Meermädchen

  • Bei Harry Potter sind die Frauen Hexen und die Männer Zauberer. Hab ich nie kapiert, warum da nicht die Frauen logischerweise Zauberinnen sind, wenn die Männer Zauberer. Ich dachte, es liegt an der Übersetzung aus dem Englischen, wo witch immer mit Hexe und nie mit Zauberin übersetzt wird.

    In Harry Potter ist konsequent die Bezeichnung fuer die Maenner 'wizard' und fuer die Frauen 'witch'. In der englischen Fantasy ist das maennliche Gegenstueck der Hexe aber normalerweise eher ein 'warlock' - was die Wicca-Terminologie wiederum ueberhaupt nicht mag. Begriffe wie 'magician', 'conjurer' oder 'sorcerer' werden bei Harry recht konsequent nicht verwendet.



    Ja, ich benutze die Begriffe Hexe und Zauberin synonym, sehe da persönlich keinen Unterschied.

    Oh my...:| Die Hexe verwendet traditionell 'low magic' (Kraefte der Natur, Elementarwesen,...) die Zauberin 'high magic' (Geister, Genien, Numerologie, Astrologie,...) - das erstere ist Erfahrungsmagie, das letztere gelehrte Magie.


    Im Grunde könnte ich auch auf "Magierin" ausweichen, um keine Wortwiederholungen zu produzieren?

    Im Grunde bedeuten die alle was anderes. Die Frage ist, wie viel der normale Fantasy-Leser diese traditionellen Bedeutungen aber eigentlich kennt. Bei mir werden sich immer die Zehennaegel aufstellen wenn Du Hexe und Magierin vermischt nur weil Du den Begriff nicht wiederholen willst ('Zaunreiterin' waere etwa ein tatsaechliches Synonym fuer Hexe...) weil das in meinem Kopf so verschiedene Dinge sind wir ein Schwert und eine Axt - schon irgendwie Waffen, aber da hoert die Aehnlichkeit dann auch auf (die Amazonen wuerde ich ganz gewiss nicht als Hexen bezeichnen, Clíodhna auf der anderen Seite nie als Magierin...).


    Aber wie gesagt, das ist Fantasy und da geht's oft eher durcheinander, daher - waere es gut wenn Du Bezeichnungen einfach fuer Dich klaerst und dann irgendwann zwischen Beginn und jetzt auch dem Leser erklaerst was was bei Dir bedeutet.:)

  • Hey Kirisha ,


    ja, das ist gut. Dass Murissa erst denkt, man wolle sie reinlegen mit dem Fläschchen, dann aber wieder die verrücktesten Gedanken bekommt, was sie vielleicht alles damit anstellen könnte, wenn es tatsächlich hält, was es verspricht...

    Ich finde es gut, wie die Informationen Stück für Stück rauskommen und sie sich zusammenreimen muss, was da überhaupt los ist. Zumindest weiß sie jetzt, dass sie sehr wahrscheinlich NICHT im Totenreich gelandet ist...aber dass die Amazonen sich für Feen ausgeben :rofl:klingt dermaßen bescheuert, dass Murissa wahrscheinlich gar nicht mehr weiß, was sie denen überhaupt abkaufen kann und was nicht.

    Das ist ganz gut eingefädelt von dir. Am Ende muss sie sich wieder mal irgendwie herausmanövrieren und Zeit schinden. In sowas ist sie ja echt unschlagbar! Bin gespannt, was sie machen wird, wenn die Sonne den höchsten Punkt erreicht hat :D ... könnte ganz witzig werden.

  • Insgesamt finde ich das wieder recht gelungen - das Rezept Murissa in schwierige Situationen zu bringen wo sie sich dann eine Luegengeschichte zurechtstrickt ist ja irgendwie das Thema ihres Handlungsstrangs - aber bisher noch nicht ueberreizt sondern macht Spass zu lesen.


    Das da war der einzige Abschnitt den ich komisch fand.


    „Schön, schließen wir einen Handel“, lenkte sie ein. „Ich hätte zwei Geschenke für dich. Das erste bekommst du, wenn du mir zeigst, wo du herkommst und wo der Weg zu deinem Volk ist – dafür schenke ich dir eine kräftige Waffe. Und das zweite Geschenk gebe ich dir, wenn du mir alles sagst, was du über Raven weißt: Dann mache ich dich zu einer schlagkräftigen Zauberin.“

    Warum lenkt sie hier ein? Sie hat die Truempfe in der Hand - und gibt sie wieder her?


