Sonnengeboren

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    • Hey there,

      hab mir das verfügbare Material mal gegeben. Erster Gedanke: wtf Ich-Erzähler Präsens, würg. Aber hab mich doch recht schnell dran gewöhnt und finde es für den bisherigen Erzählstil eigentlich passend.
      Mir persönlich gefällt die derbe Sprache sehr gut und bislang fand ich sie nach meinem Dafürhalten für nicht zu überspitzt.
      Da du am Anfang von hoch entwickelter Technik sprichst hatte ich am Anfang was anderes erwartet, bis auf den Schutzschild mutet ja alles sehr steam-punkig an, aber scheinbar gibt es ein großes Stadt-Land-Gefälle/ Mensch-Alien-Gefälle?
      Zur bisherigen Handlung kann ich bisher ja noch nicht viel sagen, da sie sich ja erst nur ganz leicht anbahnt, aber ich verbleibe auf jeden Fall mal gespannt ;) Bis zum nächsten Teil!
    • Spoiler anzeigen


      @aval.b.bado
      Schön das du auch bei mir reinschaust! :)
      Ja, meine Ich-Erzähler Perspektive hat schon so manchen aus dem Konzept geworfen, aber ich finde sie so viel angenehmer zu schreiben und man kann ein paar lustige Sachen damit machen, da man so nahe am Prota ist :P
      Bezüglich Handlung muss ich gestehen, dass es vielleicht etwas langatmig beginnt, aber wenn man dann mal merkt, welche Art Geschichte ich versuche zu schreiben, versteht man das. Mal sehen, was ihr als Leser dazu sagt, wenn die nächsten paar Teile dann durch sind.





      Kapitel 1 - Part 3

      Ich lasse mich zurück auf die Arschbacken sacken und atme hörbar aus, bis meine Lunge völlig gelehrt ist und sich merkbar nach neuem Sauerstoff beklagt.
      Ich glaub‘ ich spinne!
      Aktiviert sich, wenn ihr Gefahr droht ... Wie viel Glück hat diese Sonnenläuferin, dass sie das Nazi-Quartett nicht versehentlich durch die Straße katapultiert hat? Meine Nerven!
      „Uhm, bist du in Ordnung?“, fragt die Kleine besorgt und wirft vorsichtige Blicke über den umgeworfenen Tisch hinweg.
      „Alles bestens.“ Ich rapple mich wieder auf. „Bin selber schuld. Eigentlich möchte man meinen, dass man den gleichen Fehler nicht zweimal im Leben begeht, aber der Mensch kann etwas lernresistent sein. Wie auch immer. Was tust du hier? Die Sonnenläufer wissen doch, dass sie die Sektoren meiden sollten.“
      Sie zupft sich kurz ihr Kleid zu Recht, richtet sich zu ihrer vollen, nicht nennenswert beeindruckenden Größe auf und streckt mir dann die Hand entgegen. Sie ist so zierlich. Am liebsten würde ich sie in einen Glaskasten sperren, um sie vor sämtlichen schädlichen Einflüssen zu bewahren. Ihre helle, makellose Haut, die dünnen, aber dennoch nicht zu knochigen Arme, ihre unschuldige Ausstrahlung und diese offenherzige Art wecken in mir den Beschützerinstinkt.
      „Mache ich es falsch?“, fragt sie. Ich kämpfe mich aus meinen Gedanken heraus und reiße den Blick von ihrem Körper los. Sie hat kleine, feste Brüste ...
      Jack! Raus aus deiner abgefuckten Fantasie!
      „Entschuldige, bitte was?“ Erst jetzt bemerkte ich, wie sie ihre ausgestreckte Hand hin und her dreht.
      „So begrüßt ihr Menschen euch doch, oder? Mache ich es falsch?“
      Da verstehe ich ihr Problem.
      „Nein, nein, ist schon richtig. Ich war nur gerade mit meinen Gedanken wo anders.“ So vorsichtig wie möglich greife ich erneut ihre Hand.
      Bitte geh nicht kaputt! Bitte geh nicht kaputt! Wie kann ein Wesen nur derart zerbrechlich sein?
      Ihre Haut ist weich. Zumindest glaube ich das. Durch meinen besonderen Zustand kann ich so etwas immer nur äußerst schwer mit Gewissheit sagen.
      „Ich heiße Emila. Es freut mich deine Bekanntschaft zu machen ...“
      „Jonathan. Mein Name ist Jonathan, aber jeder nennt mich eigentlich nur Jack. Bitte entschuldige, wenn ich überreagiert habe, aber ich dachte, ich falle aus allen Wolken, als ich eine Haarsträhne unter der Mütze herausleuchten gesehen habe. Das war viel zu leichtsinnig alleine hier draußen herumzuspazieren.“
      „Oh, wirklich? Das ist mir gar nicht aufgefallen. Ich bin manchmal einfach so schusselig.“
      „Schusselig zu sein, kann dir hier teuer zu stehen kommen. Was hattest du überhaupt vor? Weißt du nicht, dass die Leute in den Sektoren nicht gut auf euch zu sprechen sind?“
      Sie senkt betroffen den Kopf und spielt geistesabwesend an diesem seltsamen, scheinbar mechanischen Armreif herum, an dem sich bei jeder Berührung geschätzt hunderte Minizahnräder drehen. „Das weiß ich, aber die Erde ist ein so schöner Ort und ich kann einfach nicht widerstehen, von Zeit zu Zeit hierher zu kommen und ein wenig durch eure traumhaften Landschaften zu spazieren. Eigentlich habe ich mich stets außerhalb der Ortschaften bewegt und meine Identität geheim gehalten, doch dann bin ich immer mehr freundlichen Menschen begegnet.“ Sie lächelt mich von unten her an. „Menschen wie dich! Es ist gar nicht so schlimm wie alle behaupten.“
      „Das mag schon sein, aber wenn du so gutgläubig wie heute weiter machst, ist es nur eine Frage der Zeit, bis dich die Realität einholt. Und ich will wirklich nicht, dass das hier vor meiner Haustüre passiert. Typen wie die gerade eben solltest du tunlichst meiden. Ganz egal, ob dich dein Aegis-Schild vor so ziemlich allem schützen kann ... Hast du mir überhaupt zugehört?“
      Emilas Augen werden immer größer, ihre Aufnahmefähigkeit scheint dabei jedoch exponentiell abzunehmen. Zuerst denke ich mir, dass ich sie zu scharf angegangen habe und sie gleich in Tränen ausbricht, doch als ich mich umdrehe, um ihrem Blick zu folgen, sehe ich den wahren Grund. Sie schlüpft an mir vorbei und als wäre es ein empfindliches, gläsernes Konstrukt, berührt sie das alte Ersatzteil nur mit den Fingerspitzen.
      „Ist es das, was ich denke?“, fragt Emila mit verträumter Stimme.
      „Das ist ein Motor-Zylinder. Ein kaputter.“
      Mit einer Vorsicht, wie ich wohl nur ein Neugeborenes behandelt würde, hebt sie das Schrottteil an, dreht, wendet und durchleuchtet es mit einem gebannten Blick. „Warum ist er kaputt? Ich erkenne keine größeren Schäden.“
      „Halt ihn ins Licht, das du besser ins Innere sehen kannst“, fordere ich sie auf.
      Warum mache ich das? Eigentlich sollte sie schleunigst von hier verschwinden und nicht in meinem Alteisen wühlen.
      „Siehst du die feinen Riefen im Metall?“ Sie nickt. Ich glaube, sie hat die ganze Zeit über nicht ein einziges Mal geblinzelt. „Normalerweise bewegt sich dort drinnen der Kolben. Manchmal kommt es jedoch vor, dass die beiden Bauteile aufeinander reiben und so diese Art Schaden entsteht. Es mag nicht schlimm erscheinen, aber für einen Motor ist es fatal.“
      „Faszinierend.“ So vorsichtig wie sie das Teil aufgenommen hat, legt sie es wieder zurück und mustert meine Werkstatt bis ins letzte Eck. „Gehört das alles dir?“
      „Emila, hast du mir zugehört? Du musst gehen. Wenn dich jemand hier sieht, steckst nicht nur du, sondern auch noch ich in Schwierigkeiten. Sieh zu, dass du dich nach Hause teleportierst.“
      „Das geht nicht“, erwidert sie beiläufig und durchstöbert dabei mit merklicher Begeisterung mein Werkzeug. „Der Knotenpunkt stört den Kontakt zu den Schiffen im All, weshalb Teleportation nur einige Kilometer entfernt von hier möglich ist.“
      Ich gebe es auf! Dieses Mädchen ist die Ruhe selbst. Sagt einfach so einem wildfremden Mann – einem Landmenschen - dass sie hier nicht wie üblich binnen Sekunden aus der Scheiße gezogen werden kann. Kann man machen, muss man aber nicht. Naja, wenn ich einen automatisierten Schutzschild tragen würde, wäre ich vermutlich auch anders eingestellt. Ein Rundum-Sorgenfrei-Paket ist deswegen noch lange nicht geschnürt. Für jemanden wie mich, der sich zu verteidigen weiß, ist es eine nette Ergänzung. Die Sonnenläufer sind in dieser Kunst jedoch nicht geschult. Kein Einziger von ihnen. Und mit Gewissheit nicht die kleine Emila hier. Ich habe gesehen, was passiert, wenn sich ein Sonnenläufer zu sehr auf seine Barriere verlässt. Menschen sind ebenso grausam, wie erfinderisch. Eine gefährliche Kombination.
      Auf jeden Fall muss das nun enden. Schnell schnappe ich mir die Beißzange, welche Emila gerade studiert – sie klappert damit, als wäre es eine Babyrassel – und versperre ihr den Weg, sodass sie nicht wieder davon geistert. „Ich begleite dich, bis wir aus der Reichweite des Knotens sind. Aber wir gehen jetzt sofort.“
      „Kann ich nicht noch ein wenig bleiben? Du hast hier so viele Dinge, von denen ich bisher nur gelesen, sie jedoch nie zu Gesicht bekommen habe. Ich meine, hier bin ich doch sicher, oder? Wenn die vier von vorhin wirklich so gefährlich waren, wie du behauptest, sollte es absolut keine Probleme geben. Du konntest sie ja ganz einfach in die Flucht geschlagen.“
      Mit einem einigermaßen sauberen Lappen, den ich mir vom Tisch geschnappt habe, gehe ich vor ihr in die Hocke. Ihre Hände sind etwas dreckig und schmierig geworden und würden böse Flecken auf ihrem Kleid hinterlassen, sollte sie damit in Berührung kommen. So vorsichtig und zärtlich wie möglich nehme ich ihre Hände und wische den Dreck von der reinen Haut. Sie lässt es über sich ergehen, mustert mich nur von oben herab. Es fühlt sich merkwürdig an das zu tun. Eigentlich ist es eine ganz einfache Handlung, aber irgendwie kommt man sich komisch vor. Man kann sich seine Pfoten doch selbst abwischen, warum sollte das jemand für einen tun? Und dennoch tue ich es und fühle mich nicht einmal dumm dabei. Nur etwas seltsam.
      „Darf ich fragen, wie alt du bist, Emila?“
      „Ich bin kürzlich erst dreiundfünfzig geworden.“
      Kurz komme ich gedanklich ins Schleudern, fange mich aber schnell wieder. Es wirft einen wohl auch noch nach Jahren aus der Bahn, wenn man das Alter eines Sonnenläufers erfährt und die Person dazu kennt. Sie altern fast genau wie wir, doch ihre Zeitrechnung ist unterschiedlich. Ein Sonnenläuferjahr entspricht etwa 2,5 Menschenjahren, womit Emila umgerechnet circa einundzwanzig wäre.
      „Du bist noch jung, Emila. Setz dein Leben nicht so leichtfertig aufs Spiel und bleib in der Sicherheit deines Zuhauses. Nichts hier draußen ist das wert.“
      Eine Antwort von ihr bleibt aus, aber ihr Blick wird gläsern. Wie durch eine unsichtbare Wand schaut sie durch mich hindurch und sieht stattdessen etwas in ihren Gedanken, dass niemand sonst zu Gesicht bekommen wird.
      Hab‘ ich schon wieder was Falsches gesagt? Teufel noch eins! Bin ich wirklich so ein Klotz? Ich habe mir doch nur Sorgen gemacht.
      „Oh.“ Das klang sowohl überrascht, zugleich aber auch erschrocken. „Du blutest ja.“
      Verwundert folge ich Emilas Blick, der nun alarmierter ist, als zu irgendeinem bisherigen Zeitpunkt. Tatsächlich sind ein paar kleine Blutströpfchen zu Boden gefallen. Ich drehe meinen rechten Arm und finde den Ursprung. Äußerlich ist nicht viel zu erkennen, nur die Haut ist leicht aufgeschürft, doch es steckt etwas darin. Als ich das Teil mit einem Ruck herausziehe, offenbart sich mir ein daumenlanger Metallsplitter. Jetzt, wo quasi der Korken entfernt wurde, plätschert das Blut aus der Wunde wie Sekt aus einer geschüttelten Flasche.
      Ok, vielleicht ein wenig übertrieben, aber es blutet ganz schön.
      Das muss bei meinem Sturz passiert sein. Gut, dass sie mich darauf aufmerksam gemacht hat. Bis ich es bemerkt hätte, wäre bloß wieder alles völlig entzündet.
      Emilas sowieso bereits blasse Haut droht so transparent zu werden, wie gerade noch ihr Blick, doch ihre Augen strotzen nur so vor Entschlossenheit. Mit einigen schnellen Griffen dreht sie an den Zahnrädern ihres seltsamen Armbandes und setzt damit eine Kettenreaktion in Bewegung. Wie ein perfektioniertes Uhrwerk arbeitet die Mechanik an ihrem rechten Handgelenk mit einer unvorstellbaren Geschwindigkeit. Die Hand zu einer Faust geballt steht Emila völlig konzentriert da und als die Zahnräder mit einem leisen Klicken zum Stehen kommen, zuckt sie kurz zusammen.
      „Das tut mir so leid, Jack! Wegen mir bist du verletzt worden! Das wollte ich doch gar nicht! Wirklich nicht! Bitte glaub mir, es war nicht meine Absicht ...“
      Es hätte etliche Möglichkeiten gegeben, ihren panischen Redeschwall zu unterbrechen, warum ich mich ausgerechnet dafür entscheide ihre Hände zu nehmen und so zärtlich, wie es mir möglich ist, zu drücken, kann ich nicht sagen. Guter Instinkt schätze ich mal, da es seine Wirkung nicht verfehlt. Emila bleiben die Worte im Hals stecken.
      „Ganz ruhig. So eine Kleinigkeit macht mir überhaupt nichts aus.“
      „Ich bring das wieder in Ordnung“, sagt sie entschlossen und befreit sich aus meinem Griff. „Darf ich?“ Ohne nachzudenken drehe ich mich zur Seite, damit sie die Verletzung besser begutachten kann. Als sie ihre rechte Faust öffnet, sehe ich darin eine kleine Menge graue Masse. Nicht mehr, als wenn ich mir vor der Arbeit in die Hände spucken würde. Ich erkenne sofort, was es ist. Biotechmasse. Die große Wundertechnologie der Sonnenläufer. Etwas, für das man als Mensch wohl noch ein paar tausend Jahre studieren müsste, um es auch nur annähernd begreifen zu können. Es ist eine Art Nanotechnologie auf biologischer Basis.
      „Du erkennst unsere Technologie“, stellt Emila überrascht fest.
      Ich nicke nur. Außerdem weiß ich, dass Biotechmasse eigentlich nicht einfach so in der Hand einer Sonnenläuferin auftaucht und für einen Menschen speziell aufbereitet werden muss, damit sie nutzbar ist. Andernfalls wird es ganz schön schmerzhaft, wenn sie in unseren Körpern wirkt. Sorgen mache ich mir jedoch aus zwei Gründen nicht: Schmerz ist mir unbekannt und die kleine Emila vermittelt mir das seltsame Gefühl, dass sie mir gewiss keinen Schaden zufügen wird.
      „Diese Biotechmasse ist nicht perfekt, da ich an der Schnellaufbereitungstechnik noch feile, aber es reicht, um deine Verletzung zu heilen. Es könnte vielleicht ein wenig zwicken.“
      Mit einem Nicken signalisiere ich ihr, dass sie es tun soll. Vorsichtig streicht sie die Masse auf meinen Arm und wie ein schwarzes Loch saugt die Wunde das Mittel ein. Ich kann bei der Wirkung zusehen. Milliarden Hightech-Chirurgen flicken mich mit tausenden, unsichtbaren Fäden wieder zusammen. Die Arbeit ist binnen Sekunden erledigt und die Haut an dieser Stelle ist anschließend fast makelloser als der Rest. Bei Biotechheilungen bleiben keine Narben zurück.
      „Danke, Emila. Das hat mir einige Probleme erspart.“
      „Du hast nicht einmal mit der Wimper gezuckt“, erwidert sie verwundert. „Auch die Wunde selbst hast du nicht bemerkt, obwohl sie nicht gerade die Kleinste war. Wie kann das sein?“
      Ah, da kommt er zum Vorschein. Mein Fluch. Mein Segen. In dieser Hinsicht scheiden sich die Geister. Natürlich musste es ihr auffallen. Ich richte mich wieder auf und bewege den Arm ein wenig, um zu prüfen, dass wirklich alles zu einhundert Prozent verheilt ist. Keine Probleme, nur leichte Kopfschmerzen. Nichts, was ein paar Migränetabletten nicht lösen könnten.
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ

      Der Gott, der nicht sein sollte (Urban Fantasy)
      Noetik (Sonstige Fantasy)
      Sonnengeboren (Sci-Fi-Fantasy)


      MEINE TO-DO-LISTE

      To do... To do... To do, to do, to do, to do, to doooo, dododododo


    • Hey Rebirz,

      ich habe den Part sehr gerne gelesen. Ich mag die Geschichte jetzt schon :)

      Hier meine Anmerkungen:

      Spoiler anzeigen

      Rebirz schrieb:

      „Ich heiße Emila. Es freut mich deine Bekanntschaft zu machen ...“
      Ach nee ... musste gerade zweimal hingucken...hatte zuerst Emilia gelesen :rofl:

      Rebirz schrieb:

      „Halt ihn ins Licht, das du besser ins Innere sehen kannst“, fordere ich sie auf.
      dass....(keine Ahnung, ob man das aber so schreiben kann..klingt halt eher umgangssprachlich. Eine Alternative wäre "sodass" oder "damit"...


      Rebirz schrieb:

      Es fühlt sich merkwürdig an das zu tun. Eigentlich ist es eine ganz einfache Handlung, aber irgendwie kommt man sich komisch vor.
      Ich glaube, ich fände es schöner, wenn er das hier nicht verallgemeinern würde, sondern sagen würde, dass "er" sich dabei komisch vorkommt...(nur so vom Gefühl her ^^ )


      Rebirz schrieb:

      „Ich bin kürzlich erst dreiundfünfzig geworden.“
      Kurz komme ich gedanklich ins Schleudern, fange mich aber schnell wieder. Es wirft einen wohl auch noch nach Jahren aus der Bahn, wenn man das Alter eines Sonnenläufers erfährt und die Person dazu kennt. Sie altern fast genau wie wir, doch ihre Zeitrechnung ist unterschiedlich. Ein Sonnenläuferjahr entspricht etwa 2,5 Menschenjahren, womit Emila umgerechnet circa einundzwanzig wäre.
      Ich finde es etwas seltsam, dass sie im die Antwort in Menschenjahren gibt....wäre es aus ihrer Sicht nicht logischer, das wirkliche Alter ihrer Spezies anzugeben...(also in dem Fall einundzwanzig) Ich meine, dann könnte Jack immernoch anfangen herumzurechnen und feststellen, dass sie in Menschenjahren dann geschlagene dreiundfünfzig Jahre alt ist.... :hmm: Toll...jetzt hast du mich verwirrt. Rede ich gerade Mist?

      Alternativ könnte sie auch direkt den Hinweis geben, dass sie umgerechnet dreiundfünfzig Menschenjahre alt ist...aber ich weiß halt nicht, ob man das tun würde. Ist sie tatsächlich so nett und rechnet ihm das aus?


      Rebirz schrieb:

      Jetzt, wo quasi der Korken entfernt wurde, plätschert das Blut aus der Wunde wie Sekt aus einer geschüttelten Flasche.
      Mh...weiß nicht. So richtig will mir der Vergleich nicht gefallen. Wahrscheinlich, weil ich mir das jetzt mehr so fontänenartig vorstelle...und das "plätschert" klingt in Zusammenhang mit Blut auch ein wenig seltsam :hmm:


      Rebirz schrieb:

      Ok, vielleicht ein wenig übertrieben, aber es blutet ganz schön.
      Okay, nu gut. Er relativiert das im nächsten Satz schon wieder...Ich könnte ja jetzt sagen "Typisch Mann!" Nicht selten "sterbt" ihr ja auch schon mal an einer Grippe :rofl:


      Rebirz schrieb:

      ihre Hände zu nehmen und so zärtlich, wie es mir möglich ist, zu drücken,........So vorsichtig und zärtlich wie möglich nehme ich ihre Hände und wische den Dreck von der reinen Haut
      hier hast du zwei ziemlich ähnlich klingene Formulierungen....bei einer Stelle würde ich mir was anderes überlegen oder es zumindest etwas abwandeln

      Ansonsten hat mir der Teil, wie bereits gesagt, sehr gut gefallen. Ich kann mir die kleine Emila sehr gut vorstellen...du musst nur ein bisschen aufpassen, dass du es nicht zu sehr übertreibst, indem du sie bei jeder Gelegenheit als klein, zierlich, zerbrechlich beschreibst...irgendwann hat der Leser es dann ja kapiert :) Bin mal gespannt, was für ein Geheimnis unser Jack so mit sich herumträgt...



      LG,
      Rainbow
    • @Rebirz
      Broiler anzeigen
      Ich kommentiere einfach mal in anderen Farbe im Zitat, dass macht es leichter, denn ich hab gerade nicht ganz so viel Zeit ;)=

      Rebirz schrieb:



      @aval.b.bado
      Schön das du auch bei mir reinschaust! :)
      Ja, meine Ich-Erzähler Perspektive hat schon so manchen aus dem Konzept geworfen, aber ich finde sie so viel angenehmer zu schreiben und man kann ein paar lustige Sachen damit machen, da man so nahe am Prota ist :P
      Bezüglich Handlung muss ich gestehen, dass es vielleicht etwas langatmig beginnt, aber wenn man dann mal merkt, welche Art Geschichte ich versuche zu schreiben, versteht man das. Mal sehen, was ihr als Leser dazu sagt, wenn die nächsten paar Teile dann durch sind.

      Drei relativ kurze Kapitel sind ja noch nicht langatmig ;) Wichtig ist dann immer nur finde ich, dass man schon eine Ahnung bekommt, worauf es hinauslaufen könnte.

      Kapitel 1 - Part 3

      Ich lasse mich zurück auf die Arschbacken sacken und atme hörbar aus, bis meine Lunge völlig gelehrt ist und sich merkbar nach neuem Sauerstoff beklagt.
      Die Formulierung finde ich irgendwie nicht so gut gelungen. Nach etwas beklagen? Eher nach etwas verlangen, oder?



      Durch meinen besonderen Zustand kann ich so etwas immer nur äußerst schwer mit Gewissheit sagen.

      Kam das schon oder ist das hier gerade eine neue Information?



