Ymir, Ark 1 "Dunhaven"

  • Ymir, Ark 1 "Dunhaven"


    Ausschnitt aus der Vykr-Saga


    Vor zehntausend Jahren herrschte Stille. Es gab keine Lieder, keine Verse, keine Worte, keinen Laut. Die Welt war stumm.

    Nur die Riesen zogen durch dieses junge Land, das den Namen Ymir trug. Ohne sich miteinander verständigen zu können, schufen sie die Welt so chaotisch und wild, wie wir sie heute kennen. Doch über die Küsten hinaus wagten sie sich nur selten.

    Denn tief unten im Meer, wo die Ruhe ewig wärt, manifestierten sich schreckliche Wesen, die Vykr. Die meisten ans Wasser gebunden, manche bereit an Land zu wandeln.

    Ihre unsichtbaren Tentakel griffen immer mehr nach dem Land und ihren Bewohnern.

    Sie zerfetzten das Fleisch der Riesen mit ihren Fangzähnen und verdrehten ihren Geist mit der Magie der Stille.

    Die, die nicht dem Wahnsinn anheimfielen, wurden von den glitschigen Fängen der Ungeheuer hinab in die Tiefe gezogen, um dort für immer zu schweigen.

    All das änderte sich, als sich der Himmel auftat und die Götter selbst aus Odhal hinabstiegen. Angeführt von ihrem obersten Vater, Nord, brachten sie den Klang. Seine beiden Söhne, Arn und Dorn, führten die göttlichen Heerscharen in den Krieg. Die Riesen, welche sich nun untereinander verständigen konnten, schlossen sich dieser Offensive an und nach unzähligen Schlachten gelang es ihnen, die Mächte der Stille aus Ymir zu vertreiben.

    Dorn, der Jüngere, peitschte seine Krieger dazu an, in die Ebene der Tonlosigkeit vorzudringen und die Vykr ein für alle Mal zu vernichten.

    Sein Bruder Arn wollte stattdessen nach Odhal zurückkehren.

    Doch als Dorn weiter darauf beharrte, in den Krieg zu ziehen, erhob Arn überraschend das Schwert gegen ihn. Der Verräter befahl seinen Kriegern, es ihm gleich zu tun. Und sie folgten.

    Nur Arns eigenem Schüler war es zu verdanken, dass der Verräter zu Fall gebracht wurde.

    Als die rebellierenden Truppen sahen, wie ihr Anführer in die Knie gezwungen wurde, legten auch sie ihre Waffen nieder.

    So geschwächt, war ein Kampf gegen die Vykr unmöglich und die himmlischen Truppen waren gezwungen, den Rückzug anzutreten.

    In ihrer Heimat Odhal angekommen, erkannte Dorn, dass sein Vater im Sterben lag. Der Verrat seines ältesten Sohnes betrübte Nord so sehr, dass sein Herz aufhörte zu schlagen.

    Wütend und traurig verbannten die Bewohner der heiligen Stadt ihren einstigen Helden. Man zwang Arn, und seine Gefolgschaft einen Großteil ihrer Kräfte aufzugeben. Ohne diese war eine Rückkehr nach Odhal unmöglich. Ihre Strafe lag darin, zwischen Ymir und der Ebene der Tonlosigkeit eine ewige Wacht zu vollziehen. Für den Verrat, der den Vykr das Überleben sicherte, sollten sie jenen Geschöpfen der Stille nun den Weg in die Welt der Sterblichen verwehren.


    nächster Part

  • Heyho Etiam


    Guter Anfang. Sehr kraftvoll. Gefällt mir sehr.

  • Moin Eti,

    ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber ich musste den Prolog mehrfach lesen, obwohl sich die kommende, epische Geschichte eigentlich deutlich erklärt.

    Vor über zehntausend Jahren herrschte Stille. Es gab keine Lieder, keine Verse, keine Worte, keinen Laut. Die Welt war stumm.

    Nur die Riesen zogen durch dieses junge Land, das den Namen Ymir trug.

    Sprich, die Riesen sind ganz allein auf der Welt und diese Welt ist stumm.

    Ohne sich miteinander verständigen zu können, schufen sie die Welt so chaotisch und wild, wie wir sie heute kennen.

    Eine Welt zu schaffen, dauert ein wenig - und wie "WIR" sie heute kennen hat mich etwas verwirrt. Außerdem kann man sich auch klanglos miteinander verständigen - oder hörst du mich gerade? ;-) Es gibt Handzeichen., Gesten, Mimik, aufmalen und Schrift.


    :cursing: jetzt funzt gerade zitieren nicht....


    ich mach´s per copy und paste und setz meinen Senf in Klammern.


    Doch über die Küsten hinaus, wagten sie sich nur selten. ( Ich bin immer noch in einer stummen Welt mir NUR Riesen - und bitte das Komma weg)

    Tief unten im Meer, wo die Ruhe ewig wärt, manifestierten sich schreckliche Wesen, die Vykr. Die Meisten ans Wasser gebunden, manche fähig an Land zu wandeln. (Kommen die gerade neu dazu? Was macht sie so schrecklich? Und wenn nur manche von denen an Land kommen - ich mein, da sind RIESEN...)


    All das änderte sich, als sich der Himmel auftat und die Götter selbst aus Odhal hinabstiegen. (Was ist "all das"?)

    Angeführt von ihrem obersten Vater, Nord, brachten sie den Klang. (Klingt schön, ist in der Form aber eine vollendete Tat und keine Absichtserklärung mehr)

    Seine beiden Söhne, Arn und Dorn, führten die göttlichen Heerscharen in den Krieg. ( Und ich so: häh??( Wieso das jetzt? )

    Nach unzähligen Schlachten gelang es ihnen die Mächte der Stille, aus Ymir zu vertreiben. ( An der Stelle dämmerte es mir so langsam, dass du mit "Mächte der Stille" die Vykr meinen könntest und dass die vielleicht von Anfang an existent waren - wobei "nur manche" an Land gehen können, was dem Bedarf an unzähligen Schlachten mit göttlichen Heerscharen widerspricht? Das Komma bitte hinter "ihnen" und nicht hinter "Stille")


    In Odhal angekommen, erkannte Dorn, dass sein Vater im Sterben lag. Der Verrat seines ältesten Sohnes betrübte den obersten Gott so sehr, dass sein Herz aufhörte zu schlagen. (Ab da hast du Dorn nicht mehr erwähnt. Wird er jetzt Nachfolger des Vaters?)

