahrhaben will, und dann aber mehr und mehr passiert...


    en und dafür plädieren, dass diese Unterhaltung zwischen Murissa und Turris auf später verschoben werde sollte. Hier in dieser Höhle, bzw. auf dem Weg nach draußen, passt es meiner Meinung nach nicht so gut.

    Da ihr euch so überwältigend einig seid und ich das auch nachvollziehen kann, habe ich den Abschnitt jetzt mal überarbeitet.


    Also, der Anfang fehlt noch, die Szene, wie Murissa in die Höhle hineingeschleudert wird, kriege ich noch nicht so richtig voreinander, aber ich habe nun die "er-ist-ein-Dämon-Szene" nochmal ausgearbeitet und wäre sehr froh, wenn ihr Lust hättet, euch das nochmal anzuschauen. Das ist für die Story ja doch eine Schlüsselszene und darum soll die stimmen - also so gut wie möglich eben.


    Szene "Er-ist-ein-Dämon"


    Danke!!! :)

  • Liebe Kirisha,


    ich hoffe, ich schreibe mich jetzt mit meinem Feedback nicht um Kopf und Kragen. Aber wenn ich ehrlich bin, hat mich die Überarbeitung jetzt noch nicht komplett überzeugt. Ich starte mal einen Versuch, dir zu erklären, warum:



    LG,

    Rainbow

  • Kirisha


    Ich bin bei vielem dabei was Rainbow angemerkt hat.


    Also, ich haette daraus ja subtilen Horror gemacht - das Unheimliche der Situation, dann die Erleichterung dass Turris kommt, das Gefuehl von 'Falschheit' in seiner Naehe das sie erst auf die Umgebung schiebt, das raetselhafte eklige Gefuehl wenn er ihre Hand anlangt, und dann die wachsende Erkenntnis als sie Rauskommen und das alles trotzdem bleibt.


    Aber Du willst wohl keinen Horror hier schreiben (ist, zugegebenermassen, mit einer Protagonisten wie Murissa die eher dazu neigt die Situationskomik zu sehen, auch nicht ganz einfach).


    Dann probieren wir es halt mal andersrum - was soll ich als Leser hier empfinden? Welche Gefuehle sollen mir durch den Kopf gehen wenn ich hier mit Murissa mitgehe - soll ich mitleiden, mit ihr zittern, mehr Angst vor der Situation haben, mehr Angst vor dem Ende dieser Beziehung? Oder soll ich lachen wie absurd die Situation ist?


    Die ganzen Kleinigkeiten die Rainbow angemerkt hatte - ob irgendwas mit Mueckenstichen verglichen wird oder nicht, ob es Strahlen oder Geschosse sind die die Empfindung beschreiben, ob sich ein Daemon 'herumtreibt' oder 'lauert' - was genau Du da waehlst lenkt eben die Stimmung die die Szene haben wird - aber nachdem Du offensichtlich nicht meine Loesung verfolgst, kann ich nur sinnvoll weiterhelfen wenn ich weiss worauf Du hier abzielst.:)

  • Erst mal, danke Rainbow und Thorsten für eure Anmerkungen.

    Das Problem ist vermutlich, dass ich für mich noch nicht ganz klar bekomme, wo genau der Punkt ist.

    Vielleicht sind es auch einfach zu viele Motive, die da gleichzeitig in der Luft hängen und die geklärt werden müssen.


    Die Rebellion der Hexen:

    Ich denke, in dem Moment, wo Murissa sich in Lebensgefahr glaubt und Turris sich als Dämon entpuppt, sind die Motive der Hexen und die Diskussion mit ihnen erstmal zweitrangig. Das würde ich später abhandeln.

    Klar, vielleicht sollte ich erwähnen, was mit ihnen passiert ist. Davon könnte Murissa ja auch etwas sehen.

    Auch ihr eigenes schlechtes Gewissen - würde sie in der Lage daran denken? Müsste sie nicht beherrscht sein von der Gefahr um sie herum und der, die von Turris ausgeht?

    Turris könnte seinerseits das Thema des Verrates ansprechen, aber da Murissa ihn als erstes damit konfrontiert, dass sie ihm nicht mehr vertraut, wäre es ja plötzlich ein beiderseitiger Verrat. Aber die Diskussion werde ich nun auch erst später bringen, weil sie erstmal aus dem gruseligen Ort heraus müssen, wie ihr ja auch beide vorgeschlagen habt.


    Die "Mückenstiche".

    Mein Konzept ist so: Alle Dämonen werfen Strahlen, welche eine gewisse Reichweite haben und jeden treffen, der in diesen Bereich kommt. Es sind aber keine tödlichen Strahlen, sondern sie geben nur ein unheimliches Gefühl, weil die Leute wissen, dass sie in die Nähe von etwas Unheimlichen kommen.

    Darum kann ich diese Strahlen schlecht als Messerstiche beschreiben, denn dann wären sie ja in der Menge tödlich. In einen Schwarm von Mücken zu kommen und ständig von Hunderten gestochen zu werden, ist das lächerlich?

    Wäre es weniger lächerlich, wenn es Wespen wären? Ich dachte auch schon an Igelstacheln, bin mir aber nicht sicher, ob die überhaupt stechen. Also ich dachte eigentlich schon, dass es unheimlich ist, wenn man sich einem Menschen nähert und in dessen Nähe ständig Schmerzen empfindet. Aber ich will diese Schmerzen auch nicht als diffuses Unwohlsein oder Magengrimmen bezeichnen. Dann würde doch keiner begreifen, dass genau diese Art Schmerz nur von Dämonen ausgelöst wird und keine andere Ursache möglich ist. Es soll also schon charakteristisch sein und nicht nur für Magier, sondern für jeden zu bemerken. (Turris ist kein Dämon, sondern etwas anderes, was noch später klar wird. Deswegen wirft er nicht dauernd Strahlen, sondern nur in der Nähe von Schwarzer Magie. Also es gibt da schon eine gewisse Logik, die sich aber erst später erklärt.).

