Meermädchen

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    • Nachdem ich lange überlegt habe, ob ich mein Projekt hier einstellen soll oder nicht, will ich es jetzt einfach mal wagen.
      Ich schreibe an dieser Geschichte schon sehr lange. Genauer gesagt habe ich sie schon dreimal komplett umgeschrieben. Und jetzt möchte ich gerne wissen, wie ihr sie findet und ob ich es noch besser machen kann.

      Ich habe mal versucht, einen Klappentext zu verfassen und ein Cover habe ich auch gebastelt (das ich leider nicht schaffe hochzuladen).
      Hier ist der Klappentext:


      Die Legende von Amazonia
      Band 1: Meermädchen
      Die Vagabundin Murissa gibt sich als zauberkundiges Meermädchen aus, um das Herz eines attraktiven Expeditionsführers zu gewinnen. In ihrem Eifer, seinen begehrten magischen Ring zu finden, kommt sie der mächtigen, männerhassenden Heerführerin Penthesilea, der Königin von Amazonia, in die Quere. Diese ist mit einer exotischen Armee auf ihren rituellen alljährigen Kriegszug ausgeritten – und betrachtet Wasserwesen als wertvolle Beute. Bald muss Murissa nicht nur um ihre Liebe, sondern auch um ihr Leben kämpfen ...

      Die Legende von Amazonia
      Band 1: Meermädchen
      Band 2: Kriegerkönigin
      Band 3: Zellenzauber
      Band 4: Traumtanz
      Band 5: Seelensturm
      Band 6: Dämonendesaster

      Wie klingt das? Ist es noch zu konfus? Zu viel/zu wenig Information? Hört es sich spannend an oder eher nicht? Fehlt etwas?
      Wird es deutlich, dass es in dieser Geschichte zwei Protagonistinnen gibt, die schüchterne und unbegabte Murissa und die mächtige Königin Penthesilea?
      Ich freue mich über jede Rückmeldung! Danke fürs Lesen. :)
    • Hey Kirisha,

      freut mich, dass wir mal wieder was von dir zu lesen bekommen. Also, ich bin auf jeden Fall dabei :)

      Meine Anmerkungen packe ich dir in den Spoiler:

      Spoiler anzeigen


      Zu deinem Klappentext: ich muss gestehen, dass er mich noch nicht so wirklich vom Hocker reißt. Aber ich weiß ja selber, wie schwierig es ist, so etwas zu erstellen und die Komplexität der Story in nur wenige Sätze zu packen. So richtig weiterhelfen kann man dir da wahrscheinlich auch nur, wenn man die gesamte Geschichte kennt oder sie zumindest ein bisschen besser greifen kann. Aber ich versuch`s mal:
      Ich bin über zwei Stellen gestolpert:

      Kirisha schrieb:

      In ihrem Eifer, seinen begehrten magischen Ring zu finden, kommt sie der mächtigen, männerhassenden Heerführerin Penthesilea, der Königin von Amazonia, in die Quere.
      Man fragt sich hier, ob es tatsächlich der magische Ring des Expeditionsführers ist, oder ob er nur beauftragt wurde, ihn zu beschaffen. Und warum kommt sie der Königin in die Quere? Ist sie ebenfalls hinter dem Ring her? Es wird nicht ganz deutlich, warum sie sich ausgerechnet als Wasserwesen ausgibt, um an der Expedition teilnehmen zu können....(ich glaube, mich noch blass daran erinnern zu können, weil du mir den Anfang ja mal vor langer Zeit zu lesen gegeben hast, aber ansonsten würde ich hier ziemlich im Dunkeln tappen)

      Kirisha schrieb:

      Diese ist mit einer exotischen Armee auf ihren rituellen alljährigen Kriegszug ausgeritten

      Das "ausgeritten" suggeriert mir irgendwie einen gemütlichen Sonntagsausflug, was aber gewiss von dir nicht so beabsichtigt war. Vielleicht besser "ausgezogen" ? :hmm: ich bin mir auch nicht sicher, ob das Wort "alljährig" korrekt ist. "Alljährlich" vielleicht? Interessant, dass sie offensichtlich jedes Jahr auf Kriegszug geht...also vielleicht doch vergleichbar mit einem Sonntagsausflug für sie? :rofl:


      Kirisha schrieb:

      Wird es deutlich, dass es in dieser Geschichte zwei Protagonistinnen gibt, die schüchterne und unbegabte Murissa und die mächtige Königin Penthesilea?
      Na ja, was ist denn mit dem attraktiven Expeditionsführer? Soll ihm nicht auch noch eine besondere Rolle zukommen? Zumindest klingt es ein wenig danach, oder irre ich mich?



      Also, von mir aus kann`s losgehen... her mit dem ersten Kapitel :D Ansonsten kann ich noch nicht so wahnsinnig viel sagen.

      LG,
      Rainbow
    • Fuer einen Klappentext ein bisschen zu viele Adjektive - ich denke Du willst hier eher den Plot skizzieren als die Stimmung einer Szene setzen.

      Ein paar Dinge find ich auch verwirrend formuliert

      Kirisha schrieb:

      In ihrem Eifer, seinen begehrten magischen Ring zu finden
      'den von ihm begehrten' ? Sucht die Expedition den Ring, oder nur er? Begehrt er einen Ring in seiner Eigenschaft als Expeditionsfuehrer (sperriges Wort, wuerde ich vermeiden) oder einfach so? Begehrt sie seinen Ring?

      Kirisha schrieb:

      Diese ist mit einer exotischen Armee auf ihren rituellen alljährigen Kriegszug ausgeritten
      Was stelle ich mir unter einer exotischen Armee vor?

      Dass Penthesilea eine Protagonistin ist, wird eher weniger klar - klingt eher als waere sie die Gegnerin (die jetzt nicht unbedingt persoenlich geschildert wird).
    • Hallo @Kirisha,

      ich hab mal deinen Klappentext gelesen. ^^
      Spoiler anzeigen

      Kirisha schrieb:

      Wie klingt das? Klingt nach einer interessanten Story.

      Ist es noch zu konfus? Nein, würd ich nicht sagen. Ist gut sortiert, knapp zusammengefasst.

      Zu viel/zu wenig Information? Ich würde mir zu dem Expeditionsführer noch ein, zwei Infos wünschen. Weiß er überhaupt von seiner Verehrerin? Unterstützt er sie in ihrem (Überlebens)kampf? Gerät er auch in den Fokus von Penthesilea, da du sie männerhassend gennant hast?

      Hört es sich spannend an oder eher nicht? Ja, da kann man sicher eine spannende Story draus spinnen.

      Fehlt etwas? Ich hab mich gefragt, wie sich jemand als zauberkundig ausgeben kann, wenn er es nicht ist. Das müsste doch beizeiten erkannt werden. Auch das Ziel des Kriegszuges ist nicht genannt. Und ich weiß nicht recht, was ich mir unter einer exotischen Armee vorstellen soll. :hmm:

      Wird es deutlich, dass es in dieser Geschichte zwei Protagonistinnen gibt, die schüchterne und unbegabte Murissa und die mächtige Königin Penthesilea? Dass Murissa schüchtern ist, geht aus dem Text nicht hervor. Aber die Protagonistin und die Antagonistin sind klar erkennbar. Wie gesagt, die Rolle des Expeditionsführers in dem Ganzen würde mich noch interessieren. Und sein Name. :D
      Warum klappt's nicht mit dem Cover? Wo ist das Problem?

      Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
      (Ricarda Huch)


      :cookie:

      ___________________
    • Ihr seid ja richtig cool. So schnell hätte ich gar nicht mit einer Antwort gerechnet.

      @Thorsten: Ich wollte gerne den Klappentext so kurz wie möglich haben. Aber wahrscheinlich sollte ich tatsächlich den Ring und die Armee etwas näher beschreiben.

