Freakshow: Episode 1

  • :hmm:
    Naja, sind nicht die schlechtesten Eigenschaften :rofl: Immer drauf ihr beiden. xD

    „Ist gut, ich habe es verstanden!“,

    Ich habe mich schon gefragt, wann genau Hazel da eigentlich mal einschreiten will :D Ich finde es ja klasse, dass Moira sie noch keine 10 Tage kennt und instant mit Kolja darüber philosophiert wie Hazel ist. Und damit auch noch ins Schwarze zu treffen scheint :D
    An Hazels Stelle hätte ich meine Luft ja schon eher wieder gefunden und das unterbrochen :rofl:


    „Nicht?“ Moira schien ernsthaft überrascht und Hazel blieb nichts übrig, als ihre Worte mit einem Kopfschütteln zu bestätigen. „Wieso denn nicht?“

    Bloß keinen Druck. XD



    Wie immer ein sehr schön geschriebener Teil und wie immer eine sehr gute Wortwahl. Mich haut es bei diesen Teilen regelmäßig vor Lachen um. :rofl: Schön wie Kolja und Moira bewusst (oder unbewusst) in die Wunde treten. Aber ich glaube fast, dass die beiden das brauchen. Sowohl Scotti als auch Hazel. Irgendjemand, der ordentliche Arschtritte verteilt. Ach und Scotti und Colin streiten sich mal wieder? Alter diese Familie :rofl:


    LG, Kyelia



    Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
    - Toni Morrison -

  • Inzwischen führten Kolja und Moira ihren Dialog mehr über Hazel, denn mit ihr. Die Hexe kam gar nicht zu Wort und spürte den sinnbildlichen Ball, den Bär und Banshee einander zuspielten, wiederholt an ihrem Kopf abprallen. Pfosten und ins Netz.

    Ich hab's bildlich vor Augen :thumbsup: :rofl:

    Zickig? Zynisch?? Als ob eine dieser Charaktereingenschaften auf sie zuträfe! „Ach, 'zynisch' – hat man dir dieses Wort im Sprachkurs beigebracht oder hast du es ganz von selbst geschafft, im Wörterbuch den Buchstaben Z rauszusuchen“, zischte Hazel ihn an und ...Oh. Das... oh.

    Ich zitiere Kolja: Quod erat demonstradum :D
    Immerhin erkennt sie es selbst :D

    „Was haben die zwei denn jetzt wieder für ein Problem miteinander?“

    Thihihi



    Awwww. Und ich dachte schon, die beiden kriegen es einfach nicht gebacken und am Ende haut Hazel einfach ab :(
    Gut, dass es Kolja und Moira gibt :D Wobei ich Kolja gar nicht zugetraut hätte so ein Gespräch zu führen XD

    Rosen sind rot,
    gelb ist die Biene,
    ich kann nicht dichten,
    Waschmaschine!

  • Nachdem ich mir schon wochenlang vornehme, deine Geschichte zu lesen, habe ich es die letzten Tage dann endlich mal geschafft. Und was soll ich sagen, sie hat mir die Tage richtig versüßt. So viel grinsen, schmunzeln und lachen musste ich lange nicht.
    Du triffst meinen Humor. Das konnte ich mir aber bereits vorher schon denken, weswegen ich die Geschichte ja auch so lange ins Auge gefasst hatte.
    Auch schreibtechnisch mag ich diese Geschichte. Es passt alles. Deine Vergleiche und Metaphern sind herrlich sprachgewandt. Ebenso deine ganzen Anspielungen. Und deine Charaktere/Freaks sind einfach nur liebenswert schräg. Ich könnte mich gar nicht für einen Liebling entscheiden. :D
    Tja, dass Scott und Hazel nicht nur einen Arschtritt brauchen, war abzusehen. Die beiden tanzen aber auch umeinander rum. Da wird es noch zu einigen Missverständnissen kommen. Hach ja, ich freu mich. Auch sonst bin ich gespannt, wie es weitergeht. Die Sache mit dem Bullet Journal ist schon schlimm für Hazel, da kann ich sie verstehen. Da hängt nicht nur eine gewisse Zukunft dran.


    Mich hast du jedenfalls jetzt an der Backe, ich lese weiter. ^^

  • Danke für eure wirklich schnellen Kommentare, @Kyelia @Miri und uh, ein neuer Leser @Kitsune *freut sich*


    Ich finde es ja klasse, dass Moira sie noch keine 10 Tage kennt und instant mit Kolja darüber philosophiert wie Hazel ist. Und damit auch noch ins Schwarze zu treffen scheint

    Auch auf die Gefahr hin, dir diese Wirkung zu verderben, aber Moira und Hazel "kennen" sich schon etwas länger ^^ Befreundet sind sie nicht direkt, hin und wieder haben sie durch Hazels Arbeit Kontakt zueinander. Das hatte ich hier mal angedeutet:

    „Ich arbeite im Tír na nÓg. Scott, Kolja und ich sind Kollegen. Hey Moira!“
    „Hey Hazel.“ Die Banshee winkte ihr zu. Gelegentlich hing Moira im Pub herum oder sie trug einem ihrer beiden Mitbewohner deren Telefone und andere wichtige Gegenstände nach, die sie zuhause vergaßen. Moira und Hazel kannten sich daher ein bisschen. Sie brauchte Scott nicht miteinander bekanntzumachen.

    Deswegen erlaube ich Moira an dieser Stelle auch, über Hazels Persönlichkeit zu urteilen :D


    Wie immer ein sehr schön geschriebener Teil und wie immer eine sehr gute Wortwahl. Mich haut es bei diesen Teilen regelmäßig vor Lachen um.

    Vielen Dank :love:


    Wobei ich Kolja gar nicht zugetraut hätte so ein Gespräch zu führen XD

    Der Mann steckt voller Qualitäten *g* Das ahnst du nicht :rofl:


    Und was soll ich sagen, sie hat mir die Tage richtig versüßt. So viel grinsen, schmunzeln und lachen musste ich lange nicht.
    Du triffst meinen Humor.

    Das freut mich :blush: Auch, dass dir mein Schreibstil zusagt. Ich weiß, dass dieses flapsige (kann man das sagen :hmm ?) für viele ein absolutes No-go ist, deswegen sammel ich jedes Krümel Zuspruch auf wie ein Roomba Staubsauger :panik:

    Mich hast du jedenfalls jetzt an der Backe, ich lese weiter.

    Das soll mich nicht stören, hihi!

