The Running Living

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    • The Running Living

      Mein Vorwort :saint:
      Sooo... eine Highfantasy war in der Vorstellung angekündigt, also beginn ich natürlich mit einer aus Dark Fantasy :whistling:
      ich hab 3 Wochen dran geschrieben. Ich und mein BF wollen daraus eines Tages mal ein kleines Spiel machen (kostenlos) mit dem RPG Maker MV, ich glaub @Schreibfeder hat auch sowas schonmal gemacht, nur wahrscheinlich mit ner viel längeren Story :/
      Meine umfasst knapp 50 A4 Seiten bei OpenOffice und ist schon so gut wie fertig... ich futzel und doktore noch nebenher dran herum um möglichst das maximale rauszuholen xD aber das was nicht mehr verändert werden soll (jetzt) soweit wollt ich euch schonmal zeigen :saint: um zu schauen was ihr so von haltet :o
      allerdings muss man auch sagen, dass alles was ich schreibe und wie ich es schreibe im Spiel so gar nicht umgesetzt wird / werden kann, weil ich für die Story bei multiplen auswahlmöglichkeiten, die es geben soll, ganz einfach für den Char getroffen habe :evil: und die Story auch anpassen musste, damit sie auch irgendwie Sinn ergibt xD

      So. Dann zur Geschichte selbst sei gesagt, sie beinhaltet zwar Tags wie Zombies, ein wenig Romantik, weil es Zombies sind hab ich Horror mit reingenommen und es wurde am Ende ein ziemliches Drama. (Grammatik ftw) Es gibt aber keine Zombieapokalypse und sogesehen kein Liebespaar, dass sich vor einer Zombieherde retten muss... falls man jetzt wegen den Tags daran denkt. Sondern gaaanz anders. :P
      Das ganze spielt sich übrigens auf einer fiktiven Welt mit kleinen Planeten ab. Also nicht die Erde. Und schon gar nicht ihre Größe 8|
      (Edit) die Tags sind im Forum nicht zu sehen... das hab ich wohl verhunzt xD

      Zuletzt wollt ich noch sagen, dass die Geschichte rein zu eurer Unterhaltung dient... möge sie ihren Zweck erfüllen :whistling: und weil ich noch kein Gefühl hab wie viel man euch zumuten kann an Text, halte ich mich erstmal an die Vorgabe ca 3-4 A4 Seiten xD was jetzt im Entwurf ausreichend ausschaut, auch wenn ich nur allzu gern erst bei seite 7 den ersten cut setzen wollen würde ;(
      (Edit) Das Gedicht am Anfang und später stammt übrigens aus EAV - Die Geschichte (Songtext), ich hab das als Quelle vergessen anzugeben... es wurde leicht bearbeitet, aber im großen und ganzen fast 1:1 übernommen von mir.

      (Edit) Doch noch was xD, wenn euch stilistisch ect etwas auffällt, könnt ihr mir das gern schreiben! Auch wenn es nur als Grundlage für ein Spiel dienen soll, weswegfen mir wohl hier und da Fehler vergeben werden, versuche ich es formschön zu machen. Ich will an der Geschichte wachsen, damit auch die HighFantasy besser wird

      Okay, los gehts :thumbsup:



      The Running Living

      Marik stand in einer weißen Robe, die seinen Kopf mit einer Kapuze bedeckte, mitten im schwarzen Nichts:

      „ Geschichten gibt es viele, gar manches wird erzählt!
      Seit aber tausend Jahren, auf unsrer Welt.

      Die einen sind erlogen, die anderen nicht wahr!
      Am Haar herbei gezogen, das niemals dünner war.

      Doch die eine, die ich meine, die habe ich selbst erlebt!
      Sie fährt tief in die Gebeine, dass das Knochenmark erbebt.

      Viele Jahre, sind entschwunden, seit alles dies geschah!
      Ich trage noch heut die Wunden, aus dem Auge der Gefahr.

      Es ist eine Geschichte der ganz besonderen Art!
      So mancher würd' sich wünschen, sie bliebe ihm erspart.

      Ich musste sie erleben, es war meine Pflicht!
      Ich könnt' noch heut erbeben, doch ich tu es nicht.

      Und wie jede gute Story, beginnt sie am Beginn!
      Nicht etwa am Ende oder mitten drin.

      Ich hätte… es ahnen müssen, mir zittern heute noch die Knie, denk ich daran!
      Wie dem auch sei, Ihr sollt sie wissen, darum erzähl ich sie von Anfang an.”

      Marik und zwölf weitere Mitschüler seiner 10. Klasse warteten vor dem weißen Schulgebäude mit orangefarbenen Dach. Das Gelände war großzügig angelegt. Das Haupthaus war zwei- bis dreigeschossig. Zu zwei Turnhallen gehörte eine Sportanlage mit Fußballplatz.
      Es war Frühling und ein kalter, dafür wolkenloser Tag.
      Die Stadtluft stank nach Abgas und stimmte ihn und sein Herz der Natur unzufrieden. Er mochte sie nicht. Weder die Stadt noch die Luft hier. Da halfen die paar Bäumchen und Blümchen, die das Stadtbild und die Luft verbessern und verschönern sollten auch nicht wirklich weiter. Zumal die Frühblüher zum Ärgernis der Allergiker beretis ihre Pollen auswarfen.
      Es ist seltsam, dachte Marik, der Frühling hat für jeden Menschen einen ganz eigenen Geruch parat. Für die einen ist es der besonders süße Duft der Hyazinthen, die etwa zur gleichen Zeit ihre Blüten entfalteten wie Narzissen und Tulpen. Doch so schön die Hyazinthe auch aussehen mochten, so intensiv ihr Duft war – nicht jeder empfindet ihren Geruch als Frühlingsbotschaft. Es kommt nämlich sehr darauf an, welche persönlichen Erinnerungen mit dem jeweiligen Duft verbunden waren.
      Doch obwohl so viele Frühblüher sich bereits im Tageslicht sonnten, für ihn stank es einfach nur nach Benzin.

      Marik erinnerte sich in solchen Momenten gern an die Zeit bei seinen Großeltern, bei denen er die letzten Jahre immer die Sommerferien verbracht hatte. Sie hatten einen schönen großen Garten, mit Kirschbäumen, Apfelbäumen, Rosen- und Gemüsebeet. Seine Großmutter verstand es dutzende verschiedene Blumen zu kultivieren. Außerdem gab es in der Nähe ein kleines Wäldchen mit Spielplatz, den er nur allzu gern besuchte. So entstand sein Herz für die Natur. Dort roch es immer frisch. Doch hier in der Stadt?
      Die einzig klare Luft war, wenn Nachts keine Autos mehr fuhren.
      Wie dem auch sei, Wandertag war angesagt. Darauf hatte er keine Lust, wie zwanzig fehlende Schüler ebenfalls. Seine Eltern ließen krank spielen nicht zu und schickten ihn trotz 65 Grad Fieber zur Schule. Vielleicht hätte er etwas anderes als eine alte Glühbirne benutzen sollen… doch der Überfall seiner Mutter mit dem Fiebermesser kam zu plötzlich. Daher ärgerte er sich den ganzen Schulweg hinweg über sich selbst. Und die schlechte Laune baute sich noch weiter auf, als er in die Gesichter der Klassenkameraden sah. Unter ihnen war nicht einer seiner wenigen, doch engen Freunde. Stattdessen waren es allesamt nur Bekannte, die er nicht kennen wollte. Zumal es in der Klasse ein starkes Problem mit der Grüppchenbildung gab. Doch Marik unterstützte das System, dass jede Gruppe aus 4-8 Schülern bestand und nie zusammen mit den anderen etwas unternahm. Und schon gar nicht mit ihnen abgab. So konnte man sich immer mit den Richtigen über diverse Gespächsthemen austauschen und hatte nie Probleme damit, bei jemanden Langeweile aufzurufen oder sauer aufzustoßen. Kam es doch einmal zum Kontakt zwischen den Grüppchen, erzwungen durch Lehrerexperimente wie Gruppenarbeit, wurde argwöhnisch einander betrachtet und abgetastet, was man ansprechen konnte und was eben nicht. Meistens schwieg man sich allerdings an, besonders wenn Mädchen mit bei waren und sprach nur einander ab, wenn es wirklich nicht mehr anders möglich war.
      Und da war also Marik, als einziger seiner eigenen Clique vertreten.
      Na das wird ja ein toller Wandertag werden, dachte er sich ironisch.

      Frau Klarhilfa tauchte zusammen mit Herrn Hoffmann zwischen der Doppeltür der Schule auf. Sie liefen durch den Hof aus gelblichen Pflastersteinen und gesellten sich zum Rest der kleinen Gruppe.
      Die Wolkendecke zog sich mit ihren Erscheinen schlagartig zu und es begann leicht zu nieseln. Der plötzliche Regenfall förderte modrige, erdige Gerüche von verfaulenden Resten der Stadt zu Tage und ließen Mariks Abneigung gegen sie noch weiter steigen. Außerdem fröstelte es jeden, nur Frau Klarhilfa war hart im nehmen.
      Sie trug wie immer eine blaue Jeans und ein weißes Hemd ohne Ärmel. Daran gab es sicher nichts auszusetzen, nur wenn sie beim Schreiben an der Tafel die Arme hob schauten immer dicke, graue Büsche hervor. Davon abgesehen, hatte sie haselnussbraunes, kurzes Haar und eine schlanke Figur. Sie verriet ihr Alter nicht, aber sie sah jünger als, als sie tatsächlich war.
      Herr Hoffmann hingegen war dick, mit breiten, grauen Rauschebart und trug als einziger Lehrer immer einen schwarzen Anzug. Egal ob es stürmte, schneite oder Hochsommer war. Die Schweißflecken im Sommer waren immer witzig für die Schüler. Zudem hatte er eine sehr ruppige Art an sich. Er beleidigte, piesackte und diskriminierte Schüler wann immer er nur konnte. Am liebsten Frauen. Und trotzdem wurde er von fast allen als cool empfunden, nur Marik nicht und zum beliebtesten Lehrer der Schule gewählt. Marik verstand diesen Umstand beim besten Willen einfach nicht. Wie konnte ein Mann in der heutigen Zeit mit einem so verkorksten Frauenbild überhaupt Lehrer sein? Doch wann immer er über Herrn Hoffmann und seine merkwürdigen Eigenarten nachdachte, schüttelte er nur verständnislos seinen Kopf. Nichts anderes blieb ihm da übrig.
      Frau Klarhilfa war ein starker Gegensatz zu ihm. Sie war immer hilfsbereit und freundlich. Stark parfümiert und roch nach Vanille oder Kokosnuss. Sie wusste in den meisten Situationen aufmunternde Worte und war auf der Rangliste Platz 5. Kein schlechter Tag konnte an ihrem Gemüt etwas ändern, denn sie liebte Kinder einfach und das spürte man bei ihr, weil sie stets fürsorglich mit ihnen umging. Nur selten sprach sie Ermahnungen aus, das überließ sie immer schön dem zweiten Klassenlehrer Herrn Hoffmann, der besonders in Mariks Klasse nötig war, weil gerade seine Klasse als Problemklasse bekannt war. Die Schüler waren laut, frech und undiszipliniert. Das galt natürlich nicht für Marik.
      Außerdem war Frau Klarhilfa Mariks Vertrauenslehrerin. Er konnte ihr alles sagen, was ihm auf dem Herzen lag.
      Herr Hoffmann, in seiner üblichen Art und Weise, polterte drauf los: „ Wusst ichs doch, dass keines dieser Drecksbälger kommen wird.“
      Marik widersprach: „ Also ich bin da und kein Balg!“
      Herr Hoffmann donnerte: „ CORDANS! DU WARST NICHT GEMEINT!“
      Er war übrigens auch der einzige Lehrer der alle Schüler mit Nachnamen ansprach.
      Eine lauthalse Diskussion mit Herrn Hoffmann darüber zu führen, andere nicht als Drecksbälger zu bezeichnen, brachte nichts. Das wusste Marik, das wusste Frau Klarhilfa. Daher ließen beide das Thema wieder fallen oder sprachen es erst gar nicht an.
      Seine Lehrerin ging in ihrer Präsenz neben Herrn Hoffmann wie immer unter und wirkte ganz kleinen neben ihm, obwohl beide auf gleicher Höhe waren. Das einzige auffällige an ihr, außer die unrasierten Achseln, war die kleine, schwarze Handtasche, die sie immer bei sich trug. Selbst im Unterricht. Immer hing sie über ihrem Arm und hinterließ an ihr einen ledrigen Geruch gemischt mit ihrem Tagesparfüm. Wer weiß was sie darin aufbewahrte, dass ihr so wichtig war?
      Das machte sie geradezu geheimnisvoll! Und wenn jemand sie darauf ansprach, wich sie gekonnt dem Thema aus und lenkte auf etwas anderes.
      Ein weiterer Schüler tauchte in der Ferne auf.
      Alle schauten ihm zu, wie der kleine rotschöpfige Dickwanst mit Sommersprossen im Gesicht jede der drei Straßen auf seinem Weg bei roter Ampel überquerte. Ein auf lässig und cool wollte er machen. Der Schuss ging wie immer nach hinten bei ihm los. Er war der geborene Publikumsmagnet, im negativen Sinne. Er war tollpatschig, dumm, stank die meiste Zeit nach Schweiß und hatte keine Freunde.
      Marik hatte schon oft mit der Geduld bei ihm zu kämpfen, war er einer der wenigen, die sich überhaupt in seine Nähe setzten. Einerseits tat es Marik im tiefsten Herzen weh zu sehen wie der arme Junge unter der unfairen Behandlung der anderen Schüler litt, andererseits tat Marik nichts dagegen. Nicht mehr. Oft genug hatte er ihm helfen wollen, stets wurde seine Hilfe mit Füßen getreten. Bekam von ihm einen abfälligen Spruch zu hören.
      Die Lehrerin hielt die Luft an, als der junge Mann die Gruppe erreichte. Sie war drauf und dran ihm eine sanfte Predigt zu halten, doch Herr Hoffmann ergriff als Erster das Wort: „ Ross.“
      Er grinste Ross gleich breit an und sagte in einem unnatürlich freundlichen Ton: „ Mein Lieblingsschüler.“
      Purer Sarkasmus. Er hasste ihn und das ließ er ihn in jeder Unterrichtsstunde auch spüren, die er mit ihm hatte. Nicht selten demütigte er ihn und selbst diese kurze Begrüßung ließ wieder Mal ein weiteres Lächeln über die Lippen aller Anwesenden fahren, außer natürlich Frau Klarhilfa und Marik, die kein Verständnis dafür hatten. Jeder wusste dass dieser Schüler selbst von Lehrern gemobbt wurde, doch keiner Tat etwas. Frau Klarhilfa sagte einmal: „ Schaut nicht weg, das hilft ihm ungemein.“
      Doch keiner schaute weg, alle fanden es lustig, wenn er öffentlich wegen seiner Blödheit zur Schau gestellt wurde. Das zeigten sie indem sie ihn laut auslachten und noch Wochen später über seine dümmlichen Worte oder Aktionen lästerten.
      Nur ein einziges Mal konnte Marik Ross helfen. Er wurde nach dem Sportunterricht in der Umkleide von zwei Schulrowdys erpresst Geld zu beschaffen, sonst würden sie ihm einen Finger nach dem anderen abschneiden.
      Marik war es, der das seiner Vertrauenslehrerin Frau Klarhilfa meldete. Nicht sofort, erst am Nachmittag, als er sie alleine antraf… musste er doch das für und wider stark abwägen und welche Risiken bestanden, wenn er die beiden Erpresser meldete. Angst hatte er gehabt. Wollte mit der Sprache erst nicht richtig rausrücken. Es erforderte wirklich viel Mut gerade diese beiden Erpresser zu melden, waren es die schlimmsten unter den vielen, die es an seiner Schule gab. Aber letztlich nahm er alles von sich zusammen, schluckte den Frosch in seinem Hals runter und meldete sie. Und auch Frau Klarhilfa war erschrocken, dass gerade sowas an dieser Schule passieren würde! Doch wenn Sie wüsste... das war Alltag an Mariks Schule. Oberflächlich war eine saubere, gute Schule. Doch unter der Oberfläche brodelte es: Erpressung, Schlägereien, Ziggarettenhandel, Mobbing. Nur gab es niemanden, außer Marik, der solch einen Zwischenfall auch jemals gemeldet hatte.
      Und ein Danke oder dergleichen hatte er nie erhalten. Marik hatte darauf bestanden, dass sein Name nicht fallen durfte.
      Dennoch meldete Marik sich den nächsten Tag aus Furcht vor dem was passieren könnte krank. Leider wurde ihm das sogar fast zum Verhängnis. Die beiden Erpresser wurden für unbestimmte Zeit suspendiert, nachdem man weitere Zeugen befragt hatte.
      Doch auch wenn der Junge es nach wie vor schwer hatte, machen oder sagen konnte Frau Klarhilfa nichts gegen ihren Kollegen. Hatte er doch nur wenige Worte gesagt und wie sie zu deuten waren, war jedem selbst überlassen. Dafür war Herr Hoffmann auch einfach zu beliebt, obwohl er, milde gesagt, ein Arsch war. Das coole an ihm war jedoch wiederum dass man ihm das sogar ins Gesicht sagen konnte. Man bekam zwar einen Hinterntritt, keine Metapher, aber beide lachten dann herzlich.
      Ein weißer Bus stieß seine unliebsamen Abgase in die Welt hinaus und fuhr vor. Er hielt auf dem Parkplatz vor der Schule. Diese Dreckschleuder war für die Klasse bestimmt.
      Frau Klarhilfa und Herr Hoffmann warteten bis alle eingestiegen waren, schauten abwechselnd auf ihre Armbanduhr und gaben dem Busfahrer ein Signal loszufahren. Es würde niemand mehr kommen. Entweder wurde telefonisch abgesagt oder man hatte eh die Hoffnung für den Rest schon aufgegeben.
      Mariks Blick schweifte im Bus umher. Er versuchte so gut es ging den Aas ähnlichen Geruch des Busses zu ignorieren. Dabei sein Blick fiel auf eine Karte, die an der Buswand hing. Im Norden und Süden das Meer, die Stadt erstreckte sich von Nordwest bis Südwest, während es zum Osten hin immer karger und wilder von der Natur her wurde: „ Hm.“
      In seinen Gedanken drehte er die Karte auf den Kopf und wandte seine Worte an seine Mitschüler: „ Ist euch schon mal aufgefallen, dass unsere Stadt wie eine Person aussieht?“
      Doch keiner beachtete ihn. Marik hatte auch, wie bereits erwähnt, nicht gerade viele, dafür sehr enge Freunde.
      Er zuckte mit den Schultern, wenn er ihnen egal war, dann waren sie ihm eben auch egal. So wie es immr war, in seiner Klasse. Es würde eine langweilige Fahrt für ihn werden. Und warf seinen Blick nun doch aus dem Fenster.