      @Tariq: Danke. Du hast mich gerade echt ermuntert. Die Erklärung, warum Murissa sich als Zauberin ausgibt, hatte ich in meinem ersten Entwurf des Klappentextes drin, aber ich habe es wieder gestrichen, weil es dadurch gleich wieder zu lang geworden ist.
      Vielleicht versuche ich es jetzt aber doch mal mit einer längeren Version. Kürzen kann man dann ja immer noch.
    • Dann misch ich auch mal mit:

      Spoiler anzeigen

      Kirisha schrieb:

      Die Vagabundin Murissa gibt sich als zauberkundiges Meermädchen aus, um das Herz eines attraktiven Expeditionsführers zu gewinnen. In ihrem Eifer, seinen begehrten magischen Ring zu finden, kommt sie der mächtigen, männerhassenden Heerführerin Penthesilea, der Königin von Amazonia, in die Quere. Diese ist mit einer exotischen Armee auf ihren rituellen alljährigen Kriegszug ausgeritten – und betrachtet Wasserwesen als wertvolle Beute. Bald muss Murissa nicht nur um ihre Liebe, sondern auch um ihr Leben kämpfen ...
      Also. Angenehme Länge für einen Klappentext.

      Kirisha schrieb:

      Wie klingt das? Ist es noch zu konfus? Zu viel/zu wenig Information? Hört es sich spannend an oder eher nicht? Fehlt etwas?
      Wird es deutlich, dass es in dieser Geschichte zwei Protagonistinnen gibt, die schüchterne und unbegabte Murissa und die mächtige Königin Penthesilea?
      Wie klingt das? Man kann eine spannende, interessante Story draus spinnen. Die Grundidee ist gut.

      Ist es noch zu konfus? Nein, das passt. Es bleiben Fragen offen, wie das alles zusammenhängt und was da noch kommen wird, aber das gehört sich so.

      Zu viel/ zu wenig Information? Gut, das muss man abwägen. Ich für meinen Teil frage mich noch, wie Murissa denn überhaupt dazu gekommen ist, das alles zu tun, bzw. wieso sie das tut. Aber das is wohl was, das gehört eher in die Geschichte selbst. Aber vielleicht magst du ja einen kleinen Hint dazu einbauen. Kann mir vorstellen, dass das noch neugieriger machen könnte.

      Fehlt etwas? Mir ist jetzt nichts aufgefallen, was die Anderen nicht schon genannt haben.

      Wird deutlich, dass es zwei Protagonistinnen gibt? Mh, für mich kommt eher raus, dass Murissa und der Expeditionsführer eine aktive Rolle spielen. Weil die müssen sich ja irgendwo treffen, sich kennenlernen, sie muss von dem Ring erfahren, etc. Irgendwie finde ich, die Heerführerin (cooler Name, den die hat, btw) wirkt wie ne Nebenfigur, so wie du sie hier beschreibst. Aber das auch nur meine Meinung ^^ Wenn du das anders findest, okay. ^^

      Chaos sagt, Halvars dunkle Seite sei harmlos gegen mich...
















    • Hey @Rainbow, schön dass du mitmachst!
      hab ich wirklich "alljährig" geschrieben und es nicht gemerkt? <X

      Ja, leider habe ich auch irgendwie das Gefühl, dass der Klappentext noch nicht gut ist.
      Ich will nicht so gerne im Klappentext schon alles erklären. Ein wenig rätselhaft darf es ruhig sein, oder? Allerdings auch nicht zu nebulös. Man sollte sich schon einen roten Faden vorstellen können.
      ich versuche nochmal einen neuen Entwurf.
    • Hallo @Kirisha, cool das du auch mal was postest, und dann sogar noch High Fantasy.

      Also ich finde es ein bisschen zu kurz, ein paar Sätze mehr, dann würde es mir besser gefallen. Also nicht so viele, nur so zwei bis drei...

      Ansonsten hast du schon gut die Spannung aufgebaut und lieferst uns sehr interessante Informationen.


      Gerne mehr :thumbsup:


      Thorsten schrieb:

      Was stelle ich mir unter einer exotischen Armee vor?

      Wie @Thorsten bereits angemerkt hat, fände ich es besser, wenn du dazu noch ein paar Sachen sagen würdest.
      Ist die Armee stark? Groß? Unterschiedlich?


      Kirisha schrieb:

      Ich will nicht so gerne im Klappentext schon alles erklären.
      Klar willst du das nicht, damit man sich auch noch Fragen stellt, jedoch fände ich es hier angebracht.


      Mit freundlichen Grüßen, Kleiner Liki
    • Hallo BlueRosesInMyHeart und Kleiner Liki! Danke für eure Vorschläge, die mir jetzt schon klarer machen, wo ich noch feilen kann!
      Ich habe heute schon an dem Klappentext herumgebastelt, aber bis jetzt ist er nur ausgeufert, ohne besser zu klingen. Ich muss da nochmal drüber nachdenken.

      Morgen poste ich dann mal das 1. Kapitel.
    • Hallo Kirisha,

      dann versuche ich auch mal, meinen Senf dazuzugeben:
      Von der Länge her und von der Geschichte an sich, finde ich den Klappentext sehr gelungen. Zu viele Adjektive sind, finde ich, auch nicht vorhanden. Aber gut, ich mag Adjektive und benutze sie selbst viel zu oft, von daher...nunja.
      Ich hätte allerdings noch ein paar Anmerkungen:
      Du hast gefragt, ob es deutlich wird, dass es zwei Protagonistinnen gibt. Naja, ehrlich gesagt, hatte ich eher das Gefühl, die Königin sei der Bösewicht und keine zweite Hauptfigur. Das wird aus meiner Sicht nicht ganz deutlich. Dann noch was zu der Königin: Ich mag den Namen Penthesilea. Klingt so schön mythisch und eben...nunja...fantasymäßig. Allerdings würde ich den Namen im Klappentext nicht unbedingt erwähnen, da man ziemlich darüber stolpert und es eher abschreckend ist, wenn man gleich den zweiten Namen nicht aussprechen kann. Im Buch selber ist es dann ja nicht weiter schlimm, da liest man den Namen ja öfter und prägt ihn sich dann ein.
      Dann zu diesem Ring: Der Satz hat mich ehrlich gesagt etwas verwirrt. Erst ging es um die Liebe, und dann will sie auf einmal in erster Linie den Ring? Warum? Das muss man dann mehr erklären. Da das in einem Klappentext eher nicht möglich ist, würde ich das eher streichen. Es sei denn natürlich, der Ring ist DAS zentrale Dingen in der Story.
      Und dann noch zum letzten Satz. Er wirkt ein bisschen so, als könne man das unter ziemlich viele andere Bücher auch schreiben. Mach es da vielleicht etwas spezifischer. Hat der Ring etwas damit zu tun? Hat die Königin andere, dunklere Pläne, als den beiden Verliebten an den Kragen zu wollen?

      So, oh Gott, ich merk schon. Das klingt jetzt, als würde ich kein gutes Haar daran lassen. So ist es aber NICHT. Ich möchte nochmal sagen, dass mich der Text sehr neugierig auf die eigentliche Geschichte gemacht hat und mir der Stil ebenfalls gefällt. Naja, soweit man bei einem Klappentext von Stil sprechen kann.

      So, ich entschwinde wieder ins Bergwerk,
      Liebe Grüße
      Edelsteinzwerg
    • Neu

      Hallo und danke für deinen Kommentar, Edelsteinzwerg!
      Hm, ich hatte dir eigentlich schon eine Antwort gepostet und auch einen Prolog der Geschichte, aber das scheint irgendwo im Universums oder in den Untiefen des Internets verloren gegangen zu sein.

      Dann muss ich es wohl noch einmal schreiben.

      Edelsteinzwerg schrieb:

      Ich mag den Namen Penthesilea. Klingt so schön mythisch und eben...nunja...fantasymäßig.
      Danke. Ich hab den Namen übrigens geklaut aus einem verstaubten Drama von Heinrich v. Kleist und bin recht froh darüber, dass anscheinend niemand dieses Drama kennt. Aber ich fand auch gleich, dass er viel besser zu Fantasy als zu einer altmodischen griechischen Tragödie passt.