  • @Skadi

    Naja, sind nicht die schlechtesten Eigenschaften Immer drauf ihr beiden. xD

    Hihi, das dachte ich mir auch!! :D:whistling:


    Die beiden sind iwie zwei Kinder, die im Sandkasten sitzen und sich eigentlich gerne haben, aber sich doch mit Sand bewerfen, bis einer weint. :rofl:
    Ich finde das ganze hin und her iwie süss, aber ich glaube ich hätte mich wie Hazel auch endlich dazu entschieden weg zu gehen, sie will ja sogar das Land verlassen (höchst drastische Massnahme wenn du mich fragst :rofl: )


    monochromen Kleidungsstil xD was stellst du dir denn darunter vor? :D


    Liebe Güsse
    Fly

  • Hallo ^^


    sie will ja sogar das Land verlassen (höchst drastische Massnahme wenn du mich fragst )

    Das tut sie ja nicht wegen Scott ^^°Siehe hier:

    „Nein...Nein, mein Plan steht schon sehr lange fest und der Pharmaziezweig der Universität in Heidelberg hat eine sehr gute Reputation“, antwortete sie ehrlich.


    monochromen Kleidungsstil xD was stellst du dir denn darunter vor?

    ^^ So wie es dasteht: Schwarz, Weiß, Grau, Anthrazit. Monochrom halt? xD


    Danke für den Kommentar ^^

  • Heute gibt's einen Teil außer der Reihe, weil die letzten beiden relativ ereignislos waren und der nächste nur den letzten Rest davon abhandelt ^^


    Eben noch warfen Scott und Colin friedlich einander das Frisbee zu, und in der nächsten Sekunde knurrten die Brüder sich aus welchem Grund auch immer fuchsteufelswild an. Mit Gewalt versuchte der eine dem anderen das Spielzeug aus den Händen zu reißen, stieß natürlich auf Gegenwehr und unweigerlich fühlte sich Hazel beim Anblick der Männer an zwei Hunde erinnert, die an den gegensätzlichen Enden ein und desselben Taus zerrten. „Ich kümmere mich drum“, sagte Kolja entspannt und drängte sich durch die Hintertür in den Garten. Wahnsinn, neben dem Bären wirkte der Türrahmen wie aus einem dieser Kinder-Spielhäuser, die auf manchen Spielplätzen herumstanden. Moira hingegen ignorierte das Spektakel auf dem Rasen. Solche Reibereien gehörten wohl zu den gewohnten Alltäglichkeiten der Banshee, schließlich waren sie, Colin und Scott miteinander aufgewachsen und deswegen mit ihren gegenseitigen Macken vertraut. „Mh... Kolja kann wirklich gut kochen“, schwärmte sie und naschte einen Tropfen Teig vom Rand der Schüssel. „Kochst du eigentlich gern? Als Hexe liegt dir das doch bestimmt, oder?“
    „Es geht. An Koljas Kochkünste reiche ich bei Weitem nicht heran.“ Wie jeder Freak wusste, verfügten Hexen über erweiterte Sinne, wenn es um die Wirkung von Zutaten ging. Es lag Hazel im Blut, die Inhaltsstoffe von Pflanzen, Chemikalien und jedweden Stoff zu erkennen, zu verstehen und für einen gewünschten Effekt miteinander zu kombinieren. Moiras Frage war daher nicht abwegig, bloß trivial. Nicht immer lief alles so bodenständig ab, wie das Kochen einer Suppe. Mit den passenden Ingredienzen hatte Hazel bereits Salben angefertigt, die Katzen zum Sprechen brachten und eine Parkbank im Schweinsgalopp davon flitzen ließ. Außerdem wusste sie eine Lauge zu brauen, aus der man hervorragend medizinballgroße Seifenblasen pusten konnte, die beim Zerplatzen das hohe C trafen. Stolz empfand sie besonders für ein Pulver, welches Reinigungsgeräte dazu brachte, eigenständig ihren Aufgaben nachzugehen. Leider fehlte Hazel ein Rezept für das Gegenmittel, weshalb der Besen im Flur ihrer Großmutter seitdem unbeirrt den Staub von einer Ecke des Fußbodens in die nächste fegte. Und da Hexen, im Gegensatz zu Zauberinnen, keine eigene Magie aufwiesen, schüttelte sich ein Antidot nicht so eben aus dem Ärmel. „Ich habe mich nie groß fürs Kochen interessiert. Mein Steckenpferd sind Arzneien und Präparate mit heilender Wirkung“, erläuterte Hazel. „Deshalb habe ich Pharmazie studiert und eigene Formeln für neue Wirkstoffvarianten aufgestellt, die ich für meine Dissertation benötige.“ … und die Hazel natürlich ebenfalls in ihrem Bullet Journal sammelte.
    „Hm-hm. Kolja legt die Messlatte weit oben an. Scott bezeichnet es als Kochen, Milch auf Cornflakes zugießen. Und für Colin...“ Moira kniff die Lippen aufeinander, „für Colin zählt es als Kochen, fremde Kühlschränke zu plündern.“
    Plötzlich drangen von draußen aufgebrachte Männerstimmen ins Haus und die Frauen richteten ihre Blicke zum Garten. Um den Streit um das Frisbee zu schlichten, hatte Kolja es an sich genommen und hielt es mit ausgestrecktem Arm über seinen Kopf, sodass weder Scott noch Colin heranreichten, egal wie sehr sie sich auch danach verrenkten. Die Rüden schimpften und knurrten. Sie hüpften um den Bären herum, wie Rumpelstilzchen um sein Feuer, und bemühten sich erfolglos, ihm die Scheibe aus der Hand zu schlagen. Dann gab Scott Colin ein Zeichen. Ein Knie gebeugt, verschränkte er beide Hände ineinander und hielt sie seinem Bruder wie eine Trittstufe entgegen. Dieser setzte einen Fuß hinein und Scott wuchtete ihn kraftvoll aus den Armen heraus nach oben. Unter Einsatz seines Körpergewichts hing sich Colin an Koljas Schultern, riss den sanften, braunhaarigen Riesen derb zu Boden und Scott nutzte die Chance, Kolja das Frisbee aus der Hand zuschnappen und damit los zu wetzen – um nach drei Metern von Colin gerammt zu werden und abermals mit ihm um das Spielzeug zu rangeln. So viel dazu.
    „Entschuldigt, entschuldigt! Es hat etwas länger gedauert, weil sich eine Hauswinkelspinne in der Vorratskammer eingenistet hat und ich erst mit ihr aushandeln musste, mich nicht zu fressen, wenn ich sie im Austausch weiterhin dort wohnen lasse.“ Abby sprang mit einer Tüte Mehl unter den Arm herbei und stellte sie voller Elan neben die Schüssel auf der Arbeitsfläche. Ihr musste auffallen, dass Moira nicht mehr am Tisch saß, denn sie blickte zu dem Teller mit den fertigen Scones. „Ah, du bist fertig! Die Scones sehen ja köstlich aus“, lobte sie Moiras Werk und ging zur Tür, um in den Garten hinauszurufen: „Colin, die Scones sind jetzt-...“
    „Na endlich!“
    „...fertig.“ Das ging fix. Colin stand bereits bei Fuß und griff tüchtig zu, unterdessen Scott und Kolja hinter ihm in die Küche zurückkehrten. Wegen des Platzmangels stand Hazel Schulter an Schulter an Scott gedrängt und sah verhalten zu ihm auf. Wie sollte sie ihn ansprechen, solange sich zur selben Zeit vier Personen wie in einer Sardinenbüchse an sie quetschten? Ungeachtet dem Gedränge in der Küche, zwängte sich Abby bis zu Moira durch. „Mäuschen?“, überfiel sie sie und berührte sie freundschaftlich an den Armen. „Hast du eine Ahnung wie schön du heute aussiehst? Diese Flechtzöpfe stehen dir so gut und ich liebe, wie dein Haar bei Tageslicht aussieht, als wäre es weiß.“ Die Banshee machte einen überrumpelten Eindruck auf Hazel, wenngleich sie sich offensichtlich geschmeichelt fühlte. Sie lächelte scheu und strich sich mit der Hand über eine Haarsträhne. „Danke, Abby.“
    „Tu mir den Gefallen, Liebes“, sprach Scotts Schwester zu ihr. „Probier diese Kette um. Das Silber wird unglaublich gut an dir aussehen.“
    „Du trägst Mamas Kette ja schon wieder.“ Scott deutete auf das Schmuckstück, das seine Schwester von ihrem eigenen Hals löste und Moira umlegte.
    „Es steht mir eben“, lautete Abbys Erwiderung. Sie ließ den Verschluss in Moiras Nacken einrasten und seufzte auf. „Wunderschön. Wie eine Prinzessin der Túatha Dé Danann. Meint ihr nicht auch, Jungs?“ Aber die Jungs schienen allesamt mit sich beschäftigt. Kolja rührte das Mehl in den Teig, Scott starrte gedankenverloren Löcher in die Luft und Colin schlug sich den Bauch mit Scones voll. „Nicht wahr, Colin?“, hakte Abby nach. Ihr Bruder hob daraufhin den Kopf, hielt sich die Hand vor den vollgestopften Mund und gab ein unverständliches Murmeln von sich, was Hazels Verständnis nach so etwas wie 'Was willst du von mir?' ausdrücken sollte. Seinem verwirrten Blick nach zu urteilen, hatte er entweder nicht zugehört oder wunderte sich, wieso Abby ausgerechnet ihn nach seiner Meinung zu Moiras Äußerem befragte. „Es sieht schön aus, Moira“, bestätigte Hazel ermutigend an Colins statt, obgleich sie keine große Ahnung von Schmuck besaß. Das Silber passte jedenfalls zu Moira.
    Hazel griff nach einem der bereitgestellten Getränke auf den Tisch. Im Laufe der Unterhaltung mit Kolja und Moira hatte sie keinen einzigen Schluck zu sich genommen und spürte langsam einen trockenen Belag auf ihrer Zunge. Die Hexe entschied sich für Limonade, doch als sie die Flasche anhob, schwamm darin die letzte Neige herum. „In der Garage stehen noch ein paar Flaschen“, erwähnte Abby und Hazel war gar nicht bewusst gewesen, dass die Wölfin sie beobachtete. Sie forderte ihren Bruder auf: „Scott, würdest du Nachschub besorgen?“
    „Das ist nicht nötig. Ich kann das übernehmen. Ich möchte das Zeug trinken, also kann ich es wenigstens tragen“, widersprach Hazel. Davon ließ sich Abby allerdings nicht umstimmen. „Nein, nein. Das Garagentor klemmt und du wirst es ohne Hilfe nicht aufkriegen.“ Mit der Hand wedelte sie in Scotts Richtung, der die Geste als Aufforderung interpretierte, loszugehen. Hazel folgte ihm. Zum einen, da sie sich nichts wie von einem Diener hinterhertragen ließ. Und zum anderen bot sich ihr hiermit die ideale Gelegenheit, mit Scott unter vier Augen zu reden. Zu zweit drängelten sie sich zur Tür hinaus, als Colin unvermittelt und nunmehr mit leeren Mund eine Melodie pfiff. 'The Star Of The County Down', identifizierte Hazel das Lied. Warum grinste er seinen großen Bruder dabei so schelmisch an?
    „Oooh 'The Star Of The County Down'!“, jauchzte Abby erfreut. „Jetzt habe ich für den Rest des Abends definitiv einen Ohrwurm!“