      Dieser Beitrag wurde bereits 14 mal editiert, zuletzt von Kramurx ()

    • Hey Kramurx,

      ich habe mir mal deinen Anfang angeschaut und jetzt versuche ich gerade meine Gedanken zu sortieren :) ... ich packe dir mal in den Spoiler, was mir so durch den Kopf gegangen ist:

      Spoiler anzeigen


      Zu Beginn muss ich direkt sagen, dass ich absolut keine Ahnung habe, was PC Games betrifft. Ich habe einfach nie die Leidenschaft für`s Zocken entwickeln können. Insofern kannst du leider, was dieses Thema betrifft, nicht auf mich zählen. Ich nehme mir deine Geschichte also wirklich ausschließlich als Geschichte vor ^^

      Zum Anfang in Gedichtsform: Es ist ja Marik, der diesen Reim spricht und der die Geschichte offensichtlich selbst erlebt hat, die er jetzt erzählen möchte. Das nimmt insofern schon mal ein bisschen die Spannung, weil man direkt zu Beginn erfährt, dass IHM schon mal nichts zustoßen wird.
      Von dieser Reimform würde ich persönlich wahrscheinlich eher absehen, weil sie auf mich eher verwirrend wirkt. Ich weiß nicht, ob du das als Intro irgendwie brauchst (vielleicht ist das bei PC-Spielen ja irgendwie ganz cool am Anfang?) ... aber ansonsten, im Rahmen einer normalen Geschichte finde ich es nicht so gut. Das ist aber nur MEINE Meinung, vielleicht ist das auch ganz einfach Geschmacksache)


      Kramurx schrieb:

      Marik und zwölf weitere Mitschüler seiner 10. Klasse warteten vor dem weißen Schuldgebäude mit orangefarbenen Dach
      Du meintest sicher Schulgebäude :)

      Kramurx schrieb:

      Das Hauptgebäude war zwei- bis dreigeschossig. Zu zwei Turnhallengebäuden gehörte eine Sportanlage mit Fußballplatz, Tartanbahn und Nebensportanlagen.
      Auch, wenn es nicht immer einfach ist, solltest du versuchen, solche Wortwiederholungen zu vermeiden, weil sie sich meist komisch lesen in einem Satz. Du könntest zum Beispiel schreiben:

      Das Haupthaus war zwei-bis dreigeschossig. Zu den beiden Turnhallen gehörte eine Sportanlage mit Fußballplatz sowie Tartanbahn. (ich denke, auf die Nebensportanlage kannst du vielleicht verzichten)

      Kramurx schrieb:

      Es war Frühling und ein kalter, dafür wolkenloser Tag.

      Später werde ich mich fragen, warum die Lehrerin mit einem ärmellosen Shirt ohne Jacke da aufkreuzt. Da du aber so viel Wert auf dieses Detail gelegt hast, ebenso, wie auf die wuchernden Achselhaare bin ich mir sicher, dass da noch irgendwas kommen wird. Ansonsten wäre das nämlich irgendwie merkwürdig.

      Kramurx schrieb:

      Seine Eltern ließen krank spielen nicht zu und schickten ihn trotz 65 Grad Fieber zur Schule. Vielleicht hätte er etwas anderes als eine alte Glühbirne benutzen sollen… doch der Überfall seiner Mutter mit dem Fiebermesser kam zu pötzlich.

      Die Sache mit der Glühbirne finde ich ganz witzig :thumbsup: Aber das Wort Fiebermesser klingt in Verbindung mit einem "Überfall" etwas zweideutig :rofl: Vielleicht Fieberthermometer ?

      Kramurx schrieb:

      Frau Klarhilfa tauchte zusammen mit Herrn Hoffmann zwischen der Doppeltür der Schule auf, liefen durch den Hof aus gelblichen Pflastersteinen und gesellten sich zum Rest der kleinen Gruppe.

      Ich würde hinter "auf"einen Punkt machen und dann forfahren: Sie liefen durch den Hof....

      Kramurx schrieb:

      Die Wolkendecke zog sich mit ihren Erscheinen schlagartig zu und es begann zu nieseln.
      Seeeehhhhr komisch :hmm: Eben war es doch noch wolkenfrei....würde man so etwas nicht äußerst merkwürdig finden?


      Kramurx schrieb:

      Er beleidigte, piesackte und diskriminierte Schüler wann immer er nur konnte. Am liebsten Frauen. Und trotzdem wurde er von allen als cool empfunden und zum beliebtesten Lehrer der Schule gewählt.
      Ich frage mich warum das so ist. Das passt hier für mich überhaupt nicht zusammen...


      Kramurx schrieb:

      Nur selten sprach sie Ermahnungen aus, das überließ sie immer schön dem Klassenlehrer Herrn Hoffmann.
      Hier war ich irritiert, denn du bezeichnest sie beide ja als Klassenlehrer. Teilen sich die beiden die Klassenleitung oder sind das Parallelklassen? Das wird hier nicht deutlich, bzw. verwirrt beim Lesen.


      Kramurx schrieb:

      Dieser, in seiner üblichen Art und Weise, polterte drauf los: „ Wusst ichs doch, dass keiner dieser Drecksbälger kommen wird.“
      keines (würde ich sagen)....ganz schön krass dieser Spruch von ihm :hmm: Wieso nehmen das alle als normal hin, dass man so mit ihnen spricht? Auch hier bin ich etwas irritiert...außer Marik scheint niemand daran Anstoß zu nehmen.


      Kramurx schrieb:

      Marik widersprach: „ Also ich bin da und kein Balg!“
      Herr Hoffmann donnerte: „ CORDANS! DU WARST NICHT GEMEINT!“
      Hatte Marik sich verhört?
      Hier wird für mich nicht klar, warum er meint, sich verhört zu haben, denn direkt darauf gehst du wieder auf ein anderes Thema ein...

      Kramurx schrieb:

      Das einzige auffällige an ihr, außer die unrasierten Achseln, war die kleine, schwarze Handtasche, die sie immer bei sich trug. Selbst im Unterricht. Immer hing sie über ihrem Arm. Wer weiß was sie darin aufbewahrte, dass ihr so wichtig war?

      Spielt wahrscheinlich ebenfalls später noch eine Rolle, gelle? Ist allerdings sehr auffällig, wie du es hier einbaust. Als Leser rechne ich schon jetzt damit, dass da noch was kommt ^^


      Kramurx schrieb:

      Nur einmal ging es Marik an die Nieren. Ross wurde nach dem Sportunterricht in der Umkleide von zwei Schulrowdys erpresst Geld zu beschaffen, sonst würden sie ihm die Finger abschneiden. Untermalt wurde die Drohung, dass einer der beiden Erpresser sich an eine Stange in der Umkleide wie ein Äffchen klammerte, mit dem Hintern in die Höhe schwang und gekonnt einen Furz ins Gesicht von Ross platzierte.
      Marik war es, der das ganze seiner Vertrauenslehrerin Frau Klarhilfa meldete. Als einziger, unter den 4 anderen Zeugen. Nicht sofort, erst am Nachmittag, als er sie alleine antraf… musste er doch das für und wider stark abwägen und welche Risiken bestanden, wenn er die beiden Erpresser meldete. Daher meldete er sich den nächsten Tag aus Furcht krank. Leider wurde ihm das sogar fast zum Verhängnis. Die beiden Erpresser wurden für unbestimmte Zeit suspendiert, nachdem man weitere Zeugen befragt hatte. Doch zu Mariks Unglück hieß es, dass sie seine Aussage schon haben würden… dass keiner 1 und 1 zusammen zählte war sein Glück hingegen.
      Diesen Teil, finde ich, hast du sehr ausführlich beschrieben. ich denke, ich würde versuchen, das mehr auf den Punkt zu bringen :hmm:

      Kramurx schrieb:

      Entweder wurde telefonisch abgesagt oder man hatte eh die Hoffnung für den Rest schon aufgegeben. Obwohl alle für die Fahrt bezahlt hatten im Vorfeld. Aber Herr Hoffmann und Frau Klarhilfa waren es ja gewohnt. (Deswegen zahlten ja auch alle im Vorfeld.)
      Auch dieser Einschub stört mich hier an der Stelle irgendwie. In meinen Augen ist das eine überflüssige Information, die man genauso gut weglassen könnte.

      Mein Fazit:
      Vieles, von dem was du schreibst, verwirrt mich ein wenig. Das fängt bei der Beschreibung der Lehrer und ihrer Eigenarten an und setzt sich fort in diesen ganzen Einschüben von Details, die für mich erst mal nicht von Belang sind. Die Achselhaare, die schwarze Handtasche, die Beschreibung des Konfliktes, bei dem Marik den Mut aufgebracht hat, die Täter anzuschwärzen und zuletzt der Hinweis auf die Umrisse der Stadt, die an eine Person erinnern...

      Ich weiß nicht, vielleicht täusche ich mich. Aber mein Gefühl sagt mir, dass du hier direkt zu Beginn ganz viele Informationen fließen lassen wolltest. Wahrscheinlich könnte man diesen Teil aber locker um die Hälfte kürzen und versuchen, das mehr auf den Punkt zu bringen....und einige Dinge erst an späterer Stelle einbinden?

      Das ist jetzt nur mein erster Eindruck...gerne schaue ich mir aber an, wie du das weiterspinnst. :)



      LG,
      Rainbow
    • Huhu Rainbow :D ,
      Spoiler anzeigen



      Rainbow schrieb:

      Du meintest sicher Schulgebäude
      :whistling:

      Rainbow schrieb:

      Auch, wenn es nicht immer einfach ist, solltest du versuchen, solche Wortwiederholungen zu vermeiden, weil sie sich meist komisch lesen in einem Satz.
      Ich versuche es zu vermeiden :saint: ist mir gar nicht aufgefallen an der Stelle :evil:

      Rainbow schrieb:

      Seeeehhhhr komisch Eben war es doch noch wolkenfrei....würde man so etwas nicht äußerst merkwürdig finden?
      Da ist mein Humor mit mir durchgegangen :whistling:

      Rainbow schrieb:

      Auch dieser Einschub stört mich hier an der Stelle irgendwie. In meinen Augen ist das eine überflüssige Information, die man genauso gut weglassen könnte.
      Die Erklärung, warum niemand mehr kommt, ist also überflüssig? X/ :S Damits keine Fragen aufwirft hab ichs mit reingenommen x.x ich kanns natürlich auch rausnehmen... weil es nicht wirklich wichtig ist :whistling:

      Rainbow schrieb:

      Das fängt bei der Beschreibung der Lehrer und ihrer Eigenarten
      Die sind übrigens realen Personen nachempfunden xD

      Rainbow schrieb:

      setzt sich fort in diesen ganzen Einschüben von Details, die für mich erst mal nicht von Belang sind.
      Ich hoffe einiges klärt sich mit dem nächsten Teil, der dann am Mittwoch kommt. Deswegen hätte ich am liebsten gleich die ersten 7 Seiten gepostet, wäre aber vermutlich too much gewesen und ob es wirklich klärt, erfahr ich ja erst dann :/



      lg Kramurx
    • Hallo @Kramurx...wo habe ich denn bittesschön so eine ähnliche Geschichte wie bei dir veröffentlicht? :huh: Sie gleicht keiner mir bekannten Story. Und ich müsste es ja wissen. :D
      Oder meinst du ein Spiel oder RPG? Kannst du erklären, was du meinest?

      Deine Geschichte ist nicht schlecht. Sie hat Potenzial. Aber du müsstest noch ein wenig auf die Details achten.
      Zum einen: Es fehlen komplett die Gerüche. Nie sagst du, wie etwas riecht. Mach dir keinen Kopf, das ist ein typischer Anfängerfehler. :) Aber es muss ergänzt werden.
      Wo ich auch Verbesserung sehe, ist bei der Gedankenwelt des Prota. Es wird nie geschrieben was er gerade fühlt, ganz gleich was passiert. Ein Mitschüler wird vom Lehrer gemobbt. Er fühlt nichts...keine Wut, kein Gefühl der Ohnmacht aufgrund der Machtlosigkeit...kein gar nichts.
      Oder wie am Anfang die Mutter seinen kleinen Betrug auf die Schliche kommt. Auch hier keine Gefühle. Auch wenn die Szene echt witzig geschrieben war.

