Freakshow

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    • @Skadi Ich freue mich immer auf deine kleine Freakshow! :love:

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      Skadi schrieb:

      Genau genommen hielt Colin einen größeren Sicherheitsabstand zu der Banshee, als ihm jede einstweilige Verfügung aufzwingen könnte.
      Jemand, der meine Ohren zum bluten bringen könnte ... mein Mitbewohner oder Nachbar würde er bestimmt nicht werden. :D

      Skadi schrieb:

      Die Banshee trug ihren rotkarierten Pyjama und ihre Häschenhausschuhe, von denen ständig die Puschelschwänzchen abfielen und dann irgendwo in der Wohnung herumlagen, bis Moira sie fand und wieder annähte.
      Das Detail finde ich mega süss!

      Skadi schrieb:

      Bei ihrer letzten Trennung hatte ihr Ex-'Freund' ihr an den Kopf geworfen, allein bei ihrem Anblick Todesängste zu durchleben und sie sei irgendwann nochmal sein Untergang. Gemeinsam mit Kolja hatte Scott dem Mistkerl danach einen Besuch abgestattet und ihm leibhaftig demonstriert, wie sich echte Todesängste anfühlten.
      Ach, Scott ist aber ein geiler Freund. :D Sowas will ich auch!

      Skadi schrieb:

      „Ken? Wer heißt denn bitte Ken? Ist der Typ aus Plastik, ohne Schwanz in der Hose, oder was?“, polterte Colin los und bekam für seinen Kommentar einen bösen Blick von Moira zugeworfen.
      :rofl: hab ich auch gedacht!

      Skadi schrieb:

      „Neeeeeeeein!“
      Ihre Stimme schnitt sich wie tausend scharfe Rasierklingen durch Scotts Gehörgang und der Schmerz zwang ihn beinahe in die Knie. Neben ihm fluchte Colin bitterlich der Qual entgegen, als könne seine eigene Stimme Moiras Wehklagen aus seinen Ohren vertreiben. Gemeinsam mit ihrem Jammerschrei fraß sich die Verzweiflung durch Scotts Trommelfell, ätze ihm das Mark aus den Knochen, um schlussendlich sein Hörvermögen als widerliches Gemisch aus Blut und Schleim auszukotzen.
      Autsch! Ich versteh' Colin xD

      Skadi schrieb:

      „Ich glaube, ich bin taub!“, rief Colin entsetzt und blickte sich orientierungslos um.
      Der Arme!

      Skadi schrieb:

      „Hey Leute… ich höre nichts mehr…“, meldete sich hilflos Colin zu Wort, wurde aber von keinem seiner Geschwister beachtet.
      .... 2.0 Autsch.

      Skadi schrieb:

      Indessen jammerte Colin immer noch im Hintergrund herum: „Ihr tut nur so, ja? Ihre redet nicht wirklich, oder? Das ist echt nicht witzig!“
      Noch immer, Autsch.

      Skadi schrieb:

      Auf so was kamen echt nur die Menschen. Immerhin kannte jeder Freak den sogenannten 'Exklusivstatus' der Zombies, sich ausschließlich mit ihresgleichen einzulassen. Die Zombiegemeinschaft in Dublins Umgebung hatte sich deswegen im Laufe der Jahrzehnte zum reinsten Inzesthaufen entwickelt und diese Typen schlurften sicher nicht wegen ihres einwandfreien Genpools durch die Gegend.
      :rofl: Deine Freaks sind klasse! xD

      Skadi schrieb:

      „Ja, oder Blair Witch Project“, schlug Colin vor und blinzelte darauf überrascht. „Hey, ich kann wieder hören!“
      Ach Gottchen! Endlich :D

      Beim lesen deiner Texte habe ich einfach immer ein Dauergrinsen auf den Lippen!
      Fly

      "Ein Schloss ohne Gruft, das wäre wie, wie ein Einhorn ohne Horn!"

      Eigenes von Fly
      Schatten unter London
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      Skadi schrieb:

      Aber nach beinahe fünfzehn Minuten Gewäsch über weibliche Emotionen, Zwischenmenschlichkeit und die große Liebe, hatte Scott seinen kleinen Bruder angefleht, um Himmels willen und bei allem, was ihm heilig sei, bitte, bitte, bitte mit in diese Wohnung zu kommen, damit dieses sentimentale Geseier endlich ein Ende fand.
      Also folgte Colin Scott grummelnd den Treppenaufgang des Hauses hinauf,
      Sie sind eben doch Brüder :D

      Skadi schrieb:

      Gemeinsam mit Kolja hatte Scott dem Mistkerl danach einen Besuch abgestattet und ihm leibhaftig demonstriert, wie sich echte Todesängste anfühlten.
      Und auch wenn Scott immer so tut und nicht der Hellste ist, er hat schon einen weichen Kern XD

      Skadi schrieb:

      „Ich glaube, ich bin taub!“, rief Colin entsetzt und blickte sich orientierungslos um.

      Skadi schrieb:

      „Hey Leute… ich höre nichts mehr…“, meldete sich hilflos Colin zu Wort, wurde aber von keinem seiner Geschwister beachtet
      :rofl:

      Skadi schrieb:

      Vor ihm stand sie. Haselnussbraune Augen. Haselnussbraune Locken. Die Augenbrauen verblüfft nach oben gezogen, sah Hazel Scott an. „Okay, hier bin ich richtig.“
      Ui, da bin ich jetzt aber gespannt :D

      Hat die Blume einen Knick,
      war der Schmetterling zu dick.




    • Ach ihr seid klasse, Mädels :rofl:

      97dragonfly schrieb:

      Deine Freaks sind klasse! xD

      97dragonfly schrieb:

      Beim lesen deiner Texte habe ich einfach immer ein Dauergrinsen auf den Lippen!

      97dragonfly schrieb:

      @Skadi Ich freue mich immer auf deine kleine Freakshow!
      Vielen Dank :love: So was liest man doch gern, hihihi!


      Miri schrieb:

      Ui, da bin ich jetzt aber gespannt
      :grinstare: Schauen wir mal, was? :D
    • Skadi schrieb:

      Colin kam mit hinauf.
      Ach was. Das überrascht mich jetzt aber :rofl:

      Skadi schrieb:

      Die Banshee trug ihren rotkarierten Pyjama und ihre Häschenhausschuhe, von denen ständig die Puschelschwänzchen abfielen und dann irgendwo in der Wohnung herumlagen, bis Moira sie fand und wieder annähte.
      Ach wie süß! ich will auch so Häschenhausschuhe haben! Vielleicht welche, die nicht ständig auseinanderfallen. aber so flauschige Häschenschüchen :love:

      Skadi schrieb:

      „Ken? Wer heißt denn bitte Ken?
      Mira soll froh sein, dass sie den Kerl los ist/bzw. sie nie mit ihm zusammen war. Wer sein Kind so nennt, muss schon seine Gründe haben. Ist wie die Plastikversion von Kevin :hmm:

      Skadi schrieb:

      Ihre Stimme schnitt sich wie tausend scharfe Rasierklingen durch Scotts Gehörgang und der Schmerz zwang ihn beinahe in die Knie. Neben ihm fluchte Colin bitterlich der Qual entgegen, als könne seine eigene Stimme Moiras Wehklagen aus seinen Ohren vertreiben. Gemeinsam mit ihrem Jammerschrei fraß sich die Verzweiflung durch Scotts Trommelfell, ätze ihm das Mark aus den Knochen, um schlussendlich sein Hörvermögen als widerliches Gemisch aus Blut und Schleim auszukotzen.
      Die Beschreibung ist klasse und ich fühle mit Scott mit. Ich kann mir vorstellen, das es nicht lustig ist, wenn das Hörvermögen als Blut und schleim ausgekotzt wird. Wtf :D

      Skadi schrieb:

      „Hey Leute… ich höre nichts mehr…“, meldete sich hilflos Colin zu Wort, wurde aber von keinem seiner Geschwister beachtet.
      Ja, jetzt helft halt dem armen Kerl! Er jammert jetzt schon zum 3. Mal, dass er nichts hört! Wer interessiert sich schon für Moira ... Alter, was ein Emotionskrüppel...interessiert sich nur für sich. Böser Colin! :rofl:

      Skadi schrieb:

      Hektisch wedelte er hinter dem Rücken seiner Schwester mit den Armen herum; Colin stimmte stumm in seine Gesten ein. Die Hände der beiden Wolfsrüden schrien ihr lautlose Warnungen zu und ihre Augen flehten um Gnade. Halt! Nein, tu es nicht! Flieh, du Närrin, solange du kannst! Moira beobachtete die Männer kurz, dann sah sie die vor Begeisterung strahlende Abby an und stotterte unsicher: „Vie-vielleicht?“
      Gleichzeitig warfen Scott und Colin die Arme in die Luft.
      Die Szene kann ich mir so richtig gut bildlich vorstellen. Wie Abby Moira da fröhlich anlächelt und in ihrem Rücken zwei Vollidioten herumhampeln und herumgestikulieren, und Moira versteht kein Wort und muss aber irgendwas sagen. Und wie Scott und Colin beinahe zu heulen beginnen, wenn sie mit ihrem "Vielleicht" kommt. :rofl:

      Schön. Mir gefällt die Szene echt super gut. Obwohl nicht einmal viel passiert, aber man hat diese bedrückende Atmosphäre, die man sich wunderbar vorstellen und in die man sich dank deiner Beschreibungen super hineinversetzen kann. Ich verstehe zwar den ganzen Aufruhr wegen eines Kerl nicht, der Ken heißt und nicht mal mit Moira zusammen war, aber gut. Ich bin vermutlich auch ein Emotionskrüppel :rofl:

      Jetzt bin ich aber interessiert, was zur Hölle Hazel dort nun sucht. :hmm: Mitten in der Nacht :o