    Wütend und traurig verbannten die Bewohner, der heiligen Stadt ihren einstigen Helden. (Komma bitte weg)

    Arn und seine Gefolgschaft hatte man gezwungen einen Großteil ihrer Kräfte aufzugeben. ( Zeitfehler - Man zwang Arn und seine....)


    So, genug zum Prolog, lass die Geschichte beginnen ;-)

    Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.
    Albert Camus (1913-1960), frz. Erzähler u. Dramatiker

  • Guten Morgen Etiam

    Zuerst will ich dir sagen, dass ich mich freue, dass du wieder mit einer neuen Geschichte am Start bist! (trotzdem schade, dass "magische Welten" gerade nicht weitergeht) :D


    Jetzt zum Prolog: Eine Geschichte mit einer Saga zu beginnen, ist jetzt erstmal nichts untypisches, aber funktioniert immer gut :) Dafür fand ich allerdings, dass deine Saga sehr schnell erzählt war. Ich hätte mir gewünscht, dass es da ein paar mehr Sätze gibt. Grundsätzlich muss das natürlich sein. Der Einstieg gefällt mir sehr und macht Lust auf mehr :thumbsup:


    Vielleicht unten mal im Einzelnen, was ich meine:



    LG :)


    P.S Nach Fehlern habe ich jetzt nicht geschaut. Einiges haben die Anderen ja schon angemerkt, aber es wären dann trotzdem noch welche drin. Aber Rechtschreibung kann man getrost auch etwas später machen :)

    „Sobald wir ihn finden, wird er seine gerechte Strafe bekommen" - Meister Karak

    "Dann... werde ich ihn töten" - Meister Rüstan


    Meine Geschichte
    Die Kriegerin von Catrellak

  • So, was ist das hier?


    Vor ein paar Monaten habe ich bei meiner Geschichte hier im Forum die Handbremse gezogen.
    Ymir ist ein experiment, in dem ich all die Dinge ausprobieren werde, die mir in meinem vorherigen Projekt gefehlt haben. Dennoch, will ich mit einem gewissen Ernst an die Sache rangehen, wieso ich eure Kommentare sehr schätze und auch laufend den Text korrigieren werde.


    Kurz noch zur Erklärung. Damit ihr nachher nicht überrascht seit. Wie man oben lesen kann, handelt es sich hier um den ersten Ark. Die Geschichte hat nämlcih schon wieder größere Ausmaße angenommen, als ich eigentlich geplant hatte ^^; Dennoch will ich nicht direkt einen ganzen Band hier niederschreiben. Und habe alles in kleinere Handlungsabschnitte eingeteilt.

    Insgesamt ist das alles dann doch schwerer geworden, als ich gedacht habe, das liegt aber an der Art dieser Geschichte. Das werdet ihr aber vielleicht in meinen Antworten zu euren Kommentaren merken. ^^;


    Dann mal los.

    Guter Anfang. Sehr kraftvoll. Gefällt mir sehr.

    Freut mich zu lesen :D Und herzlich willkommen ^^


    Die gefundenen Fehler, die du im Spoiler angemerkt hast, werde ich natürlich korrigieren.


    Moin Eti,

    ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber ich musste den Prolog mehrfach lesen, obwohl sich die kommende, epische Geschichte eigentlich deutlich erklärt.

    Ich hoffe, dass sie episch wird :D

    Der Prolog an sich, war extrem schwer zu gestallten. Ich kann aber schon mal sagen, dass er zu Anfang doppelt so lang war ^^; Es ist ein Ausschnitt einer uralten Saga. Insofern finde ich es hier nicht mal ganz sooo schlecht, dass er ... nicht ganz zugänglich ist. Ich muss bei deinen kommenden Sachen auch aufpassen, wie ich Antworte, weil du durch deine "Kritik" tatsächlich schon ein paar Sachen herausgefunden hast, die ganz absichtlich nicht erwähnt wurden. :D

    Welche das sind, will ich aber noch nicht verraten.

    Sprich, die Riesen sind ganz allein auf der Welt und diese Welt ist stumm.

    Jep. Vorerst schon


    Eine Welt zu schaffen, dauert ein wenig

    Ja, kann man so sagen xD

    Außerdem kann man sich auch klanglos miteinander verständigen - oder hörst du mich gerade? ;-) Es gibt Handzeichen., Gesten, Mimik, aufmalen und Schrift.

    Gut aufgepasst :D Das ist einer der Punkte, wozu ich mir seeeeehr viele Gedanken gemacht habe xD


    Aber wie kommunizieren wir? Mit Wörtern. In einer Sprache, die wir sprechen.
    Klar, werden Handzeichen, Gestiken und so weiter auch ohne einen Muks auskommen. Aber jetzt war zu dieser Zeit alles schon sehr primitiv und alles stand am Anfang. VIelleicht war für die Riesen das Formen der Welt ja das, was du malen nennst? Es ist eine Saga. So recht beantworten wird es dir keiner können.
    (Doch, ich nämlich:P Lass dir bis hierhin einfach mal gesagt sein, dass hinter fast jedem Satz mehr steckt.)

    Kommen die gerade neu dazu?

    yes

    Was macht sie so schrecklich? Und wenn nur manche von denen an Land kommen - ich mein, da sind RIESEN...

    Das schreckliche lässt sich vielleicht noch was ausbauen :hmm: Ich weiß grad nur noch nicht wie ich das mache ohne zuviel zu verraten. Aber wahrscheinlich muss ich es wieder irgendwie umschreiben :hmm:


    Achja, und zu den Riesen ... Vielleicht kann ich an ihnen erklären, wie "schrecklich" die Vykr sind :hmm:


    Edit. Ich habe einen Satz eingebaut, der zumindest andeutet, dass sie ein Problem darstellen.

    "

    Denn tief unten im Meer, wo die Ruhe ewig wärt, manifestierten sich schreckliche Wesen, die Vykr. Die meisten ans Wasser gebunden, manche bereit an Land zu wandeln.

    Ihre unsichtbaren Tentakel begannen immer mehr nach dem Land und ihren Bewohnern zu greifen.

