Die Legende der weißen Mondpferde

  • Nachdem mein Töchterlein mich seit nunmehr einer gefühlten Ewigkeit damit malträtiert, dass ich einen Teil ihrer Geschichte hier veröffentlichen soll, bin ich heute schließlich eingeknickt. Ich habe keine Ahnung, wo es hinführen wird und ob dieser Thread hier überhaupt regelmäßg bedient werden wird, aber wir wollen dem Nachwuchs ja mal eine Chance geben. ^^
    Ich habe im Übrigen nicht viel Mitspracherecht, was diese Geschichte betrifft und darf mich, wenn`s hoch kommt mal zu groben Rechtschreibfehlern äußern. Ansonsten ist das tatsächlich auf ihrem Mist gewachsen.


    Hier kommt noch eine kurze Vorstellung, bevor es dann losgeht:

    Hallo ich bin Marie und zehn Jahre alt. Als meine Mutter vor ein paar Jahren mit dem Schreiben angefangen hat, sind mir auch ein, zwei Ideen gekommen die ich gleich umgesezt habe. Meine Freundin und ich haben dann eine Story zusammengestellt. Als erstes habe ich es aufgeschrieben. Als ich es dann abtippen wollte, habe ich noch Änderungen vorgenommen. Ich schreibe hier schon ganz lange dran und ein paar Stellen ähneln meiner Lieblingsbuchreihe „Alea Aquarius“. Ich hoffe, es gefällt euch. Ich würde mich über eure Rückmeldungen sehr freuen…


    Die Legende der weißen Mondpferde



    „Talia, räumst du bitte deine Kartons in den Umzugswagen!“, rief ihre Mutter ihr zu.
    „Ja, ich komme gleich“, rief Talia genervt zurück. Sie war traurig. Wie konnten ihre Eltern von ihr erwarten, dass sie einfach ihr schönes Leben in ihrer Heimatstadt zurücklässt und in die Berge zieht?
    Talias Vater hatte einen Job als Landwirt angenommen. Außerdem war es schon immer sein Traum gewesen, in den Bergen zu leben.
    Als Talias Mutter ihr zum wiederholten Mal zurief, sie solle ihre Sachen packen, stand sie auf und stieg die Leiter ihres Baumhauses hinunter, in dem sie grade gesessen hatte.
    Talia ging in ihr Zimmer und packte ihre Sachen ein. Das machte sie dann den restlichen Tag, bis abends nur noch ihre Matratze im Zimmer lag. Sie saß darauf und starrte ins Leere.
    Morgen würde sie dieses Haus verlassen und nie wieder durch diese Tür gehen.
    Sie war traurig. So traurig, dass sie fast zu weinen begann und so wütend, dass sie durchs ganze Haus hätte brüllen können. Aber sie tat es nicht. Keinen Ton brachte sie heraus.
    Als es draußen dunkel wurde, rief ihr Vater sie zum Abendessen. Talia schlenderte die Treppe nach unten und setzte sich an den Tisch.
    „Ich freue mich schon auf das neue Haus“, sagte ihre kleine Schwester. Sie hieß Jara und war 6 Jahre alt.
    „Halt die Klappe“, brüllte Talia sie wütend an.
    „So redest du aber nicht mit deiner kleinen Schwester!“, sagte ihre Mutter und warf ihr dabei einen fassungslosen Blick zu. Talia aß auf und spülte dann ihren Teller ab. Anschließend ging Talia nach oben und legte sich auf ihre Matratze, dann schlief sie ein.
    Am nächsten Morgen wurde Talia von einem LKW geweckt, der vor ihrem Haus hielt. Sie stand auf und zog sich an. Dann ging sie die Treppe runter. Im Wohnzimmer wuselten schon die Arbeiter herum und Talias Mutter rief ihr im vorbei gehen zu: „Wir fahren in 10 Minuten“!
    „Was schon in 10 Minuten?“ Sie musste sich doch noch von ihren Freundin verabschieden. Talia rannte aus dem Haus und schwang sich aufs Fahrrad, sie fuhr los. Wenige Augenblicke später stand sie vor der Tür ihrer Freundin und klingelte. Eine kurze Zeit später machte ein Mädchen auf. „Hi, Talia“, begrüßte es sie.
    „Hi Marie, ich…fahre in 10 Minuten“. Talia rollte eine Träne übers Gesicht. Marie nahm sie in den Arm und Talia schluchzte. „Wir können uns doch morgen verabreden. Dann kannst du mir doch dein neues Haus zeigen. Ich frage meine Mutter ob sie mich fährt. In Ordnung“?

