HEAVEN (Band II)

  • Die letzten beiden Teile haben mir gut gefallen Rainbow:)


    Besonders den Kontrast zwischen Elias und den Oberengeln hast du gut gezeichnet :)


    Zu deinen Fragen: Ich glaube nicht, dass Elias zu emotional reagiert. Du hast ihn von Anfang an menschlicher gestaltet und daher darf er sich so einen Ausbruch auch erlauben. Ich finde es nachvollziehbar ^^


    Man merkt ein bisschen, dass der Plan der Oberengel ziemlich oberflächlich ist. Emilia auszuliefern, war von denen wohl auch nicht die klügste Entscheidung. Schlussendlich haben sie wohl aber keine andere Wahl gehabt, um den Verräter zu enttarnen. Ich warte mal ab, was die Engelbosse noch vor haben :D

    An sich ist das ganze Gespräch gut nachvollziehbar :)


    LG

    „Sobald wir ihn finden, wird er seine gerechte Strafe bekommen" - Meister Karak

    "Dann... werde ich ihn töten" - Meister Rüstan


    Meine Geschichte
    Die Kriegerin von Catrellak

  • Zu Deinen zwei Fragen:


    Der Elias den wir hier sehen ist auch der, den wir vorher schon oft gesehen haben. Meiner Meinung nach agiert er in dieses Szene wachsend unprofessionell - eigentlich will er die Versammlung von etwas ueberzeugen und sie dazu bringen dass sie sich seinem Plan zur Rettung der Welt anschliessen - ein Wutausbruch, drohend auf die Erzengel zugehen oder auf das Rednerpult hauen wuerden mich zumindest nicht davon ueberzeugen dass mir da jemand gegenueber steht dem ich folgen wollte - eher vom Gegenteil. Elias praesentiert sich hier als emotional instabil und eigentlich unfaehrig dazu irgend ein Kommando zu uebernehmen.


    Ich faende es besser wenn er in dieser Szene statt dessen andauernd mit sich ringt - auf der einen Seite ist er empoert darueber wie sie mit Emilia verfahren sind, aber auf der anderen Seite darf er sich nicht gehen lassen sondern muss sich zusammenreissen. Dieser Zwiespalt koennte der Szene richtig schoen Wuerze geben - innerlich brodelt er, aber nach aussen kann er das nur teilweise zeigen.


    Zum Plan der verfolgt wird:


    Es haengt natuerlich daran welchen Wert die Prophezeihung wirklich hat. Im 'magischen' Weltbild kann nur Elias in der Verbindung mit Emilia den Sieg bringen, alles andere ist irrelevant.


    Von einem strategischen Blickwinkel gesehen sind Elias und Emilia eher egal, kein Kommandant oder Anfuehrer ist unersetzlich, und dem Gegner ein Gabit anzubieten bei dem er eine wichtige Figur in die Hand bekommt, dafuer aber der Verraeter enttarnt wird ist nicht unbedingt schlecht. Ohne den magischen Blickwinkel wuerde ich auch Emilia hergeben um Maruth zu enttarnen - wenn ich nicht richtig an die Prophezeihung glaube dann ist das Risiko dass die unerfuellt bleibt kein Problem.


    Jetzt wissen wir als Leser halt (leider) dass der magische Blickwinkel entscheidend sein wird, und alleine aufgrund dieses Wissens kommen die Engel als naiv rueber.


    Was bei mir jetzt die Frage aufwirft - sind sie vom Glauben abgefallen? Ist die Prophezeihung der Wille Gottes, oder was anderes? Sollte Metatron mehr Gottvertrauen haben - oder steht Metatron (wie der Name schon sagt) naeher am Thron Gottes, und sollte Elias vielleicht einfach Vertrauen in die Wege Gottes haben die sich in den Erzengeln ausdrueckt? Entspricht es Gottes Ratschluss dass Emilia in Dagon's Haende faellt - oder eher nicht?


    Irgendwie diese Frage bleibt hier bei mir offen - welche Verbindung zu Gott haben die Engel alle noch? Haben die Grund, zu glauben und dem magischen Blickwinkel hinterher zu gehen - oder haben sie Grund dazu ihn zu verwerfen und auf Strategie zu schauen? Du reisst es einmal an als Emilia's Erfahrung mit 17 zur Sprache kommt - aber eigentlich sollte das Thema recht deutlich in dieser Versammlung diskutiert sein, denn das ist doch der Dreh- und Angelpunkt fuer jede Strategie - welche Bedeutung misst man der Prophezeihung bei?

  • Hey Rainbow

  • Vielen Dank Sensenbach , LadyK , Thorsten , Kirisha für euer aufschlussreiches Feedback. Ich versuche mich mal daran, auf eure Anmerkungen/Einwände einzugehen ^^





  • Tja, was mach ich jetzt? Die einen finden es okay, die anderen nicht :hmm: DILEMMA!

    Nochmal vorsichtig die Kommentare lesen.:)


    Ich denke Kirisha hat es ganz gut formuliert - Elias geht da hin um ein Ziel zu erreichen. Dem hilft er mit seinem Wutausbruch nicht grade.


    Das Problem an der Szene ist nicht dass Elias unglaubwuerdig waere (das meinte ich mit - das ist so wie wir ihn halt schon kennen), sondern es ist halt eine Schluesselszene in der wir wieder einen Aspekt von ihm kennenlernen - wie sehr kann er sich in einer kritischen Situation zusammenreissen?


