Erbin der Mächtigen

  • Hallo liebe @Sora


  • Hallo ihr Lieben,
    da der letzte Abschnitt des 7ten Kapitel bereits fertig ist und ich ihn am Wochenende nicht posten kann, sehe ich keinen Grund noch länger zu warten. Deswegen gibt es hier nun den letzte Teil des Kapitels


    @97dragonfly


    Kapitel 7.3


    Kalia wurde endgültig bewusst, dass für sie die Zeit des Abschieds immer näher rückte. Zum ersten Mal, seit der vergangenen halbe Stunde, sah sie sich um und betrachtete die Umgebung genauer. Sie standen alle auf einer Lichtung, die sich in einem düsteren Wald befand, wo selbst die Blätter der Bäume eine sehr dunkle Farbe angenommen hatten. Alles an diesem Stück Land ließ sie erschauern und erinnerte einen an die Dunkelheit und den Gefahren der Nacht. Die Erde und das Gras der Lichtung waren verdorben und wiesen überall dunkle, sogar verkohlte Stellen auf. Kalia konnte sich nicht erinnern schon jemals an so einem Ort gewesen zu sein, wo weder die Sonne hinkam noch irgendeine Pflanze richtig zu blühen schien. Während sich Silas in der Mitte der Lichtung befand, hielten sich die vier Kapuzengestalten am Waldrand auf und die Wachen, einschließlich Nohlan hatten sich um die Versammelten aufgestellt, sodass es für die junge Frau kein Entkommen gab. Jeder mögliche Fluchtweg wurde vom Hauptmann und seinen Männern verstellt. Aber auch wenn es einen Weg geben würde, einen Baum oder eine Hecke wo sie hinter verschwinden konnte, hätte sie nicht gewusst in welche Richtung sie laufen sollte. Sie hatte niemanden hier in Imea, die ihr Schutz bieten konnte oder sie zumindest nicht gleich verraten würde. Es gab kein Entkommen.
    Während Kalia verzweifelt versuchte, doch noch einen Ausweg zu finden, merkte sie wie sich der Körper ihrer Mutter beim Anblick des Fürsten versteifte.
    „Ich bin bestürzt darüber, dass es nun soweit kommen muss, eine Verbannung zu vollziehen“, ließ Silas mit gespielter Traurigkeit verlauten. „Aber was soll man bei einem halben Menschen schon erwarten? Selbst die Elemente lassen sich nun mal nicht täuschen. Sie sehen einen Versager und wissen, mit wem sie keine Vereinigung eingehen dürfen.“ Ein kurzes Lächeln flackerte um Silas Mund auf, das Kalia für den Bruchteil einer Sekunde bemerkt hatte, als sie ihre Aufmerksamkeit auf ihren Fürsten richtete. Die Liebe, die sie vor kurzem noch für ihren Fürsten empfunden hatte, verschwand mit jedem gesagten Wort, das aus seinem Mund kam. Früher hat sie ihn für Einfühlsam gehalten und hatte gedacht das Silas auch zweite Chance vergeben würde. Aber das war nur eine alberne Träumerei, die von einer Gehirnwäsche herrühren musste.
    „Es gibt nichts mehr zu sagen. Du hast versagt und nun musst du dafür bestraft werden. Die Zeit ist gekommen, zu beginnen.“ Silas richtete seinen Blick auf die vier Kapuzengestalten, während er sich selbst an den Rand des Waldes zurückzog.
    Kalia konnte beobachten, wie die Umhänge von den Schultern der vier Nadár glitten, nachdem diese ihre Kapuzen abgestreift hatten. Mit vor Schreck geweiteten Augen zog sie scharf die Luft ein, als sie in das Antlitz der Personen blickte. Ihr wurde schlagartig klar, wen sie hier vor sich hatte. Bisher kannte sie die Portalwächter nur aus Geschichten und Büchern, aber genau in diesem Augenblick konnte sie sich von deren unheimlichen Auren überzeugen. Genau wie in den Texten beschrieben, hatten diese Nadár weder Augen, noch Münder oder Nasen. Ihr Gesicht bestand aus einer, mit Huckeln versehenen Fläche, die in einem kalten Grauton schimmerte. Unbeeindruckt von dem was nun folgen würde, bauten sich die Vier in einen Kreis auf. Kalia beobachtete das Geschehen aufmerksam und konnte gar nicht anders als das Ritual, was folgen würde, mit einem Interesse anzuschauen, das sie selbst im Unterricht nicht hatte aufbringen können.