    „Ja, wir können nochmal telefonieren. Auf Wiedersehen“, sagte Talia und setzte sich auf ihr Fahrrad. Dann fuhr sie los.
    Als Talia zu Haus ankam warteten schon alle auf sie. Talias Vater half ihr, ihr Fahrrad auf das Dach zu bekommen und es ging los.
    Talia kam es vor wie eine Ewigkeit, doch als das Auto endlich vorfuhr schreckte sie hoch. Sie machte die Autotür auf und stieg aus. Von außen sah das Haus sehr mysteriös aus.

    Das Efeu überwucherte die Wände und das Dach war von Moos befallen. Es war alt aber auch irgendwie magisch. Als ihre Mutter die Tür aufschloss schaute sich Talia um. Die Wände waren alt und hatten unbedingt einen Anstrich nötig, aber grade das gefiel Talia so gut.
    „Schatz, geh doch mal in dein Zimmer und schau es dir an“, sagte ihre Mutter die grade an ihr vorbei huschte. Das wollte sie unbedingt, also ging sie die Treppe hoch und schaute durch die Zimmertür die einen Spalt offen war. Als sie es betrat fielen ihr fast die Augen aus dem Kopf. Es war ein wunderschönes Dachzimmer, ein Fenster mit Blick auf den Garten und Talia konnte sich schon bildlich vorstellen wie es einmal aussehen würde. Für einen kurzen Augenblick fand sie etwas Gutes an dem Umzug, doch dann erinnerte Talia sich wieder an das alte Leben in ihrer Heimatstadt, wie sie immer mit ihren Freunden gespielt hatte und bekam einen dicken Kloß im Hals. Nach einer Weile merkte sie, dass die Wut, die sie ganz plötzlich gespürt hatte nachließ. Dann wischte sie sich eine Träne vom Gesicht die ihr runtergerollt war.

    Als Talia sich das ganze Haus angeschaut hatte, wollte sie sich von der Aufregung der vergangenen Stunden erholen und einen Spaziergang machen. Sie ging hinters Haus und entdeckte dort einen wunderbaren Weg den sie entlang laufen konnte. Also machte Talia sich auf den Weg. Es war ein wunderschöner Sommertag, die Sonne schien und die Vögel zwitscherten. Jeder andere wäre wahrscheinlich mit einem Lächeln im Gesicht über die wunderschöne Landschaft gerannt, aber Talia musste immer wieder an ihr altes Zuhause
    denken. Doch plötzlich hörte sie ein Geräusch. Es klang wie als würde jemand oder Etwas auf einen Ast treten, der gleich darauf auseinander brach. Erschrocken drehte sie sich um. Aber Talia konnte nichts sehen. Sie ging weiter. Nach einer Weile hörte sie wieder etwas. Dann spürte sie einen warmen Atem an ihrem Nacken und fuhr herum. Doch was Talia dann sah, fuhr ihr durch Mark und Bein. Ein schneeweißes Pferd stand direkt vor ihr.


    Hier geht`s weiter:

    Kapitel 1.1

  • Liebe Marie,

    vielen Dank, dass du deine Geschichte mit uns teilst. Der Anfang hat mir sehr gut gefallen. Du bist schnell in in die Geschichte eingestiegen, dadurch wurde es schnell spannend. Die Gefühle des Mädchens beim Umzug hast du sehr gut eingefangen.

    Eine neue Umgebung und ein geheimnisvolles Haus bietet viel Stoff für spannende Geschehnisse. Das Ende des Abschnitts ist natürlich super interessant. Wie kommt da wohl das Pferd plötzlich hin? Ist es ein normales Pferd, oder was hat es mit dem Tier auf sich? Ich bin gespannt!


    Im Spoiler sind einige Anmerkungen, die Kleinigkeiten beinhalten, die mir aufgefallen sind. Ob du darauf eingehen möchtest, oder Änderungen vornehmen möchtest, kannst du selbst entscheiden. Du bist die Autorin und du entscheidest am Schluss.


    Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.


    Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz

  • @Rainbow,

    Ich finde es toll das du deine Tochter nachgegeben hast. Ich finde sie sehr talentiert und finde es gut das du das auch unterstützt.


    So liebe Marie nun zu dir,


    ich finde den Anfang dieser geschichte sehr gut und finde es beeindruckend, dass du schon so gut Gefühle und Stimmungen beschreiben kannst. Man spürt förmlich wie du diese Geschichte leben einhauchst.


    Das was Sensenbach geschreiben hat, kann ich nur zustimmen.


    Auch ich freue mich mehr darauf mehr von der Geschichte zu lesen.


    Ein kleiner Tip von mir, (vielleicht weil ich das mal so erlebt habe), lass dich niemals beirren und geh deinen Weg weiter. Du hast wirklich ein großes Talent ;)

    Fantasy ist ein Werkzeug der Magie,
    wer sie beherrscht,
    besitzt die Kunst
    andere zu verzaubern.
    c Antke 2013

  • Heyho Rainbow & @Marie


    Finde ich wirklich klasse, was ich gerade gelesen habe.