    Die Antwort ist jetzt nicht sehr schmeichelhaft fuer ihn - er kann's halt nicht. Die Frage die gestellt war ist genau auf den Punkt gebracht - wie geht es weiter? Und Deiner Antwort auf Kirisha folgend passt das dann schon.


    obwohl es nach außen naiv und unüberlegt wirkt, ist es aus deren Sicht wahrscheinlich dennoch nachvollziehbar

    Ich weiss nicht genau warum Du meinst dass es so naiv wirkt - wie gesagt, im Vergleich zu Elias der seinem ersten Impuls nachjagen mag zeigen die Erzengel hier lange Vorausplanung und strategisches Denken - wir koennen vielleicht nicht alle Aspekte an ihrem Plan sehen, aber ich als Leser bin (anders bei Elias) schon bereit ihnen zuzugestehen dass sie einen Plan haben.:)

  • Interessant, wie sehr ihr euch alle in der Hinsicht uneinig seid :rofl:

    Halt! Halt! Da sind zwei unterschiedliche Dinge gemeint! Siehe unten.


  • Hey Rainbow


    tatsächlich kann ich mich nicht mehr richtig erinnern, wie Elias' Auftritt bei den Fürsten weiterging. Aber wenn dann noch einige Auflösungen folgen (auch zum Thema "höhere Ziele"), nehme ich meine Anmerkungen zunächst zurück und warte gerne auf die Fortsetzung. Es geht mir auch bei meinen Texten manchmal so, dass Fragen gestellt werden, die im Moment offen bleiben - für die ich aber eine Antwort in späteren Teilen geplant habe.

    :) Ich bleibe gespannt

  • Thorsten , Sensenbach , Kirisha. Vielen Dank noch mal, dass ihr euch so intensiv mit meiner Geschichte auseinandersetzt. :danke:


    Ich gebe zu, die letzten Kommentare haben mich leicht verwirrt ^^ Ich denke nun aber, ich weiß so ungefähr, wie ich es machen werde. Elias`Emotionen werden höchstwahrscheinlich etwas abgeschwächt, womit sein Auftreten von der "unprofessionellen Randalierschiene" auf die etwas "reflektiertere Anführersebene" gehoben werden soll. Im Grunde mag ich ihn ja so wild und ungestüm ... aber er soll sich auch nicht wie ein riesen Trottel aufführen.


    Bevor ich mich an meine Überarbeitung begebe, wollte ich euch noch den letzten Teil dieses Kapitels zeigen. Es folgt später noch ein weiterer Part, bei dem es dann um die Abstimmung und die Besprechung des weiteren Vorgehens gehen soll, doch war mir das als Kapitel insgesamt zu lang, weshalb ich es geteilt habe, um zwischendurch noch mal zu Micah switchen zu können.


    Ach ja, den Anfang von Kapitel 5 habe ich nun ein bisschen umgeschrieben... und die Portale habe ich mir ebenfalls noch mal vorgenommen. Ich denke, so ist es nun besser.