      LG, Kyelia


      Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
      - Toni Morrison -

    • „Wie wäre es mit einem Klingelschild oder so? Ich musste zwei deiner Nachbarn aus dem Bett läuten, ehe ich die richtige Tür erwischt habe.“
      Selten war Scott so verdutzt über eine Sache gewesen, wie darüber, Hazel vor seiner Tür anzutreffen. Die Hexe hatte zuvor nie einen Fuß in seine Wohnung gesetzt und Scott wusste nicht, woher sie überhaupt seine Adresse kannte. Und auch wenn! So spät in der Nacht stattete jemand wie Hazel keine Überraschungsbesuche ab. Niall tat das dann und wann, um seinem stressigen Familienleben zu entfliehen: den nervigen Kindern, der anhänglichen Ehefrau, den lästigen Pflichten eines Familienoberhauptes. Ihm schlug Scott dann einfach die Tür vor der Nase zu. Hazel hingegen… Sie wollte er nicht draußen stehen lassen. „Unsere Namen sind zu lang,“ erklärte Scott mechanisch, weil ihr Auftauchen ihn so sehr durcheinanderbrachte. Das war nicht einmal eine faule Ausrede. Die Namen Kavanagh, Dmitrijew und Fitzpatrick hintereinander aufgeführt, sprengten den Platz, den der Architekt des Gebäudes dem Klingelschild zugestanden hatte. Hazel runzelte die Stirn. „Und wenn ihr sie untereinanderschreibt?“
      „Alles in Ordnung, Scott?“ Aus dem Wohnzimmer hörte Scott seine Schwester nach ihm rufen. Stand er schon so lange hier herum und gaffte Hazel an, dass den anderen sein Wegbleiben Sorgen bereitete? „Äh… Ja“, rief er zurück, „Ja… alles okay“. Oder so. Er machte einen Schritt zur Seite und forderte Hazel mit einer steifen Handbewegung auf, reinzukommen.
      Sie folgte seiner Aufforderung. Zögerlich zwar, aber sie trat in den Flur und Scott schloss die Tür hinter ihr. Irgendwie war das schräg, Hazel hier zu haben. In seiner Wohnung. Weit nach Mitternacht. Die Frau, die ihm seit über einem Jahr den Kopf verdrehte. Manchmal fantasierte Scott darüber, Besuch von ihr zu bekommen. In seiner Vorstellung trugen sie beide allerdings weniger Kleidung; keine, um genau zu sein. Außerdem hielt nicht zur selben Zeit ein Drittel seiner Familie eine Versammlung in seinem Wohnzimmer ab und auf dem Sofa hockte auch keine schluchzende Banshee, die sich die Augen ausheulte.
      „Scott?“
      „Häh?“ Erst die Stimme seiner Mitbewohnerin holte ihn ins Hier und Jetzt zurück. Scotts Gedanken hatten einen kleinen Ausflug in seine Wunschträume unternommen und geistesabwesend musste er in der Zwischenzeit Hazel ins Wohnzimmer geführt haben. Und das scheinbar bereits vor einigen Sekunden, denn Moira und Scotts Geschwister sahen ihn an und warteten… worauf gleich nochmal?
      „Willst du uns nicht vorstellen?“, erinnerte ihn Abby und lächelte daraufhin Hazel an.
      „Öh... Na gut. Das ist-…“
      „Ich bin Hazel.“ Hm. Offensichtlich ging Hazel ihre Vorstellung nicht schnell genug, also übernahm sie diese Aufgabe kurzerhand selbst. „Ich arbeite im Tír na nÓg. Scott, Kolja und ich sind Kollegen. Hey Moira!“
      „Hey Hazel.“ Die Banshee winkte ihr zu. Gelegentlich hing Moira im Pub herum oder sie trug einem ihrer beiden Mitbewohner deren Telefone und andere wichtige Gegenstände nach, die sie zuhause vergaßen. Moira und Hazel kannten sich daher ein bisschen. Sie brauchte Scott nicht miteinander bekanntzumachen. Blieben nur seine Geschwister: „Meine Schwester Abby. Mein Bruder Colin“.
      Hazel grüßte erst die eine, dann den anderen. Bei Colins Anblick stutzte sie. Ihre Lippen öffneten sich einen kleinen Spalt und sie sah, nein, starrte Scotts Bruder an. Die Arme vor der Brust verschränkt, grinste dieser Hazel auffordernd an. „Hi!“
      „Hi…“ erwiderte die Hexe verblüfft. Als nächstes wanderten ihre Augen von seinem Gesicht zu Scott, wieder zu Colin und zurück. „Bei euch ist jeder DNA-Test überflüssig, das ist klar.“
      So was in der Art durften sich Scott und Colin nicht zum ersten Mal in ihrem Leben anhören. Scott hatte keine Ahnung, weshalb die Leute die starke Ähnlichkeit zwischen ihnen für so erwähnenswert hielten. Ja, sie sahen sich sehr ähnlich. Ja, der geringe Altersunterschied von nicht einmal ganz zwei Jahren verstärkte diesen Eindruck zusätzlich. Doch sie waren schließlich auch Brüder! Zudem Scott die Unterschiede in ihren Gesichtszügen sowieso mehr als eindeutig fand. Und würde Hazel jetzt bitte damit aufhören, Colin so fasziniert zu mustern??
      Hazel riss sich endlich los. Nicht jedoch, ohne Scotts Bruder einen letzten, erstaunten Seitenblick zuzuwerfen. „Tut mir leid, euch so spät zu stören bei…“, sagte sie und überflog die Runde, „wobei auch immer.“ Danach konzentrierte sie sich einzig auf Scott und hielt demonstrativ ihr Smartphone hoch, als müsse sie ihre nachfolgenden Worte beweisen. „Hayes sagte mir, wo du wohnst. Er hat mich angerufen und verlangt, dass wir sofort in den Pub kommen. Jemand ist eingebrochen und hat den Schankraum zerlegt.“
      „Was?! Ist das dein Ernst?“, blaffte Scott ungläubig. „Wann soll das bitte passiert sein?“
      „Irgendwann nachdem wir abgeschlossen haben. Wir waren die letzten im Pub. Hayes will deshalb, dass wir uns den Schaden ansehen und ihm sagen, was davon durch den Einbruch entstanden ist und was vorher kaputt war.“
      Scott zog die Augenbrauen zusammen. Welcher Idiot stieg denn in eine Kneipe wie dem Tír na nÓg ein? Der Laden machte von außen noch weniger her, als von innen. Es gab absolut nichts zu holen, außer man fuhr auf abgestandene Chips- und Salzstangenreste ab. Der Erfolg stand in keinem Verhältnis zu den Mühen, die so eine Aktion von einem abverlangten. Erst musste man sich einen Überblick über die Räumlichkeiten holen und sichergehen, dass sich niemand mehr im Gebäude aufhielt. Sich dann einen Weg zum Einsteigen suchen, ein Fenster oder die Tür aushebeln zum Beispiel, den wertvollen Kram finden, rausschleppen und zum Schluss irgendwie vom Tatort wegkarren, ohne von neugierigen Nachbarn beobachtet zu werden. Das alles für irgendwelchen Trödel? Da fiel Scott echt Besseres ein, mit seiner Zeit anzufangen.
      Abby keuchte erschrocken. „Das ist ja schrecklich! Scott, ihr solltet aufbrechen. Lasst euch am besten direkt von Colin hinfahren!“
      „Ich bin nicht euer privates Taxiunternehmen, verdammt!“, protestierte dieser gereizt gegen den Vorschlag seiner Schwester. „Was soll er denn um diese Uhrzeit außerdem erreichen? Die Fährten der Kerle aufnehmen und die Polizei zu ihrem Versteck führen? Der Laden wird sich über Nacht nicht wie von Geisterhand aufräumen und morgen noch genauso hinüber sein.“
      „Du musst mich eh nach Hause fahren. Der kurze Umweg... .“
      „Nein!“
      „Es ist ein Notfall!“
      „Isses nich'!“
      Damit ging die Diskussion los. Starrsinn zählte zu den Charakterzügen, die sich bei jedem in der Familie zeigten – bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Kieran bildete die einzige Ausnahme aber Scott wusste eh nicht, woher sich der Junge seine Persönlichkeit nahm. Jedenfalls versuchte Abby Colin mit allen möglichen rationalen und irrationalen Argumenten von seiner angeblichen Pflicht, Scott und Hazel zum Pub zu chauffieren, zu überzeugen. Sie schwatzte etwas vom Familienzusammenhalt, von Gerechtigkeit und dem Respekt vor fremden Eigentum. Vom emotionalen Wert des Pubs für Scott und Hazel und davon, auch einfach bloß mal nett zu sein. Und Colin wiederum verschränkte die Arme vor der Brust und gab sich stur. Das konnte er am besten. Alles in allem brachte ihre Debatte rein gar nichts.
      Scott tauschte einen Blick mit Hazel aus und scheinbar glaubte sie nicht an eine schnelle Einigung zwischen seinem Bruder und seiner Schwester. Sie zuckte mit den Schultern und nahm neben Moira auf dem Sofa Platz. Die Selbstverständlichkeit, mit der sie das tat, gefiel Scott an ihr. Hazel wartete nicht künstlich darauf, aufgefordert zu werden oder dass man ihr etwas anbot. Auf solche überflüssigen Anstandsregeln, auf die beispielsweise Abby dank schnulziger Groschenromane über englische Lords und irgendwelche Highlander stand, pfiff Hazel und das machte den Umgang mit ihr angenehm entspannt. Wenn sie sich hinsetzen wollte, setzte sie sich. Fertig.
      Die drei Frauen unmittelbar nebeneinander zu sehen, bot ein interessantes Bild. In der Mitte saß die zierliche Moira, flankiert auf der einen Seite von der großen, sportlichen Abby und auf der anderen von der erfrischend durchschnittlichen Hazel. In der Zeit, in der Scott sie für ihre reizvolle Normalität anhimmelte, diskutierten Colin und Abby ununterbrochen weiter.
      „Wie kannst du deinen Bruder nur so in Stich lassen?“, warf Abby Colin vor und bekam eine unbeeindruckte Antwort zurückgeworfen.
      „Es geht um 'ne aufgebrochene Tür und nich' um 'ne scheiß Niere.“
      „Nein, wir reden hier von deiner grundsätzlichen-…“ Mitten im Satz stockte Abby und auch die anderen, einschließlich Scott, wandten sich zum Flur um.
    • Skadi schrieb:

      Niall tat das dann und wann, um seinem stressigen Familienleben zu entfliehen: den nervigen Kindern, der anhänglichen Ehefrau, den lästigen Pflichten eines Familienoberhauptes. Ihm schlug Scott dann einfach die Tür vor der Nase zu.
      Diese Liebe in der Familie. Ich kann sie beinahe schon mit den Händen greifen ... aber auch nur beinahe :rofl:

      Skadi schrieb:

      „Scott?“
      „Häh?“ Erst die Stimme seiner Mitbewohnerin holte ihn ins Hier und Jetzt zurück. Scotts Gedanken hatten einen kleinen Ausflug in seine Wunschträume unternommen und geistesabwesend musste er in der Zwischenzeit Hazel ins Wohnzimmer geführt haben. Und das scheinbar bereits vor einigen Sekunden, denn Moira und Scotts Geschwister sahen ihn an und warteten… worauf gleich nochmal?
      Ja, ich kann mir gut vorstellen, wie der gute vor sich hinsabbert :D
      Armer Scotti :rofl:

      Skadi schrieb:

      Jemand ist eingebrochen und hat den Schankraum zerlegt.“
      öhm, what? Wenn das mal nicht dieser komische Wolfs-Affe und seine Freunde waren :hmm:

      Skadi schrieb:

      „Ich bin nicht euer privates Taxiunternehmen, verdammt!“, protestierte dieser gereizt gegen den Vorschlag seiner Schwester.
      Hier musste ich so laut lachen und teilweise auch weinen. Weil ich kann Colin hier nur all zu gut verstehen. Irgendwie spiele ich auch gerne Taxifahrer für alle mitten in der Nacht. Nur mach ich das für Freunde ... nicht für die Familie ... Oder korrigieren wir uns: Ich mache das nicht für Freunde und nicht nicht für die Familie :rofl:
      Ich schätze nur, dass Colin diesen Kampf verlieren wird. Er hat es ja schon nicht geschafft, gegen Abby anzukommen, als es überhaupt darum ging, loszufahren, oder mit hoch in die Wohnung zu gehen ... und um SingStar kommt er wohl auch nicht herum :D

      Skadi schrieb:

      Und würde Hazel jetzt bitte damit aufhören, Colin so fasziniert zu mustern??
      Oh, ist da jemand eifersüchtig? :grinstare: Zurecht? Ich glaube nicht :hmm:

      Also wurde der Pub überfallen und deshalb steht Hazel mitten in der Nacht vor der Tür herum. :hmm: Ich frage mich ja - wenn sie es denn endlich schaffen sollten Colin zu überreden, oder sie einfach laufen - was alles kaputt gegangen ist oder gestohlen wurde. Oder welches Zeichen (?) mit diesem Einbruch und der Sachbeschädigung gesetzt werden sollte. Und ob der Pub noch genügend Möbel im Keller hat, um den Betrieb am nächsten Tag wieder aufzunehmen :hmm:
      Schöner Teil! Wie immer unglaublich lustig und Scott weckt in mir sogar fast so etwas wie Mitleid, als Hazel so genau Colin mustert. Aber eben auch nur fast :D

      LG, Kyelia


      Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
      - Toni Morrison -

    • Danke für den Kommentar @Kyelia :love:

      Heute gibt's nochmal außer der Reihe einen Teil, weil das sozusagen der Kleckerrest vom letzten Post ist.


      Eine der Schlafzimmertüren war hörbar geöffnet worden, man vernahm das Tapsen nackter Füße auf dem Fußboden und dann stand Kolja im Raum. Er trug eine Schlafanzughose und ein abgetragenes T-Shirt. Den müden Augen und abstehenden Haaren nach zu urteilen, hatte er bis eben tief und fest geschlafen. Schlaftrunken blinzelte er die Meute in seinem Wohnzimmer an: Colin, Scott, Abby, Moira und zu guter Letzt Hazel. Scott Freund taxierte sie nachdenklich und danach … trottete er an ihnen vorbei in die Küche, ohne die Gruppe derweil aus den Augen zu lassen. Aus der Küche hörte Scott das Geräusch der Kühlschranktür und gleich darauf tauchte Kolja wieder auf. Unter seinem Arm klemmte eine Packung dieser vorgekochten und gefärbten Partyeier aus dem Supermarkt. Eines davon schälte er nebenbei und die quietschbunte Eierschale landete auf dem Teppich, was Moira mit einem missbilligenden Blick quittierte. Erneut fixierte Kolja die Truppe um Scott herum, biss dabei in das geschälte Ei hinein und verschwand schlussendlich in seinem Schlafzimmer. Tja. Kolja.
      Die Schlafzimmertür fiel eben erst ins Schloss, da lehnte sich Hazel zu Moira und Abby vor. „In einem Buch habe ich etwas darüber gelesen, dass Bären Greiflippen haben. Das heißt, sie können ihre Lippen völlig frei und unabhängig vom Kiefer bewegen.“ Ein ziemlich eindeutiges Schmunzeln stahl sich auf ihre Lippen. Viel zu eindeutig für Scotts Geschmack! „Ob Kolja auch als Mensch… .“ Moira kicherte bei Hazels Andeutung in ihre vorgehaltene Hand hinein und errötete leicht. Es war zwar schön, die Banshee endlich ein wenig fröhlich zu erleben. Nichtsdestotrotz gefiel Scott der Themenumschwung ganz und gar nicht.
      „Oooh, Greiflippen!“, staunte Abby mit großen Augen. „Das klingt unheimlich praktisch! Aber was soll Kolja denn damit anstellen?“
      Die Unschuld in ihrer Stimme brachte Hazel zum Lachen. Scott stand auf diesen Klang. „Stell dir vor, du liegst auf dem Rücken“, wurde sie konkreter und musste, wie auch Moira, grinsen. „Nackt. Und Kolja arbeitet sich mit seinen voll beweglichen Lippen langsam an deinem Körper hinab. Von deinem Hals runter zu den Brüsten, zum Bauch und immer weiter bis zu-… .“
      „Stopp!“ Scott und sein Bruder fielen der der Hexe unisono ins Wort und Colin sprach aufgebracht ihrer beiden Gedanken aus: „Du wirst meiner kleinen Schwester nichts von irgendwelchen Lippen erzählen, und erst Recht nichts über die Lippen dieses Riesen, kapiert?!“
      „Ist ja gut, ist ja gut“, lenkte Hazel ein und zwinkerte im Anschluss ihren beiden Sitznachbarinnen vielsagend zu. „Wir reden besser ein andermal darüber, Abby, falls du es bis dahin nicht rausgefunden haben solltest. Vielleicht erzähle ich dir dann von dieser Sache mit der Knallbrause.“
      „Knallbrause?“, wiederholte Abby neugierig, ebenso Moira: „Knallbrause?“
      „Knallbrause?“ Zugleich richteten die drei Frauen ihre Augen auf Scott und Colin. Den Männern war ihr unverhohlenes Interesse synchron über die Zungen gepurzelt und plötzlich fand Scott dieses Gespräch gar nicht mehr unangenehm. Hazel hatte seine ungeteilte Aufmerksamkeit.
      „… ja, Knallbrause“, erklärte sie. „Ihr wisst schon. Diese Zuckerkristalle, die im Mund anfangen wild zu knistern. Früher gab es das in kleinen Tütchen abgepackt in der Süßwarenabteilung jedes Supermarkts. Heutzutage muss man es im Internet bestellen.“
      Scott wusste, wovon Hazel redete. Knallbrause gehörte zu den Relikten seiner Kindheit und er erinnerte sich lebhaft daran, wie stark dieses Zeug prickelte. Man hörte das Knistern sogar durch den geschlossenen Mund!
      Es war Abby, die die entscheidende Frage stellte: „Und weiter?“
      „Also: Du bist mit einem Mann im Bett. Wenn er soweit ist, isst du eine Tüte davon, schluckst es aber nicht runter, sondern behältst es im Mund“, begann Hazel voller Begeisterung zu beschreiben. „Die Kristalle springen dir auf der Zunge herum und wegen der Menge extrem heftig. Es ist ein ständiges Sprudeln, Knistern, Züngeln... es fühlt sich echt intensiv an. Auf deiner Zunge und erst Recht auf empfindlicher Haut und wenn du dich dann vor deinem Mann hinkniest und mit dem Mund sei-…“ Hazel stoppte abrupt in ihrem Redefluss, als sie die Blicke von Scott und Colin bemerkte. Die zwei gafften sie mit einer unbestimmten Mischung aus Faszination, Fassungslosigkeit und Neugier an. Vor allem Scott würde demnächst nach vorn kippen, wenn er sich vor lauter Erwartung noch mehr zu ihr hin beugte. Die Hexe räuspert sich. „Wie gesagt: Ein andermal. Scott?“
      „Unbedingt…“, murmelte der, geistig gefesselt von der Knallbrause. Zuerst war Hazel völlig perplex von seiner Antwort, schüttelte allerdings gleich darauf den Kopf. „Das… das meine ich nicht.“ Oh. „Ich wollte vorschlagen, Kolja mit in den Pub zunehmen. Was die Küche angeht, dürfte er am aussagekräftigsten sein.“
      Ja, das klang sinnvoll. Denn um ehrlich zu sein, setzte Scott ausschließlich dann einen Fuß in die Küche des Pubs, wenn es sich nicht vermeiden ließ. Zur falschen Zeit am falschen Ort, und er musste spontan Geschirr spülen. Oder den Müll rausbringen! Woher sollte er wissen, ob Töpfe oder Pfannen fehlten, ob der Herd schon immer an der Decke hing oder der Kühlschrank auf 180°C Umluft hochheizte. „Kann nicht schaden“, stimmte Scott Hazels Vorschlag daher zu. „Sag ihm mal Bescheid, Colin.“
      „Beweg deinen Arsch selbst zu ihm. Ich spiele nicht den Laufburschen für euch.“ Doch im selben Moment holte Moira Luft, um sich ihrerseits zu der Situation zu äußern. Colin ergriff bereits währenddessen panisch die Flucht in Richtung Schlafzimmerflur. Sein Trauma saß wohl wirklich tief.
      „Eigentlich überflüssig, dass Hayes uns in den Pub bestellt“, dachte Scott laut. „Er schiebt alle Schäden eh auf den Einbruch und betrügt die Versicherung. So, wie beim Brand letzten Sommer.“
      Hazel hob ratlos die Hände. „Frag mich nicht. Mir ist es bis heute ein Rätsel, wie er damals an diesen Phönix gekommen ist und welcher Teufel ihn geritten hat, mit ihm Hahnenkämpfe im Büro zu veranstalten.“ Nicht nur die absurd hohen Schmiergelder an den Zoll, die Hayes für die Einfuhr bezahlen musste – sein Phönixhahn erwies sich als riesige Pfeife und ging beim ersten Kampf über den Jordan. Am Ende musste selbst Hayes einräumen, dass ein sterbender Phönix in einem mit holzverkleideten Büro nicht unbedingt zu seinen besten Ideen gehörte. Vom Büro des Tír na nÓg war danach jedenfalls ein Haufen Asche übriggeblieben und irgendwie hatte Hayes es geschafft, der Versicherung das Ganze als Wasserschaden zu verkaufen. „Diese Versicherungstypen geben sich einfach keine Mühe mehr...“, stellte Scott fest.
      Kaum sprach der Wolf aus, kehrte Colin ins Wohnzimmer zurück. Ohne Kolja. „Was ist? Kommt er?“
      „Ich weiß nicht… .“ Scotts Bruder kratzte sich unsicher den Schopf. „Er hat nichts gesagt. Mir bloß schweigend ein Ei in die Hand gedrückt und die Tür zu gemacht.“ Zum Beweis seiner Geschichte zeigte Colin ein grässlich pinkes Hühnerei hervor. Unschlüssig sah er es an und hatte offenbar keinen blassen Schimmer, was er jetzt damit anstellen sollte. Schließlich zuckte er mit den Schultern, schälte das Ei und aß es an Ort und Stelle auf.
      „Fahren wir eben ohne ihn“, beschloss Hazel und stand vom Sofa hoch. Abby wertete das als Signal zum Aufbruch, da sie die irritierte Moira aus heiterem Himmel mit einer freundschaftlichen Umarmung überraschte. „Wir fahren jetzt los. Falls etwas sein sollte, du jemanden zum Reden brauchst oder um dir Gesellschaft zu leisten, dann ruf an, ja Mäuschen? Egal um welche Uhrzeit! Ich habe immer Zeit für dich. Jetzt geh schlafen, ja?“ Sie wartete nicht die Reaktion der Banshee ab, sondern erhob sich und winkte Colin heran. „Wir warten am Auto.“
      „Wann habe ich bitte zugestimmt, euch durch die Gegend zu kutschieren?! Hey!“ Mit einem halb aufgegessenen Ei in der Hand lief Colin seiner Schwester nach, die zielstrebig aus der Wohnung marschierte. Man hörte ihn im Treppenhaus schimpfen, als Moira Scott ansah und meinte: „Aber ich habe ihre Telefonnummer doch gar nicht… .“
    • Hazel

      „Heilige Scheiße!“
      Ja. Hazel hätte es nicht treffender formulieren können. Das Tír na nÓg befand sich in einem schlimmeren Zustand, als nach der Kneipenschlägerei zum letzten St. Patrick’s Day. Die Tische und Stühle türmten sich kreuz und quer, teilweise zertrümmert und zerschmettert. Jemand hatte die Sitzflächen der Barhocker aufgeschlitzt und zwei der Deckenlampen hingen eingeschlagen an ihren Stromkabeln hinab. Kalte Nachtluft zog durch zerbrochene Fenster, Alkoholflaschen lagen in Scherben und in der Holzverkleidung des Tresens klaffte an einer Stelle ein großes Loch. Was zerstört werden konnte, war auch zerstört worden. Es fiel Hazel schwer sich vorzustellen, wie viel Schaden man dem Pub unter diesen Umständen zusätzlich zufügen könnte. Ihre Augen wanderten über das Durcheinander im Schankraum, ohne dass sich der Trümmerhaufen wie ein schlechter Tagtraum in Luft auflöste. Neben ihr stand Scott, ebenso konsterniert.
      „…diese Typen haben wirklich gar nichts heil gelassen“, sprach sich Hazel ihre Bestürzung von der Seele und machte einen Schritt in das Chaos hinein. „Sogar die Jukebox haben sie eingetreten, dabei war die vorher schon völlig hinüber. Wir können von Glück reden, dass Hayes nach dem Debakel mit seinem Phönix die Vorhänge gegen feuerfestes Material ausgetauscht hat. Wer weiß, was sonst passiert wäre.“ Gegen drei Uhr morgens hatte sie Hayes' Anruf erhalten, obwohl Hazel es sich mit einem Thriller gemütlich gemacht hatte, um zu lesen bis ihr vor Müdigkeit die Augen zufielen. Seitdem rechnete sie mit allem möglichen. Doch das hier überstieg ihre Befürchtungen um einiges! Der Laden erweckte den Eindruck, als wäre ein durchgedrehter Behemoth durch den Schankraum gestürmt. In ihrer Zeit im Tír na nÓg erlebte Hazel ja so einige Schlägereien mit, bei keiner einzigen davon hatte jedoch jemals eine solche Zerstörungswut geherrscht. „Den Einbrechern ging es doch unmöglich bloß um Wertsachen“, mutmaßte die Hexe. „Oder was sagst du, Scott? ...Scott?“
      Oh nein. Nicht auch das noch! Gespannt wie eine Bogensehen stand Scott direkt hinter ihr und starrte konzentriert die Tür zu den Toiletten an. Seine Sinne verrieten ihm die Anwesenheit einer fremden Person im Pub, ehe Hazel überhaupt die Vermutung dazu fasste. Sofort suchte sie hinter Scotts Rücken Schutz. Er schlug nie grundlos an und dass er es ausgerechnet jetzt tat, beunruhigte Hazel ernsthaft. Dann endlich nahm auch sie mit ihren normalen Hörfähigkeiten die Geräusche aus den Sanitärräumen wahr. Ein merkwürdiges, gleichmäßiges Klacken kam immer näher und näher. Klang so nicht ein Trommelrevolver während des Nachladens? Oh Gott! Hielten sich die Einbrecher etwa noch im Gebäude auf und trugen Waffen bei sich? Intuitiv klammerte sich Hazel an Scotts Jacke und spürte unter dem Stoff die Anspannung in seinen Muskeln. Was, wenn diese Verbrecher hervorsprangen und das Feuer auf sie beide eröffneten?! Im Notfall würde sie Scott in Deckung stoßen. Genau! Hauptsache raus aus der Schusslinie! Plötzlich stoppte das Klacken. Hazel hielt den Atem an, indessen die Klinke von der anderen Seite der Tür heruntergedrückt wurde.
      Die Tür schwang auf und heraus trat kein Einbrecher. Stattdessen spazierte eine Frau auf sie zu. Unbewaffnet. Hazel spürte den Stress abfallen; von sich, als auch von Scott. Zurück blieb das Gefühl erlösender Leichtigkeit in ihrer Brust. Okay. Es stand fest. Nie wieder Romane von Simon Beckett vor dem Schlafengehen! Erleichtert ließ sie ihre Stirn gegen Scotts Schulter sinken.
      Blieb dennoch eine wichtige Frage: Wer zum Kuckuck war das? Und was suchte sie hier? Diese Frau sah atemberaubend aus, wie Hazel neidvoll zugeben musste. Das Klacken von eben erwies sich als das Geräusch der verboten hohen Absätze ihrer Stilettos auf dem Parkett. Allein der Anblick dieser Schuhe löste Schmerzen in Hazels Knöcheln aus. Ihre Figur war perfekt und gleichermaßen perfekt passte sie in dieses hautenge, scharlachrote und viel zu kurze Kleid und Hazel fühlte sich auf einmal schrecklich hässlich. Grazil nahm die Fremde auf einem der Barhocker Platz, schlug die Beine übereinander und warf sich das lange, schwarze Haar nach hinten. In dem Moment wurde Hazel klar, womit sie es zu tun hatten. Sie flüsterte Scott zu: „Siehst du das?“
      „Es ist schwer nichts zu sehen“, raunte er zurück und spielte damit auf die freizügige Kleidung der Fremden an. „Man sieht ja nur alles.“ Ein wenig tiefer, und ihr Ausschnitt befände sich sogar näher an ihrem Bauchnabel, denn ihr Rocksaum. Hazel bemerkte, wie gebannt Scott sie beäugte und konnte es ihm nicht verübeln. Es war schwer, sich von so viel blanker Haut abzuwenden, das gab selbst sie als heterosexuelle Frau zu. Trotzdem. Langsam durfte sich Scott einkriegen. „Ich meine, sie ist ein… “
      „Ein Sukkubus…“, vervollständigte der Wolf ihren Satz. „Die saugt einem Mann beim Sex die Lebensenergie aus.“
      Ach, nicht sein Ernst? Und in welches strenggeheimes Wissen weihte er sie als nächstes ein? Dass Vampire Blut saugten? Hazel wusste sehr gut, was man unter einem Sukkubus verstand; jeder Freak tat das. Es gehörte praktisch zum Allgemeinwissen. Ihre Stimme triefte daher vor Sarkasmus: „Gut, dass du mich aufgeklärt hast, Scott. Wie aufgeschmissen wäre ich in dieser Welt ohne deine hilfreichen Erklärungen.“
      „Kein Problem, Süße.“ Er stierte nach wie vor den Sukkubus an. Oh bitte! Jetzt reichte es aber! So betörend sah ihr Körper nun auch wieder nicht aus.
      „Für dreihundert Tacken hat sie gefälligst zu saugen und das die ganze Nacht lang, bis mein runzliger Schwanz ausgenuckelt ist und sie mir die Nüsse auswringen muss.“ Aus dem Büro kam unerwartet Hayes herbeigestapft. Beziehungsweise musste er wegen seiner Größe erst hinter dem lädierten Tresen hervortreten, ehe Hazel den Leprechaun leibhaftig zu Gesicht bekam. Bei seinen Worten sahen sie und Scott unwillkürlich verstört einander an. Hoffentlich brannte sich nicht die Vorstellung ihres Chefs mit-… zu spät. Na großartig. Dieses Bild wurde Hazel doch nie wieder los!
      „Ich warte oben“, säuselte der Sukkubus, rutsche geschmeidig von ihrem Hocker und stolzierte die Hüften schwingend ins Büro. Dort führte eine Treppe zu Hayes' Privaträumen hinauf. So zielgerichtet, wie sie sich dorthin bewegte, schien sie den Weg zu kennen und Hazel wollte sich nicht ausmalen, mit welcher Regelmäßigkeit Hayes diese Frau zu sich bestellte. Es frappierte sie gar nicht, dass ihr Chef eine Stammnutte unterhielt.
      Ungeniert glotzte Scott ihr hinterher. Wieso zum Henker gaffte er sie so an? Also Hazel wusste, wieso er sie angaffte. Aber wieso gaffte er sie an?? Stand Hazel etwa nicht neben ihm? Sollte seine Aufmerksamkeit nicht ihr gelten? Himmelherrgott noch eins, fluchte die Hexe gedanklich. Jetzt wurde sie schon wegen einer Prostituierten eifersüchtig. Ein klares Zeichen dafür, die Stadt mitsamt diesem vermaledeiten Mann endgültig hinter sich zu lassen.
      Hayes baute sich vor ihnen auf und verschränkte verärgert die kurzen Arme auf seiner Bierwampe „Schön, dass ihr eure Ärsche endlich hierhergeschleppt habt. Ich habe dich vor einer Stunde angerufen, Mädchen!“ Mit dem Verschwinden des Sukkubus' kehrte Scotts Zurechnungsfähigkeit zurück: „Wir wären ja bereits vor fünfzehn Minuten hier gewesen“, wies er jegliche Schuld von sich. „Wenn Hazel nicht so im Auto rumgezickt hätte.“
      Wie bitte?! Hazel meinte, sich verhört zu haben. „Ich habe nicht 'rumgezickt'. Das war eine Grundsatzdiskussion mit dir und deinem Bruder darüber, während der Fahrt den Sicherheitsgurt anzulegen!“ Und sie hatte darauf beharrt, dass Colin den Motor nicht eher anließ, bis sich nicht der letzte von ihnen festgurtete. Scott wedelte ihren Einwand mit der Hand weg, wie eine lästige Belanglosigkeit. „So was ist Zeitverschwendung.“
      „Es dauert keine zwei Sekunden und dient deiner eigenen Sicherheit“, belehrte sie ihn empört. Musste sie das wirklich ein zweites Mal mit ihm durchkauen? „Und außerdem besteht in Irland Anschnallpflicht während der Autofahrt! Das steht in der Straßenverkehrsordnung, in den Verkehrsregeln.“
      Ungeduldig fuhr Hayes dazwischen: „Was ihr auf dem Rücksitz einer Scheißkarre treibt, geht mir am Arsch vorbei, wie die Wuchsrichtig meiner Sackhaare. Ich will von euch beiden jetzt auf der Stelle wissen: Was von diesem Saustall geht auf die Kappe der Wichser, die in meinen Pub eingestiegen sind?!“
      Es brauchte nicht mehr als einen zugeworfenen Blick, um sich wortlos Scotts Einvernehmen zu holen. „Alles“, antwortete Hazel dem Kobold wahrheitsgetreu.
    • Skadi schrieb:

      Er schlug nie grundlos an
      Das unterstreicht Scotts einfaches Wesen einfach noch XD
      Es ist herrlich!

      ich mag die drei neuen Teile.
      Das ist so richtig verquer.
      Da wird eingebrochen und sie sollten alle dringend los, aber irgendwie kommt dann auf Greiflippen, auf wer fährt wen wohin zu *deutet auf das Zitat*

      Skadi schrieb:

      „Für dreihundert Tacken hat sie gefälligst zu saugen und das die ganze Nacht lang, bis mein runzliger Schwanz ausgenuckelt ist und sie mir die Nüsse auswringen muss.“
      :rofl:

      Ich tippe mal, dass es die Werwolfbande war, die Scott und Kolja rauskomplementiert haben. Als eine Art Rache oder so :hmm:
      Oder vielleicht steckt doch mehr dahinter???
      Und - was mich auch interessiert - ist Hazels Bullet Journal noch an seinem Platz?