      Nochmal zu dem Ring, da hast du mich auf eine Idee gebracht. Eigentlich muss ich die Funktion des Ringes nicht im Klappentext erklären, sondern kann es dabei bewenden lassen, dass sie das Nebelmeer überqueren müssen, um den Ring zu finden. Dann erklärt es sich von allein, warum der Expeditionsführer eine Meerjungfrau für seine Ziele für nützlich hält.

      Wohin ist mein Prolog verschwunden? :/
      Ich poste ihn morgen nochmal.
    • Neu

      An sich mag ich Adjektive auch, aber in einem Klappentext würde ich sie dennoch sparsam einsetzen - auf keinen Fall ganz weglassen, aber gezielt einsetzen, um bestimmte Dinge hervorzuheben, sonst wird das überfüllt und lenkt vom Wesentlichen ab. Dass der Expeditionsführer attraktiv ist, ist z.B. nicht erwähnenswert, denn Murissa hätte sich ja wahrscheinlich nicht in ihn verguckt, wenn er's nicht wäre ;) Auch dass der Ring begehrt ist, ist klar, sonst würde er nicht gesucht werden - wichtig hingegen ist durchaus, dass er magisch ist, das "begehrt" lenkt davon also ab. Eine Königin, die auch noch ein Heer führt, muss man nicht mehr zwingend als "mächtig" charakterisieren. Ob "männerhassend" eine essentielle Eigenschaft hier ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich bin etwas über dieses Wort gestolpert, erstens weil es so lang ist und zweitens, weil ich mich natürlich gleich gefragt habe, ob der attraktive Expeditionsführer jetzt irgendwie um sein Leben bangen muss, nur wird davon dann nichts erwähnt. Die exotische Armee ist mir auch etwas aufgestossen. Und ich glaube, es ist an der Stelle nicht wirklich wichtig, dass die Armee jedes Jahr zu so einem Kriegszug aufbricht (wäre das möglicherweise eher sowas wie ein Raubzug?)

      Ach ja, und ich hab auch erst nicht verstanden, was genau Murissa da für wen macht (mein erster Gedanke war, sie geht ihm alleine einen Ring suchen, den er will), aber aufgrund deiner Erklärung verstehe ich es jetzt.

      Wie wär's, das ganze ein bisschen umzuformulieren (nur ein Vorschlag):

      Um das Herz eines Abenteurers für sich zu gewinnen, gibt die Vagabundin Murissa sich als ein zauberkundiges Meermädchen aus, und gemeinsam brechen die beiden auf eine Expedition auf, einen magischen Ring zu finden. Dabei gerät Murissa jedoch unvermittelt der Heerführerin und Königin von Amazonia in die Quere, die mit ihrer Armee auf einen rituellen Kriegszug ausgezogen ist – und Wasserwesen als wertvolle Beute betrachtet. Bald muss Murissa nicht nur um ihre Liebe, sondern auch um ihr Leben kämpfen.

      Vor "Armee" kann vielleicht noch ein Adjektiv, wenn es sich wirklich um eine besondere Armee handelt. Oder entsprechend "mit ihrer Armee von menschengrossen Tausendfüssern" (oder was auch immer da in den Krieg zieht) :D

      Den letzten Satz hab ich mal so gelassen. Klingt vielleicht etwas abgegriffen, passt aber hier. Ich würde, wenn ich das so lese, davon ausgehen, dass ich eine Liebesgeschichte vor mir habe, in der die Liebenden eine gehörige Portion Abenteuer (auf Leben und Tod) bekommen. Ich halte es auch für möglich - auch aufgrund deiner Anmerkung - dass der Expeditionsführer Murissa erst nur ausnutzen will, es ihr die Umstände aber möglich machen, sein Herz doch noch zu erobern, indem sie ihm z.B. das Leben rettet.
    • Neu

      Hey @Kirisha,
      Wurde ja schon ziemlich viel zu deinem Klappentext gesagt, deshalb bleibe ich bei meiner persönlichen Einschätzung: ;)

      Für meinen Teil ist der Klappentext so, wie du ihn von Anfang an hattest, ziemlich in Ordnung. Ich sehe das ein bisschen wie @BlueRosesInMyHeart. Viel erklärst du ja letztlich in deinen Geschichten und das, was einen Klappentext ausmachen sollte, ist ja schließlich die Fähigkeit, Interesse beim Leser zu wecken. Rätsel oder Ungereimtheiten sind da für mich erst Mal nichts schlimmes, da ich dadurch ja Interesse entwickle, wie du diese in deinem Werk auflöst ^^ Mein Interesse hast du jedenfalls auch schon mit diesem kleinen Abschnitt geweckt ;) :D

      LG Lehaidin
      "Es sind die kleinen Dinge. Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten."
      - Gandalf -


    • Neu

      Hey, danke liebe @Katharina. Dein Vorschlag für den Klappentext gefällt mir sehr gut. Deine Argumentation bezüglich der Adjektive auch. Ich dachte, ohne die Adjektive bekomme ich nicht alle relevanten Infos in einen kurzen Text. Aber du hast recht, es geht durchaus.

      Jetzt fange ich mal einfach mit der Geschichte an.

