Aus Tenandes' Vergangenheit

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    • Hey @Katharina
      Mir gefällt deine Schreibe sehr gut. Es ist alles gut nachvollziehbar und liest sich flüssig.

      Katharina schrieb:

      „Wenn das alles klar ist“, sagte Zarandas, „dann komm heute Abend, spätestens morgen bei Sonnenaufgang an Bord. Wir laufen mit der Ebbe aus. Ich gebe meinen Offizieren Bescheid. Du kannst jetzt gehen.“
      Also. Ich jetzt. Damals, als ich noch Kapitän in der nördlichen Südsee war. Hätte einen Meuterer und Mörder niemals mit an Bord genommen Dann wäre ich möglicherweise der nächste Kapitän mit dem Tenandes unzufrieden ist.
      Das wäre mir viel zu riskant.
      Der Kapitän hat ja anscheinend auch keine akute Personalnot. Hier hab ich mich sehr gewundert, dass er das Risiko eingeht. Vielleicht möchtest du ja, dass der Leser sich hier wundert. Oder in deiner Welt wird so ein Verhalten eher toleriert. Wollte meinen Eindruck zumindest mitteilen. ;)
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Sensenbach schrieb:

      Hätte einen Meuterer und Mörder niemals mit an Bord genommen Dann wäre ich möglicherweise der nächste Kapitän mit dem Tenandes unzufrieden ist

      Der Hintergrund dazu kommt aus den Kurzgeschichten nicht richtig raus, aber wir sind in dem Moment in Coth - einem Freihafen. In der Praxis ist das ein Ort, wo viel geraubtes Gut umgeschlagen wird - es werden nicht allzu viele Fragen gestellt, ein bisschen plausibles Blabla reicht und der Handel geht klar.

      Und da gibt es auch einen Grund aus dem Zarandas da ist - der hat's naemlich auch nicht so mit Gesetzen (schon gar nicht mit denen von anderen Laendern) - wenn man ein grosses Schiff hat das schwer zu durchsuchen ist, dann laesst sich gut Geld damit verdienen auch mal eine Fracht auf der Seite zu transportieren. Will sagen, Zarandas hat recht oft mit zwielichtigen Leuten zu tun - und jemand an Bord den er in der Hand hat (weil er seine schmutzige Vergangenheit kennt) und den er da auch mal als Boten verwenden kann wenn bestimmte Vereinbarungen getroffen werden kommt ihm nicht so ungelegen wie es scheinen mag.

      Auf der anderen Seite ist Zarandas' grosses Talent, mit Menschen umzugehen, und das weiss er (er ist nicht der tollste Seefahrer, aber er weiss wie er sich mit guten Leuten umgibt die das fuer ihn machen und wie er die zufrieden haelt) - vor Meuterei hat er deshalb eigentlich keine Angst (und recht viel spaeter, eine Geschichte nach der Schwarzen Goetten, wird er wegen Waffenschmuggel in grosse Schwierigkeiten geraten und seine Besatzung unternimmt grosse Anstrengungen, um ihn da rauszuhauen).

      Das jedenfalls ist der Hintergrund zu Zarandas (was Tenandes halt an diesem Punkt nicht weiss).
    • Danke @Xarrot und @Sensenbach :)
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      Xarrot schrieb:

      Man könnte zumindest noch in einem Nebensatz festhalten, dass Zarandas bemerkt, wie Anspanung von Tenandes abfällt oder so.
      Kann man sicher noch reinbringen, aber eigentlich dachte ich, dass Tenandes tatsächlich erst mal doch irgendwie perplex ist, dass er den Job hat. Deshalb geht er eher so wie in Trance vom Schiff und die Erkenntnis trifft ihn dann wohl erst später :D Aber ich behalt's im Hinterkopf und guck noch mal drüber.

      Xarrot schrieb:

      Immerhin könnte Zarandas ihn trotzdem verpfeifen, einfach weil ihn sein Ehrgefühl dazu zwingt oder sonst sowas.
      Na ja, das halte ich für nicht so wahrscheinlich. Wenn er diesbezüglich ein schlechtes Gewissen hätte, hätte er sich wahrscheinlich gar nicht erst darauf eingelassen, Tenandes noch mal zu treffen. Ich denke, Tenandes ist klar, dass er jetzt praktisch auf Bewährung ist.

      Sensenbach schrieb:

      Der Kapitän hat ja anscheinend auch keine akute Personalnot. Hier hab ich mich sehr gewundert, dass er das Risiko eingeht. Vielleicht möchtest du ja, dass der Leser sich hier wundert.
      Zusätzlich zu dem, was @Thorsten schon erklärt hat (was der Leser nicht alles wissen kann, aber vielleicht auch nicht muss) hab ich auch irgendwo in Teil 3 der Geschichte geschrieben, dass Tenandes an Bord der Morgenwind keine Meuterei durchführen könnte, selbst wenn er es wollte. Die Morgenwind hat fast 50 Mann Besatzung und Tenandes ist der einzige Ausländer dort (oder vielleicht einer von zwei oder drei, jedenfalls eine ordentliche Minderheit...). Um erfolgreich ein Schiff zu übernehmen, muss man sich Rückhalt in der Besatzung suchen. Einfach losgehen und den Kapitän ermorden, wäre zwar im Prinzip möglich, führt aber wohl eher dazu, dass man von der restlichen Besatzung aufgeknüpft wird. Ausserdem habe ich versucht zu verdeutlichen, dass Tenandes die ganze Angelegenheit äusserst peinlich ist. Zarandas ahnt, dass er Schiss gekriegt hat auf dem Piratenschiff und deshalb das Weite gesucht hat. Er hat also vermutlich nicht vor, den selben Mist noch mal durchzuziehen, sondern will nur irgendwo untertauchen. Zarandas gewinnt eigentlich auf der ganzen Linie: er kriegt einen äusserst fähigen Mann für lau, er kriegt jemanden, der auf jeden Fall wegguckt, wenn er selbst irgendwelche krummen Sachen dreht, und er zieht sich aus jeglicher Verantwortung, wenn Tenandes doch irgendwo erkannt werden sollte (der Kerl ist Ausländer, woher sollte er denn wissen, dass er gesucht wird). Und Tenandes ahnt das, daher hat er auch keine Angst, dass Zarandas es sich noch mal anders überlegt. Aber ihm muss auch klar sein, dass er sich auf der Morgenwind besser gut benehmen sollte.
      Falls ihr meint, dass das noch irgendwo deutlicher gemacht werden sollte, bin ich für Vorschläge offen. Andererseits finde ich es auch nicht verkehrt, wenn der Leser sich hier ein wenig wundert oder vielleicht aufgrund des Ausgangs der Geschichte ahnt, dass Zarandas auch nicht ganz sauber ist. :) Also ja, wundern darf man sich, nur völlig unglaubwürdig ist es hoffentlich nicht?!

      Danke jedenfalls für eure Gedanken dazu!


      So, dann geb ich euch noch den Rest ;)

      Zarandas (Teil 5)


      Tenandes war am Nachmittag, nach dem Verladen der neuen Ware, bereits an Bord gekommen und hatte sich von Gregas das Schiff zeigen lassen. In Anbetracht der Tatsache, dass er noch immer sehr heruntergekommen aussah, hatte Zarandas ihn zu Yossuf, seinem Bordarzt, geschickt, der ihn einmal gründlich nach irgendwelchen ansteckenden Krankheiten untersuchen sollte, bevor man ihn auf die Mannschaft losließ.
      Nach dem Abendessen, als Zarandas allein in seiner Kajüte saß und in einem Buch laß, kam der Arzt zu ihm, um Bericht zu erstatten.
      „Alles in Ordnung so weit“, sagte Yossuf mit einem Schulterzucken. „Ich würde ihn entlausen und seine Kleidung mal waschen lassen, aber körperlich macht er einen ganz gesunden Eindruck. Narben natürlich, das übliche… ehrlich gesagt, sieht das nach einem rechten Draufgänger aus. Ach ja, und das hängende Lid scheint das Ergebnis einer früheren Vergiftung zu sein. Vermutlich ein Schlangenbiss. Ansonsten… er ist ein wenig abgemagert, aber das sollte sich nach ein paar ordentlichen Mahlzeiten ja wieder geben.“
      Zarandas nickte und dankte dem Arzt. Er wandte sich wieder seinem Buch zu und erwartete, dass Yossuf die Kajüte wieder verlassen würde, doch das tat er nicht.
      „Wisst Ihr eigentlich, warum er hinkt?“, fragte Yossuf und Zarandas blickte wieder auf.
      „Nein“, erwiderte er kopfschüttelnd als der Arzt nicht weitersprach.
      „Na ja, ich hab’ erst gedacht, dass er einen Sehnenriss im Fuß erlitten hat“, erklärte er. „Sowas kann passieren, wenn die Sehne zu sehr belastet wird. Dann kann sie reißen, gibt sogar einen richtig schönen Knall. Sehr unschöne Sache, heilt nur sehr langsam wieder.“
      Zarandas wusste nicht, worauf Yossuf hinauswollte. Abwartend hob er die Brauen und lehnte sich in seinem Stuhl zurück.
      „Der Eloraner hat an der Stelle am Fuß aber eine Narbe“, sprach Yossuf weiter. „Das heißt, dass die Sehne nicht gerissen ist – jemand hat sie durchgeschnitten.“
      Der Kapitän verzog angewidert das Gesicht.
      „Wer macht denn so was?“, fragte er, Abscheu in seiner Stimme.
      Der Arzt zuckte mit den Schultern.
      „Keine Ahnung, er hat’s mir nicht sagen wollen. Oder er hat mich nicht verstanden. Aber, na ja…“ Er machte eine Pause und dachte offensichtlich nach, wie er das, was er sagen wollte, ausdrücken konnte. „Sowas passiert eigentlich nicht mal eben bei einer normalen Messerstecherei oder in einem Kampf oder so. Sowas ist Folter. Das macht man, um jemandem eine Lektion zu erteilen, würde ich sagen. Oder vielleicht, um ihn am Weglaufen zu hindern oder so.“
      Nachdenklich blickte der Kapitän ins Leere. Er bedankte sich bei dem Arzt, der daraufhin die Kajüte verließ, und saß noch eine ganze Weile grübelnd an seinem Tisch. Einige Fragen gingen ihm durch den Kopf, aber er beschloss schließlich, den Eloraner nicht darauf anzusprechen. Er hatte versprochen, das, was vorgefallen war, nie wieder zu erwähnen. Es war für Tenandes’ Arbeit hier irrelevant und Zarandas hatte sich vorgenommen, seinen Eindruck von dem Mann möglichst nicht durch dessen Vergangenheit beeinflussen zu lassen. Wenn er sich an die Regeln an Bord hielt und ein fähiger Matrose war, verdiente er es, als ebensolcher behandelt zu werden. Zarandas klappte das Buch zu und löschte das Licht. Morgen würden sie früh aufstehen müssen, da sollte er sich vorher genügend Schlaf gönnen.

      ‘Der Eloraner’, wie er zu Beginn fast ausschließlich genannt wurde, lebte sich schnell an Bord der Morgenwind ein. Anfangs gab es einiges an Getuschel unter den Seeleuten, weil der Neue tatsächlich keinerlei Habseligkeiten mit sich auf das Schiff brachte, als die abgetragenen Kleider, die er am Leibe trug. Viele taten sich außerdem schwer, ihn zu verstehen, aber Tenandes lernte schnell und sprach schon bald einen akzeptablen Chryseia-Dialekt, auch wenn sein eloranischer Akzent sich noch immer sehr grob auf die Sprache auswirkte.
      Was besonders die vier Offiziere der Morgenwind bald bemerkten, war, dass er sich nicht nur ausnehmend gut aufs Segeln verstand und schnell durchschaute wie die Morgenwind gefahren wurde, sondern sich auch mit Navigation bestens auskannte und ein Gespür dafür hatte, welche Arbeiten wann und wie erledigt werden mussten.
      Tenandes war schon bald ein voll integriertes Mitglied der Besatzung. Er ging auf Landgang mit den anderen in Tavernen und riss derbe Matrosenwitze. Er lernte das komplizierte Würfelspiel Vier-mal-Fünf und andere Spiele aus den Stadtstaaten. Er sang während der Arbeit Seemannslieder im Chor mit den anderen Matrosen und pfiff an Land mit ihnen den Frauen hinterher.
      Einzig wenn sie eine eloranische Stadt anliefen und ganz besonders in Sabia, ging er auch öfter allein seiner Wege und Zarandas meinte zu bemerken, dass er sich in diesen Städten vorsichtiger bewegte, wachsamer war. Die anderen bekamen davon vermutlich nichts mit und nahmen wohl einfach an, dass Tenandes sich in diesen Städten mit alten Bekannten, Freunden oder gar Verwandten traf und sich deshalb häufig von ihnen abseilte – vielleicht stimmte das sogar, aber Tenandes erzählte nie davon und Zarandas fragte ihn nie.
      In den zwei Jahren, die Tenandes auf der Morgenwind arbeitete, enttäuschte er Zarandas kein einziges Mal und auf eine Art wurden sie sogar ganz gute Freunde, zumindest in dem Maße, in dem Zarandas bereit war, mit einem seiner Matrosen befreundet zu sein. Der Kapitän sprach die Mathera nur ein einziges Mal wieder an und das war, nachdem er, knapp ein halbes Jahr nach Tenandes’ Einstellung, seinem Freund Orondes in Chryseia wiedergetroffen hatte. Orondes hatte sich an das Gespräch mit Zarandas erinnert und ihm fassungslos erklärt, dass man nur etwa einen Monat nach ihrem letzten Treffen in Coth die Mathera in der Enge von Harantish aufgegriffen hätte. Sie sei praktisch direkt in eine Kontrolle hineingefahren und man habe das Schiff erkannt und die Besatzung festnehmen können. Sie waren im Eloranischen Reich vor Gericht gestellt und entweder hingerichtet oder zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Tenandes hatte die Nachricht mit selbstgerechter Miene entgegengenommen.
      Zarandas war nicht überrascht, als Tenandes ihm nach zwei Jahren erklärte, er wolle sein Glück wieder auf einem eloranischen Schiff versuchen. Er machte nicht viel Aufhebens um sein Weggehen, verabschiedete sich nur von seinen engsten Kameraden und verließ das Schiff im Stillen. Irgendwie hatte Zarandas das Gefühl, dass er wieder von ihm hören würde.


      ENDE
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      Für alle, die sich dafür interessieren, wie wir Filme machen: Ein neuer Film entsteht (Blog)
      Geschichte: Die Schwarze Göttin
    • Hey Katharina,

      ich lese wirklich sehr gerne von Tenandes. Obwohl es eigentlich keine wirkliche Handlung gibt und das ja immer nur kurze Ausschnitte aus seinem Leben sind...es wäre bestimmt cool, daraus einen Abenteuerroman zu machen.

      Die Erklärung von @Thorsten zu Zarandas fand ich ganz hilfreich, weil es mir auch schwer vorstellbar erschien, dass man sich als Kapitän so ohne weiteres eine tickende Zeitbombe auf`s Schiff holt...aber so, wie die Hintegründe erklärt wurden, fand ich es dann wieder nachvollziehbar.

      Am Ende habe ich mich dennoch etwas gewundert, dass Tenandes wieder auf einem eloranischen Schiff angeheuert hat. Gut, die alte Mannschaft ist gefasst und bestraft worden, aber dass man ihn deshalb nicht noch weitersuchen würde, kann ich mir nicht so ganz vorstellen...aber das ist vielleicht auch nur mein persönliches Empfinden. Aus Tenandes`Sicht ist es ja nachvollziehbar, dass er ein gewisses Restrisiko einzugehen bereit ist, weil er gerne in sein "altes Leben" zurück möchte. Deshalb geht das schon klar so :)

      Also, ich lese gerne mehr...

      Hier nur eine kleine Kleinigkeit, über die ich gestolpert bin:

      Katharina schrieb:

      „Wer macht denn so was?“, fragte er, Abscheu in seiner Stimme.
      fragte er mit Abscheu in der Stimme (?)

      LG,
      Rainbow
    • Danke, @Rainbow!

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      Rainbow schrieb:

      ich lese wirklich sehr gerne von Tenandes. Obwohl es eigentlich keine wirkliche Handlung gibt und das ja immer nur kurze Ausschnitte aus seinem Leben sind...es wäre bestimmt cool, daraus einen Abenteuerroman zu machen.
      Den gibt's doch hier :D

      Rainbow schrieb:

      weil es mir auch schwer vorstellbar erschien, dass man sich als Kapitän so ohne weiteres eine tickende Zeitbombe auf`s Schiff holt
      Ich bin gegen Schwarz-Weiss-Malerei in Geschichten - also das darf gern in anderen Geschichten sein, wo es halt passt, aber ich selbst habe gerne komplexe Charaktere. Will sagen, niemand ist böse, einfach um böse zu sein. Dass Tenandes Menschen ermordet hat, macht ihn zwar zu einem Mörder, aber das Label "Mörder" macht ihn nicht als Person aus. Er hat ja auch nicht gemordet, weil er Spass am Töten hat, sondern weil er fehlgeleitet war (dafür gibt's auch wieder eine Erklärung in seiner Biographie). Und dass er einfach jemanden tötet, einfach weil er schon mal getötet hat, ist nicht plausibel. Niemand, der nicht irgendwie völlig krank ist, tötet nicht ohne Grund einen anderen Menschen. Tenandes würde jemanden töten, wenn er sich selbst von demjenigen bedroht fühlt (also richtig bedroht, in seinem Leben oder seiner Freiheit) oder wenn er bestimmte Ziele verfolgt, die das rechtfertigen. Er ist aber auch nicht dumm und er kann einschätzen, wann töten zum Erreichen seiner Ziele beiträgt und wann es nur noch mehr Probleme macht bzw. welche Alternativen es halt gibt, denn die meisten Probleme lassen sich anders viel besser lösen, ganz ohne jemanden umbringen zu müssen.
      Das ganze spielt auch in einer Gesellschaft, wo Tod eher an der Tagesordnung steht: es herrscht in vielen Ländern die Todesstrafe auf bestimmte Verbrechen, viele Städte sind gefährlich und man kann schnell Opfer eines Überfalls werden, der auch tödlich enden kann. Karawanenrouten und Gewässer sind gefährlich, denn überall kann man überfallen werden, weshalb reichere Händler normalerweise Bewaffnete mit auf Reisen nehmen. Auf Zarandas' Schiff kann auch jeder Matrose mit einer einfachen Waffe umgehen und es ist nicht unwahrscheinlich, dass er selbst auch schon mal in ein blutiges Gefecht mit Piraten verstrickt war. Auf längeren Reisen nimmt er auch gelegentlich Söldner mit an Bord. Auf Zarandas' Schiff haben auch wahrscheinlich einige schon mal einen Menschen getötet, ohne dass er sie als Mörder betrachten würde, denn in seinen Augen gibt es ja das gerechtfertigte Töten z.B. wenn sein Schiff überfallen wird ;)

      Rainbow schrieb:

      Am Ende habe ich mich dennoch etwas gewundert, dass Tenandes wieder auf einem eloranischen Schiff angeheuert hat.
      Tenandes war mal Offizier und er ist ehrgeizig genug, das wieder werden zu wollen. Er weiss, dass er auf der Morgenwind niemals Offizier werden wird, 1. weil er als Ausländer schwerer den Respekt der Mannschaft bekommt und so viele der anderen schon viel länger mit derartigen Schiffen gefahren sind und mehr Ahnung haben und 2. eben weil Zarandas seine Vergangenheit kennt und ihn vermutlich niemals befördern würde, egal wie gut er ist. Tenandes hat tatsächlich erst mal nur untertauchen wollen. Die Meuterer sind gefasst und sind selbst der Überzeugung, dass Tenandes tot ist (wahrscheinlich im Dschungel gestorben), was sie vermutlich auch so ausgesagt haben. Er hat dann erst mal unter falschem Namen auf einem kleinen Schiff angeheuert, aber selbst das war vermutlich nicht mal nötig. Tenandes ist jetzt kein sooo ungewöhnlicher Name im Eloranischen Reich. Dass man ihn aufgrund seines Aussehens identifiziert hätte, ist ebenfalls unwahrscheinlich, denn er sah zumindest vor seiner Zeit als Pirat jetzt auch nicht aussergewöhnlich auffällig aus. Irgendwelche Ausweisdokumente o.ä. gibt es im Eloranischen Reich auch nicht und das Land ist ziemlich gross. Ist also alles kein Problem. Wenn ihn jemand aufgespürt hätte, dann wäre das ein Riesenzufall gewesen (und man hätte vermutlich aktiv nach ihm suchen müssen).

      Zarandas hört übrigens gute zehn Jahre später wieder von Tenandes. Zumindest ist er ziemlich sicher, dass es sich um die selbe Person handelt, als ihm jemand von einem hinkenden eloranischen Kapitän erzählt, der diesen Namen tragen soll :D

      Rainbow schrieb:

      fragte er mit Abscheu in der Stimme (?)
      Ja, ist vielleicht besser.
      Film-Projekt: Clíodhna - die Hexe von Gleann an Phéine
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      Geschichte: Die Schwarze Göttin

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Katharina ()

    • Hey there,

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      bin jetzt auch mit der Geschichte aus Zarandas' Perspektive durch. Dein Schreibstil bleibt nach wie vor super und der einzige handwerkliche "Mangel" der mir von Zeit zu Zeit (aber sehr selten) auffällt, ist eine kleine Schwäche für Wortwiederholungen. Das stört im Lesefluss aber wirklich kaum.

      Bei deinem zweiten Fragment fand ich den Handlungsbogen noch wesentlich besser konstruiert und insgesamt auch wesentlich interessanter zu lesen (vermutlich weil er nicht nur auf einem Krankenlager spielt ;) ) Die Dialoge gestaltest du super aus, die wirken nicht gekünstelt und lassen sich gut lesen.

      Allerdings muss ich mich meinen Vorrednern anschließen und finde es nicht schlüssig dargestellt, weshalb Zarandas Tenandes anheuern sollte. Ein guter Offizier gibt im Zweifel keinen guten Matrosen ab, einen aufmüpfigen und unhöflichen Meuterer einzustellen, zieht zweifelsohne Probleme mit der Disziplin nach sich, welche auf einem so engen Lebensraum wie einem Schiff doch sehr wichtig ist. Nicht nur wegen seiner Vergangenheit, sondern auch aufgrund seines Verhaltens gegenüber seinem potentiellen Kapitän, während des Bewerbungsgesprächs.

      @Thorsten führt ja zwischen den einzelnen Teilen noch einige interessante Nebeninformationen ein, die das Ganze wieder gut relativieren, aber warum baust du so etwas nicht einfach mit ein oder zwei Sätzen in die Geschichte ein? Dass Coth bspw ein Freihandelshafen ist, wo man auch als ehrbarer Mann mal darauf abzielt, das ein oder andere Schnäppchen zu machen und alles generell unter dem Tisch abläuft, hätte sich ja im ersten Teil anhand eines Gedankens von Zarandas gut beschreiben lassen. Und hätte man Zarandas einfach tatsächlich Personalbedarf angedichtet, wäre es auch viel nachvollziehbarer, weshalb er einen guten Mann einstellt, selbst wenn der eine dubiose Hintergrundgeschichte hat.

      Ansonsten war dieser Teil sehr dialoglastig, was auch nicht schlimm ist, allerdings hätte ich mir hier und da mal ein wenig Ausgestaltung der Umgebung gewünscht. Der Geruch von Meer, salziger Geschmack auf der Zunge, rauchige Luft in der Bar, wie sieht die Einrichtung aus etc. Das muss ja immer nicht super viel sein, aber gelegentlich schaffen zwei gut platzierte Sätze ein abgerundetes Ambiente.

      Irgendjemand kritisierte noch, dass du zu viele Seefahrtsausdrücke verwendest, aber dem kann ich mich nicht anschließen. Die funktionieren gut für den Flair, dass es sich um eine Seefahrergeschichte handelt und selbst wenn man sie mal nicht versteht, kann man es dann ja doch kontextualisieren. Insofern, von meiner Seite aus, leih dir gerne noch ein paar mehr Wörter aus der Fachsprache ;)

      Bestimmt folgt ja bald das nächste Fragment. Vielleicht mal eine Geschichte an Bord? Kann man sich drauf freuen :D


      LG

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von aval.b.bado ()

    • Hallo @aval.b.bado
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      Danke erst mal für das Lob. :)

      aval.b.bado schrieb:

      @Thorsten führt ja zwischen den einzelnen Teilen noch einige interessante Nebeninformationen ein, die das Ganze wieder gut relativieren, aber warum baust du so etwas nicht einfach mit ein oder zwei Sätzen in die Geschichte ein? Dass Coth bspw ein Freihandelshafen ist, wo man auch als ehrbarer Mann mal darauf abzielt, das ein oder andere Schnäppchen zu machen und alles generell unter dem Tisch abläuft, hätte sich ja im ersten Teil anhand eines Gedankens von Zarandas gut beschreiben lassen. Und hätte man Zarandas einfach tatsächlich Personalbedarf angedichtet, wäre es auch viel nachvollziehbarer, weshalb er einen guten Mann einstellt, selbst wenn der eine dubiose Hintergrundgeschichte hat.
      Hm, ist ein guter Punkt, das könnte ich natürlich tatsächlich machen :biggrin: Eigentlich hab ich's als nicht so wichtig angesehen, eben weil ich den ganzen Kontext kenne, aber für den unbedarften Leser, der keine Ahnung von der Welt etc. hat, wäre das vielleicht echt nicht schlecht, um eine eigenständige Geschichte draus zu machen...

      aval.b.bado schrieb:

      Ansonsten war dieser Teil sehr dialoglastig, was auch nicht schlimm ist, allerdings hätte ich mir hier und da mal ein wenig Ausgestaltung der Umgebung gewünscht. Der Geruch von Meer, salziger Geschmack auf der Zunge, rauchige Luft in der Bar, wie sieht die Einrichtung aus etc. Das muss ja immer nicht super viel sein, aber gelegentlich schaffen zwei gut platzierte Sätze ein abgerundetes Ambiente.
      Okay, auch diesbezüglich guck ich noch mal drüber. Hier sind die Dialoge eben sehr zentral, aber das eine oder andere Sätzchen mehr tut mir sicher nicht weh ;)

      aval.b.bado schrieb:

      Irgendjemand kritisierte noch, dass du zu viele Seefahrtsausdrücke verwendest, aber dem kann ich mich nicht anschließen. Die funktionieren gut für den Flair, dass es sich um eine Seefahrergeschichte handelt und selbst wenn man sie mal nicht versteht, kann man es dann ja doch kontextualisieren. Insofern, von meiner Seite aus, leih dir gerne noch ein paar mehr Wörter aus der Fachsprache
      Die Fachausdrücke hab ich tatsächlich gerade in der Schwarzen Göttin viel eingesetzt, wenn aus Tenandes' Perspektive erzählt wird. Ich hab natürlich trotzdem drauf geachtet, dass es noch allgemein verständlich ist... Aber es fällt dann auf, wenn z.B. Nemonides von der gleichen Sache berichtet (für ihn sind selbstverständlich alle Kojen einfach Betten ;) ).

      aval.b.bado schrieb:

      Bestimmt folgt ja bald das nächste Fragment. Vielleicht mal eine Geschichte an Bord? Kann man sich drauf freuen
      Öhm, so viel hab ich gar nicht mehr :biggrin: Ich hab mal angefangen, aufzuschreiben, was auf der Mathera eigentlich passiert ist und dabei stellte sich heraus, dass ich mir selbst darüber gar nicht so im Klaren bin. In einer Version der Geschichte ist Tenandes tatsächlich völlig unschuldig, aber das kam mir dann unglaubwürdig vor ;) Die eigentliche Story ist tatsächlich Die Schwarze Göttin - also, wer noch mehr von Tenandes lesen will, kommt da auf seine Kosten.
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      Geschichte: Die Schwarze Göttin
    • Huhu Katharina,

      ich finde den 4. Teil ganz gut, auch wenn man ihn hätte anders machen können vom Gesprächsverlauf her.

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      Ich hätte irgendwie doch ein kleines bisschen mehr Widerstand von Tenandes erwartet, bevor er mit der Sprache rausrückt. So nochmal versuchen die letzte Lüge zu bekräftigen, statt sie direkt fallen zu lassen. Andererseits wird Tenandes als schlauer Mann uns dargestellt... dann vielleicht einfach in Tenandes Gedanken oder so begründen, dass er selbst erkennt, dass lügen bei dem Kapitän nichts bringt :hmm:
      Und man könnte! vielleicht noch ein bisschen mehr aus Zarandas Sicht schreiben, warum er sich eigentlich nen ehemaligen Piraten und Meuterer an Bord holt... ich mein, es kam nicht so rüber dass er jetzt auf der händeringenden Suche wäre. Und der einzige Vorteil den er glaube ich nannte, war, dass Tenandes mit seiner Erfahrung nur den Matrosensold bekommen würde. Andererseits! ist das gleich wieder ein Nachteil, weil er auf einen... ehm... zu leichten Posten gesetzt wird und vielleicht Befehle hinterfragt. Im groben will ich damit sagen, es erschließt sich mir nicht ganz, so wie es jetzt steht, warum er ihn überhaupt einstellt, wenn der einzige Vorteil der genannt wurde(glaube ich), von all den Nachteilen die Zarandas hat an Zahl und Gewicht überwiegt wird :hmm: :hmm: :hmm:


      lg Kramurx
    • Hallo Katharina,
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      jetzt habe ich auch mal wieder reingelesen und mir die Geschichte von Tenandes angeschaut. Du hast einen anschaulichen Schreibstil und wahrscheinlich hast du dich auch sehr ausführlich mit Segelschiffen und dem Leben der Seeleute beschäftigt, denn das klingt alles sehr echt und nachvollziehbar. Für eine Geschichte hat es mir etwas zu lange gedauert, bis Spannung aufkam. Die Geschichte von der Meuterei, die Tenandes zuerst versucht hat zu vertuschen, fand ich aber sehr interessant und habe sie gerne gelesen. Das war dann auch spannend, weil ich während des Gespräches genau wie der Kapitän überlegt habe, ob Tenandes lügt oder ob seine Aussagen plausibel sind.
      Was ich nicht so gerne mag ist, wenn du über längere Passagen hinweg bei einem Gespräch zwischen zwei Leuten indirekte Rede benutzt. Das liest sich mühsam und macht einfach nicht so viel Spaß (meine Meinung). Ich würde aus allen diesen Passagen direkte Rede machen. Dann klingt es gleich viel lebendiger.
      Genau wie einige hier auch gesagt haben, habe ich zunächst nicht verstanden, wieso er das Risiko auf sich nimmt und einen so gefährlichen Mann einstellt. Aber die Erklärung von Thorsten hat mir dann schon eingeleuchtet.
      Insgesamt schade, dass es hier keine richtige Handlung gibt, daraus könnte man sicher auch eine tolle Geschichte machen. Aber ich schaue gerne auch bei deiner Schwarzen Göttin rein!
      Meine Geschichte: Meermädchen
    • So, dann auch noch an euch ein Dankeschön @Kramurx und @Kirisha :)

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      Kramurx schrieb:

      dann vielleicht einfach in Tenandes Gedanken oder so begründen, dass er selbst erkennt, dass lügen bei dem Kapitän nichts bringt
      Schwierig, weil das hier ausschliesslich aus Zarandas' Sicht geschrieben ist - wir erfahren lediglich, was Zarandas denkt, was in Tenandes vorgeht (und ich glaube, ich hatte sogar irgendwo implzit, dass er den Eindruck hat, Tenandes' Widerstand sei gebrochen).

      Kramurx schrieb:

      Und man könnte! vielleicht noch ein bisschen mehr aus Zarandas Sicht schreiben, warum er sich eigentlich nen ehemaligen Piraten und Meuterer an Bord holt... ich mein, es kam nicht so rüber dass er jetzt auf der händeringenden Suche wäre. Und der einzige Vorteil den er glaube ich nannte, war, dass Tenandes mit seiner Erfahrung nur den Matrosensold bekommen würde. Andererseits! ist das gleich wieder ein Nachteil, weil er auf einen... ehm... zu leichten Posten gesetzt wird und vielleicht Befehle hinterfragt. Im groben will ich damit sagen, es erschließt sich mir nicht ganz, so wie es jetzt steht, warum er ihn überhaupt einstellt, wenn der einzige Vorteil der genannt wurde(glaube ich), von all den Nachteilen die Zarandas hat an Zahl und Gewicht überwiegt wird
      Ich sehe schon (auch anhand der anderen Kommentare), dass das nicht ganz klar geworden ist (kann es wahrscheinlich nur, wenn man Zarandas schon etwas kennt) ^^ Ich werde mal sehen, ob ich noch ein bisschen mehr Information zu seinen Beweggründen reinbringen kann. Andererseits will ich dem Leser auch nicht immer alles auf die Nase binden, ein paar Gedanken kann der sich schon selbst machen. Aber vielleicht erleichtere ich ihm das ein bisschen :)

      Kirisha schrieb:

      Was ich nicht so gerne mag ist, wenn du über längere Passagen hinweg bei einem Gespräch zwischen zwei Leuten indirekte Rede benutzt. Das liest sich mühsam und macht einfach nicht so viel Spaß (meine Meinung). Ich würde aus allen diesen Passagen direkte Rede machen. Dann klingt es gleich viel lebendiger.
      Komisch, dass du das sagst. Ich hab meistens eigentlich zu viele Dialoge, glaube ich, und fasse dann Passagen, die mir nicht so wahnsinnig wichtig erscheinen eben in indirekter Rede kurz zusammen ^^ Aber vielleicht ist der Effekt komisch, wenn das mitten im Gespräch passiert, wenn also praktisch plötzlich die Vorspultaste gedrückt wird. Ich werd mir die Stelle noch mal angucken.

      Kirisha schrieb:

      Genau wie einige hier auch gesagt haben, habe ich zunächst nicht verstanden, wieso er das Risiko auf sich nimmt und einen so gefährlichen Mann einstellt. Aber die Erklärung von Thorsten hat mir dann schon eingeleuchtet.
      S. Antwort an Kramurx. ich denke, ich mache das noch mal deutlicher :)


      Vielen Dank und schön, dass es euch gefallen hat, auch wenn es eher Fragmente sind und keine richtige Geschichte.
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      Geschichte: Die Schwarze Göttin
    • @Katharina Ach Mensch, war's das echt schon? Menno :(
      Ich mochte die Geschichte und auch den zerfledderten Tenandes. Gibt es denn Aussichten auf ein Wiedersehen mit dem Haudegen, vielleicht mit anderer Location? Am Ende hast du ja mit Zarandas da was angedeutet.

      Zur Geschichte hab ich eigentlich nichts zu bemängeln. Es liest sich wie ein Ausschnitt aus einer längeren Erzählung, was es ja scheinbar auch ist. Die Charaktere habt ihr wunderbar individuell gestaltet. Wenn der Rest in eurem RPG genauso ist, macht's bestimmt gut Spaß da ein paar Runden zu spielen :D
      Auch die Welt weiß mit ihrem karibischen-Stil zu gefallen. Normalerweise steh ich ja mehr so auf rauen Norden oder mitteleuropäische Landschaften, aber so ein bisschen Piratenromantik hat auch was. Ich weiß außerdem nicht ganz wieso, aber irgendwie musste ich beim Lesen die ganze Zeit an das Spiel Risen denken, falls dir das was sagt. :hmm:
      Das spielt auch in solch tropischen Gebieten und ist stellenweise ein bissl derb. Das ganze hätte auch so eine Nebenquest davon sein können, vor allem mit der Kombi aus Prostituierten und nem fast schon etwas zwielichtigen Typen wie Tenenades. :whistling:
      "Vem har trampat mina svampar ner?!"
    • Xarrot schrieb:

      Ich mochte die Geschichte und auch den zerfledderten Tenandes. Gibt es denn Aussichten auf ein Wiedersehen mit dem Haudegen, vielleicht mit anderer Location? Am Ende hast du ja mit Zarandas da was angedeutet.
      Meet Tenandes -> Die Schwarze Göttin ;) Das ist der Hauptplot, den haben wir gespielt. Die Fragmente hier sind eigentlich nur ein paar kleine Exkurse, die ich mehr für mich selbst geschrieben habe, als ich an der Vergangenheit meines Charakters rumgebastelt habe. In der Hauptgeschichte ist er schon Anfang vierzig und hat einen gewichtigen Posten inne (weshalb anzunehmen ist, dass Zarandas irgendwie von ihm hört).

      Xarrot schrieb:

      Auch die Welt weiß mit ihrem karibischen-Stil zu gefallen. Normalerweise steh ich ja mehr so auf rauen Norden oder mitteleuropäische Landschaften, aber so ein bisschen Piratenromantik hat auch was.
      Credit für die Welt geht an @Thorsten. Die Welt ist sehr komplex und enthält auch den rauhen Norden, wo ich eigentlich auch mal hinwollte, aber die Spielrunden haben sich so in der vierten Geschichte etwas im Sand verlaufen :|

      Xarrot schrieb:

      Ich weiß außerdem nicht ganz wieso, aber irgendwie musste ich beim Lesen die ganze Zeit an das Spiel Risen denken, falls dir das was sagt.
      Sagt mir leider nichts.

      Aber schön, wenn ich auch dich mit Tenandes gut angefüttert habe, vielleicht guckst du ja auch mal in der Schwarzen Göttin vorbei... :)
      Film-Projekt: Clíodhna - die Hexe von Gleann an Phéine
      Für alle, die sich dafür interessieren, wie wir Filme machen: Ein neuer Film entsteht (Blog)
      Geschichte: Die Schwarze Göttin
    • Katharina schrieb:

      Komisch, dass du das sagst. Ich hab meistens eigentlich zu viele Dialoge, glaube ich, und fasse dann Passagen, die mir nicht so wahnsinnig wichtig erscheinen eben in indirekter Rede kurz zusammen
      Ja, so mache ich das natürlich auch. Aber meiner Meinung nach sollte indirekte Rede nur bei ganz kurzen Gesprächen eingesetzt werden oder wenn man ausführliche Inhalte von Gesprächen, die der Leser schon kennt oder die langweilig sind, kurz zusammenfasst. Ich meine, jedes längere Gespräch verdient die direkte Rede. Sobald es mehr als vier Sätze beinhaltet, kann es dann ja nicht mehr langweilig oder unwichtig sein - sonst würdest du es kürzen oder ganz streichen. ;)
      Meine Geschichte: Meermädchen