    All das änderte sich, als sich der Himmel auftat und die Götter selbst aus Odhal hinabstiegen."

    Klingt schön, ist in der Form aber eine vollendete Tat und keine Absichtserklärung mehr

    Das musst du mir erklären, wie du das meinst :hmm:

    ( Und ich so: häh? ?( Wieso das jetzt? )

    Na um die große Stille zu vertreiben und die Vykr zu besiegen :P Nein, es ist schon gut das du fragst. Aber es ist schon mit Absicht etwas schwammig formuliert.
    Ich bin aber am überlegen, die Not der Riesen einzufügen ... Aber ... dann würde man sich vielleicht diese wichtige Frage, die du dir gestellt hast nicht mehr stellen :hmm:


    Also die Frage WARUM greifen sie an, ist in real etwas komplizierter. Und ich will nicht direkt spoilern.

    An der Stelle dämmerte es mir so langsam, dass du mit "Mächte der Stille" die Vykr meinen könntest und dass die vielleicht von Anfang an existent waren - wobei "nur manche" an Land gehen können, was dem Bedarf an unzähligen Schlachten mit göttlichen Heerscharen widerspricht?

    Die Stille existierte schon immer. Die Vykr existierten schon immer, nur halt nicht auf dieser Welt. SOondern in deren Ebene. Dass die Vykr auch nach Ymir kamen, passierte wie gesagt erst etwas später. Die Riesen waren also weiterhin die ersten.


    Was den Bedarf an göttlichen Herrscharen angeht: Wenn es so da steht, kann man erstmal davon ausgehen, dass sie nötig waren. ODER aber ... da steckt auch wieder mehr dahinter. Erfährt man aber noch.
    Ich kann dir versichern, dass jeder einzelne Krieger gebraucht wurde.

    (Ab da hast du Dorn nicht mehr erwähnt. Wird er jetzt Nachfolger des Vaters?)

    Gute Frage, beantworte ich hier aber mal nicht näher :D Aus Spoiler gründen.


    So, die grammatikalischen Sachen werde ich natürlich verbessern. Sry, falls das irgendwie rausgeworfen haben sollte.


    Ich hoffe es kam jetzt nicht so rüber, als lehne ich alle Fragezeichen bei euch ab und sag, DAS MUSS SO! ^^; Aber deswegen war der Prolog für mich auch so schwer. Ich wusste von Anfang an, dass das solche Kommentare geben wird. Ich hab auch noch keine Ahnung, ob das so funktioniert wie ich das will. Das muss ich hier einfach ausprobieren. Aber es ist in echt natürlich alles ein bisschen komplizierter als es da oben von mir geschrieben steht :)

    So, genug zum Prolog, lass die Geschichte beginnen ;-)

    Alles schon in Arbeit :D



    Jetzt zum Prolog: Eine Geschichte mit einer Saga zu beginnen, ist jetzt erstmal nichts untypisches, aber funktioniert immer gut

    Na das hoffe ich doch :D

    Dafür fand ich allerdings, dass deine Saga sehr schnell erzählt war. Ich hätte mir gewünscht, dass es da ein paar mehr Sätze gibt.

    Vielleicht werd ich auch noch was hinzufügen. Ich bin mir, wie ich Melli shcon sagte, nicht sicher, ob das überhaupt so aufgeht, wie ich das will. Aber ich glaube ich abe euch alle Infos gegeben, die ich euch geben wollte.


    Und nur mal so zu der Länge ... Anfangs war geplant nur einen kleinen Ausschnitt von 10 Zeilen als Opener zu schreiben ^^; Das ist dan was eskaliert und es kamen zwei DinA4 Seiten raus, an denen ich dann einen Tag rumgedoktert hatte, bis noch noch das übrig geblieben ist, was ich euch zu hundert Prozent wissen lassen will :D



    Sind die Vykr der Grund, warum die Riesen sich nicht so nah an die Küste trauen? Dann würde ich den Satz mit einem "Denn" beginnen, um den Bogen zum vorigen Satz zu schlagen

    Ja, sie sind der Grund. Vielleicht kann ich das noch mit einem Satz einfügen :hmm:Oder so, wie du vorgeschlagen hast.



    Rot: Den Satz würde ich vielleicht einfach streichen. Wenn beides möglich ist, dann gibt es da eigentlich nichts zu erklären ;) Aber wie gesagt... ist nur ein "vielleicht"

    Ich lass ihn mal lieber. Vielleicht wird später deutlicher, warum ich das anmerken wollte. Ich wollte das mit dem Land ursprünglich ganz weg lassen, hätte im nachhinein aber vielleicht nur noch mehr verwirrt.

    Aber das Warum verschweigst du uns.

    bewusst :D

    das sie aber jemanden angegriffen haben nicht.

    Das Gleiche hab ich auch schon Melli geschrieben. Das ist schwer zu erklären. Die Riesen und andere Lebewesen leiden unter den Vykr. Würde ich das aber schreiben, würdest du vielleicht nicht mehr fragen, WARUM?
    Also das, was ich oben zitiert habe^^;

    Gibt es zu dem Zeitpunkt eigentlich auch andere Völker oder nur Riesen und Vykr?

    Jein. Wenn dann so primitiv, dass sie nicht erwähnenswert wären. Auch hätte deren Existenz nichts an den Geschehnissen geändert.


    Wenn nicht, kämpfen die beiden Völker denn auch gegeneinander?

    Sehr gute Frage xD Die ich aber leider auch nicht beantworten kann xDDD


    Oh mann... ich komm mir total dumm vor beim beantworten dieser Fragen ... ^^;

    Was ich meine ist, dass es etwas unklar ist, warum genau die Götter in den Krieg ziehen müssen.

    ok ok. Vielleicht werde ich es mir nochmal anschauen. Vordergrundig möchte ich einfach klar machen, dass die Vykr der Grund für ihr eingreifen sind. WARUM genau, will ich extra noch nicht sagen. Ich überleg mir da was.

    Ansonsten frage ich mich hier natürlich, warum Arn seinen Bruder verraten hat. Steht er auf der Seite der Vykr? Wenn ja, warum hat er dann erstmal gegen sie gekämpft? Oder wollte er sie nur vertreiben und nicht töten?