    Ein toller Einstieg in eine Geschichte, von der ich glaube, daß sie mich in ihrem Verlauf noch an vielen spannende Dingen teilhaben läßt. :thumbup:

    Fängt für mich schon damit an, daß es die "Legende der weissen Mondpferde" ist. Da frage ich mich natürlich, wieso eines davon am hellen Tag vor Talia erscheint...?

    Und ich schließe mich gerne Sensenbach an:

    Von außen sah das Haus sehr mysteriös aus.

    War das jetzt im Sinne von "unheimlich" gemeint oder sollte es eher "geheimnisvoll" sein?

    Ich tippe ja auf das zweite.:)

    Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn ich mehr zu lesen bekäme.


    Der Wanderer


    P.S.: Ein kleiner Fehler ist mir aufgefallen:

    „Ja, ich komme gleich“, rief Talia genervt zurück. Sie war traurig. Wie konnten ihre Eltern von ihr erwarten, dass sie einfach ihr schönes Leben in ihrer Heimatstadt zurücklässt und in die Berge zieht?

    Da muß man sich entscheiden:


    "Wie konnten ihre Eltern von ihr erwarten, dass sie einfach ihr schönes Leben in ihrer Heimatstadt zurückliess und in die Berge zog?"


    Das wäre die Version, die am einfachsten zum umgebenden Text passen würde. Trotzdem geht auch die andere:


    "Wie können ihre Eltern von ihr erwarten, dass sie einfach ihr schönes Leben in ihrer Heimatstadt zurücklässt und in die Berge zieht?"


    (Dazu sollte Talia dann aber vielleicht vor einem Spiegel stehen und die Frage ihrem Spiegelbild stellen...)

  • Hallo Rainbow und liebe Marie!

    Wow, ich bin begeistert! Als ich zehn Jahre alt war, hab ich auch schon fleißig Geschichten geschrieben, aber bestimmt noch nicht so durchdacht wie du! Das ist wirklich fantastisch. Dass du dich an deiner Lieblingsbuchreihe orientierst, ist gut. An Büchern kann man nämlich am besten lernen!^^

    Was du vielleicht zusätzlich noch verbessern kannst, ist besonders am Anfang aus den vielen Hauptsätzen auch ein paar Nebensätze zu machen. Sonst wirkt die Geschichte ein kleines bisschen einfach gestrickt. Am Ende hast du das aber schon sehr schön gemacht! Und wie oben schon kommentiert wurde, schreibst du manchmal zu oft "Talia" hintereinander. Das kannst du mit "sie" oder einer Beschreibung auflockern.

    Liebe Grüße

    Stadtnymphe

  • Hallo Marie und @Rainbow

    So, so, so eine Mutter bist du also. Versteckst so ein kleines Schreibtalent vor uns. Wie kannst du das mit deinem Gewissen vereinbaren?

    Marie recht hast du getan. Steter Tropfen höhlt den Stein und der Weg für dich ist frei.

    So, nun Schluss ,mit dem Unfug von mir.:D;)


    Marie

    Ich finde es gut, das du nicht nachgelassen hast und deine Geschichte hier zu lesen ist. Spannend und für ein zehnjähriges Mädchen super gemacht. Ich bin gespannt wie es weiter geht. Auch den anderen Kommentaren kann ich mich voll anschließen.

    Und deine Geschichte erinnert mich an meine Kindheit. Darum einige Fragen. Hast du so einen Umzug schon selber erlebt? Oder einer deiner Freundinnen? Oder habt ihr beide euch das nur ausgedacht?

    Für mich selber war der Umzug vor 47 Jahren der reinste Horror. Und selbst als starker Junge habe ich damals viel geweint.

    Talia konnte sich wenigstens von ihrer Freundin verabschieden. Ich musste ohne Abschied gehen, denn es waren Sommerferien in Westfalen und meine Freunde im Ferienlager oder Urlaub. Tausend Kilometer, ins tiefste Niederbayern, auf ein Dorf, sind wir umgezogen. Zu meinem Pech hatten gerade dort die Ferien angefangen und ich konnte niemanden kennenlernen. Außer ein paar Bauernkinder, deren Sprache ich nicht verstand. How, wow, bow, wos sogst, ha,. Mein Spruch, "Könn wa", Ich wusste nicht was sie wollten und hab einfach mitgemacht. Als Großstadtkind, habe ich dann das Landleben kennen und lieben gelernt. Damals gab es noch kein Internet, kein Skyp, oder anderes. Briefe musste ich schreiben. Was ich auch gerne Tat, denn schreiben hat mir schon damals sehr viel Spaß gemacht. Darum lasst dich bloß von niemanden aufhalten.

    Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie es mit den Mondpferde weiter geht.


    Und Rainbow hoffe du bist mir nicht Böse wegen den harten Worten am Anfang.


    Erwarte bald neues zu lesen

    Kamar

  • Ihr seid echt spitze, Leute!

    Ich hoffe, ihr seid euch darüber im Klaren, dass ich aufgrund eures tollen Feedbacks jetzt eine völlig aufgekratzte 10-Jährige hier herumtitschen habe, die bei jedem Like und jedem Kommentar hysterisch aufschreit, mir meinen Rechner entreißt und damit erst mal in ihrem Zimmer verschwindet. :rofl:


    Sie freut sich wirklich total und ist jetzt hochmotiviert. Also :danke:


    Hier kommt noch ihr Feedback an euch, das sie eben geschrieben hat.

    Sensenbach , Der Wanderer , Drachenlady2001 , Stadtnymphe , Kamar



    Hey, vielen Dank für eure tollen Rückmeldungen und Tipps.
    Ich bin erst einmal umgezogen und da war ich drei Jahre alt. Ich habe auch schon versucht atwas auszubessern und finde es jetzt viel cooler. Als ich angefangen habe zu schreiben habe ich einfach drauf los geschrieben. Im Laufe der Zeit habe ich dann richtig krasse Ideen bekommen und bin selber schon gespannt was für Ideen noch kommen werden. :)


    Bin auch schon fleißig am Weiterschreiben.

    Viele Grüße,
    Marie

  • Heyho Rainbow & @Marie

    Ich hoffe, ihr seid euch darüber im Klaren, dass ich aufgrund eures tollen Feedbacks jetzt eine völlig aufgekratzte 10-Jährige hier herumtitschen habe, die bei jedem Like und jedem Kommentar hysterisch aufschreit, mir meinen Rechner entreißt und damit erst mal in ihrem Zimmer verschwindet. :rofl:

    Tja...das ist ja wohl irgendwie Dein Problem Rainbow :D:D:D

    Du wirst es meistern, da bin ich ziemlich sicher.

    Bin auch schon fleißig am Weiterschreiben.

    Viele Grüße,
    Marie

    Wehe Dir, Du tust es nicht!!!

    :nummer1:

  • Rainbow ich hoffe das es dich auch etwas stolz macht so eine talentierte Tochter zu haben und jetzt mit ihr jetzt auch ein gemeinsames Hobby zu haben. ;)


    und zu dir liebe Marie kann ich nur sagen, ich schliesse mich dem @Der Wanderer an, wehe da kommt nichts nach ;)


    Das was du beschrieben hast, kommt mir sehr sehr bekannt vor, so habe ich als Jugendliche auch angefangen zu schreiben und hat sich bis heute nur in sofern geändert das ich heute etwas struckturierter vorgehe.


    Ich bin gespannt wie die Geschichte weiter geht. :love:

    Fantasy ist ein Werkzeug der Magie,
    wer sie beherrscht,
    besitzt die Kunst
    andere zu verzaubern.
    c Antke 2013

  • Hallo ihr beiden Marie und @Rainbow

    jetzt eine völlig aufgekratzte 10-Jährige hier herumtitschen habe, die bei jedem Like und jedem Kommentar hysterisch aufschreit, mir meinen Rechner entreißt und damit erst mal in ihrem Zimmer verschwindet. :rofl:

    einen Moment bitte ich mache mit.

    So Schokorosinen sind da, eine halbe Blonde neben mir, Kopfkino ein, Film ab :fan::gamer4::joker::party::pig::pirate:

    herrlich sich mal wieder sooooooo jung zu fühlen:mamba2:



    So Marie dem da unten kann ich mich nur anschließen.

    und zu dir liebe Marie kann ich nur sagen, ich schliesse mich dem Der Wanderer an, wehe da kommt nichts nach

    Aber lass dich nicht unter Druck setzten. Und noch ein kleiner Ratschlag. Hör ab und an auf deine Mutter, sie meint es bestimmt gut mit dir, auch wenn es sich mal für dich nicht so anhören mag. Weiß ich aus eigener Erfahrung.:D


    So und nun warten wir auf die Dinge die da noch kommen.


    Alles liebe euch beiden

    Kamar

  • Hey liebe Marie, und liebe Rainbow,

    he das finde ich ja so cool!

    jetzt muss ich mich doch auch mal einschalten! Legende der weissen Mondpferde - ein spannender Titel, das scheint eine Geschichte für mich zu sein, dachte ich.

    Nur um dann herauszufinden, dass Rainbow auch eine begabte Tochter hat! Finde ich super! Also herzlich willkommen, Marie!

