Cayennes Schandtaten (Kurzgeschichtensammlung)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Na da haben die beiden sich ja wieder in eine schöne Scheiße manövriert :patsch:

      Die Szene war cool. Cayenne so kratzbürstig wie eh und je. Keks mit einem überraschenden Talent (gefällt mir :thumbup: ).

      Jetzt bin ich aber mal gespannt, was die beiden eigentlich von dem Schmied wollten, der sie da erwischt hat. Sonderlich glücklich war er ja nicht, immerhin lag da ein Halbtoter xD

      LG :)
      „Spätestens wenn erneut ein solches Zeichen auftaucht, werden Fragen gestellt. Wir sollten in der Lage sein, sie zu beantworten.“
      - Meister Lukras -

      Meine Geschichte
      Die Kriegerin von Catrellak
    • Oriane schrieb:

      Der Satz ist mir aufgefallen, weil er etwas plump wirkt irgendwie. "Nach ein bisschen suchen" lässt sich, glaub ich, hübscher formulieren

      Miri schrieb:

      Eine Weile stöberte ich ungeniert im Besitz des Schmiedes, bis ich schließlich zwei Seile fand, die ausreichen sollten.
      Besser? 8o
      Rosen sind rot,
      gelb ist die Biene,
      ich kann nicht dichten,
      Waschmaschine!

    • Hi Miri,
      ich bin in der Geschichte das erste Mal Cayenne über den Weg gelaufen. Ich finde Deine Charaktere richtig überzeugend, auch wenn Keks vielleicht etwas....hmmmm .... massochistisch ist wenn er sich mit ihr abgeben will? Sie schien ihn ja bis jetzt ziemlich auszunutzen.
      Sonst würde ich anmerken, dass der Teil mit der Vorgeschichte zu Calamity sehr kreativ ist, wobei Du vielleicht auf eine blumigere Sprache achten solltest, die vielleicht bisschen altertümlicher klingt und ggf. schwieriger zu verstehen ist. Das würde meiner Meinung nach dem Leser mehr das Gefühl geben, dass er in eine Legende eintaucht.

      Ich freu mich schon mehr zu lesen :D
    • So dann habe ich hier auch wieder aufgeholt. Die letzten paar Teile hatten ja jetzt nicht so viel miteinander zu tun, aber diese kleinen Ausschnitte gefallen mir echt gut. Das Zusammenspiel der beiden funktioniert noch immer super und ich glaube, dass Cayenne so langsam auch den Wert des guten Keks erkennt. :D Doof ist der ja nun auch nicht, nur deutlich menschlicher und nicht so stumpf rational wie Cayenne :D
      Ich bin gespannt, ob wir erfahren, was mit dem Schmied ist :P

      Die Erzählung hinter Jade fand ich auch super. Verleiht der Welt um einiges mehr Tiefe und Geschichte und Charakter. Mag ich sehr gerne. Auch, wenn das nur Kurzgeschichten sind, es ist interessant diese kleinen Abenteuer zu verfolgen. Gibt nichts, was ich bemängeln wollen würde oder könnte. :)

      LG, Kyelia


      Wenn es ein Buch gibt, das du wirklich lesen willst, aber das noch nicht geschrieben wurde, dann musst du es selbst schreiben.
      - Toni Morrison -

