Das Erbe der Halthazar

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    • Das Erbe der Halthazar

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      Hallu, die nachfolgende Geschichte wurde als reines Hobby von mir geschrieben. Gut zehn Jahre ist es her mit der ersten Idee dazu und sie hat sich an vielen Stellen echt gut entwickelt, find ich, ist aber noch lange nicht perfekt xD
      Damit mein ich, dass ich nicht 100% zufrieden mit ihr bin, wie sie Momentan steht :whistling: , aber leider keine bessere Lösung im späteren Verlauf finde.
      Das erste Band ist ca 320 A4 Seiten Momentan lang mit Schriftgröße 12.
      Ich erhoffe mir, dass sich vllt ein paar Leser finden und kommentieren, die mir später auch noch weiterhelfen können, die Geschichte noch besser zu machen, sofern sich was finden lässt in der Richtung xD
      Meine größte Sorge ist, dass etwas nicht verstanden wird, weil ich als Autor den Durchblick habe und es aber nicht genug erkläre, auch wenn seit der letzten Überarbeitung haufenweise neue Erklärungen dazu gekommen sind. Es fühlt sich nie genug an :whistling:
      Voraussichtliche Posts mit weiteren Teilen ist derzeit auf 5 Tage angelegt. der Nächste etwas eher, weil 2 Seiten recht wenig Story sind xD
      Es wird sich sehr wahrscheinlich später verschieben, weil ich nicht unter Druck geraten will, posten zu müssen X/

      Einen herzlichen Dank an Rainbow schon an dieser Stelle. Sie hat mir beim Klappentext mit der Reihenfolge der Informationen geholfen und unwesentliches weggefiltert xD und letztlich hab ich ihn dann aber doch nochmals überarbeitet ein wenig. :whistling:

      Klappentext


      Wegen eines fehlgeschlagenes Attentates auf die Königsfamilie wird der Notfallrettungsplan ausgelöst. Dieser besagt: Sir Lotus und ein Jäger seiner Wahl müssen Prinzessin Sylvana in geheimer Mission in eine Untergrundfestung in den Sümpfen von Mittelland bringen. Sylvanas Sicherheit hat für das Land höchste Priorität und wo wäre sie nicht sicherer, als in Sir Lotus Nähe in einer uneinnehmbaren Festung? Denn einen Sir hat es schon seit Jahrtausenden nicht mehr gegeben.
      Eine lange Reise voller Gefahren, Dämonen, Blutmagier, Humor und Chaos erwarten Prinzessin Sylvana, Sir Lotus Ebera und den Jäger Cromwell, seinem besten Freund. Nicht weniger ist zu erwarten, wenn man mit einem Sir reist.
      Doch neben Schlamm und Ungeziefer für die Prinzessin, trifft es Sir Lotus am meisten, den einzigen Vernünftigen von den Dreien. Treibt Cromwell ihn nur allzu gern in den Wahnsinn und die Prinzessin spielt ebenfalls ihren eigenen Schabernack mit ihm.
      Doch die Zeit drängt. Sie müssen vor dem nächsten Geburtstag der Prinzessin zurück sein, damit sie die Heirat mit ihrem verlobten Prinzen von Azetaken antreten kann. Eine Hochzeit, welche den noch bestehenden Waffenstillstand beider Länder zu Frieden besiegeln soll. Doch sollte die politische Heirat platzen, unter welchen Umständen auch immer, wird wahrscheinlich Krieg herrschen. Noch weiß Sylvana nichts von den Heiratsplänen und ihrer Verantwortung.
      Sie haben fast ein ganzes Jahr lang Zeit. Werden sie es rechtzeitig wieder zurück schaffen?



      Und bevor es mit dem ersten zweiseitigen Auszug losgeht (andere Teile werden länger. Hab mich für die Kürze wegen des Vorwortes und des Klappentextes entschieden und weil da der erste Cut so perfekt passt) nochmals danke an Rainbow, die durch ihre hilfreiche Kritik meinen Anfang verbessert hat, was die ersten 15 Seiten ca ausmacht. Und nicht zu vergessen Hellbonefrog/Bonefrog (irgendwie so), meinem Kumpel aus dem RL, der immer mit Rat zur Seite steht, wenn ich ihn was zur Logik der Story oder nach Formulierungen frage 8)

      So. Nu aber!





      Das Erbe der Halthazar


      Rette eine Stadt, werde ein Held.
      Rette ein Königreich, werde eine Legende.
      Verhindere den Weltuntergang, werde ein Sir!

      Zerstöre eine Stadt, werde ein Graf des Wahnsinns.
      Zerstöre ein Königreich, werde ein Schreckenslord.
      Vernichte die Welt, werde ein Narr!

      Mittags in Skossa.
      Jeder verlor augenblicklich die Fassung, der sich wagte das Osttor von Mittellands Hauptstadt Skossa zu passieren.
      Es war nicht das graue Tor, welches imposant und gewaltig genug war, um ein ganzes Haus zu verschlingen und ein echtes Gefühl von Sicherheit unter jenen verbreitete, die Skossa nach langer Reise zum ersten Mal betraten. Auch nicht das schwere Eisengitter, das fest auf dem Boden stand und jedem hämisch den Weg versperrte. Nicht einmal dass hunderte Menschen ungeduldig auf ihren Einlass einzeln warten mussten, brachte solch einen Effekt hervor. War es doch üblich für die Städte in Mittelland, dass nur die kleinen Nebentore mit Wachhaus geöffnet waren, wo lediglich ein Karren auf einmal Platz fand.
      Nein, was die Fassung aller beeinflusste war etwas Großartiges. Phänomenal und einzigartig.
      Auf den Ersten Blick war es nur eine Rüstung mit Plattenhelm die neben dem Tor seit kurzem an der Mauer stand. Die Rüstung bewegte sich nicht. Niemand wusste warum sie da stand. Sie zeigte der Welt nur kalt ihren Rücken und den hinteren Teil ihres Helmes. Anscheinend schien sie gegen die Mauer zu starren und tat, was eine Rüstung eben so tat. Nichts.
      Aber jeder der sie erblickte dem fuhr unweigerlich ein breites Lächeln über das Gesicht. Selbst ein Greis vom Eisernen Hochadel wurde vom gleichen Frohsinn getroffen. Vor seinem Eintreten konnte man seine Laune nur so beschreiben: Eine einzelne, dicke, tiefschwarze Wolke schwebte direkt über seiner aschefarbenen Glatze und regnete ununterbrochen auf ihn herab.
      Doch jetzt: Die Wolke wurde von einer hellen Sonne vertrieben und die sonst so eisige Miene mit finsterem Blick strahlte ebenso und ungewohnte Energie flutete sein Gesicht. Sie füllte seine Wangen, umschloss seine Lungen, strahlte zum Herzen aus und drang selbst in den unteren Teil seines Körpers vor, der seit Jahren schon jegliches Gefühl verloren hatte.
      Er blickte sich um. Die sonst so traurige und graue Welt füllte sich für ihn und alle anderen mit bunten Farben. Die graue Mauer war außen sowie Innen mit bunten Blumen bewachsen die einen herrlichen Duft von Frühling verbreiteten.
      Das graue, trostlose Tor erstrahlte im hellen weiß und hatte eine freundliche, einladende Ausstrahlung. Fenster naher Gebäude wirkten wie Augen, Türen wie lächelnde Münder. Die Häuser bekamen einen neuen Anstrich vor seinem geistigen Auge und erstrahlten im hellen Glanz. Selbst die gepflasterte Straße blendete ihn im knalligen Gelb und lud dazu ein ihr jetzt sofort zum farbenfrohen Marktplatz zu folgen.
      Krankheiten wurden geheilt.
      Die Blinden konnten sehen.
      Die Tauben hören.
      Die Stummen sprachen ihre ersten und einzigen Worte.
      Doch was war an dieser Rüstung so besonderes, dass sie jene und viele weitere Wunder vollbrachte?
      Zwei Mann hoch, dicker und schwerer gepanzert als das größte und teuerste Schlachtross in ganz Mittelland und mit einem Gewicht, welches niemand heben konnte. Kein Kran. Keine tausend Mann. Niemand, der es nur zum Spaß versuchte. Denn in ihr erkannte man die wohl berühmt berüchtigste Rüstung aller Rüstungen, die je geschaffen wurde.
      Mancher Ortes dieser Welt hieß es, die Rüstung sei die Reinkarnation einer vergessenen Gottheit.
      Nachts am Lagerfeuer wird erzählt sie sei so göttlich, dass jemand sich bei dem bloßen Gedankenspiel wie man sie tragen könnte das Kreuz zerbrach.
      Viel zu spät sahen die meisten die tiefen Spuren der Plattenstiefel am Boden, die zu der Stelle an der Mauer führten, an der sie jetzt stand.
      Die Rüstung war nicht nur bewegt worden, jemand trug sie!
      Niemand konnte sie tragen, so hieß es. Niemand, außer einer. Auf der gesamten Welt. Denn einen wie ihn hatte es schon seit Jahrtausenden nicht mehr gegeben.
      Drei Worte die selbst Stumme sprechen konnten.

      Sir Lotus Ebera

      Kummer und Leid existieren in der Umgebung eines Sir nicht. Je mehr Menschen ihn erkannten, desto mehr blieben stehen und bildeten mit den anderen eine sichelförmige Formation um ihn herum, um sich wenigstens einen Augenblick in seiner Anwesenheit sonnen zu können. Einmal im Leben an nichts denken müssen. Dem trägen Alltag entkommen und einfach die Ruhe und die Kraft genießen, die von seiner Aura ausging.
      Nur ein einziges Mal reine Glückseligkeit erfahren, die kaum einem gegönnt war zu dieser Zeit und die Seele einfach hinaus gleiten und mit einem langen, zufriedenen „Haaah“ baumeln lassen.
      Jeder wird sich noch bis ans Lebensende an diesen einen Moment erinnern und ganze Geschichten zu dieser Begegnung erzählen. Wie sie Sir Lotus begrüßten, auch wenn keiner sich wagte auch nur ein Wort zu sprechen.
      Wie er hunderte Menschen gleichzeitig die Hand gab, auch wenn niemand näher an ihn heran trat.
      Wie seine alles sehenden Augen tausende Menschen zugleich unter sich vereinten. Sie waren keine Adligen, Bürger, Bauern, Diebe oder von der Stadtwache. Sie waren alle einfach nur Menschen.
      So flüsterte und tuschelte es zwischen ihnen:
      „Was macht Sir Lotus hier? Müsste er nicht die Grenze zu Azetaken bewachen?“
      „Er steht einfach nur da. Wieso steht er nur da?!“
      „Ein Wunder. Sir Lotus hier! Es ist ein Wunder, nicht wahr?“
      „Wer wäre so dreist zu behaupten, zu wissen, was Sir Lotus hier macht?“
      „Schnell, holt die Kranken! Möge sein Segen sie alle heilen.“
      „Gehen! Ich kann wieder gehen! Gepriesen sei der heilige Sir Lotus!“
      Doch der magische Moment wurde von einer Störung unendlichen Ausmaßes zerstört.
      So wahr die Menschen einen ganzen Ozean mit Freudentränen füllen könnten, mit so vielen Steinen wollten sie den Mann in grüner Kleidung erschlagen und begraben, der sich gerade durch die Menge drängelte.
      Er stellte sich als einziger vor die Rüstung. So nah, wie kein anderer es sich je wagen würde. Und fragte Sir Lotus unverschämt und dreist in einem Ton, der den gesamten Hass des Mobs einmal mehr wieder vollkommen auf sich zog und sogar von Sir Lotus Anwesenheit für den Moment ablenkte: „Moin, alles fit im Schritt?“
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      Hmmm....der letzte Satz ließ mich zwar grinsend zurück und weckt schon mein Interesse, wie die Geschichte weiter geht, aber sprachlich hat mich mich der Text nicht wirklich begeistert.

      Spoiler anzeigen
      Nehmen wir den hier als Beispiel:

      Kramurx schrieb:

      Aber jeder der sie erblickte dem fuhr unweigerlich ein breites Lächeln über das Gesicht.
      Aber jedem, der sie erblickte, fuhr unweigerlich ein breites Lächeln....


      Kramurx schrieb:

      Nein, was die Fassung aller beeinflusste war etwas Großartiges. Phänomenal und einzigartig.
      Kurz vorher hatte jeder augenblicklich die Fassung verloren. Abgesehen von der Wortwiederholung (Fassung) finde ich hier "beeinflussen" nicht das Gelbe vom Ei. Nein, was allen die Fassung raubte, war....

      Kramurx schrieb:

      Auf den Ersten Blick war es nur eine Rüstung mit Plattenhelm die neben dem Tor seit kurzem an der Mauer stand.
      Auf den ersten Blick war es nur eine Rüstung mit Plattenhelm, die seit kurzem neben dem Tor an der Mauer stand.

      Kramurx schrieb:

      Anscheinend schien sie gegen die Mauer zu starren und tat, was eine Rüstung eben so tat.
      "Anscheinend schien" ist eine Kombination, die man immer vermeiden sollte.


      Kramurx schrieb:

      Doch der magische Moment wurde von einer Störung unendlichen Ausmaßes zerstört.
      von einer Störung zerstört - hier könntest du die Störung durch Frevel ersetzen

      Kramurx schrieb:

      So wahr die Menschen einen ganzen Ozean mit Freudentränen füllen könnten, mit so vielen Steinen wollten sie den Mann in grüner Kleidung erschlagen und begraben, der sich gerade durch die Menge drängelte.
      Auch wenn der erste Teil des Satzes sehr schön geworden ist, ändert das nix an der Tatsache, dass er nicht wirklich zum zweiten Teil passt. Und auch nicht zur Situation, denn noch macht der Mann in grüner Kleidung nichts weiter, als sich gerade! durch die Menge zu drängeln (die, wie wir vorher erfahren haben, in einem Zustand ehrfürchtiger Glückseligkeit schwebt).


      Trotzdem ist es dir gelungen, die Stimmung einzufangen und dem Leser zu vermitteln.
      Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.
      Albert Camus (1913-1960), frz. Erzähler u. Dramatiker
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      Guten Abend @melli und danke für deine Kritik ^^

      was das Sprachliche angeht fühl ich mich immer als Laie X/ ich hab diverse Sätze schon dutzende Male bearbeitet, Kommatas sind entstanden und wieder verschwunden, aber letztlich bin ich da immer unsicher, ob es nun richtig ist, wie es am Ende steht.
      Rainbow meinte sinngemäß mal zu mir dass es besser wäre sich der breiten Masse mit meinem Text zu stellen, als von einem Betaleser den perfekten Text geliefert zu bekommen. Daran würde man wohl mehr wachsen und lernen, als ... anders? xD


      melli schrieb:

      Und auch nicht zur Situation, denn noch macht der Mann in grüner Kleidung nichts weiter, als sich gerade! durch die Menge zu drängeln
      da ist mir wohl was misslungen xD
      für mich erschließt sich aus den Worten, dass die Menge den Mann eigentlich bereits kennt und ihn nunmal hasst :x
      für dich offensichtlich nicht :whistling: da sollte ich Mal in der Zukunft eine zusätzliche Erklärung mit dranhängen oder so an der Stelle :/

      wünsche dir noch einen schönen Abend,

      lg Kramurx
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      Hey Kramurx!
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      Das klingt ja mal vielversprechend. Zuerst habe ich mich etwas erschrocken, denn ich habe auch eine Geschichte in der berühmten Schublade liegen, in der eine Prinzessin zu ihrer eigenen Sicherheit aus Angst vor gewissen Schurken zu einem Helden in Sicherheit gebracht werden muss. Aber dasselbe ist zum Glück nicht das Gleiche. Das macht mich nur umso neugieriger zu sehen, wie du diese Geschichte erzählst. Jedenfalls ist das auf jeden Fall ein Thema für mich.
      Den Klappentext finde ich übrigens viel zu lang. Den würde ich mindestens um die Hälfte herunterkürzen, bis nur noch das Wesentliche übrigbleibt. Besonders im Mittelteil steht so einiges, das man ohne Verlust streichen kann.
      Das einleitende Motto gefällt mir sehr!
      Was ich eigentlich nicht so gerne mag ist, wenn die Hauptperson nicht gleich eingeführt wird. Du erklärst, was ein Sir ist und stellst die zauberkräftige Rüstung vor. Das gelingt dir gut und es ist auch spannend.
      Aber wann erfahren wir, um wen es in der Geschichte geht? Ich hoffe bald?

      Kramurx schrieb:

      der sich wagte das Osttor von Mittellands Hauptstadt Skossa zu passieren
      vielleicht besser: der es wagte, ...


      Kramurx schrieb:

      was die Fassung aller beeinflusste
      besser: was so tiefen Eindruck hinterliess (?)


      Kramurx schrieb:

      Selbst ein Greis vom Eisernen Hochadel wurde vom gleichen Frohsinn getroffen. Vor seinem Eintreten konnte man seine Laune nur so beschreiben: Eine einzelne, dicke, tiefschwarze Wolke schwebte direkt über seiner aschefarbenen Glatze und regnete ununterbrochen auf ihn herab.
      Doch jetzt: Die Wolke wurde von einer hellen Sonne vertrieben und die sonst so eisige Miene mit finsterem Blick strahlte ebenso und ungewohnte Energie flutete sein Gesicht. Sie füllte seine Wangen, umschloss seine Lungen, strahlte zum Herzen aus und drang selbst in den unteren Teil seines Körpers vor, der seit Jahren schon jegliches Gefühl verloren hatte.
      Er blickte sich um.
      Diese Passage gefällt mir im Prinzip gut, aber dann auch wieder nicht.
      Es klingt so, als ob hier ein Typus beschrieben wird. Irgendein Mensch geht durch das Tor und wird durch die Rüstung fröhlich. Es ist gleichzeitig irgendein Typ, der offenbar für jeden beliebigen Tor-Durchschreiter steht, aber der gleichzeitig auch eine bestimmte Person ist. Und genau das gefällt mir irgendwie nicht. Mein Vorschlag: Willst du nicht das Allgemeine streichen und den Typen tatsächlich als genau jenen Greis vom Eisernen Hochadel (meinetwegen noch mit Namen) beschreiben? Es wäre dann persönlicher und würde mich nicht so verwirren. Du könntest ja dann trotzdem anklingen lassen, dass das nicht nur dem Greis so geht, sondern auch allen anderen, die die Rüstung passieren.
      z.B. Dieses Wunder ereignete sich auch, als der mürrische Krogis die Rüstung passierte, ein Greis, der dem Eisernen Hochadel angehörte. Gerade hatte noch eine dicke, tiefschwarze Wolke über seiner aschefarbenen Glatze geschwebt. Doch kaum war er an der Rüsung vorübergegangen, als die Wolke auf einmal ... (etc)


      Kramurx schrieb:

      Die Stummen sprachen ihre ersten und einzigen Worte.
      Das klingt, als ob sie nur ein einziges Mal sprechen und danach wieder für immer verstummen. So hattest du es wohl nicht gemeint?


      Kramurx schrieb:

      die wohl berühmt berüchtigste Rüstung aller Rüstungen,
      Als berüchtigt würde ich die Rüstung nicht beschreiben, denn das beinhaltet doch etwas Böses, Negatives. Und die Rüstung ist ja gerade etwas Gutes.


      Kramurx schrieb:

      Mancher Ortes dieser Welt hieß es, die Rüstung sei die Reinkarnation einer vergessenen Gottheit.
      Nachts am Lagerfeuer wird erzählt sie sei so göttlich, dass jemand sich bei dem bloßen Gedankenspiel wie man sie tragen könnte das Kreuz zerbrach.
      Das finde ich sehr schön.


      Kramurx schrieb:

      Viel zu spät sahen die meisten die tiefen Spuren der Plattenstiefel am Boden, die zu der Stelle an der Mauer führten, an der sie jetzt stand.
      Die Rüstung war nicht nur bewegt worden, jemand trug sie!
      Niemand konnte sie tragen, so hieß es. Niemand, außer einer. Auf der gesamten Welt. Denn einen wie ihn hatte es schon seit Jahrtausenden nicht mehr gegeben.
      Drei Worte die selbst Stumme sprechen konnten.

      Sir Lotus Ebera

      Kummer und Leid existieren in der Umgebung eines Sir nicht. Je mehr Menschen ihn erkannten, desto mehr blieben stehen und bildeten mit den anderen eine sichelförmige Formation um ihn herum

      Hier bin ich auch einen Moment verwirrt, weil ich mir nicht genau vorstellen kann, was da jetzt eigentlich passiert.
      Also: Die Plattenstiefel führen zu der Stelle am Boden, an der die Rüstung steht - gleichzeitig steht sie aber offenbar schon nicht mehr dort, weil der Sir sie angezogen hat.
      Und wo steht nun der Sir? Ist er in die Stadt hineingegangen? Oder ist er noch vor dem Tor? Ich würde mir eine Beschreibung dessen wünschen, wie er plötzlich auftaucht - denn wenn da lange Menschenschlangen am Tor stehen, kann ich mir nicht vorstellen, dass keiner gesehen hat, wie er die Rüstung nimmt.

      Die Rufe der Menschen gefallen mir dagegen wieder sehr gut.
      BIn gespannt, wie es weitergeht!



      Meine Geschichte: Meermädchen
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      Hallu @Kirisha ^^

      da sprichst du einiges an :whistling: gehe ich es mal durch :o

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      Kirisha schrieb:

      in der eine Prinzessin zu ihrer eigenen Sicherheit aus Angst vor gewissen Schurken zu einem Helden in Sicherheit gebracht werden muss.
      Mich persönlich würde es nicht stören, wenn ich 3 verschiedene Geschichten mit dem gleichen Anfang lesen würde. Was ich ja schon bei Animes kenne, bei dem Thema Isekai, wo sie in einer anderen Welt landen und sich durchschlagen müssen. Quasi Urban Fantasy?
      Wichtig ist wohl am Ende wie das ganze verpackt und präsentiert wird. deins könnte natürlich viel besser als meins sein und andere Spannungsbögen haben usw ;)


      Kirisha schrieb:

      Den Klappentext finde ich übrigens viel zu lang.
      ich hab ehrlich keine Ahnung von Klappentexten :rolleyes: . Ich hab Rainbow wie gesagt mal drüberschauen lassen, die mir ein paar Tipps gab und ich denke dass er zumindest was im ersten Band geschieht ne gute orientierung ist. Aber ich denke ich kann mir vorstellen was so alles weggekürzt werden könnte xD Alles, was nicht wesentlich die Story wiedergibt, schätz ich mal X/



      Kirisha schrieb:

      besser: was so tiefen Eindruck hinterliess

      melli hatte glaub die gleiche Stelle gestört. Da sollte ich was dran ändern. Hm. X/


      Kirisha schrieb:

      Das klingt, als ob sie nur ein einziges Mal sprechen und danach wieder für immer verstummen. So hattest du es wohl nicht gemeint?

      schon dutzende Male gelesen die Stelle. Aber jetzt wo du mich so nett drauf hinweist, wirkt es tatsächlich so xD also für mich war klar, dass sie nur diese drei Worte fortan sprechen können. Da muss ich mal was dran ändern oder es besser erklären. Die Rüstung vermag Wunder zu vollbringen, aber ich wollte jetzt nicht, dass man zb denkt dass einem der Arm oder so wieder nachwächst xD daher die kleine Einschränkung an der Stelle :x


      Kirisha schrieb:

      Was ich eigentlich nicht so gerne mag ist, wenn die Hauptperson nicht gleich eingeführt wird.
      da kann ich leider nur sagen, dass ich mich für diesen Weg entschieden habe. tut mir leid xD


      Kirisha schrieb:

      Diese Passage gefällt mir im Prinzip gut, aber dann auch wieder nicht.
      Die Stelle ist für mich ziemlich schwierig. Da werde ich irgendwann später wohl nochmal ordentlich das Gehirnschmalz anstrengen müssen, um auch wirklich das rüber zu bringen, was genau gemeint ist. Ich hoffe da auf einen Geistesblitz eines Tages xD
      In einer ehemaligen Version wurde der Greis näher beschrieben. Auch sein Stand als einer vom Eisernen Hochadel. Was das genau bedeutet usw. Das Problem war, das man mir dann sagte, dass das viel zu viel Blabla sei und zur Story nichts beiträgt und da schnell langeweile aufkommen würde X/
      Nun gut, du gibst ja auch Lösungsbeispiele. Das schau ich mir mal an, wie sich das umsetzen lässt.



      Kirisha schrieb:

      Als berüchtigt würde ich die Rüstung nicht beschreiben, denn das beinhaltet doch etwas Böses, Negatives.
      Hin und wieder wunderte s mich einfach, wieso ich manchmal eine völlig andere Bedeutung von Worten im Kopf habe... :patsch:


      Kirisha schrieb:

      Hier bin ich auch einen Moment verwirrt
      Es verwirrt mich, dass es dich verwirrt. Für mich ist völlig klar, dass die Menschen erst die Rüstung bemerken und dann feststellen, dass sogar der Sir sie im Moment trägt, da sie bewegt wurde und niemand außer ihm das kann. Scheinbar könnte man auch daraus schließen, dass er die Rüstung nur dort abgestellt hat ?(
      Ich denke da kann man noch was dran machen an der Stelle :S


      Die Frage die ich mir persönlich jetzt stelle, auch schon bei The Running Living... die Überarbeitung. bearbeitet man es nur für sich selbst und lässt den anderen Text unverändert so stehen, damit andere die die Kommis lesen nicht verwirrt werden, was gemeint war?
      Sollte man es gleich verbessern wenn man Zeit hat? Die die es bereits gelesen haben werdens sicherlich nicht wegen ein paar veränderten Worten nochmal lesen.
      Mir persönlich gefiel so eigentlich am besten dass man demjenigen, deer was anmerkt bei der Antwort mitteilt, was man ändern möchte. Hmmm. Schwierig, wenn man aber selber noch nicht genau weiß, was man ändern möchte xD

      lg Kramurx
    • Neu

      Hallo Kramurx,
      zur Überarbeitung: ich weiss nicht genau, ob es dafür eine Regel gibt. Ich brauche manchmal sehr lange, bis ich die Kommentare so verarbeitet habe und mich zu einer Korrektur entschliesse. Da meine Überarbeitungen aber oft sehr drastisch sind und man die ganze Story nicht mehr versteht, wenn man die nicht kennt, halte ich es so, dass ich die Texte update, wenn ich sie überarbeitet habe. Aber wie gesagt, das mache ich nicht sofort, sondern erst, wenn ich so weit bin.
      Aber ich denke, du kannst es so halten wie du willst.
      Persönlich finde ich es allerdings immer recht interessant zu hören, welche Anmerkungen dir etwas genützt haben und welche nicht.

      Kramurx schrieb:

      Mir persönlich gefiel so eigentlich am besten dass man demjenigen, deer was anmerkt bei der Antwort mitteilt, was man ändern möchte. Hmmm. Schwierig, wenn man aber selber noch nicht genau weiß, was man ändern möchte xD
      Genau, da bin ich ganz deiner Meinung.
      Mir ist es sogar schon oft so gegangen, dass ich einem Kommentatoren erst geschrieben habe - nee, ich bin nicht deiner Meinung und ich lasse das jetzt so, und dann habe ich die Stelle nach vier Wochen doch geändert, weil es mir im Nachhinein dann doch eingeleuchtet hat.
      Ich denke, du bist frei es so zu halten, wie es für dich am besten ist.
      Meine Geschichte: Meermädchen
    • Neu

      Aha, interessant was Du so schreibst :) Erinnert mich an Terry Pratchett vom Stil...

      Bei dieser Art von 'Comedy' muss das Timing genau sitzen, finde ich - der Punch muss genau dann kommen wenn er vorbereitet ist.

      Du baust den magischen Moment den ganzen Text hindurch auf - das ist toll - erst das Tor mit der Frage was da so besonders ist, dann die Ruestung, das Interesse des Lesers ist geweckt was das denn nun damit auf sich hat, dann die ganzen immer toller werdenden Geschichten, dann Sir Lotus selbst und der Moment in dem alle Menschen um ihn herum verzaubert sind - da ist die Spannung da die auf den Punch wartet - und dann nimmst Du ihm die Wucht indem Du die Stoerung schon vorweg nimmst:

      Kramurx schrieb:

      o wahr die Menschen einen ganzen Ozean mit Freudentränen füllen könnten, mit so vielen Steinen wollten sie den Mann in grüner Kleidung erschlagen und begraben, der sich gerade durch die Menge drängelte.

      Und dann nochmal:

      Kramurx schrieb:

      Doch der magische Moment wurde von einer Störung unendlichen Ausmaßes zerstört.


      Stell Dir mal vor, wie die Szene wirkt wenn Du den Punch direkt setzt:

      „Ein Wunder. Sir Lotus hier! Es ist ein Wunder, nicht wahr?“
      „Wer wäre so dreist zu behaupten, zu wissen, was Sir Lotus hier macht?“
      Ein baertiger Mann gestikulierte aufgeregt in die Menge:
      „Schnell, holt die Kranken! Möge sein Segen sie alle heilen.“
      Ein Greis mit Lachen im Gesicht liess sich von der Menge wieder nach hinten tragen und rief:
      „Gehen! Ich kann wieder gehen! Gepriesen sei der heilige Sir Lotus!“
      Und ein Mann in gruener Kleidung draengte sich nach vorne, nickte Sir Lotus kurz zu und fragte:
      „Moin, alles fit im Schritt?“

      Da hast Du den Kontrast direkt, und dem Leser faellt ohne Vorwarnung die Kinnlade runter :D

      Und dann kannst Du die Reaktion der Menge nachschieben wenn noch noetig.

      ***

      Ein aehnliches Problem ist mit dem Klappentext - zu viele Worte, nicht auf den Punkt gebracht worum es gehen soll. Das kann ja auch ernsthaft anfangen, ein bisschen uebertrieben werden und dann eine Pointe gesetzt werden - und dann Schluss.

      ***

      Das hingegen:

      Kramurx schrieb:

      Rette eine Stadt, werde ein Held.
      Rette ein Königreich, werde eine Legende.
      Verhindere den Weltuntergang, werde ein Sir!

      Zerstöre eine Stadt, werde ein Graf des Wahnsinns.
      Zerstöre ein Königreich, werde ein Schreckenslord.
      Vernichte die Welt, werde ein Narr!


      ist wunderbar gelungen, grade wenn man auf die Steigerung von Schreckenslord wartet kommt... Narr :thumbup:
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      Hey @Thorsten ^^


      Thorsten schrieb:

      Stell Dir mal vor, wie die Szene wirkt wenn Du den Punch direkt setzt
      es sieht aufjedefnall genial aus, wie du es darstellst :nummer1:

      ich sehe da grade nur ein winziges Problem für mich selbst.... so wie bei anderen erwarte ich auch von mir selbst immer möglichst eine gleichbleibende Leistung beim Schreiben. Also dass es zumnidest nicht runter geht. rauf ist immer gut in dem Falle xD Und wenn ich den Anfang jetzt mit diesem "Punch" so gut setze, dann könnten die späteren Kleinigkeiten eher langweilig dagegen wirken und alle werden sagen "naja, zumindest des erste Ding war toll" :x

      Ach egal... ich hab noch einen Erstleser im Rl im petto und werde deine "inspirierte" Version mal zuerst vorlegen und schauen ob das einen viel stärkeren Effekt hat xP wovon ich aber auch grade ausgehe.... *hust*

      lg Kramurx
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      Kramurx schrieb:

      Und wenn ich den Anfang jetzt mit diesem "Punch" so gut setze, dann könnten die späteren Kleinigkeiten eher langweilig dagegen wirken und alle werden sagen "naja, zumindest des erste Ding war toll"

      Dann musst Du die danach halt auch gut setzen :D Das ist ja im Wesentlichen immer noch Dein Text und Deine Idee, ich hab' nur ein bisschen anders nuanciert - das ist ja nicht so dass Du da voellig was anders hattest :)

      Abgesehen davon - ein starkes Ding am Anfang und am Ende ist was Dir jeder Showmaster raten wird - daran erinnern sich die Leute spaeter, zwischendrin darf die Spannnung auch abfallen...
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      Augen liefen hinter dem Mann in grün blutrot vor Zorn an. Köpfe schwollen und blaue Adern stachen hervor. Viele drückten ihre Fäuste so fest und knirschten laut mit den Zähnen, dass Blut an Händen und Mundwinkel herunter floss.
      Der Mann in grün wandte sich seinem Publikum zu und warf einen fragenden Blick in die Menge. Die Unschuld in Person stand ihm ins Gesicht geschrieben.
      „Waaas“, fragte er, völlig frei von jeglichen Schuldbewusstsein. Seine Stimme, während der Frage, ließ einen nur schließen, dass er zum einen absolut keine Zweifel hatte, dass er kein Vergehen begannen hatte und in seinem Unterton hörte man einen gewissen Spott heraus.
      Jeder in diesem Mob spuckte Blut vor Zorn. Sie fühlten sich von dieser Frage in ihrer Ehre verletzt. Eine Wunde so tief, dass ihr Körper darauf reagieren musste. Doch sofort trat aus ihnen der Greis des Eisernen Hochadels hervor.
      „Wisst ihr eigentlich, dass ihr gerade Sir Lotus von der Seite dumm anquatscht?“
      Und obwohl jener Hochadel niemals mit jemanden vom gemeinen Volk sprechen würde, so tat er es. Denn der Mann in grün hatte das regelrechte Ebenbild Gottes mit einer minderbemittelten Frage und der direkten Ansprache besudelt.
      „HaaAH? Das is doch nich Sir Lotus“, behauptete er mit einem verwunderten Blick.
      „BLASPHEMIEEE“, kreischte der Mann des Eisernen Hochadels und zeigte mit einem knochigen Finger auf ihn.
      Wie konnte sich jemand der Gotteslästerung schuldig machen, wenn es um einen Menschen ging? Weil Sir Lotus von dem geistlichen Oberhaupt heilig gesprochen wurde.
      Steine wurden vom Boden gesammelt, Knüppel und Messer gezogen. Jeder, ob Frau, ob Kind, bewaffnete sich. Das Seil war schon bereit den Mann in grün aufzuknüpfen. Und wie sehr sich ganz Skossa das wünschte, ihn endlichen loszuwerden, die Geißel aller Vernunft.
      „Mooomentchen Mal! Schaut euch die Rüstung mal ganz genau an! Besonders diese eine Stelle hier“, meinte er und versuchte auf Sir Lotus Rüstung zu zeigen.
      „Wagt es nicht unseren Sir Lotus zu berühren“, warnte ihn der Greis des Hochadels und hob drohend die Faust, als der Mann in grün die Rüstung sogar berühren wollte.
      „Na, wenn ihr mich sooo nett darum bittet“, sein Finger bohrte in der Nase etwas hervor: „Dann erst recht!“
      „Schnell! Haltet ihn auf! Er will unsere Heiligkeit beschmutzen“, übernahm der Greis völlig selbstverständlich die Befehlsgewalt der Meute.
      Es gab kein Halten mehr. Die Menschen setzte sich in Bewegung, doch der Mann in grün war bereit sich dem Wettlauf anzunehmen.
      Noch ehe er sich auch nur Sir Lotus umwenden konnte, setzte der Greis vom Hochadel eine weitere Regel, um das Spiel spannender zu gestalten, glaubte der Mann: „Hier geblieben und keinen Schritt weiter zu unserer Heiligkeit!“
      Er analysierte kurz das Geschehen. Er musste also, bevor die Sichel aus Menschen ihn erreichte und niederstreckte, Sir Lotus zwei Schritte hinter ihm berühren, ohne sich zu wenden und oder sich einen Schritt auf ihn zu zubewegen. Und dieser Moment der Analyse verschaffte seinen Kontrahenten schon den entscheidenden Vorteil, dass bevor er zu einer Lösung dieses Spieles kommen konnte, die Sichel nur noch sechs Schritte entfernt war.
      Der Greis grinste voller Vorfreude breit über das Gesicht. In seinen Augen funkelte etwas garstiges auf.
      Doch als die ersten ihn fast erreichten und nur noch nach ihm zu greifen brauchten, gerieten alle schlagartig ins Stocken und verknoteten ihre Augenbrauen zu ungläubigen Gesichtern.
      Sie hatten mit allen gerechnet. Nur nicht DAS.
      Der Mann in grün warf kurz ein Lächeln in die Menge und schwang an Ort und Stelle seinen Oberkörper zurück. Sein linker Arm bildete den Pfeiler der Brücke, der Rechte hingegen wurde ausgestreckt und er rief laut: „Berührt!“
      Stille.
      Dann die erste Regung. Entsetzen machte sich breit und griff wie ein Lauffeuer um sich.
      Er hatte ihre Heiligkeit erst mit Sprache besudelt und nun auch noch berührt.
      Das war zu viel. Die Menschen begannen zu weinen. Keine normalen Tränen, sondern Blut.
      „Oh oh“, sagte der Mann in grün und warf einen Blick in die Menschen, die eine neue Verwandlung durchmachten.
      Dicke Adern pulsierten auf ihren Köpfen und Hörner begannen zu wachsen. Jeder einzelne verwandelte sich in einen riesigen, wild schnaufenden Stier! Weiße Spucke tropfte zähnefletschend von jedem einzelnen herunter.
      Die Menschen hatten jegliches Gefühl als Mensch verloren. Allesamt hatten nur einen Gedanken: Der Mann in grün musste ausgelöscht werden. So holte die Horde erneut aus, schärfer, schneller und größer als zuvor und schnellte wieder auf ihn zu.
      Hunderte Hufe stampften. Sie traten auf seinen Körper ein, der noch immer diese lächerliche Brücke bildete. Einen schnellen Tot würde ihm keiner bereiten. So weit waren sich alle einig. Er sollte zu Tode getreten und geschlagen werden. So langsam und qualvoll wie möglich. Doch egal wie viele Schläge und Tritte ihn auch trafen, seine Kleidung zerfetzte und Wunden geschlagen wurden, die Brücke blieb standhaft.
      „HALT!“
      Wie ein Donnerschlag schlug dieses eine Wort in der Umgebung ein, als habe Gott vom Himmel aus persönlich einen unsichtbaren Blitz geschleudert. Es schallte von Oben, von der Seite, regelrecht von überall gleichzeitig und ließ jeden vor Ehrfurcht zusammenzucken.
      Sie ließen von dem Mann ab und wandten sich der Quelle zu. Denn es gab nur einen auf dieser Welt, der auf die Menschen mit einem einzigen Wort so stark einwirken konnte, dass es ihnen eine Gänsehaut über die Haut jagte und jeden wieder besänftigte.
      Sir Lotus hatte zu ihnen gesprochen.

      Die meisten warfen sich vor Glück auf die Knie und begannen leise zu beten. Außer der Mann in grün. Doch der fand nun keine Beachtung mehr, denn es war Sir Lotus Wille ihn in seiner unendlichen Gnade in Ruhe zu lassen.
      Der Mann stellte sich wieder auf und sah kopfschüttelnd mit einer spöttischen Miene in die Menge.
      „Heiliger Lotus, seht“, rief plötzlich einer derer, die sich nun wieder erhoben und einen prüfenden Blick auf Sir Lotus warfen.
      Die Augen der Vordersten wurden Tellergroß.
      „Das – Unmöglich! Das ist gar nicht Sir Lotus?“, murmelte irgendjemand. Und mit dieser maßlosen Behauptung prüften nun alle die Rüstung.
      Sie traten auf ihn zu und je näher sie ihr kamen, desto mehr machten ihre Gesichter eine neue Verwandlung durch, die wie eine riesige, unsichtbare Welle über sie hinwegfegte.
      Ihre Mienen wurden plötzlich weiß und grau, alterten für den Augenblick um Jahrzehnte. Die Augen waren nur noch dicke schwarze Striche und die Wangen fielen mager in sich zusammen. Niemand wagte sich das unaussprechliche zu sagen: Ein Makel. Ein Makel an der Rüstung.
      Dann konnte es weder die legendäre Rüstung noch Sir Lotus in ihr sein. Denn seine Rüstung war immer makellos. Daran gab es keinen Zweifel.
      Mit jedem Augenschlag der verging lösten sich gleich dutzende Menschen auf einmal aus der Sichel heraus, um still und heimlich zu verschwinden. Niemand würde von dieser tragischen Verwechslung jemals erzählen. Es wird totgeschwiegen. Ein stiller Pakt, den jeder abschloss, ohne davon hören zu müssen. Die Welt war sich einig, die letzten Momente waren niemals geschehen. Die ehemals Kranken wurden wieder krank und der Mann mit den kaputten Beinen musste wieder getragen werden.

      Der Mann in grün, blutig und zerschrammt am ganzen Körper, winkelte seine Arme an den Hüften an, streckte seine Nase weit nach oben und atmete hörbar tief ein.
      „HahaHA!“, ließ er verlauten. Die Wolkendecke brach und ein einzelner Lichtstrahl traf allein ihn und hüllte seinen Körper für diesen einen Moment in goldenes Licht. Danach schloss sie sich wieder und hüllte den Tag wieder in ein mattes Grau.
      Endlich, wo er und die Rüstung allein waren, fragte er, von seiner Heldenhaftigkeit überzeugt: „Hab ich mal wieder den Tag gerettet, was, Sir Lotus?“


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      puh. Ich hab nochmal ordentlich dran gefeilt an den Teil und hoffe dass ich auf eure Kritikpunkte eingehen konnte. Das mit dem Sprachlichen ist bei mir nach wie vor bestimmt nicht so ausgeprägt wie bei anderen Autoren... aber ich steh zu meinen Schwächen und versuche es so gut wie möglich zu präsentieren ;)
      Was ich noch sagen wollte, diese Verwandlungen und teils übertriebene Darstellungen sind teils metaphorisch und teils tatsächlich so gemeint. Sie werden natürlich nicht wirklich zu Stieren, können aber Blut spucken, wenn sie in ihrer Ehre verletzt wurden zb.
      Das ganze kommt daher, weil ich ganz gern auch chinesische Novels lese, wo es meistens sehr viel abgedrehter zugeht und ich mal schauen wollte, ob man das so mit einbauen kann. Es wird auch in Zukunft eher selten zum Einsatz kommen, weil es sich an vielen Stellen nicht richtig anfühlt, obwohl mans weiter ausbauen könnte. Daher bin ich gespannt, wie die Reaktion jetzt darauf ausschaut oder ob es besser wäre darauf gänzlich zu verzichten, weil es nunmal aus China stammt und wir in Deutschland sind x.x


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      Also, nachdem insgesamt ja recht dick aufgetragen ist, stoert das auch nicht weiter dass die sich in Stiere verwandeln und Blut tropft finde ich - wenn die Ereignisse bis zu diesem Punkt 'realistisch' gewesen waeren, dann waere das anders, aber diese total unterwuerfige Verehrung die alleine schon der Ruestung entgegengebracht wird und so - da passt es schon dass der Rest auch uebertrieben wirkt.

      Kramurx schrieb:

      Noch ehe er sich auch nur Sir Lotus umwenden konnte, setzte der Greis vom Hochadel eine weitere Regel, um das Spiel spannender zu gestalten, glaubte der Mann: „Hier geblieben und keinen Schritt weiter zu unserer Heiligkeit!“
      Er analysierte kurz das Geschehen.

      Hier finde ich die Bezuege etwas verwirrend - wer ist 'der Mann' - der Greis, oder der Gruene? Und wer ist 'er' danach - der Gruene?


      Kramurx schrieb:

      Sein linker Arm bildete den Pfeiler der Brücke, der Rechte hingegen wurde ausgestreckt und er rief laut: „Berührt!“
      Herrlich absurd.

      Kramurx schrieb:

      Die ehemals Kranken wurden wieder krank und der Mann mit den kaputten Beinen musste wieder getragen werden.
      :thumbsup: Ja - das passt perfekt, das ist wunderbar gemacht.
    • Neu

      Mir gefällt der Teil auch. Gemäß deinem Spoiler werde ich jetzt nicht rumkritteln ;) , sondern einfach die Geschichte genießen. Mir hat besonders gefallen, wie sich alle peu a peu verzupfen und wortlos einig sind, das Vorgefallene aus dem Gedächtnis zu streichen.
      Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.
      Albert Camus (1913-1960), frz. Erzähler u. Dramatiker
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      Hallu @Thorsten und @melli,

      Ich bin schonmal froh dass ich euch beide Inhaltlich überzeugen konnte :)
      man hats vielleicht im spoiler rausgelesen, aber ich hatte wie immer bammel und war mir unsicher, wie es ankommt xD


      Thorsten schrieb:

      da passt es schon dass der Rest auch uebertrieben wirkt
      sehr schön, eine Sorge die ich erstmal streichen kann, auch was zukünftige Dinge angeht, denke ich :thumbup:


      Thorsten schrieb:

      Hier finde ich die Bezuege etwas verwirrend - wer ist 'der Mann' - der Greis, oder der Gruene?
      Der Grüne.
      Hatte befürchtet dass ich etwas zu oft "Der Mann in Grün" schreibe und wollte irgendwie versuchen das wenigstens zu kürzen an der Stelle. War vielleicht nicht die beste Idee :P



      melli schrieb:

      Mir gefällt der Teil auch
      das freut mich sehr ^^


      melli schrieb:

      einfach die Geschichte genießen
      wenn es was gibt, was das massiv beeinträchtigt, gern "rumkritten" xD


      So. Wünsche euch beiden noch nen schönen Abend :3