ERIAN - Kampf ums Überleben

  • Kurz ein paar wichtige Worte zur Geschichte:

    Es war mal eine Fanfiction zu Maze Runner. Ich habe angefangen, die Fanfiction in eine eigene Story umzuwandeln. Daher bitte ich um Entschuldigung, wenn einige Hintergründe noch nicht klar sind oder noch nicht richtig erklärt werden.


    Ansonsten mache ich es einfach wie immer und schmeiße euch ins kalte Wasser *hehe*


    Ja, ich weiß, der Prolog ist sehr kurz, aber ich will ja auch nicht zu viel verraten.

    Chaos sagt, Halvars dunkle Seite sei harmlos gegen mich...


    As I´m an Amazone, I need a :jennagorn:













  • Kapitel Eins:


    Ein plötzlicher Windstoß wirbelte den gesamten Staub auf dem Plateau auf und wie ein Wirbelsturm zwirbelten Dreck und Gesteinsbrocken und die Leiche herum, als wie aus dem Nichts ein kleines, graues Hovercraft in den Landeanflug auf die freie Fläche ging. Der Wind blies die mit Blut verklebten schwarzen Haare aus dem verzerrten Gesicht des Jungen und hauchte ihnen für einen Moment wieder Leben ein. Ein lautes surrendes Geräusch ertönte, als der metallene Bauch des Flugzeuges sich öffnete. Ein paar Soldaten trampelten aus dem dunklen Inneren des Hovercrafts auf die lichtüberflutete Lichtung. Das grelle Licht blendete sie und manche hielten eine freie Hand vor die Sonne. Die Männer sahen alle gleich aus- fast wie Klone. Ihre Köpfe wurden von schwarzroten Helmen bedeckt und Visiere schützten ihre Gesichter vor den herumwirbelnden Partikeln. Zwei der Soldaten packten den toten Körper und trugen ihn in das Hovercraft. Die anderen sahen sich wachsam in der Gegend um und hatten ihre Waffen im Anschlag. Als die beiden mit der Leiche im Inneren des Flugzeuges verschwunden waren, zogen sich auch die Wachen zurück. Das Hovercraft hob ab.


    Das geschah ebenso schnell wie leise, aber ein Augenpaar, zu Schlitzen zusammengekniffen, beobachtete den Raub der Leiche verärgert und verschwand so schnell wie möglich wieder im Schatten einer von oben an Stahlträgern herabhängenden Steinplatte, als das Hovercraft abhob, um nicht entdeckt zu werden. Die Gesichter der Soldaten hatte es nicht erkennen können, doch den Namen „Savage“, der in weißen Buchstaben auf das graue Heck der Maschine gedruckt war, prägte es sich genau ein.

    Durch die vor Hitze flimmernde Luft war das Hovercraft schon nach wenigen Minuten nicht mehr am Himmel zu sehen.

    Wo es hinflog, war kein großes Rätsel. Sein Ziel würde der große, schlanke Turm im Inneren der Stadt sein, auf dem in leuchtend blauen Lettern der Name dieser verruchten Organisation stand. Die Glasfassade dieses Gebäudes wand sich 200 Meter in den Himmel wie eine übel gelaunte Schlange, deren Biss dich jederzeit töten konnte.


    Die Person, zu der die blauen, verärgert blitzenden Augen gehörten, griff zu dem Fernsprechgerät, das sie stets an ihrem Gürtel bei sich trug. Bei dem Gedanken an Savage drehte sich ihr der Magen um, wenn sie an die Zeit zurückdachte, in der sie deren Gefangene gewesen war. „Neil, hier ist Sheyle. Ich bin gerade in der Stadt unterwegs und du glaubst nicht, was ich hier in Sektor C eben gesehen habe. Ein kleines Transportflugzeug von Savage hat eine Zombieleiche abgeholt. Was könnten sie damit vorhaben?“ Ohne auf eine Antwort zu warten, entfernte sie sich schnellstmöglich von dem Ort, denn sie wusste nicht, wer noch hier und ob sie nicht gar beobachtet wurde.