    So denn ... dann will ich euch mal den Rest geben :D


    Kapitel 5.2



    Mit beiden Händen rieb er sich durchs Gesicht, als könne er auf die Weise die bleierne Müdigkeit abschütteln, die mit einem Mal von ihm Besitz ergriff.
    „Das himmlische Heer muss umgehend aufgestockt werden!“, sagte er schließlich entschieden. „Die Engel der ersten und der dritten Sphäre müssen sich den Streitkräften anschließen und sich zum Kampf bereit machen. Auf dem Wege können wir einem Zwei-Fronten-Krieg standhalten und nicht nur unser eigenes Reich, sondern auch die Welt der Irdischen verteidigen.“ Ein Raunen ging durch den Saal, das zunehmend lauter wurde woraufhin Seraphiel versuchte, die Engel zur Ordnung zu rufen, indem er mit einer Art Richterhammer auf den kleinen Holzblock vor sich auf den Tisch klopfte.
    „Ruhe! Ich bitte um Ruhe!“, sagte er mit lauter fester Stimme. Umgehend kehrte eine erzwungene Stille ein. Dann wandte Seraphiel seinen Blick wieder auf Elias und betrachtete ihn eine Weile stumm, bevor er einen tiefen Atemzug nahm. „Das ist dein Plan? Die Botschaft, die du uns übermitteln wolltest?“
    „Ganz richtig. Das ist der Plan!“, entgegnete Elias voller Innbrunst der Überzeugung und appellierte damit eindringlich an seine Zuhörerschaft. „Wenn wir die Menschen retten wollen, müssen wir uns ihnen offenbaren. Sie müssen befähigt werden, sich selbst zu verteidigen. – Ich weiß, das klingt befremdlich, ist aber umsetzbar, wenn wir es richtig aufziehen.“ Seine Stimme schwoll an und ein entschlossener Ausdruck legte sich auf sein Gesicht, als er an den Engelsfürsten vorbeischritt, deren skeptische Blicke jeder seiner Bewegung folgten.
    „Politische Entscheidungsträger, Regierungschefs, das Militär, - alle wichtige Schaltstellen müssen weltweit so schnell wie möglich über die Bedrohung in Kenntnis gesetzt werden“, zählte er auf, während er im Vorbeigehen jedem einzelnen der hohen Abgesandten in die Augen sah. „Wir werden Schutzmaßnahmen in die Wege leiten, sichere Plätze schaffen und dafür sorgen, dass die Menschen mit Waffen versorgt werden, mit denen sie sich gegen einen Dämonenangriff behaupten können“, setzte er nach und vernahm zu seinem eigenen Staunen hier und da bereits ein zaghaftes zustimmendes Nicken aus dem Publikum.
    In der Mitte des Podiums kam er schließlich wieder zum Stehen. Einen Moment hielt er inne. Horchte auf die Stille. Scheinbar hatte er jetzt die ungeteilte Aufmerksamkeit, die er brauchte.
    „Die Engel der dritten Sphäre werden Seite an Seite mit den Menschen kämpfen! – Das wäre doch endlich mal eine Gelegenheit, den Begriff ´Schutzengel` neu zu definieren und einen aktiven Beitrag zu leisten, statt immer nur passiv zu bleiben.“ Herausfordernd hob Elias eine Braue und fragte sich im selben Moment, ob er vielleicht zu dick auftrug. Schließlich war er auf die Unterstützung und Kooperationsbereitschaft aller hier Anwesenden angewiesen. Auserwählter hin oder her. Alleine würde er das niemals schaffen können. Doch erstaunlicherweise blieb alles ruhig und er sah in betretende Gesichter, die seinem Blick zum größten Teil auszuweichen versuchten.
    Hinter sich spürte er nach wie vor die Anwesenheit von Rafael, der sich bislang zurückgehalten hatte. Als Fürsprecher der Erzengel war es nicht ganz unerheblich, was er von Elias` Vorhaben hielt, da es ihn als Vertreter der dritten Sphäre direkt betraf. Als Elias sich langsam zu ihm umdrehte, um sich ein Bild von seiner Reaktion zu machen, stand er nach wie vor an das Rednerpult gelehnt und bedachte ihn mit einem Ausdruck, den Elias nicht zu deuten vermochte.
    Ad-libertatem-act: ´Die Freiheit zu handeln`“, sprach Rafael schließlich nach einem kurzen Moment der Stille und deutete dabei auf die Inschrift, welche das große bis zur Decke reichende Fenster neben dem Eingang zierte.
    Elias kannte die Szene, welche dort unter Zuhilfenahme engelhafter Handwerkskunst auf den bunten Glaselementen meisterhafter abgebildet worden war, nur zu gut. Schließlich handelte es sich um einen Teil der Schöpfungsgeschichte, welchen jeder Engel an der Akademie immer und immer wieder eingetrichtert bekam.
    Der kunstvolle Ausschnitt zeigte, wie Adam und Eva bei ihrer Erschaffung durch den Allmächtigen neben dem Lebensgeist auch der freie Wille eingehaucht wurde.
    Letzteres war eine feine Sache, wie wahrscheinlich jeder behaupten würde, der Wert auf ein selbstbestimmtes Dasein legte. Doch die wenigsten wussten, was der Pferdefuß an dem Ganzen war.
    Schließlich bedeutete es, dass die Engel nicht in die Lebensverläufe der Menschen einzugreifen vermochten, da ihnen die Hände gebunden waren.
    Elias ahnte deshalb, worauf Rafael hinauswollte und glaubte seine Einwände bereits hören zu können.
    Die von Gott auferlegte Enthaltsamkeit stellte zweifelsohne ein Totschlagargument dar, das seine Pläne bereits im Keim erstickte.
    Allerdings, und darauf stützte sich seine gesamte Hoffnung, würde es schon bald keine Menschen mehr geben, wenn man nicht in Betracht zog, über den eigenen Schatten zu springen.
    Abgesehen davon hatte man in Emilias Fall auch keine große Rücksicht auf ihre ´Handlungsfreiheit` genommen. Stattdessen hatte man ihren freien Willen außer Kraft gesetzt, indem ihr eine schicksalhafte Vorbestimmung aufgebürdet worden war.