    Na dann wollen wir mal:


    Der Anfang ist dir gut gelungen. Du wirfst deine Leser gleich in eine Handlung herein. Ich mag sowas.

    Morgen würde sie dieses Haus verlassen und nie wieder durch diese Tür gehen.
    Sie war traurig. So traurig, dass sie fast zu weinen begann und so wütend, dass sie durchs ganze Haus hätte brüllen können. Aber sie tat es nicht. Keinen Ton brachte sie heraus.
    Als es draußen dunkel wurde, rief ihr Vater sie zum Abendessen. Talia schlenderte die Treppe nach unten und setzte sich an den Tisch.
    „Ich freue mich schon auf das neue Haus“, sagte ihre kleine Schwester. Sie hieß Jara und war 6 Jahre alt.
    „Halt die Klappe“, brüllte Talia sie wütend an.


    Diese Passage finde ich besonders gut gelungen. Sie ist voller intensiver Gefühle, das kann ich mir alles gut vorstellen, die Formulierungen sind prägnant und klar, und Talia tut mir richtig leid. Dadurch ist mir deine Hauptfigur gleich sympathisch und ich hoffe für sie, dass es am neuen Ort nicht so schlimm wird, wie sie denkt.

    Damit hast du also schon deine Angel ausgeworfen und den Leser eingefangen - gut!


    Du kannst nochmal schauen auf Wiederholungen oder auf Dinge, die eigentlich nicht wichtig sind und die man weglassen kann, ohne dass man Informationen verliert. Zum Beispiel hast du in der wörtlichen Rede mehrere Male das Wort "sagte". Versuch immer ein neues Wort zu benutzen. (Ja, das muss ich gerade sagen - Rainbow findet bei mir IMMER Wortwiederholungen. Ich sehe die immer nur bei anderen, aber nicht bei mir!:))

    Was du wegstreichen könntest:

    Anschließend ging Talia nach oben und legte sich auf ihre Matratze, dann schlief sie ein.

    Diese Info brauchen wir eigentlich gar nicht, oder? Es passiert auch nichts Wichtiges?

    Die Geschichte liest sich umso besser, je kompakter sie ist. Also du erzählst wirklich nur alles das, was wichtig ist. Alles andere einfach weglassen.


    wurde Talia von einem LKW geweckt

    Hups, wie hat der das denn gemacht? Ich hoffe, er ist nicht auf sie draufgefahren:P

    Klar, ich weiss natürlich, was du meinst. Sie hat den lauten Motor gehört, ist wach geworden und hat dann draussen den grossen Wagen gesehen. Ich glaube, ich würde es eher so formulieren.

    Wir fahren in 10 Minuten“!
    „Was schon in 10 Minuten?“ Sie musste sich doch noch von ihren Freundin verabschieden. Talia rannte aus dem Haus und schwang sich aufs Fahrrad, sie fuhr los. Wenige Augenblicke später stand sie vor der Tür ihrer Freundin und klingelte. Eine kurze Zeit später machte ein Mädchen auf. „Hi, Talia“, begrüßte es sie.
    „Hi Marie, ich…fahre in 10 Minuten

    Hier hast du dreimal hintereinander die Formulierung "in 10 Minuten". ich bin als Leser ganz schnell genervt, wenn sich was wiederholt ("das weiss ich doch schon"). Versuche es beim zweiten Mal anders zu formulieren und schon klingt alles viel interessanter!

    Auch die Formulierung "machte ein Mädchen auf"... hm, denkst du sowas wirklich, wenn du deine Freundin besucht? Wie heisst denn die Freundin? Hat sie vielleicht was Besonderes an oder ungekämmte Haare, weil Talia sie aus dem Bett gerissen hat? Dann wird es gleich viel persönlicher und damit mitreissender.


    Sie ging hinters Haus und entdeckte dort einen wunderbaren Weg den sie entlang laufen konnte. Also machte Talia sich auf den Weg

    Sie sieht einen Weg, sie macht sich auf den Weg - da hast du wieder eine Wiederholung. Den zweiten Satz könntest du da eigentlich einfach weglassen, weil er keine neue Information bringt. Oder du beschreibst genauer, was denn an dem Weg so faszinierend ist.


    Und dabei trifft sie also auf das ungewöhnliche Pferd! Na da bin ich aber gespannt, was es damit auf sich hat!

    :):):)

    P.S. Nicht sauer sein über meine Meckerei. Mir gefällt deine Geschichte richtig gut!