    nächster Teil

  • @Skadi


    :love: der Teil war richtig interessant!
    Mir hat es super gut gefallen etwas mehr über das Hexen Dasein von Hazel zu erfahren! Die Pülverchen sind eine ziemlich coole Idee!!
    :rofl: der Besen xD hat sich da jemand vom Zauberlehrling inspirieren lassen? :D


    Mir hat auch gefallen, dass die Frauen so total gleichgültig waren, als sich die Brüder draussen, wegen was auch immer, prügeln wollten.
    Der Bär finde ich immer besser! Er mausert sich zu einem meiner Lieblinge!!


    Liebe Grüsse
    Fly

  • Danke für den Kommentar @97dragonfly ^^


    der Besen xD hat sich da jemand vom Zauberlehrling inspirieren lassen?

    Inspiriert kann man dazu schlecht sagen. Es ist als direkte Anspielung gemeint ^^ Eine von vielen in dieser Geschichte :D


    der Teil war richtig interessant!

    Das freut mich :D


    Der Bär finde ich immer besser! Er mausert sich zu einem meiner Lieblinge!!

    Hachja Kolja. Wir können ihn nur lieben, hihi!

  • „Ah, du bist fertig! Die Scones sehen ja köstlich aus“, lobte sie Moiras Werk und ging zur Tür, um in den Garten hinauszurufen: „Colin, die Scones sind jetzt-...“
    „Na endlich!“
    „...fertig.“ Das ging fix.

    Und so schnell ist der Streit und das Frisbee vergessen :rofl:
    Aber ich kann Colin verstehen. Mich kann man mit Essen auch immer sehr leicht ablenken und friedlich stimmen. xD


    Schön, wie die beiden Brüder sich streiten, um dann gegen Kolja zusammen zu arbeiten um sich dann wieder um das Frisbee zu streiten. Die beiden sind so ein Haufen :rofl:


    Und nun macht sich Hazel also gemeinsam mit Scotti auf den Weg. Ich hoffe, sie findet die richtigen Worte. Nee, irgendwie glaube ich eher daran, dass die beiden sich am Ende wieder in den Haaren haben. :hmm: Aber super wie Colin erstmal schön The Star Of The County Down pfeift. Musste ich herrlich lachen. Schön, wie du da den Faden vom Anfang der Szene wieder aufnimmt. :grinstare:


    Ich bleibe gespannt, wie es weitergeht. :o


    LG, Kyelia



    Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
    - Toni Morrison -

  • Von der Terrasse verlief ein schmaler, gepflasterter Weg um das halbe Haus herum. Er führte Scott und Hazel bis zur Eingangstür und von dort überquerten sie die Auffahrt zur Garage, in der sich Abby zufolge der Getränkevorrat befand. Ein paar Meter vor dem Tor hatte Colin sein Auto geparkt und Moiras Fahrrad lehnte am Basketballkorb von Scotts jüngsten Bruder. Auf der entgegengesetzten Seite des Rasens reihten sich einige kitschige Terrakottafiguren auf. Nicht unbedingt ein schlauer Standort für zerbrechliche Objekte, dachte sich Hazel, oder Kieran spielte so treffsicher, dass sich Ms Fitzpatrick keine Sorgen um die Dekoration machte.
    „Danke, dass du mir mit dem Garagentor hilfst“, brach Hazel das Schweigen zwischen ihr und Scott. Für den Anfang probierte sie es mit etwas Unverfänglichem, um nicht mit der Tür ins Haus zu fallen. Wahrscheinlich wäre Scott eh überfordert, ohne Vorwarnung mit ihrem Gefühlsleben konfrontiert zu werden.
    „Kein Ding. Außerdem hast du Abby ja gehört. Das Tor zickt rum.“
    „Das mag sein. Colin könnte mir allerdings sicherlich genauso zur Hand gehen.“ Ihre Antwort schien Scott sauer aufzustoßen. Er verzog das Gesicht und nuschelte etwas für Hazel unverständliches in seinen Bart hinein. War ihr etwas Falsches über die Lippen gekommen? Wie dem auch sei, sie redete weiter: „Und ich weiß wie sehr es dir gegen den Strich geht, wenn man dich umher scheucht.“ Oder ihm Anweisungen erteilte. Scott reagierte sogar auf die kleinen Zettel in seiner Kleidung trotzig, auf denen stand, bei welcher Temperatur er den Stoff waschen sollte.
    „Bei dir macht mir das nichts aus“, erklärte er freiweg. „Es geht um dich, das ist was Anderes.
    „So?“ Hazel gelang es, ihre Stimme zu beherrschen, obwohl ihr Herz bei Scotts Worten einen doppelten Flickflack absolvierte. Deutete er etwa an, dass er...?
    „Jup. Wenn Hayes oder mein Vater was von mir wollen, heißt es immer nur 'Scott tu dies, Scott tu das! Scott hör damit auf, Scott lass jenes sein!' Als wäre ich diese komische sprechende, willenlose Säule mit dem Frauennamen aus der Werbung. Rufst du mir zu: 'Scott, zieh den Karren aus der Scheiße!', stehst du garantiert schon selbst knietief im Dreck und schiebst an.“ Er kratzte sich am Kopf und ergänzte: „Metabolisch gesprochen.“
    Mh. Hazel hatte auf eine andere Begründung gehofft. Nun gut. „Du meinst metaphorisch. Und Danke für das Kompliment.“
    Das Tor zur Garage von Scotts Vater gehört zur altmodischen Sorte. Es bestand aus einer großen Metallplatte, die man zum Öffnen erst ein Stück in die eigene Richtung zog und im Anschluss nach oben drückte. Als Scott das Tor auf Brusthöhe anhob, hörte Hazel ein hohles Scheppern in der Halterung. Danach bewegte es sich keinen Zentimeter mehr. Das Metall verkeilte sich.
    „Colin und ich haben als Teenager mal Chinaböller in der Aufhängung gezündet“, erwähnte Scott und tastete mit der Handfläche die Unterkante des Tors entlang. „Seitdem klemmt das Tor. Colin hat meinem Vater mehrfach angeboten, sich darum zu kümmern aber Vater meint, er traut uns beiden nur von der Tapete bis zur Wand und wir sollen unsere Pfoten von seinem Haus lassen.“ Seine Hand wanderte bis zu einer bestimmten Stelle an der Kante, dann presste Scott den Handballen von unten gegen das Metall und irgendwie löste die daraus entstehende Hebelwirkung die Blockade. Ohne Probleme schob Scott das Tor vollständig auf.
    „Wow, das hast du drauf“, staunte Hazel. Handwerklich war sie eine echte Niete und besonders viel Kraft besaß sie ebenso wenig. Allein wäre sie hieran glatt verzweifelt.
    „Wenn man weiß, wie's geht...“ Scott klopfte sich unbeeindruckt den Staub von den Händen, den das Garagentor darauf verteilt hatte. „Einen Pint Kilkenny gewinne ich dadurch nicht.“
    Wohl kaum, stimmte Hazel ihm in Gedanken zu, aber... „Dafür die Kellnerin, die ihn ausschenkt. Das heißt, du hast sie schon längst.“
    An seinem Gesichtsausdruck konnte Hazel erkennen, wie die Zahnräder in Scotts Gehirnwindungen langsam anfingen, sich zu drehen. Verstand er, worauf sie hinauswollte? Die Organe in ihrem Körper hielten Hazels Gefühl nach jedenfalls gerade einen Trampolinwettbewerb oder so was ab und sie stellten sich keineswegs sonderlich geschickt dabei an. Zweifellos brach ihr Herzschlag den Rekord darin, unkontrolliert in alle Richtungen katapultiert zu werden. Hazel setzte ihren Redefluss fort, bevor ihr Gehirn auf Spielverderber machte oder Scott etwas von sich gab, was Hazel aus dem Konzept brachte: „Was ich auf dem Spielplatz zu dir gesagt habe, habe ich ernst gemeint. Ich wäre deinetwegen hiergeblieben und hätte mir für meine Promotion eine Universität in Dublin gesucht. Ja, ich will bei dir bleiben. Aber falls ich für dich bloß ein Flirt nebenbei bin… das genügt mir nicht.“ Mittlerweile hüpfte ihr Herzschlag auf dem Trampolin hoch genug, um sich das imaginäre Haupt an Hazels Trommelfell zu stoßen. „Ich will mehr von unserer Beziehung und es tut mir leid, wie ich mit dir gesprochen habe.“ Kolja hatte ja sowas von Recht; Hazel war grottenschlecht darin, um Verzeihung zu bitten. Sie fixierte Scotts Züge und achtete auf jedes noch so kleine Zucken seiner Lippen oder Brauen, beflissen, keine Regung zu verpassen, die ihr seine Gedanken verraten könnten. Was dachte Scott? Okay, scheiß auf sein Denkvermögen. Was fühlte Scott?? Falls er Hazels Zuneigung erwiderte, wäre das hier der richtige Moment, ihr das mitzuteilen. Genau dieser. Jetzt.
    …Jetzt?
    Wie ein plumper Stein fiel Hazels Herzschlag von seinem Höhenflug herab und zermalmte mit einer desaströsen Landung sämtliche Eingeweide. Wieso antwortete Scott nicht? Gab es für ihn nichts zu sagen? Oder zu tun? Sah er in ihrem Verhältnis wirklich nur eine bedeutungslose Episode? Erfolglos suchte Hazel in Scotts Miene nach irgendetwas, was ihr zumindest einen Funken Hoffnung verschaffte. Vergebens. Scott starrte einfach durch sie hindurch.
    Halt, einen Augenblick. Er starrte nicht durch Hazel hindurch, er starrte an ihr vorbei! Etwas hinter ihrem Rücken fesselte Scotts Aufmerksamkeit. Die Hexe drehte sich um und vollzog die Blickrichtung bis zu Colins Wagen nach. Durch die Rückscheibe nahm sie eine vage Bewegung wahr. Hockte da etwa jemand auf der anderen Seite und beobachtete sie? Ein blonder Lockenschopf hob sich ganz vorsichtig über die Kante des Autodachs und spähte furchtsam zu Scott und Hazel vor dem Garagentor herüber. Grüne Augen weiteten sich erschrocken, als sich ihre Blicke trafen. „Donnelly?“
    Erschrocken sprang der Omegawolf hinter dem Fahrzeug hervor und nahm Reißaus. „Ich schnappe ihn mir!“, verkündete Scott, der endlich aus seiner Jagdhundstarre erwachte und in derselben Sekunde an Hazel vorbei- und Donnelly hinterherstürmte.
    „Scott, warte! Tu ihm nicht weh!“ Es passierte alles so rapide! Hazel gab Fersengeld und rannte den Männern nach. So zügig ihre Muskeln es ermöglichten, zwang sie sich mit der rasanten Geschwindigkeit der Wölfe mitzuhalten. Die beiden wetzten von Colins Auto aus die lange Auffahrt zur Straße entlang, Donnelly vorneweg und dahinter Scott mit ein paar Metern Abstand. Keiner von ihnen verschenkte einen einzigen Schritt und rasch musste sich Hazel von ihnen abhängen lassen. Eine Hexe vermochte kein Rennen gegen einen Wolf zu gewinnen.
    Plötzlich schlug Donnelly einen Haken und die Flucht quer über den Rasen ein. Das bot Hazel eine Chance. Indem sie diagonal auf ihn zu eilte, kürzte sie ab und machte dadurch genug Zeit gut, zu Scott aufzuschließen. Gleich würden sie Donnelly zufassen kriegen. Das Grundstück reichte nur noch ein paar Sprünge weit und er lief direkt auf den Zaun des angrenzenden Nachbarn zu. Damit saß Donnelly in der Falle, denn der Zaun brachte es mindestens auf eine Höhe von stattlichen zwei Metern. Sie hatten ihn! Sie hatten Donnelly erwischt!
    Doch anstatt abzubremsen, um einer Kollision zu entgehen, hielt er auf den Zaun zu, hing sich an die Oberkante und zog sich, gleichwohl unbeholfen, daran hinauf. Oben angekommen, ließ sich Donnelly auf die andere Seite plumpsen. Weg war er.
    Entgeistert drosselte Hazel ihr Tempo. Das durfte nicht wahr sein, oder? Donnelly entkam! Und das, weil er wie ein Waschbär über einen Zaun kraxelte. Wie sollten sie ihn denn jetzt noch einholen? Aber auf einmal ging Scott neben ihr vom Lauf in den Sprint über, sprang ab und bekam mühelos die Kante zu fassen. Einen Fuß gegen das Holz gestemmt, stieß er sich nach oben ab und schwang sich mit Leichtigkeit über den Zaun hinweg, als wäre er im Turnunterricht in der Schule.
    Hazel blieb daraufhin endgültig stehen. Außer Puste betrachtete sie fassungslos die Stelle, an der zuerst Donnelly und gleich danach Scott verschwunden waren. Das… das ist doch…! Gehörte es für Wölfe etwa zur guten Erziehung, einfach so über Hindernisse klettern zu können, die größer sind als man selbst, oder wie?! Nie im Leben schaffte Hazel es aus eigener Kraft da drüber! Vor allem, wenn sie dabei nach Luft japste wie ein adipöser Mops.
    Vom Nachbargrundstück hörte sie Getöse und Scotts raukratzenden, aufgebrachten Bariton. Hektisch sondierte Hazel die Einfriedung in beide Richtungen und als sie in einigen Metern Entfernung ein Holztor entdeckte, ignorierte sie die schmerzenden Proteste ihrer Lunge und hastete auf es zu. Unverschlossen! Sehr gut! Zum Glück pflegten Scotts Eltern ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn. Durch das Tor stürzte sie auf das fremde Grundstück und folgte hurtig dem Ursprung des Lärms.
    „Scott, lass ihn los!“ presste Hazel atemlos hervor. „Du brichst ihm den Arm!“