    Jedenfalls stehe ich da etwas auf dem Schlauch, wie können sich Strahlen denn überhaupt anfühlen, wenn das unangenehm sein soll? Das "Stechen" fand ich persönlich da am passendsten. Da kommen dann Assoziationen wie Nadeln oder Mücken, meinetwegen Wespen oder Hornissen. Vielleicht könnte es sich anfühlen, als ob die Haut einreißt oder zerkratzt wird. Aber ich denke, da muss ich vorsichtig sein, denn wenn man sich vorstellt, dass die Strahlen ununterbrochen fliegen, dürfen die Verletzungen nicht zu schlimm sein, sonst wären sie ja total entstellt, wenn sie sich da länger aufhalten. Darum kann ich wohl nicht zu schlimme Vergleiche bringen.


    Zum Thema, was ich in der Szene zeigen will, ob das eher Horror oder Humor oder noch etwas anderes sein soll. Okay, ich sehe es ein, dass ich die flapsigen Formulierungen da rausnehmen muss, weil sie zu der Situation nicht passen. Für mich steht in dieser Szene ganz klar die Beziehung zwischen Murissa und Turris im Vordergrund, ich dachte, das wäre einleuchtend? Und die wandelt sich in dem Moment, als Murissa erkennt, dass sie ihm nicht mehr vertrauen kann. Gleichzeitig will sie die Erkenntnis aber auch nicht wahr haben, weil das ja all ihre Hoffnungen zerstören würde. Sie ist plötzlich umgeben von Unheimlichem. Horror sollte das eigentlich nicht sein, aber es sollte tief beklemmend wirken und sollte auch Fragen aufwerfen - in dem Sinn, dass auch der Leser nicht völlig sicher sein soll, ob Turris böse Absichten hat oder nicht.

    Kommt das nicht heraus?

  • Also...


    Zu der Rebellion: Ich denke auch das wuerde in dem Moment nicht im Vordergrund stehen und gleich diskutiert werden, aber so ein Schuld-Flash von ihr wuerde hier schon passen - nach dem Motto 'Ich hab' ihn hintergangen, und jetzt kommt er auch noch und holt mich hier raus!' Und den 'doppelten Verrat' dann spaeter.


    Zu den Strahlen: Okay, also nehmen wir ein sehr reales Beispiel - harte radioaktive Strahlung (*). Da kennt man Berichte von Wissenschaftlern die in Unfaelle verwickelt waren ebenso wie die der ersten Aufraeumer von Tschernobyl. Bevor die tatsaechlichen Schaeden durch 'radiation poisoning' spuerbar werden wird da oft ein Gefuehl von Waerme beschrieben, dann wie Stiche von kleinen Nadeln in die Haut, so eine ploetzliche Ueberempfindlichkeit dass jede Beruehrung unangenehm ist - sowas wuerde denke ich zu Deinem Konzept auch passen. Bei geringerer Dosis ein gewisses Jucken.


    Als Bild koenntest Du erst Sand in einem Sandsturm nehmen, und wenn man naeher kommt eher wie feine Nadeln, diese Ueberempfindlichkeit der Haut gegen Beruehrung von Stoff oder allem anderen dazu schildern - musst Du noch in die richtigen Worte kleiden, aber ich denke das koennte funktionieren.

    Für mich steht in dieser Szene ganz klar die Beziehung zwischen Murissa und Turris im Vordergrund, ich dachte, das wäre einleuchtend?


    Einleuchtend schon, aber die Szene muss das so auch unterstuetzen. Murissa die sich denkt dass sich ein Daemon 'herumtreibt' oder 'herumstromert' nimmt die Situation nicht ernst, da kommt kein Horror auf aus dem Turris sie retten muss. Sondern das klingt als fuehlt sie sich immer noch Herrin der Lage.


    Du hast eigentlich die Moeglichkeit hier einfach dadurch dass Murissa auf ihren ueblichen Humor verzichtet zu zeigen dass sie Angst hat und ihr die Bemerkungen buchstaeblich im Hals stecken bleiben.


    Pass auf, hier unten ist ein Dämon, dass er dich nicht erwischt!

    Klingt nicht so wirklich panisch, oder?


    Das eigentliche Thema der Szene ist ja das Umschlagen von 'Turris ist hier, ich bin gerettet!' zu 'Oh Gott, er ist ein Daemon!!!' - aber das geht bei Dir recht schnell


    denn jetzt bemerkte ich voller Entsetzen, wie die Strahlung ihm folgte, ja an ihm haftete. Wie er mitsamt der schwarzroten Wolke aus tückischen kleinen Geschossen über das Geröll stapfte, immer näher an mich heran.

    Mich überkam der Impuls schnell wegzurennen. Vor Turris!


    in diesen wenigen Saetzen sind wir schon von 'Turris ist in Gefahr' zu 'Turris ist die Gefahr' gekommen - wo ist Murissa's Zweifel daran, ihr Versuch sich zu ueberzeugen dass ihr Turris doch ganz gewiss kein Daemon ist - sie hat ihn ja schon gekuesst ohne was zu spueren? Der Versuch irgendwie eine Entschuldingung fuer ihn zu finden, den Fehler bei sich zu finden? Oder so? Ihr inneres Ringen?


    Du verschenkst hier eigentlich das Thema weswegen Du die ganze Szene gebaut hast... eben weil sie in ihn verliebt ist, kann ich mir nicht vorstellen dass ihre Stimmung so schnell kippt, und dieses Kippen in ihrer Beziehung, das willst Du ja eigentlich rausarbeiten, oder??(


    So wie's geschrieben ist wirkt Turris jetzt nicht so unheimlich - die Strahlung ist ja keine subtile Beklemmung, sondern sie sieht die ganz offen, und Turris reagiert so wie sonst eben auch - die Interpretation dass er hier runterkommt um Murissa abzumurksen steht irgendwie nicht im Raum, sie wirkt eher hysterisch (wir kennen sie ja als eine Person die sich alles moegliche zusammenfabulieren kann).


    Im Prinzip koennte Turris hier eine Variante des 'diabolischen Krankenpflegers' aus Horrorfilmen geben - sanfte Stimme 'Es ist alles in Ordnung, mach' dir keine Sorgen, ich kuemmere mich um dich' - und man weiss nicht so genau was er mit 'kuemmern' meint...