    Wenn du die Frage beantworten kannst, weißt du so gut wie alles :D

    So. Das muss natürlich nicht alles in den Prolog. Ich denke mir, dass du vieles im Laufe der Geschichte erklären willst,

    jap^^

    Sonst wirkt es ein bisschen aus der Laune des Göttervaters heraus, weil da plötzlich andere Wesen sind, die vorher nicht da waren - weißt? :)

    Ja, vielleicht ist dem ja so ^^; Ich werd mir überlegen wie ich das verfeinern kann, ohne direkt zu spoilern.


    So, danke für eure Kommis. So lange sollte sich eigentlcih gar nicht mit dem Prolog aufgehalten werden. War auch nur als Opener gedacht ^^;

  • Hallo Etiam ,


    sehr schöner Anfang, bin gespannt auf mehr. ^^


    Die meisten ans Wasser gebunden, manche bereit an Land zu wandeln.

    Yeah Evolution! :thumbsup:

    Der Verrat seines ältesten Sohnes betrübte den obersten Gott so sehr, dass sein Herz aufhörte zu schlagen.

    Mir gefallen Götter, die nicht bis in alle Ewigkeit leben oder unverwundbar sind. Daher gefällt mir besonders die nordische Mythologie, also noch ein Grund mehr für mich, weitere Teile deiner Geschichte zu lesen und abzuwarten, welche Erzählung du uns liefern wirst. :)

  • Hey Charon

    Willkommen in diesem Thread^^

    sehr schöner Anfang

    Danke^^



    Mir gefallen Götter, die nicht bis in alle Ewigkeit leben oder unverwundbar sind. Daher gefällt mir besonders die nordische Mythologie, also noch ein Grund mehr für mich, weitere Teile deiner Geschichte zu lesen und abzuwarten, welche Erzählung du uns liefern wirst. :)

    Ja, in dieser Geschichte ist niemand unverwundbar:evilgrin: Nicht mal Götter ^^


    Ich hoffe, dass dir die kommenden Parts auch gefallen werden^^

  • Ein sehr epischer Einstieg, sehr athmosphärisch. Ich finde das persönlich nicht schlecht, dass der Text etwas anspruchsvoller zu lesen ist, das macht die Athmosphäre auch mit aus, und gerade historische Erzählungen sind ja auch eine ähnliche Schiene gefahren. Ich erwarte jetzt auch nicht, dass die ganze Geschichte stilistisch so fortgesetzt wird, deshalb finde ich den Einstieg so gut getroffen. Der Prolog ist sehr knapp, aber auch das finde ich passend; du gibst einen schnellen Umriss der mythischen Historie, und da finde ich es besser, das knapp zu halten und nicht langzuziehen. Die Details kannst/wirst du Stück für Stück mit der Geschichte preisgeben.

    Dann wollen wir mal sehen, wo du diese Geschichte hinführst!

    Magie hat etwas einzigartiges: Sie berührt alle Sinne. Sie ist wie ein Geruch, der sich nicht wirklich wahrnehmen lässt, wie Sand, der durch Fingerrillen rinnt. Sie ist ein Geschmack auf der Zunge, der sich nicht benennen lässt, und wie ein Lied, dessen Melodie einem nicht im Kopf bleiben will.
    So lernte Aer die flüchtigste aller Künste kennen: Das Weben von Zaubern, das Formen der Magie.


    Die Schatten der Magie

  • Hallo Etiam :)

    (Ich habe die Kommentare der anderen nur überflogen, wenn ich also etwas genauso empfinde wie die Anderen, könnte das ein Hinweis sein. Wenn nicht, hoffe ich etwas weiterhin sinnvolles beizutragen.)


    Vor über zehntausend Jahren herrschte Stille. Es gab keine Lieder, keine Verse, keine Worte, keinen Laut. Die Welt war stumm.

    Was für ein schöner und gelungener Einstieg. Der erste Satz ist sehr kraftvoll. Wie er NOCH kraftvoller würde?


    Vor zehntausend Jahren herrschte Stille.


    Niemanden interessiert es im Grunde, ob es "über" oder "vor knapp bis reichlich zehntausend Jahre" waren. So könnte man einen überflüssigen Partikel sparen, den ersten Satz auf das wirklich Wesentliche runterbrechen, voilá - wir haben genau einen so perfekten Anfangssatz, wie es in der Schreibwerkstatt von allen Seiten diskutiert wurde.:saint:


    Was ich auch eine wunderbare Phrase fand, war,

    Zitat

    in die Ebene der Tonlosigkeit

    Geographische, atmosphärische und akustische Information zusammengeschmolzen in einen Namen. Schöööön!


    Womit ich allerdings Probleme habe, ist die Vorstellung dieser Vykr, und zwar genau hier:

    Die meisten ans Wasser gebunden, manche bereit an Land zu wandeln.

    Ihre unsichtbaren Tentakel begannen immer mehr nach dem Land und ihren Bewohnern zu greifen.

    All das änderte sich, als sich der Himmel auftat und die Götter selbst aus Odhal hinabstiegen.

    Der Satzanfang "All das änderte sich" ist meiner Meinung nach schon zu weit hergeholt. Du willst natürlich auf die Tonlosigkeit und Stille des Landes hinaus, aber ich als Leserin war erst einmal nun bei diesen Monstern, die mit den Tentakeln "beginnen", nach dem Land zu greifen, und dachte, dass sich eben dieser Beginn der Invasion etc. "ändert, als sich der Himmel auftat". Verstehst du, was ich meine? Dieser beginnende Monsterangriff wird hier nicht erzählt - und genau das ist der Knackpunkt. Wenn du schreibst, die Vykr beginnen damit, solltest du sie auch fortfahren lassen. Oder lass das Wort "Beginnen" weg. Ich meine, was passierte denn mit den Bewohnern und dem Land? Starben sie alle wie die Fliegen? Dass dann die Götter kommen und intervenieren, ist ein logischer Folgesatz. Ich würde erst an ihn anschließen, dass sich dadurch die Stille auflöst. Dadurch wird's logischer.^^


    Ein weiteres kleines Logikproblem habe ich hier:

    Doch als der Jüngere von ihnen weiter darauf beharrte,

    Im Text wird vorher nicht ersichtlich, wer der beiden Brüder der Jüngere ist. Das kann man sich dann irgendwie erschließen. Ich würde es klar benennen, um am Anfang Zweifel und Ungewissheiten dieser Art auszuräumen.


