Freakshow

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    • Skadi schrieb:

      Irgendwie muss ich mir gerade vorstellen, wie du eine Kampfszene liest und dabei voller Einsatz anfeuernd die Boxhiebe nachamst
      Das kann vielleicht und möglichweise der Fall sein :rofl:
      Ich bin auch jemand, der beim Lesen laut lachen oder weinen kann :)
      (Gelacht hab ich zum Beispiel bei der Bartimäus-Trilogie, die muss ich mal wieder lesen. So witzig! (zumindest die ersten zwei Bände) und geweint hab ich am Ende von "Vom Winde verweht". Ich weiß übelster Kitsch, aber ich konnte nicht anders XD (zum Glück hab ich es nicht in der Schule fertig gelesen. Das wäre etwas random gewesen XD)
      Hat die Blume einen Knick,
      war der Schmetterling zu dick.




    • Skadi schrieb:

      „Genau! Auge um Auge, Zahn um Zahn. O'Rourke hat dein Notizbuch aus dem Pub gestohlen, also klauen wir es uns zurück.“ Unerwartet legte sich ein hinreißendes Grinsen auf Scotts Lippen – eine reizvolle Mischung aus Vorfreude, Belustigung und Provokation, die Hazel dahinschmelzen ließ. „Wir steigen bei ihm ein.“
      Bester Plan :rofl: Was soll da schon schiefgehen? :rofl:

      Zwei interessante Teile. Donnelly hat es den beiden ja wirklich einfach gemacht. Und den Streit um, ja oder nein, auch gleich beseitigt. So mussten sie den Kerl wenigstens nicht aufsuchen, sondern er hat sich "freiwillig" angeboten. Ein bisschen leid tut er einem ja wirklich. Obwohl man nicht wirklich was über ihn weiß, oder von ihm gelesen hat: Sympathiefigur :D Was daran liegen könnte, dass nicht nur Scotti ihn so grob behandelt. Pfeife :rofl:

      Skadi schrieb:

      „Worauf?“ In derselben Sekunde vernahm Hazel ein leises Fluchen und wandte sich um. Am vorderen Ende des Gartens hob Donnelly soeben angewidert einen Fuß und scharrte im Anschluss mit der Schuhsohle über das Gras, ehe er letztlich davon stakte. Hemmungslose Schadensfreude übernahm infolgedessen Scotts Mimik. „Er ist in einen Haufen Hundescheiße getreten.“
      „Der Nachbar deiner Eltern hält einen Hund?“ Sie entdeckte weder das Tier an sich, noch Spielzeug, das auf eines hinwies.
      „Nein. Er ist Mathelehrer.“
      Alter :rofl:
      1. Wie viel Pech kann man als einzelner Mensch/Wolf haben? :rofl:
      2. Bääääh ... :P

      So, Scottis Plan ist es also, in den Bahnhof einzubrechen. Ich halte das für eine echt seltendämliche Idee. Und das hat nicht nur eine Menge Potential, um so richtig schief zu gehen, sondern irgendwie habe ich hier auch noch im Hinterkopf, dass sowas die Beziehungen zwischen den Rudeln sicher nicht verbessert. :rofl:

      Naja. Ich bin mal gespannt, in welche Richtung das hier eskalieren wird. Wegen eines Notizbuches wohlbemerkt.
      Ich frage mich ja eh, ob Scott die Worte von Hazel überhaupt mitbekommen hat. Die öffnet ihr Herz und der fixiert sich auf Donnelly. Depp :rofl:

      LG, Kyelia


      Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
      - Toni Morrison -

    • Danke für den Kommentar, @Kyelia ^^

      Scott

      Was nutzte ein freier Tag, wenn man ihn damit verbrachte, angeödet Däumchen zu drehen?? Ernsthaft: Scott langweilte sich zu Tode und das bereits seit dem frühen Nachmittag. All seine Freunde verfolgte eigene Pläne für diesen Freitagabend und kein einziger davon schloss Scott ein. Moira musste arbeiten. Sie hatte sich einen Auftrag an Land gezogen und knipste die offiziellen Fotos auf irgendeinem Firmenevent in der Stadt. Wie nach jedem dieser Jobs, würde sie die ganze darauffolgende Woche in der Wohnung auf- und ablaufen und ihren beiden Mitbewohnern erboste Monologe darüber halten, diese gestellten Ich lächle gezwungen in die Kamera-Fotos wären purer Hohn auf die Kunst und sie fühle sich, als würde sie die Fotografie verraten. Kolja hingegen war schon vor Stunden kommentarlos aus der Wohnung getrottet. Keine Ahnung wohin. Das tat er gern und da Sott es selbst gegen den Strich ging, jeden Schritt rechtfertigen zu müssen, fragte er nie nach. Blieb noch Colin, doch der meinte, Null Bock zu haben und den Abend zusammen mit Ohli auf seinem eigenen Sofa verbringen zu wollen. Manchmal schien sein Bruder echt zu verdrängen, dass zum Teil ein Wolf in ihm steckte. Anderenfalls würde der Mann keine so innige Beziehung zu seinem Haustier pflegen.
      Somit fläzte Scott seit Stunden faul vor der Glotze und zog sich ein paar Blockbuster rein. Ab und zu sprang er auf, um sich von Geräuschen in und vor der Wohnung ablenken zulassen und im Anschluss seinen Hintern wieder auf dem Sofa zu parken. Eigentlich liebte er Filme, bloß schafften sie es heute einfach nicht, ihn zu fesseln. Zudem er die meisten davon in- und auswendig kannte und die Dialoge eins zu eins mitsprechen konnte. Normalerweise machte ihm das wenig aus. Allerdings ging ihm gerade aus eben diesem Grund ein Gespräch zwischen Sam Neill und Richard Attenborough so sehr auf die Nüsse, dass Scott abrupt aufstand und den Blu-ray-Player durch einen Druck auf das entsprechende Knöpfchen anwies, den Datenträger auszuspucken. Zurück in der Schachtel, landete Jurassic Park auf demselben Haufen abgebrochener Filme, wie Fight Club, Pulp Fiction, Van Helsing und Warm Bodies. Letzteren hatte sich Scott wegen Moira rausgepickt. Jetzt türmte er sich zusammen mit den anderen Blu-rays auf dem Fernsehtischen zu einem wackeligen Jenga-Turm der Hollywoodproduktionen.
      Träge ließ sich Scott der Länge nach auf das Sofa fallen und starrte die Decke an. Solche Rumgammelabende, die er in seiner schwarzen, megabequemen Lieblingsjogginghose verbringen durfte, kamen ihm gelegentlich ganz Recht. Aber nur dann, wenn ihm nicht so stinkendlangweilig war! Zum wiederholten Male zählte er aus Verzweiflung die weißen Längsstreifen auf jedem Hosenbein. Drei Stück jeweils. Unverändert.
      Sogar an eines von Koljas herumliegenden Schachrätseln hatte sich Scott in seiner Notlage versucht. Als ihm das Heft etwas über einen König, irgendwelche Bauern und einen Turm erzählen wollte, gab er die Sache ziemlich schnell für sich auf. Und da dachte Scott immer, Schach wäre ein Strategiespiel und keine verkappte Neuinterpretation von Rapunzel.
      Aus der Hosentasche fischte er sein Smartphone hervor. Außer dem Fernseher sorgte lediglich das einfallende Licht aus der Küche für karge Helligkeit im sonst dunkeln Wohnzimmer. Das Leuchten des Smartphonedisplays legte sich daher als kalter Schimmer über Scotts Gesichtszüge. Ehrlich gesagt waren seine Mitbewohner und Colin Scotts zweite Wahl gewesen, ihm Gesellschaft zu leisten. Kurz nach dem Mittagessen hatte er in das Nachrichtenfenster an Hazels Nummer die Frage 'Netflix and chill?' eingetippt und dahinter einen kleinen, lässig aussehenden Smiley mit einer Sonnenbrille auf der Nase eingefügt. Ihm kam diese Nachricht witzig vor; beim weiterführenden Denken fiel ihm jedoch ein, dass seine Filmsammlung als massive Front das Wohnzimmerregal füllte und er ja gar keinen Netflixaccount besaß. Außerdem lag Abby mit ihrem kitschigen Liebesgefasel, von wegen festen Absichten und so, nicht völlig verkehrt. Hazel sollte keinesfalls den Eindruck bekommen, es ginge Scott einzig um eine schnelle Nummer mit ihr. Darum hatte er den Text in 'Bock auf nen Film und Stew?' umgeschrieben. Genug Auswahl bot seine Filmothek und das Stew wärmte er schon nebenbei auf der Herdplatte in der Küche auf. Genau genommen handelte es sich um die Reste von Koljas Mittagessen und weil Scotts Freund es entweder nicht auf die Reihe brachte, für eine einzige Person zu kochen oder er vielleicht schlichtweg grundsätzlich genug für eine vierköpfige Familie zubereitete, füllten noch gut dreiviertel des Gerichts den Topf. Allein würde Kolja es sowieso niemals schaffen, das Stew zu verzehren, ehe es verdarb. Also konnte Scott es genauso gut für seine Zwecke verwenden.
      Der Cursor hinter dem Fragezeichen der Nachricht blinkte unermüdlich vor sich hin und harrte darauf, ob Scott seinem Text etwas hinzufügte oder ihn endlich einmal versendete. Unschlüssig sah Scott ihm dabei zu. Abschicken – Ja oder Nein? Er wusste nicht, wie er mit einer erneuten Abweisung von Hazel umgehen sollte. Ebenso wenig damit, falls sie tatsächlich bei ihm aufkreuzte. Nach Donnellys Verschwinden hatte sich keine rechte Gelegenheit geboten, ihr Gespräch vom Garagentor fortzusetzen und Scott würde sich absolut bescheuert fühlen, ihr jetzt erst so was zu antworten wie: 'Ach übrigens. Ich bin hoffnungslos verknallt in dich. Bitte lass mich dein fester Freund sein. Oh, und sorry, dass ich einen ganzen Tag gebraucht habe, um dir das zu sagen'. Nah! Den kritischen Blick, mit dem Hazel ihn durchbohren würde, konnte sich Scott lebhaft vorstellen. Überfordert fuhr er sich mit den Fingern den Scheitel entlang. So wurde das nie und nimmer was.
      Über die entsprechenden Felder des Smartphones navigierte sich Scott aus Hazels Nachrichtenfenster heraus in den Gruppenchat mit seinen Geschwistern. Anfangs war Scott gegenüber dieser Funktion misstrauisch gewesen, mittlerweile empfand er sie zu gewissen Gelegenheiten doch recht praktisch. Zum Beispiel, wenn es anlässlich des Muttertags abzusprechen galt, welche Terrakottafigur in diesem Jahr ersetzt wird. Scott störte sich nicht mal mehr an dem dämlichen Gruppenamen, auf den Abby so abfuhr. Wobei… dass er sich nicht daran störte, wäre falsch zu behaupten. Er ignorierte die alberne Bezeichnung 'Fitz-PUPP-ricks', genau wie die pseudoniedlichen Pfotenabdrücke oder was der Smiley neben dem Text darstellte. Mit Ausnahme von Abby teilte jeder Scotts Meinung, wie dämlich dieses Wortspiel war. Aber nachdem Colin die Gruppe vor etwa einem Jahr eigenmächtig umbenannt hatte und Abby den Namen danach wieder in ihren eigenen Vorschlag änderte, entwickelte sich ein zweiwöchiger Hickhack zwischen Scotts Geschwistern und am Ende entzog seine Schwester kurzerhand allen die Adminrechte. Seitdem stand der Gruppenchat unter Abbys diktatorischen Alleinherrschaft.
      Scott tippte eine Nachricht ein und in der nächsten Sekunde erschien sie im Gruppenverlauf:
      > Scott: Nix los hier <
      Die Anzeige der Gruppe kündigte an, dass Colin etwas schrieb. Dann erschien eine Nachricht:
      > Colin: Teddybär und Heulboje sind ausgeflogen? <
      > Scott: Jap. <
      > Colin: Sei froh. Ich krieg schon Phrenbluten, wenn ich nur an diese Heulsuse denke <
      > Colin: *Ohrenbluten <
      Hm. Was sollte Scott dazu sagen? Er wollte die App schließen, als Abbys Name im Verlauf aufploppte. Diese Frau tippte abnormal schnell die Buchstaben auf dem Smartphone ein; Kieran war der einzige, der ihr in der Hinsicht etwas vormachen konnte. Weil der Messangerdienst direkte Antworten zuließ, erschien ein Zitat von Colins Nachricht und darunter Abbys Text:
      > Abby: Ooh, du denkst an Moira??? <
      Dahinter hatte sie ein kleines Herzchen gesetzt. Es folgte gleich eine weitere Nachricht von ihr, in der sie sich auf Colins Ohrenbluten bezog:
      > Abby: Deine Ohren bluten? So wie dein Herz, wenn Moira nicht in deiner Nähe ist? <
      Dieses Mal verwendete sie diesen Smiley, der gleich von mehreren kleinen Herzchen umschwirrt wurde, wie ein Haufen Scheiße von Fliegen. Scott musste dabei unweigerlich an diesen Film von Alfred Hitchcock denken, in dem ein Schwarm Vögel auf Menschen losging. Wie hieß der noch gleich? Jedenfalls war Abbys Interpretation so lächerlich absurd, dass sie gleich drei ihrer Brüder dieselbe Reaktion entlockte:
      > Colin: Häh <
      > Scott: Häh <
      > Kieran: Wie bitte? <
      Was lief nur mit dem Jungen falsch? Und sollte Kieran nicht den Lehrern auf der Nase herumtanzen, unerlaubt Alkohol trinken und mit irgendeinem Mädchen aus einer anderen Schule rumknutschen, das er am Ende des Monats vergaß? Sogar auf einem Schulausflug hing der Kleine am Smartphone.
      > Colin: Abby bist du dumm? Ich meinte die Alte zwingt einen mit ihrer Stimme in die Knie <
      > Abby: Du findest Moira zum niederknien??? <
      Sie schob zwei Ring-Emojis nach, von denen Scott nicht mal wusste, dass es sie gibt.
      > Kieran: Ich verstehe kein Wort. Wollen Colin und Moira etwa heiraten? <
      > Colin: Nur über meine Leiche <
      > Abby: Also würdest du für Moira sterben? Das ist so romantisch! <
      An dieser Stelle benutzte sie gleich drei von diesen Smileys mit dem herzförmigen Aknebefall, wie sie vorhin bereits verwendet hatte.
      > Scott: Abby hast du gesoffen <
      > Abby: Vielleicht <
      > Scott: Wie viel? Nen Weinkeller? <
      > Kieran: Was ist denn los bei euch?? Ständig verpasse ich es, wenn etwas Spannendes passiert! <
      Colin zitierte die Unterstellung seiner Schwester, für Moira sein Leben zu lassen und fügte hinzu:
      > Colin: Hier stirbt gleich was ganz anderes! <
      > Abby: Deine Hoffnung je eine andere Frau als Moira lieben zu können? <
      Okay, jetzt wurde es idiotisch. Nicht, dass das nicht schon vorher der Fall gewesen wäre, aber Abby trieb ihre angetrunkenen Provokationen gerade auf die Spitze. Für ein paar Minuten beobachtete Scott die Meldung, Colin würde eine Nachricht verfassen und schloss den Gruppenchat sodann. Das verbale Massaker konnte er später nachlesen. So handhabte Niall das regelmäßig und am Ende fühlte er sich von der Menge an neuen Nachrichten in der Geschwistergruppe erschlagen.
      Zurück zu Angelegenheiten, die Scott etwas bedeuteten. Die Einladung stand weiterhin als Entwurf in der Textzeile von Hazels Nachrichtenfenster und wenn er nicht bald den Arsch hochkriegte, würde das auch so bleiben. Näherte sich sein Finger dem Sendebutton, spürte er sein Herz bis in den Kehlkopf hinauf schlagen. Na gut. Augen zu und durch. Scott schickte diese Nachricht jetzt ab, komme, was da wolle. Auf drei, zwei, eins… .
      Das Surren der Türklingel lenkte Scott von seinem Smartphone ab. Verwirrt setzte er sich auf, als ob ein Blick in den dunklen Flur erahnen ließ, wer auf der anderen Seite der Wohnungstür Einlass begehrte. Wohl kaum Moira oder Kolja, soviel stand fest. Beide besaßen eigene Schlüssel zur Wohnung. Colin kam genauso wenig in Frage, denn er meldete sich zuvor stets per Telefon an. Hauptsächlich deshalb, um Moira aus dem Weg zu gehen. Davon abgesehen benötigte er zum gegenwärtigen Zeitpunkt beide Hände, um seine kleine Schwester per Textnachricht niederzumetzeln.
      Automatisch bewegte sich Scott zur Wohnungstür und öffnete sie. Haselnussbraune Augen, haselnussbraune Lo-… Halt, das hatten sie doch erst neulich Nacht, oder?
      „Hey Scott“, begrüßte Hazel ihn. Ein wenig irritiert glotzte Scott flüchtig auf das Display des Smartphones. Nein, versicherte er sich, die Nachricht war zu keiner Zeit rausgegangen. Und wenn, wäre Hazel unter keinen Umständen so fix hier gewesen. Nicht einmal unter der Annahme, sie säße ausgehfertig auf der Türschwelle. Das heißt, Scotts Meinung nach durfte sich Hazel permanent als ausgehfertig bezeichnen. Sogar in abgetragenen Schlabberklamotten würde er sie anziehend finden, viel anziehender in seinen Schlabberklamotten und wenn sie völlig ohne Kleidung vor ihm-... „Komme ich ungelegen?“
      Mh? Was? Achja! „Nein, auf keinen Fall. Komm rein.“
    • Spoiler anzeigen

      Skadi schrieb:

      Jetzt türmte er sich zusammen mit den anderen Blu-rays auf dem Fernsehtischen zu einem wackeligen Jenga-Turm der Hollywoodproduktionen
      Toller Vergleich! :D

      Skadi schrieb:

      'Netflix and chill?' eingetippt und dahinter einen kleinen, lässig aussehenden Smiley mit einer Sonnenbrille auf der Nase eingefügt. Ihm kam diese Nachricht witzig vor; beim weiterführenden Denken fiel ihm jedoch ein, dass seine Filmsammlung als massive Front das Wohnzimmerregal füllte und er ja gar keinen Netflixaccount besaß.
      :rofl: Scott ist so geil XD

      Skadi schrieb:

      Hazel sollte keinesfalls den Eindruck bekommen, es ginge Scott einzig um eine schnelle Nummer mit ihr.
      Awwww, das ist voll süß. Warum sind die Beiden nur so ... ARGH! *wirft die Hände in die Luft*

      Skadi schrieb:

      Nach Donnellys Verschwinden hatte sich keine rechte Gelegenheit geboten, ihr Gespräch vom Garagentor fortzusetzen und Scott würde sich absolut bescheuert fühlen, ihr jetzt erst so was zu antworten wie: 'Ach übrigens. Ich bin hoffnungslos verknallt in dich. Bitte lass mich dein fester Freund sein. Oh, und sorry, dass ich einen ganzen Tag gebraucht habe, um dir das zu sagen'. Nah! Den kritischen Blick, mit dem Hazel ihn durchbohren würde, konnte sich Scott lebhaft vorstellen.
      Ist schon interessant. So einfach Scott auch gestrickt ist, bei Hazel denkt er einfach viel zu viel nach! Sie würde sich total freuen das von ihm zu hören, egal wie spät und außerdem weiß sie ja, dass sie unterbrochen worden sind und Scott ja eigentlich nichts dafür kann ...

      Skadi schrieb:

      So wurde das nie und nimmer was.
      GENAU! Selbsterkenntnis ist der erste Schritt Richtung Hazel! <3 LOS, LOS, LOS, Scott! :stick:

      Skadi schrieb:

      > Colin: Teddybär und Heulboje sind ausgeflogen? <
      :rofl: Diese "Kosenamen"

      Skadi schrieb:

      > Colin: Sei froh. Ich krieg schon Phrenbluten, wenn ich nur an diese Heulsuse denke <
      > Colin: *Ohrenbluten <
      Typisch Chat XD

      Skadi schrieb:

      > Abby: Deine Ohren bluten? So wie dein Herz, wenn Moira nicht in deiner Nähe ist? <
      :rofl:

      Skadi schrieb:

      > Colin: Abby bist du dumm? Ich meinte die Alte zwingt einen mit ihrer Stimme in die Knie <
      > Abby: Du findest Moira zum niederknien??? <
      Ich finde Abby klasse! <3 Ich liebe die Art, wie sie ihre Brüder in den Wahnsinn treibt.

      Skadi schrieb:

      > Kieran: Ich verstehe kein Wort. Wollen Colin und Moira etwa heiraten? <
      Kieran ist auch so geil. Keine Ahnung von nichts und direkt eskalieren mit Hochzeit und so XD

      Skadi schrieb:

      „Hey Scott“, begrüßte Hazel ihn. Ein wenig irritiert glotzte Scott flüchtig auf das Display des Smartphones. Nein, versicherte er sich, die Nachricht war zu keiner Zeit rausgegangen.
      Das wiederum ist typisch Scott XD

      Skadi schrieb:

      Sogar in abgetragenen Schlabberklamotten würde er sie anziehend finden, viel anziehender in seinen Schlabberklamotten und wenn sie völlig ohne Kleidung vor ihm-...
      Erst Awww und dann :blush: und dann :grinstare: XD
      Scott ist so richtig Mann! Langsam gefällt er mir immer besser. Anfangs fand ich ihn beinahe zu schwer von begriff, aber je besser man ihn kennenlernt, desto mehr erfährt man, das doch was in ihm steckt ^^
      Da Hazel ihn schon 4 Jahre kennt, erklärt sich mir auch langsam, was eine so kluge Frau eigentlich an ihm findet :P
      Hat die Blume einen Knick,
      war der Schmetterling zu dick.




    • Hallo @Skadi
      Spoiler anzeigen

      Skadi schrieb:

      > Colin: Teddybär und Heulboje sind ausgeflogen? <
      Teddybär xD Ich weiss also nicht ob ich mit diesem Bär kuscheln würde ...

      Skadi schrieb:

      > Colin: Abby bist du dumm? Ich meinte die Alte zwingt einen mit ihrer Stimme in die Knie <
      > Abby: Du findest Moira zum niederknien??? <
      :rofl: Familienchats! Das sind die schlimmsten und witzigsten zugleich!

      Ich habe sogar zwei. Einer wo noch alle Grosseltern dabei sind :D (ja, und alle haben IPhones und sind total modern :rofl: )
      Und dann noch die Familie selbst. Und ja, muss ich dazu was segen? :rofl:

      Skadi schrieb:

      > Scott: Abby hast du gesoffen <
      > Abby: Vielleicht <
      > Scott: Wie viel? Nen Weinkeller? <
      Genau das habe ich gemeint! :D

      "Ein Schloss ohne Gruft, das wäre wie, wie ein Einhorn ohne Horn!"

      Eigenes von Fly
      Schatten unter London
    • Danke für eure Kommentare, ihr zwei ^^

      Miri schrieb:

      Diese "Kosenamen"
      Colin ist halt eine kleine Charmeschleuder. Nicht :rofl:

      97dragonfly schrieb:

      Familienchats! Das sind die schlimmsten und witzigsten zugleich!
      Ich weiß schon, weshalb meine Familie sowas nicht hat :rofl:

      97dragonfly schrieb:

      Teddybär xD Ich weiss also nicht ob ich mit diesem Bär kuscheln würde ...
      Ooh, ich würde definitiv mit Kolja kuscheln :D Der ist so lieb. Der kann einen dann, wenn es einem mal schlecht geht, in den Arm nehmen und beruhigend den Kopf tätscheln C:
    • Ich hab ja mal gesagt, dass ich mich hier mal melde. :) Post 1 habe ich jetzt gelesen.
      Scotts Müdigkeit fand ich leicht redundant beschrieben. Und Sätze wie diesen hier:

      Skadi schrieb:

      Scott brauchte einen Moment, um richtig wach zu werden. Er setzte sich auf und rieb sich die Augen. Effektiv brachte diese Geste gar nichts. Trotzdem fühlte es sich an, als würde er die Müdigkeit dadurch wegwischen. Für einen Augenblick jedenfalls.
      würde ich ehrlich gesagt einfach streichen, so ganz allgemein. Das wirkt etwas hinten drangehängt, aber auf mich nicht so, als würde es groß etwas zur Textstelle beitragen. :hmm:

      Der erste Post der Geschichte ist bisher ja recht zahm. Ich hatte bei deiner Contentwarnung am Anfang schon mit einer Keule gerechnet, aber die Schwingst du wahrscheinlich später. :D Scott ist also in kriminelle Machenschaften verwickelt oder zumindest ein kleiner Langfinger, das wird sicher noch Probleme geben. Etwas in die Richtung Urban Fantasy wollte ich ja schon länger mal lesen. Mal sehen, wie du das so umsetzt :) Und mal sehen, wann ich mir wieder die Zeit zum Lesen hier nehme xD
      [Schlaue, tiefgreifende Lebensweisheit]

      Nachdem ich jetzt schon einige Jahre hier bin, kann ich ja auch mal meine Geschichte in die Signatur setzen, oder? :D Mit Geschichten bin ich dann doch geschickter als mit Signaturen.
      Himmelsjäger [Neufassung]
    • Sie legte ihre Jacke ordentlich an der Garderobe ab und ließ sich von Scott ins Wohnzimmer führen. Er verzichtete darauf, die Deckenlampe anzuschalten. Durch das Licht in der Küche sah man genug und außerdem wirkte Hazel in dieser halbschummrigen Atmosphäre unglaublich aufreizend auf Scott. Hayes durfte sich ruhig mit seiner Stammnutte zufriedengeben. In Scotts Augen schaffte es kein Sukkubus der Welt, Hazel annähernd Konkurrenz zu machen. „Hast du Zeit? Ich will mit dir über deine Einbruchspläne reden“, erklärte Hazel den Anlass des Besuchs und verhinderte auf diese Weise, dass sich Scotts Verstand abermals im Irrgarten der eigenen Gehirnwindungen verlief.
      „Klar, leg los.“ Für Hazel nahm er sich immer Zeit. Gern auch für den Rest seines Lebens.
      Die Hexe sah ihn prüfend an und ihre gehobenen Brauen verhießen Scott die anstehende Diskussion. „Ich bin dir überaus dankbar, dass du mir helfen willst. Versteh das nicht falsch. Aber in O'Rourkes Unterschlupf einzubrechen kann unmöglich dein Ernst sein.“
      „Wieso?“ Was sollte daran so abwegig sein? Sein letzter Einbruch lag zwar an die zehn Jahre zurück, aber solche Dinge waren wie Fahrradfahren. Man verlernte es nicht, sondern spürte nur den schmerzenden Sattel im Schritt.
      Scott witterte in der Küche den würzigen Geruch des heißen Stews. Perfektes Timing, dachte er sich und begab sich in den Nebenraum. Hazel folgte ihm treu und antwortete unterdessen: „Wie wäre es erstmal mit folgendem: Einbruch und Diebstahl verstoßen gegen das Gesetz und sind verboten?“
      Ach, diese nervigen Regeln und Vorschriften schon wieder. Mit ihrer Regelkonformität machte Hazel es einem echt schwer. Aus einem Schubfach kramte Scott eine Suppenkelle hervor und rührte damit das Stew um. Jup, das konnte man so essen. Er nahm eine saubere Schale von der Abtropffläche der Spüle und füllte den Eintopf hinein. Sie trockenzureiben erwies sich als unnötig. Wie der Rest des Abwasches, stand sie dort bereits seit ein paar Tagen herum und hatte daher genug Zeit, an der Luft zu trocknen. Köstlich riechender Dampf stieg daraus auf. „Technisch gesehen ist es kein Einbruch“, argumentierte Scott und legte die Suppenkelle auf dem Rand des Topfes ab. „Um von einem Einbruch zusprechen, müsste O'Rourke das Gebäude gehören. Tut es aber nicht. So gesehen ist er ein Hausbesetzer und kann uns mal. Uns in den Bahnhof zu schleichen ist also mehr unbefugtes Betreten oder so. Du weißt schon. Eltern haften für ihre Kinder.“ In den letzten dreiunddreißig Jahren hatte Scotts Vater diese Floskel hassen gelernt.
      Er hielt Hazel die Schale mit dem Stew entgegen. „Magst du?“ Ihr kritischer Blick wechselte daraufhin von Scotts Gesicht zu dem Eintopf und beim Anblick des Essens verdrängte helle Begeisterung die Ernsthaftigkeit aus ihren Zügen. „Ist das etwa Koljas Stew?“
      Langsam lernte Scott, Hazels rhetorischen Fragen als solche zu erkennen. Trotzdem nickte er und ließ sich von Hazel die Portion aus der Hand nehmen. „Ich liebe sein Stew!“, seufzte sie entzückt und Scott überlegte, ob ihn diese Stimmlage geil oder eifersüchtig machte. Im Besteckkörbchen der Spüle fand sich kein sauberer Esslöffel, darum durchsuchte er das Besteckfach und setzte derweil ungeachtet des metallenen Schepperns seine Ausführungen fort: „Und Diebstahl würde bedeuten, O'Rourke etwas wegzunehmen, was ihm rechtmäßig gehört und das ist nicht der Fall, wenn wir dein Notizbuch zurückholen. Sicher gibt’s irgendeine Bezeichnung dafür. Schutz unseres Eigentums, was weiß ich.“ Zwischen haufenweise Gabeln und Messern zog Scott den einzigen gespülten Löffel hervor. Irgendwie herrschte in dieser WG ein genereller Mangel, was das anging. Wahrscheinlich verteilten sich die restlichen Besteckteile auf sämtliche Räume der Wohnung und versifften dort dreckig vor sich hin. Oder in der Bude hauste ein ungebetener Untermieter, der auf einem Löffelberg hockte, wie Smaug auf einem Goldschatz. Na gut. Dann teilte sich Scott ihn eben mit Hazel. Er tauchte den Löffel in den Eintopf und probierte davon.
      Unser Eigentum?“, wiederholte Hazel seine Worte und hielt nach wie vor die Suppenschale fest. Dass Scott daraus aß, schien sie mitnichten zu stören. Er korrigierte sich: „Dein Eigentum, meine ich.“
      Gemeinsam verließen sie die Küche und kehrten ins Wohnzimmer zurück. Genau wie Sonntagnacht machte Hazel es sich wie selbstverständlich auf dem Sofa bequem und löffelte das Stew aus der Schale. Diese Frau passte super dorthin, schoss es Scott durch den Kopf, und noch besser würde sie in sein Bett passen. Okay, vielleicht sollte er doch für mehr Licht sorgen, sonst ging heute Abend etwas mit ihm durch.
      Entgegen seiner Erwartung hatte sich Hazel nicht für den Platz am anderen Ende der Sitzfläche entschieden, sondern sich unmittelbar neben Scott niedergelassen. Sein Arm baumelte ausgestreckt über der Rückenlehne und weil zwischen ihnen wenig Abstand blieb, konnte er mit der Hand Hazels Schulter erreichen. Ihr war der Körperkontakt offensichtlich keineswegs unangenehm, weshalb Scott geistesabwesend am Ärmel ihres T-Shirts herumnestelte. Gelegentlich strich sein Daumen dabei zart über Hazels Haut.
      „Stimmt es eigentlich, was O'Rourke gesagt hat?“, wechselte Hazel das Thema und reichte Scott das Stew. Notgedrungen musste er die Finger von ihr nehmen, um beide Hände für die Schale freizubekommen. „Müsst ihr euch wirklich prügeln?“
      Prügeln? Die Gören im Kindergarten prügelten sich. Zwei Wölfe wie Scott und O'Rourke trugen hingegen gnadenlose Rangkämpfe miteinander aus, bei denen es um Überlegenheit und Autorität ging. „…Wahrscheinlich“, meinte Scott knapp. Mit dem Löffel fischte er ein Stück Fleisch aus dem Eintopf und nahm einen Bissen.
      „Dann will ich nicht, dass du mitkommst.“
      Hastig würgte er das zerkaute Essen in seinem Mund hinab und sah Hazel ungläubig an. „Hast du vor, allein bei O'Rourke einsteigen, oder wie?“ So eine dumme Idee. Das kam unter keinen Umständen in Frage!
      „Nein, Unsinn. Das heißt, eigentlich will ich mich vom Bahnhof so fernhalten, wie möglich. Aber…“ Die Schüssel wanderte zurück in ihre Hände und Hazel schluckte den Rest des Satzes mitsamt einem Happen von Koljas Stew hinab. „O'Rourkes Drohung war überdeutlich und ich will nicht, dass dir wegen meines Bullet Journals etwas zustößt“, sagte sie. „Moira hat mir von deinem Auge erzählt und ich würde es mir nie verzeihen, wenn dir so was meinetwegen nochmal passiert.“
      „Es wird niemand da sein, wenn wir dort auftauchen. Wir warten, bis die Typen sich verzogen haben und erst dann legen wir los.“
      Wenig überzeugt zog Hazel die Stirn kraus und rührte nachdenklich das Stew um. Ihr Blick streifte indessen ziellos durch das Wohnzimmer und bleib letztendlich an Scotts schiefen Filmturm auf dem Fernsehtischchen hängen. „Du hast ja Warm Bodies in deiner Sammlung“, stellte sie fest und drückte Scott das Essen auf, um sich vorzubeugen und den Rücken der Hülle mit dem Finger nachzufahren. „Ich finde die Romanvorlage von Isaac Marion besser. Die Verfilmung ist aber auch ganz okay. Macht sich gut für das erste Date, weil man wenigstens von den Actionszenen unterhalten wird, wenn man nichts mit Romantik anfangen kann.“ Dasselbe hatte auch Scott über diesen Film gesagt…? Vor Verblüffung glotzte er Hazel mit leicht offenstehenden Mund an, doch ihr Kommentar wurde schlagartig nebensächlich, als sie sich zurücklehnte und enger an Scott heranrutschte. Viel befand sich nicht mehr in der Suppenschale. Eine Portion, die sich zwei Personen teilten, futterte sich schnell weg und Hazel schob die verbleibenden Reste des Eintopfes zusammen.
      „Ich kann uns Nachschub holen“, bot Scott an, obwohl er gerade wenig Interesse für das Stew aufbrachte. Zudem müsste er dafür vom Sofa hochstehen, was ihn unweigerlich dazu zwang, Hazels Nähe aufzugeben. Dank ihr fühlte sich seine Magengegend warm genug an; er brauchte keinen heißen Eintopf.
      Glücklicherweise verneinte sie das Angebot mit einem Kopfschütteln und studierte stattdessen sein Gesicht. „Wann ist eigentlich aus 'Ich' ein 'Wir' geworden?“, wollte sie wissen. Ihr Blick wurde eindringlich.
      Scott zuckte mit den Schultern. „Irgendwann zwischen Honigscones und Hundehaufen.“ So genau wusste er das auch nicht festzulegen. Von ihnen beiden gemeinsam zu reden, klang in seinen Ohren jedenfalls verdammt gut.
      „Koljas Scones haben echt lecker geschmeckt“, schwärmte Hazel. „Gerade könnte ich etwas Süßes zum Nachtisch vertragen.“
      „Colin hat die Scones gestern restlos verputzt.“ Der Appetit seines kleinen Bruders war einfach unersättlich. So gesehen bildeten er und Kolja das ideale Team: der eine kochte Unmengen und der andere fraß sie.
      Plötzlich musste Scott bis über beide Ohren grinsen. Hazels Anblick auf dem Sofa erinnerte ihn an etwas: „Und die Knallbrause ist leider auch aus“, scherzte er amüsiert. „Sorry.“
      „Dich lässt das mit der Knallbrause nicht los, wie?“
      Was sollte er sagen? Schuldig im Sinne der Anklage. Zumal Hazel ihre Beschreibungen damals dreister Weise an der besten Stelle abgebrochen hatte und Scott demnach das Ende in all seinen Details schuldete. Die Hexe lächelte dezent und führte den Löffel an ihren Mund, um die Tropfen des Stews mit den Lippen aufzufangen. Scott konnte ihre Zunge kurz aufblitzen sehen, als sie von der anderen Seite über das Metall strich.
      In Hazels Augen funkelte etwas, was mit Sicherheit keinesfalls durch die Reflektion der vagen Zimmerbeleuchtung entstand. Aufforderung lag darin, Erwartung, Neugier und ein kleines bisschen Ungeduld. Wie ein Liebhaber schmiegte sich das Schummerlicht an ihre Wangenknochen, die Nase und Hazels Lippen, ließ sich freiwillig von den Locken einfangen und streichelte jeden Zentimeter ihrer Haut. Etwas in Scott verlangte dröhnend danach, diese Aufgabe selbst zu übernehmen. Gleich hier und auf der Stelle, inmitten intimer Zweisamkeit in der sonst verlassenen Wohnung.
      „Meine letzte Knallbrause liegt ein Weilchen zurück“, meinte Hazel und legte das Besteck in die Suppenschale, die Scott die ganze Zeit über für sie festhielt. „Ich hätte sie gern mit dir geteilt.“
      Die Intensität ihres Blickes steigerte sich und der Ausdruck in Hazels Augen floss Scott siedend wie das heiße Stew den Rachen hinab, direkt bis in den Schritt. Schweigend sah er sie an.
      Dann übermannte ihn der Impuls. Scott stellte – nein, schleuderte die Suppenschale auf den Fußboden. Die Keramik klirrte. Scheißegal! Hektisch drängte er seinen Oberkörper gegen Hazels, beugte sich über sie und seine Hände langten besitzergreifend nach ihren Wangen. Überflüssig, sie an sich zu ziehen, denn Hazel kam bereitwillig auf ihn zu. Ihr erhitzter Atem streifte seine Lippen, fordernde Berührungen seinen Rücken und... .
      Jemand drehte hörbar den Schlüssel in der Wohnungstür herum und betrat den Flur. In der nächsten Sekunde tapste Kolja herbei, die Melodie von 'The Star Of The County Down' pfeifend. „Hallo Hazel, hey Scott“, unterbrach er sich, um das Duo auf dem Sofa zu begrüßen. Dabei tatschte er an den Schalter für die Deckenbeleuchtung. Ciao, sinnliche Atmosphäre.
      Frustriert warf Scott die Arme in die Luft und ließ sich unverrichteter Dinge zurück auf seine vier Buchstaben plumpsen. In ihm entwickelten sich spontan Hasszustände. Wollte ihn die ganze Welt verarschen, oder was?!
      „Hallo Kolja“, erwiderten Hazel und er wie aus einem Munde. Dem Bären schien der enttäuschte Unterton ihrer Begrüßung zu entgehen, gleicherweise das unbefriedigte Prusten, welches Hazel zwischen ihren Lippen hervorpresste. Wie gewöhnlich ließ Kolja seinen Rucksack einfach mitten im Raum fallen. Mittlerweile hatte Moira es aufgegeben, mit ihm darüber zu schimpfen und arrangierte sich einfach damit, regelmäßig über seine Sachen zu stürzen. „Wollt ihr euch einen Film anschauen? Wartet, ich schließe mich an“, verkündete Kolja und deutete auf den angeschalteten Fernsehapparat. Die Füße des Bärenpolys trugen ihn in die Küche. „Ihr habt das Stew schon aufgewärmt“, hörte Scott ihn sagen. Es folgte das Rasseln des Besteckkastens. Anschließend: Stille.
      „… Wo sind denn schon wieder alle Esslöffel abgeblieben?“
    • Spoiler anzeigen

      Skadi schrieb:

      „Ich liebe sein Stew!“, seufzte sie entzückt und Scott überlegte, ob ihn diese Stimmlage geil oder eifersüchtig machte.
      :grinstare:

      Skadi schrieb:

      Prügeln? Die Gören im Kindergarten prügelten sich. Zwei Wölfe wie Scott und O'Rourke trugen hingegen gnadenlose Rangkämpfe miteinander aus, bei denen es um Überlegenheit und Autorität ging.
      :rofl: Natürlich! XD

      Skadi schrieb:

      Dann übermannte ihn der Impuls. Scott stellte – nein, schleuderte die Suppenschale auf den Fußboden. Die Keramik klirrte. Scheißegal! Hektisch drängte er seinen Oberkörper gegen Hazels, beugte sich über sie und seine Hände langten besitzergreifend nach ihren Wangen. Überflüssig, sie an sich zu ziehen, denn Hazel kam bereitwillig auf ihn zu. Ihr erhitzter Atem streifte seine Lippen, fordernde Berührungen seinen Rücken und... .
      Jemand drehte hörbar den Schlüssel in der Wohnungstür herum und betrat den Flur.
      NAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAIN! *man stelle sich ein tiefes empörtes Männernein vor*

      Skadi schrieb:

      Dabei tatschte er an den Schalter für die Deckenbeleuchtung. Ciao, sinnliche Atmosphäre.
      Das Verb passt zu Ciao, sinnliche Atmosphäre :D

      Skadi schrieb:

      Wollt ihr euch einen Film anschauen? Wartet, ich schließe mich an“, verkündete Kolja und deutete auf den angeschalteten Fernsehapparat.
      :patsch: Ich hätte Kolja nicht für dermaßen unempathisch gehalten XD
      Hat die Blume einen Knick,
      war der Schmetterling zu dick.




    • Hallo @Skadi
      Spoiler anzeigen

      Skadi schrieb:

      Hayes durfte sich ruhig mit seiner Stammnutte zufriedengeben. In Scotts Augen schaffte es kein Sukkubus der Welt, Hazel annähernd Konkurrenz zu machen.
      Das ist ein echt süsses Komplimet :grinstare: Genial xD
      Den Tanz, denn die beiden da aufführen ist wie ein Unfall in Zeitlupe :rofl: Ich will die beiden Schlagen und Schütteln, damit endlich einer der beiden die Klappe aufreisst!

      Ich liebe deinen lockeren witzigen Schreibstil und freue mich wirklich immer hier zu lesen! :D
      Liebe Grüsse
      Fly

      "Ein Schloss ohne Gruft, das wäre wie, wie ein Einhorn ohne Horn!"

      Eigenes von Fly
      Schatten unter London
    • Guten Morgen und Danke, wie immer :D

      Miri schrieb:

      Natürlich! XD
      Ja, Mann! Das ist der Stolz der Wölfe! xD Das verstehen wir nur alle nicht!

      Miri schrieb:

      Ich hätte Kolja nicht für dermaßen unempathisch gehalten XD
      Sieh es ihm nach, er konnte nicht wissen, was vor sich geht :rofl:

      97dragonfly schrieb:

      Ich will die beiden Schlagen und Schütteln, damit endlich einer der beiden die Klappe aufreisst!
      Ach, ihre Klappe reißen die beiden doch auf xD Nur kommt Streit bei raus und nichts romantisches :D

      97dragonfly schrieb:

      ch liebe deinen lockeren witzigen Schreibstil und freue mich wirklich immer hier zu lesen!
      Das freut mich C:
    • Neu

      „Das Wetter spielt heute Nacht mit. Es ist bewölkt, das ist sehr gut. Wenn der Mond verdeckt ist, bedeutet das eine Lichtquelle weniger.“
      „Der Mond ist keine Lichtquelle, Scott. Er reflektiert das Sonnenlicht.“
      Vor ihnen erhob sich der stillgelegte Güterbahnhof als konturloser, unbelebter Schatten - eine zurückgelassene Front an Dunkelheit, welche von noch schwärzerer Finsternis verschluckt zu werden drohte und dafür von der ergrauten Vegetation mit andächtigen Schweigen bedacht wurde. Durch die Sparmaßnahmen der Stadt blieben die Straßenlaternen unmittelbar vor dem Gelände dauerhaft ausgeschaltet. Keiner der Lichtkegel berührte die Grenzmarken, sondern sorgten erst in einigen Metern Entfernung für notdürftige Beleuchtung, als würden sie Sicherheitsabstand zu O'Rourkes Versteck halten.
      Scott überging Hazels Einwurf und sondierte aus ihrer Deckung zwischen den Büschen heraus den Bahnhof. „Je weniger Licht, desto unwahrscheinlicher ist es, dass uns jemand sieht.“
      „Du hast gesagt, es wäre niemand im Gebäude, wenn wir kommen.“
      „So ist es auch. Aber falls sich wider Erwarten irgendwer hierher verirrt, sind wir gut getarnt.“
      Gänzlich überzeugt schien Hazel von seinem Plan, in den Unterschlupf des Wolfsrudels einzusteigen, keineswegs zu sein. Zwar sprach sie ihre Zweifel nie wörtlich aus, trotzdem bemerkte Scott die Skepsis in ihren Worten. Wegen der Dunkelheit vermochte er ihre Mimik lediglich zu erahnen aber aller Wahrscheinlichkeit nach runzelte Hazel momentan die Stirn über ihr Vorhaben. Dabei brauchte sie sich einfach nur auf Scott verlassen. Er schaukelte dieses Kind schon, schließlich war er kein Anfänger und wies genug Erfahrungen auf, in fremder Leute Eigentum einzubrechen. Und ein leerstehendes Gebäude in einem entvölkerten Stadtviertel würde ein Klacks werden. Hier gab es ja noch nicht einmal neugierige Nachbarn oder Alarmanlagen.
      „Was ist, falls O'Rourke hier auftaucht, während wir noch den Bahnhof durchsuchen?“, fragte Hazel und wie Scott zugab, zu Recht. Auf diese Eventualität hatte er sich jedoch vorbereitet: „Moira wird uns rechtzeitig Bescheid geben.“
      Die Banshee stand neben Scott und kämpfte mit einem Zweig, der ihr immer wieder auf Augenhöhe die Sicht verdeckte. Da sie sonst in der Dunkelheit auffiel, trug sie entsprechend dunkle Kleidung und ihr verräterisch helles Haar verbarg sie unter der Kapuze eines Pullovers. Einzig das Ende ihres Flechtzopfes ragte wenige Zentimeter aus ihrem Kragen hervor.
      „Ich habe dich noch nie schwarze Kleidung tragen sehen“, meinte Hazel zu Moira. „Dass du sie spontan aus deinem Kleiderschrank gezogen hast, sagt mir, dass du auf solche Aktionen vorbereitet bist...“ Anhand ihrer Kopfbewegung erkannte Scott, dass Hazel ihn dabei anschaute. Was gingen Scott denn bitte Moiras Klamotten an?
      Nichtsdestotrotz gehörte Schwarz beileibe kaum zur üblichen Farbauswahl, was die Kleidung seiner Freundin angelangte. In der Regel trug Moira die klassischen Jeans jeglicher Blauabstufung und kombinierte sie mit Oberteilen in gedeckten Farben. Mit Mitte zwanzig hatte sie obendrein ihren Faible für Schottenmuster entdeckt und seither zählten entsprechende Hemden und Blusen zu ihrer Alltagsgarderobe. Schwarz hingegen... Moira sollte die Finger davonlassen. Nachdem damals ihr Vater gestorben war, kleidete sie sich das ganze darauffolgende Jahr lang in Schwarz, um ihre Trauer auszudrücken. Wegen ihrer blassen Haut und der fahlen Haarfarbe sah sie darin verdammt gruselig aus. Selbst der Stammvampir des Tír na nÓgs hatte sich vor ihr erschrocken und der war den Anblick blutleerer Leichen gewohnt. Irgendein Schausteller auf dem Jahrmarkt machte ihr das Angebot für einen Nebenjob als lebende Attraktion in der Geisterbahn und darüber hinaus verknallte sich in dieser Zeit so ein schräger Gothic-Typ in Scotts Freundin, der schnell das Interesse verlor, als Moira ihre Trauerzeit überwunden hatte. Kurz gesagt: Wenn Moira schwarze Kleidung trug, konnte Scott sehr gut nachvollziehen, weshalb die Menschen des Mittelalters Panik vor Banshees geschoben haben. Mit so einer Schreckensgestalten traumatisierte man keineswegs nur kleine Kinder.
      „Wenn man seit fünfundzwanzig Jahren mit Scott befreundet ist, muss man auf vieles vorbereitet sein“, lautete Moiras Antwort. Und Moira war vorbereitet: „Ich finde eure Idee immer noch töricht. Aber wenn ich etwas dafür tun kann, dass ihr zwei an einem Stück nachhause kommt, dann mache ich das. Auch wenn das bedeutet, meinen freien Samstagabend zu opfern.“
      „Wir sind hier auf keiner Pyjamaparty, Mädels. Bist du soweit, Moira?“
      Die Banshee nickte auf Scotts Frage hin und hielt demonstrativ ihr Smartphone hoch. „Bin ich. Die Nachricht ist eingetippt und muss im Notfall nur abgeschickt werden.“
      „Dann gehen wir jetzt rein“, bestimmte Scott. „Bis gleich.“
      Zusammen mit Hazel verließ er ihre Deckung im Gestrüpp und führte die Hexe, wie bereits am Anfang der Woche, um das Gelände herum bis zur Öffnung im Zaun. Um nicht über Wurzel und Bauschutt zu stolpern, bestrahlte Hazel mit dem Smartphone den Weg vor ihren Füßen. Eine Totenstille erstickte die Umgebung und außer ihren eigenen Schritten vernahm man hin und wieder das weit entfernte, dumpfe Röhren des Autobahnverkehrs.
      Durch die Fenster des Bahnhofsgebäudes glotzte seelenlose Schwärze auf Hazel und Scott hinab. Wie sollte es auch anders sein? Die Stromzufuhr wurde mitsamt dem Bahnbetrieb eingestellt. Selbst wenn die Lampen auf dem Gelände nicht vor Jahrzehnten eingeschlagen wurden wären, würde kein noch so kleines Leuchten in ihnen aufflackern können. Als Scott die große Tür öffnete, gähnte der Eingang wie ein tiefes Loch ins Endlose vor ihnen.
      „Woher weißt du eigentlich, dass die Wölfe heute Nacht fort sind?“, durchbrach Hazel die Stille. Das Licht ihres Smartphones verlor sich im Inneren des Bahnhofs.
      „Colin hat sich für mich umgehört. In der Stadt muss irgendeine lokale Band einen Auftritt haben, den O'Rourkes Leute keinesfalls verpassen wollen. Mein Bruder ist dort und wirft ein Auge auf sie.“ Dass sich ihre Chance gleich am nächsten Tag ergeben würde, hätte Scott selber nie erwartet.
      Er ließ seinen Rucksack von der Schulter rutschten und zog eine Taschenlampe hervor. Ihr Lichtstrahl schnitt sich durch die Dunkelheit, an der Hazels Smartphonegefunzel förmlich abprallte.
      „Holst du gleich auch noch die Skimaske und das Brecheisen raus?“ Den tadelnden Spott in Hazels Stimme konnte man schwerlich überhören.
      „Willst du dich beschweren, dass ich vorbereitet bin?“ Das Brecheisen hatte Scott vor Ewigkeiten Colins Werkzeugsammlung gespendet.
      Ein Schritt über die Schwelle und Scott stand mitten im finsteren Erdgeschoss des Bahnhofs. Tagsüber drang verhältnismäßig wenig Helligkeit in die Räume, aber jetzt herrschte absolute Finsternis. Zum Glück sorgte Scotts Taschenlampe für ordentlich Licht, auf welche Stelle auch immer er sie richtete. Dicht hinter ihm folgte Hazel und leuchtete ihrerseits die dreckigen Ecken aus.
      „Nein. Ich finde bloß, dass du mit etwas zu viel Enthusiasmus an diesen Einbruch herangehst“, stellte sie richtig und sah sich um. „Dir macht das hier Spaß.“
      „Es erinnert mich eben an meine Jugend. Lass mir das doch.“
      Die Hexe trat an seine Seite und erwiderte: „Dein Nostalgiegefühl in allen Ehren aber normalerweise sucht man sich dafür etwas weniger Fragwürdiges.“
      „So was wie Knallbrause, meinst du?“
      So sehr er sich auch darum bemühte, dieser Kommentar ließ sich unmöglich verkneifen. Frech war er ihm über die Lippen gepurzelt, genau in dem Moment in dem diese ein vorwitzigen Schmunzeln formten. Unweigerlich richteten sich seine Augen auf Hazel und er bemerkte, wie sie sich ihm zuwandte. Zwei, drei Sekunden vergingen, ehe sie ihm schließlich versprach: „Sollte ich nach dieser Aktion mein Bullet Journal zurückhaben, dann spendiere ich dir einen Jahresvorrat von dem Zeug. Mein Wort darauf.“
      Ihr Schwur lockte Scott ein Lachen aus der Kehle. „Ich sehe den Zuckerschock schon kommen!“ Bestand Knallbrause überhaupt aus etwas anderem als einhundert Prozent blanken Zucker?
      „Es hat niemand gesagt, dass du alles mit einmal auffuttern sollst. Und außerdem...“, erklärte Hazel vielversprechend, „und außerdem ist die Knallbrause nicht dafür gedacht, dass du sie isst.“
      Für einen sehr langen Augenblick hielt Hazel Scotts Blick gefangen und der Ausdruck in ihrem Gesicht, der sich im Licht der Taschenlampe abzeichnete, verriet ihm ihre festen, unumstößlichen Absichten. Alsdann widmete sie sich wieder der Suche nach ihrem Notizbuch und kehrte ihm den Rücken zu. …Oh Mann. Plötzlich fühlte sich Scott, als wäre ihm jetzt schon ein ganzes Päckchen Knallbrause in der Hose geplatzt. Lag hier nicht irgendwo eine Matratze herum, auf die er Hazel rücklings werfen konnte??
      Bevor sich Scott wahrhaftig zu irgendetwas hinreißen ließ, lenkte Hazel seine Konzentration zurück auf ihre aktuelle Aufgabe: „Donnelly meinte, mein Bullet Journal würde zwischen O'Rourkes restlichen Sachen liegen. Hier unten entdecke ich allerdings keine persönlichen Besitztümer.“ Sie richtete ihre Lampe auf die Treppe, die in die obere Etage führte. „Als wir beim letzten Mal hier waren, ist O'Rourke aus dem Obergeschoss gekommen. Wir sollten uns dort oben umsehen. Was denkst du?“ Fragend drehte sie sich zu Scott um.
    • Neu

      Hi @Skadi

      Ich habe den neuen Teil gestern schon gelesen, dann aber keinen Kommentar hinterlassen :sack: jedenfalls mochte ich ihn und ich finde die Dynamik zwischen den beiden echt toll!

      Skadi schrieb:

      „Das Wetter spielt heute Nacht mit. Es ist bewölkt, das ist sehr gut. Wenn der Mond verdeckt ist, bedeutet das eine Lichtquelle weniger.“
      „Der Mond ist keine Lichtquelle, Scott. Er reflektiert das Sonnenlicht.“
      :rofl: die beiden sind einfach herrlich zusammen! :D

      Liebe Grüsse
      Fly

      ps: Ich bin davon überzeugt, dass der Einbruch entweder katastrophal falsch läuft oder die beiden sich da drin erwischen lassen, oder sich vrstecken müssen und dann auf gaaaaanz engem Raum alleine sich versteckt halten und dann ... Dadammmmmmm!
      Ok, wahrscheinlich passiert das nicht, aber es wäre doch endlich endlich an der Zeit!
      "Ein Schloss ohne Gruft, das wäre wie, wie ein Einhorn ohne Horn!"

      Eigenes von Fly
      Schatten unter London