    Und... weder die 'kraeftige' Waffe noch die 'schlagkraeftige' Zauberin finde ich besonders passende Adjektive...:|

  • Thorsten


    Rainbow


    Hier geht es weiter:


    P40. Der Wille der Göttin

    Penthesilea


    Noch immer will es mir nicht in den Kopf, wie es möglich sein soll, dass diese kleine mähnige Lügnerin nach Amazonia geschlichen sein könnte, um sich dort mit meiner Tochter zu unterhalten. Das ist verrückt! Unmöglich! Je länger ich sie ausfrage, umso unwohler wird mir zumute. Dieses Mädchen darf ich nicht aus den Augen lassen, bevor ich nicht begriffen habe, was für ein Spiel sie spielt. Deshalb beschließe ich, sie für den Seelensprung zu markieren. Dann kann sie mir nicht entkommen, weil ich ihre Seele an meine koppele. Sie wird an mich gebunden sein, so lange ich es will. Bis ich alles weiß. Dazu muss ich nur diesen Zauber beherrschen lernen – aber das muss ich ja sowieso.

    Ich berühre mein türkisfarbenes Smaragdzepter und aktiviere dessen Strahlung. Sofort bildet sich ein unsichtbarer kräftiger Strahl, den ich von dem Zepter in meinen Zeigefinger fließen lasse und wie einen kleinen Pfeil direkt in die Stirn der Kleinen hineinpiekse. Sie zuckt zusammen, starrt mich ängstlich an und hält sich die Stelle.

    Hab ich dich.

    Am liebsten wäre ich gleich in ihren Kopf hineingekrochen, um ihr alle Informationen gewaltsam zu entreißen, die sie sich weigert mir zu geben. Aber nicht gleich jetzt. Ich muss das vorher noch kurz testen.

    Gütige Kamamé! Geduld habe ich keine. Ich will jetzt wissen, was los ist. Also versuche ich, diese Murissa mit Geschenken zu ködern. Ich sehe doch, wie sie zittert. Sie fürchtet sich zu Tode. Trotzdem will sie einfach nicht mit ihrem Geheimnis herausrücken. Das macht mich noch wahnsinnig. Statt mir endlich zu erklären, wer hinter Raven her ist, schwadroniert sie von Totenreichen und einem dämlichen Schlüssel. Nicht einmal ihre Großmutter würde ihr das Märchen abkaufen.

    „Wir brauchen diesen Schlüssel in Damarynth“, deklamiert sie dramatisch. „Sehr dringend sogar.“

    Ich halte den Atem an. Was hat sie da gerade gesagt? In Damarynth? Sollte das der Name ihrer Heimat sein? Überrascht, ja geradezu überrumpelt blicke ich mich unter meinen Leuten um, die aber alle genauso geplättet sind wie ich.

    Hieß es nicht, das sagenumwobene Damarynth wäre untergegangen und existierte nicht mehr? Ist das etwa falsch? Wohin – bei der großmächtigen Kamamé – ist es denn verschwunden? Weiß Murissa das etwa auch?

    Aber natürlich weiß sie es. Und sie wird es uns demnächst verraten. Ob sie will oder nicht.

    „Naftare!“ Ich wende mich auf Amazonisch an meine Gelehrte. Es ist nicht nötig, dass Murissa begreift, wovon wir reden. „Hast du das gehört? Ist das Hexenreich Damarynth nicht schon vor Jahrhunderten eliminiert worden? War das eine Fehlinformation?“

    „Gib mir einen Augenblick.“ Naftare blickt starr zum Himmel und mir ist klar, dass sie ihre Kopfbibliothek durchwühlt.

    Die Zeit nutze ich, um mich wieder Murissa zuzuwenden. Aber sie ist eine harte Nuss und will sich nicht ohne weiteres knacken lassen. Auch meine beiden hübschen Geschenke, mit denen ich mir wirklich Mühe gegeben habe, blockt sie ab. So langsam wird mir das zu bunt.

    „Nun? Verrätst du mir den Weg nach Damarynth oder willst du diese Diskussion beenden?“, fahre ich sie an.

    Und wieder weicht diese freche Göre mir aus.

    „Die Sonne steht noch nicht richtig“, fängt sie an drauflos zu faseln und ich könnte ihr an die Gurgel springen. Ja, sie ist sogar noch so dreist in demselben Ton weiterzuschnurren: „Ich kann Euch den Weg nach Damarynth erst zeigen, wenn sie die höchste Stelle am Himmel erreicht hat.“

    Pass bloß auf, dass dir das nicht zu wolkig wird.

    „Nun gut“, fauche ich. „Das wird eine Weile dauern, aber so viel Zeit habe ich.“

    Schön. Soll sie glauben, dass sie mich schmoren lässt. Ich werde die Zeit nutzen, um über die Situation klarer zu werden.

    Der Seelensprung. Kurz schließe ich die Augen, um mein magisches Handbuch zu konsultieren. Sofort sehe ich die Seiten vor mir, die sich selbst aufschlagen.

    Den Stab testen, befehle ich, und die Seiten fangen an zu blättern. Ganz plötzlich halten sie an und ich erkenne einen roten Punkt. Den berühre ich in Gedanken – ein Ruck, und ich fühle, wie das Zepter an meinem Gürtel sich aktiviert, wie es vibriert und dabei an meinen Hüften reibt. Dann sendet es Energie aus, die weit, weit durch die Luft fliegt und irgendwo in der Ferne mit einem Klacken ein Ziel trifft. In meinem Hinterkopf höre ich das Weinen und Rufen der Toten, die in meinem Magiebaum eingesperrt sind. Das bedeutet, mein Zepter hat die Verbindung zum Magiebaum gefunden. Nun surrt es und scheint auf seinen Einsatz zu warten.

    Läuft! Es wird funktionieren!

    Triumphierend öffne ich die Augen.

    Ich könnte gleich starten! Das mache ich auch. Aber zuerst kläre ich, was es mit dem mysteriösen Hexenreich auf sich hat.

    „Nun, Naftare?“, frage ich meine Generälin auf Amazonisch, die ich neben mir eifrig und mit blitzenden Augen in ihrer Kopfbibliothek lesen – ja geradezu seitenweise Informationen verschlingen sehe. Sie ist dermaßen in ihre Lektüre versunken, dass ich sie einmal anknuffen muss, bis sie reagiert. „Hast du etwas über Damarynth herausgefunden?“

    Naftare schiebt die Schutzklappen über ihren Augen ein wenig hoch, damit sie mich ansehen kann. Katzenaugen hat sie. Schmale hochstehende Schlitze.

    „Nur das, was wir ohnehin vorher schon wussten. Die Wiege der Magie. Das Ursprungsland aller Magierinnen, von dem aus sie sich in alle Welt verstreuten. Noch bis zu ihrem Untergang gab es in keinem anderen Land solch eine Menge von Hexen und vor allem auch nicht solch eine Menge von hochklassigen Magierinnen. Irgendwann zwischen dem Jahr 4510 und 4733 verschwand Damarynth jedoch von der Landkarte. Zu diesen beiden Zeitpunkten kamen unsere Heere nämlich daran vorbei, und sie stellten also fest, dass das Hexenland spätestens im Jahr 4733 nicht mehr existierte. Punkt. Ende der Geschichte.“

    Nachdenklich reibe ich mir die Stirn.

    „Was soll das denn heißen, es verschwand von der Landkarte? Ist es von einem anderen Volk unterjocht oder vernichtet worden? Dann hat es also jetzt einen anderen Namen?“, frage ich.

    „Nein...“ Wieder liest sie eifrig auf unsichtbaren Seiten. „Das Land war einfach nicht mehr auffindbar.“

    „So einen Quatsch habe ich selten gehört“, brummt Goplea. „Länder verschwinden nicht. Irgendwas muss passiert sein. Seht euch die blaue Eiswand an. Da hätte ich eine Erklärung: Die Magierinnen von Damarynth flogen so hoch in den Himmel, dass ihnen niemand dorthin folgen kann!“

    „Niemand außer uns“, trumpfe ich auf. „Wir finden einen Weg. Diese sogenannten Superhexen will ich doch gern mal sehen. – Hm? Was meinst du, Chep?“

    Die Anführerin der Orkas hat unsere Diskussion mit leicht geöffnetem Mund verfolgt. Oder auch nicht verfolgt. Wer weiß, ob sie sich nicht einfach das Nachdenken erspart und stattdessen einer Fliege nachgestarrt hat.

    „Weiß nich´“, brummelt sie. „Wills´ du in die Wolken fliegen? Da kommen wir doch gar nich´hin.“

    „Wie kam das Pferdemädchen eigentlich die blaue Eiswand hinauf? Und wie hinunter?“, sinniert Naftare. „Sie hat weder Flügel noch Kletterhände. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles so stimmt, was sie uns erzählt hat.“

    „Und ich begreife nicht, warum wir überhaupt über dieses Damarynth diskutieren. Was geht es uns an?“, murrt Arixes. „Leg die Spionin endlich in Ketten und dann lass uns aufbrechen ins Selchenland! Ich will endlich Wassermänner fangen gehen!“

    Naftare erhebt einen Finger. „Ich glaube, ich begreife es langsam. Die Damarynther sind nicht vernichtet worden, sonst wäre Murissa nicht hier. Sie leben noch genau dort wie früher. Nur dass wir sie nicht mehr finden können... weil sie sich selbst von der Landkarte gestrichen haben! Wie, wenn sie einfach eine besonders mächtige magische Grenze errichtet hätten? Eine, die seit dem Jahr 4733 niemand mehr überwinden konnte? Sie haben nichts weiter getan als effektiv ihre Grenzen und dahinter auch ihr ganzes Land zu verstecken. Und sie leben da hinter lustig und in Frieden und ohne je von irgendeinem Fremden gestört zu werden.“ Listig blickt sie sich um. „Exakt genau so wie wir es in Amazonia schon seit dem dritten Jahrtausend machen. Ich bin recht sicher, dass Amazonia auch auf keiner ausländischen Landkarte eingezeichnet ist.“

    „Ha!“, knurrt Goplea. „Mädchen! Ihr wisst, was das bedeutet. In dem Land, das der blaue Eisberg versteckt, lebt ein ganzes Volk von aberwitzig mächtigen Hexen. Mächtig genug, um so eine beeindruckende magische Grenze zu errichten. Ein Volk, das es womöglich mit uns aufnehmen könnte.“

    „Wahrscheinlich wimmelt es da nur so von Magievererbern“, wispert Brynea hinter mir.