    Man zwang, Arn und seine Gefolgschaft einen Großteil ihrer Kräfte aufzugeben.

    Kommafehler - Komma muss nach "Arn".



    Ich bin im Prinzip kein Fan von vorangestellten Sagas, Prologen in Kursivschrift und endlos langen Epen, die irgendwelche schwülstig-langatmigen Geschichten vorwegnehmen. Aber du hast das gut und knackig gemeistert. Hut ab! Für meine Verhältnisse vielleicht sogar ein kleines bisschen zu kurz (und wenn ich, die solche Ausschweifungen am Anfang am liebsten überspringen würde, das sage, dann heißt das was;)). Du schreibst oben, dass du mit Absicht viel weglässt, aber für mich liest es sich ein bisschen löchrig. Es fehlt einfach was in der Handlung. Was genau haben die Vykr gemacht, wie wirkte sich das auf die Bewohner aus? Warum zerstreiten sich plötzlich die Brüder? Es wird alles nur so bruchteilhaft erklärt, in kurzen Hauptsätzen, kaum ausgeschmückt. Und das ist unbefriedigend. Ein kleines bisschen würde ich es mehr ausführen --- du musst ja nicht deine lang angelegten Geheimnisse offenlegen, sondern nur dem Leser etwas mehr zufüttern.

    Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt.^^

    Im Prinzip ist es Meckern auf hohem Niveau. :)


    Liebe Grüße

    Stadtnymphe

  • Hey,

    Myrtana222
    und
    Stadtnymphe


    schön, dass ihr dabei seid ^^




    Danke euch beiden für eure Kommentare ^^

  • So, dann schnapp ich mir mal den ersten Post. :)


    Du steigst also mit einer Schöpfungsgeschichte ein. Das mit der Stille und dem Klang erweckt erstmal einen musikalischen Eindruck. :hmm: Mal sehen, was du damit machst, denn so wirken Stille und Klang erstmal sehr wichtig. Es wäre jetzt logisch, wenn das wichtige Motive werden.

    [Schlaue, tiefgreifende Lebensweisheit]

  • Igitt, Tentakel! Ist das so kosmischer Horror, mit den unsichtbaren Grabschern? Dx

    Ich bin ein großer Fan davon, ja xD Aber in dieser Geschichte wird es nicht so stark zum tragen kommen.

    Ansonsten: Wird das eine musikalische Geschichte?

    Puh. Ich würde jetzt mal mit Nein antworten. Es spielt schon eine Rolle, aber ich glaube wenn ich jetzt "ja" sage, dann erwartest du zu viel in diese Richtung.


    Töne jeglicher Form und die Stille sind jedoch schon wichtig.

    Das bin vielleicht nur ich, aber hier hat mich der Bezug stolpern lassen. "Ihn" wird als Pronomen zuletzt genannt und steht für Dorn. Dann kommt "seine Männer" und ich denke an Dorns Männer, es sind aber Arns gemeint.

    Ich find man kann es eigentlcih gut verstehen, wer gemeint ist. Aber dieser Satz ärgert mich schon die ganze letzte Woche. xD Ich werde ihn also ändern.



    "Man" bereitete sich auf den Heimweg vor, sind also beide zusammen aufgebrochen und gegangen oder nur Dorn und seine Leute alleine? So formuliert wirkt das kurz so, als hätten die beiden Brüder sich kurz gezofft, dann die Hand gegeben - Geschwister halt - und wären dann ganz harmonisch nach Hause gegangen. Das ist aber wahrscheinlich nicht, was du willst. Vielleicht solltest du sowas sagen, wie "So geschwächt waren die himmlischen Truppen zum Rückzug gezwungen", nur eben so, dass es bei dir ins Konzept passt.

    Guter Einwand. Werde ich dahingehend ändern.

    Da dachte ich kurz, dass Arn nun tot wäre. ^^ Wurde er festgenommen? Oder blieb er auf Ymir zurück? So eine Info fänd ich gut.

    Hmmm :hmm: Ich schau, was sich machen lässt ^^


    Danke für deinen Kommi, schön dass du dabei bist ^^
    Auch wenn ich Rechtschreibung, Kommas und co. nicht in meinen Antworten erwähne, werde ich sie natürlich verbessern :thumbsup:

  • Hallo Etiam,


    Ich finde deinen Text echt gut, besonders die Bezüge bzw. die Anlehnung bestimmter Namen an die Nordische Mythologie gefallen mir sehr. Nordisch angehauchte Fantasysettings sind sowieso immer ganz vorne bei mir.:D

    Aber da sind wir auch schon beim Kern der Sache; der Text wirkt auf mich, so wie er geschrieben ist, wie eine Legende oder mythische Erzählung, was als Einstieg in eine Welt fabelhaft ist. Allerdings muss eine solche Erzählung in keinster Weise einer Logik folgen oder durchgehend frei von Widersprüchen sein.

    Wie mein früherer Lateinlehrer immer sagte: "Mythen sind Widerspruchstolerant" ;)

    Daher finde ich den Text so wie er geschrieben ist und für das was er erreichen will äußerst gelungen.


    Als Fazit:

    Als Einstieg sehr Stimmungs- und Kraftvoll, eine gewisse Tonalität der Geschichte und der Welt wird hier vermitelt, die Lust auf mehr macht.:thumbup:

  • Ich finde deinen Text echt gut,

    Danke :D

    ordisch angehauchte Fantasysettings sind sowieso immer ganz vorne bei mir

    Ja, ich glaube mit dem nordischen Touch einen Trffer hier im Forum gelandet zu haben ^^;

    Aber da sind wir auch schon beim Kern der Sache; der Text wirkt auf mich, so wie er geschrieben ist, wie eine Legende oder mythische Erzählung,

    Das sit gut, weil so sollte das nämlcih auch sein :D

    "Mythen sind Widerspruchstolerant"

    Korrekt, merk dir den Spruch ;)



    die Lust auf mehr macht.

    Sehr cool, dann vielleicht bis in ein paar Tagen ^^

  • Kapitel 1
    Präludium


    Teil 1

    Klackend fielen die Holzscheite zur Seite und Tjelvar wischte sich den Schweiß von der Stirn.

    Das war der Letzte für heute, dachte der Hüne, der das geschlagene Holz aufsammelte und in den Karren zum anderen warf.

    Blinzelnd starrte er zum wolkenlosen Himmel. Da es keine Anzeichen für Regen gab, entschied sich Tjelvar, die Scheite erst morgen unter das Vordach zu stapeln. Wenn er es rechtzeitig zum Thing schaffen wollte, durfte er keine Zeit mehr verlieren.

    Seit sein Vater Raik vor sieben Jahren gestorben war, war er das Oberhaupt seiner Familie. Und es war seine Pflicht, bei den Zusammenkünften eine ehrwürdige Vertretung darzustellen.

    Dabei war Tjelvar mit seinen sechzehn Wintern recht jung und eher schweigsam. Würde er mit seiner stattlichen Größe nicht aus der Masse herausstechen, seine Anwesenheit wäre niemandem aufgefallen. Doch das war nicht immer so gewesen. Als sein Vater noch gelebt hatte, war Tjelvar ein lebhafter und gesprächiger Junge gewesen.

    Bis zu jenem Tag, als der Nebel aufgezogen war. Er erinnerte sich daran, als sei es erst gestern gewesen. An den Schleier, der die ganze Stadt unter sich begraben hatte. An die Kälte, die mit diesem einhergegangen war und an den modrigen Gestank, von dem er noch heute träumte. Damals hatte er Schreie gehört. Schreie, die aufgekommen waren, ohne dass Tjelvar den Grund dafür kannte. Doch bevor sein panischer Verstand ihn hatte handeln lassen, sah er, warum sie schrien. Draugar!

    Die Untoten, von denen Tjelvar bis zu diesem Tag nur in Sagas gehört hatte, waren in seine Heimat eingefallen. Aus irgendeinem Grund, wurde ihre Anwesenheit erst gewahr, als sie schon mitten unter ihnen waren. Es blieb damals keine Zeit, um zu den Waffen zu greifen. Er hatte mit ansehen müssen, wie seinem Vater von einem Zwerg, dessen aschfahle Haut langsam von den Knochen fiel, der Schädel eingeschlagen wurde. Raik war ein großer Krieger, doch ohne seine Axt hatte er keine Chance gehabt. Heute wusste er nicht mehr genau wie, aber er hatte es zusammen mit seiner Schwester und seine Mutter geschafft aus der Stadt zu entkommen. Von weitem waren die pechschwarzen Rauchwolken ihrer brennenden Heimat zu sehen gewesen, die sich mit dem Dunst des Nebels vermischt hatten. Weder Licht, noch Schreie hatten es geschafft, bis zu ihnen durchzudringen.

    „Tjelvar!“, rief Sigi und holte damit ihren Bruder aus seinem Tagtraum. „Ist alles in Ordnung?“

    Erst jetzt bemerkte er seine schnelle Atmung und wie verkrampft er seine Axt umschlossen hielt.

    „Was trödelst du so rum? Das Thing beginnt jeden Moment.“ Aufgeregt wippte sie von einem Fuß auf den anderen.

    „Warum willst du überhaupt mit?“, fragte Tjelvar, während er an ihr vorbei in die Stube stapfte.

    Eilig folgte sie ihm und zupfte verlegen an ihrem Hemd. „Naja, Erik wird doch auch da sein, oder?“

    Tjelvar zuckte nur mit den Schultern.

    Genervt zog sich Sigi an den blonden Haaren, welche zu einem geflochtenen Zopf zusammengebunden waren. Sie starrte ihren Bruder an. „Jetzt komm schon. Sag es mir!“

    Tjelvar schmunzelte. Lag es daran, dass er so schnell zum Oberhaupt der Familie geworden war? In seinen Augen verhielt sie sich nicht wie eine Erwachsene. Und das, obwohl sie vier Jahre älter war.

    „Weiß Mutter davon?“, erkundigte er sich.

    Und bevor Sigi darauf eine Antwort geben konnte, kam ihre Mutter die Stube herein. „Wovon weiß ich?“, fragte Svenja. Sie war eine kräftigere Frau und schnaubte ganz schön, als sie ihre Einkäufe vom Markt auf den Tisch stellte.

    In dem kleinen Korb befand sich frisches Gemüse und etwas Fisch, sowie verschiedene Bündel Kräuter.

    „Hm?“ Sigis Stimme schnellte in die Höhe. „Ach es ging um nichts Wichtiges.“

    Mit einem Grinsen im Gesicht räumte Tjelvar die Einkäufe seiner Mutter weg. Dabei musste er immer um den sperrigen Tisch herumstolpern.

    Während er die Inhalte aus dem Korb nahm, ließ er beiläufig den Namen des Angebeteten fallen.

    „Erik Leifson?“, fragte Svenja schon fast hysterisch.

    „Toll, danke Bruder“, zischte Sigi und verdrehte die Augen.

    Ihre Mutter stemmte die Arme in die Hüften und schaute sie tadelnd an.

    „Dieser Mann hat nur Flausen im Kopf! Immer stellt er irgendwas an, dass andere dann ausbaden müssen!“

    „Naja, so schlimm ist er nun auch wieder nicht“, entgegnete Tjelvar. „Meistens steht er für seine Taten gerade.“

    Erik war ein guter Freund geworden, seit Tjelvars Familie in dieses Dorf kam. Deswegen hatte er ständig das Gefühl, ihn verteidigen zu müssen.

    „Immer wenn du mit ihm unterwegs warst, kamst du betrunken zurück!“, schimpfte seine Mutter.

    „Ja, aber das ist doch Tjelvars Schuld und nicht Eriks!“, argumentierte Sigi.

    „Ich muss jetzt zum Thing.“ Tjelvar hatte im Moment keine Lust, sich weiter über das Thema zu unterhalten. Erst recht nicht, wenn es drohte gegen ihn zu kippen. Er war zwar das Oberhaupt der Familie, aber das hinderte Svenja nicht daran, ihm jedes Mal eine Predigt zu halten, falls er zu tief ins Horn geschaut hatte.

    Mit eingezogenem Kopf trat er unter dem Türrahmen hindurch und verließ das Haus.

    „Wo ist Erik denn nun?“, fragte Sigi, die ihm mit nach draußen gefolgt war. Ungeduldig wippte sie vom einen Fuß auf den anderen.