      Ich bin auf Hayes Reaktion auf Hazels Antwort gespannt :D
      Hat die Blume einen Knick,
      war der Schmetterling zu dick.




    • Hey @Skadi

      War mal wieder auf der Suche nach was lustigen^^ Und da mir die Geshcichte mit dem Highlander vom Stil her auch gefallen hat, dachte ich, ich schau mal hier vorbei

      Spoiler anzeigen

      Skadi schrieb:

      Dann spürte er auf einmal einen zwickenden Schmerz in der Seite und fuhr hoch. Weg waren die schweren Augenlider und weg war der Igel mit seiner Pizza. Stattdessen war da Abigail.
      Sie hat ihn gewarnt

      Skadi schrieb:

      „Aber genau das ist sie doch. Eine Banshee.“ Scott verstand nicht
      Ich dachte schon, er kriegt jetzt direkt noch eine gewatscht xD

      Skadi schrieb:

      Schließlich fühlte er sich auch nicht davon beleidigt, wenn ihn jemand als Wolf bezeichnete. Korrekt wäre natürlich die Kategorisierung Wolfpolymorph, eine Wechselgestalt zwischen Wolf und Mensch, aber Scott war nicht der Typ, der Wert auf Details legte.
      O.O Na weil das als Beleidigung einfach nicht taugt O.O Das ist halt einfach cool *Etiam will auch so ein Wolfpolygonding sein*

      Skadi schrieb:

      Zum Glück lagen die Zeiten, in denen man sein Essen noch selbst jagen musste, ein paar Generationen zurück. Anderenfalls wäre Abigail vor lauter Mitgefühl schon lange verhungert. Oder sie wäre aus Versehen bei dem Versuch, sich schützend vor ein Reh zu werfen, von ihrem eigenen Rudel zerfleischt worden.
      Schnell und vor allem schön beschrieben :D Außerdem erklärt es, dass anscheinend Scotts ganze Familie Wölfe sind

      Skadi schrieb:

      Seine Eltern waren vor ungefähr einer Woche verreist und klapperten den Süden Irlands ab, um Scotts Onkel und Tanten zu besuchen.
      Oh, Irland … Ich weiß nicht wieso, aber seitdem die Couch erwähnt wurde, hat sich die Szenerie in mein Wohnzimmer verwandelt … plus Flur.

      Skadi schrieb:

      Ich erwarte sie vor Mitte Juni nicht zurück. Tut mir leid, Scott. Ich muss wirklich los.
      Oha, wie groß ist die Familie denn? ^^; Das mit dem Rudel scheint wohl nicht nur Gerede zu sein :D


      Fazit: Mir gefiel der erste Part. Er ist ein einfacher Einstieg in die Geschichte. Genau richtig, für Humoristik, wie ich finde^^
      Ob der Mitbewohner sich in einen Bären verwandeln kann oder ob das nur so daher gesagt wurde mit dem Winterschlaf, wird man sicherlich noch erfahren.
      Oder was es nun mit dem Schmuck auf sich hat … Ob er überhaupt eine größere Rolle spielt UND warum der Vater den guten Scott nicht sehen will.
      Aber um die Fragen mach ich mir erst Gedanken, wenn ich mich was eingelesen habe^^
    • Hallo @Skadi
      Spoiler anzeigen


      :D Tja, das passiert wenn man sich vornimmt schnell bei der eigenen Geschichte zu Antworten und dann schwups, liest man noch anderes :rofl: Ich hab die neuen Teile gelesen und finde sie wie immer sehr humorvoll :D ich mag deine lockere und irgendwie dreckige Art zu schreiben, haha.

      Skadi schrieb:

      „Ein Sukkubus…“, vervollständigte der Wolf ihren Satz. „Die saugt einem Mann beim Sex die Lebensenergie aus.“
      Ich habe fast noch auf ein solches Wesen gewartet! Ich find die ja toll seit ich einmal ein Buch über einen Halbsukkubus gelesen habe :love:

      Skadi schrieb:

      „Für dreihundert Tacken hat sie gefälligst zu saugen und das die ganze Nacht lang, bis mein runzliger Schwanz ausgenuckelt ist und sie mir die Nüsse auswringen muss.“ Aus dem Büro kam unerwartet Hayes herbeigestapft.
      Tadaaaa! :rofl:

      Skadi schrieb:

      Na großartig. Dieses Bild wurde Hazel doch nie wieder los!
      Habe ich mir auch gedacht! xD

      Skadi schrieb:

      Ungeniert glotzte Scott ihr hinterher. Wieso zum Henker gaffte er sie so an? Also Hazel wusste, wieso er sie angaffte. Aber wieso gaffte er sie an?? Stand Hazel etwa nicht neben ihm? Sollte seine Aufmerksamkeit nicht ihr gelten?
      :D Arme Hazel aber ein Sukkubus ist einfach unwiederstehlich!

      Ich vermute wie @Miri dass die anderen Werwölfe den Schuppen auseinandergenommen haben aber vielleicht hast du dir auch einen komplett neuen Spieler ausgedacht! :minigun:

      Liebe Grüsse
      Fly
      "Ein Schloss ohne Gruft, das wäre wie, wie ein Einhorn ohne Horn!"

      Eigenes von Fly
      Schatten unter London
    • Skadi schrieb:

      Eine der Schlafzimmertüren war hörbar geöffnet worden, man vernahm das Tapsen nackter Füße auf dem Fußboden und dann stand Kolja im Raum. Er trug eine Schlafanzughose und ein abgetragenes T-Shirt. Den müden Augen und abstehenden Haaren nach zu urteilen, hatte er bis eben tief und fest geschlafen. Schlaftrunken blinzelte er die Meute in seinem Wohnzimmer an: Colin, Scott, Abby, Moira und zu guter Letzt Hazel. Scott Freund taxierte sie nachdenklich und danach … trottete er an ihnen vorbei in die Küche, ohne die Gruppe derweil aus den Augen zu lassen. Aus der Küche hörte Scott das Geräusch der Kühlschranktür und gleich darauf tauchte Kolja wieder auf. Unter seinem Arm klemmte eine Packung dieser vorgekochten und gefärbten Partyeier aus dem Supermarkt. Eines davon schälte er nebenbei und die quietschbunte Eierschale landete auf dem Teppich, was Moira mit einem missbilligenden Blick quittierte. Erneut fixierte Kolja die Truppe um Scott herum, biss dabei in das geschälte Ei hinein und verschwand schlussendlich in seinem Schlafzimmer. Tja. Kolja.
      Diese Szene. Einfach nur diese ganze Szene. In meinem Kopf. :rofl: Die streiten sich da wer fahren darf/muss und der tapst da einfach durch den Raum und frisst seine bunten Eier. Das ist so random. Und wäre nicht die ganze Geschichte so aufgebaut, würde ich mit dem Zeigefinger umherlaufen. Aber hier passt das einfach so herrlich in die Gesamtsituation. Klasse xD

      Skadi schrieb:

      Ja, das klang sinnvoll. Denn um ehrlich zu sein, setzte Scott ausschließlich dann einen Fuß in die Küche des Pubs, wenn es sich nicht vermeiden ließ. Zur falschen Zeit am falschen Ort, und er musste spontan Geschirr spülen. Oder den Müll rausbringen! Woher sollte er wissen, ob Töpfe oder Pfannen fehlten, ob der Herd schon immer an der Decke hing oder der Kühlschrank auf 180°C Umluft hochheizte
      ich bin ehrlich und würde einfach mal behaupten, dass ein Scott auch nichts in einer Küche zu suchen hat :hmm: Das könnte nicht gut ausgehen, glaube ich :hmm:

      Skadi schrieb:

      sich. „Wie gesagt: Ein andermal. Scott?“
      „Unbedingt…“,
      Falscher Kontext, Scott! Falscher Kontext! Ich mag seine Träumereien und gedanklichen Abschweifungen irgendwie. Passt gut zu ihm, dass er nicht wirklich bei der Sache bleiben kann und dann irgendwie falsche Schlüsse zieht oder eben - weil Gespräch nicht zur Gänze mitbekommen - komische Antworten gibt. Scotti ist ja auch noch recht simple gestrickt :hmm:

      Skadi schrieb:

      Mir ist es bis heute ein Rätsel, wie er damals an diesen Phönix gekommen ist und welcher Teufel ihn geritten hat, mit ihm Hahnenkämpfe im Büro zu veranstalten.“ Nicht nur die absurd hohen Schmiergelder an den Zoll, die Hayes für die Einfuhr bezahlen musste – sein Phönixhahn erwies sich als riesige Pfeife und ging beim ersten Kampf über den Jordan. Am Ende musste selbst Hayes einräumen, dass ein sterbender Phönix in einem mit holzverkleideten Büro nicht unbedingt zu seinen besten Ideen gehörte.
      Warum? :patsch: Wie kommt man auf solche Sachen? Wären nicht Hazel und Abby würde ich glauben, dass einfach alle Freaks einen mächtigen an der Zwiebel sitzen haben. Die kommen von einer bekloppten Idee auf die andere :rofl: Aber ich mag die Vorstellung! Sehe da Hayes mit so ner brennenden Haarspitze vor dem Versicherungsheini stehen. "Wie sagten Sie ist das nochmal passiert?" - "Wasserschaden."

      Skadi schrieb:

      „Wann habe ich bitte zugestimmt, euch durch die Gegend zu kutschieren?! Hey!“ Mit einem halb aufgegessenen Ei in der Hand lief Colin seiner Schwester nach, die zielstrebig aus der Wohnung marschierte. Man hörte ihn im Treppenhaus schimpfen, als Moira Scott ansah und meinte: „Aber ich habe ihre Telefonnummer doch gar nicht… .“
      Sei froh Moira. Sei froh. Ziehe um, wandere aus und versuche so weit es dir möglich ist von dort, von denen und von der Familie wegzukommen. Ist besser für die Gesundheit. Und das sage ich zu der, wo alle ein Unglück erwarten. :rofl:

      Skadi schrieb:

      „Für dreihundert Tacken hat sie gefälligst zu saugen und das die ganze Nacht lang, bis mein runzliger Schwanz ausgenuckelt ist und sie mir die Nüsse auswringen muss.“
      Naja, lieber 300 Mäuse in eine Sukkubus als in einen Phönix, der die Bude gepflegt abfackelt, während er über den Jordan springt. :pardon:
      Ich mag diese absolut direkte und äußerst freundliche Art von dem guten Hayes. Sehr sympathischer Typ. Not :rofl:

      Skadi schrieb:

      „Es ist schwer nichts zu sehen“, raunte er zurück und spielte damit auf die freizügige Kleidung der Fremden an. „Man sieht ja nur alles.“ Ein wenig tiefer, und ihr Ausschnitt befände sich sogar näher an ihrem Bauchnabel, denn ihr Rocksaum. Hazel bemerkte, wie gebannt Scott sie beäugte und konnte es ihm nicht verübeln. Es war schwer, sich von so viel blanker Haut abzuwenden, das gab selbst sie als heterosexuelle Frau zu. Trotzdem. Langsam durfte sich Scott einkriegen. „Ich meine, sie ist ein… “
      Ist nun Hazel eifersüchtig? Ja, wie man ja am Anfang so schön feststellen durfte. Ich denke, da tut es gut, wenn es ein nuttiger Sukkubus ist. Da muss sich die gute wohl weniger Sorgen um ihren Scott machen. Es sei denn der Kerl hat 300 Tacken übrig :grinstare:

      Skadi schrieb:

      Wie bitte?! Hazel meinte, sich verhört zu haben. „Ich habe nicht 'rumgezickt'. Das war eine Grundsatzdiskussion mit dir und deinem Bruder darüber, während der Fahrt den Sicherheitsgurt anzulegen!“ Und sie hatte darauf beharrt, dass Colin den Motor nicht eher anließ, bis sich nicht der letzte von ihnen festgurtete. Scott wedelte ihren Einwand mit der Hand weg, wie eine lästige Belanglosigkeit. „So was ist Zeitverschwendung.“
      „Es dauert keine zwei Sekunden und dient deiner eigenen Sicherheit“, belehrte sie ihn empört. Musste sie das wirklich ein zweites Mal mit ihm durchkauen? „Und außerdem besteht in Irland Anschnallpflicht während der Autofahrt! Das steht in der Straßenverkehrsordnung, in den Verkehrsregeln.“
      Auf so eine Bemerkung habe ich irgendwie noch gewartet. Auf einen Streit während der Autofahrt. Oder in dem Fall, ehe es überhaupt losging. Das wäre ja niemals ohne Komplikationen ausgegangen. Die Frage ist nur: Warten die anderen jetzt draußen, oder nicht? Ich an Colins Stelle würde den Motor starten und so schnell wie möglich weg! XD

      Skadi schrieb:

      Es brauchte nicht mehr als einen zugeworfenen Blick, um sich wortlos Scotts Einvernehmen zu holen. „Alles“, antwortete Hazel dem Kobold wahrheitsgetreu.
      Alles ist nicht wenig :hmm:

      zwei schöne Teile. Interessant auch immer mal aus Hazels Sicht die Dinge zu sehen. Mag sie. Sie wirkt immer so stark und unnahbar, als wüsste sie, was los ist und was sie will und sobald man dann in ihren Kopf blicken kann, sieht man: ist nicht ganz der Fall. Schon die Sache mit der Bitch...nach Außen hat das sicherlich auch anders gewirkt, aber innerlich ist sie komplett aufgelaufen. Aber nie um einen schön geflissenen Spruch zu schade. Ich mag sie. Sie ist ein starker Charakter, die sich offenbar trotz dessen nichts vormachen lässt. :thumbsup:
      Und ich bin wirklich mal gespannt, wie das mit ihr und Scott noch weitergeht und wer nun die Bude dort verwüstet hat. Ich halte ja an meiner Vermutung fest. Bisher hat ja nicht wirklich jemand anderes ein Motiv. Zumindest aus Sicht des Lesers XD

      LG, Kyelia


      Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
      - Toni Morrison -

    • Danke für die Kommentare @Kyelia @Etiam @97dragonfly @Miri C:

      Etiam schrieb:

      *Etiam will auch so ein Wolfpolygonding sein*
      Ein Wolfpolygonding mit einem Wolfpolydingdong? :B

      97dragonfly schrieb:

      Tja, das passiert wenn man sich vornimmt schnell bei der eigenen Geschichte zu Antworten und dann schwups, liest man noch anderes
      Also ich beschwere mich sicher nicht darüber :whistling: :D

      Kyelia schrieb:

      Aber ich mag die Vorstellung! Sehe da Hayes mit so ner brennenden Haarspitze vor dem Versicherungsheini stehen. "Wie sagten Sie ist das nochmal passiert?" - "Wasserschaden."
      :rofl: Sehr gut! Und Versicherungsheini so: "I'm done with this job, what ever." :D

      Kyelia schrieb:

      Die Frage ist nur: Warten die anderen jetzt draußen, oder nicht? Ich an Colins Stelle würde den Motor starten und so schnell wie möglich weg! XD
      Nee, für die zwei anderen Wolfis ist der Tag vorbei, das kann ich dir verraten ohne zu spoilern ^^
    • „Alles?“
      Sie nickte betroffen. „Bis auf die Jukebox.“
      „Die pimmellutschenden Hurensöhne!“ Hayes spie auf seinen eigenen Fußboden. „Die können froh sein, ihre dreckigen Pfoten von meiner Wohnung gelassen zu haben, sonst würde ich sie in meinen Keller schleifen, ihnen einen Schneebesen in den Arsch schieben und solange damit rumquirlen, bis ihre Prostata wie Erdbeerpudding aus ihnen rausläuft!“ Das klang… zweifelsfrei radikal und, wie Hazel anerkannte, auf drastische Weise kreativ. In der Zwischenzeit war Scott um den Tresen herumgelaufen und seinen kontrollierten Schritten nach zu urteilen, schwamm das Parkett dahinter im Alkohol. „Die Kasse haben sie übrigens auch aufgebrochen.“
      „Darin befand sich sowieso kein Bargeld.“ Anderenfalls wäre die Kasse das erste gewesen, worüber sich Hazel Gewissheit verschafft hätte. Entsprechend der Anweisungen ihres Chefs hatte sie nach Ladenschluss sämtliche Tageseinnahmen sicher in einem Tresor im Büro weggeschlossen. Neben Hayes kannten die anderen Kellner den Zugangscode für das Schloss. Na ja. Scott ausgeklammert, aus offenkundigen Gründen. Jedenfalls hielt Hazel sich an die Anordnungen ihres Chefs und wären seine Vorsichtsmaßnahmen unbegründet, ständen sie sicher nicht um vier Uhr morgens gemeinschaftlich hier herum, unterdessen es sich im Obergeschoss des Gebäudes eine ach so unwiderstehliche Nutte bequem machte. Hm, das brachte Hazel auf eine Idee: „Womöglich haben die Einbrecher den Pub ja aus Frust zerstört, weil es kein Geld zu holen gab.“
      „Unwahrscheinlich“, widersprach Scott abgelenkt und betrachtete prüfend den Fußboden auf seiner Seite des Tresens. „Würde ich hier einbrechen und merken, dass es kein Geld zu holen gibt, dann schnappe ich mir was anderes Wertvolles und verzieh' mich.“ Er deutete beiläufig auf das Regal hinter ihm, in dem sich die kläglichen Überreste von Hayes vormals umfangreicher und teurer Whiskeysammlung aufreihten. Teils intakt, teils in Scherben geschlagen. Indes klebte Scotts Interesse förmlich an seinen Füßen. Ein Wunder, dass er Hazel überhaupt zuhörte. Was hatte er da denn bloß entdeckt? Hockte dieser Sukkubus vor ihm herum, oder was? In Ordnung, dachte Hazel bitter, sie musste definitiv diese beschissene Eifersucht in den Griff kriegen.
      „So was…“, redete Scott weiter und hob andeutungsweise den Kopf in die Richtung der demolierten Tische und Stühle „macht nicht nur viel Krach und könnte die Nachbarn auf den Plan rufen, es stiehlt auch Zeit und Energie. Man zerschlägt vielleicht 'ne Vitrine, um an den Kram darin zu kommen. Aber man reißt nicht die verdammten Lampen aus der Decke oder errichtet aus den Möbeln einen Scheiterhaufen. Und das hier…“ Während er erzählte, beugte er sich herunter und hob vom Fußboden auf, was ihn so fesselte: ein Stück wabbeliges, vom Alkohol aufgeweichtes Stück Kork. Es steckte eine bunte Pinnnadel darin und hielt wacker die letzten Fetzen eines Zettels fest. Moment mal, schoss Hazel die Erkenntnis durch den Verstand, das war ein Teil der Pinnwand, auf der sie Hayes' Namen sammelten! Diese rabiaten Idioten haben ihre Pinnwand zerrissen! „Das hier ist echt unnötig. Ich mein, die haben unsere Pinnwand praktisch geschreddert. Die Mühe machst du dir nicht, wenn du Wut ablassen willst.“
      Scotts Ausführungen klangen für Hazel erschreckend einleuchtend. Richtig, wozu sollten Einbrecher den teuren Alkohol oder Hayes' Wohnung unangetastet lassen, wenn es ihnen um Wertgegenstände ging, und stattdessen derart viel Aufwand in die Zerstörung des Inventars investieren? Das ergab keinen Sinn und der Gedanke an so viel blinde Zerstörungswut verursachte in Hazels Magengegend ein unangenehmes Gefühl, als ob sich all ihre Organe ängstlich in ein und derselben Ecke ihres Bauches zusammenkauern und vor Frucht einander erdrücken würden. Ganz und gar nicht erschreckte sie hingegen, ausgerechnet Scott wie einen Fachmann über Einbrüche reden zu hören. Er sprach aus eigener Expertise und Hazels Erschütterung darüber tendierte so ziemlich gegen Null. Vorwurfsvoll stemmte sie die Hände in die Hüften und schaute Scott mit einer Mischung aus Resignation und Missbilligung an. „Hey, ich steig' nirgends ein!“, verteidigte sich der Wolf sogleich, wobei Hazel aus seinen Worten mehr als deutlich das verschluckte 'nicht mehr' heraushörte. Gut zu wissen, dass ihre nonverbale Kommunikation miteinander so hervorragend funktionierte.
      Hazel fasste zusammen: „Du meinst also, jemand hat den Pub aus Bosheit zerlegt? Aus persönlicher Abneigung?“ Scott nickte bestätigend und ließ das Stück Pinnwand achtlos auf den Boden fallen. Das platschende Geräusch, das es dabei verursachte, bezeugte die Überschwemmung hinter dem Tresen. Nein, solche Skrupellosigkeit konnte Hazel einfach nicht nachvollziehen. „Wer sollte denn einen Grund dazu haben?“
      „Willst du mich verscheißern, Kleine? Das könnte jede zweite Pfeife gewesen sein, die ich oder dein tollwütiger Wolffreund da drüben jemals vor die Tür gesetzt haben“, plauzte Hayes los und zeigte mit seinem kurzen Wurstfinger auf Scott. „Und du bist auch nicht gerade talentfrei darin, dir Feinde zu machen, Schätzchen.“
      Augenblick, Wolffreund? Das war das Stichwort! Die Wölfe! Der Aha-Effekt überkam Hazel wie eine Lawine während eines Freiluftjodelkonzerts in den Schweizer Alpen. Ihre Augen weiteten sich aufgeregt und Hazel schnappte nach Luft. „Scott! Denkst du, was ich denke?!“
      „Du traust dieser Intelligenzbestie ernsthaft zu, zu denken?“ Hazel ignorierte den trockenen Kommentar des Leprechauns. Eine Antwort gab Scott dennoch nicht. Er blinzelte lediglich überfordert.
      „Ich denke ich weiß, wer ins Tír na nÓg eingebrochen ist. Das heißt... ich habe eine Ahnung“, erklärte Hazel. „Mit Sicherheit sind die Wölfe hierfür verantwortlich, die am Nachmittag hier reingeplatzt sind.“
      Ihr Chef wurde hellhörig: „Wölfe? Was für Wölfe?“ Automatisch schnellte sein alarmierter Blick zu Scott herüber. Dieser hob abwehrend die Hände. „Bloß so ein paar Typen. Wollten Ärger machen, also habe ich sie zum Teufel gejagt.“
      „Eigentlich hat Kolja das getan“, korrigierte Hazel den Wolf. Nicht, dass dieses Detail Hayes auch nur im Geringsten interessierte. Die Geste, die er ihr auf ihre Anmerkung hin zuwarf, stellte das unmissverständlich klar. „Es passt alles zueinander: Scott und Kolja haben die Wölfe von hier vertrieben und ihren Stolz verletzt. Deshalb wollen sie sich rächen. Aus Angst vor Kolja warten sie, dass der letzte von uns den Pub verlässt und zerlegen dann ungestört den Schankraum.“ Ausgesprochen klang diese Aktion extrem hirnlos, gleichzeitig passte sie wie die Faust aufs Auge zu diesem Haufen Kerle, die ihre Gehirne gegen Muskelmasse eingetauscht hatten und dabei wahrscheinlich noch zuzahlen mussten.
      „Es waren die Wölfe.“ Scott stimmte ihr überraschend fix zu und Hazel wunderte sich, weshalb seine Laune auf einmal in den Keller rutschte. Er wirkte angefressen. So richtig angefressen. Und er nannte ihr die Ursache dafür: „Einer von ihnen hat hierhin gepisst.“
      „Ernsthaft?! Urgh!“ Angeekelt verzog Hazel das Gesicht. Ging es vielleicht noch widerlicher?! Was für Primaten pinkelten denn auf den Fußboden innerhalb eines Gebäudes? Und wozu? Die Toiletten befanden sich wenige Schritte entfernt. Zum Glück versperrte der Tresen Hazels Sicht auf die Pfütze, auf die Scott hinwies.
      „Arschlöcher. Was für 'ne beschissene Provokation!“, knurrte Scott wütend.
      „...die Pisspfütze?“
      Die grimmige Miene des Wolfes sprach Bände. „Das hier ist mein Revier. Das wissen diese Bastarde genau und trotzdem verpesten sie alles mit ihrem Gestank.“ Es trieb ihn so sehr auf die Palme, dass er sogar die Zähne fletschte. Oh...kay. Vermutlich war das so ein Wolfs-Ding, denn die Logik hinter Scotts Gerede ging geradewegs an Hazel vorbei. Obwohl, so ganz stimmte das nicht. Sie dachte zwangsläufig an einen Hund, an dessen Gartenzaun ein Artgenosse sein Bein hob, um ihn zu ärgern. Ja, das kam hin und offensichtlich funktionierte die Taktik bei Scott. Hazel fand dieses Verhalten dämlich. Sowohl das der Wölfe, als auch Scotts Reaktion darauf. Wie im Kindergarten!
      „Wieso hast du das nicht früher gesagt?!“, schnauzte Hayes erneut drauf los. „Wer in meinen Pub gepisst? Raus mit der Sprache, damit ich demjenigen höchstpersönlich den Pisshahn zuknoten kann!“ Passend zu seiner Drohung, simulierte er mit seinen Koboldhänden die passenden Bewegungen in der Luft.
      „Ich bin kein Spürhund, verdammte Scheiße!“, erwiderte Scott. Seine Tonlage verriet Hazel, dass er sich von Hayes Aufforderung ein kleines bisschen beleidigt fühlte. „Ich kann riechen, dass es ein Wolf war. Mehr nicht.“
      Wenn Hazel ehrlich sein sollte, hielt sie das für echt bemerkenswert. Im Pub stank es nach ausgelaufenem Alkohol und sie spürte, wie die Ausdünstungen ihre Nase allmählich taub werden ließen. Dass Scott überhaupt noch verschiedene Gerüche wahrnahm, lag mit Bestimmtheit an seinem Geruchssinn. Als Hexe verfügte Hazel über keine besonderen Fähigkeiten, die mit Scotts Nase konkurrieren konnten. Dabei hatte er eine so tolle Nase. Hazel mochte seine Nase. Warum bekam er es nur nicht auf die Reihe, sie auch mal in ihre Angelegenheiten zu stecken? Ihr Frustrationslevel knackte dank diesem Mann bereits die Einhundertermarke.
      Irgendwie drifteten ihre Gedanken gerade ab. Reiß dich zusammen, Mädchen, rief sich Hazel selbst zur Räson. Ihr stiegen wohl die Alkoholdämpfe zu Kopf und außerdem würde sie in spätestens vier Monaten von hier weg sein. Dann musste sie sich nicht mehr mit launischen Leprechauns abgeben, mit schwachsinnigen Schlägern und vor allem nicht mehr mit emotional inkompetenten Wolfpolymorphen.
      Zurück zu eben diesem. „Du, Scott...“, zog Hazel seine Aufmerksamkeit auf sich, „Kennst du diese Typen eigentlich?“ So von Wolf zu Wolf?
    • Hallo @Skadi

      Skadi schrieb:

      „Alles?“
      Sie nickte betroffen. „Bis auf die Jukebox.“
      Immerhin! Die ist wichtig! Und sicherlich ein echter Klassiker. xD
      Eine leere Bude und ein sehr wütender Besitzer, kann ja heiter werden!

      Skadi schrieb:

      „Die können froh sein, ihre dreckigen Pfoten von meiner Wohnung gelassen zu haben, sonst würde ich sie in meinen Keller schleifen, ihnen einen Schneebesen in den Arsch schieben und solange damit rumquirlen, bis ihre Prostata wie Erdbeerpudding aus ihnen rausläuft!“ Das klang… zweifelsfrei radikal und, wie Hazel anerkannte, auf drastische Weise kreativ.
      8| Klingt sehr ... schmerzhaft und nach Folter. Ich frag mich, wie er darauf gekommen ist. :rofl: Äusserst radikal und kreativ, da gebe ich Hazel vollkommen recht!

      Skadi schrieb:

      „Ich bin kein Spürhund, verdammte Scheiße!“, erwiderte Scott. Seine Tonlage verriet Hazel, dass er sich von Hayes Aufforderung ein kleines bisschen beleidigt fühlte. „Ich kann riechen, dass es ein Wolf war. Mehr nicht.“
      :whistling: das Wölfchen ist etwas beleidigt! xD
      Armes Hündchen.

      Der Schatz vom Ende des Regenboges wird wohl nicht in nächster Zeit auftauchen. :rofl:
      "Ein Schloss ohne Gruft, das wäre wie, wie ein Einhorn ohne Horn!"

      Eigenes von Fly
      Schatten unter London
    • Skadi schrieb:

      Zurück zu eben diesem. „Du, Scott...“, zog Hazel seine Aufmerksamkeit auf sich, „Kennst du diese Typen eigentlich?“ So von Wolf zu Wolf?
      Die Frage ist natürlich nicht völlig bescheuert, wenn man bedenkt, dass es so viele Freaks (Wolfspolymorphe) in der Stadt nun auch wieder nicht geben wird und man sich unter einander durchaus kennen KÖNNTE, aber mein erster Gedanke war: du kennst auch nicht zwangsläufig deine Nachbarn, nur weil du schon ewig in einem Wohnblock wohnst. :rofl: Aber immerhin ein Anfang und zumindest zwei dieser komischen Wölfe kannten Scotti ja, bzw. die Wand des Pubs :rofl:

      Skadi schrieb:

      „Es waren die Wölfe.“
      Dachte ich mir beinahe :hmm:

      Skadi schrieb:

      „Würde ich hier einbrechen und merken, dass es kein Geld zu holen gibt, dann schnappe ich mir was anderes Wertvolles und verzieh' mich.“
      Würde ich auch so machen. Wozu die Wahrscheinlichkeit erhöhen, erwischt zu werden, wenn man sich nur irgendwas anderes krallen müsste :hmm: Klar, entsteht vielleicht bei der Suche nach Wertvollem Unordnung und es geht sicherlich auch Zeugs zu bruch, aber das ist wirklich blinde Zerstörungswut. ;(

      Skadi schrieb:

      „Das hier ist echt unnötig. Ich mein, die haben unsere Pinnwand praktisch geschreddert. Die Mühe machst du dir nicht, wenn du Wut ablassen willst.“
      Im Grunde macht man sich die Mühe schon, wenn man Wut ablassen will. Zumindest kann ich mir vorstellen, dass die Wölfe sich "rächen" wollten, dafür, wie sie behandelt wurden. Und demonstrieren sie damit nicht ihre Wut, indem sie alles kurz un kleinschlagen? Nicht, weil sie nichts Wertvolles gefunden haben, sondern halt aus Rache. Ist ja auch Wut :hmm:

      Skadi schrieb:

      „Bis auf die Jukebox.“
      „Die pimmellutschenden Hurensöhne!“
      In meinem Kopf läuft der Jukebox gerade eine Träne herunter. Freu dich doch Hayes :rofl:

      Skadi schrieb:

      „Hey, ich steig' nirgends ein!“, verteidigte sich der Wolf sogleich, wobei Hazel aus seinen Worten mehr als deutlich das verschluckte 'nicht mehr heraushörte.
      Danke HAzel :rofl: Diese Ergänzung hat mir nämlich noch gefehlt :rofl:

      Skadi schrieb:

      „Die können froh sein, ihre dreckigen Pfoten von meiner Wohnung gelassen zu haben, sonst würde ich sie in meinen Keller schleifen, ihnen einen Schneebesen in den Arsch schieben und solange damit rumquirlen, bis ihre Prostata wie Erdbeerpudding aus ihnen rausläuft!“
      Ui :love: Erdbeerpudding :o

      Ich mag den Teil. Sehr interessant! ^^ Was die sich dort zurechtbiegen und ich finde es irgendwie super, dass es Scott ist, der die Fäden zusammenzieht, oder zumindest auf den wahrscheinlichen Grund hinweist, weshalb eingebrochen wurde. Das macht ihn in meinem Kopf nicht mehr zum Kleingeist, sondern eher etwas ... kindlich. Es zeigt, dass er durchaus ernst sein kann und auch nicht immer auf dem Schlauch steht. ..

      Skadi schrieb:

      „Scott! Denkst du, was ich denke?!“
      „Du traust dieser Intelligenzbestie ernsthaft zu, zu denken?“ Hazel ignorierte den trockenen Kommentar des Leprechauns. Eine Antwort gab Scott dennoch nicht. Er blinzelte lediglich überfordert.
      Okay, ich nehme es zurück. Ich nehme alles zurück :rofl:

      Ich frage mich ja, ob Hazels Notizen noch da sind, oder ob die in der Kasse jemand gefunden hat. Bei der Zerstörungswut kann ich mir fast nicht vorstellen, dass die da einfach unbemerkt blieben. :hmm:

      LG, Kyelia


      Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
      - Toni Morrison -

    • Hi Skadi^^

      Ich hab mal den zweiten Part gelesen


      Spoiler anzeigen

      Skadi schrieb:

      Sich umziehen, duschen, den Bart stutzen und der ganze Kram. Allerdings fiel ihm schnell der Grund ein, aus dem er überhaupt auf einer fremden Couch übernachtete und beschloss, dass frische Klamotten überbewertet wurden.
      Hihi, war kurz auch am überlegen, da war doch was xD

      Skadi schrieb:

      Laute Musik, grölende Kinder, Zank und Streit, Wolfsgeheul
      Schön, wie dieses „Wolfsgeheul“ ganz selbstverständlich mit aufgezählt wird ^^

      Skadi schrieb:

      Trotzdem kam kaum einer von ihnen auf die Idee, dass der Typ, der ihnen an der Kinokasse das Ticket für den neusten Twilight-Film verkaufte, ein echter Vampir war
      Na toll … jetzt gehe ich noch weniger vor die Tür D:

      Skadi schrieb:

      Der Film schlug echt weit unter die Gürtellinie.
      Ha, verstehste? Gürtellinie, weil die so klein … ach egal

      Skadi schrieb:

      Besonders wenn sie realisierten, dass auf zehn von ihnen ein Freak kam
      Ui, ok… das ist viel O.O

      Skadi schrieb:

      dass sich hinter mindestens drei US-amerikanischen Präsidenten formwandelnde Reptiloiden verbargen
      Hahahaha xD ICH WUSSTE ES! xD

      Skadi schrieb:

      Der Mann hatte keinen blassen Schimmer.
      Was ich mich jetzt frage, wissen denn die Freaks untereinander, wer Freak ist und wer nicht?

      Skadi schrieb:

      Dann waren er und sein Bruder Colin auf die clevere Idee gekommen, ihn zu verscherbeln und von dem Geld auf dem Schwarzmarkt Eintrittskarten für ein wichtiges Spiel der irischen Fußballnationalmannschaft zu kaufen
      Okey, ich denke das erklärt vielleicht den Krach im Familienhaus :pardon:

      Skadi schrieb:

      Ihre menschliche Form profitierte von ihren tierischen Eigenarten.
      Ich war kurz davor diese Frage zu stellen^^; Schön, dass sie hier beantwortet wird :D

      Skadi schrieb:

      Sein Freund und Mitbewohner Kolja hingegen hob, ohne mit der Wimper zu zucken und sich zu verwandeln, die vollgeladene Waschmaschine an, um dahinter staubzusaugen.
      Also war das mit dem Bär nicht nur so ein Spruch xD Aber macht er dann wirklich Winterschlaf?

      Skadi schrieb:

      Kein Polymorph-Teenager der Welt wurde jemals mit Hausarrest bestraft.
      Mmh … komisch … einer meiner besten Freunde hatte auch nie Hausarrest bekommen, egal was er angestellt hat. :hmm:

      Skadi schrieb:

      Und da seine Frau schon wieder ein Kind erwartete, konnte sich Scott vorstellen, auf welche Art sich sein großer Bruder abreagierte.
      ^^;


      Fazit: Okay, viel Erklärung. Aber das ist ja noch der Anfang. Vom Schlusssatz her, gehe ich mal davon aus, dass es im nächsten Part dann los geht. Die Infos waren gut eingeflechtet und fingen nicht an zu langweilen. Dafür war zu viel Witz drinne. Aber viel mehr sollte es dann glaub ich auch nicht werden, bis dann was passiert. :hmm:
    • Wieder da^^

      Spoiler anzeigen

      Skadi schrieb:

      Wenn er Liebesbriefe bekäme, sagte er immer, dann würde er sie ihnen sowieso unter die Nase reiben.
      :D Schon sympathisch

      Skadi schrieb:

      Manchmal war es ein bisschen beeindruckend, wie falsch man Pádraig Hayes schreiben konnte. An Hayes' Stelle hätte Scott seinen Namen schon längst in die moderne Version, Patrick, umschreiben lassen.
      Okay, an dem Namen wäre ich aber auch elendig krepiert ^^; Aber ich kenn das Gefühl selber ja auch :rolleyes:

      Skadi schrieb:

      dunkel, verraucht, rustikal und ein kleines bisschen schäbig.
      Oder kurz, cool

      Skadi schrieb:

      Einer der Stammgäste war ein Vampir
      Schade, ich hab auf einen Barkeeper als Vampir gehofft xD

      Skadi schrieb:

      Pádraig Hayes entsprach absolut nicht des menschlichen Klischees eines Leprechauns und eigentlich konnte er genauso gut dieser kleine Typ aus Game of Thrones sein, dessen Monologen Scott nie folgen konnte. Nur ohne das Mittelalterkostüm, dafür in ausgebeulten Jogginghosen und Feinrippunterhemd. Den Topf voll Gold hatte Hayes tatsächlich einmal besessen, ihn dann allerdings vermögenswirksam in den Pub investiert.
      Okay, mit der Idee bin ich auch zufrieden :D

      Skadi schrieb:

      Herbeiführung von Gefahr für Leib und Leben aufgrund vorsätzlicher Provokation eines schlafenden Braunbären durch permanentes Anschreien auf der Hauptstraße und damit zusammenhängender Behinderung des Straßenverkehrs.
      Oh ja, wer kennt es nicht xD

      Skadi schrieb:

      Erstens: Keine Drogen. Dazu zählten neuerdings ebenso haushaltsübliche Mittel wie Katzenminze, nachdem ein Wildkatzenpolymorph während seines Trips ausgerastet war und am Ende mehrere der Barhocker ausgetauscht werden mussten
      Hahahahahahahahah DAS ist mein Humor xD

      Skadi schrieb:

      Zu diesem Zeitpunkt sah Scott zum ersten Mal mit eigenen Augen, wie gut dieser Trick mit dem Schwarzlicht tatsächlich funktionierte.
      Noooooooo :rofl:

      Skadi schrieb:

      So was wie 'Nah, ich habe meine Tage!', 'Nah, Scott hat seine Tage!', ganz kreativ zum letzten Valentinstag: 'Heute nicht, im Supermarkt sind die Kondome ausverkauft.' oder wenn mal wieder einer der vielen Star Wars-Filme im Fernsehen lief: 'Aber wir haben nachtleuchtende Kondome, die sehen im Dunkeln aus wie Lichtschwerter!'
      :D Ich mag sie^^

      Skadi schrieb:

      Scott, ich bin dein Vater und ob ich will oder nicht, bin ich verpflichtet dich zu lieben. Aber du bist zwanzig Jahre alt, also mach' verdammt nochmal, dass du aus meinem Haus kommst. Sonst zerre ich dich höchstpersönlich an den Eiern hier raus und ertränke dich wie beschissene Katzenbabys im nächsten See.
      Herrlich. Eine harmonierende Familie :heart:

      Skadi schrieb:

      Erdnüsse. Peanuts. Pea. Nuts.
      Ich glaube ich hatte gerade eine Offenbarung O.O

      Skadi schrieb:

      „Und denk dran…“, warnte er, „keinen Sex in der Küche!“ Als er dann die Eingangstür aufstieß, hörte man Hazel aus der anderen Ecke des Pubs rufen:
      „Wir können eh nicht, wenn du uns nicht zuguckst!“
      Ich hoffe echt, das wird ein Running Gag :rofl:


      Okay, cooler Teil. Wir haben ein bisschen mehr das Umfeld von Scott kennengelernt. Ich bin mal gespannt, in welche Richtung sich das ganze noch entwickeln wird. Kolja und Hazel wurden aber schon mal gut eingeführt.
    • Danke für die Kommentare ^^

      Kyelia schrieb:

      Im Grunde macht man sich die Mühe schon, wenn man Wut ablassen will. Zumindest kann ich mir vorstellen, dass die Wölfe sich "rächen" wollten, dafür, wie sie behandelt wurden. Und demonstrieren sie damit nicht ihre Wut, indem sie alles kurz un kleinschlagen? Nicht, weil sie nichts Wertvolles gefunden haben, sondern halt aus Rache. Ist ja auch Wut
      Wenn du so argumentierst, hast du Recht. Aber dieses Hintergrundwissen haben Hazel und Scott zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht. Sie stehen erstmal vor dem zerlegten Pub und gehen ihre Möglichkeiten durch. Die Rache der Wölfe steht vorerst nicht im Raum und Scotts Äußerung bezieht sich deshalb auf Hazels Idee bzgl. der Frustration über die leere Kasse ^^

      Etiam schrieb:

      Was ich mich jetzt frage, wissen denn die Freaks untereinander, wer Freak ist und wer nicht?
      Das ist so ein FunFact, deswegen beantworte ich das mal außerhalb des Texts: Jaein. In einer Kleinststadt oder einem Dorf kennen die Freaks schon untereinander, was der übersichtlichen Community geschuldet ist. Aber in einer Großstadt sieht das schon wieder anders aus. Scott kann außerdem zum Beispiel andere Wölfe riechen, aber ob er gerade eine Hexe trifft, einen Menschen oder eine Fee, kann er nicht unterscheiden. Es ist also nicht so, dass beispielsweise ein Vampir auf einen Polymorphen trifft und sofort erkennt, keinen Menschen vor sich zu haben ^^ Für sowas gehört etwas Hintergrundwissen dazu.