      Auch einige Rechtschreibfehler sind noch da. Einige Wörter sind auseinandergeschrieben die zusammengeschrieben gehören und so weiter. Hier müsstest du auch noch einmal ran.
      Also los, munter ans Werk. :)
    • Hallu @Schreibfeder,

      UPS, das warst gar net du :lol: , sry, kleine Verwechslung :saint: , ich gelte noch als neu, hoffe du verzeihst mir :whistling:
      ich meinte das Spiel von Alopex Lagopus xD

      Die eine sagt zu viele Details, der nächste sagt zu wenig... nei nei nei xD

      Ich setz mich aufjedenfall nochmal dran und werd das versuchen zu bearbeiten... mehr Gerüche, mehr Gefühle. Check. alles machbar :D

      Schön dass du potenzial siehst :thumbsup: , auch wenn es nur die ersten 3 Seiten waren und es eignetlich erst die nächsten Seiten so richtig fahrt aufnimmt / aufnehmen soll 8)

      lg Kramurx

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kramurx ()

    • Sieht nicht nur mehr aus, ist es auch... X/ ich befürchte, wenn ich den Cut bei Seite 3-4 setze, statt 5,5 - dass die späteren nicht mehr hinhauen... naja, ich hoffe ihr lest es trotzdem... und lasst ein Feedback da xD




      Die Gegend war ein dichtes Stadtleben.
      Sie fuhren vorbei an einem Hochhaus nach dem anderen, wobei zahlreiche Fenster offen standen und viele versuchten den angestauten Wintermuff aus der Wohnung zu jagen.
      Die ersten Balkone waren mit Blumen versehen und durch kunstvolle Zeichnungen an den Wänden der Gebäude von Bäumen und Sträuchern ergab es insgesamt eigentlich ein schönes Bild für Marik. Doch es war mehr Schein als sein. Es fehlte an Parkanlagen für Spaziergänger, Wiesen und Grünflächen für die Hunde. Und vor allen Naturschutzgebiete!
      Sein Herz der Natur blutete, die Umweltverschmutzung war besonders in der Innenstadt stark vorangetrieben. Sah man doch einige Müllhalden aus Sperrmüll und Abfällen zwischen den Gassen liegen. Das Unkraut wucherte allerorts. Einstige Anlagen, selbst Spielplätze, die das Stadtbild verschönern sollten, hatten schon längst Neubauten Platz gemacht.
      Und eben deshalb, auch wenn es im Bus Aas ähnlich stank, wusste er, dass selbst mit offenen Fenster nicht mehr hätte besser werden können.
      Doch so langsam lichtete die Stadt auf, je weiter sie der Stadtgrenze entgegen fuhren. Aus den eng aneinander gebauten Fabriken und Hochbauten wurden die Häuser immer kleiner, bis hin zu Einfamilienanwesen, mit hübschen, großen Gartenanlagen. Die Läden und Fabriken verschwanden, weichten dem saftigen Grün einer weiten Wiese.
      Immer weniger Autos fuhren auf der Straße und Marik wagte es sich das Fenster neben sich zu öffnen. Er nahm einen tiefen Atemzug direkt vom Spalt. Jap, dachte er sich, so muss Luft riechen.
      Die kleine Wohnsiedlung mit Läden verschwand. Felder, Höfe, Kühe und Pferde machten sich mit der Landluft breit.
      Die beiden Lehrer saßen zusammen vorne im Bus, während sich die Schüler im hinteren Teil niedergelassen hatten. Außer Marik, er saß mittig und allein, genau wie Ross. Wie einsam es doch sein konnte... und wie einsam musste es sein immer so zu leben? Wie Ross.
      Es dauerte noch eine Weile bis sie ihr Ziel erreichten, selbst aus der Straße wurde nur ein holpriger, maroder, kaum befahrener Weg.
      Alle fragten sich mittlerweile wohin die Reise eigentlich gehen sollte, denn keiner hatte am Vortag Herrn Hoffmann in der Unterrichtsstunde zugehört. Nicht einmal Marik. Selbst die Streber nicht. Doch das lag mehr an Herrn Hoffmanns Stil zu unterrichten. Schweifte er doch schnell vom eigentlichen Thema ab und erzählte von Erlebnissen aus seinem Leben, wo jeder sich gedanklich vom Unterricht verabschiedete und sie in weite Ferne schweifen ließ.
      Auch jetzt wieder erzählte er eine uninteressante Geschichte der Frau Klarhilfa, welche sich so gut es ging nichts anmerken ließ, wie gelangweilt sie von seinem Leben eigentlich war. Doch Marik konnte es an ihrer kleinsten Regung des Kopfes erkennen. Denn er kannte seine Vertrauenslehrerin einfach zu gut. Saß er doch immer bei ihr ganz vorn im Unterricht und bekam alles von ihr mit. Vielleicht würde er auch einmal Lehrer werden und so wie sie sich um Kinder kümmern. Oder junge Erwachsene eben.

      Nach gefühlt stundenlanger Fahrt erreichte man endlich das Ziel: Einen kleinen, grünen See, umgeben von einem dichten Laubwald mit Gestrüpp.
      Der See lag still und ruhig, ohne Zu- und Abfluss.
      Aus der Unterhaltung zwischen den Lehrern erfuhr Marik mit gespitzten Ohren, dass Frau Klarhilfa früher oft hier gewesen sei und nun in alten Erinnerungen schwelgen wollte. Inzwischen war er seinen Eltern dankbar, dass er den Wandertag hier draußen so erleben konnte.
      Zusammen mit Frau Klarhilfa und Herrn Hoffmann stieg die kleine Gruppe aus und folgte einem klaren Holzweg, den sie nicht verlassen durften. Er führte durch den Laubwald.
      Vögel flogen umher, zwitscherten und suchten nach Insekten. Sie würden fündig werden, gab es hier doch so viele Mücken und Libellen und weiß Gott was alles hier in der Luft oder im Boden herum wuselte.
      Sie erreichten einen mit Stein ausgebauten Ruheplatz. Hier hatte der Mensch großartige Arbeit geleistet, der Natur mal wieder eine Wunde zu schlagen, waren Mariks Gedanken.
      Sein Blick weichte dem kargen Stein und fiel auf den grünen See.
      Das Schilf und die Algen auf dem Gewässer wuchsen so dicht, dass sie den Eindruck erweckten man könne darauf laufen. Doch der Schein trügt, das wusste jeder.
      Die Laubbäume, mit kleinen Knospen und frischen grünen Blättern standen um den See herum und ragten mit ihren Ästen über das Wasser hinaus. Von den Blätterdächern und Baumkronen fielen kleine Schatten auf das Gras am Ufer und bildeten natürliche Kunstwerke der Natur, wenn man mit Mariks Augen sah.
      Der Wind brachte den Geruch von den Frühblühern und strich sanft über Mariks Gesicht und die Frühlingssonne flutete ihn mit kleiner Wärme. Aus dem Nieselregen der Stadt waren sie schon lange rausgefahren. Hier konnte man die Natur so genießen wie sie war, wenn man den Ruheplatz ignorierte. Der Rest war unberührt von Menschen. Fast jedenfalls. Eine stinkende, muffige, wilde Müllkippe verunreinigte das sonst so traumhafte Bild eines natürlichen Sees, wenn man in den Laubwald hineinsah. Doch das musste Marik mit aller Mühe herunterschlucken und sich der Schönheit hingeben.
      Herr Hoffmann behielt die Gruppe im Auge und lieferte, als ihr Biolehrer, eine Lehrstunde über den See ab: „ Beginnen wir mit dem Ökosystem…“, doch Frau Klarhilfa stahl sich davon und folgte einer geheimen Abzweigung.
      Auch Marik schlich sich ebenfalls weit weg von Herrn Hoffmans Reden und folgte seinem Herzen der Natur, dass ihn sicher durch den Wald führte.
      Herrn Hoffmann kümmerte es wenig, was Marik trieb. Dabei ging es ihm nicht speziell um Marik selbst, sondern allgemein alle waren ihm eigentlich egal. Hauptsache keiner fiel ihm ins Wasser und ertrank. Auch wenn diese Eigenart Marik einmal mehr zuwider war, es sollte sein Schaden in dem Moment nicht sein!

      Marik war also seinem Herzen der Natur gefolgt und schon weit ab von der Gruppe, zwischen Laubbäumen und Moor ähnlichen Zuständen auf dem Boden. Er musste wirklich aufpassen nicht in einem Loch zu verschwinden, das nur oberflächlich von Gräsern bewachsen war. Da landete er bei einem schrägen Abhang, von dem er beinahe in die Tiefe geschlittert wäre! Der letzte Schritt war einer zu viel durch die dichten Blätter des mannhohen Gestrüpps dieser Gegend. Warum er gerade durch diesen letzten hohen Busch wollte, wusste er nicht, sein Herz der Natur hatte ihn nun mal hier her geführt. Doch zu seiner Überraschung befand sich am Fuße des Abhanges ein Teich. In der Mitte stand ein großer Stein aus dem augenscheinlich das Wasser heraus sprudelte, eine Quelle! Eine kleine, frische Quelle, nur für ihn allein!
      Er lauschte den Vögeln, dem vom Wind raschelnden Laub und dem Sprudeln des Wassers, bis er jegliches Zeitgefühl verlor. Auf sein Herz der Natur war eben verlass.
      Wie lange er sich in der Natur und ihren Eindrücken berauschte, wusste er nicht, plötzlich ertönte in der Ferne ein schmerzerfüllter Schrei: „ AHHHRGH!“
      Nein, da war nichts, dachte Marik. Der Schrecken stand ihm ins Gesicht geschrieben. Er versuchte sich einzureden, dass es nur ein Hirngespinst war.
      Er schloss seine Augen und schärfte seine Sinne: „ HILFE, ich werde angegriffen!“
      Sofort erkannte er die Stimme. Frau Klarhilfa. Dessen war er sich absolut sicher. Und sie war in ernsten Schwierigkeiten, wie es sich anhörte!
      Marik kämpfte mit sich, was sollte er tun? Hilfe holen? Sich nach einer Waffe wie einem Stock umsehen? Brachte das etwas? Egal, er wusste dass er es diesmal nicht aufschieben konnte, so entschied er sich JETZT zu handeln und schob sich durch die mannhohen Büsche und Sträucher und traf hinter dem See auf Frau Klarhilfa und einem ihm unbekannten Wesen.
      Die Haut war grau und ledrig in sich zusammengefallen, wie der Rest seines Körpers. Die gelben Augen waren mit roten, dicken Adern durchfahren. Die Zähne schwarz verschmiert. Seine Haare lang und völlig zerzaust, als wären sie noch nie geschnitten oder gewaschen worden. Und seine Haltung unnatürlich schräg oder schief, als könne er sich nicht aufrecht halten. Außerdem trug er nur einen Lendenschurz, dadurch sah man auf seiner Haut etliche Narben und frische, kleine Verletzungen, die nicht zu bluten schienen. Und seine Hände wirkten wie Pranken eines Bären, als könnte er damit einen zerreißen!
      Betrachtete man ihn noch genauer, konnte man den blutbefleckten Stoff der Kleidung von Frau Klarhilfas Jeans erkennen. Und zwischen seinen Händen war etwas. Ein dicker... dicker Büschel... grauer... Achselhaare?!
      Man hörte ein lautes Grummeln aus der Richtung dieses - dieses Zombies! Er war eindeutig hungrig und so wie er insgesamt aussah, musste er schon seit Wochen hungernd durch die Wildnis streifen. Er setzte sich seine Beute wie eine Perücke auf den Kopf und grinste mit seinen schwarzen, schiefen Zähnen Marik frech an. Und dieser Gestank der von ihm ausging! Schlimmer als die größte Müllkippe, die Marik je gerochen hatte!
      Frau Klarhilfa hockte verletzt am Boden und wusste nicht, ob sie sich den Arm oder die Achseln halten sollte. Blut tropfte an ihr herunter, sie erkannte ihn: „ Marik!“
      Ja, er allein! Marik! Wo war nur seine Klasse? Wo war Herr Hoffmann? Nein, auf den war kein Verlass. Eher würde er zum Bus mit der Klasse rennen, als sich der Gefahr stellen.
      Der Zombie sprang vor, holte mit seinen großen, scharfen Händen aus und schlug Frau Klarhilfa entgegen!
      „ Argh!“
      Eine weitere Verletzung wurde ihr zugefügt, diesmal traf es den anderen Arm.
      Der Zombie sprang zurück und nahm wieder Abstand. Dann blickte er Marik finster an, immer noch mit den Haaren auf dem Kopf. Marik wusste nicht, ob er das ganze für einen schlechten Scherz halten sollte oder nicht. Wirkte es doch so unwirklich. Doch Frau Klarhilfa riss ihn aus seiner Trance: „ Schnell Marik, tu etwas!“
      Marik versuchte die Situation zu analysieren. Auf der einen Seite eine verletzte Frau Klarhilfa. Es war Ernst. Todernst. Auf der anderen Seite ein blutrünstiger Zombie... mit Achselhaaren auf dem Kopf. Was sollte Marik schon groß unternehmen? Er war unbewaffnet! Sollte er sich schützend vor Frau Klarhilfa werfen? Den Zombie beschimpfen und die Aufmerksamkeit so auf sich ziehen? Oder sollte er… er entschied sich für das Aberwitzige, dass ihm einfiel.
      Er stürmte vor, packte den Arm des Zombies und zog!
      KNACK!
      Wie ein trockener Ast knackte und knackste es unheimlich laut. Muskeln und Fasern des dünnen Armes zogen auseinander und rissen mit Nachdruck von Marik.
      KRRRK!
      Weder floss Blut noch gab der Zombie dabei einen Schmerzenslaut von sich. Unbeeindruckt blieb er stehen und ließ den Vorgang brav über sich ergehen.
      PLOPP!
      Marik riss ihm den Arm ab!
      Jetzt hatte er eine Waffe! Er würde ihn mit seinem eigenen Arm verprügeln!
      Doch Frau Klarhilfa hatte kein Verständnis für seine Aktion und schaute ihn missmutig an: „ Marik, was zur Hölle …? Ist das – ist das sein Arm?!“
      Es war ihm egal was sie jetzt von ihm dachte. Er musste doch irgendwas tun! Der Zombie schnellte inzwischen auf Marik zu und schlug auf ihn ein, ARGH! Keine schwere Wunde. Und jetzt wo dieses Unding nur die halbe Kraft hatte, war es sicher auch für Frau Klarhilfe noch erträglich. Allerdings machte Marik ihr Geisteszustand zu schaffen: „ Wir schaffen das nicht, Marik, wir schaffen das nicht…!“
      Worte, die auch an Mariks Gemütszustand nagten, ihn demoralisierten und halbherzig zuschlagen ließen. Mit dieser Unterstützung fügte er dem Zombie nicht den gewünschten Schaden zu!
      PATSCH!
      Nur eine Ohrfeige für den Zombie. Enttäuscht von sich selbst sprang Marik auf seine alte Position zurück. Für diese Aktion hätte er ihm nicht den Arm abreißen brauchen.
      Der Zombie grunzte nach dem Schlagabtausch nur belustigt laut, kratzte sich mit der verbliebenen Hand an der Wange und versuchte Marik damit zu provozieren.
      Was sollte er nun machen? Den Zombie mit einer eigenen Geste zur Weißglut treiben und weiter die Aufmerksamkeit auf sich ziehen? Den Zombie weiter angreifen? Oder sich doch schützend vor Frau Klarhilfa werfen? Oder sie anschreien, dass sie sich gefälligst zusammenreißen soll?!
      Frau Klarhilfa nahm ihm die Entscheidung ab: „ Marik, ugh, geh schnell an meine Handtasche!“
      Damit änderte sich seine Auswahl und er sah sich um. Die von Frau Klarhilfa sonst so bewachte Handtasche lag nur wenige Schritte von ihm entfernt am Boden.
      Ein weiterer Angriff vom Zombie, wieder gegen die Lehrerin: „ ARGH! Schnell!“
      Er nahm die Tasche und griff hinein. Was anderes konnte sie auch gar nicht gemeint haben. Und das was er zu fassen bekam, verschlug ihm den Atem. Er zog etwas kleines aus Eisen hervor.
      Erschrocken vom Anblick einer kleinen Pistole und der Macht die er jetzt in Händen hielt, schaute er verwirrt zu seiner Lehrerin.
      „ Wirf sie mir zu!“
      Sollte er sie ihr wirklich zuwerfen? Und wenn er sie daneben warf? Vielleicht selber schießen? Ja. Er zielte auf den Zombie und schoss!
      PENG!
      Daneben. Marik war kreidebleich. Er hatte sich bei dem Knallgeräusch selbst erschreckt. Die Macht in seinen Händen war zu überwältigend für ihn! Er war wohl nicht geschaffen, so eine Waffe zu führen.
      Der Zombie griff erneut die Lehrerin an.
      „ Argh, Marik, was machst du?! Wirf mir die Waffe einfach zu! Du kannst nicht mit ihr umgehen!“
      Das wusste er nur allzu gut. Egal. Er musste es dennoch versuchen!
      PENG!
      „ MARIK!“
      Wieder daneben. So ein elendiger Reinfall! Nagut, dachte sich Marik, alle guten Dinge sind 3!
      Er fasste neuen Mut, schlimmer geht immer!
      PENG!
      Doch auch der dritte Schuss landete im Dickicht hinter dem Zombie.
      Jetzt reichte es ihm, er war nicht besonders sportlich und schon gar nicht im Werfen, doch er schleuderte die Waffe so gut es ging Frau Klarhilfa entgegen. Sie landete vor ihr auf dem Boden, daneben...
      Der Zombie griff einmal mehr an und schlug Frau Klarhilfa gegen den Kopf! Nahm gleich darauf wieder Abstand und erwartete das unerwartete.
      Hätte Frau Klarhilfa einen Balken der ihre Lebenspunkte anzeigte, wäre dieser nun im roten Bereich. Doch zu Mariks Überraschung warf sich Frau Klarhilfa mit ihrem Körper auf die Waffe, nahm sie in die Hand, zielte und Schoss.
      PENG!
      Die Achselhaarperücke flog durch die Luft und verwehte sich im Wind. Treffer. Sie traf den Zombie am Kopf, er fiel leblos zu Boden.
      Erleichtert ließ die Waffe sinken. Endlich vorbei. Auch Marik stieß einen Stress lindernden Seufzer aus. Mit einem Schlag löste sich seine gesamte Anspannung, die er bis eben verspürte. Von dem Zombie blieb nur der elendige Gestank einer gesamten Müllkippe zurück. Doch... was war das? Der Gestank wurde schlimmer! Blätter raschelten, es waren weitere Zombies im Anmarsch!
      Marik rannte zu Frau Klarhilfa und hob sie auf. Das war sein Plan, doch sie war viel zu schwer für ihn und kippte vorn über mit ihr. Sie sagte nichts dazu. So half er ihr stattdessen auf die Beine: „ Wir müssen hier weg!“
      Sie hatte noch genug Kugeln, doch würde auch jeder Schuss treffen?
      Frau Klarhilfa stützte sich bei Marik ab und zusammen rannten sie wortlos so schnell sie konnten durch den schlecht zu erkennenden Weg durchs Dickicht, doch das Rennen verloren die beiden. Die Zombies waren weitaus schneller!
      Trotz der schiefen Haltung. Obwohl sie mit grummelnden Magen quälenden Hunger verspüren mussten. Sie joggten regelrecht!
      Frau Klarhilfa hielt Marik auf: „ Marik, warte.“
      Marik: „ Wir müssen weiter! Wir sind gleich am See, so weit ist es nicht mehr!“
      Warum gerade der See die Rettung bringen sollte, wusste Marik selber nicht. Aber er hatte Hoffnung. Und Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt. Aber sie stirbt..., fügte sich ein Gedanke mit an.
      Frau Klarhilfa: „ Es tut mir leid… wir schaffen es nicht beide.“
      Marik klopfte sich motivierend auf die Brust: „ Keine Sorge Frau Klarhilfa, ich lasse Sie nicht allein zurück, egal wie schnell Sie sind!“
      Die Zombies holten auf, waren nur noch gute 10 Schritte entfernt.
      Frau Klarhilfa: „ Es spielt keine Rolle, wie schnell ich bin…“
      Marik zog eine Braue hoch und blickte sie fragend an: „ Wie meinen Sie das? Haben Sie eine Idee?“
      Frau Klarhilfa hielt ihm die Waffe vor die Augen und beendete ihren Satz: „ Solange ich schneller bin als du!“
      PENG!