    Wohl kaum hätte sie sich selbst dafür entschieden, das Opferlamm zu spielen, wenn sie eine Wahl gehabt hätte, dachte Elias und spürte, wie ihn bei dem Gedanken ein Anflug von Wehmut überkam.
    „Vom Anbeginn der Zeit folgten wir diesem Leitspruch…“, durchschnitt Rafael seine Gedanken, wobei der nachdenkliche Blick des Erzengels nach wie vor auf das Bild gerichtet war. „Er diente uns im Umgang mit den Menschen, die von Gott mit einem einzigartigen Geschenk gesegnet worden waren. Aber jedes göttliche Zugeständnis hat auch seine Schattenseiten…“, fuhr er fort und wandte sich Elias zu. Die tiefblauen Augen des Engelsfürsten funkelten in den schimmernden Farben des Ozeans und hoben sich in strahlender Weise von seinen hellbraunen Haaren ab, die ihm wellig in die Stirn fielen. „So verlockend ihre grenzenlose Freiheit auch scheint, so wenig vermag sie die Leere in ihren Herzen zu vertreiben. Auf der verzweifelten Suche nach dem tieferen Sinn ihres Daseins hoffen sie auf Zeichen, die sie in ihrem Glauben bestärken … suchen sie nach Hinweisen, die ihren Lebensweg beleuchten … doch wir überlassen sie der Finsternis“, brachte er die bittere Erkenntnis auf den Punkt während er sich zu den anderen Ratsmitgliedern umwandte.
    „Rafael, … was passiert, wenn wir uns den Irdischen offenbaren und sie in das Geheimnis unserer Existenz einweihen, konnten wir bereits mehrfach erfahren“, gab Metatron kritisch zu bedenken. „Erinnere dich nur alleine an die ´Bruderschaft`. Ob wir es akzeptieren wollen oder nicht, so müssen wir uns eingestehen, dass all unsere Bemühungen bislang gescheitert sind. Die Menschen sind zu schwach!“
    „Sie sind anfällig….ja! Aber wir sollten sie dennoch nicht vorschnell verurteilen!“, entgegnete Rafael entschieden. „Finstere Mächte sind am Werk, denen sie tagein tagaus widerstehen müssen. Und was machen wir? Halten uns im Hintergrund und krauchen als unwirkliche Schatten umher, statt sie zu beschützen, wie es unsere eigentliche Aufgabe wäre. Elias hat recht! Wir sind bedeutungslos geworden! Das hier wäre unsere Chance die Menschheit zu retten. Wir könnten endlich etwas bewegen, statt nur tatenlos dabei zuzusehen, wie die Irdischen zugrunde gehen “, setzte er nach.
    Ungläubig lauschte Elias den Worten des Erzengels und konnte es kaum fassen, dass dieser ihm den Rücken stärkte. Trotz aller Bedenken und Vorbehalte gab es offenbar doch sowas wie einen Konsens darüber, dass etwas passieren musste und so wie es schien, hatte Elias mit seiner Ansprache zumindest bei dem Vertreter der Schutzengel voll ins Schwarze getroffen.
    Mit einer schwungvollen Drehung wandte sich dieser nun an einen kleinen, eher rundlichen Engel, der seine gelockten blonden Haare, entgegen der allgemein verbreiteten Vorliebe für langes wallendes Haar, kurz trug und sich dadurch von den anderen Engeln deutlich abhob.
    „Cerviel“, sagte er eindringlich. „Ist es nicht so, dass wir immer beklagt haben, nicht genug tun zu können? Uns machtlos zu fühlen, weil unsere Mittel einzugreifen begrenzt waren? Nun wäre die Gelegenheit, das zu ändern!“, sagte er in einem entschlossenen Ton, der Elias zum Staunen brachte.
    Als Cerviel Anstalten machte, sich von seinem Platz zu erheben, fiel Elias` Blick auf die breite Schärpe, welche der Engel trug und die sich aufgrund ihrer Farbe kaum von der hellen Kutte abhob. Lediglich das unscheinbar aufleuchtende Symbol, welches nun über der Brust des Engels zum Vorschein kam, verriet, dass er der oberste Abgesandte der ´Fürstentümer` war.
    Die Engel jener Hierarchie-Ebene, daran erinnerte Elias sich, standen den Menschen ähnlich nahe wie die Schutzengel. Sie vermochten zwar ebenso wenig Einfluss auf irdische Geschehnisse zu nehmen, doch bemühten sie sich, so gut es ging, die Menschen mit ihrer geistig-spirituellen Energie in ihren Entscheidungen zu stärken. Vor allem Regierende und politisch Verantwortliche sollten von ihnen aus der Ferne zum Guten bewegt werden.
    Dass dies keine einfache Aufgabe war, lag auf der Hand, und konnte anhand einer Vielzahl von Negativbeispielen in der Menschheitsgeschichte belegt werden. Insofern war Cerviel um seinen Posten wirklich nicht zu beneiden, wie Elias fand.
    Seine smaragdgrünen Augen, die von einer Vielzahl kleiner Lachfältchen umrandet waren, strahlten eine beruhigende Wärme aus und auf seiner Nase glaubte Elias durch den hellen Lichterglanz seiner Erscheinung Sommersprossen erkennen zu können. Kurz räusperte er sich, bevor er mit ruhiger Stimme zu sprechen begann.
    „Du hast recht, Rafael. Mit allem, was du gesagt hast. Dennoch sollten wir die Sache in Ruhe überdenken und nichts überstürzen. Wie werden die Menschen es auffassen, wenn wir von heute auf morgen ihre komplette Weltanschauung auf den Kopf stellen? Ein so radikales Eingreifen in ihren Wirkungsbereich hat es schon seit Urzeiten nicht mehr gegeben und in diesem Ausmaß, wie wir es nun planen, noch nie, wenn ich mich recht erinnere. Diese Entscheidung können wir unmöglich alleine treffen. – Wir müssen Ihn dazu befragen.“
    Zustimmende Rufe aus der Menge signalisierten, dass ein Großteil der anderen Engelsfürsten seine Meinung teilte.
    Rafael brachte lediglich ein abfälliges Schnaufen hervor. „Was bitteschön sollte das bringen? Er hält sich doch ohnehin raus, oder habe ich da irgendwas falsch verstanden?“ Anklagend wandte er sich Seraphiel und Metatron zu, die aufgrund ihrer Position in der ersten Triade am ehesten wussten, wie er zu dem allen stand.
    Metatron war es schließlich, der auf die Frage antwortete.
    „Die Anweisung von oben ist klar. Unter keinen Umständen will er die Menschen kampflos aufgeben. Es heißt, wir sollen auf die Erfüllung der Prophezeiung vertrauen. – Das ist alles.“
    Elias, der bis dahin die Debatte der Engelsfürsten ruhig verfolgt hatte, nahm das zum Anlass, sich wieder einzuschalten.
    „Damit wäre die Sache dann ja wohl klar!“, sagte er und versuchte, dabei entschlossen zu klingen. „Wenn ich eurer Meinung nach der Auserwählte bin und es meine Bestimmung ist, diesen Krieg für uns zu entscheiden, dann werdet ihr mir wohl oder übel vertrauen müssen.“
    Auch, wenn er nach wie vor seine Zweifel an der ganzen Geschichte hatte, schien es ihm nun an der Zeit, sich diese dubiose Prophezeiung zunutze zu machen. Was auch immer sich genau dahinter verbarg, wichtig war, dass die Fürsten ihm den Rücken freihielten. „Ich kann das nicht alleine schaffen! Dafür brauche ich eure Unterstützung. Und nicht nur die Eure, sondern die des gesamten himmlischen Reiches ebenso!“, schob er eindringlich hinterher und warf einen auffordernden Blick in die Runde. „Nebenbei bemerkt, sind die Menschen stärker als wir glauben. Sie werden es verkraften, zu erkennen, dass es eine sehr viel höhere Macht als deren eigene gibt. Es wird sie zusammenschweißen und ein starkes Fundament für einen Neuanfang schaffen. – Vorausgesetzt natürlich, wir gewinnen.“ Seine letzten Worte hallten nach, wurden von den nackten Steinwänden wie ein Echo zurückgeworfen und schienen ihre Wirkung nicht zu verfehlen. Überall wurden nachdenkliche Blicke ausgetauscht und die beiden höchsten Fürsten sahen einander an, als kommunizierten sie, ohne Worte benutzen zu müssen. Dann räusperte sich Seraphiel und bahnte sich durch die Sitzreihen einen Weg zu Elias, um neben ihm Stellung zu beziehen.
    „Wir werden darüber abstimmen“, sagte er mit festem Ton. „Die Versammlung wird kurz unterbrochen, damit sich die Abgesandten zurückziehen und beraten können. Das Ergebnis der Abstimmung wird sphärenübergreifend verbindlich sein und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Jede Ebene erhält eine Stimme, es muss also interne Einigkeit erzielt werden. Die einfache Mehrheit wird zum Beschluss führen. Ich bitte euch, trefft eure Entscheidung weise. Es hängt viel davon ab.“
    Mit einem bedeutungsschweren Kopfnicken und einer Handbewegung signalisierte er, dass sich die Engel nun erheben durften, um sich in die angrenzenden Beratungsräume zu begeben. Umgehend kehrte Unruhe in den Saal ein, die Gespräche wurden wieder aufgenommen und die Diskussionen begannen bereits auf dem Weg zu der großen Flügeltüre.
    Schon von weitem erblickte Elias Camael und Verchiel, die beiden regierenden Fürsten über die ´Gewalten`, der Hierarchiebeene, welcher er selbst angehörte. Solange er sich zurückerinnern konnte, war ihm eingetrichtert worden, welch bedeutungsschwere Aufgabe ihm als Vertreter dieser Stufe zuteil wurde.
    Die Verteidigung seines Reiches und der Schutz der irdischen Welt war für ihn stets mit einem unbeschreiblichen Ehrgefühl verbunden gewesen, das ihn auf ebenso unerschütterliche Weise mit seinen beiden Mentoren verband. Leider konnte das nicht darüber hinwegtrösten, dass sie sich während der Anhörung vor einigen Wochen für seine Versetzung ausgesprochen hatten und ihm somit in den Rücken gefallen waren. Wenn ihre Beweggründe aus heutiger Sicht auch nachvollziehbar waren, so ließ sich der Vertrauensbruch nicht gänzlich rückgängig machen.
    Als sie nun an Elias vorbei gingen, klopften sie ihm anerkennend auf die Schulter und reichten ihm zur Begrüßung die Hand.
    „Willkommen zurück“, sagte Verchiel, der größere von beiden. „Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass du wieder da bist.“ Sein offenes Lächeln war freundlich und ehrlich. In seinem Gesicht spiegelte sich deutlich die Verantwortung, die er in seiner Position inne hatte und sich mit Camael an seiner Seite teilte, welcher nun dazu kam.
    „Wir glauben an dich, Elias. Das haben wir immer getan. Vielleicht wirst du eines Tages verstehen können, warum wir so handeln mussten.“
    Elias spürte, wie die Worte etwas in ihm auslösten. Sie waren ihm wichtig und insgeheim hatte er vielleicht sogar darauf gehofft, sie zu hören. Engel waren nicht besonders gut darin, sich selbst oder jemand anders gegenüber ihre Schuld einzugestehen. Das würde ein gewisses Bedauern voraussetzen und die Fähigkeit, sich in den anderen hineinversetzen zu können. Beides war ihnen aufgrund des komprimierten Gefühlsspektrums nicht, oder nur sehr eingeschränkt, möglich. Insofern war Elias sich durchaus über die Bedeutsamkeit dieser Bemerkung bewusst, als er ihre Begrüßung ebenso freundlich erwiderte und ihnen dankend zunickte, bevor sie von dem Strom vorbeigleitender Engel mitgezogen wurden. Nachdem alle den Saal verlassen hatten, blieb Elias alleine mit Seraphiel und Metatron zurück.

  • Hm... Ich wuerde sagen, jetzt in diesem Abschnitt kommen die Engel naiv und planlos rueber:( Irgendwie haben sie als Richtschnur die Prophezeihung und die Anweisung von oben - aber ich kann bei dem Plan den sie hatten nicht erkennen wie das was damit zu tun hat - irgendwie hatten sie einen anderen Plan verfolgt und aendern den grade.


    In diesem Abschnitt wirkt die ganze Versammlung wie ein aufgescheuchter Huehnerhaufen wo die eine Sphaere nicht weiss was die andere tut, jeder irgendwie seinen eigenen Plan verfolgt und sie jetzt erst mal nachdenken was so eigentlich ihre Aufgabe ist.


    Du wirst es schon befuerchtet haben, aber die Richtung in die das geht will mir nicht so ganz schmecken - der Eindruck den ich vorher hatte, dass die Engel mit alldem einen Plan von langer Hand verfolgen - hatte mir besser gefallen.


    Jetzt sind irgendwie alle planlos...:( Ausser Dagon eben :chaos:


    Politische Entscheidungsträger, Regierungschefs, das Militär, - alle wichtigen Schaltstellen müssen weltweit so schnell wie möglich über die Bedrohung in Kenntnis gesetzt werden

    Engel steht bei Trump in Oval Office und setzt ihn ueber die Bedrohung in Kenntnis, Trump verlangt den Oberbefehl ueber das himmlische Heer nachdem er doch der von Gott auserwaehlte ist...


    Auch die Ueberzeugung von Narendra Modi oder Xi Jinping koennte (mangels religioesem Bezug) auf gewisse Schwierigkeiten stossen.?(


    Engel kommt von der Mission zurueck, Michael fragt: 'Und, wie steht es um die Koalition der Menschen?' - 'Naja, immerhin den Vatikanstaat und seine Schweizergarde habe ich bekommen...'

  • Thorsten

    Ich weiß deine ehrliche Meinung wie immer zu schätzen. Also Danke dafür.^^


    @alle


    Nach reichlicher Überlegung bin ich heute zu dem Schluss gekommen, dass ich hier erst mal ein Weilchen pausieren möchte. Irgendwie merke ich, dass mir gerade die Energie fehlt, mich weiter mit meiner Geschichte zu befassen. Es liegt vielleicht zu viel im Argen und vielleicht komme ich auch gerade an den Punkt, wo ich mir eingestehen muss, dass mein Experiment gescheitert und das alles drei Nummern zu groß für mich ist. Keine Ahnung.


    Kann sein, dass das jetzt nur so ne Phase ist und mich in ein paar Wochen wieder die Lust packt... aber jetzt gerade brauche ich erst mal eine Auszeit.


    Ich möchte mich dennoch ganz herzlich bei euch allen bedanken, die ihr mich bis hier hin begleitet habt. Ihr habt mir wahnsinnig geholfen und euer Feedback hat mich immer wieder motiviert weiterzumachen und noch mehr rauszuholen. Also :danke:


    LG,

    Rainbow

  • Rainbow Bitte lass Dich nicht kirre machen :) Ich denke mit ein bisschen Abstand merkst Du, dass das nicht so dramatisch ist, das alles zu sortieren. So wahnsinnig viel im Argen liegt nicht, ich denke Du musst einfach ein paar Dinge fuer Dich erst mal sortiert bekommen dass die dann in der Geschichte auch klar erzaehlt werden koennen.


    Aber ehrlich - im grossen Ganzen ist das jetzt auch nicht entscheidend ob diese Szene stimmig wirkt oder nicht. Also nimm' Dir Zeit, aber bitte glaub' nicht dass da jetzt ganz schrecklich viel zu machen waere, das stimmt nicht.:tee:

  • Hey Rainbow


    Eigentlich wollte ich noch ein paar Sätze zu deinem letzten Post schreiben, aber das spare ich mir jetzt und wünsche dir viel Erfolg dabei, deine Gedanken zu sortieren ^^


    Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass das manchmal ziemlich erleuchtend sein kann, nach etwas Abstand an der Geschichte weiter zu arbeiten. Da entdeckt man doch das eine oder andere Detail, was noch nicht ganz am richtigen Platz sitzt.


    Aber bisher hast du das doch alles super gemacht und ich bin mir sicher, dass du das auch jetzt schaffen wirst :)


    Mach dich nicht fertig. Wir sind hier, falls du uns brauchst ;)


    LG :)

    „Sobald wir ihn finden, wird er seine gerechte Strafe bekommen" - Meister Karak

    "Dann... werde ich ihn töten" - Meister Rüstan


    Meine Geschichte
    Die Kriegerin von Catrellak

  • Hab grad einen kleinen Schock bekommen.

    Bitte lass dich nicht irre machen und vor allem, gib nicht auf!

    Ich finde deine Geschichte bombastisch und sie hat ein geradezu verrücktes Potenzial. Ich wünschte, meine wäre genauso gut, habe aber doch ständig das Gefühl, dass ich da nicht mithalten kann. Sowohl deine Ideen als auch die Art, wie du schreibst.

    Wenn ich dir irgendwie helfen kann, wende dich an mich!

    Vielleicht tut dir eine Pause gut, aber lass sie nicht zu lang werden.

    :huh:

  • Oh nein was ist passiert?