    „Er wird nicht da sein“, antwortete Tjelvar nur knapp und setzte seinen Weg in Richtung des großen Hügels fort, wo das Thing regelmäßig stattfand.

    „Aber warum?“ Die Augen seiner Schwester weiteten sich und ihre Mundwinkel zogen nach unten. „Sein Vater hat ihn die letzten Male doch auch immer mitgenommen.“

    „Heute nicht“, sagte er, ohne sich umzudrehen und marschierte weiter.

    „Jetzt sei kein Fisch!“, schimpfte sie und stiefelte hinter ihrem Bruder her. „Spuck Worte aus! Du weißt doch genau, wo er sich aufhält. Warum sagst du es mir nicht?“

    „Weil er sonst eine Strafe bekommt“, nuschelte Tjelvar.

    Fragend hob Sigi die Augenbrauen. „Wenn du mir sagst, wo er ist?“

    Tjelvar blieb stehen und rieb sich die Stirn. „Nein, wenn er nicht gewissenhaft seiner Arbeit nachgeht. Die Ältesten bestrafen ihn dafür, dass er bei der letzten Opferung beinahe die Stabkirche abgefackelt hat.“

    „So?“, kam es von seiner Schwester und sie legte sich den Finger an die Unterlippe.

    Als Tjelvar sich wieder auf den Weg begeben wollte, hielt sie ihn am Arm fest. „Und was muss er nun machen?“

    „Sigi“, begann der genervte Bruder ruhig. „Wenn ich es dir sage, gibst du mir dann dein Wort, mich gehen zu lassen und Erik nicht zu stören?“

    Sie überlegte und verzog den Mund, als würde es ihr schwerfallen auf dieses Versprechen einzugehen. „Nun gut. Sag‘s mir, und ich lass dich frei.“ Dabei zog sie demonstrativ an Tjelvars Arm.

    Tjelvar schmunzelte. Ihre beiden Hände schafften es gerade so, seinen Unterarm zu umfassen. „Er ist in der Stabkirche. Soll dafür sorgen, dass die komische Steintafel von Jarl Harald von jeglichem Dreck befreit ist.“

    Sigi starrte mit leerem Blick an ihm vorbei und es dauerte eine Weile, bis sie sich wieder regte. „Das klingt langweilig. Da gehe ich lieber Mutter mit dem Essen helfen.“

    Tjelvar nickte nur. Er schaute seiner Schwester hinterher, als sie umkehrte um zu ihrem Haus zurückzukehren. Es freute ihn, dass sie sich in ihre neue Heimat einleben konnte. Sie hatte es schwerer als er.

  • Hallo Etiam ! :)

    Ganz unverfälscht und unvermittelt will ich dir meinen Eindruck von diesem ersten Kapitel geben (ich mag's sehr, dass es Präludium heißt und bin gespannt, ob du diese Art der Namensgebung beibehältst! Denn dann wäre ich noch gespannter auf die Fuge, auf das Adagio, das Allegro... ^^). Es scheint nun tatsächlich eine Mischung aus nordisch angehauchten Mythen und Realitäten zu sein plus einem leichten Game-of-Thron-Touch à la "die Untoten kommen und schlachten alle ab".

    Deine Personen haben für mich bisher noch keinen großen herausstechenden Wert, das wird sich aber sicherlich in den nächsten Kapiteln manifestieren und ist nur normal. Interessant finde ich, dass du Tjelvar (schöner Name!) mit seinen sechzehn Jahren als "Hüne" bezeichnest. Als einen Hünen stelle ich mir immer einen erwachsenen Mann vor. So aber musste ich mir öfters in Erinnerung rufen, dass Tjelvar noch nicht erwachsen ist. Auch seine Handlungen und Redeweisen spiegeln dies nicht wider. Vielleicht musste er ja schnell erwachsen werden.^^


    Gestolpert bin ich hier:

    Das mit dem "Angebeteten" habe ich zuerst nicht verstanden, da du so viel über den Tisch geschrieben hattest. Das fand ich leicht verwirrend. :P


    Den Schreibstil finde ich im Gegensatz zum Prolog etwas weniger stil- und formvollendet. Ich habe einige Rechtschreib- und Grammatikfehler entdeckt, auf die dich möglicherweise auch andere User noch hinweisen (wenn nicht, kann ich sie gern noch auflisten). Auch gab es etliche kleine Kommas zu viel oder auch zu wenig. Mir hätte eine Fortsetzung dieser eher malerischen Schreibweise aus dem Prolog gut gefallen.

    Aufgefallen ist mir auch, dass du die Personen zur Einführung gut sowohl mit direkter Rede als auch Redebegleitsätzen einführst. Wir erfahren so also, dass Sigi blonde und geflochtene Haare hat. Allerdings nutzt du diese Art, aufzuzeigen, welche Art von Haaren sie hat, gleich zweimal fast hintereinander. Ich würde da auf etwas anderes ausweichen.

    Ich persönlich mag es auch nicht so sehr, wenn die Hauptpersonen dauernd mit Phrasen wie "die ältere Frau", "der Hüne", "die größere Schwester" etc. umschrieben werden, da es im personalen Modus irgendwie so distanziert rüberkommt. Der Erzähler würde seine Mutter ja auch nicht als "die ältere Frau" denken. Das ist aber Geschmackssache, ich erlebe diese Art von Beschreibungen hier im Forum sehr oft (in gedruckten Büchern jedoch kaum. Das verdeutlicht mir, dass es in der Verlagssprache möglicherweise nicht so gängig ist). Ich kritisiere das aber auch nicht, sondern merke es nur an, dass es eben Distanz schafft.


    Zur Handlung an sich kann ich noch nicht viel sagen - es gibt offenbar eine tragische Vergangenheit, die Tjelvar (obwohl augenscheinlich das jüngste Familienmitglied!) nun zum Oberhaupt "befördert" hat. Ich hoffe sehr, dass er noch einen etwas ausgeprägteren Charakter zeigen wird. Auch seine Schwester scheint bisher recht annehmbar zu sein.

    Eine letzte Frage noch: Ist das hier nun ein ganzes Kapitel oder nur ein Abschnitt dessen?