    Um mich herum fängt plötzlich alles an zu raunen und zu tuscheln. Der Ruf „Magievererber“ springt wie ein Ball immer wieder quer durch alle Ränge.

    „Genau das, wonach wir schon seit Jahren suchen und was so schwer zu finden ist“, höre ich jemanden sagen.

    Goplea dreht sich interessiert um, wahrscheinlich um auszumachen, wer das gesagt hat. Aber es ist anscheinend niemand gewesen. Denn nun schweigen alle und eine atemlose, schwere Stille legt sich über das gesamte Heer. Ich weiß, was sie alle denken.

    Genau das, was auch ich denke.

    Wenn wir doch dieses geheimnisvolle Damarynth finden könnten! Wenn wir einfach dort auf Entdeckungsreise gehen dürften! Welche unermesslich reiche Beute könnten wir machen!

    Aber ich darf diesen Gedanken nicht denken. Niemand darf das. Darum sind auch alle so still. Die Göttin hat uns die Fische aus dem Selchenland anbefohlen. Es ist müßig, sich über andere Kerle auch nur den Kopf zu zerbrechen. Und nicht wir, sondern sie entscheidet über unser Kriegsziel.

    Ich könnte schreien!

    Gut, wir sind nur gewöhnliche Hexen und sehen nicht das, was eine Göttin sehen kann. Sie will nur unser Bestes und sie wird uns führen...

    Weiter kann ich meine Gedanken nicht zwingen. Dieses beknackte: „Du bist zu dumm um selbst denken zu können“ und „Die Göttin weiß alles besser als du“ tötet mir noch den letzten Nerv. Ach wirklich? Wozu kommen mir denn all diese Gedanken, wenn sie so wertlos sind?

    Nein! Ich bin kein törichtes Küken mehr, das ewig dem Quaken der Großen Mutter folgen muss! Diese Wassertypen kann ich nicht ausstehen. Gut, ich würde auch die Damarynthermänner hassen, weil das nun einmal meine Natur ist – aber ich sehe doch, welch einen immensen Nutzen echte Magievererber unserer Heimat bringen würden! Was nützen uns Kiemen oder Flossen, sind wir denn Fische oder wollen welche werden? Nein! Wir sind Hexen und wollen Kinder haben, die noch größere Magierinnen werden als wir. Das ist unser Ziel und unsere Bestimmung! Und hier haben wir die einmalige Chance sie zu erfüllen – eine Chance, die ich in all den Jahren, die ich das Heer schon führe, nie auch nur in meinen Träumen gesehen habe. Magievererber. Reich begabte Kinder. Ich weiß was das heißt, ich, die Mutter einer Versagerin. Ich möchte meinen Schwestern Glück bringen und unser Land emporheben zu größerer Kraft und Blüte. Wir alle würden davon profitieren. Nicht nur das: Wir brauchen mächtige Hexen. Nur mit solchen gewinnen wir auch in Zukunft unsere Kriege. Will die Göttin das denn nicht sehen? Ist sie blind oder bin ich es?

    Vergebens versuche ich diese Gedanken zu stoppen. Ich kann mich doch nicht gegen unsere Göttin auflehnen. Sie ist unser Herz und unsere Seele, es wäre ja geradezu, als wollte ich Selbstmord begehen. Wenn ich der Göttin nicht mehr vertraue, wem dann? Plötzlich habe ich das Gefühl, als wollte sich die ganze Welt unter meinen Füßen auflösen.

    Wenn es ihr Wunsch ist, dann bin ich gezwungen, dieses Paradies links liegen zu lassen und in einem zweitklassigen Land nach Beute zu suchen. Obwohl der Gedanke mir wie glatter Hohn erscheint. Verzweifelt hebe ich den Blick nach oben.

    Aus den Wolken meine ich die heilige Göttin mir zuzwinkern zu sehen. Sie wispert: „Folge dem Wasserwesen.“

    Ja, danke, das sagtest du mir schon.

    Doch die Worte beginnen sich plötzlich zu dehnen und zu tanzen...

  • Hey Kirisha ,


    es gefällt mir, wie du jetzt immer zwischen den Perspektiven hin und her springst. Penthesileas Dilemma in dieser Szene kam für mich sehr gut rüber. Wie sie begreift, welchen unsagbaren Nutzen ihr die Existenz eines solchen Landes wie Damarynth bringen würde und wie nah sie daran ist, dem katastrophalen Kriegszug, auf dem sie gerade ist, eine komplett andere Wendung zu geben. All ihre Gedanken fand ich nachvollziehbar, auch, wie sie hin und her schwankt, weil sie weiß, dass sie den Willen der Göttin nicht hinterfragen darf.


    Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie ahne ich bereits, dass all ihre Bemühungen, die Situation zu verbessern, letztlich in einem Desaster enden werden. In jedem Fall schaffst du es aber, dass mir als Leser tausend Gedanken durch den Kopf schießen, was es mit Murissas Heimat auf sich hat und wie das alles ausgehen könnte. Vor allem, weil es ja auch noch einen Turris gibt und dei Hexen, die auf der anderen Seite warten. Wäre mal interessant, zu erfahren, was da drüben gerade abgeht.


    Ich bin in jedem Fall sehr gespannt :gamer:

  • Sorry, hier etwas verspätet meine Kommenare zum letzten Teil:


    Ich muss wohl verdutzt ausgesehen haben, denn nun fingen die Zauberinnen um mich herum an zu kichern wie junge Mädchen. Für wie blöd hielten sie mich?

    Ich finde "blöd" passt hier nicht so gut, dass klingt so modern. Vielleicht eher "einfältig"?


    Zu der Hexen - Zauberin - Magier Diskussion:

    Für mich ist eine Hexe sehr negativ behaftet, das erinnert mich immer an das Mittelalter mit der Hexenverfolgung. Dort wurden nie Magierinnen oder Zauberinnen verfolgt. Es ist für mich eher eine Beleidigung und in Harry Potter konnte ich mich mit dem Begriff nie richtig anfreunden. Das es da Definitionen gibt wie Thorsten geschrieben hat wusste ich nicht.


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    Zum aktuellen Teil:

    Ich berühre mein türkisfarbenes Smaragdzepter und aktiviere dessen Strahlung. Sofort bildet sich ein unsichtbarer kräftiger Strahl, den ich von dem Zepter in meinen Zeigefinger fließen lasse und wie einen kleinen Pfeil direkt in die Stirn der Kleinen hineinpiekse.

    Das macht sie vor allen ihren Untertanen und niemand merkt das? Insgesamt zum Seelensprung: will sie das vor versammelter Mannschaft machen? Das hört sich so an. Das letzte Mal ist sie doch umgekippt, da wäre es doch besser noch einen Satz einfließen zu lassen, wie: "Ich konnte es kaum erwarten in mein Zelt zu gehen und dort den Seelensprung zu versuchen"


    Diese sogenannten Superhexen will ich doch gern mal sehen. – Hm? Was meinst du, Chep?“

    Ich finde das Wort "Superhexen" passt nicht in deine Welt. Vielleicht eher so was wie "Diese angeblich ach so mächtigen Hexen"?


    Dieses beknackte: „Du bist zu dumm um selbst denken zu können“ und „Die Göttin weiß alles besser als du“ tötet mir noch den letzten Nerv.

    Ich finde "beknackte", genau wie oben, passt nicht zu einer Königin. Vieleicht eher "einfältige".


    Ich finde es aber gut, wie sie anfängt Dinge mehr zu Hinterfragen und sich gegen die Zwänge ihrerer Religon/Politik aufzulehnen.

    Es liest sich insgesamt sehr gut!

  • In jedem Fall schaffst du es aber, dass mir als Leser tausend Gedanken durch den Kopf schießen, was es mit Murissas Heimat auf sich hat und wie das alles ausgehen könnte. Vor allem, weil es ja auch noch einen Turris gibt und dei Hexen, die auf der anderen Seite warten. Wäre mal interessant, zu erfahren, was da drüben gerade abgeht.

    Danke! Bin gespannt, was du zu der Fortsetzung sagst .


    Das macht sie vor allen ihren Untertanen und niemand merkt das? Insgesamt zum Seelensprung: will sie das vor versammelter Mannschaft machen? Das hört sich so an. Das letzte Mal ist sie doch umgekippt, da wäre es doch besser noch einen Satz einfließen zu lassen, wie: "Ich konnte es kaum erwarten in mein Zelt zu gehen und dort den Seelensprung zu versuchen"

    Da hast du natürlich recht. Ich habe selber schon überlegt, wie ich das anders machen soll. Sie zwischendurch in ein Zelt zu schicken, würde die Spannung und den Handlungsablauf stören, aber ich glaube, ich werde diesen Test etwas vorverlegen, dass sie es an vorheriger Stelle ausprobiert.


    Okay. Nun schaut euch mal an, wie Murissa versucht, dem ganzen Schlamassel zu entkommen.

    Es geht weiter:


    M41. Die letzte Chance

    Murissa


    Drei Wächterinnen positionierten sich in einem Halbkreis um mich herum. Eine, die sich freiwillig gemeldet hatte, starrte mich die ganze Zeit über an wie eine Elster, die mir gleich einen goldenen Ring klauen wird.


    Die Königin drehte mir den Rücken, stellte sich auf einen erhöhten Platz und begann dann zu ihren Leuten zu sprechen. Leider benutzte sie nun wieder ihre Hexensprache, weshalb ich nicht verstehen konnte, worum es ging. Aber es schienen große Worte zu sein. Alle ihre Leute umringten sie. Es entstand Unruhe. Dann plötzlich lauter Jubel auf der einen Seite und wildes Buhen und Geschrei auf der anderen.

    Unm sie herum entstand ein solcher Krach, ein solcher Tumult, dass kein Mensch, außer den vertrackten drei Wächterinnen, mehr auf mich achtete – aber selbst die drehten sich immer wieder mit teils entsetzten, teils entzückten Blicken zu der Königin um.

    Plötzlich kam Bewegung unter die Zauberinnen. Immer lauter wurden ihre Stimmen, dann marschierte die Königin los, hinter ihr formierten sich die anderen und sie marschierten davon ... Ich konnte es kaum glauben, aber tatsächlich gingen sie nun alle zu ihren Pferden und ritten fort! Warum, und wohin, ahnte ich nicht. Aber war das nicht völlig egal?

    Mein Blut begann schneller und immer schneller zu rauschen. Sie waren abgelenkt. So abgelenkt, dass ich jetzt eine Chance hatte abzuhauen. Tja, nur die Ketten müsste ich zerstören und die drei Wächterinnen irgendwie überlisten. Dumm, dass ich keine magischen Kräfte hatte. Wie sollte ich mich befreien? Allerdings schien eine der Wächterinnen auf meiner Seite zu sein. Ich sah, wie sie insgeheim feine magische Wellen zuerst auf die eine, dann auf die andere Wächterin sprühte, was die beiden in eine Art Traumzustand zu versetzen schien, sie fingen an, blicklos in den Himmel zu starren.

    Die Dritte vergewisserte sich, dass sie niemand beobachtet – und glaubte wohl, in dem allgemeinen Trubel ihren eigenen Interessen nachgehen zu können. Sie schlich zum Tümpel hin und starrte lange auf das Wasser. Es war eine dieser Entendamen mit Flossenfüßen und Algenhaaren. Sie hatte große treuherzige Augen und nur eine geringe Aura. Nach längerem Zögern legte sie sich flach auf den Boden und tauchte mit dem Kopf unter. Angesichts des Wellenganges, der plötzlich in dem kleinen Gewässer entstand, nahm ich an, dass sie die Wasserherren wohl etwas auf Trab brachte.

    Ich riss heftig an den Ketten um meine Arme. Verflixt! Wieso konnte ich die Lage nicht ausnutzen? Irgendein geschickter Zauber, oder wenigstens eine klitzekleine Idee ...

    Aber ich kam ja mit den gebundenen Händen nicht an die Wasserkügelchen in meiner Tasche heran. Geschweige denn dass ich die irgendwie nutzbringend einsetzen könnte.

    Ein paar glänzende, von glatten Schuppen bedeckte Arme tauchten aus dem Wasser des Tümpels auf und schmiegten sich sanft um die Schultern des Entenmädchens.

    Ich wurde aufmerksam. Was war das denn – eine Unter-Wasser-Knutscherei? Neidvoll versuchte ich, mehr davon zu erhaschen, doch der entscheidende Part fand leider außerhalb meines Sichtfeldes statt. Endlich erschienen beide, in inniger Umarmung, wieder an der Wasseroberfläche. Der Wassermann hatte glänzende blaugrüne Haare, die fast wie Algen aussahen. Sein Gesicht war lang und sein Mund, mit grün schimmernden Lippen, wölbte sich vorn etwas vor. Das Mädchen machte sich von ihm los, zog sich ans Ufer zurück, sprang auf die Beine, blickte sich hektisch um – und dann fing sie plötzlich an zu weinen. Vielleicht weil der Typ inzwischen wieder untergetaucht war? Oder was war los...? Schluchzend wischte sie sich über die Augen, starrte zum Tümpel, dann in den Wald hinein, wohin ihre Kameradinnen fortgegangen waren, dann wieder zum Wasser. Ich sah ihr an: Sie überlegte hineinzuspringen. Aber etwas schien sie zu hindern.

    Ob sie mir helfen würde? Ich musste sie irgendwie auf meine Seite bekommen.

    „Er ist nett, oder?“, sagte ich laut zu ihr. „Ein echter Kavalier. Hat mir da unten auch geholfen, als ich in den Teich fiel.“

    Sie wirbelte herum und musterte mich so verwirrt, als hätte sie meine Anwesenheit in der Zwischenzeit schon komplett vergessen.

    „Nett?“, wiederholte sie in einem Tonfall, als hätte ich etwas Absurdes gesagt. „Quatsch! Ich glaube, er hat mich behext. Seitdem ich gestern länger mit ihm geredet hab, bin ich ganz durcheinander und muss ununterbrochen an ihn denken! Er hat verrückte Dinge gesagt. Er will mit mir leben, für immer – stell dir sowas vor!“

    „Du Glückliche“, seufzte ich. „Ich wünschte, der Mann, den ich liebe, hätte nur ansatzweise solche Ideen.“

    Sie fuhr zusammen.

    „Wie? Aber du weißt doch, was es eigentlich bedeutet. Er will mich versklaven!“

    Sie starrte mich mit lodernden Blicken an. Das schien ja mal ein sehr komisches Volk zu sein. Fieberhaft begann ich zu überlegen, worauf die eigentlich hinaus wollte und ob ich sie überreden könnte, meine Fesseln zu lösen. „Sklaverei“ schien ja irgendwie ein gutes Stichwort zu sein.

    „Wie sollte er das machen?“, fragte ich. „Er ist in dem Gewässer selber gefangen. Ich war drin; es hat keinen Ausgang. Ich würde ihn an deiner Stelle einfach freilassen und dann sehen, ob er sich danach noch für dich interessiert.“

    Und wo wir schon beim „Freilassen“ sind...

    Verflixt, wie sollte ich die Kurve kriegen?

    „Freilassen!“ Sie lachte nervös und legte hastig einen Finger auf den Mund. „Du spinnst wohl. Das wäre Gesetzesbruch.“

    „Dann seid wohl eher ihr die Sklavenhalter, oder?“, fragte ich und erschrak über meine eigene Kühnheit.

    „Still!“ Verzweifelt blickte sie sich wieder und wieder um. Aber es war niemand mehr in der direkten Nähe, der uns hören könnte. Nur sie und ich und die verflixten Ketten um meine Arme.

    „Wir sind keine Sklavenhalter!“, fuhr sie mich an. „Nur, weil es uns verboten ist, mit diesen Erzeugern zu reden oder weil die Generälin sie nicht freigeben will ... Weil ich mich nicht einfach mit ihm treffen kann, wie ich will, weil auf unerlaubtes Küssen die Todesstrafe steht...“

    Hups. Und ich hatte mich aufgeregt über die paar Gesetze, die mich in Aravenna immer so eingeengt hatten. Plötzlich kam es mir vor, als lebte ich in einem unglaublich freien Land.

    „Da wo ich herkomme, ist das nicht verboten“, erklärte ich, vorsichtshalber leise, falls hier auch schon ungehörige Worte unter Strafe standen. „Ich könnte dir den Weg dahin zeigen.“

    Sie zuckte zusammen.

    „Still! Du glaubst doch wohl nicht, ich will abhauen? Mit einem Erzeuger weglaufen? Du große Göttin...“ Wieder wurden ihre Augen feucht. Sie biss sich heftig auf die Lippen. „Gut, ich gebe zu, ich hab darüber schon nachgedacht. Ich gehöre doch nirgends hin. Niemand von meinen eigenen Leuten würde mich vermissen – eher im Gegenteil. Die hassen mich, ich bin so eine schreckliche Versagerin, hättest mal hören sollen, wie die Königin mich angebrüllt hat, als ich beim Kundschaften im Meer Angst bekam... Er dagegen! Oh, du hättest seine Worte hören sollen, er hat richtige ... wie soll ich das nennen ... Gefühle für mich!“

    Sie musterte mich misstrauisch. „Wohnst du wirklich da oben auf dem Eisgebirge? Und könntest du mir den Weg zeigen?“

    Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte. Meine eigenen Lügen von vorhin als falsch bezeichnen wäre nicht gerade schlau. Sie bekräftigen aber womöglich auch nicht, falls sie beabsichtigte mich zu fragen, wie man da hinauf kam. Falls das aber eine Möglichkeit zur Flucht war...?

    „Ja, ich wohne dort. Es ist ein wunderschönes und freies Land. Würde dir ganz bestimmt gefallen. Und ich helfe dir dahin zu gelangen, wenn du mich befreist!“

    Wieder zögerte sie.

    „Unsere Leute sagen, hinter dem Berg wäre das Nebelmeer. Stimmt das?“

    Beinahe hätte ich laut gelacht. Ach – das ominöse Nebelmeer, von dem auch meine Leute gedacht hatten, es müsste sich irgendwo dort befinden! Hatte es sowas mal gegeben? Warum war es verschwunden? Und wohin? Oder waren das Fantasien? Wie auch immer.

    Ich nickte eifrig. „Ja, genau, das Nebelmeer. Wir finden das genauso interessant wie ihr.“

    Ihre Augen weiteten sich und ich merkte, dass sie gerade versuchte, sich dieses Meer in den schönsten Farben vorzustellen.

    Mich begann das Gewissen zu zwicken. Sollte ich das wirklich machen, dieser Entenfrau Märchen zu erzählen, die sie in größte Schwierigkeiten bringen konnten? Aber wenn ich hier lebendig rauskommen wollte, hatte ich wohl keine Alternative.

    „Über den Eisberg kommt unser Heer nicht herüber“, überlegte sie. „Also wären wir sicher, wenn wir dorthin gelangen! Niemand könnte uns folgen! Du kannst mir doch den Weg zeigen, oder?“

    Sollte ich ihr sagen, dass ich keine Ahnung hatte? Nein. Es war besser, sie hielt mich für klüger als ich war. Deshalb sagte ich ausweichend: „Das machen wir lieber nicht. Eure Königin scheint mir entsetzlich mächtig zu sein und da will ich lieber keinen Ärger...“

    Sie unterbrach mich. „Falls du es noch nicht gemerkt hast, den Ärger hast du schon und die Königin wird dich ausquetschen bis ins Mark, notfalls erschlägt sie dich auch, wenn sie es für nötig hält, das kann ich dir versprechen.“

    Sie blickte sich furchtsam um. Noch waren nicht alle Hexen verschwunden, aber es sah danach aus, als wollten sogar die beiden anderen Wächterinnen ihren Dienst vernachlässigen und ihr nachreiten, denn auch diese sattelten nun ihre Pferde und brachen auf.

    „Ich erzähle dir meine Geschichte, damit du mich verstehst“, fuhr sie mit gedämpfter Stimme fort. „Mein Name ist Malaxes. Ich bin eigentlich gar keine ausgebildete Kriegerin, sondern als Novizin mitgekommen. Auf diesen Kriegszug habe ich mich nur anwerben lassen, weil ich mir eine Familie wünsche. Eine echte, eigene Familie, die zu mir hält und mich liebt – Falls sowas möglich ist. Verstehst du, ich bin ein Waisenkind. Meine Mutter, meine Tanten und alle meine Schwestern sind auf verschiedenen Kriegszügen gefallen, als ich noch ein Baby war und ich wuchs bei einer Waisenmutter auf. Die hatte fünf eigene Kinder. Und mich. Ich war allen nur lästig. Es gab kein Bett in diesem Haus für mich, ich schlief im Schuppen. Ich hatte auch keinen eigenen Stuhl am Küchentisch, sondern durfte erst essen, wenn die anderen schon aufgestanden waren. – Langweile ich dich?“

    Ich war wie elektrisiert. Diese Fremde, die mehr wie eine Ente als wie ein Mensch aussah – sie kam mir plötzlich enorm vertraut vor. Als wäre sie eine bisher unbekannte Zwillingsschwester. „Nein! Gar nicht! Ich weiß genau, wie du dich fühlst.“ Heftig atmend fragte ich: „Hattest du Angst vor den Ratten in dem Schuppen?“

    „Ratten?“ Sie verzog den Mund. „Nein, aber vor den Schlangen.“

    Da war tatsächlich noch eine Steigerung möglich. Ich nickte eifrig. „Okay! Ich helfe dir. Wenn ich kann.“

    „Wir können es schaffen!“ Sie klatschte freudig in die Hände und sah sich schnell zu allen Seiten um. „Sieh doch nur, was hier los ist. Niemand achtet auf uns.“

    Noch immer rannten einzelne Magierinnen dem allgemeinen Pulk hinterher und ich ahnte nicht, was sie eigentlich tun wollten. Ich spürte nur die Spannung, die in der Luft hing. Malaxes fummelte einen Schlüssel aus ihrer Hosentasche und schloss meine Ketten auf. Mit raschen Bewegungen ging sie auf einen Ständer zu, an dem hellblaue Umhänge hingen, wie sie die meisten dieser Frauen trugen, nahm einen herunter und hängte ihn mir um. Perfekte Tarnung – damit sah ich ungefähr so aus wie alle anderen hier. Dann winkte sie mir, ihr zu folgen. Ich atmete tief durch. Hey, ich war frei! Jetzt hatte ich eine Chance! ... und direkt vor meiner Nase standen noch immer die beiden sogenannten „Geschenke“ der Königin, die magische Murmel und das dämliche Duftwasser. Das unter Umständen unser Schlüssel war, mit dem wir den Königsring vom Felsen herunterschlagen könnten.

    Unwillkürlich stiegen mir Fantasien in den Kopf: Wie ich mit dem kleinen Fläschchen die Dämoenenfüße zu besprenkeln versuchte, unter denen sich der Ring versteckte. Wie die Geleewesen nach mir traten. Wie das Glas auf den Felsen und in meiner Ferse zerschlug und ich humpelnd davonrobbte...

    Aber egal. Ich schaffte es nicht, an den beiden Gegenständen einfach vorbeizugehen. Ein Griff, die Murmel verschwand in meiner Hosentasche und das kleine Fläschchen passte gerade so eben in die andere.

  • Hey Kirisha,


    okay, das kam unerwartet :D Dass Murissa dort tatsächlich eine Verbündete finden würde, hatte ich nicht für möglich hegalten. Aber die Geschichte mit der Liebschaft ist so herrlich naiv und märchenhaft, dass es irgendwie trotz der Absurdität ganz gut dahin passt. :rofl:


    Ein paar Anmerkungen packe ich noch in den Spoiler:



    LG,

    Rainbow