      _ _ _


      Prolog


      Lysa rannte.
      Alle rannten um ihr Leben. Rechts und links schossen Flammen aus Fenstern und Dachstühlen. Über den Gassen hing so dichter Qualm, dass Lysa kaum den Weg sehen konnte. Kanonendonner dröhnte dumpf über den Himmel und von der Stadtmauer her hörte sie den Lärm der Schlacht.
      „Wohin?“, kreischte neben ihr die junge Henja, die unter dem Gewicht ihres jüngsten Sohnes keuchte, den sie auf dem Arm trug.
      „Hier entlang!“, erklang irgendwo in dem heillosen Chaos aus hunderten von Flüchtigen die befehlsgewohnte Stimme eines Mannes. Eines Wachtsoldaten vielleicht. Lysa war zu erregt um zu überlegen, welches Haus, welchen Keller der Feind wohl nicht zerstören könnte. Wie alle anderen folgte sie der Stimme. Sie achtete nur darauf, ihre Töchter und Enkelkinder nicht aus den Augen zu verlieren. Genau das war aber schon passiert. Es waren zu viele und das Gedrängel zu stark, immer wieder wurde sie getreten oder geboxt und musste aufpassen nicht zu fallen. Verzweifelt versuchte sie, während sie rannte, aus den Haarschöpfen oder den Rufen um sie herum ihre Familie zu entdecken. Es kam ihr vor, als verteilten sich Lenja, Linka und Leska mit ihren Kindern in alle Himmelsrichtungen und sie würde alle verlieren. Ja, sie würde wohl auch alle ihre Freundinnen, ihre Bekannten, ihre Kusinen, Nachbarn – sie würde Dutzendweise, womöglich zu Hunderten, alle die verlieren, an denen ihr Herz hing! Und ihr Herz hing an allen Menschen dieser Stadt.
      Keuchend hastete sie vorwärts, wurde von der verzweifelten Menschenmenge regelrecht fortgerissen. Auch in den Nebengassen brannte es schon überall und der Feuergeruch biss in den Augen. Sie wusste: es gab keine Rettung. Die Feinde waren bereits in der Stadt und niemand könnte sie aufhalten. Schon gar nicht sie selbst- eine bereits ältere, nicht mehr gesunde und alleinstehende Frau, deren Mann vor zwei Sommern verstorben war. Mitten im Lauf fuhr sie mit der Hand über ihren Ehering. Das gab ihr Kraft. Denn Lysander war nicht ganz verschwunden. Wenn sie ihren Ring berührte, konnte sie seine Gegenwart fühlen. Sie war davon überzeugt, dass sein Geist immer noch bei ihr war. Er half ihr im Alltag, sie redete jeden Tag mit ihm.
      Aber das Unheil, das jetzt über sie hereinbrach, war zu groß. Zu schrecklich. Es war auch zu laut um sie herum. Zu viel Geschrei. Sie hörte seine Stimme nicht mehr.
      Plötzlich gab es einen Ruck und alle Flüchtenden wurden gleichzeitig gebremst. Lysa konnte nicht sehen, was ihren Lauf aufhielt, aber sie hörte laute Schreie: „Zurück! Der Weg ist versperrt! Ein Haus ist eingestürzt!“
      Zurück ging es jedoch auch nicht.
      Denn als Lysa sich jetzt umdrehte, sah sie über die gesamte Straßenbreite Soldaten in schwarzen Rüstungen und mit gezückten Schwertern auf sich zurennen. Ein einziger gellender Schrei aus hunderten Mündern hinter ihr zerschmetterte ihr fast die Ohren. Nur zwei Schritte neben ihr stand Lejangar, der Sohn ihrer Tochter Lenja und mit seinen vierzehn Jahren ihr ältester Enkelsohn.
      „Wir werden alle sterben – nicht?“, stammelte er und starrte sie aus großen Augen an.
      „Werden wir nicht“, gab sie vehement zurück, obwohl auch ihr beim Anblick der heranstürmenden Soldaten fast das Herz stehen blieb. Sie erhob ihre Hand mit dem Ehering. „Sieht du meinen Ring? Er hat große Macht. Riesengroße Macht. Ja, du könntest damit König werden, so viel Macht hat er.“
      Plötzlich wusste sie, was sie tun musste. Diese Worte hatte sie nicht selber ersonnen, Lysander, ihr geliebter Mann, hatte sie ihr zugeflüstert. Trotz des Lärmes um sie herum hatte sie ihn genau gehört. Das Band zwischen ihnen war durch seinen Tod nicht schwächer, sondern stärker geworden und es würde ihr heute eine Kraft geben, von der sie selber bis jetzt nicht gewusst hatte. Das spürte sie.
      Deshalb löste sie sich nun aus der erstarrten Menschenmenge um sich herum und ging mit festen Schritten den gepanzerten Soldaten entgegen. Diese wurden langsamer und einige fingen an zu lachen. Wahrscheinlich sah sie aus wie eine Verrückte.
      „Aus dem Weg, Hure, sonst bist du tot!“, brüllte der Anführer, ein riesiger breitschultriger Kerl mit einem vierfach gehörnten Helm.
      Seine Worte prallten an ihr ab. Sie sah ihn kaum, sie versuchte auch sein Schwert nicht zu sehen. Eine Mauer wollte sie sein. Eine riesige, dicke Mauer, welche die gesamte Straße absperrte und ihre Leute vor dem Feind abschirmen würde. Sie packte ihren Ehering fester und wisperte Lysander zu: „Hilf mir! Mach mich so stark wie eine Mauer!“
      Seine Antwort konnte sie nicht hören.
      Ein Pfeil jagte auf sie zu. Gedankenschnell wich sie ihm aus. Was jetzt? Sie konnte doch nicht weitergehen, mitten in das schwarze Verderben hinein, das ihr da vorne entgegengrinste?
      „Bleib hinter mir, Kind“, befahl sie dem jungen Lejangar. Sie erschrak vor der Härte in ihrer Stimme. So kannte sie sich nicht. Aber sie hatte keine andere Wahl.
      Sie musste weitergehen.
      „Nehmt euch in Acht“, schrie sie den Gehörnten entgegen. „Wenn ihr nicht gleich verschwindet, drehen wir den Spieß um und nehmen euch auf die Hörner!“
      Diesmal zischten drei Pfeile gleichzeitig auf sie zu und sie schaffte es nicht auszuweichen. Ein heftiger stechender Schmerz traf sie ins Knie. Einen zweiten fühlte sie unterhalb der Schulter. Sie packte ihren Ring mit aller Kraft. Ich werde nicht sterben, dachte sie und spannte ihren gesamten Körper an. Wenn sie genug innere Kraft hatte, wenn sie sich einfach weigerte zu sterben, dann könnte sie diesem Pack widerstehen. Sie klammerte sich an den Ring und an ihr Leben. Wieder und wieder durchbohrten sie an immer neuen Stellen grausame Stiche. Aber sie versuchte, sie nicht zu fühlen. Sie heftete ihre Blicke auf den Gehörnten und nichts anderes war wichtig, als sich an ihm festzuhalten. Er kam näher. Er rannte auf sie zu und erhob sein Schwert. Sie rührte sich nicht von der Stelle, das hätte sie ohnehin schon nicht mehr gekonnt. Aber sie fiel nicht, sondern blieb stehen. Eisern wie eine Mauer. Als das Schwert sie traf, spürte sie die schwarze, tödliche Vernichtung ihren Körper auslöschen. Sie hatte in ihm keinen Halt mehr und hätte fortfliegen müssen. Aber genau das durfte sie nicht zulassen. Wenn der Körper sie nicht hielt, dann vielleicht der Ring? Mühsam ringelte sie ihren Geist um ihn herum. Es wollte nicht gelingen, immer wieder drohte sie herauszuflutschen, weshalb sie sich ununterbrochen ringeln musste.
      Lysander war plötzlich neben ihr. Seine Seele war ebenso leicht wie ihre, sie flog wie eine Feder, aber als er sich nun mit ihrer verband, hatten sie gemeinsam genug Schwere, um sich in den Ring einhaken zu können. Und erst jetzt bekam Lysa auch wieder Zugriff auf ihren armen, misshandelten Körper. Bewegen konnte sie ihn nicht mehr, aber konnte sie ihn nicht in Stein verwandeln? In eine dichte, undurchdringbare Mauer? Langsam, unerbittlich, veränderte sie seine Struktur, bis zuerst ihre Füße, dann die Knie und die Hüfte zu hartem Material wurden...

      Der junge Lejangar war wie erstarrt. Er nahm das feindliche Heer kaum wahr, obwohl es nun mit scheppernden Rüstungen und siegesgewissen Kampfrufen auf ihn und die anderen Flüchtigen zu marschierte. Entsetzt und tief erschrocken beobachtete er die Verwandlung seiner Großmutter in eine große kristallene Kugel von ovaler Form. Ihre Gestalt verschwand darin, aber verschwunden war sie dennoch nicht. Denn er sah ihren Geist im Inneren der Kugel erstrahlen und seine Energie in alle Himmelsrichtungen werfen.
      Ihr Ring fiel auf die Erde.
      „Mit dem Ring könntest du König werden“, kamen ihm ihre Worte in den Sinn.
      Die Großmutter pflegte nicht sinnlos vor sich herzuplappern. Sie hatte ihm damit eine Botschaft geben wollen. Obwohl die Feinde dem kristallenen Felsen unerbittlich näher kamen, rannte er nun auf sie zu. Er musste diesen Ring als erster erreichen, auf keinen Fall durfte er dem Feind in die Hände fallen.
      Nun schossen sie auch auf ihn. Aber er konnte den Kristall als Schutz benutzen, der groß genug war, um ihn zu verdecken. Schon hatte er ihn erreicht, bückte sich und steckte den Ring auf seinen Finger.
      Ein Sturmwind erhob sich und umringte ihn. Mit einem Wink seiner Hand konnte er den Wind dirigieren und schob das feindliche Heer damit rückwärts. Er entfachte solche Kraft, dass ihnen die Waffen an den Körpern festklebten und sie nicht mehr damit attackieren konnte. Staunend schritt Lejangar vorwärts. Sein Herz fing mächtig an zu hammern, als er den leuchtenden Kristall erreichte. Wie viel Macht hatte er gewonnen? Könnte er die Großmutter wieder zum Leben erwecken? Zitternd berührte er ihre glänzende Außenfläche. Der Kristall begann zu surren und seine Leuchtkraft so zu verstärken, dass er strahlte wie eine Sonne. Mit einem weiteren Wink ließ Lejangar rechts und links des Kristalls Mauern entstehen, die den Weg verschlossen. Nun waren seine Leute geschützt.
      Seine Feinde wurden vorsichtiger und verlangsamten ihre Schritte. Einer schleuderte ihm ein Schwert entgegen. Es prallte etwa drei Schritt von Lejangar entfernt an einer unsichtbaren Schutzwand ab, die ihn umgab. Auch als nun weitere Attacken folgten – Feuerpfeile, Speere, Äxte – krachten alle Waffen an dieselbe unsichtbare Wand und schlidderten dann zu Boden. Lejangar brauchte sie nur aufzuheben. Sie zu benutzen war jedoch nicht notwendig.
      „Verschwindet und lasst euch hier nie wieder blicken!“, rief er den Kerlen entgegen und schleuderte ihnen mit einer Bewegung seines Ringes die nächste Windböe entgegen. Diese war bereits so kräftig, dass alle Krieger übereinander stürzten und die Flucht ergriffen. Lejangar verfolgte sie und jagte das gesamte Heer zu den Stadttoren hinaus.