  • Sensenbach , Der Wanderer , Kamar , Kirisha , Stadtnymphe , Drachenlady2001


    Es ist soweit und ich darf euch endlich die Fortsetzung der "Legende der weißen Mondpferde" präsentieren. :D

    Nur zur Info: Meinen gut gemeinten Ratschläge und Verbesserungs-Tipps wird hier kaum mehr Beachtung geschenkt. IHR seid jetzt die Auserwählten, deren Feedback gewünscht wird. :pardon: Also, wenn ihr Lust habt, tobt euch aus... Marie freut sich über jeden Kommentar.


    Kapitel 1.1


    Talia betrachtete das wunderschöne Pferd. Das Fell glänzte in der Sonne und es war einfach wunderschön. Talia hatte so viele Gedanken auf einmal im Kopf.
    Woher kommt das Pferd? Gehört es denn niemandem? Soll ich wegrennen?
    Sie stand nur da und sah das Tier an und umgekert genauso. Nach einer ganzen Weile setzte sich das Pferd plötzlich in Bewegung. Ganz langsam trat es Schritt für Schritt vorwärts. Es ging um Talia herum und beschnupperte sie. Talia konnte sich nicht bewegen. Sie hatte noch nie etwas mit Pferden zu tun gehabt und wusste nicht, wie sie sich in so einer Situation verhalten sollte. Doch dann passierte etwas Komisches. Das Tier blieb vor ihr stehen und stuppste sie leicht an. Dann ging es plötzlich in die Knie. Was war nur mit ihm los?, fragte sich Talia. Ist das normal?
    Doch im nächsten Moment bemerkte sie was hier vor sich ging. Das Pferd wollte, dass sie aufstieg. Talia wurde schwindelig bei dem Gedanken daran auf ein Pferd zu steigen. Sie konnte doch gar nicht reiten! Was ist wenn sie runterfallen würde? Was sollte sie jetzt tun? Sie wuste es nicht, doch im nächsten Moment wurde ihr alles klar. Talia hatte Angst! Das war das Gefühl, das sie schon die ganze Zeit gespürt hatte aber nicht zulassen wollte.
    Schon seit dem Moment an dem sie wusste, dass ihre Familie umziehen sollte hatte Talia nachts kein Auge mehr zu bekommen. Und immer wenn ihr jemand zugeredet hatte, wie schön es sein würde, hatte sie einfach die Augen davor geschlossen und die Angst runtergeschluckt. Doch jetzt erst merkte Talia, dass Angst ein nützliches Gefühl sein konnte. Denn wenn man keine Angst hat, kann man auch nicht stoltz auf sich sein, wenn man sie überwunden hat.
    Talia überlegte noch kurz, dann ging sie langsam auf das Pferd zu. Es stand noch immer geduldig vor ihr und kniete sich hin. Langsam hob Talia den Fuß und legte ihn auf den Pferderüken. Doch in dem Moment, in dem sie das Pferd berührte, zuckte vor Talias innerem Auge ein Bild auf. Sie sah sich selbst als kleines Kind auf einer Lichtung im Wald spielen und eine fremde Frau saß auf einem Baumstamm neben ihr. Doch ehe sie sich versah, war das Bild auch schon wieder verschwunden.
    Vor Schreck wollte Talia einen Schritt zurück machen aber ihr Bein lag noch auf dem Rücken des Pferdes und sie fiel hin. Das Geschöpf das anscheinend sehr hilfsbereit war, stand direkt auf und lief zu ihr. Talia brauchte eine Weile um sich wieder zu fangen, doch dann stand sie auf und tastete sich ab um sich zu versichern ,dass sie sich nichts gebrochen hatte. Das Pferd stupste Talia an und sie anhnte, was es fragen wollte.
    „Mir geht es gut“, antwortete sie, ohne zu erwarten, dass das Pferd eine Antwort gab.

  • @ Rainbow und Marie, ich freue mich sehr, das du unsere Komentare hören möchtest.


    Zum Inhalt: Die Geschichte entwickelt sich schön und mach weiterhin Lust auf mehr. Ich kann mir vorstellen, das die beiden jetzt bestimmt viele schöne Arbenteuer erleben. Das ist zumindest den Eindruck den ich jetzt so aus den Anfängen der Geschichte entnehmen kann. Vielleicht liege ich auch völlig daneben und lasse mich anderweitig verzaubern ;).


    Zum Text: Dieses mal holbert es leider ein klein wenig, was ich darauf zurück führe, das du dir auf Grund unseres Bitten weniger Zeit für das Schreiben und korregieren genommen hast. Was Rechtschreibfehler betrifft, lasse ich hier anderen Den vortritt dich zu verbessern, da ich selber dazu Hilfe brauche. Ich kann das auch nicht so besonders ;)

    Talia überlegte noch kurz, dann ging sie langsam auf das Pferd zu. Es stand noch immer geduldig vor ihr und kniete sich hin.