      „ Ja das ist die Geschichte, sie fing ganz harmlos an...doch dann!
      Sie hatte kaum begonnen und schon war allen klar,
      es wird für mich nie mehr wie es war.”

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Kramurx ()

    • Hallöchen @Kramurx, habe den Anfang deiner Geschichte mal durchgestöbert.

      Kramurx schrieb:

      ich hab 3 Wochen dran geschrieben. Ich und mein BF wollen daraus eines Tages mal ein kleines Spiel machen (kostenlos) mit dem RPG Maker MV, ich glaub @Schreibfeder hat auch sowas schonmal gemacht, nur wahrscheinlich mit ner viel längeren Story
      Das hört sich schonmal sehr interessant an!

      Spoiler anzeigen


      Feedback, manches brauchbar :D

      Das "Gedicht" ,oder wie man es nennen will, gefällt mir ganz gut. Die Reime sind alle relativ flüssig und es wird auch ausreichend Spannung aufgebaut.

      Kramurx schrieb:

      Seine Eltern ließen krank spielen nicht zu und schickten ihn trotz 65 Grad Fieber zur Schule. Vielleicht hätte er etwas anderes als eine alte Glühbirne benutzen sollen…
      Haha, da habe ich den ersten Satz dreimal gelesen und gedacht du hättest dich verschrieben, jedoch hat der zweite es dann erklärt.
      Die Geschichte soll ja zur Unterhaltung dienen, dass erfüllt sie bereits würde ich behaupten :thumbsup:



      Kramurx schrieb:

      Marik und zwölf weitere Mitschüler seiner 10. Klasse warteten vor dem weißen Schulgebäude mit orangefarbenen Dach.
      Vorschlag: Das du noch schreibst, wie Marik mit seinen Mitschülern im Verhältnis steht. Also später sagst du ja das er es blöd findet, dass keiner seiner weniger engen Freunde da ist, aber ich kann daraus nicht lesen, wie er zu ihnen steht. Das wäre nochmal interessant zu wissen.
      Natürlich nur ein Vorschlag, kannst es ja auch so lassen!

      Kramurx schrieb:

      Er beleidigte, piesackte und diskriminierte Schüler wann immer er nur konnte.
      Diese Art von Lehrern wird an meiner Schule recht hart gefeiert haha, solange es nicht zu krass ist.



      Kramurx schrieb:

      Das einzige auffällige an ihr, außer die unrasierten Achseln, war die kleine, schwarze Handtasche, die sie immer bei sich trug. Selbst im Unterricht. Immer hing sie über ihrem Arm
      Diese Stelle hat mich sehr zum Nachdenken angeregt, da habt ihr ganze Arbeit geleistet :)



      Kramurx schrieb:

      Sie war drauf und dran ihm eine sanfte Predigt zu halten, doch Herr Hoffmann ergriff als Erster das Wort: „ Ross.“

      Schieb das Ross." noch einmal eins nach links an das andere ". Sieht dann besser aus :)

      Kramurx schrieb:

      Er grinste Ross gleich breit an und sagte in einem unnatürlich freundlichen Ton: „ Mein Lieblingsschüler.
      Genauso wie bei "Ross", eins nach links das Wort. Hast du irgendwie einen Fehler bei der Einfügung des Textes nach hier ins Forum gemacht?
      Man muss oben links das schwarze Viereck drücken... Naja! Auch nicht schlimm.




      Kramurx schrieb:

      Nichts desto trotz meldete Marik sich den nächsten Tag aus Furcht vor dem was passieren könnte krank.
      Wird "Nichtsdestotrotz" nicht zusammen geschrieben ? Also das Internet sagt ja, aber da ist ja auch kein Verlass drauf...







      Du spricht ja das Thema Mobbing in deiner Geschichte an. Und genauso wie du es geschrieben hast, ist es ja in der Wirklichkeit auch manchmal... Traurig sowas, aber najaa….



      Gesamteindruck: Will mehr davon lesen!!! :thumbsup: :alien: Die Story gefällt mir ziemlich gut, und ihr habt es auch gut umgesetzt. Ich bin richtig gespannt, was jetzt noch im Bus passieren wird. Ach du hast sogar schon den nächsten Teil gepostet!??!!! *Kleiner Liki geht weiterlesen und freut sich* :fan:
      Gedichte von mir: Geburtstagsgedicht , Erfolgreicher Sommertag, Das unglaubliche Mädchen :)

      Man muss seine Ideen verwirklichen, ansonsten wuchert Unkraut darüber. ~ Jean Paul

    • Und zum nächsten Teil auch Feedback


      Spoiler anzeigen



      Kramurx schrieb:

      Doch es war mehr Schein als sein. Es fehlte an Parkanlagen.
      Hier könntet ihr, damit es auch richtig zum Ausdruck kommt, nochmal genauer darauf eingehen. Nur so als Vorschlag. Zum Beispiel: Weit und breit waren keine Pflanzen zu sehen, außer dem Unkraut von der Straße.




      Kramurx schrieb:

      Sah man doch einige Müllhalden zwischen den Gassen liegen.
      Hier finde ich ebenso, dass noch etwas kleines fehlt, um der Aussage mehr Ausdruck zu verleihen. Bsp: Man sah sogar einige Müllhalden zwischen den Gassen liegen. Nur so als Beispiel


      Kramurx schrieb:

      Sie würden fündig werden, gab es hier doch so viele Mücken und Libellen und weiß Gott was alles hier in der Luft oder im Boden herum wuselte.
      … es gab hier doch so viele... würde ich schreiben



      Kramurx schrieb:

      Herrn Hoffmann kümmerte es wenig, was Marik trieb. Dabei ging es ihm nicht speziell um Marik selbst, sondern allgemein alle waren ihm eigentlich egal.
      So einen Lehrer will ich haben xd

      Kramurx schrieb:

      Er musste wirklich aufpassen nicht in einem Loch zu verschwinden, dass nur oberflächlich von Gräsern bewachsen war
      ,das nur oberflächlich von Gräsern bewachsen war. (Relativsatz)


      Kramurx schrieb:

      Wie lange er sich in der Natur und ihren Eindrücken berauschte, wusste er nicht, plötzlich ein Schrei: „ AHHHRGH!“
      plötzlich ertönte ein Schrei, ansonsten fehlt mir hier das Adjektiv.


      Kramurx schrieb:

      Die Haut war grau und ledrig in sich zusammengefallen, wie der Rest seines Körpers. Die gelben Augen waren mit roten, dicken Adern durchfahren. Die Zähne schwarz verschmiert. Seine Haare lang und völlig zerzaust, als wären sie noch nie geschnitten oder gewaschen worden. Und seine Haltung unnatürlich schräg oder schief, als könne er sich nicht aufrecht halten. Außerdem trug er nur einen Lendenschurz, dadurch sah man auf seiner Haut etliche Narben und frische, kleine Verletzungen, die nicht zu bluten schienen. Und seine Hände wirkten wie Pranken eines Bären, als könnte er damit einen zerreißen!

      Das ist mal eine außerordentliche ausführliche gute Beschreibung von einem Zombie. Gefällt mir sehr gut. Stark gemacht, du könntest in den RPG Bereich ;)


      Kramurx schrieb:

      Weder floss Blut noch gab der Zombie dabei einen Schmerzenslaut von sich. Unbeeindruckt blieb er stehen und ließ den Vorgang brav über sich ergehen.
      PLOPP!
      Marik riss ihm den Arm ab!
      Jetzt hatte er eine Waffe! Er würde ihn mit seinem eigenen Arm verprügeln!
      Richtig starke Stelle mal wieder hier am Start. Den einen oder anderen Lacher gabs bis jetzt schon. :thumbup:


      Kramurx schrieb:

      Nur eine Ohrfeige für den Zombie. Enttäuscht von sich selbst sprang Marik auf seine alte Position zurück.Für diese Aktion hätte er ihm nicht den Arm abreißen brauchen.

      Ein Leerzeichen bitte dazwischen setzen.

      Kramurx schrieb:

      Achselhaare flogen durch die Luft.
      Die vom Zombie, oder hat er die der Lehrerin geklaut? xd




      Kramurx schrieb:

      Frau Klarhilfa: „ Es spielt keine Rolle, wie schnell ich bin…“
      Marik zog eine Braue hoch und blickte sie fragend an: „ Wie meinen Sie das? Haben Sie eine Idee?“
      Frau Klarhilfa hielt ihm die Waffe vor die Augen und beendete ihren Satz: „ Solange ich schneller bin als du!“
      PENG!


      Stabiles Ende habt ihr uns hier geliefert. Deshalb sage ich nur noch: Bitte mehr!!! Will wissen wie es weitergeht.








      Gedichte von mir: Geburtstagsgedicht , Erfolgreicher Sommertag, Das unglaubliche Mädchen :)

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    • Hey,

      auf zu dem nächsten Teil. Hier kommen meine Anmerkungen :)

      Spoiler anzeigen


      Okay, ich bin leicht verwirrt und muss erst mal verdauen, was da gerade passiert ist. Sehe ich das richtig, dass die Lehrerin den armen Marik, der ihr eigentlich das Leben gerettet hat, opfert, um ihre eigene Haut in Sicherheit zu bringen? KRASS!

      Kramurx schrieb:

      Wie lange er sich in der Natur und ihren Eindrücken berauschte, wusste er nicht, plötzlich ertönte in der Ferne ein schmerzerfüllter Schrei: „ AHHHRGH!“
      Nein, da war nichts, dachte Marik. Der Schrecken stand ihm ins Gesicht geschrieben. Er versuchte sich einzureden, dass es nur ein Hirngespinst war.
      Er schloss seine Augen und schärfte seine Sinne: „ HILFE!“
      Sofort erkannte er die Stimme. Frau Klarhilfa. Dessen war er sich absolut sicher.
      Marik kämpfte mit sich, was sollte er tun? Hilfe holen? Sich nach einer Waffe wie einem Stock umsehen?

      Ich fand es hier an der Stelle etwas seltsam, dass Marik nach dem Schrei offensichtlich direkt von einem Angriff ausgeht. Zumindest zieht er in Erwägung, sich nach einer Waffe umzusehen. Würde er nicht zuerst vermuten, dass jemand gestürzt ist und sich verletzt hat? Warum geht er sofort vom Worst Case aus? :hmm:

      Der Kampf nahm ja beinahe schon witzige Züge an. Spätestens, als sich der Zombi den Büschel Achselhaare auf den Kopf gelegt hat, konnte ich die Sache nicht mehr ganz so ernst und bedrohlich empfinden. Aber das war sicher von dir beabsichtigt ^^

      Was mir zum Ende hin aufgefallen ist:

      Kramurx schrieb:

      Frau Klarhilfa hielt Marik auf: „ Marik, warte.“
      Marik: „ Wir müssen weiter! Wir sind gleich am See, so weit ist es nicht mehr!“
      Warum gerade der See die Rettung bringen sollte, wusste Marik selber nicht. Aber er hatte Hoffnung. Und Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt. Aber sie stirbt..., fügte sich ein Gedanke mit an.
      Frau Klarhilfa: „ Es tut mir leid… wir schaffen es nicht beide.“
      Marik klopfte sich motivierend auf die Brust: „ Keine Sorge Frau Klarhilfa, ich lasse Sie nicht allein zurück, egal wie schnell Sie sind!“
      Die Zombies holten auf, waren nur noch gute 10 Schritte entfernt.
      Frau Klarhilfa: „ Es spielt keine Rolle, wie schnell ich bin…“
      Marik zog eine Braue hoch und blickte sie fragend an: „ Wie meinen Sie das? Haben Sie eine Idee?“
      Frau Klarhilfa hielt ihm die Waffe vor die Augen und beendete ihren Satz: „ Solange ich schneller bin als du!“
      PENG!
      Diese Art, die wörtliche Rede einzuleiten, finde ich recht ungewöhnlich und es erinnert fast ein bisschen an das Skript eines Theaterstücks.
      Mag sein, dass du das als stilistisches Mittel so nutzen möchtest, doch würde ich in einer Geschichte eher davon absehen und den Klassiker bevorzugen:

      "Wir müssen weiter!", schrie Marki. "Wir sind gleich am See, so weit ist es nicht mehr!"....

      Okay, dann bin ich jetzt mal gespannt, wie sich das weiternetwickelt. Der arme Marik ;( ... hoffentlich geht das gut...



      LG,
      Rainbow
    • Hallu @Kleiner Liki :) ,

      freut mich, dass du es gelesen hast bis hier hin :thumbsup: und ein Feedback dagelassen hast :love:
      Ich hab schonmal ein bisschen was verändert und liste es dir im Spoiler kurz auf ... und vielleicht das ein oder andere Kommentar :whistling:

      Spoiler anzeigen



      Kleiner Liki schrieb:

      Vorschlag: Das du noch schreibst, wie Marik mit seinen Mitschülern im Verhältnis steht. Also später sagst du ja das er es blöd findet, dass keiner seiner weniger engen Freunde da ist, aber ich kann daraus nicht lesen, wie er zu ihnen steht. Das wäre nochmal interessant zu wissen.
      Und die schlechte Laune baute sich noch weiter auf, als er in die Gesichter der Klassenkameraden sah. Unter ihnen war nicht einer seiner wenigen, doch engen Freunde. Stattdessen waren es allesamt nur Bekannte, die er nicht kennen wollte. Zumal es in der Klasse ein starkes Problem mit der Grüppchenbildung gab. Doch Marik unterstützte das System, dass jede Gruppe aus 4-8 Schülern bestand und nie zusammen mit den anderen etwas unternahm. Und schon gar nicht mit ihnen abgab. So konnte man sich immer mit den Richtigen über diverse Gespächsthemen austauschen und hatte nie Probleme damit, bei jemanden Langeweile aufzurufen oder sauer aufzustoßen. Kam es doch einmal zum Kontakt zwischen den Grüppchen, erzwungen durch Lehrerexperimente wie Gruppenarbeit, wurde argwöhnisch einander betrachtet und abgetastet, was man ansprechen konnte und was eben nicht. Meistens schwieg man sich allerdings an, besonders wenn Mädchen mit bei waren und sprach nur einander ab, wenn es wirklich nicht mehr anders möglich war.
      Und da war also Marik, als einziger seiner eigenen Clique vertreten.
      Na das wird ja ein toller Wandertag werden, dachte er sich ironisch.

      Ich hoffe das klärt soweit ab, wie es in der Klasse so zugeht und wie sie zueinander stehen. Ich selbst finde das jetzt nicht sooo interessant, aber schaden tut es der ganzen Sache jetzt auch nicht, wenn ich es mir so ansehe :P


      Kleiner Liki schrieb:

      Hast du irgendwie einen Fehler bei der Einfügung des Textes nach hier ins Forum gemacht?
      Nein, ich setze immer ein Leerzeichen nach dem ersten ", ich hoffe das geht noch als dichteriche Freiheit
      oder wie es heißt durch :lol:

      Kleiner Liki schrieb:

      Wird "Nichtsdestotrotz" nicht zusammen geschrieben ?
      Ich verlass mich ehrlich gesagt wohl etwas zu sehr auf OpenOffice, was die Fehlersuche angeht... es meckert nicht... das Internet sagt aber dass das ein berüchtigter Fehler sei, es nicht zusammen zu schreiben. Zusammen siehts hässlich aus, ich habs durch "Dennoch" jetzt ersetzt... X/


      Kleiner Liki schrieb:

      Nur so als Vorschlag. Zum Beispiel: Weit und breit waren keine Pflanzen zu sehen, außer dem Unkraut von der Straße.
      Ich hab die Stelle nochmal überarbeitet


      Sah man doch einige Müllhalden aus Sperrmüll und Abfällen zwischen den Gassen liegen. Das Unkraut wucherte allerorts. Einstige Anlagen, selbst Spielplätze, die das Stadtbild verschönern sollten, hatten schon längst Neubauten Platz gemacht.




      Kleiner Liki schrieb:

      plötzlich ertönte ein Schrei, ansonsten fehlt mir hier das Adjektiv.
      plötzlich ertönte in der Ferne ein schmerzerfüllter Schrei: „ AHHHRGH!“
      Ebenfalls überarbeitet ;)


      Kleiner Liki schrieb:

      Die vom Zombie, oder hat er die der Lehrerin geklaut? xd
      Die Achselhaarperücke flog durch die Luft und verwehte sich im Wind.
      Hoffe das ist jetzt eindeutiger :whistling:





      so, das wars soweit. Danke nochmals :thumbup:

      lg Kramurx


    • Hey @Rainbow :D ,

      ich danke dir recht <3 lich für die Anmerkungen

      Spoiler anzeigen



      Rainbow schrieb:

      Ich fand es hier an der Stelle etwas seltsam, dass Marik nach dem Schrei offensichtlich direkt von einem Angriff ausgeht.
      Ich hatte gehofft, dass das keinem auffällt... :whistling: ich überlege grade, ob es mit einem simplen " Hilfe, ich werde angegriffen!" sich erledigen würde... ich werde das mal als erste Notlösung so gleich überarbeiten :S


      Rainbow schrieb:

      doch würde ich in einer Geschichte eher davon absehen und den Klassiker bevorzugen
      ich benutze das sogar recht häufig :evil: ich muss daran noch arbeiten... :saint:



      und nochmals danke fürs lesen :love:

      lg Kramurx
    • Hallo Kramurx,
      ich habe gerade deine Geschichte gelesen und mir hat die Beschreibung der schulischen Situation sehr gut gefallen. Du hast eine interessante Athmosphäre geschaffen, sehr anders als zu meiner Schulzeit, aber es klang glaubhaft und ich konnte es recht gut nachfühlen.
      Auch die Beschreibung von der misshandelten Umwelt hat mir gefallen.

      Spoiler anzeigen

      Natürlich kannst du alles das, was du in dem Text geschrieben hast, wahrscheinlich nur schwer so in ein Spiel einbringen, dass dasselbe Gefühl entsteht, glaube ich. Da ich mich auf Spiele nicht so gut verstehe, werde ich das aber einfach ignorieren.

      Ich mag normalerweise keine Gedichte. Meistens sind sie mir zu künstlich. Aber deins ist witzig und gefällt mir. Eventuell könntest du eine oder zwei Zeilen kürzen, aber es muss nicht sein.


      Kramurx schrieb:

      Es ist seltsam, dachte Marik, der Frühling hat für jeden Menschen einen ganz eigenen Geruch parat. Für die einen ist es der besonders süße Duft der Hyazinthen, die etwa zur gleichen Zeit ihre Blüten entfalteten wie Narzissen und Tulpen. Doch so schön die Hyazinthe auch aussehen mochten, so intensiv ihr Duft war – nicht jeder empfindet ihren Geruch als Frühlingsbotschaft. Es kommt nämlich sehr darauf an, welche persönlichen Erinnerungen mit dem jeweiligen Duft verbunden waren.
      Hm. Ganz ehrlich - ein Junge (ein Stadtmensch auch noch), der so viele Blumen mit Namen kennt UND auch noch ihre Gerüche unterscheiden kann? Das kaufe ich dir nicht wirklich ab ... Das mit dem Benzingestank war da schon authentischer.


      Kramurx schrieb:

      Seine Eltern ließen krank spielen nicht zu und schickten ihn trotz 65 Grad Fieber zur Schule. Vielleicht hätte er etwas anderes als eine alte Glühbirne benutzen sollen… doch der Überfall seiner Mutter mit dem Fiebermesser kam zu plötzlich. Daher ärgerte er sich den ganzen Schulweg hinweg über sich selbst.
      Das hier gefällt mir wiederum sehr gut!


      Kramurx schrieb:

      unserem zweiten Klassenlehrer
      Gemeint ist wahrscheinlich Mariks zweiter Klassenlehrer (du schreibst ja nicht in der Ich-Form)? Hier wäre eine Erklärung, warum es zwei Klassenlehrer gibt, vielleicht ganz hilfreich für alle deine Leser, die so etwas nicht kennen.



      Kramurx schrieb:

      Marik widersprach: „ Also ich bin da und kein Balg!“
      Herr Hoffmann donnerte: „ CORDANS! DU WARST NICHT GEMEINT!“
      Ich glaube, das hat Rainbow schon angesprochen.
      Ich finde es angenehmer zu lesen (bin auch mehr dran gewöhnt), wenn man es anders herum schreibt, also z.B.:
      "Also ich bin da und kein Balg", widersprach Marik.
      "Cordans! Du warst nicht gemeint!", donnerte Herr Hoffmann.


      Kramurx schrieb:

      Frau Klarhilfa sagte einmal: „ Schaut nicht weg, das hilft ihm ungemein.“
      Doch keiner schaute weg, alle fanden es lustig, wenn er öffentlich wegen seiner Blödheit zur Schau gestellt wurde.
      Hier rätsele ich noch darüber, wie das gemeint ist.
      Lautet der Ratschlag von Frau Klarhilfa tatsächlich, dass die Schüler hinschauen sollen (schaut nicht weg = schaut hin), wenn er gemobbt wird, oder sollen sie wegschauen?
      Und schauen die Schüler weg und lachen heimlich? Oder schauen sie hin und lachen laut?
      Das bleibt für mich hier unklar.

      Insgesamt ist der Abschnitt über das Mobben von Ross (obwohl er viele interessante Aspekte hat) sehr lang geworden und ich glaube, er ist für die Geschichte nicht nötig, zieht sie nur unnötig in die Länge und weil er so lang ist, bringt er die Geschichte in einen falschen Fokus. Also ich als Leser versuche ja am Anfang mich zu orientieren, worum geht es in der Geschichte. Und wenn du die Gruppenbildung und das Mobben so ausführlich beschreibst, komme ich zu dem Schluss, dass diese schulische Situation vielleicht Hauptthema der Geschichte werden soll. Wie ich mir aber jetzt nach Lektüre von Abschnitt 2 zusammenreime, ist das wohl eher nicht der Fall, sondern das ist nur die Kulisse.
      :D oder?

      Kramurx schrieb:

      Ein weißer Bus stieß seine unliebsamen Abgase in die Welt hinaus und fuhr vor. Er hielt auf dem Parkplatz vor der Schule. Diese Dreckschleuder war für die Klasse bestimmt.
      Das gefällt mir. Auch Mariks erfolgloser Versuch, Kontakt zu Mitschülern aufzunehmen, fand ich gut, weil er das Bild vom Schulalltag bestätigt, das er vorher gezeichnet hat.

      So viel erst mal für heute. Ich lese gerne weiter!

      P.S. Es sind einige grammatische und stilistisch nicht ganz einwandfreie Ausdrücke in dem Text, aber die lasse ich jetzt mal so stehen, weil daraus ja später ohnehin kein Text, sondern ein Spiel wird. Ich dachte, da ist es hilfreicher, wenn ich mich auf den Inhalt konzentriere.
      Meine Geschichte: Meermädchen
    • Guten Abend @Kirisha :) ,

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      Kirisha schrieb:

      ich habe gerade deine Geschichte gelesen und mir hat die Beschreibung
      der schulischen Situation sehr gut gefallen. Du hast eine interessante Athmosphäre geschaffen, sehr anders als zu meiner Schulzeit, aber es klang glaubhaft und ich konnte es recht gut nachfühlen. Auch die Beschreibung von der misshandelten Umwelt hat mir gefallen.
      ich sag mal einfach: cool :thumbup:

      Kirisha schrieb:

      Ganz ehrlich - ein Junge (ein Stadtmensch auch noch), der so viele Blumen mit Namen kennt UND auch noch ihre Gerüche unterscheiden kann? Das kaufe ich dir nicht wirklich ab
      Ich könnte eventuell noch was dazu in der Geschichte schreiben, warum das so ist... vielleicht wirds dann glaubwürdiger für dich :whistling:
      In Kurzform kann ich dir hier kurz erklären, dass Marik seit er klein war die Sommerferien immer im großen Garten der Großeltern verbrachte, wo in der Nähe ein kleines Wäldchen mit Spielplatz war. So bildete sich sein sogenanntes " Herz der Natur". ^^


      Kirisha schrieb:

      Ich glaube, das hat Rainbow schon angesprochen. Ich finde es angenehmer zu lesen (bin auch mehr dran gewöhnt), wenn man es anders herum schreibt,
      Hmmm... ich persönlich finds so wie bei mir ist besser X/


      Kirisha schrieb:

      Gemeint ist wahrscheinlich Mariks zweiter Klassenlehrer (du schreibst ja nicht in der Ich-Form)? Hier wäre eine Erklärung, warum es zwei Klassenlehrer gibt, vielleicht ganz hilfreich für alle deine Leser, die so etwas nicht kennen.
      "unserem" ist ein versehen, wird korrigiert :D
      Warum zwei Klassenlehrer? Hm.. ich kann dazu was schreiben, wenn das von Interesse ist... im Grunde weil Mariks Klasse durch 32 Schüler überfüllt ist und seine Schule allgemein eine Problemschule sein soll. Ich wollts aber nicht noch weiter in den Vordergrund drängen, weil man sonst völlig den Eindruck bekommen könnte, dass es in der Geschichte um die Schule geht :dash:


      Kirisha schrieb:

      Und schauen die Schüler weg und lachen heimlich? Oder schauen sie hin und lachen laut?
      Das bleibt für mich hier unklar.
      Ich machs klarer :hmm:

      Kirisha schrieb:

      Insgesamt ist der Abschnitt über das Mobben von Ross (obwohl er viele interessante Aspekte hat) sehr lang geworden und ich glaube, er ist für die Geschichte nicht nötig, zieht sie nur unnötig in die Länge und weil er so lang ist, bringt er die Geschichte in einen falschen Fokus.
      Ja, das isn Problem... Rainbow meinte ja auch, dass ichs mehr auf den Punkt bringen sollte bei ihm... das muss ich mir nochmal genau anschauen, wie ich das ganze kürzer fassen kann, ohne dass es flöten geht :dwarf:


      Kirisha schrieb:

      sondern das ist nur die Kulisse.
      oder?
      Ist es. Es ist sein Alltag, mit einer zu langen Rückblende auf Ross und wie er gemobbt wird / wurde. Alles für die Atmosphäre irgendwie xD



      und vielen Dank für dein Feedback natürlich :party:

      lg Kramurx

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    • Marik lag flach auf dem Boden. Nur schwerfällig öffneten sich seine Augenlider.
      „Uff“, brach es aus ihm raus.
      Plötzlich schreckte er leicht zurück, als er seinen Kopf leicht anhob, um die Umgebung vor sich auszumachen! Ein kleines Mädchen! Mehr konnte er über sie im Augenblick nicht sagen. Ihre verschwommene Kontur lächelte ihm zu und mit dem nächsten Blinzeln war sie wieder verschwunden.
      Eine Halluzination?
      Wie lange er schon hier lag? Er wusste es nicht.
      Unter ihm war der Boden feucht als wäre er wie ein Schwamm voller Wasser gesogen. Er setzte sich auf. Das Erste was ihm in den Sinn kam: Ein Bruchwald. Oder ein Sumpfwald. Er konnte es nicht unterscheiden. Er würde es einfach Moor nennen.
      Insekten schwirrten nahe über dem von dichter Flora und Fauna bewachsenen Boden umher. Ein wahres Paradies für Pilze und bunte Pflanzen egal wohin er sah. Zwischen seinen Händen spürte er einen Schleier aus Moos, Schilf und hohen Gräsern, die sich über die ganze Landschaft vor ihm zogen. Alles in einem war es ein dichter Urwald voller hoher, knochiger Bäume. Kein Mensch hatte hier jemals Fuß gefasst, zumindest waren die menschlichen Einflüsse weder zu sehen noch zu riechen. Es stank stattdessen nach fauligen Gasen. Irgendwo in der Nähe stiegen eindeutig giftige Dämpfe auf und belegten den Boden zusätzlich mit einem feinen Dunst zu seinen Füßen, der den Boden trübe und neblig wirken ließ.
      Die hohe Luftfeuchtigkeit war unerträglich. Wie er hier wohl her kam? Und wo zur Hölle war er?! Dieses riesige Moor war auf keinen Fall auf der Karte verzeichnet! Daran würde er sich doch erinnern? Wo also war er? Wäre es klug einfach nach Westen zu gehen? Der Stadt entgegen? Aber wenn er nun völlig woanders war? Konnte er sich sicher sein, dass er im Westen auf die Stadt stoßen würde? Nein, entschied er sich.
      Was aus Frau Klarhilfa wurde? Sie hatte ihm etwas gesagt und dann Schwärze. Er musste wohl in Ohnmacht gefallen sein. Oder war etwas anderes Geschehen? Ob seine Klasse nach ihm suchen würde? Er zuckte mit den Schultern. Müsste er nicht wütend sein? Auf Herrn Hoffmann, der nicht zur Rettung kam? Die unauffindbare Klasse? Nein, der Gedankengang musste vertrieben werden! Wahrscheinlich war es am besten an gar nichts mehr zu denken!
      Langsam rappelte er sich auf und wandte sich um. Seine Gesichtszüge zogen sich in die Tiefe. Er schaute in die Gesichter zweier neuer Zombies, die gut zehn Schritte an einem Eingang zu einem Schloss mit Wehrturm standen. Grausen machte sich in ihm breit, doch neben der immer stärker aufkommenden Panik, war da noch ein anderes Gefühl. Vertrauen? Woher? Andererseits... wieso griffen sie ihn nicht an? Wieso ließen sie ihn hier so liegen? Und was war das für ein Schloss? WIESO war hier ein Schloss?
      Es hatte dutzende kleine Fenster und eine weiße, mit Schlingpflanzen überwucherte Fassade. Der Haupteingang war enorm, geschaffen für zwei Mann hohe Menschen. Und der Torbogen war verziert mit alten Runen oder was auch immer es darstellen sollte. Marik wusste es wieder einmal nicht.
      KRAH! KRAH!
      Ein dutzend Krähen kreisten über dem Wehrturm, der sich leicht zur Seite neigte.
      Er legte den Kopf in den Nacken, um die gesamte Höhe des Turmes und des zwei Stockwerk großen Schlosses ausmachen zu können. So viel Zeit musste sein. Er befand sich scheinbar mitten in der Grünanlage des Schlosses, das offensichtlich seit Menschengenerationen nicht mehr gepflegt wurde.
      Die beiden Zombies schienen vor dem Tor Wache zu halten. Durften sie den Posten nicht verlassen? Und dann war da wieder dieses unbeschreibliche Gefühl! Nein. Er erkannte es jetzt vollständig. Es war wirklich Vertrauen. Sein Kopf sendete ihm dieses Signal, während seine Beine eigentlich am liebsten gerannt wären. Dieses Gefühl kannte er nur von seiner Mutter und seiner Vertrauenslehrerin. Ob er sie nach dem Weg fragen könnte? Sie mussten es einfach wissen! Oder zumindest wo er war. Außer in einem Moor versteht sich.
      Jeder Schritt fiel ihm schwer und taumelnd lief er auf die beiden zu. Doch das wichtigste war wohl, dass sie so völlig anders aussahen als die Zombies, die ihn und Frau Klarhilfa angegriffen hatten. Fast schon menschlich. Mit Lederkappen, Lederharnisch und Beinschienen standen sie gerüstet da. Ihre Haut war weder zerfallen, stattdessen geschmeidig, noch waren sie unterernährt. Sie standen wohl gut im Futter, wie man so schön sagt. Ihre Augen hatten einen gelblichen Ton, ihre Haut eine gewisse Leichenblässe, doch sahen sie ansonsten normal aus. Und sie hatten wesentlich mehr Haare auf dem Kopf, die einer richtigen und vor allen sauberen Haartracht glichen. Zum Schluss ihr Geruch. Sie hatten scheinbar keinen. Zumindest nichts, was das Moor überdecken konnte. Sie waren also keine wandelnden Müllkippen!
      Seine Füße versanken bei jedem Schritt leicht im Boden, welcher seltsame Laute von sich gab. Er wusste noch nicht wie er die Beiden ansprechen sollte. Hallo? Hi? Wie geht’s? Schönes Wetter heute?
      So erreichte er den festen Boden des Schlosses, baute sich vor ihnen auf und sagte gedankenverloren nichts. Er fiel doch nicht etwa in eine Art Schockstarre, weil er sich so nah an sie heran gewagt hatte?
      Der rechte Zombie begann: „JJJAAAHH???“
      Erleichterung machte sich in Marik breit. Sie konnten reden! Darüber ob sie dazu in der Lage waren oder nicht, hatte er nicht mal nachgedacht!
      „Ähm… wo bin ich“, fragte er vorsichtig?
      Die beiden Zombies schauten sich verwirrt an, als hätten sie völlig drollige Worte gehört. Der gleiche Zombie antwortete laut: „HIIIERRR.“
      Er war also hier. HIIIERRR?! Wo war denn das besagte HIIIERRR!!!
      „Sagt… wie komme ich zur Stadt zurück“, stocherte er nach.
      Beide verzogen ihre Miene zu einem schrägen Lächeln, Marik musste wohl etwas für sie unglaublich dämliches gesagt haben.
      „Wir sind Kraftprotz. Nicht Schlaukopf.“
      Diesmal hatte der Linke gesprochen. Im ruhigen und für einen Zombie völlig untypischen, sanften Ton.
      Marik zog eine Braue hoch, die sanftmütige Stimme des Zombies hatte ihn überrascht. Und was sollten die Worte bedeuten?
      „Wie bitte?“
      Der Zombie seufzte schwer, als wäre er nach dem kurzen Wortwechsel schon völlig an den Nerven strapaziert von Marik.
      „ WIIIR. NIIICHT. Schlaukopf. WIIIR. Kraftprotz! Dummkopf“, wiederholte er.
      Marik litt unter Kopfschmerzen. Er wusste nicht, was er davon halten sollte.
      So langsam dämmerte es ihm zumindest. Ihn erreichte eine gewisse Ahnung, wie man mit den beiden umzugehen hatte. Seine anfängliche Anspannung verließ ihn langsam. Er wurde mit jedem Wort zuversichtlicher, dass die beiden eigentlich ganz liebe Zombies waren, auch wenn sie für ihn etwas komisch spachen: „Dann, wer ist Schlaukopf?“
      „Drinnen“, sprach der Linke und untermalte es mit einer zeigenden Geste zum Tor hinter sich.
      Marik musste nach der anfänglichen Panik nun mit der Geduld kämpfen. Anspannung ade. Geduldsfaden mit Rissen, willkommen!
      „Kann ich rein?“
      „DUUU? NEIN“, sagte der Rechte und schüttelte dabei ablehnend mit dem Kopf, während er auf Marik zeigte.
      Wieder ein Rückschlag. Ob es wohl typisch für Zombies war, so wild zu gestikulieren? Egal. Nun musste er in Erfahrung bringen, wie er passieren durfte.
      „Es gibt doch bestimmt eine Möglichkeit rein zu kommen, richtig?“
      „RICHTIG“, bestätigte der Rechte.
      „Und? Was muss ich tun?“
      Die beiden sahen sich erneut an. Der Linke grinste, der Rechte nickte. Die beiden heckten was fieses für Marik aus, das verstand er sofort.
      „Bring Essen“, befahl der Linke!
      Essen? ESSEN?! Sollte er die beiden etwa noch im Anschluss füttern??? Marik wollte am liebsten mit dem Fuß auf den Boden stampfen und zu verstehen geben, was er davon hielt! Von wegen liebe Zombies: „ Essen? Wo zur Hölle soll ich Essen herbekommen?!“
      Der Linke zeigte rechts vorbei in das Moor hinein: „DAAAH! LANG! DUMMKOPF!“
      Dummkopf? DUMMKOPF??? Selber Dummkopf,polterte Marik in Gedanken!
      Er folgte ohne Widerworte der Richtung durch das Moor, bis er auf ein Gehege mit vier Hühnern traf. Der Zaun war aus Ästen zusammengesteckt und gab den Hühnern ausreichend Platz um sich frei zu entfalten. Unbewacht gackerten sie vor sich her. Jap. Mitten im Moor. Völlig normal das Ganze. Nicht hinterfragen, akzeptieren.
      Marik stieg zu ihnen hinein. Sie waren zahm und liefen zutraulich auf ihn zu, als würden sie Futter und Streicheleinheiten von ihm erwarten.
      Er hob das vorderste Huhn sanft auf und streichelte über das Federkleid. Es mochte es. Ihr Charakter war kuschelig und verknuddelt. Es hatte scheinbar wirklich darauf gewartet, endlich mal wieder so gestreichelt zu werden. Er führte seine Hand an den Hals und kraulte. Das Huhn genoss die Kraulerei und schloss entspannt die Augen.
      KNACK!
      Was zur Hölle!? Er ließ das tote Huhn fallen, erschrocken über sich selbst mit welcher Kaltblütig- und Selbstverständlichkeit er dem armen Tier den Hals umgedreht hatte! Das war nicht er, das waren nicht seine Hände!
      Doch was blieb ihm anderes übrig? Er wollte so schnell es geht wieder nach Hause und dafür brauchte er Essen für die beiden Zombies! Und diese unglaublich quälenden Kopfschmerzen!
      KNACK KNACK KNACK!
      Ein Huhn nach dem anderen verstarb unter seinen Händen, dann plötzlich „WAAAH! NICHT TÖTEN HÜHNER! EIER! EIER! SAMMELN“, riefen die beiden Wächter, welche ihm nun doch gefolgt waren!
      Ups.
      Er war davon ausgegangen, dass sie das Fleisch wollten und nicht die Eier. Diese Verwechslung kann ja mal jedem passieren…
      Die Wachen stürmten in das Gehege, packten Marik und warfen ihn aus dem Gatter.
      „AHHH“, fiepte eine sehr hohe Stimme!
      Eine faustgroße, erwachsene Fee tauchte über dem Moor auf. Alles an ihr war violett. Die zarten Flügel, die schmiegsamen und glatten Haare, die Regenbogenhaut ihrer Augen und ihr winziges Kleid, dass sie von der Brust bis zu den Oberschenkeln umhüllte. In ihren Haaren trug sie jeweils links und rechts eine kleine Rose über den Ohren. Mit unruhig flatternden Flügeln kam sie näher.
      War sie vor einem Moment süß und anmutig, umgab sie plötzlich eine angsteinflößende, dunkle Aura. Die Fee fragte im ernsten Tonfall: „Wer hat meine Freunde getötet?!“
      „Das waren die beiden“, rief Marik und zeigte auf die beiden Zombies!
      Doch kaum hatten die Worte seinen Mund verlassen, war er von seiner eigenen Niederträchtigkeit zutiefst entsetzt. Das war nicht sein Mund, nicht seine Worte!
      Er war ein hilfsbereiter, freundlicher Geselle! Wo kam das plötzlich her?
      „ RACHEEE!!!“ schrie die Fee, noch ehe die beiden Zombies sich verteidigen konnten. Sie stürmte auf die beiden zu und-
      BOOOM!
      Eine enorme Explosion zerriss das Hühnergehege! Selbst Marik wurde von den Füßen gefegt und landete im Schlamm.
      Matschbrocken, Blut und Eingeweide waren in alle Richtungen zerbraust.
      Besudelt raffte er leicht betäubt sich ein weiteres Mal auf.
      Der Staub legte sich und er sah wieder das kleine Mädchen vor ihm. Diesmal deutlicher als beim ersten Mal: Sie trug scheinbar ein schwarzes Kleid.
      Verdutzt schaute er sie an, sie erwiderte seinen Blick mit der gleichen Miene. Er spürte eine kleine innere Wärme, die sein Herz umgriff. Plötzlich duckte sie sich und schrie, ohne dass ein Geräusch über ihre Lippen kam und verschwand wieder.
      Verschmorter Geruch lag in der Luft. Er war allein. Alles was blieb war ein großer Krater im Gehege und die zerfetzten Überreste der Hühner und Zombies in der Umgebung.
      Ahnungslos und verwirrt grübelte er darüber, was geschehen war. Ihm blieb nur ein mulmiges Gefühl im Bauch und Fragen. Wer war dieses Mädchen? War das wirklich eine Fee gewesen? Gab es noch mehr davon oder war es das letzte? Und wieso hatte er eine so kritische Wesensveränderung durchgemacht, dass es ihm nicht nur auffiel, sondern auch störte?
      Naja, dachte er sich frei von jeglichen Mitgefühl, wenigstens sind jetzt die Wachen weg und der Weg zum Schlaukopf ist frei.
      Wieder so ein für ihn untypisch fieser Gedanke! Wieso nur? Was war mit ihm nicht in Ordnung? Doch je mehr er darüber nachdachte, desto schlimmer wurden die Kopfschmerzen. Ihm war, als würde er ein wichtiges Detail verdrängen! Nur was? Da waren diese bösen, zerfledderten Zombies gewesen. Er war auf der Flucht vor ihnen gewesen. Frau Klarhilfa hatte etwas gesagt, dann war er Ohnmächtig geworden.
      Mehr war doch nicht!


      Spoiler anzeigen
      Was haltet ihr von der momentanen Situation? Ist seine Wesensveränderung soweit glaubwürdig? Und ich musste meinen BF ziemlich überreden die Fee so mit reinnehmen zu dürfen. Ich hoffe es war kein Fehler, er hätte selber auch Ideen wie man die Wachen los wird. Angefangen von einem anderen Monster, bishin dass das Hühnergehege erstmal wegfällt und Marik was anderes machen soll. Hab mich aber durchgesetzt xD weil ich ihre Existenz und ihren Nutzen begründen konnte, was aber sich für euch in dem Part jetzt sich noch nicht erschließt. Und liest es sich besser, wo ich versucht hab die Handlungen rechts neben die wörtliche Rede zu schieben?
      Spoiler anzeigen

      Ich weiß übrigens nicht wieso er mir zwei spoiler setzt! ich hab nur einen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von Kramurx ()

    • Hey Kramurx,

      hier kommen meine Anmerkungen zum aktuellen Teil :)

      Spoiler anzeigen


      Ein witziger Teil :thumbsup: Die einfältigen Zombies, die den Eingang bewachen, hast du gut gezeichnet. Interessant, dass Marik eine Wesensveränderung durchmacht. Da das ein Spiel werden soll, könnte ich mir vorstellen, dass das eine Anspielung darauf sein soll. In Computerspielen wird man ja bekanntlich auch skrupellos und tut so einiges, was man im RL niemals tun würde :D
      Na ja, ich bin gespannt, auf was das hinauslaufen wird. In jedem Fall wird Marik wohl Aufgaben erfüllen müssen, um weiterzukommen.
      Da hat er ja mit den Hühnern schon mal ganz schön in die Kacke gegriffen...Gott sei Dank ist ihm noch die Idee gekommen, die Fee auf die Zombies zu hetzen... :rofl:

      Hier kommen noch ein paar Dinge, über die ich gestolpert bin. Pick dir raus, was du gebrauchen kannst :

      Kramurx schrieb:

      Wo also – wäre es klug einfach nach Westen zu gehen?
      hier bin ich hängen geblieben. Das "Wo also", würde ich entweder streichen oder schreiben: Wo also war er? Wäre es klug, ....

      Kramurx schrieb:

      Was aus Frau Klarhilfa wurde? Wer weiß. Und was war eigentlich geschehen? Sie hatte ihm etwas gesagt und dann Schwärze. Er musste wohl in Ohnmacht gefallen sein. Was mit seiner Klasse geschah
      Das würde ich versuchen, anders zu formulieren um die Wortwiederholungen zu vermeiden.

      Kramurx schrieb:

      Nein, der Gedankengang musste vertrieben werden! Und an was anderes denken. Genau. Am besten gar nicht mehr denken! Sonst kommen einem nur schlechte Gedanken in den Sinn.
      Am besten war es wahrscheinlich, an gar nichts mehr zu denken. Den Rest würde ich streichen :hmm:


      Kramurx schrieb:

      Unter seinen Füßen quatschte und wabberte der Boden
      "quatschen" kenne ich nur umgangssprachlich für erzählen :hmm:


      Kramurx schrieb:

      Er hob das vorderste Huhn sanft auf und streichelte über das Federkleid. Sie mochte es. Ihr Charakter war kuschelig und verknuddelt. Sie wurde scheinbar wirklich darauf gewartet. Er führte seine Hand an den Hals und kraulte. Das Huhn genoss es und schloss seine Augen.
      KNACK!
      Krass! Das nenne ich wirklich mal kaltblütig...Ich bin mir nicht sicher, ob ich bei dem Huhn im Anschluss "Sie" schreiben würde. Es ist ja "das Huhn", also eigentlich "es", wenn man es genau nimmt. :hmm: Den unterstrichenen Satz kapier ich nicht.


      Kramurx schrieb:

      Er wollte so schnell es geht wieder nach ...und dafür brauchte er Essen
      ich glaub`, hier fehlt was...nach Hause vielleicht?


      Kramurx schrieb:

      War sie vor einem Moment süß und anmutig, umgab sie plötzlich eine angsteinflößende, dunkle Aura und ... fragte im ernsten Tonfall: „ Wer hat meine Freunde getötet?!“
      sie (?)


      Kramurx schrieb:

      Besudelt raffte er leicht betäubt sich ein weiteres Mal auf.
      Besudelt raffte er sich leicht betäubt ein weiteres Mal auf... würde ich schreiben.


      Kramurx schrieb:

      Da waren diese bösen, zerfledderten Zombies. Er floh mit Frau Klarhilfa dem See entgegen durchs Dickicht. Sie sagte etwas, er wurde Ohnmächtig. Und ist im Sumpf wieder aufgewacht. Mehr war doch nicht!
      Wenn man es genau nähme, müsste man diese zeilen ins Plusquamperfekt setzen, da es sich um die Vergangenheit in der Veragnegheit handelt. Also: Das waren diese bösen, zerfledderten Zombies gewesen. Er war mit Frau Klarhilfa durch Dickicht geflohen und sie hatte etwas zu ihm gesagt, bevor we ohnmächtig geworden war....



      LG,
      Rainbow
    • Hallu Rainbow :D ,
      mal wieder ein dickes Dankeschön für dein Feedback :thumbsup:
      Spoiler anzeigen
      Ich muss mir beim nächsten Teil doch nochmal mehr Zeit nehmen, nach der Überarbeitung die Überarbeitungsfehler rauszusuchen. Da war ich jetzt etwas naiv und ging von aus, dass es schon gut gehen wird X/ Ich bearbeite es gleich :saint: weiß auch nicht warum ein paar Worte verschwunden sind... sehr eigenartig :thumbdown: kann das bei copby&paste überhaupt passieren xD ? egal. ich setz mich gleich ran und werde möglichst alles angekreidete von dir so bearbeiten °-°


      lg Kramurx
    • Halli Hallo @Kramurx,

      habe mir den neuen Teil mal durchgelesen.

      Mein Feedback dazu ist im Spoiler :)


      Spoiler anzeigen




      Kramurx schrieb:

      Nein,entschied er sich.
      Also am besten noch ein Leerzeichen, denn das gehört wohl nicht zu deiner künstlerischen Freiheit, oder? xd


      Kramurx schrieb:

      Langsam rappelte er sich auf und wandte sich um. Seine Gesichtszüge zogen sich in die Tiefe. Er schaute in die Gesichter zweier neuer Zombies, die gut zehn Schritte an einem Eingang zu einem Schloss mit Wehrturm standen. Grausen machte sich in ihm breit, doch neben der immer stärker aufkommenden Panik, war da noch ein anderes Gefühl. Wieso griffen sie ihn nicht an? Wieso ließen sie ihn hier so liegen? Und was war das für ein Schloss? WIESO war hier ein Schloss?
      Konnte er nicht weglaufen ? Und hatte er nicht schon vorher die Augen geöffnet? Oder ich habe es überlesen, kann auch sein.





      Kramurx schrieb:

      KRAH! KRAH!
      Krähen kreisten über dem Wehrturm, der sich leicht zur Seite neigte.
      Hier würde mir eine ungefähre Mengenangabe sehr helfen. sind es ein paar, eine Menge, eine Handvoll, ein Dutzend ?



      Kramurx schrieb:

      Die beiden Zombies schienen vor dem Tor wache zu halten.
      Wache




      Kramurx schrieb:

      Doch das wichtigste war wohl, dass sie so völlig anders aussahen als die Zombies, die ihn und Frau Klarhilfa angegriffen hatten. Fast schon menschlich. Mit Lederkappen, Lederharnisch und Beinschienen standen sie gerüstet da. Ihre Haut war weder zerfallen, stattdessen geschmeidig, noch waren sie unterernährt. Sie standen wohl gut im Futter, wie man so schön sagt. Ihre Augen hatten einen gelblichen Ton, ihre Haut eine gewisse Leichenblässe, doch sahen sie ansonsten normal aus. Und sie hatten wesentlich mehr Haare auf dem Kopf, die einer richtigen und vor allen sauberen Haartracht glichen. Zum Schluss ihr Geruch. Sie hatten scheinbar keinen. Zumindest nichts, was das Moor überdecken konnte. Sie waren also keine wandelnden Müllkippen!
      Ausführliche Beschreibung, gefällt mir gut.


      Kramurx schrieb:

      Seine Füße versanken bei jedem Schritt leicht im Boden und gab seltsame Laute von sich.
      Bei dem Satz bin ich hängengeblieben, wegen dem gab, bezieht sich das auf den Boden, denn wenn es sich auf die Füße bezieht, muss es "gaben"
      heißen.



      Kramurx schrieb:

      Eine faustgroße, erwachsene Fee tauchte über dem Moor auf. Alles an ihr war violett. Die zarten Flügel, die schmiegsamen und glatten Haare, die Regenbogenhaut ihrer Augen und ihr winziges Kleid, dass sie von der Brust bis zu den Oberschenkeln umhüllte. In ihren Haaren trug sie jeweils links und rechts eine kleine Rose über den Ohren. Mit unruhig flatternden Flügeln kam sie näher.
      Spätestens jetzt mit dem Eintreffen der Fee, stelle ich fest, dass es eine ganz einzigartige Geschichte wird xd


      Gefällt mir aber gut, es ist immer noch humorvoll geschrieben, der Reiz weiterzulesen, ist vorhanden.



      Kramurx schrieb:

      Was haltet ihr von der momentanen Situation? Ist seine Wesensveränderung soweit glaubwürdig? Und ich musste meinen BF ziemlich überreden die Fee so mit reinnehmen zu dürfen. Ich hoffe es war kein Fehler, er hätte selber auch Ideen wie man die Wachen los wird. Angefangen von einem anderen Monster, bishin dass das Hühnergehege erstmal wegfällt und Marik was anderes machen soll. Hab mich aber durchgesetzt xD weil ich ihre Existenz und ihren Nutzen begründen konnte, was aber sich für euch in dem Part jetzt sich noch nicht erschließt. Und liest es sich besser, wo ich versucht hab die Handlungen rechts neben die wörtliche Rede zu schieben? Spoiler anzeigen
      Ich finde seine Wesensveränderung äußerst interessant und auch relativ nachvollziehbar. Die Fee hat mich komplett gekillt, besonders als sie die Zombies dann einfach gesprengt hat. Du hast eine Fantasie haha :panik: :alien: :nummer1: Starke Story, mag ich ! :)

      Die Spannung bleibt bestehen, weiter so. Das die Zombies auf einmal "freundlich" sind, hat mich überrascht, ich bin gespannt, was noch so passieren wird. Also habe ich nichts mehr hinzuzufügen: Weiter so! Mehr davon


      Gedichte von mir: Geburtstagsgedicht , Erfolgreicher Sommertag, Das unglaubliche Mädchen :)

      Man muss seine Ideen verwirklichen, ansonsten wuchert Unkraut darüber. ~ Jean Paul

    • Guten Abend @Kleiner Liki :) ,

      alles im Spoiler zu finden

      Spoiler anzeigen


      Kleiner Liki schrieb:

      Also am besten noch ein Leerzeichen, denn das gehört wohl nicht zu deiner künstlerischen Freiheit, oder? xd
      Öööhm... joooahr... neeein... ups xD Ich hab die künstlerische Freiheit ein Leerzeichen zu setzen nach dem ersten " abgeschafft... noch hat allerdings keiner gesagt, ob es sich dadurch jetzt besser liest xD oder obs vielleicht sogar egal ist... hm...

      Kleiner Liki schrieb:

      Konnte er nicht weglaufen ? Und hatte er nicht schon vorher die Augen geöffnet? Oder ich habe es überlesen, kann auch sein.
      Das Schloss mit den beiden Zombies steht hinter ihm, als er sich aufrichtet ;) Von der Situation her öffnet er eben seine Augen und schaut zuerst in den Himmel, den ich jetzt nicht extra beschrieben habe... Dann richtet er sich auf und schaut nach vorn. Letztlich dreht er sich um und erblickt den Rest. Ich hatte es vorher anders stehen, hatte aber im Gefühl, dass man vllt die Logik anzweifelt, dass er sowohl vor als auch hinter sich alles gleichzeitig sieht xD
      Und wenn man ihn hätte einmal rundumgucken lassen, wieso er eben nicht zu aller erst vor den Zombies wegrennt... aber diese ziehen ihn ja magisch mit dem Gefühl voller vertrauen an. ich könnte es eventuell noch etwas verdeutlichen, muss ich mir an der Stelle nochmal anschauen, ob da was zu futzeln ist :hmm:
      (Edit) mir ist grad aufgefallen, dass ich tatsächlich mit wenigen Worten geschrieben hab ,dass er sich komplett umsieht... schnell korrigiert xD

      Kleiner Liki schrieb:

      Bei dem Satz bin ich hängengeblieben, wegen
      dem gab, bezieht sich das auf den Boden, denn wenn es sich auf die Füße
      bezieht, muss es "gaben"
      heißen.
      Bezieht sich auf den Boden... ich habs Mal deutlicher in der Bearbeitung gemacht :whistling: will ja nicht, dass noch andere hängen bleiben xD


      und vielen Dank, dass du dir die Zeit für das Feedback genommen hast ^^

      lg Kramurx

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kramurx ()

    • Marik stapfte durch das Moor zurück zum Schloss und öffnete den Eingang.
      Knarrend öffneten sich die Tore. Was hatte er auch erwartet? Es sah von außen aus wie ein trübseliges, zerfallenes Gemäuer und auch von Innen machte es nicht viel mehr her. Eine beinahe Ruine. Weder geheimnisvolle Gemälde an den Wänden, noch Ritterrüstungen in den Gängen oder sonst irgendetwas. Enttäuschend, dachte sich Marik. Aber er war auch nicht hier um sich ein altertümliches Schloss anzusehen, er wollte zu Schlaukopf. So machte er einen Schritt in das dunkle Anwesen hinein. Weder schienen hier alte Kerzenständer, noch Kronleuchter oder knisterten Fackeln an den Wänden. Es war einfach düster. Alles was hier eine Lichtquelle brachte, waren die kleinen Fenster, in deren eingeworfene Lichtkegel Staub auf und ab tanzte. Links und rechts führten lange, dunkle Gänge. Jeder Schritt hallte wider. Vor ihm war eine weitere Tür und unter ihr drang flackerndes Licht hervor! Und da war wieder so ein neues, unbegreifliches Gefühl. Marik schloss seine Augen, um es zu erforschen. Zombies, kam ihm der Gedanke auf. Wieso konnte er ihre Anwesenheit spüren?! Die Schmerzen in seinem Kopf ließen ihn keine Logik dahinter finden und so schob er die Tür langsam und vorsichtig auf.
      KRRRIIIETSCH!!!
      Mit einem ohrenbetäubenden Lärm verstummten die Zombies im Raum und starrten Marik regungslos und erstarrt in ihrer Bewegung an. Ooohjeee!
      Noch auffälliger hätte es für ihn gar nicht kommen können.
      Wärme flutete aus dem Raum und schob sich an Marik vorbei.
      Dahinter war es , wie man es sich vorstellte! Endlich hatte er das Gefühl in einem richtigen Schloss zu sein! Gemälde von ihm unbekannten, mittelalterlichen Personen hingen an der Wand, die einen mit ihren Augen verfolgten. Ein roter mit goldenen Verzierungen bestickter Teppich lag am Boden und ein knisterndes Kaminfeuer prasselte munter vor sich her im hinteren Teil des Zimmers. Über dem Feuer kochte ein Kessel, der einen angenehmen Geruch nach Brühe verteilte. An den Wänden standen Schränke und Kommoden, darauf kleine Pflanzen mit verzierten blauen Vasen. Die Vorhänge an den Fenstern waren staubig und hatten ihre einst knallrote Farbe verloren. In der Mitte des Raumes standen große Tische mit mehreren Dutzend Stühlen drum herum, an denen zwei Zombies saßen und bis vor Mariks erscheinen wohl ein angeregtes Gespräch geführt hatten. Es schien eine Art Speisesaal oder Aufenthaltsraum zu sein und wirkte gemütlich - und irgendwie rustikal.
      Er ließ von der Innenausstattung des Raumes ab. Zwar gab es noch viel mehr zu sehen und zu erforschen, aber deswegen war er nach wie vor nicht hier. Viel wichtiger war es Schlaukopf ausfindig zu machen.
      Da waren sie also. Vier Zombies auf einen Schlag im Raum veteilt. Eigentlich sahen auch diese wie Menschen aus, doch woher wusste er dann sofort, dass es Zombies waren? Und wieso konnte er ihre Anwesenheit selbst durch Türen und Wände spüren? Auch sie sahen so völlig anders aus, als jene, die ihn und Frau Klarhilfa angegriffen hatten. Sie trugen normale Alltagskleidung, blaue Jeans und weißes T-Shirt. Allerdings war ihre Kleidung fleckig und zerschlissen. Sie hatten zwar auch eine gewisse Leichenblässe an sich, wie jeder Zombie, den er bisher getroffen hatte, doch weder war ihre Haut ledrig, noch ihre Augen sonderlich anders, als die der Menschen. Und Zahnhygiene schien ihnen auch nicht fremd zu sein: Waren sie doch wie Sterne, leuchtend gelb und weit auseinander. Kleiner Scherz am Rande. Wieso Marik gerade jetzt zu scherzen zu Mute war, konnte er nur auf seine innerliche Aufregung schieben. Wenigstens waren die Zähne nicht schwarz. Doch ehe er sich noch weiter ins Detail vertiefen konnte, stellte sich ein fünfter Zombie von der Seite ihm in den Weg: „JAAAH?“
      Schon wieder dieses JAAAH, dachte sich Marik und sah den erstaunlich großen Zombie an. Auch wenn er sich nicht vertiefen wollte, aber dieser Zombie war mindestens zwei Köpfe größer als alle anderen, die er bisher gesehen hatte! Und diese Arme! Diese unglaublich dicken Arme und seine Brustmuskeln! Neidisch könnte er glatt werden! Der Zombie trug nicht wie die anderen ein Shirt, sondern zeigte seinen nackten Oberkörper. Stählern wirkten die Muskeln, als könne er Marik packen und mit Leichtigkeit einhändig in die Luft werfen. Außerdem hatte er lange, schwarze Haare, die zerzaust von seinem Kopf herunter hingen. Seine Augenbrauen waren wie zwei Schwerter, seine Lippen bläulich bis violett verfärbt. Er hatte scheinbar große, feste Hände die steinhart wirkten. Und zu Mariks Unverständnis trug dieser Zombie als einziger ein schwarzes Halsband mit abgehenden Spitzen seinen Hals, wie man es von Kampfhunden kannte.
      „Bist du… Schlaukopf“, fragte Marik vorsichtig mit einer gewissen Spur von Ehrfurcht?
      „Nein, Hugo ist Kraftprotz. Und du? Kraftprotz oder Schlaukopf?“
      Hugo? Sie hatten also untereinander sogar Namen! Und was war das wieder mit Kraftprotz und Schlaukopf? Er war ja kein Zombie, also konnte er weder das eine noch das andere sein. Andererseits...
      „Ich… ich weiß nicht… beides?“
      „HA. HA. HAAA“, lachte Hugo plötzlich laut auf!
      Doch bei seinem letzten langen „HAAA“ beugte er sich vorn über und seine Eingeweide fielen ihm aus dem Mund. Schnell sammelte er sie mit den Händen wieder auf und schluckte sie einfach wieder herunter.
      Eigentlich hätte Marik das zutiefst verstören müssen! Aber jene Verstörung blieb völlig aus. Hugo war es hingegen ziemlich peinlich und zeigte sich sehr verlegen, dass ihm das passiert war. Schaute er zuvor auf Marik mit einem stolzen, festen Blick - so wanderte dieser fliehend in eine andere Ecke des Raumes und hüstelte leise.
      Unangenehme Stille kam danach auf. Marik versuchte die für Hugo eindeutig unangenehme Situation zu durchbrechen: „Wer von den anderen ist Schlaukopf?“
      „Keiner. Wir alle Kraftprotz.“
      Marik schloss die Augen und versuchte sich zu besinnen, ehe er in wilder Rage verfiel. Wieso wurde er so unvorhergesehen wütend auf Hugo? Er konnte doch nichts dafür!
      Er atmete tief aus bevor er Hugo darauf hinwies: „Aber die Wache draußen hat gesagt, hier drinnen wäre ein Schlaukopf. Und dieser Schlaukopf kann mir sagen, wie ich zur Stadt komme. Oder weißt du den Weg?“
      Hugo überlegte kurz, kratzte sich am Kinn und ließ den Blick in den Gang schweifen: „Nein. Nur einer weiß Weg.“
      „Und wer weiß den Weg“, fragte Marik mit etwas pampiger Stimmung.
      „Anführer.“
      Eine Ader über Mariks Auge begann zu pochen. Musste er wirklich ALLES bei jedem erfragen? Wieso müssen Zombies so unterbelichtet sein! Wenigstens hatte er den Umgang mit ihnen schon draußen vor dem Tor gelernt. So ließ er sich nichts anmerken.
      „Und wo ist der Anführer? Kann ich ihn kurz sprechen?“
      „Nein. Du nicht.”
      Was, wer, wie, wo?! Wieso schon wieder nicht???
      „Was muss ich tun, damit ich mit dem Anführer reden kann?“
      Hugo kratze sich erneut am Kinn, eine Geste, die er wohl öfter zu machen schien, zu sehen an den Kratzspuren seiner Fingernägel und die darunter sich bereits gesammelte Haut: „Hmmm.“
      Marik äffte ihm nach: „Hmmm?“
      „Kräuter.“
      „Kräuter“, wiederholte Marik fragend? Kaum verließ er sich darauf, die Zombies zu verstehen, wurde er von sich selbst enttäuscht.
      „Bring Hugo Kräuter!“
      Wozu zur Hölle brauch ein Zombie Kräuter?!
      „ Und wo bekomme ich deine Kräuter her?“
      „Links”, antwortete Hugo und nickte zufrieden mit sich selbst und seiner Antwort. Und so machte sich Marik abermals auf in den Sumpf, diesmal um seine Zeit damit zu verschwenden, Kräuter zu sammeln.
      Vor dem Schloss bog er diesmal in die andere Richtung ab und folgte dem einzigen Weg, der ihn nicht versickern ließ.
      Nach kurzer Zeit traf er auf eine Blumenwiese, die etwa Turnhallengröße hatte. Auf ihr wuchsen etliche Blumen und andere Pflanzen. Zum Glück konnte Marik mit seinen Kenntnissen einige der Pflanzen identifizieren.
      Brenneseln, Disteln, Sumpfknollen, Sumpfgräser, Pfefferminz, Petersilie, Maggikraut, Schnittlauch. Aber auch unendlich viele weitere Kräuter, die er noch nie bei seinen Großeltern gesehen hatte.
      Dieser Ort wirkte gerade zu heilig und hätte Mariks Herz der Natur höher schlagen lassen müssen! Doch nichts. Rein gar nichts regte sich in ihm. Wie ungewöhnlich?
      Bienen summten und sammelten den Honig von den Blüten der Blumen.
      Er kniete nieder und pflückte die Kräuter und Blumen gleichermaßen. Normalerweise hatte er großen Respekt vor der Natur und berauschte sich nur allzu gern an ihrer Schönheit. Doch sein Hochgefühl, sein Herz der Natur, blieb tatsächlich aus und er rupfte einfach alles raus, was ihm in die Quere oder ins Sichtfeld kam, um ganz sicher zu sein, nichts auszulassen. Er ließ von der heiligen Blumenwiese ein zerpflücktes Trümmerfeld zurück.
      Wieder im Schloss angekommen zeigte er Hugo die Kräuter, die er gesammelt hatte. Hugo nahm sie dankend an, indem er ihm einfach zunickte und deutete auf einen neuen Zombie hinter ihm: „Jetzt du darfst mit Schlaukopf... mit Schlaukopf... reeeden.“
      ENDLICH! Warte? Was? Er wollte doch zum Anführer! Schon viel zu lange vergeudete er hier seine Zeit, um irgendwelches Essen oder Kräuter zu holen!
      Ein langer, dünner Zombie hatte sich zu den anderen Zombies gesellt. Er zeichnete sich deutlich von den Kraftprotzen ab: Er trug eine Brille ohne Glas. Hatte keine sichtbaren Muskeln und seine Zähne waren strahlend weiß. Die Fingernägel seiner weichen, kleinen Hände waren sauber und ordentlich geschnitten. Auch die Kleidung war tadellos und wies weder Flecken noch Löcher auf. Er trug wie alle anderen blaue Jeans und ein weißes Shirt. Doch im Gegensatz zu den anderen hing um seinen Hals eine blaue Krawatte mit kleinen Quietscheentchen darauf.
      „Schlaukopf“, fragte Marik, als er sich dem vermeintlichen Schlaukopf näherte?
      „Und jetzt noch einmal in einem ganzen Satz die Frage, bitte.“
      Diese nahezu menschliche Wortwahl und Formulierung überraschte Marik und traf ihn völlig unvorbereitet! Fast schon peinlich war es ihm jetzt, dass er alle Zombies für unterbelichtet gehalten hatte.
      „ Ich meine... Bist du der Schlaukopf und kannst mir sagen, wie ich zur Stadt komme?“
      Er musste es einfach wissen!
      „Nein, mein Bester.“
      Nein? Wieso Nein?!
      „Ich sehe einen gewissen Unmut in deiner Haltung“, sagte Schlaukopf und legte seinen Kopf in die Schräge.
      „Natürlich! Erst schießt mir meine Lehrerin in den Kopf, dann explodiert irgendein Mistvieh direkt vor meiner Nase und jetzt kennt schon wieder niemand den Weg zur Stadt“, polterte er in einem neuen Rausch von anfänglicher Rage!
      Unglaubliche Schmerzen in seinem Kopf machten sich einmal mehr breit und strahlten über seinen gesamten Schädel aus. Er hatte gerade etwas gesagt, dass ihn hätte stutzig machen müssen. Nur was? Egal. Er verwarf den Gedanken wieder. Er musste sich jetzt voll und ganz auf das Gespräch konzentrieren!
      „Nun… das ist in der Tat bedauerlich für dich. Doch dass den Weg hier niemand kennen würde, habe ich gar nicht gesagt. Ich persönlich kenne ihn nicht. Und ich fürchte die anderen auch nicht. Unser Anführer müsste den Weg kennen, nur leider empfängt er keinen wilden Zombie.“
      Wilden Zombie? Moment. Moooment. MOMENT!
      „Wieso wilder Zombie? Ich bin ein Mensch!“
      „ Hohoho. Ja schaut so ein Mensch aus“, schnaubte der Schlaukopf belustigt und hielt Marik einen Handspiegel vor das Gesicht.
      Er traute seinen Augen nicht. Oberhalb seiner rechten Stirn war ein Loch und man hatte einen ekligen Einblick auf sein Gehirn. Im Gesicht hatte er die gleiche Leichenblässe wie die anderen Zombies und seine Augen hatten einen gelblichen Ton angenommen. Erste Adern zogen sich von den Augenwinkeln zur schwarzen Iris. Dabei hatte er blaue Augen gehabt!
      Die Verdrängung löste sich mit einem Mal. Jetzt fiel ihm alles wieder ein. Frau Klarhilfa hatte ihm in den Kopf geschossen!
      Er wollte schreien, weinen, oder einfach toben. Die Welt und Frau Klarhilfa verfluchen, doch er blieb ruhig. Zu ruhig. Kalt. Seine Miene versteifte sich. Seine Lippen krampften. Seine Gedanken schrien nach Gefühlen, aber sie blieben aus. Die Zeichen waren doch eindeutig gewesen. Er hatte sich mit Absicht nicht in einer Wasserreflexion betrachtet oder an den Kopf gegriffen. Die Kaltblütigkeit, als er die Hühner tötete. Das gefühllose zerpflücken der schönen Blumenwiese. Die grundlegende Wesensveränderung, die er durchgemacht hatte. Und warum er überhaupt noch lebte. Oder eben nicht. War er jetzt ein Zombie? Und doch… etwas störte ihn an den Gedanken, ein Untotes Wesen zu sein. Und da, ganz klein und leise.
      PoPoch. PoPoch. PoPoch
      „Aber mein Herz, es schlägt noch! Nur schwach, aber es schlägt!“
      Hieß das, er war noch am Leben? Doch müsste die Wunde am Kopf dann nicht bluten wie verrückt?
      „Das ist in der Tat sehr ungewöhnlich für einen Zombie. Und dazu noch ein wilder Zombie. Aber was weiß ich schon von den Wilden da draußen? Sie sind mir zu wild und zu uneinsichtig im Charakter. Greifen sie jeden bei Sichtkontakt doch an, der nicht zu ihres Gleichen gehört. Dass du mich nicht zerfleischen willst, überrascht mich zutiefst.“
      Was soll das heißen „Ihresgleichen“? Sie waren zweifellos anders und viel verrückter, aber waren sie keine Zombies? Doch. Nur wollten diese Zombies, sich nicht mit den anderen Zombies identifizieren. Wie seltsam. Aber ein anderer, viel wichtigerer Gedanke drängte sich ihm auf: Auch mit dem Loch im Kopf… er kann doch wieder zurück, oder?
      Das sollte ihn eigentlich Tränen in die Augen rühren, doch die Trauer um sein Leben blieb völlig aus. Dann konnte er die Frage auch gleich unterdrücken und beiseite schieben.
      „Ich will mit dem Anführer sprechen. Was muss ich tun?“
      „Nun. Du müsstest unserer Gesellschaft beitreten. Und als vollwertiges Mitglied die eine oder andere Aufgaben übernehmen und erfolgreich bewältigen, bis unser Anführer dich zu sich ruft.“
      „Dann trete ich euch bei. Und nun?“
      „Wir müssen feststellen welche Art von Aufgaben dir liegen. Bist du ein Schlaukopf und arbeitest an der Theorie…zum Beispiel das schmieden von Plänen und organisieren der Gesellschaft. Oder bist du ein Kraftprotz und wirst mehr praktische Aufgaben übernehmen. Wie Holz hacken und Schlauköpfe verteidigen.“
      War er ein Schlaukopf oder Kraftprotz, das war hier die Frage. Als Kraftprotz empfand er sich nicht, im Vergleich zu Hugo waren seine Arme eher dünn wie Zweige, aber nicht so dünn wie von Schlaukopf. Und als Schlaukopf andere anführen? Ob ihm so viel Verantwortung mit 16 schon gelingen mag? Er hatte seine Bedenken…
      „Ich sehe Zweifel in deiner Haltung. Nimm Hugo und geh in den Sumpf. Vielleicht kann er dich beraten.“
      „Hugo? Wie kann der mir helfen?“
      „Wenn er dir nicht den Kraftprotz näherbringen kann, dann kann es keiner.“
      Er hatte scheinbar keine andere Wahl, wollte er den Anführer treffen.
      „Fein, ich tue es.“
      „Ach und bevor du gehst, solltest du entscheiden, ob du auf ihm reiten möchtest“, fügte Schlaukopf mit an.
      „Ihn... reiten“, fragte Marik, dabei stürzten seine Augenbrauen verwirrt und schockiert in die Tiefe?
      „Hugo muss als Strafe eines Vergehens für die anderen Zombies unserer Gesellschaft als Reittier herhalten. Nimm dir Sattel und Leine, damit es bequem wird.“
      Eine Szene tauchte vor seinem geistigen Auge auf, wie er auf Hugos Rücken durch den Sumpf galoppierte, dieser die Hände in die Höhe warf und laut wieherte. Großer Gott!
      „Nein Danke... ich habe zwei gesunde Beine, denke ich... Was hat denn Hugo angestellt?“
      „Wie du meinst, mein Bester. Dann geh. Aber Leine ihn zumindest an, damit er dir nicht wegläuft“, antwortete Schlaukopf, ohne auf die Frage am Ende einzugehen. Scheinbar hatte Marik einen Wunden Punkt der Gesellschaft getroffen.
      Dennoch überkam Marik ein sehr unwohlsames Gefühl, als sich Hugo zu ihm herunter beugte, damit er ihm eine rote Leine am Halsband festmachen konnte. Hugo schien es nichts auszumachen, als wäre er es schon seit langer Zeit so gewohnt. Marik hingegen störte es sehr. Es kommt nicht jeden Tag vor, dass man einen Hühnen an die Leine nehmen soll. Unbehagen machte sich in ihm breit. Das alles war sehr mysteriös und Marik wusste nicht so recht, ob es sogar das Mobbing an seiner Schule bei weiten übertraf.
      Wenigstens muss Hugo nicht auf alle Vieren durch die Gegend krabbeln.
      Seine anfängliche Ehrfurcht vor Hugo war mit diesem neuen Gedanken nun vollständig verschwunden. Eigentlich schon der Gedanke Hugo wie ein Pferd zu reiten, hatte alles zerstört. Es war grausam. So ergab sich die ernste Frage: Was zur Hölle hatte Hugo nur angestellt, dass er so behandelt wurde und wieso lässt er das mit sich machen?! Könnte er doch alle Anwesenden hier ohne große Gegenwehr einfach zerreißen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Kramurx ()

    • Hey Kramurx,

      okay, so langsam fügt sich das ja alles ein bisschen zusammen, was nicht bedeutet, dass es nicht nach wie vor ziemlich strange ist. :) Aber wenn man einmal kapiert hat, um welche Art von Geschichte es sich handelt, dann kommt man eigentlich ganz gut damit klar. - Also ich zumindest.
      Hier kommen noch ein paar Anmerkungen:

      Spoiler anzeigen


      Kramurx schrieb:

      Wilden Zombie? Moment. Moooment. MOMENT!
      „Wieso wilder Zombie? Ich bin ein Mensch!“
      „ Hohoho. Ja schaut so ein Mensch aus,“ schnaubte der Schlaukopf belustigt und hielt Marik einen Handspiegel vor das Gesicht.
      Er traute seinen Augen nicht. Oberhalb seiner rechten Stirn war ein Loch und man hatte einen ekligen Einblick auf sein Gehirn. Im Gesicht hatte er die gleiche Leichenblässe wie die anderen Zombies und seine Augen hatten einen gelblichen Ton angenommen.
      Sehr schöne unerwartete Wendung des Geschehens :thumbsup: Klar, er ist ja erschossen worden...und somit nun offensichtlich auch ein Zombie ...das erklärt einiges.


      Kramurx schrieb:

      Seine lippen krampften
      Lippen

      Kramurx schrieb:

      Er hatte seine bedenken
      Bedenken

      Kramurx schrieb:

      „Ach und bevor du gehst, solltest du entscheiden, ob du auf ihm reiten möchtest,“ fügte Schlaukopf mit an.
      „Ihn... reiten,“ fragte Marik, dabei stürzten seine Augenbrauen verwirrt und schockiert in die Tiefe?
      „Hugo muss als Strafe eines Vergehens für die anderen Zombies unserer Gesellschaft als Reittier herhalten. Nimm dir Sattel und Leine, damit es bequem wird.“
      Eine Szene tauchte vor seinem geistigen Auge auf, wie er auf Hugos Rücken durch den Sumpf galoppierte, dieser die Hände in die Höhe warf und laut wieherte. Großer Gott!
      „Nein Danke... ich habe zwei gesunde Beine, denke ich... Was hat denn Hugo angestellt?“
      „Wie du meinst, mein Bester. Dann geh. Aber Leine ihn zumindest an, damit er dir nicht wegläuft,“ antwortete Schlaukopf, ohne auf die Frage am Ende einzugehen. Scheinbar hatte Marik einen Wunden Punkt der Gesellschaft getroffen.
      Dennoch überkam Marik ein sehr unwohlsames Gefühl, als sich Hugo zu ihm herunter beugte, damit er ihm eine rote Leine am Halsband festmachen konnte.
      :rofl: Ich schmeiß mich weg...woher nimmst du diese verrückten Ideen???

      Na dann mal sehen, ob er ein Schlaukopf oder ein Kraftprotz wird...es bleibt spannend :D



      Rainbow