Mitternachtsmond die gestellte Entführung (Einschreibung des Charakters)

  • Mitternachtsmond


    Mondhälfte



    Der Prolog





    im zweiten Weltkrieg


    Ich stand auf der Straße vor Norte Dame und sah ihnen zu, wie sie diese Familie drangsalierten.
    Der Stern leuchtete gelb auf der Jacke des Mädchens. Ich würde sie dafür bestrafen.
    Der Vater wehrte sich und schlug einem der Soldaten den Helm vom Kopf. Weiße Augen sahen ihn an.
    Es war ein Vampir unter den Männern der Wehrmacht.
    Einer der Unseren hatte es gewagt sich ihnen anzuschließen.
    Ich knurrte.
    Wie konnte dieser Widerling es wagen sich dieser kranken Idiologie anzuschließen.
    Ich trat aus dem Schatten der Häuser heraus.
    „Hay, ihr Ausländer?“ , sprach ich in perfektem Französisch.


    Drei der sechs Soldaten drehten sich zu mir um und hielten ihre Gewehre auf mich gerichtet.
    Ich zuckte nur mit den Schultern und lächelte.
    Dann veränderten sich meine blauen Augen in ein tiefes rot.
    „Ein Dämon!“ , schrie einer der Soldaten.
    Der Deutsche zitterte mit den Beinen und schaffte es kaum noch sein Gewehr hoch zu halten.
    Da trat der Vampir an seine Seite.
    „ Lasst mich das erledigen.“, sagte er seinem Kameraden.
    „Gut!“, meinte der junge Mann und lies sein Gewehr erleichtert sinkenK
    Mein Artgenosse trat auf mich zu.
    Er wandte sich währenddessen an die Anderen.
    „Bringt diesen Abschaum hier weg!“, befahl er.


    Ich sah den Mond an und verwandelte mich gänzlich. Meine riesigen Fänge strahlten im Mondlicht.
    Meine Krallen fuhren sich aus und ich knurrte.
    Der Vampir vor mir veränderte sich ebenfalls und seine Zähne waren nicht so lang wie meine.
    Ich begann langsam auf ihn zu zugehen.
    „Alter?“, knurrte ich.
    „Unter Bismark geboren. Nach der Verwandlung meines Kaisers.“, erklärte der Vampire, „wie alt seit ihr? Ich bin bestimmt älter, Franzose!“
    „Wie kommst du darauf, dass ich Franzose bin? Ich bin wesentlich älter.“, meinte ich grinsend und lies die Familie keinen Moment aus den Augen.
    „Ach ja! Wie alt?“, knurrte der Vampir.
    Ich lachte.
    „Was gibt’s da zu lachen?“, schrie der Vampir unsicher.
    „Du erkennst mich nicht. Seit ihr jungen Vampire so blöd? Oder hat man dir in Berlin dein Hirn durch eine Erbse ersetzt.“, meinte ich grinsend.
    Mein deutscher Artgenosse knurrte und stürzte dann los. Er hatte mich nach wenigen Minuten erreicht, doch ich trat einfach im allerletzten Moment zu Seite, so dass der Vampir auf dem Boden knallte.
    Dann packte ich ihn und zerrte ihn wieder auf die Beine.
    „Ich bin ein Kind des Barock, noch vor der Revolution dieses wundervollen Landes geboren und verwandelt.“, flüsterte ich.
    Der Vampir riss die Augen auf. „ Dass ist... nicht möglich. Es gab nur die Urvampire vor der Revolution?“
    Ich grinste ihn an und schleuderte ihn dann gegen die Wand. Mein Gegner krachte mit solch einer Wucht dagegen, dass es ein knirschendes Geräusch gab.
    Ich trat auf ihn zu, da hörte ich ein Schuss.
    Eine Kugel bohrte sich direkt in meinen Arm.
    Knurrend drehte ich mich zu den jämmerlichen Menschen um.
    „Das Kitzelt! Ihr solltet einen Urvampir niemals beschießen. Ist das klar?“, meinte ich mit dunkler Stimme.
    Ich betrachtete diese jämmerlichen Menschen und entschied alle zu töten.
    Halt, waren es nicht fünf Menschen gewesen?
    Zwei fehlten. Auch war die Familie verschwunden.
    Ich knurrte und sah zu dem Vampir. Ich brauchte keinen Hautkontakt, wie früher. Es war in Versailles gewesen, als ich diese Fähigkeit so ausbaute, wie sie jetzt war. Es war kurz vor dem Tod meines Pflegevaters gewesen.
    Ich trat auf die Menschen zu.
    „Wo sind die anderen Zwei?“, fragte ich.
    Als Antwort erhielt eine Kugel die mitten in meine Brust schlug. Ich ging einfach weiter und lächelte.
    Ich hasste diese neumodische Munition. Sie brannte zwar, und war lästig zu entfernen, aber Schaden konnte sie mir nicht.
    „Monster! Erschieße ihn, Mark! Los doch!“, rief einer von ihnen.
    Der Vorderste richtete sein Gewehr mit zwei Läufen auf mich.
    Ich grinste und veränderte mich. Ich nutzte meine besondere Gabe.
    „Christoph?“, sprachen sie erschrocken.
    Ich sah jetzt aus wie der Vampir, den ich getötet hatte.
    Die Gestaltwandlung war meine persönliche Gabe. Sie machte mich zu etwas besonderem.
    „Christoph!“, stammelte der Mensch mit der zweiläufigen Waffe.
    „Schieße doch! Das ist ein Dämon! Der ist nicht Christoph!“, flehte der Kerl neben dem Menschen seinen Freund an.
    Ich lachte.
    „Auf mich schießt ihr, aber auf euren Freund, der ebenso ein... wie habt ihr es ausgedrückt.. Monster ist, nicht? Ihr Menschen seit so berechenbar.“, sprach ich zu ihnen und war jetzt fast bei ihnen.
    Plötzlich gellte ein Schrei durch die Nacht.
    Dann noch einer. Der Zweite stammte eindeutig von einem Kind.
    Ich knurrte und raste in übermenschlicher Geschwindigkeit auf die Menschen zu.
    Dem ersten riss ich den Kopf ab und den übrigen brach ich das Genick, das war die einfachste Methode jemanden zu ermorden. Jedenfalls bei Menschen.
    Ein weiterer Schrei ertönte. Es war die Frau.
    Ich rannte in Richtung des Schreis und veränderte meine Gestalt wieder in ihre Ursprüngliche Form.


    Hinter einem Haus fand ich sie. Der Geruch von Blut steig mir in die Nase. Zwei der Soldaten standen auf dem Hinterhof. Nicht weit weg lag ein kleiner jungen Körper. Neben ihm sein toter Vater. Ihre Religion, war in die Stirn der beiden Menschen geritzt.
    Ich spürte Wut in mir aufflammen. Trotz meiner Verbannung, würde ich diesmal politisch eingreifen. Hier ging es nicht um die Politik der Vampire. Hier ging es um Menschen. Es war meine Pflicht ein zu greifen.
    Ich hörte ein gequältes Wimmern.
    Jetzt erst sah ich, dass der eine Soldat die Frau festhielt. Ihr abgerissener Stern steckte als Knebel in ihrem Mund.
    Er befummelte die Frau und ich hörte deutlich das Wort Hure aus seinem Mund dringen.
    Dieser Kerl wollte noch mal seinen Spaß haben, bevor er die Frau umbrachte.
    Ich atmete tief durch und überlegte, wenn ich zuerst töten sollte.
    Da schüttete der andere Soldat aus einem Kanister Flüssigkeit auf den Vater und den Jungen.
    Dann schlurfte er zur Hauswand. Dort lag das Mädchen. Ihre Augen starrten mich leblos an und unter ihrem Rock sickerte Blut hervor. Erst jetzt erkannte ich, dass sie mindesten 20 sein musste.
    Wut ergriff mich und ich bemerkte die Streichhölzer in der Hand des Deutschen.
    Ich raste zu ihm, doch der Mann hatte bereits die Beine des Mädchens mit der Flüssigkeit erwischt.
    Als ich gegen ihn prallte, verschüttete er etwas auf sich selbst.
    Doch ich packte die Streichhölzer und warf sie so weit weg ich konnte. Meine Kräfte führten dazu, dass sie auf dem Dach des nächsten Hauses landeten.
    Gut so, so waren sie keine Gefahr mehr.
    Ich umklammerte den Menschen und riss den Mund auf.
    „Für dich habe ich einen ganz besonderen Tod.“, knurrte ich mein Opfer an und schlug dann meine Zähne in sein Fleisch. Ich trank so schnell ich konnte und als der Körper vollkommen blutleer war, lies ich den Mann los.
    Die Leiche sank mitten auf das tote Mädchen.
    Ich hörte die Frau erstickt schreien und dann vernahm ich ein prasseln.