    Das ist leider nicht ganz so gut gelungen. Hier solltest du dir überlegen ob du schreibst, das es aufgestanden ist und Vor Talia steht oder noch immer kniet. Beides zusammen geht halt nicht.


    Talia hatte Angst! Das war das Gefühl, das sie schon die ganze Zeit gespürt hatte aber nicht zulassen wollte.
    Schon seit dem Moment an dem sie wusste, dass ihre Familie umziehen sollte hatte Talia nachts kein Auge mehr zu bekommen. Und immer wenn ihr jemand zugeredet hatte, wie schön es sein würde, hatte sie einfach die Augen davor geschlossen und die Angst runtergeschluckt. Doch jetzt erst merkte Talia, dass Angst ein nützliches Gefühl sein konnte. Denn wenn man keine Angst hat, kann man auch nicht stoltz auf sich sein, wenn man sie überwunden hat.

    Eine sehr schöne beschreibung über eine erkenntnis, die mir sehr gut gefallen hat, wie du es in der geschichte verarbeitet hast.


    Das Geschöpf das anscheinend sehr hilfsbereit war, stand direkt auf und lief zu ihr.

    Es steht neben ihr, daher muss es nicht erst zu ihr hinlaufen. Es drehte sich zu ihr um oder es hatte einen Satz zurück gemacht vor schreck und wante sich dann wieder zu ihr.


    Das Pferd stupste Talia an und sie anhnte, was es fragen wollte.
    „Mir geht es gut“, antwortete sie, ohne zu erwarten, dass das Pferd eine Antwort gab.

    Und hier meine Frage, Redet das Pferd in gedanken zu ihr oder kann es Sprechen. Da die Geschichte hier aber grade endet, kann ja noch eine Erklärung folgen.


    So du siehst, auch ich hatte hier und da ein klein wenig was zu verbessern. Ich hoffe du verstehst was ich dir damit sagen möchte, an sonsten frag einfach nach ;).


    Mach auf jeden Fall weiter, und nimm dir die zeit zum Schreiben die du brauchst. Freue mich auf mehr.

    LG Drachenlady ;)

    Fantasy ist ein Werkzeug der Magie,
    wer sie beherrscht,
    besitzt die Kunst
    andere zu verzaubern.
    c Antke 2013

  • Hallo liebe Marie,

    wie schön, dass es hier weitergeht! Ich bin schon wirklich neugierig auf dein Wunderpferd. Scheint eine richtig verzauberte Geschichte zu werden, so etwas mag ich gerne.


    Talia betrachtete das wunderschöne Pferd. Das Fell glänzte in der Sonne und es war einfach wunderschön.

    Erinnerst du dich an mein Gelaber von den Wiederholungen? :) Vielleicht fällt dir da noch ein anderes Wort ein.

    Hatte es vielleicht eine besonders lange Mähne oder geflochtene Zöpfe darin oder so? Oder einen schwarzen Fleck auf der Stirn oder vielleicht hat irgendwo was geleuchtet... da gibt es einen ganzen Haufen Möglichkeiten.


    umgekert

    umgekehrt




    Sie wuste es nicht,

    wusste


    doch im nächsten Moment wurde ihr alles klar. Talia hatte Angst! Das war das Gefühl, das sie schon die ganze Zeit gespürt hatte aber nicht zulassen wollte.
    Schon seit dem Moment an dem sie wusste, dass ihre Familie umziehen sollte hatte Talia nachts kein Auge mehr zu bekommen. Und immer wenn ihr jemand zugeredet hatte, wie schön es sein würde, hatte sie einfach die Augen davor geschlossen und die Angst runtergeschluckt. Doch jetzt erst merkte Talia, dass Angst ein nützliches Gefühl sein konnte. Denn wenn man keine Angst hat, kann man auch nicht stoltz auf sich sein, wenn man sie überwunden hat.


    Diese Passage hat mir auch sehr gut gefallen. Ich dachte sofort, ich wüsste, worauf Talia hinaus will, aber sie kam dann zu einer ganz unerwarteten Schlussfolgerung. Finde ich gut!


    Pferderüken

    Pferderücken


    Mit dem Schluss hast du mich auch überrascht. Ich hatte erwartet, dass Talia sicherlich aufsteigen und ein wenig reiten wird. Aber nicht, dass sie hinfällt, bevor sie es geschafft hat aufzusteigen. Es passt aber sehr gut zu der Geschichte.

    Was hat wohl diese Erinnerung zu bedeuten? Wen hat sie da gesehen?

    Ich bin auch gespannt, wie es mit dem Pferd weitergehen wird!:):):)

  • Liebe Marie


    Sehr geheimnisvoll und auch spannend geht es weiter. Dieser Abschnitt gefällt mir sehr gut, es scheint wirklich kein normales Pferd zu sein.


