TiKas Gedichte - Der Sammelthread

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    • Ich stehe am Rande einer Klippe
      Falle und steh doch still
      Ich sehe meine Welt auf der Kippe
      Doch gehe nicht, obwohl ich es will

      Bin nur ein Stern inmitten der Schwärze
      Ein mancher erstrahlt, ein mancher verglüht
      Mein Herz flackert, das Licht einer Kerze
      Die Scheinbilder malt, um Willkür bemüht

      Es gibt nicht nur das Happy End
      Keine Perfektion, kein unsterbliches Glück
      Ich weiß nur, dass meine Welt brennt
      Selbst der Weg zurück ist einzig Fiktion

      Wir leben für Träume und Träumen vom Leben
      Wir fürchten den Schmerz, sobald er verlischt
      Wir spannen Zäune, wenn wir nach Nähe streben
      Weil jedes Herz einmal zerbricht
      Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.

      Aldous Huxley
    • Siehst du die Sterne schweben
      Sie schaukeln sacht im Wind
      Siehst du die Wolken beben
      Dort wo keine Lichter sind

      Hörst du die Nacht erzittern
      Sie raschelt im Geäst
      Kannst du den Mondschein wittern
      Er bettet sanft dein Nest

      Und auf duftend süßem Gras
      Ruht ruhsam nun dein Haupt
      Die ganze Welt verpackt in Glas
      Zerbrechlich und verstaubt

      Doch dringt man durch den Dreck
      Durch Unrat, Schicht um Schicht
      Ist das alles erstmal weg
      Schimmert sie im Licht
      Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.

      Aldous Huxley
    • Hallu,
      wieder einmal ein äußerst gelungenes Gedicht!
      Auch wenn Feedback ohne Kritik von manchen nicht als Feedback angesehen wird, habe ich absolut nichts auszusetzen, ich finde insbesondere die Kreuzreime sehr ansprechend.

      Liuvar
      Niemand liebt mich, wie ich bin.
      Dann kann ich mich genauso gut verändern.

      Die Nacht ist dunkel, unsere Seele ist dunkel,
      wir sollten die Nacht lieben, denn sie ist uns ähnlich,
      doch wir fürchten die Nacht, wie wir die Abgründe unserer Seele fürchten,
      ich liebe die Nacht.
    • Wind

      Ich bin wie Wind
      Ich berühre viele Leben
      Und geschwind
      Vermag ich viel zu geben

      Doch bin kein Sturm
      Ich zerreiße keine Ketten
      Es schwankt kein Turm
      Und zerstöre keine Stätten

      Bin nur ein Hauch
      Kräusle sanft das Meer
      Wär ich doch auch
      Nur irgendwann mal wer

      Bin nur Schein
      Ich schlage keine Wellen
      Und ganz allein
      Kann ich nicht viel anstellen

      Ich bin stets da
      Doch niemals ausschlaggebend
      Obwohl ich soviel sah
      Niemals schicksalswebend

      Ich steh am Rand
      Am Rande dieser Menge
      Lehn an der Wand
      Blicke aufs Gedränge

      Manch Blick streift mich
      Im vorübergehen
      Man wundert sich
      Doch bleibt niemand stehen

      Was wenn ich geh
      Bin doch nur der Wind
      Kein Wind ist je
      Was die Stürme sind
      Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.

      Aldous Huxley
    • Neu

      Anerkennung

      Ich stehe im Regen
      Ihr seht mich nicht
      Drinnen brennt Licht
      Doch ich steh draußen im Regen

      Allein unter allen
      Einziger von vielen
      Abseits vom Spielfeld
      In der Stille der Nacht

      Balancier ich auf den Ballen
      Will mit euch spielen
      Weiß nicht was mich zurückhält
      Während ihr redet und Lacht

      Ist es dunkler hier draußen
      Oder tief in mir drinnen
      Was kann ich gewinnen
      Was seht ihr von außen

      Was denkt ihr von mir
      Bin ich Teil eurer Welt
      Jemand, der sich normal verhält
      Oder wirke ich falsch hier

      Bemerkt ihr mich
      Wenn euer Blick mich streift
      Spricht eure Gedanken
      Verratet mir doch

      Kümmert jemand sich
      Bin ich nur Wind, der pfeift
      Oder ein Sturm, in dem Bäume schwanken
      Was kümmert es noch

      Was bleibt ist mein Leben
      Anerkennung, ist was ich will
      Und doch bleib ich still
      Sollte ich danach streben?
      Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.

      Aldous Huxley
    • Neu

      Träumen ist einfach

      Träumen ist einfach
      Leben ist hart
      Und bist du wach
      Bleibt dir gar nichts erspart

      Wünschen ist leicht
      Bekommen so schwer
      Wenn der Traum dem Leben weicht
      Schmerzt das manchmal sehr

      Doch ist es deshalb ratsam
      Alles aufzugeben
      Vom Wünschen und Träumen
      Bis zu Ängsten und Sorgen

      Dir dämmert langsam
      Wenn wir nicht streben
      Können wir nichts versäumen
      Doch welchen Reiz bleibt dann dem Morgen
      Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.

      Aldous Huxley
    • Neu

      Ein neues Leben

      Ich kann nicht weiter gehn
      Nicht mehr nach den Sternen streben
      Kann nicht mehr nach vorne sehn
      Ich glaub ich brauch ein neues Leben

      Ein neuer Tag
      Neue Gedanken, die mich finden
      Schlag auf Schlag
      Keine Fesseln, die mich binden

      Eine neue Hoffnung
      Eine neue Welt
      Ein Neubeginn

      Eine neue Kraft
      Die in mir erwacht
      Aus dem Augenblick
      Mehr als nur ein Trick

      Ein neuer Versuch
      Eine leere Seite in dem Buch
      Ein neuer Traum
      Ein völlig leerer Raum

      Eine neue Geschichte
      Die ich mir erdichte
      Eine neue Idee
      Und eh ich mich verseh

      Eine neue Hoffnung
      Eine neue Welt
      Ein Neubeginn

      Spätnachts

      Verstrickt im Schweigen
      Von der Dunkelheit umgeben
      Nebelschwaden, die aufsteigen
      Umhüllt von kaltem Regen

      Rufen in das Nichts
      Lauschen auf den Klang
      Des Augenblicks
      In dem mein Ruf verklang

      Kannst du die Hoffnung sehn
      Sie versteckt sich im Gewirr
      Des Blätterdachs

      Verdrängt in eine Welt
      Ohne das Licht der Sterne
      Ein tragischer Held
      Kein Ziel in weiter Ferne

      Erlischt selbst das Feuer
      Das tief in mir noch brannte
      Ich verlor schon das Steuer
      Als man mich hierher verbannte

      Wieso kann ich nicht fort gehn
      Bevor ich mich verirr
      Spätnachts

      Eine Krone aus Nichts

      Er zieht alleine durch die Straßen
      Sammelt Flaschen zum Überleben
      Doch ihr lebt über alle Maßen
      Habt volle Taschen und wollt nichts geben

      Er schläft auf Bänken oder Steinen
      Zittert in dem kalten Wind
      Doch ihr seid mit Euch im Reinen
      Gegenüber ihm, da seid ihr blind

      Und einzig Alkohol
      Vermag es seinen Schmerz zu lindern
      Ihr trinkt Sekt auf euer Wohl
      Und wer soll euch dran hindern

      Er hat Narben im Gesicht
      Euch kann kein Unwetter gerben
      Sein Atem tanzt weiß im Sternenlicht
      Ihr habt alles und er muss sterben
      Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.

      Aldous Huxley