    • Ich konnte den Zeitpunkt nicht benennen, ab dem mein Leben den Bach runtergegangen war.
      Eigentlich hatte ich eine Bilderbuchkindheit gehabt. Ich hatte das Glück, in einem kleinen Dorf aufzuwachsen, abseits des großen Trubels und aller Streitigkeiten, die Städte und Länder miteinander ausfochten.
      Im Sommer umgeben von saftig grünen Wiesen, dichten blaugrauen Tannenwäldern und golden wogenden Feldern, im Winter schneebedeckte Landschaften und in der Kälte funkelnde Bäche, die selten zufroren.
      Von meiner Mutter hatte ich die feuerroten Haare geerbt. Sie waren der Grund, warum sich mein Vater in meine Mutter verliebt hatte und entsprechend vernarrt war er in mich - seine kleine Tochter, die diese wunderschöne Haarfarbe geerbt hatte.
      Die grauen Augen, die damals noch vor Schalk blitzten und mit denen ich noch niemanden in die Flucht schlagen konnte, hatte ich von meinem Vater. Der hatte sich sein fröhliches Gemüt bis ins hohe Alter bewahrt.
      Von meiner Mutter lernte ich ein wenig kochen und nähen, doch ich war schon immer lieber mit meinem Vater auf der Jagd gewesen. Er war ein ehemaliger Soldat und lehrte mich auch den Umgang mit dem Messer.
      In meiner Jugend hatte ich angefangen in der Dorfbäckerei zu arbeiten. Als ich das Dorf schließlich verließ, waren meine Eltern noch am Leben. Ich hatte damals keinen Grund gehabt sie zu verlassen, außer, dass ich mit meinen sechzehn Jahren nicht bis an mein Lebensende Brot backen wollte. Rückblickend war mein Leben wohl ab dem Punkt nicht mehr so verlaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte, doch zurückgekehrt war ich nie. Es schien mir nie eine Option zu sein. Ob meine Eltern noch lebten, wusste ich nicht.
      „Cayenne?“ Ich zuckte zusammen und richtete meinen Blick auf Viola, die mich besorgt musterte. „Alles in Ordnung?“
      Ich nickte nur und versuchte mich wieder auf das Gespräch zu konzentrieren. Nach einem prüfenden Blick, wandte sich Viola wieder an die Runde, die aus ihr, Jasper, Tom, Keks und mir bestand.
      Vor uns standen Käsewürfel, Brot, Schinken, Apfelschnitze und zwei Tonkrüge – einer mit Met, einer mit Wasser. Ich schenkte mir aus dem mit Wasser nach. Seit kurzem hatte ich eine seltsame Affinität zu Wasser entwickelt. Es schien, als sei ich Dauerdurstig und wenn es regnete, dann legte ich meinen langen Mantel ab und spazierte durch die Gärten vor dem Schloss. Ich war wohl einfach schon viel zu lange an einem Ort und wurde langsam verschroben …
      „Würdet ihr das für mich machen?“, drang Violas Stimme wieder zu mir durch.
      „Ja, natürlich“, hörte ich Keks antworten. Ich blickte zu ihm und sah, dass er Viola in alter Manier anhimmelte. Ich spürte instinktiv, dass es keine Schwärmerei oder gar Liebe war, sondern dass ihre Sanftmütigkeit und Geduld ihn einfach beeindruckten und er sich deshalb wohl in ihrer Nähe fühlte. Oder traf das eher auf mich zu?
      Um meine Gedanken abzulenken, ließ ich meinen Blick aus dem Fenster schweifen. Es hatte begonnen zu regnen. Unwillkürlich legte sich ein Lächeln auf meine Lippen.
      „Entschuldigt mich“, bat ich und stand auf. Die verdatterten Blicke der anderen nahm ich nicht wahr.
      Als ich hinaus in den warmen Sommerregen trat, spürte ich sofort, wie er alles andere fortspülte und die seltsame Benommenheit und Melancholie von mir abglitt. Es machte mir nichts aus, dass meine Kleider innerhalb kürzester Zeit durchweicht waren und mir das Wasser von meinem Pferdeschwanz in den Kragen hinab tropfte.
      „Was übernehmen wir eigentlich für Viola?“, fragte ich. Keks aß, wie zu erwarten Kekse, und das war kaum zu überhören.
      „Himmel, was tust du hier?“, stellte er mir eine Gegenfrage.
      „Ich gehe spazieren.“
      „Im Regen?!“
      „Ja, im Regen.“
      „Warum?“
      „Weil ich’s kann.“ Es überraschte mich selbst wie ruhig ich bei der kleinen Diskussion blieb. Normalerweise hätte ich Keks am liebsten schon nach seiner ersten Frage in der Luft zerrissen, aber das gleichmäßige Prasseln des Regens schien mich ganz und gar auszufüllen und ich genoss es, wie ein Baum nach einer langen Trockenzeit.
      Er seufzte. „Wir sollen beim Schmied nachhören, ob er ernstlich Schwierigkeiten hat und ob wir ihm vielleicht helfen können. Oder wenigstens herausfinden, was die Kerle wollten und das Problem dann lösen. Jasper will keinen Unfrieden in der Stadt.“
      Ich lachte wenig amüsiert. „Ich wollte eigentlich nicht mehr so lange bleiben.“
      „Es sind unsere Freunde, die uns bitten.“
      „Jasper hat jede Menge andere Handlanger, die das für ihn erledigen könnten.“
      „Wenn es dir nicht passt, hättest du das ja eben sagen können“, schleuderte Keks mir entgegen. Er hatte Recht. Ich hatte die ganze Zeit über nicht ein Wort gesagt, ja ich hatte nichtmal zugehört. Langsam machte sich ein schlechtes Gewissen in mir breit. Immerhin waren es wirklich unsere Freunde, die uns um Hilfe gebeten hatten. Und diese waren die ersten Menschen, die ich seit Langem mal wieder als Freunde bezeichnen konnte.
      „Du tust es schon wieder!“, fuhr Keks mich an, der mein Schweigen offensichtlich falsch deutete.
      „Weißt du was?! Du bist ätzend. Unerträglich. Egoistisch. Aggressiv. Es ist kein Wunder, dass sich kaum jemand mit dir abgeben will.“
      Ich blinzelte erst überrascht, bevor sich Wut in mir breit machte. Keks hatte doch überhaupt keine Ahnung. Er kannte mich doch überhaupt nicht!
      Gerade als ich zu einer zornigen Erwiderung ansetze, blieb mir die Luft weg. Ich begann zu japsen, meine Lungen rasselten bei jedem Atemzug. Kalter Schweiß trat auf die Stirn, der sich mit dem Regen auf meiner Haut mischte. Mein Blick verschwamm und meine Knie knickten ein.
      Mit einem heftigen Atemzug, so als würde ich nach zu langer Zeit unter Wasser endlich auftauchen, kam ich wieder zu mir.
      Der Anfall konnte nicht länger als ein paar Sekunden gedauert haben, denn Keks hatte es gerade geschafft sich über mich zu beugen und nach meinem Puls am Hals zu tasten.
      Warm spürte ich seine Hand auf meiner Haut. Ich schlug sie weg und rappelte mich auf. Meine Beine zitterten, mein Mund war trocken und die Lippen schienen rissig zu sein.
      „Geht’s dir gut?“, fragte Keks vorsichtig. Er wollte mich stützen, aber ich entzog mich ihm. Trotz meiner plötzlichen Atemnot, hatte ich seine letzten Worte nicht vergessen.
      „Morgen um acht gehen wir zum Schmied“, brachte ich stockend zwischen zusammengebissenen Zähen hervor und ließ ihn buchstäblich im Regen stehen.
      Rosen sind rot,
      gelb ist die Biene,
      ich kann nicht dichten,
      Waschmaschine!

    • Hallo @Miri

      Der Anfang hat mir super gut gefallen :D Cayenne, die trocken, sarkastisch über ihr Leben nachdenkt und dabei eigentlich einem Gespräch folgen sollte.
      Ich mag ihre Art sehr und finde sie ja total cool und schlagfertig. :love:

      Und dann natürlich Cayenne und Keks. Er ist da und iwie auch total lieb und süss zu ihr und offensichtlich mag er sie und aus irgendeinem Grund mag auch sie ihn :rofl: andererseits lässt sie ihn nicht zu sich heran. Sie schiebt alles und jeden weg, der sie vielleicht später verletzen könnte. Das ist einfach ihre Art ... eigentlich traurig. ;(
      "Ein Schloss ohne Gruft, das wäre wie, wie ein Einhorn ohne Horn!"

      Eigenes von Fly
      Schatten unter London
    • Uh. Hier erfahren wir mal eine Menge über Cayenne! Das hat gut getan. Der Anfang war schön flüssig und dahinplätschernd :)
      Das ist dir gut gelungen.

      Auch das Gespräch zwischen Cayenne und Keks war erfrischend. Irgendwie scheinen die beiden sich zu mögen, aber doch auch wieder nicht xD eine richtige Hassliebe :D

      Allerdings bin ich echt neugierig, was das mit ihren Anfällen zu bedeuten hat. Das haben wir ja schon zum zweiten Mal gelesen :whistling:
      Keks scheint zumindest zu wissen, was das mit Cayenne ist, sonst würde er nicht so gelassen reagieren :hmm:

      So. Nun ab zum Schmied :fan:

      LG
      „Spätestens wenn erneut ein solches Zeichen auftaucht, werden Fragen gestellt. Wir sollten in der Lage sein, sie zu beantworten.“
      - Meister Lukras -

      Meine Geschichte
      Die Kriegerin von Catrellak
    • So und zum Wochenende noch ein ganz kleiner Miniteil :D

      LadyK

      LadyK schrieb:

      Allerdings bin ich echt neugierig, was das mit ihren Anfällen zu bedeuten hat.
      Das lüftet sich bald :D

      LadyK schrieb:

      So. Nun ab zum Schmied
      Noch nicht ... :P


      Jane lehnte am Mast ihres Schiffes, das eine Bein gegen das Holz gestemmt, im Mundwinkel den unvermeidlichen Zigarillo. Ein schwarzes Kopftuch am Hinterkopf geknotet, schütze sie vor der Sonne. Ihre braunen Haare fielen darunter hervor. Die Beine steckten in einer schwarzweiß gestreiften Hose, die ihrerseits in schwarzen Stiefeln steckte. Die pludrigen Ärmel ihrer weißen Bluse flatterten im Seewind, als sie die Küste Richtung Telassar hinabsegelten.
      So entspannt wie sie sich gab, war Jane keinesfalls. Sie hatte es tatsächlich gewagt. Aber es hatte ihr nichts eingebracht. Nichts, außer beinahe den Tod. Sie seufzte. Es musste doch eine andere Möglichkeit geben!? Müde strich sie sich mit einer Hand über das Gesicht und blinzelte wieder in die Sonne, die von einem makellosen Himmel auf sie und die Mannschaft herab schien.
      Abgesehen davon hatte sie gestern Nacht wieder einen dieser seltsamen Träume gehabt, die sie seit kurzem immer öfter plagten.
      Eigentlich waren die Szenen nicht bedrohlich. Es war eher … heimelig. Oft träumte sie von einem weichen Bett oder einem üppigen Garten. Manchmal auch von einem Pferd, auf dem sie ritt. Das waren ihre liebsten Träume, denn dabei fühlte sie sich besonders frei.
      Aber Halbgötter träumten nicht. Was waren diese nächtlichen Bilder also dann?
      Rosen sind rot,
      gelb ist die Biene,
      ich kann nicht dichten,
      Waschmaschine!

    • @Miri

      Oh ja!! Mir gefällt die Beschreibung ihrer Kleider ihres ganzen Daseins!! :love: Ich liebe Jane!! Sie sieht genauso aus wie ich mir als kleines Mädchen eine Piratin vorgestellt habe!!! Boooom! :pirate:
      Und obwohl der Abschnitt sehr kurz ist gefällt er mir super gut! Er lässt einem iwie vom Meer träumen. Was wohl ihre Träume zu bedeuten haben? :panik:
      "Ein Schloss ohne Gruft, das wäre wie, wie ein Einhorn ohne Horn!"

      Eigenes von Fly
      Schatten unter London
    • Hm. Von einem Mysterium ins Nächste, würde ich sagen. :rolleyes:

      Also dadurch, dass Jane noch einmal vorkommt, denke ich, dass sie eine tragendere Rolle in Cayennes Leben spielt, als ich Anfangs gedacht hatte =O

      Vielmehr habe ich gar nicht zu sagen. Ein erfrischender, kurzer Part :) Hat gut getan!

      LG
      „Spätestens wenn erneut ein solches Zeichen auftaucht, werden Fragen gestellt. Wir sollten in der Lage sein, sie zu beantworten.“
      - Meister Lukras -

      Meine Geschichte
      Die Kriegerin von Catrellak
    • Spoiler anzeigen

      Hallöchen zusammen :D
      Die letzten Tage war hier wieder mehr los, weil ich Zeit zum Schreiben hatte :D
      Jetzt ist meine Vorarbeit erstmal aufgebraucht und ich muss wieder neu ran XD
      Also habt ihr die nächsten Tage eher wieder Ruhe :P

      Aber ich freue mich, denn so langsam nimmt die Geschichte in meinem Kopf Form an :party:


      Auszug aus dem Buch „Fröhliche Märchen für Kinder“ von Sem van der Feder

      Nicht alle Piratengeschichten ereignen sich während eines Sturms, aber es beginnt und endet immer mit einem.
      Und wenn es nicht wogt, windet, donnert und blitzt, so könnt ihr sicher sein, dass es noch nicht begonnen – oder geendet – hat.
      In dieser Geschichte ist die See spiegelglatt. Meerblauer Himmel spannt sich über himmelblauem Meer. Die Sonnenstrahlen brechen sich funkelnd auf den kleinen Wogen, die nicht mehr sind, als ein gemütliches Schwappen der gigantischen Wassermassen.
      Stellt euch eine anmutig, schlanke Gestalt vor, die auf der Reling eines großen Schiffes steht. Das Mädchen kann nicht mehr als fünfzehn Jahre alt sein und wenn doch, so sieht man es ihr nicht an.
      Die braunen Haare flattern im Wind. Sie ist barfuß, trägt eine einfache, ebenfalls braune Lederhose und eine schwarze Bluse.
      Ihre Füße federn, verlassen die Reling. Die Gestalt des Mädchens kippt im Flug, sodass sie mit vorgestreckten Armen und dem Kopf voran in den stillen Fluten landet. Das Wasser schäumt in seiner Ruhe gestört erbost auf, silberne Luftbläschen steigen an die Oberfläche, dann glättet sich das Wasser, als sei nie ein Körper hindurch gepflügt.
      Kräfte Züge bringen das Mädchen immer tiefer ins Meer hinab. Türkis und grün schillert die Wasseroberfläche, auf der die Sonne zu tanzen scheint.
      Bunte Fische ziehen durch ein ebenso farbenprächtiges Riff. Es ist still. Das Wasser verschluckt jeden Laut. Das Mädchen taucht in eine seltsame Zwischenwelt, in der Farben verschwimmen, Töne verstummen und die so atemberaubend schön ist.
      Sie schwimmt immer tiefer, macht sich keine Sorgen, dass ihr der Sauerstoff knapp werden könnte. Sie kann länger die Luft anhalten als andere Menschen.
      Plötzlich erregt goldenes Funkeln ihre Aufmerksamkeit. Gold. Eine Farbe, die so gar nicht in das von Blau und Grün dominierte Reich des Meeres passen will. Erst findet sie eine einzelne Münze, dann noch eine. Sie folgt der Spur. Es werden immer mehr. Und schließlich findet sie sie. Die Truhe voller Münzen. Den sagenumwobenen Schatz von Tortuga.
      Die Arbeit hat sich gelohnt. Das Suchen. Die Entbehrungen. Die Strapazen. Die Kämpfe. Der Verlust einiger Männer. Es hat sich bezahlt gemacht. Sie kann es kaum fassen.
      Das Mädchen stemmt ihre Füße gegen einen Felsen und stößt sich ab. Wie ein Pfeil schießt es Richtung Oberfläche und durchbricht sie mit einem Jubelschrei. Sie blinzelt das Wasser von den Augen und jauchzt ihre Freude frei hinaus. Sie hört, wie ihre Mannschaft das Lachen und die Jubelrufe aufgreift. Einer nach dem anderen springen die Matrosen zu ihr hinab ins kühle Nass und fördern ans Sonnenlicht, was so lange im schützenden Wasser verborgen war.
      Das Schiff schaukelt und wartet geduldig. Sein Name schimmert in silbernen Lettern im Licht des Tages. Soraya.
      Rosen sind rot,
      gelb ist die Biene,
      ich kann nicht dichten,
      Waschmaschine!

    • Schön, schön. Wirklich schön @Miri :)

      Miri schrieb:

      Meerblauer Himmel spannt sich über himmelblauem Meer.
      Ich liebe diese Beschreibung :love:

      Miri schrieb:

      Soraya
      Hm. Da hat die gute Jane einen Schatz gefunden? Ich bin gespannt, wie das alles zusammenpasst.

      Ich denke, Cayenne wird Jane bald wiedersehen. Da die Piratenlady ja bereits kurz vor Telassar war, halte ich das für mehr als möglich :)
      Ich mochte den Teil. Es war wieder so ein Part, der in mir so etwas wie Heimweh nach dem Meer geweckt hat :rolleyes:

      LG :)
      „Spätestens wenn erneut ein solches Zeichen auftaucht, werden Fragen gestellt. Wir sollten in der Lage sein, sie zu beantworten.“
      - Meister Lukras -

      Meine Geschichte
      Die Kriegerin von Catrellak
    • LadyK schrieb:

      Ich liebe diese Beschreibung
      Die habe ich zugegebenermaßen selbst aus einem Buch geklaut :P Ich fand die auch einfach mega :D

      LadyK schrieb:

      Es war wieder so ein Part, der in mir so etwas wie Heimweh nach dem Meer geweckt hat
      Ohje ... Jetzt freue ich mich, dass ich wieder so eine Wirkung erzielen konnte, aber gleichzeitig hab ich ein schlechtes Gewissen XD
      Rosen sind rot,
      gelb ist die Biene,
      ich kann nicht dichten,
      Waschmaschine!

    • Miri schrieb:

      Die habe ich zugegebenermaßen selbst aus einem Buch geklaut Ich fand die auch einfach mega
      :rofl: Ich kann nicht mehr

      Miri schrieb:

      aber gleichzeitig hab ich ein schlechtes Gewissen XD
      Quatsch ^^
      Du musst doch für so einen tollen Abschnitt kein schlechtes Gewissen haben <3
      „Spätestens wenn erneut ein solches Zeichen auftaucht, werden Fragen gestellt. Wir sollten in der Lage sein, sie zu beantworten.“
      - Meister Lukras -

      Meine Geschichte
      Die Kriegerin von Catrellak
    • Eric, der Schmied

      Spoiler anzeigen

      Oha, ich hab zwar noch nicht fertig geschrieben, aber während ich die folgenden Teile geschrieben hab, ich mir klar geworden, dass ich mich schon auf das Finale zu bewege :panik: Lange dauert es jedenfalls nicht mehr ^^

      Interessant ist, dass @Alopex Lagopus Recht hatte :D Mit ihm hatte ich mal diskutiert, dass ich es lame finde Geschichten bis ins Detail vorzuplanen (dann langweilt mich meine eigene Story, während des Schreibens :P ) Er meinte, ich soll mir nicht so einen Kopf machen. Oft fügen sich die Puzzleteile am Ende von alleine zusammen :D DANKE für den Rat! <3

      und jetzt, viel Spaß :) (hoffe ich :rofl: )


      Ich nahm einen tiefen Zug von meinem Zigarillo. Diese Dinger hatte ich auf der Soraya immer gemeinsam mit Jane geraucht. Eigentlich hatte ich danach auch keinen Gedanken mehr an sie verschwendet. Es schmeckte nicht besonders gut und die Finger rochen danach nach kaltem Qualm. Aber als ich einen Händler auf dem Markt gesehen hatte, der die so säuberlich gerollten Tabakblätter feilbot, überkam es mich einfach.
      Und jetzt stand ich hier, lässig an die Hauswand der Schmiede gelehnt, mein Gesicht mit geschlossenen Augen in die Sonne gestreckt und rauchte. Es war angenehm ruhig und trotz meiner neuen Liebe zu Wasser genoss ich die Wärme der Sonnenstrahlen. Meinen langen Ledermantel hatte ich zu Hause gelassen. Der Spätsommer war warm und ich brauchte ihn nicht.
      Mein Pferd, ich hatte es Strelka getauft, graste etwas abseits gemeinsam mit dem Hengst des Schmieds.
      Wenn man den Hünen von Mann, der sich mir als Eric vorgestellt hatte, in einem ruhigen Moment erwischte, in dem seine Kunden gerade nicht von Kriminellen bedrängt wurden, war er überraschend sanftmütig. Er bot mir von sich aus an Strelka zu seinem Tier zu stellen und als er spürte, dass ich nicht besonders gut gelaunt war, brachte er mir sogar ein Bier nach draußen. Wir stießen an. Die goldene Flüssigkeit schwappte von einem in den anderen Becher, dann nahm ich einen Schluck vom Hellen. Es war kühl und erfrischend mit einer Note Zitrone.
      „Wo hast du eigentlich deinen kleinen Freund gelassen?“, brach Eric schließlich schmunzelnd das Schweigen.
      „Er ist nicht mein Freund“, murmelte ich. Keks Worte am gestrigen Abend hatten mich – auch wenn ich es nicht zugeben wollte – verletzt.
      Meine Worte ließen den Schmied umso breiter grinsen. Ärger und Scham färbten mein Gesicht rot und ich wandte mich ab, damit er es nicht sah.
      „Das beantwortet meine Frage trotzdem nicht.“ Er saß auf einem Holzklotz und lehnte sich entspannt zurück. Ich schwieg. Was sollte ich auch sagen? Dass ich Keks mit Absicht übergangen hatte? Dass ich schon um sieben statt um acht losgezogen war, nur um nicht mit ihm allein sein zu müssen? Innerlich seufzte ich. Das war es, warum ich Menschen von mir fernhielt. Es war immer alles so unendlich kompliziert. Wehmütig betrachtete ich den Rillo in meinen Fingern. Außer mit Jane. Mit ihr war alles so einfach gewesen. Wir hatten uns einfach blind verstanden. Und auch wenn ich wusste, dass Jane diese Art von Beziehung aufgrund ihrer Abstammung mit jedem haben konnte, vermisste ich sie in diesem Augenblick sehr.
      „Warum bist du eigentlich hier?“, fragte Eric sanft und wechselte damit das Thema. Mein Blick wanderte zu ihm zurück.
      „Jasper von Löwenstein schickt mich.“
      „Der Stadthalter?“, fragte Eric ungläubig. Ich nickte und fuhr ungerührt fort: „Wir haben ihm von unseren letzten Erlebnissen in deiner Schmiede erzählt. Er bat uns der Sache auf den Grund zu gehen, damit kein Unfrieden in der Stadt herrscht. Wir sollen dir helfen diese Leute loszuwerden. Deshalb sind wir, naja ich, hier und wollte wissen, was du mir über die Männer sagen kannst.“
      Das Grinsen des Schmieds vertiefte sich wieder. „Interessant. Ich hätte dich nicht für eine Petze gehalten.“
      Trotz seinem Sanftmut schien er gerne zu provozieren oder aber, er wollte mich einfach aus der Reserve locken. Ich ging nicht darauf ein, denn ich hatte im Augenblick keine Lust auf Spielchen.
      „Jasper ist ein Freund. Das Päckchen war für seine Frau Viola. Er musste zwangsläufig davon erfahren.“ Ich konnte nicht verhindern, dass sich ein gewisser Hochmut in meine Stimme schlich und hasste mich dafür. Ich hätte als Allerletzte einen Grund arrogant zu sein. „Entschuldige.“
      „Ist in Ordnung“, erwiderte er. „Ich habe es ja drauf angelegt. Ich freue mich, dass der Stadthalter persönlich sich für mich einsetzt. Es ist nichts, womit ich nicht selbst fertig werden würde. Trotzdem gebe ich zu, dass diese Attacken mein Geschäft ein wenig beeinträchtigen.“ Nachdenklich blickte er in die Ferne. „Allerdings weiß ich nicht, ob es sinnvoll ist euch von dem Grund zu erzählen. Je weniger Menschen darüber Bescheid wissen, desto besser.“
      Rosen sind rot,
      gelb ist die Biene,
      ich kann nicht dichten,
      Waschmaschine!

    • Hallo @Miri,

      ich plane meine Geschichten auch nicht immer bis ins kleines Detail ... denn im Prozess des Schreibens schleichen sich manchmal dann doch coole Ideen ein, die ich dann immer gerne in die Geschichte webe. xD

      Miri schrieb:

      Ich nahm einen tiefen Zug von meinem Zigarillo.
      Irgendwie finde ich dieses Bild von ihr vor der Schmiede sowas von cool! Wie sie da steht und qualmt, lässig an die Hauswand gelehnt. Ich mag sie, sie hat eine Dunkelheit, die sie umgibt und doch ein reines Herz (denke ich :rofl: )

      Liebe Grüsse
      Fly
      "Ein Schloss ohne Gruft, das wäre wie, wie ein Einhorn ohne Horn!"

      Eigenes von Fly
      Schatten unter London
    • Guten Morgen @Miri

      Spoiler anzeigen

      Miri schrieb:

      Das war es, warum ich Menschen von mir fernhielt.
      sich

      Das ist ja interessant, Cayenne xD Wie wäre es zur Abwechslung, wenn du nicht immer so kratzbürstig sein würdest? xD

      Miri schrieb:

      Ich nickte und fuhr ungerührt fort: „Wir haben ihm von unseren letzten Erlebnissen in deiner Schmiede erzählt. Er bat mich der Sache auf den Grund zu gehen, damit kein Unfrieden in der Stadt herrscht. Wir sollen dir helfen diese Leute loszuwerden. Deshalb bin ich hier und wollte wissen, was du mir über die Männer sagen kannst.“
      Hm. Entweder sie widerspricht sich jetzt, oder du hast das mit Absicht getan

      Blau markiert: Da sprichst du von "wir" , lila markiert: da sprichst du von "ich"

      Miri schrieb:

      Es ist nichts womit, ich nicht selbst fertig werden würde.
      Ich glaube, hier ist das Komma falsch:

      Es ist nichts, womit ich nicht selbst fertig werden würde.

      Miri schrieb:

      Oha, ich hab zwar noch nicht fertig geschrieben, aber während ich die folgenden Teile geschrieben hab, ich mir klar geworden, dass ich mich schon auf das Finale zu bewege Lange dauert es jedenfalls nicht mehr
      Das freut mich echt! Ich hoffe, wir bekommen danach aber noch etwas von Cayenne zu lesen :)

      Noch habe ich keinen Peil darauf, wie du Cayenne und Jane wieder zusammen bringen möchtest. Ich werde davon nicht abgehen, dass sich die Geschichte insgeheim um die beiden Frauen dreht und alles andere ein bisschen nebensächlich ist! Naja. Jetzt erstmal ein paar Lete vermöbeln xD



      LG <3
      „Spätestens wenn erneut ein solches Zeichen auftaucht, werden Fragen gestellt. Wir sollten in der Lage sein, sie zu beantworten.“
      - Meister Lukras -

      Meine Geschichte
      Die Kriegerin von Catrellak
    • Keks' Ahnung

      Spoiler anzeigen

      Nein, tatsächlich "ich" :)
      Cayenne hat keinen Bock auf Menschen, deswegen hält sie sich von ihnen i.d.R. lieber von ihnen fern :D (oder gibt sich Mühe sie zu vergraulen :P Trotzdem hat sie halt eine soziale Ader und das Bedürfnis nach Freundschaft. Der arme Keks. Cayenne ist schon heftig kompliziert)

      LadyK schrieb:

      Hm. Entweder sie widerspricht sich jetzt,
      korrekt XD

      LadyK schrieb:

      oder du hast das mit Absicht getan
      Nein :rofl: Danke für den Hinweis! Jetzt weiß ich auch, was mich an der Stelle so gestört hat. Ich kam nur nicht drauf

      LadyK schrieb:

      Ich hoffe, wir bekommen danach aber noch etwas von Cayenne zu lesen
      Auf jeden Fall! Ich weiß zwar noch nicht was, aber ich mag sie und will sie noch nicht beiseite legen.

      LadyK schrieb:

      Noch habe ich keinen Peil darauf, wie du Cayenne und Jane wieder zusammen bringen möchtest. Ich werde davon nicht abgehen, dass sich die Geschichte insgeheim um die beiden Frauen dreht und alles andere ein bisschen nebensächlich ist! Naja. Jetzt erstmal ein paar Lete vermöbeln xD
      :grinstare:
      Freut mich, dass die Zusammenhänge nicht so offensichtlich sind, wie ich beim Schreiben dachte.


      Jetzt war meine Neugierde geweckt. Aufgeregt warf die Kippe auf den Boden und trat sie aus, bevor ich den Schmied aufmerksam anblickte.
      Ein freudloses Lachen glitt Eric über die Lippen. „Wenn du jetzt sagst, dass ich dir vertrauen kann und-“
      „Kannst du“, unterbrach ich ihn entschieden. „Ich – und mein mickriger Begleiter – waren daran beteiligt, dass Jasper zurückkommen und Frieden zwischen uns und den wilden Stämmen geschlossen werden konnte.“
      Eric musterte mich skeptisch, wobei seine Augenbrauen etwas näher an die Augen rutschten und ihn misstrauisch dreinblicken ließen.
      „Warum sonst sollte Jasper ausgerechnet uns beauftragen, wenn er nicht wüsste, dass er sich voll und ganz auf uns verlassen kann“, setzte ich nach.
      Eric lächelte mich nachsichtig an. „Richtig. Jasper kann sich auf euch verlassen, aber wie steht’s mit derjenigen, um die es hier geht. Es wäre nicht das erste Mal, dass rechtschaffene Menschen ihrer Gier nach Geld und Macht verfallen.“
      Darauf fiel mir keine passende Erwiderung ein, denn Eric hatte Recht.
      „Na sowas. Cayenne mal sprachlos?“ Mit einem Handschlag beglückwünschte Keks den überraschten Schmied zu seiner ungewollten Glanzleistung. Er schien wie aus dem Nichts aufgetaucht zu sein. Weder Eric noch ich hatten sein Kommen bemerkt. Keks wandte sich an mich: „Ich hätte wissen müssen, dass du nicht auf mich wartest.“
      Wütend funkelte ich Keks an, doch ehe ich zu einer Erwiderung ansetzen konnte, ging Eric dazwischen. „Na sieh einer an. Der mickrige Begleiter ist auch wach geworden.“ Das nahm mir den Wind aus den Segeln und ließ mich schadenfroh grinsen. Ich wusste, im Gegensatz zu Keks, mittlerweile, dass Eric einfach gern provozierte und Grenzen austestete. Im Grunde war der Schmied ein widersprüchlicher Charakter, was ihn mir irgendwie sympathisch machte.
      „Was soll … Cayenne!“, fauchte Keks, dem aufgehen musste, dass „mickriger Begleiter“ meine Worte gewesen waren.
      Plötzlich begann der Schmied aus vollem Hals zu lachen. Es klang tief und bärig. Angenehm. So, dass ich unwillkürlich mitgrinsen musste. „Dafür, dass ihr euch angeblich nicht leiden könnt, streitet ihr euch wie ein altes Ehepaar!“
      „Pfff“, machten Keks und ich unisono. „Am Arsch“, fügte ich heiter hinzu und verschränkte die Arme. „Was ist nun. Willst du dir helfen lassen, oder nicht?“
      Eric wurde wieder ernst. Er schien nachzudenken. Ich nutze die Gelegenheit nochmal von meinem Bier zu trinken, ehe es allzu warm wurde und beobachtete Strelka, die gemächlich Wiese zupfte.
      „Ich kann euch nur so viel sagen“, setzte er schließlich an. „Es geht um eine Frau, von der kaum jemand weiß, wo sie lebt. Diese Männer haben irgendwie rausgefunden, dass sie meine Kundin ist. Natürlich holt sie ihre Ware nicht selbst ab. Deshalb überfallen diese Leute immer wieder Boten, die geschickt werden, um herauszufinden, wer sie geschickt hat und, wenn besagte Kundin sie geschickt hätte, herauszufinden, wo sie lebt.“
      Ich blickte verständnislos zu Eric. Das sollte alles sein? „Naja, dann verpassen wir besagten Männern eine kräftige Abreibung und dann …“
      Eric schüttelte den Kopf. „Das habe ich schon probiert. Mehrfach. Ihr habt es selbst miterlebt. Sie kommen immer wieder.“
      „Und diese Kundin ist es wert, dass du dein Geschäft aufs Spiel setzt?“, fragte ich ungläubig. Ich musterte den auf den ersten Blick grobschlächtig wirkenden Schmied näher. Sollte er etwa Gefühle für diese Frau haben?
      „Eine Frau. Eine Frau von der niemand weiß, wo sie lebt und die es wert ist alles zu verlieren“, fasste Keks neben mir zusammen. Er murmelte es mehr zu sich selbst, als zu einem von uns. Ich konnte förmlich sehen, wie sich in seinem Kopf die Rädchen in Gang setzten und die Informationen wie ein Puzzle mit anderen zusammen setzte, über die nur er verfügte. Plötzlich schien es mir, als sei Keks viel mehr als der immerzu Kekse futternde Hänfling. Er schien auf einmal viel tiefschichtiger zu sein. Ein Sturm, der einen umherwirbeln konnte, bis man sein Auge erreichte. Den ruhigen Punkt, an dem man Gelassenheit, an dem man leben lernte.
      „Nein!“, rief Keks mit aufgerissen Augen und holte mich so aus meiner Versunkenheit. Mein Eindruck von ihm erlosch so schnell wie er gekommen war. Wurde zu einer schwammigen Erinnerung, die ich nicht mehr recht zu greifen vermochte.
      „Das … Ich hätte so viele Fragen!“, stammelte Keks zusammenhangloses Zeug. Doch der Ausdruck in Erics Zügen verhärtete sich und zeigte eindeutig, dass Keks – mit was auch immer – richtig lag.
      „Woher weißt du von ihr?“ Drohend baute er sich vor Keks auf, aber dieser wich überraschender Weise keinen Schritt zurück.
      Rosen sind rot,
      gelb ist die Biene,
      ich kann nicht dichten,
      Waschmaschine!