    nächster Teil

  • Guten Morgen @Skadi

    Scott reagierte sogar auf die kleinen Zettel in seiner Kleidung trotzig, auf denen stand, bei welcher Temperatur er den Stoff waschen sollte.

    :D Er lässt sich wohl tatsächlich von KEINEM gerne was sagen! :rofl:

    „Bei dir macht mir das nichts aus“, erklärte er freiweg. „Es geht um dich, das ist was Anderes.

    Ach, ich kann Hazels hüpfendes Herz hören!!

    „Jup. Wenn Hayes oder mein Vater was von mir wollen, heißt es immer nur 'Scott tu dies, Scott tu das! Scott hör damit auf, Scott lass jenes sein!' Als wäre ich diese komische sprechende, willenlose Säule mit dem Frauennamen aus der Werbung. Rufst du mir zu: 'Scott, zieh den Karren aus der Scheiße!', stehst du garantiert schon selbst knietief um Dreck und schiebst an.“ Er kratzte sich am Kopf und ergänzte: „Metabolisch gesprochen.“

    Und schon hat es Scottie wieder ver*******
    Gott, du dämlicher dämlicher Köter! Bist du eigentlich taub?!?!

    Wohl kaum, stimmte Hazel ihm in Gedanken zu, aber... „Dafür die Kellnerin, die ihn ausschenkt. Das heißt, du hast sie schon längst.“

    :love: Hazel!

    Ich will mehr von unserer Beziehung und es tut mir leid, wie ich mit dir gesprochen habe.“

    Endlich! Endlich!!! :panik: Sie hat es gesagt!

    „Donnelly?“
    Erschrocken sprang der Omegawolf hinter dem Fahrzeug hervor und nahm Reißaus. „Ich schnappe ihn mir!“, verkündete Scott, der endlich aus seiner Jagdhundstarre erwachte und in derselben Sekunde an Hazel vorbei- und Donnelly hinterherstürmte.

    Was zum Teufel macht dieses andere doofe Kläffer hier?! :panik:


    Dieses hin und her! :D
    Ich mochte den Teil sehr! Er ist schön flüssig geschrieben und es macht einfach nur Spass diese Geschichte zu lesen!


    Fly

  • Wohl kaum, stimmte Hazel ihm in Gedanken zu, aber... „Dafür die Kellnerin, die ihn ausschenkt. Das heißt, du hast sie schon längst.“

    Awwww <3

    „Was ich auf dem Spielplatz zu dir gesagt habe, habe ich ernst gemeint. Ich wäre deinetwegen hiergeblieben und hätte mir für meine Promotion eine Universität in Dublin gesucht. Ja, ich will bei dir bleiben. Aber falls ich für dich bloß ein Flirt nebenbei bin… das genügt mir nicht.“ Mittlerweile hüpfte ihr Herzschlag auf dem Trampolin hoch genug, um sich das imaginäre Haupt an Hazels Trommelfell zu stoßen. „Ich will mehr von unserer Beziehung und es tut mir leid, wie ich mit dir gesprochen habe.“

    Juhuuuuuu! Sie gesteht es ihm!!!

