Erinnerungen des Herrn der Valar

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Erinnerungen des Herrn der Valar

      Die Vorszene:

      Erinnerungen des Herrn der Valar


      Vorwort

      Diese Szene ist für Alle die sich im Sillmarillion auskennen gedacht.
      Für Jene die das Nicht tun gibt es einige Anmerkungen.
      Nun zu meinen Erfundenen Sachen.
      Hier begegnet ihr zwei Personen, die hier noch keinen Namen haben.

      Einmal diese Person:

      Dies ist eure Musik. Dies ist das Königreich Arda!“, sprach Eru und eine Frau trat in die Halle. Sie trug Flammen als Haar. Ihr Gewand war rot und ihre Füße bestanden aus glühender Asche. Um sie herum waberten goldene Streifen.
      Liebe Schwester!“, sagte Eru und nahm ihre Hand.
      Liebster!“, sprach sie.
      Die Qarantara(12) bitte!“, sagte er.
      Ich sah wie die Frau ihre Hand hob und eine helle flackernde Flamme entstand auf ihrer Hand.
      Sie setzte die Flamme in Erus Hände.


      Und zweimal dieser Person:

      Szene 1 :

      Eru lächelte und verließ die Halle. Wieder folgte ich ihm. Vor der Halle wandte er sich nach rechts und betrat eine weitere Halle. Er hob beide Hände und ein Bild entstand in der Luft. Eine schwarze Frau mit glutroten Augen erschien.
      Wer ist das?“, fragte ich.
      Manwe, ich bitte dich Varminwea um jeden Preis zu beschützten. Gib sie niemals, hörst du, NIEMALS auf. Es gibt eine dunkle Macht, die meiner eben würdig ist, die nach ihr trachtet. Ich habe diese Macht selbst erschaffen. Arda ist der einzige Ort wo sie sicher ist. Doch leider nur begrenzt. Ich allein Stehe zwischen ihr und dem Zugang zu Arda.“, sagte Eru.


      Szene 2:

      Doch dann warf er mit einer einzigen Bewegungen ein Flammenschwert auf mich. Rasch wich ich aus und dann sah ich etwas, was ich nicht verstand. Der Arm mit dem Melkor die Flamme gesteuert hatte, war von einer schwarz silbernen Kette umwickelt. Langes schwarzes Haar wehte einen Kurzen Augenblick hinter ihm und eine Gesicht, dass ich schon einmal von Eru selbst gezeigt bekommen hatte, flackerte hinter Melkor auf. Doch es war innerhalb von Augenblicken wieder verschwunden.

      Diese beiden Personen sind Quendari, ein Volk, dass ich mir ausgedacht habe. Ein Volk zu dem Eru Iluvatar gehört. Dieses Volk war vor den Ainur da und legte in Quasandlar, einem Schloss, von dem Heute nur noch die Ewigen Hallen übrig sind. Sie waren viele und beherschten die Musik. Sie werden auch die Schöpfer genannt. Jeder dieser Wesen war aus einem Element oder einer Tugend gemacht.
      Die Leere war ihr Königreich und sie tat nicht anderes als Musik zu spielen und sich zu vergnügen. Dann verliebte sich Eru Iluvatar in die Herrin des Dunkels. Ihren Namen erfahrt ihr noch.
      Sie verbrachten einige Zeit zusammen. Doch die Herrin des Dunkels wurde bald stark eifersüchtig. Den Eru verleibte sich in die Herrin der Flamme, der Hüterin der Unauslöschlichen Flamme.
      Sie brach in Eifersucht und Wut aus und wollte Eru zur „Vereinigung“ (Eine Paarung, die bei mir auch die Ainur haben) zwingen. Doch Eru schlug sie zurück und daraufhin zog sie sich in die Leere zurück. Sie baute Darakara, das Dunkle Schoss.
      Als die Herrin des Feuers und Eru eine Art Hochzeit feierten, brach sie in Quasandlar ein und brachte alle ihre Bruder und Schwestern um. Sie zerstörte Quasandlar, so dass nur noch die „zeitlosen Hallen“ übrig blieben. Diese Tat lies sie zum Bösen werden und ihre Macht wuchs. Eru und die Herrin der Flamme überlebten als einzige. Ihr Sohn wurde geboren und Eru erschuf im andenken an seine verlorenen Brüder und Schwestern die Ainur.
      Zu erst Melkor und dann Manwe und dann der Rest.
      Die noch jungen Ainur bekamen erst zur Erschaffung Eas die Herrin der Flamme zur gesicht.
      Eines Tages entdeckte Melkor die Herrin der Dunkelheit.
      Sie verführte ihn und der Arme Melkor wurde vom Willen Iluvatars abgetrennt und stellte durch die Verführung der Herrin des Dunkels Eru in frage.
      Doch als der Geist Melkors sich gegen die Gedanken und die Gier die sie ihm einpflanzte wehrte, legte ihn die Herrin der Dunkelheit an eine Kette und versklavte Melkor. Er war nun ihr Werkzeug und tat all seine Taten in ihrem Auftrag.
      Dann nach der Ainurlindale griff die Herrin der Dunkelheit Eru und die Ainur an.
      Eru schickte seinen Sohn und seine Tochter als Ainur getarnt nach Mittelerde und rettete die Flammenherrin.
      Er bat sie sich zu verstecken und sie schlug Arda vor. Soe wollte ihre Schöpfung die Unauslöschliche beschützten.
      Nach der Erschaffung Eas ging Sie also zu ihrer Falmme in den Kern Ardas.
      Die Herrin des Dunkels konnte Erus Kinder nicht finden und verlangte Arda.
      Doch Eru schickte sie fort und verhinderte, dass seine Rasse jemals Arda betreten kann. Außer seine Kinder ist kein Quendarie in der Lage in Ea zu wandeln.
      Eru erschuff die Dagor Dagorath und erst nach dieser Schlacht würde der Bann brechen und auch Er und die Herrin des Dunkels würden Ea betreten können.

      Doch er baute auch eine Rettung ein. Denn die Prophezeiung der Dagor Dagorath enthielt eine Ausweichmöglichkeit der Schlacht. Diese hatte mit seiner Tochter und Melkor selbst zu tun.


      Das Kapitel

      Vorszene:

      Erinnerungen des Herrn der Valar


      Nein! Varminwea! Tue es nicht! Hör auf, Bruder!“, schrie ich. Doch er lachte nur. Der dunkle Thron Utumnos(*1) schimmerte im Schein des Feuers.
      Sie lag zu seinen Füßen und ihre Fauna blutete. Ich hechtete zu ihr und mein Wind schlug gegen die Eiswand, die mich von ihr trennte.
      Niemals würde sie hier ihren Hroa (1)verlieren. Ich würde es nicht zu lassen.
      Meine Kräfte schlugen mit aller Gewalt gegen die Wand von Melkor.(*2)
      Feuerzungen leckten an ihr und sie wand sich in dem Schmerz der Verbrennungen.
      Telimektar warf sich gegen Morgoth.
      Funken von Licht stoben, als Astaldotúre, Telimektars(*3) Schwert „tapfere Macht oder Ataldos Macht“, und Grond(*4) aufeinander schlugen.
      Mein Feind drehte seinen Hammer und schlug Tulkas Sohn in den Bauch. Der Macarícáne flog gegen eine Säule und ein Zittern durchlief die Ered Engrin.(*5)
      Manwe! Zur Seite!“, rief eine mir wohlbekannte Stimme.
      Mit bloßer Faust brach Tulkas(*6) die Mauer ein.
      Ada!“, hörte ich ihren Schrei, bevor alles dunkel wurde.

      Plötzlich flammten drei Lichter auf. War der Krieg der Mächte vorüber? Die Silmaril erstrahlten vor mir. Eine gezackte schwarze Krone hüllte sie ein.
      Melkor!“, keuchte ich und wollte zurück weichen, doch mein Körper gehorchte mir nicht.
      Sie gehört mir! Sie wird immer mir gehören.“, sagte er und grinste. Die Bernsteinfarbenen Augen leuchteten vor Triumph.
      Wo ist sie?“, rief ich.
      Melkors Grinsen wurde breiter.
      Wo ist sie!“, schrie ich an.
      Er antwortete nicht.
      MELKOR!“, schrie ich ihn an und er lachte. Wie ich es hasste, wenn er das tat.
      Seine bernsteinfarbenen Augen sahen mich amüsiert an.
      Wo ist meine Tochter?“, fragte ich leise.
      Oh Bruder!“, meinte er nur und streckte die Hand aus.
      Ich schlug seine Hand weg und sagte ganz leise: „ Bitte!“.
      Das reicht mir nicht, Herr Valinors.(*7)“, sagte Melkor mit Genugtuung.
      Ich ging auf die Knie und leise traurige Töne erfüllten die Dunkelheit.
      Wie süß, der kleine Bruder geht endlich vor dem wahren Herrn Ardas auf die Knie. Endlich beugt sich der Thronräuber.“, spottete er.
      Seine langen schwarzen Haare wuseln aus dem Helm des Tyrannen von Utumno. Er ist plötzlich wieder der große Bruder, zu dem ich vor der Ainulindale(*8) aufblickte. Der große Beschützer.
      Wo ist sie? Was muss ich tun, dass du Mânainiðil(2) verschonst?“ , fragte ich in Valarin.
      Ich will Ilmarin. Ich will den Thron Ardas. , verlangte er.
      Ich schluckte. Hatte ich eine Wahl? Nein.
      Varminwea würde in seiner Gewalt bleiben und weitere Folter erleiden, wenn ich nichts tat. Dass konnte ich ihr nicht antun.

      Eru(3) wird deine Entscheidung verstehen, Manwe!“, meinte Melkor und streckte die Hand aus.
      Erst Varminwea!“, verlangte ich.
      Du würdest deinen Platz wirklich aufgeben?“ hakt er erstaunt nach.
      Ich will sie sehen!“, beharrte ich.
      Ich habe dein Wort, dass Arda mir gehört und dass es von den saura Firimar gesäubert wird?“ , fragte Melkor.
      Abscheuliche Sterbliche? Was hast du gegen die Zweitgeborenen?“ , fragte ich.
      Sie sind zu verdorben. Sie werden immer das Böse in Mittelerde halten und immer zu schwach sein, um ihm zu wieder stehen. Sie werden IHR dienen. Sie nähren meine Kette. Mit jedem Mensch der, der dem Bösen anheim fällt erscheint ein weiteres Kettenglied der Quaratakur.(4)“, sagte Melkor.
      Der was?“, fragte ich und starrte in seine schmerzverzerrten Augen.
      Ich darf nicht , Manwe!“, sagte mein Bruder, „Ich will frei sein. Ich will wie du sein. Eru ist für dich da, aber ich gehöre zu ihr. Vater hasst mich dafür. Ich bin ihre Schöpfung, Manwe, oder vielmehr meine „eigenen Gedanken“ sind dies.“
      Leise Trommeln und traurige Geigen drücken seine Gefühle aus.
      Ich verstehe nicht im geringsten was er mir sagen will und kann nur an meine Tochter denken.
      Zeig sie mir! Zeig mir Varminwea!“, brülle ich ihn an.
      Melkor geht nun vorwärts und ich folge meinem Feind.

      Dann sehe ich eine Säule in der Dunkelheit auftauchen. Sie liegt an der Säule. In Ketten gewickelt und an das Marmor gebunden.
      Varminwea!“, keuche ich und renne auf sie zu. Ich falle vor ihr auf die Knie und streiche mit meiner Hand über ihr Gesicht.
      Sie öffnet die Augen und sieht mich erschrocken an.
      Dann tritt Erleichterung in ihr Gesicht.
      Adar!“, keucht sie und ihre Augen strahlen. Doch es steht Leid in ihnen. Er hat ihr weh getan. Er hat ihr unendlich weh getan.
      Meine kleine Lilie!“, flüstere ich und drücke sie fest an mich. Das Metall ihrer Ketten glüht auf und sie schreit. Eis zieht sich von der Säule über sie.
      Plötzlich küsse und umarme ich eine Eisstatur. Meine kleine Tochter, eingefroren. Ermordet für immer.
      Ich schreie. Ich schreie in Qual. Die Dunkelheit bricht über mich herein.
      Ich spüre, wie mich Wut und Schmerz einnimmt.
      Varminwea!“, rufe ich ihren Namen und wache heftig zitternd auf.


      Es dauert eine Weile, biss ich wieder klar sehen kann. Goldene Balken und eine weiße Decke liegen Meterweit über mir. Das Turmzimmer von Ilmarin, mein Palast auf den Taniquetil(*9), strahlt in den Strahlen Earendils.
      Tirion, der Fahrer des Mondes, muss fast seinen Hafen am Untergrund Ardas erreicht haben. Und Earendil ist wie jedes Jahr, auf dem Weg nach Aman.(*10) In wenigen Minuten wird Vingilot in den Hafen Eldamars einfahren und es wird aus Vaiya, dem Himmelsmeer, kommen. Jedes Jahr kommt der Auserwählte der zwei Geschlechter an ihrem Tag zurück. Er bittet sie den Fluch von ihm zu nehmen. Jedes mal hockt Elwing auf dem Mindowing, dem Turm der Gischt, ihrem Turm und singt den Schrei der Möwen.
      Beide sind so nahe und doch können sie sich nicht dem anderen nähern.
      Dies ist der Fluch, den die Vala des Schicksals auf beide legte, bevor sie Valinor für immer verließ.
      Varminwea rächte sich so zu dieser Zeit für den Krieg des Zorns. Sie rächte sich so für den Verlust Melkors.
      Oh meine kleine Lilie, warum hast du uns verlassen?
      Bilder des Traums kommen hoch. Seit wann träumte ich wieder von ihm? Seit wann waren meine Gedanken wieder erfüllt von Schmerz und Wut und dem Gedanken an Morgoth.
      All das was in dem Traum geschehen war, war nie passiert. Mein Verstand wusste das. Mein Bruder hatte kein einziges Mal Varminwea leid zu gefügt. Es war meine Fantasie und mein Angst um sie, die mich dies damals denken lies.
      Immer noch war diese Angst da. Immerhin gab es jemanden auf Mittelerde, der ihr im Gegensatz zu Melkor wirklich Schmerz zufügte.
      Númenor war ein dunkles Kapitel in meiner Herrschaft über Arda.

      Zwei Zeitalter war es jetzt her, dass ich sie in dem Armen halten konnte. Nach Melkors Verbannung hatte sie Wochen lang nicht mit mir geredet. Sie hatte sich verkrochen, hatte ihre Wut gegen mich Luft gemacht. Ich hatte ihr das liebste auf Arda genommen. Der Schmerz erfasste mein Herz wieder, als ich sie erneut vor den Toren der Nacht sah.
      „Da hinter ist mein Vater und ich werde ihn befreien. Dass habe ich versprochen. Doch dass kann ich nicht, wenn ich weiter zu hause bin. Valinor ist kein Ort für Ânudkâl.(5)“, sagte sie damals.
      Und ich törichter Tor, handelte völlig falsch.
      Ich rief die Galatiris(6) und ihre Anführerin und Namensgeberin. Auch bestimmte ich Súle (7), aus meinen Maiar. Diese Beiden band ich an sie. Sie konnten nun nirgendwo hin, wo Varminwea nicht war. Dies war die strengste Bewachung, die ich je für sie aufbot.
      Dann erteilte ich ihr „Hausarrest“. So redete ich mir die Gefangenschaft in Mandos jedenfalls schön. Sie schrie, beschimpfte mich und allen tat es weh. Selbst Mandos hielt sie nicht gerne in seinen Hallen fest. Doch er fügte sich mir.
      Keiner wollte, das meine Lilie ging.
      Drei Tage, im Andenken an die die drei Valiischen Zeitalter der Gefangenschaft Melkors in Mandos, sperrte ich meine eigene Tochter weg. Die Noldor von Tirion nennen diese Zeit später
      „ Ya haryon ló Morgoth – Das Erbe von Morgoth“

      Aber es hielt sie nicht auf. Nach ihrer Freilassung ging sie fort. Sie hinterließ mir nur einen Brief.
      Nach ihrem Weggang, wurde sie auf dem Belegaer, dem großen Westmeer, nur ein paar Meilen von Mittelerde entfernt von Sauron angegriffen. Das Resultat war ihr vollständiger Verlust für eine lange Zeit. Sie wurde in Stein von Eru zur ihrer Rettung eingeschlossen.
      Ich stieg von dem goldenen Nachtlager und ging zu einem Schrank. Er stand gegenüber des Bettes und über dem Schrank, der eher einer Kommode glich, hing die Eisenkrone. Es war nicht die echte Krone meines Bruders. Varminwea hatte sie mir nach dem Eonwe, mein Herrführer, sie festnahm und sie nach Mandos gebracht werden sollte, mir vor die Füße geworfen. Sie hatte gesagt: „ Dies wird dich immer an meinen wahren Vater erinnern. Du hast ihn mir genommen. Du hast mein Herz zerrissen und nun sperrst du auch noch meinen Körper ein“.
      Sie musste die Krone gemacht haben.
      Ich schob die Schublade auf und nahm den Brief heraus. Er war in den Tengwar, der Schrift der Elben und der Feanors, verfasst.
      Ein weiterer Versuch meiner Tochter mich an meine Fehler zu erinnern.
      Ich hatte ihre Freundschaft mit Feanor immer verachtet.
      Ich sah traurig auf die Schrift:



      Lieber Vater,´
      Ich werde Melkor immer Lieben.
      Ich werde Mittelerde beistehen.
      In Valinor kann ich nicht bleiben.
      Deine „Tochter“
      Varminwea


      Hätten die Ainur weinen können, so hätte ich geweint. Die Trauer war fast so schlimm wie damals.
      Die leise Symphonie, die ich nun spielte, war der Musik von Nienna sehr ähnlich.
      Wir Ainur konnten unsere Gefühle nur in Form von Musik ausdrücken. Wir fühlten auch stärker als die Kinder Iluvatars.
      Plötzlich ertönten Trompeten von Draußen.
      Die Harfenklänge der Noldor erklommen den Taniquetil.
      Es klopfte an der Terrassentür.
      Thoronwen(8) schlug mit ihrem Schnabel immer wieder gegen die schneeweißen Türen.
      Ich trat an die Terrasse und öffnete die Flügeltür.
      „Thorowen, was machst du hier? Ist etwas passiert? Schickt dein Vater dich?“, überschüttete ich die Adlerdame mit Fragen.
      Die Tochter meines Freundes und treuesten Boten hüpfte in den Raum. Ich wartete immer noch auf eine Antwort und statt diese mir zu geben, flatterte sie auf Thorondors(*11) Stange.
      Diese stand neben meinem Bett. Thoronwen sah mich an und faltete ihre Flügel zusammen.
      „Ich bin im Auftrag meines Vaters zu euch gekommen. Mein Volk und auch unser König, mein Vater, Thorondor Bittet um Erlaubnis in die Nähe von Hyarmentir, dem zweiten größten Berg der Pélori, zu ziehen und dort die Jungtiere einzunisten.“, antwortet die Adlerprinzessin mir schließlich.
      Ich nickte und gehe zu meinem Bett. Eine Schwäche befällt meine Fauna, meinen von mir selbst geschaffenen Körper, für meinen unsterblichen Geist, und ich setzte mich auf mein Bett.
      Hatte der Traum mich derart geschwächt?
      Oder war es etwas anderes?
      „Herr?“, fragte Thoronwen und sie flatterte auf meine Schulter.
      Ich sah den hellen Stern auf ihrer Brust leuchten. Meine Hände umfassten ihn. Ich wusste, dass er aus den Haaren meiner Tochter stammte.
      Meine Hände strichen über den Stern der Freundschaft, Elennilme, in Quenya oder auch Gîlgwendgûr, Stern des freundschaftlichen Ratschlags, wie ihn die Elben Doriaths nannten.
      „Varminwea schenkt ihn mir, bevor sie ging, Herr. Ich war die einzige, die ihr Leid nachvollziehen konnte. Dies war aber vor dem Krieg der Mächte und ihrer Flucht. Danach verloren wir uns immer mehr. Auch weil ihr meinem Vater befahlt, mich von ihr fern zu halten. Das wusste Varminwea. Ihr habt immer direkt oder in direkt in ihr Leben eingegriffen. Ihr habt es sogar bestimmt. Das hat sie immer leiden lassen. Sie beschrieb ihr Leben einst so: „ Weißt du Thoronwem, ich sitzt in einem Käfig. Einem Käfig aus Luftströmen, bekomme alles Materielle was Arda her gibt. Das einzige was mir jedoch wirklich gefällt, ist das Licht meiner Mutter. Ich habe nicht mal als höchste der Valahini einen Platz im Manahaxar(*12). Selbst Telimektar hat dies, da er zweiter Heerführer neben Eonwe ist. Aber ich , ich bin eine Valie(*13). Doch werde ich in keine einzige Entscheidung mit einbezogen. Ich bin nichts als ein Schmuckstück, dass man bewundert, dass man liebt, aber nicht aus seinem Kasten nimmt, weil es ja kaputt gehen könnte. Selbst wenn ich versuche mit Vater über dieses „einsperren“ zu sprechen, gibt er nur an, dass es gefährlich wäre in Mittelerde.
      Ich bin kein Kind, dass nicht kämpfen kann. Selbst meine Gabe, dass Schicksal einzelner zu sehen und auch zu ändern, wird nicht anerkannt. Sie formen Arda, aber schließen mich aus. Ich will frei sein! Ich will Entscheidung treffen, die nicht immer nur davon handeln, wohin ich gehe. Und selbst das ist eingeschränkt. Ich will liebe, keine ständige Angst. Ich will entscheiden, wen ich um mich habe und dabei keine riesige Bewachung hinter mir her ziehen, wenn ich Valimar(*14) betrete. Ich will, dass ER mir was zu traut! Ich will kämpfen, so wie er. Habe ich seine Liebe nicht verdient? Oder warum behandelt er mich ständig, wie etwas, was er verlieren könnte. Melkor ist nicht da, und trotzdem habe ich das Gefühl, dass er immer bei mir ist, wenn Vater in meiner Nähe ist. Wie in drohender Schatten schwebt der Feind über mir.
      Ständig diese Blicke. Er muss seine Angst besiegen, begreifen, dass es mehr nutzt, mich nicht einzuschließen. Das wird Melkor nicht abbringen mich in seine Gewalt zu bringen. Laut Vater weiß er nicht Mal, dass es mich gibt. Also ist doch der beste Schutz, schon gegeben, warum mich dann noch fernhalten? Warum mich einsperren? Ich will seine Tochter sein, keine Krone, die Rund um die Uhr bewacht wird. Die ja gestohlen werden könnte. Selbst sein Kosename, „meine Lilie“ reduziert mich auf einen Gegenstand, der weggenommen werden kann. Ich bin ein selbstständiges Wesen!“
      Ich starrte entsetzt auf den Stern.
      So hatte ich das nie gesehen.
      War das der Grund, warum sie Melkor gewählt hatte?
      Ich spielte eine traurige Musik und wandte mich von Thoronwen ab.
      „Herr, es tut mir Leid, euch dies sagen zu müssen. Aber kurz bevor sie ging, sagte mir Varminwea noch, dass sie endlich jemanden gefunden habe, der sie annimmt, wie sie ist. Der sie sieht und nicht ihre Abstammung. Der keine Angst um sie hat. Der Stark genug ist, seine Angst in schweren Situationen zu unterdrücken, und zu handeln. Ihr habt es einfach geschehen lassen. Ihr seit jedes mal unter dem Druck eurer Angst und eurer Gefühle für sie zusammen gebrochen. Melkor hingegen, hat sich der Gefahr gestellt und sie besiegt um Varminwea zu schützten. Varminwea sagte, dass Melkor sie liebte, und dass er selbst all das Leid, dass er Mittelerde antat, nicht getan hätte, wenn sie es so gewollt hätte.“, meinte die Adlerprinzessin.
      Ich biss die Zähne zusammen und dunkle Trommeln zeugten von meinem Zorn.
      Ich stand auf und war mit wenigen Schritten bei der Nachbildung der Krone Morgoths.
      Mit einem fürchterlichen Schmerzensschrei schlug ich dagegen.
      Er hatte ihr das eingeredet. Er hatte sie manipuliert, so wie er es mit den Noldor tat, so wie es mit allen tat. Er hatte sie nie geliebt. Dass konnte einfach nicht wahr sein.
      Varminwea hatte sich nicht wegen mir Melkor angeschlossen. Ich konnte nicht Schuld sein.
      Sie durfte Melkor nicht lieben.
      Ich, war ihr Vater, nicht mein Bruder!
      „Ich werde meinen Vater retten.“, ertönte ihre Stimme in meinem Geist.
      Sie hatte ihm den Titel gegeben, der mir zu steht.
      Ich ballte die Fäuste und dann weicht die Wut der Trauer und der Enttäuschung.

      Ich falle auf die Knie meiner Fauna und sehe auf die zerbrochenen Krone.
      Morgoth, warum?
      Oh Melkor, Warum hast du sie mir weg genommen?
      Es wäre leichter gewesen, wenn er sie eingesperrt hätte. Wenn mein Traum Wirklichkeit gewesen wäre.
      Aber nein, er hatte sie nicht gefoltert. Er hatte ihr Vertrauen gewonnen, ihr genau das gegeben, was sie nie von mir bekommen hatte.
      Er hat dafür gesorgt, dass sie mich verachtet. Dieser Schmerz war schlimmer, als zu sehen zu müssen, wie sie körperliche Schmerzen litt.
      „WARUM BRUDER?“, schrie ich.
      Der Wind im Zimmer verwandelte sich in einen Tornado.
      Ich hatte meine Kräfte nicht mehr Unterkontrolle. Meine Gefühle beherrschten mich. So wie es auch jedes Mal geschah, wenn sie in Gefahr war. So wie es nach der Gefangennahme durch Broda in Dor-Lomin gekommen war, als sie Túrin verfolgte.
      So wie es war, als Turgon sie folterte, um von mir die Aufhebung des „Spruchs der Noldor“ zu bekommen.
      So wie es war, als Laurelin und Telperion vernichtet waren und Ungoliant meine kleine Lilie entführte.
      So wie es im Krieg gegen Ar-Pharazôns Flotte war. Ich hatte mein Amt damals, aus Erpressung abgelegt. Ich wollte sie retten. Dass Eru Eingriff war nur ein glücklicher Zufall.
      Plötzlich erscholl eine Stimme. Sie kam von der Terrassentür.
      Ich erkannte die Stimme obwohl sie Quenia sang. Es war Finarfin.




      Morgoths Erbe

      aus Luft und Licht, sie geschaffen
      Für immer die Tochter der Vala
      Tochter des Königs über Arda
      festgehalten an der Kette der Angst des Vater in Valinor
      Für immer beschützt

      Das Erbe von Morgoth, du gesehen
      nach Mandos von Manwe du geschickt
      du dort in Dunkelheit
      in Einsamkeit in Morgoths Halle
      Die Hände gebunden, die Füße gebunden
      in Schmerz du gelegt
      drei Tage in Mandos
      drei Tage, den drei Zeitalter gleich
      das Erbe von Morgoth

      Das Erbe von Morgoth

      Das Erbe von Morgoth

      Die Luftlilie, Tochter Manwes, aus der Kette der Angst befreit
      Nach Mittelerde sie gegangen,
      Bei Untumno sie Morgoth gesehen
      Morgoth ihr Herz hört
      Sie neben Melkor, auf dem Thron der Ered Engrin
      Angband ihre Heimat
      Endgültig frei von der Kette
      Frei von der Angst des Vaters
      Sie für Morgoth kämpft




      Das Erbe von Morgoth, du gesehen
      nach Mandos von Manwe du geschickt
      du dort in Dunkelheit
      in Einsamkeit in Morgoths Halle
      Die Hände gebunden, die Füße gebunden
      in Schmerz du gelegt
      drei Tage in Mandos
      drei Tage, den drei Zeitalter gleich
      das Erbe von Morgoth

      Das Erbe von Morgoth

      Das Erbe von Morgoth

      Nach dem Sieg über den Herren Angbands
      Sie in Trauer zurück gelassen,
      Die Tochter der Valar alles tut um den Feind zu retten
      Die Verurteilung sie vereiteln will
      Niemand ihr zu hört
      Morgoths ihr Liebe verdient
      Er ihr geliebter Vater
      Melkor durch die Tore der Nacht gestoßen

      Das Erbe von Morgoth, du gesehen
      nach Mandos von Manwe du geschickt
      du dort in Dunkelheit
      in Einsamkeit in Morgoths Halle
      Die Hände gebunden, die Füße gebunden
      in Schmerz du gelegt
      drei Tage in Mandos
      drei Tage, den drei Zeitalter gleich
      das Erbe von Morgoth

      Das Erbe von Morgoth

      Das Erbe von Morgoth


      Varminwea in tiefem Schmerz
      Sie Morgoth vermisst, für immer
      Sie Valinor und Manwe verlässt
      Doch leider ihr Vater sie nach Mandos schickt
      Sie Schreit und weint
      In Schmerz um Morgoth


      Das Erbe von Morgoth, du gesehen
      nach Mandos von Manwe du geschickt
      du dort in Dunkelheit
      in Einsamkeit in Morgoths Halle
      Die Hände gebunden, die Füße gebunden
      in Schmerz du gelegt
      drei Tage in Mandos
      drei Tage, den drei Zeitalter gleich
      das Erbe von Morgoth

      Das Erbe von Morgoth

      Das Erbe von Morgoth


      der Dunkle Feind in der Leere
      Die Wache für immer da
      Die Träne Morgoths für die Tochter der Vala bestimmt.
      Melkor in Schmerz an Angianor gebunden
      Er Varminwea liebt
      und hofft sie werde ihn befreien


      Das Erbe von Morgoth, du gesehen
      nach Mandos von Manwe du geschickt
      du dort in Dunkelheit
      in Einsamkeit in Morgoths Halle
      Die Hände gebunden, die Füße gebunden
      in Schmerz du gelegt
      drei Tage in Mandos
      drei Tage, den drei Zeitalter gleich
      das Erbe von Morgoth

      Das Erbe von Morgoth

      Das Erbe von Morgoth


      Ich lauschte dem Lied und trat auf den Balkon. Tief unter mir lichteten sich die Wolken und ich sah ihn. Finarfin, König der Noldor und Sohn Finwes, stand auf einer Holztribüne.
      „Ich begrüße euch, Freunde unseres Volkes. Ich grüße mein Volk. Heute ist der Tag des Manarmerende. Es ist das erste Manarmerende, dass nun nach knapp 3000 Jahren, wieder mit seinem Schöpfer gefeiert wird. Ich begrüße meinen Verwandten, den Sohn meines Neffen Fingon. Einem von drei letzten Erben Finwes, meines Vaters. Ich, Hoher König der Noldor von Tirion, begrüße den letzten hohen König der Noldor von Mittelerde Gil-Galad „Ereinion“ Fingoniôn.“, sprach Finarfin und ein Kind trat auf das Podest.
      Ich hatte vor zwölf valiischen Jahren Gil-Galad inkarniert. Er hatte sich für die Rückkehr entschieden. Ich denke, dass Feanor einen Anteil, daran gehabt hatte. Da er seine Verwandten, besonders seine eigenen Kinder, in den Wahnsinn trieb.
      Ich beobachtet den jungen rothaarigen Elbling, wie er von seinem zweiten Vater auf das Podest gehoben wurde. Gil-Galad war im Sohn von Ilma(9) und Naréalta(10) wiedergeboren worden. Beide waren sie Stolz, die Fea eines der Erben ihrer Könige als Sohn zu haben.
      Der noch sehr sehr junge Gil-Galad nahm von Finarfin Aeglos entgegen. Dieser war mit einem Schiff, dass Cirdian, zusammen mit anderen wichtigen Besitztümern der Noldor nach Aman gesandt hatte, da sich Elrond gegen die Aufbewahrung aussprach und auch Galadriel, Finarfins Tochter, nichts mit Gegenständen, die der Familie ihrer Halbonkels Fingolfin und Feanor gehörten zu tun haben wollte, gekommen.
      Der Speer glitzerte im Licht der Sonne und der kleine Gil-Galad war zu schwach um ihn hoch zu halten. Ich sah Finarfins Hand den Speer greifen und der König Tirions half ihm.
      Ich lächelte. Es war die richtige Entscheidung, Gil-Galad zu inkarnieren.
      Dieses Kind konnte nichts für die Taten seiner Ahnen. Ganz im Gegenteil, durch ihn wusste ich, dass meine Tochter zum Letzten Bündnis gegen Sauron aufrief. Es war allein ihre Idee.

      Auch wusste ich, dass sie in dieser Schlacht ihren Schwiegervater und auch kurz danach ihren Ehemann verlor. Seit dieser Schlacht war sie verschwunden.
      Ich war nie Glücklich über ihre Verbindung mit Isildur gewesen. Aber im Laufe der Zeit hatte ich mich damit abgefunden.
      Es hatte mich tief verletzt, dass sie ihre Tochter, meine Enkelin, vor mir versteckte.
      Doch ich hatte Eleniël(11) angenommen. Nach dem Tod ihres Vaters, war die Menschenfrau alleine hier her aufgebrochen. Varminwea hatte sich zurückgezogen. Ihre Kinder Valandil (15*) und Eleniël waren nach Bruchtal gegangen. Verlassen von ihrer Mutter, hatte sich das Kind von allem abgewandt.
      Sie hatte sich bis zu den Grauen Anfuhrten durchgeschlagen. Círdian hatte sie schweren Herzens mit ein Paar Elben übers Meer in den Westen geschickt.
      So war sie über den geraden Weg nach Valinor gelangt. Eru selbst hatte sie, ein Menschenkind, Aman betreten lassen.
      Als ich sie das erste Mal sah, wusste ich, dass sie Varmiweas Kind war. Durch das Blut der Númenorer hatte sie sehr lange gelebt. Ihr Grab lag am Fuße des Taniquetils und in der nähe des Manarhaxars.

      Ich seufzte und blickte auf das Feuer, dass Finarfin nun entzündet hatte.
      „Volk der Noldor, Ich will nun von der Geschichte unserer Beschützerin und Prinzessin dieses Reichs singen.“, sprach der Sohn Finwes.
      Sollte ich hinuntergehen. Nein, dort gehörte Manars Vater nicht hin.
      „Manar, Schicksal.“, flüsterte ich und lies ihren Namen auf Númenor in der Luft hängen.
      Ich hatte sie im Stich gelassen. Mairon, der Verräter, damals Tar Mairon oder auch Sauron, Heerführer Morgoths, hatte sie gefoltert. Ich hatte nichts mitbekommen. Ich dachte sie hätte mich verlassen und hatte mich mit ihrem Fortgang abgefunden.
      Ich würde mir niemals verzeihen, dass ich die Vorgänge auf Numenor erst Begriff als der König von Westernis vor meinen Toren stand.
      Die Schreckliche Nachricht werde ich niemals vergessen.


      [b]A lasta Varminwea – Oh Höre Varminwea[/b]


      Vor der Welt war sie da,
      noch vor den Vala,
      Sie an seiner Seite,
      in mitten der Wesen, die Erschaffer der Gestade,
      Angst verlangt dem Herr der Quendari die Entscheidung ab.
      Und so gibt der Herr der Welt Sie, Eruiell hinab.
      nur um sie zu schützten.
      Doch sollte je ihr Geheimnis an s Licht kommen,
      ist selbst der Eine nicht mehr unantastbar,



      Die Zeilen des Liedes weckten meine Erinnerungen. Ich erinnerte mich noch genau an Erus Worte. Ich hatte der Aufgabe, die mein allmächtiger Vater mir übertrug, nicht standgehalten. Ich hatte versagt.
      Ich, der Stadthalter Iluvatars, hatte versagt. Die Erinnerung peinigte mich:

      Ich stand mit Varda in der Halle. Das Bild Eas zeigte sich vor mir. Die anderen Ainur staunten darüber, was ihre Musik erschaffen hatte.
      Dies ist eure Musik. Dies ist das Königreich Arda!“, sprach Eru und eine Frau trat in die Halle. Sie trug Flammen als Haar. Ihr Gewand war rot und ihre Füße bestanden aus glühender Asche. Um sie herum waberten goldene Streifen.
      Liebe Schwester!“, sagte Eru und nahm ihre Hand.
      Liebster!“, sprach sie.
      Die Qarantara(12) bitte!“, sagte er.
      Ich sah wie die Frau ihre Hand hob und eine helle flackernde Flamme entstand auf ihrer Hand.
      Sie setzte die Flamme in Erus Hände.
      Die Unauslöschliche!“, rief Melkor und trat mit einem gierigen Blick an meine Seite.
      Eru antwortete nicht und lächelte nur.
      Er streckte die Hand aus und die Flamme schwebte in das Bild der Ainulindale.
      Ea, es sei!“, rief Eru Arda ins Sein.
      Danach sagte er zu mir und Varda: „ Ich möchte, dass ihr mir folgt.“.
      Ohne zu zögern folgten wir Iluvatar durch die ewigen Hallen. Er blieb vor einer Tür stehen.
      Die Tür war golden und seltsame Zeichen waren auf ihr zu sehen.
      Was ist dahinter, allmächtiger Vater?“, fragte ich neugierig.
      Eru öffnete die Tür. Licht war in dem Raum. Es war ein weißes Nichts ohne Wände. In der Mitte schwebte eine Kugel. Ein Ainur kniete vor der Kugel. Er trug Zeichen auf seinem Gewandt und Schreibfedern war sein Gürtel.
      Vater?“, fragte er und blickte verwirrt auf mich und Varda.
      Es ist Zeit sie los zu lassen; kran Non.(13)“, sprach Eru. Die Sprache kannte ich nicht. Es war weder Quand, die Sprache der Leere und der Musik, aus der wir das Valarin entwickelten, noch eine mir bekannte andere Sprache.
      Nein! Sie wird sie trotzdem finden. Was ist mit der Kette Melkors?“ , sprach der Ainur verzweifelt.
      Ich bitte dich, sie los zu lassen. Du wirst mit gehen Teccala(14). Sie wird sich nicht an dich erinnern.
      Ich werde dir erlauben, dich zu offenbaren. Aber nur wenn die Zeit dafür gekommen ist. Versprich mir, dass du die Wahrheit über deine Herkunft geheim hältst. Ansonsten teilst du ihr Schicksal!“, antworte Eru.
      Der Ainur Namens Teccala sah noch einmal auf die Kugel und streckte die Hand aus.
      Bleib Stark,meine kleines Licht! Lebewohl Schwester!“, hörte ich ihn flüstern und er verlässt danach die Halle.
      Eru trat zu der Kugel und berührte sie. In einem gewaltigen Konzert von Tönen platzte die Kugel auf und ein kleines Kind fiel in seine Arme. Sie trug einen Oberkörper aus Licht und ansonsten bestand ihre Eala aus Luft.
      Was ist das?“, fragte Varda.
      Manwe, Varda! Ich möchte, dass ihr dieses Ainurindi großzieht. Behandelt sie wie euerem eigenen Geist entsprungen. Sie wird eure Tochter sein. Dies ist eine Bitte, kein Befehl! Ich möchte, dass ihr diesen Auftrag als Pflicht betrachtet und nicht als aufgezwungen Befehl. Es hängt sehr viel davon ab.“, meinte Eru.
      Vater, ich werde sie schützten und wie meine eigenes Kind behandeln.“, sagte Varda entschlossen und trat an Erus Seite. Sie berührte den Arm der Kleinen.
      Ich zögerte.
      Wer ist sie?“, fragte ich.
      Ein Geschenk an euch.“, antwortete Iluvatar.
      Ich trat zu ihr und sah in die geschlossenen Augen.
      Dann strich ich ihr über das Gesicht und das Geschöpf öffnete die Augen.
      Varminwea, soll sie heißen.“, sagte ich und sah in diese blauen Augen.
      Der Name wird ihr gehören. Ich möchte bevor ihr sie zu den anderen bringt und ich euch erlaube auf Arda herab zu steigen, um die Wohnung meiner Kinder zu formen, noch einmal mit dir Sprechen, Manwe.“, bat Eru.
      Ich warte hier.“, meinte Varda und nahm Varminwea in den Arm.
      Eru lächelte und verließ die Halle. Wieder folgte ich ihm. Vor der Halle wandte er sich nach rechts und betrat eine weitere Halle. Er hob beide Hände und ein Bild entstand in der Luft. Eine schwarze Frau mit glutroten Augen erschien.
      Wer ist das?“, fragte ich.
      Manwe, ich bitte dich Varminwea um jeden Preis zu beschützten. Gib sie niemals, hörst du, NIEMALS auf. Es gibt eine dunkle Macht, die meiner eben würdig ist, die nach ihr trachtet. Ich habe diese Macht selbst erschaffen. Arda ist der einzige Ort wo sie sicher ist. Doch leider nur begrenzt. Ich allein Stehe zwischen ihr und dem Zugang zu Arda.“, sagte Eru.
      Ich dachte Arda, sei für die Kinder, eure Kinder?“, fragte ich.
      Das ist auch so. Und durch Varminwea, wie du sie genannt hast, wird Arda dieser Bestimmung erst gerecht. Ich kann es dir nicht erklären. Aber ich möchte, dass du mein Vertreter auf Arda wirst. Du wirst über die Ainur und meine Kinder herrschen. Arda braucht einen Herrscher. Eigentlich wollte ich Melkor für diese Aufgabe. Aber der Sog meiner Feindin, hat zu sehr an ihm gezogen. Er ist versklavt Manwe. Du als sein Bruder, wirst die Aufgabe haben ihn im Zaum zu halten. Kannst du das?“, fragte Eru.
      Ich zögerte keine Sekunde. Ich hatte die Veränderung an Melkor schon lange zuvor bemerkt. Der Bruder den ich liebte, war schon lange fort.
      Ja, ich werde in deinem Namen über Ea herrschen und meinen Bruder abhalten sie zu zerstören.“ , sagte ich. Nach einem Blick auf das Bild der seltsamen Frau, fügte ich hinzu: „Ich werde auch Varminwea vor jeder Macht die ihr schaden will beschützten. Immer! Das schwöre ich!“
      Iluvatar lächelte.

      Keuchend kam ich aus der Erinnerung hoch. Ich hatte versagt. Ich hatte meinen Bruder zwar gebannt. Aber Varminwea könnte ich nun nicht mehr beschützten.
      Traurige Geigen umfingen mich und die Schwäche befällt erneut meine Fauna. Ich stützte mich auf dem schneeweißen Geländer von Ilmarins Terrasse ab.
      Finarfins Stimme erklang wieder und die zweite Strophe mit Refrain drang zu mir herauf.

      Höre Mânariniôiel, gesegnete Lilie Amans,
      Höre den Ruf Súlimos, spüre seine Trauer, das Heulen des Windes,
      Im entscheidenden Augenblick warst du breit, dich zu opfern,
      Du hast versucht, den Herr der Finsternis zu heilen, ein Diener Eru´s im Kern,
      Du hast in vielen Schlacht dem Schicksal und deinem Herzen zur Seite gestanden.


      Unter den Sternen dem Feuergeist gedient und in Gefangenschaft geraten,
      in der Ruhmreichen unter Schmerz als Geißel gedient, Der Schwertkämpfer dich gefunden,
      In der Schlacht des jähen Feuers, an Morgoths Seite gegen die Belagerung gekämpft,
      In der ungezählten Tränen von Thalion zur Vernunft gebracht. Thorondor sie nach Gondolin gebracht,
      In dem Zorn der Vala und des Morgoths sich gegen beide gestellt, um den Krieg aufzuhalten,


      Sie mit den Göttern Almaren verlassen und Valinor gegründet,
      Als junges Kind von Tulkas gerettet,
      Im ersten Krieg, ihre Gabe entdeckend, versucht sie den Sturz der Leuchten zu verhindern,
      dabei dem Verstoßenen sie begegnet, Sie gibt sich nicht zu erkennen, als Eines von den Kindern,
      Mit Orome Mittelerde betreten, das erste Mal, noch vor Orome, die Eruhíni erblickt. Sie die Elben retten,
      den schwarzen Reiter mit der Zunge der Verführung vertrieben,
      Fort an Kriegerin des Lichts genannt und nun Beschützter der Elben,
      Vom Krieg der Mächte fern geblieben, zum Juwel ihres Vaters verdammt,
      Sie nun die Gesegnete Lilie Amans genannt, Astaldoiôn und Aldaroniell zu ihr kommt,



      Ich hörte diesem Lied zu und wusste, wovon diese Strophe handelte. Der Refrain erzählte von meinen verzweifelten Versuchen, meine Varminwea wieder zurück zu bekommen. Er erzählte von ihrem Eingriff in den Krieg des Zorns um Melkor zu retten und ihrer Gabe als Valie.
      Doch sprach dieser auch von den Schlachten Beleriands und ihrer Rolle darin. Die erste Schlacht, hatte sie nur von der Ferne mitbekommen. Damals war sie in Ungoliants(*16) Klauen gefangen.
      Nach dem Meadhros sie befreite, blieb sie bei den Noldor und zog mit in die Schlacht Dagor nuin Giliath. Sie kämpfte tapfer, war aber Melkors Dienern nicht gewachsen. Balrogs überwältigten meine Tochter und verschleppten sie nach Angband.
      Sie blieb lange, zwar gegen ihren Willen, aber mit guter Behandlung in den Thangorodrim.
      In der Dagor Aglareb schickte Melkor sie als Geisel an die Tore Angbands. Er schwächte den Kampfgeist der Noldor, die die beste Freundin ihres verstorbenen Königs Feanor sehr mochten. Für jeden Versuch Angband zu erstürmen, wurde Varminwea verletzt.
      Schließlich begann die Belagerung und Melkor zog Varminwea immer mehr auf seine Seite. Ich weiß nicht warum, sie anfing Gefühle für ihn zu entwickeln. Aber sie tat es.
      Schließlich tauchte eine schreckliche Heerführerin in der Dagor Bragolach auf und Melkor sprengte den Belagerungsring. Auch mit der Hilfe dieser Heerführerin. Alle Orks nannten sie nur Ânudkâl, Westlicht in der Sprache Angbands, die Sauron erfand.

      Als Fingolfin von dem Tod so vieler Elben und ihrer Mörderin Ânudkâl hörte, ritt er zum Thor von Angband. Dort forderte er Melkor heraus. Mein Bruder kam und auch die mysteriöse Ânudkâl.
      Fingolfin erkannte Varminwea und starrte sie entsetzt an.
      Er starb im Kampf mit Melkor und meine Tochter sah einfach zu, so weit ich weiß. Doch habe ich mit niemandem gesprochen der dabei war.
      Mein Herz zweifelt Stark, daran, dass meine Tochter so etwas einfach geschehen lassen würde.
      Ich glaube Melkor verhinderte, dass sie eingreifen konnte.

      In der Nirnaeth Arnodaid wendete sich das Blatt. Varminwea tötete Hour und half bei Húrins Gefangennahme. Nach der Schlacht lief sie weg und wurde schließlich von Throrondor nach Gondolin gebracht, der dort eigentlich nur Rast machen wollte, um sie zu mir zu bringen. Doch Turgon vertrieb meinen Freund und nahm meine Tochter gefangen.
      Das ist alles was ich über ihre Rolle in den Schlachten weiß.
      Ansonsten erinnere ich mich nur an den Sturz von Ilurin und Ormal, die Leuchten von Arda.
      Während ich sie festhielt, fragte sie mich wer Melkor war. Ich erfuhr, dass sie die Zerstörung der Leuchten vorausgesehen hatte und dorthin ging. Dort traf sie meinen Bruder. Sie sagte ihm nicht wer sie war und er nannte ihr nur seinen Namen. Ich hielt geheim, dass er mein Bruder war und tat alles, damit Melkor nichts von seiner Nichte erfuhr.
      Im Krieg der Mächte, wollte sie mit mir kämpfen. Doch ich lies sie zurück und sperrte sie in Valinor ein, damit sie mir nicht folgte. Ich wollte nicht, dass Melkor sie sieht.
      Das war der erste Schritt zu meiner ewigen Angst gewesen. Ab da wurde sie zur Lilie Amans.

      Erneut drang die dritte Strophe an mein Ohr und riss mich aus meinen Gedanken.


      Höre Mânariniôiel, gesegnete Lilie Amans,
      Höre den Ruf Súlimos, spüre seine Trauer, das heulen des Windes,
      Im entscheidenden Augenblick warst du breit, dich zu opfern,
      Du hast versucht, den Herr der Finsternis zu heilen, ein Diener Eru´s im Kern,
      Du hast in vielen Schlacht dem Schicksal und deinem Herzen zur Seite gestanden.


      Unter den Sternen dem Feuergeist gedient und in Gefangenschaft geraten,
      in der Ruhmreichen unter Schmerz als Geißel gedient, Der Schwertkämpfer dich gefunden,
      In der Schlacht des jähen Feuers, an Morgoths Seite gegen die Belagerung gekämpft,
      In der ungezählten Tränen von Thalion zur Vernunft gebracht. Thorondor sie nach Gondolin gebracht,
      In dem Zorn der Vala und des Morgoths sich gegen beide gestellt, um den Krieg aufzuhalten,


      Im Glanz der Bäume Telimektar´s Liebe zu ihr erkennend, sie sich vor dem Vater fürchtet,
      Der Sohn des Herrn der Kampfkunst im Krieg der Mächte gefangen und Melkor ihren Namen entdeckt,
      Während der Belagerung Utumnos zum Wohle der Quendi, Sauron sie in in eine Falle lockt,
      Doch statt sie zu quälen beginnt Morgoth ihr Vertrauen zu gewinnen und sie sein Herz entdeckt,
      Der Herr der Vala in Schmerz und Wut seinen Bruder niederwirft und in Ketten legt,
      Telimektar und Varminwea befreit, sich die Nichte für Morgoth einsetzt, doch ihre Wort wird hinwegfegt,
      In der Zeit der Gefangenschaft, sie ihrem Onkel näher kommt, Sie Freunde unter den Noldo findet,
      Als Trauzeugin ihres Freundes Feanor an einer elbischen Bindung teilnehmend, den Zorn Manwes sieht,
      Gekränkt sie sich verschließt und oft zu Melkor hinunter geht, er sie langsam auf seine Seite bringt,
      Nach der Freilassung des gefallenen Vala sie im Streit mit Manwe steht, Er sie von den Eldar fernhält,
      Sie sich immer wieder zu Melkor begibt, den sie ihren Vater hasst, ihr Onkel sie hält,
      Nach dem Aufwiegeln der Noldo erfährt sie von den Silmaril und geht nach Formenos,
      Sie will den Tod Feanors aufhalten und opfert sich für ihren Freund, Melkor erbost,
      Er sie, verfolgt von Tulkas und Orome, nach Avathar entführt,
      Melkor mit Ungoliant und Varminwea die Bäume zerstört und mit Manwe konfrontiert,
      Varminwea bereut und bittet das erste Mal, um Versöhnung der beiden Könige,
      Doch Ungoliant, im Beisein Mitbekommend wer Varminwea ist, die Silmaril von Melkor forderte,
      Sie Varminwea entführt und nach Mittelerde flieht. Melkor die Silmaril raubte,

      Ich seufzte. Ja der Krieg der Mächte hatte einiges ins Rollen gebracht. Ereignisse die ich immer noch Tulkas zum Vorwurf mache. Telimektars Entführung, hätte niemals geschehen dürfen.
      Telimektar, war Tulkas und Nessas Kind. Ein Kind, wessen gegen die Einsamkeit meiner Tochter damals von Eru nach Almaren geschickt wurde.
      Er wurde Varminweas Freund und verliebte sich in sie. Nach der Erschaffung der zwei Bäume tanzten sie dort. Dann hielt der Sohn von Tulkas bei mir um ihre Hand an.
      Ich war erst skeptisch. Aber schließlich trug ich ihm auf sich zu beweisen und schickte ihn als einziges Valarhíni in den Krieg der Mächte. Nach einiger Zeit wurde unser Heerlager von Balrogs angegriffen. Nach der Schlacht fand Tulkas einen Maiar in seinem Zelt. Dieser berichtete, dass Gothmog und ein anderer Balrog Telimektar während des Angriffs entführten.
      Ich könnte Tulkas nur schwer davon abhalten sofort nach Utumno zu gehen und Melkor zu einem Kampf herauszufordern.
      Wir schlugen Schlacht auf Schlacht und Tulkas würde immer grausamer. Als er schließlich tote Orks noch ´zerstückelte verbot ich ihm an der nächsten Schlacht teil zu nehmen.
      Er ging nach Valinor und entdeckte Varmiweas Fortgang. Sauron war bei ihr und hatte ihr gesagt, das ich wollte, das Telimektar sie heiratete. Daraufhin lief sie weg.
      Erst als wir Utumno einnahmen, fand ich sie bei Melkor. Sie flehte uns an, ihn zu verschonen.
      Doch ich war wütend. Ich glaubte Varminwea und Melkor kein wort, dass Melkor sie vor Avari rettet und sie freiwillig in Utumno war. Wir nahmen meinen Bruder gefangen und befreiten Telimektar, der unter Folter Melkor bevor Varminwea auftauchte ihm sagte, dass er eine Nichte hatte.
      Ich werde niemals vergessen wie meine eigene Tochter vor mir auf die Knie ging und mich anflehte meinen Feind frei zu lassen.

      Ab diesem Tag stellte ich Varminwea unter Bewachung. Varda bestimmte eine Gruppe aus ihren Maiar und ich wies Eonwe, meinen Heerführer, an diese auszubilden. Sie wurden zu Elentiris, Sternenwacht in Quenya. Ich stellte sie als Leibwächter meiner tochter vor. Varminwea war nicht begeistert davon und ich hatte eine heftige Diskussion mit ihr.
      Doch sie fügte sich mir und akzeptierte ihre Leibwache.
      Dann kam Feanor.

      Ich mochte ihn nicht, doch meine Tochter rettete ihm das Leben, obwohl sie vorher nur am Wasser des Erwachens Kontakt mit den Erstgeborenen Erus hatte. Sie wurden Freunde und als Melkor frei kam, baute sie auch zu ihm eine Bindung auf.
      Ich versuchte, dass zu verhindern. Aber die Verführungskunst meines Bruders war unbesiegbar. Ich könnte nicht verhindern, dass Varminwea in sein Lügennetz geriet.
      Die Silmaril wurden erschaffen, die Bäume zerstört und Varminwea von Ungoliant geraubt. Ich erinnere mich noch genau daran.


      Ich rannte über das Gras und in der völliger Dunkelheit zu den Bäumen. Dort sah ich sie.
      Melkor, Ungolaint und Varminwea standen vor den Überresten von Laurelin und Telperion.
      Es gibt noch ein Licht. Ich will es, kaltes Herz!“, knurrte die Spinne meinen Bruder an.
      Ungoliant, die Silmaril sind unerreichbar.“, hörte ich Varminwea.
      Melkor, was machst du mit meiner Tochter?“, schrie ich und stürmte auf den Hügel.
      Manwe, ich... sie ist freiwillig hier. Sie … wir..“, stammelte Melkor und ich erreichte sie.
      Eure Tochter?“, hakte Ungolinat nach.
      Sie war grausig an zusehen. Schwarzes ´Fell einen klumpigen Fetten riesigen Körper und dazu acht riesige beharrte Beine. Tief rote Augen blickten mir entgegen und ihre Greifer, waren so groß und breit, dass sie einen Körper, biss auf den Kopf umschließen konnten.
      Vater, Bitte ich kann das erklären.“, sagte Varminwea.
      Plötzlich schnappten Ungoliants Greifer zu. Varminwea wurde fest umschlossen und Ungoliant lachte.
      Ungoliant, Nein!“, riefen ich und Melkor gleichzeitig.
      Die Steine Feanors, Melkor! Dann lasse ich deine kleine Nichte gehen. Wenn nicht, wird sie mein Abendessen“, keifte die Spinne ihre Drohung und trippelte davon.
      Ich und Melkor sahen uns an und nahmen sofort die Verfolgung auf.
      Seite an Seite jagten wir sie durch halb Aman.
      Kommt mir nicht hinterher! Melkor weiß wo ich zu finden bin. Haut ab!“, keifte Varminweas Entführerin und ein schrecklicher Schrei meiner Tochter erfüllte die Dunkelheit Ardas.
      Das hat keinen Zweck, sie zerstört ihr Hroa.“, sagte Melkor.
      Das ist deine Schuld! Warum hast du dich mit dieser widerlichen hinterlistigen Aini eingelassen?“, schrie ich meinen Bruder an.
      Ungoliant ist eine sehr gute Freundin. Leider hat sie gemerkt, dass ich vorhabe ihr die Silmaril nicht zu geben, wie ich es versprach.“, sagte Melkor, „Ich werde Varminwea aus ihren Klauen befreien.“
      Er kehrte um und ich folgte weiter der Spinne.
      An der Grenze zu Avathar bleib Ungoliant stehen. Ich hielt mich versteckt. Ein Angriff könnte Varminwea in Gefahr bringen.
      Ungoliant legte meine zappelnde schreiende Tochter auf den Boden. Ich sah wie sie von der Spinne gefesselt wurde. Ihre Schreie verstummten, als Ungoliant ihren Mund verschnürte und sie knebelte. Dann wurden sie von der Dunkelheit des Schattenlandes von Aman verschlugt.
      Melkor, wo bleibst du?, dachte ich verzweifelt.
      Da er wusste wo sie wohnte kehrte ich nach Valinor zurück. Ich sah Feuer in Formenos lodern und rannte dorthin.
      Doch ich sollte zu spät kommen um Finwe zu retten.


      Ich komme traurig aus der Erinnerung hoch. Der Schmerz und die Angst um sie, war so groß gewesen. Ich war unerträglich geworden, hatte selbst Varda angeschrien und hatte mich im Taniquetil verkrochen.
      Das Lied erklang wieder tief unter mir.



      Höre Mânariniôiel, gesegnete Lilie Amans,
      Höre den Ruf Súlimos, spüre seine Trauer, das heulen des Windes,
      Im entscheidenden Augenblick warst du breit, dich zu opfern,
      Du hast versucht, den Herr der Finsternis zu heilen, ein Diener Eru´s im Kern,
      Du hast in vielen Schlacht dem Schicksal und deinem Herzen zur Seite gestanden.


      Unter den Sternen dem Feuergeist gedient und in Gefangenschaft geraten,
      in der Ruhmreichen unter Schmerz als Geißel gedient, Der Schwertkämpfer dich gefunden,
      In der Schlacht des jähen Feuers, an Morgoths Seite gegen die Belagerung gekämpft,
      In der ungezählten Tränen von Thalion zur Vernunft gebracht. Thorondor sie nach Gondolin gebracht,
      In dem Zorn der Vala und des Morgoths sich gegen beide gestellt, um den Krieg aufzuhalten,




      Súlimo Melkors Gefühle erkennt, wird durch den Aufstand der Noldo und den Sippenmord abgelenkt,
      Beide plagt der Verlust Vaminweas und Melkor so wie auch die Vala versuchen sie zu finden,
      Nach der Ankunft der Noldo in Mittelerde wird Sie von Maglor gefunden, der sie von Ungoliant befreit,
      Sie nimmt unter dem Banner Feanors an der Dagor-nuin-Giliath teil, und wird von Balrogs gefangen,
      Melkor greift den Maiar Tilion an um seinem Bruder eine Nachricht zukommen zu lassen,
      Manwe lässt sich nicht erpressen und statt Valinor und Aman Melkor zu übergeben befestigt er es,
      Melkor lange Zeit versucht, Varminwea auf seine Seite zu ziehen, er beginnt ihr von sich zu erzählen.
      Schließlich kämpft die Tochter Manwes an der Seite ihres Onkels in der Dagor Bragolach,
      Sie macht es sich zur Aufgabe wie Melkors zu versuchen die Atani von ihrem „Fehler“ zu befreien,
      In der Nirnaeth Arnodaid trifft sie auf Hurin, denn sie mit ihrem Cousin Gothmog bezwingt,
      Doch als man von ihr fordert, gefangene Noldor zu töten, weigert sie sich und flieht,
      Sie wird von Throndor nach Gondolin gebracht, wo Turgon sie gefangen nimmt.
      Die lange Zeit in Gefangenschaft ihrer einstigen Freunde bricht Varminwea, sie beginnt zu bereuen,


      Ja, ich erkannte, das Melkor sie liebte, oder jedenfalls dies Vorgab. Er wollte sie mir nur wegnehmen. Er wollte mir Leid zufügen in dem er meine Kleine dazu brachte mich zu hassen.
      Ich suchte nach ihr Tage lang. Selbst der Aufstand der Noldor und den Sippenmord, nahm ich nur halbherzig wahr.
      Ich war gebrochen.
      Erst als Tilion nach Aman kam und Melkors Nachricht überbrachte, wich der Schmerz Wut und diese Wut half mir, mich für einen Krieg zu rüsten.
      Die Schlachten von Belleriand folgten.


      Höre Mânariniôiel, gesegnete Lilie Amans,
      Höre den Ruf Súlimos, spüre seine Trauer, das heulen des Windes,
      Im entscheidenden Augenblick warst du breit, dich zu opfern,
      Du hast versucht, den Herr der Finsternis zu heilen, ein Diener Eru´s im Kern,
      Du hast in vielen Schlacht dem Schicksal und deinem Herzen zur Seite gestanden.


      Unter den Sternen dem Feuergeist gedient und in Gefangenschaft geraten,
      in der Ruhmreichen unter Schmerz als Geißel gedient, Der Schwertkämpfer dich gefunden,
      In der Schlacht des jähen Feuers, an Morgoths Seite gegen die Belagerung gekämpft,
      In der ungezählten Tränen von Thalion zur Vernunft gebracht. Thorondor sie nach Gondolin gebracht,
      In dem Zorn der Vala und des Morgoths sich gegen beide gestellt, um den Krieg aufzuhalten,

      Als Tour in Gondolin eintrifft, besucht er die Gefangene oft.
      Durch Meagling lässt Morgoth Turgon wissen, dass Varminwea, eine Vala und die Tochter Manwes ist,
      Tour will sich nun an Manwe rächen und foltert Varminwea. Der Hass der Atani ist so stark
      ,dass Varminweas Hroa fast zerstört wird. Da greift Eru ein und rettet sie vor dem körperlichen Tod,
      Durch den Angriff auf Gondolin wird Varminwea von Melkor befreit und vor die Wahl gestellt,
      Ihm zu dienen oder frei zu gehen und nach Valinor zurückzukehren. Bevor sie sich entscheidet,
      greift Eonwe an und nimmt sie mit nach Valinor.
      Ihr Vater entschuldigt sich und offenbart ihr, dass er sie über alles liebt,



      Ulmo schickte damals Tour, Hours Sohn nach Gondolin. Der Mensch war nicht gut auf Varminwea zu sprechen, da sie Hour tötete. Varminwea war lange Zeit in der Gewalt der Noldor. Ich erfuhr von Thronodor davon, der sie nach Gondolin, nach der Nirnaeth brachte. Man verscheuchte ihn und verletzte seine Flügel. So brauchte Throrondor viel zu lange nach Aman. Ich erfuhr erst von Varminweas Gefangenschaft als Turgon die aufheben des Bannes von mir forderte, während er meine Tochter folterte.
      Ich mag die Noldor nicht, weil sie ihr das Antaten.
      Ich brach zusammen. Ich tat nichts um sie zu retten. Ich suhlte mich in meinem Schmerz und war unfähig einen klaren Gedanken zu fassen.
      Melkor nutzte diesen Zustand aus um in meine Träume einzudringen. So erfuhr er von Varminweas Leid.
      Er handelte sofort. Der Untergang Gondolins geschah allein um Varminwea vor Turgons Grausamkeit zu retten.
      Doch Melkor trug Gothmog, der den Kampf geführt hatte auf, Varmi die Wahl zu lassen. Ich wollte sie um jeden Preis zurück. Ich konnte nicht zulassen, dass ihr noch einmal weh getan wurde. Ich hatte mich nur auf Melkor konzentriert und dabei vergessen, dass es noch andere geben könnte, die Varminwea schaden wollten.
      Eonwe stritt mit mir, als ich ihm befahl Sie zurückzuholen. Wenn es nötig war auch mit Gewalt.
      Er war treu, doch das war der schwerste Befehl, den ich meinem Herold je auftrug.
      Sie kamen hier an und Varminwea war in Fesseln geschnürt und auch geknebelt.
      Es tat weh, sie so zusehen. Ich schrie Eonwe an, was dass sollte. Er hatte mir erklärt, dass sie sich massiv gewehrt hatte.
      Ich lies ihr die Fesseln sofort abnehmen. Varminwea schrie mich an, dass ich sie gehen lassen sollte. Das ihr Platz in Mittelerde war.
      Doch ich gab ihr nur mit Nachdruck zu verstehen, dass ich sie nie wieder gehen lassen würde.
      Ich steckte sie in ihr Zimmer und lies es bewachen. Niemand durfte rein und schon gar keiner raus.
      Nach drei Tagen kam ich zu ihr und entschuldigte mich. Sie verzieh mir und wir erneuten unsere Beziehung.
      Ich sagte ihr, wie sehr ich um sie fürchtete und dass ich sie über alles Liebte.
      Sie sprach mich mit Atar an. Es war zwar Elbisch aber, sie hatte mich so lange nicht Vater genannt, dass mir die Sprache gleichgültig schien.
      Unsere Beziehung baute sich langsam wieder auf. Als ich sie aus ihrem Zimmer entließ, bestimmte ich die Galatiris wieder zu ihren Beschützern. Sie akzeptierte das.
      Es folgten viele glückliche Jahre mit ihr. Sie durfte nun den Taniquetil nicht verlassen.
      Doch kein Protest kam. Die Gefangenschaft in Gondolin schien sie sehr misstrauisch gegenüber den Eruhíni gemacht zu haben.

      Die vorletzte Strophe des Liedes erklang in der Luft und wurde hinauf zu mir getragen:


      Höre Mânariniôiel, gesegnete Lilie Amans,
      Höre den Ruf Súlimos, spüre seine Trauer, das heulen des Windes,
      Im entscheidenden Augenblick warst du breit, dich zu opfern,
      Du hast versucht, den Herr der Finsternis zu heilen, ein Diener Eru´s im Kern,
      Du hast in vielen Schlacht dem Schicksal und deinem Herzen zur Seite gestanden.


      Unter den Sternen dem Feuergeist gedient und in Gefangenschaft geraten,
      in der Ruhmreichen unter Schmerz als Geißel gedient, Der Schwertkämpfer dich gefunden,
      In der Schlacht des jähen Feuers, an Morgoths Seite gegen die Belagerung gekämpft,
      In der ungezählten Tränen von Thalion zur Vernunft gebracht. Thorondor sie nach Gondolin gebracht,
      In dem Zorn der Vala und des Morgoths sich gegen beide gestellt, um den Krieg aufzuhalten,

      Viele Jahre lebt Varminwea behütet in Valinor,
      Sie nun Elentiris an ihrer Seite,
      Doch leider sehnt sie sich nach Melkor, der eher ein Vater für sie war, als Manwe,
      Der Herr der Valar lässt sie auf Schritt und Tritt bewachen und Varmi gefällt dies nicht,
      Sie sieht die Ankunft Earendils und bittet am Krieg des Zorns Teil zu haben,
      Versucht Manwe zu sagen, dass er Melkor vertrauen soll, doch Súlimo geblendet von Hass weist sie ab,
      In Angst wird Varminwea zurückgelassen während das Herr der Valar nach Mittelerde zieht,
      Sie fürchtet, ihr Vater oder ihr Onkel könnten bei der Schlacht umkommen, so bricht sie auf,


      Höre Mânariniôiel, gesegnete Lilie Amans,
      Höre den Ruf Súlimos, spüre seine Trauer, das heulen des Windes,
      Im entscheidenden Augenblick warst du breit, dich zu opfern,
      Du hast versucht, den Herr der Finsternis zu heilen, ein Diener Eru´s im Kern,
      Du hast in vielen Schlacht dem Schicksal und deinem Herzen zur Seite gestanden.


      Unter den Sternen dem Feuergeist gedient und in Gefangenschaft geraten,
      in der Ruhmreichen unter Schmerz als Geißel gedient, Der Schwertkämpfer dich gefunden,
      In der Schlacht des jähen Feuers, an Morgoths Seite gegen die Belagerung gekämpft,
      In der ungezählten Tränen von Thalion zur Vernunft gebracht. Thorondor sie nach Gondolin gebracht,
      In dem Zorn der Vala und des Morgoths sich gegen beide gestellt, um den Krieg aufzuhalten,



      Meine kleine Tochter, verglich mich immer wieder mit meinem Bruder.
      Immer wieder musste ich, dass habe ich bei Melkor gemacht, oder das durfte ich in Agband, hören. Es ging bald nur noch um Melkor. Ich ertrug es nicht, zu hören, wie nahe er ihr gekommen war.
      Dass er all das für sie gewesen war, was ich hätte sein sollen.
      Es wurde so schlimm, dass ich begann sie an zu schreien.
      Dann hatte ich mich einmal nicht Unterkrontrolle, weil der Schmerz so stark war. Meine Kräfte verletzten ihre Fauna und sie schrie: „ Melkor ist eher ein Vater für mich als du!“.
      Ich machte mir schreckliche Vorwürfe. Varminwea sprach nicht mehr mit mir.
      Sie sehnte sich nach ihm. Sie spielte und schrieb Lieder für Morgoth.
      Sie verachtet ihre Bewachung.
      Nur Varda lässt sie an sich heran und auch Telimektar.
      Ich bin Luft für sie. Sie schließt mich einfach aus, tut so als ob es mich nicht gäbe.
      Das tat sehr sehr weh.
      Plötzlich tauchten Earendil und Elwing auf. Ich hörte sie an und entschied den Eruhíni zu helfen.
      Varminwea flehte mich an. Melkor nicht zu töten und nicht in die Schlacht zu ziehen.
      Doch ich war von ihrer Ignoration meiner Person so getroffen, dass ich ihr Flehen und den Schmerz und die Angst um Melkor nicht sah.
      Sie will mitkommen, doch ich kann das nicht erlauben. Ich kann nicht kämpfen, wenn ich die ganze Zeit damit beschäftigt bin, sie zu beschützten.
      „Du sollst Melkor mal verstehen. Er ist nicht das Böse für das ihn alle halten. Bitte , vertraue ihm noch ein ein einziges Mal!“, flehte sie.
      „Nein, ich habe gesehen, wo das hinführt. So etwas wird sich nicht wiederholen.“, antwortete ich ihr.
      Ich spielte damit auf Telperion und Laurelin an. Dann zog ich in die Schlacht und wir stürmten Angband.
      Die letzte Strophe gelangte an mein Ohr.

      Den Preis des Versuches, die Brüder zur Versöhnung zu bringen, mit dem Bewundernswerten gezahlt,
      Sie nach der Schlacht eintrifft und Melkor in Ketten sieht,
      Mairon taucht auf und hinterhältig befreit er Melkor.
      Es kommt zum Zweikampf von Manwe und Melkor,
      Mairon in gekränkter Liebe und mit Eifersucht besudelt, greift Varminwea an,
      In diesem Moment sich für Varminweia, sich ihre wahre Herkunft offenbart,
      Sie wird von Eru gerettet und für einen Einzigen Moment, haben,

      der Herr über Ardas Geschicke und,
      der der mit Eru im Einklang steht, ihre Versöhnung entdeckt,
      Gemeinsam trauern sie um die verlorene Liebste, biss Melkor Manwe die Schuld gibt,
      Die Feindschaft bleibt und Morgoth wird verbannt,

      Höre Mânariniôiel, gesegnete Lilie Amans,
      Höre den Ruf Súlimos, spüre seine Trauer, das heulen des Windes,
      Im entscheidenden Augenblick warst du breit, dich zu opfern,
      Du hast versucht, den Herr der Finsternis zu heilen, ein Diener Eru´s im Kern,
      Du hast in vielen Schlacht dem Schicksal und deinem Herzen zur Seite gestanden.

      In der Schlacht für immer verschlossen. Dein Geheimnis nun sich offenbart,
      Du musst nun mit diesem Wissen Mittelerde erneut begegnen und deinem Feinde trotzen,
      Du in dem Schutz deines Herrn nun stehst, Er dich für deine Entwicklung verwahrt,
      Du den Bewundernswerten bezwingen kannst und damit die Rettung des so Geliebten,
      Du wirst einen Weg gehen, der das Schicksal Ardas entscheidet,
      Der Plan gelingt nur mit dir,
      Möge die heilige Flamme und das Licht deines Vaters dich hüten,


      Diese Strophe entsprach nicht wie die anderen der Wahrheit. Kein Elb wusste, was wirklich im Krieg des Zorns geschah. Oder vielmehr danach.
      Wir warfen die Tore von Angband nieder und gelangten biss vor Melkors Thron.
      Ich erinnere mich noch genau:

      Ich stand mit den Anderen vor den Tor der Festung.Die Thangorodrim ragten über uns empor.
      Tulkas brach das Tor ein,während die Schlacht um uns herum tobte. Am Himmel zog Vingilot gegen den mächtigsten Drachen meines Bruders.
      Doch der Kampf von Earendil und Ancalacon, dem Schwarzen, interessierte mich nicht.
      Aus dem eingestürzten Tor stürmten Wölfe.
      Wir töteten jeden einzelnen verdorbenen Wolf und ich führte schließlich die anderen ins Innere Angands.
      Ich erreichte den Thronsaal und dort saß er, Morgoth.
      Die Bernsteinfarbene Augen meines Bruders sahen mich mit Hass an.
      Ich erwiderte ebenso hasserfüllt seinen Blick.
      Ist sie nicht bei dir?“, war der erste Satz den Melkor sprach. Er flehte nicht, lachte mich nicht aus. Er beleidigte mich nicht und zeigte mir auch nicht seine Überlegenheit, an die er stets glaubte.
      Nein, er fragte einfach nach ihr. Er wagte es nach meiner Tochter zu fragen.
      Nein, und du wirst sie auch nicht sehen. Nie wieder, Melkor!“, sagte ich und sah wie er Grond, den Unterwelthammer zog.
      Sie ist unglücklich bei dir. Du nimmst ihr ihre Freiheit. Sie ist für dich nicht mehr als eine Prinzessin, eine mögliche Schwachstelle. Meine Gefangennahme, wird deine Angst nicht lindern.
      Ich bin nicht gefährlich für sie. Die Eruhini sind dies. Du wirst bald erkennen, dass der schlimmste Feind Ardas, die Menschen sind. Sie werden sie dir wegnehmen. Sie werden sich gegen dich auflehnen. Du wirst zusehen müssen, wie sie Varminwea als Geisel gefangenhalten.
      Vergebe mir, Bruder! Ich tat, dass was ich tat nicht von mir aus. Ich bin nicht so, wie du mich sehen willst.
      Ist nicht Varminwea der beste Beweiß dafür? Ich habe ihr nie weh getan, Manwe. Ich habe ihr kein Leid zugefügt. Obwohl all das was zwischen uns passierte, danach schrie. Ich wollte meine Wut entladen, wollte die Enttäuschung, dass du mir Ardas Thron genommen hast, durch ihren... nein durch deinen Schmerz lindern. Aber ich habe diesen Gedanken nicht nachgegeben.
      Als Varminwea zu mir kam, war sie eine junge verzweifelte Aini, von der ihr Vater etwas forderte, was sie nicht wollte.Dann floh sie vor mir. Ich musste mit ansehen, wie diese wilden Elben, die Avari, sie festhielten. Sie nur als Frau sahen und sich an ihr vergehen wollten.
      Wenn ich das zum Ziel gehabt hätte, was du mir immer unterstellt hast, nämlich Varminwea zu benutzten um dir weh zu tun, hätte ich sie doch wohl kaum vor der ungezügelten Lust dieser Eruhíni gerettet. Ich hätte dir das ins Gesicht geworfen und hätte behauptet, dass die Avari unter meinem Befehl standen.
      Wie oft hat sie dir gesagt, dass sie freiwillig hier ist, als ihr meine Festungen schon einmal einnahmt.
      Du hast ihr nicht zu gehört. Du hast mir schreckliches unterstellt. Sie ist Teil meiner Familie, Manwe, meine Nichte! Ich hätte ihr niemals etwas getan. Schon gar nicht, nach der Tat dieser... dieser ..Arg!
      Ich habe sie behütet, habe ihre Alpträume gelindert. Sie lag nicht, wie du behauptet hast, in einer Zelle. Gepeinigt und gefesselt von mir und meinen Dienern. Sie hat nie eine Zelle in Utumno oder in Angband gesehen. Ich habe sie in den Thangorodrim festgehalten, einfach weil ich um sie fürchtete.
      Ich hatte Angst die Eruhini könnten ihr schaden. Die Atani sind nicht so Edel wie die Edain. Schau dir nur die Ostlinge an. Ich habe sie nicht verdorben. Sie waren schon so als ich sie fand.
      Du weißt, nicht, dass über sie, was ich weiß. Dieses Etwas, kann zu einer großen Gefahr für Iluvatar werden.
      Sie hat mir einst die Wahrheit über ihre Herkunft gesagt.
      Meine Mutter, meine Schöpferin, die die den Hass in mir gesät hat, die das Verlangen nach Herrschaft, Zerstörung und das Trachten nach meinem rechtmäßigen Platz als Herrscher Ardas und das Verlangen nach der Unauslöschlichen entfacht hat, sagte dass Varminwea den Untergang Ardas bedeuten könnte. Das Selbst Eru, all seine Schöpfungen für ihre Rettung zerstören würde.
      Mehr kann ich dir nicht sagen. Ich kann nicht riskieren, dass die Eruhíni von ihrem Geheimnis erfahren. Sie sind die größte Bedrohung für sie, nicht ich.
      Bitte, verschone mich. Akzeptiere dass ich meine Nichte liebe. Versuche zu dulden, dass sie mich liebt. Ich hatte nie die Absicht eure Beziehung zu zerstören. Ich wollte nie, dass sie mich als Vater sieht. Ich wollte nie, dass sie mich gegenüber dir vorzieht.
      Hörst du Bruder? Hörst du mir endlich mal zu!
      Es tut mir Leid, dass sich Varminwea von dir Abwandte.Es tut mir für all das Leid und die Kriege, die ich Arda und seinen Bewohner antat, leid.“ sagte Melkor.
      Für einen winzigen Augenblick war ich versucht ihm zu glauben.
      Doch dann warf er mit einer einzigen Bewegungen ein Flammenschwert auf mich. Rasch wich ich aus und dann sah ich etwas, was ich nicht verstand. Der Arm mit dem Melkor die Flamme gesteuert hatte, war von einer schwarz silbernen Kette umwickelt. Langes schwarzes Haar wehte einen Kurzen Augenblick hinter ihm und eine Gesicht, dass ich schon einmal von Eru selbst gezeigt bekommen hatte, flackerte hinter Melkor auf. Doch es war innerhalb von Augenblicken wieder verschwunden.
      Melkro ging auf die Knie und weinte. Er war durch seinen Irdischen Körper in der Lage seine Gefühle so auszudrücken.
      Bitte! Befreie mich Manwe! Lass Varmi zu mir. Nur sie kann ihre Kette lösen. Bitte! Ich wollte dich nicht angreifen. Verzeih mir! Verzeih mir Bitte! Ich werde alles tun was ihr wollt. Nur schicke mich nicht nach Mandos.“, flehte er.
      Ich werde dich nicht nach Mandos Schicken. Du wirst nie wieder einem Menschen oder Elb Leid zu fügen, Bruder!“,sagte ich entschlossen.
      Ich konnte nicht auf sein Flehen hören. Diese Frau war sicher nur ein Trick von ihm um diese Lüge von seiner „Schöpferin“ zu verstärken. Ich war hier vor dem Meister der Lüge. Er hatte seine Chance zur wieder Gutmachung erhalten.Aber er hatte sie nicht genutzt und uns verraten.
      Nein! Nicht!“ hörte ich plötzlich den Schrei meiner Tochter.


      In Schmerz verscheuchte ich das Bild meiner Tochter. Ich wollte nicht an Varminweas Schmerz und ihr Flehen für Morgoth denken.

      Warum? Warum hatte er sie mir genommen?
      Ich musste es wissen.
      Ich musste ihn fragen.
      Mit einen letzten Blick auf die Noldor am Füße des Taniquetils machte ich mich auf zu den Toren der Nacht.

      Er hatte recht gehabt. Numenor hatts ie gefunden und Sauron selbst, hatte Manar den König offenbart. Sie war gefangen genommen worden Nichteinmal Isildur hatte sie gefunden.
      Elendil kam, wie zuvor Earendil zu uns. Er berichtete von Tar-Mairons Machenschaften. Sauron und der König von Numenor planten einen Angriff auf Valinor.
      Ich rüstete mich zur Schlacht und dann waren die Schiffe da.
      Doch was mich erwartete, als sie in Alqualonde einfuhren, war schrecklich.
      Meine Lilie in einem Menschenkörper gefangen und gefesselt am Mast von Alcarondas, dem Schiff Ar-Pharazôns. Es kam nie zur Schlacht.
      Stattdessen verlangte der König von Numenor, die unsterblichkeit für Alle Menschen Ardas von mir.
      Er erpresste mich, dass Varminwea getötet werden würde, wenn ich dies nicht tat.
      Ich musste hilflos mit Ansehen, wie die Numenorer sie folterten.
      Ich zerbrach fast daran.
      Dann entschied ich alles, was ich war aufzugeben um sie zu retten.
      Ich legte mein Amt nieder und Eru zerstörte die Flotte, entrückte Valinor der Welt und vollzog den kompletten Wandel Ardas.
      Doch sie ging weg. Wollte nicht bei mir bleiben. Ab da begann ihr Kampf gegen Sauron der biss zum Schmieden der Ringe der Macht führte.

      Ich kam am Tor der Nacht an und öffnete es leise. Es knarrte sehr, es war lange nicht benutzt worden.
      Das schwarze nichts von Kúma, der Leere, machte mir zu schaffen.
      „Melkor?“, rief ich nach ihm.
      Eine Umriss regte sich in dem Nichts. Bernsteinfarbene Augen leuchteten auf.
      „Warum bist du hier, Manwe?“, fragte Melkor.
      „Um dich etwas zu fragen und eine befriedigendere Antwort zu erhalten als im Krieg des Zorns, ..Bruder.“, sagte ich und Melkor seufzte. Er versuchte sich auf zu richten, doch die Kette Angainor hinderte ihn daran. Ich ging zu ihm, um meinem Bruder zu helfen.
      Das erste Mal in meinem Leben.


      ANMERKUNGEN ( Achtung Spoiler)

      *1 Utumno – die erste Festung Melkors in Mittelerde. Sie wurde im Krieg der Mächte zerstört. Sie befand sich in Beleriand auf den Erid Engrin, einem Gebirge das Melkor erschuff.

      *2 Melkor – Der Feind der Valar oder gefallener Vala. Er gehört zu den Aunir also den Göttern. Er will über Mittelerde herrschen und führte im Ersten Zeitalter viele Kriege, vor allem gegen die Noldor. Am Ende des ersten Zeitalters wird er von den Valar besiegt und in die Leere verband. Sein Diener Sauron nimmt später seine Position in Mittelerde ein. Er wird in diesem Text auch Morgoth genannt, da dies ebenfalls ein gängiger Name für ihn ist. Er bedeutet: schwarzer Feind der Welt.

      *3 Telimektar – Er ist eines der Valarhíni, der Kinder der Valar. Telimektar ist bei Tolkien der Sohn von Nessa und Tulkas und stammt aus der „History of Middelearth“ (HOME) genauer der deutschen Fassung: Die verschollenen Geschichten 1 und 2. Es ist ein frühes Manuskript des spären Silmarillions. Ich gab ihm passend zu seinem Vater Tulkas Astaldo (der Tapfere QU) den Beinamen: Macarícáne (Krieger der Tapferkeit QU).

      *4 Grond – Grond ist hier nicht der Rammbock aus der Schlacht von Minas Thrith in HDR. Es ist der Unterwelthammer mit dem Melkor in der Dagor Bragolach gegen Fingolfin kämpfte. Es ist Melkor Waffe. Ich habe ihn hier als Hammer präsentiert in einigen Versionen ist es auch ein Morgenstern.

      *5 Erid Engrin – Das Gebirge, dass Melkor in Mittelerde erschuff und wo er die Thangorodrim über Angband auftürmte und auch Utumno baute er in dieses Gebirge.

      *6 Tulkas – Einer der Valar und zum volke der ainur gehörend. Vater von Telimektar, ehe Mann von Nessa und Freund Varminweas.

      *7 Valinor – Valinor ist die Heimstätte der Valar und das Segensreich Ardas. Es wird im HDR oft „Westen“ genannt. Dort wandern die Elben im Dritten Zeitalter hin.

      *8 Ainurlindale – „ Musik der Ainur“: Sie ist eine Musik, die Iluvatar die Ainur vor dem Erschaffen Mitterdes spielen lies. Durch diese Musik und der unauslöschlichen Flamme wurde Arda geschaffen.

      *9 Taniquetil – Der Taniquetil ist der Sitz Manwes und der höchste Berg der Pelóri, dem Gebirge Valinors. Auf ihm steht Ilmarin, der Palast Manwes.

      10* Aman – Das Land der Valar in dem sich Valinor befindet. Es könnte auch als Kontinent gesehen werden. Im Dritten Zeitalter ist es nur über den Geraden Weg zu erreichen, oder de Olore Malle ( Aus den Verschollenen Geschichten)

      11* Thorondor – Er ist der König der Adler und ein Diener Manwes. Er war vor der Bindung an die Adlergestalt wie alle Adler ein Maia und ein Mitglied der Súruli ( Windgeister) und Manwes Diener in den Verschollenen Geschichten. Er ist ein guter Freund der Elben und rettet mehrmals im Ersten Zeitalter einige Kinder Erus.

      *12 Manahaxar – „Ring der Mächte in Valarin) Es ist ein Platz an dem Die Throhne der Valar stehen. Es wird nie eindeutig als Halle oder Kreis beschrieben. Es ist bei mir ein Kreis, ähnlich dem Ringrad in HDR in Imladris ( Bruchtahl). Hier wurde Melkor verurteilt und es dient auch als Gericht. Neben den Valar haben in meinem Universum Telimelktar und Eonwe einen Sitz im Manahaxar. Und später auch Varminwea, Als Tochter Manwes und Valar des Schicksals.

      *13 Valie ( Valar) – Die Valar sind die höchsten der Götter( Ainur) Es gibt sieben Männliche und sieben Weibliche ( in meinem Universum durch Varminwea sind es acht Weibliche). Sie beschützten die Eruhini und regieren Arda. Ihr König ist Manwe Súlimo.

      *14 Valimar – Eine Stadt in Valinor und die Stadt der Ainur.

      *15 Valandil – Er ist der Sohn Isildurs und ging nach dem Tod des Königs von Gondor auf den Schwertelfelder nach Bruchtal. Seine Blutlinie setzt sich bis zu Aragorn II. oder Eldarion, Aragorns Sohn fort. In meinem Universum ist er der Sohn Varminweas und damit wie Luthien ein Halbainur.

      *16 Ungoliant –Die erste Spinne Ardas, Die Mutter von Kankra und der Spinnen des Düsterwaldes. Sie war eine Aini und band sich an den Spinnenkörper




      Sprachen:
      QU – Quenya
      S – Sindarin
      SCH – Schwarze Sprache ( Angbands)
      V – Valarin, die Sprache der Valar und Ainur

      von mir erfunden:
      Quand ( Elbisch QU Kúmalambe „ Sprache der Leere“)
      Sie ist der Vorläufer des Valarin und der nachfolger der Quenlandarion, der Sprache der Quendari.
      Abkürzung: Quand

      Quenlandarion
      Das ist der Sprache der Quendari. Die Quendari lassen sich in meinem Vorwort finden. Zu ihrer Rasse gehört Iluvatar.
      Abkürzung: Quenla

      Quendari ( Volk)

      Quendarie ( Weibliche Quendari)
      Quendaro ( Männlicher Quendari)


      1 Hroa (QU) – Körper, im Falle der Ainur ist es eher eine Hülle für den Geist.
      2 Mânainiðil (V) – gesegnete Lilie ( iniðil – Lilie/ Blume und Mâna wird aus Mânawenuz, dem Valarin Namen von Manwe gebildet. Bedeutung: „Einer im Einklang mit Eru“

      3 Eru (QU) – Einer, der Eine, der Name für Iluvatar bei den Elben.

      4Quaratakur ( Quenla) – ewige Kette des Willens ( Qua ewig, Rat Kette, a des, Kur Wille )

      5Ânudkâl ( SCH) – Westlicht

      6 Galatiris ( S) – Sternenwacht

      7 Súle (QU) – Wind

      8 Thoronwen (S) – Adlerfrau

      9 Ilma (QU) - Sternenschein

      10 Naréalta (QU) - Feuerglanz

      11 Eleniël (QU) – Sternentochter

      12 Quarantara ( Quenla) – ewige Flamme des Seins ( Qua ewig, Rant Flamme, a des, Ra Seins) – Unauslöschliche Flamme

      13 kran Non ( Quand) – Mein Sohn ( kran mein, ( krana meine, ( weiblicheform a anhängen, Männlicheform n an Grundwort) Non Sohn, ( aus Erunannon ( Sohn Erus oder der Sohn des Einen) )

      14 Teccala (QU) – Schreiberlicht