      Als er zu seinen Leuten zurückkehrte, wurde er mit Jubel empfangen.
      „Es lebe Lejangar, unser neuer König!“, so begrüßten ihn die Bewohner der Stadt.
      Nur der Anblick der kristallenen Kugel stimmte ihn traurig, die noch immer energiegeladen und in strahlendem Licht an derselben Stelle an der Straßenkreuzung stand. Um sie herum war eine Wiese aus blühenden Blumen, gesäumt von Bäumen, entstanden. Erst als er seine Blicke in den Himmel erhob, begriff er, was geschehen war.
      Waren das nicht die gütigen Augen der Großmutter, die dort aus einer Wolke heraus lächelnd auf ihn herunterblickten, gemeinsam mit denen des Großvaters?
      „Lysa? Bist du es?“, rief er ungläubig.


      „Nicht mehr“, bekam er zur Antwort, „denn jetzt bin ich Lystrella, eure Göttin, die euch, meinen Kindern und meinem geliebten Volk ein glückliches und gesegnetes Leben bereiten möchte.“
    • Neu

      Hallo Kirisha,

      also zunächst muss ich mal direkt loswerden, dass mir der Prolog sehr gut gefällt :thumbsup: Ich weiß gar nicht, woher deine Bedenken rührten.
      Es sind nur ein paar Kleinigkeiten, die ich gerne ansprechen möchte. Ich packe sie mal in den Spoiler. Such dir raus, was davon du gebrauchen kannst.

      Spoiler anzeigen



      Kirisha schrieb:

      Verzweifelt versuchte sie, während sie rannte, aus den Haarschöpfen oder den Rufen um sie herum ihre Familie zu entdecken
      Ich würde den Satz wahrscheinlich umstellen: Während sie rannte, versuchte sie verzweifelt, aus den Haarschöpfen.....(klingt für meine Ohren irgendwie schöner-keine Ahnung warum)

      Kirisha schrieb:

      Es kam ihr vor, als verteilten sich Lenja, Linka und Leska mit ihren Kindern in alle Himmelsrichtungen und sie würde alle verlieren.
      Ich weiß nicht, ob es notwendig ist, die alle an der Stelle namentlich zu erwähnen...vor allem, wo die alle mit "L" anfangen :D Außerdem würde ich hinter Himmelsrichtungen eine Punkt machen. Sie würde sie alle verlieren! Das klingt irgendwie dramatischer...(nur so ne Idee)

      Kirisha schrieb:

      Ja, sie würde wohl auch alle ihre Freundinnen, ihre Bekannten, ihre Kusinen, Nachbarn – sie würde Dutzendweise, womöglich zu Hunderten, alle die verlieren, an denen ihr Herz hing!
      Der Satz ist mir irgendwie zu schräg. Geht das nicht vielleicht einfacher? Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich die überhaupt alle einzelnd aufzählen würde...Vielleicht einfach: So viele Menschen, die ihr am Herzen lagen, waren dem Tode geweiht....(?)

      Mir ist aufgeallen, dass du Lysa überhaupt nicht beschreibst, was ich ein bisschen schade finde. Zwar hatte ich auch so tolle einprägsame Bilder im Kopf, aber es würde sicher nicht schaden, da noch ein oder zwei Sätzchen einzubauen, damit man sich als Leser vorstellen kann, wie Lysa aussieht. Vielleicht hat sie lange braune Haare, die bereits mit grauen Strähnen durchzogen sind....die könnten ihr ganz wunderbar ins Gesicht wehen...und was hat sie überhaupt an? Vielleicht zerrt der Wind an ihrem Gewand oder sowas....Ich finde solche Einschübe immer ganz schön....muss aber nicht es funktioniert auch so ^^


      Kirisha schrieb:

      Sie erhob ihre Hand mit dem Ehering....Sie packte ihren Ehering fester und wisperte Lysander zu....Sie klammerte sich an den Ring...Wenn der Körper sie nicht hielt, dann vielleicht der Ring? Mühsam ringelte sie ihren Geist um ihn herum.....
      Ich weiß, der Ring ist hier zentrales Thema, aber das Bild, wie sie sich an den Ring klammert kommt mir hier ein bisschen häufig vor. Vielleicht kann man das an einer oder zwei Stellen anders beschreiben...vielleicht könnte man auch einmal "das magische Schmuckstück" schreiben, oder sowas. (nur so ne Idee)

      Ich finde übrigens, diese Tranformation und die Verbidnung mit ihrem verstorbenen Ehemann hast du super beschrieben. Ich konnte es mir richtig schön vorstellen. Voll MAGIC :D

      Tja, jetzt hat der Lejangar (wieder ein Name mit L :hmm: ) den Ring seiner Großmutter und wurde direkt als "König" ausgerufen? Geht das so einfach? Das klingt am Ende dann ein kleines bisschen unglaubwürdig...und die Augen der Oma, die aus den Wolken auf ihn herunterblicken, sind zwar einerseits ein schönes Bild, erinnern mich aber irgendwie an das Ende eines Märchens...ich hätte es vielleicht cooler gefunden, wenn ihn ein Luftzug streift und er noch einmal glaubt, die hauchdünne Gestalt seiner Großmutter zu sehen, die dann aber mit einem Lächeln auf den Lippen von einem Wind davongetragen wird...(ist aber sicher Geschmacksache und außerdem Herumgemäkel auf hohem Niveau ^^ )

      Alles in allem fand ich den Text sehr schön und ich möchte gerne mehr erfahren. Also, ...kann weitergehen :D



      LG,
      Rainbow
    • Neu

      Hallo @Kirisha
      Ich hab mal rein gelesen. Für mich war der Prolog eher nichts. Zu märchenhaft passieren hier Dinge einfach so.
      Ist aber Geschmacksache, denke ich. Ich hab mal dagelassen was mir aufgefallen ist.

      Spoiler anzeigen

      Lysa rannte.
      Alle rannten um ihr Leben. Rechts und links schossen Flammen aus Fenstern und Dachstühlen.
      Du meinst hier "von überallher schossen Flammen..." Warum "schiessen" die Flammen?


      Über den Gassen hing so dichter Qualm, dass Lysa kaum den Weg sehen konnte. Kanonendonner dröhnte dumpf über den Himmel und von der Stadtmauer her hörte sie den Lärm der Schlacht.
      Vorschlag: Dumpfer Kanonendonner schien den Himmel zu erfüllen...

      „Wohin?“, kreischte neben ihr die junge Henja, die unter dem Gewicht ihres jüngsten Sohnes keuchte, den sie auf dem Arm trug.
      „Hier entlang!“, erklang irgendwo in dem heillosen Chaos aus hunderten von Flüchtigen die befehlsgewohnte Stimme eines Mannes. Eines Wachtsoldaten vielleicht.
      Wachsoldat?

      Lysa war zu erregt um zu überlegen, welches Haus, welchen Keller der Feind wohl nicht zerstören könnte.
      Würde?

      Wie alle anderen folgte sie der Stimme. Sie achtete nur darauf, ihre Töchter und Enkelkinder nicht aus den Augen zu verlieren. Genau das war aber schon passiert. Es waren zu viele und das Gedrängel zu stark, immer wieder wurde sie getreten oder geboxt und musste aufpassen nicht zu fallen. Verzweifelt versuchte sie, während sie rannte, aus den Haarschöpfen oder den Rufen um sie herum ihre Familie zu entdecken. Es kam ihr vor, als verteilten sich Lenja, Linka und Leska mit ihren Kindern in alle Himmelsrichtungen und sie würde alle verlieren. Ja, sie würde wohl auch alle ihre Freundinnen, ihre Bekannten, ihre Kusinen, Nachbarn – sie würde Dutzendweise, womöglich zu Hunderten, alle die verlieren, an denen ihr Herz hing! Und ihr Herz hing an allen Menschen dieser Stadt.
      Komplizierter Satz. Könnte man vereinfachen.

      Keuchend hastete sie vorwärts, wurde von der verzweifelten Menschenmenge regelrecht fortgerissen. Auch in den Nebengassen brannte es schon überall und der Feuergeruch biss in den Augen.
      Geruch reizt die Nase. Rauch reizt die Augen.

      Sie wusste: es gab keine Rettung. Die Feinde waren bereits in der Stadt und niemand könnte sie aufhalten. Schon gar nicht sie selbst- eine bereits ältere, nicht mehr gesunde und alleinstehende Frau, deren Mann vor zwei Sommern verstorben war.
      ? Hier fehlt der Zusammenhang

      Mitten im Lauf fuhr sie mit der Hand über ihren Ehering. Das gab ihr Kraft. Denn Lysander war nicht ganz verschwunden. Wenn sie ihren Ring berührte, konnte sie seine Gegenwart fühlen. Sie war davon überzeugt, dass sein Geist immer noch bei ihr war. Er half ihr im Alltag, sie redete jeden Tag mit ihm.
      Aber das Unheil, das jetzt über sie hereinbrach, war zu groß. Zu schrecklich. Es war auch zu laut um sie herum. Zu viel Geschrei. Sie hörte seine Stimme nicht mehr.
      Plötzlich gab es einen Ruck und alle Flüchtenden wurden gleichzeitig gebremst. Lysa konnte nicht sehen, was ihren Lauf aufhielt, aber sie hörte laute Schreie: „Zurück! Der Weg ist versperrt! Ein Haus ist eingestürzt!“
      Zurück ging es jedoch auch nicht.
      Denn als Lysa sich jetzt umdrehte, sah sie über die gesamte Straßenbreite Soldaten in schwarzen Rüstungen und mit gezückten Schwertern auf sich zurennen. Ein einziger gellender Schrei aus hunderten Mündern hinter ihr zerschmetterte ihr fast die Ohren. Nur zwei Schritte neben ihr stand Lejangar, der Sohn ihrer Tochter Lenja und mit seinen vierzehn Jahren ihr ältester Enkelsohn.
      „Wir werden alle sterben – nicht?“, stammelte er und starrte sie aus großen Augen an.
      „Werden wir nicht“, gab sie vehement zurück, obwohl auch ihr beim Anblick der heranstürmenden Soldaten fast das Herz stehen blieb. Sie erhob ihre Hand mit dem Ehering. „Sieht du meinen Ring? Er hat große Macht. Riesengroße Macht. Ja, du könntest damit König werden, so viel Macht hat er.“
      Das ist für mich zu viel. Sie wartet bis zur äussersten Notlage und denkt jetzt erst an den Ring und gibt dann direkt die Info über die Möglichkeit König zu werden.

      Plötzlich wusste sie, was sie tun musste. Diese Worte hatte sie nicht selber ersonnen, Lysander, ihr geliebter Mann, hatte sie ihr zugeflüstert. Trotz des Lärmes um sie herum hatte sie ihn genau gehört. Das Band zwischen ihnen war durch seinen Tod nicht schwächer, sondern stärker geworden und es würde ihr heute eine Kraft geben, von der sie selber bis jetzt nicht gewusst hatte. Das spürte sie.
      Deshalb löste sie sich nun aus der erstarrten Menschenmenge um sich herum und ging mit festen Schritten den gepanzerten Soldaten entgegen. Diese wurden langsamer und einige fingen an zu lachen. Wahrscheinlich sah sie aus wie eine Verrückte.
      „Aus dem Weg, Hure, sonst bist du tot!“, brüllte der Anführer, ein riesiger breitschultriger Kerl mit einem vierfach gehörnten Helm.
      Seine Worte prallten an ihr ab. Sie sah ihn kaum, sie versuchte auch sein Schwert nicht zu sehen. Eine Mauer wollte sie sein. Eine riesige, dicke Mauer, welche die gesamte Straße absperrte und ihre Leute vor dem Feind abschirmen würde. Sie packte ihren Ehering fester und wisperte Lysander zu: „Hilf mir! Mach mich so stark wie eine Mauer!“
      Seine Antwort konnte sie nicht hören.
      Ein Pfeil jagte auf sie zu. Gedankenschnell wich sie ihm aus. Was jetzt? Sie konnte doch nicht weitergehen, mitten in das schwarze Verderben hinein, das ihr da vorne entgegengrinste?
      „Bleib hinter mir, Kind“, befahl sie dem jungen Lejangar. Sie erschrak vor der Härte in ihrer Stimme. So kannte sie sich nicht. Aber sie hatte keine andere Wahl.
      Sie musste weitergehen.
      „Nehmt euch in Acht“, schrie sie den Gehörnten entgegen. „Wenn ihr nicht gleich verschwindet, drehen wir den Spieß um und nehmen euch auf die Hörner!“

      Diesmal zischten drei Pfeile gleichzeitig auf sie zu und sie schaffte es nicht auszuweichen. Ein heftiger stechender Schmerz traf sie ins Knie. Einen zweiten fühlte sie unterhalb der Schulter. Sie packte ihren Ring mit aller Kraft. Ich werde nicht sterben, dachte sie und spannte ihren gesamten Körper an. Wenn sie genug innere Kraft hatte, wenn sie sich einfach weigerte zu sterben, dann könnte sie diesem Pack widerstehen. Sie klammerte sich an den Ring und an ihr Leben. Wieder und wieder durchbohrten sie an immer neuen Stellen grausame Stiche. Aber sie versuchte, sie nicht zu fühlen. Sie heftete ihre Blicke auf den Gehörnten und nichts anderes war wichtig, als sich an ihm festzuhalten. Er kam näher. Er rannte auf sie zu und erhob sein Schwert. Sie rührte sich nicht von der Stelle, das hätte sie ohnehin schon nicht mehr gekonnt. Aber sie fiel nicht, sondern blieb stehen. Eisern wie eine Mauer. Als das Schwert sie traf, spürte sie die schwarze, tödliche Vernichtung ihren Körper auslöschen.
      Was ist die schwarze tödliche Vernichtung? Gibt es eine "Vernichtung"?

      Sie hatte in ihm keinen Halt mehr und hätte fortfliegen müssen.
      Wohin? In den Tod?

      Aber genau das durfte sie nicht zulassen. Wenn der Körper sie nicht hielt, dann vielleicht der Ring? Mühsam ringelte sie ihren Geist um ihn herum. Es wollte nicht gelingen, immer wieder drohte sie herauszuflutschen, weshalb sie sich ununterbrochen ringeln musste.
      "Ringeln" finde ich sehr seltsam.
      Wikipedia sagt: Ringeln ist ein Fachbegriff aus der Vogelkunde und beschreibt die Methode, im Saft stehende Äste oder Stämme anzuhacken,

      Lysander war plötzlich neben ihr. Seine Seele war ebenso leicht wie ihre, sie flog wie eine Feder, aber als er sich nun mit ihrer verband, hatten sie gemeinsam genug Schwere, um sich in den Ring einhaken zu können. Und erst jetzt bekam Lysa auch wieder Zugriff auf ihren armen, misshandelten Körper. Bewegen konnte sie ihn nicht mehr, aber konnte sie ihn nicht in Stein verwandeln? In eine dichte, undurchdringbare Mauer? Langsam, unerbittlich, veränderte sie seine Struktur, bis zuerst ihre Füße, dann die Knie und die Hüfte zu hartem Material wurden...


      Der junge Lejangar war wie erstarrt. Er nahm das feindliche Heer kaum wahr, obwohl es nun mit scheppernden Rüstungen und siegesgewissen Kampfrufen auf ihn und die anderen Flüchtigen zu marschierte. Entsetzt und tief erschrocken beobachtete er die Verwandlung seiner Großmutter in eine große kristallene Kugel von ovaler Form. Ihre Gestalt verschwand darin, aber verschwunden war sie dennoch nicht. Denn er sah ihren Geist im Inneren der Kugel erstrahlen und seine Energie in alle Himmelsrichtungen werfen.
      Sehr seltsam. Oma wird zu einem Kristall.

      Ihr Ring fiel auf die Erde.
      „Mit dem Ring könntest du König werden“, kamen ihm ihre Worte in den Sinn.
      Die Großmutter pflegte nicht sinnlos vor sich herzuplappern. Sie hatte ihm damit eine Botschaft geben wollen. Obwohl die Feinde dem kristallenen Felsen unerbittlich näher kamen, rannte er nun auf sie zu. Er musste diesen Ring als erster erreichen, auf keinen Fall durfte er dem Feind in die Hände fallen.
      Nun schossen sie auch auf ihn. Aber er konnte den Kristall als Schutz benutzen, der groß genug war, um ihn zu verdecken. Schon hatte er ihn erreicht, bückte sich und steckte den Ring auf seinen Finger.
      Ein Sturmwind erhob sich und umringte ihn. Mit einem Wink seiner Hand konnte er den Wind dirigieren und schob das feindliche Heer damit rückwärts. Er entfachte solche Kraft, dass ihnen die Waffen an den Körpern festklebten und sie nicht mehr damit attackieren konnte. Staunend schritt Lejangar vorwärts. Sein Herz fing mächtig an zu hammern, als er den leuchtenden Kristall erreichte. Wie viel Macht hatte er gewonnen? Könnte er die Großmutter wieder zum Leben erwecken? Zitternd berührte er ihre glänzende Außenfläche. Der Kristall begann zu surren und seine Leuchtkraft so zu verstärken, dass er strahlte wie eine Sonne. Mit einem weiteren Wink ließ Lejangar rechts und links des Kristalls Mauern entstehen, die den Weg verschlossen. Nun waren seine Leute geschützt.
      Das kann er einfach so ohne Übung? Ist mir zu einfach. Ist aber wohl Geschmacksache.

      Seine Feinde wurden vorsichtiger und verlangsamten ihre Schritte.
      Nur "vorsichtiger"? Dann kennen sie Magie? Sonst wären sie doch schon gerannt wie der Teufel.

      Einer schleuderte ihm ein Schwert entgegen. Es prallte etwa drei Schritt von Lejangar entfernt an einer unsichtbaren Schutzwand ab, die ihn umgab. Auch als nun weitere Attacken folgten – Feuerpfeile, Speere, Äxte – krachten alle Waffen an dieselbe unsichtbare Wand und schlidderten dann zu Boden. Lejangar brauchte sie nur aufzuheben. Sie zu benutzen war jedoch nicht notwendig.
      „Verschwindet und lasst euch hier nie wieder blicken!“, rief er den Kerlen entgegen und schleuderte ihnen mit einer Bewegung seines Ringes die nächste Windböe entgegen. Diese war bereits so kräftig, dass alle Krieger übereinander stürzten und die Flucht ergriffen. Lejangar verfolgte sie und jagte das gesamte Heer zu den Stadttoren hinaus.


      Als er zu seinen Leuten zurückkehrte, wurde er mit Jubel empfangen.
      „Es lebe Lejangar, unser neuer König!“, so begrüßten ihn die Bewohner der Stadt.
      Das ging ja fix. Find ich nicht so plausibel. Was sagt denn der alte König? In anderen Geschichten hätte man ihn jetzt auf dem Marktplatz als Hexer verbrannt.

      Nur der Anblick der kristallenen Kugel stimmte ihn traurig, die noch immer energiegeladen und in strahlendem Licht an derselben Stelle an der Straßenkreuzung stand. Um sie herum war eine Wiese aus blühenden Blumen, gesäumt von Bäumen, entstanden. Erst als er seine Blicke in den Himmel erhob, begriff er, was geschehen war.
      Waren das nicht die gütigen Augen der Großmutter, die dort aus einer Wolke heraus lächelnd auf ihn herunterblickten, gemeinsam mit denen des Großvaters?
      Das ist jetzt eher so märchenhaft.

      „Lysa? Bist du es?“, rief er ungläubig.


      „Nicht mehr“, bekam er zur Antwort, „denn jetzt bin ich Lystrella, eure Göttin, die euch, meinen Kindern und meinem geliebten Volk ein glückliches und gesegnetes Leben bereiten möchte.“
      Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Von der Oma zur Göttin. Das ist zwar ein Prolog. Für mich geht es aber zu schnell. Ich begreife kaum was vor sich geht.
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
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      Danke schön @Rainbow und @Sensenbach!
      Ich bin mir bei diesem Prolog noch nicht sicher, ob ich ihn drinlasse oder doch streiche. Deshalb ist es sehr hilfreich für mich, es aus verschiedener Sichtweise zu betrachten.
      Auf jeden Fall sehe ich schon jetzt, dass ich da noch etwas überarbeiten muss, besonders gegen Ende.

      Rainbow schrieb:

      Ich weiß nicht, ob es notwendig ist, die alle an der Stelle namentlich zu erwähnen...vor allem, wo die alle mit "L" anfange
      Ich habe ihnen absichtlich ähnliche Namen gegeben. Ich dachte, ohne Namen bleiben sie eine gesichtslose Masse. Auf der anderen Seite würden drei individuelle Namen von Leuten, die nachher nicht wieder auftauchen, alle nur verwirren.


      Rainbow schrieb:

      .ich hätte es vielleicht cooler gefunden, wenn ihn ein Luftzug streift und er noch einmal glaubt, die hauchdünne Gestalt seiner Großmutter zu sehen, die dann aber mit einem Lächeln auf den Lippen von einem Wind davongetragen wird
      Das gefällt mir. Vielleicht sollte ich das tatsächlich etwas weniger märchenhaft gestalten.


      Sensenbach schrieb:

      Geruch reizt die Nase. Rauch reizt die Augen.
      Stimmt auch wieder.



      Sensenbach schrieb:

      Seine Feinde wurden vorsichtiger und verlangsamten ihre Schritte.
      Nur "vorsichtiger"? Dann kennen sie Magie? Sonst wären sie doch schon gerannt wie der Teufel.
      Das leuchtet mir auch ein.

      Sensenbach schrieb:

      Als er zu seinen Leuten zurückkehrte, wurde er mit Jubel empfangen.
      „Es lebe Lejangar, unser neuer König!“, so begrüßten ihn die Bewohner der Stadt.
      Das ging ja fix. Find ich nicht so plausibel. Was sagt denn der alte König? In anderen Geschichten hätte man ihn jetzt auf dem Marktplatz als Hexer verbrannt.
      Da bringst du mich etwas ins Grübeln. Tatsächlich wollte ich es kurz und drastisch halten und nicht alles so genau erklären, weil es ja "nur" der Prolog ist. Auf der anderen Seite verfehlt es natürlich das Ziel, wenn es für die Leser nicht mehr nachvollziehbar ist.
      Ich werde es nochmal korrigieren.
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      Kurze Rückmeldung von mir.
      Ich würde recht bald klar machen, wer da wer ist und zwar so, dass man nicht alle Namen aufzählen muss (solange sie nicht für Geschichte von Bedeutung sind). So musste ich jetzt hin und her lesen, um die Familienverhältnisse zu sondieren. Also vielleicht so:

      Kirisha schrieb:

      Lysa rannte.
      [...]
      „Wohin?“, kreischte neben ihr ihre erwachsene Tochter Henja, die unter dem Gewicht ihres jüngsten Sohnes keuchte, den sie auf dem Arm trug.
      [...] Es kam ihr vor, als verteilten sich ihre Töchter und deren Kinder in alle Himmelsrichtungen und sie würde alle verlieren.
      (EDIT meinerseits: mir ist erst später aufgefallen, dass Henja ja gar nicht ihre Tochter ist - fängt nicht mit L an - aber ich hoffe, es kommt trotzdem rüber, was ich meine ^^ Vielleicht kann man die Tatsache, dass Lysa schon älter ist trotzdem vielleicht im Text recht weit am Anfang irgendwo erwähnen. Normalerweise würde ich es als Attribut direkt dazuschreiben, wenn ich jemanden neu einführe, aber dann geht der schöne erste Satz, der nur aus zwei Wörtern besteht, kaputt, weil er seine Dynamik verliert...)