      Sie senkt betroffen den Kopf und spielt geistesabwesend an diesem seltsamen, scheinbar mechanischen Armreif herum, an dem sich bei jeder Berührung geschätzt hunderte Minizahnräder drehen
      So ganz kann ich mir das noch nicht vorstellen mit den ganzen Zahnrädern...^^ die müssen doch einen bestimmten Zweck haben? Wenn du da einen sehr komplizierten Mechanismus mit erklären willst würde ich vielleicht noch andere Begriffe zum Beschreiben nutzen (sowie äußerst komplex Uhrwerk/ Räderwerk oä) sonst macht es (zumindest auf mich) den Eindruck, dass das eher Dekor ist, als irgendetwas anderes.



      doch dann bin ich immer mehr freundlichen Menschen begegnet.“ Sie lächelt mich von unten her an. „Menschen wie dich! Es ist gar nicht so schlimm wie alle behaupten.“

      Da es sich auf den ersten Teilsatz bezieht müsste es hier heißen "[Ich bin] Menschen wir dir [begegnet]!"



      Mit einer Vorsicht, wie ich wohl nur ein Neugeborenes behandelt würde, hebt sie das Schrottteil an, dreht, wendet und durchleuchtet es mit einem gebannten Blick. „Warum ist er kaputt? Ich erkenne keine größeren Schäden.“

      behandeln. Und ich finde es klingt, als würde sie es mit ihrem Blick drehen und wenden. Aber ginge schon so.


      „Halt ihn ins Licht, das[+s] du besser ins Innere sehen kannst“, fordere ich sie auf.



      Jetzt, wo quasi der Korken entfernt wurde, plätschert das Blut aus der Wunde wie Sekt aus einer geschüttelten Flasche.



      Die Formulierung find ich nicht so schön, aber spontan fällt mir kein guter Ersatz ein.



      Emilas sowieso bereits blasse Haut droht so transparent zu werden

      Hier auch. Aber hier könnte man bspw "ohnehin schon" oä verwenden.



      ihres seltsamen Armbandes und setzt damit eine Kettenreaktion in Bewegung.

      Reaktionen setzt man eher in Gang. Ich mein geht schon so, aber sprachlich wäre in Gang setzen besser.


      Wie ein perfektioniertes Uhrwerk
      Ah ja, da ist es ja, hahaha :D ok!


      Ah, da kommt er zum Vorschein. Mein Fluch. Mein Segen. In dieser Hinsicht scheiden sich die Geister. Natürlich musste es ihr auffallen.
      Und dann auch noch ein Hint auf sein spezielles Problem. Na gut, dann bleibt nix mehr zu meckern ;)

      Sprachlich schließt der Teil an die Vorgänger ein und ist höchstens ein klein bisschen... feinfühliger ;) Allerdings benutzt du jetzt ab und an Wörter wie "Das solltest du tunlichst vermeiden" Das bricht ein wenig deinen Stil, weil, klar, dass ist eine klassische, saubere Romanformulierung, also geschrieben, aber eigentlich verwirfst du diese Konventionen ja mit deinem Stil und biederst eher einer "gesprochenen" Sprache an. "Tunlichst" würde man flüssig im Kontext aber so nicht aussprechen, meine ich.

      Ansonsten sehr schön, dass das allmächtige Teleportieren gleich mal außer Kraft gesetzt ist. Da dachte ich mir für eine Sekunde - oh boring - aber so hast du direkt die beginnende Mission mit nur einem Satz präzise eingeläutet ;) sehr schön!
    • Hallo @Rebirz
      Spoiler anzeigen

      Aha, kongenitale Analgesie?! Ist ja ein Wunder, dass Jack noch lebt (noch dazu in diesem Job)...

      Rebirz schrieb:

      bis meine Lunge völlig gelehrt ist
      :D Was hat er ihr denn beigebracht?

      Rebirz schrieb:

      Mit einer Vorsicht, wie ich wohl nur ein Neugeborenes behandelt würde, hebt sie das Schrottteil an, dreht, wendet und durchleuchtet es mit einem gebannten Blick.
      Da hab ich jetzt etwas gestutzt. Da wir ja wahrscheinlich noch nicht alles über die Sonnenläufer wissen, hatte ich jetzt bei der Formulieren "mit ihrem Blick durchleuchten" kurz die Vorstellung, dass sie irgendeine Art Röntgenblick hat oder so ^^ Vielleicht kannst du da ein anderes Verb wählen, um den Leser nicht zu verwirren (ich nehme an, sie nimmt das Teil einfach nur in Augenschein, oder?)

      Rebirz schrieb:

      So vorsichtig und zärtlich wie möglich nehme ich ihre Hände und wische den Dreck von der reinen Haut. Sie lässt es über sich ergehen, mustert mich nur von oben herab. Es fühlt sich merkwürdig an das zu tun. Eigentlich ist es eine ganz einfache Handlung, aber irgendwie kommt man sich komisch vor. Man kann sich seine Pfoten doch selbst abwischen, warum sollte das jemand für einen tun? Und dennoch tue ich es und fühle mich nicht einmal dumm dabei. Nur etwas seltsam.
      Aha, da zeigt sich mal eine andere Seite an Jack. Interessant, die Überlegungen, die er hier hat :)

      Rebirz schrieb:

      „Ich bin kürzlich erst dreiundfünfzig geworden.“
      Kurz komme ich gedanklich ins Schleudern, fange mich aber schnell wieder. Es wirft einen wohl auch noch nach Jahren aus der Bahn, wenn man das Alter eines Sonnenläufers erfährt und die Person dazu kennt. Sie altern fast genau wie wir, doch ihre Zeitrechnung ist unterschiedlich. Ein Sonnenläuferjahr entspricht etwa 2,5 Menschenjahren, womit Emila umgerechnet circa einundzwanzig wäre.
      Hast du dich da vielleicht vertan? ich meine, wenn sie genauso altern wie Menschen sollte sie doch aber nicht tatsächlich 53 Menschenjahre alt sein? Meinst du nicht eher, dass ein Menschenjahr 2,5 Sonnenläuferjahren entspricht - dann würde es nämlich passen :hmm:

      Bin gespannt auf mehr :)
      Film-Projekt: Clíodhna - die Hexe von Gleann an Phéine
      Für alle, die sich dafür interessieren, wie wir Filme machen: Ein neuer Film entsteht (Blog)
      Geschichte: Die Schwarze Göttin
    • Hi @Rebirz,

      jawoll, wieder ein neuer Part :thumbsup: .

      Rebirz schrieb:

      „Bin selber schuld. Eigentlich möchte man meinen, dass man den gleichen Fehler nicht zweimal im Leben begeht, aber der Mensch kann etwas lernresistent sein. Wie auch immer.
      :hmm: Zweimal den gleichen Fehler, passiert das nicht ständig ? XD


      Feedback ;)



      Rebirz schrieb:

      Sie ist so zierlich. Am liebsten würde ich sie in einen Glaskasten sperren, um sie vor sämtlichen schädlichen Einflüssen zu bewahren
      :rofl: Herrlich diese Stelle!


      Rebirz schrieb:

      „Das geht nicht“, erwidert sie beiläufig und durchstöbert dabei mit merklicher Begeisterung mein Werkzeug. „Der Knotenpunkt stört den Kontakt zu den Schiffen im All, weshalb Teleportation nur einige Kilometer entfernt von hier möglich ist.“
      Gefallen hat mir an der "Szene" hier, wie du es beschrieben hast. Zum Beispiel "beiläufig" besonders. :thumbsup:
      Schöne Wortwahl finde ich, sowie an einigen anderen Textstellen ebenso.


      Rebirz schrieb:

      Ah, da kommt er zum Vorschein. Mein Fluch. Mein Segen. In dieser Hinsicht scheiden sich die Geister. Natürlich musste es ihr auffallen. Ich richte mich wieder auf und bewege den Arm ein wenig, um zu prüfen, dass wirklich alles zu einhundert Prozent verheilt ist. Keine Probleme, nur leichte Kopfschmerzen. Nichts, was ein paar Migränetabletten nicht lösen könnten
      :hmm: Zwar wird mir nicht ganz klar, was mit seinem Fluch und Segen gemeint ist, aber vielleicht ist das ja vom Autor gewollt, oder ich raffe es einfach nicht.

      Also die Geschichte gefällt mir bis hierhin sehr gut, da du Worte verwendest Rebirz, mit denen ich mich identifizieren kann XD ( Pfoten usw. ) In diesem Part ist jetzt nicht allzu viel passiert, jedoch war es trotzdem recht interessant zu sehen, was für eine Wendung ihr Gespräch genommen hat, und wie Emilia ihn geheilt hat. :alien: Freue mich auf den nächsten Teil. :beer:


      LG, Liki


      Gedichte von mir: Geburtstagsgedicht , Erfolgreicher Sommertag, Das unglaubliche Mädchen :)

      Man muss seine Ideen verwirklichen, ansonsten wuchert Unkraut darüber. ~ Jean Paul

    • Rainbow

      Rainbow schrieb:

      ich habe den Part sehr gerne gelesen. Ich mag die Geschichte jetzt schon
      Das freut mich :thumbsup:

      Rainbow schrieb:

      Ach nee ... musste gerade zweimal hingucken...hatte zuerst Emilia gelesen
      Hähä, fast aber doch nicht ganz dasselbe :D

      Rainbow schrieb:

      Ich finde es etwas seltsam, dass sie im die Antwort in Menschenjahren gibt....wäre es aus ihrer Sicht nicht logischer, das wirkliche Alter ihrer Spezies anzugeben...(also in dem Fall einundzwanzig) Ich meine, dann könnte Jack immernoch anfangen herumzurechnen und feststellen, dass sie in Menschenjahren dann geschlagene dreiundfünfzig Jahre alt ist
      Sie gibt es nicht in Menschenjahren an sondern in Sonnenläuferjahren. 12 Monate nach menschlicher Zeitrechnung entsprechen quasi 30 Monaten in sonnnenläuferischer Rechnung. Also endet ein Sonnenläuferjahr mathematisch nach 4,8 menschlichen Monaten. Das Jahr der Sonnenläufer ist also kürzer als das der Menschen, ergo ist Emila danach zwar zahlenmäßig älter, unterm Strich ist es aber dasselbe Alter nur nach einer anderen Rechnung.
      Ich schätze mal, dass hat jetzt nicht wirklich zur Vereinfachung beigetragen, aber so ist das nun mal. :P

      Rainbow schrieb:

      Okay, nu gut. Er relativiert das im nächsten Satz schon wieder...Ich könnte ja jetzt sagen "Typisch Mann!" Nicht selten "sterbt" ihr ja auch schon mal an einer Grippe
      Frauen kriegen Kinder, Männer haben Männergrippe... Ihr wisst ja gar nicht wie viel Glück ihr habt :P

      Rainbow schrieb:

      Ansonsten hat mir der Teil, wie bereits gesagt, sehr gut gefallen. Ich kann mir die kleine Emila sehr gut vorstellen...du musst nur ein bisschen aufpassen, dass du es nicht zu sehr übertreibst, indem du sie bei jeder Gelegenheit als klein, zierlich, zerbrechlich beschreibst...irgendwann hat der Leser es dann ja kapiert
      Hier am Anfang war mir das sehr wichtig. Sowohl für die spätere Entwicklung, als auch für den extremen Kontrast zu dem "groben" Jack. Aber ich werde es im Hinterkopf behalten. Danke für den Hinweis. :)

      Danke auch für die anderen Hinweise!



      Aval.b.bado

      aval.b.bado schrieb:

      Drei relativ kurze Kapitel sind ja noch nicht langatmig Wichtig ist dann immer nur finde ich, dass man schon eine Ahnung bekommt, worauf es hinauslaufen könnte.
      Die bisher geposteten Teile allein habe ich auch nicht unbedingt gemeint. Eher so die ersten beiden kompletten Kapitel. Da habe ich erst mal ein wenig mit Jacks Charakter gespielt, ehe dann das erste größere Ereignis stattfindet. Dann sollte die Entwicklung aber klar werden. :)

      aval.b.bado schrieb:

      Allerdings benutzt du jetzt ab und an Wörter wie "Das solltest du tunlichst vermeiden" Das bricht ein wenig deinen Stil, weil, klar, dass ist eine klassische, saubere Romanformulierung, also geschrieben, aber eigentlich verwirfst du diese Konventionen ja mit deinem Stil und biederst eher einer "gesprochenen" Sprache an. "Tunlichst" würde man flüssig im Kontext aber so nicht aussprechen, meine ich.
      Das mit der Wortwahl wurde schon mal von Katharina angesprochen. Ich zitiere mich mal selbst:
      "Bezüglich Jacks Sprache will ich mal sagen, dass er ein etwas verworrener Charakter ist. Er hat von allem etwas. Er ist ruppig, ein wenig arrogant und sicher nichts auf den Mund gefallen. Allerdings ist er auch intelligent (daher seine gemischte Wortwahl) und auf seine eigene Art und weise gutherzig. Er ist die Art Mensch, der dein bester Freund oder dein schlimmster Albtraum sein kann. Auch erschwert ihm etwas sein Leben zusätzlich, dass im nächsten Teil dann auch schon auftaucht."
      Vielleicht noch ergänzend dazu: Abhängig davon, wie er seinem Gegenüber eingestellt ist, passt er auch sein Verhalten an. Durch seinen eigentlich nicht zu unterschätzenden Intellekt drückt er sich daher auch mal gehobener aus. Das ist jetzt am Anfang der Geschichte natürlich auffallend, weil es wie du sagst komisch klingt, aber ich denke, im weiteren Verlauf erkennt man dann seine Verhaltensmuster. Zumindest hoffe ich das xD

      Deine anderen Korrekturen und Hinweise werde ich mir anschauen. Danke dafür!



      Katharina

      Katharina schrieb:

      Aha, kongenitale Analgesie?!
      Ja und nein :) Wenn es "nur" Schmerzunempfindlichkeit wäre, dann wäre das ja total langweilig für einen Fantasy/SciFi Roman :P

      Katharina schrieb:

      Da hab ich jetzt etwas gestutzt. Da wir ja wahrscheinlich noch nicht alles über die Sonnenläufer wissen, hatte ich jetzt bei der Formulieren "mit ihrem Blick durchleuchten" kurz die Vorstellung, dass sie irgendeine Art Röntgenblick hat oder so Vielleicht kannst du da ein anderes Verb wählen, um den Leser nicht zu verwirren (ich nehme an, sie nimmt das Teil einfach nur in Augenschein, oder?)
      Den Ausdruck werde ich so lassen, aber mir ist schon eine Lösung eingefallen, wie ich das lösen kann :)

      Katharina schrieb:

      Aha, da zeigt sich mal eine andere Seite an Jack. Interessant, die Überlegungen, die er hier hat
      Wie versprochen hat der gute Jack ein paar unterschiedliche Seiten an sich :)

      Katharina schrieb:

      Hast du dich da vielleicht vertan? ich meine, wenn sie genauso altern wie Menschen sollte sie doch aber nicht tatsächlich 53 Menschenjahre alt sein? Meinst du nicht eher, dass ein Menschenjahr 2,5 Sonnenläuferjahren entspricht - dann würde es nämlich passen
      Nein, dass passt schon. Ich kopiere dir hier noch mal rein, was ich oben Rainbow geschrieben habe:
      "
      Sie gibt es nicht in Menschenjahren an sondern in Sonnenläuferjahren. 12 Monate nach menschlicher Zeitrechnung entsprechen quasi 30 Monaten in sonnnenläuferischer Rechnung. Also endet ein Sonnenläuferjahr mathematisch nach 4,8 menschlichen Monaten. Das Jahr der Sonnenläufer ist also kürzer als das der Menschen, ergo ist Emila danach zwar zahlenmäßig älter, unterm Strich ist es aber dasselbe Alter nur nach einer anderen Rechnung.
      Ich schätze mal, dass hat jetzt nicht wirklich zur Vereinfachung beigetragen, aber so ist das nun mal. :P"

      Danke auch dir für vielen Kommis!


      Kleiner Liki


      Kleiner Liki schrieb:

      Zwar wird mir nicht ganz klar, was mit seinem Fluch und Segen gemeint ist, aber vielleicht ist das ja vom Autor gewollt, oder ich raffe es einfach nicht.
      Das ist ein Cliffhanger :P
      Aber Katharina hat die Lösung ja schon fast gefunden :)

      Kleiner Liki schrieb:

      Also die Geschichte gefällt mir bis hierhin sehr gut, da du Worte verwendest Rebirz, mit denen ich mich identifizieren kann XD ( Pfoten usw. ) In diesem Part ist jetzt nicht allzu viel passiert, jedoch war es trotzdem recht interessant zu sehen, was für eine Wendung ihr Gespräch genommen hat, und wie Emilia ihn geheilt hat.
      Ja, wie ich oben bei den andere gesagt habe, habe ich mir am Anfang etwas viel Zeit mit Jack gelassen, aber ich glaube, dass wenn dir die Sprache gefällt, dir das zweite Kapitel (also nicht der nächste Teil - das hier ist bisher ja alles Kapitel 1) dann gut gefallen wird. :)

      Ebenfalls danke fürs Kommentieren und Dabeisein!
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ

      Der Gott, der nicht sein sollte (Urban Fantasy)
      Noetik (Sonstige Fantasy)
      Sonnengeboren (Sci-Fi-Fantasy)


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    • Hey, Zusammen! Ich schließe das Kapitel hiermit mal ab. Sind allerdings ein paar Zeilen mehr als ich normalerweise poste, aber das hier noch mal zwei zu teilen erscheint mir sinn befreit. Hoffe ihr habt Spaß damit. :)

      Kapitel 1 - Part 4

      „Ich spüre keinen Schmerz, Emila. Zumindest nicht so, wie du ihn kennst. Generell spüre ich kaum etwas. Jegliche Wunde, ganz gleich wie groß oder klein, verarbeitet mein Körper in Form von Kopfschmerzen. Umso schlimmer die Verletzung, umso stärker werden sie. Wenn ich mir eine Rippe brechen sollte, würde ich es nicht bemerken, bis in meinem Kopf irgendwann die Migräne einschlägt.“
      Ich muss schmunzeln. Den Fall gab es schon einmal. Nach einer Stunde vor dem Spiegel und verzweifeltem Suchen nach einer Verletzung bin ich dann doch zum Doktor gegangen. Der Kerl war dermaßen fassungslos, dass ich mich köstlich amüsiert hatte.
      „Von so etwas habe ich ja noch nie gehört.“
      Emila ist völlig baff. Wie jeder, der mich kennenlernt und es erfährt. Wenigstens kann ich mich darauf verlassen, dass sie meinen Zustand nicht testen wird. Rolf hatte mir damals Rolle auf den Hals gehetzt und an meinem Bein nagen lassen.

      Blödes Arschloch!
      „Warum lässt du es nicht heilen? Ich bin mir sicher, dass es nur irgendein genetischer Defekt oder etwas dergleichen sein kann. Nichts, was die Medizin heutzutage nicht richten könnte.“
      „Offenbar nicht. Bevor mein Dad gestorben ist, hatte er nichts unversucht gelassen, um mir zu helfen. Niemand konnte jedoch eine Lösung finden. Ein Arzt meinte, dass in meinem Körper einfach irgendwas fehlt. Sie wissen nur nicht was. Es ist nicht etwa ein Tumor, den die Biotechmasse angreifen und kurieren, beziehungsweise entfernen könnte. Wenn nichts da ist, kann man auch nichts behandeln. Ich habe mich daran gewohnt. Schließlich lebe ich damit schon, seitdem ich ein kleiner Junge war.“
      „Verstehe ich das richtig? Du warst nicht immer so? Was ist passiert?“
      Mein Blick wandert automatisch hinüber zum Bild meiner Mutter. Sie lächelt zurück.

      Wie sind wir überhaupt so tief in dieses Thema hineingeraten?
      Obwohl ich ihn nicht fühle, bereitet es mir unsägliche Schmerzen, über jenen Tag zu sprechen. Mums Tod ist in mein Gedächtnis eingebrannt wie keine andere Erinnerung meines Lebens. Wieder mustere ich die kleine Sonnenläuferin. In ihrem Blick steckt Neugierde, jedoch auch echte Sorge. Um mich hat sich schon lange niemand mehr gesorgt.
      „Es passierte, als ich fünfzehn war. An dem Tag, als die Noctijukoo kamen. Ich kann mich nicht daran erinnern wieso, aber meine Mutter und ich waren damals bei dem Knotenpunkt hier in Sektor B-H, als der Angriff begann und die Barriere aktiviert wurde. Du weißt vermutlich besser als ich, was da genau abgeht, wenn diese Dinger hochgefahren werden, aber auf jeden Fall senden sie einen kurzen Impuls aus, bevor sämtliche Energie hinauf in die Atmosphäre geschossen wird. Wir wurden diesem aus nächster Nähe ausgesetzt und hätte meine Mutter mich damals nicht mit ihrem eigenen Körper geschützt, wäre ich heute wohl überhaupt nicht hier. Sie hat es nicht überlebt und ich fühle seither kaum mehr etwas.“
      Betroffene Stille folgt auf meine Worte. Neugierde und Sorge sind aus Emilas Blick gewichen. Wurden durch Trauer und Scham ersetzt. Entsetzt sehe ich dabei zu, wie eine schimmernde Träne ihre Wange hinunterläuft. Sie glänzt wie eine Perle im Sonnenlicht. Es ist obskur. Dass etwas, das eigentlich für Traurigkeit steht, so schön sein kann.
      „Du bist also auch ein Opfer unseres Tuns“, schnieft Emila. „Wir hatten zu wenig Zeit um die Knotenpunkte zu installieren, geschweige denn zu testen. Es war bekannt, dass unsere Energie auf manche Völker gefährliche Auswirkungen hat und normalerweise passen wir sie vor dem Einsatz an. Aber die Noctijukoo kamen zu schnell. Es tut mir so leid, Jack. Das hätte nicht passieren dürfen. Es ist doch unsere Aufgabe euch zu schützen.“
      Bevor ich darüber nachdenken kann, habe ich sie bereits an mich gezogen. Zärtlich streiche ich ihr über den Rücken. „Hey, hey, hey. Alles ist gut. Es gibt nichts, für das ihr euch schämen müsst. Du schon gleich dreimal nicht. Du warst zu dieser Zeit noch jünger als ich, also mach dir keine Vorwürfe. Ohne die Sonnenläufer würde es die Menschheit überhaupt nicht mehr geben. Sei stolz auf das, was ihr geleistet habt. Ihr seid eine unglaubliche Art. Viel besser, als wir Menschen.“
      Sie schluchzt, als würde sie eine schwere Last loswerden wollen, etwas in ihr hält diese jedoch fest. Instinktiv fahre ich ihr übers Haar. Halbkreisförmige Bewegungen. Genau, wie es meine Mutter immer bei mir getan hatte, wenn ich traurig war. Plötzlich prickelt es auf meiner Haut und als hätte ich mit normalen Schmerzempfindungen auf eine heiße Herdplatte gefasst, schnellt meine Hand von Emila weg. Man merkt es kaum, doch es ist da. Dieses feine Gefühl. Wie Schaum in der Badewanne, wenn er die Haut berührt.

      Ich habe früher gerne gebadet.
      Wie ist das möglich? Seit Jahren spüre ich nicht einmal ein Messer im Schulterblatt, aber eine einfache Berührung von Emila ... Was passiert hier? Fasziniert reibe ich meine Fingerspitzen übereinander, denn das Gefühl verblasst bereits wieder.
      „Jack?“ Feuchte Augen blinzeln mich von unten her an.
      Ich räuspere mich. „Ich bringe dich jetzt nach Hause. Zumindest so weit, wie ich kann. Komm mal mit. Wenn du schon von ein bisschen Werkzeug so begeistert bist, wird dich das, was ich dir gleich zeigen werde, von den Socken hauen.“
      „Du willst mich mit Socken verhauen?“ Wieder ploppen die Fragezeichen in Emilas Augen auf.
      „Äh ... nein, ist nur so ein Spruch von uns Menschen. Heißt so viel, wie: Es wird dir gefallen.“

      Immer diese Kommunikationsschwierigkeiten mit Aliens.
      Durch die Brandschutztür führe ich sie durch einen Teil der Wohnung hindurch und in meinen Garten hinaus. Dort habe ich eine kleine Holzscheune gebaut. Nicht größer als zwei auf zwei Meter mit einem Dach, welches bisher nur durch Dachpappe dichthält. Für Ziegel habe ich noch nicht das nötige Kleingeld gefunden. Dafür sind die Wände äußerst massiv geworden. Sie müssen schließlich etwas Wertvolles beschützen. Ich öffne die drei schweren Vorhängeschlösser am Tor und ziehe es auf.
      Meine Harley Davidson XL 1200 glänzt bis auf ein paar kleine Macken so neu, wie an dem Tag, als mein Vater sie 2044 gebraucht erworben und wieder aufpoliert hatte. Selbst gefahren ist er sie nie. Mit großen Augen umkreist Emila das Motorrad, scannt es von oben bis unten, als hätte sie einen Röntgenblick, der die Länge jedes einzelnen Bolzens messen und die Gewindedrehungen einer Schraube zählen kann.
      Fast hätte ich angefangen ihr zu erzählen, dass ich sie von meinem verstorbenen Vater geerbt habe, halte mich dann aber doch zurück. Wenn sie schon so emotional darauf reagiert, dass ein Mensch von Milliarden sein Leben dabei gelassen hat, als die Sonnenläufer uns retteten, dann erspare ich ihr besser weitere Details meines Lebens. In mir sträubt sich alles dagegen, dieses unschuldige Wesen unglücklich zu sehen.
      Auch das letzte Prickeln ist jetzt auf meiner Haut verschwunden, dennoch reibe ich weiter die Finger übereinander, in der Hoffnung, es möge zurückkehren. Vielleicht sollte ich ihr doch von meinem Vater zählen. Sie traurig machen und so einen Vorwand haben, sie noch einmal berühren zu können.

      Du blödes Arschloch, Jack! Warum denkst du sowas?
      „Du bist ganz schön von Technik begeistert, Emila. Nimm es mir bitte nicht übel, aber das hätte ich mir wirklich nicht gedacht. Du siehst nicht aus wie eine Mechanikerin.“
      „Funktioniert es denn überhaupt noch?“, fragt Emila plötzlich.

      Ist sie ernsthaft so fasziniert, oder hat sie gerade bewusst das Thema gewechselt?
      „Natürlich. Es ist in einem Top Zustand und der Tank voll bis oben hin.“
      „Der Tank? Etwa Benzin?“
      „Als dieses Modell gebaut wurde, gab es eure Antriebstechniken noch nicht. Das ist ein 1200 Kubik Hubraum Motor und wird mit gutem altem stinkendem Benzin betrieben. Startet ohne Mucken und fährt sich einsame Spitze!“
      „Aber das ist doch von eurer Regierung wegen der Umweltbelastung verboten worden! Du machst dich damit strafbar, Jack!“ Emila weicht von dem Gefährt zurück, als hätte es sich plötzlich in einen hungrigen Wolf verwandelt.
      „Der Handel ist illegal. Kaufen und verkaufen bringt einen in den Knast, der Gebrauch von Benzin hingegen nicht“, korrigiere ich sie. „Und bevor du fragst, ich verstehe den Sinn hinter diesem Gesetz auch nicht, aber es ist nun mal so. Sowas entscheiden angeblich schlauere Leute als ich.“ Die Skepsis in Emilas Blick bleibt, also muss ich nachsetzen. „Mein Vater hat mir seine Werkstatt hier vermacht und damit einige Reserven an Benzin und verschiedensten Ölen. Vertrau mir, hier ist alles rechtens. Das schwöre ich bei der Liebe zu meiner Mutter.“
      Ach, Jack. Warum musstest du ausgerechnet deine Mutter verwenden, um deinen Worten Gewicht zu verleihen?
      Es hat gewirkt, aber Emila ist schon wieder etwas trauriger. Mit glasigem Blick, kurz vor einem weiteren Tränenausbruch, schaut sie mir in die Augen. „Ich vertraue dir, Jack.“
      Meine nächsten Worte stolpern auf dem Weg nach draußen über ihre eigenen Silben, verknoten sich ineinander und vergessen dabei, was sie einmal ausdrücken sollten.

      Sie vertraut mir ...
      Himmel, ich kenne Leute, die mir vermutlich vertrauen, doch in ihrem Blick steckte so viel Ehrlichkeit, dass es mir unheimlich ist. Fast wie ein Roboter mit schlecht geölten Gelenken greife ich mir einen der beiden alten Helme von der Wandhalterung und drücke ihn Emila in die Hand.
      „Den solltest du besser aufsetzen. Nur zur Sicherheit.“ Sie zieht ihn sich über und ich richte ihre Wollmütze darunter etwas zu Recht, das auch sicher keine Haare beim Fahren zu sehen sein werden. Als Kind war das einmal mein Helm und passt auf ihren kleinen Kopf fast wie angegossen. Ich Kickstarte die Maschine. Der Motor springt aufs erste Mal an. Gute alte Wertarbeit.
      Mental hatte ich mich bereits darauf eingestellt, dass einiges an Überzeugungsarbeit nötig sein würde, um Emila auf das Motorrad zu bewegen, doch sie hatte das mit dem Vertrauen wohl tatsächlich ernst gemeint. Als hätte sie es schon hunderte Male gemacht, nimmt sie ihren Platz hinter mir ein. Irgendwie ist sie ja zu beneiden. Man muss so unendlich viel Gutes in einem Menschen sehen, um ihm ohne mit der Wimper zu zucken derartiges Vertrauen entgegenzubringen. Manchmal möchte ich ebenfalls gerne ein wenig die Wirklichkeit verdrehen, um die Welt etwas schöner zu sehen. Dummerweise bin ich Realist. Die Welt ist hässlich, hinterhältig und bösartig. Punkt aus Ende. Daran können auch keine außerirdischen Illusionsbarrieren etwas ändern, welche die zahllosen Unschönheiten verschleiern.
      Als ich die Kupplung löse und das Motorrad langsam aus der Hütte herausrollen lasse, sauge ich scharf die Luft ein. Nicht etwa, weil ich einen Ausritt mit der Maschine einfach immer wieder geil finde, sondern weil ich etwas spüre. Kein Gefühl in mir drinnen, wie etwa die Vorfreude auf das Fahren, sondern etwas, das ich auf mir fühle. Es ist Emilas Umarmung. Vor Schreck über die plötzliche Bewegung der Maschine, hat sie sich an mich geklammert. Die Arme fest um mich geschlungen.

      Warum spüre ich das nur?
      Normalerweise vermag ich es nur grob einzuschätzen, wie kräftig ein Handschlag ist, also wie kann das sein? Ich kenne Sonnenläufer und hatte auch schon körperlichen Kontakt mit ihnen, aber nie hat es sich anders angefühlt als bei einem Menschen. Ergo liegt es nicht an ihrer Rasse. Es ist Emilia.
      „Halt dich gut fest.“ In dieser Aussage steckt sowohl die Warnung an sie, vorsichtig beim Fahren zu sein, als auch etwas Flehen meinerseits, dass sie nicht loslässt. Zumindest nicht, bis ich begriffen habe, was an ihr anders ist. Ich lasse die Kupplung schnalzen, Emila klammert sich noch fester an mich und wir brettern auf die Straße hinaus.
      Motorradfahren ist eines der wenigen Dinge, die mich berauschen können. Wenn ich den Motor hochdrehen lasse und die ganze Kraft der Maschine an mir zerrt, das ist etwas, das mein Körper eindeutig wahrnimmt. Auch die vielen Blicke – sowohl böse, als auch neidische – geben mir einen besonderen Kick. Mit Benzin fahren ist eine gesetzliche Grauzone geworden und egal, wie futuristisch und schnell die neuen Fahrzeuge sein mögen, für Liebhaber ist all das kein Ersatz für einen echten Motor Made on Earth. Dieses Privileg koste ich voll und ganz aus, so lange es noch möglich ist.
      Die Straßen in Sektor B-H kenne ich auswendig und könnte sie mit verbundenen Augen befahren. Jede Kurve, jede Bodenwelle und selbst die Stellen, an denen sich das Regenwasser etwas länger hält, kann ich voraussagen und dementsprechend schnell fahren. Doch heute ist die Handbremse halb angezogen. Immer wenn ich mich in die Kurve legen, noch mal einen Gang runter schalten und das Gas hochdrehen will, drosselt Emila mich mit ihrem Griff und somit auch die Maschine.
      Mit gemischten Gefühlen rolle ich vor dem Übergang zu Sektor B-G auf den Seitenstreifen und stelle das Motorrad ab. „Ist das weit genug?“
      „Mehr als ausreichend. Ein paar Kilometer hätten schon genügt“, murmelt Emila. Weitaus Unsicherer als sie zuvor aufgesessen ist, steigt sie nun ab und stützt sich noch kurz an mir ab. „Das war ... anders. Ich meine ... wow! Wie schnell sind wir den gewesen?“
      Schulterzuckend durchforste ich meine Gedanken. Diesmal bin ich die Straßen wohl tatsächlich blind gefahren. Alles, an was ich mich erinnern kann, sind die Gedanken an Emila und ihre mysteriöse Wirkung auf mich. „Das Schnellste sollten 100 km/h gewesen sein, erwidere ich.“ Einfach mal aus der Hüfte heraus geschätzt.
      „Nicht mehr? Es hat sich so viel schneller angefühlt.“
      „Na ja, hier sind keine Dämpfer eingebaut, welche die Kräfte reduzieren, die auf den Fahrer einwirken. Das Schätzchen ist Marke Uralt-Bau und bei weitem nicht so technisch ausgeklügelt wie eure Fahrzeuge“, erkläre ich.
      „Faszinierend. Einfach beeindruckend.“ Sie spielt ein wenig an ihrem Ring herum. „Ok, von hier aus kann ich mich problemlos teleportieren. Danke für die Hilfe und die Rettung. Auch wenn ich die Gefahr nicht gesehen habe.“ Sie lächelt peinlich berührt.
      „Gern geschehen und nichts zu danken.“
      „Uhm, kann ich dich irgendwann noch mal besuchen, Jack? Ich passe dann auch besser auf, versprochen!“

      Natürlich kannst du wieder kommen! Jederzeit und zu jeder Uhrzeit! Ich muss schließlich herausfinden, was du mit meinem Körper anstellst!
      „Nein, Emila. Es ist viel zu gefährlich. Sei vernünftig und halte dich von den Sektoren fern. Es wird nicht immer jemand da sein, der dich vor einer Meute Rechtsradikaler beschützt und bitte glaub mir: Auch ein Aegis-Schild ist keine Sicherheitsgarantie.“
      Betroffen senkt sie ihren Blick. „Manchmal frage ich mich, ob so viel Schutz tatsächlich gut ist.“ Ihr Ring gibt einige Klick-Geräusche von sich und das Wabenschild baut sich um sie auf. „Danke für alles. Es hat mich wirklich gefreut, dich kennenzulernen, Jack. Mach’s gut.“
      Zuerst sieht es so aus, als würde das Aegis-Schild sich wieder in kleine Funken auflösen, diesmal fallen sie allerdings nicht zu Boden und erlöschen, sondern werden dem Himmel entgegen gesaugt. Langsam, fast wie in Zeitlupe, löst sich auch Emilas Körper Stück für Stück in winzige, grünlich leuchtende Lichter auf.
      „Leb wohl, Emila.“ Ich winke noch zum Abschied, doch dann geht alles auf einmal rasend schnell. Mit einem einzigen Blitz, dem jedoch jegliches grelle Licht zu fehlen scheint, ist sie verschwunden. Mürrisch grummelnd fahre ich mir mit der Zunge über die Zähne. Die Worte haben einen faulen Geschmack in meinem Mund hinterlassen. Als wollte mir mein Körper mitteilen, dass es ein Fehler war, sie auszusprechen.

      War das die richtige Entscheidung? Wäre es wirklich ein so großes Problem gewesen, sie ein wenig in deiner Werkstatt stöbern zu lassen, Jack?
      Mit mehr Kraft als eigentlich nötig, Kickstarte ich mein Motorrad erneut. „Scheiß doch der Hund drauf! Es gibt noch andere Möglichkeiten, wie ich etwas fühlen kann. Vor allem wesentlich Unkompliziertere.“
      Das Hinterrad dreht durch und schießt Kieselsteine gegen die Bäume im Wald, als ich davon rase.

      Tut mir leid, Emila, ich habe gelogen. Ganz so legal, wie ich behaupte, geht es bei mir nicht zu.
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    • Hey Rebirz,

      ein sehr schöner und meiner Meinung nach auch gefühlvoller Teil. Ich finde es toll, dass du dir hier so viel Zeit nimmst, um die beiden Charaktere aufzubauen. Du weißt, ich stehe auf sowas :D
      Irgendwie glaube ich ja, dass sich die beiden nicht zum letzten Mal gesehen haben...bin gespannt, was du dir so ausgedacht hast.

      Hier noch etwas Kleinkram:

      Rebirz schrieb:

      Vielleicht sollte ich ihr doch von meinem Vater zählen.
      erzählen

      Rebirz schrieb:

      Weitaus Unsicherer als sie zuvor aufgesessen ist, steigt sie nun ab und stützt sich noch kurz an mir ab.
      unsicherer

      LG,
      Rainbow
    • Hier habe ich jetzt nichts zu meckern :) Liest sich alles sehr flüssig und schlüssig und man wird der Geschichte nicht überdrüssig (das musste jetzt sein :D ).

      Jacks Zerrissenheit finde ich interessant und nachvollziehbar und mir gefällt nach wie vor der Kontrast zwischen dem, was er sagt, und dem, was er denkt. Emila kommt sehr naiv rüber, aber das soll ja so und wird auch von Jack selbst ein bisschen mit hochgezogenen Augenbrauen betrachtet. Einzig der Teil, wo Emila die Redensart mit den Socken missversteht, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Also ich verstehe, dass sie die Redensart nicht kennt, aber ihre Interpretation passt irgendwie nicht und wirkt daher so erzwungen witzig. Sie hat eigentlich keinen Grund anzunehmen, dass Jack sie verhauen wird, denn der ist ihr ja offenbar freundlich gesonnen. Auch passt es nicht zu ihrer Art, dass sie gleich so eine Vermutung äussert - ich hätte angenommen, dass sie erst mal verunsichert ist und ihn dann danach fragt?!

      Sorry, ist eigentlich nur eine Kleinigkeit und nicht so wahnsinnig wichtig, aber ich bin selbst in der Situation, dass ich eine Fremdsprache täglich verwenden muss und da kommen natürlich auch mal Wendungen vor, deren Wortlaut ich zwar verstehe, die ich aber nicht kenne und auf die ich mir keinen Reim machen kann (also inzwischen auch nicht mehr so, aber glaube mir, ich kenne das Problem ;) ). Daher bin ich da sehr hellhörig und versuche immer nachzuvollziehen, wie Fehlinterpretationen zustande kommen :D
      Film-Projekt: Clíodhna - die Hexe von Gleann an Phéine
      Für alle, die sich dafür interessieren, wie wir Filme machen: Ein neuer Film entsteht (Blog)
      Geschichte: Die Schwarze Göttin
    • Der Teil ist soweit gut gelungen und liest sich sehr flüssig. Rein sprachlich gibt es hier eigentlich nichts zu beanstanden und inhaltlich auch nicht. Mir gefällt, wie du die beiden Charaktere zeichnest und insofern scheint es mir klar, dass Emila auch wieder auftauchen wird. Gut, dass wir mir über Jack erfahren, obwohl ich mir denke, dass ein bisschen mehr Abstand zwischen der Auflösung seines "Geheimnisses" und dem "Oh ich kann doch was fühlen" gut gewesen wäre, so wirkt es ein klein wenig so, als hättest du es noch schnell einschieben müssen, um zu erklären, was gleich passiert.
      Aber mal sehen, wie es weiter geht. Ich hätte ja gedacht die Haupthandlung entspinnt sich aus der Reise zum Knotenpunkt ;) Fehlanzeige.
    • Lieber @Rebirz
      Mir gefällt deine neue Geschichte sehr gut. Das liegt vor allem daran, dass ich die beiden Protogonisten mag. Ich konnte direkt eine Beziehung zu ihnen aufbauen.
      Das Setting interessiert mich ebenfalls. Es erinnert etwas an Rainbows Heaven, mit den Guten und den Bösen, die um die Erde kämpfen. Das ist ja beinahe schon ein eigenes Genre. Ich bin gespannt, was du aus dem Thema machst, könnte mir gut vorstellen, dass es nicht so gradlinig bleibt. Ich bleibe auf jeden Fall dran. Im Spoiler einige Dinge, die mir so in den Sinn gekommen sind. Diese sind nicht als Kritik gedacht, sondern um zu zeigen was einem SciFi-Leser so einfällt.


      Spoiler anzeigen

      Die Außerirdischen sind menschlicher Gestalt. OK. Auch die Bösen?

      Ist die Intention der Sonnenläufer rein altruistisch? Sensenbach ist misstrauisch.

      Das Mädchen ist niedlich. Jack findet sie anziehend.
      Niedliche blonde Mädchen mit kleinen festen Brüsten, dass riecht nach massivem Ärger.

      Läuft Emila wirklich nur in der Gegend herum, um sich die Gegend anzusehen?

      Ich mag Emilas Interesse an der Technik der Menschen.

      Sind die Sonnenläufer sehr präsent im „Stadtbild“?

      Sind die Sonnenläufer integriert in die Gesellschaft der Erde? Wie ist die Interaktion? Offensichtlich werden sie von einigen als Besatzer angesehen.

      Haben die Sonnenläufer große Raumschiffe und schweben die im Erdorbit rum? Haben sie einen eigenen Planeten.

      Die Octijukoo lassen sich von einem Schild abhalten. Gab es keine Auseinandersetzung mit den Raumschiffen der Sonnenläufer?

      Warum weiß Jack sofort, dass Emila eine Sonnenläuferin ist und die anderen nicht?

      Jacks Mutter ist durch die Einwirkung der Sonnenläufer gestorben. Gut, war keine Absicht. Er geht damit aber sehr rational um.

      Du musst auf die Punkte nicht in Detail eingehen. Wäre ja Spoilern. Nur so meine Gedanken ;)
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Ich wollte ja eigentlich nichts posten, während ich selbst nichts lese und eigentlich eine schöpferische Pause einlege um meine Muse wieder zu finden, aber auf besonderen Wunsch von besonderen Leuten hin *hust* @Rainbow anschau *hust* poste ich doch mal weiter die Teile, die ich schon geschrieben habe. Also hier bitteschön. Bestellt - geliefert! :D

      Spoiler anzeigen


      Katharina schrieb:

      Einzig der Teil, wo Emila die Redensart mit den Socken missversteht, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Also ich verstehe, dass sie die Redensart nicht kennt, aber ihre Interpretation passt irgendwie nicht und wirkt daher so erzwungen witzig. Sie hat eigentlich keinen Grund anzunehmen, dass Jack sie verhauen wird, denn der ist ihr ja offenbar freundlich gesonnen. Auch passt es nicht zu ihrer Art, dass sie gleich so eine Vermutung äussert - ich hätte angenommen, dass sie erst mal verunsichert ist und ihn dann danach fragt?!
      Du kritisierst meinen Gag, den ich mir mit den Aliens erlaubt habe!! How dare you!! :P Spaß beiseite: Ich hab mir eigentlich wenig dabei gedacht, weil es halt wirklich Außerirdische sind. Sie können zwar jede Sprache dank ihrer Technologie erlernen, aber deswegen sind sie nicht mir Sprichworten vertraut. Sie sind halt einfach etwas speziell :) Ich finde sowas macht eine so mächtige Rasse etwas ansprechender. Es zeigt, dass auch sie nicht perfekt sind. Kleiner Spoiler: Sowas wirst du nicht das letzte mal lesen - sofern du an der Geschichte dran bleibst natürlich :P ... und ich sie denn dann mal weiterschreibe xD

      aval.b.bado schrieb:

      Aber mal sehen, wie es weiter geht. Ich hätte ja gedacht die Haupthandlung entspinnt sich aus der Reise zum Knotenpunkt Fehlanzeige.
      Nee, ich hab was anderes geplant. Dauert auch noch ein wenig bis es "richtig" losgeht. Aber der Knotenpunkt ist natürlich nicht ganz uninteressant :whistling:

      Sensenbach schrieb:

      Das Setting interessiert mich ebenfalls. Es erinnert etwas an Rainbows Heaven, mit den Guten und den Bösen, die um die Erde kämpfen. Das ist ja beinahe schon ein eigenes Genre. Ich bin gespannt, was du aus dem Thema machst, könnte mir gut vorstellen, dass es nicht so gradlinig bleibt. Ich bleibe auf jeden Fall dran.
      Geradlinig ist langweilig :P Ich versuch mich natürlich schon an ein wenig Vielfalt und besonders an unerwarteten Überraschungen, aber dafür muss ich - zumindest für alles was nach den bis jetzt geschriebenen Kapitel - sehr genau plotten. Ansonsten verfranse ich mich und es gibt ein mittelgroßes Unglück... Mal sehen was passiert xD
      Deine Gedanken im Spoiler sind sehr interessant und ich glaube, einen Großteil davon kann ich schon mit dem bisher Geschriebenen abdecken. Der Rest wird auch noch drankommen :)

      Danke euch allen fürs dabei sein und die tollen Kommentare!



      Kapitel 2 - Part 1

      Die Stunden verfliegen im Fahrtwind, während ich über die Straßen rase, als jedoch die Dämmerung einsetzt, gelüstet es mich dann doch nach etwas anderem. Man könnte ja mal wieder alte Bekannte besuchen.
      Kaum lasse ich die ländliche Region von Sektor B-G, welche überwiegend von Landwirtschaft geprägt ist, hinter mir, verwandelt sich die Welt. Sechsspurig ausgebaute Autobahnen führen einen auf direkten Weg ins Zentrum von Neu-München. Der Übergang von Land zu Großstadt ist abrupt. Das Alter der Zubringerstraße, von der ich komme, kann man anhand der Schlaglöcher ausrechnen, wogegen die neueren Straßen hier glatt wie ein Baby Popo sind.
      Auf fünf Spuren flitzen hier hochmoderne Transportschüsseln umher, während ich mich auf der sechsten voll und ganz austoben kann. Ich nenne diese Obszönitäten von Autos immer so. Zwar sehen sie noch annähernd wie Autos aus, selbst gesteuert wird auf diesen Straßen allerdings schon lange nicht mehr. Sonnenläufer Technologie sei Dank ... oder auch nicht. Bei Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 400 km/h ist der Autopilot aber wohl eindeutig die sicherere Wahl. Meine Spur ist für diese modernen Flitzer gesperrt und obwohl geradeausfahren mit einem Motorrad etwas langweilig ist, macht es dennoch Spaß, die Maschine an seine Grenzen zu treiben.
      Schon bald ist Neu-München in Sicht. Links und rechts von der Autobahn wurden zwei gewaltige Löwenstatuen erbaut, die dem alten Wappen des Freistaates Bayern nachempfunden sind. Das ganze wäre als Andenken ja gut geglückt, wenn sie die Dinger nicht als kantige Metallmonster errichtet hätte, bei denen man meint, sie erwachen jeden Moment als Transformer zu Leben.

      Bescheuerte abstrakte Kunst. Hab‘ ich noch nie verstanden.
      Wie üblich nehme ich eine Abfahrt vor der Stadtgrenze und gelange via den Nebenzufahrtsstraßen in die Altstadt. Zumindest das, was noch davon übrig ist. Über die Jahre hinweg wurde alles hier erneuert und für meinen Geschmack viel zu sehr aufpoliert. Nur gelegentlich findet man noch alte Gebäude oder Statuen zwischen den bunten Häuserblöcken, welche an das frühere München und seine Sehenswürdigkeiten erinnern.
      Mich lässt der Farbenklecks ebenso kalt, wie die zahllosen Reklame- und Warnschilder, die in die Luft projiziert werden. Wir Menschen sind einfach größenwahnsinnig. Mit der ganzen neuen Technologie hätte man so viel Besseres anstellen können, aber nein, wir brauchen eine Supergroßstadt. Neu-München ist nicht einmal die Größte. Von dem Monstrum, genannt Berlin, fange ich erst gar nicht an. Allein der Gedanke daran, lässt mir die Nackenhaare zu Berge stehen.
      Mein Weg führt mich in immer spärlicher ausgebaute Viertel. Weniger Reklame und die einzige Farbe an den Wänden sind die wilden Graffiti. Früher wäre das hier ein gewöhnliches Industrieviertel gewesen, doch gefertigt wird schon lange nichts mehr. Stattdessen ist es ein Treffpunkt für Leute geworden, die sich im üblichen Großstadtleben nicht zurechtfinden oder einfach den etwas anderen Kick suchen. Hier findet man alles. Vom Partygirl, über Kleinkriminelle, bis hin zu ganz schweren Kerlen, deren Vorstrafenregister umfangreicher ist als mein gesamter Lebenslauf.
      Offiziell ist dieser Teil der Stadt tot, doch unter der Hand hat er einen neuen Namen erhalten. Wir nennen ihn das ‚Grimoire‘. Übersetzt aus dem alten Französisch bedeutet das so viel wie ‚Das Zauberbuch‘. Für jemanden, der diese Welt nicht kennt, mag es seltsam klingen, aber es ergibt einen ganz einfachen Sinn: Zauber machen Unmögliches möglich. Hier im Grimoire ist alles möglich. Jeden Tag kann etwas passieren, dass du dir nicht einmal im Traum hättest vorstellen können.
      Mein Ziel ist das Herzstück des Viertels und das hört man schon aus weiter Ferne, selbst über das Röhren meines Motorrads hinweg. Betrachtet man es von außen, wirkt es unscheinbar. Die Wände nicht verputzt und von Graffiti beschmiert. Das Gebäude war einst im Besitz einer Maschinenbau-Firma, die jedoch Bankrott gegangen ist, bevor sie überhaupt den Betrieb aufnehmen konnte. Heute ist es Dreh- und Angelpunkt von sämtlichen Aktivitäten im Grimoire. Wir nennen den Backsteinbunker den Panikraum.
      Als ich auf den Parkplatz brettere, sind sofort etliche Augen auf mich gerichtet. Die alten Rocker beäugen mich neidisch, Schlips- und Anzugträger verächtlich. Ein paar Nutten ziehen die Miniröcke weiter nach oben. Die sind eindeutig neu hier, denn sie unterliegen offenbar noch dem Irrglauben, dass nur, weil ich mit Benzin fahre, ich Geld wie Heu habe.

      Sorry, da muss ich euch enttäuschen Mädels.
      Ohrenbetäubende Musik beschallt den Platz und man kann die Türen und Fenster vibrieren sehen, so laut ist es im Panikraum. Vor einem halb geöffneten Rolltor eines Anbaus stelle ich meine Maschine ab und sofort kommt ein junger, schwarzer Mann in ausgewaschenen Jeans und nur teils zugeknöpften, weißen Hemd heraus. Die Ärmel hat er nach oben gekrempelt und die langen Rasta Locken fallen ihm weit über die muskulösen Schultern.
      „Jack! Wusste ich’s doch, dass ich den Sound kenne! Und ich hatte schon befürchtet, du hättest dich und deine geile Maschine um einen Baum gewickelt!“, ruft er mir mit einem breiten Grinsen entgegen.
      „Bevor das passiert, bums ich deine Schwester, Rob!“
      „Ich hab keine Schwester!“
      „Dann kannst du ja in Zukunft beruhigt schlafen.“
      Unsere Fäuste krachen zur Begrüßung gegeneinander und Rob verzieht das Gesicht. „Scheiße, Kumpel! Irgendwann brichst du mir wirklich noch die Finger.“ Er schüttelt den Schmerz aus der Hand. Sowas passiert öfters. Ich kann meine Kraft einfach so schwer einschätzen. „Aber egal! Schön dich mal wiederzusehen? Hast dich ja ewig nicht blicken lassen.“
      „Ich musste es mal etwas vom Gas gehen. Würdest du dich um die Maschine kümmern, während ich drinnen bin?“
      „Klar. Wie immer kein Problem. Du solltest dich übrigens bei Alex sehen lassen. Der fragt bereits seit Wochen nach dir. Hat vermutlich wieder einen Job an der Angel.“
      Mein Kiefer knackt bei diesem Namen. „Diesmal muss er einen fetten Bonus oben drauf packen, oder er kann mich mal kreuzweise. Für das letzte Geschäft war ich eindeutig unterbezahlt. Aber danke für die Info. Mal schauen, was er zu bieten hat.“
      Plötzlich zieht Rob eine Pistole hinter dem Rücken hervor und feuert drei Schüsse ab. „Hey! Lass die Finger von dem Motorrad und sieh zu, dass du dich verpisst!“, brüllt er einen in Schockstarre verfallenen Anzugträger an. „Schu! Schu! Ab jetzt, oder ich baller‘ dir die Eier weg!“ Eine weitere Kugel schlägt in den Asphalt ein. Panisch ergreift der Kerl die Flucht.
      „Ziemlich viel Neulinge hier“, merke ich an. „Die kennen dich noch nicht gut genug.“
      Rob steckt die Waffe weg und spuckt verächtlich auf den Boden. „Wenn das nicht besser wird, muss ich mal wieder ein Exempel statuieren. Vor ein paar Tagen hat es doch tatsächlich so ein Punk gewagt, in meiner Lagerhalle herumzuwühlen.“
      „Du kriegst das sicher wieder hingebogen. Einen Spitznamen wie den deinen verdient man sich schließlich nicht so einfach. Wir sehen uns, Red Hand.“
      „Welcher Wichser ist eigentlich auf diesen Scheiß Namen gekommen? Der klingt doch so, als hätte jemand zwei Kothaufen auf ein Blatt Papier mit ein paar Wörtern darauf geworfen und die Treffer zusammengefasst.“

      Kumpel, diesen Titel hast du mir zu verdanken, aber das würde ich niemals zugeben. Ich war da viel zu besoffen, um mir etwas Besseres auszudenken, als mit der damaligen Truppe darüber gescherzt wurde.
      Bevor das Thema weiter breitgetreten werden kann, mache ich mich davon. Mein Motorrad ist bei Rob in sicheren Händen, also kann ich heute nach Herzenslust feiern. Der Kerl ist ein Tier und einer der wichtigsten Personen hier im Grimoire. Ein Fels in der Brandung. Alle versuchen ihn zu meiden, kommen letzten Endes aber doch nicht an ihm vorbei. Jeder eckt irgendwann bei ihm an, denn egal, was hier im Viertel gespielt wird, man kann sich sicher sein, dass er irgendwie seine Finger mit drin hat. Legal oder illegal, ihm ist das meist scheißegal.
      Hach, an mir ist ein Poet verloren gegangen.
      Wie es jemand mit normalen Schmerzempfindungen im Inneren des Panikraums aushält, ist mir ein Rätsel. Die Musik ist so laut, dass man hier eine Bombe zünden könnte und es würde als Fehlgriff des Bassisten gewertet werden. Aber offenbar stört es niemanden. Eine Hardcore Punk Band auf der Bühne bringt die Meute zum Toben, die auf der Tanzfläche wie besessen am Tanzen ist. Moshen nennen die das. Schaut meistens einfach nur nach einer Keilerei aus. Der gesamte Raum ist düster gehalten und wird überwiegend von der Lichtshow beleuchtet. Es riecht nach Schweiß, Sex und Zigaretten. Fast so gut wie ein Benzin-Öl-Gemisch.
      Zwei muskelbepackte Türsteher tasten mich ab, bevor ich den Hauptbereich betreten darf, der durch ein raumhohes Gitter abgetrennt ist. In einigen Boxen neben ihnen sind konfiszierte Gegenstände zu sehen. Von einer Halbautomatik bis hin zum Babyschnuller ist alles vorhanden.
      Im Panikraum herrscht 24/7 Betrieb, aber heute ist überraschend viel los. Vermutlich ist wieder ein Event angekündigt worden. Von der Decke hängen wie immer einige Käfige, in denen leicht bekleidete Frauen tanzen. Als ich den Raum komplett gescannt habe, ist der Grund für die Megaparty gefunden. Käfigkämpfe. Im linken Bereich steht die Arena. Eingeschlossen von meterhohen Zäunen und an den Spitzen mit NATO-Draht gesichert, damit auch gewiss kein Schisser sich frühzeitig verflüchtigen kann. Von oben her werden die Kämpfer mit einer roten Lampe beleuchtet. Wie eine Wärmelampe in einem Schweinestall.

      Huh, dass da noch niemand drauf gekommen ist? Wir haben etliche seltsame Spitznamen, warum also den Käfig nicht ‚Schweinestall‘ nennen?
      Ein großgewachsener Kerl stellt sich mir in den Weg und versperrt mir die Sicht auf den momentan laufenden Kampf. „Der Boss will dich sehen. Komm mit“, fordert er unhöflich.
      Kennen tue ich ihn nicht, aber er trägt den typischen Anzug, den nur Angestellte des Hauses besitzen, also folge ich ihm vorerst wortlos. Wie erwartet führt er mich zur Schenke, wo das genaue Gegenteil von ihm auf mich wartet. Eine halbe Portion, könnte man sagen. Vielleicht 1,70m groß, Muskelmasse gleich null, kurz geschorene Haare, jugendliches Aussehen. Das einzige rebellische an ihm ist der Ring im linken Ohrläppchen.
      „Was geht, Kleiner?“, rufe ich über den Tresen hinweg und hebe die Hand zur Begrüßung.
      Der Gorilla verpasst mir einen Stoß von hinten. „Pass auf, wie du mit dem Boss redest!“, blafft er mich an.
      Kurz wechsle ich den Blick mit Alex, dem Chef des Panikraums. Er trocknet gemächlich weiter ein Glas ab und zuckt nur gleichgültig mit den Schultern. Aus der Drehung heraus packe ich den Laufburschen am Hemdkragen und lasse ihn mit der Nase voraus gegen den Tresen krachen. Bewusstlos sackt er zu Boden.
      „Tut mir leid, Jack. Er ist eigentlich ein guter Mann. Sehr loyal. Dummerweise gelegentlich etwas übermotiviert.“ Unbeeindruckt wischt er das Blut von der Schankfläche und schmunzelt. „Das nächste Mal kennt er dich sicher.“
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ

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      Noetik (Sonstige Fantasy)
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      To do... To do... To do, to do, to do, to do, to doooo, dododododo


    • Hey Rebirz,

      schön, dass du dich entschieden hast, hier weiterzumachen :)

      Hier kommen meine Anmerkungen:

      Spoiler anzeigen


      Wie spannend, wir verlassen die Autowerkstatt von Jack und erleben mal ein bisschen das futuristische Neu-München. Deine Beschreibungen fand ich ganz cool....die 6-spurige Autobahn, die Metall-Löwen...das alte Industriegeläne mit den Graffities,...nun lernen wir Jack auch noch einmal von seiner düsteren Seite kennen. Bei Emila hat er sich ja bislang von seiner zahmen Seite gezeigt ^^

      Nun mal abwarten, was das für Geschäfte sind, in denen er da mitmischt... bin gespannt, wie es weitergeht. Hier noch ein bisschen Kleinkram (natürlich nur unter Vorbehalt)

      Rebirz schrieb:

      wogegen die neueren Straßen hier glatt wie ein Baby Popo sind.
      Warum nicht zusammenschreiben?

      Rebirz schrieb:

      Jeden Tag kann etwas passieren, dass du dir nicht einmal im Traum hättest vorstellen können.
      das

      Rebirz schrieb:

      Die sind eindeutig neu hier, denn sie unterliegen offenbar noch dem Irrglauben, dass nur, weil ich mit Benzin fahre, ich Geld wie Heu habe.
      Vorschlag: dass ich, nur weil ich mit Benzin fahre, Geld wie Heu habe....


      Rebirz schrieb:

      Sechsspurig ausgebaute Autobahnen führen einen auf direkten Weg ins Zentrum von Neu-München. Der Übergang von Land zu Großstadt ist abrupt
      direktem (?)


      Rebirz schrieb:

      Vor einem halb geöffneten Rolltor eines Anbaus stelle ich meine Maschine ab und sofort kommt ein junger, schwarzer Mann in ausgewaschenen Jeans und nur teils zugeknöpften, weißen Hemd heraus.
      Vom Gefühl würde ich sagen:teils zugeknöpftem Hemd


      Rebirz schrieb:

      Die Ärmel hat er nach oben gekrempelt und die langen Rasta Locken fallen ihm weit über die muskulösen Schultern.
      Ich denke, das kannst du zusammenschreiben


      Rebirz schrieb:

      „Aber egal! Schön dich mal wiederzusehen? Hast dich ja ewig nicht blicken lassen.“
      Gehört das Fragezeichen da wirklich hin?


      Rebirz schrieb:

      „Welcher Wichser ist eigentlich auf diesen Scheiß Namen gekommen? Der klingt doch so, als hätte jemand zwei Kothaufen auf ein Blatt Papier mit ein paar Wörtern darauf geworfen und die Treffer zusammengefasst.“
      An sich ist der Spruch ganz cool, doch bin ich mir an der Stelle nicht so sicher, ob das zu dem Typen passt. :hmm: Ich hätte da vielleicht im Audruck etwas...ehm...leichtere Kost gewählt...Was weiß ich: Scheißehaufen statt Kothaufen...und das Gaze fliegt gegen die Wand und nicht auf ein Stück Papier...(weißt du, was ich meine?)


      Rebirz schrieb:

      Der Kerl ist ein Tier und einer der wichtigsten Personen hier im Grimoire.
      eine


      Rebirz schrieb:

      Die Musik ist so laut, dass man hier eine Bombe zünden könnte und es würde als Fehlgriff des Bassisten gewertet werden.
      :rofl: Sehr geil!


      Rebirz schrieb:

      Eine Hardcore Punk Band auf der Bühne bringt die Meute zum Toben, die auf der Tanzfläche wie besessen am Tanzen ist
      Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde, das klingt doch arg umgangssprachlich. Vielleicht fällt dir da noch eine andere Formulierung ein.
      Vielleicht: Die gesamte Tanzfläche ist überfüllt von Freaks, die sich wie bessen zu dem hektischen Rhythmus der Musik bewegen...(oder so)


      Rebirz schrieb:

      Im Panikraum herrscht 24/7 Betrieb, aber heute ist überraschend viel los.
      Sollte ich damit was anfangen können? :hmm:


      LG,
      Rainbow
    • Hallo @Rebirz
      Spoiler anzeigen
      Ich fand das auch spannend, dass man hier jetzt mal ein bisschen mehr von deiner futuristischen Welt sieht. Was ich mich natürlich sofort gefragt habe ist, ob Berlin in deiner Zukunft einen Flughafen hat :hmm: :D

      Auch die Figur Rob ist super eingeführt und man sich den Kerl sofort vorstellen. Gefällt mir sehr gut. Das Etablissement, in das Jack dann geht, ist auch derart beschrieben, dass ich ein recht klares (oder, naja, eher düsteres :D ) Bild vor Augen habe. Bin dann mal gespannt, was Jack mit dem mickrigen Alex am Hut hat und warum der "Kleine" hier überhaupt der Chef ist - in so einer Umgebung muss er dann wohl anders als durch sein Äusseres Respekt bekommen, da gibt's bestimmt einiges an dunklen Geschäften...

      Rebirz schrieb:

      Legal oder illegal, ihm ist das meist scheißegal.
      Hach, an mir ist ein Poet verloren gegangen.
      :D Hier musste ich auch lachen, da hatte ich sofort den selben Gedanken wie Jack.


      EDIT: @Rainbow 24/7 = 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.
      Film-Projekt: Clíodhna - die Hexe von Gleann an Phéine
      Für alle, die sich dafür interessieren, wie wir Filme machen: Ein neuer Film entsteht (Blog)
      Geschichte: Die Schwarze Göttin
    • Rainbow schrieb:

      schön, dass du dich entschieden hast, hier weiterzumachen
      Mich hat da auch jemand gepiesackt :stick: so ganz doll :P
      Nachdem auf Arbeit gerade Luft ist, will ich mal hier antworten :)

      Rainbow schrieb:

      An sich ist der Spruch ganz cool, doch bin ich mir an der Stelle nicht so sicher, ob das zu dem Typen passt. Ich hätte da vielleicht im Audruck etwas...ehm...leichtere Kost gewählt...Was weiß ich: Scheißehaufen statt Kothaufen...und das Gaze fliegt gegen die Wand und nicht auf ein Stück Papier...(weißt du, was ich meine?)
      Äh, ist hier Sarkasmus versteckt, den ich nicht sehe? xD
      Weil "Scheißhaufen" klingt für mich jetzt eigentlich nicht wie "leichtere Kost" anstatt "Kothaufen" :pardon:

      Danke für die viele Futzelarbeit. Wie immer super hilfreich! :)

      Katharina schrieb:

      Ich fand das auch spannend, dass man hier jetzt mal ein bisschen mehr von deiner futuristischen Welt sieht. Was ich mich natürlich sofort gefragt habe ist, ob Berlin in deiner Zukunft einen Flughafen hat
      :rofl: Wir werden es rausfinden, wenn wir dann mal nach Neu-Berlin kommen :D

      Katharina schrieb:

      Bin dann mal gespannt, was Jack mit dem mickrigen Alex am Hut hat und warum der "Kleine" hier überhaupt der Chef ist - in so einer Umgebung muss er dann wohl anders als durch sein Äusseres Respekt bekommen, da gibt's bestimmt einiges an dunklen Geschäften...
      Ich hab so ein Gefühl, dass Jack in naher Zukunft ein paar düstere Geschäfte lieber wäre, als die Realität :whistling:


      LG
      Rebirz
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    • @Rebirz

      Spoiler anzeigen


      Habe ich dich wirklich so sehr bedrängt? :) Ich habe dich doch nur dezent ein bisschen an der Schulter gepackt und geschüttelt, bis du JA gesagt hast....also mit Piesacken hatte das wirklich nicht viel zu tun :D

      Und versteckter Sarkasmus ist nicht meins. Das war schon so ernst gemeint wie ich es gesagt habe ^^ Findest du nicht, dass es einen Unterschied zwischen Kot und Scheiße gibt? Ich meine, das wäre so, als würde jemand, der aus dem Ghetto kommt das Wort 'After' statt Arsch benutzen....denke ich mir jetzt mal so :hmm:

      Na ja... vielleicht ist das jetzt auch nur wieder so eine klassische Rainbow-Anmerkung, die niemand kapiert, außer mir :pardon:

      Moment, ich frage mal meine 9 jährige Tochter- Achtung.... sie meint Arsch sei ein Schimpfwort wohingegen Kot ein natürliches Wort ist für das, was aus dem Popo kommt .....Gott sei Dank hat sie nicht After gesagt :rofl:




      LG,
      Rainbow
    • Scheisse-Diskussion
      Ich glaub, du hast dich da falsch ausgedrückt, @Rainbow - du meinst oben, dass du "leichtere Kost" gewählt hättest und gibst als Beispiel Scheisse- statt Kothaufen. Wahrscheinlich meintest du "schwerere Kost"?! :D Ich hatte mich da auch erst gewundert, warum er Kot statt Scheisse sagt, aber erstens fand ich's dann ganz witzig und als hätte er das absichtlich gemacht (mal einen auf distinguished machen ;) ) und zweitens wärst du Rainbow die erste, die aufgeschrien hätte, wenn er "Scheisse" gesagt hätte (Wiederholung!!! kurz vorher sagt er schon "Scheiss" :rofl: )

      Wenn wir hier jetzt nach Synonymen graben, gäbe es natürlich noch den anrüchigen "Kackhaufen" (ich finde, das klingt auch schön hingerotzt)...
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      Geschichte: Die Schwarze Göttin
    • Sorry @Rebirz.... ich noch mal :)

      Spoiler anzeigen

      Katharina schrieb:

      Ich glaub, du hast dich da falsch ausgedrückt, @Rainbow - du meinst oben, dass du "leichtere Kost" gewählt hättest und gibst als Beispiel Scheisse- statt Kothaufen.
      Na ja... eigentlich war für mich in dem Fall "leichte Kost" = niveaulos und schwere Kost=anspruchsvoll. Kann man aber natürlich auch anders verstehen, wenn ich`s mir recht überlege. Also, ich entschuldige mich für das durch mich entstandene Missverständnis... :)

      Und wahrscheinlich würde ich wegen der Wortwiederholung anstelle von "Scheiß Namen" einfach "verkackten Namen" schreiben ^^ ... Denn Wortwiederholungen sind gaaaar nicht gut. Die machen mich immer ganz unruhig, wie ihr ja wisst :panik:
      So, das war`s jetzt aber zur Scheißediskussion :D
    • Rainbow schrieb:

      Habe ich dich wirklich so sehr bedrängt? Ich habe dich doch nur dezent ein bisschen an der Schulter gepackt und geschüttelt, bis du JA gesagt hast....also mit Piesacken hatte das wirklich nicht viel zu tun
      Ganz ganz böses Mopsing hast du betrieben! Ich hab schon an Schlafstörungen gelitten!!! xD :P

      Rainbow schrieb:

      Moment, ich frage mal meine 9 jährige Tochter- Achtung.... sie meint Arsch sei ein Schimpfwort wohingegen Kot ein natürliches Wort ist für das, was aus dem Popo kommt .....Gott sei Dank hat sie nicht After gesagt
      :rofl:

      Bezüglich der Scheiße-Diskussion (noch mal :rofl: )
      @Rainbow du verwirrst mich!!! xD Aber ich hab es auch so aufgefasst wie es @Katharina erklärt hat :D
      Wobei hier eine Wiederholung mit "Scheiße" wohl eher zur Steigerung beitragen würde. Sprich, dass er sich selbst während des Sprechens hochschaukelt :hmm:
      Ich werde mir bei der Überarbeitung diese Scheiße dann noch mal anschauen... Pun intended :P

      LG
      Rebirz
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