    Liebe Rainbow, deine Geschichte ist so toll. Ja ich weiß ich habe ein paar Teile noch nicht gelesen, aber das liegt gerade an mir. Bin selbst gefrustet.


    Aber ich hoffe sehr, daß du irgendwann die Muse und die Zeit hast, weiter zu machen, wäre wirklich schade drum.


    Wenn du Hilfe brauchst, wir sind alle hier und helfen gern.


    LG Sora

    "Niemand weiß, was er kann, wenn er es nicht versucht." Zitat von Publilius Syrus





    "Und so verliebte sich der Löwe in das Lamm."
    "Was für ein dummes Lamm."
    "Was für ein kranker, masochistischer Löwe."
    Zitat aus dem Buch "Biss zum Morgengrauen"

  • Hi Rainbow,

    bitte nicht hier das Handtuch werfen. Deine Geschichte ist toll. Ganz ehrlich wünsche ich mir dein Händchen für Dialoge, beiläufigen Witz und Stil. Da ich einfach mal dreist davon ausgehe, dass du weitermachst, hier noch meine Anmerkungen.



    Für mehr blümchenpflückende Orks, blutrünstige Elfen und vegetarische Drachen!

  • Liebe Rainbow


    Ich kann dich so gut verstehen! Mir geht es im Moment gleich wie dir und irgendwie bin ich deshalb auch beinah nicht mehr im Forum ... ich wünsche dir ganz viele wundervolle Gedanken und irgendwann macht es in deinem Kopf und deinen Gedanken Klick! <3

  • Thorsten , Kirisha , Sensenbach , LadyK , Sora , Alexander2213 , 97dragonfly


    Obwohl ich mit dem einen oder anderen von euch ja schon über die Konversation geschrieben habe, möchte ich mich auch an dieser Stelle noch einmal ganz doll für eure motivierenden Worte bedanken. :danke:


    Ja, wenn man sich an so ein Projekt begibt, erwarten einen nicht nur jede Menge Stolperfallen, die einen ins Straucheln bringen können. Wenn man nicht aufpasst rutscht man von jetzt auf gleich in eines dieser fiesen und heimtückischen schwarzen Löcher, die einen gnadenlos hinunterziehen ... da unten gibt es nur negative Gedanken, die einen umschwirren und gemeine Stimmen, die einen glauben lassen wollen, dass man nichts kann und die ganze Idee hinter der Geschichte ohnehin der größte Quatsch ist.


    Wenn ich euch nicht gehabt hätte, würde ich noch immer da unten hocken, mich in Selbstmitleid baden und mich von meinen eigenen destruktiven Gedanken zermürben lassen. Also, danke, dass ihr mich da rausgeholt habt :)


    Aber das Ganze hat auch sein Gutes. Ich habe wieder neuen Mut gefasst, mich meiner Geschichte zuzuwenden und ich will, dass das alles rund und stimmig wird. Ich habe mich dazu entschlossen, mit einer kleinen Gruppe (Kirisha, Thorsten und Sensenbach) den weiteren Plot zu besprechen und gemeinsam zu überlegen, wie ich das aufziehen kann, dass keine Logikfehler entstehen.

    Ein Extra-Dank geht demnach an die Drei :thumbsup:

    Das "Pausiert-Label" wird allerdings erst einmal dran bleiben, bis ich mich soweit sortiert habe. Den Rest von euch würde ich gerne "unwissend" lassen, damit ihr nach wie vor unvoreingenommen an die weiteren Posts herangehen könnt und mich an eurer Einschätzung teilhaben lassen könnt.


    Also, genießt die kleine Pause und ich hoffe, ihr seid wieder dabei, wenn es demnächst weitergeht.


    LG,

    Rainbow

  • Hey Rainbow !


    Ich schreibe mal fix was zum ersten Kapitel, weil ich gerade beim Doctor im Wartezimmer sitze und nichts vergessen will. :)


    Erstmal gefällt mir das Ambiente das du mit dem Restaurant beschreibst. Konnte den beiden richtig schön wie in einem Film folgen. Evtl. noch eine Anmerkung zum Geruch? Du hast es ja als rustikal eingerichtet beschrieben und der Besitzer scheint auch ein wenig eigen/altertümlich zu sein. Evtl. hat das Restaurant ja in die Richtung auch etwas besonderes?


    Was mir bei der an sich tollen Konversation der beiden manchmal etwas gefehlt hat, war eine kurze Überlegung, wie sie jetzt antworten soll. Das ging fast ein wenig zu geradlinig durch, finde ich. z.B. Als sie dann sofort damit losgelegt hat, dass sie Dagon aufhalten müssen. Der Redefluss wirkte da so auf mich, als wären sie beide schon auf einem Wissensstand. Also im Prinzip sind sie das ja, aber das wissen sie ja nicht von jeweils anderen. Verstehst du was ich meine? xD


    Das Ende des Kapitels fand ich dann schon cool, weil die düstere Seite von Silas wieder da war. Sowas in die Richtung war zwar vorherzusehen, als du beschrieben hast, welchen Weg sie da eingeschlagen hat (ernsthaft, schaut das Mädel keine Horrorfilme?? :P) aber es war ein spannender Abschluss.


    Anmerkung am Rande, weil ich sowas als Autor auch immer interessant finde:

    Ich bin persönlich gerade am grübeln, wie Emilias irdische Freunde in das ganze Szenario noch eingebaut werden. Um sie scharen sich ja offenbar ganze drei Männer, einer quasi aus jeder Fraktion. Irgendwie fände ich es - womit ich dich vermutlich nicht wirklich überrasche - voll cool, wenn in dieser Hinsicht etwas völlig unvorhergesehenes passieren würde. Aber ich lasse mich überraschen :)


    So, hier erst mal Cut. Der Warteraum wird leerer :)


    Gruß

    Rebirz

    Da sitzen sie wieder alle und fressen Eis ... Als wüssten sie nicht, wie ein Bier aufgeht!

  • Hey Rainbow

    Bin jetzt mit Kapitel 2 durch... Kaum Arbeit auf Arbeit :evilgrin:

    Trotzdem gleich wieder ein kurzer Zwischenreport, bevor mich die Kundschaft überfallt :P


    Das Grundgerüst mit den Konversationen und Beschreibungen ist wie immer bei dir absolut solide, wobei ich gestehen muss, dass ich bei Letzterem diesmal ein Bisschen ins Schleudern geraten bin, weil ich mir nicht recht sicher war, wie ich die Beschreibung gefühlstechnisch verarbeiten sollte. Aber nachdem ich in dieser Hinsicht jetzt nicht der große Überflieger bin und darauf auf persönlich nicht den Schwerpunkt lege, möchte ich da jetzt keinen großen Terz machen. :)


    In den Kommentaren, die ein wenig überflogen habe, wurde angesprochen, dass man das "ausgelutschte" Thema der Prophezeiung evtl. etwas ausschmücken könnte. Ich verstehe die Aussage, hauptsächlich wegen einem Punkt: Eine Prophezeiung kommt für mich eigentlich von einer höheren Macht. Nachdem wir uns hier aber bereits im Himmel bewege und offenbar auch Gott an dem Geschehen irgendwie beteiligt ist, ist es schwer, mir noch eine höhere Macht vorzustellen.


    Das Grundkonzept würde ich dennoch nicht ändern, dass passt ja wunderbar. Ich könnte mir höchstens Vorstellen, dass man sich eben in Bezug auf den Ursprung der Prophezeiung noch mal genauere Gedanken macht. Evtl. findet man dann auch ein fiktives Synonym dafür? *hust* Chaosworte z.B. *hust* :P Mir wäre jetzt zwar ein grober Gedanke gekommen, aber den könnten wir ja evtl. mal per PN diskutieren, da er jetzt auch null ausgearbeitet ist und ich auch deinen Plan mit der Geschichte nicht kenne.


    Das hängt natürlich auch davon ab, wie viel eigene Fantasy du in das himmlische Thema einbringen willst. Ich hab mich damit nie so ausführlich beschäftigt wie mit etwa den Griechen etc. und weiß daher auch nicht, wie viel Wahrheit bisher von dir Verbaut wurde :)


    Gruß

    Rebirz

    Da sitzen sie wieder alle und fressen Eis ... Als wüssten sie nicht, wie ein Bier aufgeht!

  • Hey Rainbow

    Ich schon wieder xD Sorry für den Spam :P


    Kapitel drei war spannend. So was Rabiates hätte ich ehrlich gesagt gar nicht in deiner Geschichte erwartet. :) Aber wirklich sehr dramatische Szene.

    Was ich mich allerdings frage, warum die ganze Tortur? Nur um rauszufinden, ob die Verbindung zu Elias wirklich besteht? Wenn ja, warum hat er quasi den "Peilsender" geröstet? Sie wollen Elias doch eh fangen, oder? Warum dann verhindern, dass er Emilia aufspürt? Sie ist ja jetzt bei ihnen. Erschließt sich mir nicht :hmm:


    Und was ich wieder beim Überfliegen der Kommis gesehen habe, dass Silas irgendwie recht leicht als Vollidiot abgetan wird. Ich könnte mir aber vorstellen, dass er noch durchaus wichtig werden könnte. Ein Problem was ich jetzt evtl. sehe, ist, dass seine Beweggründe, sich Dagon anzuschließen zwar auf Furcht basieren, aber bisher hat man noch nichts übertrieben dramatisches gesehen, dass ihn derart "treu" werden hätte lassen. Er hat ja immerhin noch die Eier in der Hose und versucht etwas für Emilia zu tun, also direkt in Schockstarre ist er ja nicht verfallen.

    Evtl. wäre gerade dieses Kapitel auch eine Möglichkeit, ihn noch einen Rückblick zu verpassen, in dem er sich selbst an etwas erinnert, dass ich so sehr an Dagon "bindet". Also quasi als Reaktion darauf, was Emilia gerade durchlebt hat. :hmm:


    Edit: Was mir gerade noch so komplett unabhängig von Kapitel eingefallen ist. Du schreibst immer, dass Elias als einziger Engel dazu in der Lage ist, menschliche Gefühle zu fühlen. Beschränkt sich das auf etwas speziell wie etwas die Liebe oder empfinden Engel einfach nicht so intensiv wie Menschen? Weil z.B. Sorgen empfinden sie ja auch füreinander. Evtl. hast du das schon mal beantwortet, aber ich hatte ja eine kleine Pause eingelegt xD


    Gruß

    Rebirz

    :)

    Da sitzen sie wieder alle und fressen Eis ... Als wüssten sie nicht, wie ein Bier aufgeht!