      Mich hat das eben etwas irritiert, dass es sich bei Lysa um eine alte Frau handelt, das ist mir erst bei den Enkelkindern klar geworden. Wenn das also sofort geklärt wird, ist es vielleicht nicht so verwirrend?! Ach ja, und je nachdem wie alt sie ist (und aussieht), würde ein feindlicher Soldat vielleicht nicht mehr als "Hure" bezeichnen, sondern vielleicht als "Hexe" oder sowas (falls das in deine Welt passt) - damit zeigst du auch noch mal, dass sie eben schon älter ist.

      Den Anfang mit dem Zauber, den Lysa wirkt, fand ich schon ziemlich gut, da hat man gemerkt, welche Anstrengung es sie kostet (auch wenn ich das Wort "flutschen" nicht mit ihrem Geist assoziieren würde :D ). Was ihr Enkel dann macht, fand ich dagegen eher so wie den Instant-Magier - der hebt einen Zauberring auf und plötzlich kann der alles, muss keine Energie kanalisieren üben und nichts. Ich weiss, vermutlich brauchst du das für die Geschichte eben so, damit er der Held ist, aber mich persönlich hat das ein wenig enttäuscht.

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      Hi Kirisha :)

      Aus der Diskussion um den Klappentext habe ich mich lieber rausgehalten, aber dein Prolog hat mir sehr gut gefallen! Lysa wird schnell überzeugend als Charakter eingeführt und trotzdem ist man direkt mittendrin. Allerdings habe ich auch erst gedacht, das sie eine Frau mittleren Alters ist und erst später kapiert, dass sie doch ein paar Jährchen älter zu sein scheint.

      An dem Punkt, wo es anfängt, ein bisschen märchenhaft zu werden, hat sich mein Hirn erst geweigert. Es passiert ein bisschen zu plötzlich und gefühlt vom einen Moment zum nächsten wandelt sich Lysa von der fürsorglichen, ängstlichen Großmutter zur...ja, was eigentlich genau Zu der Person, die plötzlich weiß, wie sie all ihre Gegner aufhalten kann. Denn erst schreibst du, dass sie Kraft aus ihrem Ehering schöpft, was vollkommen nachvollziehbar ist, aber dann ist es plötzlich ein super mächtiger Gegenstand. Es wirkt halt, als würde ihr all das in gerade diesem Moment klar werden und das wirkt auf mich etwas unrealistisch.
      Vielleicht kannst du es so abändern, dass sie von vornherein den Ring als etwas mächtiges betrachtet, damit der Leser direkt weiß, dass er es nicht nur mit einem Stück Metall zu tun hat.

      Das ist das einzige, was ich zu meckern hätte, ansonsten liest sich alles schön flüssig und schlüssig. Jetzt bin ich natürlich gespannt, wie es mit dem neuen König weitergeht :)

      Ich finds übrigens lustig, dass einer deiner Chars Lysander heißt. Der Bruder meiner Protagonistin heißt auch Lysander und als ich ihn erfunden habe (so mit 12, 13) war ich der festen Überzeugung, mir den Namen ausgedacht zu haben xD Irgendwann hab ich ihn dann mal gegoogelt, dann wars das mit dieser Illusion :rofl:
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      Hey @Kirisha

      Ein paar Worte von mir zu deinem Klapptext. Bitte beachte hierbei, dass es mein persönlicher Eindruck ist und meine persönlichen Präferenzen bei Büchern widerspiegelt. Also bitte nicht gleich rückwärts vom Hocker fallen, wenn ich etwas kritisches von mir gebe. :)

      Erster Eindruck: Der Fokus liegt auf einer Liebesbeziehung.
      Das habe ich mir direkt nach dem ersten Satz gedacht. Gut, in gewisser Weise wolltest du das damit wohl auch vermitteln. xD

      Überlegungen nach mehrmaligen Lesen: Extrem viele Infos.
      Diese paar Sätze wirken auf mich fast etwas überladen mit Schlagwörtern. Ich spreche da von Meermädchen, Expeditionsführer, begehrter Ring, exotische Armee, Wasserwesen.
      Das ist so viel auf einmal und ich kann mir zu keinen Punkt etwas zusammenfantasieren. Ich grüble im Kopf idR. immer etwas darüber, wie diese Geschichte verlaufen könnte und entscheide dann, ob sie mir gefallen könnte. Bei dir bin ich eigentlich fast erschlagen worden. Was sind Wasserwesen und Meermädchen und wie hängen die mit einer namenlosen Expedition zusammen? Männerhassende Frau (mit etwas kompliziert zu lesendem Namen)? Ist das wirklich relevant für eine Klapptext? In was für einer Welt spielt hier eigentlich alles?

      Was ich bevorzugen würde, wäre mehr Fokus auf deinen Prota und ihre Besonderheit sowie die Welt. Versteh mich nicht falsch, Liebesgeschichten gehören irgendwie zur Fantasy dazu (und verkaufen sich offenbar gut, wenn ich so in die Bücherregale der Shops schaue) aber ich denke, es sollte nicht der Fokus einer Fantasygeschichte sein. Fantasy sind fantastische Welten, Völker, Wesen, Fähigkeiten und ausgefallene Plot-Ideen. In einen Klapptext sollte das gepackt werden, was besonders an deiner Geschichte ist und damit Interesse wecken.

      Was ich jetzt bei dir konkret ändern würde:
      - männerfeindliche Frau mit komplizierten Namen weglassen
      - die exotische Armee könnte ein interessanter Aufhänger sein, evtl. vertiefen
      - den Prota in den Vordergrund stellen. Ihre Besonderheit darstellen. Was ist ein Meermädchen? Was hat sie zurückgelassen um auf Reisen zu gehen (könnte man evtl. als Aufhänger nutzen um kurz ihre Heimat bzw. die Wasserwesen anzuschneiden)
      - und falls es zu deiner Geschichte passt, das Thema mit der LIebesgeschichte in den Hintergrund rücken

      Angesprochen hat mich bei deiner Version jetzt Murissas Name den ich interessant finde, die Sache mit Meermädchen / Wasserwesen und die exotische Armee.
      Dadurch das es aber aktuell stark nach Liebesgeschichte klingt, wäre ich jetzt persönlich raus und würde das Buch zurücklegen. Ich steh nicht so darauf, wenn das im Vordergrund steht. Es kann in der Geschichte sein - ich habe ja selbst Beziehungen im meiner Geschichte - aber das Ziel des Buches ist ein anderes.

      Oh fast vergessen:
      Ich hätte jetzt anhand des Textes nicht darauf geschlossen, das es zwei Protas gibt, aber ich denke, dass muss dir ein Klapptext auch nicht vermitteln. Er muss dir das Buch erst mal generell schmackhaft machen. Ob dir die Erzählweise dann später gefällt, ist das nächste Thema. Ein Klapptext bringt einen dazu das Buch zu öffnen, dann gehts weiter.

      So, ich hoffe ich habe nichts vergessen... Bin schon wieder totmüde :dead: Irgendwann schaue ich mir auch mal noch den Prolog an, aber jetzt ruft das Bett. :)

      Gruß
      Rebirz
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ

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      To do... To do... To do, to do, to do, to do, to doooo, dododododo