    Neil traute seinen Ohren kaum und glaubte, sich verhört zu haben, als Sheyles Funkspruch ihn erreichte. Paul hatte ihm das Gerät gebracht, denn eigentlich wollte er sich nach ihrem Wohlbefinden erkundigen. Sie war schon mehrere Stunden da draußen unterwegs und es machte ihm Sorgen, dass sie sich nicht meldete. Da knackte es in der Leitung und ihre Stimme drang etwas verzerrt durch die verstaubten Schlitze des braunen Kästchens zu ihm heran. Die Übertragung war schlecht und so hörte er nur Wortfetzen. „Neil… Ich… gerade… Stadt… Glaubst nicht… Sektor C… Transportflugzeug… Savage… Zombieleiche… mitgenommen.“ Entsetzt drückte er auf den Knopf, um ihr zu antworten, aber es rauschte nur – sie nahm das Gespräch nicht wieder an. Nachdenklich raufte er sich die Haare und flüsterte die Worte, die sie ihm gesagt hatte, vor sich hin. Dabei ließ er das Funkgerät keine Sekunde aus den Augen. Sein Herz schlug vor Panik schneller, als er daran dachte, dass sie mit diesen Unmenschen da draußen allein gewesen war. Was, wenn sie sie entdeckt hatten? Was, wenn sie sie entführt hatten? Er sprang auf die Füße und lief unruhig in der Halle hin und her, um sich selbst zu beruhigen. Aber es half nichts. „Tobias!“, brüllte er laut den Namen seines Stellvertreters durch die Halle. Dieser kam sofort angelaufen.

    „Alles okay?“, fragte ihn der 24- Jährige.

    „Nein“, erwiderte Neil. „Mich hat gerade ein Funkspruch von Sheyle erreicht. Ich konnte nicht genau verstehen, was sie gesagt hat. Die Verbindung war zu schlecht. Aber sie hat irgendetwas von Savage und einer Zombieleiche gesagt. Oh Gott, was wenn sie sie mitgenommen haben? Wir müssen sie suchen gehen!“ Er ließ sich auf den Boden fallen und schrie in seine schmutzigen Handflächen, damit ihn keiner hörte. Doch seine Verzweiflung drang lauter aus ihm als er es beabsichtigt hatte. Alle Anwesenden hörten sofort auf, ihren Aufgaben nachzugehen, und sahen besorgt – manche auch voller Furcht – zu ihm hinüber. Tobias ließ sich neben ihm auf den Betonboden sinken und verschränkte seine dünnen Beine im Schneidersitz. Die schwarzen Strähnen, die dem Jungen ins Gesicht hingen, rutschten dabei ein Stück zurück und die blauen Anführer musterten den Anführer voller Sorge.


    „Es geht ihr sicher gut. Ich glaube nicht, dass sie entführt wurde. Sicher kommt sie bald nach Hause.“ Aber daran, dass die Hände seines Freundes nervös mit einem Zipfel seines weißen T-Shirts spielten, erkannte Neil, dass er seinen Worten selbst nicht so recht glaubte. Tobias fing an, auf seiner Unterlippe zu kauen. Das tat er immer, wenn er anfing, zu überlegen.

    „Woran denkst du?“

    Der Junge wandte den Kopf von ihm ab und blickte hoch zur Decke. „Was hat sie genau gesagt?“

    Neil zuckte unwissend mit den Schultern.

    „Ich habe nur ´Transportflugzeug´, ´Savage´ und ´Zombieleiche mitgenommen´ verstanden.“

    „Zombieleiche mitgenommen? Was will Savage denn mit einer Leiche?“ Kurz schwieg Tobias, dann sagte er: „Die anderen sollten davon wissen.“


    Zehn Minuten später befanden sie sich in dem grünen Zelt, das als Stützpunkt für ihre Gemeinschaft diente. Ihr Rat, der aus fünf Mitgliedern bestand, traf sich hier regelmäßig. Das waren Tobias, Paul, Evelyn, normalerweise Sheyle und er. Da Sheyle aber gerade nicht hier war, waren die vier anderen um den runden Tisch in der Mitte des Zeltes versammelt. Tobias, Paul und die braunhaarige Evelyn diskutierten heftig über den Funkspruch von Sheyle und die Zombieleiche. Sie stellten die wildesten Theorien auf, was Savage mit der Leiche vorhaben könnte. Er aber stand nur über den Tisch gebeugt da und dachte an seine Freundin. Er wünschte, er könnte schon sicher sein, dass sie wohlbehalten zuhause angekommen war.

    Chaos sagt, Halvars dunkle Seite sei harmlos gegen mich...


    As I´m an Amazone, I need a :jennagorn:













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  • Liebe BlueRosesInMyHeart

    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



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  • So, dann mal mein Eindruck zu Kapitel 1.

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    (Ricarda Huch)



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