    Die Protalwächter streckten ihre Arme in die Luft, während sie ihre Köpfe in den Nacken legten. Die Fingerspitzen der Hände suchten die des Nachbarn, um sie kurz vor einer Berührung inne halten zu lassen. Durch die, nun deutlich zusehenden Schlitzen an den Hälsen, zogen sie tief die Luft ein, bevor sie in eine schaukelnde Bewegung übergingen. Im Gleichtakt wankten sie hin und her, als würden sie einer langsam schneller werdenden Melodie folgen. Als nächstes schwangen sie jeder den rechten Arm nach unten und wieder zurück nach oben. Dies wiederholten sie mit der anderen Seite gleich darauf, während sie ihre Körper weiter hin und her schaukelten, immer im gleichen Takt. Sie wurden in ihren Bewegungen immer schneller und flüssiger, wie das Wasser, wenn die Oberfläche sich leicht vom Wind in Wallung bringen lässt. Die Luft erfüllte sich mit einem Geruch, der der eines Meeres glich, kurz bevor ein stärker werdender Wind aufkam, der sich in der Mitte des Kreises sammelte. Er formte sich zu einem Wirbelsturm, der sich ausschließlich an einer Stelle aufhielt und sich nicht fort bewegte. Die Portalwächter fingen an mit ihren Füßen auf den Boden zu stampfen und machten mit ihren Händen kraftvolle Bewegungen. Sie durchschnitten mit ihren Armen die Luft und hinterließen furchen im Boden, der kurz darauf zu beben anfing. Wurzeln drangen durch die Erde in der Mitte des Kreises und wuchsen den Wirbelsturm hoch, der sich in der Zwischenzeit zu einem Bogen geformt hat und nun mit beiden Enden auf der Erde aufkommt.
    Nachdem das Beben aufgehört hatte und die Wuzeln sich ihren Weg entlang des Sturms gesucht hatten, nahmen die Bewegungen an Intensität ab und folgten wieder einer sanfteren Melodie. Beide Arme eines jeden Wächters glitten nun vor die Körper, während die Hände verschiedene Formen in der Luft zeichneten, die daraufhin sofort anfingen zu pulsieren. Ein Flimmern entstieg dem Bogen in der Mitte des Kreises und füllte diesen nach wenigen Sekunden komplett aus. Ganz leise, so als ob jemand in der Ferne ein Feuer angezündet hatte, vernahm Kalia ein Knistern. Mit einer letzten schwungvollen Bewegung der Arme, ließen die Portalwächter ihre Energie komplett aus ihren gebeugten Körpern entgleiten und in den Bogen einfließen. Was die junge Frau nun sah, entzog sich fast ihrer Vorstellungskraft. Der bis eben noch leere Bogen füllte sich mit einer milchig weißen Flüssigkeit, die ein Stich ins rote zeigte. Es ging bei den Wurzeln los, die anfingen wie Feuer zu lodern und aus denen Dampf ausströmte. Der Dampf verfestigte sich und verband sich zu einer glatten Fläche, die das Spiegelbild jedes einzelnen auf der Lichtung zeigte. Luft strömte nun aus den Schlitzen der Wächter, vertrieb die Gesichter der anderen in der Fläche und machte einer tiefen Schwärze Platz, die eine große Anziehungskraft auf Kalia ausübte. Das Portal in die Menschenwelt wurde geöffnet, der Wind verebbte und der Duft nach Meer verschwand.
    „Ein sehr nettes Schauspiel, nicht wahr? Was man nicht alles mit Hilfe der Elemente hinbekommen kann, wenn man sie denn als Verbündeten gewinnt“, durchbrach Silas die aufgekommene Stille und Blickte mit einem verschmitzten Lächeln zu Kalia hinüber. „Nimm nun Abschied von deinen Lieben und überquere die Schwelle des Portals.“
    Kalia drehte sich zu ihrer tierischen Freundin um, die mit einem traurigen Ausdruck im Gesicht auf den Boden blickte. Eine einzelne Träne lief ihren Schnabel entlang und verfing sich kurzerhand in ihren schlaff hängenden Flügeln. So fest sie konnte, nahm die junge Frau Cattalia in die Arme, legte ihren Kopf an den gefiederten Hals der Greifin und fing stumm an zu weinen. Selbst von ihrer Freundin konnte man ein leises Wimmern vernehmen. Seit Cattalia ein Baby war, lebte sie bei Kalia und nun mussten die beiden sich trennen und jede ihrer Wege gehen.
    „Wir haben nicht ganz so viel Zeit, also bitte etwas schneller. Es ist unausweichlich für dich, liebe Kalia, durch dieses Portal zu deinem neuen Zuhause zutreten“, kam es genervt von dem Fürsten, der sich an der Traurigkeit Kalias ergötzte.
    Nur mit Mühe löste sie sich von ihrer Seelenverwandten, in dem Wissen, das sie nie wieder eine solche Freundin finden würde, wie Cattalia es war. Nun folgte dennoch die Schmerzvollste Verabschiedung, die sie jemals erleben sollte. Das Lebewohl mit ihrer Mutter, der Frau, die sie aufgezogen und genährt hat und ihr immer zur Seite stand. Claire konnte ihre Tränen nicht länger unterdrücken und so flossen sie die Wange hinab, wie ein kleiner Wasserfall, der sich seinen Weg suchte, an Steinen und anderen Hindernissen vorbei. Kalia rannte die letzten Zentimeter auf ihre Mutter zu, umschloss sie mit ihren Armen und vergas die Wut, die sie bis vor wenigen Augenblicken noch in sich hatte. Nichts konnte sich zwischen die beiden Frauen drängen, selbst dann nicht, wenn man sie durch Universen und Parallelwelten trennte.
    „Es wird alles gut. Denk an den Brief und lass deinen Koffer auf keinen Fall aus den Augen“, fing Claire eindringlich an zu flüstern, während sie mit aller Macht versuchte ihre Tränen zurückzuhalten. „Wir werden uns wiedersehen, egal wann und egal wo, aber wir werden uns wiedersehen. Da musst du ganz fest dran glauben. Du bist etwas Besonderes, mit einer wichtigen Aufgabe.“
    Claire sah Kalia direkt in die Augen und legte alle die Liebe die sie aufbringen konnte in diesen einen letzten Augenblick.
    Kalias Herz wurde in tausend Teile gerissen, in dem Moment als einer der Wachen sie von ihrer Mutter losmachte und sie zum Portal führte.
    „Bitte, nein. Mum, bitte hilf mir. Ich will nicht gehen…“, brach es aus Kalia raus, die unter Treten und Schlagen versuchte wieder in die geschützte Umarmung ihrer Mutter zu kommen. Ein Zweiter Mann von der Wache kam dazu und versuchte zusammen mit dem anderen Kalia festzuhalten und weiter Richtung Portal zu schieben. Die junge Frau verlor immer mehr an Kraft und ihre Versuche sich zu befreien, verloren an Eindringlichkeit und ebbten schließlich vollkommen ab. Kurz vor dem Portal stoppten die Wachen, ließen Kalia los und traten ein Stück zur Seite.
    Sie gab sich einen Ruck und wollte schon in das schwarze Loch treten und das Unausweichliche hinnehmen, als sie den Fürsten etwas sagen hörte.
    „Ergreift Claire McGrey und sperrt sie in den Kerker, für ihr Verbrechen gegenüber unserer Rasse“, tönte Silas Stimme durch die Luft und schwang immer noch nach, als die Worte längst verklungen waren.
    „Nein…“, rief Kalia während sie sich wieder umdrehte und sah, das Nohlan seine Männer zu Claire schickte um sie festnehmen zu lassen. Ihre Mutter wehrte sich nicht. Kalia konnte nur eine kleine Handbewegung wahrnehmen, als ein Windstoß kam und sie direkt durch das Portal schuppste. Das Letzte was sie sehen konnte war, wie ihre Mutter zu Boden gestoßen wurde und auf Knien vor dem Fürsten ihrer Tochter hinterher blickte. Dann wurde alles Schwarz um Kalia herum und jegliches Geräusch wurde von einem Nichts geschluckt. Kälte drang durch ihre Klamotten und ließ ihre Glieder steif werden. Verzweiflung, Einsamkeit, Sorge und eine tiefe Traurigkeit machte sich in Kalia breit, während Angst ihr ständiger Begleiter zu werden drohte.



    LG Sora :rolleyes:

    "Niemand weiß, was er kann, wenn er es nicht versucht." Zitat von Publilius Syrus



    Meine Geschichte: Erbin der Mächtigen ;)


    "Und so verliebte sich der Löwe in das Lamm."
    "Was für ein dummes Lamm."
    "Was für ein kranker, masochistischer Löwe."
    Zitat aus dem Buch "Biss zum Morgengrauen"

  • Hey Sora :)



    LG,
    Rainbow

  • Liebe @Sora


  • Hallo Sora,


  • Hallo ihr lieben,
    danke fürs weiter lesen, bin froh das es euch ganz gut gefallen hat soweit.
    Meine Antwort fällt jetzt eventuell etwas kürzer aus, da ich nicht mehr so viel Zeit hab, wegen den Kindern und da heute Abend ja das Forum dicht gemacht wird (Hilfe,wie soll ich das überleben....), aber ich wollte euch schonmal was antworten wenigstens.


    @97dragonfly


    @Rainbow




    @Kirisha


    So , schaffe es leider nicht mehr mir die Kommentare von euch raus zu kopieren und es zu speichern, dann hätte ich am Wochenende wieder an meinem Text gearbeitet, werde die dann nachholen.


    Also noch einen schönen Abend


    LG Sora

    "Niemand weiß, was er kann, wenn er es nicht versucht." Zitat von Publilius Syrus



    Meine Geschichte: Erbin der Mächtigen ;)


    "Und so verliebte sich der Löwe in das Lamm."
    "Was für ein dummes Lamm."
    "Was für ein kranker, masochistischer Löwe."
    Zitat aus dem Buch "Biss zum Morgengrauen"

  • Hi Sora, :)


    bin auch mal wieder dazugekommen weiterzulesen. Der große Vorteil einer langen Zugfahrt.


    LG Remoni


    Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.
    Mahatma Gandhi

  • Zu meinen Aufgaben gehört es auch, meine Untertanen zu unterstützen. Denn wir sind alle eine Familie und ihr wisst, dass ich alles für diese tun würde.“

    Was ein Arsch. Dass der auf seiner eigenen Schleimspur laufen kann :rofl:

    Aber wenn sie ihre Tochter jetzt so sah, wurde Claire klar, dass sie noch viel zu tun hatte, damit ihr Mädchen auf den richtigen Weg kam.

    Ich glaube, in diesem Moment sollte Claire mächtig froh sein, dass Kalia so von dem Fürsten gefesselt ist, das nimmt immerhin die innerliche Versagungsanspannung. Auch, wenn sie Recht hat :D

    „Nun denn, genug der Plauderei. Lasst uns jetzt anfangen und sehen wie ihr euch alle schlagt“, versuchte Silas seine Rede zu beenden. „Nur eine Kleinigkeit noch. Es ist schon lange nicht mehr passiert, aber sollte es so sein, das jemand kein einziges Element zum Verbündeten bekommt, wird das Folgen haben. Folgen, die das ganze Leben der Person verändert wird. Ich will euch keine Angst machen, aber es muss dann sein. Denn, so hart es auch klingt, derjenige hat dann bei uns keinen Platz. Glaubt mir, wenn ich euch sage, dass ich das nicht gerne mache. Aber als Oberhaupt unserer Rasse muss ich auch harte Entscheidungen treffen. Also enttäuscht mich nicht“, kam der Fürst nun endlich zum Schluss. Die Schülern und deren Familien klatschten und jubelten Silas zu.

