Sonnengeboren

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    • Kapitel 2 - Part 2

      „Wie laufen die Geschäfte, Alex? Rob meinte, ich soll mich bei dir blicken lassen.“
      „Alles bestens. Aber du solltest mal meine Buchhaltung sehen. Ein absoluter Graus.“
      Er hat also wirklich einen Job für mich. Die ‚Buchhaltung‘ ist ein Codewort, das jeder, der Ahnung von ‚Geschäften‘ hat, kennt. Eigentlich hat Alex immer gute Angebote für mich, das letzte Mal hat er mich jedoch ganz schön auflaufen lassen. Allerdings wäre ich dumm, wenn ich meine Geschäftsbeziehungen zu ihm so einfach abbrechen würde. Es wäre schwer, neue Arbeit zu finden, wenn man es sich mit Alex verschätzt hat. Mal sehen, was er zu bieten hat.
      „Der Umsatz ist aber sicher seit unserer letzten Unterhaltung gestiegen, hoffe ich doch?“, frage ich nach. Was natürlich eine verschlüsselte Frage ist. Ich will wissen, ob er gedenkt, mich diesmal besser zu entlohnen.
      „Man wird für sämtliche Unannehmlichkeiten, die der Job so mit sich bringt vollsten entschädigt, mein Freund. Man kann sich absolut nicht beklagen.“
      Hmpf, na da bin ich ja mal gespannt. „Hört man gern. Schön, dass wir uns mal wiedergesehen haben, Alex. Bis die Tage.“
      Er reicht mir die Hand und ich nehme sie entgegen. Es ist kein gewöhnlicher Handschlag. Es ist ein Geschäftlicher. Wir umgreifen jeweils den Unterarm des anderen, sodass die Uhren, welche wir tragen, aneinander liegen. Jobangebote werden nur auf diesem Weg übertragen. So ist gewährleistet, dass keine Details abgefangen werden können. Normalerweise folgt ein kurzes Vibrieren, wenn der Datenaustausch zwischen den Kommunikatoren abgeschlossen wurde, doch den spüre ich natürlich nicht. Alex weiß das und lässt zuerst los.
      „Der erste Drink heute geht auf mich. Melde dich mal wieder öfter“, sagt er noch und köpft mir ein kaltes Bier.
      Ich proste ihm zu, gönne mir einen kräftigen Schluck und mische mich dann unter die Leute. Eigentlich ist die ganze Plapperei in Code überhaupt nicht nötig. Zumindest nicht im Panikraum. Alles hier ist darauf ausgelegt, dass der Arm des Gesetzes nichts von dem, was hier drin passiert mitbekommt. Die Lautstärke verhindert sämtliche Abhörversuche und unsere Gemeinschaft ist das beste Sicherheitssystem gegen Spitzel auf der Welt. Dennoch ist Codesprache eine Grundvoraussetzung, wenn man mit den wichtigen Leuten Geschäfte machen will.
      Mein Stammplatz, ein Stehtisch an einem Stützpfeiler, von dem aus man sowohl die Bühnenshow, als auch die Käfigkämpfe gut verfolgen kann, ist von drei Punks besetzt, die sich gerade einen Joint angezündet haben. Als sie mich sehen, grüßen sie kurz und machen dann Platz.
      Schon irgendwie geil, wenn man so bekannt ist.
      Einen Schluck Bier genehmige ich mir noch, bevor ich meine Uhr antippe. Die Anzeige vergrößert sich ein wenig in Form von einem Hologramm-Display. Jede Zahl der Digitalanzeige kann per Berührung wie bei einem Zahlenschloss verdreht werden. Ich stelle 1337 ein und der Bildschirm verschwimmt. Mein Postfach öffnet sich. Von jetzt an kann nur noch ich erkennen, was wirklich dargestellt wird. Für alle anderen Personen sieht es so aus, als würde ich an den Einstellungen der Uhr spielen. Sie ist auf meine DNA eingestellt und niemand sonst bekommt die Daten zu sehen, die nur für mich bestimmt sind. Es ist die ultimative Sicherung. Mir ist keine Bessere bekannt und sollte es irgendwann doch eine geben, sind Alex‘ Geschäftspartner die ersten, welche diese erhalten werden.
      Zwei neue Nachrichten leuchten auf. Eine davon ist mit ‚Entschädigung für die Unannehmlichkeiten‘ betitelt, die zweite mit ‚geschäftlich‘ – Fälligkeit 20 Tage. Zuerst tippe ich die Obere an. Mal sehen, wie Alex gedenkt, seine Schuld zu begleichen.

      >> Hey, Jack! Sorry für das Missgeschick beim letzten Job. Jemand hat Informationen durchsickern lassen und darum ist alles komplizierter geworden. Aber keine Sorge, das Leck ist gestopft worden und es wird nicht noch mal vorkommen! Als Entschuldigung habe ich einen Tipp für dich. Voodoo sitzt seit Wochen in der VIP-Lounge und wartet total sehnsüchtig darauf, dich mal wieder kämpfen zu sehen. Ich glaube, mittlerweile hat er schon einen Dauerständer, dem er nicht mehr Herr wird. Auf jeden Fall habe ich mit ihm eine horrende Geldsumme vereinbart, wenn du in den Ring steigen solltest. Diesmal ziehe ich keine Gebühren ab. Es gehört alles dir, wenn du schlau genug bist, die Chance zu nutzen. Wovon ich bei dir ausgehe. <<

      Also ich ein Stück weiter nach unten scrolle, folgen noch zwei, drei Klugscheißer-Sprüche, ein Gruß und zu guter Letzt der vereinbarte Betrag. Mit rutscht ein beeindrucktes Pfeifen über die Lippen. So viele Nullen hinterm Punkt lassen mein Herz höher schlagen. Mit der Menge hätte ich lange Zeit meine Ruhe und glücklicherweise wird man in meinem Beruf ja nicht zum Arbeiten gezwungen. Man muss nicht eine bestimmte Anzahl an Jobs übernehmen, um im Geschäft bleiben zu können. Für ein bisschen Prügeln im Käfig ist das ein wahnsinniges Gehalt.
      Voodoo ist wahrlich ein schräger Vogel. Ein schräger Vogel mit einem prall gefüllten Geldbeutel. Im wirklichen Leben ist er einer der angesehensten Ärzte von Neu-München, vertreibt sich aber im Gegensatz zu seinen Kollegen lieber die Zeit im Panikraum, als auf Kaffeekränzchen und Bällen. Jeder kennt ihn, doch niemand spricht jemals seinen wahren Namen aus. Hier im Grimoire wird aufeinander Acht gegeben. Wer Anonymität wünscht, dem wird dabei tatkräftig unter die Arme gegriffen. Was im Grimoire passiert, bleibt auch im Grimoire. So einfach ist das.
      Aber gerade Voodoos Beruf hat mir diese heutige Chance beschert. Er kennt mich und weiß von meinem Problem mit den Schmerzempfindungen. Ich war sogar schon einmal bei ihm in Behandlung. Helfen konnte er mir jedoch genauso wenig wie all die anderen. Allerdings ist er so sehr von mir fasziniert gewesen, dass es sich in eine richtige Abhängigkeit verwandelt hat. Er steht darauf, dabei zu zusehen, wie Schläge und Tritte einfach an mir abprallen, ohne dass ich mit der Wimper zucke. Normalerweise mache ich einen großen Bogen um ihn, da ich es nicht so prickelnd finde, als Objekt der Begierde für einen durchgeknallten Doktor im Rampenlicht zu stehen, aber ich denke, heute werde ich meine Prinzipien über den Haufen werfen. Soll er sich doch meinetwegen einen runterholen, während ich mich schlage. Für so viel Geld werde ich gerne mal zur Hure.
      Mit einem Zug leere ich den Rest meiner Bierflasche und stapfe hinüber zum Käfig. Der letzte Kampf ist gerade vorbei und ein Typ mit einer Platzwunde neben dem rechten Auge wird herausgetragen. Als der nächste Herausforderer in den Ring schlüpfen will, um den Gewinner von seinem Thron zu stoßen, dränge ich mich dazwischen. Er ist nicht sonderlich erfreut darüber, erkennt mich aber und tritt zur Seite. Noch während ich mein Tank Top ablege, wird hinter mir die Tür verriegelt. Mein Blick wandert nach oben, wo im ersten Stock hinter verspiegelten Scheiben die VIP Gäste sitzen. Irgendwo da drinnen platzt gerade einem Chefarzt die Hose. Mein Gegner scheint mich nicht zu kennen, denn der hängt weiterhin am Käfig, lässt sich von der tobenden Masse feiern und streckt mir den Mittelfinger entgegen. Der Scheißer wird gleich dermaßen vom Glauben abfallen.
      Als der Gong ertönt, springt er direkt auf mich zu. Kaum Deckung. Keine Haltung.
      Du hast für so viel Leichtsinn definitiv nicht den Körperbau, Kleiner.
      Problemlos fange ich seine Faust ab, packe ihn am Hals und lasse ihn auf die Bretter krachen. Seine Augen verdrehen sich und die erste Runde ist somit Mein. Ein Aufschrei geht durch die Masse. Der Kerl war offenbar beliebt, doch einige Zuschauer haben mitbekommen, wer jetzt im Ring steht. Mein Name schallt durch den Club.
      Gut, dass ein neuer Gegner nicht lange auf sich warten lässt, denn diese Art Kampf ist es nicht, die Voodoo sehen will. Damit er zufrieden ist, muss ich einstecken. Als nächstes kommt ein Kerl in meiner Gewichtsklasse. Einige seiner Schläge wehre ich ab, doch die Mehrzahl lasse ich durch. Wie besessen drischt er auf mich ein. Kopf, Nieren, Magen. Ihm ist es egal, was er trifft. Mir auch. Ich spüre ja schließlich nichts. Die Punk Band schaltet auf der Bühne noch einen Gang nach oben und gibt mit ihrem nächsten Song Vollgas. Der Sänger brüllt ins Mikrofon: Brutaaaaaal!! Und brutal geht es weiter. Mit ein paar gezielten Hieben befördere ich den Kerl ins Land der Träume.
      Sein Nachfolger ist ein Wiesel. Schnell, wendig und außerordentlich lästig. Ich bekomme ihn einfach nicht zu fassen, aber seine Schläge würde bei mir wohl kaum Schaden anrichten, selbst wenn ich Schmerz empfinden würde. Das bemerkt auch er und kommt dummerweise zu dem Entschluss, dass es an der Zeit ist, die Regeln im Panikraum Käfig auszunutzen. Es gibt keine Regeln. Mit aller Kraft drischt er mir zwischen die Beine. Ein erschrockener Aufschrei geht durch die Leute. Spätestens jetzt ist Voodoo einer abgegangen.
      Ich lasse mein Genick knacken. „Das war ein grober Fehler, Freundchen“, knurre ich. „Jetzt hab‘ ich Kopfweh.“
      In seinen Augen leuchten die Fragezeichen auf und gleichzeitig die Erkenntnis, dass er gerade den Fehltritt seines Lebens begangen hat. Ich packe ihn an den langen Haaren, lasse ihn gegen die Käfigwände krachen, werfe mich mit all meinem Gewicht auf ihn und so weiter und so fort. Was man halt mit einem Kerl so macht, der einem in die Eier drischt. Langsam setzt bereits die Migräne bei mir ein.
      Du blöder Scheißkerl! Das hätte ein so angenehmer Abend werden können!
      Es bedarf fünf Männer um mich von ihm zu trennen, oder ich hätte ihn vermutlich noch die ganze Nacht die Knochen gebrochen. Einer der Käfigwärter drückt mir Geld in die Hand, das mir durch die Wetten der Zuschauer zusteht und scheucht mich dann davon.
      Auf meinem Weg durch die Menge erhalte ich viele anerkennende Worte und Schläge auf den Rücken. Welche nicht spüre. Mein Blick bleibt kurz bei Alex hängen, der auf seine Uhr deutet. Schon verstanden. Ich soll meine Nachrichten checken. Wenn einmal ein Angebot übertragen wurde, besteht zwischen den beiden Kommunikatoren eine gesicherte Leitung, bis dieses abgelaufen ist. Zurück an meinem Stammplatz tue ich das auch sofort. Die Nachricht ist von Alex selbst. Der Witzbold hat ihr den Titel ‚Nussknacker‘ gegeben.