    Ich drehte mich um und sah Feuer vom Körper des Jungen aufsteigen.
    Knurrend sah ich den letzten der Soldaten an. Der hielt die Frau immer noch fest und strich mit seinen Fingern über ihre Wange.
    „Ein Monster hat doch sicher auch Bedürfnisse, wir könnten uns die Kleine teilen.“, schlug der Mensch vor.
    In dem Moment meldeten sich ausgerechnet die Nadelstiche.
    Es war Zeit für den Venuss.
    Die Versuchung war verlockend. Doch ich entschied mich anders. Ich war durch Samantha ein anderer geworden. Ich tat dies nur noch aus Rache, oder bei Halbvampiren, die in meinen Augen eh nur dazu da waren.
    Ein Menschen zu missbrauchen stand mir nicht zu. Doch dann kam mir eine Idee.
    Eine fabelhafte Idee.
    Ich würde diesem Dreckskerl Erleichterung verschaffen. Aber nicht so, wie er sich das vorstellte.
    „Hay Monster! Was ist jetzt? Willst du ran? Aber ich zu erst! Ach so, wenn du dich rührst.“ , meinte der Kerl und zog ein Streichholz. Er steckte das Fleisch des Mannes in Flammen und hielt die sich windende Frau über das Feuer.
    Es war klar, was er tun würde, wenn ich näher kam.
    Ich starrte auf das Feuer und versuchte die Angst, die mich ergriff zu verdrängen.
    Doch schon ertönte das lateinische Vater unser in meinem Kopf.
    Rasch konzentrierte ich mich. Ich konnte nicht jetzt zusammen brechen. Nicht wegen dem was 1727 geschehen war.
    „ Es ist nur Feuer, Marchio.“, ertönte die Stimme von Samantha in meinem Geist.


    „ Genieße die Show, Monster! Willst du was ab haben, Monster?“, fragte der Mensch und riss die Bluse der Frau auf.
    „ Monster! Monster! Monster!“, ertönten Kinderstimmen in meinem Kopf.
    „Nein!“, schrie ich und hielt meinen Kopf fest.
    Ich spürte das Holz des Schrankes im rücken.
    „ Bleibe hier, Malcolm! Du kannst es! Du musst diese Frau retten.“, sagte ich mir selbst und dann verschwanden die Stimmen.
    Der Mann hatte nichts mitbekommen, er legte die Frau auf den Boden. Bevor er seine Hose berührte, sprintete ich los.
    Dummerweise hörte er mich.
    Mit einem Kraftvollen Tritt beförderte er die Beine seines Opfers ins Feuer.
    Ich hatte ihn Sekunden später in meinem Griff und brach ihm die Arme.
    Der Körper der Frau fing Feuer. Die Schreie erinnert mich an mich selbst.
    Ich musste hier weg.
    Ich wollte das nicht sehen.
    Doch ich sah hin und sah wie das Feuer sie verzerrte. Ich wusste nur zu gut, wie sich dies anfühlte.
    Entschlossen drückte ich den Körper nach unten und beschloss ihm seine Befriedigung zu geben, Dann würde er sterben.
    Meine Augen sahen in die Flammen und dann verwandelte sich das Feuer in eine Fackelflamme.


    • Zweiter Teil des Prologes folgt.K
  • Hallo @Mephistoria,
    Ohne die Geschichte gelesen zu haben wollte ich nur mal anmerken, daß ich mich langsam verarscht fühle.
    Bei mitternachtsleben, hast du mir versichert, daß das nun dein einziges Projekt sein wird, weil du es fertig bekommen willst. Und schwups fängst du das nächste neue an?
    Ich weiß das gehört hier nicht hin, aber ich wollte es mal gesagt haben.....


    Sora

    "Niemand weiß, was er kann, wenn er es nicht versucht." Zitat von Publilius Syrus



    Meine Geschichte: Erbin der Mächtigen ;)


    "Und so verliebte sich der Löwe in das Lamm."
    "Was für ein dummes Lamm."
    "Was für ein kranker, masochistischer Löwe."
    Zitat aus dem Buch "Biss zum Morgengrauen"

  • upps ich hatte das Ursprünglich als Teil von Mondblut geplannt. Hab mich dann aber entschieden es wieder rauszunehmen. Die ganze Sache ist für Mondblut. Die Sache ist die das in Kapitel 14 Marchio auftaucht ich ihn aber noch nie geschrieben habe. Ich will nicht den selben Fehler machen wie bei Aleena. Diese Geschichte ist dazu da, damit Marchio alias Malcolm sein Eigenleben bekommt, damit er bereit ist für seinen Auftritt in Mondblut.


    Ich dachte anstatt still vor mich hin im Kämmerlein ihn durch die Welt zu hetzen und sich entwickeln zu lassen, präsentiere ich ihn euch. Er ist durch Seine Schizophrenie nähmlich sehr kommpliziert.


    Aleena habe ich ja einfach gleich drauf los geschrieben und du hast selbst gesagt, dass sie nicht gut ausgearbeitet ist.


    Verstehst du was ich meine?


    Lg meph

  • @Mephistoria,
    Ja ich kann es verstehen irgendwie, aber es ist verwirrend. Ich mein nur weil du dich nicht verzetteln willste mit einem Charakter, bedeutet das nicht, das jeder Charakter jetzt auch selbst noch eine Geschichte oder eine Einführung braucht. Es geht ja mehr darum, also z.b. Wie bei aleena, das du für dich selbst weist, was die wesenszüge seiner Figur sind. Damit du dann Esser schreiben kannst, wie sie sich in der Geschichte verhält und was sie fühlt.
    Ich weiß nicht inwieweit es Sinn macht, für jeden jetzt noch eine eigene Geschichte oder Einführung zu machen.


    Sora

    "Niemand weiß, was er kann, wenn er es nicht versucht." Zitat von Publilius Syrus



    Meine Geschichte: Erbin der Mächtigen ;)


    "Und so verliebte sich der Löwe in das Lamm."
    "Was für ein dummes Lamm."
    "Was für ein kranker, masochistischer Löwe."
    Zitat aus dem Buch "Biss zum Morgengrauen"

  • Dass mache ich nicht für Jeden Charackter. Ausser Adam, Alessandro und Jasper die die Protagonisten Darstellen. Gibt es eben noch Lio Cossa Lorenzo Drago, Juliano und Eben Malcolm die wichtige Nebenpersonen Darstellen.


    Und die müssen auch ihr eigenleben haben.

  • ja können Sie ja auch, aber muss man für jeden einen neuen Thread machen und jedem eine Geschichte geben? Die können auch in der eigentlichen Geschichte ihr Eigenleben haben, ich denke nicht das man dazu noch mehr geschichten braucht.
    in meiner Geschichte habe ich auch mehrere Personen, aus deren Sicht ich quasi schreibe und somit lernen die Leser die Person besser kennen, während die Handlung weiter geht. Das macht eine gute Geschichte aus

    "Niemand weiß, was er kann, wenn er es nicht versucht." Zitat von Publilius Syrus



    Meine Geschichte: Erbin der Mächtigen ;)


    "Und so verliebte sich der Löwe in das Lamm."
    "Was für ein dummes Lamm."
    "Was für ein kranker, masochistischer Löwe."
    Zitat aus dem Buch "Biss zum Morgengrauen"