    Er starrte nicht durch Hazel hindurch, er starrte an ihr vorbei! Etwas hinter ihrem Rücken fesselte Scotts Aufmerksamkeit. Die Hexe drehte sich um und vollzog die Blickrichtung bis zu Colins Wagen nach. Durch die Rückscheibe nahm sie eine vage Bewegung wahr. Hockte da etwa jemand auf der anderen Seite und beobachtete sie? Ein blonder Lockenschopf hob sich ganz vorsichtig über die Kante des Autodachs und spähte furchtsam zu Scott und Hazel vor dem Garagentor herüber. Grüne Augen weiteten sich erschrocken, als sich ihre Blicke trafen. „Donnelly?“
    Erschrocken sprang der Omegawolf hinter dem Fahrzeug hervor und nahm Reißaus. „Ich schnappe ihn mir!“, verkündete Scott, der endlich aus seiner Jagdhundstarre erwachte und in derselben Sekunde an Hazel vorbei- und Donnelly hinterherstürmte.

    :patsch:
    Der Klassiker. Wahrscheinlich hat Scott nichtmal gehört, was sie zu ihm gesagt hat -.-
    MANNO!!!
    Skadi! Tu was! :stick:

    Rosen sind rot,
    gelb ist die Biene,
    ich kann nicht dichten,
    Waschmaschine!

  • Huhu @97dragonfly @Miri


    :love: Hazel!

    Awwww <3

    <3 #HerzchenSquad, hihi!



    Endlich! Endlich!!! Sie hat es gesagt!

    Juhuuuuuu! Sie gesteht es ihm!!!

    Tut sie! Tut sie!! :panik:



    Wahrscheinlich hat Scott nichtmal gehört, was sie zu ihm gesagt hat -.-

    Wahrscheinlich. Vielleicht. Womöglich. Schauen wir mal



    Skadi! Tu was!

    :panik: Mach ich! Ich renne im Kreis!