      >> Hey, Jack! Alles fit im Schritt? In Voodoos Hose hat’s auf jeden Fall gerockt! Hat prompt bezahlt und sogar noch einen Bonus da gelassen! Hab‘ dir alles auf dein Konto überwiesen. Damit sollten wir quitt sein, denke ich. Ich hoffe auch weiterhin auf gute Zusammenarbeit! <<

      Der nächste, wo in naher Zukunft einen Witz über Eier macht, dem brech‘ ich die Beine!
      Trotzdem war es das wert. Mein Konto platzt zum ersten Mal seit langem aus allen Nähten. Man sollte wirklich nicht über Superreiche meckern. Die wissen, wie man Geld verprasst. Heute werde ich es ihnen allerdings gleich tun. Nicht in diesen rauen Mengen, aber gefeiert wird ausgiebig. An der Bar bestelle ich mir erst einmal zwei doppelte Whiskeys, die ich mir gierig einverleibe.
      „Du hast einen Anruf, Kumpel“, sagt Alex, als er die Gläser wieder füllt.
      Tatsächlich blinkt meine Uhr, welche auch als Telefon fungiert. Seltsam, nicht viele Leute haben meine Kontaktdaten und noch weniger würden direkt anfunken. Ich bin eher der Nachrichten Typ. Umso überraschter bin ich, dass Robs Bild angezeigt wird.
      Haben wir irgendwann mal im Suff Nummern ausgetauscht?
      Mit zweit mal antippen nehme ich den Anruf an. „Rob?“
      „Jack! Bist du noch im Panikraum?“ Seine Stimme schallt durch meinen Kopf. Ein Kommunikationsimplantat ist das einzige, das ich besitze. Ohne, würde man in dieser Welt nicht mehr auskommen. Es gibt allerdings genügend Freaks, die es mit der Technik übertrieben und zu halben Cyborgs mutiert sind.
      „Ja klar, wo würde ich sonst ohne meinen fahrbaren Untersatz hingehen?“
      „Komm schnell raus zu mir, es ist dringend!“
      Ich kenne Rob jetzt lange genug, dass er nicht leichtfertig mit Dringlichkeiten um sich wirft. „Bin gleich da.“
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ
      Der Gott, der nicht sein sollte (Urban Fantasy)
      Noetik (Sonstige Fantasy - pausiert)
      Sonnengeboren (Sci-Fi-Fantasy)
      M.A.G.I.C. (Sonstige Fantasy - pausiert)


      MEINE TO-DO-LISTE

      To do... To do... To do, to do, to do, to do, to doooo, dododododo
    • Hey Rebirz,

      meine Anmerkungen zu neuen Teil kommen hier: :)

      Spoiler anzeigen


      Der Teil hat mir wieder gut gefallen. Die Art, wie die miteinander ihre Nachrichten tauschen,...über diese Uhren als Kommunikationsmittel, fand ich eine coole Idee. Der Käfigkampf war ja ganz nett....du hättest das natürlich noch ein bisschen ausschmücken können... aber ich schätze, so war das schon in Ordnung ^^ So ist Jack also unverhofft zu einem netten Sümmchen Geld gekommen. Wobei ich nicht ganz verstehe, warum das jetzt ein "Gefallen" von Alex war. Im Grund hätte dieser Voodo-Arzt Jack doch auch direkt ansprechen und mit ihm den Deal abwickeln können...oder läuft die Kommunikation so nicht? Okay, Alex hat dafür gesorgt, dass Jack das komplette Preisgeld bekommen hat, aber das restliche Geld hat dieser Arzt doch aus der eigenen Tasche gezahlt....Na ja, egal. Diese Gedanken kamen mir nur so beim Lesen... vielleicht könnte man aber die Gelegenheit nutzen und noch ein oder zwei kleine Sätzchen dazu mit reinnehmen....damit der Leser schnall, wie die Geschäfte gemacht werden und dass im Prinzip alles über Alex laufen muss, wenn man nicht Gafahr laufen will, die vordere Zahnreihe zu verlieren :D
      Bin mal gespannt, warum Rob ihn am Ende so dringend draußen sehen muss...

      Ach so...hier noch ein bisschen Kleinkram:

      Rebirz schrieb:

      Es wäre schwer, neue Arbeit zu finden, wenn man es sich mit Alex verschätzt hat.
      meintest du verscherzt?


      Rebirz schrieb:

      Also ich ein Stück weiter nach unten scrolle,
      Als

      Rebirz schrieb:

      Der Sänger brüllt ins Mikrofon: Brutaaaaaal!! Und brutal geht es weiter. Mit ein paar gezielten Hieben befördere ich den Kerl ins Land der Träume.
      Keine Ahnung, ob hier ein paar zeichen der wörtlichen Rede angebracht wären...ich dachte zuerst, der Sänger spricht nach Brutaaaaal! einfach weiter :hmm:


      Rebirz schrieb:

      aber seine Schläge würde bei mir wohl kaum Schaden anrichten,
      würden


      Rebirz schrieb:

      oder ich hätte ihn vermutlich noch die ganze Nacht die Knochen gebrochen.
      ihm


      Rebirz schrieb:

      Welche ... nicht spüre.
      ich (?)


      Rebirz schrieb:

      Der nächste, wo in naher Zukunft einen Witz über Eier macht, dem brech‘ ich die Beine!
      Sollte es nicht heißen: der nächste, der in naher Zukunft einen Witz über Eier macht.... (?)


      Rebirz schrieb:

      Mit zweit mal antippen nehme ich den Anruf an. „Rob?“
      Ich glaube, hier stimmt was nicht...Mit zweimaligem Antippen nehme ich den Anruf an... (oder so)



      LG,
      Rainbow
    • Lieber @Rebirtz

      Spoiler anzeigen

      Ich mag den Helden. Du erzählst es so richtig schön im Stil der 80 iger. Warum reden, wenn man den nervenden Idioten einfach gegen die Theke kloppen kann. Das finde ich super! Echt jetzt.

      Den Kampf hätte man länger schildern können. Warum kriegt Jack jetzt soviel Geld? Hörte sich so an, als wäre es einer von vielen Kämpfen an dem Abend.

      Grundsätzliches: Jack ist offensichtlich schmerzunempfindlich. Ok. Das schützt ihn aber nicht vor Verletzungen, es ist sogar viel gefährlicher. Er spürt Verletzungen nicht. So wie du es schilderst beeinträchtigen ihn die Schläge nicht. Seine Eier sind noch intakt, denke ich.
      Ähnlich wie Wolferine oder David Dunn (Unbreakable mit Bruce (Gott) Willis)
      Also, wenn jemand Jack die Niere kaputthaut, dann ist die kaputt. Er merkt es nur nicht! Oder…

      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Hey there,

      hab mir mal die zwei neuesten Teile durchgelesen. Mir gefällt der düstere Stil insgesamt schon sehr gut und es gibt der Geschichte nochmal einen Twist, der sie interessanter macht.
      Kritik

      Das Gespräch zwischen Red Hand und Jack war mir dann aber doch ein bisschen zu grungy... ich fand, das klang sehr gewollt hart und nicht unbedingt natürlich, wie die miteinander reden. Prinzipiell gefällt mir der raue Schreibstil gut, weil eben auch irgendwie authentisch, aber hier würde ich doch ein bisschen vom Gas gehen. Die Gespräche mit Alex funktionieren da schon besser.
      Insgesamt hat mir das Zusammentreffen von Rob und Jack eh nicht so gefallen... musste mir da irgendwie Dwayne Johnson und Terry Crews vorstellen, die sich gegenseitig abchecken. Wie gesagt, die harte Art der beiden ist mir ein bisschen zu überstilisiert. Im Endeffekt ist es natürlich völlig dir überlassen, wie du deine Charaktere zeichnen möchtest, aber harte Leute, die im Untergrund mitmischen, sind meistens nicht hart, weil sie coole Sprüche klopfen und gut kämpfen können, sondern weil sie absolut rücksichtslos mit anderen umspringen und ohne mit der Wimper zu zucken über Leichen gehen. Gerade im Zeitalter der modernen Schusswaffen braucht man da keine dicken Muskeln mehr. Die Ambivalenz fehlt mir bei Jack und Rob in der Darstellung irgendwie, daher wirken sie auf mich überzeichnet. Auch bei Alex, der dann ja beinahe schon kuscht vor Jack - wieso ist er ein so einflussreicher Untergrundboss, wenn er dann Jack einfach Kohle hinterher schmeißt, die der eigentlich schon abgeschrieben hatte? Entweder er will ihn kaufen oder aber er hält ihn an der kurzen Leine. Beides schien mir nicht der Fall zu sein.
      Bei Jack wird die bamf Darstellung für mich insofern problematisch, weil er der Hauptcharakter ist und, ich meine, das kann natürlich genau das sein, was du willst, aber mir ist da die Charakterzeichnung etwas zu schlicht.
      Ich würde zum jetzigen Zeitpunkt Jack so zusammenfassen:

      Jack

      Talentierter Mechaniker
      Harley-Fahrer
      hört uralte Heavy Metal Musik
      steht auf Öl und Benzin, völlig gegen den Zeitgeist
      findet abstrakte Kunst scheiße
      Groß, super stark
      Harter Kämpfer
      Harter Typ
      beliebt
      vermutlich gutaussehend (?)
      Schmerzunempfindlich
      Quasi unbreakable

      Mir fehlen da irgendwie Ecken und Kanten in der Charakterzeichnung, irgendetwas, was nicht ins Bild passt, ihn verwundbar macht oder als Protagonisten wirklich interessant. Würde man jetzt feststellen, dass er wirklich ein A* ist und über Leichen geht, wäre all' das vielleicht wieder passend und spannend ihn dabei zu verfolgen, aber die Situation mit Emila lässt eher darauf schließen, dass er darüber hinaus auch noch der moralische Held der Story ist, in einer Welt (Szene), die sonst total abgefuckt wäre.
      Der ist wie Geralt aus "The Witcher", Badass quasi ohne Schwächen, geht immer wieder über Leichen, entscheidet sich in den Keymomenten aber immer moralisch richtig. Die Buchreihe an sich gefällt mir gut, aber Geralt war für mich eher dürftig ausgearbeitet. Momentan sieht es für mich so aus, als würde Jack ein ähnliches Schicksal erleiden.

      Aber wie gesagt, kann ja sein, dass es genau das ist, was du willst und es wird auch immer wieder Leser geben, die sich freuen, wenn sie solche Charaktere verfolgen dürfen.


      Ansonsten hab ich den Eindruck, dass Jack in Gedanken ein bisschen zu viel erklärt. Sicher, du willst dein Setting darstellen, aber dass die Uhr als Telefon funktioniert, würde man bspw auch aus dem Kontext schließen können, ohne, dass er es explizit erwähnt. Ein wenig Erklärung ist sicherlich notwendig, sonst würde man viel nicht verstehen, aber einiges erschließt sich auch von selbst. Gerade in dem Kampf kam er mir irgendwie vor, wie ein unbeteiligter Erklärbar, der mit dem Kopf gerade ganz woanders ist. Selbst wenn er keine Schmerzen empfindet, sind drei Gegner in Folge sicherlich recht anstrengend für ihn und getroffene Muskeln verhärten/erlahmen oder müsste irgendwie aus der Puste kommen. Die Folgen solcher Kämpfe könnten für jemanden, der keine Schmerzen empfindet, auch extrem gefährlich und völlig umkalkulierbar sein. Reale CIPA-Patienten leben glaube ich recht gefährlich, da Schmerz ja durchaus seine Funktion hat.
      Mir persönlich ging das ein wenig zu leicht.

      Die Ausgestaltung des Clubs fand ich insgesamt aber sehr gut gelungen und stimmig, war atmosphärisch und hat mit unverändert gutem Schreibstil Spaß gemacht zu lesen. Das Maß, mit dem du Sci-Fi Settings mit dem rotzigen Untergrund vermischt ist gut abgestimmt und wirkt überzeugend, nicht zu viel oder zu übertrieben, ebenso wenig zu wenig.

    • Hey meine lieben Leser :)

      Rainbow

      Rainbow schrieb:

      Der Käfigkampf war ja ganz nett....du hättest das natürlich noch ein bisschen ausschmücken können... aber ich schätze, so war das schon in Ordnung So ist Jack also unverhofft zu einem netten Sümmchen Geld gekommen. Wobei ich nicht ganz verstehe, warum das jetzt ein "Gefallen" von Alex war. Im Grund hätte dieser Voodo-Arzt Jack doch auch direkt ansprechen und mit ihm den Deal abwickeln können...oder läuft die Kommunikation so nicht? Okay, Alex hat dafür gesorgt, dass Jack das komplette Preisgeld bekommen hat, aber das restliche Geld hat dieser Arzt doch aus der eigenen Tasche gezahlt....Na ja, egal. Diese Gedanken kamen mir nur so beim Lesen... vielleicht könnte man aber die Gelegenheit nutzen und noch ein oder zwei kleine Sätzchen dazu mit reinnehmen....damit der Leser schnall, wie die Geschäfte gemacht werden und dass im Prinzip alles über Alex laufen muss, wenn man nicht Gafahr laufen will, die vordere Zahnreihe zu verlieren
      Ich bin mir nicht sicher wie viel interessanter der Käfigkampf wirklich werden würde, wenn ich da noch groß Details einbaue. Ich meine, was sind da Details? Ein Hieb links und Rechts, mal ein Tritt, ein wenig ausweichen und blocken. Für meinen Geschmack ist das dann immer fast etwas überladen und schränkt die Fantasie des Leser eins. Zumindest geht es mir so, wenn ich extrem technische Kämpfe lese. In meinem Kopf läuft der Kampf einfach so nebenbei ab beim lesen. Ich könnte mir höchsten vorstellen, hier noch ein wenig mehr Reaktionen von Jacks Gegnern zu bringen, wenn sie langsam begreifen, was sie für ein Problem mit ihm haben. :hmm:
      Bezüglich Alex und den Geschäften könnte hier eigentlich fast ein ergänzender Satz reichen, das klar wird, dass sämtliche Transaktionen hier über ihn laufen und er eine "Bearbeitungsgebühr" abzieht.

      Danke auch für die ganzen Kleinkram-Arbeiten :)


      Sensenbach

      Sensenbach schrieb:

      Ich mag den Helden. Du erzählst es so richtig schön im Stil der 80 iger. Warum reden, wenn man den nervenden Idioten einfach gegen die Theke kloppen kann. Das finde ich super! Echt jetzt.
      Ich hab auch einen Mords Spaß mit dem Charakter :D

      Sensenbach schrieb:

      Den Kampf hätte man länger schildern können. Warum kriegt Jack jetzt soviel Geld? Hörte sich so an, als wäre es einer von vielen Kämpfen an dem Abend.
      Hat Rainbow auch angemerkt mit dem Kampf, daher hier der Verweis nach oben im Kommi :)
      Voodoo hat halt einen besonderen Narren an Jack bzw. seinem Zustand gefressen. Da er sich aber nicht gerne deswegen verkloppen lässt, hat Voodoo halt einen Anreiz geliefert.
      Das ist der Unterschied zwischen Jack und den restlichen Kämpfern und auch nicht üblich.

      Sensenbach schrieb:

      Also, wenn jemand Jack die Niere kaputthaut, dann ist die kaputt. Er merkt es nur nicht! Oder…
      Yep, er ist nicht unzerstörbar. Er spürt nur keinen Schmerz bzw. in seinem besonderen Fall ja auch kaum etwas anderes. Also auch gewöhnliche Berührungen aller Art.