    Oder so.


    Vielleicht hilft Dir ja von dem ganzen was weiter...


    (*) Thorsten hat so Kram mal recherchiert weil er seine Protagonistin mit einem X-ray laser geroestet hat und wissen wollte wie man das merken wuerde...

  • Hey Kirisha

    Ich denke, in dem Moment, wo Murissa sich in Lebensgefahr glaubt und Turris sich als Dämon entpuppt, sind die Motive der Hexen und die Diskussion mit ihnen erstmal zweitrangig.

    Ja, das denke ich auch. Das muss hier an der Stelle nicht zwangsläufig einfließen. Aber ein kurzer Gedanke von Murissa, bevor sie in Panik gerät, wäre vielleicht schon drin. Oh je, was wird er jetzt von mir denken. Weiß er, dass ich mich mit den Hexen eingelassen habe? Wie soll ich ihm das alles erklären?

    So in der Art.


    Alle Dämonen werfen Strahlen, welche eine gewisse Reichweite haben und jeden treffen, der in diesen Bereich kommt. Es sind aber keine tödlichen Strahlen, sondern sie geben nur ein unheimliches Gefühl, weil die Leute wissen, dass sie in die Nähe von etwas Unheimlichen kommen.

    Darum kann ich diese Strahlen schlecht als Messerstiche beschreiben, denn dann wären sie ja in der Menge tödlich.

    Okay, wenn ich dich richtig verstanden habe, wolltest du die Strahlung lediglich als ein "Gefühl" beschreiben. Also, es fühlte sich an, wie Tausend Stiche auf der Haut...aber das muss ja nicht bedeuten, dass sie tatsächlich verletzt wird, oder? Warum sollte das in der Mege tödlich sein, wenn es doch nur ein Gefühl ist? Ein Vergleich.

    Als ich mit meinem Sohn gestern beim Impfen war, meinte er später: Mama, ich hab geglaubt, mir fällt der Arm ab :rofl:... aber das ist natürlich nicht in echt passiert. Es war seine Art auszudrücken, wie schlimm er den Schmerz empfunden hat.

    So dachte ich es mir bei Murissa eigentlich auch...dass es lediglich Empfinungen sind, die aber keine echte Verletzung hervorrufen.

    Wenn wir nun allerdings das Beispiel Radioaktivität anführen, die ja schon eine reale Gefahr darstellt, dann ist das etwas komplett anderes. Bisher war mir das in deiner Szene nicht so wirklich klar geworden, dass die Strahlung eine Verletzung bzw. irgendeinen körperlichen Schaden nach sich ziehen kann. :hmm:


    Grundsätzlich finde ich ja die Idee gut, das etwas subtiler zu machen. Es muss nicht höllisch schmerzhaft sein...es reicht schon, dass man ein komisches Gefühl bekommt, sich alle Härchen auf der Haut aufstellen, es zu prickeln beginnt...wenn es sich für dich in deiner Fantasie wie ganz viele Mückenstiche anfühlt, dann ist das, denke ich auch okay. Ich glaube, du musst einfach bei diesem Text extrem auf die Nuancen achten...auf kleinste Formulierungen, die Spannung rausnehmen oder Bilder zeichnen, die du nicht willst.


    Wäre es weniger lächerlich, wenn es Wespen wären?

    Die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Wespenstiche wären auf jeden Fall um einiges schmerzhafter, denke ich. Mir kommt gerade eine Idee...man könnte sich vielleicht auch irgendein Insekt ausdenken, das es in deiner Welt gibt und das bevorzugt in dunklen Höhlen haust...gib ihm einen unheimlichen Namen und schon hat sich das Problem mit dem Mücken-Vergleich erledigt. Murissa könnte in einem Nebensatz erwähnen, wie gefährlich die Stiche dieser Tiere sind und dass sie ihre Opfer am liebsten im ganzen Schwarm angreifen....was weiß ich. Dann hättest du das Fantasy- mit dem Gruselelement verbunden und zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. (nur so eine Idee)


    Aber ich denke, da muss ich vorsichtig sein, denn wenn man sich vorstellt, dass die Strahlen ununterbrochen fliegen, dürfen die Verletzungen nicht zu schlimm sein, sonst wären sie ja total entstellt, wenn sie sich da länger aufhalten. Darum kann ich wohl nicht zu schlimme Vergleiche bringen.

    Okay, das hier macht es mir dann deutlich...die Strahlung SOLL Verletzungen nach sich ziehen, aber eben keine besonders großen, richtig? Dann finde ich das Stechen auf der Haut eigentlich einen guten Vergleich, denn daran stirbt man nicht zwangsläufig. Das ist ein bisschen so, wie wenn man zu lange in der prallen Sonne sitzt und man merkt, wie die Haut langsam zu verbrennen beginnt... es wird heiß, fängt an zu stechen, zu ziehen, zu spannen, von mir aus kann sie auch rot werden, anfangen Blasen zu schlagen...sowas kennen wir doch...Das könnte sich hier in Murissas Fall langsam steigern, da die Strahlung ja umso stärker wird, desto näher Turris kommt. Insofern würde ich vielleicht nicht direkt am Anfang alles geben, damit man das Ganze steigern kann.


    Für mich steht in dieser Szene ganz klar die Beziehung zwischen Murissa und Turris im Vordergrund, ich dachte, das wäre einleuchtend? Und die wandelt sich in dem Moment, als Murissa erkennt, dass sie ihm nicht mehr vertrauen kann. Gleichzeitig will sie die Erkenntnis aber auch nicht wahr haben, weil das ja all ihre Hoffnungen zerstören würde. Sie ist plötzlich umgeben von Unheimlichem.

    Soweit klar. Bis auf den Gruselakspekt bin ich da voll bei dir. Denn der fehlt mir hier noch ein bisschen. Ist aber, wie Thorsten bereits sagte, wahrscheinlich auch eher schwierig, mit Murissa als Protagonistin. Die Idee, ihre flapsigen Sprüche einfach wegzulassen und so Formulierungen wie "herumstromernde Dämonen" oder "mich zum ´Anbeißen` anbieten" auszutauschen, könnte dabei schon hilfreich sein.


    Ich bin sicher, du schaffst das :)... viel musst du ja auch eigentlich nicht ändern. Das sind in meinen Augen alles nur kleine Nuancen im Text.


    LG,

    Rainbow

  • Danke euch beiden für eure Mühe und eure Ideen, vor allem aber für eure Unterstützung. Ich habe jetzt diesen ganzen Part nochmal komplett umgeschrieben und ich denke, ich bin auf jeden Fall schon etwas vorwärts gekommen, auch wenn wahrscheinlich noch nicht ganz am Ziel.


    Thorsten


    Rainbow


    Ich habe bei meinen Korrekturen jetzt doch mal etwas weiter ausgeholt, weil ich das Gefühl hatte, ihr wart ja auch schon mit der Attacke der vier Hexen nicht so zufrieden (der Versuch, den Ring zu holen) und das lag sicher daran, dass ich das alles auch nur sehr schwammig beschrieben habe. Deshalb habe ich das nun etwas ausführlicher gemacht. Im Spoiler folgt die korrigierte Attacke der vier Hexen:



    Und hier die dritte überarbeitete Version von


    Er-ist-ein-Dämon


    Wie üblich ist jetzt alles doppelt so lang, deshalb teile ich den Text in zwei Hälften.

    Ist das jetzt besser, oder sind noch immer Stolperfallen drin?

  • Ich versuchte ihn zu fassen, spürte seine Kraft meine Arme zum Glühen zu bringen und war auf einmal voller Energie.

    Das kann sie einfach so?


    Ich hab' immer noch die vageste Vorstellung von Murissa's Faehigkeiten, eine Zeitlang dachte ich sie ist nur eine clevere Betruegerin die ausser der Gabe Geister zu sehen nicht viel hat, aber anscheinend kann sie verschiedene arten von Magie spueren und auch vorbereitete Magie benutzten - und jetzt auch speichern?


    ***


    Also, der neue Abschnitt funktioniert so besser - dass wir Turris folgen wie er die anderen Hexen zusammenstaucht nimmt den Fokus von dem Problem, Muru's Innenleben in der Stressituation gut einzufangen - so sind wir gleich mehr bei Turris und wie er hier etwas haerter durchgreift, und das gibt der Szene gleich einen anderen Spin.

  • Hey Kirisha


    Ja, so gefällt es mir viiiieeel besser! :thumbsup:


    Die Panik kommt jetzt gut rüber, die Sache mit der Strahlung, die von Turris ausgeht ist nachvollziehbar erklärt und die Tatsache, dass die Hexen hier noch einmal Erwähnung finden und Turris sie so richtig schön zusammenstaucht, runden das Ganze für mich ab. So hat Musissa ja auch die Zeit, ihn von ihrem Felsen aus zu beobachten und in Aktion zu erleben. Das gefällt mir wirklich sehr!


    Also, ich würde sagen, die Überarbeitung hat sich in jedem Fall gelohnt.

  • Danke euch beiden für eure wie immer sehr hilfreichen Kommentare!


    Thorsten


    Das kann sie einfach so?


    Ich hab' immer noch die vageste Vorstellung von Murissa's Faehigkeiten, eine Zeitlang dachte ich sie ist nur eine clevere Betruegerin die ausser der Gabe Geister zu sehen nicht viel hat, aber anscheinend kann sie verschiedene arten von Magie spueren und auch vorbereitete Magie benutzten - und jetzt auch speichern?

    Zu dieser Szene gibt es später nochmal eine Analyse, da wird Murissa mit Klymera darüber fachsimpeln, was da eigentlich genau passiert ist. (weil sie sich natürlich genau wie du darüber wundert).

    Kann trotzdem sein, dass ich das noch etwas justieren muss, ich behalte das im Hinterkopf.:)


    Also, der neue Abschnitt funktioniert so besser - dass wir Turris folgen wie er die anderen Hexen zusammenstaucht nimmt den Fokus von dem Problem, Muru's Innenleben in der Stressituation gut einzufangen - so sind wir gleich mehr bei Turris und wie er hier etwas haerter durchgreift, und das gibt der Szene gleich einen anderen Spin.

    Ja, danke, das hatte ich auch gehofft!



    Also, ich würde sagen, die Überarbeitung hat sich in jedem Fall gelohnt.

    Ja, ich bin auch zufrieden! :)

    Mal sehen, was ihr zu der Fortsetzung sagt. Die habe ich jetzt auch umgeschrieben und in 2 Kapitel unterteilt.


    Der erste Tei ist hier:


    Fortsetzung Unter Dämonen


    und der zweite hier:


    M28 Torwächter


    Schlagartig hörte es auf. Die Schmerzen verschwanden. Die durch die Luft fliegenden Pfeile trafen mich nicht mehr, obwohl ich sie noch trommeln hörte.

    War er weg?

    „Keine Angst“, erklang irgendwo über mir seine heisere Stimme. „Du kannst aufstehen. Ich werde dich nicht treffen.“

    Geraume Zeit wagte ich nicht, mich zu rühren. Konnte ich mir leisten, ihm zu glauben? Aber ich wusste plötzlich nicht mehr, wer er war und was er wollte. Mich packte eine solche Verzweiflung, solche Angst, dass mein ganzer Körper steif wurde wie ein Brett.

    „Murissa, komm“, flüsterte er, jetzt leiser. „Wir müssen hier weg. Da sind noch andere Dunkelwesen. Versuch aufzustehen.“

    Etwas berührte meine Schulter. Das zerbrach meine innere Barriere. Ich fuhr hoch – und blickte direkt in sein Gesicht. Eine bekümmerte Falte hatte sich auf seiner Stirn gebildet, seine Augen waren dunkler als sonst, ich las darin den unausgesprochenen Vorwurf: Ich bin enttäuscht von dir. Wie konntest du mich so hintergehen?

    Einen Moment lang befiel mich ein schlechtes Gewissen. Aber das verflog bald. So, er war enttäuscht? Ob er sich wohl vorstellen konnte, wie fürchterlich, wie bodenlos enttäuscht ich von ihm war? Wie hatte er wagen können, dieses Geheimnis vor mir zu verbergen!

    In der Hand hielt er seinen Schild so zwischen sich und mich, dass seine Strahlen dagegen prallten und nicht gegen mich. Es hörte sich an, als prasselte ein Hagelschauer auf das Metall.

    In meinem Kopf war ein einziges Chaos, ich konnte kaum klar denken. Er benahm sich eigentlich so wie immer, war ganz derselbe... nur die schrecklichen Strahlen! Da war etwas Dunkles in ihm, wo kam das auf einmal her? Warum war es so zerstörerisch? Würde es ihn verschlingen? Oder mich?

    Er wartete nicht länger ab, sondern legte einen Arm unter meine Schulter und zog mich hoch. Mechanisch versuchte ich zu gehen, in der Hoffnung, ich könnte vielleicht flüchten. Aber keine Chance. Schon beim ersten Auftreten durchfuhr meinen Fuß ein brüllender Schmerz. Ich war ihm ausgeliefert.

    „Stütz dich an meinem Schild“, sagte Turris.

    Heftig schüttelte ich den Kopf.

    Ich konnte mich sowieso kaum rühren. Noch immer fühlten sich alle meine Glieder eisig an, waren kurz davor, mir den Dienst zu verweigern.

    Ein dunkler Schatten fiel über seine Augen. Jetzt begriff er wohl, dass ich ihn durchschaut hatte.

    „Du siehst mich so verhuscht an – stimmt was nicht?“, wisperte er leise.

    „Das kannst du echt fragen?“ Ich versuchte, seine Hand von meiner Schulter abzuschütteln. Es ging nicht. Meine innere Anspannung wurde immer größer. Da platzte es aus mir heraus: „D-diese D-dämonen“, stotterte ich verzweifelt. „Und d-du siehst noch selber aus wie einer!“

    O ihr Götter. Jetzt war es heraus. Ziemlich dämlich von mir, ihn in dieser Lage zu attackieren.

  • Okay, dann wollen wir mal :D


    Also, die Fortsetzung von "Unter Dämonen" hat mir sehr gut gefallen. Wie sich Murissa da versteckt hält und mit ansehen muss, wie die Hexe voller Verzweiflung versucht zu fliehen (man fragt sich nur, wo sie hin will, da sie sich in ihrer grenzenlosen Angst ja unter die Erde gräbt, von wo aus es für sie überhaupt keinen Ausweg mehr gibt.. aber okay, wir verbuchen das mal unter kopflose Panik :rofl:)


    Ich hätte allerdings noch ein paaar klarere Worte von Turris erwartet, als sie dann kleinlaut hochgekrochen kommt und auch noch Murissa beschuldigt.

    Das mit dem "Schlürfen" und "Gurgeln" habe ich übrigens zuerst nicht ganz kapiert. Ich meine, dass damit das Wasser gemeint war, welches ja offenbar von unten plötzlich aus der Erdspalte hochstieg.


    Ansonsten fand ich den Part aber, wie gesagt, super! Das war jetzt richtig spannend und man konnte Murissas Angst sehr gut nachfühlen.


    Einen Moment lang befiel mich ein schlechtes Gewissen. Aber das verflog bald. So, er war enttäuscht? Ob er sich wohl vorstellen konnte, wie fürchterlich, wie bodenlos enttäuscht ich von ihm war? Wie hatte er wagen können, dieses Geheimnis vor mir zu verbergen!

    In der Hand hielt er seinen Schild so zwischen sich und mich, dass seine Strahlen dagegen prallten und nicht gegen mich. Es hörte sich an, als prasselte ein Hagelschauer auf das Metall.

    Ich überlege gerade was. Nur eine Idee: Was wäre, wenn man den durchgestrichenen Teil wegnehmen würde und sie stattdessen sagen würde:


    Aber das verflog in dem Moment, als ich das grausame Geräusches wahrnahm, welches seine Strahlen auf dem Schild verursachte, den er zum Schutz zwischen uns hielt. Wie ein niederprasselnder Hagelschauer schlug die dämonische Energie, welche von ihm ausging, auf das harte unnachgiebige Metall und erinnerte mich auf ernüchternde Weise daran, dass er mich offenbar ebenso getäuscht hatte.


    (irgendwie so :hmm:?)


    Er wartete nicht länger ab, sondern legte einen Arm unter meine Schulter und zog mich hoch. Mechanisch versuchte ich zu gehen, in der Hoffnung, ich könnte vielleicht flüchten. Aber keine Chance. Schon beim ersten Auftreten durchfuhr meinen Fuß ein brüllender Schmerz. Ich war ihm ausgeliefert.

    Das könnte man noch ein klein wenig ausführlicher machen. Er fasst sie jetzt an. Was macht das mit ihr? Intensiviert das das Gefühl? Ihr Gedanke mit der Flucht kommt mir hier irgendwie absurd vor...Dass sie nicht mehr laufen kann ist eigentlich schon genug Verzweiflungsnahrung, da kann man schön drauf aufbauen...


    Vielleicht so: Seine Berührung fuhr mir wie ein Stromschlag unter die Haut. Hätte er mich nicht so fest gehalten, wäre ich vor ihm zurückgewichen, um dem seltsamen Kribbeln zu entkommen, das meinen Arm hinauffuhr und sich schließlich über meinen gesamten Körper ausbreitete.

    Mein kläglicher Versuch, sich aus seinem Griff zu befreien wurde duch den stechenden Schmerz in meinem Fuß jäh unterbrochen. Ich knickte weg und einzig seine schnelle Reaktion bewahrte mich vor einem unsanften Sturz. Er zog mich näher an sich heran .....blabla.... weißt du, was ich meine? Zeig doch, dass sie ihm ausgeliefert ist, statt es nur beiläufig zu erwähnen...das fände ich irgendwie cooler. (wobei es ja nur ihr Empfinden ist, denn eigentlich will er ihr ja gar nichts Böses. Eigentlich will er ihr ja nur helfen...damit kann man schön spielen. Ihre Angst noch ein bisschen ausschlachten. :D)


    „Du siehst mich so verhuscht an – stimmt was nicht?“, wisperte er leise.

    Okay, nachdem ich jetzt schon zum dritten Mal über dieses Wort stolpere kann ich es dir ja sagen: ich finde, es doof! :rofl:So, jetzt ist es raus!


    Es klingt mir in dieser Situation so "niedlich" und deshalb irgendwie unpassend. Er müsste in meinen Augen was anderes sagen, was Cooleres. Etwas, das zweideutig ist und auch Angst machen kann, um Murissa noch ein bisschen in ihrer Angstschleife gefangen zu halten...


    Kann er nicht auch ein bisschen sauer auf sie sein? Vor Sorge um sie? So nach dem Motto: Was in Dreiteufelsnamen hast du dir bloß dabei gedacht, einfach davonzulaufen?... Oder: Da lässt man dich einmal aus den Augen und schon blabla....Mit einer Mischung aus Sorge und beherrschter Wut (irgendwie so :hmm:) Ist jetzt nur so ne Idee, müsste man mal ein bisschen mit herumexperimentieren ^^


    Du kannst es auch machen, wie geplant, dann würde ich nur nicht "verhuscht" verwenden :pardon:Das Wort scheint dir aber irgendwie am Herzen zu liegen, oder?


    Ansonsten denke ich, dass du schon auf einem recht guten Weg bist! Auf jeden Fall gefällt es mir um ein Vielfaches besser, als die erste Version!

  • Ich wuerd's mir auch ein bisschen ausfuehrlicher wuenschen was in ihr vorgeht (was Rainbow da geschrieben hatte)... dieses 'ausgeliefert sein' ist ja ein starkes Thema - kann man schoen was draus machen finde ich.


    'verhuscht' finde ich uebrigens... nett - es passt irgendwie zu Murissa, ich weiss auch nicht, ich kannte es vorher nicht, aber es hat mich gleich ueberzeugt. Geschmaecker sind verschieden... :)

  • Danke euch beiden Rainbow und Thorsten für eure Kommentare.

    Vielleicht so: Seine Berührung fuhr mir wie ein Stromschlag unter die Haut. Hätte er mich nicht so fest gehalten, wäre ich vor ihm zurückgewichen, um dem seltsamen Kribbeln zu entkommen, das meinen Arm hinauffuhr und sich schließlich über meinen gesamten Körper ausbreitete.

    Mein kläglicher Versuch, sich aus seinem Griff zu befreien wurde duch den stechenden Schmerz in meinem Fuß jäh unterbrochen. Ich knickte weg und einzig seine schnelle Reaktion bewahrte mich vor einem unsanften Sturz. Er zog mich näher an sich heran ...

    Oh, das ist wunderschön. Natürlich würde jeder aufmerksame Forist, sollte er sich in mein Manuskript verirren und diese Passage finden, sagen: Hey, aber das ist doch Rainbow-Style... Es ist wirklich sehr typisch wie du schreibst und eben darum sehr schön. Ich werde versuchen, diesen Abschnitt auf diese Weise aufzuhübschen, falls mir das gelingt.


    Ich wuerd's mir auch ein bisschen ausfuehrlicher wuenschen was in ihr vorgeht (was Rainbow da geschrieben hatte)... dieses 'ausgeliefert sein' ist ja ein starkes Thema -

    Okay, das versuche ich.


    Zum Thema verhuscht oder nicht :D das war ja mal eine nette Diskussion von euch. Ich tendiere dazu, es drin zu lassen, weil es etwas ungewöhnlich ist. Aber ich überlege noch



    28.2 Torwächter

    Ich spürte, wie er stockte. Aber er begriff wohl, wie ernst es mir war, denn er lockerte seinen Griff.

    „Murissa“, raunte er und setzte drängend hinzu: „Erstmal müssen wir hier verschwinden, bevor uns noch echte Bestien anfallen. Vertrau mir. Ich werde dir alles erklären.“

    Schwungvoll nahm er mich auf den Arm, wobei er den Schild zwischen sich und mich klemmte. Es war hart und unbequem, wie er mich so gegen das Metall presste. Ich musste daran denken, wie sehr ich mir genau das vor ganz wenigen Augenblicken noch sehnlichst gewünscht hätte! Doch nun war einfach alles nur noch falsch. Eine Verurteilte war ich, auf dem Weg zum Galgen. Er trug mich vorbei an zwei durchsichtigen Geistern, über eine Horde quiekender Ratten hinweg, über Skelettknochen oder was auch immer da so knöchern klapperte...

    Als wir im Freien angekommen waren, blieb er kurz stehen.

    „Das wird jetzt etwas knifflig“, wisperte er mir ins Ohr. „Die anderen werden mich wieder angreifen und davor kann ich dich nicht schützen. Ich werde rennen, damit wir schnell hindurchkommen. Halt aus. Es dauert hoffentlich nicht lange.“

    Schon rannte er, presste mich und den Schild hart gegen sich. Im nächsten Moment begriff ich, was er gemeint hatte. Von oben, wo die Dämonen am Felsen festhingen, prasselten hunderte messerscharfe Strahlen auf uns nieder. Sie waren härter und dicker als vorhin und sie bohrten sich so tief in meine Haut, als wollten sie mich ganz durchstechen. Ich schrie, er rannte, brennender Schmerz traf mich wieder und immer wieder. Ich war verloren, ich wusste es. Schmerz von allen Seiten, Stiche, ein Reißen an der Hand, an der Schulter, den Beinen. Flackernde Energieflammen, Dunkelheit. Nach einer wütenden Unendlichkeit hörte es plötzlich auf. Ich glitt in einen wohligen Nebel. Vielleicht könnte ich hier bleiben, so schmerzfrei war das, so angenehm? Es fühlte sich an, als hätte die Zeit aufgehört zu vergehen. Alles war einfach still. Und etwas kalt am Rücken. Das Rütteln hatte auch aufgehört.

    Erst nach einer Weile realisierte ich, dass Turris mich nicht mehr trug. Er schien fort zu sein. Ich lag irgendwo am Boden mit diesem Kalten, das mich hinten berührte. Erschrocken öffnete ich die Augen, sah aber nichts außer Dunkelheit.

    Vorsichtig tastete ich hinter meinen Rücken, spürte hartes Metall. Seinen Schutzschild.

    Erst als ich den Kopf zur Seite drehte, sah ich die Fackel und in ihrem Schein meine Gefährten hocken.

    Klymera und Eszella standen, vom unruhigen Feuerschein beleuchtet, an einem Baum, wo die eine gerade damit beschäftigt war, der anderen den rechten Arm zu verbinden. Beider Wangen waren verschrammt und rot aufgequollen – so fühlten sich meine übrigens auch an – und ihre Hemden staubig und eingerissen. Beide sahen irgendwie anders aus als ich sie kannte. So... gewöhnlich. Klymera strahlte nicht länger wie ein Backofen und die Erde unter Eszellas Füßen lag still und unberührt. Ihre Auren! Sie waren verschwunden. Turris hatte ihnen doch nicht die Zauberkraft gelöscht?

    Als ich meinen Kopf noch weiter nach rechts drehte, sah ich Turris neben einer weiteren Fackel hocken, deren Stiel er in den Boden gerammt hatte. Ihm gegenüber saß Wisha mit riesigen schwarz umränderten Brandblasen an der Wange und bis auf die Schulter herunter, schwarz angekohltem Hemd und schmerzhaft verzogenen Mundwinkeln.

    „Brauchst du Hilfe?“, fragte Turris. „Ich glaube, du transportierst Heilkräuter auf deinem Pferd. Ich könnte dir welche davon bringen.“

    „Danke, das ist nicht nötig“, erklärte Wisha sofort, sichtlich eingeschüchtert und mit einem Respekt, den sie ihm auf der gesamten Reise noch nie gezeigt hatte.

    Erst jetzt wagte ich, meine Blicke bis zu Turris gleiten zu lassen. Die gruseligen Strahlen waren verschwunden. Er wirkte sichtlich angespannt und verärgert, die tiefen Furchen auf seiner Stirn waren immer noch da, aber nichts Unnatürliches hing ihm mehr an. Als ob es so etwas nie gegeben hätte.

    Trotzdem versetzte mir sein Anblick einen so tiefen Schrecken, als stünde ein Monster vor mir. Er hatte mich mit Giftpfeilen beschossen, die noch immer in meinen Eingeweiden stachen und mein gesamtes Inneres verätzten. Langsam richtete er sich auf und musterte die drei Hexen der Reihe nach.

    „Wir haben eine Vereinbarung miteinander und ich zahle gut, wie ihr wisst“, fauchte er die Hexen an. Wagt nicht, mir noch einmal querzulaufen. Ihr habt noch längst nicht alles gesehehen, was ich kann – glaubt mir, mehr davon wollt ihr auch nicht kennenlernen. War das deutlich?“

    Sie nickten alle drei sehr eifrig.

    Ich schrak innerlich zusammen. Reichte das nicht, was er uns bis jetzt gezeigt hatte? Da war noch mehr? Was konnte DAS sein? Die Hexen schienen sich ähnliche Gedanken zu machen, doch keine sprach sie aus.

    Turris erhob sich und blickte sich um. Ich realisierte, dass die gesamte Lichtung, auf der wir uns befanden, von Geröll und Felsen bedeckt war und noch leicht dampfte. Sträucher lagen unter Steinen begraben, Baumstämme waren abgeknickt wie Zahnstocher, überall lagen abgerissene Blätter. Anscheinend waren das noch die Überreste der Zerstörung, die wir mit unserem Hexenmanöver angerichtet hatten.

    „Wo habt ihr eure Pferde?“, fragte er schließlich und kniff die Augen zusammen. „Ich sehe nur eins – habt ihr die anderen nicht richtig angebunden? Verdammt, sie müssen bei eurem Feuerwerk durchgebrannt sein! Steht auf, sucht nach den Tieren. Ich will nicht in dieser Gegend übernachten, wir müssen weiter. Wir treffen uns an der nächsten Wegkreuzung, wo auch unsere anderen Leute auf uns warten. Beeilt euch!“

    Während die Hexen sich aufrappelten und Wisha sich mühevoll mit einem Stofffetzen die Stirn verband, drehte Turris sich zu mir um. Ich erschrak dermaßen, dass ich reflexartig den Schutzschild von meinem Rücken packte und ihn vor mich schob, sodass er mich fast vollständig verdeckte.

    Er griff sich an die Stirn und schloss für einen kurzen Moment die Augen. In dem Augenblick sah er so resigniert und traurig aus, dass er mir leidtat. Ich wollte ihn nicht von mir stoßen, aber mein innerer Aufruhr war zu groß. Ich war ein einziges angsterfülltes Nervenbündel. Mir zitterten die Beine, meine Arme waren wie Watte, und ich beobachtete ganz genau, ob seine Strahlen nicht jeden Moment wiederkommen würden.

    „Ich wollte dich nicht erschrecken“, sagte Turris nach einer Weile leise. „Ganz bestimmt nicht. Dass wir diesen Felsen besuchen, war nicht geplant. Ich dachte, du müsstest mich nie so sehen.“

    Ich spürte, wie die Mauern um mich herum zu schmelzen begannen, die ich errichtet hatte. Hatte er sich wirklich gerade komplett verändert? Oder war er noch derselbe? Der Wind wehte ihm die Haare über die Stirn; er strich sie nicht weg, war ganz auf mich konzentriert.

    „Du... du wirst doch mit uns weiter reiten, oder?“

    Nein. Würde ich nicht. Konnte ich einfach nicht. Ich hatte zu viel Angst. Hektisch ging ich die Alternativen durch, die mir blieben. Ich könnte mit den Wächterskeff zurückreiten und mich auf dem Basar als Wahrsagerin verdingen. Besser als die Alte und ihre ängstliche Enkelin wäre ich auf jeden Fall. Ich würde jeder Besucherin eine Prinzessinnenkarriere voraussagen und jeden Krieger zum Helden küren.

    Und Turris nie wieder sehen.

    Heftig musste ich schlucken. Ich würde ihn verlieren. Der Gedanke traf mich wie ein körperlicher Schmerz. Alle meine Glieder zogen sich zusammen und pressten mein Herz in ein brutales metallisches Korsett, härter als der Schild in meiner Hand und viel zu eng.

    Aber hatte ich eine andere Möglichkeit? Der Turris, den ich liebte, der existierte nicht mehr, er hatte wahrscheinlich nie existiert. Eine Schimäre. Ein Trugbild...

    „Ich... geh nicht mit dir“, piepste ich und versuchte, ihn mit dem Schild von mir wegzudrücken. Was nicht funktionierte, weil meine Arme den Betrieb verweigerten. Auch meine Stimme war praktisch nicht existent, ich ahnte nicht, ob er mich überhaupt gehört hatte.

    Er atmete tief und schwer. Seine Augen waren dunkel und wirkten verletzt wie bei einem angeschossenen Reh. Es war unmöglich, die Wärme und Tiefe darin zu ignorieren. Und es fühlte sich an, als müsste ich ihm das Herz zerreißen. Das wollte ich doch nicht. Das verdiente er auch nicht!

    „Turris... tut mir leid...“

    Wie meine Wahrsagerinnenlaufbahn enden würde, ahnte ich übrigens auch schon. Sie würden mich verjagen. Sie würden erklären, dass ich dahin nicht gehörte. Weil ich nirgendwohin gehörte. Das hatte ich noch nie getan. Ich würde draußen bei den wilden Tieren landen oder in irgendeinem Rinnsaal voller Wassergeister.

    Er versteifte sich. Mit zitternden Händen warf ich seinen Schild von mir, in seine Richtung. Er hob ihn auf und sah mich prüfend und mit einem resignierten Ausdruck in den Augen an.

    „Dann hast du mich also vorhin mit Absicht hintergangen“, überlegte er.

    „Ganz bestimmt nicht“, gab ich zurück, im höchsten Maß verlegen. „Ich wollte bei dem Komplott nicht mitmachen, aber Eszella sagte, wenn ich mich weigere, versenkt sie mich in eine Grube.“

    „Wirklich?“ Er entspannte sich ein wenig. „War das deshalb, dass du nachher versucht hast, sie in ihrer eigenen Grube zu ertränken?“

    Wie bitte?

    „Du denkst doch nicht, ich hätte das Wasser in Eszellas Erdspalte laufen lassen?“, fragte ich verblüfft.

    Er zuckte die Achseln.

    „Wer denn sonst? Wisha hat mir erzählt, als der Zauber euch in den Himmel gerissen hat, wärst du auf einer eigenen Welle geritten. Wusste ich doch, dass mehr in dir steckt, als du bisher zeigen wolltest.“

  • Hey Kirisha,


    ich finde das insgesamt sehr gut. Dass er sie da rausträgt, sie am Feuer ablegt und es dort schließlich zu der Aussprache kommt. Das pasts so viel besser, als in der ursprünglichen Version.


    Die eine oder andere Kleinigkeit hätte ich vielleicht anzumerken. Das ist aber sicher einfach Geschmacksache.


    Er klemmt den Schild zwischen sich und Murissa. Das heißt wohl, er geht davon aus, dass seine eigene Strahlung für sie schlimmer ist, als die der Dämonen auf dem Berg? Das fand ich etwas seltsam. Dass er sie quasi schutzlos da rausträgt. :hmm:Kann er ihr nicht noch irgendwas überwerfen?


    Er griff sich an die Stirn und schloss für einen kurzen Moment die Augen. In dem Augenblick sah er so resigniert und traurig aus, dass er mir leidtat. Ich wollte ihn nicht von mir stoßen, aber mein innerer Aufruhr war zu groß. Ich war ein einziges angsterfülltes Nervenbündel.


    Ich würde sie solche Dinge in dem Moment nicht denken lassen...ich meine, dass sie Mitleid mit ihm empfindet...Oder dass sie daran denkt, dass sie ihn nicht verletzten möchte...das ist so reflektiert und passt nicht so ganz zu ihrer Angst und der Erinnerung an die grauenvollen Minuten in der Höhle...und das mit dem Nervenbündel würde ich eher anhand ihrer Reaktion beschreiben, statt sie es dem Leser erzählen zu lassen...das tust du ja auch schon, indem du ihr Verhalten beschreibst. Deshalb würde ich den Satz hier an der Stelle einfach streichen.


    Hektisch ging ich die Alternativen durch, die mir blieben. Ich könnte mit den Wächterskeff zurückreiten und mich auf dem Basar als Wahrsagerin verdingen. Besser als die Alte und ihre ängstliche Enkelin wäre ich auf jeden Fall. Ich würde jeder Besucherin eine Prinzessinnenkarriere voraussagen und jeden Krieger zum Helden küren.

    Und Turris nie wieder sehen.

    Hier habe ich kurz gestutzt und mich gefragt, ob sie in dem Moment tatsächlich die Alternativen durchgehen würde....eigentlich müsste sie mehr reflexartig den Kopf schütteln, ohne sich derartige Gedanken zu machen...aber andererseits finde ich die Gedanken auch wieder ganz amüsant, weshalb ich da ein bisschen zwiegespalten bin. :hmm:


    Es war unmöglich, die Wärme und Tiefe darin zu ignorieren. Und es fühlte sich an, als müsste ich ihm das Herz zerreißen. Das wollte ich doch nicht. Das verdiente er auch nicht!

    Sie kommt mir hier auch sehr einfühlsam vor, dafür, dass sie Todesängst hat ausstehen müssen und ihr nach wie vor die Erklärung dafür fehlt. Er hat ihr mit noch keinem Satz erklärt, was es mit seinen Strahlen auf sich hat...ja, er ist jetzt wieder der nomale Turris, aber sie ist nach wie vor total verängstigt...ich bin mir nicht sicher, ob in der Situation Mitleid angebracht ist :hmm:


    Aber das ist, wie gesagt, vielleicht auch ein bisschen Geschmacksache. :pardon:

    Ansonsten hat mir das aber schon recht gut gefallen.