    Danke für eure Kommentare ^^

  • Im hinteren Teil des Gartens fand sie die Männer zwischen einer Gartenlaube und einem Komposthaufen miteinander raufen. Das heißt, eigentlich lag Donnelly bäuchlings und jaulend im Gras, während Scott ihm ein Knie in die Nieren stemmte und den Arm rabiat und widernatürlich jedweder Anatomie auf den Rücken drehte. Als Hazel sie erreichte, löste Scott seinen Griff und zerrte den Omegawolf grob auf die Füße. Kaum stand dieser, versuchte er bereits zu türmen, doch Scott packte ihn rechtzeitig am Kragen und wuchtete Donnelly mit dem Kreuz gegen die Fassade der Laube.
    „Was zum Teufel hast du hier zu suchen?!“, schnauzte Scott ihn wütend an. Donnelly war wenige Zentimeter größer als er, wirkte aufgrund seiner schmalen Schultern trotzdem mickriger. „Hat dich O'Rourke auf mich angesetzt oder willst du erbärmlicher Spanner schon wieder Abigail anzuglotzen?!“ Anstatt einer Antwort gab Donnelly ob des Schmerzes im Gelenk ein mitleiderregendes Winseln von sich. Ihr Gefühl sagte Hazel, dass sich Scott sowieso von keiner der beiden Möglichkeiten beschwichtigen lassen würde. Um eine Reaktion aus dem Omegawolf zu herausbekommen, rammte er ihn erneut hart gegen die Wand hinter ihm und knurrte: „O'Rourke oder Abigail?“
    Die Gewalt trieb Donnelly die Sprache aus der Kehle. „O'Rourke! O'Rourke hat mich geschickt!“
    „Wozu? Was will der Typ?!“
    „Ich hab keine Ahnung!“
    Oh-Oh! Falsche Antwort. Hazel wollte dazwischen gehen, aber Scott tackerte ihm bereits den Unterarm gegen den Kehlkopf. „Ich weiß es wirklich nicht!“, krächzte Donnelly verängstigt. „Ich bin doch nur ein Omega! Ich soll dich im Auge behalten, das ist alles, was man mir gesagt hat.“ Er zog den Kopf ein, als Scotts Gesichtsmuskeln unkontrolliert zuckten. Armer Donnelly. Seine Zwangslage weckte Hazels Mitleid, gleichzeitig verwandelten sich ihre Knie angesichts von Scotts rohen Auftritt in frisch gekochten Vanillepudding. Statt Donnelly sollte er Hazel gegen eine Wand nageln und… Konzentration, Kreuzdonnerwetter! Anlechzen konnte sie ihn später. Abgesehen davon ging ihr durch den ungeplanten Sprint die Pumpe wie bei einem Feuerlöschzug. Ihr fehlte der Atem, um ihn sich von Scott berauben zu lassen! Fokussierte sie sich lieber auf Donnelly; das hatte beim letzten Mal geholfen, ihrer Libido einen Maulkorb umzulegen.
    Das Veilchen in seinem Gesicht schimmerte als blasser Schatten auf der Haut, wogegen er die aufgesprungene Lippe erst seit sehr kurzer Zeit mit sich herumtrug, erkannte Hazel am Zustand des Schorfs. „Donnelly?“ Sie trat einen Schritt näher an ihn heran und bemühte sich um eine friedfertige Tonlage. Es reichte, wenn Scott ihn einschüchterte. „Hast du gesehen, ob O'Rourke mein Bullet Journal an sich genommen hat?“
    Donnellys Pupillen zuckten zu ihr herüber, richteten sich jedoch sofort wieder angsterfüllt auf Scott, dessen furchteinflößender, eiskalter Blick den Omega durchbohrte. Auf diese Weise lockten sie doch keinen einen einzigen Fieps aus ihn heraus. „Sobald du unsere Fragen beantwortet hast, lassen wir dich gehen. Ehrenwort!“, versprach Hazel Donnelly, der allerdings keinesfalls überzeugt Scott mit weit aufgerissenen Augen anglotze. Solche Schwüre verloren eben ihre Wirkung, wurde man dabei von einem gewaltbereiten, unbeherrschten Kerl im Schwitzkasten gefangen gehalten. So brachte das einen Pappenstiel. Hazel legte Scott deswegen besänftigend die Hand auf den Oberarm. „Richtig, Scott?“
    Seiner Mine nach zu urteilen, passte Scott dieses Abkommen in keinster Weise. Doch schlussendlich grummelte er etwas in den Bart hinein und ließ Donnelly mit einem letzten, kraftvollen Stoß frei. Zufrieden wertete Hazel das als Zustimmung. Gleichwohl der Omega besser keinen vorzeitigen Fluchtversuch riskieren sollte, denn Scott baute sich mit verschränkten Armen vor ihm auf, allzeit bereit, ihn zurück an die Laube zu heften, falls notwendig.
    „Siehst du?“, sagte Hazel zu Donnelly. „Und jetzt verrate uns, was du über mein Notizbuch weißt.“
    Nach wie vor verunsichert – und vermutlich von der Situation überfordert – wechselte Donnellys Augenmerk zwischen Scott und Hazel hin und her. Schließlich seufzte er und gestand: „O'Rourke hat es.“ Ha! Wusste sie es doch! Sie ließ ihn aussprechen. „Sulley hat es aus der Kasse im Pub genommen und ihm gegeben. Als Friedensgeschenk oder so, um sich mit O'Rourke gutzustellen. Es liegt im Bahnhof, zwischen seinen anderen Sachen.“
    „Er will sich gutstellen? Haben die beiden denn Streit?“ Automatisch richtete Hazel den Blick auf Scott. So überrascht wie er Donnelly ansah, hörte er zum ersten Mal davon.
    Vorsichtig nickte der Omegawolf. „In letzter Zeit geraten die zwei öfter aneinander. Sulley ist der Meinung, O'Rourke würde zu wenig tun, um den Einfluss des Rudels zu stärken. Vor allem was ihn…“ Er schaute scheu zu Scott. „und seine Familie betrifft.“ Stimmt. Scott hatte erwähnt, dass O'Rourke mächtig Respekt vor Mr Fitzpatrick verspürte und gegenüber Scott zeigte er sich zuletzt mit Handgreiflichkeiten auch eher zurückhaltend.
    Donnelly rang deutlich mit sich, wie viel er preisgeben sollte. Seine Körpersprache sowie die Unsicherheit in seiner Stimme machten das deutlich: „Sulley stellt ihn damit unter Druck. O'Rourke ist zu alt um Rangkämpfe gegen jemanden in Sulleys Alter zu gewinnen.“
    „Mit dreiunddreißig Jahren ist man nicht alt!“, platzte Scott empört hervor und Hazel tätschelte ihm beruhigend die Schulter, bevor er Donnelly für dessen Aussage ansprang. Dieser erschrak vor Scott, weswegen Hazel ihn schnell ablenkte: „Was will O'Rourke mit meinen Notizen anfangen?“ Es dürfte den Alphawolf einer Schlägerbande kaum interessieren, wann Hazel zuletzt ihre Tage hatte oder welche Literatur für eine Dissertation im Fachbereich Pharmazie nützlich sei.
    Auf die Frage hin ließ Donnelly geknickt den Kopf hängen. „Solche Dinge erfahre ich nicht. O'Rourke bespricht so was nur mit dem Beta. Er redet ja nicht einmal persönlich mit mir.“
    Irgendwie tat er Hazel Leid. Vom eigenen Rudel schlecht behandelt zu werden, ertrug sich bestimmt nur schwer und nahm Donnelly zweifellos mit. Mit den Blessuren und wie er schutzsuchend den Rücken gegen die Laube drückte, mochte Hazel gar kaum glauben, dass er zu dieser rüpelhaften Meute im Bahnhof gehörte. Zum Glück hielt sich Abigail im Haus auf. Anderenfalls würde ihre ausgeprägte Fürsorglichkeit schon doppelte Saltos schlagen. Jeder empfand beim Anblick dieses mitgenommen Häufchen Elends Mitgefühl. Na ja. Bis auf Scott.
    „Meine Anweisungen bekomme ich von Sulley. Dieses Notizbuch... Er sollte es zurückgeben, finde ich“, stellte Donnelly klar. Scott reagierte darauf mit einem hörbaren, abfälligen Schnauben: „Klar, weil du der Good Guy hier bist.“
    „Ich bin kein Arschloch, okay? Nur weil ich zum Rudel gehöre, muss ich nicht alles gutheißen, was sie tun“, entfuhr es Donnelly. Langsam schien ihm der Schrecken über die Verfolgungsjagd aus den Nerven zu weichen und es kehrte etwas in ihm zurück, das Hazel unter Umständen als Courage betiteln würde. Nicht, dass es Scott kratzte: „Ach? Und Warum hast das Buch nicht gleich mitgebracht, du Niete?“
    „Bist du taub? Ich bin nur der Omega. Mich lässt man nicht mal in die Nähe von O'Rourkes Kram.“
    Ehe einer der beiden - das heißt Scott - handgreiflich wurde, unterbrach Hazel die zwei Männer: „Hast du deshalb meine Aufmerksamkeit auf dich gezogen?“, richtete sie ihre Frage an Donnelly. „Weil du mir helfen willst?“
    Betreten nickte er. „Ja. Ich war ratlos, was ich sonst tun sollte. Der Einbruch war eine beschissene Idee von Sulley und als er dann dein Notizbuch in der Kasse entdeckt hat... .“ Der Rest des Satzes blieb unvollendet. Langsam entwickelte Hazel Sympathie für diesen Mann. Zumindest erweckte er den Anschein, ein vernünftiges Kerlchen zu sein und schlichtweg in einer Umgebung festzustecken, in die er weder passte, noch gehörte. Für eine endgültige Bewertung seiner Persönlichkeit war es sicherlich zu früh. Davon ausgehend, wie die Hexe ihn bisher erlebte, wollte er in ihren Augen aber so auf keinen Fall zu O'Rourke und den Schlägern passen. Erstrecht nicht zu diesem Kotzbrocken Sulley. Dennoch fühlte sich Donnelly sichtlich unwohl dabei, sein Rudel zu hintergehen und mit Scott und Hazel über all dies zu reden. So viel Loyalität war bemerkenswert, fand sie. Oder dumm. Eins von beiden.
    „Aber weshalb bist du dann vor uns davongerannt, wenn du mir mit mir reden wolltest?“, hakte Hazel nach. Der verschreckte Blick, den Donnelly daraufhin Scott zuwarf, beantwortete ihre Frage zur Genüge. An seiner Stelle hätte Hazel genauso die Beine in die Hand genommen. Besonders wenn Scott so bedrohlich dreinschaute, wie er es gerade tat. Okay, jetzt log sich Hazel selbst an. Würde Scott ihr nachjagen, wie er es bei Donnelly getan hatte, würde sie sich absichtlich von ihm fangen lassen und ihm-... Himmelherrgott noch eins! Was lief denn nur falsch in ihrem Kopf, dass Scott sie mit dieser bescheuerten Dominanzscheiße so anmachte?! Donnelly. Sie musste sich wieder auf Donnelly konzentrieren. Sein lädiertes Gesicht konnte nicht einmal die eigene Mutter schön finden.
    Hazel deutete auf seine Verletzungen. „Das Veilchen und deine aufgeplatzte Lippe… waren das Sulley und die anderen?“ Die Hand des Omegas wanderte zu den geschundenen Stellen. Erneut kam ihm keine Silbe über die Zunge und bedrückt er vermied es, Hazel direkt anzusehen. Die Hexe interpretierte das als ein Ja. Was für Mistkerle. „Donnelly“, versuchte sie es eindringlich, „hast du dir mal überlegt, das Rudel zu verlassen? Mir ist unklar, wie du dich mit diesen Typen abgeben kannst. Du scheinst ganz anders als O’Rourke und Sulley zu sein und ihre Gesellschaft tut dir offensichtlich schaden.“ Wie sollte man es sonst werten, wenn die eigenen Leute einen Grün und Blau schlugen?
    Ihre Worte brachten ihn dazu, Hazels Blick nun doch zu erwidern und in seinem Tonfall lag gleichermaßen Frustration wie Bitterkeit: „Um dann als einsamer Wolf zu krepieren? Vergiss es. Lieber lasse ich mich den Rest meines Lebens herumschubsen.“
    Man musste wohl ein Wolfpolymorph sein, um diese Rudelfixierung zu begreifen. „Vielleicht nimmt dich ein anderes Rudel auf. Oder du tust dich mit jemanden zusammen, der auch alleine ist“, erwiderte Hazel. Von der Seite spähte sie flüchtig zu Scott. Er gab sich große Mühe, detachiert vor sich hinzustieren aber diese Anspielung konnte er schwerlich überhört haben. Donnelly für seinen Teil sah sie sprachlos an, bis er nachdenklich den Blick senkte. Wenigstens bei ihm schien ihr Vorschlag etwas zu bewirken.
    Da Hazel genug von Donnelly erfahren hatte, gab es keinen Grund ihn weiter hier festzuhalten. „Danke für deine Hilfe, Donnelly“, bedankte sie sich mit einem Augenzwinkern. „Du hast mir sehr geholfen. Jetzt verschwinde von hier, bevor dich jemand mit uns sieht und du Ärger bekommst.“ Skeptisch sah der Omegawolf noch einmal Mal zu Scott und als er sich vergewissert hatte, dass dieser ihm nicht nachsetzen würde, trollte er sich in Richtung Vorgarten davon. Mit grimmiger Miene behielt Scott ihn währenddessen im Auge.
    „Ist was?“, wollte Hazel wissen. Missfiel ihm etwas?
    „Ich höre.“
    „Worauf?“ In derselben Sekunde vernahm Hazel ein leises Fluchen und wandte sich um. Am vorderen Ende des Gartens hob Donnelly soeben angewidert einen Fuß und scharrte im Anschluss mit der Schuhsohle über das Gras, ehe er letztlich davon stakte. Hemmungslose Schadensfreude übernahm infolgedessen Scotts Mimik. „Er ist in einen Haufen Hundescheiße getreten.“
    „Der Nachbar deiner Eltern hält einen Hund?“ Sie entdeckte weder das Tier an sich, noch Spielzeug, das auf eines hinwies.
    „Nein. Er ist Mathelehrer.“
    Ah…a? Was auch immer. Hazels Laune traute sich jedenfalls zurück auf das Trampolin und vollführte einen meisterhaften Satz nach oben. Dank Donnelly verfügte sie endlich über genau die Informationen, die sich aus einem Gespräch mit ihm erhofft hatte. Ihre ursprüngliche Planung sah zwar keine Hetzjagd vor und den Omega durch Hausfriedensbruch zustellen, ergab sich auch eher spontan – diese Details sollten der Hexe allerdings egal sein. Wichtig war für sie nur folgendes: Erstens: Sie wusste, wo sich ihr Bullet Journal befand. Zweitens: Sie behielt Recht und O'Rourke hatte gelogen. Fragte sich bloß, was sie mit diesem Wissen anstellen sollte. Solange ihr Bullet Journal in diesem siffigen Bahnhof lag, umgeben von einem Rudel angriffslustiger Wolfpolymorphe, blieb es für Hazel unerreichbar. Effektiv trat sie trotz neuer Erkenntnisse auf der Stelle.
    „So“, riss Scott sie aus ihren Überlegungen. „Du hast mit Donnelly gesprochen, wie du es wolltest. Bist du jetzt zufrieden?“
    Gute Frage. Irgendwie schon, irgendwie auch nicht. Jedoch würde sie ganz bestimmt darauf verzichten, Scott ihre Unschlüssigkeit auf die Nase binden. Auf großkotzigen Sprüche à la 'Was hab ich dir gesagt?' oder 'Wer hatte wieder mal Recht?', konnte Hazel nämlich echt pfeifen. „Es war keine Zeitverschwendung“, antwortete sie deshalb ausweichend. „Und über alles Weitere muss ich erst nachdenken.“
    Scott schwieg für einen kurzen Moment, dann zuckte er mit den Schultern. „Willst du meine Meinung hören?“
    Nein, darauf konnte sie verzichten. In den letzten Tagen hatte Scott ihr seinen Standpunkt nun wirklich mehr als hinreichend vorgekaut und sollte sein dekretierendes Geseier von vorn beginnen, würde Hazel Abby höchstpersönlich zu einem SingStar-Marathon in Scotts Wohnung einladen. „Nein Danke. Ich kann mir sehr gut vorstellen, was du zusagen hast“, lehnte sie mit genervten Unterton ab.
    „Sicher?“ Bisher hielt Scott weiterhin die Arme vor der Brust verschränkt. Er nahm sie herunter, derweil er erklärte: „Ich denke nämlich, ich habe eine Idee.“
    So. Hatte er. 'Lass mich raten', dachte sich Hazel sarkastisch und kam nicht umhin, mit den Augen zu rollen: Sie sollten nachhause gehen und nie mehr über ihr Bullet Journal sprechen. Das konnte Scott sowas von knicken! „Ach.“
    „Jup“, bestätigte er mit einem Nicken. „Wie ging dieser Spruch mit dem Gebiss und den Augen?“
    Ein Spruch mit einem Gebiss und Augen? „Du meinst 'Auge um Auge, Zahn um Zahn'?“ Was kam er ihr denn jetzt mit Redewendungen an?
    „Genau! Auge um Auge, Zahn um Zahn. O'Rourke hat dein Notizbuch aus dem Pub gestohlen, also klauen wir es uns zurück.“ Unerwartet legte sich ein hinreißendes Grinsen auf Scotts Lippen – eine reizvolle Mischung aus Vorfreude, Belustigung und Provokation, die Hazel dahinschmelzen ließ. „Wir steigen bei ihm ein.“




    nächster Teil

  • Rosen sind rot,
    gelb ist die Biene,
    ich kann nicht dichten,
    Waschmaschine!

  • Hallo @Skadi


  • Danke für eure Kommentare, ihr zwei ^^
    Es ist immer wieder interessant und aufschlussreich, eure Gedanken und Mutmaßungen über die weitere Handlung zu lesen :D


    Sowas von! O'Rourke schickt doch nicht einfach irgendwen irgendwo hin und sagt, viel Spaß! ... Obwohl das beim Omegawolf vielleicht unter Mobbing fallen würde XD Anyway ... Richtig! Falsche Antwort!!!

    Ich weiß, ich hab dir das neulich im Chat schonmal gesagt. Aber ich finde es immer wieder so toll, wie du mit der Geschichte mitfühlst (?) xD Irgendwie muss ich mir gerade vorstellen, wie du eine Kampfszene liest und dabei voller Einsatz anfeuernd die Boxhiebe nachamst :rofl::love:


    Ja ... Skadi wann!? Wann lässt du die beiden endlich endlich ....

    Unter der Annahme, DASS ich sie lasse? :sarcastic: :grinstare: