Einzig, zugleich aber ebenso nicht allein

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      Schön, wenn euch das weiterhilft :) Hier noch was mir beim lesen des zweiten Teils durch den Kopf gegangen ist:

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      Kleiner Liki schrieb:

      Bedauerlicherweise dachten einige von ihnen, dass die Elben egoistisch, böse und machtgierig waren. Auf einige seiner Rasse traf das zwar zu, allerdings nicht auf ihn. Mit seinen einhundertfünf Jahren, wurde er von seinesgleichen immer noch als recht jung angesehen.
      Das ist zunächst mal ein wenig naiv formuliert, finde ich. Natürlich nimmt niemand von sich selbst an, dass er böse wäre. Also entweder ist Varun auch der Ansicht, dass viele seines Schlages eher egoistisch usw. sind und mag sie deshalb vielleicht nicht(?), dann könntet ihr das so oder so ähnlich hier auch schreiben. Oder aber er stellt hier lediglich fest, dass das die Meinung ist, die die Menschen von den Elben haben, ohne diese Meinung zu werten. Wenn ihr schreibt "auf ihn trifft das alles ja gar nicht zu" klingt das ein bisschen, als wollten die Autoren hier ihren Helden rechtfertigen ;) Am interessantesten wäre es natürlich, wenn der Leser sich im Laufe der Geschichte selbst ein Bild davon machen könnte, ob er Varun jetzt als gut oder böse abstempfeln würde (die Sache mit den Giftpfeilen würde ich jetzt eher mal in die finstere Ecke schieben).
      Aber abgesehen davon passt der allerletzte Satz auch nicht zum Vorhergesagten. Hier würde man erwarten, dass eine Erklärung kommt, warum Varun denn nicht böse ist, aber die Tatsache, dass er noch so "jung" ist, dürfte damit ja nichts zu tun haben, oder? Diese Information kann man schon geben, aber sie braucht einen anderen Zusammenhang.

      Kleiner Liki schrieb:

      Die Besitzer der einzelnen Stände priesen ihre Waren zum Besten an und lieferten sich darin regelrecht ein Duell, denn sie versuchten sich gegenseitig zu übertönen.
      Der Ausdruck wäre "boten ihre Waren feil" oder nur "priesen ihre Waren an". "zum Besten anpreisen" hab ich so noch nicht gehört (was nicht immer was heißen muss :whistling: ), aber ich glaube, euch geht hier "anpreisen" und "zum Besten geben" irgendwie durcheinander (letzteres bedeutet was anderes).

      Kleiner Liki schrieb:

      Ruckartig blieb er stehen, da er Zeuge einer Festnahme wurde.
      Das Bindewort "da" passt hier nicht ganz, finde ich, denn es deutet auf einen Kausalzusammenhang hin - also eine Folgerung à la "weil er Zeuge einer Festnahme wurde, blieb er ruckartig stehen" - der etwas merkwürdig ist. Eine Festnahme zu beobachten heißt ja nicht, dass man deshalb stehenbleiben muss und erst recht nicht "ruckartig". Vielleicht eher "als" statt "da"?

      Kleiner Liki schrieb:

      als er das Wirtshaus „Nimm zwei Bier statt einem“ betrat
      :rofl:


      Bin nicht sicher, ob das alles verständlich ist. Wenn ihr mit meinem Anmerkungen nichts anfangen könnt, fragt einfach noch mal nach :) Ich hab auch manchmal 'n Knoten im Hirn mit meinen Formulierungen :rolleyes:
      Ich warte dann mal ab, wie's weitergeht. Es ist übrigens gut, dass ihr hier gleich schon das Bindeglied zum vorherigen Teil eingebaut habt. Da brennt man dann doch drauf, bald mehr zu erfahren.

      EDIT: Noch ein Tipp bzgl. Grammatik: Ihr setzt häufig zu viele Kommas, bspw. "Wie viel verlangst du, für vier davon?" oder "Bei dem Preis, nützte einem die Freundschaft auch nichts mehr". Im Deutschen ist es eine gute Richtlinie, sich zu überlegen, wie viele finite, also gebeugte Verben ein Satz enthält, denn diese müssen mit einem Komma oder einem Bindewort wie "und" oder "oder" voneinander getrennt sein.

      Verb im Infinitiv/Grundform: gehen
      gebeugtes Verb: ging, geht, gingen usw.

      In den Beispielen oben gibt es nur ein gebeugtes Verb, daher ist das Komma unnötig und stört den Lesefluss nur, weil man erwartet, dass da ein Einschub in den Satz oder eine nähere Erläuterung kommt oder sowas. Also:

      Wie viel verlangst du für vier davon?
      Bei dem Preis nützte einem die Freundschaft auch nichts mehr.

      Ihr habt das z.B. ganz richtig gemacht in:
      Werter Herr, können sie mir sagen, wo ich den Kaufmann Yzul finden kann?
      Das erste ist eine Anrede, danach kommt auch ein Komma. Rot sind finite/gebeugte Verben und blau Verben in der Grundform. Alles ist ordentlich durch Kommata strukturiert, da solche Wörtchen wie "wo" einen Nebensatz einleiten, und die müssen abgetrennt sein.

      Wenn es also nur ein finites Verb im ganzen Satz gibt, gibt es keinen Grund noch mehr Kommata einzufügen, es sei denn natürlich, es gibt andere Einschübe wie in dem Beispiel eben die Anrede. Aber sowas wie "für vier davon" ist Teil des Hauptsatzes.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Katharina ()