    So recht verstehe ich nicht, warum Silas hier lang und breit die Folgen erklärt und ihm die Leute dann auch noch zujubeln. Hat da keiner Angst, dass ausgerechnet an diesem Tag das Kind einen schlechten hat und in seiner Prüfung versagt? Vor allem nimmt es für mich den "Zauber" seiner ersten Worte und seinem Rumgeschleimes vollkommen raus. Ist, als hätte er das nie gesagt :hmm: Vielleicht ticken die Leute dort einfach so, aber für mich war das in dem Moment eher so: Dann mach deinen Scheiß halt allein, da kannst du mit Zucker werfen wie du willst. :D

    Auf dem Weg ins Innere des Kreises, der ihr unendlich lang erschien und kein Ende nahm, hörte sie im Rücken die Stimmen der anderen Schüler, Gemurmel und leises Gekicher. Das Wort Versagerin drang an ihre Ohren. Kalia straffte ihre Schultern und versuchte alles auszublenden, um sich auf die bevorstehende Aufgabe zu fixieren.
    Sie richtete ihre Aufmerksamkeit auf das Wasser aus dem kleinen See, direkt neben dem Kreis. Sie machte mehrere tiefe Atemzüge und visualisierte ihren Willen in Gedanken. Kaum merklich vernahm sie das Rauschen eines Meeres und roch den Ozean, frisch und rein. Ein leichter Wind umspielte ihre Haare, ihre Gliedmaßen fingen an zu kribbeln und Herz füllte sich mit einem wohligen Gefühl, welches ihr vermittelte zu Hause angekommen zu sein.
    Die Kette die um ihren Hals hing, mit dem Anhänger der auf ihrer Brust lag, verströmt eine angenehme Wärme. Kalia fasste das als ein Zeichen auf, dass sie das richtige Element gewählt hatte. Ihre Entschlossenheit wuchs und zum ersten Mal, seit sie es mit den Elementen zu tun hatte, fühlte sie eine Innerliche Stärke, die tief in ihr wohnen musste. Sie hielt ihre Augen weiterhin geschlossen und gab sich ganz dem Wasser hin und ihrem Geist, der sie führte. Sie bog ihren Körper langsam und kaum merklich in verschiedene Richtungen, während ihre Arme durch die Luft streiften, wie langsam größer werdende Wellen. Der Einstieg ist ihr gelungen und nun stand sie still und fest auf dem Boden, um mit ihren Händen und Fingern Formen zu bilden. Erst leichte Bilder von Runen, bevor diese zu komplexen Bilderserien wurden, die durch die Luft wirbelten. Der Wind wurde stärker und brachte den Geruch des Meeres mit sich. Die Haare auf Kalias Armen stellten sich auf und in ihrem Geiste stellte sie sich vor, wie das Wasser aus dem See in die Lüfte stieg, um dort eine Kugel zu bilden. Diese Kugel wollte sie zu sich schweben lassen, um sie dann auf ihrer Hand landen zu können.

    Diese Beschreibung fand ich deinerseits echt unglaublich gut. Sehr stimmungsvoll und mitreißend. Man hofft und betet zusammen mit Kalia und ist guter Dinge, dass sie es schaffen wird. Man versetzt sich dank der Beschreibung unglaublich gut in sie hinein. :thumbsup:

    „Heute werde ich die letzte, mögliche Bedrohung aus den Weg räumen, die unsere Herrschaft in Frage stellt. Dann steht uns nichts mehr im Wege und du kannst wieder zurück ins Leben kommen, mein Sohn“, durchbrach eine tiefe Stimme die Stille, während seine Worte in dem Raum wiederhallten. Liebe lag in seinen Augen, als er mit einem einzelnen Finger die Wangenknochen im Gesicht seines Sohnes nachzeichnete. Eine Strähne seines schwarzen Haares hatte sich von den übrigen gelöst und verlieh dem jungen Mann ein verwegenes Aussehen, was der Fürst nicht dulden konnte. So strich er die Haarsträhne wieder hinters Ohr zu den anderen, sodass alles seine Ordnung hatte und auch im schlafenden Zustand sein Sohn eine gewisse Autorität ausstrahlte.

    Ich finde es gut, dass Silas offensichtlich irgendeinen tiefgreifenderen Plan verfolgt, als einfach nur böse sein. Was auch immer er macht, scheint für oder im Namen seines Sohnes zu sein, den er offenbar ja auch sehr liegt.

    Hinter ihm sah Kalia vier Personen, in dunkle Umhänge gehüllt, die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. Jede von ihnen strahlte eine unheimliche und angstmachende Aura aus. Eine Aura so voller Düsternis und der Verheizung eines elenden Schmerzes, die Kalia zittern ließen. In wenigen Minuten würde sie in eine, ihr fremde Welt geschickt werden und die vier Personen würden sie dann wohl begleiten.

    Wer möchte nicht nachts in einem unheimlichen Wald, verhüllte Dinger ohne Gesicht sehen? Ich kann mir nichts Besseres vorstellen. :D

    Schöne Beschreibung auch von den Wächtern und dem Portal etwas später. Gefällt mir gut. :)

    „Ein sehr nettes Schauspiel, nicht wahr? Was man nicht alles mit Hilfe der Elemente hinbekommen kann, wenn man sie denn als Verbündeten gewinnt“, durchbrach Silas die aufgekommene Stille und Blickte mit einem verschmitzten Lächeln zu Kalia hinüber. „Nimm nun Abschied von deinen Lieben und überquere die Schwelle des Portals.“

    Und rein mit dem Salzfinger in die offene Wunde. :rofl:



    Ich mochte die Teile sehr gerne. Man hat etwas mehr über Silas und seinen Hintergrund und vielleicht auch seine Motivation herausgefunden. Das macht ihn deutlich greifbarer und auch seine schleimig, eklige Art Freundlichkeit auszustrahlen, hinterlässt eine gewisse Tiefe. Eine Tiefe, die mich dennoch nicht dazu bringt, ihn mehr zu mögen. Drecksdepp :rofl:

    Ansonsten kann ich nur sagen, dass es mir sehr gut gefällt, dass es Kalia tatsächlich nicht geschafft hat, ein Element für sich zu gewinnen. Es freut mich nicht für sie, aber für den Verlauf der Geschichte, der damit nicht den "typischen" Heldenverlauf geht, sondern den obligatorischen Umweg suchen muss. Und hey, Verbannung. Es hätte schlimmer kommen können. Gleich tot, und die Geschichte wäre vorbei und sie hätte nicht die Möglichkeit bekommen, ihrer Mutter aus dem Kerker zu helfen. ;) Davon abgesehen hast du meiner Meinung nach mit dieser Verabschiedung und dem Gefühlschaos beider Frauen für mich die bisher stärkste emotionale Szene der ganzen Geschichte geschrieben :)


    Ich bin wirklich mal gespannt und neugierig, wie es hier weitergeht und wohin Kalias Weg führen wird. Immerhin sind da noch diese komischen Gestalten aus dieser - war es ne Höhle? - von damals ^^ :hmm:


    LG, Kye



    Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
    - Toni Morrison -

  • Hallo alle miteinander.

    Bevor ich jetzt noch auf die vergessenen Kommentare von Remoni und Kyelia eingehe, muss ich noch eine Entscheidung treffen die mir grad nicht leicht fällt.

    Vielleicht habt ihr es am Rande mitbekommen, dass ich derzeit Schwierigkeiten habe, mit meinem weiteren Plot, also der weitere Verlauf der Geschichte und mit Selbstzweifeln. Da kommen dann noch Zeitmangel hinzu und eine fiese, dicke Schreibblockade.

    Nachdem ich über Weihnachten versucht hatte weiter zu kommen und auch über Neujahr und bis zum gestrigen Tage, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich eine Pause brauche. ich hatte mich extra vom Forum etwas zurückgezogen, damit ich an meiner Geschichte schreiben kann, auch um die Zeit zu nutzen, wo mein Mann Urlaub hatte.

    Ich hatte viele Ideen bzw. eine tolle Idee und viele Wege um zu einem Ergebnis zu kommen, die dann am Ende alle in Verirrungen endeten und mit vielen Logikfehlern. ich war mehrfach kurz davor alles hinzuschmeißen. Ich habe aber so viel Zeit und Herzblut in die bisherige Geschichte gesteckt, dass ich nicht aufgeben möchte. Und bisher finde ich sie nicht so schlecht, auch wenn es für eine "Veröffentlichung" nie im leben reicht, aber dennoch mag ich meine Idee und meine geschriebenen Kapitel. Aber jetzt gerade wächst es mir über den Kopf und es gelingt mir rein gar nichts.

    Ich kam also zu dem Entschluss, dass ich jetzt erst einmal eine Pause machen werde, bevor ich sie total in den Sand setze. Derzeit kann ich sie einfach nicht mehr sehen und ich denke Abstand wird mir gerade gut tun.

    Ich hoffe ihr habt Geduld mit mir und bleibt als Leser dabei.


    So und nun zu

    Remoni

    Es freut mich das du weiter gelesen hast und es dir auch gefallen hat. Baut mich ein klein wenig wieder auf.

    Den Teil, wo Kalia erfährt das selbst ihre Mutter nicht an sie geglaubt habt, fand ich wirklich sehr gut geschrieben, war emotional wirklich mitgerissen. In den Kommentaren habe ich gelesen, das du es ja überarbeitete hast, das ist dir wirklich gut gelungen :love: Der Vorteil wenn man immer hinterherhängt :D man bekommt immer die ausgereifte Variante zu lesen.

    Ich finde es schön das ich dich mitreißen konnte, da diese Stelle mich dann doch schon Nerven gekostet hat hihi.

    Ebenso hat es mich überrascht, als Claire festgenommen wurde, damit hätte ich irgendwie nicht gerechnet. Warum hat Silas diesen Schritt nicht schon früher gemacht? Weil den dieser Verrat ist ja jetzt schon über 18 Jahre her, gibt es dafür einen Grund?

    Auch das ich dich hier und dort überraschen konnte freut mich besonders. Es soll ja auch nicht alles vorhersehbar sein, sonst wird es ja irgendwann langweilig und das wollen wir nicht.

    Das Silas Claire jetzt erst festgenommen hat, hat aufjedenfall einen Grund. Diesen kann ich aber noch nicht nennen, da ich sonst Spoilern würde und das möchte ich nicht. Da wirst du dich auf die Schulter spannen müssen.


    Es freut mich aufjedenfall das du weiter dabei bist und hoffe das du auch weiterhin mit liest, wenn es hier denn dann mal weiter geht.


    Dann noch zu Kyelia


    So recht verstehe ich nicht, warum Silas hier lang und breit die Folgen erklärt und ihm die Leute dann auch noch zujubeln. Hat da keiner Angst, dass ausgerechnet an diesem Tag das Kind einen schlechten hat und in seiner Prüfung versagt? Vor allem nimmt es für mich den "Zauber" seiner ersten Worte und seinem Rumgeschleimes vollkommen raus. Ist, als hätte er das nie gesagt :hmm: Vielleicht ticken die Leute dort einfach so, aber für mich war das in dem Moment eher so: Dann mach deinen Scheiß halt allein, da kannst du mit Zucker werfen wie du willst. :D

    Mhh ich verstehe was du meinst, und wenn ich mich recht erinnere, dann haben das andere Leser auch angemerkt. Diese Stelle werde ich nach der Pause nochmal genauer unter die Lupe nehmen. Ich werde in den nächsten tagen mir nochmal Notizen machen, um eure Anmerkungen zu den noch nicht überarbeiteten teilen oder auch Teile über die ich nochmal drüber sehen muss, nicht zu vergessen. Ich muss mir das dann nochmal vornehmen.

    Diese Beschreibung fand ich deinerseits echt unglaublich gut. Sehr stimmungsvoll und mitreißend. Man hofft und betet zusammen mit Kalia und ist guter Dinge, dass sie es schaffen wird. Man versetzt sich dank der Beschreibung unglaublich gut in sie hinein.

    Diese Stelle hatte mir auch sehr gut gefallen bzw. habe ich mein Herzblut reingesteckt und immer wieder gestrichen, neu geschrieben, gestrichen und neu geschrieben. Es freut mich deswegen umso mehr, dass sie so gut geworden zu seien scheint.

    Davon abgesehen hast du meiner Meinung nach mit dieser Verabschiedung und dem Gefühlschaos beider Frauen für mich die bisher stärkste emotionale Szene der ganzen Geschichte geschrieben :)

    Ja Yuhu. Das gut wenn man noch nicht alle Kommentare beantwortet hat ist, das man beim 2ten mal lesen nochmal ein bisschen aufgemuntert wird. das tut mir gerade jetzt dann doch noch mal wirklich gut. Ich habe versucht mich einfach in die beiden hinein zu versetzten. Anfangs war es nicht leicht, aber dann hatte man es irgendwie in sich drin und hat es selbst gefühlt.

    Ich bin wirklich mal gespannt und neugierig, wie es hier weitergeht und wohin Kalias Weg führen wird. Immerhin sind da noch diese komischen Gestalten aus dieser - war es ne Höhle? - von damals ^^:hmm:

    Ich hoffe du hast die Geduld und wartest bis ich aus meinem sehr tiefen, dunklen Loch raus gekrochen bin.

    Und ja da waren ja noch welche in einer Höhle. hihi



    So ich hoffe ich verzeiht mir die kommende Pause in dieser Geschichte.


    LG Sora:rolleyes::whistling:


    P.s. sorry bekomme es einfach nicht hin, die Zitate in den Spoiler zu packen

    "Niemand weiß, was er kann, wenn er es nicht versucht." Zitat von Publilius Syrus



    Meine Geschichte: Erbin der Mächtigen ;)


    "Und so verliebte sich der Löwe in das Lamm."
    "Was für ein dummes Lamm."
    "Was für ein kranker, masochistischer Löwe."
    Zitat aus dem Buch "Biss zum Morgengrauen"

  • Hey Sora :)



    LG,

    Rainbow

  • Hey Sora


  • Schade zu hören, dass du hier vorerst pausieren wirst. Aber mach dir keinen Stress. Das verstehen wir :)

    Ich hoffe du hast die Geduld und wartest bis ich aus meinem sehr tiefen, dunklen Loch raus gekrochen bin.

    Und ja da waren ja noch welche in einer Höhle. hihi

    Ich habe nicht vor in den nächsten Monaten zu verschwinden, also ich kann warten. :rofl: Die Geschichte ist in meinen Abos und wenn es weitergeht, bin ich auch wieder dabei. Immerhin kann ich das auch alles sehr gut nachvollziehen (habe mein Tief ja auch erst überwunden XD) und ich glaube, dieses Tief hat hier jeder Mal. Am Ende ist das Schreiben für uns alle immer noch ein Hobby und ein Hobby sollte Spaß machen und nicht zur "Arbeit" oder zum "Stress" ausarten, denn ab dem Punkt ist es nichts mehr mit dem man seine Zeit vertreiben möchte und es kommt nur noch Kokolores bei raus, der einen dann noch weiter runterzieht, weil man selbst nicht zufrieden mit ist. ^^

    Hau dir den Kopf frei, mach mal ein paar Tage/Wochen/Monate was anderes, denk eine Weile nicht drüber nach und lehne dich zurück. Und solltest du jemanden zum Reden und/oder Brainstormen brauchen, scheue nicht zu fragen. ;)



    Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
    - Toni Morrison -