    Liebe Grüße und bis bald,

    Stadtnymphe

  • Hey Etiam


    Zuerst ein bisschen, was mir so ins Auge gesprungen ist



    So. Jetzt zum Part selber :)


    Insgesamt ist es mal so ganz anders als der Prolog, was mich aber nicht im Geringsten gestört hat. Ich meine, es muss ja irgendwie anfangen und ich finde, du hast einen guten Start hingelegt und deinen Schreibstil kenne ich ja von magische Welten bereits :D


    Deine Charaktere scheinen aktuell bodenständige Menschen mit einer tragischen Familiengeschichte zu sein. Scheint so ein bisschen nach dem Schema "Der Mann im Haus hat das Sagen" - aber das liegt dann wahrscheinlich auch an der Kultur, die du dir erdacht hast. Ich könnte mir vorstellen, dass es als Mutter schwer ist, den sechzehnjährigen Sohn gehen zu lassen :P

    Und dann schwärmt die Tochter auch noch für diesen Erik! Das riecht nach Familienstreitigkeiten - sowas mag ich (you know) xD


    Außerdem gefällt mir der düstere Touch, der sich da über deine Geschichte zu ziehen scheint - mal sehen, wohin uns das führt :)


    Abgesehen davon muss ich Stadtnymphe in einem Punkt beipflichten:

    Ich persönlich mag es auch nicht so sehr, wenn die Hauptpersonen dauernd mit Phrasen wie "die ältere Frau", "der Hüne", "die größere Schwester" etc. umschrieben werden, da es im personalen Modus irgendwie so distanziert rüberkommt.

    Das fand ich in dem Part auch unnötig. Es reicht, wenn die die Charaktere einmal so beschreibst. Danach wissen wir, dass z.B. Tjelvar eine robuste Statur hat oder das Sigi blonde Haare hat. Das kann man einige Kapitel später noch einmal machen. Geschickter fände ich Berufsbezeichnungen o.ä. Dann aber auch nur, wenn Verwechslungsgefahr besteht (Bsp. mit mehreren Männern im Raum - das Problem habe ich persönlich ja immer xD). Hier in deinem Part könntest die getrost "er" oder "sie" benutzen und nur die Szene, wo die Mutter dazukommt, mit Umschreibungen arbeiten.


    Aber alles in Einem - Great Job :thumbup:


    LG


    P.S Nach Fehlern habe ich nicht direkt geschaut :blush:

    „Sobald wir ihn finden, wird er seine gerechte Strafe bekommen" - Meister Karak

    "Dann... werde ich ihn töten" - Meister Rüstan


    Meine Geschichte
    Die Kriegerin von Catrellak



  • Ich danke euch beiden fürs lesen ^^

  • Ich hab mal ein paar Sachen rausgesucht. Handlung gab es ja noch nicht so viel, aber meine Gedanken dazu stecken hier auch drin:

    [Schlaue, tiefgreifende Lebensweisheit]

  • Hi Kalki

    Keine Ahnung, was ich mit diesen Sätzen wollte. :rofl: Aber das Plusquamperfekt ist schon eine blöde Zeitform für längere Texte, weil die Hilfsverben und Partizipien (war, hatte und gewesen usw.) plötzlich gehäuft auftreten. Ich persönlich versuche sowas zu umgehen und solche Textstellen kurz zu halten.

    Ja, ich muss mal schauen, ob ich es kürzer bekomme. Ich habe schon geschaut nur das nötigste darein zu bekommen.

    Das Muster setzt sich hier so fort. Müsste es nicht "warum sie schrien" sein? Keine Ahnung! Aber vieles hier fühlt sich falsch an.

    Das ist das Problem, was ich habe... Für mich fühlt sich das nicht falsch an. Deswegen fiel es mir nicht auf, als ich nochmal drübergelesen hatte. Ich will damit nicht sagen, dass es nicht falsch ist. Ich glaub dir da einfach mal xD Es gibt ja immerhin Regeln dazu.
    Aber das ist eine Schwäche von mir. Deswegen ist das alles versucht nachdem zu schreiben, wie es mir erklärt wurde und nicht nach Gefühl. Weil selbst jetzt, wenn ich beides vor mir habe ... hört sich für mich beides immer noch gleich richtig an xD



    Ich nehme an, dass der Grund noch eine Rolle spielen soll, denn das ist wirklich etwas merkwürdig, dass sie nichts bemerkt haben. Zombies?

    Jap. Ich habe es sogar extra noch nachträglich eingefügt.



    Hier ist das wieder was anderes. Ohne seine Axt hatte er keine Chance gehabt, denn er ist ja bereits tot. Und das zweite Komma ist zu viel. Wenn "ohne seine Axt" ein Einschub sein soll, dann müsste nach "doch" ein weiteres Komma sein. Das musst du aber nicht so machen und es wäre auch nicht elegant oder so. xD

    8|OKay... Alles etwas verwirrend. Aber ich krieg das schon hin.

    Wie, die ist 20? :rofl: Fühlt sich wirklich wie ein bockiger Teenager an, die Schwester.

    Komisch, oben wurde das Gegenteil erwähnt xD Aber so wie du es wahrnimmst, soll es auch sein.

    Ich sehe modernes Teenie-Eltern-Drama direkt vor mir. :D Ist wahrscheinlich eine zeitlose Problematik. Aber spielt es nicht eine Rolle, dass sie schwanger werden könnte und müsste die Mutter da nicht strenger sein?

    An sich hast du schon recht. Ich will da aber aus bestimmten Gründen nicht so den Fokus drauf legen. Besprechen wir aber gerne nochmal in ein paar Kapiteln^^


    Hier habe ich kurz gestockt, weil mir nicht klar war, dass Erik Leifson (Oooh, jetzt sehe ich, was du da gemacht hast!) ist. Du könntest den Vornamen etwas eleganter einführen, indem du einfach den ganzen Namen da hinschreibst.

    Hab ich gemacht, aber der Vorname wurde auch vorher schon mal erwähnt.

    Liest man häufig, ist manchmal auch angebracht, wenn die Situation erfordert, dass man an gewisse Eigenschaften erinnert, aber meistens macht es den Text nur unruhig und wirkt distanziert. Ich würde einfach Namen und Pronomen abwechseln, das reicht völlig.

    Wurde bereits gemacht:thumbsup:


    So, den Rest, den ich hier nicht zitiert habe werde ich selbstverständlcih auch ausbessern. Danke für dein Feedback und die Hilfe mit dem PQP ^^