      Aval.b.bado

      aval.b.bado schrieb:

      Das Gespräch zwischen Red Hand und Jack war mir dann aber doch ein bisschen zu grungy... ich fand, das klang sehr gewollt hart und nicht unbedingt natürlich, wie die miteinander reden. Prinzipiell gefällt mir der raue Schreibstil gut, weil eben auch irgendwie authentisch, aber hier würde ich doch ein bisschen vom Gas gehen.
      Ich gebe zu, das ich da deiner Meinung bin. Allerdings wollte ich mit Rob einen extremen Charakter haben, habe den bisher aber noch nicht 100% vor Augen. Evtl. kristallisiert sich bei den nächsten Szenen dann von selbst heraus, was Rob für ein Typ sein soll und ich kann dann hier nachbessern. Die Geschichte ist noch nicht komplett durchgeplottet, ergo sind nicht alle Kleinigkeiten in Stein gemeißelt.

      aval.b.bado schrieb:

      Auch bei Alex, der dann ja beinahe schon kuscht vor Jack - wieso ist er ein so einflussreicher Untergrundboss, wenn er dann Jack einfach Kohle hinterher schmeißt, die der eigentlich schon abgeschrieben hatte? Entweder er will ihn kaufen oder aber er hält ihn an der kurzen Leine. Beides schien mir nicht der Fall zu sein.
      Jack hat für Alex schon mal einen Nutzen, den ich im nächsten Teil anschneiden werde. Ob darüber hinaus noch mehr dahintersteckt weiß natürlich niemand :whistling:

      aval.b.bado schrieb:

      Bei Jack wird die bamf Darstellung für mich insofern problematisch, weil er der Hauptcharakter ist und, ich meine, das kann natürlich genau das sein, was du willst, aber mir ist da die Charakterzeichnung etwas zu schlicht.
      Ich finde ja, dass es nach einem Kapitel noch etwas zu früh ist, einen Prota zu beurteilen, aber ich glaube, mit dem nächsten Kapitel könnte sich dein Eindruck von Jack etwas verändern. Ob es dann positiv oder negativ ist wird sich zeigen :) Generell versuche ich meine Charaktere stets einen gewissen Wandel durchlaufen zu lassen. Das habe ich bei meinem "Der Gott der nicht sein sollte" schon geplant, dort jedoch über einen viel längeren Zeitraum hinweg. Da ist es etwas leichter. Bei dieser Geschichte hier habe ich mir in dieser Hinsicht etwas spezielles vorgenommen. Ist auch eine Übung für mich :)

      abal.b.bado schrieb:

      Ansonsten hab ich den Eindruck, dass Jack in Gedanken ein bisschen zu viel erklärt. Sicher, du willst dein Setting darstellen, aber dass die Uhr als Telefon funktioniert, würde man bspw auch aus dem Kontext schließen können, ohne, dass er es explizit erwähnt. Ein wenig Erklärung ist sicherlich notwendig, sonst würde man viel nicht verstehen, aber einiges erschließt sich auch von selbst. Gerade in dem Kampf kam er mir irgendwie vor, wie ein unbeteiligter Erklärbar, der mit dem Kopf gerade ganz woanders ist.
      Das ist aber "ein Problem" der Ich-Perspektive. Da kann man nicht wirklich aus. Irgendwie muss man ja ein wenig erklären und Hintergründe einbringen, ansonsten wird das eine recht trockene Geschichte. Im Prinzip ist es aber dasselbe was ein Erzähler in der üblicheren Erzählperspektive von sich gibt. Bezüglich dem Kampf habe ich oben bei Rainbow schon was dazu gesagt. Ich wäge halt immer etwas ab, worauf ich in einer Szene den Fokus legen möchte bzw. was mir als wichtiger / unterhaltsamer erscheint. Ist natürlich immer Geschmackssache.

      Danke dir für den ausführlichen Kommi und auch die Kritik. Immer raus damit, weil nur so kann man besser werden! :)
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ
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      MEINE TO-DO-LISTE

      To do... To do... To do, to do, to do, to do, to doooo, dododododo
    • Kapitel 3 - Part 1

      Draußen wartet er schon vor seiner Lagerhalle auf mich. Auch mein Motorrad steht bereit. „Da bist du ja. Ich habe einen Anruf gekriegt. Irgendwas ist bei deiner Werkstatt passiert. Du solltest besser mal nachsehen gehen.“
      „Wer ruft den bitte dich an, wenn an meiner Werkstatt etwas faul ist?“
      „Du weißt doch, ich habe viele Freunde, Jack. Besser, wenn du sie nicht alle kennst. Auf meinen Kontakt ist jedenfalls Verlass. Sieh zu, dass du nach Hause kommst. Wäre schade, wenn dein Laden wegen so einem Blödsinn hops geht. Er ist so ein schöner Umschlagplatz.“
      Aha, darum hat er also ein Auge darauf. Über mein Geschäft bringen wir immer wieder Benzin und Öl in den Umlauf. Wenn man zum Beispiel alte Motoren verkauft, ist es gesetzlich erlaubt, eine gewisse Menge Treibstoff mitzugeben. Tatsächlich ist es sogar die Pflicht des Verkäufers. Das Gerät muss in einem einsatzbereiten Zustand übergeben werden. Ich sagte ja, ich kenne mich mit Grauzonen aus.
      „Danke, Rob. Ich kümmere mich darum.“ Mit einem Schwung sitze ich auf dem Motorrad und lasse den Motor an. „Aber wehe dein Kontakt hat Scheiße gebaut! Dann habt ihr mir meinen schönen Abend versaut!“

      Obwohl ich Ideallinie bei maximaler Geschwindigkeit fahre, dauert die Heimfahrt dennoch etwa eine Stunde. Mit quietschenden Reifen komme ich in meiner Einfahrt zum Stehen. Auf den ersten Blick kann ich nichts Ungewöhnliches feststellen. Kein Anzeichen, dass sich jemand Zutritt verschaffen wollte. Ich stelle die Maschine also ab und gehe um das ganze Haus herum. Auch hier nichts zu sehen.
      Rob, ich piss dir in deinen nächsten Drink und finde einen noch beschisseneren Spitznamen, das schwöre ich dir!
      Mittlerweile ist es schon spät geworden und die orangefarbenen Straßenlichter flackern auf. Hier draußen am Land haben wir noch altertümliche Laternen. In den Städten hingegen sind Lichter in die Straße selbst eingelassen, welche nachts ein Hologramm erzeugen und so Licht spenden. Im Laternenschein sehe ich plötzlich etwas auf der Straße liegen. Mein Hals schnürt sich zu, als ich erkenne, was es ist. Mit zittrigen Fingern hebe ich die übergroße Wollmütze auf.
      Nein, sie ist sicher nicht zurückgekommen. Das muss ein dummer Zufall sein. Ich habe ihr doch klipp und klar gesagt, wie gefährlich es hier ... ach du scheiße!
      „Emila!“ Mein Schrei hallt durch die anbrechende Nacht, eine Antwort bleibt aus. Noch einmal laufe ich um mein Haus herum und rufe nach ihr. Vergebens. Es bleibt still. Das flaue Gefühl in meinem Magen wird dafür umso intensiver. Ich weiß einfach, dass etwas nicht stimmt.
      Denk nach, Jack! Was tun? Irgendwer muss was mitbekommen haben!
      „Rolf!“, rutscht es mir heraus und stürme prompt zum Nachbarshaus. Mit einem Satz springe ich über das Gartentor und hämmere mit der Faust gegen die Haustüre. „Rolf! Mach die scheiß Tür auf!“
      Drinnen höre ich Rolle ausflippen und die Treppe herunter poltern. Im folgt lautes Fluchen. Kurz darauf reißt Rolf die Tür auf. „Was soll der Mist, Jack? Weißt du wie spät es ...“
      Ich packe ihn am Kragen und drücke ihn gegen die Wand. Rolle stürmt auf mich zu. „Sitz!“, blaffe ich ihn an und noch aus dem Lauf heraus, sitzt er auf seinem Hintern.
      „Du dummer Köter! Warum hörst du auf ihn, aber nicht auf mich? Fass ihn!“ Rolle bleibt unbeeindruckt sitzen.
      „Was hast du gesehen, Rolf?“, schreie ich ihn an. „Wer war an meinem Haus?“
      „Lass mich los, verdammt!“
      „Rolf! Ich frage nicht noch einmal! Ich weiß, dass du Rob angerufen hast! Das nächste Haus ist drei Straßen weiter! Nur du kannst es gewesen sein! Spuck’s schon aus!“
      „Wer glaubst du, dass du bist, dich in meinem Haus so aufführen zu können? Huh, Jack? Sieh zu, dass du ...“
      „Was. Hast. Du. Gesehen?“ Bei jedem Wort kracht sein Hinterkopf gegen die Wand.
      „OK! Hör auf! Ich geb’s ja zu!“
      Unverständlich gemurmelte Flüche prasseln auf mich ein, als ich ihn loslasse und er sich den Kopf hält. Erst jetzt bemerke ich, dass er in Unterhose durch die Gegend läuft und nur die halbe Gesichtshälfte rasiert ist. Da habe ich ihn offenbar gänzlich unglücklich erwischt. Aber Rolf war ja noch nie für seine Ordnung und Pflege bekannt, von daher wäre es wohl eher pures Glück gewesen, wenn ich einen günstigen Zeitpunkt angetroffen hätte.
      „Vor etwa einer Stunde habe ich jemanden um deine Werkstatt schleichen sehen. Kannte die Kleine nicht. Hat ausgeschaut wie ein Hippie mit ihrem langen Kleid und der komischen Mütze. Bis ich raus gegangen bin, war sie verschwunden. Da hab ich Rob angerufen.“
      „Wegen einem Hippie?“
      „Ja klar! Nur wegen dem bescheuerten Hippie! Nein! Weil es mein verdammter Job ist, jeden Mist zu melden, der mir an deiner Bude seltsam vorkommt! Ich kann das Geld gut gebrauchen, weißt du? Kann nicht jeder einen so tollen Nebenverdienst haben wie du, Jacky.“
      „Über deine Vereinbarung mit Rob unterhalten wir uns später. Was ist danach passiert? Wo ist das Mädchen hin?“
      „Ich weiß es nicht, Jack. Sie war weg und ich hab nicht nach ihr gesucht. Allerdings hat Hans mit seinen Lackaffen vor nicht mehr als zehn Minuten noch einen riesen Radau gemacht. Hat sich ganz schon wild angehört. Viel Geschrei und so. Nimm’s mir nicht übel, aber lieber verzichte ich auf die Kohle für deine Überwachung, bevor ich mich mit denen anlege. Sollen die deine scheiß Bude doch einreißen.“
      Oh nein. Das muss es sein. Sie haben Emila abgepasst und jetzt ... Zehn Minuten. Es ist erst Zehn Minuten her, Jack. In so kurzer Zeit kann nicht viel passiert sein. Übereile hier nichts.
      Ich lasse Rolf stehen, der mir wüste Ausdrücke hinterherschreit und laufe zurück zu meinem Motorrad. Wenn es wirklich so ist, wie ich vermute, dann haben sie Emila sicherlich zu ihrer Hütte verschleppt. Gut, dass ich den Weg dorthin kenne. Auf meinen Spritztouren fahre ich regelmäßig daran vorbei. Die Reifen quietschen und schon bin ich wieder auf der Straße.
      Ich frage mich nur, wie sie es geschafft haben, an sie heranzukommen? Eigentlich hätte doch das Aegis-Schild anschlagen müssen. Allerdings ist Hans zwar dumm wie Stroh, auf den Mund gefallen ist er deswegen aber nicht. Vielleicht hat er Emila so lange bequatscht, dass sie ihm geglaubt hat, dass er keine Gefahr ist. So gutgläubig wie die kleine Sonnenläuferin ist, würde mich das nicht wundern. Wenn sie ihren Ring abgelegt hat, ist sie völlig schutzlos.
      In Gedanken versunken fliege ich fast aus einer engen Kurve, von der ich eigentlich weiß, dass sie durch den vielen Kies, welcher von den Abhängen herunterrollt, gefährlich ist.
      Mach langsam, Jack. Wenn du hier einen Baum küsst, ist niemandem geholfen.
      Die Tachonadel wandert dennoch stetig weiter nach oben.
      Die Berghütte liegt ein Stück im Wald versteckt und ist nur über einen Trampelpfad zu erreichen. Auf der Parkfläche nahe der Straße stehen bereits die vier quietschenden Rostlauben des Nazi Quartetts. Sofort stechen mir die Schleifspuren im Dreck ins Auge. Hier bin ich definitiv richtig und hoffentlich noch nicht zu spät.
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ
      Der Gott, der nicht sein sollte (Urban Fantasy)
      Noetik (Sonstige Fantasy - pausiert)
      Sonnengeboren (Sci-Fi-Fantasy)
      M.A.G.I.C. (Sonstige Fantasy - pausiert)


      MEINE TO-DO-LISTE

      To do... To do... To do, to do, to do, to do, to doooo, dododododo
    • Hey @Rebirz :)

      Spoiler anzeigen


      Oh je... das hört sich irgendwie nicht gut an. Im Moment frage ich mich folgendes: Welchen Grund hatte Emila, so schnell wieder zu Jack zurückzukehren? ... Und wieso hat sie sich nach Jacks Ansage so einer Gefahr ausgeliefert und ist erneut diesen komischen Nazis in die Arme gelaufen?...also kurz und knapp: Was verdammt noch mal ist da passiert???

      Irgendwie würde es mich auch nicht wundern, wenn gar nichts Schlimmes passiert wäre. Vielleicht sitzt sie ja auch ganz einträchtig nun mit den Jungs da... oder vielleicht sie die schon längst fertig gemacht ^^ Mal abwarten... vielleicht hast du auch den Klassiker gewählt und Jack befreit sie nun heldenhaft...aber irgendwie glaube ich daran nicht so ganz ... :hmm:

      Na ja, ich werde mich wohl gedulden müssen, bis es weitergeht. :)

      Hier noch zwei Fehlerchen:

      Rebirz schrieb:

      Im folgt lautes Fluchen
      Ihm

      Rebirz schrieb:

      Hat sich ganz schon wild angehört
      schön



      LG,
      Rainbow
    • Nabend! Ein paar Anmerkungen.

      Stuff

      Rebirz schrieb:

      „Wer ruft den bitte dich an
      denn

      Rebirz schrieb:

      In den Städten hingegen sind Lichter in die Straße selbst eingelassen, welche nachts ein Hologramm erzeugen und so Licht spenden.
      Das verstehe ich nicht ganz? Hologramme sind doch Licht... also wieso erzeugt man ein Hologramm, um Licht zu spenden? Vielleicht bin ich gerade zu blöd, um zu checken wie du das meinst, aber das Licht ist doch zuerst da, wenn also ist das Hologramm ein Gimmick des Lichts, nicht das Licht ein Gimmick des Hologramms?

      Rebirz schrieb:

      und nur die halbe Gesichtshälfte rasiert ist. Da habe ich ihn offenbar gänzlich unglücklich erwischt. Aber Rolf war ja noch nie für seine Ordnung und Pflege bekannt, von daher wäre es wohl eher pures Glück gewesen, wenn ich einen günstigen Zeitpunkt angetroffen hätte.
      Das gänzlich unglücklich erwischt bezieht sich ja nicht darauf, dass er nur zum Teil rasiert ist (und somit abgegammelt), sondern, dass er gerade dabei war sich zu rasieren, oder? Insofern passt der Vergleich im letzten Satz nicht so richtig.

      Rebirz schrieb:

      von der ich eigentlich weiß, dass sie durch den vielen Kies, welcher von den Abhängen herunterrollt, gefährlich ist.
      Der Nebensatz ist doch ein bisschen verzwickt, für das langsam aufheizende Erzähltempo, finde ich^^

      Ansonsten kommt erstmals ein bisschen Spannung auf! Gut so :) Sprachlich auch nix weiter auszusetzen, also schieb mal jetzt nach hier :P n bisschen in Fahrt kommen mit der Harley hier! Wrumm, wrumm! Ne Spaß, kein Druck! (MACH JETZT!)
    • Hey @Rainbow und @aval.b.bado! Danke für eure Kommis und das andauernde Interesse an der Geschichte. Ich hab heute tatsächlich wieder ein paar Seiten geschrieben und diesen Teil hier noch mal gecheckt, dass ich ihn posten kann. Der Schreibprozess ist zwar schleppend, aber immerhin wieder mal etwas :)

      Kapitel 3 - Part 2

      Leise, aber zügig bewege ich mich im Schutze der Bäume hinauf zur Hütte. Ein Schrei schneidet sich durch die Nacht und ich sprinte zu einem der Fenster. Vorsichtig spähe ich ins Innere und sehe gerade noch, wie Hans Emila an den Haaren gepackt über den Boden schleift. Unsanft befördert er sie gegen die Wand, wo sie zusammensackt. Ihr Körper ist übersät von Schürf- und Schnittwunden. Über ihrem rechten Auge ist die Haut aufgeplatzt und auch ihre Unterlippe ist schwer mitgenommen.
      „Was ist los, Glühwürmchen? Wo ist dein tolles Schild?“, höre ich Hans spotten.
      Das ist in der Tat eine gute Frage. Emila trägt ihren Ring noch, also warum aktiviert sich die Barriere nicht? Sobald ihr Gefahr droht, schlägt das Ding an. Es hat ja sogar mich durch die Luft befördert und ich habe sie nur etwas scharf angegangen. Irgendwas ist hier faul.
      Zitternd rappelt sich Emila an der Wand abstützend hoch und plötzlich baut sich ihr Schild auf. Die vier Nazis brechen in schallendes Gelächter aus, während sie humpelnd versucht in Richtung Tür zu entkommen. Mir fallen fast die Augen aus dem Kopf, als Hans‘ Faust einfach durch das Aegis-Schild hindurch gleitet und gegen Emilas Schläfe kracht. Triumphierend reißt er die Hände in die Luft. Seine Kumpels feiern ihn überschwänglich.
      Wie in aller Welt ist das möglich? Diese Schilde halten die Noctijukoo - eine hochentwickelte Rasse wie die Sonneläufer selbst – auf Distanz, wie also kann eine kleine, unbedeutende Made wie Hans scheinbar problemlos hindurchgreifen? Das ist unmöglich!
      „Na kommt schon, Leute. Helft der Dame auf!“, tönt Hans mit sarkastischen Unterton.
      Einer seiner Kumpels wuchtet Emila lachend zurück auf die Beine und hält sie aufrecht. Alleine wäre sie wohl wieder zusammengesackt.
      „Ok, Glühwürmchen. Spielen wir ein Spiel. Die Regeln sind simpel und wenn du gewinnst, darfst du gehen.“ Er baut sich direkt vor ihr auf. „Verpass mir eine. Hau mir einfach eine rein. Wenn du das schaffst, hast du gewonnen.“
      Dieser Wichser! Er weiß ganz genau, dass Emila das niemals tun wird. Sie kann es nicht. Seit dem Angriff der Noctijukoo weiß jeder Mensch, dass die Sonnenläufer nicht gewalttätig werden können. Ihnen fehlt quasi das entscheidende Zahnrad, welches diese Gehirnaktivität antreibt. Nicht einmal eine lästige Schmeißfliege könnten sie erschlagen. Als die Menschen nach einer Erklärung für das passive Verhalten der Sonnenläufer verlangten, offenbarten sie uns, dass sie einst den Noctijukoo überlegen waren. Bis zu dem Tag, als diese mit einer biotechnischen Waffe angriffen. Diese veränderte das Erbgut der Sonnenläufer und zwei Generationen später konnte kein einziger von ihnen mehr einen Schlag ausführen. Sie haben ihnen quasi die Gewalt aus der DNA gelöscht.
      Emila laufen die Tränen über die Wangen, doch Hans hört nicht auf. Er hält ihr die Backe hin und tippt dagegen. „Komm schon. Nur ein kleiner Klaps. Wir nennen das hier auf der Erde eine Backpfeife. Ist gar nicht schlimm.“
      Ich muss endlich was tun, aber auch wenn ich schmerzunempfindlich bin, weiß ich es dennoch besser, da einfach hineinzustürmen. Diese Kerle sind schnell darin ein Klappmesser zu zücken und weiß Gott, was sie in ihrer Hütte noch alles griffbereit haben. Nur weil ich nichts spüre, bin ich noch lange nicht unverwundbar. In der Dunkelheit finde ich nur einen Pflasterstein, der auf einem Schutthaufen liegt. Nicht wirklich die beste Verteidigung, aber besser als nichts. Gerade, als ich hinüberschleiche und ihn aufheben will, höre ich Emila panisch Kreischen.
      Ok, jetzt reicht’s! Scheiß drauf!
      Mit aller Kraft schleudere ich den Stein durch die Fensterscheibe, sprinte jedoch um die Hausecke und trete die Türe ein. Drei Dinge gilt es auf einmal zu verarbeiten. Erstens: Die Finte mit dem Stein hat funktioniert. Zwei Typen strecken ihren Hälse zum Fenster hinaus und haben mich noch nicht bemerkt. Zweitens: Hans‘ Hose ist offen und Emilas Kleid zerrissen. Drittens: Der vierte im Bunde hat das Pech, als Erster in meiner Reichweite zu stehen.
      Er reagiert zwar schnell und will zuschlagen, doch ich fange seinen Arm ab, verdrehe und breche ihn zweimal. Erst den Ellenbogen, dann das Schultergelenk. Sein Schrei erstickt in meinen Schlägen und ich höre erst auf, als sich seine zwei Brüder auf mich stürzen. Einer nimmt mich von hinten in einen Würgegriff und der zweite zückt ein Klappmesser. Mit meinem ganzen Gewicht lasse ich mich mit dem Rücken gegen die Wand krachen und mein lästiges Anhängsel fällt ab wie eine Schuppe.
      Am Boden vor mir liegt der Stein, den ich durch die Scheibe geworfen habe. Der kommt mir gerade gelegen. Ich hechte nach vorne, greife zu und ramme ihn noch aus der Rolle heraus dem Messerstecher in die Fresse. Die Gesichtsknochen brechen mehr als hörbar. Hinter mir rappelt sich das Klammeräffchen wieder stöhnend auf, nur um ebenfalls den Stein zu küssen.
      „Jack!“
      Ich wirble herum. Hans hat die zierliche Emila am Genick gepackt und hält ihr ein Messer an die Kehle. Die Klinge schneidet sich bereits in die Haut und etwas Blut läuft ihr den Hals hinunter. Das Kleid hängt in Fetzen. Panisch versucht sie es irgendwie zusammenzuhalten.
      „Dumm, Hans. Absolut dumm. Selbst für dich.“
      „Halt’s Maul, Jack! Ich bring die Kleine um! Wirf den Stein weg!“
      „Hättest du das nicht sowieso? Warum sollte ich mich jetzt ergeben, wenn du da weitermachst, wo du aufgehört hast, nachdem du mich aus dem Verkehr gezogen hast?“ Ein provokanter Schritt meinerseits in seine Richtung lässt ihn einen zurückweichen.
      „Bleib, wo du bist! Den Stein weg!“
      Ich bin gänzlich abgeneigt, seiner Forderung Folge zu leisten. Stattdessen jongliere ich mit meiner altertümlichen Waffe. Mit immer mehr Schweißperlen auf der Stirn verfolgt Hans jede meiner Bewegungen. Einen Plan habe ich, wie Emila und ich heil aus dieser Sache herauskommen. Ob er gut ist, wird sich zeigen.
      „Also gut.“ Ich lasse den Stein fallen. „Und jetzt? Wie machen wir weiter, Hans?“
      „Du verpisst dich! Und zwar alleine!“ Er verleiht seinen Worten Nachdruck, indem er das Messer noch fester in Emilas Haut drückt. Sie wimmert und zittert am ganzen Leib. Glänzende Tränen rollen über ihre Wangen.
      „Ich soll gehen? Dir ist aber schon klar, dass ich Zuhause direkt die Polizei anrufen und sie dir auf den Hals hetzen werde, oder?“
      In Hans‘ Kopf müssen seine wenigen grauen Zellen auf Hochtouren arbeiten. Langsam sickert es in seine Birne ein, dass er ein gewaltiges Problem hat. Gut, dass ich eine vermeintliche Lösung für ihn parat habe.
      „Eigentlich bleibt dir nur eine Option. Soll ich sie dir verraten?“
      „Du bist ein verdammter Klugscheißer, Jack!“, blafft er mich an. „Das habe ich schon immer an dir gehasst! Glaubst‘ wohl ich bin blöd, huh? Ich weiß genau, was zu tun ist! Dreh dich um! Gesicht gegen die Wand und Hände über den Kopf! Los!“
      Langsam tue ich, was er will. Er hat tatsächlich selbst herausgefunden, was er tun muss. So lange ich lebe, kommt er aus dieser Nummer nicht heil heraus. Gut. Es läuft alles wie geplant. Jetzt heißt es nur noch gut hinhören. Emila schreit kurz auf und Hans sagt irgendwas von nicht weglaufen. Ein Schritt, dann noch einer. Gebannt starre ich die Holzwand direkt vor mir an und lausche. Wieder ein Schritt. Spürt Hans, dass ich etwas vorhabe? Er geht so langsam und vorsichtig, dass seine Bewegungen schwer einzuschätzen sind. Wo ist er gerade? Wie weit ist er noch entfernt?
      In der Theorie ist dein Plan glatter abgelaufen, Jack.
      Die Bewegung sehe ich nur durch reinen Zufall. Ein Glassplitter liegt am Boden und aus dem Augenwinkel heraus, bemerke ich es. So schnell wie möglich reiße ich die Arme nach unten und lasse mich nach hinten fallen, doch es ist zu spät, den Angriff wie geplant gänzlich abzufangen. Die Klinge bohrt sich in meinen rechten Oberarm, knapp über den Ellbogen. Dann geht alles sehr schnell. Ich verliere das Gleichgewicht und reiße Hans mit zu Boden. Er verliert seine Waffe, welche in meinem Arm stecken bleibt. Tatsächlich ist Hans nicht ganz so dumm, wie ich üblicherweise behaupte, denn er begreift, dass er verloren hat und will die Flucht ergreifen. Weit kommt er jedoch nicht. Kurz vor der Tür rutscht ihm seine noch immer geöffnete Hose runter und er landet mit der Fresse voraus im Dreck.
      Oh du süße Gerechtigkeit! Auf eine schönere Weise hätte er mir gar nicht in die Finger geraten können!
      Bevor er sich wieder aufrappeln kann, packe ich sein Genick und schleife ihn ins Freie. Er strampelt und sträubt sich, doch mir wird er nicht mehr entkommen. Ich werfe ihn auf den Boden, drehe ihn auf den Rücken und presse mein Knie in seinen Magen.
      „Weißt du, Hans ...“ Er schlägt nach mir, doch ich fange seine Hand problemlos ein. Eigentlich wollte ich das Gelenk nicht brechen, aber meine Kraft kann ich schon schwer einschätzen, wenn ich mich konzentriere. Heute ist mir das allerdings auch egal. Hans‘ Schrei verwandelt sich in ein leises Wimmern, als ich mit der rechten Hand sein Gesicht packe und mit der linken, das Messer aus meinem Arm befreie.
      Ein bisschen Migräne macht sich schon bemerkbar.
      „Ihr hättet so viel saufen und anschließend die Passanten anpöbeln können wie ihr wollt, nach Herzenslust Fremde bestehlen und meinetwegen sogar euren beschissenen Hass auf die Sonnenläufer am Sektoren-Gründungsfest predigen, es wäre mir ehrlich gesagt völlig egal gewesen. Aber nein, ihr müsst eine kleine Sonnenläuferin entführen.“
      Langsam wandert die Messerspitze in Richtung seines Auges. Er windet sich, doch mir hat er nichts entgegenzusetzen. „Ich kann über viele Dinge hinwegsehen und den ein, oder anderen Fehler auch mal vergeben, aber für das, was du vorhattest, gibt es keine Gnade, Hansilein.“
      Am linken Wangenknochen setze ich an und ziehe die Klinge schön langsam knapp unter dem Auge vorbei. Ich glaube, Hans beißt mir gerade in die Hand, um sich zu befreien. Vergebens. Über die Nase hinweg geht es Richtung rechtes Auge. Der Nazi mit den sonst so dicken Eiern schreit wie ein Mädchen.
      Gut so! Ich sollte ihm die Dinger samt Schwanz abschneiden!
      „Hör auf! Hör bitte auf, Jack!“, wimmert er.
      „Hättest du aufgehört, wenn Emila dich unter Tränen angefleht hätte? Warum solltest du Gnade verdienen, wenn du selbst keine gewährst, huh?“
      „Sie ist doch nur eine scheiß Sonnenläuferin! Sie hat nicht ... ARGH!“
      Mit zwei ruckartigen Drehungen, einmal nach links und wieder zurück, entfalte ich eine noch größere Wirkung mit dem Messer in seiner Schulter. Ich bin erschreckend gut darin Schmerzen zufügen, dafür das ich selbst keine spüre. Schon Wahnsinn, was man sich von Rob alles abschauen kann.
      „Was hat Emila nicht? Ich würde sagen, dass du nicht das Recht besitzt, in irgendeiner Weise über sie zu urteilen. Und weißt du was? Ich finde, dass du lange genug die Menschheit mit deinem absurden Hass in Verruf gebracht hast.“ Ich hole weit aus. „Mein Arm ist etwas in Mitleidenschaft gezogen worden. Vielleicht hast du ja Glück und ich rutsche ab, Hans. Dann geht nur dein Ohr oder was anderes, unwichtiges drauf.“
      „Nein, nein, nein! JAAACK!“
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ
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      Noetik (Sonstige Fantasy - pausiert)
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    • Hey Rebirz :)

      Spoiler anzeigen


      na schön, du hast dich für die Bruce Willis Befreiungsnummer entschieden :D Soweit fand ich das okay, wobei es mich jetzt auch nicht sonderlich überrascht hat. Aber es war für mich gut und nachvollziehbar beschrieben-dass er den Stein findet und damit dieses Ablenkungsmanöver startet, woraufhin er den Überraschungseffekt auf seiner Seite hat etc. Was ich hingegen nicht wirklich kapiert habe ist, was seine eigentliche Idee war, als er sich zur Wand dreht und Hans von hinten auf sich zukommen lässt....was war denn sein Plan? Offensichtlich ist er ja schiefgelaufen, denn er bekommt blöderweise das Messer in den Arm gerammt. Bestand sein Plan wirklich darin, sich früh genug wegzudrehen, was letztlich daran gescheitert ist, dass er Hans nicht hat kommen hören, weshalb ihn dann die Glasschwerbe am Boden gerettet hat, weil er darin den Schatten hat kommen sehen...oder irgendwie so? Ich weiß nicht, ob ich das wirklich als Plan bezeichnen würde ... klingt eher nach "ich versuch`s mal, weil ich habe gerade auch keine bessere Idee.... :rofl:

      Ach so.. hier noch was:

      Rebirz schrieb:

      Am linken Wangenknochen setze ich an und ziehe die Klinge schön langsam knapp unter dem Auge vorbei. Ich glaube, Hans beißt mir gerade in die Hand, um sich zu befreien. Vergebens. Über die Nase hinweg geht es Richtung rechtes Auge. Der Nazi mit den sonst so dicken Eiern schreit wie ein Mädchen.
      Gut so! Ich sollte ihm die Dinger samt Schwanz abschneiden!
      „Hör auf! Hör bitte auf, Jack!“, wimmert er.
      „Hättest du aufgehört, wenn Emila dich unter Tränen angefleht hätte? Warum solltest du Gnade verdienen, wenn du selbst keine gewährst, huh?“
      „Sie ist doch nur eine scheiß Sonnenläuferin! Sie hat nicht ... ARGH!“
      Mit zwei ruckartigen Drehungen, einmal nach links und wieder zurück, entfalte ich eine noch größere Wirkung mit dem Messer in seiner Schulter. Ic
      Ich habe mich gefragt, wie er so schnell vom Auge zur Schulter kommt... gerade war er noch dabei, Hans` Gesicht zu massakrieren...und plötzlich ist er schon an der Schulter...vielleicht fehlt mir da jetzt das Vorstellungsvermögen :hmm: Keine Ahnung...

      Bin mal gespannt, ob Hans die Sache überleben wird...und wenn ja, in wie vielen Teilen :D ...


      LG,
      Rainbow
    • Ich mag die Bruce Willis Nummer. Die Nazis sind definitiv zu weit gegangen. Ich frage mich, ob die gar keine Angst haben erwischt zu werden. Die Sonnenläufer müssen Emila doch Orten können, oder so etwas.

      Spoiler anzeigen

      Rebirz schrieb:

      Wie in aller Welt ist das möglich? Diese Schilde halten die Noctijukoo - eine hochentwickelte Rasse wie die Sonneläufer selbst – auf Distanz, wie also kann eine kleine, unbedeutende Made wie Hans scheinbar problemlos hindurchgreifen?
      Das ist die große Frage. So ein paar unbedeutende Nazis kriegen doch nicht so ein Waffe in die Hand. Sehr seltsam. Bin gespannt was die Lösung des Rätsels ist.
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Hallo @Rebirz :) Ich klink mich hier auch mal wieder ein. Den letzten Teil hab ich noch nicht gelesen, will aber erst mal zu den zwei anderen noch was sagen:

      Spoiler anzeigen

      Kapitel 2.2
      Ich geb zu, das hab ich schon vor ein paar Tagen gelesen und war da etwas angetrunken, daher ist es vielleicht nicht so zuverlässiges Feedback, wenn ich dir sage, dass das alles für mich total Sinn gemacht hat :rofl:

      Rebirz schrieb:

      Der nächste, wo in naher Zukunft einen Witz über Eier macht, dem brech‘ ich die Beine!
      Passt mal wieder hervorragend in den Stil, gerade wenn Jack so umgangssprachlich denkt! :D

      Kapitel 3.1
      Spannend geschrieben, gefällt mir so im Gesamteindruck. Das einzige, was mich sehr gewundert hat (und Rolf offenbar auch), dass der Hund auf Jack hört, anstatt seinem Herrchen zu helfen. Vielleicht gibt's da ja noch eine Seite an Jack, die wir nicht kennen, aber ein Hund würde so nicht reagieren. Selbst unser Hund, der ansonsten als Wachhund eine Fehlbesetzung und ein Feigling vor dem Herren ist, knurrt Leute und Tiere an, wenn er sie für eine Bedrohung für sein "Rudel" hält. Letztens hat eine Nachbarin ihren jungen Hund (von der Größe eines Kalbs) mitgebracht und der hat nur etwas aufgekratzt mit den Kindern spielen wollen und hat schon Schelte geerntet. Selbst wenn der Hund Jack nicht anknurrt, würde er vielleicht eher mit eingezogenem Schwanz davonlaufen, als brav daneben zu sitzen, während sein Herrchen verprügelt wird. Auch Hunde, die Probleme mit Gehorsam haben, kennen ihr Herrchen und erkennen auf jeden Fall gefährliche Situationen.

      Ich les den letzten Teil dann später noch - bin jedenfalls gespannt :)
      Film-Projekt: Clíodhna - die Hexe von Gleann an Phéine
      Für alle, die sich dafür interessieren, wie wir Filme machen: Ein neuer Film entsteht (Blog)
      Geschichte: Die Schwarze Göttin
    • Sorry, leicht verspätet, aber immerhin noch vor dem nächsten Teil :P


      Ich finde die Action in dem Teil gelingt dir wesentlich besser. Schon klar, der Boxkampf sollte keine wirkliche Actionszene sein, aber da war er mir wirklich zu lasch abgehandelt. Hier setzt du die Ich-Erzähler-Perspektive wirklich optimal ein:

      Rebirz schrieb:

      Erstens: Die Finte mit dem Stein hat funktioniert. Zwei Typen strecken ihren Hälse zum Fenster hinaus und haben mich noch nicht bemerkt. Zweitens: Hans‘ Hose ist offen und Emilas Kleid zerrissen. Drittens: Der vierte im Bunde hat das Pech, als Erster in meiner Reichweite zu stehen.
      Das wirkt schön dynamisch und lässt die Gedanken abgehackter und schneller wirken. Fast ein bisschen wie bei den Sherlock Holmes Filmen mit Robert Downey Jr. :) (falls du die kennst). Gefällt mir jedenfalls ganz gut der Stil in der Szene und ich freu mich auf mehr dergleichen.
      Ab und zu waren ein paar unsaubere Formulierungen drin, à la "Sein Schrei erstickte in meinen Schlägen" (eher unter) oder "doch ich fange seine Hand problemlos ein" (eher ab) und ähnliches.

      Ansonsten bin ich mal gespannt, was er mit Hans macht. Ich weiß, ich hab den harten Charakter gepredigt, aber ich bin immer so schnell dabei, Mitgefühl auch mit den Bösewichten zu haben xD Insofern hoffe ich, er lässt ihn leben und verstümmelt ihn nicht allzu brutal. Aber wer weiß, vielleicht braucht der Charakter ja genau das?
    • Spoiler anzeigen

      Rainbow schrieb:

      Was ich hingegen nicht wirklich kapiert habe ist, was seine eigentliche Idee war, als er sich zur Wand dreht und Hans von hinten auf sich zukommen lässt....was war denn sein Plan? Offensichtlich ist er ja schiefgelaufen, denn er bekommt blöderweise das Messer in den Arm gerammt. Bestand sein Plan wirklich darin, sich früh genug wegzudrehen, was letztlich daran gescheitert ist, dass er Hans nicht hat kommen hören, weshalb ihn dann die Glasschwerbe am Boden gerettet hat, weil er darin den Schatten hat kommen sehen...oder irgendwie so? Ich weiß nicht, ob ich das wirklich als Plan bezeichnen würde ... klingt eher nach "ich versuch`s mal, weil ich habe gerade auch keine bessere Idee....
      Er dachte wirklich daran, die Splitter zu nutzen und zu lauschen. Und ja, es war wirklich so eine "ich hab grad keine bessere Idee" xD

      Sensenbach schrieb:

      Ich mag die Bruce Willis Nummer. Die Nazis sind definitiv zu weit gegangen. Ich frage mich, ob die gar keine Angst haben erwischt zu werden. Die Sonnenläufer müssen Emila doch Orten können, oder so etwas.

      Sensenbach schrieb:

      Das ist die große Frage. So ein paar unbedeutende Nazis kriegen doch nicht so ein Waffe in die Hand. Sehr seltsam. Bin gespannt was die Lösung des Rätsels ist.
      Das steckt wohl ein Geheimnis hinter den Nazis... Finden wir es heraus, warum sie so "mutig" sind :)

      Katharina schrieb:

      Spannend geschrieben, gefällt mir so im Gesamteindruck. Das einzige, was mich sehr gewundert hat (und Rolf offenbar auch), dass der Hund auf Jack hört, anstatt seinem Herrchen zu helfen. Vielleicht gibt's da ja noch eine Seite an Jack, die wir nicht kennen, aber ein Hund würde so nicht reagieren. Selbst unser Hund, der ansonsten als Wachhund eine Fehlbesetzung und ein Feigling vor dem Herren ist, knurrt Leute und Tiere an, wenn er sie für eine Bedrohung für sein "Rudel" hält. Letztens hat eine Nachbarin ihren jungen Hund (von der Größe eines Kalbs) mitgebracht und der hat nur etwas aufgekratzt mit den Kindern spielen wollen und hat schon Schelte geerntet. Selbst wenn der Hund Jack nicht anknurrt, würde er vielleicht eher mit eingezogenem Schwanz davonlaufen, als brav daneben zu sitzen, während sein Herrchen verprügelt wird. Auch Hunde, die Probleme mit Gehorsam haben, kennen ihr Herrchen und erkennen auf jeden Fall gefährliche Situationen.
      Mysteriöses Ereignis... Was da wohl dahintersteckt? :P *hüllt sich hämisch lachend in Schweigen* MUAHAHA! :P

      aval.b.bado schrieb:

      Ich finde die Action in dem Teil gelingt dir wesentlich besser. Schon klar, der Boxkampf sollte keine wirkliche Actionszene sein, aber da war er mir wirklich zu lasch abgehandelt. Hier setzt du die Ich-Erzähler-Perspektive wirklich optimal ein:
      Action aus der Ich-Perspektive schreibe ich reichlich. Das hier ist ja "nur" mein Nebenprojekt. Im Hauptprojekt sagen meine Leser schon, dass ich fast zu viel metzle xD

      aval.b.bado schrieb:

      Ansonsten bin ich mal gespannt, was er mit Hans macht. Ich weiß, ich hab den harten Charakter gepredigt, aber ich bin immer so schnell dabei, Mitgefühl auch mit den Bösewichten zu haben xD Insofern hoffe ich, er lässt ihn leben und verstümmelt ihn nicht allzu brutal. Aber wer weiß, vielleicht braucht der Charakter ja genau das?
      Jack ist ein harter Kerl auf eine spezielle Art und Weise, ob er aber auch töten kann? Hmmm... ;)



      Ich lasse diesmal einen etwas längeren Teil da, weil er zum Teilen irgendwie zu kurz ist. Daher gibts diesmal 8 Seiten zu lesen :)

      Kapitel 4

      Die Klinge ist außerordentlich scharf. Das muss man den Nazis lassen. Mit Messern kennen sie sich aus. Sie bohrt sich wie durch Butter tief in die Erde. Hans‘ Ohr habe ich dabei etwas angeritzt. Es stinkt. Nach Urin.
      „Merke dir dieses Gefühl, Hans. Präge es dir gut ein. Vielleicht pisst du dir dann in Zukunft als Schutzmechanismus jedes Mal wieder in die Hose, wenn du auch nur daran denkst, dich an einer Frau zu vergreifen.“
      Mit drei kräftigen Schlägen ins Gesicht knocke ich ihn aus. „Das nächste Mal reiß ich dir sicher die Eier ab, du dreckiges Schwein“, murre ich beim Aufstehen.
      Gerade, als ich mich abwenden will, sticht mir etwas ins Auge. Aus dem Ärmel von Hans‘ Lederjacke hängen ein paar Kabel heraus. Verwundert ziehe ich daran, doch sie sitzen fest. Es sind noch mehr. Fünf Stück zähle ich und sie führen zu seiner Brust und seinem Rücken, wo sie mit Pads angeklebt sind.
      „Was zum Teufel? Hast du jetzt auch schon mit der Verwandlung zu Robonazi angefangen, Hans oder was ist das für ein Mist?“
      Ich kenne mich mit Technik aus und stelle schnell fest, dass dies nichts mit irgendwelchen Implantaten zu tun hat. Aber was ist es dann? Als ich ihm den Ärmel nach oben schiebe, entdecke ich einen Katheter, der in seinen rechten Oberarm eingestochen wurde. In dem durchsichtigen Schlauch ist ein kleiner Rest gräuliche Flüssigkeit zu sehen. Er führt hinunter zu dem Lederhandschuh, den Hans trägt. Irgendwas ist hier mehr als faul, aber ich habe keine Zeit, mich jetzt damit zu beschäftigen. Unachtsam reiße ich die Kabel, sowie den Katheter ab und stecke den Handschuh ein. Damit setze ich mich später auseinander. Nun gibt es Wichtigeres.
      Das Blut von Hans wische ich mir an der Jeans ab und gehe zurück in die Hütte. Emila kauert in der Ecke neben dem gemauerten Kamin. Ihr Aegis-Schild ist wieder aktiv, doch sie hat die Arme eng um die Beine geschlungen und darin das Gesicht vergraben. Ich hätte schneller handeln sollen, dann hätte sie diese furchtbare Erfahrung nicht machen müssen. Nur weil ich gezögert habe, konnte Hans ... Das bei mir nicht einfach mal irgendwas glatt laufen kann?
      „Emila ...“ Sie zuckt zusammen und ich höre sie schluchzen. Als ich einen weiteren Schritt auf sie zugehe, presst sie sich noch fester in die Ecke und zittert am ganzen Leib. „Emila, ich bin’s. Jack. Es ist vorbei. Niemand wird dir mehr etwas antun. Ich passe auf dich auf, versprochen.“
      „Nein! Schau mich nicht an!“, kreischt sie und ich weiche zurück.
      Über ein altes Sofa wurde eine braune Decke geworfen, die ich mir hole, ausklopfe und mich erneut an Emila heranwage. „Hier, schau her. Niemand wird darunter etwas sehen, was du nicht willst.“
      Sie hebt langsam den Kopf. Ihr rechtes Auge ist geschwollen, die sonst leuchtenden Haare flimmern nur noch schwach und stehen wild umher. Tränen fließen unaufhörlich. Ich bin mir nicht sicher, ob sie mich überhaupt richtig erkennt. Ihr Blick ist gläsern.
      „Darf ich?“, frage ich mit sanfter Stimme.
      Das Wabenmuster der Barriere flackert, bekommt Risse und zerbricht letzten Endes. So zärtlich, wie es mir nur irgendwie möglich ist, lege ich die Decke um Emila. Sie zittert so sehr. Ich wünschte, ich könnte mehr für sie tun, dummerweise bin ich einfach nicht gut in sowas. Ein geborener Grobmotoriker wie er im Buche steht. Dennoch streiche ich ihr wie bei unserem ersten Treffen vorsichtig übers Haar. Halbkreisförmige Bewegungen. Die haben ja schon einmal funktioniert. Sofort prickelt es auf meiner Haut. Nicht so intensiv wie damals in der Werkstatt, aber ich spüre es. Und plötzlich klammert sich Emila an mich. Sie weint unaufhörlich und ich kann nichts weiter tun, als sie festhalten.
      „Ist schon gut“, flüstere ich. „Es ist vorbei. Ich bin da und es wird dir nichts mehr passieren. Das verspreche ich dir. Niemand wird dir mehr etwas antun.“
      Es ist schwer, solch beruhigende Worte zu finden und sie obendrein zärtlich auszusprechen, wenn in einem drin die Wut hochkocht. Ich bin selbst kein Heiliger, aber wie kann man jemanden wie Emila so eine Hölle durchleben lassen? Dafür braucht man noch nicht einmal Prinzipien. Man tut es einfach nicht. Das sagt einem der gesunde Menschenverstand.
      Ich sollte für die Tür gehen und Hans das scheiß Messer bis zum Anschlag in den Arsch rammen!
      Wie lange wir so dagesessen sind – ein Bündel aus Schmerz, Angst und Wut - kann ich nicht sagen, aber als einer der beiden Nazis, die ich mit dem Stein ausgeknockt habe ein schmerzhaftes Stöhnen von sich gibt, holt die Realität mich wieder ein. Es ist Zeit, dass wir von hier verschwinden. Emila soll nicht noch einmal in die Augen einer ihrer Peiniger sehen müssen. Davon mal abgesehen, dass ich sie umbringen würde, sollten sie sie auch nur schief anschauen.
      „Emila, wir müssen weg. Kannst du dich von hier aus teleportieren?“ Sie schüttelt den Kopf.
      Das habe ich schon befürchtet. „Du hast mal gesagt, dass du mir vertraust. Tust du das wirklich, Emila?“ Sie nickt. „Gut, bitte erschrick nicht. Ich werde dich tragen.“ Erneut ein Nicken und kaum stehe ich mit ihr in den Armen auf, krallt sie sich an meinem Oberteil fest.
      Sie ist so leicht. So klein. So unschuldig. Irgendwo in meinem Hinterkopf entstehen gerade die perfidesten Folterpläne für Hans und seine Truppe. Alles in mir lechzt danach, sofort zur Tat zu schreiten. Sie hätten es verdient, für das, was sie Emila angetan haben. Vielleicht sollte ich zusätzlich noch Rob zu Rate ziehen. Einfach nur zur Sicherheit. Das die Mistkerle mir nicht vorher wegsterben, bevor ich mit ihnen fertig bin. Er ist in sowas wesentlich geschickter und erfahrener. Klingt nach einer vernünftigen Idee.
      Als ich an Hans vorbeigehe, drücke ich Emila noch fester an mich. Sowohl um sie zu schützen, als auch mich selbst an etwas zu fesseln. Es gibt Wichtigeres als diesen Abschaum. Ich kann später zurückkommen. Selbst wenn er abhauen würde, habe ich beste Kontakte, um ihn wieder aufzuspüren. Er entkommt mir nicht. Aber zuerst muss Emila in Sicherheit gebracht werden.
      Mit ihr vor mir auf dem Motorrad sitzend tuckere ich so langsam wie noch nie in meinem Leben über die Straßen. Es weht ein starker Wind und die Bäume biegen sich unter ihm. Fast sieht es so aus, als würden sie sich vor Lachen krümmen.
      Kuckt mal, wie lahmarschig der Trottel fährt!
      Emilas matt leuchtendes Haar peitscht mir immer wieder ins Gesicht. Es kribbelt. Als würde man durch einen Schwarm von winzigen Fliegen fahren. Eine seltsame Art, ein so angenehmes Gefühl zu beschreiben, aber ich habe nicht wirklich viele Vergleichsmöglichkeiten. Ich muss mich mit den wenigen Erfahrungen meiner Kindheit zufriedengeben.
      Wenn ich davon ausgehe, dass wir von meinem Haus aus das letzte Mal viel zu weit gefahren sind und die Hütte sowieso schon weiter weg von dem Knotenpunkt steht, dann sollte die Entfernung jetzt genügen. Vorsichtig lenke ich in einen Feldweg ein. Jedes Schlagloch und jeder noch so winzige Kieselstein lässt mich die Geschwindigkeit weiter verringern, aus Angst, ich könnte mit Emila im Arm stürzen.
      Das ist doch bescheuert, Jack! Du bist ein guter Fahrer und könntest freihändig über solche Wege brettern.
      Kurz darauf sind wir so langsam unterwegs, dass ich stehenbleibe. Ansonsten wäre ich wirklich noch umgefallen. Erneut nehme ich Emila auf den Arm und steige ab. Der Motorradständer hält auf dem unebenen Boden nicht und mein wertvolles Erbstück kippt um.
      Aber scheiß drauf!
      Eigentlich wollte ich sie absetzen und gegen einen Baum lehnen, doch Emila hat sich so sehr an mich geklammert, dass ich mich von ihr nicht ohne größeren Kraftaufwand trennen könnte. Und das möchte ich wirklich nicht. Das wäre so, als würde man einem alten Mann seine Stütze entreißen. Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als mich mit ihr auf den Boden zu setzen. Jede Stelle meines Körpers, an der sie mich auch nur kurz berührt hat, kitzelt. Sie hat die Augen geschlossen. Dennoch laufen ihr schimmernde Tränen die Wangen hinunter. Vorsichtig wische ich sie weg.
      „Emila, du kannst jetzt nach Hause“, flüstere ich. Sie reagiert nicht, zittert nur unaufhörlich. Neue Tränen ersetzen die alten. „Hörst du mich, Emila? Ich gehe nicht weg, so lange du nicht sicher zu Hause bist. Komm schon, du hast es fast geschafft. Sei stark.“
      Halbkreisförmige Handbewegungen. Langsam habe ich ihr Haar wieder gebändigt. Es steht nicht mehr wie zuvor wild umher. Zaghaft lässt sie mein Shirt los und hantiert zitternd an ihrem Ring herum. Er flimmert nur ganz kurz grün auf. Sofort umschließt die Hand wieder ihren sicheren Anker – mein Top - und auf einmal verliert Emila das Bewusstsein. Ihre Kräfte haben sie endgültig verlassen. Hoffentlich nicht zu früh, denn ich habe keine Ahnung, wie ich die Sonnenläufer selbst kontaktieren könnte.
      Die Antwort erhalte ich prompt. Grünliche Funken fallen durch das schützende Blätterdach des Buchenwaldes. Eindeutig die Teleportationstechnik unserer Alien-Freunde. Mit einem hellen, aber irgendwie nicht blendenden Blitz steht plötzlich der wohl größte Sonnenläufer vor mir, den ich in meinem bisherigen Leben zu Gesicht bekommen habe. Gut, ich habe nicht sonderlich viele von ihnen gesehen, aber trotzdem. Ich bin nicht klein, doch er überragt mich locker um einen ganzen Kopf.
      Man kann das Alter eines Sonnenläufers seinem Äußeren nach kaum einschätzen, da ihre Haut bis ins hohe Alter frisch aussieht, dieser hier muss allerdings schon sehr alt sein. Ich leite das von seinem schwach leuchtenden Haar ab. Obwohl bereits gräuliche Ansätze zu erkennen sind, würde jeder menschliche Greis bei der dichten Pracht vor Neid erblassen. Bis hinunter zur Hüfte reicht es und fällt ihm auch vorne über die Schulter. Bei Emila bewegen sich nur feine Strähnchen von selbst, bei ihm sind es fast ganze Haarbündel. Ein eindeutiges Indiz dafür, dass er wesentlich älter, weiser und mächtiger ist. Er trägt weite Kleidung, die einer buddhistischen Mönchsrobe ähnelt. Sie fällt weit nach unten, ist teils rot, teils golden und der schwarze Gürtel mit kunstvollen Stickereien versehen.
      Mit seinen orangen Augen fixiert er mich. Sondiert die Umgebung. Nimmt die gesamte Situation in sich auf. Bei Emilas Anblick funkelt kurz etwas in seinen Augen. Schreck? Angst? Wut? Schwer zu sagen. Sonnenläufer sind nicht leicht einzuschätzen. Aber in einer Sache bin ich mir sicher. Er hat sofort verstanden, dass ich nicht verantwortlich bin. Zügig kommt er näher und geht vor mir in die Knie. Seine Bewegungen wirken für mich perfekt. Nicht überhastet. Überlegt und genau abgestimmt auf die Situation.
      „Was ist passiert?“ Seine Stimme ist tief und brummt ein wenig. Man hört die Lebensjahre, die er bereits hinter sich gelassen hat darin. Sie hat dieses markante etwas an sich, das nur sehr alte Leute besitzen.
      „Rechtsradikale haben sie erwischt.“ In kurzen Worten gebe ich alles wieder, was seit meinem Treffen mit Emila passiert ist.
      Der Mann lauscht, ohne mich einmal zu unterbrechen, während er gleichzeitig an seinem Armband hantiert. Es ist quasi sowas wie das Schweizer Taschenmesser der Sonnenläufer. Ein High-end-Multifunktionstool. Neben ihm flimmert für eine Sekunde die Luft und plötzlich schwebt dort eine Drohne. Sie ist rund und etwa so groß wie zwei Fäuste. Ein Illusionsschild, wie es auch die Knotenpunkte verdeckt, muss sie umgeben haben. Vier winzige Roboterärmchen klappen aus ihr heraus und machen sich sofort daran, Emilas Wunden zu verarzten. In Windeseile ist die Platzwunde geschlossen. Einfach unglaublich. Die Sonnenläufer haben uns so viele Probleme abgenommen. Emila stöhnt erleichtert, als der Schmerz sichtbar nachlässt.
      „Ich danke dir, Mensch. Du hättest das nicht tun müssen.“
      „Nein, aber es ist das Richtige gewesen“, erwidere ich.
      Ein Lächeln huscht über seine Lippen. „Es ist schön, zu hören, dass in den Galaxien noch so gedacht wird. Mein Name ist Albien und ich möchte mich von ganzen Herzen dafür bedanken, was du für Emila getan hast.“
      „Ich bin Jack“, stelle ich mich kurz und knapp vor. „Bring sie nach Hause Albien und bitte hab diesmal ein Auge auf sie. Wäre ich nur eine Minute später gekommen, hätte weiß Gott was passieren können.“
      Sein bisher ruhiger und ausgeglichener Blick verfinstert sich. Ich habe mich schon oft gefragt, was in den Sonnenläufern vorgeht. Wie verarbeiten sie Wut und Hass? Kennen sie diese Gefühle überhaupt? Wenn man nicht gewalttätig werden kann, was passiert dann mit den Emotionen, die normalerweise mit einer solchen Handlung verknüpft sind? Ihre Art ist noch immer ein großes Rätsel für uns.
      „Viel mehr mache ich mir darüber Sorgen, wie so etwas überhaupt passieren konnte. Emila sollte geschützt sein. Wie wir alle.“
      „Deine Sorge ist gerechtfertigt, Albien. Ich habe etwas gefunden, das möglicherweise damit zusammenhängt. Aber das muss warten. Bring zuerst Emila nach Hause. Sie muss sich erholen. Wenn das getan ist, findest du mich hier in Sektor B-H. Ich habe eine Werkstatt nahe der Grenze zu B-G. Dann reden wir über alles. Aber bitte ... achte darauf, dass du nicht gesehen wirst.“
      Albien nickt und sein Blick erweicht. Vorsichtig nimmt er Emila aus meinen Armen, doch sie lässt nicht von mir ab. Sie wird wieder unruhiger und ihre Knöchel treten weiß hervor, so fest krallt sie sich in mein Shirt. Albien ist jedoch äußerst geschickt und bringt sie durch einige zärtliche Berührungen dazu loszulassen. Seine Drohne gibt irgendwelche blubbernden Geräusche von sich und behandelt weiterhin unbeirrt die Verletzungen.
      „Emila scheint dir zu vertrauen, Jack. Ich werde es ihr gleich tun. Bis wir uns wiedersehen, kann ich dir nur meinen Dank hier lassen, aber ich verspreche, dass ich dich für deine Tat entlohnen werde. Das schwöre ich bei meinem wahren Namen.“
      Albiens Drohne blubbert und kreist zweimal um ihn herum. Dann beginnt er sich mit Emila im Arm in Funken aufzulösen. Kurz darauf sind sie beide verschwunden. Erleichtert lasse ich den Kopf nach hinten gegen den Baumstamm fallen. Meine Sicht ist etwas verschwommen. Richtig, ich wurde ja verletzt. Mein rechter Oberarm ist übel mitgenommen. Überall ist Blut.
      Scheiße, ich hätte viel früher den Arm abbinden müssen!
      Ich funktioniere mein Tank Top in einen provisorischen Verband um und rapple mich wieder auf. Jeder andere wäre wohl schon längst vor Schmerzen umgekippt. So tief wie Hans das Messer in mein Fleisch getrieben hatte, wurde der Knochen sicherlich in Mitleidenschaft gezogen.
      Mehrmals reibe ich mir auf der Rückfahrt die Augen und versuchen den Schleier, der sich über mein Augenlicht gelegt hat herauszublinzeln. Vergebens. Mein Kopf beginnt zu pulsieren, als die Stichwunde langsam die alt bekannte Migräne heraufbeschwört. Das Tor meiner Garagenhütte sehe ich doppelt, als ich zuhause ankomme. Das letzte, was ich höre, ist ein lautes Scheppern, dann wird es mir schwarz vor Augen.
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ
      Der Gott, der nicht sein sollte (Urban Fantasy)
      Noetik (Sonstige Fantasy - pausiert)
      Sonnengeboren (Sci-Fi-Fantasy)
      M.A.G.I.C. (Sonstige Fantasy - pausiert)


      MEINE TO-DO-LISTE

      To do... To do... To do, to do, to do, to do, to doooo, dododododo
    • Hey Rebirz :)

      hier meine Anmerkungen:

      Spoiler anzeigen


      Rebirz schrieb:

      So zärtlich, wie es mir nur irgendwie möglich ist, lege ich die Decke um Emila.....
      Es ist schwer, solch beruhigende Worte zu finden und sie obendrein zärtlich auszusprechen,....
      Albien ist jedoch äußerst geschickt und bringt sie durch einige zärtliche Berührungen dazu loszulassen.
      Vielleicht könnte man hier und da ein anderes Wort wählen..."zärtlich" hat für mich persönlich immer eine ganz spezielle Bedeutung und ich finde, das Wort sollte recht sparsam verwendet werden. Ist aber vielleicht auch nur so ne Macke von mir ^^ Manchmal ist ein "vorsichtig", "behutsam", "sanft", "gefühlvoll","ruhig" .... besser geeignet. (kannst ja mal schauen)


      Rebirz schrieb:

      Mit ihr vor mir auf dem Motorrad sitzend tuckere ich so langsam wie noch nie in meinem Leben über die Straßen.
      Keine Ahnung, wie ich mir das konkret vorstellen kann...er fährt Motorrad, während er sie im Arm hält??? :hmm: Geht das überhaupt? Moment, ich frag` mal meinen Mann (begeisterter Motorrad-Fahrer mit einer alten verstaubten Harley in der Garage ) ... Er sagt: Das geht nicht! Keine Ahnung, vielleicht hat Jack ja ein umgebautes Motorrad, aber mit einem handelsüblichen sollte es nicht funktionieren. :pardon: Klär mich mal auf, wie du dir das vorgestellt hast....das Bild wirkt für mich sonst irgendwie irreal :) ...

      Ansonsten fand ich den Part nicht zu lang- eher im Gegenteil. Ich hätte noch ewig weiterlesen können :D Bin mal gespannt, was Hans da für eine komische Kabelkonstruktion an sich hatte.... und wie es mit Emila und Jack nun weitergeht. Offensichtlich hat es ihn schlimmer erwischt, als erwartet...Schreib schnell weiter :gamer:



      LG,
      Rainbow
    • Kapitel 3.2

      Rebirz schrieb:

      „Was ist los, Glühwürmchen? Wo ist dein tolles Schild?“, höre ich Hans spotten.
      Entweder dir ist der Fehler (der/das Schild) unterlaufen oder hier kommt einfach durch wie dämlich Hans ist. Wenn es letzteres sein soll, würde ich ihm vielleicht insgesamt noch mehr sprachliche Fehler unterschieben, um das zu verdeutlichen :hmm:

      Rebirz schrieb:

      Er schlägt nach mir, doch ich fange seine Hand problemlos ein.
      Ich hätte jetzt eher "abfangen" statt "einfangen" genommen.

      Rebirz schrieb:

      Am linken Wangenknochen setze ich an und ziehe die Klinge schön langsam knapp unter dem Auge vorbei. Ich glaube, Hans beißt mir gerade in die Hand, um sich zu befreien. Vergebens. Über die Nase hinweg geht es Richtung rechtes Auge. Der Nazi mit den sonst so dicken Eiern schreit wie ein Mädchen.
      Da hab ich kurz gestutzt, weil Hans doch gerade noch in Jacks Hand gebissen hat (zumindest glaubt er das). Klingt aber irgendwie so - und wäre nachvollziehbar - wenn er die ganze Zeit über kreischen würde. Vielleicht "fängt an zu schreien", um das Missverständnis aufzuklären?

      Rebirz schrieb:

      „Hättest du aufgehört, wenn Emila dich unter Tränen angefleht hätte? Warum solltest du Gnade verdienen, wenn du selbst keine gewährst, huh?“
      Klingt mir irgendwie wieder zu hochgestochen für die Situation mit dem "Gnade gewähren"... ich weiß, Jack ist gebildeter als man annimmt, aber wer es gewohnt ist, auch in ungebildeteren und zwielichtigen Kreisen zu verkehren und erst Recht in einer solchen Situation, der kann schon problemlos auf Straßenjargon umschalten und "gewähren" gehört da irgendwie nicht rein.

      Ansonsten hat mir das von der Action her ganz gut gefallen, da konnte ich gut mitgehen und das Tempo hat gepasst :)


      Kapitel 4

      Das hat mir total gut gefallen! Du fängt wunderbar die Wut ein, die in Jack tobt, der Drang, den Kerlen wehzutun, der immer größer wird, je mehr er sich die Situation vergegenwärtigt. Konnte ich jedenfalls super nachvollziehen, denn das ist ungefähr das, was in mir vorgeht, wenn ich nur daran denke, dass sich jemand z.B. an einem Kind vergreift - ich bin ja sonst sehr diplomatisch und gegen Gewalt, aber ich weiß, dass es Situationen gibt, in denen ich morden könnte und wollte! Auch Emilas Reaktion auf das Vorgefallene, wie sie erst langsam das Vertrauer wiederfinden und sich sammeln muss, das ganze aber letztlich zu viel für sie ist. Einfach super dargestellt, dafür ein großes :thumbsup:

      Ich warte dann gespannt auf mehr!
      Film-Projekt: Clíodhna - die Hexe von Gleann an Phéine
      Für alle, die sich dafür interessieren, wie wir Filme machen: Ein neuer Film entsteht (Blog)
      Geschichte: Die Schwarze Göttin
    • Lieber @Rebirz
      Ich hatte mich schon auf den nächsten Abschnitt gefreut und bin nicht enttäuscht worden. ^^
      Jacks fürsorgliche Art gefällt mir. Was Emilia wohl bei ihm wollte?
      Ein Gedanke: Wenn die Sonnenläufer nicht wieder lernen ein wenig gewalttätig zu sein, sieht es für die Aliens nicht gut aus. Da können die Menschen (Jack?) möglicherweise helfen.

      Spoiler anzeigen

      Rebirz schrieb:

      Unachtsam reiße ich die Kabel, sowie den Katheter ab und stecke den Handschuh ein. Damit setze ich mich später auseinander. Nun gibt es Wichtigeres.

      Rebirz schrieb:

      Deine Sorge ist gerechtfertigt, Albien. Ich habe etwas gefunden, das möglicherweise damit zusammenhängt. Aber das muss warten. Bring zuerst Emila nach Hause. Sie muss sich erholen. Wenn das getan ist, findest du mich hier in Sektor B-H. Ich habe eine Werkstatt nahe der Grenze zu B-G. Dann reden wir über alles. Aber bitte ... achte darauf, dass du nicht gesehen wirst.“
      Dann hat er Albien nichts von der Technologie bei den Nazis erzählt. Jack mag es ein paar Karten bedeckt zu halten!

      Rebirz schrieb:

      Richtig, ich wurde ja verletzt. Mein rechter Oberarm ist übel mitgenommen. Überall ist Blut.
      Scheiße, ich hätte viel früher den Arm abbinden müssen!
      Das ist für mich ein kritischer Punkt. Jack spürt keinen Schmerz und stürzt sich in jeden Kampf. Dabei müßte er eigentlich doppelt vorsichtig sein. Denn Schmerz ist ja eine Schutzfunktion des Körpers, die Gefahr signalisiert.
      Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.

      Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz
    • Spoiler anzeigen

      Rainbow schrieb:

      eine Ahnung, wie ich mir das konkret vorstellen kann...er fährt Motorrad, während er sie im Arm hält??? Geht das überhaupt? Moment, ich frag` mal meinen Mann (begeisterter Motorrad-Fahrer mit einer alten verstaubten Harley in der Garage ) ... Er sagt: Das geht nicht! Keine Ahnung, vielleicht hat Jack ja ein umgebautes Motorrad, aber mit einem handelsüblichen sollte es nicht funktionieren. Klär mich mal auf, wie du dir das vorgestellt hast....das Bild wirkt für mich sonst irgendwie irreal
      Also eigentlich dachte ich, dass er sie vor sich sitzen hat (sie ist ja klein) mit einem Arm stützt und mit dem anderen lenkt und Gas gibt. Er tuckert ja nur dahin von daher sage ich mal, er ist einfach ein verdammt guter Fahrer :P

      Rainbow schrieb:

      Ansonsten fand ich den Part nicht zu lang- eher im Gegenteil. Ich hätte noch ewig weiterlesen können Bin mal gespannt, was Hans da für eine komische Kabelkonstruktion an sich hatte.... und wie es mit Emila und Jack nun weitergeht. Offensichtlich hat es ihn schlimmer erwischt, als erwartet...Schreib schnell weiter
      Ich würde ja so gerne wieder mal richtig schreiben, aber die meiste Zeit muss ich mich dazu zwingen und das macht keinen Spaß ;( ;(

      Katharina schrieb:

      Entweder dir ist der Fehler (der/das Schild) unterlaufen oder hier kommt einfach durch wie dämlich Hans ist. Wenn es letzteres sein soll, würde ich ihm vielleicht insgesamt noch mehr sprachliche Fehler unterschieben, um das zu verdeutlichen
      Einfach nur n Tippfehler :sack: Danke für den Hinweis :D

      Katharina schrieb:

      Klingt mir irgendwie wieder zu hochgestochen für die Situation mit dem "Gnade gewähren"... ich weiß, Jack ist gebildeter als man annimmt, aber wer es gewohnt ist, auch in ungebildeteren und zwielichtigen Kreisen zu verkehren und erst Recht in einer solchen Situation, der kann schon problemlos auf Straßenjargon umschalten und "gewähren" gehört da irgendwie nicht rein.
      Mir ist da was eingefallen, muss nachher mal schauen, wie es dann im Kontext wirkt. Danke für den Gedankenanstoß :)

      Katharina schrieb:

      Das hat mir total gut gefallen! Du fängt wunderbar die Wut ein, die in Jack tobt, der Drang, den Kerlen wehzutun, der immer größer wird, je mehr er sich die Situation vergegenwärtigt. Konnte ich jedenfalls super nachvollziehen, denn das ist ungefähr das, was in mir vorgeht, wenn ich nur daran denke, dass sich jemand z.B. an einem Kind vergreift - ich bin ja sonst sehr diplomatisch und gegen Gewalt, aber ich weiß, dass es Situationen gibt, in denen ich morden könnte und wollte! Auch Emilas Reaktion auf das Vorgefallene, wie sie erst langsam das Vertrauer wiederfinden und sich sammeln muss, das ganze aber letztlich zu viel für sie ist. Einfach super dargestellt, dafür ein großes
      Dankeschööön :)

      Sensenbach schrieb:

      Ein Gedanke: Wenn die Sonnenläufer nicht wieder lernen ein wenig gewalttätig zu sein, sieht es für die Aliens nicht gut aus. Da können die Menschen (Jack?) möglicherweise helfen.
      :hmm: Gute Frage... :P

      Sensenbach schrieb:

      Das ist für mich ein kritischer Punkt. Jack spürt keinen Schmerz und stürzt sich in jeden Kampf. Dabei müßte er eigentlich doppelt vorsichtig sein. Denn Schmerz ist ja eine Schutzfunktion des Körpers, die Gefahr signalisiert.
      Jacks Zustand ist etwas komplizierter. Es ist nicht einfach nur fehlende Schmerzempfindungen. Aber dazu später mehr :)

      Danke auch dir für den Kommi. Freut mich, dass ich euch noch begeistern kann :)



      Sorry übrigens, wenn ich euch gelegentlich mit kürzeren Teilen füttere, aber ich komme nicht dazu was neues zu schreiben und ich will das Thema hier nicht unnötig lange einschlafen lassen, bis ich dann wieder mal unter die Schreiber gehen :P


      Kapitel 5 - Part 1

      Es gurgelt und blubbert. Nur schwer lassen sich meine Augenlider in die Höhe klappen. Mir brummt der Schädel. So schlimm war es schon lange nicht mehr. Mit einem Stöhnen reibe ich mir zunächst die Müdigkeit aus den Augen und anschließend die Schläfen. Sofort folgt ein Gurgeln, das stark nach einer Beschwerde klingt.
      Ja, ich habe gerade in ein Gurgel-Geräusch eine Emotion hineininterpretiert. Seltsame Menschen, tun schräge Dinge.
      Um mich herum kreist Albiens Drohne, die mit ihren kleinen mechanischen Ärmchen versucht wieder an meinen verletzten Arm heranzukommen.
      „Du bist wach. Das ist gut.“
      Der großgewachsene Sonnenläufer sitzt auf einem Holzstuhl neben meinem Bett. Erst jetzt wird mir klar, dass ich mich in meinem Schlafzimmer befinde. „Was ist passiert?“, stöhne ich und lege meinen Arm zurück auf die Matratze. Die Drohne blubbert zufrieden und führt ihre Arbeiter fort. Ich frage mich, ob eine solche Behandlung normalerweise schmerzhaft ist. Ich spüre wie immer nichts davon.
      „Zu hoher Blutverlust. Du hast deswegen das Bewusstsein verloren“, erwidert er. „Tatsächlich grenzt es an ein Wunder, dass du überhaupt so weit gekommen bist. Die Wunde sah sehr schlimm aus, als ich hier angekommen bin. Tut mir Leid, dass ich es nicht bereits im Wald bemerkt habe. Ich hätte dir natürlich sofort geholfen.“
      „Ist schon in Ordnung. Es gab Wichtigeres zu tun. Wie lange war ich weg?“
      „Seit unserem Treffen sind etwa acht Stunden vergangen. Du bist ein widerstandsfähiges Exemplar von Mensch. Außerordentlich sogar.“
      Du hast absolut keine Ahnung, wie ganz besonders kaputt ich bin, Sonnenläufer.
      „Wie geht es Emila?“
      „Sie ruht sich aus. Mach dir keine Sorgen, es wird sich gut um sie gekümmert.“
      „Gut, gut.“ Aus meiner hinteren Hosentasche ziehe ich den Handschuh heraus, welchen ich an Hans gefunden habe und halte ihn Albien hin. „Den habe ich dem Kerl abgenommen, der Emila ... der ihr das angetan hat. Er war mit Kabeln und einem Katheter mit ihm verbunden. Ich habe doch ein wenig Ahnung von Technik, aber sowas habe ich noch nie gesehen.“
      Albien mustert den Lederfetzen, stülpt das Innere nach außen. Zum Vorschein kommt eine konfuse Verkabelung. Die Drohne gurgelt erneut und durchleuchtet den Handschuh mit einem roten Scanner. Das Ergebnis ist ein geistesabwesender Blick von Albien. Er murmelt unverständliche Worte in der Sonnenläufersprache vor sich hin, die ich nicht verstehe, da ich ihr Sprachpaket nicht installiert habe. Eigentlich kann heutzutage jeder Mensch durch ein Update seines Kommunikationsimplantats einfach jede Sprache lernen, aber ich habe es nie für nötig erachtet. Früher ging’s schließlich auch ohne. Und umso weniger Technik in meinem Körper steckt, umso wohler fühle ich mich.
      „Merkwürdig. Die gesamte Elektronik ist völlig durchgebrannt. So ist nicht festzustellen, welche Funktion der Handschuh einst hatte. Du sagtest, dass Emilas Aegis-Schild zerstört wurde. Was lässt dich glauben, dass es hiermit zusammenhängt?“
      „Nicht zerstört, Albien. Ignoriert. Sie war bereits übel zugerichtet, als ich angekommen bin und trotzdem aktivierte sich das Schild noch. Die Faust glitt einfach hindurch, als wäre es nicht existent. Es kann kein Zufall sein, dass Hans so etwas an sich trug.“
      „Verstehe.“ Die Drohne blubbert. „Die Monde sollen mir auf den Kopf fallen, was ist das?“, rutscht es Albien heraus. Sein mechanischer Helfer projiziert einen Bildschirm in die Luft, der für mich völlig wirre Diagramme und Tabellen zeigt. „Jack, dieser Mann war noch am Leben, als du ihn zuletzt gesehen hast, ja?“
      Meiner Kehle entweicht ein Knurren. „Leider ja. Ich hätte das jedoch nur allzu gerne geändert.
      „Bring mich bitte zu ihm.“
      „Bitte was?“ Der Sonnenläufer macht keine Witze. Das verrät mir seine entschlossene Mimik. Trotzdem kann ich nicht glauben, was er da von mir verlangt. Ich hab ja schon ein paar verrückte Dinger abgezogen, aber einen Sonnenläufer zu einem Obernazi zu schleifen, der vermutlich gerade seine Wunden leckt, erscheint mir eher dumm, als durchgeknallt.
      „Ich muss diesen Mann sehen, um mehr in Erfahrung bringen zu können. Deinen Ausführungen zu Folge sollte sich im Moment die beste Gelegenheit dafür bieten. Er ist geschwächt und dürfte keine Gefahr darstellen. Warten wir zu lange, könnten unnütze Komplikationen entstehen.“
      „Du meinst, ich müsste ihm noch einmal den Schädel einschlagen, damit er für uns singt.“
      „Ihr Menschen teilt euren Feinden eure Geheimnisse mit, indem ihr singt? Da ist mir neu. Wie konnte mir das in meinen Recherchen über eure Art nur entgehen?“ Albiens Haar kräuselt sich. Seine Drohne blubbert verdattert.
      „Nein, wir ... ich meine ... ist nur so Spruch. Vergiss es.“ Ich wuchte mich aus dem Bett und teste die Funktionen meines Arms. Einfach perfekt. Die Stichwunde ist vollkommen verheilt. „Also gut, ich führe dich zu der Hütte. Vermutlich ist Hans noch dort. Er sah nicht so aus, als würde er bald auf Reisen gehen.“
      Erneut projiziert die kleine Drohne ein Bild in den Raum. Diesmal ist es eine Karte von Sektor B-H. Mir ist klar, was Albien von mir will und deute auf den Punkt im Wald, wo sich das Klubhaus befindet.
      „Normalerweise wäre das eine Überraschung, die in Kürze bekannt gegeben werden soll, aber für dich mache ich eine Ausnahme.“
      Albien erhebt sich. Er ist so groß, dass er fast gegen die tief hängende Lampe stößt. Geräuschlos baut sich das Wabenmuster seines Schildes auf, hüllt ihn und mich in sein grünes Licht. Mein Blick verschwimmt. Ein erneuter Schwächeanfall? Dann ein Ruck. Ein Ziehen. Ein undefinierbares Gefühl. Eine Mischung aus besoffen Achterbahn fahren, gutem Sex und Emilas Berührung. Als wäre ich gerade fast ertrunken, schnappe ich einmal kräftig nach Luft und merke sofort, dass etwas anders ist. Der muffige Geruch meiner Wohnung ist verschwunden. Kies knirscht unter den Schuhsohlen. Blätterrascheln über mir. Das ist die Zufahrt zur Waldhütte.
      „Wie ... aber ...“ Ich wirble herum und starre Albien völlig baff an. „Wir sind teleportiert“, stammle ich. „Ich bin teleportiert!“
      „Herzlichen Glückwunsch, Jack“, schmunzelt er. „Du bist der erste Mensch, der dieses Erlebnis gemacht hat. Wie hat es sich angefühlt?“
      Als hätte Emila etwas tief in mir drin berührt. Und zwar mehr als intensiv.
      Mein ganzes Leben habe ich nicht so viel gefühlt wie heute. Eigentlich habe ich gelernt mit meinem Zustand zu leben, aber an so etwas könnte ich mich durchaus gewöhnen.
      „Unglaublich. Wie hast du das gemacht, Albien? Ich dachte, Menschen können nicht mit eurer Technologie teleportiert werden?“
      „Fortschritt, mein Freund. Die Zusammenarbeit mit deiner Art funktioniert ausgesprochen gut und ihr habt unheimlich schlaue Köpfe unter euch. In wenigen Monaten soll die Technik veröffentlicht werden. Reisen wird noch angenehmer für euch werden.“
      „Einfach unglaublich.“ Das Hochgefühl in mir klingt wieder ab und die altbekannte Ruhe kehrt zurück. „Die Hütte ist da oben.“ Albien folgt mir den Trampelpfad hinauf. „Nur für den Fall der Fälle, solltest du dich zurückhalten und stets deine Barriere aktiv halten. Nichts für ungut, aber du wärst vermutlich etwas schwer durch den Wald zu schleppen. Diese Typen sind unberechenbar und können weiß Gott wie reagieren, wenn sie heute noch einen Sonnenläufer zu Gesicht bekommen.“
      „Ich weiß deine Sorge zu schätzen, Jack, ich glaube jedoch nicht, dass ...“ Mit einer harschen Handbewegung stoppe ich ihn. „Was ist?“, flüstert er.
      „Sch! Hier stimmt was nicht.“
      Als Antwort gurgelt zunächst seine Drohne. „Es wurde kein Lebenszeichen ausfindig gemacht. Hier ist niemand, Jack“, übersetzt Albien Drohnisch für mich.
      „Noch schlimmer“, erwidere ich. „Da oben liegt nämlich jemand, der eigentlich sehr lebendig sein sollte.“
      GESCHRIEBENES VON REBIRZ
      Der Gott, der nicht sein sollte (Urban Fantasy)
      Noetik (Sonstige Fantasy - pausiert)
      Sonnengeboren (Sci-Fi-Fantasy)
      M.A.G.I.C. (Sonstige Fantasy - pausiert)


      MEINE TO-DO-LISTE

      To do... To do... To do, to do, to do, to do, to doooo, dododododo
    • Hey @Rebirz!

      Spoiler anzeigen
      Es ist durchgehend sehr spannend, hält den Leser (in meinem Fall) also an der Leine und das ist ziemlich gut ;)
      Der Lesefluss ist dank des Stils auch angenehm flüssig, nur hin und wieder gibt es Holprigkeiten wegen Grammatik, aber recht wenig. Das Setting gefällt mir gut, die Geschichte verspricht weiterhin Spannung, von daher gibt es am Inhalt und Stil eigentlich nichts auszusetzen. Das einzige, was mich minimal, dafür oft stört, ist der etwas klischeehafte "Beschützerinstink" von Jack gegenüber Emila. Lese/Höre schon zu oft von einem groberen Mann, der eine zärtliche, kleine Dame beschützen will. Aber es wird dennoch recht neuartig in die Story verpackt und ist somit noch passend :)

      Kommen wir zum unangenehmen Teil: Grammatik :cursing: :P

      Rebirz schrieb:

      Seltsame Menschen, tun schräge Dinge
      Ohne Komma ^^

      Rebirz schrieb:

      Um mich herum kreist Albiens Drohne, die mit ihren kleinen mechanischen Ärmchen versucht wieder an meinen verletzten Arm heranzukommen.
      "... versucht, ..."

      Rebirz schrieb:

      „Du bist wach. Das ist gut.“
      Der großgewachsene Sonnenläufer sitzt auf einem Holzstuhl neben meinem Bett. Erst jetzt wird mir klar, dass ich mich in meinem Schlafzimmer befinde. „Was ist passiert?“, stöhne ich und lege meinen Arm zurück auf die Matratze.
      Ich persönlich würde der Übersichtlichkeit / Klarheit halber den Satz über den Sonnenläufer hinter dessen wörtliche Rede packen und in einem neuen Absatz Jacks wörtliche Rede beginnen :) Ist aber auch Ansichtssache

      Rebirz schrieb:

      Aus meiner hinteren Hosentasche ziehe ich den Handschuh heraus, welchen ich an Hans gefunden habe und halte ihn Albien hin.
      Der Relativsatz muss auch am Ende von einem Komma begleitet werden: "..., welchen ich an Hans gefunden habe, und halte ihn Albien hin."

      Rebirz schrieb:

      „Die Monde sollen mir auf den Kopf fallen, was ist das?“, rutscht es Albien heraus.
      Sehr authentische Stelle und sehr passend, musste sehr schmunzeln :phatgrin:

      Rebirz schrieb:

      „Nein, wir ... ich meine ... ist nur so Spruch.
      Hier fehlt ein "ein" oder?^^

      Rebirz schrieb:

      Mir ist klar, was Albien von mir will und deute auf den Punkt im Wald, wo sich das Klubhaus befindet.
      "Mir ist klar, was Albien von mir will, und ich deute auf den Punkt im Wald, ..." Wobei ich statt "und ich" eher "also deute ich" schreiben würde :)

      Rebirz schrieb:

      Es ist Emilia.
      Die Gute heißt aber Emila, oder? ^^

      Das war's auch schon an Fehlerchen :hmm:
      Wie gesagt, sehr spannend und nach etwas Zeit zum Einlesen kann ich jetzt auch dranblieben. Bin gespannt :)

      LG
      Cely
      Fantasy is like endless freedom! Open your mind and create epics!

      ~Meine Geschichte: Aydron (Band I)~
    • Hab mich auch mal auf den aktuellen Stand gebracht :)

      Hab soweit nix auszusetzen. :thumbsup: Das wars auch schon!
      Ne, Spaß.

      Spoiler anzeigen


      Gefällt mir ganz gut, dass er Hans am Leben lässt und auch nicht foltert. Vielleicht hätte er ein wenig härter mit ihm umspringen können, als ihm nur das Ohr anzuritzen, aber gut. Die Gewalt- und Rachefantasien anschließend auf dem Motorrad sind dann aber wieder irgendwie störend... ich weiß auch nicht, ich hatte das ja schon ausgeführt und bisher ergibt sich mir von Jack noch kein klares Bild.
      Superhart und mitleidlos, wenns passt, und dann auf der anderen Seite wieder moral- und storykonform.

      Ich find es in diesem Kontext auch nicht so richtig passend, dass er Albion so bereitwillig hilft (also sofort und ohne jeden Einwand) - ich mein, weshalb? An seinem astreinen Charakter kanns ja scheinbar nicht liegen, was davon versprechen kann er sich eigentlich auch nicht, außer noch mehr ungewollten Ärger.

      Naja, wie auch immer... Schreibstil und Spannung funktionieren find ich sehr gut, aber mit Jack als Hauptcharakter habe ich noch so meine Probleme. Ich weiß auch nicht, warum der tut, was er tut. Was seine Motivationen sind, wie er da hingekommen ist, seinen Platz in der Welt.

      Die Darstellung der Sonnenläufer find ich soweit ganz cool ;) Aber ich wär ja sauer, wenn jemand mich ungefragt teleportieren würde, meinem Verständnis nach, könnte es sein, dass er mich dann gerade umgebracht hat.