    Es ist das Eine, aus dem wir kommen und in das wir wieder eingehen. Vor dem Einen war nichts und danach wird nichts sein. Das Eine ist nichts, und indem das Eine nichts ist, wird das Eine offenbar.


    Meister Muoti von Aramea. Im Jahre 102 nach der Divergenz

  • Heyho @Marie & Rainbow


    Gelungene Fortsetzung. Und mit eigentlich wenig recht wenig Text ziemlich viel angestoßen, was Lust auf mehr macht.

    Sie sah sich selbst als kleines Kind auf einer Lichtung im Wald spielen und eine fremde Frau saß auf einem Baumstamm neben ihr.

    Eine Erinnerung, die zurückkommt, als Talia das Pferd berührt. Sehr seltsam...warum in diesem Augenblick und wer ist diese Frau...??(

    Ob das Pferd reden kann? Ich weiß es noch nicht, obwohl ich nach dem letzten Satz erwarten würde, daß das als nächstes passiert...da lasse ich mich einfach mal überraschen.:):):)

    Was Rechtschreibung angeht, ist mir nicht viel aufgefallen. Die paar Fehler, die drin waren, sind für mich welche, die man in meiner Schulzeit "Flüchtigkeitsfehler" genannt hat - also welche, die man nicht macht, weil man das Wort nicht richtig schreiben kann, sondern den Fehler im Eifer des Schreibens einfach nicht bemerkt hat. So wie der "Pferderücken" ohne "C", der Kirisha aufgefallen ist.

    Apropos: "umgekert" würde ich als echten Rechtschreibfehler ansehen: Weil man beim Sprechen das "H" nicht hören kann denkt man vielleicht, das braucht's nicht. Trotzdem muß es da hin.^^

    Und ebenfalls apropos "Fehler":

    Der liebe Sensenbach macht einen Vorschlag, wie's besser wäre und selbst einen Fehler:

    Vorschlag: Was war mir mit dem Tier los.

    Das sollte ja wohl "nur" heißen...:D:D:D

    Sechs! Setzen! :dash:


    Interessant war für mich, daß jeder hier bisher an der Stelle mit der Angst hängengeblieben ist. Ich auch.

    Wei Du hier dem Leser eine Erkenntnis mitgibst, die sehr wahr und schön ist. (Das klappt nur selten, macht es dann aber, wie ich finde, umso wertvoller).

    Doch jetzt erst merkte Talia, dass Angst ein nützliches Gefühl sein konnte. Denn wenn man keine Angst hat, kann man auch nicht stoltz auf sich sein, wenn man sie überwunden hat.

    ("stoltz" ohne "t" ^^^^^^)


    Das habe ich mal irgendwo so gelesen:

    "Man wird nicht zu einem Helden, wenn man keine Angst hat. Wer sagt, er kenne keine Angst, ist nur ein Narr. Zum Helden wird man, wenn man seine Angst überwinden kann!"

    Zwei Sätze, gleicher Sinn. Finde ich toll!:thumbup::thumbup::thumbup:


    Zum Schluß noch eine Kleinigkeit:

    Was war nur mit ihm los?, fragte sich Talia. Ist das normal?
    Doch im nächsten Moment bemerkte sie was hier vor sich ging. Das Pferd wollte, dass sie aufstieg.

    Wer etwas bemerkt, dem fällt etwas auf. Das muß aber nichts konkretes sein. Du hast ja selbst geschrieben:

    Sie hatte noch nie etwas mit Pferden zu tun gehabt und wusste nicht, wie sie sich in so einer Situation verhalten sollte.

    Das Pferd geht um sie herum, beschnuppert sie, stupst sie an...und geht dann in die Knie. Alles einzelne Aktionen, die Talia bemerken kann - aber aus der Gesamtheit erkennt sie, worauf das ganze Verhalten hinausläuft.

    Daher empfehle ich in dem Satz mal "bemerkte" durch "erkannte" zu ersetzen. Klingt vielleicht schöner...:)


    Tja...und jetzt bist Du wieder dran. Ich bin gespannt.


    Ich schließe mich aber Drachenlady2001 zu 1000% an:

    Mach auf jeden Fall weiter, und nimm dir die zeit zum Schreiben die du brauchst.

    Jeder von uns hier kennt das: Eine tolle Idee, eine Geschichte, die aus uns rauswill. Nur fällt uns leider grade nicht ein, wie sie weitergeht.

    Wenn ich also auch vielleicht einen Monat auf den nächsten Teil warten muß - kein Problem. Naja, fast keins::panik:

    Das ist dann eben so.:D:D:D


    Wir lesen uns dann. Bis hierhin Danke.:danke: